Lieber Tim,
liebe Leserinnen und Leser,
meine ersten Aktien habe ich mit 18 Jahren gekauft, das war 2015 im Rahmen eines Schulprojekts. Gekauft habe ich damals Intel und TSMC. Beide habe ich bis heute im Depot. Und TSMC ist mit 1.700% sogar meine beste Aktie, bisher habe ich beeindruckende 88% meines damaligen Einsatzes durch die Dividenden wieder rausbekommen.
Da ich als Schüler aber nur sehr wenig investieren konnte, fällt der Gewinn kaum ins Gewicht. Und TSMC ist eine sehr kleine Position in meinem Depot.

Es lief recht gut mit dem Depot bis auf den Cannabis- und Novo-Zock, der im Minus endete
Seitdem läuft es mit einigen Ausnahmen (Cannabis Phase und Novo-Zock) aber recht gut. Zumindest so gut, dass ich meinen Job erstmal gekündigt habe. Plane ich ab jetzt von meinem Depot zu leben? Ich denke nicht, aber ich kann mir zumindest Zeit lassen, etwas zu suchen, worauf ich wirklich Lust habe. Derzeit habe ich mein Projekt aktiensnack.de gestartet: Einen Blog, indem ich über Aktien, Investments und mein Depot mit neuen Käufen/Verkäufen schreibe.
Meine besten Investments habe ich mit eigentlich sehr langweiligen Aktien gemacht oder zumindest mit bekannten Aktien, die im schlechten Ruf standen. Ich habe Apple im Jahr 2018 gekauft und nahezu alles investiert, was ich zu der Zeit besaß. Es ist heute meine größte Position mit einem Anteil von 27%. Meta Platforms folgt mit 25% und auf Platz 3 ist derzeit Five Below mit 15% Depotanteil. Alle drei Positionen sind deutlich im Plus.

Am Anfang stand ich bei Überfliegern wie Meta stark im Minus
Heute kann ich darüber schmunzeln, damals war das aber nicht ganz so witzig, als ich mit allen drei Aktien zum Anfang stark im Minus stand. Mit Meta sogar bei -50%, ich habe dann aber glücklicherweise immer den Mut gehabt, nachzukaufen. Im Nachhinein hätten die Nachkäufe immer größer ausfallen müssen, aber naja… Es ist ja auch nicht ganz einfach, weitere Aktien zu kaufen, wenn der Kurs fällt und fällt und weiter fällt. Und man währenddessen nur schlechte Schlagzeilen liest wie „Apple ist tot“ oder auch „Facebook verbrennt Milliarden“. Aber irgendwo musste ja der „Boden“ sein. Denn alle diese Unternehmen hatten keine Nettoschulden. Und ohne Schulden pleite zu gehen, ist sehr schwierig. Wenn man in diesen Momenten genug Mut findet, kann sich das später sehr schön auszahlen.
Five Below ist ein attraktiver Spielzeugladen
Falls jemand Five Below nicht kennt: FIVE verkauft Zeugs für Kinder und Jugendliche, hauptsächlich Kinderspielzeug, Kleidung und Snacks für 5$ und weniger (daher auch der Name Five Below). FIVE ist für mich einer der besten Retailer der USA: Bessere Margen als vergleichbare Unternehmen, keine Schulden, Wettbewerbsvorteil bzgl. Preis und Größe und neue Stores bringen schon nach einem Jahr ihren Einsatz wieder raus (Payback-Time). Der Umsatz wuchs zuletzt um +23%, davon stiegen die vergleichbaren Umsätze um 14%. Was will man mehr?
Lehrgeld zahlte ich mit Cannabisfirmen und Banken
Lehrgeld, wie man so schön sagt, wenn man an der Börse Geld verliert, habe ich selbstverständlich auch schon gezahlt. Immer dann, wenn ich gierig werde und die Hoffnung habe, dass ich damit schnell reich werde. Am besten kaufe ich dann auch irgendjemandem blind nach, ohne das Unternehmen auch nur ansatzweise zu verstehen. So habe ich viel Geld in Cannabis Aktien verloren (AYR und Verano). Ich meine, was will man anderes erwarten, wenn man Unternehmen kauft, die nicht mal ansatzweise profitabel sind und gesetzlich nicht mit Banken in den USA verkehren dürfen? Aber da ich leider nur sehr langsam lerne, habe ich einen ähnlichen Fehler nochmal bei First Republic Bank gemacht. Ich habe noch nie so schnell 50% meines Investments verloren, ein paar Tage hat es nur gedauert.

Aktien sollte man 10 Jahre besitzen, nicht 10 Minuten
Aber weil mir das noch nicht gereicht hat, kaufte ich letzten Sommer Novo Nordisk. Ich glaube jeder hier weiß, wie der Chart aussieht, und kennt die Risiken. Die Risiken kannte ich auch: Alle wichtigen Patente laufen in 2031 bzw. 2032 ab, der Umsatz kommt zu 60% aus diesen zwei Medikamenten. Eli Lilly hat das bessere Produkt. Die Trump-Regierung macht Druck, um die Preise zu senken usw. Jeder vernünftige Investor hört in solchen Fällen seinen inneren Warren Buffett sagen: „Wenn du eine Aktie nicht bereit bist, 10 Jahre zu besitzen, dann besitze sie nicht mal 10 Minuten.“ Ich wollte das ganze aber selbst testen. Und ja, ich kann sagen, dass man sich gerne auf Buffetts Rat verlassen darf.
Ich habe zwar noch weitere Verluste erlitten, aber keine waren in Summe so stark wie die obigen. Und zum Glück sind meine Gewinne deutlich höher als die Verluste (16:1). Also für 16.000 EUR, die ich gewinne, verliere ich 1.000 EUR. Wenn ich mich in Zukunft an meine eigenen Regeln halte und nur Aktien kaufe, die ich auch verstehen kann, dann sollte sich mein Depot sehr gut entwickeln.
Beste Grüße
Florian
PS: Falls jemand Lust hat und mehr über mich oder verschiedene Aktien lesen möchte, schau gerne auf meinem Blog aktiensnack.de vorbei.
Hi, ich finde Dein Portfolio kurios. Apple, Meta, und Alphabet zusammen über 50% Gewichtung…. aber es scheint zu funktionieren. Weiterhin gutes Gelingen!
Danke! Ja ich bin in meinem Depot sehr konzentriert unterwegs. Umso mehr tun aber auch Verluste weh…
Das relativiert wenigstens die ganzen Social Media Gurus die seit einigen Jahren predigen… der MSCI World hat ja SOOO viel Klumpen… Ich kann es schon nicht mehr hören. Tim hat doch auch dicke Klumpen drinnen. Entertainment (Netflix und CTS Eventim) und Banken.
@Florian
Du schmeißt mit ca. 28 Jahren Deinen Ingenieursjob, willst 26 % p.a. Rendite und in 5 Jahren die erste Million…
Ok, und wo stehst Du jetzt finanziell?
Hi Sparta, die letzten Jahre habe ich die 26% nicht erreicht aber das ist auch ok. James Cameron hat mal gesagt: „If you set your goals rediculously high and you fail, then you failed above everyone else’s success“. Klingt kitschig oder?
Soweit bin ich aber mit meiner finanziellen Ausrichtung ganz zufrieden. Vielleicht schaffe ich die Millionen auch schon früher, oder es dauert länger. Wer weiß das schon genau? Ich versuche zumindest einen groben Plan zu machen und dann darauf hinzuarbeiten und währenddessen möglichst happy zu sein.
Beste Grüße
@Florian
Wenn Du jetzt viel Zeit hast, dann kannst ja 5km below 15 minutes probieren. ;-)
Mit 28 den Job kündigen? Bevor man etwas neues gefunden hat??
Nach meiner Erfahrung (nach 15 Jahren in der freien Wirtschaft) leider der grösste Fehler den man machen kann… idR bist du auf einen Schlag unattraktiv und zum Bittsteller degradiert, kenne niemanden der anschließend nach 2-4 Jahren irgendeine Karriere vorzuweisen hatte.
Es wäre vernünftiger gewesen du hättest dein Gehalt weiter gesteigert und einfach mal bis 40 rangeklotzt.
Immer noch ein junges Alter und ein guter Zeitpunkt den ersten Kassensturz zu machen.
„schau gerne auf meinem Blog“
Nein danke, kein Interesse, dort gibt es nichts zu Lernen (leider nur ein Blog unter tausenden, von Möchtegern Finfluencern … mit der Idee bist du 10 Jahre zu spät ;))
Ich lese lieber Kommer, Bogle, Weber
Ich finde super, was sich Florian aufgebaut hat. Schon als Schüler ist das etwas Außergewöhnliches. Wenn jemand seinen Job kündigt, sollte man nicht darüber urteilen, wenn man die Hintergründe nicht genau kennt.
@Tim
Wahrscheinlich habe ich sogar mit weniger Depotvermögen meinen Job gekündigt…
Wie bereits geschrieben fehlen Hintergründe & Details… wenn man denn schon sich selbst mehr oder weniger öffentlich darstellen möchte.
Dass dann aus Mutmassungen komische Diskussionen entstehen ist ja usus im Netz.
Ich würde nicht so „drüberfahren“ und alles schlechtreden. Er ist jung, und hat ersten erwachsenen Lebensabschnitt hinter sich. Oftmals kann eine solche Änderung bzw. mal eine bewusste Pause vom Beruf direkt gut sein und sich dann ganz neue Möglichkeiten ergeben, gerade dadurch.
Man kann sich auch mit 28 neu erfinden. Als Bittsteller sollte man grundsätzlich nie wirken. Ich denke Florian ist pfiffig genug (hat er ja im Grunde schon früh bewiesen), um für sich eine smarte Lösung zu finden.
Das ist halt bei aller Kritik die Chance von Einzelaktien gegenüber ETFs: Es kann neben absoluten Lutschern auch mal eine Netflix oder TSMC als frühzeitiger Glücksgriff dabei sein. Was die Gesamtrendite dann recht massiv wuppt. Nikos scheint von der Strategie her auch auf Highperformer zu hoffen.
Bei so einer Performance zeigt man natürlich gerne sein Depot und Aktienauswahl. Wäre es nicht so gut gelaufen, würde er hier nicht sein Depot vorstellen ;)
Laut J.P Morgan Asset Management liegt die durchschnittliche Rendite der privaten Investoren von 2001 – 2021 lediglich bei 3,6%. Ziemlich unter einem einfachen MSCI World / S&P 500 Aktienindex. Grafik dazu: https://www.threads.com/@franwalsh63/post/CuWw-w5rw3-
Ich gratuliere Dir zu Deiner Entscheidung und den Mut den Job gekündigt zu haben. Viel Erfolg bei der Suche nach was Neuem, das Dich erfüllt.
Ich hatte auch einmal eine Stelle gekündigt bevor ich etwas Neues hatte – und es war eine meiner besten Entscheidungen. Kurz darauf kam ein Anruf, ob ich Interesse hätte bei denen zu arbeiten. Kurzes Vorstellungsgespräch, kurze Hospitation – Vertrag auf dem Tisch. Den neuen Job begann ich allerdings erst 3 Monate nach der Beendigung meiner vorherigen Stelle. Das war eine super Zeit. Ermöglicht hat mir das mein finanzielles Polster. Mit der Arbeit verbringt man viel Zeit – manche mehr als mit ihrer Familie und ihren Freunden. Ich finde den Luxus heutzutage das machen zu können, was man möchte, ist fantastisch – und die Möglichkeit sollte man wahrnehmen. Es ist doch super, wenn man den Großteil der Zeit auf der Arbeit Freude hat.
Und es war damals ein wahnsinniges Gefühl der Freiheit, den Job zu kündigen und dennoch keine Sorgen wegen Geld zu haben. Ich bin nicht finanziell frei wie Tim – aber durch Rücklagen und mein Depot kann ich mir auch was gönnen: Die Möglichkeit zu wählen ohne die Sorge das nächste Schulbuch meiner Tochter nicht zahlen zu können. Die Möglichkeit, so viel oder wenig Zeit reinzustecken wie ich es möchte (arbeite Teilzeit). Ich bin froh, dass ich die Arbeit auswählen kann, die zu mir und meinem Leben passt und ich nicht mein Leben – oder sogar das der ganzen Familie – um die Arbeit planen muss
Also: Viel Spaß bei der Neuausrichtung. Auf diesem Weg können auch unerwartete Chancen warten.
Hi KC456, danke dir für deinen Kommentar. Ich kann dir zu eigentlich allem 100% zustimmen. Es ist ein gutes Gefühl ein kleines finanzielles Polster zu haben, auch wenn es mir noch nicht zur finanziellen Freiheit reicht. Und am Ende ist es eine Frage der Priorisierung. Es freut mich zu lesen und es motiviert mich auch zu sehen, dass andere schon ähnliche Wege gegangen sind… das bedeutet es funktioniert!
Vielen Dank und dir auch alles gute :)
Glückwunsch. Scheint ja bisher gut gelaufen zu sein, wenn Du deinen Job schon an den Nagel hängen konntest. Auch wenn es ein stark konzentrierter Klumpen ist. 84,72% bilden die 5 Unternehmen in deinem Depot ab. Kann man machen. Von Diversifikation kann man da dann aber auch nicht (mehr) sprechen :)
Wann wirst Du in die div. Finanz-Blogrolls aufgenommen? Dann guckt man da sicher hin und wieder mal rein.
Erstmal Glückwunsch, sowohl zum Depot und der (beeindruckenden) Performance als auch zum Blog. Ich würde mich den Vorrednern anschließen: Wäre das Depot nicht so gut gelaufen, würde man es wohl kaum vorstellen, aber sei es drum, ob es Glück, Können oder stoische Geduld war (50% Minus muss man auch aushalten können) – du hast einige Dinge richtig gemacht.
Ob das frühe „Job an den Nagel hängen“ dazu gehört, musst du wissen – vielleicht hast du den Job ja gehasst – mutig ist es aber schon. 26 % Rendite p.a. ist auch ne Ansage für die Zukunft. Ich hatte in einem ähnlichen Zeitrahmen, in ähnlichem Alter, eine ähnliche Rendite – bis mir der Markt bewiesen hat, dass nicht jeder ein Buffett ist (vergisst man leicht als junger Mensch, wenn es läuft).
Also wenn ich dir einen Rat geben kann: Backe kleinere Brötchen als 26 % p.a., bevor du vielleicht enttäuscht wirst und auf Grundlage dessen deinen Job kündigst oder andere schwerwiegende Entscheidungen triffst. Ansonsten viel Glück mit dem Blog und dem Depot!
Hi Felix, vielen Dank! Ich gebe dir recht, wenn mein Depot nicht so gut gelaufen wäre, hätte ich es hier nicht vorgestellt, keinen Blog gestartet und mich vermutlich nicht so viel mit dem Thema beschäftigt wie ich es jetzt tue. Aber ich hatte ein paar glückliche Investitionen und es lief sehr gut
26% erreiche ich sicherlich nicht immer oder vielleicht auch nie. Die letzten Jahre waren es im Schnitt 22%. An sich sehr gut und damit bin ich auch schon sehr zufrieden. Wenn ich zu oft daneben liege werde ich sicherlich in einen S&P500 oder Nasdaq100 ETF wechseln, aber solange es mir spaß macht und funktioniert. Warum nicht?
KC456 hat einen sehr schönen Kommentar zum „Job an den Nagel hängen“ geschrieben, finde ich sehr inspirierend
Beste Grüße
ich hätte den blog aktiensack genannt
:-)
Warum suchst du dir denn jetzt erst einen Job, worauf du Lust hast?
Es wäre doch unabhängig vom Geld eher sinnvoll sofort einen Job zu suchen den man auch mag.
Das System: “ Ich arbeite erst in einem Job worauf ich keine Lust habe und wenn ich dann Geld habe, dann such ich mir einen Job, den ich gerne mag.“ kann ich nicht nachvollziehen.
Das lese ich immer wieder, aber das macht doch überhaupt keinen Sinn.
Wenn Du 10 Jahre in einem Job arbeitest der dich voll (über)fordert mit x Überstunden, und keine Freizeit mit Selbstvernachlässigung und Richtung burnout, wenn dann noch die Partnerschaft flöten geht usw. dann kann man eine Auszeit benötigen um erstmal klar zu werden was man denn weiter tun möchte.
Früher hat man das Leben darauf ausgerichtet bei Tod / Renteneintritt das maximale Vermögen zu besitzen. Heute versucht man Geld einzusetzen um das maximale Leben zu erreichen. So etwa.
Das kann man sich ja auch vorher überlegen. Mach doch einfach sofort das, was du magst.Deine Arbeit sollte bestenfalls auch dein Hobby sein. Zumindest solltest du es gerne machen, dann ist die Überstunde keine Belastung, sondern ein Grund zur Freude.
Warum erst 10 Jahre damit warten? Macht doch keinen Sinn.
Ich gebe dir absolut recht, 100%. Es ändern sich aber mit der Zeit Interessen oder der Job ist doch nicht das was man sich unter Spaß vorgestellt hat… oder es gibt noch weitere Gründe. Und wenn man dann verschiedenes versucht, hat man eine bessere Vorstellung was zu einem passt und was einem wichtig ist.
vielleicht weil viele Jobs die man „schön“ findet eben nicht ertragreich sind? Nimm doch z.B. einfach mal IT vs. Kindererziehung. Gehälter zwischen 70000 und 80000 sind in der IT nicht unüblich. Auch sogar ohne Studium. Damit lässt sich ordentlich Kohle scheffeln. Vielleicht arbeitest du aber auch gern mit Kindern zusammen. Tagespflege oder Kindererziehung oder sowas. Wäre dein Traumjob, wird allerdings statistisch mit der Hälfte an Geld bezahlt. Was jetzt also tun? Den Traumjob folgen? Oder erstmal Klotzen und Kohle verdienen. Ich glaube die allerwenigsten Arbeitnehmer sind in der komfortablen Situation ihren Traumjob auszuüben der auch gleichzeitig unmengen an Geld heranspült.
Und ich lehne mich mal etwas aus dem Fenster… ich glaube viele Menschen finden Gefallen daran irgendwas im Bereich Kreativität, Künstler oder Arbeit mit Menschen zu machen. Aber genau das sind eben Branchen die verhältnismäßig schlecht bezahlt werden.
Ich finde es ja immer nervig, wenn es in einem Artikel eigentlich darum geht Werbung für seinen Blog zu machen.
Ein schöner Beitrag! Vor allem gefällt es mir, dass das Portfolio so übersichtlich ist :) weiterhin viel Erfolg und vor allem Spaß!
Besten Dank :)
Für mich fehlen hier wirklich wichtige Informationen.. Wovon lebt er? Wer bezahlt Miete etc?
Die Jacke ist spiegelverkehrt bedruckt. Das würde ich reklamieren.
Oder er reklamiert seine selfi cam? ….
Kurz auf die angeteaserte Website geschaut:
„Mein Ziel ist eine durchschnittliche jährliche Rendite von 26% p.a. zu errzielen. Damir würde sich mein Geld alle drei Jahre verdoppeln.“
Viel Spaß dabei. Bodo Schäfer lässt grüßen! :-)
@ Florian
Die 26.5% Zielrendite scheinen mir ein bisschen hoch gegriffen. Ich kenne die Einstellung mit nach den Sternen greifen… und teile sie durchaus. Allerdings bin ich mir meinen circle of competence bewusst. Den Aktienmarkt kann ich nicht in dem Maße lenken wie eigene Projekte.
Die Zielrendite könnte mit dem Depot in 2026 sportlich werden. Aber das Jahr ist noch jung. Aktuell würde ich empfehlen erst einen neuen Job zu suchen und dann zu kündigen, wenn man wechseln möchte. Ansonsten kann ein Wechsel deutliche monetäre Einbußen mit sich bringen. Der Arbeitsmarkt ist in den USA und Deutschland bereits vor dem Anstieg des Ölpreises etwas gedreht. Neben der KI Disruption und Abbau von Stellen in der Automobilbranche führen die Öl und Gaspreise zu weiteren Sparmaßnahmen von Firmen. Sie werden es vermutlich in Zusammenhang mit KI benennen um selbst besser dazustehen.
Ich selbst habe einen Job gefunden der mir die meiste Zeit im Grunde durchaus Freude bereitet. Mit einer Tätigkeit in Teilzeit ist unser Humankapital Ber weiterhin relevant für den Vermögensaufbau, obwohl wir bereits verschiedene Investitionen getätigt haben, die sich im Grunde gut auszahlen. Das ärgert mich manchmal aber zeigt auch, dass das Wachstum des eigenen Humankapitals ein nicht zu unterschätzender Faktor ist.
Viel Erfolg!
@Kiev
Sag blos dass Du als Zielvorgabe Kelvin Kiptum (2:52 Pace auf 42 km) auf eine 2:00er Pace zu unterbieten, nicht als so zumindest halb realistisch empfindest… ? ;-)
@Sparta
Easy, mit meinem Rennrad oder Gravelrad. Den Kaufteil habe ich glaube ich überlesen. Betreiben ich auch nicht mehr. Mein Hauptsport bleibt beim pendeln. Bestzeiten fahre ich nicht, aber ich kann sehr weit fahren und damit für mich äußerst interessante Routen oder Ausflüge durchführen. Ist somit auch kein Sport sondern eher Freizeit.
Die 28% habe ich dieses Jahr schon eingetütet. Da kann jetzt nichts mehr anbrennen… ;-)
Super Florian weiter so!
Du bist auf dem richtigen Weg.
@Blog
Finde auch, dass hier zu wenig Info gegeben wird. Wie finanzierst du dich und wie groß ist eigentlich dein Depot in Euro? Das ist das, was mich beim Lesen wirklich interessiert hat.
Ich fürchte, wenn du mit deinem Blog erfolgreich sein willst, musst du da mehr persönliche Einblicke geben, sonst wird das der x-te Finanzblog ohne Mehrwert.
@Kündigung ohne Job
Das habe ich auch mal gemacht und recht schnell wieder einen neuen Job gefunden. In deinem Alter sehe ich da absolut kein Problem. Momentan befinde ich mich wieder in einer schwierigen Situation, seit mein neuer Chef da ist, der mich mobbt, um mich aus der Firma zu ekeln. Meine liquiden Reserven und mein Depot sind groß genug, als das ich mich jederzeit von diesem Unmenschen verabschieden könnte. Das ist wirklich beruhigend. Eher schreckt mich momentan die schwierige Arbeitsmarktsituation ab, diesen Schritt erneut zu gehen.
Auf die Frage weiter oben, weshalb man nicht einfach beruflich das macht, was einem Spaß macht – schön wärs, wenn alle wirklich Geld damit verdienen könnten, was ihnen Spaß macht :)
Ich zum Beispiel habe mein Interesse für die Börse erst nach Berufseinstieg entdeckt. Hätte ich das schon während meines BWL-Studiums gewusst, hätte ich gezielt auf eine entsprechende Tätigkeit im Trading oder im Fondsmanagement studiert, also mehr Investing-Kurse belegt und insbesondere entsprechende Praktika gewählt. Aber selbst, wenn ich das gemacht hätte, muss es ja nicht unbedingt heißen, dass mir der Job bei einer Bank oder einem Fonds wirklich Spaß gemacht hätte. Sein eigener Investmentbanker zu sein und das eigene Geld für sich arbeiten zu lassen, ist ja etwas völlig anderes, als einen Job nachzugehen, wo bestimmte Regeln und Prozesse einzuhalten sind.
Habe täglich mit Portfoliomanagern zu tun. Ich möchte den Job eher nicht machen. Börse liebe ich trotzdem.
Wie du sagst, ist es schon schwer genau den einen Job für sich zu finden. Finde es sogar wichtiger wie Kollegen und Chefs sind, wie man bei dir nun sieht… das kann böse ausgehen, wenn man kein hübsches Depot in der Hinterhand hat.
Welcher Job wäre das, der nah an den Portfoliomanagern ist?
Ich bin in der gleichen Abteilung unterwegs, bin jedoch selbst kein Portfoliomanager. Habe da guten Einblick, wie das ganze abläuft und das hat halt wenig mit dem „romantischen Gedanken“ a la Warren Buffett zu tun, schön Stocks zu picken. Das läuft komplett schematisch ab, mit ganz engen Grenzen und andere geben dir quasi vor, was du zu tun hast.
Genau das habe ich mir auch gedacht. Davon abgesehen, dass die Freiheitsgrenzen ziemlich eng gesetzt sind, ist der Job sicherlich auch sehr bürokratisch sowie marketinglastig – und sicherlich auch kein 9to5-Job!
Ja davon kannst du ausgehen, aber 50-60 Wochenstunden arbeitet da auch keiner :-)
Bist du nicht im Bankenbereich tätig, falls ich mich richtig erinnere?
Nein, ich war mal Unternehmensberater, jetzt aber in der Energiebranche.
@Tim oder M;-)
Bei Deinem KKR Kauf laut YouTube meinen ein paar dass das mit dem Enterprise Value nicht so passt, da bei Yahoo falsche Zahlen sind…?
Was stimmt denn?
Wenn man den Stream mitliest, da gibt es schon einige die Tim seine Aktien nachkaufen. „Tim kauft nur 10-bagger“.
Neu für mich war, man kann Badewannen lackieren. Wusste ich gar nicht. Hat da jemand Erfahrung ob das länger gut aussieht und kennt jemand einen guten 2K-Spachtel für Email?
@I want to believe
Ja, ist auch relativ & absolut so ne Geschichte.
Für Greenhorns klingen 10 k für ne Aktie doch nach ner Summe und relativ gesehen sind es bei 3 Mio auch nur 0,33 % Depotanteil… bzw. normalerweise muss eine Depotposition mind. 5 % sein um relevant was zum Gesamtdepot beizutragen….
Absolut gesehen, können aber 10 k doch wieder ein paar Monate Lebenshaltungskosten doch decken.
10000 haben sich halt „irgendwie angesammelt“. Ab dem Status ist man FIRE, oder? :-)
Er hat ja dieses Jahr schon 3x was gekauft mit irgendwas 25000.
Andererseits sagt er im Video, er möchte die Wohnung schnell abbezahlen.
Aber vielleicht kann er wegen Steuer nichts vom Depotkonto nehmen dafür?