Mit der richtigen Einstellung machst Du Fortschritte: Lenke Deine Gedanken und Gewohnheiten ins Positive

Ich gehe gerne Joggen und Schwimmen.
Ich habe immer versucht, mein Geld so schnell wie möglich wegzulegen. Es floss gleich ins Depot. Wenn es zu lange in meinem Girokonto wartete, war das nicht förderlich. Es ist ratsam, überschüssiges Geld auf dem Girokonto zügig abzuziehen. Sonst sieht es aus, als ob Du „zu“ flüssig bist. Sobald mein Girokonto zu üppig wird, geht eine Überweisung ins Depot. Es fühlt sich an, als hätte ich kein “Extra-Geld“ zum Auszugeben, obwohl ich es hätte. Ich leb trotzdem ein sehr komfortables Leben – wohlgemerkt weit unter meinen Möglichkeiten.

Wir haben in Deutschland, Österreich und der Schweiz explodierende Wohnkosten. Die Löhne stagnieren in vielen Branchen, sie steigen allenfalls im Gleichschritt mit den Lebenshaltungskosten (Miete, Essen, Mobilität). Also bleibt unterm Strich für Arbeitnehmer nichts – trotz des Wirtschaftsbooms.

Zwar werden die Arbeitszeiten immer flexibler, aber die Belastungen für die Arbeitnehmer nehmen zu, wie Studien zeigen. Angesichts dieser Situation ist es schwer sich finanziell über Wasser zu halten. Zumal wir von Werbung bombardiert werden. Unser Umfeld übt Druck auf uns aus. Es will, dass wir wie sie konsumieren. Konsumenten geben frivol ihr Einkommen aus.

Du musst wissen: Wenn Du nicht die wichtigen Entscheidungen in Deinem Leben selbst triffst, dann macht das jemand anders für Dich: Die Werbung, die Kollegen, die Freundin/Freund, der Staat… Das, was dann bei rauskommt, ist nicht gut für Dich.

Es gibt eine Lösung für das Problem. Du reduzierst radikal Deine Lebenshaltungskosten. Du fragst Dich:

„Ist diese Jacke für 250 Euro wirklich nötig? Brauche ich diese Schuhe für 180 Euro, die ich vier Mal trage? Weil sie drücken bei den zehn Stunden im Job, landen sie eh für immer im Schrank. Muss ich jedes Wochenende ins Einkaufszentrum? Ich habe doch alles, was ich brauche. Mein Kleiderschrank ist eh überfüllt.“

Luxusgüter wie Autos, PayTV, Massagen, Pediküre, teure Fitnessclubs, Restaurants oder neue Smartphones meidest Du (nach Möglichkeit) wie die Pest. Du lebst auf kleinem Wohnraum nahe bei der Arbeit. Du tilgst all Deine Schulden. Du sparst 30, 40 oder 60 Prozent Deines Einkommens. Du ziehst das für ein gutes Jahrzehnt (oder länger) durch. Du investierst klug. Du gehst in günstige ETFs. Oder Aktien.

Ob die Börse steigt oder fällt, Du lässt Dich nicht verrückt machen. Wenn die Börse an einem Tag um ein Prozent sinkt, ist das kein Weltuntergang. Es ist kein Bärenmarkt, nichts passiert, es ist normal. Ein Markt, der um drei oder fünf Prozent in einem Monat sinkt, ist nur ein Pullback, es ist normal. All die warnenden Artikel (Clickbait) kannst Du vergessen. Wenn die Arbeitslosigkeit steigt, Entlassungen beginnen, sinkende Unternehmensgewinne gemeldet werden, hat das bald einen Einfluss auf die Konsumenten. Deren Konsumnachfrage nach Gütern schrumpft in der Folge. Du sparst einfach weiter in ETFs oder Aktien. Stur weiter. Jede starke, stabile Firma ist nur eine Kaufgelegenheit, wenn die Kurse sinken. Hast Du etwas Cash übrig, bieten sich gerade in Krisen einmalige Investitionsmöglichkeiten.

Irgendwann kannst Du von Deinem Kapitaleinkommen leben. Dann kannst Du der stressigen Arbeitswelt auf Wiedersehen sagen. Du machst vielleicht Dein Hobby fortan zum Beruf. Du reist um die Welt. Dieses Jahr reiste ich nach Texas (Austin/Houston), Louisiana (New Orleans), London, Nizza, Georgia (Atlanta), Florida (Naples), Washington DC, Alabama (Birmingham), Connecticut (Rowayton), Pennsylvania (Pittsburgh). Entweder reise ich mit der Familie oder mit Freunden. Selten allein. Die eine oder andere Reise war berufsbedingt. Nun stehen noch bis Silvester folgende Stationen auf der Agenda: Tschechische Republik, Norwegen (Oslo, Bergen), Dänemark (Kopenhagen, Aero), Portland (Oregon), Seattle (Bundesstaat Washington), Athen. Sorry für die Angeberei. Zum Großteil reisen wir sehr günstig. Wir übernachten bei der Verwandtschaft. Wir buchen billige Familienpensionen. Wir nutzen Airbnb.

Du kannst es in die Freiheit schaffen. Du musst nur die Spar-Prinzipien umsetzen. Ich erhalte jeden Tag von Lesern Emails, welche Aktie/Fonds sie gerade aufstocken. Es gibt einige Leser, die 70 Prozent ihres Einkommens sparen. Sie sind motiviert. Sie wissen: Nicht 5 Euro auszugeben ist besser als 5 Euro zu verdienen. Die gesparten 5 Euro sind bereits versteuert, wohingegen die 5 Euro an Mehreinkommen noch nicht versteuert wurden.

Orientiere Dich an zufriedenen Menschen. Sie haben Einfluss auf Dein Wohlergehen. Die “New York Times” berichtete kürzlich auch über das Thema des Pessimismus versus Optimismus. Vermeide Menschen, die sich in der Opferrolle sehen. Sie sind nicht hilfreich. Klar sollte Dein Umfeld ehrlich und offen sein. Klar sollte man nicht blind optimistisch sein. Aber purer Pessimismus ist nicht gut.

Die reichste Familie Deutschland, die Reimanns aus Mannheim, leben bodenständig. Sie fahren normale Autos, sie leben in normalen Reihenhäusern. Ohne Luxus. So wie die Albrecht-Brüder oder die Familie von Warren Buffett. Die Milliardäre wissen, dass der Saus und Braus einen nicht zufriedener macht. Im Gegenteil. Hier ist eine coole Dokumentation über die Reimanns zu sehen. Es ist verblüffend wie “normal” diese Milliardäre leben.

Ich schlug nach dem Erreichen der Freiheit eine freiberufliche Laufbahn ein. Das ist ohne Druck zu machen. Mir macht es viel Spass. Du kannst das Arbeitspensum steuern. Ich nehme auf meine Reisen den Laptop mit. Fertig! Ich kann von überall arbeiten – solange es einen Internetanschluss gibt. Ich kann viel arbeiten oder weniger arbeiten.

Ich habe keine Konsumschulden. Ein üppiges Depot. Ich leb von den Dividenden, meiner freiberuflichen Tätigkeit und einer kleinen Mieteinnahme. Ich besitze weder Plunder noch ein Auto. Ich nehme den ÖPNV, meine Beine. Ich gehe praktisch nie ins Restaurant. Ich koche. Ich genieße das Lesen, Joggen, Schwimmen. Das Verrückte ist: Ich habe viel Geld gespart. Trotzdem ist mein Lebensstil unendlich besser geworden. Ich hab weniger Stress. Ich hab weniger Kram. Ich habe keine Stauräume. Ich besitze ganz wenig Dinge.

Du brauchst weniger Geld, als Du denkst. Einfach die Bekleidungsläden, Restaurants, Bars, Kinos, Cafés, Einkaufszentren und Amazon meiden. Da kommt einiges zusammen. Je mehr Zeit Du hast, desto weniger Geld brauchst Du, weil für Dich der ganze Konsumwahn keine Rolle spielt. Es ist nebenbei bemerkt viel gesünder auf den Konsumwahn zu verzichten.

Wenn Du nicht ins Büro musst, brauchst Du kein Auto/Bahn. Du brauchst keine schicke Garderobe. Ich habe Zeit, um meine Bedürfnisse auf kreative Weise zu erfüllen. Ich sammle zum Beispiel entlang am East River Hagebutten und mache eigenen Tee. Das macht Spass. Mit den Nachbarn habe ich das Ausleihen, Tauschen und Teilen perfektioniert. Wenn Nachbarn ein Möbelstück übrig haben, setzen sie es im Hochhaus auf das Internet-Portal – oftmals für lau. Oder sie sagen mir direkt Bescheid: „Hey, brauchst Du einen Teppich. Wir haben hier ein Ausstellungsstück, das wir nicht brauchen.“

Designer-Anzüge, Protz-Autos und Luxus-Handtaschen machen Menschen nicht wirklich zufriedener. Aber jeden Tag ohne Wecker aufzuwachen, schon. Hast Du mehr Zeit, kannst Du Dich intensiver um Deine körperliche Aktivität kümmern. Ich gehe oft joggen.

Blogger „Mr. Money Mustache“ ist mein Vorbild. Mit 30 Jahren ging er in die Freiheit mit Frau und Sohn. Er hatte damals 600.000 Dollar im Depot. Weil er so clever ist mit seinem Blog, schätzt seine Community, dass er über fünf Millionen Dollar Privatvermögen haben muss. Der Blogger sagt im Prinzip: Wenn Du Deine Ausgaben für optionale Dinge wie teure Autos oder Restaurants und Benzin reduzierst, kannst Du mehr Freizeit erhalten. Du reduzierst den Stress. Dein Leben lenkst Du in wichtigere Bereiche wie Freundschaften, psychischer und körperlicher Gesundheit.

Eine große Sache ist für mich Alkohol. Ich trinke ganz selten Alkohol. Im Grunde fasse ich den Kram nicht mehr an. Ich kenne schwere Trinker. Die brauchen 150 bis 200 Euro für Bars und Restaurants. Nur um Wein, Bier, Cocktails pro Monat zu bezahlen. Dem Alk Ade zu sagen, spart nicht nur Geld, es ist auch gut für die Gesundheit.

Statt Alkohol zu trinken, genieße ich lieber ein Smoothie, Kaffee oder grünen Tee. Ja, grüner Tee, das grüne Ding ist sehr gesund. Leckere Gerichte zu kochen ist ebenso großartig. Es hilft dem Sparen und der Gesundheit. Es ist ein Lernprozess. Was mir in New York für den Sport hilft, ist das enorme Angebot. Es gibt sogar massenweise Gratis-Angebote. Du kannst hier Kanus gratis auf dem Hudson River ausleihen.

Ich muss kein Geld ausgeben, um ein soziales Leben zu führen. Ich treffe mich mit Freunden am Strand. Mit der U-Bahn fahre ich hin. Ich treffe Freunde zum Wandern, zum Spaziergang, zum Grillen. Sparsamkeit führt nicht in die soziale Isolation. Im Gegenteil. Du bist oft in der Natur, draußen. Die meisten Freunde sind begeistert, zum Grillen vorbeizukommen. Wir haben hier Grills am Strand. Das ist toll. Eine Radtour, Waldspaziergang, der Park, der Strand, das Naturgebiet. Das ist etwas Herrliches. Treffen im Wald zum Picknick – das macht meine Großfamilie. Es ist schön. Die Verwandtschaft bringt ihr eigenes Essen und Getränke mit. Das sind schöne Erinnerungen.

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Ralf
4 Jahre zuvor

Ein sehr guter Artikel, vielen Dank!

Zum komplexen Thema Wohnen: Wir haben uns nach langer Entscheidungsfindung nun entschieden doch zu bauen. In unserer Region sind gebrauchte Immobilien und Mietshäuser sehr teuer geworden und die Nachfrage anhaltend sehr hoch. Oft sind es alte Hütten mit viel Renovierungsbedarf und dazu teuer. An meinen Wunschort (Discounter, Krankenhaus, Altstadt und S-Bahn fußläufig in ca. 10-12 Minuten zu erreichen, trotzdem recht ruhig und in herrlicher Natur gelegen) haben wir nach langer Suche ein bezahlbares, nicht zu großes Grundstück gefunden.

Es wird ein ganz schlichter, rechteckiger Bau sein, zweckmäßig und kostenoptimiert aber auch von vernünftiger Bau-Qualität. Dort kann man auch auf ein Auto verzichten, z.B. wenn die Finanzen Probleme machen. Und im Alter habe ich eine gute Infrastruktur vor Ort.

Zugunsten einer hohen Tilgung wird die Sparrate für ETFs und Aktien daher nun zwangsläufig heruntergefahren, jedoch niemals komplett eingestellt.

Allen weiterhin viel Erfolg an der Börse!

 

 

 

User554433
4 Jahre zuvor

Heute ist Prime-Day bei Amazon. Die Kommentare sind der Knaller. Da wird für vierstellige Summen Plunder gekauft weil die Dinge ein paar Euro “günstiger” sind. Die durchgestrichenen Preise wirken auf viele wie eine Droge. Fernseher für 3.000 EUR statt 3.300 EUR – Brot und Spiele.

4 Jahre zuvor

Guter Artikel um das richtige Konsumverhalten zu lernen. Viele sehen es als Verzicht und einschneiden im Leben, wenn sie auf zB “Marken”Klamotten kaufen. Deichmann Schuhe kommen ihnen nicht in den Schuhregal und beim Auto muss es auch unbedingt ein BMW sein, auch wenn der Arbeitsweg 10min entfernt ist.

Prestige und Anerkennung sind eben in der Gesellschaft viel wichtiger und die “Ladys” stehen auch auf schicki-micki.

Vor kurzem gab es ein Auto Leasing Angebot für 1 Jahr, Ideal für mich, da ich nur für kurze Zeit eine Auto brauche. 30€ im Monat. Ich hab mich dagegen entschieden, nicht weil ich kein Geld habe, sondern weil ich eine Pro/Contra Liste erstellt habe. Und mein einziges Pro war “einkaufen fahren”.

Grüße

Sanja

4 Jahre zuvor

Hallo Tim, exzellenter Artikel wie immer! Ich bin auch ein sparsamer Mensch und gebe lieber Geld für gesunde Nahrung aus, Lachsfilet zum Beispiel.

Thorsten
4 Jahre zuvor

Da haben sich die Leute auf Amazon einen Schuss gesetzt, und die Komsumgemeinde kauft womöglich Mist billiger,  nur weil es billiger ist (angeblich).

Ich habe es wie Tim gemacht,  was das Girokonto angeht,  ich habe mich immer unwohl gefühlt, wenn da zu viel drauf war, ich habe meine Liquidität künstlich gedrückt,  in dem ich gleich am Monatsanfang  investiert habe. Zur Zeit als ich Immobilien abgezahlt habe war das extrem,  sobald ich die Summe für die Sondertilgung zusammen hatte, habe ich das Geld an die Bank überwiesen, oft  schon Anfang des Kalenderjahres, zusammengekratzt im Vorjahr. Geld musste immer weg, intelligent vom Konto geschoben (nicht  immer war es erfolgreich, manches war auch fehlinvestiert).

Chris
4 Jahre zuvor

Servus Leute,

Ich bin 23 Jahre und Investiere seit einem knappen Jahr immer wieder in Aktien. Das macht richtig Spaß. Ich habe früher viel Geld für Auto Wechsel mit viel PS und Restaurants und Disko raus geschmissen… Ich bereue es nicht, da ich dadurch wertvolle Erfahrungen gesammelt habe. Jedoch bin ich sehr froh klüger geworden zu sein. Meine Auto Liebe/ Hobby habe ich jetzt im Griff und fahre ein altes zuverlässiges Auto mit etwas Rost (e39). Das macht mir nichts mehr aus. Ein altes Auto macht mich nicht schlechter..

Ich hoffe das ich in den nächsten Monaten meine Freundin dazu überreden kann näher zur Stadt zu ziehen um auf das Auto verzichten zu können. Die Vorteile überwiegen aus meiner Sicht. Wobei das Leben ländlicher auch sehr schön ist. Und die Klima im Auto das Leben schöner macht 😀 Aber von Nix kommt Nix.

Seit 2 Wochen kenne ich erst Tim Schäfers Videos und Blog. Ich bin Begeistert! Ich nehme dir ab Tim, das du wirklich das selber tust und daran glaubst, was du predigst. Ich weiß aus eigener Erfahrung das Sparen sehr wichtig ist, aber du hast mir nochmal die Augen geöffnet! Danke dafür. Ich hoffe und denke das ich auf dem richtigen Weg bin, manchmal kommen die Zweifel.. Aber mir ist eine Stückweite/ komplette Finanzielle Freiheit viel wichtiger als wieder ein Dickes Auto oder eine 130€ Hose… Sogar meine Familie hat sich jetzt dafür interessiert, wobei einige Kollegen Aktien als schlicht Dumm bezeichnen.

Und Ja Tim du wiederholst dich, aber egal! Mach weiter so, mich Motiviert zu sehen, dass einer es geschafft hat! und die anderen bestimmt auch.

Grüße an alle frische/ erfahrene BuyandHold Aktionäre:)

 

 

chn
4 Jahre zuvor

Hallo Tim,

Falls die Frage erlaubt ist, würde ich gerne wissen, wann du dich bevorzugt mit Freunden triffst? Ich meine, die meisten müssen doch wahrscheinlich arbeiten, also wird das bevorzugt am Wochenende sein, oder? Oder kennst du schon viele, die auch finanziell frei sind?

Danke & Gruß

 

Mike
4 Jahre zuvor

“Sparsamkeit führt nicht in die soziale Isolation.”

Auch wenn es immer wieder behauptet wird, aber auch wer gar nichts hat muss nicht zuhause auf dem Sofa sitzen und versauern, er hat immer die Wahl rauszugehen auf einen Spaziergang.

Für mich die grösste soziale Isolation ist zunehmend das Smartphone, ich bin kein Gegner im Gegenteil es ist eine tolle Erfindung aber viele kennen keine Grenzen mehr, kleben förmlich an ihrem Handy und vergessen die Welt um sich herum.  Smartphone Zombies.

Wie alles, wenn man es übertreibt, wird es zur Sucht. Sogar Sparsamkeit kann süchtig machen, zum Beispiel wenn sie zu Geiz ausartet.

Auch 100’000 Facebook Freunde ersetzen nicht eine reale Freundschaft, oder auch ein ganz normaler sozialer Kontakt in der Realität. Ich erinnere mich noch gut früher im Zug, da konnte man noch mal ein spannendes Gespräch führen, heute ist das zumindest in urbanen Gegenden kaum noch möglich. Neulich habe ich 2 beobachtet, wie sie, sich gegenüber sitzend, miteinander chatten.

Mike
4 Jahre zuvor

@User554433

Das ist das Problem der Proleten, keine Bildung, hohe Schulden aber immer den grössten Fernseher im Wohnzimmer 😀

Fabian S.
4 Jahre zuvor

Grüße Dich Tim,

einfach großartiger Artikel wieder 😉 Werde aber trotzdem versuchen bald bei hoffentlich höheren Kursen zu verkaufen, um dann auf einen baldigen Crash zu warten 😉

A.
4 Jahre zuvor

@Fabian S.

Timing des Marktes ist sehr schwer und Glück. Kann funktionieren oder halt nicht.

Ja, ich habe auch immer Geld vom Konto weg geschoben, schon mit 18., als Geld von Nebenjobs kam. Das ist das beste was man machen kann. Mache ich immer noch und meine Frau auch. Grundstein fur Wohlstand nach meiner Meinung. Nur dann kann man investieren.

Wegen Haus und Autos werde ich aber probieren jetzt doch etwas mehr Bargeld anzusparen,  so, 20 25K , obwohl ich zwischendurch bestimmt wieder Aktien kaufen werde. ?

 

Kiev
4 Jahre zuvor

@ Tim

Schöner Artikel! Wie sieht das Treffen mit Freunden aus? Hatte dieselbe Frage wie chn…

Ich muss selbst weniger als meine Freunde arbeitern. So bin ich eh schon immer der erste vor Ort. Aber klar, einkaufen, joggen, durch den Park spazieren, aufräumen, Kanu fahren, Museen besuchen, Formalien erledigen usw. kann man schön erledigen und hat dennoch sehr früh frei und dabei alles bereits erledigt. Und man kann auch abends viel unternehmen, da man ja nicht früh aufstehen muss.

Ist nicht Reisen bei Dir auch ein wenig wie Rauschen? Ich hätte ehrlich gesagt bei den ganzen Reisen schon Freizeitstress. MadFi hat dazu auch etwas Interessantes geschrieben. Er ist das erste Jahr extrem gereist und hatte dann erst einmal genug. Du könntest ja auch weniger aber dafür längere intensivere Reisen durchführen. Hast Du so etwas schon einmal gemacht? Du könntest z.b. den Jakobsweg komplett gehen oder die Panamerikana mit dem Rad entlang fahren. Oder einfach mit dem Rennrad mal zur Westküste fahren. Wenn es Spass macht kannst Du ja auch wieder mit dem Rad zurück. So hat die Reise zumindest nichts gekostet und dabei die Umwelt nicht belastet.

Was meinst Du konkret mit unter Deinen Verhältnissen leben? Beziehst Du Dich auf die 4% Regel oder hast Du eine eigene Definition? Wie sieht sie aus?

@ Ralf

Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Kauf. Du hast ja am Ende doch noch etwas gefunden. Vielleicht war es Glück, vielleicht die intensive Suche oder Deine Kenntnis über die Preise für die Baukosten. Man wird es nie erfahren.

Ab jetzt liegt das Glück in Deiner Hand. Du bist vom Fach und hast Zeit Dich vielleicht auch selbst aktiv einzubringen. Versuche Dich auf das positive zu fokussieren. Deine Idee mit dem KFZ Verkauf ist nicht schlecht, aber falsch formuliert: “Wenn die Finanzen Probleme machen“. Das hört sich nach einer Schwäche an und im Falle des Falles nach Versagen. Warum?

Brauchst Du das KFZ oder nicht? Fall Du es nicht brauchst kannst Du es heute verkaufen. Dann tritt der Fall vielleicht erst gar nicht ein. Oder Du verwendest das KFZ für den Hausbau und evaluierst die Entscheidung in einem Jahr erneut. Du solltest es aktiv entscheiden. Lasse nicht das Schicksal bei Dingen, die Du beeinflussen kannst, über Dich bestimmen. Nehme es in die Hand. Wird das KFZ nicht benötigt kommt es weg. Das hat nichts mit Versagen zu tun.

@ Amazon Prime Day

Ich habe nichts gekauft 🙂

@ Mike

Habe heute mein Smartphone zu Hause vergessen und nichts verpasst. Surfen ist tatsächlich oft eine Verschwendung von Zeit. Das ist vielleicht aktuell meine größte Schwäche.

Ralf
4 Jahre zuvor

@Kiev: Während der Bauphase möchte ich nur bei finanziellen Engpässen auf das Auto verzichten. Danach schwebt mir eine günstige Lösung mit einem Mopedauto (für größere Einkäufe und mehr Flexibilität) vor. Das kostet aber nur ca. 60 € im Jahr für Versicherung, braucht keinen TÜV und ich kann Reparaturen aufgrund überschaubarer Technik weitgehend selbst erledigen. Ich denke sogar über eine elektrische Version nach, die künftig dann durch eigenen Sonnenstrom gespeist wird. Der Ingenieur und das Technikinteresse als Hobby steckt halt doch irgendwie drin…

Kiev
4 Jahre zuvor

@ Ralf

Ein Mopedauto klingt gut. So etwas hatte ich nie in meinem Radar. Kein Tüv, keine Zulassung, sehr niedrige Versicherung usw. Bei den niedrigen Kosten und Anschaffungspreis lohnt sich vielleicht so ein “KFZ”, mit dem man allerdings nicht in den Urlaub fahren kann. Die kleine Reichweite ist in dem Fall auch in Ordnung. Als elektrische Variante mit 60kmh fände ich es im Stadtgebiet durchaus interessant.

Auf dem Land musst Du selbst abwägen wie die Strassen befahren werden. Ich fahre oft auf Radwegen und bin hier vom Verkehr getrennt. Manche Landstrassen (Hauptverkehrsrouten) meide ich mit dem Rennrad. Die würde ich mit dem Mopedauto auch nicht fahren.

 

Kiev
4 Jahre zuvor

@ Tim

Dann ist Deine Freiheit ja sehr entspannt. Bei einem Crash könntest Du bereits mit einer Reduktion der Urlaube auf die Hälfte einiges sparen um nicht zu günstig Anteile für Konsum verkaufen zu müssen. Nach einem Verzicht klingt das dann für die meisten Menschen auch noch lange nicht.

Daniel
4 Jahre zuvor

Luxusgüter wie Autos, PayTV, Massagen, Pediküre, teure Fitnessclubs, Restaurants oder neue Smartphones meidest Du (nach Möglichkeit) wie die Pest. Du lebst auf kleinem Wohnraum nahe bei der Arbeit. Du tilgst all Deine Schulden. 

Das ist mir ehrlich gesagt etwas zu platt. Ich wüsste nicht, was gegen einen Fitnessclub spricht, bin dort selbst. Zwar bin ich auf dem Land in wenigen Minuten in Wiesen und Wäldern wenn ich joggen gehe, aber es gibt durchaus auch Tage mit extrmen Temperaturen, Starkregen oder Gewitter. Da packe ich meine Sachen und fahre ins Studio und gehe aufs Laufband. Ich sehe dort immer wieder dieselben Leute mit denen ich mich gerne unterhalte, man motiviert sich gegenseitig. Mit einem Monatsbeitrag von 19€ im Jahr kostet es grade mal soviel wie mich ein teures Fitnessgerät zuhause kosten würde.

Auch beim Thema Massagen bin ich anderer Meinung. Gesundheit und Wohlbefinden first. Als Schreibtischtäter habe ich immer mal wieder ein leichtes Zwicken im Nacken, Schulter und Rückenbereich, da ist so eine gezielt eingesetzte Massage manchmal schon eine echte Entspannung die die Muskeln wieder lockert.

Beim Thema Giro bin ich auf einer Wellenlänge….meine Grenze beim Giro sind 4000€, alles was darüber liegt wandert ins Depot. Damit ist genug Puffer vorhanden. Dienstreisen mit Hotelbuchungen etc. lasse ich alle über meine Kreditkarte laufen, die rechnet erst Ende des Monats ab, bis dahin hat die Personalabteilung meist schon die Reisekostenerstattung aufs Konto gebucht, für mich einer der wesentlichen Vorteile einer Kreditkarte.

Insider
4 Jahre zuvor

@ Ralf
Ich gratuliere dir ebenfalls zum Kauf und wünsche dir viel Erfolg beim Bauen. Ich denke mittelfristig gesehen ist Wohneigentum ein ganz wichtiger Pfeiler zur Freiheit / selbstbestimmten leben .

 

@ Tim ein erneutes lesertreffen vorzugsweise im Rhein Main Gebiet / mannheim wäre klasse .vor allem wenn du es rechtzeitig ankündigen könntest . Ich würde mich sehr freuen dich und auch die community in real life kennen zu lernen . Denn ein gutes Gespräch ist wie kiev oben schrieb mehr wert als jeder Kontakt über das Internet .

 

Gruß insider

Claus
4 Jahre zuvor

@ Fabian S.

… interessante Strategie. Hast Du denn schon Verkaufskurse für Deine Aktien festgelegt? Wann verkaufst Du welche Deiner Aktien?

Crash… Wann haben wir einen Crash? Bei -20%? Oder doch erst bei -30%? Oder gar erst bei -50%? Beziehst Du Dich hierbei auf “den Markt?”. Falls ja, auf welchen? Oder doch nur auf einzelne Aktien oder Sektoren?

Es werden sich nicht alle Aktien gleich verhalten. Auch in “Crash-Phasen” gibt es “Crash-resistente-Aktien”, die wesentlich weniger fallen, als der Rest. Einige Aktien werden auch gar nicht fallen, sondern steigen…

Wann kaufst Du wieder? Wenn Panik herrscht, es nur negative Meldungen gibt und sogar Profis verkaufen?

Oder wartest Du dann sicherheitshalber lieber ab, bis die erste kräftige Erholung vorüber ist und die Aktien dann bereits wieder vor einer kleineren Korrektur stehen? Oder wartest Du, um wirklich ganz sicher zu gehen, noch die 2. Erholungsphase ab?

Kaufst Du alle Aktien dann auf einmal oder in mehreren Partien?

Wie sieht Dein Zeitplan für die ganze Aktion aus?

Ich hätte noch massenhaft weitere Fragen…

Wenn es so einfach wäre, würde jeder zu Höchstkursen verkaufen, den berühmten Crash abwarten und wieder zu tiefsten Kursen einsteigen. Doch das gelingt nicht mal Mr. Buffett und anderen Profis.

Viel Erfolg!

 

Gainde113
4 Jahre zuvor

@ Claus

Ja, das sind alles Fragen, die man sich beim Market Timing stellt und es deswegen sehr schwierig ist.

Deswegen für den Einsteiger regelmässig Aktien kaufen oder bestimmte Marken abwarten (bsp. wünschenswerter Dividend Yield).

Gainde113
4 Jahre zuvor

Wie sieht eigentlich eure aktuelle Asset-Allocation aus?

Bei mir im Depot: 91.8% Aktien global, 8.2% Cash

 

Blackrock spürt die Unsicherheit der Investoren:

“Der Zuwachs bei den Neugeldern hat sich in dieser Zeit allerdings deutlich abgeschwächt. Er betrug zwar immer noch 20 Mrd. Dollar, lag im Durchschnitt der vorangegangenen drei Quartale aber bei 85 Milliarden. CEO Larry Fink macht für den Wachstumsrückgang die zunehmende Unsicherheit an den Märkten verantwortlich. Die Möglichkeit eines Handelsstreits scheint die Investoren so stark zu verunsichern, dass viele erst einmal an der Seitenlinie abwarten wollen, bis sich die Lage besser beurteilen lässt.

Wenn der Netto-Neugeldzufluss nach Regionen aufgeschlüsselt wird, zeigt sich eine starke Diskrepanz im Anlegerverhalten. Während die Investoren aus Nord- und Südamerika Blackrock 21 Mrd. anvertrauten, zogen die Investoren der EMEA-Region (Europe, Middle East, Africa) Kapital in der Höhe von 7,4 Mrd. ab. Sowohl bei institutionellen Anlegern als auch bei privaten Investoren fand ausserdem eine akzentuierte Verschiebung von Aktienanlagen in Obligationenanlagen statt. Bei ihren Investments in aktive Anlagen zeigten sich institutionelle Investoren allerdings weder von Aktien- noch von Bond-Investments besonders angetan; im zweiten Quartal bevorzugten sie stattdessen Multi-Asset-Produkte. Dies dürfte ebenfalls Ausdruck der zunehmenden Unsicherheit sein, in welche Richtung sich die Märkte entwickeln.”

 

Quelle: https://www.nzz.ch/finanzen/fonds/blackrock-spuert-die-unsicherheit-der-investoren-ld.1403976

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

Asset Allocation: per Ende Juni

65% Einzelaktien

30% ETF’s

5% Cash inklusive 1 Anleihe

dazu eine selbstbewohnte ETW sowie eine vermietete ETW, sowie Cash aus einer Erbschaft.

Im Moment steht wieder der Kauf einer Aktie an, ich bin noch nicht sicher, im Moment stehen ja die Unternehmenszahlen an, vielleicht bekomme ich noch was bisschen günstiger, vielleicht auch nicht….

ich hätte sooo gerne mal Apple, Microsoft, mehr Unilever, mehr SAP, ich kann glaub warten bis ich schwarz werde 🙂 oder ein Versorger…

was für Käufe stehen bei Euch an? ich suche Qualität aber nicht überteuert, also das was Alle suchen *lach*….

 

@Claus,

also market-timing funktioniert einfach nicht, das weiss ja sogar ich 🙂

Mike
4 Jahre zuvor

500% in Put Optionen 😀

Ne Spass, aber soviel Cash wie schon lange nicht mehr, 22%, der Rest in Aktien/ETF und einer abbezahlten ETW (die ich aber eigentlich normal nicht einrechne und mental abgeschrieben habe).

Ich bin aber nicht einer der sagt er warte auf den Crash (wegen der Cashquote), es ist halt ganz einfach so dass ich mir relativ harte Kriterien aufgestellt habe und aktuell fast nix finde, was mir passt.

Es gibt aber die eine oder andere Aktie die nahe an einen möglichen Kauf gekommen ist, abwarten und Grüntee trinken ist die Devise.

PS: Wenn ich einen grösseren Crash (d.h. 30%++) erwarten würde mit einer Trefferwahrscheinlichkeit von >90% (ich bin leider kein Hellseher daher erwarte ich den eigentlich nie), dann würde ich selbstverständlich zu 100% in Cash gehen, aber da ich das nicht bin bewegt sich meine Cashquote eigentlich nie höher als 25%.

Mike
4 Jahre zuvor

Wer Netflix günstiger haben will bekommt heute wohl eine gute Chance, für mich aber immer noch zu teuer resp. ich würde sie erst dann kaufen, wenn es anständig korrigiert hat und wieder einen Boden gefunden hat.

Fabian S.
4 Jahre zuvor

@ Claus:

ja es ist schwierig und ich sage ja nicht, dass ich den besten Zeitpunkt erwische, aber schon Kostolany hatte Indizien, wann der Markt teuer und überhitzt ist, d.h. wenn die Zittrigen den Markt betreten oder Buffett warnte Ende der 90er Jahre auch schon vor einer Blase. Und man muss kein Prophet sein um zu wissen, dass nach 9 Jahren Hausse, der Crash nicht mehr allzulange auf sich warten lässt wann immer er auch kommen mag.

Außerdem sollte man sich auch Gedanken machen, wenn Warren Buffett über 100 Milliarden Cash vorhalten muss, was er glaube ich in 40 Jahren nicht hatte. Wie gesagt das sind leichte Warnzeichen…

 

Wichtig ist auch erstmal meinen richtigen Verkaufszeitpunkt zu finden, ist auch nicht so leicht…

Med-tech
4 Jahre zuvor

@V: gerne würde ich mich mit dir zu 2 Biotech / Medical Unternehmen austauschen. Beides Small / Microcaps aber mit in meinen Augen super Wachstumsaussichten und noch recht unbekannt bzw. unter dem Radar fliegend

Wenn du Interesse am Austausch hast, schreib mir doch bitte eine Mail, dann würde ich dir alles detaillierter sagen : Medical-tech@web.de

Thorsten
4 Jahre zuvor

@Mike zu FAANG Aktien : 100 und 200 Tage Durchschnitt beobachten….irgendwann kommen sie runter. Netflix Kaufkurse derzeit zwischen 235 und 285 Euro. Die Korrektur heute passt. Kein Grund zu Panik. die Anleger sind bloß zu gierig, Netflix wachse zu langsam, oooooooh.
@Fit und Gesund. 30% ETF finde ich gut, ich bin durch Umschichten von mir zu teuren Netflix,Apple,zu teuren Fonds vor kurzem erst bei 10% gelandet. Früher hatte ich sie nicht auf der Pfanne, nur halt die teuren Fonds. Früher hatte man Festgeld mit 3, 4,5% Zinsen. Heute hohlt man sich MSCI ETF zur Nervenberuhigung….

Oliver
4 Jahre zuvor

Ich war am Samstag bei meinem langjährigsten Freund zu seinem 50. eingeladen. Er hat sehr viel Leute aus der entfernteren Vergangenheit eingeladen, die damals im Squashclub waren oder die er von der Schule kannte. Die habe ich alle seid vielen Jahren nicht mehr gesehen.

Das interessante war, dass sehr viele selbstständig sind oder in Unternehmen in ganz guten Positionen sitzen. Das deprimierende war, dass kaum jemand irgend etwas nennenswertes spart außer für die eigenbewohnte Immobilie. Eine besitzt eine Firma zu 50% seid 1992 und sowohl sie als auch ihr Geschäftspartner sparen nichts. Das läuft entweder auf arbeiten bis zum Schluss hinaus oder Grundsicherung. Die einzige Hoffnung ist, dass man die Firma so teuer verkauft, dass man später davon leben könnte. Bei einer 5-Mann-Firma, wovon 2 Geschäftsführer sind, habe ich da so meine Zweifel. Das Thema ist ihr bewusst, sie lebt halt ganz gut vor sich hin und weiß das sie was tun müsste. Das war der krasseste Einzelfall, aber alles andere schaut ähnlich schlecht aus. Von daher ist die Überschrift des Artikels vom Tim wichtig: Die richtige Einstellung finden.

Im Spiegel hat es wieder einen Artikel vom “Young Money blog”. Der Autor wird in den Kommentaren wieder so richtig zur Sau gemacht. Obwohl ein paar Fehler im Artikel sind, ist die Grundtendenz richtig. Und er rät nur, 100 EURO monatlich in ETFs zu sparen.

Wer sich das geben möchte:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/warum-meine-freunde-keinen-erfolg-mit-aktienfonds-haben-a-1217439.html

Netflix finde ich heute mal interessant. Ein starker Fall nach unten, weil die Erwartungen nicht erfüllt wurden. Aber wie es aussieht, fängt die Aktie an, sich zu erholen. Vielleicht ein günstiger Einstiegspunkt? Ich bin mir nicht sicher, das Risiko ist enorm hoch. Andererseits bei Facebook hatte ich gedacht, dass der Datenskandal auch wesentlich höhere Wellen schlägt und heute ist die Aktie quasi auf Rekordhoch.

Ist mir alles zu heiß. Ich habe mit meinem kleinen Auftrag gestern Kimberly-Clark-Aktien gekauft. Die ersten neuen Aktien seid zwei Monaten. Das Entwöhnen vom regelmäßigen Sparen ist gar nicht so einfach, wie ich festgestellt habe. Zumindest schadet es mir nicht.

Grüße Oliver

 

Mike
4 Jahre zuvor

@Oliver

Netflix ist eine tolle Aktie und alle die bei 200 oder drunter eingestiegen sind, können ruhig schlafen. Es ist normal dass eine Firma die derart stark wächst auch hohe Erwartungen weckt und rasch mal enttäuscht werden kann, die langfristigen Aussichten sind aber intakt. Ob jetzt schon der richtige Moment ist für jene die es verpasst haben, für mich ist sie immer noch zu teuer, aber eben das weiss man alles immer erst im Nachhinein.

Interessant bezüglich Treffen und Selbständigkeit, eine 5 Kopf-Firma kann man selten verkaufen, es müsste dann schon eine extrem interessante Nische sein. Wenn eine Firma nicht mehr wächst ist es fast aussichtslos, das Beste was man tun kann wenn man Glück hat einen Nachfolger finden, der die Firma zum Buchwert übernimmt. Selbständigkeit ist eine tolle Sache ich habe selber eine Firma, aber es ist kein Zuckerschlecken, man muss schon richtig Gas geben die ersten 10-15 Jahre sonst bleibt man leider meistens in einer Mini-Firma stecken, die zwar im besten Fall selbsttragend ist aber vorgesorgt hat man damit noch nicht. Sehe das leider auch häufig, man darf wenn es mal beginnt zu laufen eben nicht nachgiebig werden sondern muss die ersten Jahre wirklich alles geben und volle Kanne investieren, sonst wird es schwer.

Thorsten
4 Jahre zuvor

Hier noch mal ein Artikel zu Immobilien

Keine Immobilienblase in Berlin

Bei Aktien ist der psychologische Anteil am Sachwert höher, in der Sache läuft es auf das Selbe hinaus: wachsende Unternehmen  bedingen langfristig höhere Kurse und/oder höhere Dividenden.

Sangiovese
4 Jahre zuvor

@Fit und Gesund:

Welche ETFs – ausser dem Vanguard Asian Pacific – hast du denn noch? Hast du die ETFs in einem separaten Depot oder im gleichen Depot wie deine Aktien? Hast du mal geschaut, was besser läuft (Stock-Picking vs. ETFs)?

@Alle:

Leider habe ich keine Rückmeldung bezüglich meiner Fragen zu den (versteckten) ETF-Gesamtkosten erhalten (siehe hier). Interessiert euch das nicht? Verschenkte Dividendenerträge, verschenkter Ertrag aus Wertpapierleihe (dafür höheres Gegenpartei-Risiko), etc.

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

@Sangiovese

ich habe ansonsten noch den Vanguard All World (im Nachhinein gesehen hätte der das völlig getan) und den Vanguard High Dividend Yield,

ETF’s laufen besser, ich bin halt nicht so clever und kaufe oft zu früh und vielleicht auch das Falsche, wer weiss das schon?

Die Vanguards verleihen keine Aktien, und vielleicht kannst Du Deine Frage mal beim Finanz-Wesir stellen, der ist doch der ETF-Experte, obwohl es hier vermutlich auch Experten gibt, ich bin aber kein Experte  🙂

 

@Thorsten,

ich bin immer am Rätseln ob es nicht doch besser wäre mein Geld wieder in die ETF’s zu stecken, 30% finde ich auch einen guten Anteil, der Betreiber von finanzblogroll hat ja heute auch geschrieben dass er vom Index geschlagen wird :), sehr sympathisch, wird wohl noch mehr geben die vom Index geschlagen werden, die schreiben das nur nicht, und dann denkt man immer dass die Anderen einfach viel erfolgreicher sind als man selbst,

aber ich folge dem Buy and Holder, ein schwerreicher und lustiger Typ, traden kann ich ja auch nicht, die Schweizer Banken verlangen für jeden Kauf obszöne Summen, und ich bin auch nicht auf das Geld angewiesen, nur Dividenden mag ich gerne. So wirklich wichtig ist es nun auch nicht für mich, noch bis Ende Jahr und dann mach ich sowieso mal eine Pause, es sei denn der berüchtigte Crash trifft mal ein, dann sehen wir weiter.

 

liebe Grüsse

vergessen, es ist mir auch egal ob ich den Index schlage oder er mich, ich will nachts ruhig schlafen können.

 

Ruben
4 Jahre zuvor

@Sangiovese; ich bin auch kein Experte, würde aber die Zusatzgschäfte eines ETF Anbieters nicht als Zusatzkosten sondern als entgangene Rendite bezeichnen. Wenn du das nicht möchtest, solltest du selbst die Aktien halten und entsprechende Geschäfte tätigen.

Ich weiß nicht, ob du diese Seite schon kennst, klarer kann man aus meiner Sicht die jeweilige Tracking Difference und Gesamtperformance nicht darstellen:

http://www.trackingdifferences.com/

Aus diesen Übersichten kann man sich dann seine Wunsch ETF sehr gut auswählen. Ich denke letztendlich nützt es nichts, aus allem eine Wissenschaft zu machen. Es weiß kein Mensch im Voraus ob 1% mehr von der einen oder der anderen Region besser sind, oder ob der eine ETF, der nun einmal 0,1% besser war, das auch in Zukunft ist. Ich selbst bevorzuge namhafte ETF Anbieter von physisch replizierenden ETF und komme mit 2-3 Stück aus.

Wichtig ist überhaupt gut diversifiziert investiert zu sein (geht auch mit Aktien), eine ordentliche Sparrate zu haben und nicht in Panik zu verfallen, wenn es mal nicht so gut läuft.

Alles Gute,

Ruben

Mike
4 Jahre zuvor

NFLX zieht sofort wieder hoch, nunja nachtrauern bringt nix, man muss nach Plan agieren und der war nicht erfüllt bin ja kein Daytrader 😀

Dafür hatte ich eben ein feines Abendessen, wieder mal super einfach (1/4h inkl Kochen), gesund und schmeckte mir super:

Lauwarmer Linsen – Mango – Avocadosalat mit leichter Currysauce und angerösteten Cashewnüssen

Thorsten
4 Jahre zuvor

Heute 31 Grad im Schatten,  ich habe eben meine jährlichen Sommerdividenden in Form von schwarzen Johannisbeeren geerntet und zu Marmelade verwurstet. Da hängen immer noch so viele dran, ich mag nicht mehr. 11 Gläser plus Resteglas reichen. Um mich herum eklige Bremsen, die mich davon abhalten wollen. Dieses Jahr gibt es besonders viele davon, Authan hilft gegen Vampire. So ein Glas Marmelade würde im Bioladen um die 3,50 Euro kosten oder bei gourmondo 7,98 Euro für nur 300g. Hab zwar keine Netflix erwischt, dafür Marmelade,  erfolgreicher Tag 🙂

 

Gorilla
4 Jahre zuvor

unglaublich aber wahr:

https://www.fuw.ch/article/mit-nichtstun-reich-werden/

Wer von uns kann behaupten über so lange Zeit erfolgreicher gewesen zu sein, ich bestimmt nicht ….

Insider
4 Jahre zuvor

Tja Einstieg bei Netflix gestern hätte sich gelohnt ,  hatte ich auch vor  . Aber Ernte geht nun mal vor, wie bei Thorsten . Bei mir war es aber Weizen statt Johannesbeere  😉  Als ich abends wieder geschaut habe ,  war sie schon wieder gestiegen und mir zu hoch . Hatte ehrlich gesagt damit gerechnet ,  dass es ähnlich wie bei Facebook verläuft ….

Aber egal es gibt sicher noch genügend Möglichkeiten. Cash für solche sonder fälle halte ich immer vor.

Kiev
4 Jahre zuvor

Ich hätte einmal eine allgemeine Frage zu ETF Sparplan bei Consors. Ich habe einen ausschüttenden MSCI World ETF (LYX0AG).

Ich erhalte die Dividenden auf folgende Weise:

18.12.201715.12.2017

 LYX.MSCI WORLD U.ETF DEO WKN: LYX0AG

Zins- & Kapitalerträge

+2,44 EUR

18.12.201715.12.2017

 LYX.MSCI WORLD U.ETF DEO WKN: LYX0AG

Zins- & Kapitalerträge

+1,43 EUR

 

Anschließend werden weitere ETF Anteile mit den Dividenden der ersten Gutschrift getätigt. Wieso erhalte ich zweimal Dividenden und wieso wird nur ein Teil reinvestiert? Ich  habe erneut Dividenden auf dieselbe Weise erhalten. Ich kann bei Consors Details zu meinem Sparplan finden. Dort sehe ich nur, dass er ausschüttend ist. Mehr Information finde ich nicht.

Hat hier jemand Erfahrung?

Ich habe noch etwas entdeckt. Am Anfang habe ich 2 Anteile von dem ETF gekauft. Danach hat erst der Sparplan begonnen. Scheinbar werden die Dividenden sofort reinvestiert. Aber nur bei dem Sparplan. Gibt es hier Einstellungen bei denen man dies anpassen kann?

 

ggman
4 Jahre zuvor

@Kiev
Du bekommst nicht zweimal Dividende, sondern jeder Sparplankauf wird anscheinend bei der Consorsbank separat abgerechnet mit der Dividende.
Ist bei mir auch so, habe Unilever Anfang des Jahres in mehreren Tranchen per Sparplan gekauft und ich bekomme bei der Dividendenauszahlung (auch) jedes mal 3 Abrechnungen (da 3 Sparplanausführungen bisher); kA warum die Consors das anscheinend so macht.
 

Thorsten
4 Jahre zuvor

Könnt ihr euch an die Strafen erinnern, die Microsoft wegen Zwangsgebrauch des Internet Explorers drohte ? Erst später hätte der Verbraucher wieder die Wahl Netscape oder Firefox zu verwenden. Ähnliches passiert jetzt bei Google …

Google zu Strafe verdonnert

Ich kann auf meinem Handy z.b Chrome nicht deinstallieren,  nur die Updates dazu. Ich glaube auch die Youtube App bekomme ich nicht weg. Eigentlich ein Skandal, dass das so lange gedauert hat, aber das Vertrauen in Google wäre etwas besser. Ich bin schon dankbar, das wir hier  in Europa besser vor solchen Praktiken geschützt werden, früher oder später.

Kiev
4 Jahre zuvor

@ggman

Kann ich die Einstellungen zu Wiederanlegen irgendwo ändern? Ich finde es gut, dass die Dividenden reinvestiert werden, aber vielleicht möchte ich einmal Dividenden entnehmen. Da würde ich dann gerne das Reinvestieren aussetzen. Aktuell würde ich die kleinere Position gleich mit reinvestieren. Ich habe nur entdeckt, dass man den Sparplan aussetzen kann, aber zu Dividenden habe ich nichts gefunden.

Sangiovese
4 Jahre zuvor

@Ruben:

“… würde aber die Zusatzgeschäfte eines ETF Anbieters nicht als Zusatzkosten sondern als entgangene Rendite bezeichnen.”

Entscheidend ist doch, was hinten rauskommt. Sonst kann ich ja eine höhere TER auch als entgangene Rendite bezeichnen. Und wenn die Zusatzgeschäfte (z.B. Wertpapierleihe) noch zu einem höheren Risiko beitragen, finde ich das schon stossend.

ggman
4 Jahre zuvor

@Kiev

soweit ich weiß muss man, um die Dividenden zu reinvestieren jedes mal manuell eine Anpassung des Sparplanbetrages vornehmen (also den Sparbetrag erhöhen für den einen Monat). Angaben aber ohne Gewähr.

Ich selber habe aber keinen ETF Sparplan, von daher kann ich es hier nur für Aktien sagen, denke aber, dass es hier genauso sein wird.

Katrin
4 Jahre zuvor

@Kiev:

Bei der ING-Diba muss man für ETF-Sparpläne mit automatischer Wiederanlage der automatischen Wiederanlage der Ausschüttungen widersprechen. Das habe ich allerdings auch erst nach Recherche in einigen Foren gefunden.

Das gilt interessanterweise auch, wenn man auf den ETF selber gar keinen Sparplan hat, sondern flexibel Anteile kauft. Hängt also anscheinend am Produkt.

Ich habe das für unsere Ausschüttungen geändert, weil ich die jeweiligen Ausschüttungen nicht zwingend in denselben ETF investieren möchte. Zumindest bei der ING-Diba schien mir das aber kein Verfahren zu sein, das ich individuell und kurzfristig hin und her switchen kann. Aber vielleicht ist deine Bank da flexibler.

Kiev
4 Jahre zuvor

@ Katrin

Ich vermute, dass es bei Consors ähnlich bei den Sparplänen gehandhabt wird. Ich finde es auch sehr gut die Dividenden zu reinvestieren, aber würde es vielleicht einmal ändern wollen. Ich werde mich direkt an Consors wenden. Ich fand die ganzen Buchungen nur verwirrend. Es geschah zeitgleich mit dem Ausführen des Sparplans.

Schleichdi
4 Jahre zuvor

@Kiev

Ich bin selbst auch bei Consors.

Man kann das, was man vorab gekauft hat und das, was man per Sparplan gekauft hat, zu einer Position zusammenlegen lassen. Ansonsten bleiben das immer zwei Positionen, was man in der Depotübersicht aber nicht sieht. Man sieht es dann spätestens beim Verkauf, weil man in zwei Tranchen verkaufen muss und daher auch zweimal Kosten hat.
Man kann die Wiederanlage der Ausschüttungen von ausschüttenden ETF abbestellen. Das geht aber nur pauschal für das ganze Depot, nicht bloß für einzelne ETF.

Beides geht nur telefonisch, nicht online. Dafür dann aber schnell und einfach, mit Rückbestätigung per Mail oder SMS oder beides (weiß ich nicht mehr).

Skywalker
4 Jahre zuvor

Hallo! Wenn Ihr 25.000 Euro brutto im Monat sicher verdienen würet so lange ihr arbeitet und euch euer Beruf Spaß macht und ihr Anfang 30 seid, würdet ihr schnellst möglich die Finanzielle Freiheit anstreben um jeden Preis? Oder würdet ihr euch auch ein schöneres Auto kaufen und eine schöne Wohnung mieten und schöne Urlaube machen? Auch wenn am Ende des Monats nur 6.000 Euro gespart werden können statt 10.000?

Darth Vader
4 Jahre zuvor

Mein Sohn… warum stellst Du so rein hypothetische Fragen wegen Kleingeld? 😉

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