So kommst Du voran. Es geht um die richtige Einstellung. Spar. Investier. Verzichte auf unnötige Konsumausgaben. Genieß Dein Leben mit weniger Plunder


New York, 21. Februar 2018

Wir leben in einer verrückten Konsumwelt, in der Kinder schon mit Plunder überschüttet werden.

Menschen leben von Gehalt zu Gehalt. Das ist eine Kastrophe. Oft reicht das Geld nicht. Ich habe einen Rat für diese Leute: „Fang an, Deinem Geld zu sagen, wo es hingehen soll, anstatt Dich zu fragen, wo es gelandet ist!“

Spar! Spar! Spar! Bau ein Investment-Portfolio auf. Du wirst erstaunt sein, wie einfach es wirklich ist, einfach NEIN zu sagen! Nein, ich brauche nicht alle drei Jahre ein neues Auto. Nein, ich muss nicht jedes elektronische Gerät kaufen! Nein, ich brauche keine tägliche Gewohnheiten, die jedes Jahr hunderte von Euro unnötig vernichten.

Denk einmal darüber nach, wenn Du jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit im Kaffeeshop stehst und fünf Euro ausgibst für einen Kaffee to Go und einen Snack. Das sind 25 Euro pro Woche, 100 Euro pro Monat, 1.200 Euro pro Jahr für einen Pups-Kaffee im Pappbecher. Wenn Du damit im Alter von 34 Jahren aufgehört hättest und dann 50 bist, dann ist das bei 16 Jahren bei 1.200 Euro pro Jahr: 19.200 Euro für Kaffee. Es ist absolut schockierend.

Anstatt eine Gewohnheit wie diese zu haben, gib jeden Monat 100 Euro Deiner Tochter/Sohn in einen ETF-Sparplan. Dein Nachwuchs kann dann eines Tages 25.000 Euro für die Schule/Studium nutzen! All das für eine Tasse Kaffee mit einem kleinen Snack am Tag! Womit verlierst du langsam Dein Geld? Investiere das Geld besser. Trinke zuhause Deinen Brühkaffee. Oder im Büro.

Schüler denken schon, sie verdienen es, auf dem gleichen Niveau wie ihre Eltern zu leben. Zu lernen, mit knappen Mitteln zu leben und für Notfälle zu sparen, sind Fähigkeiten, die viele nicht an die nächste Generation weitergeben können. Dabei wäre es so hilfreich: Ein kleiner Kampf im Leben baut Charakter auf.

Wie wäre es damit, im Sommer zu arbeiten? Wir haben in Deutschland kostenlose Unis. Das ist etwas Herrliches, wenn Du das mit dem teuren Bildungssystem in den USA vergleichst. Wir haben eine recht faire Gesundheitsversorgung, bessere öffentliche Verkehrsmittel für die Masse. Deutschland bietet gute Voraussetzungen. Ich lehne die ständige Meckerei ab. Such nach Lösungen und nicht nach Problemen. Das ständige Beschweren wie ungerecht Deutschland ist, bringt Dich nicht weiter. Im Gegenteil. Das Jammern bringt Dich auf einen rutschigen Boden. Dein Kopf/Wille wird weich.

Es ist ein trauriger Rekord: 109.739 Münchner sind überschuldet – so viele wie noch nie. Die steigenden Mieten sind ein Problem. Hinzu kommt übermässiger Konsum. Natürlich gibt es eine ganze Reihe von Ursachen. Ich sehe die Kernprobleme, warum nicht genug gespart wird hier:

  1. Die Lebenshaltungskosten sind zu hoch (Auto, Konsum, Wohnen, Restaurants)
  2. Das Gehalt reicht nicht für den Lebenswandel.
  3. Schulden werden für alles Mögliche aufgenommen: Ratenkredite für das Sofa, Urlaub, Smartphone. Zu hohe Hypotheken.
  4. Verbraucher führen kein Haushaltsbuch (obwohl sie Probleme mit den Finanzen haben).
  5. Zu viel Geld wird für unwichtige Dinge rausgehauen (Restaurants, Elektronik, Kino, Ausflüge, Reisen…)
  6. Es gibt keinen Notfall-Groschen. Ich empfehle grundsätzlich 3.000 bis 4.000 Euro jederzeit flüssig zu haben.
  7. Die Leute denken nicht an die Zukunft. Sie leben in den Tag.

Ersparnisse kann jeder haben. Ein Depot kann jeder aufbauen. Du kannst das als Handwerker schaffen. Als Polizist, als Lehrer oder Taxifahrer oder Lagerist. Die Sache, die Du akzeptieren musst, ist: Es ist egal, ob Du 30.000 Euro im Jahr oder 100.000 Euro verdienst. Jeder kann schuldenfrei sein. Und etwas sparen. Es hängt alles von dir ab. Ein Blogleser ist Lagerist, seine Gattin ist Verkäuferin. Sie haben ein Kind. Sie sparen eifrig. Sie sind auf dem Weg ein Millionen-Depot aufzubauen.

Grundsätzlich ist es so: Dass immer mehr Deutsche einfach nicht sparen. Trotz starker Konjunktur. Das wundert mich schon. 27 Prozent der Verbraucher verfügen über keinerlei Ersparnisse. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der ING-DiBa, die 13 europäische Länder sowie Australien und die USA unter die Lupe nahm. Nur in Rumänien war der Anteil der Befragten ohne Ersparnisse mit fast 35 Prozent höher als in Deutschland.

Vorbild ist Luxemburg, wo nur zwölf Prozent der Verbraucher über keine Rücklagen verfügen. „Das weitverbreitete Bild der Sparnation Deutschland kann diese Studie wahrlich nicht bestätigen“, so Carsten Brzeski, ING-DiBa-Chefvolkswirt der ING-DiBa. „Es sollte zu denken geben, dass Deutschland trotz starkem Wirtschaftsaufschwung einen der höchsten Anteile von Verbrauchern ohne jegliche Rücklagen aufweist.“

Wer sich zum Sparen entscheidet, legt ordentlich Geld zurück. Über die Hälfte der deutschen Sparer verfügt über ein Sparvermögen von vier oder mehr Nettogehältern, mehr als in jedem anderen europäischen Land.

Die Deutschen sehen die Höhe eigener Rücklagen positiv. Mehr als 40 Prozent der Befragten sind „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ mit den eigenen Rücklagen, hat die Direktbank ING-DiBa festgestellt. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich im vorderen Mittelfeld.

Würde mir jemand heute dies sagen, wäre ich zufrieden:

Ich fange sofort an, in einen Word-ETF zu investieren. Meine automatischen Zahlungen sind 500 Euro pro Monat. Ich habe es eben eingerichtet.

Gut, im Vergleich zu einigen Super-Sparern hier im Blog mag das als Peanuts erscheinen. Aber ich finde das grundsätzlich hervorragend. Die Einstellung passt.

Sind wir ehrlich: Du kannst in Deutschland kaum jemanden sagen:

„Du, ich hab eine sechsstellige Summe in Aktien. Ich spare noch mehr Geld hinein. Mein Notgroschen wird zudem immer größer. Ich hab dann noch 20.000 Euro, die gebe ich bald zusätzlich in den Aktienmarkt.“

Die Leute würden Dich für verrückt halten, wenn Du ihnen so etwas erzählen würdest. Das typische Verhalten wäre, wenn so ein warmer Geldregen kommt, über eine teure Renovierung, Luxusurlaub oder Neuwagen nachzudenken.

Oder stelle Dir das vor. Du kommst erleichtert zur Arbeit. In der Mittagspause erzählst Du den Kollegen von Deinem Glück:

Am Ende dieses Monats werde ich zum ersten Mal in meinem Leben mehr als 10.000 Euro an Ersparnissen haben. Ich habe so hart dafür gekämpft. Ich hab einen zweiten Teilzeitjob im vergangenen Jahr angenommen, um es zu schaffen. Ich bin heute so begeistert. Deshalb musste ich das Euch sofort erzählen. Ich kann nicht aufhören, mein Online-Konto zu öffnen. Übrigens würde ich gerne von Euch hören, wie ich in meiner Karriere schneller voran kommen kann. Wisst Ihr, ich möchte finanziell frei werden. In 15 bis 20 Jahren soll es soweit sein. Ich genieße meine Arbeit, aber wenn ich Euch alle hier sehe, die zum Teil so viel Geld verdienen, frage ich mich, welchen Weg ihr so plant.

Ich glaube, die würden alle vom Stuhl fallen. Der Mund wäre weit geöffnet.

Stell Dir nur mal vor, Du bist finanziell frei. Es regnet in Strömen. Es ist kühl. Du denkst Dir:

„Herrlich. Es ist schön aufzuwachen, wann ich will. Dieses Wetter ist zum Kotzen. Ich bin froh, dass ich nirgendwohin gehen muss. Gleich koche ich Kaffee. Dann lese ich in Ruhe.“

Hoffentlich motiviere ich ein paar Blogleser mit meinen Texten. Sparen und Investieren ist eine feine Sache. Vermögend zu sein ist nicht schlecht.

Die Wissenschaft ist sich neuerdings sicher, dass die Zufriedenheit mit dem Vermögen zunimmt. Vor allem wenn das Vermögen selbst erarbeitet wurde. Hier ist das wesentliche Zitat aus dem Artikel:

„Die Forscher glauben, dass Reichtum die Zufriedenheit durch ein größeres Gefühl der Autonomie erhöhen kann. Je mehr Reichtum eine Person hat, argumentieren sie, desto mehr Freiheit haben sie, frei zu entscheiden, wie sie ihre Zeit verbringen.“

Wenn Warren Buffett, Mark Zuckerberg, Bill Gates, Oprah, Justin Bieber gestresst sind, machen sie folgendes:

  1. Leichter Stress kommt in ihr Leben.
  2. Sie schauen ins Depot.
  3. Sie lachen und machen weiter.

Ich frage mich, wie die Glücks-/Vermögenskurve bei Dir aussieht? Als ich in der Akkumulationsphase war und mein Nettovermögen kletterte, nahm die Erleichterung zu. Ich spare seit ich Jugendlicher bin. Mit 20, 25, 30, 35 Jahren kam mehr Wohlstand dazu. Es gab zwischenzeitlich Rückschritte. Aber die Richtung stimmte mittel- bis langfristig.

Je näher die finanzielle Unabhängigkeit rückt, desto lockerer siehst Du Probleme. Natürlich wirst Du Dich immer mal wieder ärgern und streiten. Es gibt keinen absoluten Traum. Jedenfalls fühlst Du Dich mit dem wachsenden Depot weniger als Lohnsklave, der versucht, sich durchzuschlagen. Du merkst, dass Du nicht ewig arbeiten musst. Du musst nicht arbeiten bis an das Ende Deines Lebens. Das ist erleichternd zu wissen. (Du kannst arbeiten, musst aber nicht. Entscheidend ist die Wahlfreiheit.)

Klar war die Zeit als Student schön. Es war zudem super in WGs gewohnt zu haben. Es kommt nicht immer auf die Depotgröße an. Ja, das geb ich zu. Als ich ganz wenig Zeug besaß, in den WGs in New York wohnte, fühlte ich mich extrem frei. Es lag daran, weil ich keinen Plunder besaß. Keine Möbel. Kein Auto. Kein Krimskrams. Wenig Kleidung. Und fertig.

Noch schöner war es, als ich 1 oder 2 Jahre alt war. Ich hatte keinerlei Verantwortung. Und besaß Null. Ich spielte den ganzen Tag.

Wenn Du etwas Motivation brauchst, können Dir solche Bücher helfen:

Minimalismus – Loslassen, um zu leben

Solche Ratgeber kannst Du bestimmt gratis in der Bücherei finden.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „So kommst Du voran. Es geht um die richtige Einstellung. Spar. Investier. Verzichte auf unnötige Konsumausgaben. Genieß Dein Leben mit weniger Plunder

  1. KievKiev

    @Tim

    Du schaffst es immer wieder aufs neue motivierende Beiträge zu demselben Thema zu liefern. Ein Sparplan über 500€ im Monat wird auch schnell zu einem schönen Vermögen. Vor allem wenn man früh beginnt. Man muss ja nicht gleich die Freiheit erreichen, aber ein Vermögen gibt einem mit seiner Höhe ein immer besseres Sicherheitsgefühl. Mein langfristiges Ziel ist es nur noch zu arbeiten weil ich es will und nicht weil ich es muss.

    Ein Haushaltsbuch kann ich jedem empfehlen. Man kann ja auch erst abschätzen wie viel Vermögen man benötigt, wenn man überhaupt weiß wie man sein Geld so ausgibt.

    Als beinahe Free Lunch zu dem Thema kann man doch einfach offiziell ein Haushaltsbuch über 3 Monate führen und wird dafür zumindest in meinem Bundesland mit 100€ belohnt:

    https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/EinkommenKonsumLebensbedingungen/EVS2018/Teilnahmeformular.html

    Da ich eh ein Haushaltsbuch führe sehe ich die Aktion als Free Lunch an. Es ist jetzt ein guter Zeitpunkt damit anzufangen. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen mit Aufschiebeproblemen.

     

  2. Hendrik

    Grundsätzlich finde ich natürlich, dass du in vielen Aspekten Rechts hast, Tim. Allerdings: Ist es wirklich für jedermann besser noch einen Nebenjob als Student anzunehmen ? Für mich stelle ich mir das doch sehr schwierig vor:

    Ich bin jetzt 22 und studiere dual Verwaltungswissenschaften. Von dem Einkommen, etwa 1050 netto kann ich 70% und mehr zurückzulegen, das macht mir nichts aus. Aber mein Studium, bei dem hauptsächlich in Niedersachsen an verschiedenen Landesbehörden arbeite, finde ich gräßlich langweilig. Ich mache lediglich damit weiter, weil ich gerade für meine Verhältnisse eine Menge Geld verdiene und um die Zeit zu überbrücken, bis ich mein Wunschstudium beginnen kann. In etwa 1 1/2 Jahren möchte ich dann mein Lehramtstudium beginnen. Wenn ich damit fertig bin (3 Jahre Bachelor + 2 Jahre Master) steht die Vorbereitungszeit als Referendar an. Dann verdiene ich etwa 1500€, bis ich nach 1 1/2 Jahren als richtiger Lehrer anfangen könnte. Dann bekomme ich wohl etwa 3000€ mit 29.

    Wir müssen uns den Zweck vor Augen führen, wofür wir die finanzielle Freiheit erlangen wollen. Es macht für mich kaum Sinn, wenn ich während des Studiums lausige 450€ bei Rewe an der Kasse verdiene und mir dafür den Arsch aufreiße. Ich kann natürlich jetzt noch nicht voraussagen, inwieweit mich mein nächstes Studium belastet, aber auf eine 6 Tage Woche (5tage studieren, 1 Tag arbeiten) kann ich verzichten.

    Nutze ich den Zinseszinseffekt nicht ? Jein. Ich werde ich doch diesen doch in 10 Jahren vielmehr nutzen. Meine Arbeit als Lehrer wird mich vieeeel mehr entlohnen als ein einfacher 450€ Job. Ich nutze quasi „den Zinseszinseffekt meines Humankapitals“. Ich verstehe den Sinn dahinter nicht, mich extrem dazu bemühen schon einfache Jobs im Studium zu machen, damit man den besser bezahlten späteren Job, der ein möglicherweise noch mehr Spaß macht, ein Jahr früher aufhören kann. Das rechnet sich doch nicht! Dabei besteht noch das Risiko durch Vernachlässigung des Studiums und damit später angefanger „richtiger“ Arbeit auch noch Geld zu verdienen. Das ist natürlich auch jetzt abzuwägen. Wenn im Studium Zeit bleibt, um zu arbeiten, kann man natürlich gerne Arbeiten. Aber viele Studenten sind schon mit ihrem Studium arg gefordert und schaffen keinen 10h Job nebenbei.

    Sparen am Konsum: ja gerne. Noch mehr Arbeiten, um für später zu sparen ? Für mich sehr grenzwertig!

  3. Daniel

    Passend dazu erschien gestern auf der WELT der folgende Artikel:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article173757495/Altersvorsorge-Rente-mit-70-Das-wird-nicht-reichen.html

    Es wird also schon mit 70 kritisch. Dies zeigt einmal mehr das Problem. Meines Erachtens geht es gar nicht darum ob man bis 65, 67 oder 70 arbeitet. Es sollte eher die frage sein ob ein Berufseinsteiger es schafft mit hoher Sparrate mit 40 oder 50 „soweit zu sein“. Dann sollte zumindest die Grundsicherung für einen minimalen Lebensstandard stehen ohne Äbhänigkeit zum Staat.

    Wer dann noch gerne 10 oder 20 Jahre mit individuellem Arbeitsbedarf draufpackt hat es meines Erachtens geschafft. Dann dürfte man auch gelassener auf solche Nachrichten reagieren. Unverständlich ist für mich wie man es auch heutzutage bei akzeptablen Lohn hinnehmen kann auf die Rentenversprechen hinzuarbeiten. Ja, die Rente wird wohl bleiben und man wird auch wohl irgendwie immer versorgt werden, dafür ist das Klientel der Rentnerparteien die wir 2040 und 2050 haben werden zu groß, aber es kann doch nicht ernsthaft das Ziel eines heute 20 jährigen sein noch 50 Jahre zu arbeiten.

     

  4. Mr. B

    Hallo Tim, danke für deinen Beitrag.

    Hallo Kiev, danke für den Hinweis. Ich hab mich zur Teilnahme direkt angemeldet.

    Grüße, Mr.

  5. Mr. B

    @OHI Verkäufer ( Leider weiß ich den Namen nicht mehr ; )

    Vor kurzem hat doch einer hier geschrieben, dass er seine OHI Anteile verkauft hat. Meine Frage dazu: Wurde dir der Verlust in den so. Verlust Topf gestellt? Dann könnte man seine zukünftigen (steuerlich) Dividenden gegenrechnen.

    Danke & Gruß, Mr. B

  6. Stefan Sommer

    Ich kaufe lieber einen Excel ETF statt einem „Word-ETF“. 😉
    Schreibfehler, einmal verbessern bitte. 🙂

  7. KievKiev

    @ Daniel

    Ich wundere mich warum dies gilt: „Als lebensstandardsichernd setzen die Autoren 85 Prozent des letzten, in der Erwerbsphase erzielten Nettoeinkommens an“. Das letzte Einkommen ist vermutlich das höchste über den gesamten Erwerbszeitraum betrachtet. Typische Lifestyle Inflation, außer bei Geringverdienern. Falls man eine Sparrate von z.B. 50% aufbringt so benötigt man folglich auch nur 50% für das Alter. Und das Vermögen ist hier noch nicht eingerechnet. Hier sieht die Rechnung dann schon wieder besser aus. Nicht vergessen sollte man ja auch, ob man überhaupt so lange arbeiten darf wie man kann. Ohne jetzt Ängste vor Jobverlusten durch Technisierung zu schüren ist es doch heute schon klar, dass man mit zunehmendem Alter für Firmen als Angestellter uninteressanter wird.

    Kann man eigentlich ohne Probleme ab jedem Zeitpunkt in Rente gehen? Also bei dem Beispiel mit 67 Jahren, kann man einfach ohne viel Aufwand mit 57 Jahren in Rente gehen und erhält dann bereits die Rente lediglich um 36% gekürzt? Das wäre doch sehr schön. Darf man dann auch nebenbei arbeiten, falls man an einem Hobby Geld verdienen sollte? Wird es dann berücksichtigt oder wie wird das verrechnet? Gibt es jemand mit Erfahrung?

     

    @ Mr.B

    Ich hoffe nicht, dass alle Leser bei der Aktion mitmachen. Für viele Leser stellt das Haushaltsbuch keinen Aufwand dar im Gegensatz zur Masse. Nicht, dass wir die Statistik verfälschen und die Politiker am Ende dazu bewegen uns mehr Geld abzuknöpfen.

  8. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Kiev; „Kann man eigentlich ohne Probleme ab jedem Zeitpunkt in Rente gehen?“

    Nein. Du kannst natürlich jederzeit aufhören zu arbeiten, aber Rente bekommst Du keine vorzeitig. Du zahlst dann natürlich auch keine Beiträge mehr, was die Höhe der Rente ab dem Anspruch dann auch noch nicht mehr weiter bringt.

    „Also bei dem Beispiel mit 67 Jahren, kann man einfach ohne viel Aufwand mit 57 Jahren in Rente gehen und erhält dann bereits die Rente lediglich um 36% gekürzt?“

    Geht nicht!

    Derzeit steigt das Alter für die Regelaltersrente stufenweise von 65 auf 67 Jahre. Wer ab 1964 geboren ist, für den gilt Regelaltersrente ab 67 Jahre.

    Man kann derzeit, wenn man 35 Beitragsjahre hat, mit Abschlägen ab 63 Rente bekommen. Es werden dann 0,3% pro Monat von der Regelrente abgezogen.

    Wenn man also mit 57 aufhört, dann bekommt man auch erst ab 63 gekürzte Rente, wenn man mit 57 bereits 35 Beitragsjahre hatte.

    Bei der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung bekommt man zu allem sehr gute Auskunft.

    Hier ein kurzer Abriss in einer Übersicht auf einer anderen Seite.

    Schönen Tag,

    MS

     

  9. Coco

    Luxemburg als Beispiel zu wählen, ist schon witzig. In Liechtenstein, Gibtaltar, den Kanalinseln und den Caymans dürfte es ebenfalls wenig Probleme mit Altersarmut geben.

  10. KievKiev

    @Matthias

    Danke für die Klarstellung. Dann gelten die Regelungen alle erst ab einem Mindestalter von 63. Und das auch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Mal sehen ob dieses Alter auch noch angepasst wird.

    Dann werde ich vermutlioch nicht ab diesem Zeitraum Rente in Anspruch nehmen können. Ich werde mich bei der Rentenberatung vorstellen, bevor ich aufhöre zu arbeiten. Vielleicht ist es ja doch mit ein paar Jahren Teilzeitarbeit möglich die Rente früher zu beziehen.

    Falls man es sich leisten kann und auch die Arbeitsjahre hat, so ist es zumindest rechnerisch gut vorzeitig in Rente zu gehen:

    Wenn man als Beispiel ein Jahr früher in Rente geht so erhält man die Rente bereits ein Jahr früher aber über die Lebenszeit um 3,6% vermindert. Folglich bekommt man erst ab einem Erreichen von 90,8 Jahren mehr Rente, wenn man länger gearbeitet hätte. Dies lohnt sich statistisch für die meisten. Das freie Jahr mal ganz außen vorgelassen. Natürlich muss man sich das leisten können, da die Rente üblicherweise unter dem Gehalt liegt.

    Ich rechne mit gar keiner Rente. Dafür habe ich unter anderem die finanziellen Ziele gesetzt. Alles was ich darüber hinaus erhalte betrachte ich als Geschenk oder zusätzliche Sicherheit, falls vielleicht einmal etwas schwerwiegenderes anders als Gedacht läuft. In dem Fall muss ich dann den Bleistift spitzen und genau rechnen.

  11. Ralf

    „Ohne jetzt Ängste vor Jobverlusten durch Technisierung zu schüren ist es doch heute schon klar, dass man mit zunehmendem Alter für Firmen als Angestellter uninteressanter wird.“

    Das ist leider in vielen Branchen der Fall. Ich spüre das selbst bei derzeitigen Probebewerbungen bereits im Alter von 40. Die Kohle stimmt einfach nicht oder man wird unter irgendwelchen Vorwänden gar nicht erst eingeladen.

    Digitalisierung und Co. bieten große Chancen, stellen aber durchaus auch eine größere Herausforderung für Arbeitnehmer dar. Die Meinungen gehen da weit auseinander wohin das alles führen wird.

    In diesem Blog wird viel über das Sparen gesprochen. Gut. Deutlich weniger jedoch über konkrete und praxisnahe Möglichkeiten, als Normalo sein Einkommen effektiv im Zeitalter von Internet und Digitalisierung zu steigern. Das darf gerne etwas mehr Raum einnehmen.

    Ich fände einen lebendigeren Austausch über mögliche Einkommensquellen hilfreich für uns alle. Auch z.B. im Rahmen einer nebenberuflichen Selbstständigkeit. Nicht jeder findet die Nische oder Geschäftsidee die er bräuchte.

    Bildung wird z.B. in der Politik gerne genannt um Jobverluste zu vermeiden. Gut. Was heißt das aber konkret? Bildungsanbieter sprießen wie Pilze aus dem Boden und als Arbeitnehmer verliert man da schnell den Überblick. Und die meisten Arbeitnehmer sind bereits gut qualifiziert, oft sogar überqualifiziert für die derzeitige Stelle.

    Die Hochschulen z.B. sind voll von Studenten und es ist künftig wohl mit einer Akademikerschwemme zu rechnen. Die Zeitarbeitsbranche mit schlechteren Gehältern jedenfalls wächst und gedeiht prächtig im Akademikerbereich (Anbieter wie z.B. Brunel oder Ferchau).

    Die wahre Mangelware dürften in Zukunft Handwerker-Berufe darstellen. Diese sind aber oft mäßig bezahlt und u.a. daher als Lehrberuf unbeliebter.

     

  12. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Kiev,

    die 63 wird wohl für die Jüngeren eh so schon eine Hürde darstellen, da ja heute kaum noch jemand bis 63 die 35 Pflicht-Beitragsjahre zusammen bekommt.

    Wenn ich auf den Sohn meiner Partnerin schaue… der hat jetzt mit 29 seinen ersten beitragspflichtigen Job nach Studium mit Master angefangen. Dann ist er, wenn er durchgehend pflichtversichert bliebe, nach 35 Jahren schon 64. Gut, auch noch besser als 67. Aber bis dahin ändert sich alles sowieso noch grundsätzlich. So würde ich gar nicht planen.

    Es kommt eben auch auf den Typ Mensch an. Wenn ich kein geborener Unternehmer, bzw. Selbständiger bin, dann muss ich schauen, mich so gut wie möglich (aus-) zu bilden, und mit gut bezahlten Jobs so viel wie möglich selbst auf die Seite zu legen, aber die gesetzliche Rente dann doch im Auge behalten.

    Wenn man keine Rente zu erwarten hat, dann muss man richtig Gas geben, bzw. ein sehr gutes Business haben. Und dann wirklich so vernünftig sein, sich sein Alter zu sichern. Weiß nicht, wie viele Selbständige das machen.

    Aber ich denke, der politische Druck wird mal dermaßen groß werden, da lässt sich das Rentensystem so nicht halten (mit den Kürzungen). Es ist ja seit vielen Jahren sowieso nicht gedeckt, alles eine Frage der Verteilung. Da müssen eben noch mehr Milliarden aus dem Etat statt in andere Posten eben in Richtung Rente gehen. Problem ist nur, wenn man nirgends mehr umleiten kann, denn Bildung/Soziales müsste mehr bekommen (siehe verrottende Schulen), Wehretat ist ja auch nicht üppig, wenn kaum noch eine funktionierende Armee besteht usw.

    Irgendwann wird man dann doch Fragen stellen müssen, die heute noch als ketzerisch gelten. Z.B. ob es Naturgesetz ist, dass Multimilliardäre durch den „Totengräber des Finanzsystems“, genannt Zinseszins, immer noch mehr Milliarden anhäufen müssen, usw. Also die Einnahmenseite verbessern, statt Umverteilung (Bundeshaushalt 2017).

    Oder es muss eben dann zwingend doch wieder einen Reset des Systems geben, wenn man es so beibehalten will, dann fängt es für paar Jahrzehnte wieder von vorn an. Wie schreit es immer auf der Kirmes aus dem Lautsprecher? „Neue Runde – Neues Glück!“

    Egal was kommt, immer schön auf sein Geld aufpassen, wie der Nils G. so schön in seinen Videos sagt.

    MS

     

  13. gg

    @ Kiev

    in welchem Bundesland wohnst du und wo kann man sehen, ob es für die Teilnahme für 3 Monate 100 € gibt?  Muss man nochmehr machen? Man muss ja Telefonnummer etc angeben.

  14. Benedikt

    @Tim: Wieder ein motivierender Blog-Beitrag, der mir auf meinen Weg aus dem Hamsterrad hilft! Vielen Dank dafür! Es macht mir immer wieder sehr viel Freude, Deine Beiträge und die spannenden Diskussionen hier im Kommentarbereich zu lesen.

    @Ralf: Vor einem halben Jahr bin ich im Forum von Mr. Money Moustache fündig geworden (https://forum.mrmoneymustache.com/entrepreneurship/who-has-a-side-gigjob-that-brings-in-extra-cash-share-with-us!/).

    Seit 4 Monaten arbeite ich jetzt neben meinem Hauptberuf noch ca. 10-15 Std. in der Woche in einer Nebentätigkeit. Im Rahmen dieser Nebentätigkeit bewerte ich primär die Qualität und Relevanz von Suchmaschinenergebnissen. Ich arbeite für ein US-Unternehmen(hier gibt es z.B. Lionbridge, Leapfore etc) und logge mich für die Arbeit von zuhause über eine Webseite ein.

    Ich denke dieser Nebenjob macht Sinn, wenn man gerne viel liest (in Deutsch und Englisch); einem analytische Aufgaben, Recherchen und das arbeiten am  Computer nichts ausmachen.

    Um in das Programm aufgenommen zu werden, muss man einige Prüfungen bestehen. Für die Vorbereitung und Durchführung der Prüfungen habe ich damals ca. 5 Tage gebraucht. Diese Zeit wird leider nicht vergütet.

  15. KievKiev

    @ Ralf

    Ich kann Dir leider keine Tipps geben was Du am besten für Dich machen kannst. Aber einen Blog und Forum über Wege wie man bei dem Eigenheim Geld sparen kann. Wann lohnt sich ein Austausch von Fenstern. Was muss man beachten (Schimmel Ecken). Kann man vielleicht selbst etwas machen (Rolladen tauschen und Kasten dämmen (hier könnten direkt DIY Anleitungen verlinkt sein)). Wie stark lohnt sich diese Maßnahme. Die Hauspreise sind unbestritten gestiegen. DIY und Baumärkte florieren, auch da Handwerker ausgebucht sind, oder sich die Leute nach dem Kauf nicht mehr leisten können  oder wollen. Man kann auch sehr schöne Möbel ohne viele Kosten selber aufarbeiten. Dazu könntest Du Beispiele bringen usw.

    Banken möchten dem Kunden langfristige Kredite bei Bonität vermittelt. Firmen möchten natürlich Maßnahmen durchführen. Einen unabhängigen Blog mit Fachwissen (Du bist doch Sachverständiger) könnte doch einen guten Beitrag leisten. Dann machst Du Werbung gezielt für Banken und Baumarkt Sektor usw. Aber das wird automatisch geschaltet, so dass Du unabhängig bleibst.

    Du könntest auch Projekte an einem Beispiel durchgehen. Wie ein typisches 70er Jahre Haus. Worauf sollte man achten. Du könntest auch mit der Wärmekamera einmal die typischen Schwachstellen zeigen und auch mal auf den Tisch legen was sich lohnt und was nicht. Vor allem aus finanzieller Sicht.

    Du könntest ja auch mal die Dämmung analysieren. Was kostet sie in einem konkreten Beispiel. Wie viel Ersparnis kann man damit erwarten. Wenn man anstatt dieser Investition Sondertilgungen durchführt, was kommt hier im Vergleich heraus? Mal abgesehen von dem geringeren Risiko der Anschlußfinanzierung.

    Ich vermiete ja als Beispiel ein Ferienhaus. Das mache ich über ein Webportal meist an deutsche Kunden. Hier zahlen alle Anbieter einen fixen jährlichen Beitrag. Es ist auch möglich Premium Anbieter zu werden. Dafür muss man nicht genau bezifferte Punkte erreichen (intern wie Schufa). Ich habe seid heute alle Punkte (die mir zumindest angezeigt werden) auf hervorragend stehen.  Trotz meiner sehr guter Bewertungen hatte ich not/Available bei Bewertungen stehen. Ich habe nach zweimaliger Kontaktaufnahme erreicht, dass meine Bewertungen verwendet werden. Jetzt ist alles perfekt. Ob ich Premium Partner werde und dadurch eventuell ca. 1000€ mehr im Jahr verdiene kann ich nicht sagen. Ich habe jedenfalls alles dafür gegeben um es zu ermöglichen. Ich habe auch schon nachgefragt wie ich mich noch Verbessern kann um einen noch besseren Auftritt hinzulegen (blabla). Du musst am Ball bleiben.

    Falls Du nebenberuflich etwas aufbauen willst so sollte es Spaß machen. Dann ist es ja nicht schlimm, wenn dabei nicht viel herauskommt. Nehmen wir an Du machst so einen Blog, es macht Spaß. Du bringst neue Beiträge und bildest Dich in neuen Bereichen am lebenden Objekt fort. Ich kann nicht sagen, ob Du damit eventuell auch im regulären Job erfolg haben könntest, aber mir wäre ein Angestellter lieber, der sich nebenbei weiter mit Jobverwandten Themen aus Freude beschäftigt als ein anderer, der sich mehr mit den bisher erreichten Rentenpunkten auseinandersetzt 😉 hust

    @ Matthias

    Selbstständigkeit hätte mir gefallen. Ich habe leider kein passendes Gebiet gefunden. Ich habe sogar einmal ein Gewerbe gegründet und etwas versucht. Immobilien machen mir am meisten Freude, aber hier begrenzen Risiko und Preise meine Möglichkeiten. Ich verdiene zu gut und das Ziel ist zu Nahe um ins Risiko zu gehen. Ich bin verwöhnt und überlasse das Feld anderen mit mehr Willen.

    @gg
    Ich komme aus BW.
    Du bekommst ein Schreiben zugeschickt, falls Du ausgewählt wirst. Da standen dann die 100€. Den Tipp habe ich selbst erhalten. Die 100€ hatte ich vorher nicht entdeckt. Das Haushaltsbuch habe ich auch noch nicht bekommen. Du musst noch Angaben zu Einkommen usw. machen.
    Bei EVS stand es nur allgemein:
    „Wir bitten insbesondere um die Mithilfe von weiteren

    Paarhaushalten mit Kindern
    Alleinerziehendenhaushalten
    Mehrgenerationenhaushalten
    Haushalten von Selbstständigen oder Landwirten
    Haushalten von Arbeitern
    Haushalten von Nichterwerbstätigen (ausgenommen Rentnern/Pensionären)
    Haushalten mit einem Nettoeinkommen unter 1 700 Euro
    Als Dankeschön für Ihre Teilnahme erhalten Sie eine Geldprämie“

  16. Mattoc

    Sehr guter Arikel, Tim. 🙂
    Aktuell ist wieder Zeit für die Steuererklärung 2017 in Deutschland.
    Viele freuen sich auf die Steuerrückzahlung in Höhe von 1000 Euro bis 2000 Euro und berichten dann davon, was sie sich kaufen werden: Urlaub, Smartphone, neues Bike…keiner sagt: ETF-Anteile…;-)

  17. David

    Einer der Gründe, weshalb viele Menschen verschuldet sind oder zumindest kaum gross ein Vermögen aufweisen können, liegt meines Erachtens auch (oder vor allem) an der fehlenden finanziellen Intelligenz. Zwar haben sicherlich die meisten Personen schon davon gehört, dass man mit Geld mehr Geld machen kann, doch ist den wenigstens wahrscheinlich bewusst, was man mit Sparsamkeit und gleichzeitiger Investition alles erreichen kann. Den meisten Menschen fehlt wohl die Vorstellungskraft, was aus einem kleineren Betrag einmal werden kann, weshalb viele dann eine „Wieso sollte ich sparen? Ich werde es ohnehin nie zu einem grösseren Vermögen schaffen!“-Einstellung an den Tag legen…

    @Tim:

    Ich wollte mir schon lange einmal einen Reiskocher zulegen und habe nun endlich einen solchen gekauft, weil ich durch einen deiner letzten Artikel motiviert wurde. 🙂

  18. Daniel

    Die Hochschulen z.B. sind voll von Studenten und es ist künftig wohl mit einer Akademikerschwemme zu rechnen. Die Zeitarbeitsbranche mit schlechteren Gehältern jedenfalls wächst und gedeiht prächtig im Akademikerbereich (Anbieter wie z.B. Brunel oder Ferchau).

    Sind denn die Studenten die auf den Markt kommen denn überhaupt die, die der Markt braucht? Meines Erachtens dürfte es da eine sehr große Differenz geben. Ich sehe z.B. bei den MINT Fächern kein Überangebot, eher im Gegenteil. Andere Berufe die sich um „Soziales“ ranken eher zuviel des Guten.

    Viele freuen sich auf die Steuerrückzahlung in Höhe von 1000 Euro bis 2000 Euro und berichten dann davon, was sie sich kaufen werden: Urlaub, Smartphone, neues Bike…keiner sagt: ETF-Anteile…;-)

    Davon wird die jährliche Stromrechnung gedeckt 😉

  19. Ralf

    „Ich sehe z.B. bei den MINT Fächern kein Überangebot, eher im Gegenteil.“

    Fachkräftemangel ist zwar in gewissen MINT-Bereichen partiell vorhanden. Zu großen Teilen gibt es jedoch auch dort kein Fachkräftemangel. Es ist ein Märchen! Die Studentenzahlen sind recht hoch im MINT-Bereich. Sogar das Manager-Magazin hat sich zum Fachkräftemangel deutlich geäußert:

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/das-maerchen-vom-fachkraeftemangel-a-1136647.html

    Viele Probleme sind wohl eher durch Firmen und Branchen hausgemacht (schlechte Bezahlung, nur zu nahezu 100 % passende Bewerber gesucht etc.). Ein guter Indikator für Knappheit sind die Löhne. Und die Gehälter im Ingenieurbereich sind so stark nicht gestiegen wie oft angenommen. Einige Branchen kämpfen sogar mit stagnierenden Gehältern.

  20. Thorsten

    Irgendwann wird man dann doch Fragen stellen müssen, die heute noch als ketzerisch gelten. Z.B. ob es Naturgesetz ist, dass Multimilliardäre durch den „Totengräber des Finanzsystems“, genannt Zinseszins, immer noch mehr Milliarden anhäufen müssen, usw. Also die Einnahmenseite verbessern, statt Umverteilung (Bundeshaushalt 2017).

    1. natürliche Personen sterben, sie können es an ihre Nachkommen vererben, die sterben auch irgendwann. Die Geschichte zeigt, das reiche Familien ihren Krempel irgendwann wieder verlieren. Dauert manchmal ein paar Generationen, dann ist es durchgebracht und wieder im Kreislauf.

    2. Daher : auf die Konzerne schauen, dort ist es komplett Wurst ob jemand stirbt , dann wird er  ersetzt. Die Konzerne haben heute schon fast mehr Macht als die Nationalstaaten in ihren Grenzen, Konzerne sind grenzenlos . Hier wird kummuliert und dahin wird umverteilt und nix geht mehr raus. Und weil der Staat an die Konzerne nicht rankommt, geht er ebn an die Familienunternehmen über die Erbschaftssteuer natürlicher Personen und melkt die. Das Thema kommt alle Jahre wieder hoch – von links, da fehlt jegliche ökonomische Sicht.

  21. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Kiev

    Danke für den Hinweis mit dem Haushaltsbuch. Coole Sache!

     

    @ Hendrik

    Ein Nebenjob macht dann vor allem Sinn, wenn Du dazu lernst. Es kann ein Assistentenjob an der Uni sein. Ein bezahltes Praktikum. Aber nicht unbedingt im Edeka das Regal auffüllen. Versuche immer etwas zu lernen. Den Horizont erweitern oder etwas soziales tun.

    Andere Möglichkeiten sind Webdesign, Sekretariat aushelfen, Stiftung, Sportverein….

    @ Daniel

    Danke für den Link zur Rentenlücke. Das ist schon alarmierend. Aber die Menschen sind so uneinsichtig. Es wird zu wenig investiert.

    @ Mr. B

    @ Benedikt

    @ Robert

    @ Mattoc

    Merci!

     

    @ David

    Gratulation zum Reiskocher. Das ist super. In Chinatown sind die Leute so dünn. Sie machen einen gesunden Eindruck auf mich. Gemüse mit Reis ist eine feine, gesunde Sache:

    http://www.t-online.de/gesundheit/ernaehrung/id_82536804/was-der-allrounder-reis-fuer-die-gesundheit-leisten-kann.html

  22. StefanStefan

    @ Matthias Schneider

    Sag mal du kennst dich doch mit Captrader aus…

    Verlangen die so eine Art Strafgebühr wenn man nicht „tradet“?

    Anders gefragt: eignet sich Captrader auch wenn man buy and hold betreiben möchte?

    Und noch eine Frage hätte ich: verlangen die Gebühren für die jährliche Aufstellung fürs Finanzamt?

    Das schreckt mich nämlich ab bei den Schweizer Brokern…

    Danke schon mal.

  23. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan,

    ich bin nicht bei Captrader, sondern bei Lynx. Habe aber gerade folgendes gefunden:

    Inaktivitätsgebühr: „Hat das Depot am letzten Tag des Kalendermonats einen Depotwert von unter USD 1000, wird eine Gebühr in Höhe von USD 1,00 zu Beginn des Folgemonats in der Basiswährung des Depots abgezogen, falls keine Trades durchgeführt wurden. Marktdaten und Zinsen werden nicht als Kommissionen von Trades gezählt.“

    Damit sollte man leben können. 😉

    „verlangen die Gebühren für die jährliche Aufstellung fürs Finanzamt?“

    Ich habe mir vorhin bei Lynx gerade den Dividendenbericht und den Jahresbericht des Depots ausgedruckt. Mehr brauche ich nicht. Die sind bei den Dokumenten hinterlegt. Ich markere die Summen und reiche es dann so ein. Nur gekürzt auf die relevanten Seiten. Macht 4 Seiten bei mir.

    Gruß

    MS

  24. Ralf

    Warum sind eigentlich bekannte dividendenstarke Tabakwerte wie BAT oder Altria in letzter Zeit so abgerutscht, wer weiß mehr?

  25. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan,

    ich übertrage eigentlich nur die (für die Steuer bereinigten, also abzüglich von Return of Capital etc.) Summen in der Jahresendabrechnung, die am Schluss unterm Strich steht bei „realisiertem Gewinn“ des Depotauszuges steht, und des Dividendenreports. Das ist ja der wesentliche Cashflow.

    Hier in dem PDF zur kürzen Demo habe ich allerdings noch die paar Euro Zinsen vergessen, die ich für verliehen Aktien plus habe.

    MS

  26. Ex-Studentin

    Hi Tim,

    ich kann bestätigen, dass Krisen beim Sparen helfen. Im Nachhinein tut es mir leid, wie viel Unnützes unsere Eltern für uns gekauft haben. Als Kind will man das aus der Werbung oder das, was die beste Freundin auch hat. Meine Eltern haben versucht, ihre finanzielle Situation vor uns und anderen zu verheimlichen. Dabei merkt man selbst als Kind den Stress, den eine kaputte Waschmaschine oder eine Zahnarztrechnung verursacht. Ständige Existenzangst. War keine schöne Zeit für meine Eltern und als Erwachsene habe ich mich nachträglich noch mehr mit der Situation befasst. Mit Kindern hat man es schwer. Wenn ein Gehalt nicht reicht oder das Gehalt der Frau für die Kinderbetreuung verschlungen wird. Ich wollte mal früh Kinder, aber jetzt spare ich lieber und versuche einen Job zu finden, der sich mit Kindern vereinbaren lässt. Wo man auch mal zuhause bleiben kann, wenn eins der Kinder krank ist. Wo ich meine Kinder pünktlich vom Kindergarten abholen kann. Ich beneide Leute, wo der Mann 3k netto nach Hause bringt und die Frau freiwillig ein paar Euro dazu verdient, nicht weil sie es muss.
    Deswegen muss man in jungen Jahren so viel sparen, wie es geht. Einen guten Job anstreben.

    @Ralf
    Das mit dem Fachkräftemangel ist auch in meiner Branche so eine Sache. Die guten und erfahrenen Leute fehlen. Große Unternehmen locken mit hohen Gehältern. Als kleine Firma kannst du nur das nehmen, was übrig bleibt. Man kann irgendwann nicht mehr effektiv arbeiten. Zumal Techniker und Studium kein Qualitätssiegel sind. Du kannst trotzdem Leute bekommen, die nicht mal Einheiten richtig umrechnen können, geschweige denn was in ihrer Schule was Praxisrelevantes gelernt haben. Alle haben nun Projektmanagement, Qualitätsmanagement oder sonst was in der Schule. Viele wollen am liebsten direkt Führungskraft werden und erwarten trotzdem, dass man ihnen genau sagt, was sie zu machen haben.

  27. Ralf

    „Ich wollte mal früh Kinder, aber jetzt spare ich lieber und versuche einen Job zu finden, der sich mit Kindern vereinbaren lässt. Wo man auch mal zuhause bleiben kann, wenn eins der Kinder krank ist. Wo ich meine Kinder pünktlich vom Kindergarten abholen kann. Ich beneide Leute, wo der Mann 3k netto nach Hause bringt und die Frau freiwillig ein paar Euro dazu verdient, nicht weil sie es muss.“

    Ich drücke dir die Daumen. Aber schiebe einen Kinderwunsch nicht zu lange vor dir hin. Einen idealen Zeitpunkt gibt es dafür eh nicht. Ein Job zu finden der sich damit vereinbaren lässt ist schwierig. Viele Firmen haben Vorbehalte gegen Mütter. Meine Frau kann ein Lied davon singen. Sie schreibt Bewerbungen, in Vorstellungsgesprächen kommen dann häufig Bedenken der Personaler wegen der Kids und Betreuung. Obwohl unsere schon größer sind. Echt der Hammer was Mütter da aushalten müssen.

    Gäbe es echten Fachkräftemangel würden Firmen auch mehr Homeoffice anbieten um z.B. Müttern einen Job zu ermöglichen. Alles Lüge um Billiglöhner zu bekommen. Eigentlich gibt es nur eine Berufsgruppe, bei der sich momentan offenkundig die ganze Republik bzgl. Fachkräftemangel voll einig ist: Die meist schlechter bezahlten Pflegeberufe…

  28. Thorsten Rohweder

    …und Erzieher…die könnten sich die Kita,,in der sie arbeiten für die eigenen Kinder von ihrem Gehalt gar nicht leisten. Es läuft was falsch in diesem Land…

  29. Anna L.

    @ Kiev

    Wir waren beide schon mehrere Jahre vor Renteneintritt zur Beratung bei der DRV. Beratung war sehr gut, es gibt schon Möglichkeiten, die man nicht unbedingt überall lesen kann.

    Dir würde ich empfehlen, mal einen unabhängigen Rentenberater zu konsultieren, der kosten zwar Geld, kann Dir aber Wege aufzeigen, wie Du am besten über die Zeiten bis zur Rente kommst. Es kann sogar das Datum des Rentenantrages wichtig sein, und zwar ob man dann gesetzlich oder privat krankenversichert ist. Hätte ich nicht für möglich gehalten.

    Viele Grüße

    Anna

     

  30. Felix

    @Anna

    In der Tat, da gibt es seltsame Dinge und Termine, die kein Mensch kennt. Qualifizierte Beratung einzuholen, ist hier besonders wichtig, um nicht irgendetwas zu verpassen.

  31. KievKiev

    @ Anna

    Ich habe in vielleicht 11 Jahren vor eine Beratung durchzuführen. Aktuell bin ich noch U40. Das ist noch etwas früh. Falls ich aber erst einmal in Teilzeit weiterarbeiten möchte schiebe ich es vielleicht noch weiter auf. Bis es konkreter wird. Vielleicht bin ich ja dann auch selbstständig mehr oder weniger tätig. Kann ich noch nicht abschätzen.

  32. Ralf

    Auch solche gibt es natürlich. Aber ich kenne echt einige Familien, die wirklich sparsam leben und trotzdem kaum über die Runden kommen. Zwei Stichworte: Niedrige Gehälter und steigende Wohnkosten.

    Ich kann derzeit bei Probebewerbungen auch ein Lied davon singen. In Heidelberg habe ich mich auf eine interessante Stelle für einen Projektleiter (erfahrener Ingenieur gesucht) bei einem der größeren Arbeitgeber der Region (ca. 3000 Leute) beworben. Man wollte mir mit Berufserfahrung und Verantwortung für Millionenprojekte max. 40.000 € zahlen.

    Es läuft ganz gewaltig was schief in diesem Land. Ein befreundeter Informatiker hat mir ähnliches berichtet. Auch im IT-Bereich ist also nicht überall alles rund. Mich wundert es nicht, dass junge Menschen wegen der Kohle gerne in Richtung Schweiz abhauen.

    Ich höre von immer mehr Freunden, die händerringend nach einer Möglichkeit für einen Nebenjob, am besten zuhause am PC suchen.

    Als Single steckt man solche Durstphasen meist leichter weg, auch wenn es da sicher nicht immer einfach ist. Mit Familie kann das aber schnell haarig werden. Und Kinder werden bei etlichen Arbeitgebern als hinderlich angesehen. Viele Mütter mit Jobwunsch können ein Lied davon singen.

    Bei vielen kommen solche Kommentare gerne als Gejammer rüber. Mag sein. Ändert aber nichts an den Fakten. Viele Leute bekommen trotz angeblichen Fachkräftemangel und recht guter Bildung keinen vernünftig bezahlten Job mehr und wandern dann in schlechter zahlende Zeitarbeit.

    Fakt ist: Absolventen mit einem Master-Abschluss sind zu 25 Prozent befristet beschäftigt, Bachelor-Absolventen zu 21 Prozent. Häufig beim Staat, welcher eigentlich Leute braucht um z.B. Brücken und Straßen zu sanieren. Also damit auch angeblich gesuchte MINT-Leute. Hier soll wohl angeblich endlich etwas gegengesteuert werden. Abwarten:

    https://www.focus.de/finanzen/experten/iwkoeln/koalitionsverhandlungen-nicht-die-firmen-missbrauchen-befristete-vertraege-sondern-der-staat_id_8365665.html

    Und wer bereit etliche Berufserfahrung hat und einen Job sucht gilt oft als zu alt oder zu teuer oder beides.

  33. Claus

    @ Ralf

    Die Tabakkonzerne sind im Wandel und setzen immer mehr auf rauchfreie Produkte (Flüssigverdampfer, Tabakerhitzer…). Zudem plant die US-Gesundheitsbehörde den Nikotingehalt in „normalen“ Glimmstängeln deutlich nach unten zu regeln. Zusätzlich war die Bewertung vor den Kursrutschen relativ hoch.

    Die rückläufige Anzahl der Raucher in den Industrieländern fangen die Konzerne recht gut mit regelmäßigen Preiserhöhungen ab und guten Verkäufen in Schwellenländern. Die Zahlen der Konzerne waren recht ordentlich.

    Da Momentan mal wieder die Angst regiert, habe ich gestern meine BAT-Position direkt nach der Veröffentlichung der guten Zahlen und dem anschließenden Ausverkauf fast verdoppelt (48,25 € Kaufkurs). 3% Div. nach Steuern!

    LG

  34. Ralf

    Danke für die Info, Claus. Ich habe gestern ebenfalls einen kleinen Posten BAT-allerdings gehebelt und damit zum zocken- gekauft. Mittlerweile schon 30 Prozent im Plus.

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