Wie du mit 600 Euro im Monat Millionär wirst

Leser schreiben mir, dass es ihnen so schwer fällt, zu sparen. Ich weiß, wir werden von Werbung bombardiert. Und wir wollen stets schick und modern erscheinen. Der Druck ist groß, mit Freunden, Kollegen und Nachbarn mitzuhalten beim Konsum.

Dabei können schon kleine Summen viel bewirken. Nimm nur 400 Euro im Monat, die du in einen ETF-Sparplan steckst. Eine Rendite von sechs Prozent unterstellt, kommen nach 30 Jahren 403.000 Euro zusammen. Wer emsiger ist und 600 Euro monatlich investiert, hat 1,2 Millionen Euro nach 40 Jahren:

Aus 600 Euro im Monat werden nach 40 Jahren 1,2 Millionen Euro.

Apropos Sparen, ich habe einen spannenden Leserbrief eines Lageristen erhalten. Den Gastbeitrag des Familienvaters gibt es bald in diesem Blog.

Niemand kann die Börse timen oder kennt die Zukunft

Ich kann die Börse nicht timen. Ich weiß nicht, wohin sie laufen und was passieren wird. Es gibt so viele Prognosen. Es gibt einen wilden Prognose-Dschungel in den Medien. Doch sind wir ehrlich: Niemand kann wissen, was passieren wird. Die “Experten” erklären dir trotzdem jeden Tag in den Medien die Börse, dabei blicken sie in die Glaskugel, ohne es dem Zuschauer klipp und klar zu sagen. Es sind Vermutungen. Blabla. Sie sind Schauspieler auf der Bühne. Es ist ein Theaterstück. Sie verkaufen dir Luft in Tüten, wenn sie Prognosen abgeben.

Fakt ist: Wir wissen aus der Historie, dass langfristig die Börse steigt. Das ist aber auch alles. Deshalb mache ich “extremes Buy and Hold”. Ich kann dieses Geschwafel der Krisenpropheten und Banker in den Medien nicht mehr hören.

Die einen warnen vor der Mega-Inflation im Sommer und raten, jetzt schnell den Urlaub zu buchen, weil bald die Preise durch die Decke gehen würden. Die anderen machen Angst vorm Börsencrash und raten, Gold, Streuobstwiesen und Whisky zu kaufen und massiv Cash zu horten für den Krisenfall.

Lass die Propheten labern: Steck dein Geld jeden Monat stur in die Aktien-Maschine

Besser ist es jeden Monat stur und stetig in den Aktienmarkt gestreut zu investieren. Gestalte dein Leben so, dass du am Monatsende immer etwas zum Investieren übrig hast. Zieh das durch. Nach einigen Jahrzehnten kann erhebliches Vermögen entstehen.

Umso besser ist es natürlich, wenn du gut verdienst und genügsam lebst. Eine relativ kleine Wohnfläche, ein bescheidenes Auto – das ist möglich. Ich könnte mir eine wesentlich größere Wohnung in Manhattan leisten. Sogar direkt am Central Park. Brauche ich das? Nein.

Manch einer reist international als Teil der Arbeit. Das spart Geld. Niemand muss auf Urlaube verzichten. Auch das Treffen im Restaurant mit Freunden/Familie muss sich niemand vom Munde absparen. Du kannst sogar Geld spenden und hast trotzdem noch reichlich zum Investieren.

Ich habe ein paar wichtige Lehren von meinen Eltern gelernt:

  • weniger ausgeben als rein kommt.
  • Zinseszins ist ein Wunder. Nutze ihn.
  • Mein Verhältnis zur Arbeit war immer mich anzustrengen.
  • Ich habe gelernt, ehrlich zu sein.
  • Ich sah meinen Job wie eine Kooperation (fast wie eine Freundschaft). Ich tat das, was ich für richtig hielt. Ich brachte meine Gaben so gut ein, wie ich konnte. Es machte mir Spaß. Mein Gehalt war ein guter Indikator dafür, dass ich wertvoll für die Firma war. 

Als mir der Job im Controlling/Buchhaltung als Betriebswirt keinen Spass mehr machte, kündigte ich. Ich ging zur Uni Hohenheim und machte ein Studium des Journalismus. Das hat mich immer gereizt. Meine Ersparnisse bedeuteten, dass ich zwei Jahre mit wenig Gehalt als Student keinerlei Probleme hatte. Zumal ich ins Studentenwohnheim zog. 

Genügsamkeit und Ersparnisse geben dir mehr Wahlmöglichkeiten

Meine Ersparnisse meiner Jugend wachsen immer noch leise im Hintergrund. Mein Set-It-and-Forget-It-Depot ist explodiert. Es hat nichts mit hoher Intelligenz zu tun, sondern nur mit dem Zinseszins.

Spare so früh wie möglich, wenn du es kannst. Es bringt dir später enorme finanzielle Möglichkeiten. Vor allem Frauen sollten das beherzigen, die Altersarmut unter Frauen ist in Deutschland beschämend hoch. Mach dich nach Möglichkeit nicht abhängig von deinem Partner/Partnerin. Bau dir etwas eigenes auf. Das ist gut fürs Selbstbewusstsein. Wer kein Geld für die Altersvorsorge übrig hat, sucht sich einen Nebenjob und steckt das Geld konsequent in einen ETF/Aktien.

 

Es geht ja nicht in erster Linie darum, faul am Strand zu liegen den ganzen Tag, sondern dir Wahlmöglichkeiten an die Hand zu geben. Etwa den Frühruhestand, einen unkonventionellen Beruf zu wählen, Teilzeit zu arbeiten oder ein Projekt zu verfolgen, das dir am Herzen liegt. Strukturiere ein für dich sinnvolles Leben. Und nicht ein Leben für andere. Ewig im Hamsterrad bestehend aus Konsum, Schulden und Angeberei zu stecken, macht keinen Spass. Um dann erst mit 67 bei knapper Kasse in Rente zu können? Das klingt nicht nach einem Traum.

Fazit: Investier an der Börse langfristig. Bleib am Ball. Verkaufe nicht während der Sparphase. Stocke stetig auf. Höre nicht auf Crashpropheten und Pessimisten.

Über deine Stimme beim Blogwettbewerb “Black Bull Award 2021” würde ich mich freuen.

PS: Die Abstimmungsphase vom “Black Bull Award 2021” nähert sich dem Ende zu. Bis einschließlich Montag, den 15. März, können noch Stimmen in der Kategorie “Finanzblog des Jahres” gesammelt werden. Ich würde mich über deine Stimme freuen. Die Communities geben Vollgas. Zahlreiche Stimmen sind bereits eingegangen. Bisher setzt sich noch kein Blogger nach oben ab, somit ist noch alles offen. Über deine Stimme würde ich mich freuen.

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  1. @Krisenpropheten:
    Jedesmal wenn in der Welt irgendetwas passiert, oder auch nur zu passieren “droht”, kommt eine Welle medialer Superlative über uns. Sogenannte “Experten” bekommen Schnappatmung und penetrieren die Anleger mit Hysterie und Aufgeregtheiten.
    Vom täglichen Geplapper und der “Börsenpornographie” lasse ich mir die Sinne nicht vernebeln. Aber das darf natürlich jeder für sich selbst entscheiden  😉
     

  2. @Pat: Lässt sich auf der Seite auch mit Steuer rechnen, dann komme ich immer noch auf eine knappe Million. 
    Es geht hier aber auch weniger um die exakte Zahl als vielmehr das Verständnis dahinter: Zeit ist Geld

  3. Hat relativ wenig mit Milchmädchenrechnung zu tun: Steuer wird nur/erst bei Verkauf fällig, ob bzw. wie die Besteuerung von Kapitalerträgen in 30 bzw. 40 Jahren aussieht, weiß keiner. Und wer mit heutigen Steuern rechnen will, kann die gut 26% Steuer bei Komplettverkauf halt manuell abziehen. 
    Ähnliches gilt für Inflationsraten, die sind nicht abschätzbar und wer da Prognosen anstellen will, kann sich den Kaufkraftverlust manuell ausrechnen um zu sehen, was er sich von den 1.2Mio. (-Steuer) aus dem Rechenbeispiel in 40 Jahren noch kaufen könnte… 
     

  4. @ Stefan

    Danke.

    @ Pat

    Das stimmt nicht. Die US Börse steigt seit über 100 Jahren um über 10% per annum. Da kannst du die Inflation abziehen und landest bei 6 oder 7%.

    Hinzu kommt, dass ich die Sparsumme mit 600 Euro gleich gelassen habe über 40 Jahre. Dabei steigen die Löhne und Gehälter über 40 Jahre. Damit könntest du mehr sparen als die 400 oder 600 Euro.

  5. @Tim,
    ein guter Artikel, ich habe ähnliche Lehren von meinen Eltern mit auf den Weg bekommen, durchaus nicht zu meinem Nachteil. 
    Thema Frauen und Finanzen, ich gebe Dir Recht, da müssen Frauen noch aufholen, es gibt aber auch Männer die mit Geld nicht können.
    Nicht Alle vermögen jeden Monat 400-600 Euro zu sparen und zu investieren, Manche fangen mal an und wenn dann irgendein verlockender Urlaub oder sonstiger Konsumartikel reizt, so heben sie das Geld wieder ab, das habe ich nie getan, hier ist Durchhaltevermögen angesagt, aber 40 Jahre sind eine lange Zeit. 
     
    Da liebe ich das Motto “Stur und Stetig”, Dürreperioden muss man aushalten können, im Leben wechseln auch gute und weniger gute Phasen einander ab. 
     
    @ Mark 85, 
    Bitcoin legt weiter zu, absolut spannend! Du hattest einen guten Riecher.
     
    @-M
    June vermisse ich auch, was sie wohl macht? vielleicht schreibt sie ja irgendwann wieder hier mit, wäre schön.

  6. @Tim
    Schöner Artikel ! 
    Ich werde wohl Millionär 😉 meine Frau ist noch nicht überzeugt, muss ich dazu sagen. Sie denkt kleiner. 
     
    @Tobs
    Alter, Clickbait! Jetzt muss ich mir die hübschen Damen doch mal ansehen bevor ich abstimme. Sry, Tim 😉
    -M

  7. @ Tobs

    Danke für deine Stimme. Dann muss ich wohl abends eine Gesichtsmaske auftragen von Chanel oder so?

    @ Steff

    @ Stefan

    Wow. Merci.

     

    @ CyroTrix

    Genau. So macht man das.

  8. Gerne.
    Meine Frau ist auch Fan. Sie ist Lehrerin und gibt demnächst einen Projektkurs zum Abitur mit dem Thema “finanzielle Bildung”. 
    Dazu hast Du sie inspiriert. 

  9. Stimme für Tim abgegeben
    Kurze Frage: Ich spare derzeit 1.000 € im Vanguard All world (thes.).
    Um den Steuerfreibetrag auszuschöpfen, würde ich ab sofort die ausschüttende Variante besparen. Macht das Sinn oder wäre das langfristig Von Nachteil? Bedenken hätte ich dahingehend, dass der Freibetrag irgendwann ersatzlos abgeschafft wird. 

  10. Abgestimmt für Tim Schäfer. Schöner Artikel. Hab das Auto auch auf einen kultigen, 17Jahre alten Benz reduziert. Dafür nur ein Monatslohn geopfert. Viel entspannter… keine Sorge um Kratzer,Beulen etc. 
    LG Thomas 

  11. Tim, vielleicht solltest Du vor dem 15.03 noch ein Video veröffentlichen und diesen “Award” erwähnen. 
    Soweit ich die letzten Deiner Videos verfolgt habe, so hattest Du, so glaube ich, nichts davon erwähnt.
    Ich kann mich aber auch täuschen. 
    Gruß 
    Stefan
     

  12. Ich weiß nicht, wie oft ich schon mit genau diesem Sparplanrechner herumgespielt und mich ,,reich” gerechnet habe. Träumen muss erlaubt sein. 😀

  13. Tim konnte die Zahlen richtig eingeben und über so einen Zeitraum ist dies deutlich wahrscheinlicher als mit 27 und als Intensivpfleger (wobei es wenige so verrückte Geschichten gibt).
    Allerdings sind 40 Lebensjahre eine bedeutende Lebenszeitspanne und der Weg sollte schon passen, bzw. das Leben bis dahin sollte nicht nur dem einen Ziel “Millionär” untergeordnet sein… weil man dann endlich glücklich und frei ist, oder dies zu glauben scheint…
    Man ist dann auch alt (je nach Startalter) und die Gesundheit, Fitness früherer Jahre ist mehr Wert als alles Geld.

  14. Ich habe auch für Tim abgestimmt. Als Dankeschön darf man kostenlos am Finanzkongress teilnehmen. Unter den Rednern sind Menschen wie Robert Kiyosaki, Julian Hosp und Gerald Hörhan zu finden. Megagut. 🙂

  15. Für 6% Nettorendite braucht es ca. 10-12% Bruttorendite (Steuern + Inflation, abhängig je nach Land und Gegebenheit), was langfristig möglich ist aber knapp, die nächsten 10 Jahre vermuten viele Investment-Korephäen wie Buffett, Munger & Co. ja weniger. 
    Die Bruttorenditen von Schweizer Pensionskassen lagen die letzten 15 Jahre im Schnitt bei 3.5%, was doch ziemlich bitter ist, aber man legt das Geld oft nur zu einem Anteil unter 30% in Aktien, das Meiste geht in Anleihen und der Rest in Immobilien. Man siehe auch die Performance von Hedgefunds und Private Equity, insbesondere Hedgefunds kann man rauchen, die sind nur für die Manager interessant.
    https://investrends.ch/aktuell/news/grosse-schweizer-pensionskassen-sind-rendite-spitzenreiter/
    So viel wird einbezahlt vom pensionskassenpflichtigen Lohn je Altersstufe:
    25-34 Jahre 7%
    35-44 Jahre 10%
    45-54 Jahre 15%
    55-65 Jahre 18%
    Ich finde das Modell der 3 Säulen gut, aber hier haben Leute das Gesetz gemacht die wohl noch nie etwas von Zinseszins gehört haben. Man könnte also deutlich mehr rausholen mit weniger Beiträgen, wenn man dies mittelt. Das ist auch ein Mitgrund weshalb Arbeitslose 55+ kaum noch eine Stelle finden.

  16. Wie du mit 600 Euro im Monat Millionär wirst
    >das heißt , mit spätestens  dem 20. Lebensjahr zu beginnen, so dass man ab dem 60.Lebensjahr in den Genuss kommt, davon zu leben !! So eine exponentielle Sparleistung ist nur den wenigsten “Mittelschicht Durchschnittsverdiener” vorbehalten, die das 99% ige  Lebenskonzept, hoher Konsum, Job Verlust /Veränderung, Kinder, evtl.Scheidung, beeinhaltet !!!

  17. Hallo Tim,
    bin eher der stille Leser Deiner Beiträge und möchte mich heute ganz herzlich bei Dir bedanken. Durch Dich habe ich einen erheblichen Mehrwert in finanzieller Hinsicht erfahren. Aber nicht nur das, auch Deine Art die Infos den Menschen nahe zu bringen, Dein gesunder Menschenverstand, Deine Beharrlichkeit und die Anregungen um Dinge auch einmal aus anderer Sicht zu betrachten bringt nicht nur in finanzieller viele Vorteile. 
    Die Stimmen von meiner Frau und mir hast Du. 
    Viele Grüße
    Ralf

  18. @Tim

    Wer emsiger ist und 600 Euro monatlich investiert, hat 1,2 Millionen Euro nach 40 Jahren:

    Das ist nicht richtig! Du musst die Kosten bei Kauf und Verkauf Abgeltungsteuer plus Soli plus jährliche Inflation abziehen! Nominale Zinsen sind Luftschlösser. Nur reale Renditen zählen!

  19. @Jess

    Steuern fallen bei jeder Dividende an

    Inflation gibt es jährlich und muss jährlich abgezogen werden denn das Geld verliert um diese am Kaufkraft

  20. Richtig, richtig, richtig Sammy. Alles andere nur Träumerei. 40 Jahre gleiches Leben, ohne Kinder, ohne Krankheit, keine Lebenspartner, ohne Konsum, ohne Reisen, nur am sparen und 600 Euro monatlich investieren, wer macht das mit? Ich nicht. Ich will was leben, mit Kindern spielen, mit meine Frau und Freunden genießen, kürzere Arbeitszeit, kleine Reisen, sehr gute Restaurants Essen gehen, Geld für Hobbys ausgeben. Gleichzeitig kassiere ich die Dividenden, ohne Anteile wie ETFs oder Growthaktien verkaufen zu müssen. 

  21. 10% am amerikanischen Aktienmarkt sind für die nächsten 30 Jahren  nicht garantiert! Ausserdem wenn man die Inflationsraten der vergangenen 100 Jahre beim S&P500 abzieht kommen deutlich niedrigere Renditen raus. 

  22. @Sammy Macht er doch er rechnet mit 6%, du kannst auch mit 4 oder 5% rechnen wenn Dir dies zu optimistisch scheint. Niemand kennt die zukünftigen Renditen, Inflationsraten, Steuersätze. Man kann nur zurückschauen, aber die Entwicklung ist relativ stetig mit entsprechenden Schwankungen.
    “Ich will was leben, mit Kindern spielen, mit meine Frau und Freunden genießen, kürzere Arbeitszeit, kleine Reisen, sehr gute Restaurants Essen gehen, Geld für Hobbys ausgeben.”
    @Pat Es zwingt Dich niemand dazu 😉 Du hast 2 Möglichkeiten, entweder Du baust halt kein Vermögen auf, oder aber Du schaust, dass Du mehr Einkommen generieren kannst. Jemand der 6000 EUR verdient, für den sind 600EUR erträglich, bei 2 Gehältern sollte das sowieso machbar sein. Und wenn es halt nur 300 EUR sind, dann sind es dann halt nur 1/2 Mio, ist immer noch besser als gar nix.
    Tim’s Zahlen sind ja nur Motivationsbeispiele, wem die nicht passen kann es ja sein lassen, niemand wird zum sparen und investieren gezwungen. 
     

  23. @Bruno:  Tim’s Zahlen sind ja nur Motivationsbeispiele, wem die nicht passen kann es ja sein lassen, niemand wird zum sparen und investieren gezwungen. 
     
    Genau so ist es! Scheint aber verdammt schwer zu verstehen zu sein  😉
     

  24. @1,2 Millionen 
    Wow, wieder Nörgel-Sunday! Wie man sich ergötzen kann, dass die Rechnung nicht funktioniert, man nicht so viel sparen kann als Normalo und so nicht leben kann. 
     
    Ein Tipp: Geht selbst in den Rechner und passt es EUREN Bedingungen an, das hilft 🙂 Tim kann doch nicht für ALLE 1 Lösung präsentieren, logisch oder? 
     
    Ich selbst finde 6% schon recht Real betrachtet inkl. Inflation und Steuern. Wem es nicht passt dann halt 5% oder 4% was schon erheblichen Sicherheitspuffer bedeuten sollte. Und wenn man dann doch weniger sparen kann, ok….kommt dann halt 800k oder 600k bei raus…. keine üble Summe, oder?
    @Mark85 
    Feel u, haha ich nutze den auch und bin gespannt wo meine Familie raus kommen wird am Ende 🙂 mit unserer Sparleistung sollte doch einiges gehen, wenn 600€ am der Mio kratzt (je nach Rendite und Zeit)
     
    So jetzt gibt es 30 min HIIT und danach Yoga mit der Freundin Kind. 
    -M
     

  25. Hi Tim,
    meine Stimme hast du natürlich auch. Mach bitte so weiter.
    Und in deinem Blog, sehe ich mich wieder. Stur und stetig. Monatliche Sparraten in guten und schlechten Zeiten. Die Dividenden werden fließen.
    BUY and HOLD !!!!!!
    VG
    der Michael

  26. @free:
    Ausschüttende ETFs machen nur in zwei Varianten Sinn.
    1. um den Steuerfreibetrag auszuschöpfen. Wenn der Betrag durch die Ausschüttungen ausgeschöpft ist, nur noch in tesaurierende ETFs anlegen. Sonst zahlst du bereits auf die Ausschüttungen Steuern und kannst von den Ausschüttungen halt nur den versteuerten Betrag wieder reinvestieren. Bei tesaurierenden Varianten werden die Ausschüttungen hingegen direkt und in voller Höhe wieder angelegt und erwirtschaften so mehr Zinseszins. Steuern zahlst du erst bei Auszahlung.
    2. Wenn du von den Erträgen leben willst. Bzw. die Dividenden nicht reinvestieren willst (passives Einkommen).

  27. @Wolke die Kaufkraft halbiert sich alle 20 Jahre bzw.das benötigte Geld sollte doppelt so hoch angesetzt werden. Da wird einem in die Zukunft geschaut schwindelig, in die Vergangenheit geschaut bekommt man aber nur Bestätigung dafür. Gehälter steigen, Preise steigen….

  28. Die 6% sind ohne Berücksichtigung von Kosten, bei einem aktiven Anleger belaufen sich diese auf 1,5 – 2,5%. Also geht mal eher von einer realen Rendite von 3 – 3,5% aus! Ich hoffe das motiviert immernoch 😉 dauert halt nur doppelt so lange..

    @Tim

    Für einen Betriebswirt echt schwache Leistung mit nominalen Renditen den Leuten falsche Hoffnung zu machen!

  29. Also in den letzten 40 Jahren war die durchschnittliche Inflation in Deutschland 1.85%, das wären dann eine Halbierung in 40 und nicht in 20 Jahren. 
    Rechnet man die Inflationsjahre der 70er hinzu, kommt man z.B. bei 66 Jahren auf 2.5%. 
    Geht man von einer durchschnittlichen Rendite am Aktienmarkt aus, z.B. 10% und zieht 2.5% ab kommt man noch auf 7.5%, davon noch Steuern ist man wohl grosszügig gerechnet bei ungefähr 5-6%. 
    Nicht berücksichtigt ist dann, wenn man schon die eine Seite betrachtet, die Steigerung der Löhne, d.h. die Sparquote von 600 würde dann bei Thorstens Rechnung auf 2400 steigen oder realistischer wohl auf 1200. 
    Niemand kennt die Zukunft, man kann optimistisch oder pessimistisch sein. Aber was ist die Alternative? Anleihen, Immobilien, Gold, Cash oder gar nicht sparen? Alles wird langfristig schlechter abschneiden, wenn es so weitergeht wie die letzten paar 100 Jahre wo alle möglichen Krise dabei waren.

    “ohne Berücksichtigung von Kosten, bei einem aktiven Anleger belaufen sich diese auf 1,5 – 2,5%”

    Kosten für was? Vermögensverwaltungsmandat? Niemand hier wird sowas machen, ein guter ETF oder Einzelaktien kosten niemand 1.5-2.5%, das wäre für ein Depot von 1 Mio ja dann 15-25k p.a. an Kosten. Klar wenn jemand jeden Tag tradet wie ein verrückter kommen solche Kosten zusammen, aber der müsste dann auch mehr als 10% p.a. Rendite erwirtschaften.
     
     

  30. Promille nicht Prozent, und niemand ist gezwungen bei der Sparkasse Essen ein Depot zu führen, ausser vielleicht die Mitarbeiter dort 😉

  31. hallo tim
    meine stimme hast du! ich mag deinen blog und deine videos auf youtube sehr! bitte weiter so! danke!
    herzliche grüsse aus der schweiz, béatrice

  32. Auch ich habe meine Stimme für den Tim Schäfer Blog abgegeben und das kostenlose Finanzkongress-Ticket gebucht. 
    Ich möchte am 17.03. (Mittwoch) um 17:00 Uhr bei Gerald Hörhan dabei sein.
    Vielleicht auch noch am 18.03. um 18:30 Uhr bei Dr. Andreas Beck…
    Hat sich sonst noch jemand angemeldet?
    Von den Themen bin ich relativ breit interessiert. Welchen weitere(n) Referenten/innen könnt Ihr mir empfehlen?
    Sollte Tim`s Blog gewinnen, will ich auch bei der Siegerehrung am 18.03. ab 22:00 Uhr dabei sein.
    LG Paulchen

  33. Dem Punkt Ehrlichkeit kann ich nur beipflichten. Ich habe als Jugendlicher den einen oder anderen Diebstahl begangen, war auch nicht immer ehrlich und wegen Urkundenfälschung kam ich auch als 17-jähriger auch mal ins Fadenkreuz der Ermittlungen.
    Ich habe mich komplett gewandelt und bin ehrlich. Ich bin in verantwortlicher Position, wo ich auch schon überlegte, einen kleinen Schmu zu betreiben, es doch sofort wieder verwarf. Denn wenn sowas rauskommt, ist das vertrauensvolle Verhältnis der Zusammenarbeit zerrüttet. Ich könnte danach auf kein Entgegenkommen mehr rechnen. Dass Fehler passieren, ist ‘ne Binse. Man sollte aber dazu stehen und sie nicht zu kaschieren versuchen. Lügen ist ganz gefährlich.
    Ich habe auch mit Menschen zu tun, die man als prekär bezeichnen kann bis hin zu Leuten, die glauben, sie könnten ihre Ziele nur erreichen, wenn sie sich aufplustern, herumschreien und Drohungen aussprechen. Das hilft vielleicht kurzfristig, aber mittel- und langfristig führt das ins nichts. Es ist interessant, dass in jener Gruppe die Stillen und Sachlichen und wirtschaftlich Erfolgreicheren sind, während die anderen ‘ne Attitüde an den Tag legen und glauben, nur weil sie Vereinsbeitrag zahlen, sie hätten ganz viele Rechte und Ansprüche dem Verein gegenüber, der jetzt in der Corona-Zeit nur ein abgespecktes Angebot hat. Dafür kann aber der Verein ja nichts.
    Ich habe natürlich wieder für Tim Schäfer gestimmt, wie bei jedem Award, ob nun Comdirect Finance Blog Award, Pink Panther Award und Black Bull Award.
     

  34. @ Fee

    @Thomas W

    Danke für Eure Stimme.

    @ Stefan
    Danke für den Tip mit Youtube.

    @ alle
    Ich danke allen Lesern, die mich unterstützt haben. Super!

  35. @Bruno
    Das war nur ein Beispiel häufiges traden hin und her erhöht zusätzlich die Kosten und zwar enorm. Was man sagen kann ist, dass die 6% p.a. eher Fantasie als Realität sind. Man sollte eher mit realen Renditen zwischen 3 und 4 Prozent rechnen. Dann rückt die Million für die meisten Menschen in weite Ferne!

  36. Hallo @
    Ich hab hier noch nie was geschrieben. 
    Wir haben schon vor 20 Jahren, vor, während und nach der dot Com blase immer knallhart 1000€ im Monat investiert. Gleichzeitig das Haus abbezahlt. Ich bin damals nur Bäckermeister gewesen, mit zwei Kindern übrigens. Es geht wenn man will. Sehr viel ist dann in die entstandene eigene Firma investiert worden. Seit einiger zeit investieren wir im Durchschnitt 3000 pro Monat. Wenn man will geht alles. Natürlich nicht mit 7er BMW und neusten I phone Plunder. 

  37. Ein prima Artikel und Tim wurde soeben gewählt. Bei den Renditen würden ich allerdings auch eher mit max. 4-5 Prozent realistisch rechnen (Einfluss von Gebühren, Inflation, zu erwartende Steuersteigerungen).

  38. @Wolke:  Da frage ich mich allmählich nach dem „Cui bono“.
     
    Sag bitte Bescheid, wenn du die Antwort gefunden hast  😉
     

  39. @ Tim
    Habe für Dich gestimmt. Ich muss mir den Link noch einmal ansehen. Ein Vortrag oder besser eine Talkrunde fände ich interessant.
    @ Rendite
    Man kann sich einen Plan mit 40 Jahren Laufzeit erstellen. In der Zeit wird sich allerdings auch einiges verändern. Wer mit 20 Jahren die 600€ investieren kann wird vermutlich mit 40 Jahren nicht weniger investieren können. Brutto Angaben finde ich interessant. Wie soll man denn Netto abschätzen? Bis zu meiner Rente wird es nach Olaf bestimmt noch drei weitere Kandidaten und noch weitere Veränderungen geben. Es gibt so viele Fragen, die sich im Leben ergeben können. Möchte ich meine Arbeitszeit bei Familie reduzieren, möchte ich ab einem gewissen Alter reduziert arbeiten. Welche Summe möchte ich überhaupt mit Kapitalentnahmen erhalten? Von den Fragen hängt schließlich die Höhe an Steuern in hohem Maße ab. Bei Teilverkäufen kann man natürlich das eingezahlten Kapital abziehen. Falls die 600€ Sparrate im Monat eine Last ist, so sollte man vielleicht das Geld nicht mit Hin und Her bei Orderkosten jenseits von 10€ raushauen. Ein akkumulierender Weltindex erfüllt langfristig auch seinen Zweck. Zwei Dinge helfen auf Kurs zu bleiben. Ein Haushaltsbuch mit Historie und ein Tracker für das Vermögen wie beispielsweise von MadFI. Hier kann man sein Vermögen und Ausgaben monatlich eintragen genau wie die Renditeerwartung. Vielleicht steht bei der Zeit bis FU 12 Monate. Wenn man 10% Rendite angegeben hat und sich das Vermögen einen Monat nicht bewegt hat. Wie ist da wohl die Zeit bis FU? Richtig, weiterhin 12 Monate. Zu der erwarteten Rendite kommen die monatlichen Einzahlungen noch hinzu. Folglich sollten die Monate bis zur FU bei realistisch eingetragener Rendite schneller verstreichen als ohne Einzahlungen. Falls sich das Konsumverhalten verändert, so hat dies allerdings hohe Auswirkungen auf die Laufzeit. Aktuell kann ich in meinem Haushaltsbuch noch keine Inflation erkennen. Das Gegenteil ist der Fall. Das wird sich aber hoffentlich bald wieder etwas normalisieren. 

    In den Kalkulatoren kann man allerdings auch die Rendite nach FU eintragen. Hier würde ich auch konservativer vorgehen. Also maximal 4% Rendite eintragen. Dafür gibt es auch Seiten, wenn man dies öfter ändern möchte. Würde ich nicht machen, da die Laufzeiten sich dadurch stark ändern.
     

  40. @Paluma
    Es geht nicht darum keine Altersvorsorge zu betreiben, sondern realistisch zu rechnen und das was unser Timiboy hier vorrechnet ist einfach unrealistisch 😉

    Man könnte es auch als Investmentpornographie oder Clickbait bezeichnen.

     
     
     

  41. An sammy: Deswegen muss man Tim nicht gleich so angehen. Rechenbeispiele hin, Rechenbeispiele her: Die genaue Zukunft kennt niemand von uns. Wichtig ist doch nur, dass man überhaupt einmal anfängt und es langfristig durchzieht. Darum geht es Tim in der Hauptsache. Hohe Steuern wie die Abgeltungssteuer und die Inflation an sich sind für mich staatlich erzeugter Diebstahl an der Bevölkerung, aber das wäre eine andere Diskussion. 🙂

  42. @sammy 
    Hör doch auf. Als ob irgendjemand hier bei der Sparkasse ein Depot führt. Wenn man eine Gegenrechnung anstellen möchte dann bittesehr eine realistische. Heute und in Zukunft ist man bei kostenlosen Brokern (kostenlos – sowohl Depotgebühr als auch Transaktionsgebühr), zumindest in Deutschland.
    @ Tobs
    bislang habe ich tatsächlich nur eine gefunden die hübscher als Tim ist (Celine Nadolny) – bei den anderen Damen ist Tim immernoch eine Spur davor.
     

  43. Reale Renditen (nach Inflation) über 40 Jahre von nicht ganz üblen asset-Managern liegen bei 5-6 % p.a.

    Nominell liegen sie bei ca. 8-10 %.

    Meb Faber, El-Elrian, Swensen, Buffet-Vorschlag 90-10 etc. pp. 
    Steuern spielen schon ne Rolle, kann man aber auch etwas planen.

    Allerdings sind mehrere Blasen-Indikatoren bei US & Growth historisch hoch. Das Gegenargument für höhere Bewertungen mit niedrigen Zinsen nimmt Meb Faber schon etwas auseinander.

    Allerdings kennen wir wenig anderes, was besser als Aktien rentiert, bzw. was besser langfristig nach Inflation Vermögen bilden lässt.

    @Mark

    Andere sehen wiederum mit Mitte 20 aus dem Arbeitsleben ausscheiden als gesellschaftlich & sozialen Diebstahl… 😉

    Jedem das seine!

  44. An Sparta: Als Aktienanleger trägt man das volle finanzielle Risiko, aber nur im Gewinnfall möchte sich der Staat mit satten 26,37 % ,,beteiligen”. Wenn dies kein Diebstahl ist, dann weiß ich auch nicht weiter. 😉
     
     

  45. Immerhin gibt es den Verlusttopf ( bzw. mehrere), dann geht der Staat schon leer aus im Folgejahr bis der Verlust wieder ausgeglichen ist.

    Ach ja diese Woche S&P500 auf 4000, wird alles weiter steigen, weil das Zinsgespenst verjagt wurde. Auch neue plötzliche Einbrüche dürfte es mit den jetzigen Parametern
    nicht geben.

  46. “Als Aktienanleger trägt man das volle finanzielle Risiko, aber nur im Gewinnfall möchte sich der Staat mit satten 26,37 % ,,beteiligen”. Wenn dies kein Diebstahl ist, dann weiß ich auch nicht weiter.”
    Dann wäre auch jede Unternehmenssteuer automatisch Diebstahl, denn da beteiligt sich der Staat auch nur im Gewinnfall. Lohneinkünfte ja auch, sonst müsste man jegliche Steuern auf Leistungslöhne, Bonus etc. steuerfrei machen. So gesehen kannst Du die meisten Steuern als Diebstahl sehen.
    Bei uns gilt das Leistungsfähigkeitsprinzip, aber das ist natürlich auch eine Illusion. Die Steuergesetze sind derart komplex mittlerweile, dass jene gewinnen, die sich die Anwälte leisten können, welche für sie das Beste rausholen, international sowieso. Ein gutes Paket für ein Unternehmen beginnt bei ein paar Mio, da fallen schon mal alle Kleinfirmen raus.
    Die Politik will gar keine fairen Steuern, die gab es noch nie und wird es wohl auch nie geben. Es geht immer nur um Interessen, und natürlich auch dort anzuzapfen, wo es am Einfachsten geht.
    Aufzuregen darüber bringt nix, man muss das Beste versuchen aus der Situation zu machen.

  47. An Bruno: Am liebsten wäre mir eine Privatrechtsordnung, in der alles auf freiwilligen, marktwirtschaftlichen Vereinbarungen beruht. Oder zumindest ein Minimalstaat, der seinen Bürgern als Gesamtsteuerbelastung nicht mehr als 5 bis 10 % abknüpft, aber leider dehnen sich Staatsgebilde mit der Zeit immer weiter aus, weil Politiker macht- und kontrollsüchtig sind. Beide Modelle sind utopisch, weil die große Mehrheit der Bürger staatsgläubig/-hörig sind. Das für mich geringste Staatsübel, die FDP, kam bei den heutigen 2 Landtagswahlen gerade mal auf 10,3 und 5,5 %. 🙂

  48. Das für mich geringste Staatsübel, die FDP, kam bei den heutigen 2 Landtagswahlen gerade mal auf 10,3 und 5,5 %
     
    Da siehst du mal, wo du deine feuchten Träume einordnen kannst  😉
     

  49. @Nixolino
    Nicht jedem gefällt es wenn man mit der Realität kommt und geträumte Luftschlösser platzen. Finde dich damit ab du wirst kein Millionär.

    Ps frag dich mal wo die Gewinne der Neo Broker herkommen?

  50. @Mark

    Das volle finanzielle Risiko als finanziell Freier zu tragen… klingt echt hart und nach immenser Verantwortung! 😉

    Schlaflose Nächte der Existenzangst und dann kommt noch der schlumpfig grinsende kleine Olaf…

    Wenn man da keine Alpträume bekommt weiß, ich auch nicht weiter…

  51. ich wüsste nicht warum das nicht klappen soll mit der Mio. Ab einem gewissen Depotvermögen kommt das mit der Zeit zwangsläufig. Wenn man weiter durch zieht und noch so schlau ist durch Thesaurierer kaum Steuern zu bezahlen geht es noch schneller.
     

  52. Hallo Tim, 
    wieso schließt du britische Aktien kategorisch aus? Denke da an Reckitt Benckiser, Diageo, GlaxoSmithKline, …
    Danke und viele Grüße
    Christian

  53. Sorry Rüdiger aber du bist mir hier der mit Abstand der unsymphatischste… Ich weiß es wird dich nicht interessieren und ich bin lange ruhig geblieben aber dein letzter provokanter herablassender Kommentar war dann doch der Anlass das hier zu schreiben. Du hast es auch nur auf gewisse Personen abgesehen die dich, den angeblich so coolen, immer wieder triggern und dich veranlassen garnicht so gelassen zu sein wie viele andere hier. Ich dachte wenn man solche Schicksalsschläge wie du hattest im Leben, lernt man Demut, aber du bist fast nur zum stänkern hier, statt dich um deine dritte Ehefrau zu kümmern.
    PS.: Sorry für die anderen da off topic 
     

  54. An Rüdiger: Ja, aber wenigstens haben es die Vollblutsozialisen nicht in die beiden Landtage geschafft.

    An Sparta: Alle meine privaten Geschäfte beruhen auf freiwilligen, gegenseitigen Vereinbarungen. Ich zwinge niemanden zu etwas. Und gute Geschäfte sind für mich nur welche, wenn die andere Seite auch zufrieden ist. Bei eingegangenen unternehmerischen Risiken möchte ich für alle Gewinne wie Verluste die volle Verantwortung tragen.

    Nur der Staat mischt sich ständig und massiv in die Lebensbereiche seiner Bürger ein.

  55. Kurz durchgespielt: Macht man in Tims größerem Rechenbeispiel ein Häkchen bei der Steuer und nimmt sehr beschönigend gerechnet 2 % Inflation pro Jahr an, dann bleiben von den erzielten 1.200.000 € nur noch ungefähr 365.000 € an heutiger Kaufkraft übrig. Da die Marktwirtschaft funktioniert, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass aus dieser Gleichung der Staat mit seinen Steuern und seinem inflationären Geldsystem herauszunehmen ist. An möglichst vielen finanziell unabhängigen Bürgern hat dieser aus machtpolitischen Gründen kein Interesse. Was nicht bedeutet, dass man nicht privat vorsorgen sollte, aber der Übeltäter in dieser Rechnung sollte jedem auffallen. 😉

  56. @Mark
    Klar kann ich verstehen dass Dich die Politik nervt.
    Aktuell geht es wohl vielen in diesen Zeiten noch extremer so.
    Mich nervt da ja auch einiges (2. größtes Parlament der Welt, überbodende Bürokratie, keine Verantwortung übernehmen, Zuständigkeitenwirwar etc. pp.)
    Allerdings sehe ich dieses Denken, dass reiner Kapitalismus alle Probleme löst nicht als die alleinige Lösung aller Herausforderungen der Menschheit an.
    Das macht der Planet nicht mit…
    Ich denke wir brauchen da einen übergeordneten Gemeinschaftssinn, effektiven Pragmatismus und keinen nimmersatten Egoismus (egal ob es ein korrupter Politiker ist oder jemand der durch die Bedingungen dieses Staates frei geworden ist und jetzt nur gegen diesen Staat als Lieblingsfeindbild hetzt).

  57. @Cap:  Ich weiß es wird dich nicht interessieren
     
    Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! Ich denke, handele und lebe eigenverantwortlich. Das heißt im Klartext: Die Befindlichkeiten der nimmersatten Egoisten und “Staatsfeinde” interessieren mich nicht die Bohne – wie vice versa  😉
     

  58. An Rüdiger: Ja, aber wenigstens haben es die Vollblutsozialisen nicht in die beiden Landtage geschafft.
     
    Mir fehlen sie nicht 😉
     

  59. “Ich bin damals nur Bäckermeister gewesen, mit zwei Kindern übrigens. Es geht wenn man will. Sehr viel ist dann in die entstandene eigene Firma investiert worden.”

    Gratulation! Wobei Selbstständige natürlich anders als Angestellte eher die Chance haben das Einkommen kräftig zu steigern. Aber oft mehr Risiken und Arbeit. Darum: Gut gemacht!

    Mehr 4-5 % Rendite nach Steuern und Abgaben halte ich in D bei passiven Investments wie ETF langfristig nicht für sehr realistisch. Ist besser als nichts aber die Millionen möchte ich damit nicht einkalkulieren. Eher eine schöne Zusatzrente.

  60. @ Mark
    Deine Wünsche einer idealen Staatsform unterscheiden sich von dem Wunsch der Bevölkerung. Das ist wie Du selbst festgestellt hast bei den aktuellen Wahlen zu erkennen. Es ist aber auch zu erkennen, dass der Anteil an AFD Wählern reduziert ist. Vielleicht sind die Menschen aktuell etwas zufriedener oder weniger enttäuscht als bei dem letzten Ergebnis. Kann ich nicht beurteilen.
    Schaue einmal wo die glücklichsten Menschen auf der Welt leben. Platz 1 und 2 haben einen großen Staatsapparat. Das scheint sich nicht negativ auf die Zufriedenheit auszuüben. Auf Platz 3 befindet sich ein kleines Land, dass hier im Forum nicht gerade unterrepräsentiert ist. Somit ist ein kleinerer Staatsapparat vielleicht auch nicht unbedingt ein Anzeichen für Unzufriedenheit. 
    • Infografik: Finnen sind am glücklichsten | Statista
    Du lebst gerne in südlicheren Regionen. Aus dem Grund sind die Länder auf Platz 1 und 2 vermutlich nichts für Dich. Ich denke persönliche Präferenzen sind entscheidender für die eigene Zufriedenheit als Politik.

    Eine interessante Frage hätte ich an Dich. Zumindest was Dein Modell angeht. Wie viel Geld benötigst Du im Monat und wie viel Brutto Ertrag ist dafür notwendig. Du verwendest auch Dreispeichen und es gibt bei anderen Anlageklassen andere Voraussetzungen. Ich denke Dein Brutto ist nicht so viel höher als das Netto. Es hängt natürlich auch von Deinem Lebensstil ab. Wenn man mehr ausgeben möchte steigt die Steuerlast durch den Zwang mehr Netto im Monat zu bekommen. Das ist natürlich Dein Verdienst. Kannst Du auch die Krankenkassenbeiträge mitteilen? Das könnte sicher einen Mehrwert für Skeptiker geben.

  61. Man hier sind wieder ein paar Nörgler unterwegs…1,5-2,5% Kosten pro Jahr? 😀 sorry sammy aber dann solltest du mal deine Anlagestrategie überdenken, da läuft wohl einiges daneben. Meine ETFs kosten mich im Durchschnitt 0,15% pro Jahr aber wer rechnet schon genau nach…
    Die Rechnung von Tim finde ich super. Zum einen sind die 6% in Ordnung, da schon inflationsbereinigt und zum anderen steigt die Sparleistung ja die nächsten 40 Jahre nicht an. Das ist dann doch sehr konservativ. Was da betriebswirtschaftlich falsch sein soll, verstehe ich nicht. Die Steuern sind sicher ein Thema, allerdings greifen die erst bei 801/1.602 EUR pro Jahr zu und zweitens dann auch nur auf den Dividendenanteil, solange man die ETFs nicht veräußert. Das schmälert das Ergebnis zwar aber die Rechnung verdeutlicht trotzdem die Macht des Zinseszins.
    Die 6% passen übrigens auch. Natürlich ist auf dem jetzigen Stand des Markts keine solche Rendite zu erwarten aber 600 EUR pro Monat auf 40 Jahre gerechnet nennt sich dann cost-averaging. Und da dann mit der historischen Rendite zu rechnen, ist nicht unseriös. 
    Unabhängig davon, dass ist ein Beispiel, dass motivieren soll. Wenn am Ende nur 800k rauskommen, passt das trotzdem. Aber wenn man die Kommentare von manchen hier liest, sollte man wohl sein ganzes Geld verpulvern und nichts auf die Seite legen…Außerdem sind 600 EUR gar nicht so viel. Die Leser dieses Blogs dürften im Durchschnitt sicher zur oberen Mittelschicht gehören, da sind Nettolöhne pro Person von 3.000 – 4.000 EUR wahrscheinlich Standard. Viele haben eine deutlich höhere Sparquote, als 15-20%.

  62. @Tim:  die Rechnung verdeutlicht trotzdem die Macht des Zinseszins.
     
    Genau darauf kommt es an. Wer will, kann das verstehen. Kann, nicht muss  😉
     

  63. @Kiev
    Finnen und Dänen haben eine andere Einstellung zum Staat. Ich habe Freunde in Dänemark die sagen sie würden gerne viel Steuern bezahlen. 
    In der Schweiz sind die Steuern eher tief, da die Schweiz kein Zentralstaat ist wie andere Staaten sondern ein Zusammenschluss von Kantonen die zusammen einen Staat bilden. Das Subsidiaritätsprinzip ist uns in der Schweiz sehr wichtig. Jedes Problem soll auf der tiefst möglichen Ebene gelöst werden. Noch heute haben viele Gemeinden extrem wenig Personal weil viele Aufgaben von Freiwilligen im Miliz-System erledigt werden. Egal ob es dabei um die Gemeinderäte (Gemeindeexekutive) oder um andere Gemeindeaufgaben geht. In vielen Gemeinden sind es einfache Bürger die über Baugesuche entscheiden. Bei kritischen Fällen zieht man Fachpersonen zu die dann auch was kosten.
    Solch ein System braucht viel Engagement der Bürger in der Gemeinde weil wenn man die Freiwilligen dafür nicht mehr findet muss man zwangsläufig die Verwaltung ausbauen was massiv mehr Kosten generiert. In vielen kleinen Gemeinden ist selbst der Gemeindepräsident (Bürgermeister) nur mit einem Pensum von 20% angestellt. 
    Wir brauchen für die Entscheidung ob eine Brücke in einer Gemeinde gebaut werden soll keine Entscheidung aus Bern (Bundeshauptstadt) oder aus Aarau (Kantonshauptstadt) das entscheiden wir selber an der Gemeindeversammlung.

  64. @Tim
    Tja da fehlt es dir wohl auch an finanzieller Bildung. Renditen machen nur real Sinn aber dafür muss man erstmal den Unterschied zwischen nominal und real verstehen. Deine TER haben übrigens nichts mit den Kaufkosten zu tun. Die meisten dürften zufrieden sein wenn sie in ihrem Leben 200-300K schaffen. Viel mehr wird da nicht drin sein.

  65. Man kann den Teufel auch an die Wand malen….
    Das so eine blöde Beispielrechnung nicht auf alles und jeden angewandt werden kann ist doch klar. Aber zu sagen: 6% sind total unrealistisch ist doch arg an den Haaren herbei gezogen. 
     
    Historisch 10% p.a.  -2% Inflation – 2% Steuern sagen wir noch -1% Kosten für was weiß ich nicht alles kommen wir  meinetwegen -> bei 5% p.a. raus.
     
    Da sind wir dann aber auch bei realem Vermögensaufbau. Und dann wird noch behauptet. Die sparraten bleibt konstant 40 Jahre! Also würde man nach 20 Jahren quasi nach Inflation nir noch ein Witz Real einzahlen…. bei den meisten werden die Sparraten jedoch steigen auf sich von 20 Jahren oder mehr….
     
    5% erscheint mir sehr sehr realistisch,  wenn man zu 90-100% in Aktien zum Vermögensaufbau investiert. 
     
    Aber lieber nörgeln, alles Unsinn, schafft eh keiner….naja ich werd sehen was passiert, ich arme Wurst die es nicht schaffen kann, da kein 5k netto Verdienst. 
    -M

  66. @sammy
    danke für die Erklärung, wenn die Rendite aber nominal 8-10% ist, dann ist real 6% auch in Ordnung. Da brauchst du mich nicht belehren und auch du kennst die Inflationsraten der Zukunft nicht.
    Wo kommen denn dann die TER her, wenn ich laufende Verwaltungskosten von 0,15% habe und die Orderkosten besonders auf die Laufzeit zu vernachlässigen sind? Selbst großzügig gerechnet bin ich dann nur bei 0,2% pro Jahr. Einfach irgendwelche Zahlen in den Raum werfen und die dann nicht erklären, ist ziemlich sinnlos.
    Deine max. 200-300k sind auch kompletter Unsinn. 600 EUR pro Monat sparen ergibt im Jahr 7.200 EUR. Nach 40 Jahren sind das ohne Zinsen/Rendite trotzdem 288k. Selbst wenn wir von nur 2% Rendite pro Jahr ausgehen, sind wir (vor Steuern) bei 440k, nach Steuern bei 410k. Wenn man an der Börse ist und ein klein wenig Verstand mitbringt, sollten 5% (nominal) die absolute Untergrenze darstellen. Das ergibt (nach Steuern) einen Betrag von ca. 680k. Ist keine Million, aber besser als nichts. Und ja, mir ist klar, dass das real keine 680k sind, aber das hat auch Tim oben nicht behauptet. Aber ja Hauptsache immer gegen alles schießen 😉
    Tim hat hier nicht mit überaus optimistisches Annahmen gearbeitet. Das was du machst, ist ein so negatives Szenario zu zeichnen, welches völlig unrealistisch für die Personen hier sind. Ich bin mir sicher, dass nahezu jeder hier im Forum bei 600 EUR im Monat über 40 Jahre bei >500k landen und sehr viele davon auch >1 Mio. Du scheinst da aber ja nicht dazu zu gehören und über 40 Jahre dann nominal noch 50-80k zu vernichten 😉

  67. Hallo ihr Lieben,
    @Fit und Gesund und andere,
    Uns geht es gut. Nur das Leben ist leider kompliziert und manchmal anstrengend. So hatte ich leider viele Monate anderes ich würde gerne schreiben “besseres” zu tun als hier zu lesen, dem war aber leider nicht so. 
    Kurzes update: Nach unserer Hochzeit im letzten Jahr, hat mir eine Mieterin gekündigt. In dem Haus muss aber die Heizung erneuert werden, so dass ich seit Monaten einen passenden Handwerker suche. Seit einem halben Jahr häufen sich auch noch meine Überstunden, da eine Kollegin seit November jetzt Langzeit krank ist. Und in den ganzen Chaos hat mich meine Hausbank mit einer Anschlussfinanzierung im Regen stehen lassen, da wir für das Objekt nur noch 50 k € finanzieren mussten. Die Bank finanziert aber seit neustem erst ab 250 k €. Zum Glück konnte ich recht ruhig bleiben, ich hatte die Möglichkeit den Kredit einfach mit tagesaktuellen Konditionen weiter laufen zu lassen. Nun werde ich also für ein anderes Objekt in 2023 rechtzeitig eine neue Alternative suchen. Denn ich war die einzige die sich gekümmert hat, die Bankangestellte hat wochenlang alles mit Corona entschuldigt. Aktuell haben wir noch einen Mieterwechsel zum 1. April. Irgendwie war mehr zu tun als ich Zeit zur Verfügung hatte. 
    Jetzt bin ich diese Woche wieder in Büro, da kann ich wie jetzt in der Mittagspause hier vorbei lesen. Nächste Woche im Homeoffice werde ich die Zeit leider wieder nicht haben. 
    In den letzten Monaten lief nur mein ETF Sparplan sehr entspannt und macht mir trotz dem Corona Einbruch viel Freude.
    Take care,
    June

  68. @ x% Rendite in 40 Jahren vs. x% Realrendite nach Inflation und Steuern
    Die Richtungsvorgabe von Tim stimmt. Die meisten Menschen können sich nicht vorstellen, was in 10 geschweige denn 40 Jahren Sparen & Investieren möglich ist. Es ist natürlich immer eine sehr persönliche Rechnung. Die EUR-Kaufkraft für Assets wie Immobilien, Gold, Aktien, Kunstwerke, usw. ging in den letzten 12 Jahren sehr stark zurück. Immos haben sich ver3facht. Da kommt mein All-World Aktien-ETF nicht mit. Mein TG auch nicht. Wenn ich aber Lebensmittel und Bildung kaufen, verreisen möchte, dass ist deutlich einfacher und günstiger geworden in den letzten 20 Jahren.

    @ x% Rendite in 40 Jahren.. für 1,2 Millionen EUR
    15% der heute 50 jährigen werden nicht das Renteneintrittsalter von 67 Jahren erleben. Weitere 15% erleben es bei schlechter Gesundheit. Vermutlich weitere 20% (habe ich jetzt nicht nachgeschaut) leben weniger als 5 Jahre in der Rentenphase. Dieser Hälfte der deutschen Bevölkerung hilft es nur sehr bedingt mit Renteneintritt eine Million durch 40 Jahre sparen angehäuft zu haben.

    @Finnen und Dänen
    Ums mit Otto Waalkes zu sagen: Dänen lügen nicht

    @Finanzblogger:innen
    Werden hier schön klassisch von Männern nach Aussehen bewertet. Willkommen im Jahr 2021!

  69. @June
    Schön von dir zu hören.
    Corona muss leider für fast alles herhalten traurig aber wahr. 
    Gibt leider immer wieder Banken die ungerne nur kleine Beträge stehen lassen bei einer Hausfinanzierung. Hier hilft es manchmal etwas auf die Barrikaden zu gehen. Es gibt ja immer auch andere Banken die gerne bereit sind einen Neukunden begrüssen zu dürfen.
    Ich lese hier immer von steigenden Sparquoten. Ja als Doppelverdiener-Paar ohne Kinder sind steigende Sparraten durchaus möglich. Sobald das erste Kind da ist, muss dieses Kind jemand betreuen und weil ja kaum jemand Kinder in die Welt setzt um sie täglich fremdbetreuen zu lassen wird einer oder beide Elternteile ihr Pensum reduzieren dies führt zu einem tieferen Einkommen. Das Kind aber zu steigenden ausgaben mit dem Resultat, dass die Sparquote sinkt.
     

  70. 4711:
    Ich widerspreche Dir. Ich habe Tims Aussehen ja mit in die Waagschale geworfen, habe ich ja explizit geschrieben. Also, alles fair gelaufen, ich grüße Dich aus dem 22. Jahrhundert. Tobs

  71. An Kiev: Ich muss die von dir geschilderte Mehrheitsmeinung akzeptieren, da meine Weniger-Staat-Lösung nicht gewünscht ist: Hätten wir nicht mit die höchsten Steuern und Sozialabgaben in der Welt sowie unzählige Vorschriften und Eingriffe, dann könnten viele eigenverantwortlich denkende Menschen erheblich leichter vorsorgen. Ich versuche, das für mich Beste aus dem bestehenden System zu machen. Ob ich Skeptikern einen Mehrwert liefern kann, weiß ich nicht, weil ich in Teilen selbst zu ihnen gehöre und jeder seinen eigenen Weg finden muss. Ein Vermögensaufbau ist langfristig möglich und sinnvoll, aber er wird staatlich erschwert. 😉

  72. @Steuersystem-Diskussion
    Das bestehende System ist zumindest mal nicht gerecht. Ich meinem Verständnis müsste zumindest mal mein Nachbar, welcher in derselben Branche tätig ist und gleich viel Gewinn oder Verlust macht, gleich viel Steuern bezahlen. Beispiel jemand hat ein Coffee-Shop und sein Nachbar heisst Starbucks. Er bezahlt 10-30% Steuern, der Nachbar vielleicht 2-3%. In der digitalen Welt ist es noch extremer. Oder nehmen wir jemanden, der einen Onlineshop betreibt vs. Amazon. Wir alle profitieren als Aktionäre von der Situation, aber so müssen halt diejenigen, welche nicht ausweichen können oder sich das nicht leisten können, zahlen. Die heutige Welt, globalisiert, schnelllebig, digitalisiert, ist nicht mehr gemacht für ein nationalistisches Steuersystem. Das ist Marktverzerrung. Auch wenn die Sekretärin von Herr Buffett einen höheren Steuersatz als er hat, ist das nicht in Ordnung. etc. Fair könnte nur ein extrem einfaches System sein und auch global abgestimmt z.B. eine globale Flat Tax, aber das wird nie kommen und es gibt ja Staaten, die benötigen gar keine Steuereinnahmen, die würden dann das Geld einfach wieder zurückführen. 
    Aber es bleibt den Meisten nichts anders übrig, als:
    a) sich täglich darüber aufzuregen und irgendwann an einem Herzinfarkt zu gehen
    b) etwas verändern wollen, also in die Politik gehen, Erfolgschance = sehr gering
    c) sich einen besseren Platz suchen die Welt ist gross
    oder d) es akzeptieren und hinnehmen und das Beste draus machen.
     

  73. @ Bruno
    Sicher, dass die genannten Beispiel stichhaltig sind? Ich bin nicht sicher, ob das nicht einmal in die Welt gesetzt wurde, immer weiter wiederholt wird und längst nicht (mehr) stimmt. 
    Die EU-Kommission ist ja ständig hinter den Big-Techs her, um ihnen irgendetwas nachzuweisen. Es kann nicht einmal in der EU eine Steuergleichheit erzielt werden, geschweige denn global. Aber eigentlich finde ich es gut, wenn es einen Steuerwettbewerb gibt, damit es die Politiker nicht zu bunt mit dem Geld Dritter, eben der Steuerzahler, treiben können. Denn im Ausgeben haben sie keinerlei Beisshemmung. Und ganz am Ende der Nahrungskette steht dann der Kunde, der es letztlich zu zahlen hat. Die Konzerne reichen die Steuern natürlich über entsprechende Preise an den Endverbraucher weiter.
    Aber unterschiedliche Besteuerung von Nachbarn in einem Land mit den gleichen Kennzahlen geht natürlich gar nicht und ich bin nicht sicher, ob es so ist. Das wäre Wettbewerbsverzerrung und dagegen müsst man ja klagen können.

  74. An Mark:
    Die FDP hat bei der Wahl an Zuspruch gewonnen. Es ging somit ein wenig in Deine bevorzugte Richtung. Das Schreckgespenst Linke ist allerdings kaum wahrzunehmen und die AFD hat an Stimmen eingebüßt. Insgesamt muss man sich vor potenziellen Auswirkungen des Wahlergebnisses nicht allzu sehr fürchten. Die Mehrheit der Menschen in Deutschland bevorzugt Garantien, Versicherungen und Versprechen gegenüber mehr Eigenverantwortung. Mir käme in manchen Dingen die Förderung von mehr Eigenverantwortung auch sehr entgegen. Ob deshalb einem jetzt Steine in den Weg gelegt werden oder man nicht in dem Maße gefördert wird, wie es sein könnte ist Ansichtssache. 
    Ohne Deine Brutto / Netto Differenz zu kennen, nehme ich einen geringen Unterschied an. In den USA ist meinem letzten Kenntnisstand nach die Krankenkasse weiterhin ein herausfordernder Posten der FIRE Kalkulation. Was kostet die Krankenversicherung als Privatier konkret in Deutschland für Dich? Mit der Leistung kannst Du meiner Meinung nach sehr zufrieden sein. Die Lebensunterhaltkosten sind in Südeuropa oder anderen Regionen der Welt zwar geringer als in Deutschland, aber die Krankenversorgung ist doch eine ganz andere. Da wohne ich im Vergleich gerne in Deutschland und verbringe ein paar Monate Urlaub im Jahr im Ausland. So kann man schnell zurück nach Deutschland kommen, wenn man wichtigere Arzttermine wahrnehmen möchte.
    @ Nico
     Ich habe nur auf die Zufriedenheit abgezielt. Die ist scheinbar nicht stark von dem Staat abhängig. Eine Diktatur war unter den ersten Plätzen allerdings nicht aufzufinden. Deine Arbeitszeitreduktion ist doch schon eine Entscheidung wie Du mit Deinem Einkommen umgehst. Ich nehme mal an, Du hast ein wenig mehr im Vorfeld beiseite gelegt… Vielleicht erreichst Du FU jetzt etwas später. Ist doch in Ordnung. Die Zeit jetzt ist wichtiger.

  75. @Felix
    Natürlich ist das so, ich bin selbstverständlich für Steuerwettbewerb, aber gerade im Onlinebereich gibt es keine Grenzen mehr. Ich sehe es selber wenn ich online Dinge bestelle, ist als Domizil oft eine juristische Adresse auf Zypern, Irland oder wo auch immer zu finden. Die Ware kommt dann aber ganz woanders her. Alles legal und sauber, ich würde den Konzernen auch keinen Vorwurf machen. 
    Frag doch mal beim lokalen Steueramt wie viel Steuern die Starbucks oder Mc Donalds Filiale dort abliefert, es wird +/-0.0 sein. Niemand muss einen Gewinn machen, ein einfaches Beispiel: einer Holding in einer Steueroase gehören ein paar Firmen, welche operativ tätig sind. Diese liefern ihren Gewinn an die Holding, z.B. für Lizenzgebühren oder ähnliche Dinge. Die operativen Gesellschaften machen alle keinen Gewinn mehr, zahlen also auch keine Steuern. Die Mitarbeiter zahlen jedoch noch steuern, die Mehrwertsteuern werden abgeliefert. Es ist nicht gar nichts. Aber die Unternehmensgewinne fallen nicht mehr an. Das ist legal relativ einfach machbar wir könnten dies auch. Wir machen selber aktuell keine Gewinne sondern reinvestieren alles, von daher stellt sich die Frage gar nicht.
    Von daher kannst Du da nichts einklagen, es ist auch nichts illegales, es ist einfach David gegen Goliath, die kleine KMU hat diese Möglichkeiten nicht resp. es lohnt sich nicht, die ganzen Strukturen aufzubauen. 
    Und die lieben Politiker wollen natürlich Geld verteilen, dann holen sie sich, wo es noch etwas zu holen gibt, bei denen, die sich nicht wehren können 😉

  76. @ Bruno
    Es gibt weitere Möglichkeiten. Du beschreibst ein Modell von Firmen hinter dem ich aktuell zum Teil her bin. Wachstum bei moderater Bewertung auf lokal begrenzteren Märkten. Am besten sollten die Firmen systemrelevante Bereiche abdecken wie Versorger, Gesundheit, Versicherung usw.
    China / USA und Russland und coronabedingte Lieferengpässe könnten nachhaltig für einen Burggraben in manchen Bereichen sorgen. Russland und China möchten sicherlich keinen Zahlungsdienstleister mit hoher Marktpräsenz mit Sitz in den USA tolerieren.

  77. @Nico: Es ist mit Kindern durchaus finanziell herausfordernd. Wir merken nun sehr positiv, dass die Frau beruflich wieder mehr einsteigen konnte weil die Kinder größer sind. Sollte man nicht unterschätzen. Trotzdem ist es gut dass meine Frau nur Halbtags arbeitet. Auch mit älteren Kindern ist immer irgendwie was zu erledigen und es ist einfach gut, wenn die Eltern nicht den ganzen Tag nur mit Job beschäftigt sind. In der Coronakrise sind auch die psychologischen Folgen gerade für Teenager nicht ohne. Spüren wir derzeit mit unseren Teens verstärkt. Kleine Kinder kann man noch gut beschäftigen. Sie können sich nicht treffen, viele Dinge wie Kino, Bad oder mal mit Freunden was unternehmen sind massiv beeinträchtigt. Da sind auch Eltern mehr gefordert. Nehmt euch die Zeit und pfeift auf die Kohle mehr die es zu verdienen gibt. 

    “Und die lieben Politiker wollen natürlich Geld verteilen, dann holen sie sich, wo es noch etwas zu holen gibt, bei denen, die sich nicht wehren können”

    Naturgemäß bleibt hier am meisten die arbeitende Schicht. Die unteren müssen häufig mit durchgefüttert werden. Die oberen wissen ihre Steuerlast durch geschickte Konstellationen klein zu rechnen.

    Weiter investieren. Schafft auf jeden Fall einen Vorteil, egal wie hoch die Einkommen sind. Allerdings baue ich derzeit wieder mein Cashpolster auf und warte auf einen Rücksetzer.

  78. @Tim
    Dann haben sich unsere 1,2Mio mit 680K schon halbiert klingt realistischer. Allerdings sind 10% nominell keinesfalls in Stein gemeiselt! 2% Inflation ebensowenig.

  79. Natürlich kann man etwas gegen Multis machen, die in Deutschland Geschäfte machen wollen. Wenn man allerdings seit 17 Jahren immer wieder die Partei der korrupten Lobbyisten an die Regierung wählt, hat man es nicht anders verdient. Schaut man sich die ganzen CSU-Großbauern, die Merze, Söders, Seehofers oder Amthore dieser Welt an, dann weiß man doch dass da wenige im Namen des Gemeinwohls auf den CDU-Bänken sitzen.
    @Mark: das Umverteilungssystem wurde von unsereins erlaubt, damit wir nicht alle 50 Jahre auf Mistgabeln oder unter Guillotinen landen 😉 Am Ende gewinntaber die ganze Gesellschaft, wenn die Wohlfahrt ausreichend verteilt ist.
     
    @Kids: in Deutschland kann man gut zu zweit voll arbeiten mit Kindern. Zumindest bei uns ist die Betreuung top und die Kinder fühlen sich wohl. Ohne die Angst die Familie alleine versorgen zu müssen lebt es sich deutlich besser. Wir sindin der glücklichen Lage, dass tatsächlich ein Gehalt reichen würde. Somit können wir entspannt den letzten vor-schul-urlaub ausdehnen um den Kids die Welt zu zeigen und in den ersten 1-2 Schuljahren unser Pensum herunterfahren. Gefühlt gebe ich deutlich weniger Geld aus seitdem die Kinder da sind. Konzeete, Restaurants, Wochenendreisen etc sind deutlich weniger geworden. Fairerweise habe wir einfach Glück mit einer tollen und günstigen Wohnung und einem Wochenendhaus am See. Das müssen andere deutlich teurer bezahlen.
     

  80. @sammy
    Jaja einfach immer das benutzen, was in das eigene Weltbild passt.
    5% nominal pro Jahr über 40 Jahre am Aktienmarkt würde eine massive Underperformance im Vergleich zur Vergangenheit darstellen. Ist möglich, aber sicher weniger realistisch, als dass die den historischen Durchschnitt erreichen. Und die 680k sind nach Steuern. Vor Steuern (Vergleich mit Tims Artikel) sind wir bei fast 900k. Aber klar passt nicht ins eigene Weltbild 😉

  81. Hier noch eine kleine Rechenaufgabe zu den Nettorenditen mit Index Spiegelpreis als Inflationsindikator: Spiegel in 2010 zu 3,8 Euro, Spiegel 03.2021 zu 5,5 Euro, der Fondsrechner kommt auf knapp 5 Prozent Preissteigerung, somit bei 10 Prozent Bruttorendite pi mal Daumen: 10-(10*0,28)-1-5,5= 0,7 Prozent Nettorendite, ordne die einzelnen Posten der Steuer, Inflation und Kosten in Deutschland zu,

    viele Grüße valge.

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