Auto, Handy, Urlaub, Mode, Alkohol: Wenn Du etwas Deinen Konsum eindämmst, kannst Du mehrere Wohnungen davon kaufen


New York, 18. Mai 2018

So kochen wir: Viel Gemüse und Obst. Wir sind Vegetarier. Es ist nicht mal teuer. Wir kaufen überwiegend Angebote.

Eine typische Familie verschwendet unglaublich viel Geld. Jeder zweite Österreicher hat zum Beispiel Konsumschulden. Das muss nicht sein. Wer sich anstrengt, kann Kosten kürzen. Es ist etwas anstrengend am Anfang. Wenn es aber mal in Fleisch und Blut übergeht, geht es wie von alleine.

Typische Sparmöglichkeiten ergeben sich, wenn man nicht ständig mehr Wohnraum beansprucht. Das Auto fährst Du länger, bevor ein anderes gekauft wird. Du kommst mit dem ÖPNV zur Arbeit statt mit dem PKW. Oder Du steigst auf das Rad um, wenn Du in der Nähe der Arbeit wohnst. Gerade im Sommer ist das angenehm. Das sind typische Beispiele, wo sich einiges einsparen lässt. Deine Familie kocht gesund und verzichtet auf Restaurants weitgehend. Bei Möbeln, Urlaub und Ausflügen lässt sich sparen.

Du musst nicht überall sparen. Wenn Dir gewisse Cremes oder Kosmetik-Marken wichtig sind, na gut. Ein Nachbar in New York ist Millionär. Er nutzt eine ganz einfache manuelle Zahnbürste, er sagt: „Ich brauche keine elektrische Bürste. Das ist zu nervig.“ Jeder hat so seine Vorlieben.

Ich mag meine elektrische Zahnbürste von Oral B. Ich könnte nicht darauf verzichten. Wohlgemerkt sollte niemand an der Zahnpflege sparen. Das rächt sich.

Im übrigen schneiden die elektrischen Oral-B-Bürsten in Tests ziemlich gut ab.

Abgesehen von der Zahnpflege: Im Grunde sind die größten Kostenklötze: Wohnen und Mobilität. Hier lässt sich einiges kürzen, wenn man den Willen dazu hat.

Sagen wir, Du hast einen 4-Personen-Haushalt. Ihr sagt, ihr versucht dieses Jahr keine neue Kleidung mehr zu kaufen. Ihr streicht Restaurants. Ihr kocht bodenständig zuhause. Ihr kündigt das Sky-TV-Abo. Von den zwei Autos, die ihr habt, wird eins verkauft. Einer von Euch geht mit dem ÖPNV ins Büro. Ihr kürzt an anderen Stellen. Die Putzfrau braucht Ihr nicht mehr. Beim Urlaub muss es nicht mehr Luxus sein. Ihr benutzt Eure Handys länger als geplant. Ihr kündigt zwei unnötige Versicherungen. Ihr wechselt zu einem günstigeren Versorger. Ihr verzichtet weitgehend auf Fleisch. Ihr esst mehr Grünzeug, was übrigens sehr gesund ist.

Ich bin seit Ewigkeiten Vegetarier. Ich fühle mich besser.

Ihr habt so alles in allem 25 Euro am Tag mehr in der Tasche. Das Geld legt Ihr in einen zusätzlichen ETF-Sparplan an. Das macht für die Familie im Monat 750 Euro Extra-Sparleistung. Ihr schmeißt dieses Geld über 20 Jahre in die Zinseszins-Maschine. Ihr habt den Sparwillen entwickelt. Dann habt Ihr 305.000 Euro zusätzlich. Davon könnt Ihr eine Wohnung kaufen. Da siehst Du, was Menschen für unnötigen Konsum in ihrem Leben verballern: Es sind mehrere Wohnungen.

Du sparst beim „Kaffee To Go“, bei Cocktails, Restaurants etc. Du hebst Deinen Hintern hoch und reparierst mehr selbst Zuhause. Anleitung kannst Du von YouTube-Videos erhalten. Da gibt es super Kanäle über Renovierungsprojekte oder Reparaturen. So kannst Du zum Beispiel für wenig Geld Dein Badezimmer auf Vordermann bringen.

Du machst mit Deiner Frau Fortschritte. Ihr gebt Euch große Mühe. Ihr werdet sehen: Die finanzielle Unabhängigkeit rückt näher. Eure Sparquote erreicht 40 Prozent. Euer Depot wird sechsstellig. Ihr habt einen soliden Notgroschen.

Ihr merkt: In noch ungefähr zwölf Jahren seid ihr frei. Dann seid Ihr beide Mitte 40.

Eure Genügsamkeit wird in Eurem Umfeld bemerkt. Familienmitglieder werden es merken. Ihr werdet Fragen hören wie: „Wofür spart ihr eigentlich?“ Du erzählst dann vom Traum der Freiheit. Aber besser mach das nicht. Dann kommt nämlich der Neid auf. Die Leute wollen Eure Hilfe bekommen. Nach dem Motto: „Toll, Ihr könnt dann auf mich aufpassen!“

Ihr stellt beide überrascht fest, dass Gutverdiener in Eurem Umfeld fast kein Geld gespart haben. Willkommen im Konsumzeitalter. Deren Ruhestand sieht grauenhaft aus. Sie haben keinen Plan. Das Umfeld weiss nicht, wie sie die goldenen Jahre genießen können. Es fehlt Ihnen das Geld dazu. Ihnen war der dicke BMW und die neue Küche wichtiger.

**************************

So kochen wir. Manchmal machen wir Smoothies:

Zum Frühstück gibt es meist frische Früchte und Nüsse.

Sellerie und anderes Gemüse werfen wir in den Mixer. Schmeckt lecker. Die Schüssel oben ist übrigens von Ikea.

Manchmal gehe ich zum Wochenmarkt. Kurz bevor die Landwirte am Nachmittag einpacken, geben sie die Ware zum Schnäppchenpreis her.


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „Auto, Handy, Urlaub, Mode, Alkohol: Wenn Du etwas Deinen Konsum eindämmst, kannst Du mehrere Wohnungen davon kaufen

  1. David

    Hallo,

    habe durch Glück und fleißiges Sparen Aktien im Wert von mehreren hundert Millionen Euro. Ich lebe trotzdem bescheiden und werde das Geld einer gemeinnützigen Organisation spenden. Ich kaufe nur gebrauchte Sachen und das nur wenn es sein muss. Am liebsten lebe ich im Zelt in der Natur. Man braucht so wenig um glücklich zu sein.

  2. R.

    Lieber Tim,

    all deine Spartipps in Ehren, aber bitte bitte erstelle für uns Leser mal einen Artikel über das investieren. Das ist die Kunst.

    Gerade in der jetzigen Boomphase.

    Was macht der Sparfuchs mit einem richtig fetten Bargeldbestand !!

  3. Mike

    Waas du hast einen Mixer ? :-O

    Nein Spass, sieht lecker aus ich lebe seit einiger Zeit vegan, wobei ich die Ausnahme bin in der Familie ich will auch niemanden zwingen, aber viel Gemüse und Früchte mögen alle, auch die Kinder haben das gern wenn man sie nicht von kleinauf an Cola, Fertigprodukte und Süssigkeiten gewöhnt (ab und zu was schadet auch da nicht die Menge macht das Gift).

    Mein Zahnarzt meinte, die Oral B Drehbürsten seien nicht optimal und hat mir eine Schallzahnbürste empfohlen, wegen dem Zahnfleisch. Aber diesen Luxus gönnen wir uns auch, ich bin auch überzeugt dass es gesund ist und die Zähne besser putzt.

  4. Mike

    @R.

    95% aller Privatanleger würden wohl am besten fahren in einen ETF z.B. Vanguard oder iShares S&P500. Eigentlich reicht das schon. Und wer lieber Einzelaktien will, der kauft einfach Berkshire. Natürlich ist das langweilig und gegen jegliche Diversifikation, aber wie gesagt die meisten wären damit besser gefahren als mit irgenwelchen eigenen Strategien oder aufwendigen Selektionsstrategien.

    MSCI World ist zwar besser diversifiziert, aber eben auch teurer und dort hat man auch mehrheitlich US Aktien, die 500 besten US Aktien damit ist man gut abgedeckt langfristig, auch weltweit. Berkshire finde ich die beste Aktie immer noch, auch wenn die Rendite der letzten Jahre nicht mehr soo gut war, aber gerade wenn es mal nicht mehr so gut laufen wird an der Börse bin ich überzeugt dass man damit relativ zu den Andern wieder gut fährt.

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ R.

    Danke fürs Lesen. Im Artikel steht es ja: Einen ETF-Sparplan zum Laufen bringen, mehr ist nicht zu tun.

    @ Mike

    Danke für Deinen guten Kommentar. Ja, so ist es. Beim ETF auf die Kosten achten. Je geringer die Kosten, desto besser.

  6. Jan

    Tim,

    ich finde es sogar sehr gut, dass du nicht einen auf Orakel und Guru machst und versuchst ein Musterdepot aufzubauen das man nachbauen könnte. Du bist bodenständig und weißt, dass auch du langfristig gute Chancen hast nicht den Index zu schlagen. Der Hinweis auf ETFs, selten mal kleine Hinweise und Tipps auf Großkonzerne (z.B. Berkshire, BoA, Google) und Diversifikation ist von Grund auf ehrlich und weise! Wer meint er kauft lieber Einzelaktien der soll das tun. Dann muss er aber auch den Hintern in der Hose haben und das selbst aussuchen. Denn wer schon das nicht kann und dabei bemuttert werden möchte, der sollte gleich seine Finger von Einzelaktien lassen.

    Das finde ich einfach gut. Ich glaube nicht an Gurus. Die meisten dieser Menschen sind Blender, Scharlatane und Dummschwätzer.

    Schöne Grüße

    Jan

  7. R.

    Ich erwarte auch keine einzelnen Vorschläge, sonder eher Allgemeines.Rund um Aktien,ETF`s etc.

    Wenn ich jetzt einen 6 stelligen Betrag zur Verfügung habe, den investiere ich doch nicht komplett in den Vanguard S&P  nur weil dieser fast keine Gebühren kostet. Da geht es doch um viel mehr. Was ist mit dem Robert Shiller KGV, was ist mit den ganzen Unruhen, wann fliegt uns Italien um die Ohren.

    Ich denke nicht das es so einfach ist.

     

  8. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Jan

    Ich denke nicht, dass das alle Blender/Scharlatane sind. Viele Menschen überschätzen sich selbst. Das ist ein menschliches Problem.

    Wo ich Dir Recht gebe: Die meisten aktiven Anleger scheitern in der Tat am Index. Ganz ganz wenige schaffen ihn, dauerhaft zu übertreffen.

    @ R.

    Doch. Es ist so einfach. Wer 20, 30, 40 Jahre einen Sparplan auf den S&P 500 laufen lässt, dem wird es gut gehen.

  9. -M

    @R

    nicht „market Timing“ sondern „Time in the market“ ist die Devise…also vergiss Italien und sonst irgend einen Mist, dass kommt oder auch nicht. Wenn du regelmäßig investierst und dich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt, dann wird alles gut.

    Meine Aktienbewertung ist total stupide, aber ich hoffe (sonst würde ich 1-2 ETFs kaufen) trotzdem besser als der Markt damit zu sein:

    1) ich suche mir solide Unternehmen die ich verstehe

    2) ich nehme den erwarteten Gewinn pro Aktie x das durchschn. 10j. KGV des Unternehmens. Das ist für mich der „faire Wert“ was das Unternehmen historisch im Schnitt gekostet hat.

    3) nun nehm ich Abschläge ca. 10%-40% je nach Branche,Zyklik und eigener Einschätzung.

    4) erreicht das Unternehmen den Kurse kaufe ich.

    ist total einfach und ich hoffe damit einfach günstig auf historisch gesehenem Niveau einzusteigen. Der DAX, Wirtschaft oder sonst was juckt mich nicht. Ob es besser als ein ETF ist…. keine Ahnung…

     

    -M

     

  10. chn

    Genau, für die allermeisten reicht es, regelmäßig 2-3 ETFs zu besparen. Wer meint, kann auch Einzelaktien nehmen, muss dann aber wirklich selbst nachdenken. Es ist eigentlich völlig egal, ob man eine ETF-, Dividenden- oder was auch immer Strategie anwendet. Hauptsache ist, dass man seinen gesunden Menschenverstand anwendet, erkennt wie man selbst tickt um sich vor groben Fehlern zu schützen und überhaupt mal anfängt. Diese seitenlangen Diskussionen über für und wider und was überhaupt steueroptimal ist, die mögen zwar ganz unterhaltsam sein, aber eigentlich ist das alles völlig nebensächlich.

  11. Hendrik

    @ M

    interessanter Ansatz zur Bewertung. Welche Seite benutzt für die Recherche deiner Daten ?

  12. Mike

    Ich bin ehrlich ich investieren seit fast 20 Jahren in Einzelaktien, aber ich muss auch ehrlicherweise sagen, die ersten 10 Jahre hätte ich wohl besser in ETF’s investiert, danach wurde es besser, unter dem Strich kommt es jetzt wohl ungefär auf dasselbe raus, vielleicht leicht besser mit aktiver Auswahl, aber wenn ich den ganzen Aufwand rechne, hat es sich rein finanziell kaum gelohnt. Gut es ist ein Hobby, von daher passt es schon. Problematisch wird es nur, wenn man versucht richtig schlau zu sein und beginnt zu traden, long short mit Derviaten, extremen Aktien und keine Bluechips, oder alles nur auf eine Branche setzt und dergleichen, es mag ja Fälle geben wo das aufgeht (meistens geht es böse in die Hose!) aber mit langfristigem Vermögensaufbau hat das wenig zu tun sondern viel mehr mit zocken. Sicher wenn man sich in einer Branche sehr gut auskennt, dann kann man diese auch mal übergewichten, wenn man die Firmen wirklich versteht und auch mal kleinere Firmen kaufen, die haben natürlich mehr Potential, aber entsprechend ist auch das Risiko höher. Ich bleibe aber dabei, für 95% der Privatleute reicht ein ETF oder ein konservatives Portfolio mit vielleicht 20 Bluechips. Problem ist wenn man sich Einzelwerte reinlegt, muss man sich enorm viel mehr beschäftigen damit, und Garantie hat man damit trotzdem nicht dass man den Markt schlägt. Die Mehrheit der professionellen Fondsmanagern gelingt es nicht, warum soll es dem (arbeitenden) Normalo also gelingen, dauerhaft über Jahrzehnte den Markt zu schlagen. Demut schadet hier nicht.

  13. V2

    @R

    Wenn Du den 6-stelligen Betrag für die nächsten 20 Jahre nicht benötigst:

    * all in (right now): 60% World-ETF + 15%EM-ETF + 25% Tagesgeld/Festgeld
    * die Gewichtung gelegentlich in Ordnung bringen (rebalancing)

    Auch wenn es schwer fällt: Einen bereits verfügbaren Betrag schrittweise zu investieren ist statistisch nicht besser als ihn sofort zu investieren. Jeder Zeitpunkt ist schlimm, und es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit immer schlimmer, solange Du auf der Seitenlinie stehst.

    https://personal.vanguard.com/pdf/s315.pdf

    Solltest Du in absehbarer Zukunft einen Hauskauf planen, so kaufe besser keine ETFs oder Aktien.

     

     

     

  14. Mike

    @Jan

    Ich kenne die Studie, aber einfach nur auf Zufall setzen das wäre nix für mich, dann doch lieber einfach den Index, das hat einen gewichtigen Vorteil, gute Aktien sind dort immer übervertreten, schwache fallen raus. Das ist eine natürliche Selektion. Kommt natürlich auch auf das Kapital und Anzahl Aktien an, die man kaufen kann. Wer z.B. nur 20 Aktien kaufen kann, und eine dann ein faules Ei ist, das man unter Umständen erkennen hätte können wenn man die Bilanz studiert hat, dann sind das immerhin 5% vom gesamten Kapital. Ein paar Grundregeln sollten es m.E. schon sein, sonst kann man wirklich würfeln und dann würde ich ebenfalls den Index vorziehen oder eben Profis machen lassen, dies über Jahrzehnte bewiesen haben wie eben z.B. Warren Buffet.

  15. Mike

    @V2

    Das stimmt, wem das aber schwer fällt, alles auf einmal zu investieren, dem empfehle ich es in 2-3 Etappen zu machen. Angenommen man kauft im dümmsten Moment alles, der Markt fällt danach um 20 oder 30% und man ist nicht vorbereitet, gerade Anfänger die sich noch zu wenig damit beschäftigt haben, die Gefahr ist recht gross, dass dann alles im dümmsten Moment verkauft wird. Man muss schon gefestigt genug sein und vorher sich überlegen, dass man dann auch über Jahrzehnte durchzieht, dann ist die Gefahr sehr gering und es gab die letzten Jahrhunderte keine Phase wo man nicht in 10-15 Jahren wieder im Plus war, egal wie schlecht das Timing war (globale Aktien). Daher gibt es eigentlich nur eins, möglichst jung möglichst viel in ETFs und einfach liegen lassen, hätten meine Eltern oder Grosseltern das gewusst und ihre Sparbücher (obwohl es damals noch etwas Zins gab) in Aktienfonds (ETF’s gabs da noch nicht) angelegt, sie hätten grosse Freude daran gehabt viele Jahre später.

  16. Jan

    @Mike,

    ja, jeder hat so seine Vorlieben. Ich mag es unheimlich in Aktien von Firmen zu investieren mit deren Produkte ich etwas zu tun habe und deren Geschäft ich zumindest glaube zu verstehen. Dabei bin ich etwas unehrlich zu mir selbst, denn ich versuche nicht zu prüfen ob ich es wirklich verstanden habe. Die Auswahl und die Höhe selbst ist bei mir eher zufällig. Was eben gerade auf dem Konto ist und was mich interessiert wird dann gekauft. Ich habe lediglich die Gewichtung insgesamt nach Branche auf dem Schirm.

    Das alles möchte ich in Zukunft noch etwas durch eine höhere Gewichtung von ETFs abrunden.

    Ich fahre damit ganz gut. Vor allem nimmt es mir Stress. Ich war beim Investieren oft ein Angsthase und bin es bis heute. Ich weiß für mich, dass diese Welt sich nicht so einfach ohne diese Produkte dieser Firmen dreht die ich selbst meist täglich nutze oder sehen kann.

    Und ja, Rohrkrepierer sind dabei. Macht mir wenig aus. Das ist normal. Dafür sind andere weit im Plus und fangen das mehr als auf.

    Ob ich nun einen Index schlage oder nicht ist bei mir nur an zweiter Stelle. Ich habe meinen Wohlfühlfaktor. Und der ist für mich persönlich viel wichtiger, denn das gibt mir die Sicherheit beim nächsten Crash nicht panisch zu werden. Das dauerhafte drin bleiben im Markt ist das wichtige. Nicht ob ich nachher 1% mehr oder weniger gemacht habe. So jedenfalls meine Erfahrung.

    Fazit: Ich weiß, dass ich nichts weiß. Und damit bin ich irgendwie oft einen Schritt voraus. 😉

    Schöne Grüße

    Jan

  17. -M

    @ Hendrik

    ich nutze morningstar.com und Geschäftsberichte.

    für die EPS Schätzung nutze ich auch die aktuellen Zahlen bzw Schätzungen der Analysten. Ist ein bissl Bauchgefühl dabei. Ist halt immer ein bissl raten, da es bei Aktien keine exakte raketenwissenschaft gibt

    das durchschnittliche 10 Jahres KGV kann man ja easy selbst ausrechnen.

    ——————————

    der Ansatz beruht darauf, günstiger als der langfristige schnitt zu sein. Dies soll krasse Fehler verhindern und vlt überrenditen erwirtschaften.

    fühle mich wohl damit. Ich sage immer tolle Unternehmen gibts wie Sand am Meer, nur darf man auch diese nicht zuuu teuer kaufen.

    Wenn Buffett vom fairen Wert spricht, was spricht gegen das 10jahres KGV als Größe dachte ich mir? 🙂

    ———————————-

    wer von euch liest denn die Geschäftsberichte? Ich lese wirklich gerne die CEO Berichte und schaue mir die Bilanz an. Der Rest von den meist 170 Seiten interessiert mich bisher weniger

    -M

  18. V

    @Jan

    Erfolgreiche Einzelaktien-Auswahl und den zugehörigen Index dabei schlagen geht. Bei mir funktioniert das seit >15 Jahren. Nicht jedes Jahr immer, aber gemittelt in Performance p.a. bin ich sogar weit über der Indexperformance p.a.. Ich kenne auch andere, bei denen das funktioniert. Es ist nur eine riesige Menge zusätzlicher Arbeit, Know-How-Aufbau, und Erfahrung notwendig. Bei mir hat es dadurch funktioniert, dass ich mich (als Laie bzw. trotz Laie zu sein) auf eine kleine aussichtsreiche Nische in einem stark wachsenden, aber sehr veränderungsintensiven Bereich spezialisiert habe. Wer aber in der Anfangsphase nicht bereit ist sich massiv Wissen anzueignen (ein paar Jahr lang mehrmals die Woche mehrere Stunden Bilden durch Lesen, im Internet recherchieren, etc.), der wird das nicht schaffen. Die meisten haben dazu kein Durchhaltevermögen und halten das daher auch nicht für machbar. Ohne Fleiß kein Preis, eben hier auch nicht. Und man muss ein offenes Mind-Set haben und die Fähigkeit eine Antenne für die Zukunft zu haben. Viel Nachdenken was funktionieren könnte. Vor allem was funktionieren könnte obwohl die Mehrheit sagt, es könne gar nicht funktionieren. Das waren immer meine besten Investments.

    PS (@ M): Um die Überrendite einzufahren gehören alle Aspekte dazu, nicht nur „Time in the market“, sondern eben auch „Market timing“. Ich bin z.B. immer im Markt, aber ich schichte innerhalb der von mir als gut identifizierten einzelnen Werte um, je nachdem ob der Markt sie gerade verdammt (zukaufen) oder in den Himmel lobt (teilverkaufen). Wer es auch schafft die psychologischen Effekte einigermaßen einzuschätzen, der ist noch erfolgreicher. Im Bereich Biotech, speziell bei kleinen Biotechs, die noch gar keine Einkommens-Ströme haben, als die z.B. per KUV oder KGV noch nicht messbar sind, ist das viel einfacher, da durch das Nicht-Wissen vieler Investoren die durch Stimmung hervorgerufenen Schwankungen noch viel größer sind. Diese Teile schwanken grundlos oftmals im Bereich +100% / -50% und mehr.

  19. Daniel

    Zur Berkshire Aktie: Ich glaube, dass die Führung dieser Holding bzw. dieses Unternehmens hervorragend ist, allerdings vertrete ich die Ansicht, dass man mit dieser Aktie weder gut diversifiziert ist noch den Nerv des typischen Anlegers treffen wird.

    Apple, Wells Fargo, Bank of America, Kraft Heinz, Coca-Cola,American Express bilden in der Aktie schon 66% des Volumens ab. Auch wenn der Rest aus dutzenden Firmen besteht, sie sind nur minimal vertreten. Und hier haben wir eine sehr große Übergewichtung von Banken, Tech-Firmen bzw. alten Dinosaurieren die Buffett wohl damals günstig mitgenommen hat, die ich mir aber wohl heutzutage nicht mehr unbedingt kaufen würde (Cola/Heinz).

    Man wirft dem MSCI World ja auch vor sehr US lastig und sehr fixiert auf wenige Firmen zu sein was die Gewichtung angeht, aber die BH Aktie ist da noch konzentrierter.

    **********

    Ich bin über das Wertpapier FOrum auf diese Seite gestoßen:

    http://www.trackingdifferences.com

    Finde ich ziemlich gelungen und gut gemacht. Man sieht schnell die TD von ETF und deren Performance im Vergleich. So in der Form habe ich die Entwicklung der Fondsgröße auch noch nicht gesehen.

    Das dürfte bei neueren ETF oder Nischenmarkt-ETF interessant sein zu sehen wohin sich das FOndsvolumen entwickelt.

  20. Sparta

    @V

    „Erfolgreiche Einzelaktien-Auswahl und den zugehörigen Index dabei schlagen geht. Bei mir funktioniert das seit >15 Jahren.“

    Gibt es nen „zugehörigen“ small cap – Biotech Index geleveregt als Referenz?

    Selbst die teuren und dem Index folgenden large cap Bio-Tech-Aktienfonds haben die letzte Dekade mit 16 – 18 % p. a. ohne Leverage performt…

    Mean Reversion ist wahrscheinlicher als eine dauerhaft überdurchschnittliche performende Sektor-Wette.

  21. Thorsten Rohweder

    Am besten hat mir gefallen „heb den Hintern hoch“. Sich gehen lassen, sich dem Konsum hingeben vergeudet so viel Zeit ( neben dem Geld ). Sparsamkeit, Fleiß, Eigeninitiative und ein selbstkritisches aktives Wirken und es läuft.

  22. Michael W

    Den Kaffee-To-Go sparen ist sicherlich sinnvoll. Solche Kleinigkeiten sind oft unbemerkt große Kostenträger und gewöhnlich in zweierlei Hinsicht gefährlich. Nicht nur die Kosten sind ein Problem sondern auch die Opportunitätskosten. Der Kaffee ist noch ziemlich harmlos. Angewohnheiten wie Rauchen haben zum Beispiel auch gesundheitliche Folgen und versteckte Kosten. Oft rauben solche Kleinigkeiten viel zeit in der man zum Beispiel auch eine Sprache lernen könnte. Man kann sich kaum vorstellen wie viel Zeit bei manchen Menschen durch solche Dinge verloren geht.

    Von ETFs halte ich nicht viel. Ich habe genug Wissen über Wirtschaft, Mathematik und Programmierung um den Gesamtmarkt mit Einzelaktien und anderen spekulativeren Anlageklassen zu schlagen. Aber mir ist bewusst, dass diese Vorteile nicht jeder hat und dann sind ETFs sicherlich eine Option.

  23. Mattoc

    „Ich habe genug Wissen über Wirtschaft, Mathematik und Programmierung um den Gesamtmarkt mit Einzelaktien und anderen spekulativeren Anlageklassen zu schlagen.“

    Das ist gut! Vielleicht kannst du dein Wissen über Wirtschaft und Mathematik, das dir ermöglicht, den Markt dauerhaft mit Einzelaktien und anderen spekulativen Anlageklassen zu schlagen, mithilfe deiner Programmierkenntnisse derart automatisieren, dass du dich selbst gar nicht mehr darum kümmern kümmern musst. Dann könntest du ja, während deine Software dich zum Multimillionär macht, eine neue Sprache lernen.

    Nur so als Idee.

     

  24. Mike

    „Ich habe genug Wissen über Wirtschaft, Mathematik und Programmierung um den Gesamtmarkt mit Einzelaktien und anderen spekulativeren Anlageklassen zu schlagen.“

    Einige professionelle Fondsmanager oder Hedgefunds haben eine Schar von Oekonomen, Mathematikern und Softwareentwicklern im Hintergrund und schaffen es trotzdem nicht, langfristig den Markt zu schlagen. Vielleicht sind das alles Vollidioten. Ich habe selbst auch Mathematik und Informatik studiert und habe auch ein CFA in der Tasche, so einfach ist es leider nicht, ausser man ist ein Genie. Die besten Investoren der Welt haben ihr Geld nicht mit Formeln und Informatik gemacht sondern mit ihrem Gehirn resp. Erfahrung, viel Handarbeit, auch Bauchgefühl etc.

  25. Sven

    „Die besten Investoren der Welt haben ihr Geld nicht mit Formeln und Informatik gemacht sondern mit ihrem Gehirn resp. Erfahrung, viel Handarbeit, auch Bauchgefühl etc.“

    Interessant, was es so alles für Begriffe für „Glück“ gibt.

  26. V

    @Sparta

    Speziell für kleine Werte gibt es das m.W. nicht. Ich orientiere mich an Marktbewegungen immer an NBI, XBI und IBB.

    Meines Gefühls nach könnten die Großen die Kleinen in den letzten 10 Jahren in Summe sogar outperformt haben, weil es bei den Kleinen sehr viele faulige Früchte gibt. Viele kleine Biotechs scheitern oder kommen Jahre bzw auch ein Jahrzehntlang nicht voran oder gehen pleite. Ein kleines Unteenehmen hat zudem ungünstigere Kostenstrukturen. Wenn man es schafft nur Gute und Überragende auszuwählen und die Schlechten zu vermeiden ist man schon vorne mit dabei. 16-18% auf die letzte Dekade konnte ich schlagen – nach Steuer sogar!

  27. David

    @Sven:

    „Interessant, was es so alles für Begriffe für „Glück“ gibt.„

    Du scheinst ganz klar ein Verfechter der Markteffizienzhypothese zu sein… aber erklär mir doch bitte, wie die ganz grossen Investoren – und da denke ich hauptsächlich an Warren Buffett – über ein halbes Jahrhundert lang den Markt schlagen konnten!? Glaubst du echt, dass man das Glück so lange auf seiner Seite hat? Man könnte höchstens sagen, dass Warren Buffett insofern Glück hatte, dass ihm die Fähigkeit einverleibt wurde, ausserordentlich gute Investmententscheidungen zu tätigen. 🙂

  28. Mattoc

    Es wäre wirklich zu schön, wenn man mit aktiven Maßnahmen etwas zur Verbesserung der Depotperformance tun könnte. Aber das beste ist wohl tatsächlich:

    – Lebensstil optimieren

    – Sparen

    – Einnahmeseite zu erhöhen, falls möglich

    – Einfache Produkte (Aktien, ETF) mit niedrigen Kosten regelmäßig zu besparen

     

  29. Mike

    @Sven

    Warren Buffet und andere erfolgreiche Investoren haben ihr Vermögen nicht mit automatisierter Mathematik und Informatik gemacht, ich kenne keiner der mit einem automatisierten System wirklich viel Geld verdient hat über Jahrzehnte. Fleiss, Disziplin und harte Arbeit sind für mich keine Synonyme für Glück.

    Und wenn man sich seiner Beschränkung bewusst ist, dann ist ein ETF immer noch das Beste, aber jedem das seine, ich hatte vor 20 Jahren auch gedacht, ich wäre super schlau aber über Jahrzehnte wird man dann halt doch irgendwann demütig.

    Vielleicht war ich aber auch einfach zu dumm, hatte Pech oder was auch immer 😉

  30. Mattoc

    “Fleiss, Disziplin und harte Arbeit“

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Buzzword-Bingo

    Es gibt viele Menschen, die behaupten, dass in der heutigen Gesellschaft mit Fleiß, Disziplin und harter Arbeit (da versteht auch jeder etwas anderes drunter) kein Blumenstrauß mehr zu gewinnen ist.

    Da halte ich die Theorie, dass „Intuition“, „keine starren Handlungsmuster“ und „Spezialwissen(Insiderwissen)“ eine Überrendite ermöglichen für deutlich realistischer.

    Alles, was in Geschäftszahlen etc. vorliegt, kann und wird mit Sicherheit durch Profis voll automatisiert dahingehend ausgewertet, ob systematisch etwas zu holen ist. Damit kann niemand auf Dauer weiter kommen.

  31. Mike

    @Mattoc

    Natürlich nicht blind, es braucht auch ein System, Strategie, Intelligenz. Aber ich kenne keinen der erfolgreich wurde ohne Disziplin und Fleiss/Arbeit (Erbschaften und Lottomillionäre mal ausgenommen). Auch wer sparen will braucht Disziplin. Aber klar es braucht insbesondere auch Talent und Leidenschaft für eine Sache, Glück ist sicher auch ein Faktor aber man kann Glück auch erzwingen, wer lange genug es versucht und immer verbessert, lernt, sich weiterbildet wird natürlich nicht zwangsweise Multimillionär aber er kann schon mit recht hoher Sicherheit viel erreichen im Leben. Tim bringt ja genug Beispiele auch mit bescheidenen Einkommen kann man viel erreichen, aber es braucht halt Disziplin, Durchhaltewille und Arbeit. Mut und Wille wie Motivation sind natürlich auch wichtig.

    Hier kann es jeder schaffen, ich rede von Deutschland, wer in einem 3. Welt Land in Afrika oder Asien im Slum geboren wurde, da ist es schon sehr hart rauszukommen, aber hier kann es jeder schaffen, der gesund ist.

  32. Mattoc

    Disziplin ist auf jeden Fall wichtig, da sind wir uns einig.

    Es reicht ja auch nicht aus, „nur“ eine gewinnbringende Aktie zu finden und zu kaufen, du müsstest auch im Stande sein, diese Aktie mit hohen Gewinnen ggf. über Jahre hinweg zu halten, um das auszureizen. Hier liegt auch ein Problem für viele Privatanleger. Viele aktive Anleger schaffen es zwar, eine Amazon oder Google „rechtzeitig“ zu identifizieren und zu kaufen, sie verkaufen dann aber viel zu früh mit 50% Gewinn anstatt das große Geld zu machen.

    Und demgegenüber stehen dann die ganzen Rohrkrepierer, über die niemand gerne spricht.

    Intuition und Disziplin sind wichtig für einen aktiven Anleger, der den Markt schlagen will. Mir fehlt vor allen Dingen Intuition. 😉

  33. Mike

    @Mattoc

    Eben, nicht nur beim investieren, generell im Leben wissen eben heutzutage die meisten Leute, wie es gehen kann, die Information ist überall und gratis oder sehr günstig (Bücher etc.) erhältlich. Aber es dann umzusetzen, daran scheitert es am Meisten. Darum kam ich auch mit Disziplin.

  34. Michael W

    @Mattoc

    Automatisiert Bilanzen durchlaufen und bewerten lassen lässt sich über Software machen. Gewinn, Verlust und Risikokalkulationen sind machbar mit Software. Meine spezifischen Branchenkenntnisse, einzelne Unternehmenseinschätzungen und Ähnliches kann ich schwierig in Software einbauen.

    @Mike

    Für eine Top Performance braucht es sicher mehr als ein paar Mathekenntnisse, das möchte ich nicht verneinen. In einem Index die schlechtesten drei bis fünf Unternehmen auszumachen und wegzulassen und dann 1% besser zu sein ist weniger schwierig. Ich habe keine Ahnung was Hedgefondmanager den lieben langen Tag machen dass hinterher nichts bei rum kommt.

  35. Kiev

    Fleiß, Disziplin und harte Arbeit.

    Harte Arbeit hört sich etwas unbeholfen an. Hin und wieder darf man ja auch sein Hirn anschalten und überdenken, ob das eigene Handeln noch im Einklang zu den eigenen Prioritäten steht. Hartnäckigkeit oder Durchhaltevermögen wäre doch eine gute Eigenschaft für harte Arbeit. An der Börse ist das Durchhaltevermögen speziell in der Krise von hohem Wert. Ansonsten kann man mit den Tugenden in Selbstständigkeit, Unternehmertum oder als Angestellter eine hervorragende Basis für den Aufbau eines Vermögens schaffen. Irgendwo muss das Geld ja erst einmal herkommen.

    Am “Anfang“ ist 4% Rendite bei einer Sparrate von 2000€ ein sehr guter Wert. 2500€ wäre noch einmal wesentlich besser. Ab 100k Vermögen wird es langsam interessant nach Modellen mit mehr als 4% zu suchen. Vorher sollte man am besten alle Fähigkeiten in den Ausbau der aktiven Geldquellen stecken.

  36. Mattoc

    @Michael W

    Ja, das ist dann das, was ich mit Spezialwissen (Insiderwissen) meine. Das hat V ja auch im Biotechnologie-Sektor. Gut für euch. Mit Mathemtik und Wirtschaft i.A. hat das aber wenig zu tun.

  37. A.

    Blue Chips aus USA und EU plus einige Wachstumsaktien kombiniert mit Dividendenstrategie sollte reichen, evtl. als Sparplan. Keep it it simple.

  38. Sven

    @David

    „Du scheinst ganz klar ein Verfechter der Markteffizienzhypothese zu sein… aber erklär mir doch bitte, wie die ganz grossen Investoren – und da denke ich hauptsächlich an Warren Buffett – über ein halbes Jahrhundert lang den Markt schlagen konnten!?“

    Das habe ich doch erklärt: Glück!

    Was ist daran unklar?

    „Glaubst du echt, dass man das Glück so lange auf seiner Seite hat?“

    Nein, nicht „man“ hat das Glück so lange auf seiner Seite, sondern von 7 Milliarden Menschen gibt es nun einmal den einen oder anderen, der dieses Glück hat. Das ist ein ziemlich normales statistisches Phänomen. Im übrigen glaube ich schon, dass der späte Buffet, dann durch seine Kontakte bis in höchste Kreise von Wirtschaft und Politik tatsächlich ein Mehrwissen gegenüber dem Markt hatte und noch hat.

    „Man könnte höchstens sagen, dass Warren Buffett insofern Glück hatte, dass ihm die Fähigkeit einverleibt wurde, ausserordentlich gute Investmententscheidungen zu tätigen.“

    Sag ich doch: Glück!

    Oder welche Fähigkeiten sollen Mr. Buffet da einverleibt worden sein?

    Wer meint, dass es kein Glück war, müsste mal sagen, an welchen Eigenschaften oder Fähigkeiten es gelegen haben soll? Fleiß, Disziplin und harte Arbeit? Weißt Du, wie viele Menschen das haben? Das ist nur die Grundvoraussetzung, wenn man überhaupt irgendetwas erreichen möchte.

     

  39. Sparta

    Frazzini hat Buffett`s Strategie schon ganz gut zerlegt.

    Ca. 60 % Leverage auf Low Beta-Quality Aktien. Leverage aus den Versicherungsprämien um Unabhängig von Banken zu sein und zu absolut günstigen Bedingungen.

    Der Faktor Glück… ja, es stimmt, dass sich manches Mal Glück erzwingen lässt!

    Andererseits ist das Leben keine Waagschale, dass sich alles bis zum Ende hin ausgleicht. Manche kriegen überproportional Glück und andere überproportional Pech ab.

    Bei Salomon Brothers war eine Weggabelung für Buffett.

    Er ist ein überragender Geschäftsmann, einer der besten Investoren der Welt und er hat viele politische Beziehungen, die ihm auch viel ermöglichen.

    Ob er als Vorbild für Millionen von Privatanleger taugt, die ihm alle nacheifern wollen und einen riesen Mythos daraus basteln…?

  40. Fabian S.

    Hallo Tim,

    hat Deine Oral B Zahnbürste denn einen nicht austauschbahren Akku, sodass man den nicht tauschen kann oder Batterien?!

    Und isst Du als richtiger Vegeatrier auch keinen Fisch oder nur kein Fleich mehr?!

     

     

  41. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fabian S.

    Meine Zahnbürste hat leider einen nicht-austauschbaren Akku. Ich habe sie schon sehr lange.

    Ich esse kein Fleisch. Fisch kommt manchmal auf dem Teller. Aber nicht oft.

  42. V

    @Mattoc

    Insiderwissen und Spezialwissen sind zwei verschiedene Dinge.

    Insiderwissen (z.B. Studiendaten zu kennen noch bevor sie am Markt veröffentlicht wurden) habe ich explizit nicht. Diese zu haben wäre der ultimative Renditeturbo…

    Spezialwissen, also das fachliche Wissen, habe ich für meine Nische schon – ziemlich hart erarbeitet; zumindest so viel, dass ich damit wohl einen Vorteil gegenüber der breite Masse an Investoren habe. Ich kann damit veröffentlichte Daten besser als der Markt interpretieren.

    @Alle

    Zu der laufenden Diskussion: Ich bin der Meinung, dass öffentliche Bilanzinfos (Vergangenheitsinfos) und öffentliche Prognoseinfos wie KGV, KUV, .. mit einem Computerprogramm zwar besser auswertbar sind, aber damit keine besseren Kauf- und Verkaufsentscheidungen getroffen werden (können). Die Ursache liegt daran, dass man aus bilanziellen Vergangenheitsinfos (realisierte Zahlen) keine Prognose in die Zukunft machen kann – vollkommen ungeeignet. Und dass Fehler der Einschätzung durch die öffentlich verfügbaren Prognoseinformationen (die meist nur Vergangenheitsentwicklungen linear fortschreiben) hereinkommen. Nur wer erkennen kann, dass diese Prognosen nicht richtig sind und eine bessere Prognose über die Geschäftsentwicklung erstellen kann, der wird eine Überrendite einfahren. Und um das tun zu können muss man nicht-quantitative Informationen verarbeiten und richtig interpretieren können – aus einem Möglichkeiten-Raum, den man im Vorfeld gar nicht greifen kann. Also hier als kleiner Privater zu denken man könnte mit sowas den Markt schlagen wird noch Lehrgeld zahlen. Ein Bekannter hatte so etwas Ähnliches mal probiert (und extra ne Firma dafür gegründet) und ist nach nem Jahr gescheitert und hat aufgegeben. Und er ist eigentlich ein sehr cleverer Kerl…

  43. V

    Zur Diskussion Buffet und Glück:
    Buffets Erfolg basiert nicht nur auf Glück. Ein Erfolgsfaktor ist u.a., dass er und seine Mannschaft einfach bessere Prognosen über die Geschäftsentwicklung erstellen als der Markt. Viele weitere Erfolgsfaktoren trugen zu seinem Erfolg bei.

    Irgendwann kam zudem noch hinzu, dass er durch seinen Investorenstatus an bessere Infos herankommt als die breite Masse (z.B. durch direkte Kontakte zu den GL der Unternehmen) und ihm vorteilhafte Deals angeboten werden.

    Mit der Buffet Strategie Überrenditen einzufahren wird nur immer schwieriger, da immer mehr Leute wissen auf was sie achten müssen. Wenn immer weniger Investoren „dumm“ unterwegs sind wird es für die „Cleveren“ schwieriger. Daher hatte es Buffet früher leichter. Wäre Buffet in der heutigen Zeit jung und müsste nochmal mit einem kleinen Depot anfangen würde er nicht annähernd so erfolgreich werden, wie er das im vergangenen Jahrhundert werden konnte.

  44. Sparta

    @V

    Du hast mal geschrieben, dass Du die Biotech`s kaufst, wenn Sie unterbewertet sind.

    Wie bewertest Du diese, wenn selbst deren Wissenschaftler in ca. 95% der Fälle es nicht wissen, was einen Markt-Durchbruch hinlegen wird?

    Eine Bewertung, wo ein Unternehmen noch nicht mal Gewinn produziert?

  45. David

    @Sven:

    Wer sich einmal ein wenig länger mit Warren Buffett auseinandergesetzt hat, der würde kaum von Glück sprechen. Und dass man von einem statistischen Phänomen sprechen kann, glaube ich auch nicht… zumindest nicht nach so einer langen Zeitperiode. Es gibt genug Menschen, die nur darauf warten ihn endlich scheitern zu sehen, nur um beweisen zu können, dass er die ganzen Jahre Glück hatte. So wurde er auch während der New Economy belächelt, weil er deutlich schlechter abgeschnitten hat als andere Investoren. Zuletzt hatte er dann aber dennoch wieder die Nase vorne, weil er während der Dotcom-Blase kaum Geld verloren hat. Des Weiteren müsste die Statistik auch erwähnen, weshalb andere Investoren (wie bspw. Mohnish Pabrai), welche dem Value Investing Ansatz von Warren Buffett folgen, ebenfalls fast so erfolgreich sind. Glück? Naja, ich persönlich glaube nicht daran…

    Das Argument, dass Buffett eine Art Insiderwissen hat und deshalb besser als seine Mitstreiter abschneidet, höre ich immer mal wieder und habe folgende Antwort: Ja, das mag stimmen, resp. das denke ich auch, NUR hatte er sich diese Position zuerst erarbeiten müssen. Bis zu diesem Zeitpunkt hat er den Markt aber auch vorher schon weitaus geschlagen… ohne dass man ihn gekannt hat und er eine Sonderstellung hatte. Hinzu kommt noch ein weiterer Punkt und zwar die Tatsache, dass er nun ein extrem grosses Portfolio hat und er mit Berkshire nicht mehr jedes Unternehmen kaufen kann/möchte (alleine aufgrund der Grösse), weshalb er weniger Optionen hat bei möglichen Kaufkandidaten.

    Fleiss, Disziplin und harte Arbeit sind zwar Grundvoraussetzungen für Erfolg, garantieren diesen aber nicht. Den Erfolg des einen und den Misserfolg des anderen aber alleine auf das Glück abzustellen finde ich persönlich nicht korrekt. Vielmehr ist Warren Buffett einer der wenigen Menschen, welche die Zusammenhänge der Wirtschaft wirklich versteht…

  46. Jan

    Uff, ja so wirds sein. Ich bin nur zu dumm dazu. Wie alle anderen die zu dumm dafür sind. Vermutlich ist sogar Prof.Dr. Abdul Nachtigaller mit seinem 7er System heillos unterlegen.

    Mit Nischen kann man mehr verdienen als mit breit aufgestellten Konzernen. Bis dahin war es richtig.

    Ich hatte jedenfalls bemerkt, dass ich diese Stunden der Bildung und Analyse, die ich ebenso hatte, viel besser in andere Dinge stecke die mir wesentlich mehr Rendite bringen. Rendite in Form eines Gehaltsschecks oder in Form glücklicher sozialer Bindung und Familie.

    Verstehe mich nicht falsch, ich gönne es dir! Deine Überrendite ist toll. Und vermutlich hast du tatsächlich eine weit höhere Bildung wie ich. Ob beides miteinander zusammen hängt, das bezweifel ich. Jedenfalls möchte ich dir einen guten Rat geben: es gibt auch heute noch kaum einen lukrativeren Job als im Fondsmanagment. Da kannst du dich dann die ganze Zeit damit beschäftigen und verdienst sogar fürstlich. Mach doch dein Hobby zum Beruf? Gute Köpfe sind da immer willkommen. Sie krankt ja bekanntlich.

    Schöne Grüße

    Jan

  47. Thorsten Rohweder

    Buffet kündigt an Apple zu kaufen, dann steigt der Kurs. Er macht die beste Werbung bei seinen Zukaufen. Ob dieses sich selbst nährende Werbemodell ohne ihn in der Zukunft noch tragfähig ist ?

  48. Daniel

    Wer sich einmal ein wenig länger mit Warren Buffett auseinandergesetzt hat, der würde kaum von Glück sprechen. Und dass man von einem statistischen Phänomen sprechen kann, glaube ich auch nicht… zumindest nicht nach so einer langen Zeitperiode. Es gibt genug Menschen, die nur darauf warten ihn endlich scheitern zu sehen, nur um beweisen zu können, dass er die ganzen Jahre Glück hatte. So wurde er auch während der New Economy belächelt, weil er deutlich schlechter abgeschnitten hat als andere Investoren. Zuletzt hatte er dann aber dennoch wieder die Nase vorne, weil er während der Dotcom-Blase kaum Geld verloren hat. Des Weiteren müsste die Statistik auch erwähnen, weshalb andere Investoren (wie bspw. Mohnish Pabrai), welche dem Value Investing Ansatz von Warren Buffett folgen, ebenfalls fast so erfolgreich sind. Glück? Naja, ich persönlich glaube nicht daran…

    Auch das würde nicht gegen die obenen genannten Statistiken sprechen. Es gibt sicherlich 100 Investoren die fast ähnliche logische Schlüsse gezogen haben die auf dem Papier hervorragend klangen aber eben nicht erfolgreich waren. Warren ist einfach ein Ausreißer in dieser Statistik. Und er nähert sich bereits wieder dem Mittelwert an.

  49. Arnd

    Blinde (Privatanleger) reden von der Farbe (Unternehmertum/Investieren).

    Sehr interessant.

    Buffett verdient m.E. sein Geld als Unternehmer. Er verändert mit seinem Kapital Unternehmen. Das kann von uns keiner.

  50. Hendrik

    @thorsten

    Es ist schon richtig, dass Buffet sehr gut seine Investments vermarktet. Aber auch so sind seine Investments überdurchschnittlich gut.

     

  51. David

    @Thorsten:

    Klar schauen die Anleger alle darauf, was Warren Buffett macht. Aber eben, er hat auch outperformed als er keine Anleger hatte, die ihn kopiert haben…

    @Daniel:

    „Auch das würde nicht gegen die obenen genannten Statistiken sprechen. Es gibt sicherlich 100 Investoren die fast ähnliche logische Schlüsse gezogen haben die auf dem Papier hervorragend klangen aber eben nicht erfolgreich waren. Warren ist einfach ein Ausreißer in dieser Statistik. Und er nähert sich bereits wieder dem Mittelwert an.“

    Ganz ehrlich? Wenn die 100 Investoren fast die ähnlichen logischen Schlüsse gezogen haben, dann werden sie den Markt dennoch outperformed haben (auch wenn sie vielleicht nicht ganz an die Performance von Buffett herankommen). Dass Glück zu einem Teil dazugehört, möchte ich nicht verneinen, doch bin ich überzeugt davon, dass dies bei Buffett einen sehr kleinen Teil ausmacht. Und dass er sich an den Mittelwert annähert ist u.a. eben aufgrund der Grösse. Über Buffetts private Investitionen (welche nicht gross ins Gewicht fallen) wissen wir wenig bis gar nichts, doch er hat einmal eine Aussage gemacht, dass er sehr wahrscheinlich eine Performance von 50% hinkriegen würde, wenn er nur 1 Million USD anlegen müsste.

    Es bleibt nicht verborgen, dass ich ein grosser Fan Buffetts bin und ich sehe ein, dass mir aufgrund dessen allenfalls ein wenig die Objektivität fehlt. Im Endeffekt ist es doch so, dass es zwei Lager gibt: Die Vertreter der Markteffizienzhypothese, welche der Meinung sind, dass man den Markt nicht schlagen kann. Auf der anderen Seite sind hingegen diejenigen, wie nicht an diese Theorie glauben… und nicht zuletzt deshalb, weil Markowitz ein Gelehrter des Elfenbeinturms ist und nie in der Praxis tätig war, mit anderen Worten vielleicht ein guter Theoretiker, aber kein guter Praktiker ist.

  52. O.T.

    Was mir bei derartigen Diskussionen immer wieder auffällt ist dieser unglaubliche Neid auf die erfolgreichen Investoren wie Buffett. In noch größerem Rahmen auf V (weil man ihn ja irgendwie blogmäßig persönlich kennt, da ist dann der Neid auch um ein mehrfaches ausgeprägter).

    Dieser Neid kommt zu 100 % immer von ETF Anlegern. Ändert dieses Mindset, mit diesem Mindset werdet ihr nie glücklich – oder lest nur noch den frühen Kommer, denn der aktuelle Kommer will auch mit seinen Faktor-ETFs den Index geschlagen haben. Auch der geliebte Doktor Kommer nun ein Glücksritter!

  53. Trudi

     Vermutlich ist sogar Prof.Dr. Abdul Nachtigaller mit seinem 7er System heillos unterlegen.

    @Jan

    Haha, das ist gut! Hoffentlich geht´s bald weiter mit dem seit Jahren erwarteten Buch „Das Schloss der träumenden Bücher“.

     

     

     

  54. Jan

    @Trudi,

    schön einen weiteren Fan zamonischer Literatur zu finden. 🙂

    Schöne Grüße

    Jan

  55. Sven

    @David

    „Des Weiteren müsste die Statistik auch erwähnen, weshalb andere Investoren (wie bspw. Mohnish Pabrai), welche dem Value Investing Ansatz von Warren Buffett folgen, ebenfalls fast so erfolgreich sind.“ 

    Ja, das ist die statistische Normalverteilung. Die Statistik erwähnt auch, dass es unter den Value-Investoren Underperfomer gibt. Die interessieren aber niemanden.

    Schließlich sagt die Statistik auch aus, dass es sehr erfolgreiche Momentum- und Size-Investoren gibt, aber auch weniger erfolgreiche.

    Auch die Levermann-Strategie wurde von vielen erfolgreich angewandt und andere versagten.

    @V

    Buffets Erfolg basiert nicht nur auf Glück. Ein Erfolgsfaktor ist u.a., dass er und seine Mannschaft einfach bessere Prognosen über die Geschäftsentwicklung erstellen als der Markt. Viele weitere Erfolgsfaktoren trugen zu seinem Erfolg bei.

    Ja, einfach „bessere Prognosen“?! Was macht denn seine Prognosen besser? Der Umstand, dass sie sich oft als zutreffend erwiesen haben? Nein! Gute Prognosen erkennt man im Voraus, weil sie auf Faktengrundlage basieren und in sich schlüssig sind. Wenn sie sich als nicht zutreffend erweisen, bedeutet das nicht, dass die Prognosen schlecht waren.

    Allein am Ergebnis kann man gute und schlechte Prognosen nicht voneinander unterscheiden, weil es eben auch Glück gewesen sein kann.

    Und was meinst Du mit „vielen weiteren Erfolgsfaktoren“?

    O.T.

    …oder lest nur noch den frühen Kommer, denn der aktuelle Kommer will auch mit seinen Faktor-ETFs den Index geschlagen haben. Auch der geliebte Doktor Kommer nun ein Glücksritter!

    Ja, Herr Kommer empfiehlt, Value (!) und Smallcaps-ETFs zu kombinieren. Das tut er deshalb, weil er meint, dass die riskanter sind und dass es deshalb dafür eine Risikoprämie gibt. Und ja, wer mehr Risiko eingeht, benötigt mehr Glück.

  56. Mike

    @O.T.

    Ich empfinde keinen Neid gegenüber Buffett, trotzdem empfehle ich für die meisten gerade jüngere Leute ohne viel Erfahrung erstmal ETF’s, die sind eine gute Sache, selbst Buffett empfiehlt sie ja, auch seiner Frau wenn er mal nicht mehr da sein sollte.

    Ich gönne jedem und jeder egal wer Traumrenditen, aber leider halt sieht die Realität etwas anders aus und für die meisten wäre ein langweiliger ETF besser gewesen. Soll nicht heissen dass man sich mit der Materie nicht beschäftigen soll und auch mit Einzeltitel es versuchen soll, aber vielleicht mal eine Basis auf ETF’s aufbauen und dann langsam umsteigen. Aber muss natürlich jeder selber wissen.

    Apropos Neid, ich kenne das Gefühl von früher, hatte ich auch, nicht gegenüber Buffett viel eher gegen Leute die ich kannte aus meinem Umfeld, wo ich dachte sie hätten den Erfolg nicht verdient oder dergleichen. Ich habe dann, sind viele Jahre seither, gelernt dass Neid nur mir persönlich schadet, es ist ein scheiss Gefühl das dich nur bremst, der beneideten Person nicht schadet jedoch dir selber sehr wohl. Es ist ein falsches Mindset, man muss lernen und dies aus Überzeugung, jedem alles zu gönnen, dann geht es einem viel besser, egal wieviel oder wenig man selbst hat. Gerade in Deutschland hat jeder genug, um Glücklich zu sein, oft sogar sind Leute, die weniger haben oder brauchen (Konsum) glücklicher als die andern. Aber das versteht man erst, wenn man mal mehr hat, vorher glaub Dir das niemand.

  57. David

    @Mike:

    Einmal abgesehen von der Fähigkeit Geld anzuhäufen, hat Warren Buffett (sowie auch Charlie Munger) auch viele positive Charaktereigenschaften… und eine davon ist eben diejenige, nicht neidisch zu sein (Charlie Munger hat sich letztens diesbezüglich konkret geäussert). Ich finde es aber stark von dir, dass du so selbstkritisch dir gegenüber bist. Wahrscheinlich ergeht es aber jedem von uns einmal so, dass wir hin und wieder etwas neidisch sind auf Andere.

  58. -M

    @Jan

    bist du im Fondsgeschäft tätig? Weil du geschrieben hattest das Hobby zum Beruf zu machen.

    ich würde irgendwo sehr gerne in Richtung einer Fondsgesellschaft. Die Union Investment, Deka usw sind eigentlich um die Ecke in FFM.

    …nur irgendwie liest man immer in den Stellenbeschreibungen, dass ein Master Studium benötigt wird usw.

    … da kann ich als „Blöder“ bankfachwirt nicht mit halten, obwohl ich halt wirklich Interesse an der Börse habe…

    grüße

    -M

  59. Sparta

    @-M

    Jan meinte V mit dem Vorschlag ins Fondsgeschäft zu wechseln.

    @O.T.

    Neid lese ich nirgends!

    Nur unterschiedliche Ansichten und Erklärungsmodelle bzw. Versuche.

  60. -M

    @ Sparta, ja das war mir klar.

    wollte trotzdem Jan fragen, ob er bei einer Investmentgesellschaft arbeitet und vlt über ihn ein paar Infos bekommen 🙂

  61. V

    Sparta

    Ja die Unternehmen haben in der Regel nur Produktkandidaten, die noch nicht zugelassen sind. Ich bewerte aufgrund der mir vorliegenden Infos, dazu gehören präklinsche Daten, Studienergebnisse, Infos über die verwendete Technologie, Infos über das Target, Patentschriften zu Technologie, Target,…, Analyse der Konkurrenzprodukte am Markt und in der Entwicklung und viel viel mehr… nur als ein paar Beispiele.

    Sven

    Ja Prognosen sind immer Basis von Kauf- oder Verkaufsentscheidungen. Du kannst die Prognosegüte am Investitionserfolg messen. Mit Glück hat das ganze dann nichts mehr zu tun, wenn es immer und immer wiederholt werden kann und die Trefferquote dauerhaft höher als die aller ist.

    Jan

    Wieso sollte ich mich freiwillig ins Hamsterrad begeben und Fondsmanagement betreiben? Zumal ich bereits darüber nachdenke meinen eigentlichen Job zu reduzieren? Das wäre doch Unfreiheit ohne Not.

    Mir macht das eigene Depotmanagement Spass und ich bin nach Definition der Mehrheit der Blogleser hier bereits finanziell frei. Also null Ambitionen diesbezüglich ..

  62. Sven

    @V

    „Du kannst die Prognosegüte am Investitionserfolg messen. Mit Glück hat das ganze dann nichts mehr zu tun, wenn es immer und immer wiederholt werden kann und die Trefferquote dauerhaft höher als die aller ist.“

    Das hört sich für mich an, wie die Spieler im Casino, die der Überzeugung sind, dass die Wahrscheinlichkeit für die Farbe rot umso höher wird je öfter zuvor schwarz gefallen ist. Das ist natürlich falsch. Bei Buffet ist nun hundertmal hintereinander schwarz gekommen. Die Wahrscheinlichkeit im nächsten Spiel beträgt aber wieder 50:50.

    Es gibt eine statistische Normalverteilung. Und es völlig normal, dass einige Menschen häufiger 6er würfeln als andere. Das ist wirklich Glück. Oder man erklärt es schlüssig, woran es lag.

    Und nein, Buffet hat seinen Erfolg nicht immer und immer wiederholen können. Das siehst Du falsch. Er hat eben ziemlich häufig Erfolg gehabt. Aber nicht immer. Da lag er dann wohl falsch mit seiner „Prognose“. Warum wohl? Wenn die doch so toll sind.

  63. David

    @Sven:

    Du scheinst mit deiner Einstellung ja ziemlich festgefahren zu sein und scheinst kein Argument auch nur annähernd hinzunehmen. Ich möchte dich an dieser Stelle auch nicht bekehren, denn jede Person hat seine eigene Meinung und das ist auch gut so. Wenn ich aber die Wahl habe gleich gut wie die Börse abzuschneiden oder diese zu outperformen, indem ich mich an Warren Buffett hänge, „dem das Glück in den letzten Jahren nur so an den Schuhen geklebt hat“, dann entscheide ich mich für letztere Variante. Und unter dem Strich ist es mir dann auch gleich, ob es mit Glück zu tun hatte oder ob man die Outperformance den Fähigkeiten Buffetts zuordnen kann: Wichtig ist dann nur, dass ich eine ordentliche Rendite eingefahren habe… was ja auch das Ziel des Ganzen ist!

  64. Sven

    Hallo David,

    Deine Argumente habe ich vermutlich überlesen, sorry! Welche waren das nochmal?! „Buffet ist toll und gibt gute Prognosen ab“?

    „Wichtig ist dann nur, dass ich eine ordentliche Rendite eingefahren habe… was ja auch das Ziel des Ganzen ist!“

    Also eigentlich sollte es das Ziel sein, dies bei einem angemessenen Risiko zu tun. Hoffentlich ist Dir schon klar geworden, dass Deine Rendite von einem erhöhten Risiko kam?

     

  65. David

    @Sven:

    Alles klar, dann hatte Buffett also nicht bloss Glück, sondern hat zudem in extrem risikoreiche Aktien investiert und hat nur deshalb eine gute Performance erzielt? Oder nein warte, ich habe ein besseres Argument: Er hat extrem viel Risiko auf sich genommen, denn er hat sein Portfolio nie gross diversifiziert!

    Ich denke wir sind uns einig, dass wir uns nicht einig werden… 😉 Nichtsdestotrotz wünsch ich uns allen gute Investments und ein GLÜCKliches Händchen bei unserer Aktienwahl. 🙂

  66. V

    Sven, alles klar.

    Du bist nicht der erste, der mir durch die Blume erklärt, dass ich seit 20 Jahren lediglich eine bisher nicht endende  Glücksträhne hatte. Da ich dir das Gegenteil nie beweisen können werde ist die Diskussion somit für mich beendet. 😉

    Für alle anderen: Fleiß, Bildung und harte Arbeit ist der Grundstein zum Erfolg. Nur so zwingt man das Glück auf seiner Seite zu sein.

  67. Sven

    @David

    „…Oder nein warte, ich habe ein besseres Argument…“

    Nein, Du hast erkennbar keines!

    @V

    Fleiß, Bildung und harte Arbeit ist der Grundstein zum Erfolg.

    Einverstanden! Das ist der Grundstein. Will ich gern machen! Was ist nun das entscheidende nachdem man den Grundstein hat?

     

  68. Mike

    @Sven

    Ich mag das Wort Glück nicht besonders, besser wäre Zufall, Schicksal und insbesondere Umfeld. Wer in ein schlechtes Umfeld geboren wurde, der hat es nicht einfach trotz Fleiss und harter Arbeit, Bildung wird dann oft schon schwierig. Aber das Argument lasse ich für niemanden in Deutschland gelten, aber wer in den Slums in Indien, Südamerika oder noch schlimmer in Teilen Afrika geboren wurde und vielleicht sogar noch erkrankt, da lasse ich das Argument zu. Da muss auch geholfen werden.

    Hier hat jeder die Möglichkeit, erfolgreich zu werden, wenn er nicht extrem krank ist. Nicht jeder kann Multimillionär oder Milliardär werden, aber jeder kann ein gutes und anständiges Leben und früher oder später finanzielle Freiheit sich „erarbeiten“, auch mit bescheidenem Einkommen, auch wenn es dann schwieriger ist.

  69. Kiev

    @ Sven

    “Was ist nun das entscheidende nachdem man den Grundstein hat?“

    Der Grundstein ist die Eintrittskarte für direkte Investments. Du brauchst Mut, Entschlossenheit, die Bereitschaft das Kapital zu fokussieren und Du musst Risiken eingehen. Am besten Risiken, die Du auch beurteilen kannst. Das schöne dabei ist, Du musst es nicht. Mit einem guten Gehalt und hoher Sparquote reicht die Marktrendite für die Freiheit als Beispiel bereits aus.

    Bei mir wirkt das sichere Gehalt und das bisher erreichte eher als Bremse. Ich kann nicht mehr die Risiken optimal eingehen, da ich mehr auf Sicherung aus bin als Überrenditen. Ich finde es absolut in Ordnung wenn man mit dem bisher erreichten zufrieden ist und dann die Marktrendite anvisiert.. Mich wundert auch nicht, dass vielleicht einige Investoren am Ende auf die Marktrendite runter gehen. Hier wird das erreichte breit abgesichert.

  70. V

    Sven, ich versuche deine Frage bildhaft zu beantworten: der Grundstein (Fleiß, Bildung, harte Arbeit) ist dein Motor. Du suchst nun etwas, das du damit antreiben kannst, damit daraus eine Geldmaschine wird. Finde ein erfolgsversprechendes Tätigkeitsfeld dafür. Bringe die Traktion auf die Straße.

    Das Tätigkeitsumfeld muss dabei nicht unbedingt die Börse sein, wenn du diese nur als Casino wahrnimmst.

  71. Jan

    @-M,

    nein ich bin nicht in der Fondsbranche tätig. Sonst wäre ich vermutlich auch nicht auf dieser Seite unterwegs.

    @V

    Aha. 20 Jahre. Mindestens 10 Jahre davon über 25% p.a. Bruttorendite. Und du denkst erst jetzt daran deinen Job etwas nach unten zu fahren.

    Mir wollte mal bei einem „kostenlosen Tradingseminar“ erklären, dass pro Tag 1% das Minimum ist. Ich bin dann aufgestanden, habe ihn gefragt warum er als einer der reichsten Menschen dieser Erde sich mit dem Fußvolk abgibt und habe den Saal verlassen.

    Du scheinst die Formel zum Gelddrucken gefunden zu haben. Herzlichen Glückwunsch! Du hast das geschafft, was andere Menschen trotz Jahrzehnte langen Studien, mehreren Doktorgraden, Professuren, dem Einsatz von Großrechneranlagen und Orakelbefragung nie erreicht haben. Vermutlich haben sie zu wenig gelernt und sich einfach nicht genügend angestrengt. Und das nebenher zur Arbeit mit ein paar Stündchen mal hier mal da! Genial!

    Du hast es als so überlegener Mensch bestimmt schon gemacht und eine Firma in einem geeigneten Land gegründet und bist drauf und dran in die Forbes-Liste aufgenommen zu werden. Meinen Glückwunsch!

    Und nein, niemand behauptet die Börse sei ein Casino. Es kommt drauf an wie man sich am Tisch verhält.

    „Glaube nicht alles was im Internet steht.“
    – Gaius Julius Cäsar, Entdecker Amerikas.

  72. Sparta

    @Jan & V

    In der dotcom gab es überproportional viele Privatanleger, welche sich ne blutige Nase geholt haben.

    Allerdings kannte ich auch einen in der Firma, welcher rechtzeitig den Absprung geschafft hat… Bestimmte Sektoren boomen abwechselnd (Japan, Russland, Brasilien, Tech`s, Rohstoffe, Biotechs usw.)

    Selbstverständlich gibt es ein paar wenige, welche alpha schaffen können.

    Die Frage, wo sich die Geiser massiv scheiden, ob dies Zufall/Glück oder durch Wissen/Können oder durch die viel höhere Risikobereitschaft (leverage & konzentrierte Investments) zu Stande kommt.

     

    Bei Buffett gibt die 30 seitige Untersuchung von Frazzini relativ genau Auskunft und lässt sich sogar gut mit Faktor-Investing & 1,6 er sehr günstigem Versicherungspräminen-Leverage erklären. Sonstiges (Knowhow, Studium, Geschäftssinn, Informationsvorsprung, Machtbonus usw.) ist sicherlich nicht schlecht und sucht seinesgleichen. Einziger Nachteil ist die Größe, da diese negativ mit dem size Faktor korreliert.

    Das strittige Diskussionsthema bei V`s alpha… na ja, ich will es gar nicht beurteilen, da ich es schlichtweg nicht kann.

    Leider ist es so, dass Menschen beim Thema Geld & Sex mit am meisten zum angeben und Lügen tendieren.

    Ich will das V definitiv nicht unterstellen, bin aber generell sehr skeptisch bei außergewöhnlichen Behauptungen aufgrund dessen, dass sich im Internet ungeprüftes viral schneller verbreitet als Fakten und wissenschaftliche Beiträge. Zudem gibt es durchaus eine große Branche (Investmentbänker, Börsenbriefe, Banken etc.) welche massiv durch steigende Passivgelder zu verlieren haben.

    Sehr krass finde ich, dass man als Familienvater mit Hypothek, zeitweiser Arbeitssuche konzentriert und mit Kredithebel auf Micro-Cap`s, welche noch nicht mal Gewinn erwirtschaften bzw. abhängig von Zulassungen sind, sämtliche Lebensersparnisse setzt…

    Und ich dachte, ich bin ein aggressiver Investor mit einer Aktienquote > 90 %…

    Widersprüchlich finde ich es auch ein wenig, dass man 2008/2009 so leveragt und jetzt beim nächsten Crash erwartet, dass dies das finanzielle Armageddon wird.

    Zukunftsprognoseritis… angeblich gibt es ein paar wissenschaftlich akkreditierte superforecaster, welche sehr gute Trefferquoten haben. Einer davon hat gesagt, auf die Börse kann er seine Fähigkeiten nicht anwenden…

  73. Sven

    @Kiev

    „Der Grundstein ist die Eintrittskarte für direkte Investments. Du brauchst Mut, Entschlossenheit, die Bereitschaft das Kapital zu fokussieren und Du musst Risiken eingehen.“

    Ja, klar…wenn man höhere Risiken eingeht, kann man höhere Gewinne machen. Das ist aber auch längst bekannt. Und es funktioniert natürlich nur, wenn sich die höheren Risiken nicht verwirklichen. Man braucht also Glück.

  74. V

    Sparta, ein paar Sachen hast du da etwas bunt zusammengewürfelt. Aber egal, ich habe keine Lust nochmal alles exakt darzulegen …

    Ich habe schon mal geschrieben: Wer mich für einen Lügner hält und sich damit besser fühlt, der darf das gerne. Scheinbar haben manche ein Problem mit meinem bisherigen Weg. Damit habe ich kein Problem, denn wie sagte Tim neulich in einem Artikel so schön (sinngemäß): Viele wollen sich reich zeigen und fühlen obwohl sie es nicht sind. Ich nicht, ich bin es einfach.

    Das sehe ich für mich jetzt einfach auch so. Und du kannst dir weiter überlegen, ob das alles erlogen ist…:-)

  75. V

    Nein, Sven, man braucht Wissen/Gespür/Erfahrung um Chancen/Risiken besser zu erkennen bzw. zu vermeiden als andere. Das ist per definitione kein Glück. Das ist aktives Arbeiten an seinem Erfolg.

    (letztes Statement meinerseits zu diesem Thema)

  76. Kiev

    @Sven

    Mehr Rendite muss nicht immer höheres Risiken bedeuten. Wenn Du z.b. genug Geld für ein 8 Fam Haus hast, dass Du gerne per Buy and hold halten möchtest, so kann man auch so rechnen.

    Der Quadratmeter kostet vielleicht nur 2100€. Die Wohnungen sind in Ordnung. Wenn man aber renoviert, dann muss man alles machen. Substanz von Haus ist sehr gut inkl. Dach. Die Miete ist weit unter Markt. Es gibt nur 3,3% auf den Kaufpreis. Aber Steigerungen sind bald möglich. Eine Einheit ist gerade frei geworden. 1.1Mio. Miete Potential knapp 70k. Etw Potential mind. 1.5 Mio. Aber zeitlich strecken.

    Wenn ich es gekauft hätte, so hätte ich die freie Einheit teilmöbliert als WG vermietet. Das hätte ich ebenfalls bei zukünftigen Mieterwechseln so durchgezogen. Ich hätte versucht ohne Ausgaben das Objekt über die 10 Jahre zu bringen und dabei die Miete mit eigener Arbeit auf ein sehr gutes Niveau gebracht. Mein Ziel wäre über 6%.

    Ich hätte sogar eine Versicherung gegen unrentabilität. WEG Gründung. Nach 10 Jahren hätte ich vermutlich zwei Einheiten verkaufen dürfen. Sehr wahrscheinlich nicht unter 3k pro qm.

    Da waren ein paar hätte drinnen. Ich habe das MFH nicht gekauft. Vielleicht gehört auch Glück dazu, dass man damit Erfolg am Ende hat. Wenn ich nur Pech haben würde, so würde mir nichts gelingen. Für mein freies Kapital, war mir das Risiko für den Zustand der Wohnungen etwas zu hoch. Es ist ja auch ein 8 Fam Haus. Hätte ich 200k mehr, so würde ich es sehr vermutlich in hohe Rentabilität bringen können.

    Anderes Beispiel. Ich verdiene aktuell das Doppelte zu meiner Frau. Sie hat auch weniger Stunden, aber das meine ich nicht. Ich bin mit meinem Gehalt relativ weit oben angekommen. Mein Chance Risiko Verhältnis ist wesentlich schlechter als das meiner Frau. Das sollte leicht nachvollziehbar sein. Wir schauen gerade sie auf neue Bahnen zu bringen. Es ist schon gelungen, aber da geht noch was…

    Ja wir gehen natürlich etwas Risiko ein. Es ist aber überschaubar. Wir gehen ein kleines Risiko mit mehr Potential ein.

    Es gehört immer Risiko dazu, wenn man eine hohe Rendite haben möchte. Es ist wichtig das Risiko einschätzen zu können. Man kann auch Exit Strategien und Einbußen abschätzen. Den Totalverlust kann man natürlich nie einfach hinnehmen. Wenn in dem 8 Fam Haus wirklich alle Parteien von heute auf morgen keine Miete zahlen würden, würde ich recht bald Schwierigkeiten bekommen. Das wird aber nicht eintreffen. Wenn ich selbst solch unwahrscheinliche Fälle absichern will werde ich nie eine nennenswerte Rendite erzielen. Die Garantie für die 4% oder 3% Regel gibt es auch nicht. Es gibt Fonds mit Garantie. Die haben aber eine andere Rendite.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg! Über Dekaden stur in ETF in allen Marktlagen einzahlen ist auch eine Leistung, die viele nicht durchziehen würden.

  77. V

    Unternehmer gehen (auch) Risiken ein. Wieso sind einige erfolgreicher als andere? Die einen gehen pleite, die anderen durch die Decke. Halt, ich habe jetzt die Erklärung dafür: alles nur Glück!! Die Welt ist ja sooo einfach.

  78. Sparta

    @Free

    Ich finde es auch merkwürdig, wenn man Buffett nur & ausschließlich Glück vorwirft. Ich muss da immer wieder an Ronaldo und Messi denken. 😉

    Klar hat er sich auch schon selbst geäußert, dass er Glück in der Samenbanklotterie hatte. Auch hätte die Geschichte mit Salomon Brothers bei einem anderen Ausgang durchaus Potential gehabt die „Legende“ zu zerstören. Ebenso hätte ein Verletzung & die Einbuchtung wegen Steuerhinterziehung die anderen Legenden zerstören können.

    Walter Schloss hat 2001 übrigens hingeworfen, da er in der heutigen/damaligen Zeit einfach keine unterbewerteten Unternehmen mehr findet.

    Graham wurde zitiert, dass die Wertpapieranalyse noch in seinen Anfangsjahrzehnten ein lohnendes Geschäft war und heute nicht mehr. Kur vor seinem Tod soll er angeblich gesagt haben, er würde inzwischen auf der Seite der EMT stehen…

    Auch ist das Argument das Buffett die EMT widerlegt genauso falsch, wie Rauchen ist gesund, denn er ist Kettenraucher und 105 Jahre alt…

    Dogmatismus und diese ewigen unseligen Grabenkämpfe, welche in Wahrheit Glaubens- und gegenseitige Ignoranzkämpfe sind, sind Zeitverschwendung.

    Eine friedliche Koexistenz sollte eigentlich möglich sein, aber da man ja bewusst die „andere Seite“ falsch verstehen möchte, bzw. manche sich in Ihrer Ehre gekränkt fühlen, scheint es unmöglich.

    PS: Ein Freund von mir hat im Lotto gewonnen und eine Freundin hat die Diagnose einer zur Zeit unheilbaren Krankheit vor kurzem bekommen…

    Es sind vielschichtige Faktoren: Können, Ausbildung, Willen, Strebsamkeit, Fleiß, Resilienz, Geburtsort, Familie, Prägung, Gesundheit, Unfälle und Schicksalsschläge, richtiges Zeitfenster in dem man lebt, bzw. in welchem man diese Informationen bekommt…

    Viele großen Denker sind eher demütig.

  79. David

    @Freelancer:

    Danke für den Artikel. Die Passage, welche mir am besten gefällt ist die nachfolgende:

    Etwas möchte ich hier noch kurz einwerfen: Mich verblüfft es immer wieder, wie der Ansatz, einen Dollar für 40 Cent zu kaufen, Leute entweder sofort anspricht oder nie. Als würde man geimpft werden: Wer nicht sofort darauf anspricht, der spricht auch nach meiner Erfahrung dann nicht darauf an, auch wenn Sie jahrelang auf ihn einreden und ihm immer wieder die Ergebnisse aufzeigen. Solche Leute scheinen einfach nicht fähig zu sein, das Konzept zu begreifen, so einfach es auch ist. Jemand wie Rick Guerin, der keine formelle Ausbildung in Betriebswirtschaft hat, versteht den Wertansatz der Anlage sofort und wendet ihn fünf Minuten später an. Ich habe nie jemanden kennen gelernt, der sich über eine Zeit von 10 Jahren dieser Methode allmählich angenähert hätte. Es scheint keine Sache eines IQs oder einer akademischen Ausbildung zu sein. Entweder schlägt es wie ein Blitz ein oder nicht.

  80. Sven

    @Sparta

    „Ich finde es auch merkwürdig, wenn man Buffett nur & ausschließlich Glück vorwirft.“

    Und ich finde es wiederum merkwürdig, dass Du das für einen Vorwurf hältst. Niemand wirft ihm Glück vor, sondern ich stelle fest, dass das so ist. Das stelle ich deshalb fest, weil es niemand anders erklären kann, einschließlich Buffet selbst.

    Eine friedliche Koexistenz sollte eigentlich möglich sein…

    Die ist auch möglich und findet hier auch tatsächlich statt. Deine Wahrnehmungswelt scheint eine komplett andere zu sein als meine.

    Wenn man jeden Meinungsunterschied bereits als Unfrieden oder Krieg begreift, hat man natürlich ein schweres Leben.

     

    @Freelancer Sebastian

    Der alte Mann, der bisher einfach nur „Glück“ hatte, hat eine ganze Menge mehr auf dem Kasten, als du und ich…

    Das mag sein. Ich nehme aber nicht an, dass das reicht, denn es gibt noch viele Menschen auf der Welt, die mehr auf dem Kasten haben als Du und ich. Ich würde es daher vorziehen, wenn er mir sagen würde, was nun den Unterschied zu anderen Investoren ausmacht, die auch was auf dem Kasten haben und alle die von Sparta aufgezählten Eigenschaften, einschließlich Familie und Gesundheit, auch haben.

    Ich habe keine Ahnung, wie man mit Familie und Gesundheit ein Starinvestor wird, oder warum das ursächlich sein soll?

    In dem verlinkten Artikel wird abermals so getan, als gäbe es keine erfolglosen Valueinvestoren. Auch wird so getan, als seien alle erfolgreichen Investoren Valueinvestoren. Andere erfolgsversprechende Strategien gibt es angeblich nicht.

    Im übrigen ist es allgemein anerkannt, dass Value mit einer Faktorprämie belohnt wurde. Sogar Kommer sagt das. Value bedeutet nun einmal erhöhtes Risiko.

  81. Freelancer Sebastian

    @ Sven

    Im übrigen ist es allgemein anerkannt, dass Value mit einer Faktorprämie belohnt wurde. Sogar Kommer sagt das. Value bedeutet nun einmal erhöhtes Risiko.

    Was bezeichnest du als „Value“ und warum sollte es riskanter sein?

    Du hast den verlinkten Text scheinbar nicht richtig gelesen.

    Wenn die rationale und stets effiziente Börsenmeute in Panik ausgezeichnete Papiere verschleudert und die Preise für den Valueinvestor attraktiv werden, SINKT das Risiko.

    Richtig gelesen. Du erhältst also bei weniger Risiko mehr Rendite!

    Das widerspricht natürlich der reinen Lehre. Wer an seinem Dogma klebt, hat Schwierigkeiten, das zu akzeptieren. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

    Aber gut, jeder hat da seine spezielle, eigene Meinung. Kann ich mit leben.

  82. David

    @Sven:

    Deine Hauptaussage scheint ja diejenige zu sein, dass sämtliche erfolgreiche Investoren ihr Reichtum lediglich ihrem Glück und nicht ihrem Können zu verdanken haben. Was mich aber viel mehr Wunder nimmt: Was ist deine Hauptmessage? Was willst du damit zu Ausdruck bringen? Dass man besser in ETFs investieren soll, weil man den Markt ohnehin nicht schlagen kann? Dass man der Börse fernbleiben soll, weil es sich um ein Casino handelt und man nur mit Glück kein Geld verliert? Dass du nicht daran glaubst, dass man finanzielle Freiheit erreichen kann? Dass alle hier im Blog naiv sind, weil sie an den Erfolg an der Börse glauben? Denn allein die Tatsache, dass alle erfolgreiche Investoren mehr Glück als Verstand haben ist zwar eine Aussage, die für sich alleine aber noch keinen Sinn macht, resp. niemenden hier weiterbringt, solange man daraus keine Schlussfolgerung ziehen kann…

  83. Sparta

    @Sven

    Wie bereits geschrieben hat Frazzini das Buffett-System gut dargelegt.

    Mein Leben ist recht angenehm. Danke für Deine Fürsorge! ?

  84. Sven

    @Freelancer Sebastian

    Das widerspricht natürlich der reinen Lehre.

    So ist es! Deshalb sage ich ja, dass es Glück war.

    Wieso bei Panik das Risiko sinkt, must Du mir bitte nochmal genauer erklären

    Den Artikel habe ich in der Tat nicht zu Ende gelesen. Wenn jemand im Rückblick erfolgreiche Investoren benennt und dies als Argument anführt, dann schalte ich ab. Das kann ich auch und hat nichts mit Wissenschaft zu tun.

    Ihr könnt im Rückblick immer alles hervorragend beurteilen. Und im Rückblick sieht man auch, wer richtig und wer falsch lag.
    Aber warum beurteilen wir es nicht ex ante? Dem Vernehmen nach ist Mr. Buffet groß bei Apple eingestiegen. Wenn man den Finanzportalen Glauben schenken darf, haben die einen Buchwert von ca. 22 Euro und werden bei ca. 160 Euro gehandelt.
    Wo bezahlt man hier denn jetzt 50 Cent für 1 Euro?
    Ist Apple weniger riskant als andere Dinge? Warum?

  85. Sven

    @David

    „Deine Hauptaussage scheint ja diejenige zu sein, dass sämtliche erfolgreiche Investoren ihr Reichtum lediglich ihrem Glück und nicht ihrem Können zu verdanken haben.“

    Gut erkannt!

    „Was ist deine Hauptmessage? Was willst du damit zu Ausdruck bringen?“

    Nichts anderes als das, was Du oben geschrieben hast. Ich bin nicht Moses, der eine Message hat. Ich habe auch keinen Berg erklommen und bin mit neuen Erkenntnissen zurückgekehrt. Es geht schlichtweg um wissenschaftliche Erkenntnisse, die seit Jahrzehnten bekannt sind, und nicht darum irgendwelche Leute zu finden, die in der Vergangenheit erfolgreich waren. Das hat mit Wissenschaft nichts zu tun. Man wird sie finden!

    „Denn allein die Tatsache, dass alle erfolgreiche Investoren mehr Glück als Verstand haben ist zwar eine Aussage, die für sich alleine aber noch keinen Sinn macht, resp. niemenden hier weiterbringt, solange man daraus keine Schlussfolgerung ziehen kann…“

    Ich kann daraus für mich Schlussfolgerungen ziehen. Wenn andere das nicht können, ist das deren Pech. Es geht mir nur darum, eine wissenschaftliche Faktenlage zur Kenntnis zu nehmen. Und die lautet, dass die Gesamtheit von tausenden und abertausenden Investoren keine anderen Ergebnisse produziert als ein Würfel.

    Damit ist nun nicht ausgeschlossen, dass es nicht doch einzelne Menschen gibt, die eventuell einfach besser sind. Das lässt sich aber weder erklären noch beweisen. Also halte ich mich an dem, was bewiesen ist, fest. Nicht mehr und nicht weniger.

    Andere hingegen gehen von Umständen aus, die eben nicht bewiesen sind.

    Wie man daraus schließen kann, dass die Börse ein Casino ist, ist mir rätselhaft. Was ich mit dem Begriff „finanzielle Freiheit“ anfangen soll, weiß ich auch nicht. Ich weiß nicht, was das ist. Und was Du unter „Erfolg an der Börse“ verstehst, weiß ich auch nicht. Wenn Du mit Erfolg meinst, dass Du dauerhaft und mit hinreichender Sicherheit eine höhere Rendite erzielen kannst als der Durchschnitt der Marktteilnehmer….? Nein, das kannst Du nicht!

     

  86. Thomas der Sparkojote

    Hallo zusammen,

    Ich bin hauptberuflich leidenschaftlich Marienkäfer Forscher (speziell die Gattung: Asiatische Marienkäfer). Ich arbeite fleissig und hart täglich 10-12 Stunden an meinen Forschungen.

    Was mache ich falsch, ich mag meinen Job aber das grosse Gehalt kommt einfach nicht. Wie soll ich so investieren können?

    -Ironie Off und nichts gegen Marienkäfer Forscher jeglicher Art 😉

    Um zum eigentlichen Thema zu kommen: Gück passiert nicht einfach so, Glück ist vielmehr ein Produkt von Fleiss, Anstrenung und harter Arbeit in einem Bereich der Mehrwert für andere generiert. Natürlich wird man mit jeder Idee nicht erfolgreich obwohl sie einen Mehrwert generiert. Vielleicht war man einfach zu früh oder bereits zu spät dran. Der Zeitpunkt ist also auch enorm wichtig. Glück ist meiner Meinung nach viel mehr ein Wort hinter dem sich Leute verstecken die meinen Sie Selbst oder andere Leute hätten es nicht verdient. Siehe auch das Hochstapler-Syndrom/Impostor-Syndrom. Was ich damit sagen will Glück kann man bis zu einem gewissen Grad „steuern“ oder dem Glück die Möglichkeit geben auf einen zu zu kommen. Im Lotto gewinnt man auch nur wenn man einen Lottoschein ausfüllt (wobei die Chance ja dennoch arg niedrig ist). Es gibt definitiv Aktien/Menschen die mehr von „Glück“ gesegnet sind als andere, das liegt vermutlich aber auch an ihnen selbst und an deren Einstellung zum Leben.

    Wenn das Leben von Buffet also nur aus Glück bestehen sollte, dann müsste er wohl einfach ein paar mal Lotto spielen, dann hätte sich die Sache doch auch erledigt oder (FETTE RENDITE GARANTIERT) <3

    Grüsse
    Thomas

  87. Sven

    @Thomas der Sparkojote

    „Gück passiert nicht einfach so, Glück ist vielmehr ein Produkt von Fleiss, Anstrenung und harter Arbeit in einem Bereich der Mehrwert für andere generiert.“

    Dann hau mal rein! Es kann bei Dir bis zur ersten Milliarde ja nur noch eine Frage der Zeit sein.

    Oder hast Du nicht genug Fleiß? Fehlt Dir die Anstrengungsbereitschaft? Oder hast Du keinen Bock auf Arbeit?

    Du solltest Dir ein Beispiel an Mr. Buffet nehmen. Der kommt täglich schweißgebadet und völlig fertig aus dem Büro.

  88. Kiev

    @ Thomas der Sparkojote

    Du hast Erfolg/Glück sehr gut beschrieben.

    Zum Lotto: Es ist richtig, dass man selbst für einen Lotto Gewinn mit dem Ausfüllen und Abgeben des Scheins etwas tun muss. Hier stellt sich die Frage, ob man die Hoffnung auf die Erfüllung des eigenen finanziellen Glückes in die Hände von anderen legt, oder ob man nicht besser selbst aktiv das Geld investiert.

    Du bist mit Deinem Business, Lebensstil, Webseite und Investments selbst ein gutes Beispiel wie man Optionen für Glück in dem einen oder anderen Bereich aufbaut.

    @ Sven

    Man kann Erfolgsmodelle nicht unendlich hochskalieren. Manche Modelle funktionieren nur durch eigenes Engagement oder in Nischen sehr gut.  Ab einer gewissen Größe stagniert es dann, oder die Konkurrenz überrent einen. Schaue Dir einmal ein Interview von Jeff Bezos an. Er ist immer noch sehr motiviert hart für seine Ziele zu arbeiten. Das ist der Hauptgrund für seinen andauernden Erfolg.
    Ich habe aktuell keine Passion für die ich mich dermaßen reinknien würde. Ja, ich habe nicht genug Fleiß, ich arbeite nicht hart genug und mir fehlt auch ein sehr gutes Geschäftsmodell um sehr erfolgreich zu werden. Ich gönne Buffet, Bezos usw. ihren Erfolg.
    Glücklich kann man zum Glück ja mit weit weniger als einer Milliarden werden.

  89. Thomas der Sparkojote

    @Kiev

    Danke dir 🙂 Und wie du richtig erfasst hast sind es nur Optionen, ob in in den jeweiligen Bereichen überdurchschnittlich gut abschneide hängt dann wieder etwas vom Glück ab wobei man es ja bedingt etwas steuern kann. Ich persönlich spiele kein Lotto, verüble es aber auch niemandem der sporadisch spielt.

    Und du hast vollkommen recht irgenwann erreicht man mit dem was man macht sein Zenit, was nicht umbedingt schlecht sein muss. Ich wage zu behaupten das die meisten auch schon mit viel viel weniger zufrieden sind. Ich selbst bin glücklich, logisch kann immer alles etwas besser sein. Aber beklagen und jammern tue ich nicht, mir gehts gut. Wir haben vermutlich eine ähnliche Sicht auf diese Dinge. Freut mich.

    @Sven

    Eine Milliarde wäre schön, dann hat man echt keine Geld sorgen mehr. Mir reichen allerdings 2-3 Millionen reichlich. Mir ist vollkommen klar das die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist ein Milliarden Business zu Gründen. In der Regel ist dieser Ansporn auch nicht genug. Ich denke ein Jeff oder ein Warren macht es nicht des Geldes wegen, sondern um derren Können, derren Leidenschaft zu beweisen oder was auch immer deren innerer Antrieb ist. Mein Antrieb ist es ein glückliches bescheidenes Leben zu führen, nie Geldsorgen zu haben, nebenbei Merchandise und TCG’s zu verkaufen (was zu meinen Hobbys gehört), Wissen zu vermitteln und anderen zu Helfen. All diese Tätigkeiten würde ich selbst wenn ich finanziell Frei wäre machen. Gleichzeitig mache ich ja schon einiges davon völlig unentgeltlich in meiner Freizeit. Wieso soll man also umbedingt die Milliare haben? Es soll einfach ein individueller Betrag sein der es einem ermöglich seinen Leidenschaften hinterher zu gehen ohne umbedingt auf das Gehalt achten zu müssen. Später kann man dann auch die Ausbildugn der Kinder finanzieren und stufenweise oder beim Ableben einen Batzen zu vererben. Natürlich muss man dann auch den Kindern Finanzen etwas näher bringen 😉

    Ich sehe aber ein das deine Argument durchaus stimmig sein können. Aber es gibt immer verschiedene Sichtweisen auf das Leben. Genauso wie bei Gläubigen und Ungläubigen, Linke und Rechte etc., jeder hat halt seine Ansicht und diese gibt er Kund aber dennoch muss man das Gegenüber akzeptieren. Ich habe also meine Sichtweise und du deine, nichts verkehrt daran. Schöne Woche nocht 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *