Vor 10 Jahren, am 25.08.2016, habe ich mit Apple meine erste Aktie gekauft. Damals war ich erst zwölf Jahre alt. Mein Vater investierte zu diesem Zeitpunkt bereits seit vielen Jahren und hatte sowohl den Crash der Dotcom-Blase als auch die große Finanzkrise 2008 miterlebt. Er unterstützte meinen Wunsch, ebenfalls an der Börse zu investieren, und eröffnete für mich ein Junior-Depot bei der ING-DiBa.
Dieser Artikel ist von BWL-Student und Aktienfan Nikos Deiters, der in Rosenheim lebt.

Warum ich mich für die Apple-Aktie entschied
Meine erste Investmentthese war noch ziemlich einfach: Im September 2016 sollte das neue iPhone 7 erscheinen. Und ich ging davon aus, dass es sich gut verkaufen würde. Eine tiefgehende Unternehmensanalyse war das aus heutiger Sicht natürlich noch nicht. Trotzdem war ich von meiner Idee überzeugt und entschied mich für die Apple-Aktie.

Mein Vater erklärte mir die einzelnen Schritte beim Aktienkauf. Schließlich setzte ich mein Limit zehn Cent unter den damaligen Kurs auf 95,15 Euro. Anschließend warteten wir gemeinsam gespannt darauf, dass meine erste Kauforder ausgeführt wurde.
Dass ich dafür ausgerechnet die Börse München auswählte, war kein Zufall. Ich mochte die Stadt schon damals und wollte unbedingt, dass meine erste Aktie dort gekauft wird. Aus heutiger Sicht war die Wahl des Handelsplatzes angesichts der Kosten sicherlich nicht die beste Entscheidung. Mit zwölf Jahren habe ich mir allerdings darüber noch keine Gedanken gemacht. Für mich fühlte es sich einfach besonders an, meine erste Aktie in München zu kaufen.
Schon damals war es ein großes Ziel von mir, später einmal in Südbayern zu leben. Dass ich einige Jahre später tatsächlich nach Rosenheim ziehen, dort BWL studieren und nebenbei bei einem Börsenverlag arbeiten würde, konnte ich zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht ahnen.
Juhu, die Aktie stieg nach meinem Einstieg
Nach der Ausführung meiner Order zog die Apple-Aktie direkt in den grünen Bereich. Bereits nach gut zwei Monaten lag sie mehr als zehn Prozent im Plus. Das begeisterte mich damals enorm und verstärkte mein Interesse an der Börse zusätzlich.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich selbst übrigens noch gar kein iPhone. Mein erstes iPhone kaufte ich mir erst zwei Jahre später, im Jahr 2018. Dabei entschied ich mich für ein iPhone 6s. Die Apple-Aktie befand sich also schon rund zwei Jahre in meinem Depot, bevor ich selbst mein erstes iPhone besaß. Damals lag die Aktie bereits fast 100 Prozent im Plus. Später kamen noch ein iPad, ein MacBook, eine Apple Watch und AirPods hinzu. Das ganze Programm.

Mein erster Aktiensplit bei Apple
Fast genau vier Jahre nach meinem ersten Kauf erlebte ich mit Apple auch meinen ersten Aktiensplit. Das war für mich natürlich ebenfalls spannend, da ich so etwas vorher noch nie in meinem eigenen Depot gesehen hatte. Apple splittete seine Aktie im Verhältnis 1:4. Dadurch vervierfachte sich die Anzahl meiner Apple-Aktien, während sich der Aktienkurs entsprechend durch vier teilte. Am Gesamtwert meiner Position änderte sich dadurch natürlich nichts. Mein ursprünglicher Einstiegskurs von 95,15 Euro liegt seit dem Aktiensplit bei umgerechnet 23,79 Euro je Aktie.
Über diesen Kauf und meine ersten sechs Jahre als Anleger habe ich 2022 in meinem ersten Artikel bei Tim geschrieben. Zu diesem Zeitpunkt lag mein Apple-Erstkauf bereits 490 Prozent im Plus. Hinzu kamen 102 Euro an Dividenden.
Vier Jahre später steht die Aktie seit meinem ersten Kauf inzwischen rund 1.060 Prozent höher. Mega! Das kriegst du mit keinem Sparbuch hin. Aus meinen ursprünglich eingesetzten 570 Euro wurden also gut 6.600 Euro. Aus den anfänglichen zehn Prozent nach zwei Monaten ist damit einer der größten Erfolge meiner bisherigen Börsenlaufbahn geworden. Mit einer solchen Entwicklung hätte ich als Zwölfjähriger niemals gerechnet.

Der 10-Jahres-Chart zeigt, dass der Kursanstieg keineswegs ohne Rückschläge verlief. Zwischenzeitlich gab es immer wieder stärkere Korrekturen, die sich im jeweiligen Moment teilweise heftig anfühlten. Vor allem die Einbrüche 2018, 2020, 2022 und 2025 waren brutal. Im Zehnjahreschart wirken viele dieser Rückgänge rückblickend allerdings deutlich kleiner. Genau solche schwachen Börsenphasen nutzte ich mehrfach, um meine Apple-Position weiter auszubauen.
Besonders in schwachen Börsenphasen kaufte ich Apple nach
Die rund 6.600 Euro beziehen sich nur auf meinen ursprünglichen Kauf von sechs Apple-Aktien. Durch den Aktiensplit wurden daraus später 24 Aktien. Bei diesen Aktien ist es in den vergangenen zehn Jahren jedoch nicht geblieben. Ich habe meine Position immer wieder ausgebaut. Größere Nachkäufe folgten vor allem 2018, während des Corona-Crashs 2020, in der starken Korrektur der Technologieaktien 2022 und auch während der Turbulenzen 2025.
Der Corona-Crash ist für mich ein gutes Beispiel dafür, dass die Börse in Krisen teilweise übertreibt. Die Apple-Aktie verlor innerhalb weniger Wochen rund ein Drittel ihres Wertes. Natürlich gab es damals auch berechtigte Sorgen. Apple musste Geschäfte schließen, hatte Probleme in der Lieferkette und warnte vor dem Verfehlen der eigenen Umsatzprognose.
Trotzdem hielt ich den Kursrückgang für übertrieben. Millionen Menschen arbeiteten plötzlich von zu Hause oder nahmen am digitalen Unterricht teil. Dafür wurden Computer, Tablets und andere technische Geräte benötigt. Ich dachte deshalb schon damals, dass Apple durch seine Produkte in einigen Bereichen sogar von dieser Entwicklung profitieren könnte.
Diese Vermutung bestätigte sich zumindest teilweise. Im Geschäftsjahr 2020 stiegen die Umsätze mit Macs und iPads jeweils um rund elf Prozent. Der iPhone-Umsatz ging zunächst leicht zurück. Ein Jahr später legten dann alle Produktbereiche deutlich zu. Apples Umsatz stieg von 274,5 auf 365,8 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn sprang von 57,4 auf 94,7 Milliarden Dollar.
Wenn starke Unternehmen an der Börse heftig fallen, sind das oft Chancen
Für mich zeigte sich dadurch wieder, dass ein stark fallender Aktienkurs nicht automatisch bedeutet, dass sich das Unternehmen im gleichen Ausmaß verschlechtert hat. Gerade wenn die Angst an der Börse besonders groß ist, können sich bei starken Unternehmen gute Möglichkeiten zum Nachkaufen ergeben. Deshalb nutzte ich die deutlich niedrigeren Kurse und baute meine Apple-Position weiter aus.
Durch meine regelmäßigen Nachkäufe ist die gesamte Apple-Position inzwischen mehr als 10.000 Euro wert. Obwohl die später gekauften Aktien meinen durchschnittlichen Einstiegskurs erhöht haben, liegt meine Position insgesamt rund 730 Prozent im Plus. Viele Jahre lang war Apple sowohl meine größte als auch meine erfolgreichste Depotposition. Erst vor knapp zwei Jahren zog Nvidia vorbei und löste Apple als größte Position ab. Heute ist Apple gemessen am Wert meine zweitgrößte Depotposition. Bei der prozentualen Rendite belegt die Aktie mittlerweile den dritten Platz. Nur Nvidia mit rund 1.220 Prozent und Micron mit rund 1.200 Prozent haben sich in meinem Depot noch besser entwickelt.
Die Apple-Dividende ist für mich ein schöner Nebeneffekt
Zu meinen Kursgewinnen kommen inzwischen rund 225 Euro an Dividenden hinzu. Apple ist natürlich keine klassische Dividendenaktie und die einzelnen Ausschüttungen fallen im Vergleich zum Wert meiner Position relativ klein aus. Über einen Zeitraum von zehn Jahren kommt trotzdem einiges zusammen.
Von allen meinen Aktien hat mir bisher nur Sixt mit insgesamt rund 330 Euro noch mehr Dividende ausgezahlt. Die Sixt-Aktie befindet sich mittlerweile allerdings nicht mehr in meinem Depot.
Die Dividende war nie der Hauptgrund für meine Apple-Investition. Entscheidend waren für mich immer die Entwicklung des Unternehmens und die langfristigen Kurschancen. Die regelmäßigen Ausschüttungen sind aber ein schöner zusätzlicher Ertrag, den ich allein durch das langfristige Halten der Aktie erhalten habe.
Warum ich die Apple-Aktie auch nach 100 Prozent Gewinn nicht verkauft habe
Rückblickend war nicht der Kauf das Entscheidende, sondern dass ich die Apple-Aktie anschließend über viele Jahre gehalten habe. Als sie erstmals 100 Prozent im Plus lag, hatte sich mein eingesetztes Geld bereits verdoppelt. Katsching! Gerade in meinem jungen Alter war das damals ein riesiger Erfolg. Trotzdem entschied ich mich gegen einen Verkauf.
Auch bei 200, 500 oder 700 Prozent Gewinn blieb ich investiert. Natürlich wusste ich nicht, dass die Aktie irgendwann mehr als 1.000 Prozent im Plus liegen würde. Apple entwickelte sich als Unternehmen aber weiterhin gut und ich sah keinen Grund, meine Aktien zu verkaufen.
Hätte ich meinen Erstkauf nach den ersten 100 Prozent Gewinn verkauft, wären aus den eingesetzten 570 Euro rund 1.140 Euro geworden. Das wäre bereits ein schöner Erfolg gewesen. Heute sind dieselben Aktien jedoch rund 6.600 Euro wert. Solche Renditen entstehen nur, wenn man einem erfolgreichen Unternehmen genügend Zeit gibt und nicht jeden Gewinn sofort mitnimmt.
Das bedeutet für mich allerdings nicht, eine Aktie unter allen Umständen für immer zu behalten. Wenn sich das Unternehmen grundlegend verschlechtert oder meine ursprüngliche Investmentidee nicht mehr funktioniert, kann ein Verkauf sinnvoll sein. Bei Apple war das bisher nicht der Fall. Deshalb habe ich meine Aktien nicht nur behalten, sondern in schwachen Börsenphasen sogar weiter nachgekauft.
Apple war der Startschuss für mein heutiges Depot
Rückblickend war Apple für mich viel mehr als nur meine erste Aktie. Der Kauf war der Startschuss für meinen gesamten bisherigen Weg an der Börse. Nachdem die Aktie bereits in den ersten Monaten gut lief, wollte ich immer mehr über Unternehmen, Aktien und langfristiges Investieren lernen.
Zunächst begann ich, mein Taschengeld regelmäßig über einen Sparplan in Berkshire Hathaway zu investieren. Später trug ich samstags Werbung aus und verdiente damit etwa 60 bis 70 Euro im Monat. Dieses Geld steckte ich unter anderem in Microsoft und Amazon. Nach und nach kamen weitere Qualitäts- und Dividendenaktien hinzu.
Besonders stark habe ich mein Depot später im Halbleiterbereich ausgebaut. Heute gehören neben Nvidia auch Broadcom, Lam Research, Micron Technology, Applied Materials, ASML, KLA und Texas Instruments zu meinem Depot. Einige dieser Werte haben sich ebenfalls hervorragend entwickelt. Nvidia und Micron haben Apple bei der prozentualen Rendite inzwischen sogar überholt, wie ich bereits geschrieben habe. Und Broadcom kommt der Entwicklung von Apple mittlerweile ebenfalls ziemlich nahe.
Ich habe auch klassische Dividendentitel wie Coca-Cola, McDonalds und Allianz im Depot
Neben den Technologiewerten habe ich aber auch einige klassische Dividenden- und Qualitätsaktien wie Coca-Cola, McDonald’s, PepsiCo und Allianz im Depot. Sie bilden ein defensiveres Fundament. Gleichzeitig erhalte ich dadurch regelmäßig Dividenden, die ich meistens wieder investiere. So profitiere ich langfristig zusätzlich vom Zinseszinseffekt.
Trotzdem bleibt Apple für mich etwas Besonderes. Die Aktie ist heute meine zweitgrößte Depotposition und bildet noch immer einen wichtigen Teil meines Buy-and-Hold-Depots. Viele meiner größten Positionen sind übrigens nicht deshalb so groß, weil ich dort von Anfang an besonders viel Geld investiert habe. Sie sind vor allem durch ihre starken Kursgewinne über viele Jahre gewachsen.
Bei Apple habe ich zum ersten Mal erlebt, was passieren kann, wenn man ein starkes Unternehmen über einen langen Zeitraum im Depot behält und zwischenzeitliche Rückschläge zum Nachkaufen nutzt. Diese Erfahrung hat mir später auch bei anderen Aktien geholfen. Ohne meinen ersten Apple-Kauf hätte ich wahrscheinlich nie eine solche Begeisterung für die Börse entwickelt.
Aus der ersten Kauforder, auf deren Ausführung ich als Zwölfjähriger gemeinsam mit meinem Vater wartete, entstand mit der Zeit ein breit aufgestelltes Depot. Mein Interesse an der Börse führte mich schließlich sogar beruflich in diese Richtung: Heute studiere ich BWL in Rosenheim und arbeite parallel bei boerse.de. Mit all dem hätte ich am 25. August 2016 wohl niemals gerechnet.
Warum Apple heute viel mehr als ein iPhone-Hersteller ist
Als ich die Apple-Aktie im Jahr 2016 kaufte, drehte sich meine Investmentthese fast ausschließlich um das damals bevorstehende iPhone 7. Heute würde ich das Unternehmen natürlich deutlich genauer betrachten. Das iPhone ist zwar noch immer das mit Abstand wichtigste Produkt, Apple hat sich inzwischen aber ein riesiges Ökosystem aus Geräten, Software und verschiedenen Dienstleistungen aufgebaut.

Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Apple mit dem iPhone einen Umsatz von 209,6 Milliarden Dollar. Damit stand das iPhone weiterhin für etwas mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes. Gleichzeitig wird die Services-Sparte immer wichtiger. Dazu gehören unter anderem der App Store, iCloud, Apple Music, Apple Pay und Apple TV+. Der Umsatz dieses Bereichs stieg 2025 um 14 Prozent auf 109,2 Milliarden Dollar. Insgesamt setzte Apple 416,2 Milliarden Dollar um und verdiente dabei 112 Milliarden Dollar.
Nicht nur die Geräte spülen Geld in die Kasse, auch die vielen Dienste wie etwa Speicherplatz oder Entertainment
Eine der größten Stärken von Apple ist für mich die enge Verbindung zwischen den verschiedenen Produkten und Diensten. Weltweit sind mittlerweile mehr als 2,5 Milliarden aktive Apple-Geräte im Einsatz. Wer ein iPhone besitzt, entscheidet sich häufig irgendwann zusätzlich für einen Mac, ein iPad, eine Apple Watch oder AirPods. Gleichzeitig nutzen viele Kunden kostenpflichtige Dienste wie iCloud oder Apple Music. Klar, man braucht ja schließlich auch Speicherplatz und Entertainment. Dadurch entstehen wiederkehrende Umsätze und die Kunden bleiben häufig lange im Apple-Ökosystem.
Hinzu kommt, dass Apple sowohl die Hardware als auch die Software und mittlerweile viele wichtige Chips selbst entwickelt. Dadurch kann das Unternehmen seine Produkte sehr gut aufeinander abstimmen. Gleichzeitig ist Apple weniger abhängig von anderen Chipherstellern als noch vor einigen Jahren.
Die Quartalszahlen waren stark
Auch die aktuellen Zahlen zeigen, dass Apple trotz seiner enormen Größe weiterhin wachsen kann. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Umsatz um 16 Prozent auf 109,4 Milliarden Dollar. Beim iPhone, Mac und im Services-Geschäft erzielte Apple jeweils zweistellige Wachstumsraten. Der Gewinn je Aktie legte sogar um 29 Prozent zu.
Einen großen Teil der erwirtschafteten Gewinne gibt Apple an seine Aktionäre zurück, was eine feine Sache für uns Aktionäre ist. Im Geschäftsjahr 2025 kaufte der Vorstand eigene Aktien für rund 90 Milliarden Dollar zurück und schüttete zusätzlich gut 15 Milliarden Dollar in Form von Dividenden aus. Durch die Aktienrückkäufe sinkt langfristig die Anzahl der ausstehenden Aktien. Dadurch gehört den Apple-Aktionären automatisch ein etwas größerer Anteil am Unternehmen. Ich kann mich nicht beschweren.
Apple ist damit weiterhin eines der profitabelsten und qualitativ stärksten Unternehmen der Welt. Trotzdem stellt sich angesichts der inzwischen erreichten Größe die Frage, ob die Aktie in Zukunft noch einmal eine ähnliche Entwicklung schaffen kann wie in den vergangenen zehn Jahren.
Apple ist für mich heute nicht mehr die spannendste Aktie
Trotz all dieser Stärken ist Apple für mich heute nicht mehr die spannendste Aktie in meinem Depot. Das Unternehmen ist inzwischen deutlich größer als bei meinem ersten Kauf im Jahr 2016. Die Marktkapitalisierung erreichte zwischenzeitlich die Marke von 5 Billionen Dollar. Deshalb dürfte es aus meiner Sicht schwieriger werden, die Aktie in den kommenden zehn Jahren noch einmal zu verzehnfachen. Um weiterhin stark zu wachsen, muss Apple aufgrund seiner enormen Größe jedes Jahr viele Milliarden Dollar an zusätzlichen Umsätzen erwirtschaften.
Aktuell sehe ich beispielsweise bei einigen Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerten wie Nvidia, Broadcom, Micron Technology oder Lam Research höhere Wachstumschancen. Diese Unternehmen profitieren stark vom Ausbau der Künstlichen Intelligenz und der weltweiten Rechenzentren. Gleichzeitig ist mir aber bewusst, dass diese Aktien teilweise höher bewertet, zyklischer und damit auch riskanter sind als Apple.
Natürlich ist Apple nicht ohne Risiko
Auch Apple ist natürlich nicht frei von Risiken. Das Unternehmen erwirtschaftet weiterhin mehr als die Hälfte seines Umsatzes mit dem iPhone. Sollte die Nachfrage nach neuen Modellen irgendwann stärker nachlassen, würde dies Apple deutlich treffen. Hinzu kommen die Abhängigkeit von der internationalen Lieferkette, mögliche Handelskonflikte und der zunehmende regulatorische Druck auf den App Store. Außerdem muss Apple zeigen, dass das Unternehmen bei der Künstlichen Intelligenz langfristig mit Unternehmen wie Microsoft, Alphabet und anderen Technologiekonzernen mithalten kann. Auf viele dieser Risiken weist Apple auch selbst in seinem Geschäftsbericht hin.
Dass Apple für mich heute nicht mehr die spannendste Aktie ist, bedeutet aber keinesfalls, dass ich verkaufen möchte. Apple besitzt weiterhin eine der stärksten Marken der Welt. Im Global-500-Ranking 2026 von Brand Finance wird Apple mit einem Markenwert von 607,6 Milliarden Dollar sogar als wertvollste Marke der Welt eingestuft. Diese enorme Markenstärke sorgt für eine hohe Kundentreue und ermöglicht es Apple, für seine Produkte weiterhin hohe Preise zu verlangen. Zusammen mit dem riesigen Ökosystem und der enormen Finanzkraft macht das Apple für mich nach wie vor zu einem Basisinvestment, das ich langfristig im Depot behalten möchte.
Bei der Bewertung bin ich heute allerdings vorsichtiger als noch vor einigen Jahren. Nach der starken Kursentwicklung würde ich nicht zu jedem Preis größere Summen investieren. Bei stärkeren Rücksetzern kann ich mir aber auch in Zukunft weitere Nachkäufe vorstellen. Meine bestehenden Aktien lasse ich weiterlaufen und freue mich neben möglichen Kursgewinnen auch über die regelmäßig steigenden Dividenden.
Mein Fazit nach zehn Jahren mit der Apple-Aktie
Wenn ich heute auf meinen ersten Aktienkauf zurückblicke, gehörte natürlich auch Glück dazu. Meine damalige Investmentthese bestand schließlich hauptsächlich darin, dass sich das neue iPhone 7 gut verkaufen würde. Wie stark sich Apple und die Aktie in den folgenden zehn Jahren entwickeln würden, konnte ich damals nicht wissen.
Entscheidend war am Ende aber nicht nur die Auswahl der richtigen Aktie. Genauso wichtig war, dass ich Apple genügend Zeit gegeben habe. Ich verkaufte weder nach den ersten 100 Prozent Gewinn noch während des Corona-Crashs oder der Korrektur der Technologieaktien im Jahr 2022. Stattdessen blieb ich investiert und nutzte schwache Börsenphasen für weitere Nachkäufe.
Apple muss sich für mich nicht noch einmal verzehnfachen, um ein gutes Investment zu bleiben. Die Aktie hat ihre wichtigste Aufgabe in meinem Depot längst erfüllt: Sie hat mein Interesse an der Börse geweckt und mir gezeigt, was mit Geduld, regelmäßigen Nachkäufen und einer langfristigen Strategie möglich ist.
Aktuell sehe ich keinen Grund, meine Apple-Aktien zu verkaufen. Bei größeren Rücksetzern kann ich mir auch weitere Nachkäufe vorstellen. Vielleicht schreibe ich am 25. August 2036 erneut einen Artikel über meine dann 20-jährige Zeit als Apple-Aktionär. Ich bin selbst gespannt, wo das Unternehmen, die Aktie und auch ich persönlich bis dahin stehen werden.
Zum Schluss noch etwas Persönliches: Mein Leben in Rosenheim – und die besten Fotos die ich mit meinem iPhone geschossen habe
Wie ich zu Beginn des Artikels geschrieben habe, war es schon mit zwölf Jahren ein großes Ziel von mir, später einmal in Südbayern zu leben. Deshalb wollte ich damals unbedingt, dass meine erste Apple-Aktie an der Börse München gekauft wird. Heute ist dieser Wunsch Realität geworden: Ich lebe in Rosenheim, studiere hier BWL und arbeite parallel bei boerse.de.
Natürlich bin ich nicht allein wegen meiner Apple-Aktie nach Rosenheim gezogen. Trotzdem hat dieser erste Aktienkauf meinen weiteren Weg wahrscheinlich stärker beeinflusst, als ich damals erahnen konnte. Apple weckte meine Begeisterung für Aktien und die Börse. Dadurch beschäftigte ich mich immer intensiver mit Unternehmen und entschied mich später für ein BWL-Studium und eine Arbeit im Börsenbereich. In gewisser Weise hat die erste Kauforder damit nicht nur mein Depot, sondern auch mein heutiges Leben mitgeprägt.
Den Stress an der Uni und Arbeit gleiche ich mit dem Wandern aus
Mittlerweile habe ich das sechste Semester meines Studiums erfolgreich abgeschlossen. Neben der Uni, der Arbeit und dem teilweise stressigen Alltag versuche ich, so oft wie möglich in die Berge zu fahren. Beim Wandern, Klettern oder Skifahren kann ich gut abschalten und neue Energie sammeln. Von Rosenheim aus erreiche ich viele wunderschöne Regionen der Alpen in relativ kurzer Zeit. Genau das genieße ich hier besonders. Besonders nah sind die Chiemgauer Alpen, Berchtesgadener Alpen sowie die Region um den Wilden Kaiser.
Im Folgenden möchte ich deshalb noch, für Interessenten, einige meiner schönsten persönlichen Aufnahmen und Erlebnisse der letzten Zeit einblenden.

Hier war ich abends nach der Uni noch bei mir in Rosenheim spazieren.


Hier habe ich mit nem Freund nach dem Lernen abends eine Sonnenuntergangstour auf die Kampenwand gemacht.





Über meinen Geburtstag waren mich zwei Freunde und eine Freundin in Rosenheim besuchen. Wir waren in München, Salzburg, am Eibsee und am Königssee. Sie waren auch begeistert von der Gegend.

Beim Sommerfest von boerse.de sind wir zur Herreninsel auf dem Chiemsee gefahren.
Nach den Klausuren war ich viel in den Bergen

Hier war ich mit Leuten aus der Uni nach meiner letzten Klausur abends auf dem Brünnstein. Wir hatten einen schönen Sonnenuntergang.


Hier war ich am nächsten Tag nachmittags am Mooslahnerkopf, von dort hat man eine traumhafte Aussicht auf den Königsee.




Hier hab ich mit einem Mitbewohner die Schärtenspitzenüberschreitung gemacht, eine recht anspruchsvolle, aber lohnenswerte Tour in den Berchtesgadener Alpen.

Hier bin ich mit einem Kommilitonen Daniel übers Hupfleitenjoch ins Höllental abgestiegen. Er wohnt am Chiemsee und war aber noch nie so richtig in den Bergen wandern. Daher hab ich mit ihm eine richtig coole Tour unternommen, um ihm die Berge zu zeigen. Am Anfang war er etwas erschöpft, aber am Ende total begeistert. Eines der Highlights war die Höllentalklamm. Daniel studiert mit mir BWL. Wir unterhalten uns in letzter Zeit auch häufiger über Aktien, er hatte bisher nur einen ETF’s und ich habe ihm einige Aktien empfohlen. Daniel ist auch seit ein paar Monaten Leser dieses Blogs.





Urlaub am Wilden Kaiser
Im August habe ich zuerst mit meiner Familie Urlaub am Wilden Kaiser gemacht, bevor wir zum Chiemsee umgezogen sind.

Hier waren wir am Hintersteiner See mit Blick auf den Wilden Kaiser.

Die partielle Sonnenfinsternis haben wir von der Hohen Salve aus geschaut, es war sehr beeindruckend.





Vom Chiemsee aus haben wir eine Tour auf den Hochgern gemacht, von hier hat man einen schönen Blick auf den gesamten See.





Salzburg ist immer wieder schön, vor allem die Abendstimmung wenn die Lichter angehen.
Hochkalterüberschreitung – ein absolutes Highlight in den Berchtesgadener Alpen
Hier bin ich morgens um 3 Uhr aufgestanden und zum Hintersee gefahren. Dort habe ich mich mit Leuten aus der Uni getroffen. Um 5 Uhr ging es dann los zur Blaueishütte. Dort hatten wir einen schönen Sonnenaufgang. Von dort aus ging es weiter auf den Hochkalter. Die Hochkalterüberschreitung ist eine äußerst anspruchsvolle Tour (Schwierigkeit T6). Sie erfordert absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Es müssen Kletterstellen im 2. Schwierigkeitsgrad überwunden werden. Die komplette Tour ist ungesichert. Sie gilt als noch anspruchsvoller als die Watzmannüberschreitung und sollte nur von absolut erfahrenen Bergsteigern begangen werden.



Erste Schlüsselstelle: Schräge Wand hoch zum Schönen Fleck.

Zweite Schlüsselstelle: hier muss ungesichert eine gut 15 Meter hohe, fast senkrechte Felswand durchklettert werden. Das Klettern hat totalen Spaß gemacht, es waren super Griffe im Fels.


Weiter geht’s über den Grat Richtung Kleinkalter. Es eröffnen sich tolle Tiefblicke auf die Reste des Blaueisgletschers.






Ziel erreicht: Hochkalter 2607 Meter

Der Abstieg durchs Ofental erfordert nochmal absolute Konzentration und ist sehr geröllig.

Am Abend ließen wir den Tag an der Übersee Beachbar am Chiemsee ausklingen.

Falls du Touren nachgehen möchtest informiere dich bitte vorher selbst über den Schwierigkeitsgrad.
Auch bei den Fotos begleitet mich Apple
Fast alle Bilder in diesem Abschnitt habe ich mit meinem iPhone 15 Pro Max aufgenommen. Lediglich die Aufnahmen, auf denen ich während der Hochkalterüberschreitung selbst zu sehen bin, stammen von meinen Kameraden aus der Uni und wurden mit deren iPhones gemacht. Am Ende der Tour tauschten wir sämtliche Bilder ganz einfach über AirDrop miteinander aus. Auch daran merkt man, wie selbstverständlich das Apple-Ökosystem mittlerweile zu meinem Alltag gehört.
Eine weitere interessante Rechnung ist mir beim Schreiben dieses Artikels aufgefallen: Der bisherige Buchgewinn meiner Apple-Aktien ist inzwischen höher als der Betrag, den ich in meinem gesamten Leben für Apple-Produkte ausgegeben habe. Rein rechnerisch haben meine Apple-Aktien damit alle meine bisherigen iPhones und anderen Apple-Geräte mehr als bezahlt. Nicht schlecht!
Damit schließt sich für mich ein kleiner Kreis: Mit zwölf Jahren kaufte ich die Apple-Aktie hauptsächlich wegen des neuen iPhones. Zehn Jahre später begleitet mich Apple nicht nur weiterhin in meinem Depot, sondern auch bei vielen meiner schönsten persönlichen Erlebnisse.
Schön wieder etwas von dir zu hören Nikos. Dir scheint es ja richtig gut zu gehen. Toller Artilkel und wirklich beeindrucken Fotos.
Glückwunsch auch zum erfolgreich abgeschlossenem Semester.
Witzig. Passend zu deinem Artikel zu demine persönlichen 10 Jährigen Apple Jubiläum steigt die Apple Aktie heute gleich um 2,5%.
Weiter so und weiterhin viel Erfolg an der Börse und im Studium.
Bei den Fotos wird man neidisch. Würde auch gerne in Deiner Ecke wohnen.
Danke :)
Toller Aritikel. Da sieht man wieder was Buy and Hold extrem bewirkt. Tim predigt es uns schon lange.Super, dass Du es in jungen Jahren so gut umsetzt.
Wo hast Du Tim getroffen ?
Tolles Foto von Euch und auch tolle Fotos Deiner Wanderungen. Schon krasse „Wanderungen“ dabei.
Danke :)
Das war ein Foto 2025 bei der Invest.
Ja vor allem die Hochkalterüberschreitung ist eine sehr anspruchsvolle Bergtour. Die sollte man wirklich nur machen, wenn man absolut trittsicher und schwindelfrei ist. Der Rest sind eher „normalere“ Bergtouren bzw. Wanderungen.
Beeindrucken in dem Alter auf so langfristige Positionen blicken zu können.
Stark wie konsequent Dublin deinem Alter deinen Weg gehst. Hut ab.
Und danke für da teilen deines Weges.
Tolle Fotos von der Sonnenfinsternis.
Danke, dass du deine Komoot Tourwn reinstellst. Sind ja teilweise hammertouren
Danke :)
Die Sonnenfinsternis war wirklich beeindrucken!
Super motivierender Artikel.
Danke Nikos, danke Tim
Wo habt ihr euch getroffen?
Danke :)
Das war noch ein altes Foto von der Invest 2025
In der Tat, Oberbayern, insbesondere südlich von München, ist schon eine der schönsten Gegenden Deutschlands: Berge und Seen, wohin man schaut.
Getoppt wird es freilich von der Schweiz, zum einen landschaftlich (ist noch krasser als das Alpenvorland) und zum anderen steuerlich. Kursgewinne sind dort – man glaubt es kaum – komplett steuer- und abgabenfrei. Ein landschaftliches Juwel und ein Steuerparadies n einem – mehr geht kaum!
Als erfahrener Investor gibt diese Steuerfreiheit ganz andere Spielräume. Es ist ohne weiteres möglich, beispielsweise etwas zu Trade und Applepostionen bei einem KGV > 35 gezielt zu verkaufen und bei KGV < 25 ebenso gezielt zurückzukaufen. Das ergibt einen Renditebooster, ohne, dass auch nur 1 € (hier besser Franken), im Fass ohne Boden (namens Staat), verschwindet.
„Berge und Seen, wohin man schaut. Getoppt wird es freilich von der Schweiz,..“
Da sagen die Finnen, Kanadier, Schweden, Norweger usw. etwas anderes.
Arturo Bris Finanzprofessor am IMD in Lausanne.
IMD-Professor warnt: Schweiz ist im wirtschaftlichen Niedergang
Ja, beim Nachbarn ist das Gras immer grüner.
Ich würde dagegen halten, dass die Steuerfreiheit beim Hin und Her eher schädlich ist, verlockt sie doch zu unbedachten Handlungen.
Klingt immer gut: Teuer verkaufen, billiger zurückkaufen. Klappt nur leider nicht zuverläßig, Steuer hin oder her. Kennt man einen erfolgreichen Appletrader aus der Schweiz?
In den USA gab es nach den Erfahrungen von 1920-1945 eine ganz einfache, logische Strategie: Wenn die Kurse nach oben gehen, gehst du Stück für Stück raus und wenn sie runter gehen, gehst du Stück für Stück wieder rein. Mal eben den Renditebooster mitnehmen und locker den Index outperfomen.
Leider stand man 1955 dann ohne Papiere da und kam nie wieder billiger zurück. Wer stur blieb, verpasste Dekaden der Wohlstandsgenerierung. Passiert immer wieder. Auch heute noch.
Es bleibt dabei: Regelmäßig, stur und stetig ausgezeichnete Qualitätsunternehmen kaufen und so lange wie möglich liegenlassen. Ein paar Rohrkrepierer werden durch die wenigen Raketen egalisiert.
Toller Artikel der zum Buy and Hold a la Tim motiviert.
Ihr habt Euch gesucht und gefunden :)
Tolle Fotos, tolle Sonnenfinsternis Fotos……..
Freue mich auf weitere Artikel von Dir.
Bald kommen ja die Broadcom Zahlen !!!!
Dein Werdegang an der Börse ist wirklich bemerkenswert, Nikos. Großartig. Vor allem hast du schon in jungen Jahren sehr viele wichtige Lektionen gelernt.
Tatsächlich gelangen nicht wenige Anleger niemals zu diesen fortwährend gültigen Leitlinien des intelligenten und erfolgreichen Investierens. Du wirst hoffentlich nicht müde davon zu berichten.
Meine Aufzeichnungen reichen leider nicht zuverlässig zurück, aber bei mir lagen 2013 (splittverzerrte) 140 Applepapiere im Depot, die heute ca. 38.000€ wert sind. Ca. 2.100€ an Dividenden kommen hinzu.
Mir werden bei PP 2251% TTWROR oder auch 25,95% IZF p.a. angezeigt.
Und wir haben es hier durchaus mit „Schmerzensgeld“ (Kosto) zu tun. Apple wurde in den 2010ern gerne mal der Untergang prophezeit. Da musste man den Sirenengesängen auch widerstehen können und die Papiere halten.
Ich habe Apple 2019 erstmals gekauft. Die Rendite ist sehr gut, wenn auch natürlich nicht so gut wie bei dir. Ich habe zu der Aktie ähnliche Gedanken wie du. Ich würde hinzufügen, dass Apple in Zukunft ein echter Dividendenwert werden könnte, da sich das Wachstum aufgrund seiner jetzigen bereits erreichten Größe wohl verlangsamen wird, aber das viele Cash, das die Firma durch sein Ecosystem trotzdem noch generiert, irgendwann an seine Eigentümer ausgezahlt werden muss. Die derzeitige Dividendenrendite ist ja eher symbolisch. Apple könnte für mein Portfolio das sein, was Coca Cola für Warren Buffett wurde.
Der Artikel ist ein gutes Beispiel für eine Erfolgsgeschichte wie bei Apple, aber im Rückblick betrachtet. Jedoch: Wer hat diesen Erfolg wirklich erahnen können? Es gibt viele Tech-Werte die weniger gut gelaufen sind. Darauf gibt der Artikel keine wirklich belastbare Antwort. Welche Punkte sind zu beachten? Das Entscheidende ist: Geld ist ein Mittel, kein vollständiges Lebensziel.
Wie soll denn der Artikel deine Fragen beantworten. Das geht kaum.
….Rest gelöscht. Wenn man nix gutes zu sagen hat, soll man es lassen.
Vielleicht mal ins Archive schauen und ältere Artikel von Nikos aufrufen. Dann bekommst Du auch darauf eine *belastbare* (?) Antwort.
Toller Artikel Nikos ! Und wunderschöne Fotos !!!
Ich finde schon, dass man in 2016 und später schon sehen konnte, dass Apple ein erfolgreiches Unternehmen ist. Das Ecosystem funktionierte schon damals wie eine Quasi-Sekte mit Anhängern, die es nicht mehr verlassen möchten. Natürlich hätte man nicht diese Art von Erfolg erwarten können, aber wenn ein Unternehmen dauerhaft 10% und mehr Wachstum pro Jahr erzielen kann, ist das für mich definitiv ein lohnendes Investitionsobjekt.
Solche Hardcore-Fans, sogar noch krasser, hatten andere Firmen auch schon. Es gab Harley-Davidson-Fans, die sich das Firmen-Logo haben tätowieren lassen. Trotzdem ist der Kursverlauf für Anleger langfristig enttäuschend gewesen.
Es gehört halt immer auch eine Portion Glück dazu, einen solchen Pick zur richtigen Zeit zu machen und dann trotz erfreulicherem Kurszuwachs den Titel entsprechend lang zu halten. Niko selbst schreibt, dass für ihn jetzt Apple bestenfalls eine Halteposition ist.
Die Frage, die uns als Börsianer natürlich alle beschäftigt, ist, wer ist die nächste Apple. Hierüber zu philosophieren, ist das, was die Börse so faszinierend macht.
Bitcoin konnten auch vermutlich die wenigsten vorher erahnen. Sonst hätten wir nur Multimillionäre hier. Dass Apple 2016 ein hervorragendes Unternehmen war, sehe ich genauso. Aber ein gutes Unternehmen zu erkennen und einen +1.000%-Gewinner vorherzusagen, sind eben zwei verschiedene Dinge. Genau diese Differenz finde ich spannend.
Ansonsten gilt: Eine sachliche Gegenrede ist besser als der Rat, man solle einfach nichts sagen, wenn einem etwas nicht gefällt.
Nein, ich hatte noch so einiges geschrieben, was ich dann aber gelöscht habe, da es nichts positives für dich war…. Deshalb mein Zusatz.
@-M: Lass uns versuchen möglichst sachlich zu debattieren. Gelingt mir auch nicht immer. Auch Börse lebt von unterschiedlichen Meinungen. Wo konkret habe ich dich verletzt oder auf dem falschen Fuß erwischt?
Du möchtest Antworten auf Fragen, die so nicht beantworten werden können. Bringst selbst im Endeffekt keinen Inhalt und beendest den Kommentar mit einem Kalenderspruch, der auch in dem Zusammenhang sinnbefreit ist.
Meist wird noch irgendwas von Politik reingepackt und der Unmut darüber geäußert, was diesmal zumindest weggelassen wurde.
Es ist klar dass es nicht die ultimative Lösung gibt. Man kann sich solchen Antworten jedoch durchaus ein Stück nähern auch in einer Diskussion. Nikos studiert explizit in diesem Bereich und hat auch in der dualen Praxis mit Börse zu tun. Da ist entsprechend mehr inhaltlicher Input durchaus wertvoll. Auch wenn die Berge toll sind.
Ach naja…
Der studiert den Bereich. Möchtest du ihn dann referieren hören über:
Die Moderne Portfoliotheorie nach Harry M. Markowitz aus dem Jahr 1952 ist ein mathematisches Modell zur optimalen Aufteilung von Geldanlagen, um bei einem bestimmten Risiko die höchste Rendite zu erzielen?
Das ist doch absolut unnötig. Das ganze Fachwissen behindert eher noch bei der Geldanlage.
Wenn bestimmte Parameter für den Erfolg von Unternehmen gewünscht werden, so sollte man aufs Spielfeld schauen.
Man kann bspw. über die Margen diskutieren. Unternehmen wie Apple, Alphabet und auch Meta erwirtschaften über ihre hohen Umsatz- und operativen Margen gigantische Cashberge für Investitionen (und Aktienrückkäufe). Diese Investitionen sorgen für die nächste Generation an margenstarken Umsätzen (siehe aktuell Cloud).
Gepaart mit Wachstumsraten von über 15% kommt der Schneeball heftig ins Rollen. Das spiegelt sich eben langfristig in den Kursen wieder. Viele „Anleger“ gehen aber sehr pessimistisch an Erfolge („kann nicht ewig so weiter gehen“) und werfen die Flinte zu schnell ins Korn. Solange alles gemächlich läuft, sollte man die Papiere einfach halten.
Vertrauen ins Management ist auch nicht verkehrt. Nicht blind, aber man kann ja zuhören. Diese Unternehmen ziehen die Elite an. Ich kann da nicht mithalten und lasse sie ganz in Ruhe machen. Am Ende habe ich in Bezos Ideen investiert.
Kann mich noch an einen Kommentar zu Apple bei 2 Bill. Marktkapitalisierung erinnern: „Apple ist ausgereizt. Wo soll das noch hinführen? Noch eine Verdopplung auf dann 4 Bill. Marktkapitalisierung? Lächerlich!“ Tja….
Sehr interessant wird es aktuell bei SaaS-Unternehmen, die Margen von jenseits der 40% erzielen. In relevanten Zukunftsbereichen.
Dann schaue ich mir die Faktoren Dominanz, Burggraben und die Vision für die nächste Dekade an. Alphabet dominiert so viele Geschäftsbereiche, da fällt schon etwas ab….
Diesen Monat investiere ich eine weitere Tranche in Intuitiv Surgical. Eigentlich immer noch zu teuer bei KGV, aber die harten Fakten: Bruttomarge über 65%, FCF-Marge über 30%, Wachstum über 15%, extremer Lock-In bei Chirurgen und Krankenhäusern (dank KI kommen jetzt die Datenschätze dazu, wird den Burggraben eher stärken).
Ein No-Brainer ist es nicht. Konkurrenten wie J&J spielen mit. Krankenhäuser haben Budgets, Gesundheitskosten sind Politikern (und der Öffentlichkeit) immer ein Dorn im Auge. Muss man beobachten.
Aber man darf die Frage stellen, ob wir in den nächsten Dekaden mehr oder weniger digitale und robotisch unterstützte Operationen sehen werden. Philosophieren lohnt sich.
Lieber Nikos,
vielen herzlichen Dank für deinen aktuellen Beitrag!
Er ist interessant, hilfreich und gibt einen schönen Einblick in deine Börsengeschichte.
Die Auswahl deiner Fotos verleihen dem Ganzen nochmal einen ganz besonderen Charme.
Hoffentlich laufen wir uns spätestens wieder bei der Invest 2027 über den Weg. ;-)
Herzliche Grüße und weiterhin viel Erfolg an der Börse und natürlich auch im Studium
Vielen Dank für deine netten Worte! Es freut mich sehr, dass dir der Beitrag gefallen hat und auch die Fotos gut angekommen sind. Mir macht es immer Spaß, neben der Börse auch ein paar persönliche Eindrücke einzubauen.
Ich hoffe auch sehr, dass wir uns spätestens auf der Invest 2027 wiedersehen. Der Austausch dort war wirklich sehr spannend.
Liebe Grüße
Nikos
@Nikos: Was hat eigentlich dein duales Studium im Bezug zu Themen wie Börse und Aktien bisher für Erkenntnisse gebracht? Wäre interessant dazu mehr zu hören.
@Ralf
Du begreifst es einfach nicht. Hör auf mit deinen dummen Fragen, die Antworten würden dich sowieso überfordern.
@Ralf
Marketing & Emotionen „sell`s“ sind die absolut verlässlichsten Erkenntnisse wenn man BWL und einen Verein wie Börse.de kombiniert (ohne da Nikos persönlich in irgendeiner Form Nahe treten zu wollen).
Sex sell’s, aber da hilft einem das BWL auch nicht :-)
@-M
Je mehr Smartphones & social media desto stärker sinken Geburtsraten… ob Korrelation oder Kausalität stand in den Länderbetrachtungen nicht explizit drin.
Dann mal wieder ins off in die Berge.:-) Grüße
Dachte ich auch, aber schau mal auf die Entwicklung der Beate Uhse Aktie…
Findest du die Sachen schön, oder kaufst du doch lieber bei Eis, oder Amoreli ein? :-)
Ich bekomme von meiner Frau leider nicht so viel Taschengeld, daher muss ich unser gemeinsames Liebesglück klassisch und ohne solche Onlinekäufe organisieren. :-))
Nächster geplanter Kauf fürs Depot: Rocket Lab oder Amphenol
Toll, wieder etwas von Dir zu hören, Nikos.
Glückwunsch zum erfolgreichen Semester! Schön, dass Du Dich danach in den Bergen mit Deiner Familie und Freunden erholen konntest. Schöne Fotos übrigens – danke dafür. Bei der Sonnenfinsternis wäre ich gerne dabei gewesen.
Ich verfolge Dich bereits seit Deinem ersten Artikel hier auf Tim Schäfer Media und möchte Dir ein Kompliment machen: Ich finde, Du hast Dich über die Jahre sehr gut entwickelt. Deine Artikel werden immer reifer, und auch Deine Persönlichkeit wächst.
Für mich sind Deine Artikel ein echter Mehrwert. Die Kombination aus Deinen und Tims Beiträgen ist großartig – Ihr ergänzt Euch sehr gut.
Ich wünsche Dir alles Liebe und weiterhin viel Erfolg an der Uni und im Leben. Ich freue mich auf weitere Artikel von Dir und natürlich auch von Tim.
Danke, Tim, für diesen Blog!
Hallo Susanne,
vielen herzlichen Dank für deinen lieben Kommentar! Das freut mich wirklich sehr, besonders weil du meine Artikel schon seit meinem ersten Beitrag hier verfolgst. Schön, dass du meine Entwicklung über die Jahre so wahrnimmst.
Die Zeit in den Bergen nach dem Semester hat mir richtig gutgetan, und die Sonnenfinsternis war wirklich ein besonderes Erlebnis. Es freut mich auch, dass dir die Fotos gefallen haben.
Viele Grüße
Nikos
Tim Cook ist als CEO abgetreten
Today is my last day as CEO of Apple. This is a moment I always knew would come one day, and yet it is still hard to believe it has arrived and I am writing these words. I love this company and the team behind it, and I couldn’t let this day pass without sending a note to you, to tell you how grateful I am for the outpouring of affection you’ve sent my way, for the way you’ve shown up each and every day, and most of all, for the privilege of a lifetime serving as your leader.
The truth is, whatever there is to say about my success, I know it is all because of you. You have brought out the best in me. In all my life, I have never seen or been with such an extraordinary team of people before, and every day I get to see more examples of that.
There is something truly special about Apple. I am most proud of what an annual report could never capture. This place is proof that culture triumphs over everything. We share a belief that what we build matters, and that we have both the opportunity and the responsibility to leave the world better than we found it. That purpose is part of what makes this place extraordinary. Apple helps nurture it, but I believe it lived within each of you long before you arrived here. It is what brought you to this company and what continues to drive the work you do every day.
Together, we have created something far greater than any one of us could have imagined or accomplished alone. And that’s the secret to our success. We bring out the best in each other. We lift each other up. We have made it possible to leave our “dent in the universe,” as Steve once described it, because of who we are and what we believe, because of what we value and how we see the world. How fortunate we are. How fortunate I am.
As you know, I am not leaving Apple. But I am stepping away from a role that I have loved deeply. I will miss this work in ways I can only begin to imagine, even as I remain completely at peace with my decision. I will miss leading you and being with you for every step, even as I take enormous comfort in handing the helm to someone as brilliant and wonderful and capable as John. Few people understand what it takes to build products that change the world the way John does and I could not be more excited for his leadership.
I hope you know how much I appreciate you and what an honor it has been to be your CEO. Most of all, I hope you will continue to be proud to be part of this remarkable place we call Apple and always give it your very best. When we bring our whole selves to this work, with care for one another and for the people we serve, there is no limit to the profound difference we can make.
I look forward to seeing you in my new role at Apple Park and around the world.
With all I have and all I am, I am always.
Die Frage, die sich nach 10x bei Niko (und nicht nur bei ihm) und möglicherweise der höchsten Gewichtung im Depot bei der Apple-Position stellt (verschärfend hinzukommt ein sehr hohes KGV bei moderatem Wachstum), trimmen, rebalancen oder einfach weiter laufen lassen.
Zustimmung. Betrifft auch teils starke Gewichtung in vielen ETFs. Apple und auch Nvidia machen derzeit viel Renditeanteil in etlichen ETFs aus.
https://finanzmarktwelt.de/anleihen-crash-handelskrieg-inflation-wie-sich-die-usa-schaden-401035/
Ja investieren ist ein Marathon.
Früh anfangen hat Vorteile.
Die Zeit soll ja der grösste Multiplikator sein.
Es ist aber keine Einbahnstrasse, es geht nicht immer nach oben.
Nach der Flut kommt die Ebbe.
Ich frag mich wie hoch die Flut noch steigt.
Bist du dort am klettern Nikos?
Ja, am Hochkalter :)