Die nächste Börsenkorrektur kommt. Ganz bestimmt. Die Kunst besteht darin, mit einer Krise richtig umzugehen. Behalte Ruhe. Spare einfach weiter

Irgendwann wird die Börse wieder beben. Das gehört dazu. Eigentlich kommt ein Bärenmarkt alle 3,5 Jahre vor. Nun laufen wir seit der Finanzkrise 2008/09 ununterbrochen nach oben. Eine Korrektur ist überfällig. Nur weiß niemand, wann sie beginnen wird.
Die Börse läuft und läuft auf immer neue Rekordstände. Es ist freilich wichtig zu wissen: Kein Preis steigt endlos ohne Rücksetzer. Auf einen Bullenmarkt folgt immer ein Bärenmarkt. Es kann auch passieren, dass die Börse die kommenden zehn Jahre so flach wie ein Pfannkuchen bleibt (eben seitwärts läuft). Niemand weiß, wann die Korrektur oder Stagnation beginnt.

Ich kann mit einer Korrektur leben. Ein Bärenmarkt ist zwar für die Emotionen nervig. Aber was soll es? Emotionen sind irrelevant. Ich bleibe jedenfalls voll investiert. Wenn die Kurse purzeln, kaufe ich weiter zu – so wie bisher. Mein Depot besteht zu 100 Prozent aus Aktien. Ich besitze keine Anleihen.

Meine Blogleser und Fans auf Facebook sowie YouTube sind indes überwiegend jünger. Die meisten haben keine heftige Rezession erlebt. So wie die 2007/08, als die Börse bebte. Massenweise gingen damals Aktiengesellschaften pleite. Die Arbeitslosigkeit schoß auf Rekordstände. Blue Chips wie General Motors gingen pleite. Andere Riesen wie AIG, Bank of America oder Citigroup mussten vom Staat vor dem Aus bewahrt werden.

In Deutschland ging seinerzeit der Einzelhändler Arcandor (Karstadt-Quelle) vor die Hunde. Die BayernLB brauchte Staatshilfen. Die Commerzbank wurde teilverstaatlicht. Die Hypo Real Estate ging den Bach hinunter.

Es war eine der schwersten Krisen in 70 Jahren. Ich frage mich: Wie kann so eine trübe Zeit ein unerfahrener Anleger durchstehen? Es ist hart. Beinhart.

Nichts kannst Du eigentlich tun. Als den Umgang mit einer Krise selbst zu erleben. Vielleicht hilft Meditation. Yoga. Lange Spaziergänge.

Aussitzen ist der Trick. Es ist wichtiger an der Börse langfristig investiert zu sein, als zu versuchen, die Börse zu timen.

Massenhaft geraten Menschen in Panik und verkaufen auf einem niedrigen Niveau. Im Idealfall behältst Du in der nächsten Krise Deinen Job und pumpst mehr denn je Geld in die Börse. Das ist dann der Turbo für Deine finanzielle Freiheit. Investiere stetig zehn, 20, 30 Jahre in Aktien/ETF-Pläne. Und Du wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit positiv abschneiden. Zumindest war es bislang so.

Wenn Du stur in Aktien/ETFs sparst, wirst Du mit der Zeit sehen: Dein Geld verdient Geld. Das Depot wird erwachsen. Am Anfang sind es Almosen. Aber mit der Zeit werden es richtig große Kartoffeln. Irgendwann wird Dein Depot mehr Geld verdienen als Du mit Deinem Job. Dann übernimmt Dein Depot Deine Arbeit. Passives Einkommen zu haben ist ein großartiges Gefühl.

Für viele Experten ist die Kursrallye unerklärlich. Sie warnen vor einer Überhitzung der Börse. Was wir bislang sehen, ist: Firma xy steigerte den Gewinn um fünf Prozent. Aber der Aktienkurs stieg um zehn Prozent. Und das setzte sich so fort. Jahr für Jahr. Der Kurs stieg schneller als der Gesamtgewinn. Im ersten Jahr ist das noch gerechtfertigt. Aber acht Jahre später ist der Kurs ganz schön euphorisch gepreist. Die Lösung ist eine Baisse: Nach einer Korrektur sind die Kurse wieder fair. In den vergangenen Wochen stieg der Dow Jones aufgrund der Steuerreform in den USA. Warum klettern die Kurse manchmal schneller als der Gewinn? Weil Unternehmen Aktien zurückkaufen und massiv investieren.

Ich hab eben in meine Kristallkugel geschaut. Ich kann Dir genau sagen, wann die nächste Korrektur beginnt. Sie beginnt innerhalb von einer Woche oder 1.000 Wochen. Dann wird sie kommen. Also bereite Dich darauf exakt vor. (Haha, ich weiß es leider nicht.)

Im übrigen führen viele Wege in die finanzielle Freiheit. Ich bin immer wieder fasziniert, wie Blogger das schaffen. Michelle Schroeder-Gardner ist 28 Jahre alt. Sie gab ihren Job 2013 auf. Sie verdient über 100.000 Dollar im Monat mit ihrem Blog „Making Sense ist Cents“.

Sie reist mit ihrem Gatten Wesley rund um den Globus. Sie haben ein Wohnmobil und bloggen emsig. Hier beschreibt sie, wie sie im November 110.000 Dollar verdiente.

Richard Meadows hatte keinerlei Ersparnisse. Das kotzte ihn an. Dann änderte er sein Leben. Er kochte zuhause. Nahm das Rad anstatt den PKW. Er sparte 100.000 Dollar in drei Jahren. Der 26-jährige reist nun um die Welt und bloggt auf “Deep Dish” Ich finde das faszinierend.

Natürlich ist kein Leben immer ein Traum. Selbst wenn Du finanziell frei sein wirst, wirst Du schlechte Tage haben. Nicht alles wird glorreich. Aber Du kannst vieles besser steuern. Vor allen Dingen Deine Zeit. Du hast mehr Zeit für Deine Familie, Partner, Deine Fitness und Ernährung. Nicht zu vergessen das Reisen.

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Maresa
4 Jahre zuvor

Hi Tim, da hast Du wieder ein starkes Thema aufgemacht. Es gibt mittlerweile viele Blogs, die sich um das investieren in Aktien/ETF und die (vermeintlich nahe) Finanzielle Freiheit drehen. Etwas erinnert mich das stark ansteigende Publikumsinteresse an die Zeit der späten 90er; viele fühlten sich in D als Experten – hatte “man” doch schon soviel “Gewinn” mit den Aktien und Aktienfonds gemacht. Als Infineon an die Börse ging, gab es “Mord und Totschlag” um an die begehrten Aktien zu kommen; wenige Tage später war die Aktie günstiger zu haben, als wie der Erstausgabekurs angesetzt war – eine erste Ernüchterung machte sich damals breit. Trotzdem machten die Kurse Höhenflüge – man konnte vermeintlich nichts mehr falsch machen, innerhalb kurzer Zeit konnte sich jeder reich rechnen. Ich war damals mit wenigen K€ investiert – und binnen kurzer Zeit hätte ich mir davon einen fetten Mercedes kaufen können – unglaublich! (hatte ich aber nicht, der wäre heute auch verrostet – und die Aktien legen noch immer goldene Eier).

Und dann platzte die Tech-Blase. Aktien waren plötzlich nur noch wenige Prozente ihres letzten Kurses wert, zuviele Leute verloren zuviel Geld und stiegen aus – und wollen bis heute nichts mehr von Aktien hören. Der Aktienmarkt brauchte Jahre, um sich wieder einigermaßen (hast du schön mit Pfannkuchen beschrieben) zu erholen – und dann platzte in den US die Immobilienblase und die Banken verkrachten weltweit. Was vorher undenkbar war, wurde plötzlich finstere Realität.

Und es tut verdammt weh, zuzusehen, wie der mühsam angesparte Euro plötzlich nur noch 25 Cent wert ist. Aktien können leicht um 75% fallen – brauchen aber 400% Steigerung, um wieder den “alten” Wert zu haben. Und das kann Jahre dauern. Wenn das jemand abwarten will, um den bottom zu erwischen – da muß er/sie schon eine “coole Sau” sein. Und trotzdem lohnt es sich, das einfach auszublenden – und weiterzusparen. Aber die Warnung ist angebracht: naive Rechenbeispiele …. 5 oder 6 oder 7 % Rendite p.a. und dann kann ich in x Jahren aus dem Job aussteigen, sind gefährlich und können verdammt frustieren. Langfristig ist das alles richtig mit der Durchschnittsrendite …. der Zeitpunkt lässt sich aber nicht planen.

Gewinne oder Verluste entstehen erst, wenn sie realisiert werden; sonst ist das alles nur Buchgeld. Real ist die Dividende. Das ist ein großer Lernprozess, durch den viele auch noch gehen werden müssen. Ich wünsche nur, dass es -sollte es denn so kommen- nur nicht zu lange dauert. Aber meine FF ist in hoffentlich 5 Jahren Realität – egal, wie die Aktien stehen.

Am wertvollsten – und das ist, warum ich Deinen Blog so schätze – ist die gelebte Sparsamkeit. Das bisserl Geld, das man wirklich zu einem guten und intensiven Leben braucht, kann oder will man auch noch so verdienen. Mit dem Geld richtig umzugehen, das ist der größte Schatz. Alles andere richtet sich dann – egal ob man ein Depot von 600.000 oder auch nur von 50.000 hat; manchen sind 3 Mio nicht genug um auszusteigen. Das ist alles individuell und nur mit dem eigenen Maßstab zu messen.

Ich lebe sehr intensiv – und manches kostet auch Geld. Das gebe ich auch gerne und gut überlegt aus; immerhin verdiene ich vernünftig. Ich bin 56 Jahre alt … da brauche ich nicht mehr zuvieles aufschieben. Jedes Winter-Wochenende bin ich beim skifahren und genieße das Erlebnis in der großartigen Natur; das kann ich mit nichts aufwiegen. Mache ich es jetzt nicht … kann ich es in 10 Jahren bestimmt nicht mehr anfangen – aber halte ich durch, stehe ich noch mit 80 auf dem Berg; und es kostet nicht soviel Geld, wie immer behauptet wird. Es müssen ja nicht die neueste Ausrüstung und 5 Schnaps auf der Piste sein (pfui Teife …)

Es gibt auch junge Leute, die fühlen sich mit gesparten 30.000 reich – steigen aus dem Hamsterrad aus und reisen mit 10kg Gepäck jahrelang durch die Welt. Deshalb …. locker bleiben.

Viele Grüße nach NYC. Maresa

 

 

 

4 Jahre zuvor

Wow! Danke, dass du diese beeindruckenden Stories immer wieder mit uns teilst. Sehr inspiriernd für uns alle! Die nächste Korrektur wird viele hart treffen. Ich glaube aber, dass erst einmal die riesiege Bitcoin-Blase platzen wird, in der jetzt schon sehr viele junge Menschen große Teile ihres Geldes investiert haben. In der Hoffnung, stetig steigender Kurse und der damit verbundene Hype. Das wird für einige ein sehr böses Erwachen geben. Man kann es in den Facebook-Gruppen erleben. Schon bei kleinen Korrekturen, ob nun bei Aktien oder Bitcoin, flippen viele aus und werden panisch. Was wird das erst bei einer richtigen Korrektur?

Viele Grüße

Michael

 

4 Jahre zuvor

Aktien, Anleihen und die Krypto-Assets sind gehypt bis zum Anschlag, finanziert primär durch gedrucktes Geld der Notenbanken und Kleinanlegern, die mittlerweile wieder Kredite auf Haus und Hof aufnehmen um damit auf die Zinsdifferenz zu spekulieren.

Das Spiel funktioniert, bis zur Zinswende und die hat begonnen. Heute wird die Fed wieder die Zinsen erhöhen…

Die Frage ist, wo fließt das Geld hin, wenn Anleihen und Aktien wie Tim es toll beschreibt in eine Baisse übergehen könnten?

Geduld und Buy and Hold vs. Cash is fesch? Jeder sollte da nach seinem Gefühl handeln, weil sonst heißt es: Gier frißt Hirn.

Investieren in Erlebnisse, wie Tim schreibt…macht den Kopf frei 🙂

 

Christian H.
4 Jahre zuvor

Es gibt ja so Sprüche wie “Die großen Vermögen werden in der Krise gemacht” oder “In der Krise werden Reiche noch viel reicher”.

Der Trick besteht wohl darin, ausreichend Mittel zur Investition zur Verfügung zu haben wenn es “crasht”, gleichzeitig aber genug investiert zu sein, dass Dir der Zug nicht davon fährt.

Wenn das Depot schon ausreichend alt ist und evtl. 300% im Plus steht, dann juckt es wahrscheinlich auch wenig, wenn die Kruse so richtig einbrechen. Wenn es aber erst ein paar Jährchen alt ist und mit voller, ja vollster Kraft aufgebaut wurde, dann könnte das ganz schön weh tun. Aber das kommt auf den Typus an, der sich wahrscheinlich in solchen Situationen erst herausstellt.

Ein Zitat vom Altmeister fällt mir noch ein “Bargeld in der Tasche und gleichzeitig die Absicht zu haben, bei niedrigen Kursen in die Börse einzusteigen, ist dasselbe Vergnügen, wie hungrig zu sein und sich auf dem Weg ins Restaurant zu befinden.” Kostalany

Oder noch eins “Beim Tiefstand der Kurse haben die Hartgesottenen die Papiere und die Zittrigen das Geld, auf dem Höhepunkt des Booms, die Hartgesottenen das Geld und die Zittrigen die Papiere.” Kostolany

Schönen Tag allen miteinander
Christian

Hallo Tim,

die nächste Krise wird ganz sicher kommen, die große Frage ist nur wann. Dann die Ruhe zu bewahren wird für die meisten eine große Herausforderung.

Ich habe mal etwas Interessantes über einen “Börsenguru” gelesen (ich glaube es war Kostolany). In der Krise 2008 wurde er gefragt wie hoch denn sein Verlust bisher ist. Die erstaunte Antwort von ihm lautete: “Warum, welchen Verlust ich hab doch nichts verkauft”. Die Antwort fand ich so gut, dass ich sie mir gemerkt habe und versuche in der nächsten Krise daran zu denken.

 

Gruß Klaus-Dieter

Jonas
4 Jahre zuvor

@Klaus-Dieter: Kostolany ist am 14.09.1999 verstorben.

Claus
4 Jahre zuvor

@ Mein Geldanlage Vergleich

Kosto ist leider am 14.09.1999 verstorben und konnte in der Krise 2008 nicht mehr befragt werden. Das Zitat ist dennoch von ihm.

Wem diese Börsenweisheiten gefallen, findet hier noch weitere von ihm.

Am besten groß ausdrucken und am Schreibtisch aufhängen…

LG

4 Jahre zuvor

Aus diesem Grund setze ich nicht nur auf Aktion. Ich denke nach wie vor, dass der Schlüssel zum Erfolg in der Diversifikation bzw. einer guten Asset Allokation liegt. In jeder größere Portfolio gehören eben auch Rohstoffe, Immobilien und Cash (irgendwann auch wieder Anleihen).

VG

Fabian S.
4 Jahre zuvor

Hallo Tim,

es stimmt, dass den genauen Zeitpunkt für einen Crash keiner weiß. Aber man kann ja sagen, wann alle sinnlos in den markt gehen und Übertreibungen herrschen. Nämlich, wenn Leute an die Börse kommen, die sonst nie etw. damit zu tun haben.

 

Warren Buffett sagt ja selbst, dass der markt noch nicht übertrieben hoch ist. Erst, wenn das der Fall ist würde ich meine “Normalo-Aktien” verkaufen. Damit ich später dann im Falle eines Crashs meine “Buffett-Aktien” endlich kaufen kann!

Freelancer Sebastian
4 Jahre zuvor

Lieber Tim,

seit 2011 lese ich nun mit viel Wonne in deinem Blog . Ich freue mich über jeden Artikel und die profunden Beiträge deiner Leser. Die Gemeinschaft hier ist in dem Zeitraum sehr groß geworden. 2011 interessierten sich wesentlicher weniger Menschen für Börse und Vermögensaufbau. Man kann gar nicht genug würdigen, wie wertvoll deine mantrahaften Leitsätze sind.

Erst wenn die See (Börse) mal wieder rau wird und wir zwei Jahre in der Baisse stecken, wird die wahre Leuchtkraft deiner Worte an Bedeutung gewinnen. Viele Leser werden die miesen Börsenzeiten gar nicht kennen. Du wirst dann im Zusammenspiel mit der Community hier einen wichtigen Beitrag dafür leisten, dass sie auf Kurs bleiben.

Bezüglich der Einstellung zu Geld, Konsum, Sparen, Vermögensaufbau und der Hintergründe (Familie/Erziehung, Freundeskreis, Gesellschaft), die im letzten Artikel besprochen wurden, wird m.E. der Faktor “genetische Ausstattung/Charaktermerkmale” zu wenig Bedeutung beigemessen. Bessere Begriffe fallen mir nicht ein.

Für mich war immer Freiheit das wichtigste. Ich möchte mein Leben selbst gestalten, das tun, was MIR Freude bereitet. Möchte nicht abhängig von anderen sein, mich keinen Anweisungen unterwerfen.

Dazu kommt, dass das Streben nach materiellem Besitz und Statussymbolen mir nie etwas gegeben hat. Dieser Begriff hier trifft es ganz gut:

https://de.wikipedia.org/wiki/Postmaterialismus

Ja, ich habe mich schon als Kind immer über andere Menschen und unsere kapitalistische Gesellschaft gewundert, dass dem ein so hoher Stellenwert beigemessen wurde/wird.

Meine Eltern haben damit nur bedingt zu tun. Und das passende Umfeld habe ich mir nach meinen Maximen ausgesucht, es hat mich nicht andersherum geprägt.

Natürlich passt man sich im Laufe der Jahre an. Aber in meinem Kern strahlte diese Einstellung immer weiter. Für mich ist es irgendwie logisch, dass mir die Lehrmeister der Börse und der Weg zur finanziellen Freiheit auf meinem Lebenspfad begegneten.

Daher tun mir die Menschen im Hamsterrad eher Leid. Sie scheinen sich nicht daraus befreien zu können, weil ihnen der Charakter und eine andere Denkweise fehlt. Ob das über´s Lernen möglich ist? Ich bezweifle es eher. Wahrscheinlich  berührt man nur die Menschen, die dieses Wesen bereits in sich tragen.

Nichtsdestotrotz: Dir gebührt mein Dank! Du kannst Stolz auf deine Arbeit sein.

Vincent
4 Jahre zuvor

Es ist ja für jemanden, der bisher nur Bullenphasen erlebt hat, einfach zusagen, man solle im Crash Ruhe bewahren, nicht verkaufen, sondern sich Value-Werte zum Schnäppchenpreis sichern.

 

Mit Blick auf ältere Beiträge, die man dem Archiv (Danke Tim!!) entnehmen kann, ist in wie ich finde beeindruckender Weise festzustellen, dass Tim genau diese Maxime auch in den Crashjahren um 2008 befolgt hat und sich und seiner propagierten Strategie auch konsequent treu geblieben ist. Absolut vorbildlich.

 

Meinen Respekt und Dank an dich Tim!

 

Gruß

 

Vincent

Gurki
4 Jahre zuvor

Ja wann kommt denn nun mal endlich wieder die Krise? Ich will meine Kohle endlich ausm Fenster schmeißen und günstig shoppen!!

Daniel
4 Jahre zuvor

So sehr ich Kostolany und seine Bücher bzw. Sprüche liebe darf man nicht vergessen das Andre ein Börsenspekulant war und zudem ein extremes Feingefühl für den Markt hatte. Er war zudem größtenteils in einer Zeit aktiv in der es keine Börsentransaktionen im Nanosekundenbereich gab und bei denen man sich auf dem Börsenparkett in Ruhe umhören konnte um sich selbst ein Bild zu machen.

Er sagt sicherlich viel Richtiges, ob dies aber als Maßstab für den gewöhnlichen Privatanleger dienen sollte ist fraglich. Durch eine Krise helfen nur zwei Dinge. Eine saubere Asset Allokation und die Nerven. Letztere hält man aber nur wenn eine konservative Asset-Allokation die das Gesamtportfolio abfedert einem vor Dummheiten bewahrt.

In einer 50(Tagesgeld)/50(Aktien) Asset-Allokation bei der der Aktienmarkt signifikant nachgibt, müsste man sowieso wieder reinvetieren oder aus dem Tagesgeld umschichten um wieder zu seiner ursprünglichen Ausgangslage zu kommen. Es ist gar nicht notwendig sich Cash-Reserven zurückzuhalten. Entweder wird umgeschichtet oder man investiert durch Neu-Käufe aus z.B. Lohn/Gehalt.

Ein Einbruch des Aktienmarktes um 70% würde mein Depot jetzt nicht massiv belasten. Es wäre zwar deutlich spürbar, würde mich aber nicht zu Dummheiten zwingen. Diese Fragen sollte sich jeder Anleger VOR der Krise mal stellen und das berühmte WAS WÄRE WENN durchgehen.

Gruss Daniel

Mr. M
4 Jahre zuvor

Hallo, ich habe mich schon lange nicht mehr gemeldet. Auch wenn ich ein ständiger Leser des Blogs und der Kommentare bin. Wie immer ein herzliches Dankeschön an Tim für seine Artikel!
Zum Thema Krise bezogen auf einen Titel würde ich gerne Eure Meinung(en) hören. Ist die altehrwürdige GE aus Eurer Sicht heute schon ein Kaufkandidat oder macht ihr um die Aktie (noch) einen großen Bogen? In meinen Augen kann man als Buy&Hold Anleger langsam einsteigen und wenn’s noch weiter runtergeht nochmal kräftig nachkaufen. Wenn der Titel wieder anzieht geht die Dividende sicher auch sehr schnell wieder nach oben (nach der letzten Halbierung)

Gainde
4 Jahre zuvor

Gutes Thema. Wenn alle von einem Crash reden, kommt er nicht – erst später 😉

Als psychologische Stütze/Prävention in einem Bärenmarkt könnte folgendes dienen:

1. Auf eine Dividendenstrategie zu setzen, wo die Kurse sekundär sind, solange sich der Cashflow stetig steigert (Income Investing)
2. Sein Portfolio über verschiedene Assetklassen diversifizieren. Man verzichtet aber dabei auf Rendite, denn Aktien sind historisch die renditestärkste Klasse.
3. Den Cashanteil auf mind. 20% erhöhen, damit man bei fallenden Kursen aktiv einkaufen geht und somit seinen Einstandskurs verringern kann. Dann ist man weniger stark im minus.

Persönlich verfolge ich seit einigen Wochen den 3. Punkt. Mit ETF ist es schwierig in einem Bullenmarkt bei Unterbewertungen einzusteigen, weil man den ganzen Markt kauft und der entsprechend hoch ist. Das ist bei Stock Picking ein Vorteil. Bsp. dieses Jahr waren Versorger, Detailhändler, Nahrungsmittelhersteller relativ günstig bewertet. D.h. man kauft antizyklisch ein. Mit einem marktbreiten ETF kann man nur bei einem Crash/Bärenmarkt günstig einsteigen, was ich etwas schade finde.

@ Tim
Welche Strategie verfolgst du eigentlich mit Einzelaktien? Dividenden, Value, Growth…?

Ist interessant, dass viele erfolgreiche Privatanleger, die vor dem ETF-Boom angelegt haben, oft die Dividendenstrategie verfolgen, in Kombination mit Buy & Hold. Bsp. unterbewertete Blue Chips aus defensiven Sektoren (Lebensmittel, Konsumgüter, Pharma, Versorger) kauften.
Denke, dass sich bei einem längeren “Seitwärts-Markt” viele auf Income Investing besinnen werden, weil planbarer als Kursgewinne. Besonders, weil wir eine einmalige Situation haben, wo die Notenbanken den Markt mit Geld fluten und die Zinsen sogar negativ sind. Wie z.B. hier in der Schweiz zurzeit.

Freelancer Sebastian
4 Jahre zuvor

@ Daniel

Das kann man sicher so machen. Es gibt aber auch Anleger mit einer anderen psychischen Konstitution. Zudem mit einem Anlagehorizont von 30 Jahre+. Da auf 50% Cash zu setzen, halte ich für sehr fragwürdig und kontraproduktiv beim Vermögensaufbau.

Recht hast du natürlich, was die Volatilität angeht. Wer das nicht aushält, kann nicht zu 100% in Aktien gehen.

Was viele auch vergessen: So ein “Crash” – warum scheinen sich eigentlich so viele an die zweimaligen -50% des letzten Jahrzehnts gewöhnt zu haben? Würde mich nicht wundern, wenn wir die die nächsten 20 Jahre nicht mehr sehen, sondern uns mit Rückgängen um die 30% begnügen müssen – kommt nicht über Nacht.

In dem Zeitraum (zwei bis drei Jahre) kann man massiv weiter investieren. Das wirkt als Turbo für die anschließende Hausse.

Aber wie gesagt. Ich möchte mich da gar nicht streiten (wer hat recht?), sondern nur aufzeigen, wie unterschiedlich die Herangehensweise sein kann.

Auf Timing verzichte ich. Auch das muß man erst lernen. Regelmäßiges Investieren halte ich für sehr entspannend, logisch und ertragreich.

Für mich macht alles andere als 100% Aktien keinen Sinn. Für andere aber schon, das respektiere ich.

Felix
4 Jahre zuvor

@ Mr. M

Ich habe mir eine erste Charge GM zugelegt, so wie ich damals Siemens gekauft habe, als die mitten in der Schmiergeldaffäre steckten. Letzteres hat sich auf jedenfalls gelohnt.

Zudem glaube ich, dass die Zukunft eher “elektrisch” ist als sonstwas und gehört GE zu den großen Playern. Kann aber schon sein, dass das wie weiland bei Siemens viele Jahre dauert.

 

Felix
4 Jahre zuvor

Nachtrag:

Natürlich meine ich GE!

Tugumak
4 Jahre zuvor

@ Mr. M

GE hab ich mir auch als Buy&Hold-Position angeschaut.

Dafür spricht die Verschlankung des Konglomerats mit Abstoßung von etlichen Geschäftsbereichen im Wert von ca. 20 Mrd. $, ein neues Management, das nicht vor schwierigen Entscheidungen zurückschreckt, die gute Position beim Maschinenbau mit der einzigen Konkurrenz Siemens im Bereich Software bei den Maschinen. Die beiden werden sich den Markt aufteilen. Der 3D-Druck ist bei GE auch ganz weit vorne. Da hab ich von anderen noch nicht so viel von gehört.

Was mir nicht so gefällt sind die hohen Pensionsrückstellungen und das Festhalten am Bereich der großen Gasturbinen. Bei den Gasturbinen wird das glaub ich nichts mehr. Die Energie wird zunehmend regenerativ erzeugt und das Problem der Speicherung wird auch gelöst werden.

Aber die Pensionsrückstellungen haben mich noch davon abgehalten, in GE zu investieren. Das Problem löst sich nicht so schnell…

Skywalker
4 Jahre zuvor

GE? Never! Da gibt es ca. X-hundert Unternehmen, die ich eher kaufen würde.

Man schaue sich einfach mal die Historie an, es reichen die letzten 10 Jahre. Wenn ein großes US-Unternehmen zwei mal in 10 Jahren die Dividende massiv kürzt heißt das nichts gutes. Ich kaufe eher wachsende Firmen, habe neulich wieder bei Starbucks nachgelegt z.B.

Andrea
4 Jahre zuvor

Ich lese hier auch manchmal im Archiv und fnde es absolut bewundernswert, wie Tim das in der Zeit der Finanzkrise gemacht hat, als einsamer Rufer in der Wüste, mit kaum Kommentaren – die meisten hatten wahrscheinlich wirklich ihre Aktien auf dem Tiefpunkt verkauft oder wollten sich nicht mit der leidigen Börse befassen. Ich vertraue darauf, dass bei der nächsten Krise dank Tims Unterstützung einige bei der Stange bleiben werden, hoffentlich auch ich. Ich bin gespannt, wer hier wirklich zu den Hartgesottenen zählt. Tim, danke dir auf jeden Fall, dass du da so konsequent deinen Weg gehst und daran teilhaben lässt.

Skywalker
4 Jahre zuvor

Ich glaube es kommt kein Crash. Für eine lange Zeit. Diesesmal ist alles anders.  Wir kommen jetzt in ein Zeitalter des langsamen, stetigen Wachstums der Märkte ohne Crashbewegungen, Grund ist die moderne Handelstechnik, ETFs und Algorithmen) Der Markt bewegt sich jetzt auf einem Niveau, dass er nicht mehr unterschreiten wird!

 

 

 

 

 

 

 

(*Anmerkung: Mit diesen Aussagen möchte ich einen Crash herbeireden, um günstig kaufen zu können)

Mattoc
4 Jahre zuvor

Hat jemand von euch die aktuelle Ausgbe der Focus Money gelesen? Die Titelgeschichte gibt mir schon zu denken…

 

Sparta
4 Jahre zuvor

@Mattoc

Was für ne Sau treiben sie denn diesmal durch`s Dorf? 😉

Gainde
4 Jahre zuvor

@ Tim

Lese aus deinen älteren Beiträgen heraus, dass du dir sozusagen einen persönlichen Indexfond aus dem S&P zusammengestellt hast. Was ich spannend finde, ist dass du anscheinend NIE eine Position verkaufst oder umschichtest. Respekt.

Heisst du kaufst regelmässig, z.B. für jeweils USD 2000, eine gute Aktie und lässt sie einfach im Depot liegen?

Finde es für Einzelaktien-Investment ein guter Ansatz, weil man sich nur über die geeignete Auswahl für den Kauf Überlegungen machen muss und nachher nie wieder – auch wenn der Aktienkurs auf 0 sinkt. Buy & Hold extrem. Sogar Buffett hat mehr Aktivität im Depot 😉

Dafür gleichen langfristig erfolgreiche gelaufene Unternehmen die Gurken wieder aus. Dies macht natürlich nur Sinn, wenn man regelmässig neue Aktien dazukauft, um Verluste auszugleichen.

 

Freue mich schon jetzt auf deine Durchhalteparolen, wenn es zu Korrekturen kommt!

Mr. M
4 Jahre zuvor

@Tugumak, Skywalker, Felix:
Danke für Eure konträren Meinungen zu GE. Ich hoffe bei diesem BlueChip ja auf einen Turnaround (ala z.B. GM) in den nächsten ein bis zwei Jahren. Der Konzern wird sicher nicht sterben.

@all:
Die lieben FANG Aktien. Leider halte ich mich hier großzügig raus. Ich möchte die ersten 100k im Depot mit grundsoliden Werten befüllen die auch in der Krise Dividende zahlen. Somit hoffe ich durch den nächsten Crash zu kommen ohne verkaufen zu ‘müssen’. Der Kopf macht da denke ich viel aus. Macht es euch nichts aus, dass bei den FANG-Aktien eigentlich nur eine Idee dahintersteckt (die schnell verboten werden kann – Uber/AirBnB… oder kopiert werden kann – Amazon/Alibaba, Nokia/Apple etc. ) und keine Produktions-intensive Industrien. So wachen in meinen Augen die großen Einzelhändler (wie z.B. Walmart/TGT) langsam auf und haben große Wachstumsraten im Bereich eCommerce.

4 Jahre zuvor

@ Mr. M

Gegenfrage: Macht es dir keine Angst, dass du nur in den alten Industrien am Ende ihres Lebenszyklus’ investiert bist? Du unterstellst den größten Unternehmen der Welt nur “eine Idee” zu haben. Uber, AirBNB, geschenkt…

Aber Amazon, Apple, Google, Facebook sind nicht mehr wegzudenken. Der Wettbewerbsvorteil liegt nicht in der Suchmaschine, oder einem Social-Media-Portal. Der Vorteil liegt ganz wo anders.

Außerdem sind die Unternehmen so groß, dass sie nahezu jeden Konkurrenten einfach so schlucken können. Warum wohl werden immer wieder kleine Apps etc. für Milliardenbeträge eingekauft?

Apple z.B. hat mehr “Bargeld”, als alle deutschen Autobauer zusammen aktuell Wert sind!

 

VG

PS: Old Economy ist nicht immer schlecht, das Neue darf aber auf keinen Fall ignoriert werden.

PPS: Das verbieten neuer Geschäftsmodelle ist übrigens typisch deutsch. Ein Amerikaner würde niemals auf die Idee kommen den Fortschritt zu verbieten. Wir demonstrieren lieber gegen Sturm, anstatt stabile Häuser zu bauen.

Michael
4 Jahre zuvor

“Daneben liebe ich meine Value-Papiere: Berkshire, Verizon, Exxon, Citi, Bank of America, Nike, Chevron…”

Citi oder BAC würde ich nicht als Value-Papiere bezeichnen. Citi verlor in der Finanzkrise über 95% an Wert. Wer vor 2008 gekauft hat, wird seinen Einstandspreis wohl nie wieder sehen. Finanzwerte eigenen sich zum Zocken, taugen aber nicht als längerfristige Investition.

 

Gainde
4 Jahre zuvor

Bezüglich Value- und Growth-Aktien (Old & New Economy) sollte man, denke ich, langfristig nicht einseitig fahren. Ein guter Mix mit 25-30% Growth-Titeln, die man jedoch nicht am Ende des Trends kauft, halte ich für ein gesundes Mass im Depot. Wenn man die richtigen erwischt, wandeln sie sich langfristig zu Value-Titeln.

Börsenneuling
4 Jahre zuvor

@Tugumak: Der 3D-Druck ist bei GE auch ganz weit vorne. Da hab ich von anderen noch nicht so viel von gehört.

Ich schätze GE als durchaus interessantes Investment ein, auch aufgrund des großen Rückgangs im Kurs als auch der Halbierung der Dividende. Der Konzern ist groß und die Aussichten durch u.a. 3D Druck gut. Wie schätzt du das Potential des 3D-Drucks ein? Ist ja noch in den Kinderschuhen bei GE aber man will hier richtig investieren. Viel habe ich zur Konkurrenz auch noch nicht gelesen, aber HP soll meines Wissens auch in dem Segment tätig sein bzw. werden. Die Technologie dahinter finde ich sehr spannend kenne mich aber zu wenig noch aus.  Was hast du den schon zu 3D Druck bei anderen Konzernen gelesen ?

 

Gainde
4 Jahre zuvor

Hatte früher Einzelaktien. Bin nun aber zu 100% auf ETF umgestiegen, weil die Auswahl und das monitoren von Einzeltiteln zeitintensiv ist (Research) und man ein erhöhtes Risiko hat, weil man als durchschnittlicher Privatanleger nicht sehr breit gestreut ist. Mit ETF sind auch die Transaktionskosten einiges günstiger und man hat bei einem Depot-/Bankwechsel weniger Gebühren.

Mr. M
4 Jahre zuvor

@Jan-Christian:
Nein – es macht mir keine Angst in alten Industrien investiert zu sein.

Zwei Beispiele:
Solange Amazon keine Frühstücksflocken und Yoghurt aus dem Nichts erschaffen kann und mir liefert, hat GIS sicher noch eine Daseinsberechtigung. Wobei ja gerade Frühstücksflocken stark aus der Mode sind.

Wenn ich mir den Mischkonzern GE ansehe (Geschäftsfelder nach Wikipedia):
GE Power; GE Renewable Energy; GE Oil & Gas; GE Aviation; GE Healthcare; GE Transportation; GE Energy Connections & Lighting; GE Capital
Worauf sollen wir in Zukunft verzichten? Die meisten Felder befinden sich im Umbruch – werden aber auch in den nächsten Jahrzehnten nicht verschwinden.

Bei Apple und Amazon sehe ich ja noch Substanz dahinter. Wobei ich Amazon als besser aufgestellt betrachte (AWS, Webshop, Alexa, Lieferketten, …) als Apple mit der hohen Abhängigkeit vom IPhone und dem dahinterstehenden Ökosystem. Fällt das IPhone fällt auch Apple – trotz der Barreserven. Aber bei Google und Facebook wird’s imho schon eng.

Je mehr ich drüber nachdenke sollte ich noch weiter in Grundlagenindustrien investieren. Bergbau, Chemie und Infrastuktur sterben nie 🙂

 

 

Gainde
4 Jahre zuvor

Spannend wird zu sehen sein, welchen Einfluss das Internet/E-Commerce auf bestehende Marktführer in den Bereichen Basis-Konsumgüter und Lebensmittel haben wird (bsp. P&G, Nestlé, Unilever). Durch die niedrigen Eintrittsbarrieren im E-Commerce und im Bereich Internetwerbung können nun viele kleine Player den Grossen Marktanteile abjagen. Früher war das nicht möglich, weil die Grossunternehmen Deals mit den Detailhändlern hatten (Garantierte Sichtbarkeit am POS, alleiniges Vertriebsrecht etc.) und auch massive Werbebudgets in den traditionellen Kanälen hatten.

Digitaler Wandel wird zur Herausforderung für die FMCG-Riesen

Geringes Wachstum und Umsatzverluste bei den Top-50 gehen nicht allein auf makroökonomische Faktoren zurück. Hinter den schlechten Zahlen verbirgt sich auch der Megatrend „Digitalisierung“, der so manchem Konsumgüterriesen große Sorgen bereitet. Durch den erleichterten Markteintritt greifen lokale Start-Ups die Platzhirsche an. Ein eingängiges Beispiel für den Wegfall von Barrieren ist das Marketing. So können heute auch Start-Ups durch virale Online-Kampagnen mit den großen Playern mithalten, ohne auf üppige Werbebudgets angewiesen zu sein. Ähnliches gilt für die digitale Umwälzung bei Vertriebskanälen und der Kundenkommunikation.”

http://www.occstrategy.com/de-de/news-and-media/2016/07/fmcg-global-50

 

Was meint ihr zu den Zukunftsaussichten in dieser Branche? Die meisten Pensionfonds und Dividendensammler haben solche Titel im Portfolio.

4 Jahre zuvor

@Mr. M

FB und Google haben Nutzerdaten. Alle! Daten über uns.

Firmen müssen nicht mehr mit der Schrotflinte auf Fernsehzuschauer schießen sondern können ganz gezielt werben. Was meinst du, was es wert ist, wenn du plötzlich einen 10%-Gutschein von z.B. H&M bekommst, genau in dem Moment in welchem du den Laden betrittst. Die beiden revolutionieren gerade das Marketing.

Und das wird nicht das Ende sein. Nimm das Thema autonomes Fahren. Google ist deutlich weiter als alle Auto-Hersteller (investieren auch ein Vielfaches von z.B. VW in diesem Bereich). Google hat nur kein Auto, aber das ist kein Problem. Wenn es läuft kann man ja einfach die Technologie an alle Hersteller verkaufen oder noch besser lizenzieren und voilà, eine neue Gelddruckmaschine wurde geschaffen.

Bis Amazon Frühstücksflocken herstellt ist es glaube ich nur noch eine Frage der Zeit.

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

so, also ob der Crash jetzt kommt oder nicht, ich hab die Sparrate für Dezember nun “verbraten”, die Wahl fiel auf Bank of Nova Scotia, die sollen mir nun schon gleich im Januar schöne Dividende zahlen, dann bin ich zufrieden 🙂

wollte eigentlich Zurich Financials nachkaufen, aber die sind jetzt gerade zu sehr gestiegen,

warum wohl Archer Daniels Midland gestern um fast 5% gefallen sind? ich finde da nix drüber, die fände ich auch interessant,

@ Tim,

hab mal ein wenig Deine Uralt-Beiträge von 2008 durchgelesen, alle Achtung, Du hast das echt durchgezogen ohne mit der Wimper zu zucken, mir gefällt ja diese Art zu Investieren, coffee-can portfoliomässig, die Geschichte find ich einfach toll,

mal gespannt was wir so in ein paar Jahren darüber schreiben oder denken….

vielen Dank jedenfalls für Deine ständigen “Ermunterungen”

Claus
4 Jahre zuvor

@ fit und gesund

Archer Daniels Midland… vermutlich Window-Dressing, Jahresverlierer werden ausgemistet…

Schau Dir stattdessen mal Brown Forman (BF.B) an. Habe leider beim Rücksetzter nach dem Übernahmeangebot zu lange mit dem Kauf gezögert… Beim nächsten mal bin ich dabei. Vielleicht steigt ja auch Coke mal in diesen Markt ein…

Crash? Wird vermutlich noch 1-2 Jahre dauern. Vielleicht kommt er auch gar nicht. Ein längerer Seitwärtsmarkt mit 10-20% Schwankungen würde ja auch reichen und wäre gar nicht so schlecht um zwischendurch immer wieder mal etwas Geld zu verdienen.

2018 wird wohl wesentlich volatiler, als dieses eher ruhige Jahr. Es würde mich gar nicht wundern, wenn es gleich im Januar losginge. Das könnte nicht nur Börsen-Neulinge deutlich nervöser machen… Chancen für uns, etwas Cash schadet daher nicht!

Ralf
4 Jahre zuvor

Cash ist jedenfalls für mich kein Fehler. Ein ausreichender Cashanteil, um im Falle eines Crashs auch ordentlich aufstocken zu können. Wobei dann im Crash die Frage ist, zu welchem Zeitpunkt man idealerweise einsteigen sollte. Ist der Crash voll da? Kommt noch mehr? Das könnte im dümmsten Fall dazu führen, gar nicht zu investieren.

Jedenfalls hat z.B. auch ein Warren Buffett immer eine gut gefüllte Kriegskasse für entsprechende Schwächephasen. Ich finde das gut und spare derzeit auch Cash an. Für kleinere Spekulationen im Falle eines Crashs finde ich auch Hebelpapiere reizvoll, auch wenn damit einige Risiken verbunden sind. So habe ich kürzlich Roche im Rahmen einer Korrektur gehebelt gekauft und damit 70 Prozent gemacht. Das taugt aber nur als Nervenkitzel nebenbei und ersetzt keine langfristige Anlage.

 

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

@Claus,

ich werde die ersten 3 Monate 2018 noch voll investieren, d.h vermutlich aufstocken, dies um die gewünschten Dividenden für 2018 zu erreichen, danach werde ich schauen und auf jeden Fall eher zurückhaltend agieren. Dies im Hinblick dass ich ja nun kein junges Hasi mehr bin, ein ordentlicher Crash würde mir kurz vor der Rente schon nicht schmecken, Rücksetzer ja, aber ein Mords-Crash lieber nicht, aber wir haben nicht die Glaskugel.

Und so wie das Investieren eine sehr persönliche Angelegenheit ist, so ist es wohl auch mit dem Verhalten während des Crashs. Darum lieber nicht Alles in Aktien stecken, so ein Crash der sich über 2 Jahre hinzieht ist auch sehr zermürbend, da werden Viele irgendwann entnervt aufgeben.

Chancen für die Jungen, ja, sie werden in der Zeit lernen, die Älteren unter uns…hm..auf jeden Fall besser man spielt das mal gedanklich durch und passt seine Aktienquote entsprechend an.

Brown Forman schau ich mir gleich an.

@Ralf,

Nervenkitzel hab ich auf der Arbeit mehr als genug, Investieren mit Hebel taugt für mich persönlich nicht, aber schön wenn Du so einen “Erfolg” hattest. Werd mir bloss nicht süchtig nach solchen Spekulationen 🙂  der Erfolg kann auch übermütig machen.

 

@all,

war gestern auf dem Weihnachtsmarkt, lecker Curry-Wurst und 1/2 Glas Glühwein ( 1 ganzes Glas und ich wäre besoffen gewesen) , war ziemlich was los, die Leute kaufen wie die Irren, dazwischen alle 3 Meter aufdringliche Bettler aus dem Ostblock, nicht sehr schön.

Heute gab nur Gemüsesuppe, selbstgekocht, hatte noch 1 Süsskartoffel übrig und die kam auch mit rein, Rest nehme ich morgen mit auf die Arbeit.

liebe Grüsse

 

 

 

 

4 Jahre zuvor

@Fit und Gesund,

Glückwunsch zu BNS. Die Canada Banken habe ich beispielsweise mit diesem ETF. Zahlt monatlich. Wenn mal der Cashflow um einiges gesteigert ist, dann hole ich immer die auch noch als Einzelwerte.

Zu ADM habe ich auch nichts gefunden. Manchmal treffen Verkäufer eben einfach nicht auf genügend Käufer.

Vielleicht strömt Geld einfach von einem Sektor zum anderen. Mal rennt es in Tech, dann wieder raus in Old Economy usw.

Heute hatte ich mal wieder einen Glücksfall mit TEVA. Die bekam ich ja über einen short Put eingebucht (Ausübung der Option). Wollte sie nun eigentlich behalten. Aber heute ein Sprung. Da habe ich sie bei 18 USD verkauft, da auch im Zuge des “Überlebenskampfes” die Dividende ausgesetzt wird. Habe nun noch einen netten Gewinn gemacht mit der.

Kommt gerade recht, da morgen am Verfallstag wohl nach jetzigem Stand wieder 4 oder 5 Werte eingebucht werden. Na mal sehen. Derzeit werde ich mal wieder etwas kürzer treten mit Optionen. Zumindest bis ich die Neuen dann auch wieder mit Gewinn verkauft habe.

Ach ja, solange vom Crash geredet wird, kommt er wohl eher nicht.

Ich denke, wir werden bald eine Implosion des Bitcoin und Konsorten sehen. Die Idee ist toll, vor allem die Blockchain-Technologie, aber die Bubble ist eine Bubble.

It’s Official: Bitcoin Surpasses “Tulip Mania”, Is Now The Biggest Bubble In World History.

Schönen Gruß

MS

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

@Matthias Schneider,

mit Deinem Optionsgewinn freut mich für Dich, Teva haben sie ja arg gerupft, wir haben teilweise Medikamente von Teva.

Mit Optionen fang ich nicht an, ich fühle mich mit den Aktien wohl und das muss reichen, Du kennst aber auch immer exotische Sachen, von diesem ETF hab ich noch nie was gehört, aber der Kanada-Experte bist ja Du 🙂

Bitcoin, da guck ich lieber zu, aber wer da mal früh gekauft hat und Kasse macht, der hat schon was richtig gemacht, nur ich verzichte auf sowas gerne, ich hab auch damals kurz vor dem Neuen Markt aufgehört, es hat mich schon gekitzelt damals, aber heute bin ich froh drum, muss nicht überall dabei sein und nicht jede Erfahrung muss man selber machen,

wer aber ein wenig Spielgeld übrig hat, der soll ruhig, auch mal was wagen, ist schon o.k, und auch mal Glück haben, ich gönne es Allen.

4 Jahre zuvor

@Fit und Gesund,

es ist immer nur alles solange exotisch, bis man es entdeckt hat.

Ich mag z.B. bei den CAD-ETFs die von BMO (Bank of Montreal) ganz gern, iShares ja sowieso.

Teva kennt bestimmt Jeder. Spätestens seit Ratiopharm dazu gehört.

Na ja, nun ist sie weg. Kleiner Abschiedsschmerz ist immer dabei, auch wenn man Geld verdient hat. 😉

Mit den Optionen ist das nicht so wild. Einfach nur ein Sahnehäubchen. Hauptsächlich will ich Funds und Aktien im Stall haben, die beständig Cash generieren. Zusätzlich sind die Optionen als Extra gedacht. I.d.R. läuft das auch gut. Lieber wäre mir, dass ich ständig sehr viel Kohle in Aktien stecken kann, was aber nicht geht.

Deswegen mit Prämien eine Art “Dividende” auf Aktien bekommen, ohne das Geld ausgeben zu müssen, sie (schon) zu haben.

Wenn mir eine Aktie gefällt, so wie jetzt neulich die Owens & Minor, dann ärgere ich mich, weil ich kein Cash habe sie zu kaufen. Jetzt habe ich auf die deswegen einen Put mit Laufzeit bis Mitte Januar verkauft, und etwas über 40 USD netto bekommen. Wenn die bis dahin unter 17,50 USD fällt, dann bekomme ich sie. Dann muss ich mich drum kümmern, wo ich das Cash dafür generiere. 😉 Ich hätte sie auch für 19 USD gekauft, wenn ich die Kohle frei hätte.

Sollte sie drüber bleiben, dann habe ich halt die “Dividende” bekommen, und verkaufe den nächsten Put. Alle 3 Monate einen verkauft zu ca. 40-50 USD, das macht auf Strike 17,50 USD ungefähr 10% “Dividende” auf eine Aktie, die man nicht gekauft hat. Sollte sie eingebucht werden, dann bekomme ich halt die normale Dividende.

MS

Freelancer Sebastian
4 Jahre zuvor

@ Ralf

Wobei dann im Crash die Frage ist, zu welchem Zeitpunkt man idealerweise einsteigen sollte. Ist der Crash voll da? Kommt noch mehr? Das könnte im dümmsten Fall dazu führen, gar nicht zu investieren.

Du beschreibst sehr schön, warum dieser Art Timingversuche in der Mehrzahl der Fälle bei der Mehrzahl der Anleger nicht funktioniert und für eine Minderrendite sorgt. Daher lasse ich es bleiben und investiere regelmäßig und kontinuierlich.

@ Matthias

Im Rückblick fragt man sich bei der Tulpenblase ja, wie dumm die Menschen denn sein können. Da drückt dir jemand eine Zwiebel in die Hand und du drückst (in heutigen Preisen) eine halbe Million ab. Unfassbar.

Heute dürfen wir live miterleben wie das läuft. Gier frisst Hirn.

Bitcoin 2011 = 1 Liter Milch

Bitcoin 2017 = 1 Neuwagen

Aber wer nicht dabei ist, denkt ja vielleicht mal kurz “hätte ich doch mal….” – und möglicherweise geht es weiter mit der nächsten Verzehnfachung….

Gainde
4 Jahre zuvor

Bitcoin und allgemein Kryptowährungen sind ein Nischenmarkt und werden wohl kaum einen Crash am Aktienmarkt auslösen. Da gibt es wohl noch mehr Geld, das auf Sportwetten gesetzt wird.

4 Jahre zuvor

@Freelancer Sebastian,

ich habe es ja auch selbst erlebt an mir. In dem 2000er Internetwahnsinn der “.com Bubble” war ich auch noch sehr unerfahren mit Börse (aus heutiger Sicht), und wurde einfach mitgerissen. Es ist, als ob man in einen Sog gerät.

Das wird immer wieder passieren, weil immer wieder neuen “Großartigkeiten” das Geld mit vollen Händen hinterher geschmissen wird.

Neulich kam auf Phoenix TV eine Sendung (“Revolution auf Schienen”, leider nicht in der Mediathek) über die “Eisenbahn Bubble” in England damals. Die war mir bis dato auch nicht so bekannt.

Hier ein Abriss: “Die britische Eisenbahn-Manie von 1845”.

Man denkt immer bei so einer Sache, dass jetzt die Welt neu erfunden wird. Das war mit den Internetaktien so, dann mal Nanotech, 3D-Druck usw. usf. Es gibt einen rasanten Hype, danach merkt man, dass Wunder ausbleiben.

Alle jetzigen High-Flyer wie Amazon, Google, Netflix usw. werden sich wieder normalisieren. Aber eher geräuschlos ihre hohe, spekulative Bewertung abbauen.

Krachen wird es wohl nur bei den Cryptos. Die Technologie wird von der Industrie übernommen, aber die Coins werden sicherlich so zurück kommen, wie sie gestiegen sind.

Schaun mer mal.

MS

steve
4 Jahre zuvor

Crash
Wird kommen wissen tut’s keiner Sorros wettet schon seit 2016 drauf.
Investieren im Crash nicht schwierig, wenn die Summe zum Investieren da ist.
Einfach 4 oder 5 tranchen und dann irgendwann rein und nach einer gewissen Zeit die nächste tranche rein. Einfach Stück für Stück gar nicht den absoluten Tiefpunkt erwischen wollen.
Das dass in 10000 Fällen einmal glückt ist doch klar. Aber wenn man das von vorneherein gar nicht versucht , dann fehlen vielleicht 20% aber das Risiko 80% zu verschenken ist nicht da.
Dann kommt’s eh noch auf die Auswahl an so habe ich z.b in der Lehmann Krise bei der deutschen Bank zugegriffen. Hätte mich jetzt nicht soviel weiter gebracht wenn ich da 50% mehr hätte. Besser wäre mehr Airbus gewesen, weiss mans? Ja immer hinterher. Also nochmal ein Fünftel rein und wenns weiter fällt nicht ärgern, sondern weitermachen. Eher geht man auch zu früh rein ich hatte alle Tranchen investiert und es ging noch weiter runter.
In den Moment nicht schön, aber auch wieder leicht nur noch warten angesagt wenn alles investiert ist.

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

@Claus

also H&M macht schon kein Spass, bääääh…..

was ist nun der Grund? draussen zu warm, zu kalt, die Modefarbe nicht getroffen? der US-Dollar? was gibt es diesmal?

es gibt nun 3 Möglichkeiten:

nix tun und aussitzen und Dividende kassieren

nachkaufen

rausschmeissen und hier mal die Reissleine ziehen

was ist Deine Strategie?

 

liebe Grüsse  🙂

Sparta
4 Jahre zuvor

@fitundgesund

Aktienkurse schwanken, aber ihr dürft gerne nach den Gründen suchen, warum es mal rauf und mal runter geht. 😉

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