Kürzlich hat in meinem Blog Alexander einen Leserbrief veröffentlicht. Ich finde seine Story beeindruckend. Dank seiner hohen Sparquote und stetigen Aktienkäufe hat der Diplom-Informatiker fast eine Million Euro im Depot erreicht. Er ist damit nach meinem Dafürhalten weit auf dem Weg in die finanzielle Freiheit. Es gab dazu etlichen Fragen in den Kommentaren. Diese habe ich zusammengefasst und an Alexander weitergeleitet. Er hat sie umgehend beantwortet. So möchten die Leser u.a. wissen, welche Aktien er besitzt, wie hoch seine Sparquote ist, wie viel Notgroschen er hat. Ich finde, er kann toll seine Geschichte erzählen und sollte unbedingt ein Buch schreiben. Was meint ihr?
Hier sind seine Antworten:
1. Depot und Anlagestrategie
Meine Depotwerte sind:
- 3M Co., 164 Stk.
- AT&T Inc. (AT & T Inc.), 100 Stk.
- AXA S.A., 300 Stk.
- AbbVie Inc, 130 Stk.
- Apple Inc., 340 Stk.
- BASF, 270 Stk.
- BNP Paribas S.A., 60 Stk.
- BP plc (British Petrol), 4.856 Stk.
- Bayer, 80 Stk.
- Bristol-Myers Squibb Co., 60 Stk.
- CNH Industrial N.V. Reg. Shs, 350 Stk.
- Cisco Inc., 340 Stk.
- Citigroup Inc., 310 Stk.
- Colgate-Palmolive Co., 219 Stk.
- DHL Group (ex Deutsche Post), 300 Stk.
- Daimler Truck, 50 Stk.
- Enel S.p.A., 2.300 Stk.
- GSK PLC Registered Shs, 728 Stk.
- General Mills Inc., 560 Stk.
- Haleon PLC, 910 Stk.
- Hannover Rück, 103 Stk.
- Home Depot, 28 Stk.
- IBM Corp. (International Business Machines), 100 Stk.
- JENOPTIK AG, 700 Stk.
- JPMorgan Chase & Co., 100 Stk.
- Johnson & Johnson, 129 Stk.
- K+S AG, 1.000 Stk.
- Kimberly-Clark Corp., 225 Stk.
- L’Oréal S.A. (L’Oreal, L Oreal), 28 Stk.
- Magnum Ice Cream , 60 Stk.
- Mercedes-Benz Group (ex Daimler), 100 Stk.
- Meta Platforms (ex Facebook), 5 Stk.
- Oracle Corp., 141 Stk.
- Ovintiv Inc Registered Shs -B-, 64 Stk.
- Pampa Energia SA (spons. ADRs), 35 Stk.
- PayPal Inc, 28 Stk.
- PepsiCo Inc., 150 Stk.
- Phillips 66, 285 Stk.
- QUALCOMM Inc., 153 Stk.
- Reckitt Benckiser Group Plc Registe…, 144 Stk.
- SAP SE, 161 Stk.
- SOLVENTUM CORP Registered Shs When …, 41 Stk.
- Siemens AG, 70 Stk.
- Siemens Energy AG, 35 Stk.
- Texas Instruments Inc. (TI), 140 Stk.
- Unilever PLC, 266,67 Stk.
- Visa Inc., 70 Stk.
- Walmart, 519 Stk.
Die Cashquote
Meine Cashquote ist nicht besonders hoch. Ich warte nicht auf den Tag X, wo ich dann meine Reserven in Aktien buttern kann. Meine Cashquote ist dazu da, um die Unwägbarkeiten des Lebens abzufedern. Im letzten Jahr musste ich umziehen, wofür ich meine Cashreserven erhöhte (Umzugskosten, doppelte Mietzahlungen, neue Kaution usw.). Dann ging im Sommer 2025 auch noch meine Waschmaschine kaputt. Von Dezember bis März hatte ich auch deftige Zahnarztrechnungen. Für sowas ist meine Cashreserve da und bin bestrebt, das bei ca. 5.000 € zu halten. Hätte ich ein Kfz, wäre meine Reserve höher. Von Faustregeln wie „mind. 3 Nettogehälter“ halte ich nichts.
Mein Nettogewinn
Ich habe ca. 477.500 € eingesetzt. Da sind die Verkäufe von abgezogen. Ich habe in der Vergangenheit auch schon Verkäufe gemacht, dabei Gewinne wie Verluste realisiert. Heute steht das Depot bei 872.000 €, also stehe ich bei 394.500 € Kursgewinn. Meine Verkäufe stammen teilweise aus einer Zeit, in der ich noch nicht so gefestigt war. Ich hatte mit Nokia mal einen guten kurzfristigen Deal, aber ich schmeiße dann auch gerne mal kleine Positionen raus. Vor vielen Jahren Osram, die mir als Siemensaktionär reingebucht worden waren. Dieses Jahr habe ich WB Discovery und Kyndryl Holdings rausgeworfen, die nur wenige 100 € Volumen hatten. Im letzten Jahr hat mir Carlsberg meine BritVic-Aktien „geklaut“.
Performance
Ich weiß leider den internen Zinsfuß nicht. Ich hatte mal Tools, die mir das berechneten und das ist gerade in Überarbeitung.
2. Einkommen und Sparverhalten
Arbeit und Verdienst
Ich bin Diplom-Informatiker und der Verdienst ist recht gut. Ich dürfte zu 5 % der einkommensstärksten Beschäftigten gehören. Mit den variablen Gehaltsbestandteilen hängt das viel von den Projekten ab. Letztes Jahr hatte ich ein paar Zulagen, die ich dieses Jahr noch gar nicht hatte.
Sparrate
2018 hatte ich eine Sparrate von ca. 63 % Ich bin selbst überrascht, dass das so hoch war und ich war viele Jahre bei 40 bis 50 % gewesen. Sparrate ist für mich: Investitionen in Aktien / Nettoeinkommen (inkl. Nettodividenden). Es ist aber wegen der variablen Gehaltsbestandteile (Boni, Rufbereitschaftsgelder, WE-Zulagen usw.) schwer zu errechnen, 2025 hatte ich knapp 60.000 € von meinem Arbeitgeber erhalten. Hinzu kommen 2.000 € aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit und fast 14.000 € an Nettodividenden, also 76.000 € Nettoeinkommen insgesamt. Für ca. 36.000 € habe ich an der Börse eingekauft. 36 / 74 = 48,6 % Sparquote. Ich habe aber nicht immer so gut verdient.
2025 war wegen des Umzugs auch ein spezielles Jahr, mit vielen Extrakosten. Dieses Jahr habe ich bislang eine Sparquote von 66,8 %. Ich habe das jetzt erstmals ermittelt und bin enorm überrascht, ja fast schon erschrocken, dass es so viel ist. Das Interessante dabei: Ich empfinde keine Einschränkung. Ich hatte ja schon wieder dreimal Wanderurlaub in diesem Jahr, mit insgesamt 10 auswärtigen Übernachtungen und mit weniger als 100 € pro Übernachtung kommt man da selten weg.
Finanzielle Starthilfen
Keine großartigen. Circa 4.000 € zu Studiumsbeginn; ein geerbtes Sparbuch. Ich konnte aber schon immer gut mit Geld umgehen und ging aus dem Studium ohne Schulden.
Sparen im Alltag
Ich habe kein Auto und erledige viel mit dem Fahrrad. Einfache Strecke zur Arbeit: 6,5 km und das fast täglich. Ich komme auf 100 km pro Woche mit reinen Zweckfahrten zur Arbeit, zum Sportverein, zum Einkaufen. Meine sparsame Lebensweise ist die Grundlage des Erfolges. Ich habe auch kaum Abonnements. Netflix nie gehabt, Prime hin und wieder. Kein Kabelfernsehen, ja noch nicht einmal ein Fernsehgerät. Ich koche gerne, habe aber auch kein Problem, im Restaurant etwas zu essen. Und da gebe ich auch gut Trinkgeld. Sowas wie Pizzadienst habe ich noch nie in Anspruch, vielleicht drei mal in die Firma.
Ich verkaufe auch regelmäßig altes Zeug auf eBay. Es sind häufig nur wenige Euro, aber mit gefällt der Umweltschutzgedanke, dass eine alte TV-Karte, alter Arbeitsspeicher, ein alter Laptop usw. noch eine Anschlussverwendung findet. Bücher und CDs kaufe und verkaufe ich gerne bei Momox. Zuletzt stellte ich zwei Kartons à 30 bis 40 € für Momox zusammen. Ist jetzt nicht wahnsinnig viel Geld angesichts dessen, was ich mal dafür bezahlt habe, aber ich hatte einfach keinen Platz mehr dafür. Und lieber nehme ich dann die 70 €, als dass ich das im Keller einlagere und nie mehr anschaue.
Essen wird bei mir selten weggeworfen. Pfandflaschen bringe ich brav zurück und ich schüttle den Kopf über Leute, die es nicht machen. Gibt es Joghurt reduziert, weil er am nächsten Tag abläuft, schlage ich zu, einfach weil ich es schade fände, wenn der Supermarkt das entsorgen muss. Und meine Sachen behandle ich pfleglich. Ich habe hier noch Bürountensilien in Gebrauch, die 20, 25 Jahre und älter sind.
3. Lebensumstände und Ziele
Immobilien
Immobilien besitze ich nicht. Das ist außerhalb meines Kompetenzbereiches und das Klumpenrisiko wäre mir zu hoch. Die Idee kommt immer wieder, mir das berühmte „Haus in der Pampa“ zu kaufen, wie der Investmentpunk immer spottet, aber das wird immer wieder schnell verworfen. Hoher Zeitaufwand, hohes Risiko. Ich wüsste aber sehr schnell, wo es mich hinzöge: In kleine bis mittelgroße Städte in einem Mittelgebirge oder am Rand. Durch meine Radtouren habe ich immer wieder festgestellt, wie schön es doch in solchen Orten ist und man seine Ruhe hat. Der Reiz wäre auch die Nähe zur Natur. Ich wäre ja in Nullkommanix direkt im Wandergebiet.
Meine Wohnung ist teurer geworden. Ich musste im letzten Jahr umziehen, überlegte natürlich, ob ich wieder kaufen sollte, aber ich hatte das alles vor 15 Jahren mal durchdacht und mich dagegen entschieden. Jetzt wohne ich für knapp 1.500 € warm. Deswegen bin ich ja auch wegen meiner hohen Sparquote so erschrocken, dass ich das trotz dieser Miete eine so hohe Sparquote erziele.
Familiensituation
Ich bin Single.
Sinn
Mir war nie danach, es konsumtechnisch krachen zu lass. Ich erfreue mich an den einfachen Sachen. Mir macht meine Arbeit Spaß und das betrachte ich als mein größtes Asset. Sowas steht auch im „Reichsten Mann von Babylon“ (Affiliate), fast am Ende. Das überliest man leicht. Als ich vor 16 Jahren gefragt wurde, was mein Ziel war: finanzielle Stabilität. Ich wollte in eine Situation kommen, in der mich Finanzsorgen nicht so leicht einholen. Ich denke, das ist erreicht. Mein Ziel war nie, die Füße endgültig hochzulegen und in den Vorruhestand zu gehen.
Ich reise ja privat mittlerweile viel; das war vor 10 Jahren anders. Beim Wandern und Radwandern habe ich Kosten für Hotels, Züge, Fähren, Zeltplätze, auswärtiges Essen. Ich brauche jetzt aber nicht die Reise auf die Malediven oder in die Karibik. Beruflich komme ich auch rum. Ich war schon in den USA, in Dänemark, Kanada, Schweden, Niederlande und England.
Was das Wandern und Randwandern angeht, habe ich noch einiges vor. In Deutschland gibt es viele Mittelgebirge, die es wert sind, erwandert zu werden. Mit dem Fahrrad war ich auch schon in Schweden und Dänemark. Mich reizt es auch mal, durch Wales zu wandern. Man fängt im Süden an, in Cardiff und arbeitet sich nach Norden vor und kann von Liverpool oder Manchester wieder nach Hause fliegen. Und mit dem Fahrrad nach Schweden wollte ich auch noch ein mal. Das Värmland reizt mich.
Den Harz kenne ich schon recht gut, aber das passte einfach. Ich komme gut hin, dann wurde das D-Ticket eingeführt im Jahr 2023 und ich wollte den Harz erwandert haben, solange es das Ticket gibt. Ist geschafft. Und diesen Sparfimmel werde ich nicht los. Der Vorteil vom Harz ist für mich die gute Erreichbarkeit mit der Bahn. Ich bin aber sonst recht genügsam, lese auch viel und gerne. Ich weiß noch nicht, wohin die Reise geht. Der Weg ist das Ziel und ich genieße schon jetzt meinen Alltag.
Der Depotwert ist schon beeindruckend und die Sparquote. Wir sparen zwar auch, sind aber ein 4-köpfige Familie und haben daher ganz andere Ausgaben mit 2 Kindern. Zusätzlich noch den Einkommensverlust, weil einer von uns die Stunden reduziert hat um sich nach dem Kindergarten und Schule um die Kinder zu kümmern.
Ja, Kinder kosten Geld. Ich kann das bestätigen und habe selbst die Kosten unterschätzt.
vielen Dank für die ausführliche Beantwortung der ganzen Fragan und der Übersicht deines Depots!
Ich stimme zu. Das ist transparent und glaubwürdig, finde ich.
Danke für Deine ausführlichen Informationen.
Eine Frage ist mir beim lesen aufgetaucht: Wie kommt man an 2000€ Einnahmen aus ehrenamtlicher Tätigkeit.
Ich arbeite auch ehrenamtlich und bekomme – wie es üblich ist – dafür nichts. Außer zu Weihnachten einen Gutschein von Thalia oder so.
Ehrenamt ist nicht zwangsweise eine kostenlose Arbeit, die man verrichtet. Unsere Trainer bekommen 100 € bis 150 € pro Monat. Schiedsrichterei zählt auch als ehrenamtliche Tätigkeit. Der Fiskus kennt sogar eine Ehrenamtspauschale bzw. eine Übungsleiterpauschle. Bis zu einer gewissen Grenze wird das dann steuerfrei eingestrichen.
Schön dass es noch mal Antworten zu den aufgekommenen Fragen gibt. Vielleicht sollte man sowas generell vor so einer Vorstellung hier auf dem Blog tun, damit gar nicht erst solche essentiellen Fragen aufkommen.
Danke für den Hinweis.
@Alexander
Thx für mehr Details.
Ist finanziell ne tolle Leistung!
Ein klein wenig schleicht sich bei mir so der Gedanke ein, dass der Depotwert das Äquivalent zu abbezahlten Immoeigentum (gut, ne neue große Wohnung oder auch Haus im Süden) ist, wobei mit deutlich positiverem Cashflow (oder kleinere Wohnung, halbes Depot).
Ansonsten ohne Support von family ist es ne sehr solide finanzielle Leistung.
Alles Gute Dir!
Hallo Alex, ich habe das doch gleich mal probiert bzgl. Momox
Ich weiß nicht, wie du auf solche Auszahlungsraten kommst?
CD´s wenn überhaupt bei 0,70€ pro Stück
Sind absolute halsabschneider…hätten mir auch nur Cents gegeben, dagegen auf Kleinanzeigen Faktor 10 bekommen mit etwas mehr Aufwand natürlich.
Wenn du high end / audiophile CDs hast, lohnt sich der Aufwand noch auf Kleinanzeigen.
Das Mehr an Geld ist dann aber auch echtes Schmerzensgeld bei Kleinanzeigen.
„Was Letztes Preis willstu“ und so.
Meine Lösung. Alles was mir gebraucht verkauft weniger als 1/2 Stunde Nettolohn einbringen würde wird von mir nicht mehr verkauft sondern gleich verschenkt oder weggeworfen. Meine Lebenszeit ist mir zu schade um für 20€ zwei Stunden aufwand betreiben zu müssen als Detailhändler. Ich weiss, außerhalb von Börsenforen kann das viel Geld sein aber mal ehrlich, das sind halt die costs of doing business wenn man Familie hat.
Andersherum genauso. Wenn ich etwas kaufen will recherchiere ich nicht mehr einen halben Tag um 50€ zu sparen wenn ich es bei einem guten, netten Laden finde. Das ist für mich echter Luxus und Gewinn an Lebensfreude.
Ja das ist richtig für 3,50€ Lauf ich auch nicht zur Post. Ich habe seit Jahren folgendes umgesetzt
„100€ für ne Stunde Arbeit muss drin sein“ bei meinem Gehalt ist das dann im Ordnung :-)
Ich kaufe immer mal hifi Kram und biete das wieder an, da hat man weniger mit den „letzte breis“ Leuten zu tun. Nur ein Konvolut mit 1000 Schallplatten war sehr mühsam zuletzt.
So jetzt schau ich dem Gras beim hoffentlich wachsen zu :-)
(in der Immo, in der Pampa) *lach*
Finde ich auch.
Hatte das vor langer Zeit mal getestet. Dann aber lieber selber bei Amazon angeboten bzw. über Kleinanzeigen.
Hallo Ansel, ich habe doch geschrieben, dass ich eine Box zusammengestellt hätte. Ich habe nicht gesagt, dass ich das ein Buch oder eine CD für 30 bis 40 € losgeworden bin. Eine Box im Mai 2025 ergab folgende Einzelpreise für CDs u. Bücher: 0,15 €, 0,15 €, 0,15 €, 0,44 €, 0,48 €, 1,12 €, 1,13 €, 1,13 €, 1,17 €, 1,49 €, 1,85 €, 2,25 €, 2,64 €, 2,90 €, 2,98 €, 3,27 €, 3,48 €, 4,81 €, 5,56 €, 6,22 €, in Summe also 43,37 €. Hauptsache, es war weg. Der Zeitaufwand ist gering: Man scannt Barcode für Barcode und wirft das in den Karton, macht Online alles fertig und bekommt das Kartonetikett für den Versand zum Ausdrucken. Das klebt man auf und bringt es weg.
Es kommt ja drauf an, welche Präferenzen man setzt. Ich habe nicht den Nerv, jetzt aus jedem einzelnen Artikel das Maximum rauszuquetschen. Mir ist dann auch der Aufwand zu schade. Den erhöhten Aufwand kenne ich bei eBay. Ein Kollege von mir verkauft CDs auch einzeln, aber das sind Sammlerstücke. Das ist aber ein ganz anderer Markt.
eBay-Kleinanzeigen habe ich auch schon genutzt, um meine Umzugskartons loszuwerden. Das war hoher Kommunikationsbedarf und unverbindlich. Ich habe da noch 1 € pro Karton kassiert und es waren 25. War super. Ich habe auch schon beobachtet, wie Leute ihre Kartons einfach wegwerfen.
Begehrte Sachen würde ich nicht auf eBay-Kleinanzeigen verkaufen. Nehmt das richtige eBay, denn da ist der Markt viel größer. Und es muss ja keine Auktion sein.
Mich als Harzer, freut es natürlich, dass dir der Harz gefällt. Ansonsten ein schönes Depot und ein gut zu lesender Leserbrief.
Vg. Holger
„Ein klein wenig schleicht sich bei mir so der Gedanke ein, dass der Depotwert das Äquivalent zu abbezahlten Immoeigentum (gut, ne neue große Wohnung oder auch Haus im Süden) ist, wobei mit deutlich positiverem Cashflow (oder kleinere Wohnung, halbes Depot).“
Ja, sehe ich ähnlich. Single, keine Familie, keine Immobilie, kein Auto. Da erscheint die Depothöhe bei guter Disziplin durchaus plausibel. Wenn wir den Hauswert berücksichtigen, liegen wir sicherlich derzeit auch bei rund 700.000 €.
Eine Frage: War es eine bewusste Entscheidung diese Art von Leben zu führen? Oder haben besondere Umstände dazu geführt?
Vielleicht kam die Entscheidung auch von den Partnern..
Danke für die Ergänzung Alex.
Schöne Geschichte doch die beweist gar nichts.
Die persönliche Dividendenrendite klingt beeindruckend, ist aber als Bewertungsmaßstab ziemlich irreführend. Sie zeigt nur, wie gut ein alter Kauf im Rückblick war und nicht, ob die Aktie wirklich attraktiv ist oder ob das Kapital in einer aktiven Aktienstrategie besser gearbeitet hätte. Wer nur auf „33 % Rendite auf den Einstand“ schaut, betreibt eher Nostalgie-Buchhaltung als Investmentanalyse. Entscheidend ist nicht, wie schön sich die alte Dividende anfühlt, sondern ob die Gesamtrendite nach Kursentwicklung, Dividenden, Risiko und Alternativen besser war als eine systematische aktive Aktienverwaltung oder ein passender Index. Alles andere ist Anleger-Romantik mit Taschenrechner.