Mit der richtigen Einstellung machst Du Fortschritte: Lenke Deine Gedanken und Gewohnheiten ins Positive


New York, 16. Juli 2018

Ich gehe gerne Joggen und Schwimmen.


Ich habe immer versucht, mein Geld so schnell wie möglich wegzulegen. Es floss gleich ins Depot. Wenn es zu lange in meinem Girokonto wartete, war das nicht förderlich. Es ist ratsam, überschüssiges Geld auf dem Girokonto zügig abzuziehen. Sonst sieht es aus, als ob Du „zu“ flüssig bist. Sobald mein Girokonto zu üppig wird, geht eine Überweisung ins Depot. Es fühlt sich an, als hätte ich kein „Extra-Geld“ zum Auszugeben, obwohl ich es hätte. Ich leb trotzdem ein sehr komfortables Leben – wohlgemerkt weit unter meinen Möglichkeiten.

Wir haben in Deutschland, Österreich und der Schweiz explodierende Wohnkosten. Die Löhne stagnieren in vielen Branchen, sie steigen allenfalls im Gleichschritt mit den Lebenshaltungskosten (Miete, Essen, Mobilität). Also bleibt unterm Strich für Arbeitnehmer nichts – trotz des Wirtschaftsbooms.

Zwar werden die Arbeitszeiten immer flexibler, aber die Belastungen für die Arbeitnehmer nehmen zu, wie Studien zeigen. Angesichts dieser Situation ist es schwer sich finanziell über Wasser zu halten. Zumal wir von Werbung bombardiert werden. Unser Umfeld übt Druck auf uns aus. Es will, dass wir wie sie konsumieren. Konsumenten geben frivol ihr Einkommen aus.

Du musst wissen: Wenn Du nicht die wichtigen Entscheidungen in Deinem Leben selbst triffst, dann macht das jemand anders für Dich: Die Werbung, die Kollegen, die Freundin/Freund, der Staat… Das, was dann bei rauskommt, ist nicht gut für Dich.

Es gibt eine Lösung für das Problem. Du reduzierst radikal Deine Lebenshaltungskosten. Du fragst Dich:

„Ist diese Jacke für 250 Euro wirklich nötig? Brauche ich diese Schuhe für 180 Euro, die ich vier Mal trage? Weil sie drücken bei den zehn Stunden im Job, landen sie eh für immer im Schrank. Muss ich jedes Wochenende ins Einkaufszentrum? Ich habe doch alles, was ich brauche. Mein Kleiderschrank ist eh überfüllt.“

Luxusgüter wie Autos, PayTV, Massagen, Pediküre, teure Fitnessclubs, Restaurants oder neue Smartphones meidest Du (nach Möglichkeit) wie die Pest. Du lebst auf kleinem Wohnraum nahe bei der Arbeit. Du tilgst all Deine Schulden. Du sparst 30, 40 oder 60 Prozent Deines Einkommens. Du ziehst das für ein gutes Jahrzehnt (oder länger) durch. Du investierst klug. Du gehst in günstige ETFs. Oder Aktien.

Ob die Börse steigt oder fällt, Du lässt Dich nicht verrückt machen. Wenn die Börse an einem Tag um ein Prozent sinkt, ist das kein Weltuntergang. Es ist kein Bärenmarkt, nichts passiert, es ist normal. Ein Markt, der um drei oder fünf Prozent in einem Monat sinkt, ist nur ein Pullback, es ist normal. All die warnenden Artikel (Clickbait) kannst Du vergessen. Wenn die Arbeitslosigkeit steigt, Entlassungen beginnen, sinkende Unternehmensgewinne gemeldet werden, hat das bald einen Einfluss auf die Konsumenten. Deren Konsumnachfrage nach Gütern schrumpft in der Folge. Du sparst einfach weiter in ETFs oder Aktien. Stur weiter. Jede starke, stabile Firma ist nur eine Kaufgelegenheit, wenn die Kurse sinken. Hast Du etwas Cash übrig, bieten sich gerade in Krisen einmalige Investitionsmöglichkeiten.

Irgendwann kannst Du von Deinem Kapitaleinkommen leben. Dann kannst Du der stressigen Arbeitswelt auf Wiedersehen sagen. Du machst vielleicht Dein Hobby fortan zum Beruf. Du reist um die Welt. Dieses Jahr reiste ich nach Texas (Austin/Houston), Louisiana (New Orleans), London, Nizza, Georgia (Atlanta), Florida (Naples), Washington DC, Alabama (Birmingham), Connecticut (Rowayton), Pennsylvania (Pittsburgh). Entweder reise ich mit der Familie oder mit Freunden. Selten allein. Die eine oder andere Reise war berufsbedingt. Nun stehen noch bis Silvester folgende Stationen auf der Agenda: Tschechische Republik, Norwegen (Oslo, Bergen), Dänemark (Kopenhagen, Aero), Portland (Oregon), Seattle (Bundesstaat Washington), Athen. Sorry für die Angeberei. Zum Großteil reisen wir sehr günstig. Wir übernachten bei der Verwandtschaft. Wir buchen billige Familienpensionen. Wir nutzen Airbnb.

Du kannst es in die Freiheit schaffen. Du musst nur die Spar-Prinzipien umsetzen. Ich erhalte jeden Tag von Lesern Emails, welche Aktie/Fonds sie gerade aufstocken. Es gibt einige Leser, die 70 Prozent ihres Einkommens sparen. Sie sind motiviert. Sie wissen: Nicht 5 Euro auszugeben ist besser als 5 Euro zu verdienen. Die gesparten 5 Euro sind bereits versteuert, wohingegen die 5 Euro an Mehreinkommen noch nicht versteuert wurden.

Orientiere Dich an zufriedenen Menschen. Sie haben Einfluss auf Dein Wohlergehen. Die „New York Times“ berichtete kürzlich auch über das Thema des Pessimismus versus Optimismus. Vermeide Menschen, die sich in der Opferrolle sehen. Sie sind nicht hilfreich. Klar sollte Dein Umfeld ehrlich und offen sein. Klar sollte man nicht blind optimistisch sein. Aber purer Pessimismus ist nicht gut.

Die reichste Familie Deutschland, die Reimanns aus Mannheim, leben bodenständig. Sie fahren normale Autos, sie leben in normalen Reihenhäusern. Ohne Luxus. So wie die Albrecht-Brüder oder die Familie von Warren Buffett. Die Milliardäre wissen, dass der Saus und Braus einen nicht zufriedener macht. Im Gegenteil. Hier ist eine coole Dokumentation über die Reimanns zu sehen. Es ist verblüffend wie „normal“ diese Milliardäre leben.

Ich schlug nach dem Erreichen der Freiheit eine freiberufliche Laufbahn ein. Das ist ohne Druck zu machen. Mir macht es viel Spass. Du kannst das Arbeitspensum steuern. Ich nehme auf meine Reisen den Laptop mit. Fertig! Ich kann von überall arbeiten – solange es einen Internetanschluss gibt. Ich kann viel arbeiten oder weniger arbeiten.

Ich habe keine Konsumschulden. Ein üppiges Depot. Ich leb von den Dividenden, meiner freiberuflichen Tätigkeit und einer kleinen Mieteinnahme. Ich besitze weder Plunder noch ein Auto. Ich nehme den ÖPNV, meine Beine. Ich gehe praktisch nie ins Restaurant. Ich koche. Ich genieße das Lesen, Joggen, Schwimmen. Das Verrückte ist: Ich habe viel Geld gespart. Trotzdem ist mein Lebensstil unendlich besser geworden. Ich hab weniger Stress. Ich hab weniger Kram. Ich habe keine Stauräume. Ich besitze ganz wenig Dinge.

Du brauchst weniger Geld, als Du denkst. Einfach die Bekleidungsläden, Restaurants, Bars, Kinos, Cafés, Einkaufszentren und Amazon meiden. Da kommt einiges zusammen. Je mehr Zeit Du hast, desto weniger Geld brauchst Du, weil für Dich der ganze Konsumwahn keine Rolle spielt. Es ist nebenbei bemerkt viel gesünder auf den Konsumwahn zu verzichten.

Wenn Du nicht ins Büro musst, brauchst Du kein Auto/Bahn. Du brauchst keine schicke Garderobe. Ich habe Zeit, um meine Bedürfnisse auf kreative Weise zu erfüllen. Ich sammle zum Beispiel entlang am East River Hagebutten und mache eigenen Tee. Das macht Spass. Mit den Nachbarn habe ich das Ausleihen, Tauschen und Teilen perfektioniert. Wenn Nachbarn ein Möbelstück übrig haben, setzen sie es im Hochhaus auf das Internet-Portal – oftmals für lau. Oder sie sagen mir direkt Bescheid: „Hey, brauchst Du einen Teppich. Wir haben hier ein Ausstellungsstück, das wir nicht brauchen.“

Designer-Anzüge, Protz-Autos und Luxus-Handtaschen machen Menschen nicht wirklich zufriedener. Aber jeden Tag ohne Wecker aufzuwachen, schon. Hast Du mehr Zeit, kannst Du Dich intensiver um Deine körperliche Aktivität kümmern. Ich gehe oft joggen.

Blogger „Mr. Money Mustache“ ist mein Vorbild. Mit 30 Jahren ging er in die Freiheit mit Frau und Sohn. Er hatte damals 600.000 Dollar im Depot. Weil er so clever ist mit seinem Blog, schätzt seine Community, dass er über fünf Millionen Dollar Privatvermögen haben muss. Der Blogger sagt im Prinzip: Wenn Du Deine Ausgaben für optionale Dinge wie teure Autos oder Restaurants und Benzin reduzierst, kannst Du mehr Freizeit erhalten. Du reduzierst den Stress. Dein Leben lenkst Du in wichtigere Bereiche wie Freundschaften, psychischer und körperlicher Gesundheit.

Eine große Sache ist für mich Alkohol. Ich trinke ganz selten Alkohol. Im Grunde fasse ich den Kram nicht mehr an. Ich kenne schwere Trinker. Die brauchen 150 bis 200 Euro für Bars und Restaurants. Nur um Wein, Bier, Cocktails pro Monat zu bezahlen. Dem Alk Ade zu sagen, spart nicht nur Geld, es ist auch gut für die Gesundheit.

Statt Alkohol zu trinken, genieße ich lieber ein Smoothie, Kaffee oder grünen Tee. Ja, grüner Tee, das grüne Ding ist sehr gesund. Leckere Gerichte zu kochen ist ebenso großartig. Es hilft dem Sparen und der Gesundheit. Es ist ein Lernprozess. Was mir in New York für den Sport hilft, ist das enorme Angebot. Es gibt sogar massenweise Gratis-Angebote. Du kannst hier Kanus gratis auf dem Hudson River ausleihen.

Ich muss kein Geld ausgeben, um ein soziales Leben zu führen. Ich treffe mich mit Freunden am Strand. Mit der U-Bahn fahre ich hin. Ich treffe Freunde zum Wandern, zum Spaziergang, zum Grillen. Sparsamkeit führt nicht in die soziale Isolation. Im Gegenteil. Du bist oft in der Natur, draußen. Die meisten Freunde sind begeistert, zum Grillen vorbeizukommen. Wir haben hier Grills am Strand. Das ist toll. Eine Radtour, Waldspaziergang, der Park, der Strand, das Naturgebiet. Das ist etwas Herrliches. Treffen im Wald zum Picknick – das macht meine Großfamilie. Es ist schön. Die Verwandtschaft bringt ihr eigenes Essen und Getränke mit. Das sind schöne Erinnerungen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Mit der richtigen Einstellung machst Du Fortschritte: Lenke Deine Gedanken und Gewohnheiten ins Positive

  1. Ralf

    Ein sehr guter Artikel, vielen Dank!

    Zum komplexen Thema Wohnen: Wir haben uns nach langer Entscheidungsfindung nun entschieden doch zu bauen. In unserer Region sind gebrauchte Immobilien und Mietshäuser sehr teuer geworden und die Nachfrage anhaltend sehr hoch. Oft sind es alte Hütten mit viel Renovierungsbedarf und dazu teuer. An meinen Wunschort (Discounter, Krankenhaus, Altstadt und S-Bahn fußläufig in ca. 10-12 Minuten zu erreichen, trotzdem recht ruhig und in herrlicher Natur gelegen) haben wir nach langer Suche ein bezahlbares, nicht zu großes Grundstück gefunden.

    Es wird ein ganz schlichter, rechteckiger Bau sein, zweckmäßig und kostenoptimiert aber auch von vernünftiger Bau-Qualität. Dort kann man auch auf ein Auto verzichten, z.B. wenn die Finanzen Probleme machen. Und im Alter habe ich eine gute Infrastruktur vor Ort.

    Zugunsten einer hohen Tilgung wird die Sparrate für ETFs und Aktien daher nun zwangsläufig heruntergefahren, jedoch niemals komplett eingestellt.

    Allen weiterhin viel Erfolg an der Börse!

     

     

     

  2. User554433

    Heute ist Prime-Day bei Amazon. Die Kommentare sind der Knaller. Da wird für vierstellige Summen Plunder gekauft weil die Dinge ein paar Euro „günstiger“ sind. Die durchgestrichenen Preise wirken auf viele wie eine Droge. Fernseher für 3.000 EUR statt 3.300 EUR – Brot und Spiele.

  3. Passives Einkommen

    Guter Artikel um das richtige Konsumverhalten zu lernen. Viele sehen es als Verzicht und einschneiden im Leben, wenn sie auf zB „Marken“Klamotten kaufen. Deichmann Schuhe kommen ihnen nicht in den Schuhregal und beim Auto muss es auch unbedingt ein BMW sein, auch wenn der Arbeitsweg 10min entfernt ist.

    Prestige und Anerkennung sind eben in der Gesellschaft viel wichtiger und die „Ladys“ stehen auch auf schicki-micki.

    Vor kurzem gab es ein Auto Leasing Angebot für 1 Jahr, Ideal für mich, da ich nur für kurze Zeit eine Auto brauche. 30€ im Monat. Ich hab mich dagegen entschieden, nicht weil ich kein Geld habe, sondern weil ich eine Pro/Contra Liste erstellt habe. Und mein einziges Pro war „einkaufen fahren“.

    Grüße

    Sanja

  4. Robert

    Hallo Tim, exzellenter Artikel wie immer! Ich bin auch ein sparsamer Mensch und gebe lieber Geld für gesunde Nahrung aus, Lachsfilet zum Beispiel.

  5. Thorsten

    Da haben sich die Leute auf Amazon einen Schuss gesetzt, und die Komsumgemeinde kauft womöglich Mist billiger,  nur weil es billiger ist (angeblich).

    Ich habe es wie Tim gemacht,  was das Girokonto angeht,  ich habe mich immer unwohl gefühlt, wenn da zu viel drauf war, ich habe meine Liquidität künstlich gedrückt,  in dem ich gleich am Monatsanfang  investiert habe. Zur Zeit als ich Immobilien abgezahlt habe war das extrem,  sobald ich die Summe für die Sondertilgung zusammen hatte, habe ich das Geld an die Bank überwiesen, oft  schon Anfang des Kalenderjahres, zusammengekratzt im Vorjahr. Geld musste immer weg, intelligent vom Konto geschoben (nicht  immer war es erfolgreich, manches war auch fehlinvestiert).

  6. Chris

    Servus Leute,

    Ich bin 23 Jahre und Investiere seit einem knappen Jahr immer wieder in Aktien. Das macht richtig Spaß. Ich habe früher viel Geld für Auto Wechsel mit viel PS und Restaurants und Disko raus geschmissen… Ich bereue es nicht, da ich dadurch wertvolle Erfahrungen gesammelt habe. Jedoch bin ich sehr froh klüger geworden zu sein. Meine Auto Liebe/ Hobby habe ich jetzt im Griff und fahre ein altes zuverlässiges Auto mit etwas Rost (e39). Das macht mir nichts mehr aus. Ein altes Auto macht mich nicht schlechter..

    Ich hoffe das ich in den nächsten Monaten meine Freundin dazu überreden kann näher zur Stadt zu ziehen um auf das Auto verzichten zu können. Die Vorteile überwiegen aus meiner Sicht. Wobei das Leben ländlicher auch sehr schön ist. Und die Klima im Auto das Leben schöner macht 😀 Aber von Nix kommt Nix.

    Seit 2 Wochen kenne ich erst Tim Schäfers Videos und Blog. Ich bin Begeistert! Ich nehme dir ab Tim, das du wirklich das selber tust und daran glaubst, was du predigst. Ich weiß aus eigener Erfahrung das Sparen sehr wichtig ist, aber du hast mir nochmal die Augen geöffnet! Danke dafür. Ich hoffe und denke das ich auf dem richtigen Weg bin, manchmal kommen die Zweifel.. Aber mir ist eine Stückweite/ komplette Finanzielle Freiheit viel wichtiger als wieder ein Dickes Auto oder eine 130€ Hose… Sogar meine Familie hat sich jetzt dafür interessiert, wobei einige Kollegen Aktien als schlicht Dumm bezeichnen.

    Und Ja Tim du wiederholst dich, aber egal! Mach weiter so, mich Motiviert zu sehen, dass einer es geschafft hat! und die anderen bestimmt auch.

    Grüße an alle frische/ erfahrene BuyandHold Aktionäre:)

     

     

  7. chn

    Hallo Tim,

    Falls die Frage erlaubt ist, würde ich gerne wissen, wann du dich bevorzugt mit Freunden triffst? Ich meine, die meisten müssen doch wahrscheinlich arbeiten, also wird das bevorzugt am Wochenende sein, oder? Oder kennst du schon viele, die auch finanziell frei sind?

    Danke & Gruß

     

  8. Mike

    „Sparsamkeit führt nicht in die soziale Isolation.“

    Auch wenn es immer wieder behauptet wird, aber auch wer gar nichts hat muss nicht zuhause auf dem Sofa sitzen und versauern, er hat immer die Wahl rauszugehen auf einen Spaziergang.

    Für mich die grösste soziale Isolation ist zunehmend das Smartphone, ich bin kein Gegner im Gegenteil es ist eine tolle Erfindung aber viele kennen keine Grenzen mehr, kleben förmlich an ihrem Handy und vergessen die Welt um sich herum.  Smartphone Zombies.

    Wie alles, wenn man es übertreibt, wird es zur Sucht. Sogar Sparsamkeit kann süchtig machen, zum Beispiel wenn sie zu Geiz ausartet.

    Auch 100’000 Facebook Freunde ersetzen nicht eine reale Freundschaft, oder auch ein ganz normaler sozialer Kontakt in der Realität. Ich erinnere mich noch gut früher im Zug, da konnte man noch mal ein spannendes Gespräch führen, heute ist das zumindest in urbanen Gegenden kaum noch möglich. Neulich habe ich 2 beobachtet, wie sie, sich gegenüber sitzend, miteinander chatten.

  9. Mike

    @User554433

    Das ist das Problem der Proleten, keine Bildung, hohe Schulden aber immer den grössten Fernseher im Wohnzimmer 😀

  10. Fabian S.

    Grüße Dich Tim,

    einfach großartiger Artikel wieder 😉 Werde aber trotzdem versuchen bald bei hoffentlich höheren Kursen zu verkaufen, um dann auf einen baldigen Crash zu warten 😉

  11. A.

    @Fabian S.

    Timing des Marktes ist sehr schwer und Glück. Kann funktionieren oder halt nicht.

    Ja, ich habe auch immer Geld vom Konto weg geschoben, schon mit 18., als Geld von Nebenjobs kam. Das ist das beste was man machen kann. Mache ich immer noch und meine Frau auch. Grundstein fur Wohlstand nach meiner Meinung. Nur dann kann man investieren.

    Wegen Haus und Autos werde ich aber probieren jetzt doch etwas mehr Bargeld anzusparen,  so, 20 25K , obwohl ich zwischendurch bestimmt wieder Aktien kaufen werde. ?

     

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ralf

    Ich drück Dir die Daumen für den Neubau.

    @ Robert

    Für gute Ernährung, Urlaub und Erlebnisse gebe ich gerne mehr Geld aus. Stimme zu.

    @ Chris

    Danke für Deinen Kommentar und Deine Email. Ich hab Dir ja privat geantwortet.

    @ Fabian S.

    Ich drücke Dir die Daumen. Das Timing ist nicht so leicht möglich (wie Leser A. es zurecht bemerkt).

  13. KievKiev

    @ Tim

    Schöner Artikel! Wie sieht das Treffen mit Freunden aus? Hatte dieselbe Frage wie chn…

    Ich muss selbst weniger als meine Freunde arbeitern. So bin ich eh schon immer der erste vor Ort. Aber klar, einkaufen, joggen, durch den Park spazieren, aufräumen, Kanu fahren, Museen besuchen, Formalien erledigen usw. kann man schön erledigen und hat dennoch sehr früh frei und dabei alles bereits erledigt. Und man kann auch abends viel unternehmen, da man ja nicht früh aufstehen muss.

    Ist nicht Reisen bei Dir auch ein wenig wie Rauschen? Ich hätte ehrlich gesagt bei den ganzen Reisen schon Freizeitstress. MadFi hat dazu auch etwas Interessantes geschrieben. Er ist das erste Jahr extrem gereist und hatte dann erst einmal genug. Du könntest ja auch weniger aber dafür längere intensivere Reisen durchführen. Hast Du so etwas schon einmal gemacht? Du könntest z.b. den Jakobsweg komplett gehen oder die Panamerikana mit dem Rad entlang fahren. Oder einfach mit dem Rennrad mal zur Westküste fahren. Wenn es Spass macht kannst Du ja auch wieder mit dem Rad zurück. So hat die Reise zumindest nichts gekostet und dabei die Umwelt nicht belastet.

    Was meinst Du konkret mit unter Deinen Verhältnissen leben? Beziehst Du Dich auf die 4% Regel oder hast Du eine eigene Definition? Wie sieht sie aus?

    @ Ralf

    Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Kauf. Du hast ja am Ende doch noch etwas gefunden. Vielleicht war es Glück, vielleicht die intensive Suche oder Deine Kenntnis über die Preise für die Baukosten. Man wird es nie erfahren.

    Ab jetzt liegt das Glück in Deiner Hand. Du bist vom Fach und hast Zeit Dich vielleicht auch selbst aktiv einzubringen. Versuche Dich auf das positive zu fokussieren. Deine Idee mit dem KFZ Verkauf ist nicht schlecht, aber falsch formuliert: “Wenn die Finanzen Probleme machen“. Das hört sich nach einer Schwäche an und im Falle des Falles nach Versagen. Warum?

    Brauchst Du das KFZ oder nicht? Fall Du es nicht brauchst kannst Du es heute verkaufen. Dann tritt der Fall vielleicht erst gar nicht ein. Oder Du verwendest das KFZ für den Hausbau und evaluierst die Entscheidung in einem Jahr erneut. Du solltest es aktiv entscheiden. Lasse nicht das Schicksal bei Dingen, die Du beeinflussen kannst, über Dich bestimmen. Nehme es in die Hand. Wird das KFZ nicht benötigt kommt es weg. Das hat nichts mit Versagen zu tun.

    @ Amazon Prime Day

    Ich habe nichts gekauft 🙂

    @ Mike

    Habe heute mein Smartphone zu Hause vergessen und nichts verpasst. Surfen ist tatsächlich oft eine Verschwendung von Zeit. Das ist vielleicht aktuell meine größte Schwäche.

  14. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ chn

    @ Kiev

    Das stimmt. Die Freunde haben meist am Wochenende Zeit. Ein Freund im Hochhaus ist freiberuflich tätig. Mit dem gehe ich hin und wieder spazieren, Lebensmittel einkaufen, Kaffee trinken.

    Jakobsweg wäre was. Grob zehntätige Radtouren habe ich schon mit Freunden in Irland und den Niederlanden gemacht. Das war super. Das ist aber schon lang her.

    Einige genannten Reisen oben verknüpfe ich. Ja, es kann schon mal stressig werden.

    Ja, 4% ist der Massstab.

  15. Ralf

    @Kiev: Während der Bauphase möchte ich nur bei finanziellen Engpässen auf das Auto verzichten. Danach schwebt mir eine günstige Lösung mit einem Mopedauto (für größere Einkäufe und mehr Flexibilität) vor. Das kostet aber nur ca. 60 € im Jahr für Versicherung, braucht keinen TÜV und ich kann Reparaturen aufgrund überschaubarer Technik weitgehend selbst erledigen. Ich denke sogar über eine elektrische Version nach, die künftig dann durch eigenen Sonnenstrom gespeist wird. Der Ingenieur und das Technikinteresse als Hobby steckt halt doch irgendwie drin…

  16. KievKiev

    @ Ralf

    Ein Mopedauto klingt gut. So etwas hatte ich nie in meinem Radar. Kein Tüv, keine Zulassung, sehr niedrige Versicherung usw. Bei den niedrigen Kosten und Anschaffungspreis lohnt sich vielleicht so ein „KFZ“, mit dem man allerdings nicht in den Urlaub fahren kann. Die kleine Reichweite ist in dem Fall auch in Ordnung. Als elektrische Variante mit 60kmh fände ich es im Stadtgebiet durchaus interessant.

    Auf dem Land musst Du selbst abwägen wie die Strassen befahren werden. Ich fahre oft auf Radwegen und bin hier vom Verkehr getrennt. Manche Landstrassen (Hauptverkehrsrouten) meide ich mit dem Rennrad. Die würde ich mit dem Mopedauto auch nicht fahren.

     

  17. KievKiev

    @ Tim

    Dann ist Deine Freiheit ja sehr entspannt. Bei einem Crash könntest Du bereits mit einer Reduktion der Urlaube auf die Hälfte einiges sparen um nicht zu günstig Anteile für Konsum verkaufen zu müssen. Nach einem Verzicht klingt das dann für die meisten Menschen auch noch lange nicht.

  18. Daniel

    Luxusgüter wie Autos, PayTV, Massagen, Pediküre, teure Fitnessclubs, Restaurants oder neue Smartphones meidest Du (nach Möglichkeit) wie die Pest. Du lebst auf kleinem Wohnraum nahe bei der Arbeit. Du tilgst all Deine Schulden. 

    Das ist mir ehrlich gesagt etwas zu platt. Ich wüsste nicht, was gegen einen Fitnessclub spricht, bin dort selbst. Zwar bin ich auf dem Land in wenigen Minuten in Wiesen und Wäldern wenn ich joggen gehe, aber es gibt durchaus auch Tage mit extrmen Temperaturen, Starkregen oder Gewitter. Da packe ich meine Sachen und fahre ins Studio und gehe aufs Laufband. Ich sehe dort immer wieder dieselben Leute mit denen ich mich gerne unterhalte, man motiviert sich gegenseitig. Mit einem Monatsbeitrag von 19€ im Jahr kostet es grade mal soviel wie mich ein teures Fitnessgerät zuhause kosten würde.

    Auch beim Thema Massagen bin ich anderer Meinung. Gesundheit und Wohlbefinden first. Als Schreibtischtäter habe ich immer mal wieder ein leichtes Zwicken im Nacken, Schulter und Rückenbereich, da ist so eine gezielt eingesetzte Massage manchmal schon eine echte Entspannung die die Muskeln wieder lockert.

    Beim Thema Giro bin ich auf einer Wellenlänge….meine Grenze beim Giro sind 4000€, alles was darüber liegt wandert ins Depot. Damit ist genug Puffer vorhanden. Dienstreisen mit Hotelbuchungen etc. lasse ich alle über meine Kreditkarte laufen, die rechnet erst Ende des Monats ab, bis dahin hat die Personalabteilung meist schon die Reisekostenerstattung aufs Konto gebucht, für mich einer der wesentlichen Vorteile einer Kreditkarte.

  19. Insider

    @ Ralf
    Ich gratuliere dir ebenfalls zum Kauf und wünsche dir viel Erfolg beim Bauen. Ich denke mittelfristig gesehen ist Wohneigentum ein ganz wichtiger Pfeiler zur Freiheit / selbstbestimmten leben .

     

    @ Tim ein erneutes lesertreffen vorzugsweise im Rhein Main Gebiet / mannheim wäre klasse .vor allem wenn du es rechtzeitig ankündigen könntest . Ich würde mich sehr freuen dich und auch die community in real life kennen zu lernen . Denn ein gutes Gespräch ist wie kiev oben schrieb mehr wert als jeder Kontakt über das Internet .

     

    Gruß insider

  20. Claus

    @ Fabian S.

    … interessante Strategie. Hast Du denn schon Verkaufskurse für Deine Aktien festgelegt? Wann verkaufst Du welche Deiner Aktien?

    Crash… Wann haben wir einen Crash? Bei -20%? Oder doch erst bei -30%? Oder gar erst bei -50%? Beziehst Du Dich hierbei auf „den Markt?“. Falls ja, auf welchen? Oder doch nur auf einzelne Aktien oder Sektoren?

    Es werden sich nicht alle Aktien gleich verhalten. Auch in „Crash-Phasen“ gibt es „Crash-resistente-Aktien“, die wesentlich weniger fallen, als der Rest. Einige Aktien werden auch gar nicht fallen, sondern steigen…

    Wann kaufst Du wieder? Wenn Panik herrscht, es nur negative Meldungen gibt und sogar Profis verkaufen?

    Oder wartest Du dann sicherheitshalber lieber ab, bis die erste kräftige Erholung vorüber ist und die Aktien dann bereits wieder vor einer kleineren Korrektur stehen? Oder wartest Du, um wirklich ganz sicher zu gehen, noch die 2. Erholungsphase ab?

    Kaufst Du alle Aktien dann auf einmal oder in mehreren Partien?

    Wie sieht Dein Zeitplan für die ganze Aktion aus?

    Ich hätte noch massenhaft weitere Fragen…

    Wenn es so einfach wäre, würde jeder zu Höchstkursen verkaufen, den berühmten Crash abwarten und wieder zu tiefsten Kursen einsteigen. Doch das gelingt nicht mal Mr. Buffett und anderen Profis.

    Viel Erfolg!

     

  21. Gainde113

    @ Claus

    Ja, das sind alles Fragen, die man sich beim Market Timing stellt und es deswegen sehr schwierig ist.

    Deswegen für den Einsteiger regelmässig Aktien kaufen oder bestimmte Marken abwarten (bsp. wünschenswerter Dividend Yield).

  22. Gainde113

    Wie sieht eigentlich eure aktuelle Asset-Allocation aus?

    Bei mir im Depot: 91.8% Aktien global, 8.2% Cash

     

    Blackrock spürt die Unsicherheit der Investoren:

    „Der Zuwachs bei den Neugeldern hat sich in dieser Zeit allerdings deutlich abgeschwächt. Er betrug zwar immer noch 20 Mrd. Dollar, lag im Durchschnitt der vorangegangenen drei Quartale aber bei 85 Milliarden. CEO Larry Fink macht für den Wachstumsrückgang die zunehmende Unsicherheit an den Märkten verantwortlich. Die Möglichkeit eines Handelsstreits scheint die Investoren so stark zu verunsichern, dass viele erst einmal an der Seitenlinie abwarten wollen, bis sich die Lage besser beurteilen lässt.

    Wenn der Netto-Neugeldzufluss nach Regionen aufgeschlüsselt wird, zeigt sich eine starke Diskrepanz im Anlegerverhalten. Während die Investoren aus Nord- und Südamerika Blackrock 21 Mrd. anvertrauten, zogen die Investoren der EMEA-Region (Europe, Middle East, Africa) Kapital in der Höhe von 7,4 Mrd. ab. Sowohl bei institutionellen Anlegern als auch bei privaten Investoren fand ausserdem eine akzentuierte Verschiebung von Aktienanlagen in Obligationenanlagen statt. Bei ihren Investments in aktive Anlagen zeigten sich institutionelle Investoren allerdings weder von Aktien- noch von Bond-Investments besonders angetan; im zweiten Quartal bevorzugten sie stattdessen Multi-Asset-Produkte. Dies dürfte ebenfalls Ausdruck der zunehmenden Unsicherheit sein, in welche Richtung sich die Märkte entwickeln.“

     

    Quelle: https://www.nzz.ch/finanzen/fonds/blackrock-spuert-die-unsicherheit-der-investoren-ld.1403976

  23. Fit und Gesund

    Asset Allocation: per Ende Juni

    65% Einzelaktien

    30% ETF’s

    5% Cash inklusive 1 Anleihe

    dazu eine selbstbewohnte ETW sowie eine vermietete ETW, sowie Cash aus einer Erbschaft.

    Im Moment steht wieder der Kauf einer Aktie an, ich bin noch nicht sicher, im Moment stehen ja die Unternehmenszahlen an, vielleicht bekomme ich noch was bisschen günstiger, vielleicht auch nicht….

    ich hätte sooo gerne mal Apple, Microsoft, mehr Unilever, mehr SAP, ich kann glaub warten bis ich schwarz werde 🙂 oder ein Versorger…

    was für Käufe stehen bei Euch an? ich suche Qualität aber nicht überteuert, also das was Alle suchen *lach*….

     

    @Claus,

    also market-timing funktioniert einfach nicht, das weiss ja sogar ich 🙂

  24. Mike

    500% in Put Optionen 😀

    Ne Spass, aber soviel Cash wie schon lange nicht mehr, 22%, der Rest in Aktien/ETF und einer abbezahlten ETW (die ich aber eigentlich normal nicht einrechne und mental abgeschrieben habe).

    Ich bin aber nicht einer der sagt er warte auf den Crash (wegen der Cashquote), es ist halt ganz einfach so dass ich mir relativ harte Kriterien aufgestellt habe und aktuell fast nix finde, was mir passt.

    Es gibt aber die eine oder andere Aktie die nahe an einen möglichen Kauf gekommen ist, abwarten und Grüntee trinken ist die Devise.

    PS: Wenn ich einen grösseren Crash (d.h. 30%++) erwarten würde mit einer Trefferwahrscheinlichkeit von >90% (ich bin leider kein Hellseher daher erwarte ich den eigentlich nie), dann würde ich selbstverständlich zu 100% in Cash gehen, aber da ich das nicht bin bewegt sich meine Cashquote eigentlich nie höher als 25%.

  25. Mike

    Wer Netflix günstiger haben will bekommt heute wohl eine gute Chance, für mich aber immer noch zu teuer resp. ich würde sie erst dann kaufen, wenn es anständig korrigiert hat und wieder einen Boden gefunden hat.

  26. Fabian S.

    @ Claus:

    ja es ist schwierig und ich sage ja nicht, dass ich den besten Zeitpunkt erwische, aber schon Kostolany hatte Indizien, wann der Markt teuer und überhitzt ist, d.h. wenn die Zittrigen den Markt betreten oder Buffett warnte Ende der 90er Jahre auch schon vor einer Blase. Und man muss kein Prophet sein um zu wissen, dass nach 9 Jahren Hausse, der Crash nicht mehr allzulange auf sich warten lässt wann immer er auch kommen mag.

    Außerdem sollte man sich auch Gedanken machen, wenn Warren Buffett über 100 Milliarden Cash vorhalten muss, was er glaube ich in 40 Jahren nicht hatte. Wie gesagt das sind leichte Warnzeichen…

     

    Wichtig ist auch erstmal meinen richtigen Verkaufszeitpunkt zu finden, ist auch nicht so leicht…

  27. Med-tech

    @V: gerne würde ich mich mit dir zu 2 Biotech / Medical Unternehmen austauschen. Beides Small / Microcaps aber mit in meinen Augen super Wachstumsaussichten und noch recht unbekannt bzw. unter dem Radar fliegend

    Wenn du Interesse am Austausch hast, schreib mir doch bitte eine Mail, dann würde ich dir alles detaillierter sagen : Medical-tech@web.de

  28. Thorsten

    @Mike zu FAANG Aktien : 100 und 200 Tage Durchschnitt beobachten….irgendwann kommen sie runter. Netflix Kaufkurse derzeit zwischen 235 und 285 Euro. Die Korrektur heute passt. Kein Grund zu Panik. die Anleger sind bloß zu gierig, Netflix wachse zu langsam, oooooooh.
    @Fit und Gesund. 30% ETF finde ich gut, ich bin durch Umschichten von mir zu teuren Netflix,Apple,zu teuren Fonds vor kurzem erst bei 10% gelandet. Früher hatte ich sie nicht auf der Pfanne, nur halt die teuren Fonds. Früher hatte man Festgeld mit 3, 4,5% Zinsen. Heute hohlt man sich MSCI ETF zur Nervenberuhigung….

  29. Oliver

    Ich war am Samstag bei meinem langjährigsten Freund zu seinem 50. eingeladen. Er hat sehr viel Leute aus der entfernteren Vergangenheit eingeladen, die damals im Squashclub waren oder die er von der Schule kannte. Die habe ich alle seid vielen Jahren nicht mehr gesehen.

    Das interessante war, dass sehr viele selbstständig sind oder in Unternehmen in ganz guten Positionen sitzen. Das deprimierende war, dass kaum jemand irgend etwas nennenswertes spart außer für die eigenbewohnte Immobilie. Eine besitzt eine Firma zu 50% seid 1992 und sowohl sie als auch ihr Geschäftspartner sparen nichts. Das läuft entweder auf arbeiten bis zum Schluss hinaus oder Grundsicherung. Die einzige Hoffnung ist, dass man die Firma so teuer verkauft, dass man später davon leben könnte. Bei einer 5-Mann-Firma, wovon 2 Geschäftsführer sind, habe ich da so meine Zweifel. Das Thema ist ihr bewusst, sie lebt halt ganz gut vor sich hin und weiß das sie was tun müsste. Das war der krasseste Einzelfall, aber alles andere schaut ähnlich schlecht aus. Von daher ist die Überschrift des Artikels vom Tim wichtig: Die richtige Einstellung finden.

    Im Spiegel hat es wieder einen Artikel vom „Young Money blog“. Der Autor wird in den Kommentaren wieder so richtig zur Sau gemacht. Obwohl ein paar Fehler im Artikel sind, ist die Grundtendenz richtig. Und er rät nur, 100 EURO monatlich in ETFs zu sparen.

    Wer sich das geben möchte:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/warum-meine-freunde-keinen-erfolg-mit-aktienfonds-haben-a-1217439.html

    Netflix finde ich heute mal interessant. Ein starker Fall nach unten, weil die Erwartungen nicht erfüllt wurden. Aber wie es aussieht, fängt die Aktie an, sich zu erholen. Vielleicht ein günstiger Einstiegspunkt? Ich bin mir nicht sicher, das Risiko ist enorm hoch. Andererseits bei Facebook hatte ich gedacht, dass der Datenskandal auch wesentlich höhere Wellen schlägt und heute ist die Aktie quasi auf Rekordhoch.

    Ist mir alles zu heiß. Ich habe mit meinem kleinen Auftrag gestern Kimberly-Clark-Aktien gekauft. Die ersten neuen Aktien seid zwei Monaten. Das Entwöhnen vom regelmäßigen Sparen ist gar nicht so einfach, wie ich festgestellt habe. Zumindest schadet es mir nicht.

    Grüße Oliver

     

  30. Mike

    @Oliver

    Netflix ist eine tolle Aktie und alle die bei 200 oder drunter eingestiegen sind, können ruhig schlafen. Es ist normal dass eine Firma die derart stark wächst auch hohe Erwartungen weckt und rasch mal enttäuscht werden kann, die langfristigen Aussichten sind aber intakt. Ob jetzt schon der richtige Moment ist für jene die es verpasst haben, für mich ist sie immer noch zu teuer, aber eben das weiss man alles immer erst im Nachhinein.

    Interessant bezüglich Treffen und Selbständigkeit, eine 5 Kopf-Firma kann man selten verkaufen, es müsste dann schon eine extrem interessante Nische sein. Wenn eine Firma nicht mehr wächst ist es fast aussichtslos, das Beste was man tun kann wenn man Glück hat einen Nachfolger finden, der die Firma zum Buchwert übernimmt. Selbständigkeit ist eine tolle Sache ich habe selber eine Firma, aber es ist kein Zuckerschlecken, man muss schon richtig Gas geben die ersten 10-15 Jahre sonst bleibt man leider meistens in einer Mini-Firma stecken, die zwar im besten Fall selbsttragend ist aber vorgesorgt hat man damit noch nicht. Sehe das leider auch häufig, man darf wenn es mal beginnt zu laufen eben nicht nachgiebig werden sondern muss die ersten Jahre wirklich alles geben und volle Kanne investieren, sonst wird es schwer.

  31. Thorsten

    Hier noch mal ein Artikel zu Immobilien

    Keine Immobilienblase in Berlin

    Bei Aktien ist der psychologische Anteil am Sachwert höher, in der Sache läuft es auf das Selbe hinaus: wachsende Unternehmen  bedingen langfristig höhere Kurse und/oder höhere Dividenden.

  32. Sangiovese

    @Fit und Gesund:

    Welche ETFs – ausser dem Vanguard Asian Pacific – hast du denn noch? Hast du die ETFs in einem separaten Depot oder im gleichen Depot wie deine Aktien? Hast du mal geschaut, was besser läuft (Stock-Picking vs. ETFs)?

    @Alle:

    Leider habe ich keine Rückmeldung bezüglich meiner Fragen zu den (versteckten) ETF-Gesamtkosten erhalten (siehe hier). Interessiert euch das nicht? Verschenkte Dividendenerträge, verschenkter Ertrag aus Wertpapierleihe (dafür höheres Gegenpartei-Risiko), etc.

  33. Fit und Gesund

    @Sangiovese

    ich habe ansonsten noch den Vanguard All World (im Nachhinein gesehen hätte der das völlig getan) und den Vanguard High Dividend Yield,

    ETF’s laufen besser, ich bin halt nicht so clever und kaufe oft zu früh und vielleicht auch das Falsche, wer weiss das schon?

    Die Vanguards verleihen keine Aktien, und vielleicht kannst Du Deine Frage mal beim Finanz-Wesir stellen, der ist doch der ETF-Experte, obwohl es hier vermutlich auch Experten gibt, ich bin aber kein Experte  🙂

     

    @Thorsten,

    ich bin immer am Rätseln ob es nicht doch besser wäre mein Geld wieder in die ETF’s zu stecken, 30% finde ich auch einen guten Anteil, der Betreiber von finanzblogroll hat ja heute auch geschrieben dass er vom Index geschlagen wird :), sehr sympathisch, wird wohl noch mehr geben die vom Index geschlagen werden, die schreiben das nur nicht, und dann denkt man immer dass die Anderen einfach viel erfolgreicher sind als man selbst,

    aber ich folge dem Buy and Holder, ein schwerreicher und lustiger Typ, traden kann ich ja auch nicht, die Schweizer Banken verlangen für jeden Kauf obszöne Summen, und ich bin auch nicht auf das Geld angewiesen, nur Dividenden mag ich gerne. So wirklich wichtig ist es nun auch nicht für mich, noch bis Ende Jahr und dann mach ich sowieso mal eine Pause, es sei denn der berüchtigte Crash trifft mal ein, dann sehen wir weiter.

     

    liebe Grüsse

    vergessen, es ist mir auch egal ob ich den Index schlage oder er mich, ich will nachts ruhig schlafen können.

     

  34. Ruben

    @Sangiovese; ich bin auch kein Experte, würde aber die Zusatzgschäfte eines ETF Anbieters nicht als Zusatzkosten sondern als entgangene Rendite bezeichnen. Wenn du das nicht möchtest, solltest du selbst die Aktien halten und entsprechende Geschäfte tätigen.

    Ich weiß nicht, ob du diese Seite schon kennst, klarer kann man aus meiner Sicht die jeweilige Tracking Difference und Gesamtperformance nicht darstellen:

    http://www.trackingdifferences.com/

    Aus diesen Übersichten kann man sich dann seine Wunsch ETF sehr gut auswählen. Ich denke letztendlich nützt es nichts, aus allem eine Wissenschaft zu machen. Es weiß kein Mensch im Voraus ob 1% mehr von der einen oder der anderen Region besser sind, oder ob der eine ETF, der nun einmal 0,1% besser war, das auch in Zukunft ist. Ich selbst bevorzuge namhafte ETF Anbieter von physisch replizierenden ETF und komme mit 2-3 Stück aus.

    Wichtig ist überhaupt gut diversifiziert investiert zu sein (geht auch mit Aktien), eine ordentliche Sparrate zu haben und nicht in Panik zu verfallen, wenn es mal nicht so gut läuft.

    Alles Gute,

    Ruben

  35. Mike

    NFLX zieht sofort wieder hoch, nunja nachtrauern bringt nix, man muss nach Plan agieren und der war nicht erfüllt bin ja kein Daytrader 😀

    Dafür hatte ich eben ein feines Abendessen, wieder mal super einfach (1/4h inkl Kochen), gesund und schmeckte mir super:

    Lauwarmer Linsen – Mango – Avocadosalat mit leichter Currysauce und angerösteten Cashewnüssen

  36. Thorsten

    Heute 31 Grad im Schatten,  ich habe eben meine jährlichen Sommerdividenden in Form von schwarzen Johannisbeeren geerntet und zu Marmelade verwurstet. Da hängen immer noch so viele dran, ich mag nicht mehr. 11 Gläser plus Resteglas reichen. Um mich herum eklige Bremsen, die mich davon abhalten wollen. Dieses Jahr gibt es besonders viele davon, Authan hilft gegen Vampire. So ein Glas Marmelade würde im Bioladen um die 3,50 Euro kosten oder bei gourmondo 7,98 Euro für nur 300g. Hab zwar keine Netflix erwischt, dafür Marmelade,  erfolgreicher Tag 🙂

     

  37. Insider

    Tja Einstieg bei Netflix gestern hätte sich gelohnt ,  hatte ich auch vor  . Aber Ernte geht nun mal vor, wie bei Thorsten . Bei mir war es aber Weizen statt Johannesbeere  😉  Als ich abends wieder geschaut habe ,  war sie schon wieder gestiegen und mir zu hoch . Hatte ehrlich gesagt damit gerechnet ,  dass es ähnlich wie bei Facebook verläuft ….

    Aber egal es gibt sicher noch genügend Möglichkeiten. Cash für solche sonder fälle halte ich immer vor.

  38. KievKiev

    Ich hätte einmal eine allgemeine Frage zu ETF Sparplan bei Consors. Ich habe einen ausschüttenden MSCI World ETF (LYX0AG).

    Ich erhalte die Dividenden auf folgende Weise:

    18.12.201715.12.2017

     LYX.MSCI WORLD U.ETF DEO WKN: LYX0AG

    Zins- & Kapitalerträge

    +2,44 EUR

    18.12.201715.12.2017

     LYX.MSCI WORLD U.ETF DEO WKN: LYX0AG

    Zins- & Kapitalerträge

    +1,43 EUR

     

    Anschließend werden weitere ETF Anteile mit den Dividenden der ersten Gutschrift getätigt. Wieso erhalte ich zweimal Dividenden und wieso wird nur ein Teil reinvestiert? Ich  habe erneut Dividenden auf dieselbe Weise erhalten. Ich kann bei Consors Details zu meinem Sparplan finden. Dort sehe ich nur, dass er ausschüttend ist. Mehr Information finde ich nicht.

    Hat hier jemand Erfahrung?

    Ich habe noch etwas entdeckt. Am Anfang habe ich 2 Anteile von dem ETF gekauft. Danach hat erst der Sparplan begonnen. Scheinbar werden die Dividenden sofort reinvestiert. Aber nur bei dem Sparplan. Gibt es hier Einstellungen bei denen man dies anpassen kann?

     

  39. ggman

    @Kiev
    Du bekommst nicht zweimal Dividende, sondern jeder Sparplankauf wird anscheinend bei der Consorsbank separat abgerechnet mit der Dividende.
    Ist bei mir auch so, habe Unilever Anfang des Jahres in mehreren Tranchen per Sparplan gekauft und ich bekomme bei der Dividendenauszahlung (auch) jedes mal 3 Abrechnungen (da 3 Sparplanausführungen bisher); kA warum die Consors das anscheinend so macht.
     

  40. Thorsten

    Könnt ihr euch an die Strafen erinnern, die Microsoft wegen Zwangsgebrauch des Internet Explorers drohte ? Erst später hätte der Verbraucher wieder die Wahl Netscape oder Firefox zu verwenden. Ähnliches passiert jetzt bei Google …

    Google zu Strafe verdonnert

    Ich kann auf meinem Handy z.b Chrome nicht deinstallieren,  nur die Updates dazu. Ich glaube auch die Youtube App bekomme ich nicht weg. Eigentlich ein Skandal, dass das so lange gedauert hat, aber das Vertrauen in Google wäre etwas besser. Ich bin schon dankbar, das wir hier  in Europa besser vor solchen Praktiken geschützt werden, früher oder später.

  41. KievKiev

    @ggman

    Kann ich die Einstellungen zu Wiederanlegen irgendwo ändern? Ich finde es gut, dass die Dividenden reinvestiert werden, aber vielleicht möchte ich einmal Dividenden entnehmen. Da würde ich dann gerne das Reinvestieren aussetzen. Aktuell würde ich die kleinere Position gleich mit reinvestieren. Ich habe nur entdeckt, dass man den Sparplan aussetzen kann, aber zu Dividenden habe ich nichts gefunden.

  42. Sangiovese

    @Ruben:

    „… würde aber die Zusatzgeschäfte eines ETF Anbieters nicht als Zusatzkosten sondern als entgangene Rendite bezeichnen.“

    Entscheidend ist doch, was hinten rauskommt. Sonst kann ich ja eine höhere TER auch als entgangene Rendite bezeichnen. Und wenn die Zusatzgeschäfte (z.B. Wertpapierleihe) noch zu einem höheren Risiko beitragen, finde ich das schon stossend.

  43. ggman

    @Kiev

    soweit ich weiß muss man, um die Dividenden zu reinvestieren jedes mal manuell eine Anpassung des Sparplanbetrages vornehmen (also den Sparbetrag erhöhen für den einen Monat). Angaben aber ohne Gewähr.

    Ich selber habe aber keinen ETF Sparplan, von daher kann ich es hier nur für Aktien sagen, denke aber, dass es hier genauso sein wird.

  44. Katrin

    @Kiev:

    Bei der ING-Diba muss man für ETF-Sparpläne mit automatischer Wiederanlage der automatischen Wiederanlage der Ausschüttungen widersprechen. Das habe ich allerdings auch erst nach Recherche in einigen Foren gefunden.

    Das gilt interessanterweise auch, wenn man auf den ETF selber gar keinen Sparplan hat, sondern flexibel Anteile kauft. Hängt also anscheinend am Produkt.

    Ich habe das für unsere Ausschüttungen geändert, weil ich die jeweiligen Ausschüttungen nicht zwingend in denselben ETF investieren möchte. Zumindest bei der ING-Diba schien mir das aber kein Verfahren zu sein, das ich individuell und kurzfristig hin und her switchen kann. Aber vielleicht ist deine Bank da flexibler.

  45. KievKiev

    @ Katrin

    Ich vermute, dass es bei Consors ähnlich bei den Sparplänen gehandhabt wird. Ich finde es auch sehr gut die Dividenden zu reinvestieren, aber würde es vielleicht einmal ändern wollen. Ich werde mich direkt an Consors wenden. Ich fand die ganzen Buchungen nur verwirrend. Es geschah zeitgleich mit dem Ausführen des Sparplans.

  46. Schleichdi

    @Kiev

    Ich bin selbst auch bei Consors.

    Man kann das, was man vorab gekauft hat und das, was man per Sparplan gekauft hat, zu einer Position zusammenlegen lassen. Ansonsten bleiben das immer zwei Positionen, was man in der Depotübersicht aber nicht sieht. Man sieht es dann spätestens beim Verkauf, weil man in zwei Tranchen verkaufen muss und daher auch zweimal Kosten hat.
    Man kann die Wiederanlage der Ausschüttungen von ausschüttenden ETF abbestellen. Das geht aber nur pauschal für das ganze Depot, nicht bloß für einzelne ETF.

    Beides geht nur telefonisch, nicht online. Dafür dann aber schnell und einfach, mit Rückbestätigung per Mail oder SMS oder beides (weiß ich nicht mehr).

  47. Skywalker

    Hallo! Wenn Ihr 25.000 Euro brutto im Monat sicher verdienen würet so lange ihr arbeitet und euch euer Beruf Spaß macht und ihr Anfang 30 seid, würdet ihr schnellst möglich die Finanzielle Freiheit anstreben um jeden Preis? Oder würdet ihr euch auch ein schöneres Auto kaufen und eine schöne Wohnung mieten und schöne Urlaube machen? Auch wenn am Ende des Monats nur 6.000 Euro gespart werden können statt 10.000?

  48. Darth Vader

    Mein Sohn… warum stellst Du so rein hypothetische Fragen wegen Kleingeld? 😉

  49. KievKiev

    @ Skywalker

    Ich würde mich freuen wenn ich bei einer angenehmen Arbeit so viel Geld im Monat zusammen bekomme. Meine Ausgaben würde ich aber nicht groß ändern. Ich müsste in dem Job zwangsläufig etwas mehr Geld für Tarnung ausgeben. Aber nur so viel notwendig ist. Ich gebe gerne Geld für Dinge aus, die es mir wert sind. Wohnen lasse ich mir (durch die verpasste Gelegenheit Geld zu investieren) einiges kosten. Ich reise auch sehr gerne, aber gebe hier nicht viel Geld aus. Dennoch werden wir ein paar kostspielige Reisen in Zukunft durchführen. Sie sind es mir wert und ich möchte dieses Erlebnis mit der Familie zu seiner Zeit wahrnehmen. Aktuell sind die Kinder noch dafür zu klein. Die Ausgabe lohnt sich derzeit nicht für uns. In anderen mir unwichtigen Dingen spare ich dafür mehr als andere.

    Mit Anfang 30 ist Dir wie allen anderen lediglich das eigene endliche Leben sicher. Das ist einem vielleicht in dem Alter aber noch nicht bewusst. Ansonsten kannst Du Deine eigene Zukunft, Wünsche nicht einfach prognostizieren. Vielleicht ändert sich der Job durch nicht beeinflussbare Maßnahmen zum negativen. Oder Deine eigenen Prioritäten verschieben sich. Vielleicht ist es schwierig einen neuen Job zu finden bei ähnlichem Gehalt. Wenn Du daran gewöhnt bist 19k im Monat auszugeben wird es schwierig ein Sabbatjahr durchzuführen, wenn Du dies denn möchtest. Die Freiheit hängt lediglich von der Sparquote ab und dem bereits investiertem Vermögen. Wenn Du nach 10 Jahren das doppelte ausgibst brauchst Du entsprechend das doppelte Zielvermögen. Du wirst umso länger arbeiten müssen je mehr Du im Nachhinein ausgibst.

    Solange Du der Meinung bist das Mehr ein besseres Leben bedeutet wirst Du nicht frei. Wenn Du permanent fehlenden Dingen hinterherträumst hast Du nicht genug erreicht und bist entsprechend unzufrieden. Fokussiere Dich auf das bereits erreichte und freue Dich darüber. Wenn ein wesentlicher Punkt fehlt lohnt es sich für diesen länger arbeiten zu müssen. Das musst Du selbst abwägen.

  50. Thorsten

    @Skywalker

    Hätte, hätte, Fahrradkette. Wer gut verdient und dann den Lebemann mimt endet womöglich wie viele Lottomillionäre. Es haben dann die Vorbilder gefehlt, die zu sparsamen und angemessenen Lebenswandel geraten hätten. Dann muss diese unreife Person eben auf die harte Tour lernen und steht mit 50  vor dem Amt anstatt vor einem gefüllten Depot.

  51. Ruben

    @Sangiovese: wenn man die TER und Zusatzgeschäfte des Anbieters ausschließen möchte, dann hilft nur das direkte Investment in Aktien. Bei  guter Diversifizierung kann man laut Studien ab ca. 20-30 Aktien keinen nennenswerten Zugewinn an Diversifizierung erreichen. Man benötigt also nicht zwingend ca. 1600 Werte im MSCI World. Mir ist es dennoch so lieber und ich fühle mich bei namhaften Anbietern wie Ishares oder Vanguard (erster Indexfonds 1976, also über 40 Jahre Erfahrung) mit meist physischer Replizierung auch gut aufgehoben. Es ist wie so oft eine Typfrage, womit man sich wohler fühlt.

  52. Sparta

    @Ruben

    „Bei  guter Diversifizierung kann man laut Studien ab ca. 20-30 Aktien keinen nennenswerten Zugewinn an Diversifizierung erreichen. “

    Welche (seriösen) Studien sollen denn das sein?

  53. V

    Depotperformance seit Jahresbeginn +28.5%. Oder plus 700K. Crazy Endphase des Bullenmarktes!!

    Ein nächstes meiner Biotechs steht gerüchteweise kurz vor der Übernahme. Sollte es zur Übernahme kommen würden spontan mehr als 500K freigesetzt ( bei dem von mir spekulierten Übernahmepreis).

    Ich würde dann vielleicht auch mal was Passives dem Depot beimischen, zur Diversifizierung. Habt ihr mir einen Tipp für einen guten ETF mit folgenden Eigenschaften?

    weltweit
    möglichst gutes Replikationsverfahren
    möglichst niedrige Kosten
    ausschüttend
    am besten gute Dividende

    Auf was sollte man noch achten?

  54. Thorsten

    @Sparta

    Gelesen habe ich das auch schon oft , oft ergänzt mit “ mehr als n Aktien beobachten geht als Privatperson ohnehin schwer“. Ich halte das für eine fahrlässige und geradezu unzulässige Vereinfachung , genauso wie die Rückrechnung von Indizes, die dann enorme Zuwächse in der Zukunft „garantieren“. Keiner weiß,  ob keine, eine oder 10 Positionen irgendwann im Depot versagen. Auf Statistiken würde ich mich nicht verlassen. Je mehr Positionen desto besser (in Abhängigkeit von der Depotgröße, nicht unter 1000 oder 2000 Euro pro Position wegen der Gebühren).

  55. Ruben

    @Sparta: ich habe es immer wieder gelesen und bin deshalb womöglich unberechtigt von entsprechenden Studien ausgegangen.

    Ich habe jetzt noch ein bisschen recherchiert, hier wird z.b. ausgerechnet das der Großteil der Diversifikation mit 30 Werten erreicht wird (Seite 135):

    https://books.google.de/books?id=GdvHCgAAQBAJ&pg=PA135&lpg=PA135&dq=ab+20+aktien+nimmt+die+diversifikation+ab&source=bl&ots=-uh-5Oxu_W&sig=ia_-R8OJH_6dwXXAUBbPyH_BQr0&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiNxI7PmKncAhXDVSwKHWxqD4A4ChDoAQhDMAc#v=onepage&q=ab%2020%20aktie&f=false

    Diese Studie legt mindestens 30-40 Titel nahe:

    http://deutschlandlerntsparen.de/wp-content/uploads/2013/10/How-Many-Stocks-Make-a-Diversified-Portfolio.pdf

    Hier wird kritisiert das 30 Titel nicht genügen, um den globalen Markt abzudecken und es wird die Herkunft der Theorie erklärt :

    https://www.investopedia.com/articles/stocks/11/illusion-of-diversification.asp

    Auch Kommer meint, das 20 Aktien nur auf eine einzelne Asset Klasse z.b. deutsche Blue Chips bezogen genügend Diversifikation bieten (Seite 85):

    https://books.google.de/books?id=6G-NHBDE5J4C&lpg=PP1&hl=de&pg=PA85#v=onepage&q=20&f=false

    Hier wird auf den noch fehlenden Konsens über eine ausreichende Anzahl von Einzelwerten ausgegangen:

    „Of course, the transaction costs of holding more stocks can add up, so it is generally optimal to hold the minimum number of stocks necessary to effectively remove their unsystematic risk exposure. What is this number? There is no consensus answer, but there is a reasonably certain range.

    For investors in the U.S., where stocks move around on their own more (are less correlated to the overall market) than elsewhere, the number is about 20 to 30 stocks. Predominant research in the area was conducted prior to the revolution of online investing (when commissions and transaction costs were much higher), and most research papers put the number in the 20-30 range. More recent research suggests that investors taking advantage of the low transaction costs afforded by online brokers can best optimize their portfolios by holding closer to 50 stocks, but again there is no consensus.

    Keep in mind that these assertions are based on past, historical data of the overall stock market, and therefore does not guarantee that the market will exhibit the exact same characteristics during the next 20 years as it did in the past 20. As a general rule of thumb, however, most investors (retail and professional) hold 15-20 stocks at the very least in their portfolios.“

    aus https://www.investopedia.com/ask/answers/05/optimalportfoliosize.asp

    Ich nehme meine Aussage zu den (eindeutigen) Studien zurück. Ich bin froh, heute die Möglichkeiten der Index Funds zu haben und nutze diese dementsprechend. Nichtsdestotrotz bange ich um keinen Anleger, der 30 Titel oder mehr von internationalen Konzernen aus verschiedenen Branchen hält.

    Viele Grüße,

    Ruben

  56. Thorsten

    @Ruben klasse Quellen. Die Diversifikationsfrage spricht ja dann auch für ETFs ggfls. Fonds,  als hohe Beimischung wie z.B. Fit und Gesund es macht.

  57. Mike

    Berkshire hat uns heute ein Zückerchen geschenkt, Aktienrückkauf, +5.5%

    Vielleicht bringt Buffett ja auch Apple noch dazu, dort auch etwas mehr zu tun.

  58. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Thorsten, „Je mehr Positionen desto besser…“

    Genau mein Ding! Wenn ich könnte wie ich wollen würde, dann hätte ich Hunderte Positionen im Depot. Eher so wie Soros. Obwohl, der hat ziemlich umgegraben. Nur noch 202 Positionen, davon 103 neu seit dem letzten Report. Als ich das letzte Mal geschaut hatte, da waren es meiner Meinung nach noch über 300 Positionen.

    Ich würde jedenfalls zum „Aktien-Messie“ werden, wenn ich Kohle im Überfluss hätte.

    „…(in Abhängigkeit von der Depotgröße, nicht unter 1000 oder 2000 Euro pro Position wegen der Gebühren).“

    Ich würde sagen, in Abhängigkeit zu den Gebühren. Inzwischen kommt mir Lynx schon sehr teuer vor mit 5 CAD/USD pro Trade.

    Trotzdem muss ich kaufen, sobald sich auch nur paar Hunderter angesammelt haben. Um den 15. kommt immer was rein. Da habe ich vorhin wieder einen „homöopathischen“ Kauf gemacht, für 430 CAD einen kanadischen Wert aufgestockt. Ich kann die Kohle einfach nicht nutzlos rumliegen sehen. Der nächste Schub kommt erst Monatsende.

    Die 5 CAD jucken mich da nicht. Es sind effektiv eh nur 2, da ich 100 Stück mit Limit 4,33 CAD eingegeben hatte bei Spread 4,32 zu 4,34. Die Ausführung fand per Smart-Routing in irgendeinem Dark Pool zu 4,30 CAD statt.

    Hätte also 3 CAD mehr ausgeben wollen. So sind 2 CAD von 430 0,4651% 😉

    Übrigens zur Info… am Freitag habe ich meinen letzten Arbeitstag. Dann werde ich sicher wesentlich weniger Zeit online verbringen, tagsüber. Mir wird einiges entgehen. Will mich damit nur entschuldigen, falls ich mal was nicht mitbekomme oder nicht antworte etc.

    Schönen Abend noch!

    MS

  59. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    dann mal Alles Gute zum wohlverdienten Ruhestand, gleich geschafft, noch 2x Schlafen 🙂 muss sich toll anfühlen,

    aber als Rentner hast Du dann doch Zeit für uns hier, ich würde Dich echt vermissen  *schnief*

    @Thorsten,

    ich bin zufrieden mit meiner Aufteilung ETF und Einzelaktien, davon hab ich nun  32, dann noch der CEF (Reaves Utility Income Fund), viel mehr Einzeltitel sollen es hier nicht werden, ich halte noch Plätze frei für Apple und Microsoft, evtl. 3M,

    ich werde ansonsten eher meine wichtigsten Aktien (1.Garde)  aufstocken, die da wären:

    Nestlé, Unilever, Henkel, Royal Dutch, SAP, Cisco, Zürich Versicherung, Novartis, Roche, BASF

    schönen Abend Euch Allen

     

  60. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    das Problem ist, ich hatte einen genialen Job, der mir den ganzen Tag die Möglichkeit gab, neben der Arbeit online zu stöbern.

    Das wird tagsüber definitiv weniger werden. Werde viel mehr meiner freien Zeit im wirklichen Leben verbringen.

    Ja, es fühlt sich gut an. Bin zum Abschiedsgespräch vom Vorstandsvorsitzenden eingeladen worden (keine Ahnung was um meine Wenigkeit kursiert) 😉

    Witzig war, dass er als Kind viel Zeit in dem kleinen schwäbischen Ort verbracht hat, in den ich nun in absehbarer Zeit umsiedeln werde.

    Rentner bin ich ja noch nicht. Ab jetzt lebe ich in der besten aller Welten für knapp 2,5 Jahre. Ich bin ja noch in der Firma (auf dem Papier), bekomme mein (etwas gekürztes) Altersteilzeitgehalt normal weiter, und muss nicht mehr in die Firma.

    Ab 2021 bin ich dann Rentner. Dann droht die Gefahr, dass ich zu geizig werde um die Dividenden wie vorgesehen zu entnehmen, und lieber knickere, um weiter kaufen zu können. Das wird eine echte Herausforderung.

    Übrigens, der Chuck Carnevale von FASTgraphs haut ja auch die Videos raus.

    Gerade kam eins über GT (The Goodyear Tire & Rubber Company). Wenn ich die Linien sehe, läuft das wohl auf ein BUY hinaus. Leider magere Dividende.

    Letzte Woche hat mir der TÜV wegen meinen Reifen u.a. die rote Karte gezeigt. Jetzt habe ich 4 neue Goodyear drauf. Habe also für krassen Umsatz gesorgt!

    Oh, gerade sagt er, er würde nicht investieren. Hmm. Aber Verbrauchsgüter sind schon nicht schlecht. Etwas, was dauernd erneuert werden muss… na ja.

    Gerade kam die Meldung von Lynx, dass meine 2 PUTs auf was anderes verkauft wurden, da kann ich den Float ja schon wieder anlegen! 😉

    Gutes Nächtle

    MS

  61. Ex-Studentin

    @Ralf

    Schön, dass ihr ein Grundstück gefunden habt! Wünsche euch ein möglich stressfreies Bauen.

    @Matthias

    Genieß die freie Zeit! Schon konkrete Pläne, womit du deinen Alltag füllst?

    @Tim

    Klingt nach schönen Erlebnissen. Ich hab dieses Jahr beschlossen, mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Vor allem mit meinem Freund. Wir wohnen zwar zusammen, aber ich habe immer viel gearbeitet und konnte oft nicht mal mit ihm zu Abend essen.

     

  62. Kevin

    @V:

    weltweit
    möglichst gutes Replikationsverfahren
    möglichst niedrige Kosten
    ausschüttend
    am besten gute Dividende

    Am besten passt meiner Meinung nach der Vanguard FTSE All World. (ISIN IE00B3RBWM25 WKN A1JX52)

    – deckt 90% der weltweiten Wirtschaft ab (3130 Titel), ist allerdings sehr US lastig (… ggf. noch mit etwas EM mischen.)

    – voll replizierend

    – TER von 0,25% (Tracking-Differenz ist auch sehr gut)

    – ausschüttend

    – leider nur 1,88% Div Rendite

    Weitere Infos findest du direkt bei Vanguard.

  63. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Jenny,

    zuerst will ich mich mal richtig ausgeschlafen fühlen. Mein Fitbit leidet sicher mit mir, dass es mir in der Woche meist nur 4 bis 4,5 Stunden Schlaf attestiert.

    Dann habe ich erstmal das Projekt, die Wohnung meiner Mutter aufzulösen.

    War heute im „Bauhaus“. So müssen sich Frauen im Schuhladen fühlen. 😉

    Hätte am liebsten einen tollen Makita Akkuschrauber, einen Bohrhammer und Abbruchhammer, eine Handkreissäge und mehr mitgenommen.

    Wenn das in Dresden erledigt ist, dann werde ich sicher wieder wie viel früher mit dem Auto paar Fahrten unternehmen. Neuen Schlafsack kaufen, und immer für paar Tage durch die Gegend fahren. Ach, es wartet so viel.

    Grüßle

    MS

  64. Kia

    Das mit dem Abbruchhammer wird deinem Fitbit aber auch nicht gerade erfreuen 🙂

    Glückwünsche zum Vorruhestand und Alles Gute!

  65. Andrea

    Herzlichen Glückwunsch, Matthias Schneider. Das ist ja schön, genieße die freie Zeit.

  66. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    also der Job hört sich echt genial an,   🙂 bin ich bisschen neidisch, heute ist mein letzter Ferientag, aber im August hab ich wieder Ferien,

    so richtig kann ich mir ein Rentnerleben auch nicht vorstellen, obwohl ich davon träume, ich könnte ja eigentlich, dennoch, ich freue mich morgen Abend auf die Arbeit, was es „Neues“ gibt, sicher ist wieder was passiert….

    Goodyear kommt mir sicher nicht ins Depot, eher würd ich CHD kaufen, die hätte ich auch gerne oder Tractor Supply, also Aktien von Stefan’s Börsenblog, wobei Disney und Starbucks irgendwie nicht so Mein’s sind.

    Solltest Du mal Richtung Konstanz kommen, sag Bescheid!

    @Ralf,

    ja, für Dich freue ich mich auch, es hört sich gut an, und ich würde es Dir so wünschen dass Du glücklich mit dem Häuschen wirst, berichte ruhig darüber 🙂

    @Jenny,

    schön von Dir zu lesen, wie waren die Ferien in Spanien (glaub) ? Du kriegst Deine Lebensziele schon hin, bisschen mehr Zuversicht, Du bist noch so jung und so clever 🙂

    @Mike,

    ja, Berkshire ist Klasse, sollte der Fabian S. mal lieber gleich dort zuschlagen, ich kann die nicht kaufen, keine Dividende und ich bin schon 60, „ich war alt und brauchte das Geld“ ….. hi hi….

  67. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Kia und Andrea, Dank Euch, sehr lieb.

    @Fit und Gesund:  „ich war alt und brauchte das Geld“ …

    Du bist genial. 😉 Ja, genau! Zur Feier des Alters habe ich Dir ein Video verlinkt.

    Play it loud!

    Ich sage Bescheid, sollte es mich nach Konstanz verschlagen. Gerade jetzt geben unsere Freunde ihren Liegeplatz am Bodensee auf…. 🙁

    Nun, jetzt mache ich echt Schluss für heute. Flasche Vino Tinto leer. Obiges Video noch paar Mal hören und dann in die Falle.

    MS

  68. Fit und Gesund

    @ Matthias Schneider,

    Danke für DAS Video, echt Klasse! die guten alten Zeiten 🙂     (nicht dass ich je Heino Fan war, aber das video ist super!) und ja, ich geh jetzt auch in die Falle,

    hab auch am letzten Ferienabend ein Gläschen Wein getrunken, damit die verdammten Stechmücken besoffen sind, ich bin so zerstochen, leider ist mir im Kopf zu Sturm um die verdammten Biester zu jagen 🙂

     

  69. -M

    @Mike

    Nach der Nachricht von BRK habe ich mir das Unternehmen endlich ins Depot gelegt! Ich bekomme keine Divi aber wenigstens stehen rückkäufe im Raum. In Dekaden kann ich immernoch umschichten falls BRK dann noch keine Divi zahlen würde:-)

    Froh endlich von meinem Vorbild in die Firma eingestiegen zu sein. Und bei Buchwert 1,4 wohl recht fair bewertet.

    -M

  70. Thorsten

    @Matthias Schneider

    Guten Start in die neue Zeit.   ‚Homöopathische Käufe‘ wunderbar.

    @Fit und Gesund

    Bevor ich 40 Aktien hatte wollte ich auch nicht mehr als 20 oder 30 :lach:, aber das war kurz bevor ich dann 50 hatte :lach: 90% Übereinstimmung bei der Aktienliste. Zürich Versicherung schaue ich mir mal an, aber dann geht’s ja auf 51 hochn :lach:

    @Ex-Studentin

    Fehlende Zeit für die Familie war der bittere Beigeschmack in meinem Job (mit Reiserei und/oder langen Arbeitszeiten). Geld oder Leben, so ungefähr.

     

  71. V

    @Kevin, vielen Dank.

    Der scheint sehr gut zu passen (u.a. auch die 4mal Ausschüttungen pro Jahr);

    Schau ich mir dann bei Gelegenheit genauer an.

  72. Ex-Studentin

    @Matthias

    Einkäufe im Bauhaus / Baumarkt sind teurer als Schühläden. 😀 Das Verrückte ist, dass ein Einkaufswagen gähnend leer sein kann (ein paar Scharniere, paar Aufsätze für die Bohrmaschine, kleine Holzleisten..) und trotzdem 100€ schnell weg sind. Zumindest hab ich mehr Sorgen, wenn mein Papa fürs Handwerkeln einkauft als wenn meine Mutti im Super-Duper-Sale im Schuhladen verschwindet. 😀

    @Fit und Gesund

    Danke der Nachfrage! War ein sehr schöner Urlaub. Waren zu siebt und hatten ein Ferienhaus mit Pool. Auch der Strand war in Fußnähe. War leider gleichzeitig krank. War für meinen Freund angenehm, weil ich tagelang nur geflüstert und viel geschlafen habe.

  73. Anna L.

    @ Fit und gesund

    Berkshire: Du sagst es, genau das war der Grund warum ich die bis auf einen kleinen Rest abgebaut habe. Man wird alt und braucht das Geld … für die Apotheke.

    Schönen Tag wünscht

    Anna

     

  74. KievKiev

    @ MS

    Ich wünsche Dir eine sehr angenehme Altersteilzeit. Hier ist ja noch Aktienkauf in nicht homöopathischen Dosen möglich. Wie alt bist Du? ATZ kann man erst ab 55 Jahren in Anspruch nehmen, also beginnen. Sie streckt sich über mindestens 3 Jahre. Das schlimmste : „Das Ende Ihrer Altersteilzeit MUSS immer der Beginn Ihrer Altersrentesein.“

    Ich werde dies wohl nicht mit 55 Jahren beginnen können (lange Ausbildung), da ich nach der ATZ nicht in Rente gehen darf, oder doch? Ich finde das ATZ Modell sehr gut.

    @ Skywalker

    Ich habe noch ein Beispiel aus der Praxis:

    Ein Freund von mir hat während dem Studium ein Business hochgezogen. Er hat nach dem Studium dort gearbeitet und zwischen 10k und 20k im Monat verdient. Er hatte nacheinander verschiedene Premiumfahrzeuge als Leasing. So konnte er die Einnahmen gegen Ausgaben verrechnen. Trotzdem waren dadurch alleine 2000k im Monat weg. Nebenbei hat er mindestens zwei Sätze Winterreifen mit Alu Felge gekauft, da diese nicht inbegriffen waren. Das war durch einen Fahrzeugwechsel notwendig. Ja, es gibt auch im Premiumsegment Steigerungsmöglichkeiten. Für einen Satz Reifen hätten hier einige ein KFZ erworben. Er hat in einer Penthousewohnung (Neubau) mitten in der Stadt in einem Top Wohngebiet gewohnt. Das waren wieder knapp 2k im Monat warm. Die Möbel, Bettwäsche usw. waren ausschließlich von verschiedenen Designern zusammengewürfelt. Er hat an manchen Wochenenden Partys in diversen europäischen Metropolen besucht. Ich nehme nicht an, dass er in der Zeit viel Geld beiseitelegen konnte. Er hat ein Haus für 800k fast voll finanziert. Und das Haus ist nicht in einer der Top 10 teuersten Regionen Deutschlands. Es ist eine Villa.

    Die Firma hatte nach 10 Jahren starke Einbußen, so dass er eine feste Anstellung gesucht hat. Heute ist er Manager in einem Unternehmen. Er fährt weiterhin Porsche. Es ist vermutlich gut ausgegangen. Sein Leben hat sich geändert. Er hat heute Familie. Ich kann nicht sagen, ob er heute lieber mehr Vermögen hätte um Freiheiten zu nutzen. Vielleicht würde er heute gerne Zeit mit der Familie verbringen. Ist eh theoretisch wegen hätte hätte….

    Man kann manchmal verrückte Dinge machen und Geld raushauen. So hat man vielleicht das ein oder andere besondere Erlebnis im Leben. Ob man sich die enormen monatlichen Belastungen antun sollte ist eine andere Frage. Das muss jeder für sich entscheiden. Ich würde gerne das Gehalt aus der Zeit nehmen, die Verbindlichkeiten sicher nicht.

    Falls Du ein sehr hohes Einkommen erzielst und das Gefühl hast etwas mit sparen zu verpassen, dann mache ab und an etwas verrücktes. Aber lease Dir keine Premiumfahrzeuge. Die verrückten Dinge müssen nebenbei auch nicht unbedingt viel kosten.

  75. Daniel

    @Sangiovese: wenn man die TER und Zusatzgeschäfte des Anbieters ausschließen möchte, dann hilft nur das direkte Investment in Aktien. Bei  guter Diversifizierung kann man laut Studien ab ca. 20-30 Aktien keinen nennenswerten Zugewinn an Diversifizierung erreichen. Man benötigt also nicht zwingend ca. 1600 Werte im MSCI World. Mir ist es dennoch so lieber und ich fühle mich bei namhaften Anbietern wie Ishares oder Vanguard (erster Indexfonds 1976, also über 40 Jahre Erfahrung) mit meist physischer Replizierung auch gut aufgehoben. Es ist wie so oft eine Typfrage, womit man sich wohler fühlt.

    Das wird aber für jeden nicht-Millionär auch preislich ziemlich schwer. 100.000€ im Depot mit einem ETF auf den All-Country World würden dich bei ner TER von 0,25% 250€ kosten. Sagt man dann noch, dass im Jahr 4x nachgekauft wird, zu je 15€ Ordergebühren, dann kostet der ganze Spuk knapp 310€

    Angenommen man hat 40 Aktien im Depot und würde selbst nur EINMAL im Jahr einen Nachkauf jeder Aktie tätigen und würde dafür sogar nur 10€ pro Order zahlen, dann läge man schon drüber.

  76. Oliver

    Ich habe 71 Positionen (davon eine Miniposition ETF) und mir würde es nichts ausmachen, noch wesentlich mehr Positionen zu besitzen. Gut diversifiziert fühle ich mich schon lange und die große Gefahr, dass man wegen zu einseitiger Verteilung seiner Anlagegelder Schiffbruch erleidet, ist relativ schnell überwunden. Wenn man meiner Meinung nach 10 große bekannte Titel kauft, ist man schon sehr gut diversifiziert. Natürlich tut hier noch ein Totalausfall mit 10% Verlustrisiko weh, aber man ist danach sicher nicht ruiniert.

    Das die Meinungen bei der Diversifizierung auseinandergehen, ist kein Wunder. Es hat mit unterschiedlicher Risikoaversion zu tun und wenn man z.B. 30 Titel hat, dann sind es nur etwas über 3% Ausfallrisiko. Das dumme ist, dass natürlich die Chancen mit steigender Anzahl der Positionen steigen, dass man so etwas miterlebt.

    Wenn ich lese, dass manche mindestens hunderte, wenn nicht tausende Titel benötigen, um sich ausreichend zu diversifizieren, dann ist das etwas übertrieben. Das ist schlicht nicht notwendig. Ähnlich, wie wenn jemand 10.000e EURO als Liquiditätsreserve hat, um sich sicher für jede Eventualität zu fühlen, weil irgendetwas schreckliches passieren könnte. Da ist einfach zu viel Angst, also das Gegenteil von Leuten, die in hochriskante Papiere investieren (Gier). Der Mittelweg ist zumeist der erfolgreichste. Man muss sich aber bewusst sein, das man Risiken bei Aktien eingeht. Wenn man das nicht aushält, sollte man was anderes machen. Weil selbst sehr gut gestreute ETFs nichts anderes als Aktienkörbe sind und die gehen naturgemäß bei starken Rückgängen mit nach unten.

    Komischerweise wird über die Anzahl der Positionen immer diskutiert, diese zu begrenzen, weil man ansonsten die Übersicht verliert. Das Thema hatte ich vor kurzem im Gespräch. Wahrscheinlich sind wir so konditioniert, dass wir alles sortieren, überprüfen, optimieren und anpassen wollen. Von dem Gen war ich zum Glück nicht betroffen. Ich bin außerordentlich wurstig und checke die Firmen vielleicht einmal im Jahr, manche nur sehr oberflächlich. Ich besitze sogar noch sehr viele Ausgründungsaktien und manche dieser Positionen sind nicht sonderlich groß. Wenn sie viel zu klein waren, wie z.B. PJT Partners, dann habe ich noch ein paar dazu gekauft, um eine kleine vernünftige Position zu haben. Obwohl meistens Problemfelder ausgegründet werden, ist die Entwicklung z.T. außerordentlich positiv. PJT ist mehr als 100% im Plus und South 42 (Ausgründung aus BBL) hat inzwischen das dreifache des Anfangskurses. Im Grunde waren das für mich Black Boxes wie bei jeder Ausgründung, wo man nichts weis. Darüber mache ich mir keine großen Gedanken.

    Gegenwärtig ist Dr. Pepper Snapples mit Keurig vereinigt worden. Das meiste gab es als Bardividende (etwas über 100 $/Aktie) und gestern habe ich die „Verluste“ bei Keurig Dr. Pepper realisiert und noch ein paar zusätzliche aus laufenden Dividenden aufgestockt. Ich finde die Aktie ganz interessant, neben den ganzen Erfrischungsgetränken ist Kaffee dazu gekommen. Das Problem bei zu starker Restriktierung der Anzahl der Positionen ist man irgendwann nicht offen für neues. Wie Tim in seinem Artikel schrieb, ist die Familie Reimann daran beteiligt und die bauen ein Kaffeeimperium auf. Wenn sie weiterhin so erfolgreich sind, könnte das Unternehmen sehr interessant werden. Aber Familie Reimann ist sicherlich nicht der Erfolgsgarant. Sie sind u.a. auch an der Firma COTY beteiligt und die ist semierfolgreich. Das Geschäftsfeld der Düfte finde ich auch interessant und mit dem Zukauf von Procter & Gamble-Geschäftsfeldern möchte man meinen, das Unternehmen wäre robust. Anscheinend ist das Management nicht sonderlich gut. Mit den Produkten könnte man mehr machen. Mal schauen, was die Zukunft bringt.

    So, jetzt nutze ich das schöne Wetter.

    Grüße Oliver

     

  77. -M

    @Daniel

    Wer kauft denn 40x im Jahr? Da muss man ja verrückt sein 🙂

    (Allein der Kosten wegen UND der investments wegen….erstmal 40 Unternehmen finden die gerade günstig sind)

    Ich versuche mit maximal 5 käufen im Jahr dabei zu sein. Bei 6,50€ sind das 32,50€ …. da ist meine TER doch sehr gering.

    -M

  78. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Jenny,

    ich bin ja kein echter Heimwerker. Ich scheue eigentlich solche Arbeit. Aber wenn man die Maschinchen sieht, da wird etwas schwach in einem. Wie bei der elektrischen Eisenbahn als Kind.

    Gemeinsamer Urlaub mit Freunden finde ich auch schön. Wir waren 2016 im Oktober als 5 Paare in einer großen Finca auf Mallorca eingemietet. Extra im Land, aber Küste und Berge nicht weit. Finca Matias. 😉 Jedes Paar hatte ein kleines Mietauto, brauchte man.

    Da hatten alle ein schönes Zimmer, hatten den Pool für uns. Das war pro Nase billiger als jedes Hotel. Tags haben sich Grüppchen gebildet, manche in die Berge, andere zum Strand. Abends zusammen gekocht und gequatscht. War sehr schön. Weiß nicht, ob wir die Truppe nochmal zusammen bekommen.

    @Kiev,

    bei mir musste die ATZ auf den frühest möglichen Beginn der Rente ohne Abzüge enden. Das ist bei mir die „Rente 63“, also mit Jahrgang 1957 ist das mit 63 und 10 Monaten. Das fällt bei mir auf Januar 2021.

    Wir hatten im Betrieb jahrelang kein Regelung mehr. 2015 gab es wieder eine Betriebsvereinbarung. Ich musste schnell zuschlagen, da es auch nur 14 Plätze gab (ist prozentual beschränkt). Alle Bedingungen konnte ich erfüllen, Betriebszugehörigkeit, Beitragsjahre usw.

    Dann bekam ich eine ATZ von insgesamt 56 Monaten ab Mai 2016 bis Dez. 2020. Also 28 Monate arbeiten wie gehabt, und 28 Monate daheim. Das Gehalt müsste theoretisch 50% betragen. Dafür würde es aber niemand machen. Deswegen wurde eine Aufstockung auf ca. 85% verhandelt, leider fließen da aber auch die Einmalzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld mit rein. Das geht einem schon ab.

    Aber dafür bekommt man Lebenszeit zur freien Verfügung. Mein Arbeitsphase endet also Ende August. Habe mir aber 3 Wochen Urlaub aufgehoben und 105 Stunden gesammelt, was auch noch 3 Wochen eher frei bedeutet. 😉

    Jetzt bin ich gut 61 und habe das hinter mir.

    MS

  79. Sangiovese

    @Kevin, @V:

    „Am besten passt meiner Meinung nach der Vanguard FTSE All World … ggf. noch mit etwas EM mischen.“

    Der Vanguard All World enthält ca. 10% EM. Wenn man mehr EM möchte, würde ich statt „mit etwas EM mischen“ eher den Vanguard Developed World (0,18% TER) und Vanguard Emerging Markets (0,25% TER) im gewünschten Verhältnis kaufen (kommt somit sogar noch günstiger).

    @Ruben:

    „Wenn man die TER und Zusatzgeschäfte des Anbieters ausschließen möchte, dann hilft nur das direkte Investment in Aktien.“

    TER ist okay, aber Nettodividende (statt Brutto) und Wertpapierleihe (Risiko) stört mich an ETFs, zumal sie damit eben m.E. viel höhere (versteckte) Gesamtkosten haben als nur die TER. Dazu noch fondsinterne Transaktionskosten/Spreads und wir sind bei mehr als 1,5 – 2% Gesamtkosten p.a. (damit erreicht man Kosten wie die eines aktiven Fonds, welche deswegen so verschmäht werden). Just my two cents…

  80. Sparta

    @Sangiovese

    „Dazu noch fondsinterne Transaktionskosten/Spreads und wir sind bei mehr als 1,5 – 2% Gesamtkosten p.a. (damit erreicht man Kosten wie die eines aktiven Fonds, welche deswegen so verschmäht werden). Just my two cents…“

    Es zwingt Dich doch niemand dazu, aber wie Du auf 1,5 – 2 % Gesamtkosten p. a. nach der „Studie“ (m. E.???)  z. B. beim Vanguard All World kommen willst, könntest Du bei solchen Thesen bitte genauer belegen.

    Vanguard u. a. optimieren die Kostenbelastung durch Volumen, sporadische Neugewichtungen & günstigere Bedingungen.

    Den WP-Umschlag von aktiven Fonds mit marktbreiten etf`s zu vergleichen ist aber wenig seriös.

  81. Fit und Gesund

    @Sangiovese

    also das mit den 2% würde mich nun auch interessieren, wo steht das genau? kannst Du das irgendwie belegen?

     

     

     

  82. Sangiovese

    @Sparta, @Fit und Gesund:

    Das habe ich hier dargestellt.

    Aber wir können das Thema hiermit beenden, ich muss ja – wie bereits erwähnt – nicht in ETFs investieren.

  83. Thorsten

    @All

    meine handwerklich versierte Schwiergermutter war mal durch heftigen Dauerregen zu einem längeren Aufenthalt im Baumarkt gezwungen. Noch Fragen ? 😉

    @-M

    ich bin so verrückt, habe schon mehr als 40 Unternehmen ,  kaufe gelegentlich nach (die Gebühren hoffe ich durch günstigeren Einstiegszeitpunkt zu kompensieren), versuche mich aber zu mäßigen.  Gestern ist mir National Grid in den Wagen gesprungen, 5% Dividendenrendite.“Ich bin alt , ich brauche das Geld 🙂 „. Auch wieder bei steigender V-Formation gekauft, wie schon andere Aktien seit Einbruch Anfang des Jahres. Die Charts seit Jahresanfang ähneln sich. Ich kann so oft kaufen, weil ich unregelmäsig Erträge aus Beteiligungen bekomme. Sobald 2000€ zusammen sind juckt es in der Maus und die rattert dann bestehende Positionen auf Nachkauf ab oder eben Neuengagement.

    @Matthias Schneider

    Die wenigen Leute mit Altersteilzeit, die ich kenne, sind zufrieden. Allerdings gibt es auch Tarife, die sind so niedrig, dass die Kollegen sie nicht annehmen können und am selben Arbeitsplatz  im Minijobbereich nach Renteneintritt sofort weiter arbeiten wollen bzw. müssen. Die sind echt verbittert. Mieten und Energie arbeiten gegen frühes Ausscheiden aus dem Job. Wohnen in einer genossenschaftlichen Wohnung oder Eigentum sind hilfreich. Wenn man so was mitbekommt,  dann wird man still und bescheiden und freut sich über das eigene Glück/Ausbildung/Qualifikation/Werdegang.

  84. Sparta

    @Sangiovese

    Auf 1,5 oder gar 2 % p. a. ist aber trotzdem ne steile These, die trotz den links nicht belegt ist…

    Missionieren hin oder weg zu etf`s ist nicht meine Denkweise.

    Ich mag nur rationale und sachliche Fakten.

  85. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Thorsten,

    ja, eine ordentliche ATZ-Regelung ist was wert. Einer aus meinem Freundeskreis hört nächstes Jahr auf. Der hat allerdings keine Aufstockung im Vertrag. Er bekommt tatsächlich nur 50% die ganze Zeit.

    Er hat es trotzdem gemacht, da er in einer bekannten Bausparkasse als gehobener Versicherungsangestellter selbst mit den 50% sicher mehr als ich mit 85% bekommt.

    Ich bin trotzdem zufrieden. Ich wahr nie verwöhnt, und halte meine Verhältnisse für sehr zufriedenstellend für mich, auch wenn ich von diesen Gehältern lese, die hier rumgeistern.

    Ich habe jetzt mit meiner Kürzung die ganze Zeit so knapp 2.400 netto in Steuerklasse 1. Damit komme ich gut klar. Auch weil meine Wohnung in München sehr günstig ist, da ich schon seit 1982 drin wohne.

    Habe dieses Jahr noch keine Renteninfo bekommen, erhoffe mir dann ab 2021 so um die 1.900 Bruttorente. Den Rest müssen die Dividenden bringen. Entnehme die dann alle 3 Monate, und für Urlaub usw. auch mal etwas mehr.

    Alles in allem schaue ich sehr zufrieden in die Zukunft.

    MS

  86. Daniel

    @Sangiovese

    Auf 1,5 oder gar 2 % p. a. ist aber trotzdem ne steile These, die trotz den links nicht belegt ist…

    Missionieren hin oder weg zu etf`s ist nicht meine Denkweise.

    Ich mag nur rationale und sachliche Fakten.

    ich kann mir das ehrlich gesagt auch nicht vorstellen. Ja, es ist definitiv so, dass die TER nicht alle Kosten umfasst. Aber sie umfasst die größten Batzen meiner Meinung nach. Wären die ETF in Wahrheit 4x so teuer wie auf dem Datenblatt dann wäre das schon längst in einem der 1000 ETF Finanzblogs aufgedeckt worden 😉

    Das Ganze müsste sich auch relativ schnell nachweisen wenn man seine Wertentwicklung mit dem Index vergleicht. Es finden ja keine separaten Abbuchungen durch den ETF Anbieter statt sondern es wird ja einbehalten. Und wenn plötzlich ein Delta zwischen dem was man haben müsste und dem was man im Depot hat existiert dann kann man ja auch die einbehaltenen Kosten berechnen.

     

  87. Thorsten

    @Matthias das liest sich gut. Die Gehälter, die hier rumgeistern werden meist nicht 40 Jahre gezahlt, lange Ausbildungszeiten, Aufstieg in Unternehmen, Jobwechsel mit weniger Gehalt, etc. Vieles ist denkbar. Es sind Ausschnitte aus Biographien.

    In Versicherungen wird auch nicht immer so gut gezahlt,  wie man meint, die IT eher schlecht im Vergleich zu anderen Branchen. „IT, Sachbearbeiter..die bringen nichts, die kosten nur“ gefolgt vom Fingerzeig auf die „Kollegen im Vertrieb, die die Verträge (Geld) generieren“. Aber ohne IT kein Bankeinzug von Prämien, kein Exkasso, kein Mahnwesen, kein Schriftverkehr etc. Ein Kollege wurde mal zum Gruppenleiter ernannt, damit er ganze 250€ Brutto im Monat mehr bekommen konnte. Damit lag er immer noch sehr niedrig. Die jungen qualifizierten Leute sind nach 2 Jahren in die Beratungshäuser abgehauen und tauchten mit doppeltem Gehalt als Externe wieder auf. Ich bin als Kostenfaktor   im Kontenrahmen als Abschreibung von Maschinen geführt worden, weil es keine Personalkosten sein durften. Irgendwas läuft vollkommen schief.

  88. Ruben

    @Daniel & Sparta:

    deshalb hatte ich weiter oben den Link zur Tracking Difference Seite gepostet. In der Tracking Difference ist alles enthalten.

    Ich denke der Vanguard FTSE All World Index kann sich diesbezüglich sehen lassen: http://www.trackingdifferences.com/ETF/ISIN/IE00B3RBWM25

    Der Finanzwesir erklärt es hier sehr schön:

    „Tracking-Differenz

    Die Tracking-Differenz ist die Kennzahl, nach der wir suchen. Alle Dinge, die die Rendite bewegen, werden von der Tracking-Differenz berücksichtigt. Als da wären:

    1. Die TER
    2. Alle variablen Kosten wie Gebühren und Steuern
    3. Alle variablen Gewinne wie Erträge aus der Wertpapierleihe oder einer Swap-Transaktion

    Das Problem mit der Tracking-Differenz: Während man die TER vorab berechnen und angeben kann, wird die Tracking-Differenz immer am Jahresende für das abgelaufene Jahr berechnet.
    Anbieter, wie db x-trackers geben deshalb für das laufende Jahr eine „erwartete Tracking-Differenz“ an. Die ETF-Anbieter kennen ihr Geschäft und können deshalb die zu erwartende Differenz zwischen ETF und Index recht gut abschätzen.

    Tracking-Differenz = ETF Rendite – Benchmark Rendite

    Eine negative Tracking-Differenz zeigt an, dass der ETF schlechter ist als sein Index. Eine positive Tracking-Differenz zeigt an, dass der ETF besser läuft als der Vergleichsindex.“

    https://www.finanzwesir.com/blog/perfekter-etf-ter-tracking-error

    oder Vanguard hier:

    https://www.de.vanguard/web/cf/professionell/de/markte-strategien/etf-wissenscenter/management/was-wirkt-sich-auf-die-indexnachbildung-aus

    Alles Gute,

    Ruben

  89. Mike

    200+ Positionen aber auch 70 wären wirklich ein Albtraum für mich, ich bin eben auch diesbezüglich ein Minimalist, je einfacher die Sache umso besser. Gut das einfachste wäre 1 Position ein ETF, aber dazu habe ich mich auch noch nicht durchgerungen, ich habe ca. 15 Aktien und 2 ETF’s.

    Ich hätte keine Zeit mich mit 200 Unternehmen zu beschäftigen, alleine schon die Steuererklärung wäre ein Graus.

    Diversifikation habe ich in den ETF’s, der Rest ist das Sahnehäubchen (so zumindest die Hoffnung und wenn nicht dann erschlägt es mich nicht).

  90. Sangiovese

    @Ruben:

    Das mit der Tracking-Differenz stimmt, nur leider seht ihr m.E. immer noch nicht, dass der Index selbst nur ein Netto-Index (und somit das Problem) ist.

    Um einen Netto-Index ohne Differenz zu tracken, müssen lediglich die Aktien gemäss Indexgewichtung gekauft/verkauft und dem Fonds die Nettodividende gutgeschrieben werden. Alles darüber kann der Fondsanbieter selbst einstecken (Rückerstattung der Quellensteuer, Erträge aus Wertpapierleihe). Und dies zähle ich halt zu den Gesamtkosten hinzu.

    Egal, schliessen wir dieses Thema hiermit ab.

  91. Sparta

    @Sangiovese

    „Das mit der Tracking-Differenz stimmt, nur leider seht ihr m.E. immer noch nicht, dass der Index selbst nur ein Netto-Index (und somit das Problem) ist.“

    Ok, ballern wir zu den Tracking-Differenzen von den Netto-Varianten noch das geschätzte Delta von Kommer von +0,3 % beim msci world und emerging von + 0,11 % dazu zu den Brutto-Indexen dazu… (dein Link zum Finanzwesir).

    MSCI World ca. TD 0,15 % + 0,3 % netto-brutto-delta = ca. 0,45 % p. a.

    MSCI Emerging ca. TD 0,65 % + 0,11 % netto-brutto-delta = ca. 0,76 % p. a.

    Wie komme ich jetzt auf Deine genannten ca. 1, 5 % – 2 % p. a. oder gar die Kosten von aktiven Fonds?

    Gut, wir können es gerne beenden… aber ich verstehe die Behauptung von Selbstbereicherung, gefährlicher WP-Leihe usw. immer noch nicht.

  92. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Sparta,

    Du musst doch nicht über jedes Stöckchen springen. Lass doch die Leute ihre Meinung haben. Das bringt einen nur früher ins Grab. 😉

    Wenn einer meiner ETFs 1% Leihe-Ertag hätte, dann würde ich sagen; Juhu!

    In der Regel sind das 0,0x%. Das kommt ja dem Fondsvermögen/Kurs zugute.

    Eine positive Tracking Difference heißt doch im Klartext Outperformance zum Index.

    Wenn ein ETF eine TER von 0,07% (echt geil) ausweist (wie z.B. der iShares Core S&P 500 UCITS ETF), und eine positive TD vor Kosten von 0,38%, dann ist das nach Abzug der TER noch 0,31% mehr als der Index. Dann kostet der ETF im Vergleich zur Entwicklung des Index nichts, sondern man bekommt mehr Kurswert als der Index sich entwickelt hat.

    „Die Outperformance des Fonds war durch die unterschiedlichen  Quellensteuersätze für die vom Fonds vereinnahmten Dividenden gegenüber dem für die Berechnung der Gesamtrendite des Referenzindex angewandten Steuersatz bedingt.“ (siehe iShares)

    Ehrlich gesagt, ich kümmere mich um sowas überhaupt nicht. Ich schau mir das Zeug an was mich interessiert, und wenn die angezeigte Rendite meinem Gusto taugt, dann nehme ich es und fertig.

    Schönen Abend noch.

    MS

  93. Ruben

    @Sangiovese: ich habe dich verstanden, auch wenn ich es anders sehe und für mich die Vorteile von ETF überwiegen. Der letzte Beitrag war mehr als Info für die anderen gedacht. Das wichtigste ist und bleibt aus meiner Sicht, das man überhaupt breit gestreut investiert ist und auch in kritischen Phasen die Nerven behält.

    Alles Gute,

    Ruben

  94. Sparta

    @Matthias

    „Du musst doch nicht über jedes Stöckchen springen. Lass doch die Leute ihre Meinung haben. Das bringt einen nur früher ins Grab. ?“

    Individuelle Meinungen sind selbstverständlich in Ordnung!

    Öffentliche Falschinformationen finde ich weniger gut.

    Leider haben wir da eine Hochkonjunktur und jeder sucht sich seine emotionale Bestätigung/Selbstverklärung aus immer mehr ungeprüftem Wissen im Netz heraus…

    Komische Meinungen überleben mich sowieso. 😉 Dachte immer Stress und 80,90 Stunden-Wochen sind mein größter Risikofaktor.

  95. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Sparta; „Öffentliche Falschinformationen finde ich weniger gut.“

    Im „Old School TV“ Tagesthemen kam gerade ein Beitrag, wie von Fake Verlagen jedes „wissenschaftliche“ Buch veröffentlicht wird ohne ernsthafte Prüfung.

    (Ich verweigere mich standhaft der informationslosen Totalverblödung durch Netflix und Co.)

    Kein Wunder, dass es heutzutage für alles, auch die abstrusesten Behauptungen (jetzt nicht in diesem Zusammenhang gemeint!) irgendwelche Pseudostudien etc gibt.

    Einfach normalen Hausmannverstand walten lassen, würde ich sagen. 😉

    Gutes Nächtle

    MS

  96. Sangiovese

    @Ruben, @Matthias Schneider:

    Die Tracking-Differenz ist wie ein Topf, etwas Quellensteuer-Rückerstattung hier und etwas Wertpapierleihe-Ertrag da mit rein und du hast eine gute (konkurrenzfähige) Tracking-Differenz. Den Rest behält der Fondsanbieter. Die Leihgebühr/Steuer kommt z.B. nicht einfach so dem Fonds zugute (wie Matthias schreibt), es bleibt jedem Fondsanbieter überlassen, ob und wieviel er davon weitergibt.

    Ich bin ja nicht per se gegen ETFs. Im Gegenteil, bin mir sogar am überlegen, ob ich von Einzelaktien komplett in ETFs wechsle. Mich stört einfach die z.T. fehlende Transparenz der ganzen Kosten/Zusatzerträge (was und wieviel und für wen) sowie im speziellen die Wertpapierleihe (ist und bleibt ein Risiko bei einer erneuten Systemkrise, und ich hätte lieber eine höhere TER, dafür keine Wertpapierleihe).

    Aber jetzt wirklich Schluss. Jeder soll nach seinem Gusto investieren.

    Schönen Tag allerseits!

  97. Fit und Gesund

    @Sangiovese

    aber es gibt doch ETF’s ohne Wertpapierleihe…

     

     

  98. Sangiovese

    @Fit und Gesund:

    Ja, aber m.E. nur die synthetisch replizierenden ETFs (Swap-ETFs), weil die gar keine Aktien besitzen, die sie verleihen können (noch schlimmer, die kommen mir bestimmt nicht ins Depot).

    Mir ist jedenfalls kein physisch replizierender ETF bekannt, der keine Wertpapierleihe macht.

  99. K.K.

    @Matthias Schneider

    Herzlichen Glückwunsch zur neu gewonnenen oder besser erarbeiteten Freiheit. 🙂

    Genieße die Zeit. Ich bin gespannt was Du berichtest und wie es ist, nach ein paar Monaten, wenn man sich daran gewöhnt hat.
    Und ob das Vorstandsgespräch interessant war oder nur „obligatorisch“ auf Grund langjähriger Zugehörigkeit mit Blumen für die Frau o.ä., würde mich auch interessieren.

    Ich kenne Arbeitgeber (z.B. im Rettungsdienst), da kommt bei ganz alten Hasen, der oberste Chef zur letzten Schicht vorbei und arbeitet diese voll mit, aber als zusätzliche Kraft. Um der alten Zeiten willen. Gerade von den alten kann man viel lernen und viel interessantes erfahren.

    Wenn die letzte Schicht sogar eine Nachtschicht ist, finde ich dies eine sehr besondere Art der Anerkennung. Sind aber vermutlich Einzelfälle.

    Und dann kommt noch dazu, gerade in körperlich belastenderen Jobs, wer schafft es überhaupt bis zur Altersteilzeit oder tatsächlich bis zur Rente im selben Unternehmen. Das sind schon Besonderheiten und Ausnahmen, in manchen Bereichen, so mein Eindruck.

    Viele Grüße,

    K.

  100. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Sangiovese,

    ich habe nichts gegen Aktienleihe, die ist mit 110% Gegenwert als Sicherheit hinterlegt. Habe dem bei meinem Depot extra zugestimmt und bekomme Zinsen dafür. Da macht es mir weniger aus, mal ins Minus zu gehen, weil ich die Sollzinsen damit auffange.

    Ich sehe das alles recht entspannt.

    @K.

    natürlich war das Gespräch schon Routine. Ich lief als Vorgesetzter in den Unterlagen, deswegen kam ich wohl zu der Ehre.

    Die Vorstände sind ja oft nicht sooo lange in Firmen. Diesen haben wir seit 4 Jahren, kam von BMW. Er war aber schon interessiert an meiner Meinung zur Firma, welche Zeit ich am spannendsten fand usw.

    Habe ihm ein Heftchen vermacht, in dem Produkte vermerkt waren von der Fertigung, also geführte Listen von der Fertigstellung, Kontrolle und Auslieferung, angefangen aus dem Jahr 1955. Selbst weit vor meiner Zeit. 😉 Habe ich mal gerettet.

    Kommt bestimmt mal in die Vitrine.

    Das Gespräch fand ich sehr nett, da es ja ins Persönliche ging. Fun Fact war ja, dass er als Kind immer bei seinem Opa in dem kleinen Ort war, in den ich jetzt ziehen werde. Da ist sogar eine Straße nach dem Opa benannt (Ehrenbürger). Und er strahlte, als ich sagte, dass ich die immer entlang gehe zum REWE. 😉

    Ist schon witzig. Heute bei der Abschiedsfeier in der Abt. hat auch ein anderer Chef (der Business Unit) mir auffällig intensiv gesagt, ich solle mich jederzeit an die Firma wenden, wenn sie mir helfen könnten. Fand ich nett und nicht nur standardisiert.

    Tja, werden andere Zeiten jetzt. Aber ich bin sehr entspannt und freue mich.

    Gutes Nächtle

    MS

  101. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Interessante Diskussion zur Diversifizierung. Danke für die Links, Ruben.

    Fünf Aktien statt einer ist wohl ein Muss. Zehn statt Fünf sehr empfehlenswert. 20 statt zehn Aktien geht wohl auch noch. Aber danach erzielt man mit mehr Titeln keine signifikanten Diversifizierungsvorteile mehr. Vorausgesetzt man setzt auf die globalen Marktführer.

    Ob also 100 oder 1000 Titel – das sind nur noch marginale Unterschiede.

    Ich fühle mich mit meinen ca. 30 Titeln sehr wohl. In den nächsten Jahren werden es sicher noch mehr werden. Ich sammle gerne Unternehmensanteile ein.

    @ Matthias

    Eine schöne, erholsame Zeit wünsche ich dir. Und viel Schlaf 😉 .

    Es wird dir sicher wie ein längerer Urlaub vorkommen. Bin gespannt, wie deine Gedanken zur „Freiheit“ in sechs Monaten sind.

    Vielleicht heuerst du zwischendurch bei Jean-Luc Picard an….. 😉 . Ab und an eine alte Folge, das wäre dann etwas für mich 🙂 .

    Alles Gute!

     

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