Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen. Ich orientiere mich an einem Bauernvolk. Die Amish leben gesund und sind zielstrebig


New York, 23. Februar 2018

Der Weg. Es ist manchmal schwer uns aufzuraffen. Aber es geht.

Weisst Du, warum Elon Musk eine Erfindung nach der nächsten macht? Weil er finanziell frei ist. Er hat als Milliardär das nötige Kleingeld, um sich um Geld keine Sorgen machen zu müssen. Deshalb ist er so ruhig. Es macht ihm Spass. Musk wäre wohl nicht so erfolgreich, wenn er das Geld nicht hätte.

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Ich bemühe mich, meine Fitness zu verbessern. Ich bin häufiger auf den Beinen. Ich esse gesünder. Mehr Gemüse und Obst. Ich mache mehr Sport. Joggen. Mehr Spaziergänge. Yoga. Ich habe meinen Alkoholkonsum massiv reduziert. Ich meide Fleisch. Ich meide Zucker, wo ich kann. Ich hab schon ungefähr zehn Pfund abgespeckt.

Es ist nicht wünschenswert, alle Dinge noch bequemer zu machen. Wird es mich glücklicher machen, mehr Geld auszugeben? Lohnt sich eine Nespresso-Kapselmaschine wirklich? Schmeckt der Kaffee so viel besser? Macht es mein Leben so viel einfacher? NEIN!

Wir irren in der Annahme, dass Bequemlichkeit immer gut ist, denn sie hat eine komplexe Beziehung zu anderen Idealen, die uns wichtig sind. Obwohl sie als Instrument der Befreiung verstanden und gefördert wird, hat Bequemlichkeit eine dunkle Seite. Sie kostet Geld. Sie macht Dich faul. Mit ihrem Versprechen von reibungsloser, müheloser Effizienz droht sie Deine innere Flamme auszulöschen, die dem Leben einen Sinn gibt.

Einschränkungen sind was Gutes. Wenn wir nur Geld ausgeben wie Kleinkinder sind wir Sklaven unserer Wünsche. Wenn wir unser Leben der Bequemlichkeit überlassen, geben wir uns selbst auf.

Es geht nicht darum, auf alles zu verzichten. Ja, irgendwann brauche ich ein neues Smartphone. Mein altes iPhone 6 wird immer langsamer.

Entscheide Dich für eine Sparquote. Spare diesen Betrag und dann schaue, wie viel Luxus Du Dir leisten kannst mit dem, was bleibt. Es muss nicht der Clown-Mercedes oder Clown-Audi sein. Der Punkt ist, Du kannst nicht alles bekommen, aber Du bist in der Lage Prioritäten zu setzen und einige der Dinge, von denen Du träumst, zu kaufen. Aber überstürze nichts. Teile es Dir ein.

Ein großes Vorbild ist das Bauernvolk die Amish. Ich sehe häufiger einen Amish auf dem Bauernmarkt. Er verkauft Käse, Gewürzgurken, Sauerkraut… Die Amish gehen im Schnitt 18.000 Schritte am Tag, während der Ami oder Deutsche Probleme hat, die empfohlenen 10.000 Schritte mindestens zu laufen. Die Amish kamen ursprünglich aus Deutschland. Es waren 200 Familien. Sie haben ihren Lebensstil kaum angepasst seit hunderten von Jahren. Sie sprechen noch heute ein altertümliches Deutsch. Faszinierend.

Wenn Du so leben magst wie das Bauernvolk, sei sparsam. Sei täglich in der Natur. Sei ein Familienmensch. Arbeite hart. Verzichte auf Schulden. Meide unnötigen Konsum. Sei bodenständig. Baue Grünzeug im Garten an. Verzichte nach Möglichkeit auf Chemikalien. Niemand muss so leben wie das Volk, aber Du kannst Dir die guten Aspekte anschauen.

Die Mitglieder des Bauernvolks sind selten übergewichtig. Sie sind fit wie ein Turnschuh.

Ich nehme an, es würde mich nicht umbringen, häufiger in ein teures Restaurant zu gehen. Aber meine finanzielle Vorsicht erlaubt es mir nicht. Ich finde, es ist es nicht wert. Ok, ein ein paar extra Dollar für eine Mahlzeit zu zahlen, hin und wieder kann ich das tun. Aber grundsätzlich neige ich zu einem sparsamen Lebensstil. Andere, die weniger Vermögen haben, gehen mit ihrem Geld locker um. Sie denken ständig: „Oh, es sind nur ein paar Dollar, das ist doch kein Problem.“ Sie fühlen sich nicht in meine Denkweise hineinversetzt. Es gibt massig Menschen von diesem Kaliber. Ich denke, die meisten sind so drauf. Sie geben gerne Geld aus. Sie haben kein Problem mit Luxusausgaben. Ich bin schockiert.

Restaurants sind ein heißes Diskussionsgebiet für unterschiedliche Ausgabestandards. Ich habe keine Lust mehr, mein Geld für teuren Wein oder Edelessen zu verpulvern. Ich sage Nein!

Die Leute sagen gerne, das Sparen ist doof. Wozu den ganzen Stress? Ich sage dann:

„Würdet Du nicht gerne früher in Rente gehen, wenn Du könntest?“

Oder ich gebe Dir ein anderes Argument: Stell Dir vor, Du verlierst Deinen Job. Gut, die Arbeit hat Dich nicht glücklich gemacht, aber das Gehalt war schon solide. Du bist arbeitslos und hast keine Angst. Warum? Du hast einen Notfallgroschen. Und ein fettes Depot. Du verlierst nicht Deine Identität. Dein Selbstvertrauen rauscht nicht auf einen Tiefpunkt.

Du bist nicht entmutigt. Ein Jobverlust ist zwar ärgerlich, aber kein Beinbruch, wenn Du das nötige Kleingeld hast.

Zuerst atmest Du tief durch. Du erkennst, dass du etwas sehr Wichtiges über Dich selbst gelernt hast: Du hast deine Identität nicht in Deiner Karriere verloren, sondern nur vorübergehend Deine Anstellung. Ja, es ist unangenehm. Aber Du musst nicht in Hektik verfallen. Nur keine Panik bekommen. Du nimmst Dir Zeit, um einen Job zu finden.

Du nimmst Dir Zeit, um zu überlegen, welches Leben Du führen willst.

Geld wird Deine Persönlichkeit nicht verändern. Aber die Wahlfreiheiten nehmen zu. Es wird sich definitiv dadurch etwas verändern. Zum Beispiel wie Du Dich auf der Arbeit verhältst. Wenn jemand Macht über Deine Karriere hat, bist Du kein Bittsteller mehr. Es liegt am wachsenden Depot. Das gibt Dir Selbstbewusstsein. Du kannst dem Chef oder den Kollegen einfach sagen, was Du denkst, direkt. Ohne Angst. Fertig. Das ist viel wert.

Du bist auf der Arbeit kein Feigling. Im Gegenteil. Wenn Dein Chef eine schlechte Idee hat, erklärst Du ihm das, warum Du nicht einverstanden bist. Die anderen Menschen, die abhängig vom Lohn sind, sagen einfach nur „JA“. Du wirst merken, dass Deine Offenheit Dich erfolgreicher im Job macht.

Mich fragen Leute, warum hast Du so üppige Ersparnisse? Ich habe Ersparnisse, so dass ich mir, wenn unerwartete Dinge passieren, keine Sorgen machen muss … Also rate ich Dir: Ja, es ist ärgerlich, wenn Du noch nicht so weit bist mit dem Sparen. Aber Du bist auf dem richtigen Weg, wenn Du Dich anstrengst. Auf lange Sicht machst Du es richtig!

Mach weiter so. Klar fragen sich die Leute:

„Warum spare ich? Ich bin doch nicht verrückt? Mein Umfeld gibt Geld aus, als ob es kein Morgen gibt?“

Vorzusorgen macht Sinn. Es ist vernünftig. Alles andere ist albern. Die Amis haben einen guten Spruch: Wenn das Leben dir Zitronen gibt, kannst Du hoffentlich etwas Limonade machen!

Ich war nie faul. Ich wusste: Ich möchte nicht verarmt enden. Das war mir schon früh klar: Ich muss arbeiten. Meine Oma war dauerhaft pleite. Es war traurig zu sehen, was aus Menschen wird, die mit Geld nicht umgehen können.

Ich nahm mir vor, hart zu arbeiten, damit ich später entspannen kann. Als Kind hasste ich es, frisches Gemüse zu essen. Ich mochte lieber das Essen bei der Nachbarin. Die öffnete eine Dose nach der nächsten: Wiener Würstchen, Ravioli, Spagetti, Mais, Erbsen… alles aus der Dose. Es gab bei ihr viel Naschzeug. War ich bei Mutter, gab es überwiegend frisches Zeug. Ich mochte es überhaupt nicht. Notgedrungen aß ich es. Zuerst ass ich das Gesunde, um es aus dem Weg zu bekommen, damit ich mein Essen genießen konnte und mir keine Sorgen mehr machen musste. Ich freute mich schon auf den Nachtisch. Die Nachspeise gab es nur, wenn ich die Hauptspeise zu mir genommen hatte. Dass „die peinlichen Dinge zuerst aus dem Weg geräumt werden“, gilt auch für die Finanzen. Ich lebe nach dem Motto: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Das war mir schon als Kind klar. Es ist keine Geheimwissenschaft. Das Grundprinzip ist so einfach. Erst keulen. Dann chillen.

Ich mag meine Arbeit als Journalist sehr. Aber wenn ich morgens aufwache und über all die möglichen Dinge nachdenke, die ich den Tag verbringen kann, steht die Arbeit nicht ganz oben auf der Liste. Daher bin ich froh, frei entscheiden zu können.

Hast Du einen erfüllenden Job mit tollen Karriereaussichten? Vermutlich nicht. Sehr wenige Leute haben das. Selbst diejenigen, die es haben, würden es vorziehen, dass ihr Job nicht alle Lebenszeit aus ihnen heraus saugt.

Mein Ziel ist und war nie „an der Spitze“ zu stehen. Mein Ziel ist es, meine begrenzte Zeit auf dieser Erde weitgehend unter Kontrolle zu haben. Zeit für Geld zu verkaufen ist eine schlechte Wahl. Hast Du genug Geld, machst Du etwas anderes als nur zu arbeiten. Ich mache Urlaub, Sport, Lesen, Relaxen, Lernen. Wir packen gerade alle die Sachen für Frankreich. Wir haben am Strand eine Wohnung gemietet. Zum Chillen.

Leute machen verrückte Sachen. In den USA wird zuweilen der Hochzeitsring auf Pump gekauft. Es ist im Prinzip so, als würde der Gatte eine Hypothek auf die Gattin aufnehmen. Ich wäre jetzt nicht so krass zu sagen: Ok, dann heirate am besten gar nicht, dann sparst Du jede Menge Geld. Nein. Sei einfach vernünftig und nehm nicht für alles Mögliche Kredite auf.

Schau Dir mein neuestes Youtube-Video an:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen. Ich orientiere mich an einem Bauernvolk. Die Amish leben gesund und sind zielstrebig

  1. Obama

    @Tim

    Danke für den sehr guten Artikel. Wieder sehr informativ und motivierend.

    Alles Liebe !

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Obama

    Danke fürs Lesen und Kommentieren.

    Wir leben in einer so hektischen Welt. Diese Amish sind so kultig. Es ist hilfreich einen Schritt zurück zu treten. Sich nicht an dem Konsum-Wahnsinn zu beteiligen. Es ist so befreiend.

  3. Sterbai

    Tim, vielen Dank für deine Arbeit. Motiviert mich ungemein. Habe schon sehr viel mitnehmen können, auch in den Kommentaren.
    Seit wir Zuhause unseren Konsum runtergeschraubt haben, und somit auch die Sparquote nach oben, fühlen wir uns besser. Weniger Zeugs daheim, platz in den Schränken und die Garage (Lagerplatz) ist auch schon gekündigt. Es ist sehr befreiend.
     

    Danke, bleib wie du bist und mach weiter so.

     

     

  4. Albr

    Hallo Tim,

     

    ich bin bin ein fleißiger und stiller Leser deines Blogs, ich wollte mich bedanken für den Hinweis zu BUFF (hatte ich vor ca. 2 Wochen in mein Depot gelegt) und heute kommt ein Übernahmeangebot von GIS 😉

    Viele Grüße aus Frankfurt

    Albr

     

     

  5. Thomas

    Hallo Tim,

    zunächst einmal vielen Dank für deine tollen Artikel und die kultigen Videos 😉 Ich habe viel daraus gelernt, insbesondere was eine minimalistische Lebensweise angeht. Sehr gut an deinem Blog gefällt mir, dass du nicht nur auf finanzielle Aspekte eingehst, sondern eine ganzheitliche Betrachtungsweise hast und auch Sport, Ernährung etc. ansprichst.

    Zum Video habe ich allerdings eine kritische Anmerkung: Ich finde nämlich deine Fokussierung auf die Bank of America etwas bedenklich. In der nächsten Finanzkrise (wann sie kommt, weiß niemand, aber sie wird kommen), werden die Kurse diverser Bankaktien pulverisiert werden: Im Gegensatz z. B. zu Johnson & Johnson ist die Wahrscheinlichkeit bei Banken einfach deutlich höher, dass sie vom Markt verschwinden. Hier würde ich an deiner Stelle etwas stärker diversifizieren, zumal du ja mit Berkshire ohnehin schon sehr stark mittelbar in amerikanische Finanzwerte investiert bist.

    Ansonsten: Mach weiter so!

    Thomas

  6. Thorsten Rohweder

    Es gibt einen Trend zur Bescheidenheit,die einen leben vegan, die anderen bio. Gestern eine junge Frau im Supermarkt mit lauter frischer Biosachen auf dem Band, die Kleidung auch eher alternativ, evtl. hochwertig bio. Es fällt auf. Und dann ist da hinter dir jemand mit Fertigfleischklopps aus der Kühlteke, ein Flachmann und 6er Bierpack, sonst nix. Das Supermarktband verrät viel über die Leute.

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Sterbai

    Den Hausstand zu verringern ist super. Gratulation. Du fühlst Dich bestimmt erleichtert. Weniger Plunder = weniger Last.

    @ Albr

    Super. Damit die Leser wissen, worum es geht. Hier ist noch mal mein Artikel:

    https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/euro-am-sonntag-hot-stock-der-wall-street-blue-buffalo-pet-products-4831759

     

    @ Thomas

    Danke.

    Ja, Finanzkrise kommen leider alle 10 Jahre vor. Bank of America ist einer der größten US-Konzerne. 1874 gegründet. Stark ist die Bilanz. Buffett ist größter Aktionär. Ich mache mir keine Sorgen. Klar bleiben Risiken. Aber damit kann ich leben. Ich bin abgebrüht.

  8. Ex-Studentin

    @Thorsten

    Ich studiere auch gerne die Ware anderer am Band. Wenn ich meine eigene Ware muster, schwankt das Dargebotene sehr. Vollkornbrot, frische Pilze, Zwiebeln, Obst.. und dann gibt es Tage, an denen ich auch nur Alkohol und Fleisch kaufe. Letzteres meistens im Edeka, weil unser Penny ums Eck nicht so viel Auswahl und keine Fleischtheke hat.

  9. Felix

    Nun ja, Elon Musk auf der einen Seite und die Amish auf der anderen. Rakete und Pferdefuhrwerk. Wie geht das zusammen? So wie Tesla und Leben ohne Strom.

  10. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Felix

    Elon Musk und Amish interessieren sich nicht, was die Masse denkt/macht.

    Beide sind finanziell frei. Sie sind alles andere als Mainstream. Zwei Sonderlinge.

  11. Felix

    Bei Musk stimme ich zu, wobei das für jeden Unternehmer gilt, dass er nicht Mainstream ist. Ob das rückständige Lebensmodell der Amish für jeden so ganz freiwillig geschieht, wage ich zu bezweifeln. Sie unterliegen natürlich einem religiösen, sektenhaften Regime, dem sie nicht so ohne weiteres entrinnen können. Das ist für mich das Gegenteil von Freiheit.

  12. Michael

    Hallo Tim,

    Vielen Dank für diesen tollen Artikel.

    Danke auch für die Einsicht in deine Depots im Video. Was für Finanztitel also welche Bank könnte man sich sonst noch ins Depot holen? Ich bin da immer noch vorsichtig bei Banken, würde aber gerne auch noch einen Finanztitel mit ins Depot aufnehmen.

    An der Supermarktkasse finde ich es auch immer sehr spannend was andere so aufs Band legen. Die einen kaufen voll vegan und Bio ein und der nächste schmeisst 5 Tiefkühlpizzen und eine Dose Redbull aufs Band.

    Viele Grüsse

    Michael

     

  13. Regine

    Ich gucke auch immer gerne, was andere auf’s Band legen… 🙂

    Bei mir ist es wechselhaft, je nachdem wo ich bin (Edeka, Lidl und Co.) und ich kaufe oft wie die „Ex-Studentin“ auch, also entweder supergesund oder eben doch mal nur Alkohol und Fleisch. Letzte Woche musste ich lachen… lauter gesunde Sachen auf einmal gekauft, stand ein Mann hinter mir, der recht neugierig auf meine Sachen schaute (über meine Schulter) – bis ich mich umdrehte und merkte, es ist mein (gut gelaunter und geschätzter) Hausarzt.  Er war sehr zufrieden wg. der vielen Gemüseanteile und ich dachte nur, gut dass er nicht weiß, wo ich vorher war… 😉

    Die Amish  kann ich nicht gut einschätzen, mir wäre da persönlich zuviel Zwang im Gesamt-Gemeinschaftsleben dabei und auch eine eigenartige Form der gegenseitigen Kontrolle, ist aber eventuell auch nur ein Vorurteil von mir. 100 % wäre ich aber niemals gerne Teil eines solchen Systems. Dann lieber selbstverantwortlich das eigene Leben regeln.

    Unsere VHS bietet übrigens seit diesem Jahr einen Kurs „Finanzielle Grundbildung / wie haushalte ich gut mit meinem Geld“ (o.ä. formuliert) an, anscheinend wurde bemerkt, dass da Bedarf besteht.

  14. Ralf

    „Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen“

    Wohl wahr. Aber: Die Digitalisierung wird künftig sehr viele auch gut ausgebildete Menschen immer mehr beruflich herausfordern. Das ist vielen noch nicht so bewusst.

    Firmen und Produkte müssen sich schneller neuen Anforderungen stellen. Mehr Umschulungen, Weiterbildungen, aber auch Phasen von Arbeitslosigkeit sind für etliche immer mehr unausweichlich. Wer nicht genügend flexibel ist, der wird es echt schwer haben. Und was ich gestern gelernt habe, kann morgen schon veraltet sein. Gerade im IT-Bereich.

    Ich beneide die Berufsanfänger jedenfalls nicht um ihre berufliche Zukunft. Hört man oft auch von vielen erfahrenen Berufstätigen, welche noch „ruhigere“ Zeiten im Beruf erlebt haben. Die Menschen werden mehr und mehr verheizt.

    Nicht umsonst nehmen gerade auch bei jüngeren Leuten psychische Probleme stark zu.

    Immer mehr Länder machen sich Gedanken um den richtigen Umgang mit Hilfsempfängern und testen hierzu auch eine Art von Grundeinkommen. Auch Bill Gates steht dieser Idee offenbar nicht ganz ablehnend gegenüber und fordert z.B. auch eine Robotersteuer.

    Die christlichen Amish mit ihrem Lebensstil sind interessant aber auch recht Hardcore. Trotzdem kann man von solchen Gruppen etwas lernen. Bescheidenheit, mitunter aber auch Rückbesinnung auf christliche Wurzeln.

     

  15. Daniel

    Ich beneide die Berufsanfänger jedenfalls nicht um ihre berufliche Zukunft. Hört man oft auch von vielen erfahrenen Berufstätigen, welche noch „ruhigere“ Zeiten im Beruf erlebt haben. Die Menschen werden mehr und mehr verheizt.

    Ist natürlich immer auch vom Job und vom Unternehmen abhängig. Ich bin was das angeht auch noch nicht sooo lange im Geschäft. Ich arbeite seit nun knapp 14 Jahren im selben Unternehmen (was aber diesbezüglich schon sehr lang ist) und kann daher den Wandel ganz gut beschreiben.

    Ich kann nicht erkennen, dass bei uns das Verheizen der Leute deutlich zugenommen hätte. Eher im Gegenteil. Viele sehr basis-ausgerichtete Maßnahmen wurden inzwischen von Sub-Unternehmern bzw. DIenstleistern übernommen und ehemals ziemlich handwerkliche Berufe, unter anderem auch meine Ausbildung zum Fachinformatiker mutieren so langsam zu einer Planungs/und Koordinationsstelle. Es gibt Tage da laufe ich von einem Meeting ins andere und da wünschte ich mir auch mal wieder nen Stück Blech irgendwo anzufassen und einbauen zu können.

    Was sich definitiv verändert hat ist die strikte Zuordnung „Freizeit/Arbeit“, was ICH PERSÖNLICH aber sehr angenehm finde. Das typische von 7Uhr-16Uhr arbeiten und dann Füße hochlegen verschwindet. Es kommt immer mal vor, dass man eine Stunde abends noch arbeitet oder am Wochenende mal draufschaut. FÜr den einen mag das unerträglich sein, für mich ist es Flexibilität die mir die FIrma auch auf anderer Seite zurückgibt.

    Freitags einfach mal zuhause bleiben? Kein Problem. Homeoffice an einem von mir selbst definierten Tag machen? Kein Problem. Einfach bei schönem Wetter mal früh abhauen und spät abends die fehlenden Stunden nachholen. Ich empfinde das als befreiend. Früher hat man sich halb krank in die Firma geschleppt weil man noch was zu erledigen hatte, hat damals alle Kollegen angesteckt weil man sich doch irgendwie noch fit genug fühlte um zuhause abzuhängen. Heute bleibt man zuhause, leitet das Telefon um und belästigt keinen. Ist man dann doch zu müde klinkt man sich aus.

    Ich weiss nicht wie sich das in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird, vermutlich wird in meinem Bereich die Schaffung von Bullshit-RIchtlinien seitens der EU dazu führen sich immer mehr mit Dingen zu beschäftigen die Probleme löst die man ohne sie nicht hätte. Desweiteren nehme ich an, dass noch mehr Spezialisierung eintreten wird weil klassisches 0815 Geschäft auch durch Cloud-DIenste abgedeckt wird. Wir werden zunehmend zu Beratern und Koordinatoren für unsere Kunden.

  16. Ralf

    Ihr habt offensichtlich ein recht fortschrittliches Unternehmen. Ich gratuliere dir! Gerade beim Thema Home Office tun sich immer noch sehr viele Unternehmen sehr schwer. Die Anwesenheitskultur ist laut jüngerer Studien noch recht verbreitet was vor allem an den Führungskräften liegt.

  17. Ralf

    Es kommt immer mal vor, dass man eine Stunde abends noch arbeitet oder am Wochenende mal draufschaut. FÜr den einen mag das unerträglich sein, für mich ist es Flexibilität die mir die FIrma auch auf anderer Seite zurückgibt.

     

    Solange es dafür einen Ausgleich gibt, ist das ja OK. Bei mir (Tochterfirma eines DAX-Konzerns) artet das in unbezahlten Überstunden ohne jeglichen Ausgleich und dann neuerdings auch noch in Bereitschaftsdieste ohne Ausgleich aus.

  18. Slazenger

    @Ralf

    ich kann das nur bestättigen, aus meinem Bekanntenkreis höre ich immer häufiger, dass die Angestellten verheizt werden, ein großes Übel, sind tatsächlich die zunehmenden Meetings etc., wo dann am Ende die Zeit für das Tagesgeschäft fehlt! Von Einigen weiß ich , dass Sie sich gezwungen fühlen ihre Zeit auszustempeln, und dann noch im Betrieb bleiben um die restliche Arbeit zu erledigen, da Überstunden nicht erlaubt sind. Da spreche ich u.A. von einem sehr großen nicht börsennotierten Konzern in Germany! Da werden Vorgaben von ganz Oben gemacht, und wer da nicht mitkommt bleibt auf der Strecke! Das ist teilweise echt irre was da so berichtet wird!

    Was bin ich froh im Vorruhestand zu sein!

  19. Warren_B

    Mag man es heute nicht mehr glauben war aber so.

    Früher und damit meine ich Anfang der 80er hatten die Leute nicht nur Angst das ihnen Roboter und Computer die Arbeit wegnehmen, sondern das diese intelligenten Geräte ihnen überlegen werden und sie dann sogar beherrschen können (so wie im Terminator).

    Heutzutage lacht man darüber, sieht man einen Computer doch nur als modernes Arbeitsmittel, so wie früher einen Hammer oder die Säge.

    Von daher muss man auch keine Angst vor Industrie 4.0, AI oder dergleichen haben.

    Und auch nicht vor den Herausforderungen die die Arbeitswelt bringen wird.

    Denn noch gibt es keine humanoiden Wunderarbeitsbienen die rund um die Uhr arbeiten können und dazu hochqualifiziert und extrem belastbar sind. Die Unternehmen müssen wohl auch weiterhin mit normalen Menschen mit all ihren Stärken und Schwächen auskommen müssen.

    Wenn man also gut ausgebildet ist und dazu eine vernünftige Portion Ehrgeiz und Fleiss mitbringt wird man in der neuen Arbeitswelt mit all seinen Herausforderungen klarkommen, da es eben keine besseren Alternativen gibt.

    Außerdem darf man nicht vergessen, das die jungen Leute schon mit der neuen Technik sowie dem ständigen Wandel bei irgendwelchen Trends aufwachsen und dies schon gar nicht mehr so aus Herausforderung sehen.

    @Home-Office

    Schattenseite ist eher, das Leute die Homeoffice nutzen mehr arbeiten als normal, da sie unbeobachtet arbeiten und sich deswegen unbewusst nicht als „Faulenzer“ abstempeln lassen möchten. Dazu sich selten vom Computer losreissen können wenn z.B. Abends nochmals eine E-Mail hochpoppt.

  20. Matthias

    @ Ralf und Tim:

    Ich stimme Tim zu. Ralfs Beiträge sind in der Regel oft sehr negativ angehaucht. Das bringt niemanden voran. Wenn ich etwas negativ sehe, zwinge ich mich dazu das Positive darin zu sehen bzw. die Chancen, damit das Gleichgewicht stimmt

    Grüße aus Wiesbaden, Matthias.

    PS: Der Imperativ von „lesen“ ist „lies“, nicht „lese“.

  21. Slazenger

    @Albr

    so isses!

    @Matthias und Tim

    ich seh das nicht so, wenn Ralf über die heutigen Arbeitsbedingungen schreibt, und er diese eher als negativ empfindet, so gibt es mehr als genug Beispiele dass der Trend durchaus negativ ist! Der Druck der heute in vielen Firmen herrscht, ist tatsächlich nicht mehr normal, und somit ist das einfach negativ, eine reine Tatsache!

    Darf man die Wahrheit nicht mehr schreiben ?????

  22. ZEN Investor

    Zeninvestoreducation präsentiert
    Das ZIEL
    Ich finde, Tim hat weitgehendst Recht, aber er übertreibt auch.

    Mein Ziel ist es auch, sparsam zu leben.

    Ich bin nach diversen (kleineren, harmloseren, aber sich auf das Erwerbsleben auswirkenden) Schicksalsschlägen derzeit finanziell ganz unten.

    Ich erwarte aber bald einen Gewinn bzw. eine mir zustehende Zahlung im 5-stelligen Bereich.

    Dies wird mein Startkapital sein für meine Aktien.
    (Das letzte Depot musste ich leider auflösen, da ich das Geld brauchte).

    Aber ich frage mich dann immer:

    Was ist das Ziel?

    Ich meine, wenn ich so erfolgreich bin, wie ich glaube (wird demnächst im Blog behandelt), werde ich eines Tages 1 Million CHF auf meinem Konto haben.

    Aber was dann?

    Ich konnte mir nie etwas leisten, kein Auto, keine grossen Reisen, usw.

    Man kann sein Vermögen nicht ins Grab nehmen.

    Ich selbst tendiere auch zur Meinung, man sollte bescheiden leben und möglichst viel auf die Seite legen. Vor allem in Bezug auf den Zinsenszins-Effekt kann man gar nicht früh genug und genug Geld auf die Seite legen.

    Aber was ist, wenn du mit 40 100’000 CHF/EUR besitzt, mit 50 1 Million und 60 mehrere Millionen?

    Ich glaube daher, man muss einen gesunden Mix finden.

    Beispielsweise so:

    1/3 verbrauchen
    1/3 vererben
    1/3 in eine Stiftung stecken

    Wieso einen Teil verbrauchen? Weil ich auch etwas vom Leben haben will.
    Verbrauchen heisst nicht verschleudern.

    Aber vielleicht will man mit 60 Jahren frühpensioniert werden (und braucht dann einen Teil des Geldes) und nochmals eine Weltreise antreten vor dem Abtreten?

    Mit verbrauchen meine ich auch keine Luxuswaren wie Sportwagen, Schmuck, etc.

    Aber vielleicht will man an schöne Konzerte gehen, spezielle Orte und Völker auf der Welt besuchen. In Japan japanisch lernen.

    Einen guten Computer mit grossem Bildschirm und ein gutes mobiles Gerät will ich.

    Wieso sollte ich mich mit einem alten, langsamen, eingeschränkt nutzbaren Computer herum schlagen, wenn ich zugleich 3 Millionen auf dem Konto habe?

     

  23. ZEN Investor

    Ich stelle noch 2 Behauptungen auf.

    Wer stimmt mir zu?

    1. Die höchsten Stände in den US-Aktien und in den westeuropäischen Aktien des Zeitraums 1800 bis 2020 haben wir im Januar 2018 gesehen.

    2. Die Entwicklung der Computer-Technologie (Hardware) ist zu 50% abgeschlossen.
    Es wird natürlich genau so wie bei der Elektrizität, beim Telefon, bei der Eisenbahn, TV-Geräten, Hausbau, Landwirtschaft usw. noch geringfügige Verbesserungen und Weiterentwicklungen geben. Aber im Grundsatz haben wir heute die digitale Revolution abgeschlossen.
    (Von den Auswirkungen her nicht, Vergleich Eisenbahn: Natürlich wurden in den zwei Jahrhunderten nach der Einführung der Eisenbahn immer mehr Schienen gebaut. Aber die wesentliche Technologie hat sich nur noch langsam entwickelt. Die Eisenbahn wurde schneller, von Dampf auf Diesel oder Strom umgestellt, die Wagen komfortabler. Aber sie fährt immer noch auf Schienen, hat feste Bahnhöfe, lange Bremswege, kann sehr schwere Lasten transportieren, etc. Genau soweit sind wir bei der digitalen Entwicklung: Die Grundzüge sind zu 50% fertig. Jetzt wird es primär noch um bessere / effizientere Software gehen, etc.)

     

    Wenn Punkt 2 zutrifft, heisst dies in der Folge auch:

    1. Die Entwicklung geht ab jetzt wesentlich langsamer voran in allen digitalen Bereichen (bezüglich Hardware).

    2. Keiner von uns wird zu Lebzeiten erleben, dass wir einen Chip ins Gehirn gepflanzt bekommen.

    3. Die Leistungszunahme wird langsamer und flacht langsam ab.

    4. Zu unseren Lebzeiten werden wir keine Festplatten oder sonstigen Speicher mit einem Exabyte (1 Million Terabyte) erleben, vielleicht nicht mal mit einem Petabyte (1’000 Terabyte).

    5. Allenfalls werden Quantencomputer nochmals einen Schub auslösen, aber sicher bin ich mir nicht.

    Erfahrungsgemäss erhalte ich für diese Prognosen viel Gegenwind.

    Und natürlich wird sich die Arbeitswelt völlig verändern, es wird neue digitale soziale Netzwerke geben, usw.

    Aber die dazu nötige Hardware besteht schon oder ist heute in der Entwicklung.

     

  24. KievKiev

    @ Zeninvestor

    Deine erwerbsmäßigen Schicksalsschläge tun mir Leid für Dich. Ich weiß nicht wie viel Du vorher bereits angespart und jetzt verloren hast. Ein Verlust ist nie schön. Ohne Dein Vermögen wäre die aktuelle Lage aber vermutlich existensbedrohlicher. Kein Vermögen hilft bei Schicksalsschlägen. Nur die Auswirkungen können abgemildert werden.

    Wenn Du die finanzielle Freiheit vor der Pension erreichst, so kannst Du doch auch in Teilzeit weiterarbeiten und von dem unnötigen Gehalt mehrere Fernreisen unternehmen. Du musst ja nur überlegen wie viel Zeit gegen Geld die Urlaube Dir Wert sind. Und bei den Reisen gibt es auch sehr große Kostenunterschiede. Und wenn Du die Reisen gerne schon vor dem Erreichen der finanziellen Freiheit durchführst dauert es halt etwas länger. Man kann auch mit verhältnismäßig wenig Geld schöne Fernreisen erleben.

     

    You can have anything, but not everything.

    Soweit ich Tim verfolge spart er bestimmt nicht an Reisen. Ich fahre aktuell auch ca. 6 Wochen im Jahr in den Urlaub. Insgesamt kosten die unter 1000€, wenn ich Investitionen nicht einrechne. Ich habe ein Ferienhaus, das ist gepfuscht, aber da fahren wir höchstens 4 Wochen im Jahr hin. Den Rest von 2-3 Wochen geht es zu Verwandtschaft, entfernteren Freunden und auch mal ein paar Tage im nahen Ausland bei gutem Wetter zelten. Und das jetzt hier keiner meint, dass ich Familie und Freunde nur zum sparen besuche… die Zeit ist begrenzt und wir nutzen alles so weit wie möglich aus. Das Zelten macht mir ehrlich auch richtig viel Spaß. Den Kindern sowieso.

    Wir werden aber auch noch mit der ganzen Familie eine Tour durch die USA machen und vielleicht eine weitere durch Europa. Damit sprengen wir natürlich das Budget. Aber es ist ja auch ein Ziel von uns. Das können wir uns sicher nicht jedes Jahr leisten. Muss aber auch nicht sein. Aktuell sind die Kinder dafür auch noch zu klein.

  25. Andrea

    Auch ich habe den Eindruck, dass wir arbeitenden Menschen von unserem Arbeitgeber verheizt werden sollen. Ich habe deshalb achon längst eine Teilzeitstelle, doch selbst damit bleibt der Beruf anstrengend. Eine Vollzeitstelle könnte ich gar nicht mehr machen. Als Ausgleich für die viele Arbeit bekommen wir dann im Kollegium, wo immer mehr Leute schlapp machen und krank werden einen Fortbildungstag zum Thema Gesundheit … aber die Arbeitsbelastung bleibt. Was für eine Scheinheiligkeit.

     

  26. Ralf

    So ist es. Die Digitalisierung führt letztlich in vielen Branchen zu einer Effizienzsteigerung. Diese wird gesellschaftlich aber eben häufig nicht zu einer Senkung z.B. der Wochenarbeitszeit genutzt (Ausnahme IG-Metall). Sondern zu einer Arbeitsverdichtung. Unternehmen wollen Geld sparen. Lohndumping nimmt auch im Akademikerbereich zu. Die Zeitarbeitsbranche wächst rasant – die Belegschaften der bundesweit 11.000 Firmen haben sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Fakt. Keine Jammerei.

    Tim tut sich da ohne Familie vermutlich doch etwas leichter in einigen Punkten. Es fehlt aus meiner Sicht aber häufiger der Blickwinkel auf andere Lebensentwürfe. Beispiele: Wenn ich z.B. als Single den Job verliere, ziehe ich notfalls einfach um für einen besseren Job. Ich finde schneller eine Wohnung als z.B. mit 2-3 Kindern. Das ist Fakt und hat nichts mit jammern zu tun. Habe ich schulpflichtige Kinder und schon mehrere Umzüge hinter mir, fällt mir das alles aus diversen Gründen oft schwerer und ich gelte beruflich dann auch eher als unflexibel. Ebenfalls Fakt.

    Übrigens sind hier offensichtlich zwei Ralfs am Start seit einiger Zeit. Wollte ich nur mal dezent drauf hinweisen.

    Trotzdem ist Familie absolut erstrebenswert, dafür pfeife ich auf die Kohle. Es nimmt keiner was mit. Und der Tod kann schnell und völlig unerwartet an der Tür klopfen, ich habe es bei meinem Vater gesehen. Darum auch leben und ruhig mal Kohle ausgeben. Ich verzichte auf kein günstiges Auto.

    Oder ein Beispiel an den angeführten Amish nehmen und z.B. zurück zu christlichen Wurzeln finden um dem Leben einen weitergehenden Sinn zu geben.

    @ZEN Investor:

    „Ich finde, Tim hat weitgehendst Recht, aber er übertreibt auch.“

    Das bringt es gut auf den Punkt. Alles Gute für dich. Ich halte es für möglich, dass sich der Hardwarebereich in den nächsten 20 Jahren durch neue Materialien etc. drastisch verändert. Die Börsen werden einen deutlichen Einbruch erleben. Wann? Keine Ahnung. Zu viel Wachstum ist aber auf Pump aufgebaut. Macht nichts, ich halte jedoch eine höhere Bargeld-Quote für sinnvoll um Kaufgelegenheiten dann auch zu nutzen.

     

     

     

  27. David

    @Ralf:

    Tim beschreibt, wie er es zur finanziellen Freiheit geschafft hat (und er hat es nunmal ohne Familie geschafft). Dies bedeutet ja nicht, dass man darum keine Familie gründen soll. Und dass es mit Kindern schwerer ist, wird wohl den meisten klar sein. Grundsätzlich ist es doch so: Tim versucht mit seinen Beiträgen die Menschen zu motivieren, indem er auch von seinen Erfahrungen berichtet. Jede(r) Blogleser(in) soll dann selbst entscheiden, was er/sie „mitnehmen“ und im eigenen Alltag adaptieren will. Gleiches gilt auch mit dem Ziel der finanziellen Freiheit: Nicht alle Personen haben dieses Ziel, was auch absolut legitim ist. Im Endeffekt geht es doch darum, dass man sich hier im Blog gegenseitig austauscht, motiviert und jede(r) seine finanzielle Intelligenz fördert. Zudem finde ich es immer auch schön, wenn es kritische Stimmen gibt, denn diese machen eine Diskussion teilweise erst spannend. Nichtsdestotrotz teile ich Tims Meinung, dass es einem gut tut, wenn man eher ein Optimist als ein Pessimist ist, wahrscheinlich wirst du mir nun aber sagen, dass du Realist bist!? 😉 So oder so wünsche ich dir sowie allen Bloglesern einen schönen Sonntag!

    Liebe Grüsse

    David

  28. Anna L.

    Mal was zum Nachdenken. In der der hiesigen „Freien Presse“ erschien am 24.2., also gestern, auf Seite 13 folgende Meldung:

    Die bei VW beschäftigten Autovision-Zeitarbeiter erhalten für das Geschäftsjahr 2017 eine Anerkennungsprämie von 350 Euro – brutto. Das hat der Betriebsrat der Autovision ausgehandelt. Der Betrag gelte für Beschäftigte in Vollzeit. „Die Autovision befindet sich momentan in einem umfassenden Veränderungsprozess. Darum ist es gerade jetzt umso wichtiger, dass das Unternehmen der Belegschaft für ihren Einsatz dankt“, betonte Betriebsratsvorsitzender Ali Naghi. Beschäftigte bei VW selbst erhielten zuletzt (2017 für 2016) einen Bonus von 2905 Euro brutto.

    Auf Seite 7 stand: Nettogewinn 2017 – ca. 11,4 Milliarden Euro.

    Umsatz 230,7 Milliarden Euro. 10,74 Millionen ausgelieferte Fahrzeuge.

    Noch zur Info: Autovision ist eine VW-Tochter. Die Zeitarbeiter stehen neben den Festangestellten am Band, und dass über Jahre und nicht bloß zu Spitzenzeiten, was eigentlich vor vielen Jahren der Grundgedanke von Zeitarbeit war.

    Schönen Sonntag wünscht

    Anna

  29. GiniKoeffizient

    @Tim

    „Mein altes iPhone 6 wird immer langsamer.“

    Lass mal den Akku austauschen oder mach das selbst (YouTube Anleitungen).

    Warum? Apple drosselt die Prozessoren bei einem schwachen Akku. Angeblich wegen der Stabilität, in der Realität um die Leute dazu zu bringen sich ein neues zu kaufen. Das ist seit sehr vielen Jahren unter Entwicklern bekannt, welche die Leistungseinbrüche als erstes bemerkt hatten (Ich hatte hier einmal vor einigen Jahren als Entwickler mit zu tun und in den einschlägigen Foren diskutiert.)

    Hier ein Artikel zu dem Thema, einen Versuch ist es wert: https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Apple-zu-langsamen-iPhones-Leistungsdrosselung-als-Feature-bei-schwachem-Akku-3925105.html

  30. Markus

    @David

    „Tim beschreibt, wie er es zur finanziellen Freiheit geschafft hat (und er hat es nunmal ohne Familie geschafft).“

    Die Beschreibung von Tim: Kurze Verschwenderphase (BMW), danach viel sparen/Minimalismus, Duales Studium & Börsendienste, kleine Eigentumswohnung von den Eltern in den 20ern, 2, 3 Highflyer/Tenbagger`s, Immo`s während der Subprime zugelegt, buy & hold extrem…

    Das ist ja alles prima und super gelaufen…

    Nur um mit 30 schon damit Millionär zu sein fehlen mir da Details bzw. der Faktor Glück/Zufall war Tim schon überdurchschnittlich gewogen (trotz aller Leistung!!!).

     

  31. David

    @Markus:

    Ich gebe dir Recht, dass wir die Details von Tims Finanzen nicht kennen, denn ich weiss bspw. noch nicht einmal, in welchem Alter er die finanzielle Freiheit erreicht hat (@Tim: Hast du das einmal in einem deiner Artikel erwähnt?). Grundsätzlich hat sich sein Blog nunmal so entwickelt, dass es primär um den Minimalismus und die Sparquote geht, während die Investments selbst nur am Rande erwähnt werden und lediglich eine Nebenrolle einnehmen. Ich persönlich hätte auch nichts dagegen, wenn künftig auch einmal Beiträge über die Wirtschaftslage oder aber sporadisch über Aktien mir grossem Potential Eingang in diesem Blog finden würden, aber das ist Tim überlassen. Und so lange er keine solchen Beiträge erstellt, hole ich mir solche Informationen halt auf anderen Blogs… 😉

  32. Markus

    @Tim

    Es liegt natürlich bei komplett bei Dir…

    aber so ein wenig genauerer finanzieller Lebenslauf, wie Dein Weg zur FF verlaufen ist, wären für mich schon interessanter wie die ewig gleichen Mantra`s…

    Etappenziele, Planungen, Überlegungen, evtl. grober Verdienst und/oder Sparsummen pro Jahr, Börsen- / Depotentwicklung, evtl. Hilfestellungen von der Familie oder Netzwerk.

    Außer ein paar höflichen Rückfragen zum Verständnis hättest Du eigentlich nichts zu befürchten.

    Die Motzer, Neider etc. gibt es so oder so und bis jetzt scheren sie Dich ja auch nicht! 😉 In der Öffentlichkeit stehst Du ja auch freiwillig…

    Nur eine Anregung um evtl. noch ein wenig genauer von Dir und Deinem Mindset lernen zu können!

  33. chn

    Also ich finde Tims iPhone garnicht so alt. Das Nokia N9, das ich benutze, ist von 2011 – und das habe ich nicht mal selbst gekauft sondern von Nokia geschenkt bekommen 🙂

     

  34. Regine

    Ich teile die Meinung von David und Markus, würde mich grundsätzlich auch interessieren 😉

    Ist aber natürlich Tims Sache, da sein Blog. Habe hier schon etliche Anregungen rausgeholt und bin standhafter geworden, merke es an den plötzlich immer mehr kommenden Lock-Briefen so nach dem Motto „Wir vermissen Sie, hier 5 % Rabatt zum Shoppen“… (gleich wegschmeiss*)

    Und mein Old-School-Handy (reicht für den tägl. Ablauf) darf ich gar nicht öffentlich vorzeigen, sonst landet es als Exponat im Museum für historische Dinge… :-}
    Schönen Sonntag (bei hoffentlich strahlendem Wetter und klirrender Kälte).

  35. Felix

    @ Markus

    Ich denke Tims Mindset ist mehr als klar: lebe bescheiden, besser minimalistisch, spare, was das Zeug hält und investiere diese Kohle ohne Rücksicht auf Verluste in den Aktienmarkt.

    Den Wunsch nach noch mehr Offenlegung kann ich verstehen. Damit verbindet sich die Hoffnung, es ihm gleich tun zu können. Das glaube ich nun nicht, da Tim eine der historisch besten Börsenzeiten genutzt (seit 2008) und einige Ausnahmetitel erwischt hat. Auch Waren Buffets Depot nachzubilden, bringt im Nachhinein nichts mehr. Man muss da eben auch Glück haben.

  36. Albr

     

    @Felix

    … und behalte sie ewig !

    so wie ich es bereits seit mehr als 30 Jahren mache 😉

     

     

  37. Albr

    @David

    Aktientipps sind vollkommen uninteressant ?

    NIEMAND wird dir öffentlich tolle Aktientips geben (können), das ist weder möglich noch sinnvoll, denn wären sie super erfolgreiche Aktieninvestoren, dann würden sie nicht bloggen… primär sollte man sich eigene Gedanken machen und nach Möglichkeit auf (langfristige) Trends setzen… z.b. wächst die Weltbevölkerung um ca. 100 mio pro Jahr, die wollen ernährt werden, Bildung genießen, irgendwann ein Auto (vermutlich mit Verbrennungsmotor) fahren, unterhalten werden, kommunizieren usw…

    Die allerwenigsten werden mit Aktieninvestitionen schnell reich (wenn sie überhaupt reich werden ??)

  38. David

    @Albr:

    Es geht mir nicht um geheime Aktientipps, die mich über Nacht reich machen sollen, sondern mehr darum, dass auch über gewisse Aktien diskutiert und philosophiert wird, resp. dass im Blog auch mal Wirtschaftsthemen auf den Tisch kommen. Und natürlich muss man sich eigene Meinungen bilden, aber selbst dann ist eine Diskussion sinnvoll (schliesslich könnte man sich ja auch einmal irren und wäre dann sicher froh darüber, wenn man auf eine Fehleinschätzung aufmerksam gemacht wird).

  39. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ GiniKoeffizient

    Danke.

    Eine Freundin hat mir gesagt, dass Apple sogar gratis ihre Batterie ausgetauscht hat. Sie sagte: Es hat absolut nichts gebracht. Woran es liegt, keine Ahnung.

    Ich nutze mein altes Handy vorerst weiter. Nur kann ich keine Videos mehr streamen auf YouTube von unterwegs.

    @ chn

    Super. Ein altes Nokia-Handy. Wie hast Du das geschenkt bekommen?

    @ Regine

    Gut, wenn Du die Emails löschst. Am besten verschieb sie in den Spam-Ordner.

  40. Regine

    @ Tim wg. der Emails: mach‘ ich Chef 😉

    @ all & Tim: Guten Start morgen in die Woche.  Gucke jetzt Abschlussfeier Olympia.

  41. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Ralf

    Die Frage ist doch, was es dir (und auch uns) bringt, immer wieder auf diesen negativen Fakten herumzureiten.

    Du erinnerst mich an einen sehr guten Freund, der immer wieder Sätze beginnt mit „das Problem ist, dass…..“. Ich habe ihn mal dezent darauf hingewiesen, dass diese Art zu denken dazu führt, dass das Leben ihm diese Probleme, die er scheinbar dauernd hat, immer wieder serviert, damit er auch weiterhin Probleme hat, über die er reden kann.

    Das mag für viele esoterischer Quatsch sein. Entspricht aber meiner Lebenserfahrung. Die Nörgler bekommen immer Dinge zum Nörgeln.

    Lies mal Bücher über die Erfolgreichen. Es wird nicht gejammert, sondern stets positiv visualisiert. Uns allen passiert eine menge Mist. Jeder könnte sich täglich mit all den (eingebildeten) Problemen herumschlagen. Die Frage ist doch, wie wir damit umgehen. Worauf konzentrieren wir uns? Fokussieren wir uns auf die Probleme oder suchen wir Lösungen?

    Die Stoa ist bemerkenswert. Klappt bei mir ganz vorzüglich. Dinge, die ich nicht ändern kann, die geschehen sind, belasten meinen Geist nicht mehr. Es ist eine mentale Einstellung.

    Du hast doch einen zusätzlichen freien Tag in der Woche. Dazu Geld zum Spekulieren (Zocken). Dir geht es besser als einem Großteil der Bevölkerung. Eine Familie mit Kindern. Davon träumen viele. Ich denke, du kannst recht zufrieden sein.

    Wenn du höher hinaus willst, musst du dir Tipps von den erfolgreichen IT-lern holen. Wer 80-100 K im Jahr verdient, hat einen bestimmten Weg hinter sich. Von denen kannst du lernen. Und musst natürlich auch hart arbeiten, um diesen Weg ebenso zu gehen. Von nichts kommt nichts.

    Also am freien Tag z. B. 10 Stunden lesen, lernen, studieren. Dann kannst du deine Ziele eher erreichen, als permanent darüber zu reden, warum etwas NICHT geht.

    Meine Erfahung ist: Je positiver, fröhlicher, optimistischer ich durch´s Leben gehe, desto bessere Dinge passieren mir auch. Warum das so ist, ist mir ganz egal. Es entspricht meiner Sicht der Dinge.

    Ich wünsche dir viel Erfolg beim Verbessern deiner Lebenssituation und mehr positive Gedanken. Alles Gute!

  42. Markus

    @Freelancer Sebastian

    „Ich habe ihn mal dezent darauf hingewiesen, dass diese Art zu denken dazu führt, dass das Leben ihm diese Probleme, die er scheinbar dauernd hat, immer wieder serviert, damit er auch weiterhin Probleme hat, über die er reden kann.“

    Das übertrieben, rosarote positive Denken löst auch keinen Welt-Hunger, Ungerechtigkeit und in einem gewaltsamen Konflikt ist derjenige der Doofe, welcher mit einem Messer zu einer Schießerei kommt.

    https://anchukoegl.com/positiv-denken/

    Ich denke man kann sich Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln ansehen (positiv, wahrscheinlich realistisch, negativ), Lösungen erarbeiten und daran etwas versuchen zu ändern. Manche Ergebnisse, welche nicht im Einflussbereich liegen, muss man dann auch akzeptieren lernen.

    Nichts zu tun und immer über dasselbe zu motzen, ohne Gewohnheiten zu ändern… dann ist Ralf`s 5.000,- € Monatsverdienst bei ner 4 Tage Woche wohl doch nicht so übel für ihn und er braucht nur Aufmerksamkeit.

    Anziehung & Visualisierung womöglich noch mit Verbindung zur Quantenphysik…

    Wenn es jemanden gut tut ok, aber praktisch werden damit keine Probleme von „Wünschen oder romantischen Vorstellungen“ gelöst, nur weil man selbst schon im rosaroten Kokon sitzt. Zu übertrieben positiv ist nichts, genauso wie zu übertrieben negativ.

    Zudem ist es nicht einfach aus dem Korsett des eigenen Lebens mit allen Verpflichtungen auszubrechen, auch wenn Ralf manchmal etwas viel rumnöhlt… 😉

  43. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Markus

    Das übertrieben, rosarote positive Denken löst auch keinen Welt-Hunger, Ungerechtigkeit und in einem gewaltsamen Konflikt ist derjenige der Doofe, welcher mit einem Messer zu einer Schießerei kommt.

    Das habe ich auch nicht behauptet, oder? Aber was hilft es mir ganz persönlich und auch den Hungernden, wenn ich mich den ganzen Tag davon herunterziehen lasse? Auch nichts.

    Kindern geschieht viel Unrecht in der Welt. Hunger, Gewalt, Sklaverei. Aber wird es besser, wenn ich mich den ganzen Tag damit mental beschäftige? Stundenlang Dokus, Filme, Reportagen, damit ich abends depressiv ins Bett gehe? Nö. Bringt nichts.

    Handeln hilft. Den Menschen, denen man im Alltag begegnet freundlich und hilfsbereit gegenübertreten.

    Anziehung & Visualisierung womöglich noch mit Verbindung zur Quantenphysik…

    Wenn es jemanden gut tut ok, aber praktisch werden damit keine Probleme von „Wünschen oder romantischen Vorstellungen“ gelöst, nur weil man selbst schon im rosaroten Kokon sitzt.

    Hier verstehst du mich wohl falsch. Natürlich läuft nicht immer alles glatt. Auch negatives passiert und ist halt zu akzeptieren. Dennoch führt eine positive Lebenseinstellung eher zu positiven Gedanken, Gefühlen und Handlungen.

    Manche Ergebnisse, welche nicht im Einflussbereich liegen, muss man dann auch akzeptieren lernen.

    Das trifft es schon eher. Meine Rede.

    Schau mal. Der hier hätte sich auch tagein tagaus im Zimmer bemitleiden können:

    http://www.t-online.de/tv/sport/id_67277400/skateboard-profi-ohne-beine.html

  44. Fit und Gesund

    @Freelancer Sebastian,

    so seh ich das auch!

    Mein Motto daher, mach das Beste aus jeder Situation, was Du verändern kannst, verändere auch, sei zufrieden und dankbar, möchte ich mit wem tauschen? wüsste nicht mit wem? Andere haben auch ihr Päckchen zu tragen, von dem ich oft nix weiss.

    Geht nicht immer Alles so wie man es sich vorstellt, das ist einfach das Leben.

    Kann ich mit 50 in Rente? nein, ich werde nächsten Monat schon 60, so what? muss ich eben bis 63 und gehe dann eben ein Jahr eher, könnte ja jetzt schon mein Arbeitspensum reduzieren (auch meine Arbeitswelt hat sich verändert)

    Schaue ich was Andere machen? nicht wirklich, ich muss MEIN’s machen, da nutzt es auch nix zu schauen was Tim, die Amischen oder gar Elon Musk machen, ich kann mich aber an gewissen Personen orientieren, die eben hilfreich für mein Ziel sind, völlig kopieren geht halt nicht, aber gute Eigenschaften abgucken, das geht eben schon.

    Ich kann auch das Wetter nicht ändern, ist es saukalt wie jetzt, heize ich eben mehr und ziehe mich warm an wenn ich nach draussen gehe, was soll ich da maulen? kommt wieder besser!

    Irgendwie versuche ich mein Bestes zu geben, ich strenge mich an, aber manchmal reicht das nicht, dann muss ich es akzeptieren,

    ich umgebe mich niemals mit Leuten die mich irgendwie herabziehen würden, Depressive meide ich wie die Pest, ebenso laute Menschen und ewige Besserwisser, ich habe im Job schon genug mit allen möglichen Charakteren zu tun, im Privatleben kann ich sowas nicht brauchen.

    Es ist doch gar nicht so schwer, ich bin gesund, ich hab einen Job, ich hab genug zum Anziehen, zum Essen, ich habe die Wahl ob und wieviel ich spare,was will ich denn noch mehr?

    liebe Grüsse

     

     

  45. Pametan

    @David

    Du kannst doch gerne den Anfang machen und sagen, welche Aktien Du aktuell beobachtest bzw. attraktiv bewertet findest.

    Stimme albr zu – jeder hat andere Ziele, eine andere Risikoneigung, Anlagedauer etc. Deshalb werden wir wohl auch nur selten auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

    Seiten wie seekingalpha sind voll von sowas. Der eine Autor mag GE, der ander würde nur unter 10 USD kaufen und der nächste würde sie nicht geschenkt nehmen.

     

  46. Markus

    @Freelancer Sebastian

    „Kindern geschieht viel Unrecht in der Welt. Hunger, Gewalt, Sklaverei. Aber wird es besser, wenn ich mich den ganzen Tag damit mental beschäftige? Stundenlang Dokus, Filme, Reportagen, damit ich abends depressiv ins Bett gehe? Nö. Bringt nichts.“

    Nein, diese Beschäftigung bringt nur etwas, wenn man daran etwas ändern möchte und sich erst mal informieren will.

    Jeder kennt wohl die Typen: Notorischer Nörgler & oberflächlicher Optimist, der alles verdrängt was nicht in den Kram passt bzw. unbequem ist.

    Extreme reizen uns, je nachdem was wir schon für Erfahrungen im individuellen Umfeld schon früher mal mit entsprechenden „Typen“ gemacht haben.

    Diese Emotionen projizieren wir dann hier auf anonyme Nicks und schon geht die sinnfreie Kabelei los.

  47. Claus

    @ fit und gesund

    Hallo,

    ich hoffe, es geht Dir besser!

    Eine schöne Woche und hoffentlich bald ein paar Grad mehr draussen…

    Liebe Grüße

  48. Fit und Gesund

    @Claus,

    ja, danke 🙂

    strahlender Sonnenschein und Eiseskälte, brrrrh….egal, der Frühling naht und das ist die Hauptsache.

    Bin am Überlegen ob ich BAT aufstocke, oder Unilever, ne Portion Apple möchte ich aber auch noch haben…

    Meine „Verkäufe“ bringen mir bis jetzt jeden Monat zwischen 300-400 CHF ein, gerade hat die Dame wieder für über 400 CHF was „bestellt“, muss die Gunst der Stunde nutzen, ich lege immer kleine Beigaben dazu, da freut sie sich und ich mich dann auch.

    Morgen dann noch Fortbildung und ein gesponsertes Abendessen der Firma, da bin ich gleich nochmal glücklich!

    Liebe Grüsse!

  49. KievKiev

    @ Freelancer Sebastian

    Ich bin auch Optimist. Ich habe einmal einen sehr gebildeten Kollegen gehabt, den ich selbst bewundert habe. Durch ihn habe ich auch wieder die Lust und Zeit gefunden um die 50-60 Bücher im Jahr zu lesen. Wir beide haben aber völlig unterschiedliche Mindsets. Wir sind gleich alt und haben ähnlich verdient. Ich habe keinen Doktor Titel und verdiene durch den Zeitvorsprung entsprechend mehr. Aber ansonsten haben wir ähnliche Voraussetzungen.

    Ich bin Optimist, laufe deshalb aber nicht unbedingt in das offene Messer. Mein Kollege ist investigativer Realist. So in der Art hat er sich bezeichnet. Er ist leider umgezogen, daher kann ich mir sein Mindset nicht mehr genau erklären lassen.

    Wir hatten einmal ein Problem mit klemmender Tür. Er hat mich darüber informiert, worauf ich direkt nach der Tür gesehen habe und versucht habe das Problem zu lösen. Er fand es interessant, da er es mit anderen Kollegen bereits versucht hatte und mir dies vor und während meiner Aktivität kundtat. Ich mache vielleicht manchmal Dinge, die andere schon vor mir vergebens ausprobiert haben. Das ist mir völlig egal. Solange ich eine Möglichkeit sehe, dass Problem zu lösen bleibe ich dran. Der gebildete Realist hat die Sache vielleicht schon analysiert und ist zum Schluss gekommen es nicht zu versuchen. Es haben sich schließlich schon ein paar andere daran versucht.

    Ich habe mich auch schon gefragt warum ich dran bleibe. Bin ich arrogant? Denke ich das alle um mich herum Trottel sind? Das meine ich wohl nicht. Aber warum bleibe ich trotzdem dran? Solange es eine Möglichkeit gibt für ein Problem eine Lösung zu finden weiß ich das ich die Lösung finden werde. Ich gebe einfach nicht auf.

    Welchen Vorteil bringt diese Denkweise? Ich habe ein paar konkrete Dinge geschafft, die anderen verwehrt blieben. Ich bin einfach drangeblieben. Die finanzielle Freiheit als Beispiel sollten alle meine Kollegen erreichen können. Der Gehaltsunterschied ist nicht so gravierend, dass es daran scheitern sollte. Mein Chef, so wie der Chef von meinem Chef verdienen beide sechsstellig. Ich glaube nicht, dass sie finanziell frei sind. Vielleicht wissen sie auch gar nicht was es ist. Außer mir wird vermutlich auch niemand finanziell frei. Aber JEDER von ihnen kann es sicher schaffen.

    Schauen wir uns die Lage für heutige Akademiker an, die in den Arbeitsmarkt kommen.

    Trotz sehr guter wirtschaftlicher Lage versuchen die Unternehmen so wenig wie möglich zu bezahlen. Auch Zeitarbeitsformen und befristete Arbeitsverhältnisse nehmen wohl zu. Gleichzeitig wird Wohnen zur Miete und Kauf immer schwieriger. Wenn man jetzt nicht in einer wohlhabenden Familie aufwächst, so kann man sich auf Piketty berufen und sagen, dass man in der heutigen Zeit es viel schwerer hat als vor beispielsweise 40 Jahren (Irgendein goldenes Zeitalter lässt sich für die persönliche Situation immer finden).

    Es macht sicher Sinn Dinge zu hinterfragen, man sollte dabei aber nicht die eigene Situation aus den Augen verlieren.

    Ich kann die Gesellschaft nicht ändern. Ich kann mich selbst ändern und wirke damit indirekt auf mein näheres Umfeld ein. Ich kann schauen wie ein System funktioniert und mich dann darin positionieren, wie ich darin leben möchte. Mit der Geburt in Deutschland hat man bereits ein sehr gutes Los gezogen. Auch wenn es vielleicht gesellschaftlich rein finanziell nach oben betrachtet bessere Lose gibt. Auch Kinder werden heute sehr gut gefördert. Die Kita ist preiswert bis kostenlos, es gibt Elternzeit, Kindergelt und hin und wieder Vergünstigungen zum Kauf für Familien.

    Falls man ein Eigenheim (ETW, Haus wie auch immer) gerne hätte ist es aktuell frustrierend mit dem Angebot am Markt. Es gibt als Alternative Genossenschaften (für Miete) bei denen man sich vom ersten Tag an bereits anmelden sollte. Falls man bei den Preisen nicht sucht, so verschwendet man sicher keine Zeit. Man wird auch so gut wie sicher nichts finden und damit seine Erwartungen zu 100% erfüllen. Vielleicht kann die Wohnung auch etwas außerhalb liegen. Wenn der Ort gut für Fahrräder angebunden ist kann man ja auch mit dem Fahrrad zur Arbeit (Pedelec statt ECar). Ein KFZ ist dann bei einer Familie vermutlich erforderlich. Von einem Q5 zu einem 3-5 Jahre alten KFZ, dass auf die Bedürfnisse ausgerichtet ist, ist ja viel monetärer Spielraum.

    Vielleicht ist auch der ein oder andere Tag Heimarbeit möglich. So etwas sollte man vielleicht nicht am ersten Arbeitstag fragen, aber mit der Zeit ergibt sich vielleicht eine Möglichkeit. Falls sich in dem Ort mehr Leute finden die mit dem Rad zur Arbeit fahren kann man ja auch mal langsam in der Gemeinde oder Stadt nach einem Radfernweg fragen, damit es noch besser geht. Vielleicht liegt man damit im Trend und steigert sogar den Wohnwert des ganzen Ortes, wenn er mit Dem Rad sehr gut angebunden ist.

  50. Claus

    @ fit und gesund

    hört sich alles gut an.

    BAT habe ich letzte Woche nach den (für mich) sehr guten Zahlen und dem anschließenden „Ausverkauf“ fast verdoppelt (bei 48,25). Unilever würde ich auch gerne verdoppeln, ist mir aber noch etwas zu teuer.

    Um etwas mehr Cash zu bekommen, überlege ich, evtl. einige schwächere Pos. zu verkaufen. Mal sehen. Cash könnte zukünftig etwas wichtiger werden, um stärkere Schwankungen sofort ausnutzen zu können. Ich gehe von steigender Volatilität aus, denn „die Großen“ wollen ja Geld verdienen…

    Liebe Grüße

  51. Markus

    @Kiev

    Ich denke es sind bei den meisten hier auch nur Nuancen in der Denkweise. Extreme gibt es auch, bzw. wir driften gerne in solche Beispiele ab.

    Ich habe z. B. die Haustüre meiner Eltern repariert, wo der örtliche Schreiner sagte: „Was soll ich da jetzt machen, bzw. ich kann da nichts reparieren“.

    Er wollte einfach lieber was neues verkaufen und ich war sehr wahrscheinlich deutlich langsamer als er, wenn er denn wirklich gewollt hätte.

    Bin ich allein wegen diesem Beispiel Optimist oder investigativer Realist? 😉

    Fahre ich finanziell besser als Optimist oder Realist bzw. lässt sich dass überhaupt pauschal sagen? Hier kommen Antworten, welche nur auf Glauben/Überzeugung beruhen!

    Wir Menschen pauschalisieren gerne und sehen die Welt so wie wir sie gerne sehen würden. Bei machen gehen die Vorurteile so weit, dass sie ganze Bevölkerungsgruppen und Länder bestimmte Charakterzüge zuschreiben ohne auf das Individuum zu schauen.

    Weder sind alle Amerikaner oberflächlich optimistische Kapitalisten noch sind alle Deutschen grießgrämige Sozialisten-Motzer, wie es gerne manche Aktien-Blogs so darstellen.

    Wir können nur nicht im Leben immer wieder so viele Entscheidungen tagtäglich treffen und verlassen uns auf Routine-Denken, geprägt durch Umfeld, Erziehung, Medienkonsum usw.

    Alles und jedes Detail investigativ zu hinterfragen schafft auch nicht der objektivste Realist! Trotzdem bekommt man emotional das Gefühl, dass die Oberflächlichkeit der Informationsinhalte stark zunimmt, da ungeprüfte Daten sich deutlich schneller verbreiten als wissenschaftliches Arbeiten.

     

  52. KievKiev

    @ Markus

     

    Ich würde Dich nicht in irgendeine Kategorie stellen. Ich kenne ja nicht viel von Dir. Es gibt nicht nur schwarz und weiß. Und man sollte auch manche Dinge hinterfragen.

    Das Mindset ist „nur“ eine Glaubenssache. Aber ich finde sie sehr entscheidend. Umso größer Deine Zuversicht ist Dinge verändern zu können, um so öfter wird es Dir auch gelingen.

    Wenn ich vom Start schon gleich alles hinschmeiße kann ich mir nur sicher sein das ich hingeschmissen habe. Es hilft auch sich in die Lage anderer versetzen zu können. Der Schreiner ist vermutlich kein Halsabschneider. Für ihn lohnt sich der ganze Aufwand mit Anfahrt, Kostenabschätzung, Reparatur, Verwaltung unter einer gewissen Summe nicht. Aus Deiner Sicht kann sich eine private Reparatur allerdings lohnen. Auch wenn Du aufgrund von Werkzeug und Erfahrung die Arbeit nicht so schnell und gründlich ausführen kannst. Mit der Reparatur hast Du aber auch wieder Punkte im Selbstvertrauen in dem Bereich von Reparaturen, Recherche zu neuen Themen usw. erhalten. Das nächste Tor, die Türe oder Fenster gehen dann schon leichter von der Hand. Du hast so auch Deine Unabhängigkeit ausgebaut.

    Für ein Problem A gibt es meistens X beliebige Lösungen. Ich schaue ein Problem an, schätze die Kosten ab. Und Achtung, von den X Lösungen ist meist nur eine Untermenge bekannt. Man kann auch Dinge anders Lösen als es der Norm entspricht.

    Im Anschluss überlege ich in welcher Form ich mich einbringe. Damit erziele ich immer zufriedenstellende Ergebnisse. Wenn mir die Arbeit eine Firma pauschal abnimmt muss ich dies natürlich bezahlen. Neben dem Erwerb von neuen Fähigkeiten hast Du auch etwas geschaffen. Die Haustüre bei Deinen Eltern hast Du selbst repariert. Ich habe schon viele Dinge geschaffen, die mich auch stolz machen. Falls ich diese Dinge einfach nur in Auftrag gegeben hätte, so hätten die Dinge einen ganz anderen Stellenwert für mich.

  53. chn

    @tim:

    Als Entwickler war ich damals bei einer Veranstaltung mit Seminaren über Softwareentwicklung. Nokia hat dort an 50% aller Teilnehmer so ein Nokia N9 verschenkt, und ich hatte Glück 🙂 Aber ehrlich gesagt ist es mir sogar schon zu „fancy“, obwohl es jetzt schon 7 Jahre alt ist.

  54. Julian

    Warum wird hier eigentlich immer Vegan = Gesund gesetzt? Und Fleisch schlecht geredet?

    Sorry, aber das ist echt überholt. Getreide, Pflanzenöle & Co sind die Übeltäter.

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