Warum die meisten Menschen dauerhaft pleite sind: Übertriebener Konsum

Verbraucher bestellen wie verrückt bei Amazon. Die Aktie geht durch die Decke.
Die meisten Menschen gehen spät in die finanzielle Freiheit. Eben erst, wenn sie 65 oder 70 Jahre alt sind. Warum ist das so? Sie machen, was alle machen. Sie denken nicht nach, dass es schon früher theoretisch machbar ist. Sie legen eben einen großen Wert auf den Konsum. Ich finde es erstrebenswert schon früher in die Freiheit zu gehen. Wie schaffst Du es, mit 35, 40 oder 50 Jahren frei zu werden? Indem Du hohe Sparquoten von 30, 40, 50 Prozent (und mehr) hast. Das heißt im Umkehrschluss keine neuen Autos und anderen Klimbim zu kaufen.

Die Masse hat Konsumkredite, Autokredite, Ratenkredite, Kreditkarten, Null-Prozent-Finanzierungen, Hypotheken, das Girokonto im Minus… All das kostet Geld. Es verschlingt Zinsen. So arbeitet der Zinseszins gegen Dich. Für viele Menschen ist das Normalität. Ich finde das schrecklich.

Die finanzielle Freiheit ist erreichbar, wenn Du daran arbeitest. Wenn Du früh anfängst. Wenn Du Dich nicht in das Konsum-Hamsterrad begibst. Meide Schulden. Nutze die Börse zum Sparen. Setze auf ETFs oder Qualitätsaktien. Kaufe nur Konsumgüter, wenn Du dafür mit Cash bezahlen kannst. Das Gute ist: Du fühlst Dich besser.

Die Schuldenmacherei ist wie eine Krankheit. Wenn Du sie besiegt hast, ist das wie ein Befreiungsschlag. Schuldenfrei zu sein und ein sechsstelliges Aktiendepot zu haben, fühlt sich gut an. Es bedeutet Freiheit. Dann kommt der Schwung wie von alleine ins Depot, und zwar über den Zinseszins.

Natürlich muss es niemand beim Sparen übertreiben. Ich finde, beim Essen solltest Du nicht geizig sein. Zahle lieber ein paar Euro mehr. Ernähr Dich gesund mit frischer Ware. Nicht so wie diese zwei RTL2-Reporter, die beim Selbsttest jeden Euro zwei Mal umdrehen. Dosensuppe und Wurst esse ich zum Beispiel nicht. Ich koche lieber frisch selbst. Bohnen, brauner (oder wilder) Reis, Zwiebeln, Sellerie, Tomaten, Pilze, frische Kräuter kosten nicht viel. Es ist schnell zubereitet.

Denk an Kalium. Das steckt in Bananen, Kartoffeln, Spinat… Eine neue Studie aus Alabama zeigt, dass Kalium hilft Herzkrankheiten vorzubeugen.

Ich hab dieses Kürbis-Rezept vom britischen Starkoch Jamie ausprobiert. Es schmeckt lecker. Es ist gesund. Es passt zur Saison. Probier es mal aus. Es ist gar nicht kompliziert. Einfach den ganzen Kürbis in den Backofen legen. Das ist fast alles, was zu tun ist:

Du brauchst Dir keine Schuhe für 20 Euro zu kaufen, wenn Dir anschließend die Füße weh tun. Kaufe Qualität. Aber übertreibe es nicht. Langfristig zahlt es sich aus, für gute Schuhe etwas mehr zu bezahlen. Ich stimme da zu. Aber niemand braucht 50 Paare Schuhe im Schrank zu haben.

Sei einfach schlauer als die Masse, indem Du limitierst, was Du kaufst. Lass Dich nicht emotional auf Käufe ein. Die sogenannten Spontankäufe sind eine große Gefahr. Der emotionale Kauf passiert online noch schneller als im stationären Geschäft. Amazon ist ein großer Nutznießer.

Vielleicht solltest Du besser Amazon-Aktien kaufen anstatt auf Amazon zu kaufen. Der Amazon-Kurs legte seit dem Börsengang um über 75.000 Prozent auf 1.100 Dollar zu. Wer im Mai 1997 zum Börsengang 1.000 Euro in die Aktie investiert hat, kann sich heute über 751.000 Euro freuen. Damit lässt sich die finanzielle Freiheit in Deutschland meistern – vorausgesetzt Du bist bodenständig. “Lass die anderen konsumieren, wie sie wollen”, denkt sich der Amazon-Aktionär. Der Online-König aus Seattle zeigt: Bei Qualitätsaktien zahlt sich “Buy and Hold” aus.

Einen Blick wert sind ferner Apple, Microsoft, Facebook, J&J, Berkshire, Exxon, Chevron, JP Morgan Chase, Google, Bank of America…. (Ich hab Amazon leider nicht im Depot). Auch im DAX sind etliche Perlen wie Münchener Rück, Allianz, SAP, Adidas, Henkel oder BASF, finde ich.

Bildschirm-Foto: Die Amazon-Aktie. Sie ist ein Kurswunder. Sie stieg seit dem Börsengang Mai 1997 um über 75.000 Prozent (Quelle Yahoo Finance).

Honey, I'm home! #regram from @maverickthesealpig

Ein Beitrag geteilt von Amazon (@amazon) am

Menschen lassen sich von angeblichen Schnäppchen verleiten. Sie schlagen dann schnell zu. Sie kaufen folglich mehr, als sie brauchen. Die schnelle Mode, „Fast Fashion“ genannt, ist ein schlimmer Trend. Die Konsumenten kaufen massenweise Kleidung, Schuhe, Elektronik. Sie wollen immer den neusten Trend, Schnitt, Auto-Modell haben. Es ist im Kern ein Teufelskreis in die Armut.

Die meisten Menschen sind konsumsüchtig. Sei einfach klüger. Fokussiere Dich darauf, Wohlstand für Dich und Deine Familie aufzubauen. Bevor Du heiratest, kläre Aspekte wie Kinder oder Finanzen ab. Eine Familie sollte ähnliche Grundüberzeugungen haben. Macht alles zusammen.

Du kannst es zu einer Million schaffen, wenn Du der Werbung und dem sozialen Druck Stand hältst. Niemand sagt etwas dagegen, wenn Du einen Qualitätsmatratze, guten Anzug oder Whisky kaufst. Ja, das ist völlig in Ordnung. Es kommt nur auf die Menge an. Sei diszipliniert. Nur darum geht es.

Ich finde es wichtig, dass Du kein Zeug kaufst, um andere zu beeindrucken. Wer immer andere beeindrucken will, wird arm. Das ist ein teurer Spass. Du bist dann nämlich immer am Kaufen: Clown-Autos, Clown-Mode, Luxus-Urlaube…

Vergleiche Dein Leben nicht mit anderen. Vergiß den dicken Mercedes des Nachbarn. Der Nachbar ist vermutlich pleite. Du kannst ruhig auf die Super-Wohnung oder Mega-Villa verzichten. Die Freiheit ist mehr wert als der Anschein.

Ein kleiner Trick meinerseits war: Als ich den TV aufstöpselte, wurde meine Arbeit schneller erledigt. Ich wollte weniger Marken-Sache kaufen. Ich gab Auftragsprojekte zeitig ab. Nichts blieb mehr liegen.

Gib Dein Geld weise aus. Ich finde es schön, früh in den Ruhestand gegangen zu sein. Ja, ich hab noch eine journalistische Nebentätigkeit. Es ist aber kein Hauptjob mehr. Wenn ich nicht mehr arbeiten mag, kann ich meinen Hobbys voll und ganz nachgehen.

Im Grunde kann fast jeder finanziell frei werden. Dein Gehirn muss „richtig“ programmiert sein. Lass den Luxus weg. Lass die Angeberei sein. Kauf lieber Porsche-Aktien, Louis-Vuitton-Aktien, Richemot-Aktien. Lass die anderen den Luxus kaufen:

Nur weil Du Geld übrig hast, heißt das nicht, dass Du es ausgeben musst. Sei bodenständig. Die meisten Millionäre sehen nicht wie Millionäre aus. Milliardäre sehen nicht wie Milliardäre aus. Nehme den New Yorker Internet-Milliardär Barry Diller, der in kurzen Hosen und offenen Turnschuhen zu Meetings geht.

Mark Zuckerberg, Bill Gates und Warren Buffett gehen gerne zu McDonald’s essen. Ein WalMart-Erbe (Jim Walton) arbeitet in einem uralten Gebäude, was fast wie ein Schuppen aussieht. Schau Dir weitere Superreiche an, die sich Butterbrote schmieren und die Haare selbst schneiden:

Morgens holt sich Warren Buffett in Omaha für zwei oder drei Dollar sein Frühstück bei McDonald’s ab – auf dem Weg zur Arbeit:

Deine Konsum-Entscheidungen haben einen Einfluss auf Deinen Wohlstand. Eigentlich sind die Zusammenhänge logisch. Sie sind einfach zu verstehen. Doch blendet die Bevölkerung das aus. Wohlstand ist mit einfachen Schritten zu erreichen. Kaufe jeden Monat automatisch ETFs mit einem Sparplan. Ziehe das motiviert lange genug durch und Du wirst die Früchte ernten können.

Wer ganz clever ist, nutzt den Schneeball namens Zinseszins in jungen Jahren. Es gibt ein paar Leute, die mich hassen. Einer ist auf Facebook mit negativen Kommentaren eifrig unterwegs. Ich vermute: Er ist pleite.

Es gibt Menschen, die haben unglaublich hohe Autofinanzierungsraten zu bezahlen. Wenn Du das ins Verhältnis zum Nettogehalt setzt, wird klar, warum jemand auf keinen grünen Zweig kommt.

Wer ein bequemes Finanzpolster hat, geht lockerer mit einer Kündigung, Umzug, Jobsuche, Auszeit, Krise im Büro… um. Das Leben wird lockerer. Was mich schon immer motiviert hat, war die Freiheit. Es ist so wunderbar. Es ist nicht das Geld, sondern die Freiheit.

Zur Weihnachtszeit noch ein Tip: Nervt Dich die Geschenke-Kauferei, verstehe ich das. Mach einen Deal mit der Familie: Keine Geschenke dieses Jahr. Nur die Kinder bekommen etwas. Hilf lieber in einer Suppenküche aus. Das ist ein wunderbares Geschenk.

Ich half schon in New York in einer Kirche, die für Obdachlose kocht. Es ist ein schönes Gefühl, einem armen Menschen warmes Essen auf den Teller zu schöpfen.

Ich hoffe, Du wirst den Rest Deines Lebens finanziell stabil. Ich kann Dir nicht exakt sagen, wie du Dein Leben leben und genießen kannst. Jeder hat eine andere Mission auf diesem Planeten, also frag Dich selbst, was Du in diesem Leben wirklich machen willst. Überleg, wie Du dem Ziel näher kommen kannst. Jeden Tag. Schritt für Schritt. Es beginnt damit, dass Du Dein Verhalten, Deine Denkweise und all das änderst.

Ich kann Dir nicht weiterhelfen, wenn Du mich hier fragst: “Soll ich heute General ELectric kaufen, weil sie gerade abgestürzt sind?” Ich kann nicht jede einzelne Frage beantworten. Es sind zu viele geworden. Mein Blog wächst jeden Monat. Es ist erstaunlich. Danke für Deine Treue und Interesse. Aber ich kann halt nicht jede einzelne Frage beantworten.

Du musst Dein neues Wissen nutzen, um DEINEN Pfad zu finden. Viele Wege führen nach Rom. Warte nicht auf meine Antwort. Bleib nicht im Bett oder auf dem Sofa ewig. Warte nicht den ganzen Tag ab. So wirst Du nicht reicher. Es geht nur um eine Lebenseinstellung, Denkweise, die ich vermitteln will. Keine Aktientips. Ich zeige Dir, wie Du Fortschritte machen kannst. Die passende Straße zum Ziel musst Du schon finden. Jeder nutzt eine andere Straße. Verlasse Dich nicht auf mich. VERLASSE DICH AUF DICH SELBST. Ich bin außerdem kein Guru, Gott oder Hellseher. Ich mache wohlgemerkt auch Fehler. Und ich kenne nicht jede Aktie.

Ok, oben im Text hast Du gesehen, dass ich Aktien positiv erwähne. Aber Du musst am Ende selbst entscheiden, welchen ETF oder welche Aktie Du wann und mit wie viel Geld kaufst. All diese einzelnen Entscheidungen kann ich Dir nicht abnehmen.

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Gurki
4 Jahre zuvor

Du hast Amazon nicht im Depot?? Wie kommt denn sowas?

Olaf
4 Jahre zuvor

Hallo Tim,

ich lese schon einige Jahre gerne dein Blog.

In diesem Artikel hast du deine Einstellung sehr gut zusammengefasst. Im Prinzip kommt es immer wieder zu Wiederholungen in den Artikeln.

Ich kann dir größtenteils auch zustimmen, obwohl Einiges schon relativ extrem ist, welches nicht immer und überall für Jeden umsetzbar ist.

Allein schon, daß in Deutschland gerade in den Jahren von 50 bis zur Rente mit 60 – 67 die höchsten Steigerungsraten für die Rente erarbeitet werden müssen.

Da können sich die wenigsten Leute leisten, diese Jahre einfach vorher aufhören zu arbeiten.

Ich würde bei aleme Sparen auch nicht vergessen…Anlegen in Familie, Freunde, usw..

Einfach auch mal, anstatt Aktien zu kaufen die Familie oder Freunde zum Essen einladen. Das bringt auch sehr hohen Zinseszins fürs Leben.

Viele Grüße

Olaf

 

DerMitleser.
4 Jahre zuvor

Was, Du bist kein Gott!? Und ich dachte all die Jahre…

Daniel86
4 Jahre zuvor

Ein Freund von mir kauft in letzter Zeit auch vieles auf Pump. Er gibt das Geld mit vollen Händen aus. Es ist schlimm mit anzusehen, aber ohne die Einsicht hilft alles Reden nicht. Dabei hatte er in der Vergangenheit sehr gut sparen können, aber jetzt will er sich etwas gönnen sagt er. Ich hoffe er bekommt bald die Kurve. Besser spät als nie.

Andrea
4 Jahre zuvor

Danke für deine erneut motivierenden Worte, Tim.

Clemens
4 Jahre zuvor

Wir suchen für unsere Tochter einen Laptop. Das Wunschmodel gibt mit einem 50€ Nachlass, aber nur wenn man eine 0 Prozentfinanzierung mit abschließt. Bei Barzahlung ist der volle Preis fällig.

David
4 Jahre zuvor

@all:

Für diejenigen unter euch, welche die ganze Doku über Warren Buffett sehen möchten (Tim hat ja nur eine 3-minütige Szene herausgepickt, welche gerade zum Thema gepasst hat):

https://m.youtube.com/watch?v=ridk6OvkgGM

Mir hat sie jedenfalls gefallen und ich kann sie empfehlen…

Ruben
4 Jahre zuvor

Hallo Tim,

wie du schon einmal geschrieben hast: ich denke die meisten, die deinen Blog lesen haben eigentlich schon das Große und Ganze begriffen. Ich gehe davon aus, dass die wenigsten außer für eine Immobilie verschuldet sind. Ob dann jemand etwas minimalistischer lebt oder doch noch einen gewissen Konsum für ein Stück Lebensqualität benötigt ist dann individuell.

Mir fällt es manchmal auch schwer nicht die wirklich wichtigen Dinge aus den Augen zu verlieren. Durch die vielfältigen Wahlmöglichkeiten kann man sich heutzutage in nahezu allen Lebensbereichen in relativ unwichtigen Detailfragen verlieren. Am wichtigsten ist es jedoch oftmals es einfach anzupacken und überhaupt einen Anfang zu finden.

Viele Grüße,

Ruben

 

Flo
4 Jahre zuvor

Wenn ich bei Amazon bestelle, dann nur Bücher für mein Humankapital.

Gelesen habe ich bisher: Gerd Kommer: Investieren mit ETF; Der Finanzwesir: Was Sie über Vermögensaufbau wirklich wissen müssen; Bodo Schäfer: Rente oder Wohlstand. Alles 3 super Bücher.

Für die Gesundheit und das Wissen gebe ich gerne mehr aus. Ansosten ist meine Sparquote zwischen 65-75%.

Diese Woche habe ich folgende Werte nachgekauft: Fresenius SE und Fuchs Petrolub Stämme.

LG an Alle.

 

Andrea
4 Jahre zuvor

Flo, das ist aber eine tolle Sparrate.

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

@Flo,

ja, diese Sparrate ist aussergewöhnlich, find ich toll!

und was ich auch sehr gut finde, wenn mal Jemand auch in deutsche Werte investiert, immer nur USA find ich persönlich auch nicht soooo gut,

Fuchs Petrolub steht ganz weit oben auf meiner Wunschliste,

Fresenius hab ich kürzlich zugekauft, Henkel haben sie heute geprügelt, sobald es Geld gibt am 25. werd ich da nachkaufen, auch wenn diese Werte nicht so viel Dividenden ausschütten, es sind meine Lieblinge 🙂

Felix
4 Jahre zuvor

Super Artikel!

Mr. Pino Cavallo
4 Jahre zuvor

http://www.zeit.de/arbeit/2017-08/geld-ist-geil-protokolle

Ein kleiner Beitrag darüber, wie man nicht über Geld und Konsum denken sollte (v.a. Personen 1 und 2).

Es ist echt unglaublich und Tims Aussagen werden eigentlich immer wieder bestätigt: Menschen kaufen Dinge nicht, weil sie sie brauchen, sondern nur weil sie nach Außen etwas darstellen wollen.

Naja, uns als Aktionäre soll’s Recht sein 😉

K.
4 Jahre zuvor

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ungleichheit-das-ersparte-vieler-deutscher-wuerde-nicht-lang-reichen-1.3748889

“Das Ersparte vieler Deutscher würde nicht lange reichen.”

“Viele Menschen in Deutschland hätten schnell große Probleme mit einem finanziellen Notfall: Jeder dritte Haushalt könnte seine Konsumausgaben nur wenige Wochen lang aus dem Ersparten heraus bezahlen.”

K.
4 Jahre zuvor

@Fit und Gesund

https://frugalisten.de/

pipi
4 Jahre zuvor

Was ich an deinem Artikel gut finde, ist sparre aber gönne dir auch ab und zu was. Ich finde bei der ganzen sparerei muss man sich ab und zu auch mal belohnen. Wie du auch schon sagst übertreib es nicht. Aber warum soll man sich zu Zeiten nicht mal was schönes leisten?

Und es kommt oft wirklich auf den Punkt weniger, dafür mehr Qualität. Das ist auch etwas ich von meiner Freundin gelernt habe. Ihre Schuhe kosten in Schnitt mehr als 600€ (was übertrieben ist), aber sie trägt sie im Schnitt auch mehr als 10 Jahre. Ich habe früher in meinem Konsumverhalten Massen an Klamotten gekauft. Dieses Jahr habe ich mir als Ziel gesetzt garkeine aber wirklich garkeine Klamotten zu kaufen. Die ersten 6 Monate hat es geklappt, dann bin ich schwach geworden. Dennoch habe ich dieses Jahr nicht wirklich viel gekauft und möchte es im nächsten Jahr dabei belassen. Mein Schrank ist voll, was bringt mir die nächste Hose oder das nächste Parr Schuhe. Wenn ich Sachen im Schrank habe die ich noch nie an hatte.

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

@K.

wenn Oliver dann in der Bildzeitung steht, spätestens dann wird Frugalismus zum Mainstream, hoffen wir mal dass es nicht soweit kommt 🙂 wobei manch Einer wohl daran täte Geld wegzulegen.

Das was man benötigt sollte man auch kaufen, ich plädiere auch für Qualität, ich brauche dieses Jahr eine Winterjacke, der Preis wird nicht den Ausschlag geben, sondern Passform und Verarbeitung, hochwertiges Material, da hab ich lange Freude dran.

@all,

gerade gelesen, Warren Buffett schichtet noch weiter um, weniger IBM…noch mehr Apple.

Wünsche Allen einen schönen Tag

Rainer Zufall
4 Jahre zuvor

Fit und Gesund

Ich habe IBM auf meiner Liste, und hatte schon mehrfach vor ein paar Aktien zu kaufen, habe es bisher aber nie getan. Daher: Danke für den Hinweis.

Flo
4 Jahre zuvor

@Fit und Gesund.

Ich habe Fuchs lange beobachtet. Es ist ein sehr gut geführtes Familienunternehmen was ein großen Wert auf die Zufriedenheit der Aktionäre legt. Ich Empfehle dir auf die Stammaktie(WKN:579040) zuzugreifen, weil 1. billiger und 2. höhere Dividendenrendite.

Fresenius gehört für mich einfach in jedes gesunde Portfolio. Es ist ein Dividendenaristokrat und ein Burggraben. Die Dividende ist zwar noch gering, aber wird von Jahr zu Jahr gesteigert. Die Aktie wurde die letzten Wochen hart bestraft. Ich habe direkt aggressiv nachgekauft.

@Andrea

Danke, ich lebe halt nicht im Hamsterrad wie 80% der Bürger :). Ich bin nicht  überversichert wie andere. Jeder kann eine hohe Sparquote erreichen.

Gurki
4 Jahre zuvor

@Tim: Ist es dir denn jetzt zu spät, bei Amazon einzusteigen? Wahrscheinlich oder?

Anderes Thema: Ich erwische mich immer wieder dabei meine Mitmenschen (also meine Bekannten) zu “belehren”. Sie sollen doch lieber viel mehr sparen und zurücklegen als alles zu verkonsumieren.
Ich stoße allerdings immer wieder auf Ablehnung und frage mich mittlerweile was ich da eigentlich mache. Eigentlich gehen mich die Finanzen von anderen Menschen doch einen feuchten Kehricht an. Im Grunde ärgere ich mich über mich selbst, warum ich das immer wieder tue und das Thema anspreche.
Sollen die Menschen doch so leben wie sie leben wollen. In Schulden, mit Miese auf dem Konto. Oder maximal +- 0.

Meine damalige Partnerin, hat bis heute nix richtiges gespart (zumindest nur für den nächsten großen Urlaub) und meine Tipps angenommen, sich mit dem Thema Finanzen, Aktien und ETF auseinander zu setzen.
“Was nur 5-8% im Jahr?! Und dafür soll ich so ein hohes Risiko eingehen?”
Naja dann leg halt dein Geld bei der Sparkasse für 0,01% an, wenn es dir mehr Sicherheit bietet. Ist mir mittlerweile dann auch latte 🙂

 

morphyencore
4 Jahre zuvor

@Gurki

“Eigentlich gehen mich die Finanzen von anderen Menschen doch einen feuchten Kehricht an. Im Grunde ärgere ich mich über mich selbst, warum ich das immer wieder tue und das Thema anspreche.”

Da hast Du absolut Recht. Geht mir auch so. Eigentlich sind wir ja auch nicht irgendwelche Missionare, die anderen Menschen helfen sollen, reich zu werden.

Selbst wenn es nicht sehr idealistisch klingt: Es kann nicht nur Gewinner geben. Es muss auch Verlierer geben :-). Wenn jeder nur noch Aktien kaufen würde, dann könnte man auch nicht mehr mit Aktien finanziell frei werden, oder? 🙂

 

Mr. Pino Cavallo
4 Jahre zuvor

@ Gurki

Hahaha… das ging mir eine zeit lang genauso. Ich bin sogar einmal fast ausfällig geworden, als mich ein Kumpel durch der Blume als geizig dargestellt hat, nur weil ich -anders als er- mir keine Rolex und ‘nen BMW gegönnt habe. Nach seiner Meinung ist das Kaufen von Dingen Ausdruck von Lebensfreude. Ich persönlich habe das Glück, in materiellen Dingen nicht mein Heil finden zu müssen.

4 Jahre zuvor

Super Beitrag. Einfach geil. So nun ist die Mittagspause vorbei und weiter geht’s.

Tim mache dir nichts über die hater die gibt es überall. Ich hatte auch schon welche und habe sie persönlich besucht. Hättest die rot werdenden Gesichter sehen sollen. ..ich LIEBE das persönliche Gespräch:)

Bis zum nächsten Artikel

LG

 

FelixBerlin
4 Jahre zuvor

Der Konsumwahn bei manchen Menschen ist schon erschreckend.

Mit welcher Leichtigkeit Kredite für absolut unnötige Sachen, wie TV oder Reisen genommen werden, verblüfft mich immer wieder.

Andererseits denke ich mir auch, dass es auch solche Menschen geben muss, denn sonst würde die Wirtschaft auf der Stelle treten.

Ich persönlich habe es geschafft in den letzten Jahren dem Konsumwahn den Rücken zuzudrehen und bin seit dem zufriedener 🙂

Phil
4 Jahre zuvor

@ Tim

Klasse Beitrag. Amazon geht gerade wirklich gut ab.

@ Gurki

das ist dieses hierzulande irgendwie ein recht weit verbreitetes Phänomen: “über Geld spricht man nicht” (außer es geht ums jammern ). Ich habe selbst ähnliche Erfahrungen damit gemacht. Am Mittagstisch jammern die Kollegen gerne auch mal über die nicht mehr vorhandenen Zinsen. Aber sobald man mal das Thema Aktien anspricht wird man gleich gönnerhaft als “Zocker” gedisst. 😉

Anderswo geht man mit dem Thema Geld deutlich entspannter und transparenter um. Hier ist das oft sehr emotional besetzt und wird dann u.U. gleich persönlich genommen.

Man kann das doof finden, dass das Finanzielle für Viele ein Tabu ist, aber man sollte das meiner Meinung nach auch akzeptieren – zumindest anstatt ungefragt irgendwem Ratschläge zu geben.

Anders finde ich das in einem engeren persönlichen Umfeld. So habe ich meine bessere Hälte auch etwas zu einem ETF-Sparplan genötigt, weil sie sich selbst überhaupt nicht mit “solchem Finanzdingsbums” auseinandersetzen mochte.

@ morphyencore

die paar Privatanleger, die man vielleicht aus seinem Dunstkreis rekrutieren kann, werden sicher nicht die eigene Rendite schmälern. Im Gegenteil. Mach den Anlageberater: Empfiehl Aktien aus deinem Portfolio. Deine Bekannten treiben die Nachfrage und damit die Kurse hoch. Bei der nächsten Kurskorrektur wird ihnen dann mulmig, sie verkaufen mit Verlust, schwemmen den Markt und geben dir als klugen Anleger die Möglichkeit günstig nachzukaufen 😉

Aber mal im Ernst: mir ist diese Gewinner/Verlierer-Attitüde sehr suspekt. Das ist für mich so eine “Mein Haus, mein Auto, mein Boot… und erst recht mein Portfolio” Einstellung. Um mit Tim zu sprechen: vergleich dich nicht mit anderen. Dazu gehört m.E. nicht nur der Neid auf das Clown-Auto des anderen, sondern auch die Bescheidenheit sich nicht aufgrund seiner Rendite für einen Gewinner zu halten, dem die Verlierer etwas wegnehmen wollen. Ist nicht böse gemeint, aber ein Wertpapierinvestment ist nun wirklich kein wohlgehütetes Finanzmarktgeheimnis, das man anderen vorenthalten müsste. 😀

Kall
4 Jahre zuvor

Bonjour Tim und Alle,

ich finde es gut, keine Amazon Aktie (mehr) zu besitzen. Ich hatte welche und habe sie mit Gewinn verkauft.

Auch bei Aktien versuchte ich zumindest ein Minimum an sozialer Verträglichkeit zu bekommen. Besoz mag ein schlauer Kopf sein. Wie er seine Mitarbeiter*innen (auch in Deutschland-siehe Bad Hersfeld, kein Tarifvertrag etc.) ausbeutet, keine Steuern zahlt, finde ich unerträglich. Ja, an dem Punkt verzichte ich auch auf möglichen Gewinn. Das ist auch ein Stück Lebensqualität.

Weshalb Buffett jetzt weiter IBM verkauft, erschließt sich mir nicht. Vielleicht hat er bessere Informationen. Wahrscheinlich sogar. Nach meiner Wahrnehmung ist IBM jedoch für die Zukunft (KI, Blockchain) ganz gut aufgestellt.

Konsum:

Ich finde, das Wichtigste ist zunächst keine Schulden zu machen. Früher habe ich auch Konsumkredite (Auto) aufgenommen. Nie zu hohe, aber eine Belastung waren sie trotzdem. Als ich vor 10 Jahren ein bisschen Geld erbte, schwor ich keine Schulden, kein überzogenes Giro Konto. Dass habe ich bis heute konsequent durchgehalten. Es verschafft innerlich ein wenig mehr Ruhe. Inzwischen habe ich ein “Notpolster” angespart. Das bringt zwar keine Zinsen, da nicht investiert, aber die Sicherheit, auf etwas zurückgreifen zu können.

Tim:

Natürlich kannst du nicht bei jeder Aktie raten, analysieren etc. Dafür sind genug andere im Blog. Die Diskussionen finde ich recht spannend und hilfreich.

An GE halte ich fest. Ich denke, die kommen mittelfristig wieder zurück. Aktuell sehe ich viel Übertreibung nach unten. Na ja, hoffentlich täusche ich mich nicht.

Grüße über den Teich

Kall

morphyencore
4 Jahre zuvor

@Phil

“die paar Privatanleger, die man vielleicht aus seinem Dunstkreis rekrutieren kann, werden sicher nicht die eigene Rendite schmälern. Im Gegenteil. Mach den Anlageberater: Empfiehl Aktien aus deinem Portfolio.”

In meinem Bekannenkreis spreche ich ganz offen darüber, was ich in den Fragen der Altervorsorge und Investment für richtig halte und was nicht. Dazu gehört auch, dass ich von Riester nix halte und dass ich gegenüber Immobilien eher skeptisch eingestellt bin. Natürlich stoße ich meist auf taube Ohren. Immerhin konnte ich aber auch 2-3 Bekannte schon mal “bekehren” 🙂

Besonders schräg wird es oft in irgendwelchen Talkshows, wenn irgendwelche Politiker kritisieren, dass sich ja die bösen Aktionäre immer wieder bereichern. Dann frage ich mich immer: Jeder kann doch Aktien kaufen, sofern er nur ein halbwegs durchschnittliches Gehalt hat… Aktien zu kaufen ist doch für den Normalbürger einfacher als eine Immobilie zu kaufen….

Ansonsten sollte man sich nicht allzu große Gedanken machen über Dinge, die man eh nicht ändern kann. An der Börse gibt es eben Käufer und Verkäufer. Der eine gewinnt, der andere verliert. Was richtig ist weiß im voraus niemand. Ich setze jedenfalls überwiegend auf Aktien und werde mit ihnen in jedem Falle durch “dick und dünn” gehen, egal was Andere sagen und wie der Wind weht…

 

 

 

Sparta
4 Jahre zuvor

@Tim

Was für ein Mehl soll das bei Minute 5:00 bei Jamie sein? Thx, für die Antwort.

William
4 Jahre zuvor

Potassium = Kalium

4 Jahre zuvor

@Sparta,

“self-raising flour” ist einfach nur Mehl mit etwas Backpulver.

Wohl bekomms

MS

Kiev
4 Jahre zuvor

@Sparta

Hast Du die Zutaten notiert? Das würde mich auch interessieren. Ich hatte in das Video geschaut und es sah richtig gut aus.

@All

Verschwendung bereitet mir aus vielen Dingen unwohlsein. Ich möchte auch keine Kollegen belehren. Aber wenn ich Gejammer von Menschen mitbekomme, die mir sympathisch sind, versuche ich schon die Prinzipien zum Erfolg etwas näher zu bringen. Das Gejammer ist ja in vielen Dingen auch nicht unbegründet. Aber Jammern hilft nun mal nicht weiter. Erfolg habe ich meistens keinen. Aber ich versuche es trotzdem weiter. Solange es über einen langen Zeitraum wenigstens durch Vorleben bei meinen Kindern klappt bin ich schon zufrieden.

Sparta
4 Jahre zuvor

@Matthias

Thx, jetzt im nachhinein kann ich es plötzlich auch raushören. 😉 Thx.

Davor kannte ich diese englische Version von Mehl mit Backpulver bzw. dieses Wort noch nicht.

Bei Potassium hatte ich schon befürchtet Tim hat einen neuen Mineralstoff entdeckt. *g* Das mit Kalium ist ja relativ als Gegenspieler von zuviel Natrium in der westlichen Ernährungsweise bekannt.

Na ja, als Gesundheitsapostel habe ich Bio-Vollkorn-Buchweizenmehl genommen.

War auch recht erstaunt, als ein Dr. erst die (etwas gehypte) Glutenunvertäglichkeit größtenteils dem Glyphosphat zuschreibt… einige andere unschöne Dinge auch. Buffett hat ja glaube ich bei Monsanta nachgelegt…

@Kiev

Grob im Kopf gemerkt und losgelegt. Ich fands lecker, meine bessere Hälfte war ausnahmsweise mal von meinem Kochkünsten/dem Rezept nicht so angetan.

Halber Butternut-Kürbis, Körniger Frischkäse, Parmesan, das ominöse self-raising-Mehl, 1 Ei, Salbeiblätter, Butter und Olivenöl. Ist aber doch nicht so schnell und praktisch, bzw. beim 1. Mal noch ein ungewohnt.

Deinen Absatz und Ratschlag zur Umverteilung bei den Eltern (mehr Schenkungen an die Verschwender und weniger an diejenigen, die sparsam sind) fand ich erst sehr bemerkenswert. Trifft häufig zu, aber ich habe mich damit arrangiert, da mir das aus eigener Kraft sowieso viel wichtiger ist.

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

tja, weiss man echt nicht was man machen soll:

George Soros schmeisst Apple raus und kauft GE….

spricht dann für den ETF, da gibt es keine Abstürze wie zuletzt bei einigen Aktien zu sehen war 🙂

http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/umschichtungen-ueberraschung-bei-apple-soros-wirft-reihenweise-tech-aktien-aus-dem-depot-5816283

 

 

Sparta
4 Jahre zuvor

@fitundgesund

“spricht dann für den ETF, da gibt es keine Abstürze wie zuletzt bei einigen Aktien zu sehen war ?”

Verluste >-50 % sind auch mit einem msci world möglich, bzw. waren 2008-2009 auch aufgetreten.

Breiter diversifiziert als jedes Einzelaktiendepot ist ein msci world… eine Scheinsicherheit wie Du sie implizierst, gibt es an den Aktienmärkten allerdings auch bei etf`s nicht…

>15 Jahre Geduld bei buy & hold ist psychisch nur sehr schwer von nur sehr wenigen Menschen auszuhalten…

Kiev
4 Jahre zuvor

@Sparta

Du kannst nicht die Entscheidungen Deiner Eltern ändern. Aber Du kannst sie vielleicht nachvollziehen. Immerhin deuten wenig Schenkungen auf Deine starke Position aus Sicht Deiner Eltern. Du kannst nur für Deine eigenen Kinder überlegen, wie Du mit Schenkungen umgehen willst. Ich möchte auf jeden Fall einen großen Teil meines Vermögens zu Lebzeiten verschenken, damit meine Kinder die damit verbundenen Freiheiten auch nutzen können. Das kann man ja auch mit Bedingungen durchführen. Wenn ein Kind bereits eine Millionen aufgebaut hat hilft eine weitere auch nicht viel weiter. Wenn es allerdings noch in der Findungsphase ist würde ich nicht Geld schenken. Vor allem nicht des öfteren. Ansonsten bringe ich sie in eine Abhängigkeit von meinen Zuschüssen und fördere vermutlich den Konsum auf Pump oder Luxus. Ich lebe diesbezüglich auch extra Sparsamkeit, Wertschätzung, Fleiß und Dankbarkeit vor. Meinen Kinder soll es an nichts fehlen, sie sollen aber auf keinen Fall den Eindruck haben, dass wir reich, privilegiert und vielleicht für manche Aufgaben zu “erhaben“ sind. Aus diesem Grund haben wir auch keine Putzfrau und nehmen viele Dinge selbst in die Hand. Auch wenn eine Putzfrau eine positive Kosten/ Nutzen Rechnung für uns aufweist vermittelt es für mich die falschen Werte.

Patrick
4 Jahre zuvor

@Tim Schäfer

Ich betrachte Konsum aus meiner Schäferbrille als ziemlich traurige Angelegenheit, wenn ich mein Umfeld betrachte. Ich hab den Eindruck, es sind größtenteils Frustkäufe oder Angeberei.
Da hast du absolut Recht Tim:

https://www.youtube.com/watch?v=b-zV8aGDCTE

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

@Sparta,

das ist wohl wahr, das was heute 5% abstürzt, daran wird man sich in 10 Jahren vermutlich nicht mehr erinnern, was man gekauft hat, sollte man einfach liegenlassen und nicht hinschauen, man, und mit “man” meine ich natürlich mich, schaut viel zu oft auf die Börsenkurse, hier liegt bei mir auch Verbesserungspotential.

Auch ETF’s sind davon nicht ausgenommen, am Tag des Brexit’s hatte ich Frei, ich hatte Geld gebunkert und wollte kaufen, (nicht dass ich geglaubt habe der Brexit käme) ETF’s ….. tja, die Kurse sanken schon, die spreads schossen hoch und somit kam ich an dem Tag sicher nicht zum Zug…Einzelaktien hab ich an dem Tag nicht geschaut, ich wollte einen ETF auf britische Aktien.

Bei Tim’s Facebook-Seite und in diesem Aktienheft wird beschrieben wie der Investor Thomas Russo seine Aktien langfristig hält und damit sehr gut fährt, ist ja auch Tim’s Strategie, teilweise ist es ein Glück für mich hohe Handelskosten zu haben, das hilft ungemein 🙂

Schönen Abend

 

Micha
4 Jahre zuvor

@Kall

“ich finde es gut, keine Amazon Aktie (mehr) zu besitzen. Ich hatte welche und habe sie mit Gewinn verkauft.

Auch bei Aktien versuchte ich zumindest ein Minimum an sozialer Verträglichkeit zu bekommen. Besoz mag ein schlauer Kopf sein. Wie er seine Mitarbeiter*innen (auch in Deutschland-siehe Bad Hersfeld, kein Tarifvertrag etc.) ausbeutet, keine Steuern zahlt, finde ich unerträglich. Ja, an dem Punkt verzichte ich auch auf möglichen Gewinn. Das ist auch ein Stück Lebensqualität.”

 

Du hast dann aber hoffentlich vom Gewinn nichts bei Amazon eingekauft bzw. tust es auch sonst nicht/kaum.

Das “Wandern” der Aktien von einem Depot zum nächsten hat keinen Effekt bei der Firma. Das “Wandern” von Umsatz/Gewinn zur Konkurrenz dagegen kann auf Dauer schon einiges bewirken.  😉

4 Jahre zuvor

Hi Tim,

guter Artikel. Ich bin mir manchmal nicht so sicher, wieso die Menschheit so auf Konsum steht. Ich habe das Gefühl, dass es den Menschen sehr gut geht und man alles mal getestet haben will, einfach weil man es kann. “Man ist es sich wert.” bzw. “Gönnt sich mal was”. Vielleicht auch als Ersatz fürs Selbstwertgefühl: Hab ich viel, bin ich viel. Zumindest ertappe ich mich manchmal bei diesem Gedanken. Ich kann mir alles kaufen, was ich will. Jeden Monat wandert das Geld eneut aufs Konto. Wer weiß, wie lange man so gesund und munter genießen kann. Also lieber jetzt als morgen. Die Versuchungen lauern an jeder Ecke.

Ich lebe trotzdem sparsam, aber ich habe auch Mitgefühl für Leute, die ihr Geld verprassen. Wer alles hat und wem trotzdem was im Leben fehlt, versucht das Leck zwanghaft zu stopfen (mein Eindruck). Manche Dinge bereichern unser Leben tatsächlich, viele Dinge sind rausgeschmissenes Geld.

Michi
4 Jahre zuvor

Meiner Meinung nach haben die heutigen Konsumprasser zwischen 25 und 45 Jahren noch Glück. Selbst kriegen sie finanziell nichts auf die Reihe und strampeln sich im Hamsterrad ab (zum Teil noch mit hohem Gehalt). Allerdings werden trotzdem viele nicht in die totale Altersarmut fallen, da sie von den Großeltern und Eltern mal was erben werden. Denn die haben in den 70er/80er/90er noch das sparen praktiziert und haben dort mühsam ihr Haus abbezahlt, das dann an die heutige Generation der Konsumprasser vererbt wird. Das ist das einzige Glück für die. Dann können sie zumindest mal mietfrei wohnen oder sich bei einem Hausverkauf das Geld mit den Geschwistern teilen.

Ansonsten würde es für viele düster aussehen…

Kall
4 Jahre zuvor

Bonjour Michi,

 

ich habe in meinem ganzen Leben einmal bei Amazon eingekauft. Die Bücher brauchte ich schnell. Ansonsten kaufe ich Bücher und Elektronik im Fachhandel. Ich weiß, das ist teurerer. Aber ich sehe mit Sorge, wie der Einzelhandel in den Städten immer weiter abnimmt. So veröden sie und das möchte ich nicht. Genauso wenig wie das “verschenken” von Daten.

Interneteinkauf ist sicher bequemer. Keine Frage. Da muss sich der Handel etwas einfallen lassen. In der Regel geht das nur über Qualität und Service. Manche erkennen das.

Am Ende muss das jeder für sich selbst entscheiden. Viele, die z.B. bei Amazon Prime sind, glauben sie sparen Geld. Tatsächlich bestellen sie häufig, um zu bestellen. Nicht selten “unnützes Zeug” , um in Tims Jargon zu bleiben.

Beste Grüße

Kall

Gert
4 Jahre zuvor

Ich habe seit Jahren immer viel bei Amazon gekauft. Die Lieferung ist schnell und zuverlässig, sollte es einmal eine Reklamation geben, wird das zügig und zur Zufriedenheit erledigt. Mittlerweile kaufe ich meine Sachen aber ganz bewusst bei deutschen/europäischen Unternehmen, da Amazon hier einerseits den Handel platt macht, anderseits kaum Steuern bezahlt.

Amazon-Aktien habe ich noch nie gehabt, die waren mir immer deutlich zu teuer. So ist es bis heute geblieben. Eine Buy-And-Hold-Aktie ist das sicher nicht, sondern eine Momentum-Aktie mit erheblichem Rückschlagspotential, wenn der Markt mal wieder scharf korrigiert.

4 Jahre zuvor

Ich finde Amazon super. Ich kaufe da immer meine Ebooks. 1-Klick und SOFORT da. Sie antworten und reagieren schnell, sie sind bei Reklamationen kulant. Haben eine große Auswahl, viele Zahlungsmöglichkeiten, usw.

Bei einem anderen Händler (darf man hier Namen schreiben? xD) bestellte ich auch noch ab und an. Dort ist die Auswahl kleiner, meine Ebooks erhalte ich nicht SOFORT, sondern zeitverzögert, was mich echt extrem nervt. Zudem hatte ich neulich ein Anliegen und die Antwort habe ich erst eine Woche später (!) erhalten, was nicht zu rechtfertigen ist, finde ich. Deswegen habe ich beschlossen, dort nicht mehr zu kaufen. Ich halte nichts von einer künstlichen Aufrechterhaltung.

Die Aktie ist bestimmt interessant, ich schaue sie mir mal genauer an 🙂

Slazenger
4 Jahre zuvor

Ich denke auch dass in der Amazon Aktie langfristig noch viel Potential schlummert, allerdings wird auch Amazon wenn das starke Wachstum nachlässt ein KGV haben müssen das dem entspricht, d.h. Dreistellige KGV’s wird es dann nicht mehr geben!

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