FIRE: Knallhartes Sparen für die Freiheit


New York, 28. Oktober 2018

Ich gehe gerne Joggen und Schwimmen. Aber für Luxus oder Plunder habe ich keine Verwendung. Mir geht der Konsumwahn auf die Nerven.


Den besten Luxus, den du haben kannst, ist Freiheit. Mir ist die Freiheit so viel mehr wert, als „Zeug“ zu kaufen. Freiheit bedeutet, auszuschlafen, wann ich will. Es bedeutet manchmal nur herumsitzen und faul sein. Aber auch Sport machen, reisen, relaxen, lesen, dösen, lernen, Natur…

Ich finde, Geld zu sparen ist einfacher, als dafür zu arbeiten. Wenn jemand 40.000 Euro netto verdient, sollte er/sie versuchen mindestens 20.000 Euro zu sparen. Alles sollte in einen ETF oder ein Aktiendepot fließen. Ich halte Sparquoten von mindestens 50 Prozent für ratsam, sonst ist der Fortschritt zu klein. Sonst dauert es zu lange. Du musst dich anstrengen. Du musst vom hohen Ross absteigen. Nur wer radikal spart, kann radikale Ergebnisse erzielen

Ich habe vieles abgeschafft: TV, Auto, Schrankvolumen, Waschmaschine, Mikrowelle… Ich bevorzuge Second Hand (Kleidung, Möbel, Küchenutensilien). Ich lebe auf einer Mini-Fläche. Gemessen an meinem Vermögen könnte ich wie ein General leben. Luxus und Plunder machen mich aber nicht glücklicher, ich verzichte gerne.

Wenn du nach der finanziellen Freiheit strebst, solltest du schon im Vorfeld wissen, was du in der Freiheit tun willst. Stelle es dir visuell vor. Das hilft bei der Zielerreichung. Ich liebe New York. Ich arbeite weiterhin als Journalist (als freier Journalist). Ich arbeite nur für Projekte, die mir Spass machen. Mit meinen Auftraggebern bin ich befreundet. Ich schlafe morgens aus.

Was mich zum Ziel geführt hat: Knallhartes Sparen. Meine Sparquote erreichte zeitweise 70 Prozent (WG-Leben, kein Auto, Kochen statt Restaurants, keine Bars). Schneide alles aus deinem Budget, was nicht notwendig ist. Sei knallhart! Sonst kommst du nie ans Ziel. Es ist ein radikales Lebensmuster. Wenn du keine radikalen Schritte gehst, kann der Weg sehr lange dauern oder nie erreicht werden.

Folge nicht den Konsummustern der anderen. Es gibt so viele unglückliche Clownfamilien. Du solltest dich nie an diesen Clowns orientieren (Nachbarn, Kollegen, Freunde…). Es ist zuweilen ein trauriges Umfeld, das von Depressionen belastet sein kann.

Die Grundsätze von FIRE (finanzieller Freiheit) sind immer die gleichen: Priorität hat das Sparen! Investiere deine Ersparnisse. Irgendwann bieten dir deine Ersparnisse genug, um von ihnen leben zu können. Wie lange es dauert, hängt davon ab, wie viel du in Zukunft ausgeben willst.

Als Pfennigfuchser und Aktien-ETF-Fan hast du die besten Voraussetzungen, um finanziell frei zu werden. Wenn du die Verschwendung hasst und Mut für den Aktienmarkt hast, dann bist du gerüstet für FIRE, wie diese kurze Video-Doku mit Kult-Blogger „Mr. Money Mustache“ zeigt:

Es gibt Leute, denen reichen 20.000 Euro pro Jahr. Dann brauchst du für die Freiheit nur 500.000 Euro nach der sicheren 4%-Entnahmeformel. Andere brauchen 40.000 Euro zum Leben. Dann musst du im Depot 1 Million Euro haben, bevor du in die Freiheit kannst.

Mit 40.000 Euro netto pro Jahr liegst du in Deutschland weit über dem Durchschnitt.

Die beiden „The Minimalists“ aus den USA waren selbst lange Zeit Konsumaffen, bis sie es herausgefunden haben, wie traurig es war. Das Haus war bis unters Dach vollgestopft mit Plunder. In jedem Zimmer waren Fernseher. Sie hatten Autos und Hightech. Sie waren ständig am Kaufen. Die Schulden gerieten außer Kontrolle. Joshua Fields Millburns Frau ließ sich scheiden… Erst dann wachte er auf, in was für einer Misere er sich befand. Heute lebt er ganz einfach:

 

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New at The Minimalists:? 1-in-10-out Rule? ? Being a minimalist doesn’t mean you’ll never buy anything new. It means you’ll do so with intention. It also means you’ll let go aggressively and deliberately.? ? Or you could do both simultaneously.? ? When I first started simplifying, I was overwhelmed by how much stuff I wanted to jettison. That overwhelm compounded because I still felt the pall of future purchases.? ? To combat impulse shopping and aid my minimizing efforts, I implemented a rule: the 1-in-10-out Rule.? ? For every item I acquired, I had to get rid of ten things I owned.? ? Want that new shirt? Ten articles of clothing hit the donation bin.? Want that new chair? Ten pieces of furniture make it to eBay.? Want that new blender? Ten kitchen items are axed.? ? This rule helped me reshape my everyday-consumption habits, and, much like the 30-Day Minimalism Game, it helped me strengthen my letting-go muscles.? ? ? @joshuaweaver ? @JoshuaFieldsMillburn

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Denke immer dran, dass die Werbung dich verführen will. Also meide Werbung. Meide Geschäfte. Meide Amazon, wo es geht. Sie wollen dein Geld. Nach deiner Freiheit kannst du beginnen, für wohltätige Zwecke zu arbeiten, wenn du es magst. Ich helfe manchmal in Suppenküchen in New York aus.

Geringerer Verbrauch bedeutet, dass du etwas für den Umweltschutz tust. Viele Menschen leiden an Geldmangel und Schulden. Es ist ein Thema, über das nicht offen gesprochen wird.

Dein INNERES ist viel wichtiger als dein Äußeres, die materielle Welt ist ziemlich leer.

Den meisten Menschen fällt es schwer, finanzielle Gewohnheiten zu ändern und sparsamer zu leben. Aber es ist möglich. Du wirst merken, es ist es am Ende wert. In Einkaufszentren emotional einzukaufen (impulsive Entscheidungen), bereust du hinterher. Die Versuchung ist groß, wenn du mal drin bist.

Du wirst als bodenständige Person sehr viel bewusster leben. Du wirst selbstbewusster. „Nein, ich fühle mich überhaupt nicht benachteiligt“, wirst du denken – nur weil du weniger Plunder zuhause hast. Spare weiter. Finde Wege.

Zum Sparen ist der Aktienmarkt das beste Instrument. Gerade jetzt nach der Korrektur bietet es sich noch mehr an. Das größte Risiko sehe ich darin, die Ersparnisse in Sparbücher, Anleihen, Versicherungen zu tun, weil die Inflation an diesen „sicheren“ Sparformen nagt. Die moderne Portfoliotheorie empfiehlt generell ein diversifiziertes Portfolio aus Aktien und Anleihen zur Absicherung verschiedener Risiken. Natürlich! Wenn du 5 Millionen Euro hast, kann es dir ziemlich egal sein, wie du das Geld aufteilst zwischen Aktien und Anleihen.

Wer nur 300.000 oder 700.000 Euro hat, dann würde ich alles in ETFs/Aktien packen.

Ich erhalte manchmal Fragen zur Firmengründung. Das ist problematisch zu beantworten. Den Begriff „Survivorship Bias“ nachzuschlagen, empfehle ich. Du liest Bücher über Leute, die es geschafft haben, nicht über die, die auf dem Weg versagt haben. Erfolgsraten für Unternehmensgründungen sind grauenhaft. Du kannst es trotzdem schaffen. Ob es dir gelingt, kann ich nicht wissen. Es hängt von Fähigkeiten, Glück und vielen anderen Aspekten ab.

Die Sache mit dem Vermieten ist: Es kann gut gehen. Zum Teil gehen Leute aber extreme Risiken ein (Klumpenrisiken). Es ist mit einem zeitlichen Aufwand verbunden. Selbst das Verwalten von Mietern kann viel Arbeit für durchschnittliche Person bedeuten. Du wirst vielleicht nicht viel Unterstützung oder Rat von deinem Umfeld erhalten.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „FIRE: Knallhartes Sparen für die Freiheit

  1. David

    Ich erhalte manchmal Fragen zur Firmengründung. Das ist problematisch zu beantworten. Den Begriff „Survivorship Bias“ nachzuschlagen, empfehle ich. Du liest Bücher über Leute, die es geschafft haben, nicht die, die auf dem Weg versagt haben. Erfolgsraten für Unternehmensgründungen sind grauenhaft. Du kannst es trotzdem schaffen. Ob es dir gelingt, kann ich nicht wissen. Es hängt von Fähigkeiten, Glück und vielen anderen Aspekten ab.

    Wer zu faul zum Lesen ist, der kann zum Thema Survivorship Bias auch in dieses Hörbuch reinhören (ab 4:40).

  2. RalfRutke

    Wieder ein toller Artikel. Ich habe mir vorgenommen nun öfter hier mit allen in Kontakt zu treten.

    Von der FIRE Bewegung liest man mittlerweile (vergleichsweise) oft. Ganz so radikal gehe ich nicht vor, ich gönne mir ab und zu manchmal noch etwas. Lebe in einer angenehm großen Wohnung und genieße das auch. Aber darüber hinaus lebe ich auch schon annähernd minimalistisch.

    Tolle Gedanken, Danke!

  3. Bruno

    „Ich erhalte manchmal Fragen zur Firmengründung.“

    Ich habe hier etwas andere Meinung als heute oft gepredigt wird (von vielen selbsternannten Gurus), wo dann gesagt wird du braucht einen Coach, du brauchst einen Investor du brauchst einen Business Angel etc. es kann helfen, vielleicht in einer späteren Phase wo Du geziehlt Beratung brauchst, ein guter Steuerberater kann helfen ist aber nicht zwingend nötig am Anfang, man sollte sich aber auch selbst etwas auskennen, der Generalist wird heute heruntergeredet, aber ich denke es ist gut, dass man zumindest in den wichtigsten Dingen auch etwas versteht, damit man nicht über den Tisch gezogen wird. Man kann heute alles einfach und günstig oft gratis lernen, noch nie war es so einfach an gute Informationen zu kommen.

    Ich habe schon mehrere Firmen aufgebaut (mal mehr mal weniger erfolgreich aber keine hat Verluste oder Konkurs gemacht) und hatte nie einen Berater, ich habe auch nie andere gefragt, die meisten hätten mir eh abgeraten, man muss da sehr vorsichtig sein. Man muss von einer Sache schon überzeugt sein und mit hoher Wahrscheinlichkeit sehen, dass man ans Ziel kommt. Wer sich selbständig macht mit dem Ziel rasch reich zu werden oder eine Geschichte wie Zuckerberg oder Bezos hinzulegen, der hat in der Regel schon verloren. Das gelingt den Wenigsten und ist auch gar nicht nötig.

    Man braucht oft keine Raketentechnologie, um eine erfolgreiche Firma aufzubauen, es ist sogar mit deutlich tieferen Risiken und höheren Erfolgsaussichten, wenn man einfache Dinge versucht umzusetzen. Wer Bäcker ist sollte kein Restaurant eröffnen sondern eher eine Bäckerei, jemand der noch nie in der Gastronomie gearbeitet hat und keine Ausbildung z.B. als Koch hat, sollte sich lieber nicht mit der Eröffnung eines Restaurants beschäftigen. Man sollte egal in welchem Bereich schon sehr gut, überdurchschnittlich gut sein und mit dem Willen, härter und mehr und am Anfang für weniger bis gar nichts arbeiten zu wollen, sonst wird es in der Regel nix. Ich denke für 80-90% ist das nix, sie tun sich damit keinen Gefallen und sollten besser eine gute Karriere als Angestellter anstreben. Jene die dafür geeignet sind, wissen es in der Regel und müssen auch gar nicht um Rat fragen, sie holen sich die Informationen selber resp. haben einen Plan.

    Die grössten Erfolgsaussichten hat man meines Erachtens, wenn man a) ein funktionierendes Geschäftsmodell und b) genügend Reserven/Kapital hat, am besten falls möglich nebenberuflich beginnt, so hat man kein oder wenig Risiko. Ideal ist, wenn man erste Kunden schon hat, bevor man beginnt. Man kann ja auch schon mit potentiellen Kunden vor der Gründung reden und z.B. Spezialangebote anbieten, dann hat man auch schon erste Referenzen bei Beginn. All-In ist auch in diesem Bereich keine gute Idee, genau wie an der Börse, ich würde nie jemanden raten alles auf 1 Aktie zu setzen. Am wenigsten Risiko hat man mit einem Welt-ETF. Das geht natürlich bei Firmengründung nicht, aber man kann die Risiken schon minimieren, wenn man schlau vorgeht.

  4. CW

    Puh, 50% Sparquote ist halt schon echt eine Hausnummer. Ich bin jetzt irgendwo bei 40%, aber so langsam wird es anstregend noch groß Dinge zu finden wo ich merklich sparen kann.

  5. Gainde

    Immer gut deine Artikel, Tim.

    Ich verdiene mein Geld, das ich investiere mit Marketing für Konsumgüter – lustige Welt. Ist wie der Drogendealer, der darauf achten muss, nicht selbst abhängig zu werden.

  6. Fabian S.

    Grüße Dich Tim,

    sehr inspirierender Artikel. Klasse!

    Sag mal, ich habe immer noch nicht verstanden wieso Du keine Waschmaschine hast?! Ist ein Waschsalon langfristig sparsamer als zu Hause zu waschen?! Kann ich mir kaum vorstellen. Würde mich echt interessieren…

  7. Anne

    Ich war lange in einer grossen Werbeagentur als Art-Director(in) angestellt. Nach der Geburt der Kinder habe ich mich selbstständig gemacht. Der Zeitpunkt war falsch, sonst wäre ich wohl ziemlich erfolgreich geworden. Alles lief super, ich kam mit den Aufträgen kaum hinterher. Die Anfrage wurde immer grösser. Ich war ehrgeizig, perfektionistisch und zuverlässig. Ich hatte Angestellte. Dann kam der Burn Out. Denn ich wollte auch eine gute Mutter sein, eine perfekte Hausfrau, eine gutaussehende erfolgreiche sexy Ehefrau sein…. ich habe kaum noch geschlafen, um alles zu schaffen. Ich zog die Notbremse. Jetzt arbeite ich als Angestellte und verdiene weniger. Ich bin glücklicher als je zuvor. Ich gebe auch weniger Geld aus, meine Kinder sind glücklicher und haben mehr von mir. Die Schulden, die ich trotz gutem Verdienst hatte, sind getilgt. Wir leben bescheiden und sind zufrieden. Manche Freunde bemittleiden uns. Da zeigen sich ihre eigenen Probleme.

    @Tim: Danke für einen weiteren tollen Artikel!

  8. Ex-Studentin

    Meine Eltern waren nicht perfekt, aber meine Mutter hat uns Kindern einen sparsamen Lebensstil gelehrt: No-name-Marken, Rabatte nutzen, nur notwendige Kleidung kaufen bzw. getragene Kleidung aus der Verwandtschaft und gebrauchte Möbel/Autos. Als 5-köpfige Familie ist das eher aus der Not entstanden. Ich habe großen Respekt davor, wie meine Eltern ihre Geldnot so gut es ging vor uns verbargen und an sich selbst sparten. Gleichzeitig macht es mich auch traurig, dass sie so schlechte Rahmenbedingungen hatten.

    Ohne Kinder ist es sehr einfach, Geld zu verdienen und zu sparen. Meine Brüder und ich wollten immer selbstständig sein. Ich gab während der Schulzeit Nachhilfe & Nachmittagsbetreuung, meine Brüder halfen einem Nachbarn im Garten und auf Baustellen. Wenn man Geldmangel erlebt hat, motiviert das enorm. Ich bin sehr stolz, dass wir nun alle solide Jobs haben und zusammen halten. Ich hatte nie das Ziel der FF, sondern wünsche mir eine gesunde Familie. Denn sofern man gesund ist, wird man hoffentlich nicht unter Geldmangel leiden. Wenn man ein paar Jahre gespart & Berufserfahrung hat, wird es hoffentlich mit Kindern kein finanzielles Desaster. Wichtig ist, dass man den richtigen Partner für die Familiengründung hat.

  9. Thorsten

    Knallhart  😮 Tim, wir lieben Dich !

    Möglichweise ist diese freiwillige Sparsamkeit angesichts demographischer Entwicklung und den daraus resultierenden Rentenansprüchen irgendwann Mainstream.  Wer heute nicht spart muss später Flaschen sammeln…

  10. Christian

    Toller Artikel!

    50% Sparquote: Hier kann ich nicht ganz mithalten. Verdiene ca. 2.100€ netto, die Miete kostet 440€, ist also günstig. Schaffe es aber nur, 800€ (40%) monatlich zurückzulegen. Das Leben ist „zu teuer“, aber schön!

    Firmengründung: Klappt, wenn es sich mit dem Beruf zeitlich vereinbaren lässt. Wenn du zB. abends noch 2 Stunden am Computer arbeitest (statt des Vorabend-Programms im TV), geht das. Kunden und Branche müssen natürlich passen. Idealfall: Gründung zusammen mit einem/einer Partner/in deines Vertrauens 50/50.

    Immobilie: Klumpenrisiko – ja. Leverage-Effekt: ja. Wer zB 2011 in einer süddeutschen Großstadt mit langer Zinsbinsung und Sondertilgung gekauft hat, hat sicherlich keine Probleme – außer dass er die Erträge, welche ja nicht liquide sind (Tilgung) bereits versteuert werden müssen, da AfA und Zins geringer ausfallen als die Einnahmen (Netto-Kaltmiete).

    Bei allen drei Punkten gilt: Disziplin und Ausdauer, sonst klappt es nicht. Vielen dank für deine Motivation, Tim.

  11. Florian HFlorian H

    Super Artikel Tim. Gibt ja mittlerweile fast täglich neue Beiträge von dir :).

    Minimalismus ist schon was wunderbares. Je weniger Dinge man besitzt, desto freier und wohler fühlt man sich.  Ich habe selbst nur das Nötigste zuhause. Dadurch kommt natürlich auch eine nette Sparquote(70-80%) zusammen..

    Bin gespannt auf den Markt in dieser Woche. Wir sind ja nicht mehr weit entfernt von einer Baisse. Die „Zittrigen Hände“ können ruhig weiter aus dem Markt fliehen ;). Die „Hartgesottenen“ freuen sich auf günstige Kurse.

    @all

    Schöne Woche.

     

  12. Gainde

    @ Florian H

    Ja, das wird spannend diese Woche. Wenn gewisse Widerstände fallen, dann geht es Richtung Bärenmarkt.

  13. Thorsten

    Zweimal das Wort Bärenmarkt. Eine gesunde Korrektur, fehlt nur noch eine positive Nachricht aus der  kapitalistischen Geopolotik. Dann gehts nach oben.

  14. Wingo

    @ CW

    Das glaube ich Dir! Eine Moeglichkeit deine Sparquote zu erhoehen, ohne nach weiteren Einsparmoeglichkeiten zu suchen, waere das Du Dein monatliches Einkommen erhoehst.

  15. Ralf

    Minimalismus und Lobhudelei für derartige Modelle sind nicht jedermanns Sache.

    Das Leben wie ein Dauerstudent in einer WG oder fast wie ein Penner mag nicht jeder. Um das heilige Ziel der FU schneller zu erreichen. Fast schon eine Art Ersatzreligon für das allmächtige Geld welches ewige Erlösung vom bösen, verteufelten Job verheißt.

    Ein aktiverer regelmäßiger Austausch über potentielle Einnahmequellen im Zeitalter von Internet und Digitalisierung wäre sinnvoller. Dinge wie eigene E-Books oder Bücher verheißen jedoch nur bei Bestseller-Status nennenswerte Einkünfte.

    Wie kann jedermann im Internet sein Einkommen nebenbei effektiv erhöhen ohne 1-3 Nebenjobs?

     

  16. Skywalker

    Lieber richtig gut verdienen und zwar in der Selbstständigkeit als Reis und Bohnen zu essen jeden Tag.

     

    Ich kenne zahlen von Handwerkern, Steuerberatern, Anwälten, Ärzten, Versicherungsagenturen, Bauunternehmen, Immobilienmaklern, usw…

    Jeder der hier nicht auf den Kopf gefallen ist und seinen Job gut macht verdient mindestens 150.000 im Jahr, es geht auch das doppelte.

    Also, nicht nur Bohnen essen sondern im Job Gas geben und die richtigen Entscheidungen treffen. Dann klappt es auch mit den finanziellen Dingen

  17. Ralf

    „Lieber richtig gut verdienen und zwar in der Selbstständigkeit als Reis und Bohnen zu essen jeden Tag.“

    Guter Weg. Ich mache das nebenberuflich (Gutachter), was allerdings auch ganz ordentlich Zeit beansprucht. Sollte man nicht unterschätzen, in meinem Fall kein leicht verdientes Geld und als Gutachter haftet man auch für Fehler. Den Hauptjob könnte ich damit derzeit nicht ersetzen.

    Wäre halt cool, wenn man mittels Internet und ohne massiven Zeiteinsatz auch ohne IT-Expertenkenntnisse leicht einige Hundert Euros monatlich zusätzlich generieren könnte. E-Books und Co. wird aber nicht so einfach sein. Der Markt ist riesig.

    Der starke Fokus ständig auf die Ausgabenseite ist wenig hilfreich. Ebenso auswandern für Jedermann.

  18. Kia

    Danke, für den vielen Input!

    Mir würden,wenn die Kinder raus sind, auch die 20k reichen. Der Durchschnitt der Rentner wird in 30/40 Jahren wahrscheinlich sehr viel weniger als die 20k an Rente im Jahr bekommen. Und knallhartes Sparen ist nicht mehr so knallhart wenn man sich dran gewöhnt hat.

     

  19. Thorsten

    Bohnen essen kann aber man sofort. Um mehr zu verdienen muss man sich selbst in den Hintern treten. Das schaffen viele nicht und es dauert. Die Gefahr als Couchpotato in ein  „da kann man ja nichts machen“  zu verfallen ist groß. Dann sind die anderen an allem schuld und das Weltbild wird pessimistisch zurechtgerückt. Am Ball bleiben und was tun wäre besser.

  20. Gainde

    Gut aufpassen, bei diesen durch Online-Marketing passiv schnell reich werden. Vom Zeitaufwand würde es ein Nebenjob im Mc Donalds auch machen.

  21. Ralf

    Ich sehe nicht so ganz schwarz für die gesetzliche Rente. Das Niveau wird immer niedrig bleiben. Aber da die allgemeine Produktivität steigt (heut versorgt z.B. ein Landwirt vielfach mehr Menschen als vor 60 Jahren), sollte man da nicht all zu düster sehen. Es sei denn, man möchte Kriegsähnliche Zustände im Land und soziale Ausschreitungen. Man muss allerdings vermeiden, D zum Sozialamt der halben Welt zu machen, sonst geht die Rechnung nicht auf.

    Wer einen ETF-Sparplan anspart, hat gute Karten. Ein Problem bleiben die vielfach steigenden Wohnkosten.

    Und es bleibt das Risko im Falle von Arbeitslosigkeit und nachfolgend schnell Hartz4 z.B. durch Krankheit, Herzinfarkt etc. schnell das Ersparte zu verlieren. Das ist der eigentliche Skandal! Zu wenig Schonvermögen im Fall des Falles. Ein Aktiendepot kann dann schnell futsch sein.

    Und sowas kann echt sehr schnell gehen. Ein Pflegefall kann einen auch in jüngeren Jahren treffen. Insofern ist eine Vorsorge durch Versicherungen mitunter kein Fehler. Hier gehen meiner Ansicht nach einige zu blauäugig ran an solche Fragestellungen. Eine Pflegetagegeldversicherung bekommt man je nach Alter schon für 20-30 € monatlich.

    „Gut aufpassen, bei diesen durch Online-Marketing passiv schnell reich werden. Vom Zeitaufwand würde es ein Nebenjob im Mc Donalds auch machen.“

    Das vermute ich auch. Wird oft zu einfach dargestellt.

  22. Tugumak

    Ein Diskussion, um zu sparen, läuft z.Z. bei GetRichSlowly.

    Da wird gegenüber gestellt, ob es besser ist, mehr Geld für hochwertige Sachen auszugeben oder weniger Geld für qualitativ weniger wertige Dinge.

    Denke, dass es erstmal wichtig ist, zu klären, ob jemand die Sachen für sein tägliches Leben braucht, und dann zu schauen ob es qualitativ hochwertige Sachen für „normales“ Geld gibt.

    Vielleicht hilfts ja jemandem.

    https://www.getrichslowly.org/

     

    Gruß Tugumak

  23. Ralf

    Sparen ist wichtig, kann aber nur ein Teilaspekt sein. Dafür gibt es genug Tipps auf in vielen Blogs und Internetseiten.

    Die Einnahmeseite ist je nach Bildungsstand und persönlicher Umstände (Job, Gesundheit, Region, Typ) eine deutlich größere Herausforderung.

    Gerne wird eine Selbstständigkeit genannt. Das kann nicht jeder vom Typ her. Jede zweite Selbstständigkeit scheitert außerdem.

  24. Nobbi

    Ich denke das der Hinweis vielleicht nicht notwendig ist, da die meisten gut mit Zahlen können. Die 20k sind für räeine Einzelperson so die Schwelle die ich vertreten könnte. Aber nach der Kapitalertragssteuer bleiben von den 20k € nur noch 15k €. Also wenn man wirklich 20k braucht und die 4 % Regel befolgt entspricht das einem Depotwert von 666666,67€.

    Würde hetzt aber selbst noch eine Sicherheitsmarge einbauen. Als Paar würde ich mal so 30k mindestens netto veranschlagen.

     

    Wie planen die anderen die FF werden möchten? Bei meiner Berechnung ist eine abbezahlte Wohnung mit dabei.

  25. Ralf

    Wie schätzt ihr eigentlich IBM ein? Hat einige Federn lassen müssen und hat nun im Cloudbereich ordentlich zugekauft. Der Kurs verlockt irgendwie…

  26. Felix

    Ja, das hätte natürlich jeder gerne, einen Internetnebenjob, bei dem man abends vom heimischen Laptop mit ein paar Mausklicks Geld verdienen kann.

    Um die Einnahmeseite zu erhöhen, empfehle ich, Karriere zu machen. Das geht, indem man die Probleme seines Arbeitgebers kreativ zu lösen hilft, immer am Ball bleibt oder sogar ein paar Schritte weit voraus ist und sich zu einer allseits geschätzten Persönlichkeit entwickelt.

    Ich habe schon oft erlebt, dass Mitarbeiter, die eher Teil eines Problems sind als zu dessen Lösung beitragen, verwundert sind, dass ihr Einkommen bestenfalls stagniert. Und sie wundern sich darüber, dass andere immer den Vorzug erhalten, ohne den Grund auch einmal bei sich selber zu suchen.

    zu IBM

    Ich beides seit etwa 5 Jahren, IBM und Microsoft. Der Unterschied ist krass.

  27. Clau

    @ Ralf, IBM-Interessierte

    wer Zeit mitbringt und einen unterbewerteten Tech-Titel mit viel (Kurs-)Potenzial sucht, kann hier fündig werden.

    Das habe ich gerade zu IBM ganz aktuell gefunden… 

    Ob das nun zum „Durchbruch“ oder zum „Untergang“ führt, kann ich nicht beantworten. Hierzu habe ich noch keine Meinung, muss mich erst mal „schlau“ machen. Der Kurs gerät natürlich wieder unter Druck…

    LG

  28. Oliver

    Man merkt Bruno an, dass er Erfahrung im Gründen von Unternehmen hat. Ich habe im Laufe meines Lebens auch zwei Unternehmen gegründet und kann sagen, dass es sehr viel härter ist, als viele Leute schreiben. 5 Jahre nach Gründung gibt es ca. 90% der Unternehmen nicht mehr. Nicht alle sind pleite gegangen, viele haben einfach vorher aufgegeben oder der Inhaber hat gemerkt, dass es nichts für ihn ist. Ich bin allerdings nur bedingt ein Fan von nebenher anfangen und dann irgendwann ganz darauf springen. Das liegt an meiner Erfahrung damals, wo ich gemerkt habe, dass es nicht gut für mich klappte. Ich habe selbstständig bei Projekten für große Netzwerkumstellungen mitgearbeitet, was damals gutes Geld brachte. Daneben habe ich mit einem Freund ein Unternehmen aufgebaut, wo wir selber solche Projekte mit zusätzlichen freien Mitarbeitern betreuen wollten. Die Sache lief erst richtig an, als wir uns nur auf diese Dinge konzentrierten. Der Hauptjob hat einfach zu viel Zeit und Energie gefressen, um das Unternehmen vernünftig aufzubauen. Auch der Zwang etwas zu tun hat uns sehr geholfen.

    Viele Berater würde ich auch nicht engagieren. Die kosten nur Zeit und Geld. Dazu halten sie dich von den wichtigen Aufgaben ab. Nicht, dass wir immer wieder mal externe Hilfe in Anspruch genommen hätten. Aber Fragen zur Unternehmensführung muss man selbstständig angehen. Zu meiner Studienzeit hatte ich sechs Monate einen Nebenjob in einer kleinen Unternehmensberatung. Der Inhaber sagte mir: Die meisten, die kommen können kein Unternehmen führen bzw. sind ungeeignet. Diejenigen die es drauf haben, kommen sowieso nicht zu ihm. So war das auch.

    Zum anderen ist Deutschland für die Gründung eines Unternehmens kaum zumutbar. Es gibt so viele Regeln, Zwangsabgaben, Ärger mit Finanzämtern und vor allem Sozialversicherungen (die sind mit Abstand am gefährlichsten), dass man sich selbst als erfahrener Unternehmer in einem Minenfeld befindet. Ich habe sehr häufig den Spruch von anderen Unternehmern gehört: Mit einem Bein bist Du sowieso im Knast. Deutschland ist  ungeeignet, neue Unternehmen zu gründen, auch wenn ich es ungern schreibe. Es gibt regionale Unterschiede, wo es besser und schlechter ist. NRW ist gar nicht zu empfehlen, weil dort speziell die Finanzämter übermäßig viel prüfen als auch die Sozialversicherungen strenger sind. Und jede Sozialversicherungsprüfung kostet dich nicht unerheblich Geld, weil diese Leute alles zu ihren Gunsten auslegen und Du wenig dagegen machen kannst. In Bayern ist das mit den Sozialversicherungen ähnlich bekloppt, aber die Finanzämter sind wesentlich weniger streng.

    Würde ich heute nochmal ein Unternehmen gründen (was ich nicht 100% ausschließen würde), dann aufgrund der Möglichkeit innerhalb der EU frei zu wählen auf jeden Fall in einem besseren Land. Sehr viele sind unternehmensfreundlicher (nicht nur die Steuern) und viel mehr darauf angewiesen. Alleine die Tschechei als Nachbarland ist mindestens dreimal so attraktiv wie Deutschland. Wer sich einen Gefallen tun möchte, handelt entsprechend.

    Was Tim mit den hohen Sparraten anspricht, ist nicht von der Hand zu weisen. Wenn man zumindest mal ein paar Jahre es durchhält, mehr zu sparen, bringt einen das zeitlich stark voran. Man muss es nicht über die ganze Phase praktizieren, aber um z.B. die ersten 100k zu erreichen finde ich es ganz sinnvoll. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass es ins Leben passt und man den Wunsch hat, FF zu werden. Die ersten 100k sind sowieso die schwierigsten und wenn man diesen Weg beschleunigt zurück legt, hat man den ersten wichtigen Grundstein. Das heißt nicht, dass man danach nichts mehr machen muss. Der Vorteil dabei ist, dass man parallel schon einen Kapitalstock hat, der für einen arbeitet und wo man Erfahrungen machen kann, wie das mit den Schwankungen ist. Schwankungen sind häufig ein Thema für Anfänger, die es einfach nicht gewohnt sind, am Tag oder in einem Abschwung größere Buchwerte zu verlieren. Schwankungen aushalten muss man genauso lernen wie regelmäßiges sparen. Nach zehn Jahren ist für erfahrene Leute das Thema Schwankungen nur noch temporär, weil man durch viele heftige vorherige Schwankungen gelernt hat, dass nicht viel passiert, solange man das Geld nicht benötigt und nicht plant zu verkaufen. Ausschüttungen aus ETFs oder Dividenden helfen am Anfang mental etwas weiter, auch wenn sie vielleicht die Buchwertverluste nicht ausgleichen können. Irgendwann nimmt man nur noch wahr, dass die Börse steigt/fällt und sich der Buchwert entsprechend verändert. Ansonsten passiert einfach nichts.

    Die Woche kann es sicherlich zu größeren Schwankungen kommen. Geht es weiter runter, dann ist vielleicht tatsächlich ein größerer Abschwung möglich. Das muss andererseits aber auch nicht passieren. Keiner weiß, wie es sich entwickeln wird. Am besten normal seine Aktien/ETFs kaufen wie geplant. Für mich ist es eher schwieriger geworden, unter all den besser bewerteten Aktien welche herauszusuchen. Die Auswahl ist größer geworden, wo ich gerne was anlegen würde. Das wenige Zusatzgeld, was ich noch habe zeigt mir, dass ich mich beschränken muss. Das ist OK. Gute Zeiten für Anleger, die gerne ein paar Aktien kaufen möchten.

    Grüße Oliver

     

     

  29. Ralf

    „Um die Einnahmeseite zu erhöhen, empfehle ich, Karriere zu machen. Das geht, indem man die Probleme seines Arbeitgebers kreativ zu lösen hilft, immer am Ball bleibt oder sogar ein paar Schritte weit voraus ist und sich zu einer allseits geschätzten Persönlichkeit entwickelt.“

    Wichtig: Es kommt dabei ganz stark auf die Branche an…

    Ich bin z.B. seit vielen Jahren im öffentlichen Dienst, vor allem wegen einiger gesundheitlicher Einschränkungen (leider kein Beamter). Hier gibt es durchaus sehr interessante Aufgaben. Aber die Tarifbindung und Papiergläubigkeit ist dort besonders stark. Kreative Lösungen lohnen sich eher in der freien Wirtschaft und werden auch dort oft nicht honoriert.

  30. Wohnung mit Domblick

    Mit dem Sparen habe ich praktisch erst dieses Jahr los gelegt. Bisher wurde alles, was nicht für Wohnung und Lebensunterhalt benötigt wurde, ausgegeben. Das war nicht mal viel.

    Ich habe gemerkt, dass ich kein guter Sparer bin. Ich gebe das Geld aus, das übrig ist.

    Deshalb habe ich mir einen genauen Plan gemacht über 10 Jahre. Alle halbe Jahre habe ich definiert, welches Gesamtvermögen ich erreichen will. Die Sparrate ist eher hoch angesetzt. Am Anfang nur gering, da ich noch ein paar Monate brauche, um meine Wohnung abzubezahlen.

    Aber so kann ich auch Geld für Konsumausgaben einplanen, ich konsumiere ja auch immernoch gerne. Aber erst mal geht das Geld fürs sparen weg, dann kommt der Konsum. Wenn ich mal zu viel für Konsum ausgebe, sehe ich das gleich in meinen Zahlen. Und muss mich dann halt wieder mehr einschränken. Sonderausgaben werden so auch gleich sichtbar. Z.B. 900 Euro Sonderumlage für die Wohnung im November. Irgendwas ist immer.

    Nur mit einem genauen Plan und ständiger Zahlenkontrolle gelingt es mir überhaupt, regelmäßig zu sparen. Vielleicht ist das eine Anregung für Andere, denen es ebenso geht?

    In einem Excel-Sheet sammele ich alle Kontostände untereinander. Für jedes halbe Jahr lege ich eine Spalte an. Am Ende eines Halbjahres lasse ich die Spalte stehen und gehe zur nächsten. Die geplanten Sparraten schreibe ich in die zukünftigen Spalten fort, und erhalte die geplanten Vermögensstände der kommenden Jahre. Dann kann ich mich nur auf das aktuelle Halbjahr konzentrieren und anstrengen, damit ich das Ziel erreiche. Das ist in 6-7 Jahren dann schon 6-stellig.

     

     

     

  31. Gainde113

    @ Wohnung mit Domblick

    Bei mir hat sich ein automatischer Überweisungsauftrag zu Monatsende vom Lohnkonto auf das Depotkonto bewährt. Dieses angesammelte Geld wird jährlich in einen ETF (FTSE All-World) investiert. Meine Sparquote liegt momentan bei 8% vom Nettoeinkommen. Quote Finanzielle Freiheit liegt bei 1.4% (Dividendenausschüttungen only, Steuern & Kosten abgezogen). Habe zwei Kleinkinder und eine Studentin zuhause 🙂

  32. steve

    IBM mit Microsoft zu vergleichen kann hilfreich sein. Allerdings sollte man berücksichtigen solange Steve Ballmer bei Microsoft CEO war jahrelang auch eine Nullnummer. Seit Nadella wieder ein highflyer. IBM ist halt schon ewig auf der gleichen Stelle, wenn da irgendwann der Turnaround gelingt kann es auch gut nach oben gehen. Eine reinvestierte Dividende kann dann ein Turbo sein. Wissen ob und wann es aufwärts geht das wärs.

     

  33. ghost

    Da sehr viele….fast alle erwarten….dass der Baer kommt…..wird es bei einer Korrektur bleiben…..und der Markt wird meiste Zeit ueber sich seitwaerts bewegen 😉   (Dax) und in 3 Jahren sagen dann einige 😉 ach waere ich doch eingestiegen damals……..:)

  34. KievKiev

    @ Ghost

    Ich werde das nicht sagen. Ich kaufe ab jetzt immer ein wenn es runter geht. Ich habe mich gut eingedeckt. Vielleicht zu früh? Das kann man nie sagen. Deutschland und China ist doch noch immer günstig. Es gibt aktuell noch einige gute Preise. Ob sie noch besser werden kann leider niemand sagen.

    @ Tim

    MR. MMM ist ein großes Vorbild für mich. Er könnte vielleicht einen Fahrradhelm anziehen. The Minimalists haben mich auch gut weiter gebracht. Ihr Auftreten finde ich zwar bei weitem nicht minimalistisch, aber sie haben sehr interessante Beiträge.

    Die Fotos sind auch meistens sehr gut. Es hat etwas von einer Dokumentation über ihr Leben wie es im weißen Haus praktiziert wird. In der Qualität ist mir das nicht authentisch genug.

  35. KievKiev

    @ Christian

    Im Einkauf liegt meiner Meinung nach oft langfristig der Erfolg. Man muss nicht den Tiefpunkt erwischen, aber mehrere positive Ausblicke sind von Vorteil. Bei einer Immobilie geht man ein hohes Klumpenrisiko ein. Es ist ein frommer Wunsch zu Tiefstpreisen zu kaufen. Ob man das wirklich macht ist dann die Frage. Spielt auch die Bank mit? Wie viel Eigenkapital ist vorhanden? Und welchen Buchwert hat Dein Vermögen zu der Zeit? Du müsstest es für den Erwerb der Immo verkaufen. Das tat zu dem Zeitpunkt vermutlich sehr weh.

    Spare viel an und die Gelegenheit werden sich zwansläufig mit der Zeit ergeben.

    Die Zinsen sind bis Heute weiter gefallen. Hier wäre eine kurze Zinsbindung vorteilhaft. Das weiß man aber natürlich erst hinterher. Ich zahle gerne mehr Steuern. Wenn ich im Gegensatz dafür entsprechend mehr Einnahmen habe… Die Afa Beträge gefallen mir sehr gut. Das ist für mich eine Art freies Einkommen. Falls ich etwas Repariere wird es unabhängig det Afa sowieso abgeschrieben.

    Ich beklage mich nicht. Das machen andere genug in der Branche.

  36. Felix

    Ja, das wird spannend bei IBM. Ob sie im Cloudgeschäft, das vom Amazon, Microsoft und Google mit weltumspannenden Rechenzentren dominiert wird, viel ausrichten können, wird sich zeigen. Und ob die Opensource-Community nun tatsächlich zum uncoolsten aller higTech-Unternehmen überläuft, glaube ich eher nicht.

    Auch die Frage, ob sich Open-Sourceprogrammierer von Red Hat zu Angestellten der IBM-Bürokratie machen lassen, muss  sich erst noch zeigen. Daimler mit Chrysler, Microsoft mit NOKIA usw. waren jeweils Milliardengräber.

    Ich schaue mir das von der Seitenlinie aus an und finde mich bei Microsoft, Alphabet und Amazon wohler, werde als meine IBM-Anteile umtauschen. Zumal IBM nun auf einem riesigen Schuldenberg sitzt.

  37. Heinz

    @IBM-Interessierte

    IBM müsste eigentlich gute Rendite bringen, wenn man auf die fundamentalen Zahlen schaut. Dividendensteigerungen und KGV sieht gut aus. Zumindest besser als bei vielen anderen Werten bzw. dem breiten Markt. Trotzdem nur konstant seitwärts bzw. eher abwärts. Sieht man sich dagegen den Chart der letzten Jahre an zeigt sich das Tal der Tränen. Einzig im Großrechnermarkt noch nennenswert

    https://de.wikipedia.org/wiki/Summit_(Supercomputer)

    Leider sind die anderen Bereiche wie Quantencomputer, Watson, Blockchain derzeit nicht mehr als Verheißungen.

    Ich verstehe nicht, wieso Warren B nicht auf Änderungen im Management oder eine klarere Umbaustrategie gedrängt hat, als zu sagen – alles gut, super Management, habe Vertrauen, bis er dann 2017 raus ist und anschließend meinte er, dass sich der Markt auch in den nächsten Jahren besser als IBM entwickeln werde. Auch finde ich, dass Rometti wahrscheinlich keine gute Strategie hat, zu viel Geld verschwendet und auch mit 60 % Aufschlag Red Hat viel zu teuer einkauft. Da hätte sie auch mit Bayer zusammen Monsanto kaufen können um im Agrardatengeschäft einzusteigen (wär doch mal ne Idee).

    Wenn jetzt auch noch wegen der hohen Schulden die Aktienrückkäufe gestoppt werden, wird das dem Kurs wohl nicht gut tun. Gerade jetzt, wo IBM recht günstig bewertet ist und der Markt seitwärts bzw. abwärts tendieren wird wegen steigender Zinsen in den USA! Günstige Bewertung war ja mal das Kriterium für ein Aktienrückkaufprogramm und nicht mangelnde Investitionsalternativen…

    @Linde: Hält hier jemand Linde ? Wie wirkt sich die Linde PLC steuerlich aus und wie wird die Dividende in Zukunft versteuert (der Sitz ist ja Irland und GB ?)
    Wäre schön, wenn sich auch inhaltlich jemand äussert.

    Welche Werte habt Ihr derzeit so unter Beobachtung ?

  38. A.

    @Ralf

    Also ich finde IBM im Moment nicht kaufenswert.

    KGV 20 und das bei fallenden Umsätzen und Gewinnen. Red Hat schaut Umsatzmäßig ganz gut aus. Interessant wäre es zu wissen wie IBM das ganze nun in die Firma integrieren will.

    EPS bei 6.14 Dollar und dann dabei eine Dividende von 5.90 Dollar (für das Jahr 2017) .Das finde ich zuviel Dividende. Quelle: MSN Finance

    Bei KI sehe ich Amazon, Google und MS vorne, bei Blockchain auch. Die haben auch ihre Endgeräte „überall“.

    Wenn ich IBM kaufen würde, dann nur wenn man dann auch positive Resulate durch die Übernahme sieht. Bei IBM würde ich persönlich nicht ins fallende Messer greifen.

    Ich habe heute einen ersten Fuß in Iron Mountain gesetzt. Steigender Umsatz und Gewinn, FFO und AFFO  sowie Free Cashflow am steigen. Geschäftsmodell (Datenshredder und Sicherung Daten, Kunstwerken, Filmen etc, Papier scannen und sichern) finde ich sehr interessant. Beim lesen des letzten Berichts für Q3 2018 habe ich gesehen, dass Datacenter Umsätze um  ca. 300% gestiegen sind.  Bei KI arbeiten die mit Google zusammen. Dividende aktuell bei 8% durch den Kursverfall.

    (Keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung).

    Gruß.

     

  39. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ RalfRutke

    Danke fürs Lesen und Kommentieren. Freut mich, wenn du hier häufiger bist.

    @ Bruno

    Für die meisten ist ein „normaler“ Job wohl besser als die Firmengründung (zu viele Risiken). So ist der Weg in die Freiheit leichter zu kalkulieren.

    Ich erhalte manchmal Geschäftskonzepte und Ideen zugeschickt, ich kann das aber leider nicht beurteilen.

    @ Gainde

    Danke. Ja, so verrückt ist es. Es gibt in dieser Welt genug Menschen, die im Konsumhamsterrad stecken.

    @ Fabian S.

    Haha. Ich gehe nicht zum Fluss, um meine Wäsche zu waschen.

    Ich hab nicht genug Platz in der Wohnung. Ich gehe in den Waschraum im Haus.

    @ Anne

    Danke!

    @ Ex-Studentin

    Ja, genau. Die Menschen mit einem großen Herz – die gibt es.

    @ Nobbi

    Du hast Freibeträge in der Steuer.

  40. Nobbi

    Zunächst erst mal sorry, das es vorhin unlesbar war. Aber auf Arbeit mit kleinen Handy und Chef im Nacken ?. Hoffe es wird jetzt besser kurz vor Feierabend.

     

    Tim du hast recht, aber leider auch nicht unbegrenzt. Aufjedenfall kann das immer noch in diesen Bereich 100k+ € mehr oder weniger sparen ausmachen.

    Ein anständiger Puffer sollte trotzdem eingeplant werden. Am besten wäre es wenn man erst dann geht, wenn sich das Geld auch nach der Freiheit noch vermehrt.

  41. -M

    @Heinz  /// IBM Gedanken

    Ich sehe das nicht so tragisch bei IBM. Wie du sagst sind die gerade günstig für das was sie verdienen. Alles was fehlt ist Wachstum und genau das bekommen sie mit dem kauf.

    Ich habe mit den Geschäftsbericht von RedHat angesehen. Sieht gar nicht so übel aus.

    Umsatz vor 4 Jahren 1,5mrd -> nun 3mrd (+20% p.a.) die sind über 60quartale gewachsen am Stück.

    Free Cash Flow war 1mrd

    Ebit war 80% bruttomarge vom Umsatz. Mega gut.

    Denke der kauf ist langfristig gut.

    Ich erkenne eine Strategie von IBM. Die zuwächse der letzten Jahre waren sehr gut (die Analysten wollten mehr…wow … ok)

    Die rückkäufe werden nun gestoppt. Ok dafür werden die Schulden schneller getilgt. Bedeutet danach wieder mehr Free Cash Flow.

    Die Schulden sind einfach zu stammen. Auch könnte der kauf teilweise mit Treasury stocks gestemmt werden. Davon haben sie ein paar wenige… !!!

    Wenn man die Finanzkraft sieht bei IBM dann mache ich mir keine Sorgen. Deshalb habe ich die auch mit 15% im Depot recht hoch gewichtet. In 10 / 20 Jahren weiß ich mehr. Bis dahin kassiere ich Dividenden die bis dahin das Investment verdient haben und die divis werden ja weiter investiert im andere Unternehmen. …Zuletzt BAT die können ja laut Analysten auch nix mehr und sind tot …. abwarten. Ich mag die aktien denen der Markt nichts zutraut. Da ist weniger Potential nach unten (s. Worecard und Co die direkt ins Bodenlose fallen beim kleinsten windhauch)

    Sich länger als ich wollte…Arbeit ist nichts los … 🙂

    -M

  42. -M

    @A.
    IBM EPS von ca 6 ist glaube ich eine falsche Quelle. Die EPS von IBM sollten ca 12 sein und damit das KGV von ca. 10 deshalb schreiben hier ha einige das sie fundamental günstig sind.
    Gerade nochmal im annual Report geschaut. EPS von 6usd ist wegen dem einmaligen Steuerreform in den USA. Normalerweise wären es 12usd EPS gewesen.
    -M

  43. Bruno

    Ich halte IBM und werde nochmals aufstocken, falls sie noch weiter fallen. Die Mehrheit ist zu negativ aktuell, ich halte die Aktie mit Blick auf 10-20 Jahren, da ich von vielen Bereichen überzeugt bin, dass diese über Jahrzehnte gefestigt und ausgebaut werden. Amazon, Microsoft wachsen zwar stärker, aber haben auch höhere Risiken, es war in dieser Industrie schon immer so, dass die Zyklen sich abwechselten, ich denke IBM könnte da profitieren. Die Red Hat Geschichte schlucke ich jetzt mal, der Preis ist am oberen Limit, aber dieser Bereich wird sicher auch noch weiter wachsen, ein Verlustgeschäft dürfte es nicht geben.

    Wer auf kurze Profite oder Turnaround hofft, dem empfehle ich andere Titel, entweder glaubt man an die langfristige Story oder lässt es bleiben. Ich kenne einige Leute in der Firma und bin daher auch von dieser Seite ganz zuversichtlich, IBM ist auch einfach eine gute Diversifikation, sie ticken anders als der Rest.

  44. A.

    @Bruno

    Red Hat sieht fundamental auch ganz gut aus. Ganz doof ist die Übernahme nicht. Interessant ist es zu sehen was IBM daraus macht. Leute von IBM zu kennen ist sicherlich ein Vorteil.

    @-M

    Ja klar, da hast du wohl recht. Die Steuerreform hat hier die Zahlen sicherlich verfälscht. Da ich IBM nicht halte und nicht kaufen will habe ich mir den Report nicht angeschaut sondern Yahoo Finance und MSN Finance bemüht.

    Nichtsdestotrotz würde mich gerne interessieren was bei IBM anders ist (z.B. Burggraben), was Microsoft oder Amazon oder Google nicht schon anbieten und besser sind. Bin da gerne offen für „internas“ von Mitarbeitern.

     

     

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