Das ist die Formel, die Dich in die finanzielle Freiheit bringt


New York, 25. März 2018


Es gibt so viele Blogs mit Tipps, um „schnell reich“ zu werden. Aber: Wenn das nur so leicht wäre. Ich bin für das langsame, geruhsame Aktiensparen. Voraussetzung ist logischerweise, dass Du Geld sparst. Sparsamkeit ist mir in die Wiege gelegt worden. Mir fällt es leicht. Ich bin bodenständig aufgewachsen.

Verdienst Du nur ein Mini-Gehalt, bleibt Dir natürlich kaum etwas zum Sparen. Sparsam kann im Endeffekt nur jemand sein, der ausreichend bis gut verdient (oder mehr). Sparsam zu sein ist ein Luxus. Die Mittel- und Oberschicht kann es. Sie kann sich das Sparen leisten. Du brauchst freilich den Willen dazu. Die meisten geben sich dem sinnlosen Konsum hin. Fette Autos, schicke Kleidung, modernes Sofa, tolle Küche und jede Menge Kredite…. Du weisst, was ich meine. Das Leben der verschwenderischen Clowns.

Die Armen müssen im Überlebensmodus leben. Ihnen bleibt keine Wahl. Das Schöne am freiwilligen Sparen ist: In vielerlei Hinsicht ist ein bodenständiges Leben umweltfreundlicher als ein verschwenderisches Leben. Viele von uns kaufen bzw. mieten kleinere Häuser, die weniger Energie zum Heizen brauchen. Wir kaufen weniger Material und senden weniger Abfall auf die Mülldeponie. Wir haben weniger Kinder. Wir kaufen kleinere, sparsamere Fahrzeuge. Wir bevorzugen den ÖPNV, die Beine oder das Rad. Wir gehen gerne in die Natur. Wir lieben den Wald.

Willst Du mehr Geld verdienen, musst Du versuchen auf der Karriereleiter nach oben zu klettern. Oder Du nimmst einen Nebenjob an. Ich denke wirklich nicht, dass es ein Geheimrezept gibt. Viele Wege führen nach Rom.

Grundsätzlich ist es so: Reiche Menschen werden nicht durch das Sparen reich, sie werden durch ihre Investitionen reich. Sobald Du keine Schulden mehr hast, erziehe Dich und lass endlich Dein Geld für Dich arbeiten. Lerne von den Reichen: Aktien, Firmen, Rendite-Immobilien. Nur mit Festgeldern, Sparbüchern und Versicherungen brauchst Du ewig, um ein Vermögen aufzubauen. Der Trick ist das Risikokapital. Aktien beispielsweise.

Es ist nie zu spät, schlechte Gewohnheiten in gute umzuwandeln. Baue ein Vermögen auf. Mache finanzielle Stabilität zu Deiner Priorität. Das Leben von Schulden bestimmen zu lassen ist doch grauenhaft. Wenn Du Deine Schulden getilgt hast, geht es Dir besser. Hast Du ein schönes Depot, kannst Du Entscheidungen treffen, die für Dich am besten sind und nicht nur für Deinen Geldbeutel. Dann gedeihst Du endlich, statt nur zu überleben! Die meisten schaffen es nur von Monat zu Monat. Sie bauen keine Substanz auf. Sie stecken im Schuldensumpf fest. Sie geben jeden Monat ihr gesamtes Gehalt aus.

Jemand, der reich durch einen Lottogewinn geworden ist, kann Dir kaum einen guten Rat geben. Spartipps sind zudem schwer Dir zu geben. Jeder ist anders. Jemand, der von Reis-Bohnen lebt, kann Dich kaum dazu motivieren, wenn Dir das überhaupt nicht schmeckt. Eine gute Karriereberatung kann ich Dir auch nicht geben.

Kümmere Dich einfach um Deine Finanzen. Führe ein Haushaltsbuch. Sei sparsam. Irgendwann bist Du frei. Finanziell unabhängig bist Du, wenn Dir die 4%-Entnahme-Regel (PDF) genug Geld zum Leben lässt.

Mache also eine Liste mit Deinen jährlichen Ausgaben. Meine sieht in etwa so aus:

Wohnen -> 18.000 Euro (einschließlich Hypothek, Nebenkosten, Steuern…)
Sonstige Kosten -> 2.000 Euro
Kfz-Versicherung -> 0 Euro
Benzin -> 0 Euro
Telefon -> 1.000 Euro
Internet -> 800 Euro
Essen -> 4.000 Euro
Netflix -> 150 Euro
ÖPNV -> 300 Euro
Reisen -> 4.000 Euro

Wenn ich die 4%-Regel von meinem Depotvermögen verwende, fange ich an, die Ausgaben zu streichen, um die ich mich nie wieder kümmern muss. Also, wenn Du ein Depot von 400.000 Euro hast, sind 4% davon 16.000 Euro. Nun eliminiere Deine Ausgaben, die unter 16.000 Euro liegen. Also meine Liste sieht dann so aus:

Wohnen -> $ 18.000 (einschließlich Hypothek, Nebenkosten, Steuern…)
Sonstige Kosten -> 2.000 Euro
Kfz-Versicherung -> 0 Euro
Benzin -> 0 Euro
Telefon -> 1.000 Euro
Internet -> 800 Euro
Essen -> 4.000 Euro
Netflix -> 150 Euro
ÖPNV -> 300 Euro
Reisen -> 4.000 Euro

Eine solche Streichliste hilft Dir bestimmt beim Sparen/Investieren. Es motiviert. Irgendwann hast Du alle Kostenblöcke durchgestrichen. Auf meiner Liste sind alle Kostenblöcke durchgestrichen. Ich bin froh darum.

Was Dich in die Freiheit bringt: Ein hoher Depotstand. Und geringe monatliche Ausgaben. Beides kombiniert ist ideal.

Ich habe bei dem Beispiel unterstellt, dass keine Konsumschulden vorhanden sind. Die Schuldenfreiheit ist natürlich hilfreich auf dem Weg in die Freiheit.

Wie kannst Du Deine Freiheit beschleunigen?

1.) Lebe sparsam. Geh einfach zur Arbeit. Streng Dich an. Heirate nicht. Gründe keine Familie. Miete eine Mini-Wohnung. Investiere in die Aktienmärkte wie ein Irrer. Ziehe das ein paar Jahrzehnte durch. Gehe in die Freiheit und lebe gut. Das ist nicht jedermanns bevorzugte Wahl, aber es ist die, die einige machen.

2.) Sei schlau. Mach einen Nebenjob mit minimalem Aufwand/Kosten. Internet-Website? App? Affiliate-Marketing? Helfe irgendwo in Deiner Nähe aus. Mach was, was Dir Spass macht. Lerne, wie es einen Fluss passiver Einkommen erzeugt.

3.) Baue mehrere kleine passive Einkommensströme auf. Schreib ein Buch. Vermarkte Online-Kurse. Zocke mit Bitcoin. Mache hier und dort 500 und 1.000 Euro.

4.) Erfinde das Rad nicht neu – kaufe ein kleines Geschäft. Baue es aus, verkaufe es. Oder behalte es. Gründe eine Firma. Diese beiden deutschen Uni-Absolventen bauten in den USA eine Kebab-Kette und wurden Millionäre.

5.) Gründe ein Pflegeheim. Das wird vom Staat gefördert. Der Bedarf an Plätzen ist enorm.

6.) Renoviere Häuser/Wohnungen. Vermiete oder verkaufe sie anschließend.

7.) Heirate reich.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Das ist die Formel, die Dich in die finanzielle Freiheit bringt

  1. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Didi

    Das war nur ein provokativer Vorschlag mit den Bitcoins. Ich will damit nur sagen: Es gibt viele Wege. Es gibt Risiken. Wir machen Fehler. Vielleicht geht es gut, vielleicht nicht.

    Am einfachsten ist wohl das geduldige Investieren per ETFs. Einen Hauptjob, eventuell einen Nebenjob. Sparsam, gesund, zufrieden leben. Fertig.

  2. David

    @All:

    Bzgl. dem Punkt „schnell reich werden“ fällt mir immer wieder das sehr passende Zitat von André Kostolany ein:

    „Ich kann Ihnen nicht sagen, wie man schnell reich wird; ich kann Ihnen aber sagen, wie man schnell arm wird: indem man nämlich versucht, schnell reich zu werden.“

  3. Franziska

    “Wir haben weniger Kinder.“ ?!

    …ich mag deinen Blog wirklich gerne. Er motiviert. Allerdings finde ich es ziemlich platt, wie du in schöner Regelmäßigkeit dieses “Familiending“ thematisiert. Sparsamkeit schön und gut, aber sicher nicht an Familie. Familie und Kinder so auf den Kostenfaktor zu reduzieren sagt vermutlich mehr über dich, als über die Leute, die sich tatsächlich Kinder “anschaffen“ – und dann, oh Gott, auch noch mehrere.

  4. Daniel

    Vielleicht für den Einen oder Anderen interessant, die Deutsche Bundesbank hat wieder neue Publikationen herausgebracht die man sich KOSTENLOS als Buch oder, wer nicht so altmodisch ist wie ich, per PDF herunterladen kann.

    Ich werde mir wohl dieses mal das Buch hier bestellen:

    https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Studien/zahlungsverhalten_in_deutschland_2017.html

     

    Ebenfalls sehr empfehlenswert und geht auch schon ziemlich ins Detail:

    https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Schule_und_Bildung/geld_und_geldpolitik.html

    Nicht mehr ganz aktuell aber sehr aufschlussreich:

    https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Studien/die_studie_zur_wirtschaftlichen_lage_privater_haushalte.html

    Die Seite hat immer mal wieder ziemlich gute Sachen im Angebot, es lohnt sich einmal im Jahr dort vorbeizuschauen.

     

    Viel Spaß beim lesen 😉

  5. Lars

    Hallo Tim,

    ich bin seit einiger Zeit stiller, aber begeisteter Leser. Meine finazielle Freiheit ist mein Fokus und ich schaffe es do gut wie jeden Monat mehr als EUR 1.000,— beiseite zu legen und diese in ETF, Aktien, Zertifikate etc. zu investieren.

    Ich werde immer ein wenig traurig, wenn du schreibst, dass Kinder kontraproduktiv für die finzielle Freiheit sind. Meine Tochter wurde vor kurzem zwei Jahre alt und sie gibt mir unglaublich viel. Seitdem sie auf der Welt ist, bin ich bei meiner Arbeit sehr viel effektiver geworden, denn ich möchte so viel Zeit wie möglich mit ihr verbringen. Mein Einkommen ist durch diese Effektivität auch deutlich angestiegen.

    Familie ist für mich wunderbar und somit für mich kein Hinderungsgrund die finanzielle Freiheit zu erreichen.

    Viel Grüße

    Lars

     

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Franziska

    Ich befürworte als Autor weder das eine noch das andere. Ich habe es als Journalist geschildert, ohne darüber zu urteilen. Das mag kalt klingen.

    Kinder sind eine Bereicherung für Eltern. Sie sind großartig. Sie machen das Leben spannender in jeder Hinsicht.

  7. Thorsten

    Hallo Tim, schöner Beitrag, ich denke das ist motivierend.

    Man kann das auch von unten aufziehen. Wenn man noch keine 400.000 hat ;), dann nimmt man eben einen Posten, den man schon bezahlen kann , z.b Telefon

    30€*12 , sagen wir 400€ im Jahr. Mit einer Aktie, die 2% Dividende nach Steuern bringt, benötige ich 20.000€ im Depot und bin frei bzgl. des Telefons. Das war für mich persönlich der Kick.  Man kann sich dann von Ausgabeposten zu Ausgabeposten weiterhangeln. Je höher die Diviendenrendite ist, desto  mehr Ausgaben kann ich abdecken ohne Entnahme.

    Ich habe das nach und nach mit allen Posten gemacht und natürlich auch immer wieder gestrichen oder reduziert gestrichen was möglich war.

    Ich habe  wieder mal  ein Zeitschriftenabo (Konsumalarm !) , aber ich werde es wohl im Sommer kündigen.

  8. Hoanganh

    @tim

    Ich stimme für Nr. 1, Nr. 4 und Nr. 6.

    Nr. 1 persönlich und über juristische Person (Inc. , GmbH, AG)

    Nr. 4 und Nr. 6 über juristische Personen, weil man persönlich nicht alles besitzen kann und dank Vorschriften zum Investsparen gezwungen ist. Außerdem sind die Körperschaftssteuer angenehmer als Einkommensteuer. Außerdem kann man im Notfall leicht in Konkurs gehen, ohne persönlich in Haftung genommen zu werden, falls schiefläuft. (Außer Straftaten)

    Die Übrigen Nummer sind dummes Geschwätz!

    Würde ich heiraten, würde ich Ehevertrag mit Gütertrennung als Bedingung nennen. Ohne Ehevertrag kein Heirat. Scheidungen und Unterhaltszahlungen samt erzwingenden Vermögensabgabe sind abschreckend.

    Sehr starker Artikel, der nicht nur motiviert, sondern bei seinen eigenen Zielen stärkt.

  9. Thorsten

    :Witz on: Banküberfall geht auch nicht mehr zum Reich werden, da werden zu viele erwischt oder das Geld ist blauer Farbe verdorben. :Witz off:

    Bleibt noch die Adoption durch einen reichen Adeligen.

  10. Ex-Studentin

    Meine Kollegin bringt gerne den Spruch: „Du kannst nichts dafür, wenn du arm geboren wirst. Aber du kannst was dafür, wenn du arm heiratest.“ Habe blöderweise im Studium nicht so darauf geachtet und werde mal aus Liebe heiraten müssen. 😀

    Ansonsten guter Beitrag, finde deine groben Ausgaben interessant. Für einen NYer lebst du trotzdem sparsam.

    Was mich interessieren würde (musst aber nicht antworten): Arbeitet dein Mann trotzdem noch?

    Denn da bin ich gespannt, wie mein Freund und ich unsere Finanzen mal als Ehepaar regeln. Aktuell investiere nur ich. Mein Freund kann sich dafür noch nicht begeistern. Aber in dem Moment, wo wir in Zugewinngemeinschaft leben, sind Gewinne und Verluste immer Gemeinschaftssache.

  11. -M

    @Tim Schäfer

     

    verständnisfrage: Du bist finanziell frei. Deine Dividenden die du bekommst steigen jedes Jahr, vermutlich auch stärker als die Inflation. Bedeutet doch auch, dass du dir jedes Jahr mehr leisten könntest zb noch mehr reisen oder was auch immer.

    wieso sparst du denoch als weiter ? Sollte man es nicht irgendwann gut sein lassen wenn der Cash Flow aus passivem Einkommen passt und den steigenden Cash Flow nutzen, um sich selbst dann dafür auch mehr und mehr zu belohnen oder teilweise vlt auch gutes tun mit dem Geld ? Soziales Engagement oä.

    ich weiß nicht ob ich Bock habe wenn ich irgendwann genug Cash Flow habe als noch weiter zu machen. Die Frage der sinnhaftigkeit stellt sich mir dann.

     

    bezüglich der 4% entnahme Regel: bedeutet das, wenn man 4% dividendenausschüttung auf den Depotwert bekommt, dass man nichts weiter entnehmen dürfte oder kann man zusätzlich zu den Dividenden nich 4% vom Depotwert im Jahr entnehmen?

    Grüße

    -M

  12. Mattoc

    @-M

    Es ist abgesehen von steuerlichen Aspekten und Transaktionskosten vollkommen egal, ob du aus deinem Depot 4% Dividenden jedes Jahr bekommst (z.B. von dividendenstarken Einzelaktien) oder 4% deines Depots jedes Jahr verkaufst (z.B. aus thesaurierenden ETFs), oder ob du ein Mischding aus beiden Varianten machst.

    Unter Beachtung der Idee der „4% Regel“ darfst du insgesamt „nur“ 4% entnehmen, über welchen Weg (siehe oben) ist egal.

    Wichtig ist aus meiner Sicht aber, dass man sich klar macht, dass der sogenannte Cashflow aus Dividenden, von dem alle so gerne sprechen, nicht aus dem Nichts kommt, er reduziert deinen Depotwert ebenso wie Anteilsverkäufe.

  13. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Lars

    Das ist super. Das freut mich.

    Du kennst mich nicht persönlich. Du kennst nicht meine Pläne. Also brauchst Du nicht traurig für mich sein. Ich habe hier nur einen Lebensansatz geschildert. Ob mir persönlich dieser Lebensansatz zusagt, habe ich gar nicht gesagt.

    @ Ex-Studentin

    Ja, er arbeitet. Er war sparsamer als ich, als ich kennengelernt habe: Kein TV, kein Internet. Billig-Handy. Billig-Wohnung. Kein Plunder. Wenig Kleidung. Seine Sparquote liegt heute bei 70 bis 80%. Er spendet gleichwohl gerne emsig für wohltätige Zwecke. Sein Job macht ihm enormen Spass. Er möchte derzeit nicht aufhören zu arbeiten. Schade, dass Du ihn nicht kennengelernt hast in Reutlingen. Er war schon bei Lesern-Treffen mit dabei (etwa Hamburg).

    Wir reisen über 10 Wochen im Jahr. Und haben das Wochenende frei.

     

    @ -M

    Ich arbeite ja nicht Vollzeit. Ich bin freier Journalist. Ich arbeite nur für Verlage, die ich ewig kenne. Ich mache nur Projekte, die mir sehr, sehr viel Spass machen. Meine Arbeit fühlt sich wie ein Hobby an. Ich bin mit meinen Auftraggebern zum Großteil befreundet. Seit über einem Jahrzehnt.

    Wenn Du sparsam bist, dann bleibst Du eben sparsam. Es ist nicht mein Stil Geld zu verpulvern. Übers Spenden (größere Summe) denke ich nach.

  14. Gainde

    Bezüglich Familie würde ich wegen der finanziellen Freiheit nicht darauf verzichten. Bin selbst Familienvater. Die FF rückt dann aber für die meisten Haushalte in weite Ferne, wenn man nicht überdurchschnittlich verdient.

  15. Andreas

    Wenn ich das verlinkte PDF richtig verstanden habe müsste über einen längeren Zeitraum eher die 3 Prozent Regel gelten? Wer in den vorzeitigen Ruhestand will hat ja mehr als 30 Jahre Laufzeit. Und ab 40 Jahren Laufzeit währen es nur 3 Prozent um nicht vorzeitig pleite zu gehen?

  16. ThomasH

    Hast du keine Krankenversicherung?

    Das ist ein Posten, den ich in fast allen FF-Blogs in der Zukunftsplanung vermisse. Gerade wenn man gut verdient hat und in der privaten KV ist, ist das später eine anteilmäßig sehr große Position, die auch nur sehr schwer (als Rentner) reduziert werden kann.

  17. V

    Wir haben weniger Kinder.

    Nein, haben wir nicht! Und wegen finanzieller Unabhängigkeit würde ich hier auch niemals Abstriche machen. Diese Denkweise finde ich einfach nicht gut. Kinder sind mehr wert als alles Geld der Welt.

  18. KievKiev

    @ Tim

    Danke für Deine Aufstellung. Es ist immer interessant zu sehen wie unterschiedlich sie gewichtet sind. Sind Deine Ausgaben für Euch beide berechnet oder nur für Dich? Oder gemischt? Ist mit Hypothek und Steuer nur die bewohnte Wohnung gemeint, oder auch vermietete Einheiten? Hast Du die Tilgung als Ausgabe mit einbezogen?

    Das Verhältnis von Telefon und Internet  im Vergleich zum Essen finde ich nicht ausgewogen. Vielleicht ist das in den USA so üblich, das kann ich nicht beurteilen. Telefon, Smartphones und Internet kosten für uns zusammen in Deutschland 415€ im Jahr. Und darin ist bereits eine Festnetz Flat enthalten. Die Kinder haben hiermit aktuell nichts zu tun. Das wird voraussichtlich etwas teurer werden. Ich vergleiche Kosten von Kategorien auch zueinander. Wenn der Preis eines Produktes unterhalb seines Wertes (für mich) liegt kaufe ich es. In Wert ist die Notwendigkeit enthalten.

  19. Fit und Gesund

    guter Artikel Tim,

    die 4%-Regel erscheint mir zu hoch gegriffen, ausserdem, wer kann über 20 Jahre im Voraus planen wenn er mit 40 finanziell frei wäre? Lässt sich die 4% Regel auch auf Europa anwenden? Die ganze Thematik ist zur Zeit bei Oliver (Frugalisten) aufgelistet,

    ich für meinen Teil werde anfänglich nur die Dividenden entnehmen, zusammen mit Mieteinnahmen und gekürzter Rente kommt das hin, später dann der Verkauf der vermieteten Immobilie, soll ja nicht so viel für irgendwelche Erben überbleiben 🙂

    @M.

    auch wenn Jemand finanziell frei ist, bedeutet es nicht dass er nun einfach kaufen kann was er gerade so möchte, der sparsame Lebensstil muss beibehalten werden, sonst ist das Geld schnell aufgebraucht, es ist also wichtig die sparsame Lebensweise verinnerlicht zu haben so wie Tim.

  20. V

    Meine These ist ja bekannt: die 4% Regel wird weltweit in den nächsten Jahrzehnten nicht mehr funktionieren. Ein Reset des langlaufenden Schuldenzykluses wird das unmöglich machen.

  21. Sandra Hausler

    Hallo Tim,

    habe heute das erste Mal gelesen, dass Dein Partner ein Mann ist. Ob das wichtig ist? Nein, gar nicht. Um so wichtiger aber, dass es erwähnt wird. Ihr seid Vorbilder und Beispiel, alles Gute! =)

  22. -M

    @Mattoc

    Ja die Diskussion gibt es immer wieder. Klar, ob „Dividenden-entnahme“ oder „depotentnahme“ sollte egal sein…

    Nur glaube ich eher weniger, das wenn mein Depot 4% Dividende ausschüttet (was ja dann die 4%- Entnahme Regel wäre), irgendwann das Depot aufgebraucht wäre. Ja es wächst nicht mehr so schnell, da man somit nicht mehr die Dividenden reinvestiert, aber das Depot würde sich bestimmt nicht ersparen über die Zeit.

     

    @fitundgesund

    Hm so wollte ich mich nicht ausdrücken, dann kam da was falsch rüber.

    Angenommen man benötigt 2000eur im monat um finanziell frei zu werden und spart jeden Monat in sein Depot. Zum Zeitpunkt x sind dann ca. 500k im Depot und die Dividenden sind 2000€ im monat. Die Dividenden steigern sich ja von alleine weiterhin über die jahre (so sollte es eigentlich sein bei soliden Firmen) .

    Da kann man doch irgendwann mal aufhören weiterhin in das Depot einzuzahlen….die Dividendenerhöhungen sollten dann ausreichen.

    Natürlich darf man dann NICHT verschwenderisch auf einmal leben ! Das Depot darf nicht angerührt werden….

    Grüße

    -M

     

  23. Fit und Gesund

    @M.

    alles klar, aber 4% von 500k ergibt 20k an Dividende, macht dann monatlich 1666.66 Euro, oder?

    liebe Grüsse

  24. Frank und Frei

    Telefon -> 1.000 Euro
    Internet -> 800 Euro

    wow, das erscheint mir recht viel. Welche Leistungen sind da inbegriffen?

    Meine Frau und ich geben jeweils 9,99€ für 3GB/Allnetflat aus. Wir haben das Glück ein schnelles Freifunknetz in der Nachbarschaft fürs Wlan zu haben so hier fürs Internet keine weiteren Kosten im Haushaltsbudget anfallen.

  25. A-

    Hallo,

    da hat er aber mal wieder einen provokativen Artikel rausgehauen. Keine / wenige Kinder, am besten nicht heiraten um Reich zu werden. 🙂 Muss ja jeder selber wissen.

    Ich habe eine kleine Tochter, unheimlich süß.  Das kann man mit Geld nicht vergleichen. Aber ohne Geld ist auch alles doof, das kenne ich auch und das will nicht nochmal haben.

    Ja am besten kommt man raus, wenn man viel verdient und das nicht gleich verpulvert. „Mehr als ein Schnitzel am Tag kann ich auch nicht essen“  fällt mir dazu immer als Redewendung ein.

    Mein Lesson Learned aus diesem Blog ist die ‚Lifestyle Inflation“.
    Wenn man die im Griff behält und jede Gehaltssteigerung investiert/spart, dann erreicht man mit Sicherheit viel ohne seinen aktuellen Lifestyle aufgeben zu müssen, der bei uns schon sehr hoch ist, wie ich finde. Großes Haus, Zwei (ältere Autos). Ab und an Auswärts essen ohne auf jeden Cent zu achten, mal was trinken gehen und das alles ohne das es uns weh tut und Kurzreisen + mal ein größerer Urlaub.
    Herrlich, das weiß man zu schätzen, wenn man wie ich vorher keine Kohle hatte und aus einem amen Elternhaus kommt.

    Übrigens habe ich hier mal von einem Kollegen erzählt, Typ „Berserkersparer“, nicht mal gescheit Essen, nicht für Geburten oder ähnliches spenden wenn wir sammeln, Klamotten vom Flohmarkt, aber ausgelutschte und optisch nicht zusammenpassend und auch von der Größe her nicht passend. Sieht einfach nur Sch**ße aus.

    Er musste letztens zum Arzt, hatte Bauchweh, Diagnose: irgendwas schlimmes mit dem Magen (keine Ahnung was genau) + erheblicher Vitmaninmangel (er kauft kein Obst) + Eisenmangel + Unterernährung. Das muss man als gut Verdienender in Deutschland, wo essen so günstig ist, erst mal schaffen mit Anfang 30. Also nicht an den falschen Ecken sparen, das Leben auch mitnehmen, wir sind hier nur auf Durchreise.

     

     

     

  26. Mattoc

    @-M

    Noch als Ergänzung zu Fit und Gesund:

    Das mit den laufenden Dividendensteigerungen ist ein Trugschluss. Es kann natürlich sein, dass die Dividenden „bei soliden Unternehmen“ laufend gesteigert werden, aber wenn diese über 4% liegen, dann entnimmst du über die Dividenden eben auch mehr als 4% aus deinem Depot. Also wenn die Dividenden aufgrund der von dir angenommenen Steigerungen irgendwann 6% oder 8% betragen, dann entnimmst du genau diesen Prozentsatz. Um dann auf 4% Entnahme pro Jahr zu kommen, musst du die versteuerten Dividenden zum Teil wieder anlegen.

     

  27. Jürgen

    1800€ für Telefon & Internet? 150€ pro Monat? Ist das wirklich so teuer in NY?

    Ansonsten frage ich mich immer öfter, wenn man so sparsam lebt wie Tim, warum soll man dann eigentlich so viel sparen? Für den Studenten-Lifestyle reicht auch die gesetzliche Rente. 😉

    Ernsthaft, ich gehe davon aus dass man als Rentner eher niedrigere Fixkosten hat. Daher würde ich auch nicht zu viel über Entnahmepläne nachdenken. Einfach leben und ab und zu was entnehmen.

    Den Finanzbloglesern dürfte es so oder so besser gehen, als dem durchschnittlichen Kosumbürger.

  28. David

    Guten Morgen zusammen

    Ich habe gerade ein Telefonat von meiner Autogarage erhalten, welcher ich meinen VW Polo (Jahrgang 2010) für den Service vorbeigebracht habe (ich benötige das Fahrzeug arbeitsbedingt). Dabei habe ich erfahren, dass Reparaturen anstehen und mich das Ganze rund CHF 2‘000 kosten wird. Und was bedeutet dies nun für mich? Das Kaufen von Occasion-Autos macht ökonomisch sicher mehr Sinn, aber ab einem bestimmten Zeitpunkt muss man darauf achten, dass das Auto nicht ein Fass ohne Boden wird… An alle Autofahrer: Zu welchem Zeitpunkt habt ihr euch für ein „neues“ Auto entschieden?

    Liebe Grüsse aus der Schweiz und einen guten Wochenstart!

  29. KievKiev

    @ M

    Die Entnahmehöhe hängt vermutlich auch stark mit dem Alter ab. Wenn Du noch relativ jung bist und nicht mehr arbeitest, ist es doch sehr gut wenn Du weniger entnehmen musst als Du könntest. So kannst Du einen Puffer aufbauen für eine vielleicht langfristigere Zähe Phase ohne Angst haben zu müssen auf wirklich wichtige Dinge zu verzichten.

    Mit den Jahren kann man dann ja immer noch den ein oder anderen Urlaub oder ein schönes kostspieligeres Event (Konzert usw.) mit einplanen. Wenn man eine Rentenlücke überbrückt und noch eine sehenswerte Rente erwarten kann ist das etwas anderes. Hier kann man bei dem kürzeren Zeitraum gelassener mit den Einnahmen umgehen und sogar mehr als 4% entnehmen, wenn die Rente hoch genug sein wird.

    Falls ich mit Mitte 30 aufgehört hätte zu arbeiten, wäre ich sicher nicht so gelassen, wenn ich gerade auf 4% komme. Zumal wir uns bereits seit längerem in einem Bullenmarkt befinden. Da würde ich mich freuen wenn es durch weitere Zukäufe schnell auf 3% zugeht. Oder ich genug Schießpulver im trockenem habe um Korrekturen ausnutzen zu können.

  30. Fit und Gesund

    @Mattoc

    da muss ja noch irgendwie die Inflation mit berechnet werden, deshalb bin ich mir sicher dass man keine sture Entnahme über lange Zeiträume planen kann, egal was irgendwelche Regeln besagen, und dann ist da noch das wahre Leben mit all seinen Unwägbarkeiten, positiv wie negativ.  🙂

  31. Lad

    Tim,
    aus deinen Artikeln kann man sich denken, dass du keine Miete zahlst, keine Schulden hast und sehr sparsam bist. Weil du in der Krise billig 2 kleine Wohnungen in billigstem Teil von New York gekauft hast. Du zahlst aber monatlich 1.500 Euro auf deine Immobilien in New York.
    Und wenn du kein Fernseher hast, wozu zahlst du monatlich 12 Euro an Neftflix? Als Großaktionär beim Netflix solltest du Dividenden von Netflix bekommen und keine Gebühren an Netflix zahlen.
    Und zahlst du in Amerika keine Krankenversicherung, oder ist es in “Sonstige Kosten“ 166 Euro monatlich?
    Und warum hast du mich aus deiner Facebook Gruppe verbannt?

  32. Daniel

    die 4%-Regel erscheint mir zu hoch gegriffen, ausserdem, wer kann über 20 Jahre im Voraus planen wenn er mit 40 finanziell frei wäre? Lässt sich die 4% Regel auch auf Europa anwenden? Die ganze Thematik ist zur Zeit bei Oliver (Frugalisten) aufgelistet,

    ich für meinen Teil werde anfänglich nur die Dividenden entnehmen, zusammen mit Mieteinnahmen und gekürzter Rente kommt das hin, später dann der Verkauf der vermieteten Immobilie, soll ja nicht so viel für irgendwelche Erben überbleiben

    Die 4% Regel fußt insbesondere hier in Deutschland auf sandigem Boden. Irgendjemand hat es mal gesagt und es wird munter weitergetragen. Ich halte sie…zumindest nach heutigen Maßstäben….für überholt und glaube dass man sich eher im Bereich 2-3% einordnen sollte. Man darf ja auch nicht vergessen, vor wenigen Jahrzehnten hätte man sich einfach die 30 jährigen deutschen Staatsanleihen mit diesen Renditen ins Depot packen können. Dieses Thema kratzt auch der Finanzwesir mit dem Podcast „VERKAUFEN“ an.

     

    Angenommen man benötigt 2000eur im monat um finanziell frei zu werden und spart jeden Monat in sein Depot. Zum Zeitpunkt x sind dann ca. 500k im Depot und die Dividenden sind 2000€ im monat. Die Dividenden steigern sich ja von alleine weiterhin über die jahre (so sollte es eigentlich sein bei soliden Firmen) .

    Da kann man doch irgendwann mal aufhören weiterhin in das Depot einzuzahlen….die Dividendenerhöhungen sollten dann ausreichen.

    Vergiss bitte nicht, dass der Faktor Inflation hinzukommt. Diese ist momentan historisch gering, zumindest greift sie nicht in die Konsumgüter ein sondern eher Sondervermögen. Aber früher waren 4-6% Inflationssteigerung im Jahr üblich. Damit wären deine Mehreinnahmen aus dem Depot kompensiert.

     

    Nur glaube ich eher weniger, das wenn mein Depot 4% Dividende ausschüttet (was ja dann die 4%- Entnahme Regel wäre), irgendwann das Depot aufgebraucht wäre. Ja es wächst nicht mehr so schnell, da man somit nicht mehr die Dividenden reinvestiert, aber das Depot würde sich bestimmt nicht ersparen über die Zeit.

    Diese Überlegung fußt allerdings nicht auf realistischen Annahmen. Die durchschnittliche Ausschüttungsquote dürfte vielleicht auf halber Höhe sein. Und natürlich würden viele Unternehmen, wenn sie auf eine solche Höhe gehen, größtenteils aus der Substanz zahlen und damit natürlich auch nachhaltig dein Depot schmälern. Wie Mattoc schon schrieb, es ist egal ob man verkauft oder Dividenden erhält. Wichtig ist nur dass eben mehr reinkommt als ausgezahlt wird wenn man das Depot ewig halten will.

    Das muss übrigens nicht nur Aktien betreffen um bei dem Thema zu bleiben. Das sieht man auch gut bei Anleihen-ETF. Einer der größten Dickschiffe auf der Welt, der J.P. Morgan EM Bond ETF schüttet verhältnismäßig viel aus. In den letzten 5 Jahren hätte man mit dem ETF 20% Gewinn gemacht…wenn man die Kuponzahlungen reinvestiert hätte. Hätte man sie verbraucht, wie es ja auch die These ist, dann wäre der ETF wenige Prozent ins Minus gerutscht, man hätte also aus der Substanz entspart. Ausschüttungen/Dividenden schützen nicht vor Substanzabbau.

    Generell, und das hatte ich aber auch schon ein paarmal gesagt, halte ich Dividenden dennoch für das schönere Instrument in der Entsparphase. Es fallen keine Verkaufskosten an und man muss sich nicht selbst darum kümmern dass Geld nachkommt.

  33. Mattoc

    @FitUndGesund

    Ich finde es schade, dass oft „das Leben“ als Argument angeführt wird, um eine isoliert betrachtete und vergangenheitsbezogene Theorie „kaputt“ zu reden. Allen Beteiligten muss klar sein, dass immer etwas passieren kann, dass etwas nicht funktioniert, dass die Vergangenheit nicht in die Zukunft übertragbar ist, aber dennoch kann man doch Laborbedingungen voraussetzen und mal fachlich über ein solches Thema, wie die 4%-Regel, oder besser 3%-Regel diskutieren.

    So utopisch kann eine 4%-Regel (die übrigens im englischsprachigen Original mit jährlichem Inflationszuschlag berechnet wird) gar nicht sein, denn sie sagt ja nur, dass ich 30 Jahre lang nicht pleite gehe, wenn ich jährlich 4% + Inflation entnehme.

    Wenn ich das Geld nicht in Aktien sondern unverzinst anlege, überlebe ich ja schon „ohne Risko“ 25 Jahre bis das Geld vollständig verbraucht ist.

    Und wenn wir schon beim Leben sind: Mieteinnahmen können irgendwann auch mal wegfallen, Gold kann nichts mehr wert sein, der Aktienmarkt kann für immer zusammenbrechen…das bringt alles nichts, wenn man mit solchen Annahmen „arbeitet“. Oder anders gesagt: Wer kein Geld hat, muss sich darüber auch nicht sorgen. 🙂

     

  34. Ralf

    „Heirate nicht. Gründe keine Familie.“

    @Tim: Hier muss ich doch mal wieder schreiben: Grundsätzlich ist das Privatsache, ganz klar. Für mich persönlich sind Menschen mit einer solchen Einstellung bzw. die solche Impulse/Tipps anderen erteilen aber einfach sehr zu bedauern.

    Eine Heirat z.B. kann auch unter anderen Aspekten als rein finanziell betrachtet werden. So soll es noch immer Menschen in dieser Welt geben, die einen religiösen Glauben besitzen und z.B. Wert auf Gottes Segen in einer Beziehung (Heirat) legen.

    Andere betrachten Kinder nicht in erster Linie als Kostenfaktor. Ich kenne mittlerweile echt etliche Paare, die auch nur Finanzen ins Kopf hatten. Nun steht der Kinderwunsch doch noch an und es klappt nicht mehr wie geplant.

    Ich kann von einer solch recht einseitigen Weltsicht nur abraten. Es gibt auch andere Arten von Reichtum und Wohlstand. Hätten deine Eltern so einseitig gedacht, hättest du vermutlich nie das Licht der Welt erblickt. Wie hätte dir das gefallen? Schon die Anzahl der Abtreibungen ist z.B. erschreckend hoch.

    @David: Das mit dem Auto ist ein komplexes Thema. Generell kommt es auf das Modell und den genauen Zustand an, ob Reparaturen noch wirtschaftlich sind. Grundsätzlich sollte bereits beim Kauf auf verschiedene Parameter wie günstiger Kaufpreis, möglichst aus erster Hand und Scheckheftgepflegt etc. geachtet werden.

  35. Felix

    Habe mir gerade 100 Facebook-Aktien geordert für 125 € das Stück. Ich bin überzeugt, das geht vorüber wie bei VW die Dieselaffäre. Irgendwann gibt es eine andere Affäre über die geschrieben wird und dann geht es weiter wie bisher.

  36. June

    Hallo zusammen,

    Positive Nachrichten aus dem Haus Juni, ich zahle heute den Rest eines Immobilienkredites ab. Habe gerade mit der Bank gesprochen und mir die Höhe der Überweisung bestätigen lassen. Das ist sowas von der Wahnsinn, wenn auf einmal wieder mehr Cashflow übrig ist.

    Der bisherige Finanzierungsbetrag aus dem Kredit, also der neue Cashflow, landet ab nächstem Monat per Dauerauftrag auf einem simplen Sparbuch, und immer wenn ich 1000 € zusammenhabe kann ich den nächsten Immobilienkredit sondertilgen.

    @Jürgen,

    es ist glaube ich ein großer Irrtum davon auszugehen, dass man im Alter weniger Kosten hat. Ja, es fallen einige Kosten weg, z.B. Fahrtkosten für den Weg zur Arbeit oder Kosten für Kleidung, Kantine, usw….. Aber, dafür entstehen andere Kosten. Man möchte auch mal ausgehen und nicht nur 16 Stunden in den Fernseher starren oder Kreuzworträtsel lösen.  Essen, Kultur, Reisen, Hobbys, denn bevor man richtig Alt wird hat man hoffentlich noch eine paar Jahr bei bester Gesundheit in der man dann für all die Dinge Zeit hat, die man während seiner Berufstätigkeit aus Zeitmangel nicht machen konnte. Dann später im fortgeschrittenen Alter sind viele Menschen auch krank und die Gesundheitskosten steigen.

    Ich gehe für uns davon aus, dass wir persönlich sogar mehr Geld als aktuell benötigen.

    @David,

    Es kommt auf den Zustand deines Fahrzeugs an, wie viele Km du bereits gefahren bist und wie lange du es noch fahren möchtest.

    Ich fahre einen 17 Jahre alten Opel. In den  9 Jahren, die ich ihn nun besitze habe ich auch immer wieder Reparaturen gehabt. Dabei musste ich feststellen, dass es solche und solche Werkstätten gibt. Einige Werkstätten reparieren auf Neuwert andere auf Zeitwert. Ich habe mir eine Werkstatt gesucht die auf Zeitwert repariert. Das heißt, es werden nur TÜV relevante Reparaturen durchgeführt.

    Lass dir mal noch ein Angebot bei einer anderen Werkstatt, möglichste einer freien Werkstatt, machen. Vor allem wenn du dein Fahrzeug aktuell bei einer Vertragswerksatt hattest. Die Vertragswerkstätten möchten nämlich auch gerne mal wieder eine neues Auto verkaufen und rechnen davor eine anstehende Reparatur gerne hoch.

    Eine kleine Anekdote aus meinem Leben als Automobilbesitzer: Mein Vorgängerauto war auch ein älteres Modell und ich hatte Probleme mit der Batterie. Da meine Werkstatt gerade Urlaub hatte bin ich zu einer anderen Werkstatt und habe die Batterie tauschen lassen. Der Mitarbeiter wollte mir nach dem Batterietausch mein Auto nicht herausgeben und angeblich die Polizei rufen, da mein Auto völlig Verkehrsunsicher wäre. Er hatte bereits ein Angebot für 1000 € in der Hand, dass ich bitte bei ihm beauftragen sollte, damit mein Auto auch wirklich durch den TÜV kommt.  Ich ließ mir von ihm den Sachverhalt erklären, irgendwas mit Dichtungen, nahm ihm währenddessen meinen Autoschlüssel und die Rechnung aus der Hand. Sagte ihm, dass er gerne von meinem Anwalt hören könnte und ging dann scheinbar ungerührt zur Kasse. Zur Sicherheit ließ ich 14 Tage später meine Werkstatt nochmal drüber schauen. 2 Monate später kam mein Auto ohne irgendeine Beanstandung durch den TÜV, man kann es ja mal versuchen.

    @Tim,

    ja, sehr schade dass wir deinen Partner nicht kennen lernen durften.

    @Felix,

    ich hatte die Tage ähnliche Ideen mit Facebook, jetzt zahle ich aber den Kredit ab, s.o.

    Take care,

    June

  37. Thorsten

    @V

    Der pessimistische Ansatz : Sachwerte schützen gegen Währungsverfall. Bei  schlimmeren Zustände helfen nicht einmal mehr Sachwerte, die sind konfiszierbar oder mit Steuern belegbar. Was man in einer Krise für Sammlerobjekte noch bekommt, nicht viel. Ein  Sack Kartoffeln für eine Rolex ? Besser sind da Silbermünzen (nicht Medaillen). Sie können nicht entwertet werden und sind von geringerem Umtauschwert.

    Der optimistische Ansatz : Ich erwarte eine höhere Inflation (früher oder später), die die Cashbeträge entwertet und die Staaten entschuldet (da werden sie auch einen Teil der Rentenansprüche der Bürger los). Als Staat würde ich genau das tun. Alle Sachwerte wie Aktien, Immobilien sind langfristig die Gewinner, weil sie langrfristg im Wert  mindestens die Inflation mitmachen. Selbst wenn die Kurse runterkrachen, weil Leute in Rentenpapiere gehen, es wird wieder nach oben gehen und die Inflation wird in den Kurs und die Dividenden eingepreist.

  38. tubanator

    @-M Ich glaube finanzielle Freiheit ist auch materielle Freiheit. Tim erhöht seine Ausgaben nicht, weil er es nicht kann, sondern weil er es nicht muss. Er will ja sein Glück maximieren und nicht seinen Entnahmebetrag. Zumindestens habe ich ihn immer so verstanden.

  39. -M

    Also halten wir mal fest das man sich natürlich noch einen Puffer anlegen sollte. Muss ich nur 2-3% entnehmen, dann sollte das jedoch ganz gut hinkommen. Außerdem kann man ja auch in schwächelnden Märkten ein wenig dazuverdienen um die Substanz zu erhalten.

    Bei mir wird es eh nur so sein das ich irgendwann 1-2 Tage weniger arbeiten muss. Komplett frei ist denke ich utopisch

     

    @Felix

    Facebook ist doch kaum gefallen ??? VW hat sich mehr als halbiert damals…

    Ob facebook jetzt deeeer schnapper ist?

     

    Grüße

    -M

  40. Freealncer SebastianFreealncer Sebastian

    @ Mattoc

    Könntest du nicht vielleicht den Anlegern, die seit Jahren an der Börse aktiv sind und auch – nicht ausschließlich – auf Dividenden setzen, die Intelligenz zusprechen, das Prinzip „der sogenannte Cashflow aus Dividenden (…), reduziert deinen Depotwert ebenso wie Anteilsverkäufe“ durchaus zu durchdringen?

    Kaum jemand denkt wohl „oh, da kommen Dividenden aus dem Nichts“.

    Ich profitiere im wahrsten Sinne des Wortes mit meinen Geschäftsanteilen (Aktien) von den Umsätzen und Gewinnen meiner Unternehmen. Einen Teil dieser Gewinne (je nach pay-out-ratio) bekomme ich zur persönlichen Verwendung auf mein Konto. Diese Dividenden kann ich in womöglich aktuell günstigere Alternativen reinvestieren. Das finde ich sehr praktisch.

    Du kannst mir und sicher vielen anderen erfahrenen Dividendenanlegern ruhig die Fähigkeit zuschreiben, sehr solide Unternehmen auszuwählen, die eben NICHT aus der Substanz ausschütten.

    Ich gehe davon aus, NIEMALS mein Vermögen in irgendeiner Form zu „entsparen“ und damit aufzuzehren. Ich werde von den Dividenden leben, die nichts anderes als Gewinnbeteiligungen darstellen.

    Es ist nicht notwendig, immer wieder einen Popanz wegen der Dividendenstrategie aufzubauen. Der psychologische Vorteil, den Dividenden von soliden, starken Aktienunternehmen bringen, bleibt dabei auch regelmäßig auf der Strecke.

    Asset-Allocation, Entsparungstheorien, Börsenkurse (von ETF) als Vermögensäquivalent…. das ist alles sehr technisch-theoretisch.

    Ich verstehe mich eher als Anteilseigner an wunderbaren Unternehmungen. Die Dividende ist dabei Ergebnis und Belohnung meines Investments. Nicht mehr und nicht weniger. Ich fahre damit die letzten zehn Jahre ausgezeichnet.

    Überlegungen, wieviele Anteile ich denn nun sicher aus einem Thesaurierer entnehmen dürfte, brauche ich zum Glück nicht anstellen. Danach ist mir einfach nicht. Ich bitte dich, dies als eine Möglichkeit einer intelligenten Anlagestrategie zu akzeptieren.

    Also wenn die Dividenden aufgrund der von dir angenommenen Steigerungen irgendwann 6% oder 8% betragen, dann entnimmst du genau diesen Prozentsatz.

    Hier liegt wohl ein Denkfehler vor. Gute Unternehmen steigern über die Jahre Umsätze und Gewinne und damit auch ihre Ausschüttungen.

    Bekomme ich heute 1000€ ausgezahlt, sind es in zehn Jahren – je nach Steigerung – 2000€ an Dividenden, OHNE dass deswegen auf einmal das Kapital angegriffen wird.

    Die Inflation sorgt nicht nur für steigende Gewinne der Unternehmen, die Börsenkurse der Aktie steigen langfristig mit.

    Deine 6%, 8% beziehen sich nicht auf das aktuelle Kapital, sondern auf das ursprüngliche Investment (yield on cost). Die aktuelle Dividendenrendite kann unverändert niedrig bleiben. Ein Verzehr findet nicht statt, auch wenn sich die Dividendenzahlungen verdoppelt haben.

    Ich wünsche dir, wie generell jedem, viel Erfolg bei deiner individuellen Anlagestrategie.

     

  41. Mattoc

    @-M

    Das ist ein guter Ansatz aus meiner Sicht. Nettodividenden von 2% bis 3% zu erwarten und das Geld zu verwenden, um die Arbeitszeit angemessen zu reduzieren. Denn der Arbeitsplatz, insbesondere wenn er einigermaßen gut bezahlt ist, kann sehr wertvoll sein.

  42. Mattoc

    @V

    Du schreibst deine These ja „locker“ hin. Führe das doch mal etwas weiter aus, was ein Ende des Schuldenzyklus für Folgen hat, z.B.:

    Was passiert dann konkret mit den weltweiten Währungen, den Staaten, den großen Unternehmen, Arbeitsplätzen, den ganzen moderne „Errungenschaften“, die durch Kapitalgessellschaften geschaffen wurden?

    Eine Nestle wird doch weiterhin (ungesunde) Lebensmittel produzieren und weltweit verkaufen wollen, das Internet wird nicht abgeschaltet, Autos, Flugzeuge etc. wollen betrieben werden. Es muss doch einen Anreiz für Untenehmen geben, Gewinne zu erwirtschaften.

    Klar: Der MSCI World kann zwischen 30% und 60%  fallen,aber davon geht doch langfristig das System nicht kaputt.

    Mich interessiert wirklich, welche Gesellschafts- und Finanzordnung du erwartest, wenn du sagst, dass in den nächsten Jahrzenten (!) ein „Schuldenzyklus“ weltweit zu Ende geht.

     

     

     

  43. Ich

    Facebook is Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite ist es ganz nett zu sehen, was Bekannte und Famielie so treiben, auf der anderen Seite muß ich leider immer mehr feststellen, dass Facebook zur zweifelhaften Meinungsäusserung verwendet wird. Da wird viel Populismus betrieben, und Facebook scheint dem nicht Heer werden zu wollen.

    Leider habe ich auch das Gefühl, dass die unzähligen Kurznachrichten auf Facebook und What`s App zum Beispiel, nicht gerade dafür sorgen, dass die heranwachsende Generation noch in der Lage ist, längere Texte zu verfassen, geschweige denn zu verstehen.

    Aber das soll nur eine allgemeine Kritik der sozialen Medien sein, in den 50`er Jahren gab es Gruppen, die dem S/W TV genau die gleichen Untergangsprognosen gegenüber der Gesellschaft vorgeworfen haben.

    Als das Radio, bzw. die Radiowellen gefunden/erfunden wurden, gab es Christliche Gruppen, die vehement dagegen waren, da das Wort Gottes nicht als Welle durch den „Äther“ gehen sollte/durfte.

    So ist der Kreislauf, die Rebellen von gestern, sind die Konservativen von morgen.

     

  44. -M

    @Mattoc

    Ja mehr als eine Reduzierung ist halt einfach nicht realistisch von dem was wir sparen können. Das kann man dann ja einfach hochrechnen. Aber so gesehen wird es uns mit teilzeitjob um einiges besser gehen als vielen anderen die bis 67 voll ran müssen… passt schon.

    Mehr geht nur wenn es langsam mal richtig bumm machen würde, habe noch einiges Pulver trocken und dann alles rein und warten

    -M

     

  45. Oliver

    Die 3 oder 4%-Regel finde ich etwas überbewertet, abhängig davon, wann ich die finanzielle Freiheit erreicht habe. OK, wenn ich z.B. mit 62 aufhöre, knapp über der Linie bin, alle Ausgaben abzudecken, dann ist die Regel sinnvoll. Ich habe die 100% letztes Jahr mit 51 überschritten und war Ende des Jahres knapp darüber. Ich habe jetzt einiges an Arbeit aufgegeben, mache aber immer noch Aufträge, die mir Spaß machen. Der wöchentliche Aufwand (ca. 10 Stunden) hält sich stark in Grenzen. Das interessante war, dass ich im Dezember noch einen schönen kurzen Auftrag bekommen habe, wo ich im Januar noch eine ganze Reihe Aktien außerplanmäßig kaufen konnte.

    Diesen Monat hat es trotz meiner 10 Stunden-Woche (wenn es denn ganz so viel war) immerhin dazu gereicht, noch 30 Reality Income Aktien zu kaufen. Ungewohnt wenig, aber völlig egal. Wer früher aufhört, wird sicherlich weiterhin Einnahmen haben, wenn man das möchte. Für mich ist es in der Übergangsphase einfach nur ein Sicherheitsfaktor und da ich mich mit Dingen beschäftige, die mir Freude machen, auch keine Belastung. Ganz im Gegenteil, mich kann niemand ärgern und ich kann jederzeit aufhören. Das wissen die Leute auch, von daher sind sie ganz lieb zu mir :).

    Wichtiger ist es, sich zu überlegen, wie man weiter leben möchte, wenn die finanzielle Freiheit erreicht wird. Möchte man gar nichts mehr tun? Das wird für die meisten wohl nicht in Frage kommen. Vielleicht längere Pausen mit Reisen. Aber jeden Tag Golfplatz? Hm, das wird sicher vielen zu langweilig. Alles relativ.

    Für mich habe ich entschieden, die ersten fünf Jahre vorsichtig zu sein. Die sind entscheidend, um von der knappen finanziellen Freiheit (wo ich jetzt stehe) zu einer finanziellen Freiheit zu kommen, wo ich jeden Monat ein Sicherheitspolster habe, wenn doch mal etwas passiert. Ich schätze, dass ich in fünf Jahren so viele Erfahrungswerte mit der Situation besitze, dass alles eingespielt ist und ich mir keine Sorgen zu machen brauche, ob ich mit 80 von meinem Depot noch leben kann. Ich habe mich aber recht früh entschieden, passives Einkommen nur aus Dividendenentnahmen entnehmen zu wollen und keine Anteilsverkäufe vornehmen zu müssen. Dadurch werden z.B. langfristige Kursgewinne ausgenommen und das kapital wächst im Durchschnitt trotz Schwankungen weiter.

    In zwei oder drei Jahren werde ich schauen, dass ich zu viel erhaltenes Geld möglichst gewinnbringend für die Gesellschaft investiere. Das heißt, Geld und Zeit für Menschen und Dinge wegzugeben, die förderungswürdig sind. Investitionen in den eigenen Aktienfond sind nur so lange wichtig und richtig, bis man unabhängig ist und frei leben kann. Alles darüber ist Geld, was man selber nicht benötigt. Warum es nicht anderen zur Verfügung stellen, damit im kleinen etwas positives entsteht? Die finanzielle Freiheit leben bedeutet auch, dass man sich weiter entwickelt. Der einzige Vorteil ist, dass man das Thema Geld in seinem Leben erledigt hat. Mit dieser Freiheit kommen dann ganz andere Gedanken und wichtige Ziele.

    @Tim: Du hast wohl Vorfahren aus Sparta? Nur die härtesten überleben in einer kleinen Wohnung ohne Kinder :). Das Mittagessen wird in der Kanalisation in New York erjagt, damit es günstiger wird. Jede erlegte Ratte eine AT&T-Aktie und jedes nicht vorhandene Kind eine Amazon-Aktie/Monat. Man muss sich schließlich Ziele setzen. Spässle gemacht.

  46. Mattoc

    Leider habe ich auch das Gefühl, dass die unzähligen Kurznachrichten auf Facebook und What`s App zum Beispiel, nicht gerade dafür sorgen, dass die heranwachsende Generation noch in der Lage ist, längere Texte zu verfassen, geschweige denn zu verstehen.

    Kann ich absolut bestätigen. Deshalb arbeiten die Unternehmen auch an „einfacheren Texten“ und die Schulen nicht daran, die Schüler „auf komplizierte Texte“ vorzubereiten. 🙂

  47. Ralf

    Zur Börsenentwicklung allgemein: In seinem jüngsten jährlichen Aktionärsbrief an die Berkshire-Investoren warnt der geschätzte Warren Buffett, dass Verluste von 50 % oder mehr nicht nur möglich, sondern in der Zukunft unvermeidlich sind. Einen gewissen Cashanteil für künftige Nachkauf-Gelegenheiten an der Börse zu sparen ist daher sicherlich nicht unklug.

     

  48. ZaVodou

    Mein Ansatz war damals als ich das Hamsterrad verlassen hatte ein anderer. Ich kannte die 4%-Regel gar nicht.
    Meine Überlegungen waren:
    Ich wusste wie hoch meine Ausgaben ungefähr waren. Diese Summe musste ich also netto durch meine Kapitaleinkünfte decken. Meinen Kapitalstock wollte ich nicht angreifen. Das ist mein Sicherheitspuffer.
    Ausgegangen bin ich damals von einer durchschnittliechen Dividendenrendite von 3,5 % auf mein Depot. Diese würde ich heute vielleicht eher auf 3,0 % oder 3,25 % zurücksetzen. Sicher ist sicher.
    Das Problem waren die Unbekannten Krankenkassenbeiträge und die zu zahlende Steuern auf meine Kapitaleinnahmen.
    Heute weiß ich, dass ich als Single Krankenkassenbeiträge von 17,8 % auf meine Kapitalerträge zu entrichten habe. Damals war es ein etwas kleinerer Prozentsatz. Für die Steuern hatte ich mir eine Steuertabelle besorgt und dann im Einsetzungsverfahren geschaut, wie hoch der Kapitalstock mindestens sein muss, damit ich dann netto auf meine Ausgaben kam.
    Ich hatte dann noch zusätzlich eine Sicherheitsmarge draufgepackt. Die Sicherheitsmarge war auch sinnvoll, da ich sehr viele US-Aktien im Depot hatte, was anfangs einen positiven Effekt hatte, weil der Euro gegenüber dem US-Dollar fiel, was meine Erträge in Euro anstiegen ließ. Als der Euro aber immer stärker zum US-Dollar stieg, hatte es den umgekehrten Effekt.

    Dieser Ansatz erfordert allerdings mehr Kapital als die 4%-Regel und auch mehr als die 3%-Regel, da die 3 % Entnahme noch keine Steuerabzüge enthält, aber ich finde das sicherer.

  49. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Oliver und ZaVadou

    In diese Richtung gehen auch meine Überlegungen. Kein Kapitalverzehr, leben von den Dividenden und freier Arbeit nach Wahl.

    Danke für eure Erfahrungsberichte.

    @ Mattoc

    Deinen langfristigen Optimismus finde ich erquickend. Die Zeit ist unser Freund.

    Schade nur, dass du solch einen kritischen Blick auf das Dividendeneinkommen wirfst. Leider ist mein Kommentar bezüglich der Dividenden aufgrund eines Tippfehlers beim Namen in der Warteschleife weiter oben untergetaucht. Gerade das Dividendenwachstum liefert über die Jahre sehr schöne Ergebnisse.

  50. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Frank und Frei

    Ich habe beim Telefon/Smartphone etwas übertrieben.

    Es ist schon teuer, aber nicht so üppig wie ich es dargestellt habe.

    Das schnelle Internet kostet mich etwa 65 Dollar im Monat mit Time Warner Cable.

    Das Smartphone ist eine Faltrate für ein unbegrenztes Datenpaket und großzügiges Minutenpaket. Leider kostet der Vertrag fast 100 Dollar im Monat bei Verizon. So das musst Du dann noch in Euro umrechnen. Dieser Verizon-Vertrag ist wirklich teuer. Da gibt es bestimmt etwas günstigeres. Ich mache nicht alles perfekt! (Beim Internetzugang kann ich zudem etwas günstigeres finden. Mal sehen…)

  51. Mattoc

    @Free

    Hattest du denn die Frage gelesen, auf die ich geantwortet habe?

    Die Frage lautete wie folgt:

    bezüglich der 4% entnahme Regel: bedeutet das, wenn man 4% dividendenausschüttung auf den Depotwert bekommt, dass man nichts weiter entnehmen dürfte oder kann man zusätzlich zu den Dividenden nich 4% vom Depotwert im Jahr entnehmen?

    Offensichtlich ist es also nicht allen Beteiligten so klar, wie dir. Und ich finde weder an der Frage noch an meiner klaren Antwort etwas Verwerfliches.

    Mit yoc kannst du mich übrigens jagen. Darauf würde ich mich niemals beziehen. Denn das ist wirklich die schwachsinnigste aller Kennzahlen. Das Divideneinkommen sehe ich übrigens gar nicht kritisch, es wird wegthesauriert und ist ein wichtiger Bestandteil der Gesamtperformance meiner „theoretischen ETF-Konstrukte“, um es mit deinen Worten zu beschreiben. 🙂

    Und ansonsten gebe ich das gerne zurück:
    Ich wünsche dir, wie generell jedem, viel Erfolg bei deiner individuellen Anlagestrategie.

     

     

  52. Mattoc

    @ZaVodou

    Das mit den Krankenversicherungsbeiträgen ist in Deutschland wirklich eine Herausforderung für eine „vorgezogene finanzielle Freiheit“. Wenn man privat versichert ist, können die Beiträge im Alter nach aktuellen Hochrechnungen meines „Versicherungsfachmanns“ bis zu 1000 Euro betragen, für die man vor Eintritt in die gesetzliche Rente keinerlei Zuschüsse erhält. Daher lohnt es sich immer einen kleinen Job weiterhin zu machen. Zumindest sehe ich aktuell keinen anderen Weg.

    Falls jemand dazu eine Idee hat, gerne.

  53. V

    Thorsten: es reicht Realist zu sein 😉

    Mattoc: Da es sich um ein disruptives Ereignis handeln wird, ist nicht abschätzbar, wie ein derartiges Ereignis vonstatten geht und was dann kommen wird.

  54. -M

    @ Mattoc

    Ich bin in dem Thema Krankenversicherung überhaupt nicht drinnen. Versteh ich das richtig: arbeite ich gar nicht mehr, muss ich damit rechnen bis zu 1000eur im Monat nur an krankenkassenbeiträgen zu zahlen bis zur gesetzlichen Rente? Und wenn ich einen Minijob habe dann muss ich gar keine Krankenkassenbeiträge zahlen da dies der AG übernimmt ? Ich spare quasi 1000€ Aufwendungen, bekomme sogar noch ca450€ Lohn dafür das man paar Stunden in der Woche was macht? Da würde ich mir auch lieber was kleines suchen

    -M

  55. Mattoc

    @-M

    So ist es leider nicht.

    Ich beziehe mich ausschließlich auf die private Krankenversicherung und auf meine Situation:

    Auf mein jetziges Alter bezogen, hat mir mein Versicherungsfachmann gesagt, dass der Beitrag bis zum Eintritt in die gesetzliche Rente auf bis zu 1000 Euro ansteigen kann. Der Arbeitgeber beteiligt sich an diesem Betrag so, als ob ich gesetzlich krankenversichert wäre. Der Unterschied ist nur, dass er diesen Betrag nicht an die gesetzliche Krankenkasse als Arbeitgeberanteil abführt, sondern mir netto überweist. Von meinem Konto zahle ich dann die PKV.

    Wenn man keinen Arbeitgeber mehr hat und dieser nicht durch den Staat mit 67 ersetzt wird, muss man den vollen PKV-Beitrag netto selbst bezahlen.

    Ein 450 Euro Job wird nicht dazu führen, dass sich der Arbeitgeber an der PKV beteiligt (soweit ich informiert bin), ich glaube man braucht mindestens einen Midijob, damit sich der Arbeitgeber beteiligt.

    Ich könnte mir also auch zwei 450 Euro Jobs suchen, um die PKV zu bezahlen, aber dann kann ich auch weiterarbeiten. 🙂

  56. Mattoc

    Hallo Tim,

    in deinem verlinkten Artikel steht die richtige Antwort, die auch schon bei Oli von frugalisten.de diskutiert wurde.

    „Die Möglichkeit zur studentischen Krankenversicherung endet mit der Vollendung des 37. Lebensjahres.“

    Wenn Oli wirklich mit 40 Jahren „in Rente“ gehen möchte, wird er dafür eine Lösung finden müssen, oder er muss 300.000 Euro alleine für die PKV haben, um sie bei monatlichen Kosten von 1000 Euro über die 4% Regel zu finanzieren. Mir ist nicht klar, wie das verträglich in Deutschland gemacht werden soll, insbesondere zwischen 55 und 67 Jahren.

     

  57. El Loco

    @ Mattoc: zu deiner Aussage

    „Noch als Ergänzung zu Fit und Gesund:

    Das mit den laufenden Dividendensteigerungen ist ein Trugschluss. Es kann natürlich sein, dass die Dividenden „bei soliden Unternehmen“ laufend gesteigert werden, aber wenn diese über 4% liegen, dann entnimmst du über die Dividenden eben auch mehr als 4% aus deinem Depot. Also wenn die Dividenden aufgrund der von dir angenommenen Steigerungen irgendwann 6% oder 8% betragen, dann entnimmst du genau diesen Prozentsatz. Um dann auf 4% Entnahme pro Jahr zu kommen, musst du die versteuerten Dividenden zum Teil wieder anlegen.“

    Diese Aussage zweifel ich an. Die Steigerung der Dividenden nivellieren über die Zeit. Bemessungsgrundlage für die Entnahme ist stets der aktuelle Kurs der Aktie und nicht der Einstandswert. Natürlich steigt in aller Regel die persönliche Dividendenrendite bezogen auf den Einstandswert (persönlichen Einkaufswert) wie „M“ richtig geschrieben hat. Aber die Dividendenrendite (Yield) in Bezug auf den jeweils aktuellen Kurs der Aktie gleicht sich bei soliden Dividendenzahlern an, weil in der Regel langfristig betrachtet der Aktienkurs nachzieht – wenn Dividendenerhöhungen durch den steigenden Gewinn gedeckt sind.

    Als Beispiel soll einfach mal Johnson&Johnson dienen:

    Dividende 2007: 1,62 Dollar Dividende ; Dividendenrendite zum damaligen Zeitpunkt 2,43%

    Dividende 2017: 3,32 Dollar Dividende  ; Dividendenrendite 2017  2,34%

    Hätte man sich 2007 mit soliden Johnson&Johnson Aktien eingedeckt, hätte man 2017 bezogen auf Einstandswert knappe 5% Dividende entnehmen (Steuer lasse ich aus Gründen Vereinfachung unberücksichtigt!). Bezogen auf den Kurs 2017 würde man natürlich nur 2,34% entnehmen und genau dieser Wert ist für die Entnahmeregel maßgebend. Mehrere Studien in den USA haben bewiesen, dass Unternehmen, die nachhaltig Dividenden ausschütten und diese kontinuierlich steigern, eine deutlich bessere LANGFRISTperformance erzielen, als solche die keine oder unregelmäßig Dividenden auszahlen. Investition in solide Dividendenaktien ist ein sehr lohnendes Geschäft!

     

     

     

     

  58. Mattoc

    @El Loco

    Alles, was du schreibst ist aus meiner Sicht richtig. Und nochmal deutlich: Ich widerspreche nicht!

    Es zählt immer nur die AKTUELL gezahlte Dividendenrendite.  Ein Bezug der aktuell gezahlten Dividende zu den Kaufkosten vor langer Zeit (yoc), macht keinen Sinn. Und ich bin froh, dass sämtliche hier immer wieder genannten Qualitäts- und Dividendenaktien in den großen Indizes enthalten sind und die durchschnittliche Marktperformance wesentlich beeinflussen. Davon profitiere ich auch mit thesaurierenden ETFs. Mir geht es auch nicht um „Dividenden“ oder „Nicht Dividenden“. Mir geht es um die Art und Weise, wie ich an der Gesamtperformance (Kurs+Dividende) beteiligt werde.

  59. Anna

    Hallo,

    Sind denn alle Finanziell Freien privatversichert?

    Es besteht doch auch die Möglichkeit sich freiwillig gesetzlich zu versichern.

    Diese Versicherungsbeträge sind überschaubar.

    Gruss

    Anna

     

  60. Mattoc

    @Anna

    Das stimmt.

    Wer gesetzlich krankenversichert ist, kann dann die vollen Beiträge der freiwilligen GKV selbst bezahlen und kommt dann aktuell besser weg als bei meinem Beispiel in der PKV. Allerdings zahle ich aktuell in der PKV auch „nur“ 400 Euro. Teuer wird die PKV erst mit zunehmendem Alter.

    Eine Möglichkeit wäre also, vor dem 55. Lebensjahr noch von der PKV in die GKV zu wechseln, beispielsweise, indem man in Teilzeit wechselt.

    Mit 67 ist man dann aber wieder schlechter gestellt als jemand, der „immer schon“ in der GKV war, da dann wieder Kapitalerträge usw. für die Berechnung des Beitrags herangezogen werden.

    Ich will auch nicht jammern, das lässt sich auch alles begründen. Ich wollte das Problem nur benennen.

     

  61. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Mattoc

    Du hast mich wohl falsch verstanden. Um deine Antwort an Leser -M bezüglich der 4%-Regel (darf ich etwas zusätzlich zur 4%-Dividende entnehmen?) ging es mir gar nicht.

    Wenn man der 4%-Regel folgen will, geht das nicht. Da hast du natürlich recht. Gut, dass du geantwortet hast.

    Allerdings gilt das auch wieder nur für die „allgemeinen Märkte“. Von BASF habe ich schon durchaus mehr als 4% Rendite erhalten, obwohl diese ganz solide aus den laufenden Gewinnen  bezahlt wurde.

    Hier wurde nicht an die Substanz gegangen. Der Kurs wurde nur irrational nach unten geprügelt. So ist die hohe Rendite zustande gekommen. Das juckt mich mit einem langfristigen Blick gar nicht.

    Nein, mir ging es um diese Aussage:

    Das mit den laufenden Dividendensteigerungen ist ein Trugschluss. Es kann natürlich sein, dass die Dividenden „bei soliden Unternehmen“ laufend gesteigert werden, aber wenn diese über 4% liegen, dann entnimmst du über die Dividenden eben auch mehr als 4% aus deinem Depot. Also wenn die Dividenden aufgrund der von dir angenommenen Steigerungen irgendwann 6% oder 8% betragen, dann entnimmst du genau diesen Prozentsatz. Um dann auf 4% Entnahme pro Jahr zu kommen, musst du die versteuerten Dividenden zum Teil wieder anlegen.“

    Wie ich sehe, ist mir El Loco zuvorgekommen und hat es gut erklärt. Danke dafür.

    Eine Dividendensteigerung bedeutet NICHT automatisch eine Steigerung der Dividendenrendite und damit Entnahme über 4% hinaus. Ich profitiere als Investor wunderbar von den stetig steigenden Dividenden OHNE, dass es hier um Kapitalverzehr ginge. Nur darauf wollte ich hinaus.

    Aber was soll´s . Alles nur Nuancen. Von den Dividenden profitieren wir alle. Ob nun ausgeschüttet oder nicht…..

     

  62. Mattoc

    @Free

    Wir sind uns einig. Ich habe mich in der Formulierung mit den prozentualen Dividendensteigerungen schlecht ausgedrückt. Natürlich kann die absolute Dividendenzahlung steigen, ohne dass die Dividendenrendite steigt. Das Beispiel von El Loco zeigt das gut.

     

  63. Mattoc

    @V

    Du hattest geschrieben, dass du immer mal wieder Gold kaufst (umschichtest) um dich auf „das Ereignis“ vorzubereiten. Hast du keine Sorge, dass Gold in der schweren Krise, die du kommen siehst, verboten wird? Ich meine sowas immer mal wieder von Goldgegnern als Argument gegen eine Investition in Gold gelesen zu haben. In meinem Depot ist aus ganz allgemeinen Erwägungen auch etwas Gold. Aber so richtig überzeugt bin ich davon nicht, da der Preis irgendwie willkürlich gefunden wird.

     

  64. Ruby

    @V

    Eigentlich sollten wir hoffen, daß die Creditexpansion noch nicht zu Ende ist und die ZBs sich irgendwie herausdrucken können. Es ist in diesem Zusammenhang sicher auch kein Zufall, daß Bargeld überall wo es nur geht madig gemacht wird. Von nominalen Negativzinsen für alle wäre ich im weiteren Verlauf und einer erneut heraufziehenden Krise keineswegs überrascht.

    Der langfristige Verlauf fallender Zinsen seit den 80ern sollte uns zu denken geben – denn das wird ja immer gerne als Indiz dafür angeführt, daß Aktienmärkte „langfristig“ immer steigen. Was wird aber wohl passieren wenn die Zinsen für die nächsten 20 Jahre anfangen zu steigen? Ich glaube kaum, daß dann alle ganz cool dasitzen und noch immer sagen, daß fallende Kurse doch so eine super Kaufgelegenheit sind.

    https://fred.stlouisfed.org/series/FEDFUNDS

    Nun – auch ich habe keine Glaskugel und ich halte Aktien zwecks Diversifikation durchaus für wichtig – aber alle Eier würde ich weder zu Ostern noch sonst in einen einzigen Korb legen.

     

  65. -M

    Darauf wollte ich hinaus, heute Mittag als ich meinte: „wenn man finanziell frei ist, erhöht sich der Cash Flow mehr oder weniger automatisch, durch dividendensteigerungen in absoluten Beträgen“ das sollte auch die Inflation sehr gut auffangen.

    Ab diesem Zeitpunkt muss man quasi kein Geld mehr in das Depot investieren. Unterstellt man, dass man erfolgreiche Unternehmen besitzt und nur die Dividenden entnimmt sollte das Depot auch weiterhin unter Schwankungen wachsen (natürlich sehr viel langsamer, da einiges an Substanz entnommen und nicht reinvestiert wird)

    Wurde ja von einigen nun gut erklärt hatte nur keine Zeit mehr da dann doch mehr los war auf der Arbeit 😉

    Grüsse

    -M

  66. Fit und Gesund

    @Mattoc,

    interessante Diskussion die hier läuft, versteh mich bloss nicht falsch, ich möchte nix kaputt reden und eine angeregte Diskussion verfolge ich noch so gerne,

    mir persönlich hilft es aber, auch daran zu denken dass es im Leben mal anders kommen kann, deswegen bin ich bestimmt nicht fatalistisch eingestellt, aber ich überlege schonmal

    „was ist das Schlimmste was mir passieren könnte“ so z.B ein Börsencrash um die 70-80% kurz vor dem Ziel (nein, ich glaube da im Moment nicht dran, keine Angst)

    müsste ich meine Katzen schlachten? müsste ich auf der Strasse leben? in die Kleiderkammer gehen? nein, ich würde jaulen, ganz bestimmt, aber ich könnte genauso weiterleben wie bis anhin, einfach müsste ich dann bis zur ganz regulären Rente arbeiten, sonst würde nix passieren.

    na klar kann mir der Mieter die Wohnung abfackeln und hat keine Versicherung, oder mein Gold wird konfisziert, oder die CH-er schmeissen mich raus, oder sie erhöhen die Steuern oder… oder …. oder…

    damit mach ich mich nun nicht verrückt, sonst würde ich nämlich gar nix sparen und mir einen schönen Tag machen solange ich kann. Mach ich aber nicht, gerade heute noch ein paar Pepsi gekauft, 3M und Microsoft heb ich mir mal auf, aber Ventas hätte ich schon auch gerne gehabt.

    @all

    echt super Diskussion hier, ein paar Sachen muss ich mir nochmal durchlesen, aber für heute ist Schluss, morgen 7.00 Zahnarzttermin.

     

    liebe Grüsse

     

     

  67. Mattoc

    @Fit und Gesund

    Bevor du deine Katzen schlachten musst, würdest du vermutlich lieber selber sterben. 😉 So schlimm wird es hoffentlich nicht werden. Gute Nacht!

  68. KievKiev

    @ June

    Herzlichen Glückwunsch zur letzten Rate. Jetzt geht es vermutlich richtig steil voran. Das Timing könnte ja ganz gut sein. Wird sich zeigen. Bei mir sind es noch knapp zwei Jahre bis der erste Kredit abgezahlt ist. Und der hat mit Abstand die höchste Rate. Wir haben uns ja mit der Finanzierung für Vermietung einen Cashflow erkauft, den wir erst einmal über einen längeren Zeitraum abzahlen mussten. Zumindest mussten wir die Verantwortung dafür übernehmen, dass sie abgezahlt wird. Jetzt ist das Thema durch und die Cash cow arbeitet nur noch für Dich.

    @ Oliver

    Ich finde Deine Gedanken sehr plausibel. Ich werde auch langsam die Freiheit Stück für Stück umsetzen. So kann man sich mehrmals über jede neu gewonnene Freiheit freuen. Außerdem gibt es Sicherheit und ein Gefühl wie sich die Ausgaben verändern werden und Zeit sich darauf vorzubereiten.

    Aber

    Ich möchte ja nicht als Pessimist, Crashprophet oder Markettimer ohne Strategie abgestempelt werden. Trotzdem bin ich überzeugt, dass man die Feste am besten feiert wie sie kommen. Ich kann nicht sagen wann ein Fest kommen wird und wann es endet. Aber ich kann wohl gut erkennen ob ich gerade auf einem Fest oder einer Trauerveranstaltung bin.

    Feste muss man nur etwas anders als das Umfeld feiern. Ich habe aktuell einen hohen Bonus für meine aktive Arbeit erhalten. Dieser resultiert hauptsächlich von der Marktentwicklung und die dadurch bedingte Kauflust der Firmen an den Produkten der Firma für die ich arbeite. Im Prinzip korreliert der Bonus mit dem Markt. Aber leider im nachhinein. Ich kann so die Entwicklung nicht prognostizieren 😉 Worauf ich hinaus will. Den Bonus habe ich zu 100% in Sondetilgungen gesteckt. Damit nehme ich heute alles was die gute Marktlage hergibt und muss schauen was ich in einem schlechten Umfeld zusammen bekomme. Wenn die Marktlage schlecht ist wäre es in der Tat optimal mehr Aufträge anzunehmen und alles direkt auf dem Aktienmarkt zu investieren. Die Frage ist, ob Du in dieser Zeit so viele Aufträge ausführen kannst wie Du gerne möchtest. In Party Stimmung der Unternehmen ist es meiner Meinung nach wesentlich einfacher ein Stück vom Kuchen ab zubekommen als in einem Umfeld der Angst und Unbeständigkeit. Man denke nur an Einstellungsstopps, Kurzarbeit usw. in der Finanzkrise.

    Warum habe ich das Geld in Sondertilgungen investiert? Ich konsolidiere meine Investments in der aktuellen Phase des Marktes. Ich erhoffe mir dadurch besser durch die nächste Krise zu kommen als andere, die in der aktuellen Lage zu den günstigen Krediten immer waghalsigere Finanzierungen oder Spekulationen durchführen. Kommt der Crash am Aktienmarkt und oder Immobilienmarkt bin ich gut aufgestellt für ein vermutlich sehr günstiges Investment. Das Konsolidieren erfordert „nur“ Geduld. Ich würde auch gerne die Party mitmachen und mehr Rendite machen. Ich möchte aber nicht einer der letzten auf den Zug aufspringen bevor die Party erst einmal für ein paar Jahre vorbei ist.

    Auf dieselbe Weise kannst Du auch Handwerker beauftragen, Urlaube verbringen usw. Wenn der Markt top ist, findest Du schwieriger Handwerker die auch kleine Aufträge annehmen. Richtige Schnäppchen wird es bei Reisen vermutlich auch nicht geben, da es nicht notwendig ist. Wenn man einfach als Beispiel verschiedene Reiseziele hat kann man je nach Marktlage diese in dem einen oder anderen Jahr durchführen.

    Ich finde folgendes Zitat von Warren Buffet in vielen Bereichen anwendbar: „Sei gierig, wenn die anderen Angst haben, und ängstlich, wenn sie gierig sind“

    Gedult zu haben ist dabei eine Herausforderung. Am Ende wird sie vermutlich belohnt.

    Kiev

  69. Thorsten Rohweder

    Ich bin seit 18 Jahren privat versichert und habe es bisher nicht bereut. Der Panikmache von hohen Beiträgen im Alter kann man entgegen halten, dass die GKV keine Altersrückstellung kennt und daher der Demografie vollkommen ausgesetzt ist. Politische Prügel auf die PKV sind die größere Gefahr. Die Beiträge steigen für alle, die Frage ist wie schnell. Die von mit gesparten Beiträge dürften eine hohe Summe ausmachen. Das Kapital ist investiert und nicht ausgegeben. Wer als Selbständiger mehr als 2 Kinder hat fährt mit der GKV jedoch vermutlich besser. Nur lässt sich so was schlecht planen.

    Und auch von mir die Bitte die Katzen in Ruhe zu lassen und Alternativen zu suchen 😉

  70. Mattoc

    @Thorsten

    Mit den gesparten Beiträgen in jungen Jahren und Altersrückstellungen in der PKV hast du Recht. Im Grunde genommen müsste jeder Privatversicherte die in jungen Jahren gesparte Differenz zu den Beiträgen der gesetzlichen Krankenkasse auf einem separaten Depot ansparen, damit das nicht mit dem Einkommen „verwischt“ wird.

  71. V

    Mattoc

    Ja ich schichte in Gold/Silber um. Weil ich in da einfach zu krass untergewichtet bin. Ich habe es in den letzten zwei/drei Monaten lediglich geschafft, wenn man das Gesamtvermögen der Familie betrachtet, in Gold von 0,9% auf 1,45% zu erhöhen.  Ziel sind 5%. Vielleicht auch 10%, wenn ich das Edelmetall nochmal sehr günstig bekommen würde. Die Chancen dazu werden aber immer geringer, denn Gold bastelt gerade an seinem Ausbruch nach oben. Die Widerstandszone ist 1350 bis 1380. Wenn es Gold da darüber schafft, dann gibt es mittelfristig neue Höchstkurse. Einen Ausbruch würde ich kaufen, da ich weiterhin zu untergewichtet bin.

    Jede Assetklasse hat ihre Risiken und Chancen in einer Krise mit potentiell disruptiven Maßnahmen durch die „Eliten“ und die Politik. Hier nur einige:

    Cash: Risiken: Währungsreform; z.B. 1949 waren plötzlich 90% vernichtet. Chancen: Bei Crashes in Assetbewertungen Nachkaufchance nutzbar

    Gold: Risiken: Goldverbot, Lagerung (Diebstahl) Chancen: kann man verstecken, siehe Risiken Cash

    Immobilien: Risiken: Lastenausgleich, siehe z.B. 1952. Chancen: bei Währungsreform ggfs. besser gestellt

    Aktien: Risiken: Insolvenzen und gegenseitige Ansteckungen einer Wirtschaftskrise, Chancen: bei Währungsreform ggfs. besser gestellt

    pauschal: Risiken: Vermögensabgabe auf alle Vermögenswerte

    Der Staat und die aktive oder passive Enteignung kann auf allen Ebenen zulangen. Daher ist das einzige, das hilft eine breite Diversifizierung.

    Wenn ich Goldfan wäre, der ich definitv weiterhin nicht bin, würde ich 30-100% anstreben.

    Aktuelle Vermögensverteilung Familie V:

    Aktien: 85.91%

    Immobilien: 15.34%

    Hypothek (Zinssatz 0,9x%): minus 4.45%

    Cash: 1.75%

    Gold/Silber: 1.45%

    Ruby

    Ja das Herausdrucken werden sie versuchen. Nur steigen dadurch die Zinsen und gerade das wird das bisher aufgebaute Kartenhaus höchstwahrscheinlich zum Einsturz bringen, da es zu viele Schuldner gibt, die sich höhere Zinsen nicht leisten können. Es ist also ein Dilemma aus dem es so oder so keinen schmerzfreien Ausweg gibt. Derzeitige Vermögen sind somit generell ein großes Stück Illusion und deswegen warne ich ja auch mit pauschalen Ansätzen (z.B. 4% Regel) sich rein auf sein Vermögen zu verlassen zur Alterssicherung.

    Finanzielle Unabhängigkeit mit Kündigung des Jobs (und meist „no way back“) rein auf den angesammelten Vermögenswerten ist eine gewisse Form der de-Diversifikation, da man sich alleine auf sein Vermögen verlässt. Und in Phasen der Disruption werden dabei einige auf die Nase fallen. Noch ist es ruhig, aber der Sturm zieht schon auf…

  72. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Niemand weiß, wann die nächste Börsenbaisse kommt, wie lange sie dauert und wie stark sie ausfällt, sprich wie weit es nach unten geht.

    Der beste Ratschlag für den langfristigen Vermögensaufbau ist daher, seine Anteile stur und stetig festzuhalten. Komplett, durch dick und dünn.

    Diese Erkenntnis ist nicht auf meinen Mist gewachsen, sondern den Ratschlägen der großen Meister entnommen. Phil Fisher, Warren Buffett, Peter Lynch, Jeremy Siegel, etc.

    Man entgeht der Gefahr, sich durch dumme Timinggeschichten das Portfolio zu zerschießen. Auch der MBA aus Havard, der millionenschwere Hedgefondsmanager stochert nur im Nebel. Niemand weiß, wie sich die Börse in den nächsten Jahren entwickelt.

    Zudem spart man sich Steuern und Gebühren, die langfristig immensen Einfluß auf die Rendite haben.

    Wenn ich Artikeln und Kommentaren die Begriffe könnte, würde, vielleicht entnehme, klingeln die Alarmglocken. Hier geht es um Spekulation.

    Das würde ich bleiben lassen und mich stur auf die Auswahl und den günstigen Erwerb von ausgezeichneten Aktien (oder ETF) konzentrieren. Solche Titel, die man eben auch in schweren Zeiten guten Gewissens halten kann 😉 .

    Ein weiterer Vorteil dieser Strategie: Das perfekte Timing.

    Wie? Ein Widerspruch? Nein, da ich immer investiert bleibe, bin ich perfekt positioniert, wenn die Baisse ihren Tiefpunkt erreicht. Während der Spekulant grübeln muss, wann er denn wieder einsteigt, bin ich exakt am Wendepunkt voll investiert und nehme den kompletten Aufschwung von Anfang an mit. Ein Renditeturbo.

    Und weil ich unabhängig vom aktuellen Börsenpreis meiner Aktien einen ständigen, Jahr um Jahr wachsenden Einkommensstrom über Dividenden erhalte und diesen ganz nach Wahl verwenden kann, bleibe ich dem Großen Rauschen ganz gelassen fern.

  73. V

    *Freelancer Sebastian*:

    Klar, es geht immer um subjektiv eingeschätzte Wahrscheinlichkeiten und wie sich jemand daraus positioniert (= Spekulation).

    Für mich ist die nächste Krise v.a. aus drei Gründen nicht mehr fern:

    * der aktuelle Bullenmarkt ist schon reif
    * der langlaufende Schuldenzyklus ist schon sehr lange
    * die Riesen-Krise zuvor wurde nicht gelöst, sondern um Faktoren verschlimmert.

    Mein Depot ist derzeit nicht besonders diversifiziert. Der Edelmetallanteil ist weit zu gering.

    Ansonsten bin ich klarer Verfechter der Übergewichtung von Aktien – wie man sieht. Und gleichzeitig der Untergewichtung von Cash.

    Cash ist wie gesagt auch unsicher. Eine Währungsreform kann das Cash plötzlich nahezu wertlos machen (vor Währungsreformen gibt es deswegen oftmals das Phänomen Kathastrophenhausse – wenn alle in Sachwerte fliehen). Dann ist nix mit billig nachkaufen….im Übrigen sehen wir eine latente Flucht in Sachwerte seit der Finanzkrise… dies könnte sich in der nächsten Krise beschleunigen – so meine Spekulation.

    Mit der Fehlgeburt und dem europapolitischen Spalter EUR haben wir zudem einen 1a Währungsreformkandidaten für die nächsten 10 Jahre….

  74. Thorsten

    Derzeitige Vermögen sind somit generell ein großes Stück Illusion und deswegen warne ich ja auch mit pauschalen Ansätzen (z.B. 4% Regel) sich rein auf sein Vermögen zu verlassen zur Alterssicherung.

    Deswegen : die ganzen Hochrechnungen aus der Vergangenheit können wertlos sein, weil man nicht weiß, ob und welche Krise wann kommt. Genausgut könnte man jetzt die nächste Währungskrise hochrechnen, Zeit wäre es bald. Wie lange hat die DM gehalten, bloß ein halbes Menschenleben. Dann passierte es  : Pizza in der Pizzeria 8 DEM, einen Tag später 8 EUR.  Glatt das Doppelte. Man kann nicht so tun, als ob das eine einfache Urechnung mit 1,9.. gewesen wäre. Danach sind die Preise enorm angestiegen, die Gehälter leider nicht. Gleichzeitig sage ich : wir haben nichts Besseres als die Extrapolation. Ich setze auf Diversifikation, aber Rentenpapiere und Cash verbrennen in der möglichen echten Krise evtl. als erstes und ich meine jetzt nicht eine Börsenkorrektur, sondern  ein globales Ereignis, das einer Weltwirtschaftkrsie gleich käme. Da gibt es : Seuchen, Kriege, global wirkende Naturkatastrophen  wie Supervulkanausbrüche. Alles was die Wirtschaft global stört. Ansonsten wandert das Kapital bloß wonders hin und dann verdienen wir eben dort Geld.

  75. Mattoc

    Ich habe zur Absicherung in meinem Tresor 10.000 Dollar, 1kg Gold und einen Revolver. Irgendwas davon werde ich in der Krise gebrauchen können. 😉

    Kleines Spässle.:-)

  76. Oliver

    Hier machen sich einige ständig Sorgen um extreme Crashs oder sonstige ernste Krisen. Nicht, das es ausgeschlossen wäre. Aber ich sehe es momentan nicht, dass wir in so etwas extremes reinstolpern werden. Sicherlich ist vor allem der amerikanische als auch die asiatischen Märkte stark angestiegen. Der deutsche Markt ist eher lethargisch. Wir haben eine kleine Korrektur von etwas über 10% nach unten bekommen und die Lage ist labil. So weit meine Einschätzung. Wenn sich die Abwärtsbewegung fortsetzt, wo ich durchaus Chancen dazu sehe, dann ist diese Entwicklung gesund. Das Thema ist: Wie sehen die Bewertungen der Firmen aus? Manche amerikanische Aktien sind definitiv sehr hoch bewertet, gerade auch die sehr begehrten. Aber es gibt im Gegenzug eine ganze Reihe von Werten, die vernünftig oder sogar gut bewertet sind.

    Die Frage, die man sich stellen muss: Ist es bei den Bewertungen momentan günstig, auf insgesamt höhere Indices zu setzen und diese mittels ETF zu kaufen? Als extremer Langfristanleger würde ich es bejahen, auch wenn das Risiko erhöht ist. Wie sieht es mit gut bewerteten Einzelwerten aus? Meiner Erfahrung nach gibt es immer Werte, die günstig zu haben sind. Bei höher bewerteten Märkten sind es tendentiell sehr viel weniger, aber es gibt sie. Bei niedrigen Märkten findet man sie leichter, da vieles günstig bewertet ist.

    Was ist, wenn so ein extremer Crash wie z.B. 2008/2009 kommt? Letztendlich ist eines der wichtigen Punkte, dass man nicht gezwungen ist zu verkaufen. Ein großer Crash dauert auch nicht einen Monat, sondern es kann durchaus ein paar Jahre so gehen, bis die Kurse vor dem Crash wieder erreicht werden. Aber bisher wurden die alten Kurse immer wieder erreicht, auch wenn es länger dauerte. Das ist die Gewissheit, die man hat. Die Leute neigen mehr zum Optimismus, von daher kommt irgendwann der Umschwung und die Marktteilnehmer fangen wieder an zu investieren. Ganz normale Zyklen also.

    Nur wie sollte man sich denn verhalten? Im Grunde hat man das Problem, dass man nicht weiß, wie weit es nach unten geht und vor allem wie lange. Kann man die Bodenbildung entdecken? Jetzt für diejenigen, die meinen, den Markt timen zu können: Meines Erachtens merkt man, wenn die Stimmung sich rapide dreht. Ist man finanziert, wird man die erste Stufe trotzdem nach unten mitnehmen. Einige werden dann vielleicht verkaufen. Und hier ist das erste Problem: Was ist, wenn es nur die eine Stufe nach unten war und es geht wieder nach oben? Dann ist viel Geld verbrannt worden durch Steuern und Neukauf auf höherem Kursniveau. Geht’s weiter nach unten, hat man alles richtig gemacht. Jetzt kommt die Frage der Bodenbildung: Erkenne ich sie? Ich persönlich habe das immer erst im nachhinein gesehen, aber es mag smartere Leute wie mich geben. Deshalb bleibe ich einfach investiert, auch wenn die Zahlen tiefrot werden.

    Wie verhalte ich mich mit Neuinvestitionen? Hier kann ich tatsächlich etwas timen, wenn ich mir das zutraue. Es ist nicht verboten, einfach das Kapital ein bisschen anzusammeln, wenn ich ein sehr schwaches Marktumfeld habe. Einfach zuschauen, wie die Kurse fallen, wenn gerade die Tendenz dazu da ist. Neuinvestitionen sollten in aller Ruhe getätigt werden, hier braucht man nichts zu überstürzen.

    Ich finde es aber auch legitim, wenn ich in einem schwachen Marktumfeld Werte sehe, die schon die Preise haben, für die ich sie gerne kaufen möchte. Was spricht dagegen, einen sehr guten Wert mit langer Dividendenhistorie bei einem KGV von 15 zu kaufen? Auch wenn er im Anschluss noch billiger wird, ist das schon ein guter Kauf. Auf jeden Fall besser, als wenn ich heute z.B. eine 3M für 220 $ mit einem KGV von 27 (Morningstar) kaufe, weil der Wert vor zwei Monaten bei knapp 260 $ war und ein vermeintliches Schnäppchen ist. Es kann sein, dass der Kurs tatsächlich auf die Zukunft bezogen sehr gut ist (wer weiß das schon). Aber Werte mit moderatem Wachstum  (2016 -> 2017 Umsatz + 5,1%, Operating Income +8,3% mit höherer durchschnittlichen Deckungsbeitrag) rechtfertigen solch hohe Preise nur bedingt.

    Hohe KGVs sind bei Werten mit hohem Umsatzwachstum und teilweise noch Druck auf dem Gewinn oder guten Gewinn tolerabel, weil da der Wert KGV wenig Aussagekraft hat. 3M wird sich sicherlich langfristig gut entwickeln, solange das Unternehmen es schafft, sein gutes Geschäftsmodell beizubehalten. Aber man muss sich immer vor Augen führen, dass hohe KGVs bei moderat wachsenden Unternehmen hohes Risiko ist.

    Ich bin der Überzeugung, dass man als langfristiger Investor, trotz der Crashs, die von Zeit zu Zeit erfolgen, sehr gute Ergebnisse erzielen kann. Der Erfolg liegt zum einen im Einkauf (versuchen, die Werte zu vernünftigen Preisen zu kaufen), um das Risiko zu minimieren. Dann die Zeit nutzen und reinvestieren, so lange es möglich ist. Möglichst wenig Aktivitäten und nichts timen. Möglichst keine Kursgewinne (ich weiß, da sind einige anderer Ansicht) realisieren, mit der Ausnahme, dass das Unternehmen kein funktionierendes Geschäftsmodell mehr hat. So etwas sofort verkaufen, auch wenn man im Minus ist.

    Kursgewinne realisieren: Habe ich früher auch gemacht. In 9 von 10 Fällen habe ich es immer bereut. Und das, obwohl ich einen Buchgewinn bekommen habe. Die guten Aktien sind aber mit schöner Regelmäßigkeit weiter gestiegen. Die Dividenden auch. Von daher habe ich es mir abgewöhnt, auch wenn es verlockend ist. Einfach nicht machen, es geht so viel Geld damit verloren.

    So, jetzt genieße ich das schlechte Wetter. Allen einen schönen Tag.

     

  77. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ V

    Es mag ja alles so kommen, wie du meinst. Aber wann? Vielleicht in acht Jahren. Bis dahin Aktienquote absenken, Cash/Gold erhöhen, mit Optionen absichern? Kostet alles Rendite.

    Es geht also gar nicht um deine Vermutungen (das kann so eintreten oder auch nicht), sondern um die Frage, was das für ein Portfolio aus ausgezeichneten Aktien bedeutet.

    Mit einer soliden, langfristigen Aktienstrategie, die ich unabhängig von makroökonomischen Spekulationen verfolge, fühle ich mich am wohlsten.

    Sicherlich fährst du mit deinen Biotech-Aktien einen wesentlich riskanteren, aber auch bisher ertragreicheren Kurs. Mir wäre das auch zu unsicher. Daher kann ich deine Bedenken nachvollziehen.

    Ein wunderbares Video von Jens Rabe zum Thema „Untergangsprognosen“:

    https://www.youtube.com/watch?v=C3jcRaWoVZ8

    @ Kiev

    „Sei gierig, wenn die anderen Angst haben, und ängstlich, wenn sie gierig sind“

    Dann sollten wir aktuell also gierig zuschlagen, oder?

    http://money.cnn.com/data/fear-and-greed/

    Wie weit die Börsen in den letzten Jahren auch gelaufen sein mögen, aktuell sehe ich Schnäppchen allerorten.

  78. steve

    @V ich glaube doch das es einen relativ schmerzlosen Ausweg gibt. Nämlich Abschreibung bei den Zentralbanken, ich glaube nicht, das die Allgemeinheit dabei das vertrauen in das Fiat Money System verlieren. Warum auch die lesen oder hören der Staat hat weniger Schulden wenn sie überhaupt was mitbekommen. Aber macht sich die Allgemeinheit deswegen sorgen? Kapiert das die Masse die ja auch Inflation und Zinseszins sowie multiple Geldschoepfung als Dinge die nichts mit dem täglichen leben zu tun haben einstuft? Ich seh kein Problem andere mögen welche finden, da frage ich ist es ein Problem wenn Zentralbanken Geld aus dem nichts schaffen? Genauso problematisch ist es, es dorthin zurück zu schicken. Anders ist tatsächlich Helikopter Geld da hat plötzlich jeder Geld ohne Arbeit von unbekannt in der Tasche, das ist auf jeden Fall gefährlich für das Vertrauen in Geld. Ich will hiermit keine Diskussion lostreten die wir schon Mal kurz angefangen hatten. Es ist eh egal was wir hier als Consensus rausbekommen, die Zentralbanken werden uns nicht fragen sie werden machen.

  79. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Oliver

    Toller Kommentar! Es lohnt sich immer jemandem zuzuhören, der mehrere Jahrzehnte auf dem Börsenbuckel hat.

  80. Daniel

    Hier machen sich einige ständig Sorgen um extreme Crashs oder sonstige ernste Krisen. Nicht, das es ausgeschlossen wäre. Aber ich sehe es momentan nicht, dass wir in so etwas extremes reinstolpern werden. Sicherlich ist vor allem der amerikanische als auch die asiatischen Märkte stark angestiegen. Der deutsche Markt ist eher lethargisch. Wir haben eine kleine Korrektur von etwas über 10% nach unten bekommen und die Lage ist labil. So weit meine Einschätzung. Wenn sich die Abwärtsbewegung fortsetzt, wo ich durchaus Chancen dazu sehe, dann ist diese Entwicklung gesund. Das Thema ist: Wie sehen die Bewertungen der Firmen aus? Manche amerikanische Aktien sind definitiv sehr hoch bewertet, gerade auch die sehr begehrten. Aber es gibt im Gegenzug eine ganze Reihe von Werten, die vernünftig oder sogar gut bewertet sind.

    Ich sehe das auch noch nicht. Zum Einen, weil ich den aktuellen Börsenmarkt noch für ziemlich gesund halte (erst kürzlich sind die Kurse wieder leicht abgesackt) und vor ein paar Wochen mit einer, zumindest sichtbaren, Korrektur. Von Euphorie wie am neuen Markt spüre ich ebenfalls nichts und wenn man mal aus der Brot-und-Butter-Blue-Chips Sparte rausgeht gibts auch noch viele Nebenwerte die nicht überbewertet sind.

    Die Frage, die man sich stellen muss: Ist es bei den Bewertungen momentan günstig, auf insgesamt höhere Indices zu setzen und diese mittels ETF zu kaufen? Als extremer Langfristanleger würde ich es bejahen, auch wenn das Risiko erhöht ist. Wie sieht es mit gut bewerteten Einzelwerten aus? Meiner Erfahrung nach gibt es immer Werte, die günstig zu haben sind. Bei höher bewerteten Märkten sind es tendentiell sehr viel weniger, aber es gibt sie. Bei niedrigen Märkten findet man sie leichter, da vieles günstig bewertet ist.

    Als Langfrist-Anleger gibt es nur die zwei Fragen: 1. Wann will ich an mein Geld ran? 2. Glaube ich, dass die Kurse zu dem Zeitpunkt höher stehen als jetzt. Kann Frage 2 mit Ja beantwortet werden gilt es mit allem, was die persönliche Asset-Allocation hergibt in den Markt zu investieren, völlig unabhängig vom Zeitpunkt.

    Möglichst keine Kursgewinne (ich weiß, da sind einige anderer Ansicht) realisieren, mit der Ausnahme, dass das Unternehmen kein funktionierendes Geschäftsmodell mehr hat. So etwas sofort verkaufen, auch wenn man im Minus ist.

    Absolute Zustimmung. Der Mensch ist da sehr subjektiv. Bei hohen Gewinnen steigt er zu früh aus weil er das Geld sichern will und er meint wenn es schon so lange gutging, muss es bald enden. Z.B. die Kursessteigerung von 2009 – 2013. Man hätte aber auch 5 Jahre länger drin bleiben können. Im Umgekehrten sind wir Ausdauerweltmeister „erholt sich schon noch“. Das ist inkonsequent. Siehe z.B. „Deutsche Bank“ Aktien.

    Du hattest geschrieben, dass du immer mal wieder Gold kaufst (umschichtest) um dich auf „das Ereignis“ vorzubereiten. Hast du keine Sorge, dass Gold in der schweren Krise, die du kommen siehst, verboten wird? Ich meine sowas immer mal wieder von Goldgegnern als Argument gegen eine Investition in Gold gelesen zu haben. In meinem Depot ist aus ganz allgemeinen Erwägungen auch etwas Gold. Aber so richtig überzeugt bin ich davon nicht, da der Preis irgendwie willkürlich gefunden wird.

    Ich finde immer, dass das Thema Edelmetalle zu krisenbehaftet gesehen wird. Auch in deinem Beispiel rennt man wieder in die Fänge der „Gold-Bugs“ bzw. das Szenario endet meist darin, dass kein Staat mehr vorhanden ist und man wieder mit Knüppeln und Bollerwagen in einem Mad-Max Szenario durch die Gegend läuft 🙂

    Meine persönliche Meinung: Verbietet mir der Staat Goldbesitz ist es mit der Rechtstaatlichkeit nicht mehr weit her und ich würde drauf pfeiffen. Entweder wäre das Gold dann versteckt oder außer Landes gebracht. Bei mir nehmen Gold und Silber (jeweils 50%) ca. 8% meines Gesamtdepots ein. Ich betrachte sie nicht als Krisenwährung o.Ä. sondern als ein Asset welches sich bislang ziemlich unabhängig von Aktienkursen bewegt hat. Keine oder gegenläufige Korrelation. Weiter aufstocken werde ich aber in absoluter Menge aber wohl vorerst nicht. Langristig sind eher 5% angestrebt, weitere 5% möchte ich zukünftig mit Anleihen aller Art von AAA bis EM High Yield abdecken.

     

  81. V

    Wie bereits schon mal gesagt, will ich Euer Weltbild nicht verändern – jeder investiert nach seinem subjektiven Bilde.

    Wenn Ralf nicht geflunkert hat, dann hat Buffet ebenfalls Verwerfungen in der von mir erwarteten Auswirkung auf dem Radar.

    Und mehrere Jahrzehnte Börsenerfahrung habe ich übrigens auch.

    Der Jungspund Jens Rabe wird auch noch seine Erfahrung machen. Er lebt  zudem davon, dass sich Leute für die Börse interessieren – wenn sie sich plötzlich alle abwenden ist sein Geschäftsmodell futsch.

    Im Übrigen bin ich kein Pessimist oder Crash-Prophet, sondern Realist. Wer mich in die Pessimisten-Ecke stecken will, ist falsch gewickelt.

  82. Mattoc

    @Free

    Ich finde deine Einschätzung sehr motivierend zur Langfristanlage.

    Ich bin ja kein Einzelaktionär und habe auch keine besondere Bindung an Unternehmen, an denen ich mich über ETFs beteilige. Bei dir ist das anders. Daher die Frage:

    Was verstehst du unter ”ausgezeichneten Aktien”? Meine ganz persönliche Sorge bei der Bewertung von Einzelunternehmen, an denen man sich ganz bewusst “für immer” beteiligen möchte, ist, dass Geschäftsmodelle heute funktionieren und auch weit und breit keine Gefahr gesehen wird, aber dann kommt irgendwann eine Erfindung, die diese “ausgezeichneten Unternehmen” angreift oder sogar zerstört. Woher nimmst du die Zuversicht, dass du hier eine Selektion betreibst, die diesen Prozess aushält? Nur weil Unternehmen bereits 100 Jahre existieren oder seit 50 Jahren Dividende zahlen, heißt das doch nicht, dass das Geschäftsmodell eines einzelnen Unternehmens in den nächsten 20 Jahren auch noch so ist. Nun kann man dem Problem mit Diversifikation entgegentreten und sagen, dass man dann eben möglichst viele dieser Unternehmen kauft. Einige davon werden sich sehr gut entwickeln, andere werden durchschnittlich performen, andere werden verschwinden. Wenn man nun immer weiter neue Unternehmen nachkauft, kann man diesen Prozess dynamisch am Leben halten, und er wird vermutlich für immer funktionieren, da man auch immer wieder Unternehmen erwischt, die Produkte haben, die in der jeweiligen Zeit extrem nachgefragt werden.

    Aber irgendwann kommt die Phase, in der du von Dividenden leben oder diese verbrauchen willst ohne neue Unternehmen nachzukaufen, oder? Hast du dann keine Sorge, dass Du irgendwann dein Depot nicht mehr zeitgemäß ist und du nur noch Ladenhüter im Depot hast?

    Ehrlich gesagt ist genau das ein  Bedenken, das ich bei Einzelaktionauswahl habe und weshalb ich auf Indizes setze, denn hier werden immer die jeweils relevanten Unternehmen enthalten sein, egal in welcher Lebensphase ich persönlich bin. Natürlich hat das auch bekannte Nachteile (laufende Kosten, Unternehmen, die man nicht haben möchte etc.)

    Vielleicht könntest du und gerne auch andere Einzelaktionäre mal darauf eingehen? Wie viele Werte beinhalten eure Depots, um zukunftssicher aufgestellt zu sein?

    Danke!

  83. ZaVodou

    @Anna

    Sind denn alle Finanziell Freien privatversichert?
    Es besteht doch auch die Möglichkeit sich freiwillig gesetzlich zu versichern.Diese Versicherungsbeträge sind überschaubar.

    Ich bin freiwillig gesetzlich krankenversichert. Ich kenne die Ausgangssituation von Mattoc nicht. Ich war bis zum Schluß fast 30 Jahre immer gesetzlich krankenversichert, dewegen war eine freiwillige gesetzliche Krankenversicherung möglich.

    Selbstständige, die privat versichert sind, haben eine andere Ausgangssituation.

  84. ZaVodou

    @Mattoc
    Wenn du dich mit ETFs wohler fühlst ist das doch vollkommen in Ordnung. Deine Zweifel bei den Dividendenaktien sind berechtigt.
    Du verkaufst halt immer einen Teil deines ETFs. Das funktioniert auch.

  85. Fit und Gesund

    @Mattoc,

    also ich glaube nicht dass „meine“ Unternehmen in den nächsten 25 Jahren vergreisen werden, die entwickeln sich doch auch weiter, passen ihre Produkte an die Bedürfnisse der Menschen an, klar, Kodak hat es nicht geschafft, aber wenn ich mir nun z.B meine

    Nestlé, Roche, Unilever, Pepsi, Henkel, Reckitt Benckiser etc anschaue, da hab ich einfach keine Angst drum,

    ich finde es völlig o.k wenn Jemand ETF’s bevorzugt, ausschüttend oder thesaurierend, man kann auch doppelgleisig fahren so wie ich,

    Du bist doch der Herr Deines Depots, ich finde Deine Strategie sehr gut, jeden Monat stur und stetig was dazukaufen, und gut ist es.

    *wobei, gar nix ist gut, verdammte Börse soll weiter runter gehen oder wenigstens bis Ende April warten bevor es wieder mal hochgeht, hab Alles verbraten, gibt viele Dividende im April und die Sparrate dann, ich will noch günstig shoppen gehen, also drückt die Daumen auf gute Preise

    🙂

     

     

     

  86. Gainde

    Der Blick auf die Dividende hilft auch in schwierigen Zeiten investiert zu bleiben. Persönlich schaue ich nur auf die Dividendenrendite meiner globalen ETF. D.h. ich kaufe nur nach, wenn sie mind. 2% beträgt. Wo der Markt steht und andere Überlegungen sind mir dabei völlig egal, da ich einen langen Investmenthorizont habe. Ein ETF reicht dabei völlig aus (MSCI ACWI, MSCI World).

  87. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Mattoc

    Zunächst möchte ich deutlich machen, dass auch ich die Anlage in ETFs völlig legitim finde. Tatsächlich investieren meine Frau und ich regelmäßig für unsere drei Kids in ETFs. Ein wunderbares Mittel, um mit geringen Summen eine hohe Diversifizierung zu gewährleisten und langfristig an der Börsenentwicklung zu partizipieren. Die Zeit ist der entscheidende Faktor.

    Wenn sie sich schlau anstellen und später weiter mit höheren Raten investieren, kann sich jeder ausrechnen, was da nach 70 Jahren herauskommt. Altersarmut? Sicher nicht.

    Auch Freunden, die sich der Börse nähern wollen, empfehle ich ETFs. Ganz entspannt den Vermögensaufbau bewerkstelligen. Klappt.

    Was das Thema „wunderbare, ausgezeichnete Unternehmen“ angeht, sprengt das hier den Rahmen. Das wäre etwas für ein paar Stunden beim Bier im Lokal 😉 .

    Nur so viel: Als ich begann zu investieren, gab es die ETF in der Form und der Popularität von heute gar nicht. Aktive Fonds waren aus den uns hier allen bekannten Gründen ein No-Go. So bin ich Einzelaktionär geworden. Mit vielen Anfängerfehlern zu Beginn (z.B. hin und her). Kennt sicherlich jeder.

    Kostolany folgend geht es mir weniger um Wirtschaftstheorie (wo sind die VWL-Millionäre der Börse?), als mehr um Psychologie, Philosophie und einen gesellschaftlichen Blick. Intelligentes Investieren ist wohl eher eine Kunst, als eine Wissenschaft. Hier geht jeder seinen eigenen Weg.

    Ein Beispiel: Adidas und Nike haben über Jahrzehnte eine starke Marke aufgebaut. Ich sehe hier ein Oligopol mit Burggraben.

    Es gibt Studien, nach denen (Freizeit-)Sportler nicht nur glauben, sie würden mit den Schuhen und Shirts bessere Leistungen erbringen. Sie tun es tatsächlich. Auch wenn man die Logos auf Billigshirts druckt, verändert das die Herangehensweise und Ergebnisse der Protagonisten. Phänomenal. Das ist Psychologie.

    Natürlich schaue ich auch, dass Umsätze, Gewinne und Dividenden über die Jahre zunehmen. Oder die Kapitalrenditen und die Verschuldung „gut aussehen“. Aber da fahre ich keine stringente Linie. Wäre vielleicht besser, aber das ist nicht mein Ding.

    Ich bilde mir auch nicht ein, damit der fantastische Anleger zu sein. Eigentlich alles ganz simpel. Mir wurde aber über die Jahre klar, dass die Wall-Street-Boys auch nicht schlauer sind als ich. Harvard und Rechenkraft ändern daran nichts. Nein, als Gefangene des Herdentriebs (Teuer kaufen, billig verkaufen) sind sie uns Privatanlegern sogar unterlegen.

    Die Gefahr des Scheiterns nach Jahrzehnten? Disruptive Innovationen?

    Ja, das kann passieren. Aber du hast selbst schon sehr gute Antworten für dieses Problem gegeben. Fit und Gesund ebenso.

    Ich wüsste nicht, was die nächsten Jahrzehnte gegen Zahnpasta, Kondome, Hustensaft, Getränke, Sportschuhe, Unterhaltungsfilme und den Onlineeinkauf spricht.

    Und wenn mir ein Geschäftsmodell in zwanzig Jahren doch nicht mehr zusagt, dann verkaufe ich eben. Allerdings mit dem Hintergedanken, dass man dabei in der Regel nur Fehler macht.

    Es gibt da einen Fonds, der vor ca. 80 Jahren in einige Titel investiert hat. Danach wurden NIE MEHR Änderungen vorgenommen. Die Performance ist gigantisch. Durch Übernahmen und Spin-Offs hat sich eine ganz neue Struktur gebildet, die sich sozusagen an die neue Zeit angepasst hat. Leider finde ich den Artikel beim Dividend Growth Investor nicht mehr.

    Und die absolute Freiheit, nur von den Aktien zu leben, strebe ich gar nicht an. Ich will unabhängig von Erwerbsarbeit werden. Geld verdienen werde ich weiter. Es wird wohl so viel Freude wie nie zuvor machen.

    Das heißt, ich werde sicher investieren bis ich ins Grab steige….

    Zur Zeit befinden sich ca. 30 Titel in meinem Depot. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Rebalancing (anders vielleicht als bei der passiven Anlage) kontraproduktiv ist. Die Gewinner läßt man laufen, damit sie ihre Stärke über Jahrzehnte ausspielen können.

    Auf meiner Watchlist befinden sich noch über 50 Titel, so dass ich mich sehr sicher fühle, was die Diversifizierung anbelangt.

    Auch hier gibt es Studien, dass der Diversifizierungeffekt ab 15 Titeln (Blue-Chips, Länder- und Branchenstreuung) rapide abnimmt. Ich brauche also nicht unbedingt 1600 Titel für diese Sicherheit.

    Die verschiedenen Wege des Vermögensaufbaus über Aktien haben alle ihre Berechtigung. Jeder geht seinen Weg. Wer sich an ein paar Regeln hält und geduldig und regelmäßig investiert, ist auf einem sehr guten Weg, ob nun mit Einzeltiteln oder ETF.

    Eine konfliktbehaftete Debatte zwischen der Anlage in Einzeltitel oder ETF finde ich kontraproduktiv. In der Regel kommt aber –  diese Spitze kann ich mir nicht verkneifen – aus dem Lager der passiven Anleger der Vorwurf, wir „aktiven“ Anleger wären Traumtänzer, die vergeblich den Markt schlagen wollen. Dem ist nicht so.

  88. Mattoc

    @Gainde

    Ernsthaft?

    Du kaufst einen MSCI ACWI ETF wegen der Dividende?

    Es gibt keinen ausschüttenden ETF auf diesen Index.

  89. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ V

    Der „Jungspund“ Jens Rabe ist seit über 20 Jahren dabei. Wie du seinem Beitrag entnehmen kannst, kritisiert er gerade die Leute, die durch ihr permanentes Panikgequatsche (was sich desaströs auf die Anlageergebnisse der „Jünger“ auswirkt) nur vom Großen Rauschen an der Börse leben.

    Er hat dagegen viele schlaue Sachen zur intelligenten Langfristanlage an der Börse zu sagen. Zuhören lohnt sich.

    Jede geschichtliche Phase hat ihre Probleme. Panik, Angst und Untergangsstimmung gehörte immer dazu. Dennoch hat der besonnene Langfristanleger immer gut daran getan, seine Titel einfach zu halten. Dabei bleibt es.

  90. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Mattoc

    Einverstanden. 🙂

    @ Fit und Gesund

    Du sagst es. Wollen wir hoffen, dass die Kurse zur Dividendensaison schön tief stehen. Wir möchten schließlich günstig reinvestieren. 🙂

  91. Thorsten Rohweder

    O.k. dann lass ich die Kurse mal fallen, damit wir billig einkaufen können. Wie ? Auch nicht recht ? Zu spät, Warp 4 zum Betaquadranten wurde eingeleitet.

  92. Claus

    Wir Menschen machen uns viel zu viele Sorgen und das lebenslang. Doch 98% der Horrorszenarien treffen glücklicherweise niemals ein. Daher „verschenken“ wir viele Chancen, weil wir schlicht und einfach Angst haben, dass etwas schiefgeht.

    Das soll nun nicht heissen, dass man blind irgendwelche Aktien, ETFs, Edelmetalle, Kunstobjekte oder sonstwas kaufen soll.

    Es ist immer gut, sich Gedanken zu machen und einen Plan zu haben. Die meisten Börsenakteure agieren jedoch ohne jeden Plan und scheitern deswegen. Sie kaufen bei hohen Kursen, weil sie sich dann wohl fühlen und ja alle kaufen. Sie geraten in Panik, wenn es abwärts geht und verkaufen mit der Masse zu Tiefstkursen. Wenn sie einige Jahre später alles verkraftet haben, beginnt das Spiel meist von vorne.

    Ich glaube auch nicht, dass hier alle „hartgesotten“ sind. Im Bullenmarkt spricht es sich leicht, sich fallende Kurse zu wünschen, um endlich zu besseren Kursen kaufen zu können. Doch alle wissen (ich auch), wie schwer es ist, tatsächlich zu kaufen, wenn alle in Panik verkaufen. Dabei meine ich nicht die Situation letzte Woche, denn bisher ist eigentlich noch überhaupt nichts passiert. Echte „Schnäppchen“ ergeben sich erst, wenn die Kurse wirklich tief gefallen sind (nach vielen Monaten, ggfl. auch einigen Jahren! -30, -40, -50, -60, -70%…) und die Kurse rein gar nichts mehr mit der realen geschäftlichen Situation zu tun haben.

    Was wir momentan sehen ist m.E. eine normale und längst überfällige Korrektur im noch immer bestehenden aber reifen Bullenmarkt, s. USA gestern. Doch man sollte vorsichtiger werden, die Großinvestoren sind inzwischen zu Verkäufen bereit. Kostolany würde wohl sagen „Die Papiere wechseln langsam von den Hartgesottenen in zittrige Hände“.

    Die Angst ist ein schlechter Berater. „Fit und gesund“ hat es oben gut beschrieben: Man sollte überlegen, was einem im allerschlimmsten Fall passieren kann. Meist ändert sich am „normalen Leben“ gar nichts, auch wenns mal kracht.

    Inzwischen bin ich davon überzeugt, dass die Börsenpsychologie wesentlich wichtiger ist, als fundamentale Kennzahlen. Wenn man sich eine Watch-List mit 50-100 großartigen finanzstarken, möglichst konjunkturresistenten und erfolgreichen Weltkonzernen anlegt (viel mehr gibt es gar nicht auf der Welt…), kann man in Krisenzeiten relativ bedenkenlos zukaufen, wenn man langfristig orientiert ist. Man handelt so emotionslos, da man seine „Hausaufgaben“ bereits vorher erledigt hat. Dividendenjäger könnten z.B. einsteigen oder aufstocken, wenn die Dividende nach Steuern >=3% ist. Ausschüttungsquote, Dividendensteigerungsquote und Zukunftsaussichten sollten natürlich passen. Das sollte aber gegeben sein, weil das Unternehmen ansonsten nichts in der Watch-List zu suchen hätte. Beachtet man noch die Positionsgrößen kann nicht mehr viel schief gehen. Stets etwas Cash zu halten schadet nicht. Mir selbst fällt es schwer, viel Cash zu halten. Am liebsten bin ich voll investiert und schichte etwas um, wenn sich eine aussergewöhliche Situation ergibt (wie Peter Lynch). Klingt alles einfach, ist es aber nicht.

     

  93. Thorsten Rohweder

    3% ist genau meine Grenze, da habe ich früher verkauft, wenn es drunter ging. Ging oft gut, oft auch nicht. Die Bank hat immer an Gebühren verdient.

    Wenn es kracht in die Natur gehen und abschalten.

  94. Felix

    Viel Nostradamus hier in den Kommentaren.

    Ja, die Welt geht unter! In 4 Milliarden Jahren, dann ist die Sonne ausgebrannt. Muss sich hier keine Sorgen drum machen.

  95. David

    @Claus:

    Ich denke auch, dass hier nicht alle „hartgesotten“ sind. Ob ich es bin (habe bisher ausschliesslich den Bullenmarkt erlebt) wird sich noch zeigen.

    Nachfolgend noch eine sehr passende Passage aus dem Buch „Warren Buffett – Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie.“ von Robert G. Hagstrom (die Lektüre kann ich übrigens jedem empfehlen):

    “… Die Entwickling einer Anlegerhaltung ist laut Graham eine Frage, ob man sowohl finanziell als auch psychologisch auf das unvermeidliche Auf und Ab des Marktes vorbereitet ist – dass man nicht nur intellektuell weiss, dass es Abschwünge geben wird, sondern auch das nötige emotionale Rüstzeug hat, um angemessen zu reagieren, wenn es dazu kommt. Nach Grahams Ansicht ist die richtige Reaktion eines Anlegers auf einen Abschwung genau die gleiche wie die eines Unternehmensbesitzers, wenn ihm ein uninteressanter Preis geboten wird: ignorieren. „Der wahre Anleger“, so Graham, „ist so gut wie nie gezwungen seine Aktien zu verkaufen, und zu allen anderen Zeitpunkten steht es ihm frei, die aktuelle Kursnotierung zu ignorieren.“

    Graham stellt auf die allegorische Figur „Mr. Market“ ab und ich muss gestehen, dass mir dieses Beispiel die „Angst“ (wobei „Unsicherheit“ wahrscheinlich das passendere Wort wäre) an Aktieninvestments genommen hat…

    Übrigens hat auch Buffett – soweit ich mich recht erinnere – einmal betont, dass die Psychologie die wichstigste Eigenschaft eines guten Investors sei. Insofern stimme ich Claus bzgl. diesem Punkt voll und ganz zu.

  96. Andreas

    @Mattoc

    Bzgl. der Frage zu Einzelaktien. Mir geht es wie anderen hier. Bei Konzernen wie Nestlé, Unilever, Novartis, L’Oreal und Co. mache ich mir nicht wirklich Sorgen um das Geschäftsmodell. Diese und andere Konzerne müssten schon viel falsch machen, um von der Bildfläche zu verschwinden. Vielmehr geben diese ja den Ton an, entwickeln sich ständig weiter, sind in sich schon diversifiziert. Und Konsum sowie Gesundheitsartikel werden eben immer gebraucht.

    Mehr Gedanken würde ich mir z.B. bei Firmen im Technologiebereich machen, erst recht, wenn das Unternehmen nur von ein, zwei Produkten abhängt. Wenn man dann mal einen Trend verpasst, z.B. Nokia, kann es schnell eng werden. Zudem weiß man im Technologiebereich nie so genau, was das nächste große Ding sein könnte, dass alte Gewohnheiten und Geschäftsmodelle komplett umkrempelt. Aber sowas passiert ja auch nicht über Nacht, insofern muss man das einfach im Blick haben und im Zweifel verkaufen, wenn man in solchen Branchen investiert ist.

    Insgesamt habe ich derzeit 15 Einzelaktien, das werde ich noch weiter ausbauen. Derzeit bin ich mir etwas unsicher mit Neuinvestitionen, aber da hat Oliver recht. BASF oder Johnson&Johnson hätte ich beispielsweise gerne noch, die bekommt man derzeit eigentlich für einen ganz guten Preis. Warum also nicht mit einer ersten Position reingehen. Wenn es noch weiter nach unten geht ok, dann kann ich weiter aufstocken. Wenn nicht, dann hab ich schon mal eine erste Position im Depot. Zumal mein Cash-Anteil wegen der zögerlichen Haltung zuletzt eh hoch genug bzw. fast zu hoch ist. Also hab ich gerade eben entschlossen diese Woche noch zuzuschlagen:)  Zumal jetzt eh die Dividendensaison kommt, dazu Urlaubsgeld im Mai und ich mit 34 Jahren einen noch sehr langen Anlagehorizont habe. Also worauf warten, investieren in Qualität.

    Und da suche ich mir, um den Kreis zu schließen, lieber die Einzelunternehmen aus, von denen ich überzeugt bin. Ich wälze da auch nicht in aller Breite Geschäftsberichte. Klar, ich schaue schon auf bestimmte Zahlen, aber höre auch auf mein Bauchgefühl und den Blick nach vorne. Wenn ich da überzeugt bin, dass dieses Unternehmen in der Zukunft, in den nächsten Jahrzehnten eine gute Entwicklung nehmen wird und gebraucht wird, was es tut, dann passt es für mich.

  97. Dirk Neust

    Sehr schön. Endlich mal ein Artikel der nicht von Großverdienern handelt, die glauben eine Sparquote von über 60% wäre eine Meisterleistung wenn man über 50k an Einnahmen pro Jahr  hat.

    Anhand deiner Kostenliste verdeutlichst du auch, dass du gar nicht so sparsam lebst wie du gern tust. Ich komme mit wesentlich weniger aus und viele Leute die ich kenne auch. Dein Lebensstil wäre bei ihrem Gehalt auch gar nicht möglich. Was hast du für einen teuren Internet/Telefonvertrag? Und deine Reisekosten sind als Single ja extrem. Von Netflix kaufe ich lieber die Aktie, als mich von der Gülle berieseln zu lassen.

    Von den 400k Depotwert bin ich aber noch weit entfernt und werde das bis zur Rente auch nicht erreichen. Ich bin etwa in deinem Alter und habe etwa mit 20 angefangen in Aktien zu investieren. Bin allerdings wegen meines Studiums erst spät ins Arbeitsleben eingestiegen. Ich gehöre zu den sogenannten Fachkräften (Ingenieur), die dank „Fachkräftemangel“ nie die das Glück hatten eine der Qualifikation entsprechenden Stelle zu finden.

  98. June

    Guten Abend,

    @Kiev und Ex-Studentin,

    danke für eure Glückwünsche. Sondertilgungen finde ich super wichtig. Ich sammle wie ein Eichhörnchen einen Teil meines Cashflows und tilge damit immer wieder anstehende Kredite. Aber der nächste größere Kredit wird erst in 4 Jahren fertig sein. Bis dahin kann ich aber 2 kleinere sondertilgen. Den nächsten sicher noch in diesem Jahr. Bei dem größeren Kredit konnte ich leider keine Sondertilgung vereinbaren. Dafür ist er aber gigantisch günstig gewesen.

    @allgemeine Konjunktur,

    wir wissen nicht wohin unsere Wirtschaft steuert, langfristig wird es sicher irgendwann wieder mal bergab gehen. Der gute bis sehr gute Konsumindex, spricht aber wohl gegen eine kurzfristige schlechte Entwicklung, dass ist zumindest meine Meinung. Die Zinsen werden irgendwann wieder steigen, dass kann dann mittelfristig für unsere Wirtschaft zum Problem werden. Aber dann schnallen die Häuschenbauer ihren Gürtel enger, nur für die diejenigen, die ihre Kredite zu sehr auf Kante genäht haben kann es kritisch werden. Aber das haben wir heute auch immer mal wieder. Zwangsversteigerungen gibt es auch aktuell.

    @finanzielle Bildung

    Ich habe unbewusst und völlig zufällig einen jungen Kollegen von ETF’s überzeugt. Wir sind über die Steuerklärung zu Altersvorsorge gekommen. Und ich habe ihm von der Möglichkeit der ETF Sparplänen und so berichtet und die letzen 2-3 Wochen hat er immer mal wieder nachgefragt wie das geht und was man beachten sollte und wo man was nachlesen kann. Dann heute hat er mir ganz stolz seine Depoteröffnung gezeigt. Er wird mit 50 € anfangen und sich ganz langsam mit der Materie vertraut machen. Ich hab ihm dann gesagt, dass die Kurse wenn er jetzt anfängt am Anfang sicher runtergehen werden, ihm aber nichts besseres passieren kann. Na ja, er hat etwas die Nase verzogen. Ich habe ihn dann gefragt, was er denn mit 600 € wirklich anfängt. Klar kann man es ausgeben, aber die Chancen in 50 Jahren sind bei einem vielfachen. Soll er mal anfangen, wenn er nicht dabei bleibt, dann wird er von dem eventuellen kleinen Verlust auch nicht wirklich arm. Ich habe ihn vorsichtshalber darauf hingewiesen, dass er sich den ETF selbst aussuchen muss, und das ich jegliche Verantwortung bei Verlusten ablehne.

    Take care,

    June

     

     

  99. June

    @Dirk,

    du weist, dass Tim in New York lebt? Man kann die Preise dort nicht mit unseren hier in Deutschland vergleichen. Für den Big Apple sind seine Wohnkosten warm von 1500 € geradezu gigantisch günstig, dort kosten Einraumappartments in den Ausenbezirken ein Vielfaches seiner Ausgaben. Lebensmittel, Telefon, Restaurantbesuche sind viel teurer als bei uns. Dafür kostet Benzin und teilweise auch Kleidung viel weniger als hier.

    Da ich auch einige amerikanische Blogs lese kann ich die Preise ganz gut einordnen.

    Da Tim’s Familie in Deutschland wohnt sind auch die Reiskosten höher. Relativ gesehen für die USA lebt Tim sparsam.

    Allerdings, wenn ich deinen Text jetzt nochmal lese, dann interessiert dich das vielleicht gar nicht. Eventuell gehörst du zu den Schreibern die einfach nur mal eine Handvoll Sand hier ins Getriebe streuen wollen. Denn studiert haben hier viele, einige sind im mittleren Alter und nicht jeder hier verdient sehr gut. Aber die wenigsten jammern.

    Sollte ich mich irren, dann entschuldige ich mich.

    Take care,

    June

  100. David

    @June:

    Was die finanzielle Bildung betrifft, so staune ich immer wieder ab der fehlenden Bildung. Ich bekomme dann immer ein „klar verstehst du etwas von Finanzen, du arbeitest ja auch auf einer Bank“ zu hören, schlussendlich muss ich aber eingestehen, dass wir Banker die schlechtesten Berater überhaupt haben und uns privat somit gar nicht gedient ist. Vielmehr musste ich mir ein Vielfaches der Themen selbst aneignen (schliesslich hängt das bestehende Know-How ja auch davon ab, in welcher Abteilung man arbeitet). Was ich damit eigentlich sagen möchte: Wenn sich jemand wirklich für Finanzen interessiert, dann findet er genug Lesestoff, um sich auch selber schlau zu machen. Okay, vielleicht ist diese Betrachtungsweise nicht ganz fair, zumal es im Internet „Ratgeber“ gibt wie Sand am Meer und man am Anfang vielleicht nicht gut genug beurteilen kann, wie seriös eine Seite / ein Blog ist.

    Ich finde es aber positiv, dass sich dein Kollege für Finanzen zu interessieren scheint und du einen positiven Einfluss auf ihn nehmen konntest (ob nun bewusst oder unbewusst). 🙂 Wenn er aber denkt, dass die Kurse nur rauf gehen können, dann hat er sich noch nicht gut genug mit der ganzen Thematik auseinandergesetzt… 😉

  101. Dirk Neust

    Allerdings, wenn ich deinen Text jetzt nochmal lese, dann interessiert dich das vielleicht gar nicht. Eventuell gehörst du zu den Schreibern die einfach nur mal eine Handvoll Sand hier ins Getriebe streuen wollen. Denn studiert haben hier viele, einige sind im mittleren Alter und nicht jeder hier verdient sehr gut. Aber die wenigsten jammern.

    Sollte ich mich irren, dann entschuldige ich mich.

     

    Eventuell gehörst du zu den Leuten, die gern stänkern und provozieren. Jedenfalls fand ich dein Text ziemlich verletzend und nicht angemessen.

    Sollte ich mich irren, dann entschuldige ich mich. Es ist mir auch klar, dass NY ziemlich teuer ist. Aber erstens unterstreicht ja gerade das meine Aussage und zweitens sind diese Ausgaben für jemanden, der von sich behauptet minimalistisch zu leben auch für NY sehr hoch. Zu deinen anderen Aussagen sage ich jetzt mal nichts denn die zeigen nur dass du von der Arbeitsmarktsituation in Deutschland nicht viel Ahnung hast.

  102. Thorsten Rohweder

    @ June,

    einverstanden bis auf Restaurantbesuche. Ich habe fast ein Jahr in Kalifornien gelebt, Restaurantvesuche waren sehr erschwinglich. Riesenportionen für einen Bruchteil des Deutschen Preises. Man hat eigentlich nicht selbst kochen müssen, insbesondere wenn man alleine war. Frische Lebensmittel, insbesondere Obst und Gemüse waren deutlich teurer als bei uns, sodass sich das sogar rechnete.  Es gab Garküchen indisch, asiatisch alles mögliche, da konnte man sich für 4 Dollar sattessen. Das war allerdings vor über 20 Jahren.

  103. Pametan

    GE, Deutsche Bank und H&M liefern sich gerade einen Wettlauf darum, wer zuerst einstellig wird. Ich tippe mal auf GE.

  104. June

    @Dirk,

    ich will hier niemanden verletzen. Und wenn man bedenkt, dass ich den Verdacht habe, hier gerade an der Nase herumgeführt zu werden, bin ich noch erstaunlich nett.

    Wie Mattoc habe ich den Eindruck, dass du die Vertretung von Ralf bist.

    Folgende Aussage von dir deutet sark darauf hin:

    Ich bin etwa in deinem Alter und habe etwa mit 20 angefangen in Aktien zu investieren. Bin allerdings wegen meines Studiums erst spät ins Arbeitsleben eingestiegen. Ich gehöre zu den sogenannten Fachkräften (Ingenieur), die dank „Fachkräftemangel“ nie die das Glück hatten eine der Qualifikation entsprechenden Stelle zu finden.

    Du musst wissen, es gibt unter jedem Dach ein Ach. Ich trage mein Päckchen, und viel anderen hier auch. Aber kaum jemand macht sein Studium, sein Alter, oder seinen Beruf dafür verantwortlich. Dein Aussage klingt nach, “ Schuld an meiner Miesere sind immer nur die anderen“. Und diese Schuldzuweisungen und das es keinen Fachkräftemangel gibt ist Ralfs Lieblingsthema.

    Lasse es gut sein. Und bedenke, solltest du wirklich Ralf sein, ich war diejenige die hier meist Verständnis für dich hatte.

    Und sollte ich falsch liegen, tut es mir leid, dass ich so hart war.

    @ David,

    der Kollege ist sehr intelligent, aber noch sehr jung. Im Studium. Und ehr von der vorsichtigen Sorte. Keine Vorbilder in der Verwandtschaft, wo er sich in der Sache Unterstützung holen könnte. Die Eltern haben die üblichen Anlageprodukte, Versicherungen, Häuschen, Tagesgeldkonto.

    Aktien stehen auf der gleichen Stufe wie Lottospielen oder Spielbank. In jedem Fall ist das Geld weg. Daher finde ich den Schritt sehr mutig und natürlich ist er emotional noch nicht soweit. Da muss er erst Erfahrung sammeln. Ich habe ihn jedenfalls geimpft, dass er das Geld am besten für die nächsten 45 Jahre nicht anfasst.

    Meinen ersten Fond habe ich mit 19 Jahren gekauft und kann mich noch genau erinnern, wie ich monatlich die Zahlen verglichen und die Luft angehalten habe, wenn die Auszüge von der Bank gekommen sind. Zwischendrin habe ich dann immer mal auf den Videotext geschaut. Ich kann mich also gut ins die Situation des Kollegen hineinversetzen. Phuuuu… langsam werde ich alt. Zum Glück fühle ich mich noch nicht so.

    @Thorsten,

    mein Chef war letztes Jahr in New York und hat schwer gejammert, dass das Essen so teuer gewesen sei. Er ist ein sehr bodenständigere Typ. Und meinte egal ob, Restaurant oder Supermarkt, Essen sei teuer.

    Take care,

    June

  105. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Dirk Neust

    Ich wollte die Leser motivieren.

    Meine Ausgaben sind locker durch mein Depot gedeckt. Ich bin frei.

    Eigentlich hätte ich eine dicke Gratulation dafür verdient. In der heutigen Konsumgesellschaft das zu erreichen ist nicht leicht.

  106. Fit und Gesund

    @Pametan,

    schau mal hier….. ich hab meine H&M am 22.12.17 verkauft, mit schönem Verlust,  🙂    bei 8Euro steig ich wieder ein…..hm… eher nicht…

    http://dercontrarian.de/hm-vom-sinkflug-in-den-turnaround

    GE würd ich auch nicht haben wollen, Deutsche Bank auch nicht…

     

    @Claus,

    so isses, bis jetzt ist kein Crash weit und breit nicht, ich denke auch dass es ganz schön schwierig ist wenn die Kurse 2-3 Jahre am Fallen sind, dann wünschte man sich sicher dass der Spuk mal aufhört.

     

    @June und Mattoc,

    mein erster Gedanke war auch das hier der Zwillingsbruder von Ralf schreibt, aber hat Ralf nicht mal gesagt dass hier sozusagen 2 Ralf’s schreiben? ich hab echt keine Ahnung aber die Aussage mit dem Fachkräftemangel kann ich nicht nachvollziehen, weder bei Ralf 1 noch 2.

    June, Du machst es richtig mit den Sondertilgungen, was man hat das hat man, hab ich auch immer so gemacht. Meine Wohnung war ein richtig schönes Sparschwein.

    Dieses Jahr muss ich bisschen was ersetzen, wenn man das laufend macht, dann dient es der Werterhaltung.

     

    liebe Grüsse

     

  107. Bajazzo

    Super Beitrag, Tim. Haben Sie schon das von Claus-Theo Gärtner gelesen?

    https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Claus-Theo-Gaertners-Rente-reicht-nicht-fuer-die-Miete-id50738301.html

    Seine Miete beträgt demnach mehr als 1400 €. Er schlussfolgert, seine Rente wäre zu wenig, ich aber denke, seine Ansprüche sind zu hoch. Ich zahle bedeutend wenige Miete. Meine monatlichen Ausgaben überragen nur selten mal die Schwelle von 1300 € und da ist alles drin: Urlaub, Essen, Wohnen, Heizen, Sport usw.

    Gärtner hat es gut und weiß es nicht einmal. Wer wird sein Geld aus der Künstlersozialkasse (oder wie das heißt) bekommen und da er 30 Jahre lang den Matula gemacht hat, ist da einiges zusammengekommen. Das ZDF zahlt ja weit über Marktniveau.

    Mit Gärtner regt sich definitiv die falsche Person auf. Seltsam, dass es noch keinen Aufschrei gab.

     

  108. Ex-Studentin

    Finde es schade, dass Ralf so negativ beschrieben wird. Er würde nicht über Tims Leben so urteilen. Nur mit seinem eigenen Lage tat er sich schwer. Nicht jeder sieht sofort den Ausweg.

    @Dirk

    Du und Tim haben andere Lebensumstände. Du willst dein Depot noch ordentlich füllen und lebst wohl sehr sparsam. Tim hingegen hat sein Ziel bereits erreicht, wieso soll man da nicht ein paar Euro für Neflix ausgeben dürfen? Oder auch das Reisen. Er macht gerne mal Urlaub mit der Verwandschaft, die meines Wissens auch von seinem Mann nicht in den USA lebt. Zudem hat er mehr als nur eine Wohnung, die er abbezahlen muss. Über Telefon / Internet kann man immer streiten, aber was soll man jährlich von Anbieter zu Anbieter hoppen, wenn man ausgesorgt hat. Genügsam ist er trotzdem. Bei ihm wirst du keine Tuppersammlung oder einen Thermomix finden. Selbst wenn: Ist ja kein Wettstreit, wer weniger hat. Da gewinnen ganz andere als wir.

    Zum Thema Fachkräftemangel: Komm‘ nach Stuttgart. Hier bekomme ich regelmäßig Angebote für 65k Jahresgehalt als Projektleiter. Wäre für mich ein netter Gehaltssprung, aber bei den bisherigen Angeboten hätte ich einen längeren Arbeitsweg, manchmal auch mehr Reisetätigkeiten und die Tätigkeit selbst klingt nicht so aufregend. Selten bekommt man den perfekten Job auf dem Präsentierteller serviert.

  109. Mattoc

    @Ex-Studentin

    Bei dem Vergleich von Dirk mit Ralf geht es nicht um eine Kritik an Tims Leben, die Ralf geübt haben soll, sondern um eins von Ralfs Lieblingstehmen „Fachkräftemangel“. Deshalb auch mein obenstehender Link an Dirk.

    Beide, Ralf und nun auch Dirk, sagen in einer ähnlichen Wortwahl, dass sie Ingenieure sind, und sie trotz ihrer Qualifikation keinen passenden und ihrer Vorstellung nach bezahlten Job finden. Und das, obwohl doch in Deutschland angeblich „Fachkräftemangel“ herrschen würde, der doch (meine Anmerkung: AUTOMATISCH) dazu führen müsste, dass ihnen das berufliche Paradies an jedem Ort zu Füßen gelegt wird.

    Da aber Letzteres nicht passiert (warum kann sich jeder selbst überlegen), liegt nach Auffassung beider offensichtlich gar kein Fachkräftemangel in ihrem Bereich „Ingenieurwesen“ vor.

    Ralf ging in früheren Kommentaren sogar soweit, zu sagen, dass der Fachkräftemangel eine politische Erfindung sei, um Flüchtlingsaufnahmen zu rechtfertigen (das sind die, die im Vergleich zu seiner Mutter, dann viel mehr Geld in Deutschland bekommen) oder – ebenso abwegig- eine Erfindung der Wirtschaft, um möglichst viele Studenten ins Ingenierwesen zu locken, um dann die freie Auswahl zu haben und Löhne niedrig halten zu können.

    Das nur zum Hintergrund wegen des Vergleichs.

     

  110. Ex-Studentin

    @Mattoc

    Problem einiger Ingenieure sind eher die Gehaltsvorstellungen. Von 42 bis über 100k kann man so ziemlich alles verdienen. Wenn man dann noch mit USA oder Schweiz vergleicht, ist der „Vergleich“ quasi unmöglich. Viele fangen an, sich über ihr gutes Gehalt zu beschweren, weil sie mit ihrer Tätigkeit nicht zufrieden sind. Diese fordern deswegen kein Gehalt, sondern eher Schmerzensgeld. So ist’s meiner Erinnerung nach auch bei Ralf. Das Wort „Fachkräftemangel“ stört mich tatsächlich aber auch. Absolventen gibt es viele. Große Konzerne zahlen so viel Geld, dass manche Firmen da nicht mitziehen können / wollen und nehmen, was übrig bleibt. Ich arbeite bei einem Dienstleister. Da werden Preise seitens Kunde so gedrückt, dass man das mit deutschen Ingenieuren ohnehin nicht mehr abbilden kann.

    In Deutschland nimmt deswegen die Verantwortung zu. Man braucht Koordinatoren, Denker. Einfache Abarbeitung bekommt man im Ausland billiger.

  111. Mattoc

    @Ex-Studentin

    deinen letzten Absatz würde ich komplett unterschreiben.

    In Deutschland nimmt deswegen die (ich würde hier noch „Selbst“ ergänzen) Verantwortung zu. Man braucht Koordinatoren, Denker. Einfache Abarbeitung bekommt man im Ausland billiger.“

    Es gibt immer eine „allgemeine Situation“. Und es gibt eine „persönliche, individuelle Situation“.

    Die persönliche, individuelle Situation kann man stets positiv beeinflussen, wenn man wirklich, wirklich, wirklich (!) will. Aber dieses Wollen beinhaltet dann eben auch Wechsel des Wohnorts, Änderung der Arbeitszeiten, andere Sprache, neue Aufgabe etc.

    Und das wollen die Wenigsten. Und deshalb nehmen sie, was da ist. Das kann ich verstehen, ich kann aber nicht verstehen, dass man sich dann beschwert, weil man nicht das bekommt, was einem vermeintlich zusteht (mehr Geld, interessantere Aufgabe, Führungskraft werden etc.)
     

  112. Thorsten Rohweder

    @June  New York ist womöglich das teuerste Pflaster ….

    Zum Fachkräftemangel : reine Erfindung, die Vorstellungen der Arbeitgeber werden immer unrealistischer. Wenig Gehalt , aber viel Leistung ist verlangt. Es besteht die unausgesprochene Erwartung, dass der Arbeitnehmer kein langfristiger Partner für den Arbeitgeber ist, sondern für eine gewisse Zeit abhängig beschäftigt jede Kröte schlucken muss, weil sonst der Arbeitsplatz noch früher wegrationalisiert wird.
    Die aggressivste Form dieser Ausnutzung ist das „Praktikum ohne Bezahlung“.

  113. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Fit und Gesund

    Der Corporate Leaders Trust von 1935 ist es (dritter Link von dir oben). Vielen Dank!

    Sehr nett von dir, dass du den Artikel herausgewühlt hast.

    Beim Dividend Growth Investor schlummern viele lesenswerte Artikel. Sie sind sehr inspirierend, untermauern sachlich die eigene Anlagestrategie (auch wenn jeder ein wenig anders verfährt) und wirken beruhigend.

  114. Simon

    @Fachkräftemangel:

    Also ich habe vor gut 5 Jahren mein Ingenieursstudium beendet. Damals habe ich genau eine Bewerbung geschrieben und arbeite seit dieser Zeit in der Firma.

    Aus meiner Sicht werden (gute) Ingenieure überall händeringend gesucht und ich bin der festen Überzeugung, dass ich in weniger als 4 Wochen einen Job hätte, wenn ich denn wollte. Ich denke mal, ein Bruttogehalt von 85.000+ wäre auch locker drin.

    Es gefällt mir aber sehr gut in der jetzigen Firma, weil ich mit dem Wissen auftreten kann, dass es die Firma deutlich schlimmer treffen würde als mich, wenn wir unsere Zusammenarbeit beenden. Deshalb kann ich mit meinem Chef viele Dinge unkompliziert regeln (Elternzeit, Homeoffice, Schulungen, Lust- äh.. Dienstreisen, etc.).

    Das Gehalt kann aber natürlich immer besser sein. In 1-2 Jahren werde ich aus familiären Gründen in eine andere Region Deutschlands ziehen. Aber auch hier bin ich zuversichtlich entweder mit meinem jetzigen Arbeitgeber eine vernünftige Lösung zu finden oder auch problemlos einen neuen Job in der alten Heimat. Dem Fachkräftemangel sei Dank 🙂

    Leider muss ich in letzter Zeit sehen, wie hier die Leute immer angegriffener reagieren und sich gegenseitig runterziehen. Jemand wie Ralf hat eben seine Bedenken aber das muss man ihm doch zugestehen. Ich fand es zum Beispiel nicht gut, dass Tim sich in einem seiner letzten Artikel direkt auf ihn bezogen hat. Habt euch mal wieder lieb 😀

  115. Slazenger

    @Simon

    recht hast du, ich mag es generell nicht wenn man Menschen in der Anonymität des Internet angreift und diskreditiert, das ist mir zu primitiv. Man kennt ja die Persönlichkeit die dahinter steht nicht wirklich, und oftmals schreibt man doch Sätze die vollkommen frei interpretierbar sind !!

    Besonders schlimm fand ich in dem einen Fall (Ralf), auch wie sich Tim geäußert hat, den ich sonst sehr schätze auf Grund seiner Souveränität und Objektivität.!!

  116. ZaVodou

    @Ruben
    17,8 % der Kapitaleinkünfte, hatte ich ja bereits geschrieben.
    Als Single ohne Kind. Es gibt Mindestsätze und Höchstsätze. Ralf hatte dazu noch einen Artikel verlinkt.

  117. Simo

    Hallo an alle und Sorry wegen meiner Off  Topic Anfrage. Habe gestern bei CB meine Shell Dividende erhalten. Niederländische Variante mit QST Abzug (A0D94M). Die Summe welche mir überwiesen wurde ist ok. Diesmal wurde mir die QST aber nicht im QST Topf gut geschrieben. Bis zu Dezemberabrechnung hat es seit 2011 immer gepasst. Habe das gestern bei CB tel. moniert und ich wurde abgewimmelt. Hat von Euch auch jemand dieses Problem? Tipps? Danke im Voraus

  118. Slazenger

    @Tim

    ok danke Tim, das wusste ich in der Tat nicht, dann sieht die Sache auch etwas anders aus, besser wäre dann die Trolls nicht zu veröffentlichen, gibt nur unnötige Unruhe!

  119. Fit und Gesund

    @Freelancer Sebastian,

    ja, es gibt schon einige sehr gute Seiten, ich picke mir halt überall so das raus was ich gut finde, adaptiere es auf meine Bedürfnisse und dann wird es hoffentlich passen,

    ich bin eher realistisch, meine Auswahl ist nicht immer perfekt, eine Überperformance gegenüber einem Index werde ich nicht erzielen, aber das muss ich nicht, am Wichtigsten ist, dass ich meine Unternehmen mag (hat natürlich auch was mit Bauchgefühl zu tun) und dass ich mit der eingeschlagenen Strategie zufrieden bin, es nutzt mich auch nix zu schauen was die Anderen erzielen,

    vermute es geht Dir da ähnlich,

    liebe Grüsse

     

  120. Ralf

    „Du musst bei Ralf wissen, was Sache ist. Er benutzt andere Namen. Und ist ein Troll. Sein Ziel ist es hier zu provozieren.“

    Da muss ich Einspruch einlegen! Ich schreibe nur unter meinem Namen und fühle mich auch nicht als Troll.

  121. Finanzguerilla

    Hallo Tim,

    Immer wieder motivierend von dir zu lesen oder zu hören. In meinem Blog schreibe ich auch überwiegend über diese Themen. Finde dein Beispiel der konsequenten Umsetzung deines Lebenstraumes sehr vorbildlich.

    Lediglich das Thema „gründe keine Familie“ finde ich etwas problemtisch. Ich glaube das Eine schließt das Andere nicht automatisch aus. Es gibt eben genauso finanziell freie Menschen MIT Kindern und Familie.

    Ansonsten sind die Tipps hilfreich, wenngleich Viele sich vermutlich dadurch angegriffen fühlen, weil Selbstreflexion 😉

    Gruß

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