Fabian, 31, wartet auf den Crash, dann mag er sein Cash zum Aktienkauf einsetzen. Im Depot sind schon Apple, Johnson & Johnson, Nike, Novo Nordisk, VFC & Co


New York, 29. Juli 2018

Fabian hat für seine Kinder ein Depot eingerichtet und spart für sie schon eifrig. Sie werden vom Zinseszins profitieren.

Hallo lieber Tim,

ich lese deinen Blog schon seit einiger Zeit und verfolge aufmerksam die Kommentarspalten unter deinen Beiträgen. Bislang habe ich mich allerdings noch nicht an den angeregten Diskussionen beteiligt. Ich hoffe, das werde ich bald ändern.

Ich finde es toll, dass du in regelmäßigen Abständen Leserbriefe veröffentlichst. Deshalb möchte ich dir einen Einblick in meine Situation geben, in der Absicht, dass sich der ein oder andere Leser damit identifizieren kann und ich ein paar wertvolle Kommentare mitnehmen kann. Falls du denkst, dass dieser Beitrag deinen Lesern einen Mehrwert bietet, dann würde ich mich freuen, wenn der Leserbrief veröffentlicht wird.

Ich heiße Fabian, bin 31 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei wunderbaren Kinder im Alter von zwei Jahren. Als ich vor vier Jahren mein Studium über den zweiten Bildungsweg beendet hatte, bin ich bei einem DAX-Konzern eingestiegen. Ich habe einen interessanten Job im Projektmanagement, der mir viel Freiraum zur Weiterentwicklung gibt. Seit dem Einstieg hat sich mein Gehalt fast verdoppelt. Dafür bin ich sehr dankbar.

Ich arbeite 40 Stunden in der Woche und verdiene in Summe ca. 100.000 € brutto im Jahr. Für diesen Job muss ich allerdings pendeln. Es bleibt viel Zeit und Geld auf der Strecke. Natürlich wäre es schöner einen kürzeren Arbeitsweg zu haben, aber derzeit ist für mich kein anderes Lebensmodell denkbar. Ich mag meinen Arbeitgeber sehr. Er befindet sich nur leider in einer Region mit horrenden Mietpreisen. Außerdem möchte ich nicht, dass meine Kinder in einer kleinen Stadtwohnung im 3. Stock aufwachsen. Meine Frau arbeitet 20 Stunden die Woche bei übersichtlichem Gehalt. Die restliche Zeit kümmert sie sich um die Kinder, wofür ich ihr sehr dankbar bin. Sie müsste nicht unbedingt arbeiten, aber dann würde die Sparquote doch deutlich leiden.

Wir wohnen aktuell zur Miete in einem Reihenhaus im ländlichen Gebiet. Ich bin damit zufrieden, auch wenn auf dem Land jeder direkt anfängt ein Haus zu bauen, sobald er Geld verdient. Da wird man manchmal schon komisch angesehen, wenn man sagt, dass man kein Haus bauen oder kaufen möchte. Ich mag die Flexibilität. Ich denke, dass ich bei den aktuellen Immobilienpreisen mit der Miete besser fahre. Ich bin mir aber bewusst, dass sich diese Ansicht noch im Laufe der Zeit ändern kann. Warten wir es ab.

Obwohl ich meinen Job mag, habe ich den Drang noch etwas für mich selbst zu machen. Etwas Eigenes, das mich mit umtriebiger Freude erfasst. Ich bin einfach gerne beschäftigt. Deshalb habe ich noch ein kleines Nebengewerbe, für das ich wegen Arbeit und Familie aber leider zu wenig Zeit habe. Dennoch bringt mir dieses ein paar hundert Euro zusätzlich im Monat ein, ohne dass ich dafür mehr als eine Hand voll Stunden im Monat arbeiten muss. Dieses Geld investiere ich vollständig in Aktien, ETFs und andere Anlageklassen. Ich hoffe diese Aktivität in Zukunft ausbauen zu können.

Aus der Summe der Einkünfte werde ich dieses Jahr ca. 25.000 bis 30.000 € sparen können. Damit erreiche ich meine geplante Sparquote von 35% in diesem Jahr leicht. Ob das auch zukünftig möglich sein wird, das weiß ich leider nicht. Ich bleibe weiterhin sparsam und hoffe das Beste.

Was ich als sparsam bezeichne, würden manche hier aus dem Blog vielleicht schon als verschwenderisch bezeichnen. Für mich habe ich aber einen guten Mittelweg gefunden. Es ist mir zum Beispiel wichtig, mit meiner Familie ein bis zweimal pro Jahr in den Urlaub fahren zu können. Auf ein Auto lege ich hingegen kaum wert. Ich fahre ein 13 Jahre altes Auto, das ich schon während des Studiums besessen habe. Ich hoffe, es hält noch etwas. Für Autos gebe ich ungern Geld aus. Eine Finanzierung kommt ohnehin nicht in Frage.

Das gesparte Geld landet zu einem Teil per monatlichem Sparplan in ETFs (World, EM, Robotics & Automation). Den Rest spare ich ebenfalls zum Monatsanfang auf ein Tagesgeldkonto. Ich kaufe in regelmäßigen Abständen Einzelaktien. Für meine Kinder habe ich auch ein Depot eingerichtet. Dieses wird auch monatlich mit einem ACWI-ETF und einem SmallCap-EU-ETF bespart. Ich möchte meinen Kindern mit diesem Depot den Start in ihr Leben erleichtern.

Mein Depot enthält die üblichen Verdächtigen wie Apple, Johnson & Johnson, Nike, Novo Nordisk, VFC & Co. Ich würde dieses Depot gerne auf ca. 15 bis 20 Titel ausbauen. Dabei lege ich durchaus Wert auf Dividendentitel. Ich achte aber weniger auf eine hohe Dividendenrendite, als vielmehr auf ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell, gute Marktpositionierung und solides Wachstum. Für Wachstumswerte bin ich auch aufgeschlossen, aber nur wenn ich das Geschäftsmodell zumindest halbwegs verstehe. PayPal ist hier ein Beispiel. Hier bin ich sehr früh eingestiegen und erfreue mich über die tolle Rendite. Ein wunderbares Unternehmen, dessen Produkte ich sehr gerne nutze.

Ich möchte gerne ein paar chinesische Werte wie Tencent oder JD.com ins Depot aufnehmen. Traue mich aber aufgrund der politischen und weltwirtschaftlichen Großwetterlage aktuell nicht. Hier würde mich die Meinung deiner Leser sehr interessieren.

Optionsscheinen, insbesondere KO-Zertifikaten, habe ich den Rücken gekehrt, da mir diese viel zu stressig sind. Ich bin hier schon kalt erwischt worden. Deshalb setze ich an der Börse nur noch auf eine langfristige Buy&Hold-Strategie.

Um die Spannung dennoch etwas aufrechtzuerhalten, investiere ich bis maximal 6 bis 8% meines Vermögens in P2P Kredite und Kryptowährungen. Es macht mir Spaß neue Anlageformen auszuprobieren, wobei ich dort schon Lehrgeld bezahlen durfte. Ich sehe das dennoch als Gewinn an, denn dadurch habe ich viel über mich und mein Verhalten bei Verlusten gelernt. So ist mein Kryptoportfolio in wenigen Monaten von +180 % auf -30 % gefallen. Ein herber Buchverlust, da ich bislang nichts verkauft habe und auch nicht vorhabe dies kurzfristig zu tun. Ich habe sogar in kleinen Tranchen nachgekauft. Ich glaube, das wird sich noch auszahlen.

Aktuell halte ich ca. 25% Cash. Warum? Weil ich denke, dass einige Assetklassen wie Immobilien oder Aktien so hoch bewertet sind, dass das Chance-Risiko-Verhältnis wenig attraktiv geworden ist. Es ist einfach schwierig noch fair bewertete Assets zu finden. Das gilt zumindest für einen Privatanleger wie mich. Ich hoffe also auf eine ordentliche Korrektur oder sogar einen Crash. Etwas Besseres kann einem relativ früh im Leben eigentlich nicht passieren. Zumindest sofern man den Mut hat zu kaufen, wenn alle anderen verkaufen. Hoffen wir mal, dass dies der Fall sein wird…

Liebe Grüße

Fabian
**********************************

Lieber Fabian, Danke für diesen Leserbrief. Gratulation zu Deiner besonnenen Einstellung. Ich finde das super. Du lebst sehr umsichtig. Du hast Karriere über den zweiten Bildungsweg gemacht. Respekt!

Wir haben alle unterschiedliche Konzepte, was die Investments betrifft. Die recht hohe Cash-Quote würde ich reduzieren. Krypto und P2P sind nicht mein Ding. Aber ich bin nicht das Mass aller Dinge. Du wirst erfolgreich sein, da bin ich mir ziemlich sicher. Deine Sparquote ist prächtig. Viel Erfolg weiterhin. Alles Gute für Deine Familie wünschen Dir die Leser hier!

Fabian hat noch dieses Foto geschickt. Er schreibt: „Das Foto wurde beim Mountainbike-Fahren auf 3123 Metern und 0°C aufgenommen. Ein durchaus kostspieliges Hobby, wenn man sich die Anschaffungskosten von solchen Rädern ansieht. Man sollte aber bei Dingen, die einem Spaß machen, nicht jeden Euro umdrehen, sondern einfach mal genießen!“


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Fabian, 31, wartet auf den Crash, dann mag er sein Cash zum Aktienkauf einsetzen. Im Depot sind schon Apple, Johnson & Johnson, Nike, Novo Nordisk, VFC & Co

  1. -M

    Ist das jetzt der Fabian, der seine Unternehmen bald verkaufen will und auf den Crash warten möchte, um dann Buffett Unternehmen zu kaufen ? Oder ein anderer?

    Was für eine Nebentätigkeit machst du denn um ein bisschen nebenher einzunehmen?

    -M

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ -M

    Er schreibt ja, dass er sich an der Diskussion hier noch nicht beteiligt hat. Also kann es Buffett-Fan Fabian nicht sein.

  3. Christian

    Fabian ist ein toller Typ. Er ist so alt wie ich, hat aber bereits zwei Kinder und ein doppelt so hohes Einkommen. Auch spart er sehr fleißig. Hut ab, gut gemacht!
    Ich unterstelle ihm einfach mal, dass er in München arbeitet. Die Pendelei dorthin und der damit verbundene Stress strengen ihn an. Es ist unfassbar, was doch diese Stadt für ein Jobmotor (in Verbindung mit sehr hohen Einkommen) ist.

    Ich wohne in Regensburg, das ist eine kleine Großstadt ca. 100 km nordöstlich von München. Auch hier gibt es Vollbeschäftigung, teils sehr gute Gehälter und verhältnismäßig hohe Mieten. Würde ich nach München ziehen/pendeln, würde ich aber dennoch mit etwas Glück vielleicht 10.000-20.000 Euro mehr verdienen können (‚Karriere‘).

    Fabian hat seine Gründe: Gutes Gehalt, freude am Job und einen guten/fairen Arbeitgeber.

    Ich würde aber dennoch nicht tauschen wollen, denn das Pendeln würde mir zu viel Lebenszeit/Qualität kosten. (Weiß ich, weil ich 6 Jahre Pendler mit Bahn/PKW war). Ich fahre jetzt seit 2012 in 5 Minuten auf dem Fahrrad zur Arbeit. Manchmal gönne ich mir um halb 9 morgens auf halber Strecke einen Cappuccino in einem Café vor der Steinernen Brücke und genieße die Morgensonne. Unbezahlbar. Abends dann wieder in 5-7 Minuten (da fahre ich gemütlicher) nach Hause.

    Ich wünsche Fabian deshalb viel Kraft und Ausdauer, dass ihm das Pendeln nicht allzu sehr auf die Nerven geht und er noch ganz lange mit Freude zu seinem Arbeitgeber fahren mag/kann. Dann sollte es mit dem Weitersparen auf hohem Niveau auch keine Probleme geben… 🙂

  4. Jan

    Hallo Fabian,

    ich finde hier auf dem Blog erlebt man sehr oft experimentelle Ansätze, Ansätze die sich erst noch festigen müssen und Ansätze die sehr strukturiert klar durchdacht sind. Du bist eindeutig ein Vertreter des letzten. Du weißt was du machst, du bist geerdet, hast Kind und Kegel und eine ganz wunderbar klingende und vermutlich auch eingeschliffene Balance zwischen Sparen und La Dolce Vita. Du kannst Dinge benennen die dir wichtig sind und hüpfst nicht unkoordiniert hin und her.

    Und ja, jeder hat seine Spielwiese bei der Anlage. Bei dir sind es die Kryptos und P2P. Das darf auch jeder haben so lange man nicht das Bewusstsein fürs Risiko verliert und es als Spielgeld sieht. Wenns weg ist, wars wenigstens eine gute Erfahrung. Wenns sich auszahlt sollte man sich aber auch nicht zu viel darauf einbilden.

    Ich bin mir ganz sicher: Du gehst deinen Weg. Und den gehst du erfolgreich. Daher kann ich dir überhaupt nicht viel Erfolg oder Glück wünschen. Denn das geht eh meist zu den Tüchtigen. Daher alles Gute einfach nur.

    Schöne Grüße

    Jan

     

  5. Jan

    P.S.:

    Achso wegen der politischen Großwetterlage: Ich hab noch nie erlebt, dass alles gepasst hätte. Irgendwas spricht immer gegen ein Investment. Ich würde darauf nichts mehr geben. Kann sein, dass du mich dafür verteufelst, wenns am Tag nach deinem Investment kracht. Kann aber auch sein, dass du dich freust, wenns weiter bergauf geht. Das weiß hier niemand. Daher ist es auch nicht ratsam sich Empfehlungen hierüber ein zu holen, schließlich kann das für die Zukunft keiner beantworten (erst nach einem Crash kommen die Oberlehrer aus den Löchern gekrochen und behaupten sie haben es schon immer gewusst).

    Aktienanlagen sind nicht umsonst Risikokapital. Für mich ist nur wichtig, dass das Unternehmen in das ich investiere ein Produkt liefert, das nicht einfach „mal so“ zu kopieren oder zu ersetzen ist. Alles andere wie Gesamtmarktlage, Bewertung, usw. ist mir unwichtig. Das ist jetzt keine mehrheitsfähige Meinung von mir, das weiß ich. Aber so ist eben meine Strategie. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen.

  6. Fabian S.

    @ -M:

    Tim hat Recht. Buffett-Fan Fabian klingt übrigens toll lieber Tim, kannst es ruhig beibehalten. 🙂 Ich bin 33 Jahre alt und seit ca. 7 Jahren fast 100 % in Aktien investiert. Und wenn ich halbwegs den Absprung schaffe dann 100% in Cash.

    Aber witzig, dass mein Namensvetter zumindest ähnlich wie ich denkt 😉

     

    Liebe Grüße an alle!!!

  7. A.

    Ich  bin seit 2010 an der Börse. In den 8 Jahren war irgendwie immer was und die Börse ist weiter gestiegen. Das war mir eine Lehre. Seit 2016 habe ich meine Strategie weiter angepasst. Aktuell mein erstes Jahr ohne Verkäufe bisher.

    Tencent und Alibaba habe ich beide seit ca. >1 Jahr im Depot und ich behalte die auch. Sind beides Multikonzerne die auf mehreren Beinen im asiatischen Raum stehen.

    Tencent mehr Spiele und Social Media (Geld mit Werbung haben die gerade erst angefangen) kommt alles mehr über Spiele und Vermittlung von Leistungen per WeChat), Mobile Payment und Alibaba = Cloud, Mobile Payment, KI, und eCommerce über Taobao und Tmall. Passt schon. Ich verkaufe nix, es war immer irgendwas. Wirtschaft passt sich an. Wird schon weiter gehen.

     

     

  8. -M

    Alles klar, klang so ein bissl nach Dir. War auch nur interessehalber 🙂

    Buffett und Munger ist wohl schon ein Idol von mir, wobei ich Russo ziemlich cool finde. Der verwaltet den Russo & Gardner Fonds der sehr in die Grundbedürfnisse investiert (Nahrung / Trinken/ Konsum / Luxus / Tabak)

    Brot und Spiele so in der Art. Langfristig möchte ich mich auch so aufstellen mit bisschen Healthcare und in Krisen zugekauften Finanzunternehmen.

    -M

  9. User554433

    @Fabian

    Glückwunsch – toller Fortschritt!

    Zu den China-Aktien: Aus meiner Sicht für Dein Portfolio eine tolle Beimischung. Wenn man langfristig anlegt sehe ich hier herausragende Chancen. Die BATs haben schon tolle Ausgangspositionen erreicht und die weiteren Entwicklungen sind teils staatlich sogar gewollt bzw. werden gewissermaßen gefördert. Die chinesische Regierung hat die BATs mit der Entwicklung von Schlüsseltechnologien betraut (autonomes Fahren, Gesundheit, Machine Learning). Wer mehr Risiko gehen möchte kann sich auch die IPOs fortlaufend anschauen (z.B. iQiyi = chinesisches Netflix, PinDuoDuo und Ant Financial könnten demnächst starten). Lies Dir mal den China Internet Report 2018 durch, da ist der aktuelle Stand nochmal ganz gut zusammengefasst.

  10. Thomas der Sparkojote

    Hallo Fabian,

    Das sieht doch grundsolide aus, ich denke wenn du den job sehr magst oder liebst, solltest du ihn auch behalten. Muss man ja auch vor niemandem rechtfertigen. Nicht alle haben die Möglichkeit einen Job zu haben, den man gerne hat.

    Ich weiss mit Familie und Co ist es schwer, aber ich glaube du hast sicherlich noch Sparpotenzial. 25’000-30’000€ bei 100k € scheinen doch etwas wenig. Ich vermute selbst ohne wirkliche Einbussen und optimierungen am Lebensstil lässt sich die Sarquote auf 35’000-40’000€ Schrauben. Zu viel arbeit würde ic haber nicht ans optimieren setzen, wenns keinen Spass macht. Lieber schauen wie man sonst noch mehr Geld verdienen könnte, wenn dass einem Spass macht.

    Grüsse
    Thomas

  11. Albr

    Bin selbst – teilweise wenige Jahre – Long Baidu, Tencent, Alibaba…

    haben eine sehr schöne Entwicklung hingelegt!

     

    selbstverständlich bin ich auch bei den amerikanischen Pendants dabei, Alphabet, Amazon, Facebook, Apple… die ganzen Geschichten (Internet) werden auf Oligopole hinauslaufen so wie in anderen Bereichen auch

     

     

  12. Gainde113

    @ Albr

    Wird interessabt sein zu sehen, wie die grossen Player sich immer mehr die Märkte streitig machen und sich in die Quere kommen. Zurzeit ist ja eher Old vs. New Economy.

  13. Chris K.

    Cooler Bericht Fabian,

    Ich hoffe auch das ich später mal mit 2 Kindern finanziell unabhängig werden kann, und so sparen kann wie du… Um das zu stemmen mach ich im Oktober mein Meistertitel. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg bei deinen anlage Entscheidungen.

    Fabian, ich denke alibaba würde demnächst mir auch zu legen, wobei ich mehr fan von dividenden zahlenden unternehmen bin.. Aber was nicht is, kann noch werden.

    Ich habe nach lange hin und her meine Berufsunfähigkeit Versicherung gekündigt und meine Unfall Versicherung.. Ich hoffe das ich mit dieser Entscheidung keinen Fehler gemacht habe.. Ich pump alles in einzel Aktien.. Und nächstes Jahr mal en etf.

    Ich bin Tim sehr dankbar für seinen Blog und die Videos.. Tim mach noch paar Videos mehr BITTE 😀 Schade das ich nicht noch etwas früher drauf gekommen bin. Aber ich wollte immer selbstständig werden.. Aber inzwischen denke ich wieso gründen wenn man sich stress freier und breit gestreut an Monopolen beteiligen kann…

    Ich liebe Aktien und das investieren. Am liebsten würde ich ein Verein gründen zum austauschen oder ähnliches. Einfach geil!

    Mfg Chris

     

  14. Jan

    @Thomas,

    wie Mike schon schrieb ist das Brutto. Weiter hat er eine vierköpfige Familie zu versorgen. Bringt er z.B. zwei Kinder in der Kita zahlt er je nach Region bereits bis zu 10.000 Euro im Jahr an Gebühren. Und kann das wiederum nur zu 2/3 absetzen und sich daraus wiederum nur ca. 50% wieder holen.

    Die Sparquote empfinde ich als gut. Nicht ein Knebel aber trotzdem stramm. Mit Kindern will man nicht jeden Pfennig dreimal herum drehen. Zweimal reicht. Oder wer will derzeit den Kindern den Freibadbesuch und ein gutes Eis verwehren.

    Schöne Grüße
    Jan

  15. Albr

    @Gainde113,

     

    so siehts aus, wobei ich mir schon vorstellen kann dass z.b. Alibaba, Amazon, JD.com und kleinere Nischenplayer parallel existieren können. Alibaba und Amazon sind mittlerweile zu groß, Übernahmen unmöglich, deshalb hab ich ja von Oligopolen gesprochen…

    daneben gibts noch interessante Geschichten wie Paypal (bin seit dem Spin off dabei), Visa, Mastercard, Msft hab ich schon mehr als 15 Jahre (als es noch keine Dividenden gab), CRM, Adobe, Accenture, BLK (mit Aladin, ETF), SAP, und einiges mehr

    ich denke im Internetbereich stehen wir erst am Anfang, aber es kristallisieren sich Firmen heraus an denen zukünftig keiner vorbeikommt…

  16. Thomas der Sparkojote

    @Jan & Mike

    Mir war nicht bewusst, das direkt 50% an Steuern anfallen. Dachte so 30-40%. Echt krass, so als vergleich bei uns kann man Daumen mal Pi mit 10-20% rechnen je nach dem wo man wohnt. Ich bin z.B. eher bei den 10% liegt aber auch noch an der Gehalts grösse.

    Grüsse

    Thomas

  17. Jan

    Ja, die Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungsbeiträge in D sind mörderisch. 50% sind aber auch übertrieben. Bei Steuerklasse 3 und 2xKinderfreibetrag lässt dir der Staat von 8.300 Brutto noch 5.300. Natürlich lässt sich das noch etwas im Detail optimieren und die Steuererklärung gibt auch noch Möglichkeiten. Rechnen wir die 2.500 Euro Sparleistung im Monat ab, bleiben ihm 2.800 Euro. Als Vergleich: Wir brauchen mit 3 Köpfen 3.265 Euro mtl zum Leben. Jetzt verdient noch seine Frau dazu und er hat ein Kopf mehr zu ernähren.

    Wir schränken uns kaum ein, gehen gerne weg und Leben auch manchmal ;-). Trotzdem haben wir eine Sparquote von über 35% derzeit. Also man sollte die Kirche auch im Dorf lassen: Wir zahlen viel an den Staat, es bleibt aber auch etwas über. Potenzial und Reformbedarf besteht trotzdem.

    Schöne Grüße

    Jan

  18. Maschinist

    100k Euro Brutto sind nach Steuerklasse drei in Deutschland 65k Euro Netto plus 4.656 Euro Kindergeld bei zwei Kindern also knapp 70k Euro Netto plus Frau und kleiner Nebenverdienst. Und dort sind Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Rente schon abgezogen.

    Brutto-Netto Rechner

    Die reine Steuerbelastung von diesen 100k Euro Netto betraegt dabei „nur“ 21.4k Euro (21,4%) und wenn man das Kindergeld davon noch abzieht nur ca. 16,5% (welches Land auf der Welt schenkt einer Familie knapp 5.000 Euro steuerfrei im Jahr fuer 25 Jahre?)

    Der Rest sind Sozialabgaben (und dort gibt es eher Diskussionsbedarf).

    –> Grenzsteuersatz ist ungleich Durchschnittssteuersatz.

    Fuer Familien mit Kindern ist die Besteuerung in Deutschland also nicht schlecht und die Lebenshaltungskosten (z.B. im Vergleich zur Schweiz) sind sehr gering.

    Glueckwunsch an Fabian zu seinem bisherigen Erfolg mit zweiten Bildungsweg, guten Job und gutem Gehalt!

    Du schaffst Dir und Deiner Familie damit viele Moeglichkeiten und nebenbei bist Du eine grosse Stuetze fuer dieses schoene Land!

    Und das nicht nur monetaer sondern auch als leuchtendes Beispiel, das man etwas erreichen kann, wenn man sich anstrengt.

  19. KievKiev

    @ Fabian

    100k ist ein sehr gutes Gehalt. Und dann kommt ja auch noch von Deiner Frau ein Teil dazu. Wie hoch ist denn Euer aktuelles Vermögen?

    Wie hoch sind Deine Wohnkosten und wie weit und lange musst Du pendeln? Das ist je nach Region auch stark unterschiedlich. Ob sich kaufen oder mieten bei Dir lohnt kannst Du vermutlich selbst ausrechnen.

    Ich kann mir vorstellen, dass auf der Ausgabenseite noch Potential vorhanden ist. Ich verzichte nicht auf Urlaub. Auch nicht auf Aktivitäten wie Freibad oder Badesee usw. Wir geben mit 2 Kindern 2400€ im Monat aus. Wir zahlen allerdings nur Zinsen über knapp 150€ im Monat.

    Was hast Du vor? Was willst Du wann erreichen? Gibt es Ziele?

  20. Pascal

    @Thomas / Sparkojote

    Ich beziehe Gehalt und lebe auch in der Schweiz. Mit 10% vom Brutto bezahlt man AHV, UVG und den ganzen Kleinkram. Die Steuern gehen nachher weg. Das ist je nach Wohnort sehr unterschiedlich. Aber die Mietpreise kompensieren dies zum grössten Teil. 50% vom Brutto zu sparen wäre nicht Hartz4, sondern Hungertuch.

  21. Jan

    @Maschinist,

    das Kindergeld als Schenkung zu definieren versuchen viele (insbesondere aus der Politik), es ist und bleibt aber einfach nur falsch.

    Das Kindergeld ist eine Vorauszahlung auf den Kinderfreibetrag/Grundfreibetrag des Kindes. Dieser Freibetrag ist seitens unserer Hüter der Verfassung geschützt (BVerfG 96) da es das Existenzminimum der Person darstellt. Es darf das Existenzminimum nicht besteuert werden. Dies ist auch der Grund warum die letzte Regierung vom BVG gezwungen wurde den Freibetrag neu zu berechnen und entsprechend das Kindergeld zu erhöhen. Der Kinderfreibetrag war so gering, dass ihn das BVG als verfassungswidrig beurteilte. Der Staat könnte diesen nicht besteuern, auch wenn er sich auf den Kopf stellt. Daher ist es auch kein Geschenk. Im Gegenteil, der Staat versucht diesen auf niedrigst möglicher Sparflamme zu halten und nimmt dafür sogar in Kauf, dass ihm hierfür die Verfassungshüter auf die Finger schlagen. Eigentlich ein Armutszeugnis für einen Staat.

    Das Kindergeld ist daher lediglich eine vorgezogene Steuerrückzahlung auf monatlicher Basis auf aller tiefster Höhe. Mehr nicht. Und ja, das machen auf verschiedenen Wege praktisch alle Staaten so mir bekannt. Teils über den Lohnsteuerabzug, teils über andere Instrumente. Jedenfalls gibts keinen mir bekannten Staat der ab dem ersten Euro besteuert und keinen Grundfreibetrag kennt. Im Gegenteil, in Deutschland ist es (vermutlich bewusst?) sehr kompliziert geregelt. Anstatt es als Lohnsteuermerkmal direkt gespeichert wird ist es nur als Merkmal für den Soli und Kist gespeichert. Quatsch? Ja. Warum? Weil der Michel gerne dem Staat Steuern vorschießt die er ein Jahr später erst bekommt (soll er auch noch dankbar dafür sein?). Und wer keine Steuererklärung macht, das freut dann den Staat gleich doppelt. Die Steuerberater als sehr einflussreiche Lobby in der Politik freuts gleich mit.

    Beim Rest hast du grundsätzlich recht. Auch wenn ich die Sozialabgaben/~versicherungen nicht so kategorisch ausklammern würde. Zwar steht dem auch eine Leistung gegen es ist und bleibt aber eine gezwungene und gewillkürte Abgabe bei der selten Beitrag und Leistung zusammen passen. Vermutlich geht diese Diskussion aber nun zu weit.

    Schöne Grüße

    Jan

  22. -M

    @ Tim

    Das Video kannte ich, habe es mir trotzdem nochmals angehört. Ich finde ihn auch sehr sehr stark. Sehr viel wissen und seine Ansichten sind nicht oft anzutreffen an der Börse.

    Capacity to reinvest

    Ability to suffer

    Long term compounding (Steuern sparen)

    Fam. geführte nicht zykl. Komsumwerte

    Konzentriertes Depot auf ca. 15/20 Unternehmen.

    Genau meine Welt:-)

    -M

  23. Thorsten

    Jan hat für mich alles gesagt. Ich gehöre was die Abgaben angeht auch zur kritischen Liga. Wer mit gutem Gehalt glaubt, er bekäme Kindergeld , meint auch er bekäme Weihnachts- oder Urlaubsgeld (Es handelt sich um verzögerte Gehaltszahlungen, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer als Darlehen gibt. Der Arbeitgeber kann seine Risiken teilweise auf Angestellte abwälzen, in dem er Zahlungen je nach Betriebsergebnis kürzt oder einstellt). Bei dem ganzen Abgabewust rechnet es sich für mich evtl. doch, da das Bildungssystem für meine Kinder gut und günstig ist.

  24. KievKiev

    @ Jan

    Das Kindergeld ist in der Tat eine vorgezogene Erstattung der Steuer. Als Pessimist könnte ich folgendes schreiben:

    Für den Staat sind nicht alle Kinder gleich. Er bevorzugt einkommensstarke Familien, indem er finanziell schlecht aufgestellte Familien mit dem fixen Geldbetrag abspeist und besser aufgestellte prozentual aufs Einkommen betrachtet unterstützt. Das Elterngeld geht in eine ähnliche Richtung. Hier liegt allerdings eine Begrenzung auf 1800€ im Monat vor. Zu Reiche werden dann nicht im vollen Umfang unterstützt. Darüber Hinaus unterstützt die zusammenveranlagte Steuererklärung bei Lohnunterschieden. Das spürt man besonders mit Kindern.

    Fabian könnte ja einmal das Brutto Gehalt seiner Frau nennen und den Steuersatz der letzten Steuererklärung nennen. Mit dem Nettowert kann man meiner Meinung nach hervorragend leben.

    Dem Mittelstand geht es in Deutschland prächtig. Kein Wunder bei dem Gejammer. Ich bin aktuell in einem Land in der EU, bei dem es die Kinder nicht ganz so gut wie in Deutschland haben. Während sich so mancher Berufseinsteiger in Deutschland ernsthafte Gedanken über die Work Life Balance macht, ist die Jugend in den südlichen Regionen glücklich wenn sie überhaupt einen Job bekommt.

  25. Thorsten

    @Kiev jaja, sorry. Na ja. Es gilt ja auch das Leistungsprinzip. Wer viel arbeitet und viel verdient soll auch mehr haben. Wer wirklich wenig verdient bekommt das Kindergeld ja netto drauf. Das ist prozentual deutlich mehr. ‚Abspeisung‘ finde ich da etwas unpassend.  Während die Linken sagen, dass von unten nach oben umverteilt wird,  haben wir seit Jahrzehnten gleichzeitig eine beschleunigte  Umverteilung von der Mitte nach unten. Reich ist und war immer fein raus. Arm war schon immer arm. Neu ist : die Mitte rutscht über nominelle Gehaltssteigerungen hoch in Steuergrenzen, die ursprünglich für die obersten Einkommen gedacht war. Gleichzeitig steigen aber auch die Ausgaben nominell und real. Es bleibt reell weniger übrig. Die Politik gibt dem Mittelstand ein paar Almosen in Form von höheren Freibeträgen und rühmt sich mit Steuerentlastungen. Die bräuchten wir gar nicht, wenn die Steuerprogression den Gehältern folgen würde. Es kann Dir in diesem Steuersystem passieren, dass Du eine Gehaltserhöhung bekommst und netto weniger ausgezahlt bekommst oder nur ne Handvoll Kupfermünzen mehr hast. Dieses Steuersystem ist für Arme und für Konzerne. Dazwischen ist es kompliziert und demotivierend. Ein Skandal, bekannt und von der Politik totgeschwiegen oder als Solidarprinzip abgehakt, man will nicht an der schwarzen Null drehen.

    @Tim ‚ability to suffer‘. Sollte man bei buy and hold gleich mit beischreiben. Viele steigen ja dann aus und verlieren und verlieren….allerdings habe ich z.b Altria, BP und Coca Cola verkauft, da warte ich nicht mehr, ich stehe nicht mehr hinter den Unternehmen. Aus gleichen Gründen habe ich FB nie gekauft . Nur wegen Gewinn kaufe ich nicht, ich will auch etwas Begeisterung bei der Sache.

  26. ZaVodou

    @Jan

    „Jedenfalls gibts keinen mir bekannten Staat der ab dem ersten Euro besteuert und keinen Grundfreibetrag kennt.“

    Ich habe mir gerade am Wochenende mal die Situation in Griechenland angeschaut, weil ich Griechenland als Altersruhesitz ganz interessant finde. Was müsste ich in Griechenland also an Steuern zahlen? Meine Recherche ergab. 22 % ab dem ersten Euro.

    Scheint aber noch mehr Länder – nur allein in Europa zu geben – bei denen ab dem ersten Euro Steuern fällig werden.
    Siehe Übersicht 6 letzte Spalte:
    https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren_Bestellservice/2016-05-13-wichtigsten-steuern-im-internationalen-vergleich-2015.pdf?__blob=publicationFile&v=8

  27. Djerun

    @Thorsten: Vielen Dank, es ist alles gesagt! Also wer behauptet dem deutschen Mittelstand geht es prächtig, der ist von der Realität weit entfernt.

    Wer sich die Differenz aus Realeinkommen und Produktivitätswachstum in den letzten 15 Jahren anschaut wird feststellen, dass das Produktivitätswachstum mittlerweile dem Einkommen im zweistelligen Prozentbereich weit voraus ist. Das ist genau der Betrag, welcher auf Kosten der Arbeitnehmer geht…die Geringverdiener merken es nicht, da ist die Abgabenlast zu klein, die Großverdiener interessiert es selten, sie haben genug…diejenige die es spüren, ist die Mittelschicht.

    Ich jedenfalls arbeite als Ingenieur bei einem Dax-Konzern. Uns geht es gut, ja, aber bei meinen Kollegen vor 20 Jahren in der Firma in gleicher Position, da stand das Einfamilienhaus mit Ende 30 abbezahlt da, es wurde zweimal im Jahr in Urlaub geflogen und die Frau musste trotz zwei Kindern nicht arbeiten gehen. Zum Glück möchte meine Frau arbeiten gehen, trotzdem ist mit zwei Gehältern dieser Lebensstandard kaum noch möglich. Und die betriebliche Altersvorge, mit der auf der Homepage geprahlt wird, ist mittlerweile auf ca. 40 % der Zuschüsse von damals zusammen geschrumpft worden.(das weiß man dann auch nur, wenn man mal offen mit älteren Kollegen über die Kohle redet)
    Wie gesagt, es geht uns gut, aber das Delta zu der Generation vor uns ist definitiv da!

    Djerun

  28. Thomas der Sparkojote

    @Pascal
    Ich vermute die meisten berechnen ihre Sparquote aufgrund ihres Nettoeinkommens, also das was effektiv aufs Gehaltskonto fliesst. Ich budgetiere Beispielsweise meine Steuern und tracke diese ebenfalls als ausgaben.

    Ich spare zwar noch keine 50% aber es ist sicherlich realistisch, vor allem dann wenn man einen guten Beruf oder in einer guten Branche tätig ist. Natürlich ist es so das wenn man wenig verdient, kein grosser Spielraum vorhanden ist. Hier ist mein Appell einfach selbst bei einem 100% Job im McDonalds verdient man um die 3.5k-4k monatlich. Das sind 42 Stunden + vielleicht 8 Stunde Arbeitsweg. Somit hat man 50 Stunden die Woche reserviert für den „normale Job“. Hat man noch keine grössren Verpflichtungen, hat man genügen Zeit nebenbei etwas aufzubauen, sich weiter zu bilden um mehr zu verdienen. Einfach mal 2 Stunden am Tag weniger Netflix und TV schauen, nur noch jedes zweite Wocheende ausgehen etc.

    Mit Kindern sieht das schon wieder anders aus, aber auch die müssen irgendwann schlafen. Dann kann man vielleicht noch 1-2 Stunden täglich einbauen. Stell dir vor dein Leben hängt davon ab, ob und diese 1-2 Stunden täglich retten dein Leben langfristig. Okay man ist vielleicht sehr müde, aber es reicht auch jeden zweiten Tag 1-2 Stunden in Weiterbildung zu inestieren oder an einer Nebenberuflichen Tätigkeit zu arbeiten.

    Die meisten sind aber einfach zu faul und bequemlich. Ich habe während ich in meiner Ausbildung das Business gestartet habe, vor allem dort als ich noch viele Einzelkarten gekauft habe (waren damals ca. 100’000 Einzelkarten). Praktisch jeden Tag zusätzlich 2-4 Stunden Karten sortiert und das über mehrere Monate hinweg. Parallel dazu natürlich recherchen über Produkte die ich importieren könnnte etc. Ja ich hatte keine Verpflichtungen bis auf miene Ausbildung, aber auch eine Ausbildung ist eine 42 Stunden Woche + Hin- und Rückreise. Gleichzeitig hat man Tests in der Berufsschule und der Berufsmaturitätsschule, für diese ich im Normalfall lernen musste oder wenigstens die Hausaufgaben lösen. In einem normalen Beruf fallen die Hausaufgaben und Co. weg vor allem dann wenn es eher ein sich wiederholenderberuf ist wie KV, Detailhandel, Gastronomie etc.

    Man muss einfach etwas finden, dass einem Spass macht und im ideal Fall irgendwie Geld verdienen kann. Dann zieht die Ausrede ich bin zu müde/ausgepowert nicht, da es eine Art Hobby ist.

    Wir sind zu einer Gesellschaft geworden die all diese Privilegien, wie wir leben schon als „hart/schwer“ ansehen. Relativieren wir das und merken das ein Grossteil der Menschen, keine richtigen Sanitären Anlagen haben, teilweise kein Essen auf den Tisch kommt, keine richtige medizinische Versorgung haben, fehlendes Dach über dem Kopf etc. Wird mir schon fast schlecht. Ich weiss man ist vielleicht nicht immer motiviert.

    Aber grundsätzlich sage ich jedem der Motzt und beim nächsten Treffen wieder Motzt über ein und das selbe Thema: Get your shit together, wir leben in der f***ing Schweiz.

    Ich habe viele Bekannte die um einiges weniger verdienen als ich, aber diese geben mehr aus und zwar wirklich deutlich mehr aus als ich, teilweise sogar beinahe das doppelte. Damit habe ich auch um Gottes Willen kein Problem, solange ich kein Gemotze von dieser Person höre.

    Grüsse
    Thomas

     

  29. Ralf

    @Chris K.: „Ich habe nach lange hin und her meine Berufsunfähigkeit Versicherung gekündigt und meine Unfall Versicherung.. Ich hoffe das ich mit dieser Entscheidung keinen Fehler gemacht habe.. „

    Das hätte ich nicht gemacht. Auch eine BU-Versicherung kann sinnvoll sein als Teil des Risikomanagements auf dem Weg zu finanzieller Unabhängigkeit. Muss aber jeder selbst wissen. Es ist oft genug schwer, überhaupt einen gute Versicherung zu bekommen (wg. Vorerkrankungen).

    @Djerun: „…Ich jedenfalls arbeite als Ingenieur bei einem Dax-Konzern. Uns geht es gut, ja, aber bei meinen Kollegen vor 20 Jahren in der Firma in gleicher Position, da stand das Einfamilienhaus mit Ende 30 abbezahlt da, es wurde zweimal im Jahr in Urlaub geflogen und die Frau musste trotz zwei Kindern nicht arbeiten gehen. Zum Glück möchte meine Frau arbeiten gehen, trotzdem ist mit zwei Gehältern dieser Lebensstandard kaum noch möglich. Und die betriebliche Altersvorge, mit der auf der Homepage geprahlt wird, ist mittlerweile auf ca. 40 % der Zuschüsse von damals zusammen geschrumpft worden….“

    Du bringst es gut auf den Punkt. Diese entspricht auch meiner Beobachtung. Und der Stresspegel nimmt ebenfalls durch mehr Arbeitsverdichtung stetig zu. Der Wohlstand kommt in der Mittelschicht nicht mehr in vergleichbarem Umfang an wie früher, auch wenn dies gerne so vermittelt wird.

    @Thomas der Sparkojote: „Mit Kindern sieht das schon wieder anders aus, aber auch die müssen irgendwann schlafen. Dann kann man vielleicht noch 1-2 Stunden täglich einbauen.“

    Theoretisch ja. In der Praxis sieht es eben häufig anders aus. Wir sprechen uns wieder wenn du mal Kinder hast (was heute als Ziel gar nicht mehr immer so sehr selbstverständlich ist wie bei älteren Generationen, aus vielen Gründen).

    Nebenbei: Die Kohle ist wichtig, aber nur Mittel zum Zweck. Was bringt mir viel Kohle wenn ich dann mit 35 vor lauter Stunden und viel Stress einen Herzinfarkt bekomme?

    „Man muss einfach etwas finden, dass einem Spass macht und im ideal Fall irgendwie Geld verdienen kann.“.

    Klasse, super Idee, das da vorher noch keiner drauf gekommen ist? Wenn das denn nur so einfach wäre…. Ideen, auch für Nicht-IT-Leute sind hier sicherlich sehr willkommen….

  30. KievKiev

    @ Thorsten

    Vergleiche zwischen Generationen finde ich eh immer schwierig. Der Staat nimmt Geld ein und verteilt es. Heute gibt es Elterngeld und Kitas sind teilweise ohne Gebühren. Das war bei Dir nicht der Fall. Dafür gab es eine Eigenheimzulage. Die gibt es heute nicht. Du hast ein sehr gutes Vermögen aufgebaut. Du hast aber auch hart dafür gearbeitet. Dieser Punkt ist vermutlich der wichtigste für Deinen Erfolg.

    Ich habe zwei Kinder, lebe in Deutschland und finde, dass der Staat es gut mit uns meint. Alleinerziehende oder Alleinstehende haben es steuerlich wesentlich schwerer als die klassische geförderte Familie mit zwei Elternteilen.

    @ Djerun

    Wenn Du etwas erreichen willst musst Du Dich selbst darum kümmern. Ein Kollege von mir hat die heutige Lage auch gerne mit alten Zeiten verglichen. Mir ist der Unterschied egal. Ändern kann ich so oder so nichts. Es ist aber sehr gut möglich heute viel zu erreichen.

    Ich kenne ältere wohlhabende Menschen aus der Nachkriegszeit. Ich muss neidlos anerkennen, dass sie extrem fleißig sind. Da kann ich bei ehrlicher Betrachtung nicht mithalten. Ich habe dafür mehr Zeit für meine Familie.

  31. FelixBerlin

    Schöner Beitrag.

    Mit 31 Jahren steht er fest im Leben und trotzdem möchte ich nicht tauschen.

    Pendeln würde für mich nie in Frage kommen – egal wie toll der Arbeitgeber und das Gehalt sind.

    In jungen Jahren würde ich das evtl. noch machen, aber mit Familie käme das für mich nicht in Frage.

    Ich habe auch eine kleine Tochter und die Zeit vergeht einfach so schnell.

    Würde ich mehrere Stunden am Tag benötigen, um zur Arbeit hin und zurück zu kommen, würde ich mir vermutlich einen neuen Arbeitgeber suchen.

    Es geht einfach zu viel Lebenszeit und Qualität verloren.

    Das holt man nie wieder nach.

    Da verzichte ich lieber auf ein hohes Gehalt.

    Das ist aber nur meine persönliche Meiung und ich weiß, dass es viele gibt die da anders denken – was ich auch völlig respektiere.

    Nur für mich wäre dieser Lebensstil nix.

    Trotzdem gratuliere ich zum Erfolg und finde den Weg den er bis jetzt gegangen ist klasse.

  32. Ralf

    Viele haben schlichtweg keine andere Wahl als zu pendeln. Sicherlich würde so mancher gerne darauf verzichten, aber mangels vernünftiger Alternativen (z.B. kein guter Job in der Nähe, teures Wohnen in der Nähe vom Job) sieht die Realität oft anders aus.

    Der IT-Bereich z.B. wäre im Bezug auf wohnortnahe Jobs und guter Bezahlung für viele Leute eine Lösung. IT-Leute werden ja offensichtlich überall gesucht. Nur: Was tun wenn man einfach überhaupt keinen Bock auf dieses Thema hat? Also nehmen Leute wie ich das Pendeln in Kauf.

  33. Daniel

    Der IT-Bereich z.B. wäre im Bezug auf wohnortnahe Jobs und guter Bezahlung für viele Leute eine Lösung. IT-Leute werden ja offensichtlich überall gesucht.

    Aber grade in der IT ist Wohnortsnähe oftmals gar nicht mehr nötig. Mein jetziger Arbeitsvertrag würde schon heutzutage hergeben 2 Tage in der Woche von zuhause zu arbeiten.

    Bei mir ist es eher umgekehrt. Ich wohne über 35km von der Arbeit weg, nehme aber dennoch Pendeln in Kauf obwohl ich Home-Office deutlich ausgedehnter betreiben könnte, weil mir die Kollegen sonst irgendwie fehlen würden. Mir macht es mehr Spaß meinen Hintern ins Büro zu schieben.

  34. Thorsten

    @Djerun,  Kiev ja und ja. Es wäre ganz schön böse anzunehmen, dass die Emanzipation der Frau von Arbeitnehmern und Politik passenderweise  in erster Linie dazu genutzt wurde das Realeinkommen des Mannes langsamer ansteigen zu lassen und beide Partner über langsam ansteigende Gehälter zunehmend in Arbeit zu zwingen, um die Lebenshaltungskosten in der Stadt bezahlen zu können. Früher reichte das Einkommen des Mannes : Haus, Auto, 2 Urlaube und Restaurantbesuche. Ganz genau so war es in den 70ern zumindest. In meinem Umfeld gibt es bis auf mich und eine Nachbarsfrau ausschließlich Doppelverdiener, anders ist ein Haus hier bis zur Rente für den Normalverdiener gar nicht finanzierbar. Verlierer sind wohl die Frauen, an ihnen hängt nun oft Job und Erziehung. Übrigens haben in der DDR auch oft beide gearbeitet und die Kinderbetreeung war garantiert und kostenlos, ups  !

  35. Hendrik

    @Kiev

    Jo – so sehe ich das auch. Steuern, verschiedene Generation und wohlmöglich andere Länder so pauschal zu vergleichen ist gaaaanz schwierig, eher ein Ding der Unmöglichkeit. In punkto Liberalität der Gesellschaft würde ich zum Beispiel kaum einer früheren Generation angehören wollen – selbst wenn es früheren Generationen wohlmöglich materiell besser ging.

    Ich hoffe der Staat belastet nicht weiter private Altersversorge durch Aktien mit anderen Steuern und das wohlmöglich Dinge übersichtlicher versteuert werden anstatt es weiter zu bürokratisieren und unverständlicher zu machen. Auch wenn ich hierbei meine Zweifel habe das es besser wird…

    Sei es drum: Wenn der eine Gerechtigkeit sieht, findet der andere es gerade ungerecht. Es wird immer einen geben von dem man zumindestens denkt, dass sein Garten grüner wäre…

  36. Gainde

    Was als Schweizer Sicht der Worst-Case bezüglich Aktiensparen wäre ist:

    1. Man wird vor Renteneintritt arbeitslos (aktuell 65 Jahre)
    2. Nach 2 Jahren Arbeitslosengeld-Bezug landet man in der Sozialhilfe
    3. Die Sozialhilfe erhält man nur, wenn man sein Vermögen bis auf CHF 4’000 aufgebraucht hat

    Das würde bedeuten, dass man ja nie länger als 2 Jahre arbeitslos sein darf. Falls man doch Sozialhilfe beziehen muss, sollte man das gesamte Depot/Vermögen einem Angehörigen „schenken“, damit man nur noch mit max. CHF 4’000 dasteht.

     

    Any Schweizer hier, die sich für diesen Case schon Gedanken gemacht haben?

    Wäre ja doof, jahrelang eine grosse Sparquote zu fahren, damit man am Schluss doch alles aufzehren muss, falls man keinen Job mehr findet. Aktuell ist man mit Ü40 bereits hochgefährdet.

  37. Bruno

    @Gainde

    Ich beschäftigte nicht zu viel mit solchen Szenarien, man sagt ja wer sich zu viel mit Krankheiten beschäftigt bekommt sie dann auch.

    Angehörig müsste dann aber ausserhalb der Familie sein, sonst funktioniert das nicht, und die Frage ist dann wem man so stark vertraut.

    Es gibt ja auch zumindest in einigen Kantonen die Familienhaftung, zumindest Eltern muss man unterstützen, das macht man natürlich gerne und auch freiwillig aber gerade wenn jemand mal längere Zeit in ein Pflegeheim muss, explodieren die Kosten rasch.

    Alles hat Risiken, sogar wer sparsam lebt, auch in grösseren Krisen kommt der Staat plötzlich auf absurde Ideen (neue Steuereinnahmen), und von wem will man es holen wenn nicht von den Sparsamen. Die grossen Fischen hauen eh ab resp. sind bereits weg, dann bleibt der sparsame Mittelstand, den man noch rupfen kann.

    Vielleicht muss man irgendwann auch auswandern, wenn es ganz übel kommt.

     

  38. Maresa

    @ Gainde

    „Wäre ja doof, jahrelang eine grosse Sparquote zu fahren, damit man am Schluss doch alles aufzehren muss, falls man keinen Job mehr findet. Aktuell ist man mit Ü40 bereits hochgefährdet.“

    Ist in D nicht anders …. nur das Schonvermögen wurde mittlerweile höher gesetzt – hier droht das gefürchtete Hartz4. Aber bitte – immer schön sauber bleiben; vermeintliche Tricks wie „Vermögen verschenken“ können ganz schön nach hinten losgehen.

    Da gelten zwei Grundregeln:

    1. sparsam leben – genauso wie Tim immer sein Mantra vorsagt

    2. reicht das passive Einkommen notfalls aus, wenn kein Arbeitslosengeld mehr kommt? – wenn nein, dann rechtzeitig freies Vermögen schaffen und notfalls auf Dividenden verzichten; eine eigene Wohnung hilft; Auto abmelden und verkaufen / braucht man nicht mehr. Wenn man jetzt z.B. noch monatlich 800 € aus dem freien Vermögen entnimmt, kann man relativ entspannt die paar Jahre zur Rente abwarten.

    Ist im wahren Leben etwas komplizierter – aber es geht. Ich probiere aktuell sozusagen den Stresstest – und es fühlt sich gut an 🙂

    Aber Betrug begehen, um Sozialleistungen zu erschleichen? bitte Hirn einschalten ….

    Das Leben ist so einfach und schön.

    Viele Grüße. Maresa

  39. Thorsten

    @All es muss diese verdammte Hitze sein, positive Gedanken wären besser. Ich habe heute morgen um 6.30 mit der Bügelsäge eine Magnolie leise auf 5 Meter runtergesägt, heute Mittag weil es sein musste mit der Kettensäge einen quer aufwärts über den Zaun wachsenden 50 Jahre gewachsenen Kieferntrieb (15 cm Durchmesser, 6 Meter hoch) abgesägt bevor er auf den Zaun kracht. Das war die Hölle. Jetzt bin ich platt , wir trinken literweise Wasser und essen Eis. Den Backofen machen wir für Gerichte nicht an, keine Pizza. Kochen tun wir sparsam und kurz. Überall Deckel peinlich genau drauf, auch auf die Pfannen, die Hitze ist dabei entsetzlich in der Küche. Morgen soll es noch wärmer werden.

    @Maresa gut geschrieben, aber man braucht zu dem Zeitpunkt schon genügend Substanz, sonst geht sie weg

  40. Maresa

    @ Kiev, Thorsten

    Vergleiche zwischen Generationen finde ich eh immer schwierig.

    Kiev, Du hast es auf den Punkt gebracht. Es ist wie Rosinen picken; oder wie heißt es – das Gras ist auf der anderen Seite ist immer grüner.

    Ich bin (noch) 56 Jahre, hab 1977 mit der Ausbildung begonnen – und stehe seit 41 Jahren mit beiden Beinen im Berufsleben. Meine älteste Tochter ist 37 Jahre – und meine Enkelin wird nächstes Jahr die Schule beginnen. Jede Zeit hat ihre Chancen und Probleme – aber so leicht wie es heute ist, war es bestimmt in keiner Zeit zuvor. Massivst geändert haben sich die Ansprüche an das Leben und die Gesellschaft – und alles muss sofort verfügbar seit, und das in einer niemals vorher gekannten Auswahl.

    Ich bin sehr glücklich, dass meine kleine Kathi jetzt aufwachsen kann, mit all den Bildungschancen – mit der Freiheit und Sicherheit unseres Landes bzw. Kontinents.

    Schöne Grüße – ich fahr jetzt zum Baggersee 🙂

    Maresa

     

  41. Bruno

    @Thorsten

    Ja die Hitze ist das eine, aber es ist bei uns auch extrem trocken, ich erinnere mich nicht dass es je so trocken war. Der nahegelegene See stinkt, die Flüsse sind trockengelegt, die Ernten gehen kaputt. Sogar grössere Bäume lassen langsam ihre Blätter hängen. Der Rasen ist braun, die Felder ebenso. Helikopter fliegen in abgelegenere Orte und bringen den Kühen Wasser, damit die nicht verdursten. Sowas kennt man sonst nur vom Süden.

    Nunja, wir haben in der Schweiz ja am 1. August Nationalfeiertag, dieser wird dieses Jahr ruhiger gefeiert, es gibt an den meisten Orten ein Feuer(werk)verbot, finde das ganz gut, ich mag diese Ballerei nicht, abgesehen davon ist es eine sinnlose Geldverschwendung. Auch für Tier und Umwelt ist es nur mühsam.

    @Maresa Nein Betrug kommt nie in Frage, wenn dann müsste es schon eine legale Lösung sein. Besser jedoch vorsorgen so gut es geht, viel sparen, weiterbilden und auch etwas für die Gesundheit machen, mehr kann man nicht tun.

  42. Maresa

    @ Thorsten

    … aber man braucht zu dem Zeitpunkt schon genügend Substanz, sonst geht sie weg.“

    Das stimmt … aber rechtzeitig begonnen sollten 10K Entnahme für z.B. 2-3 Jahre immer drinnen sein – und Jobs gibt es auch noch zum Dazuverdienen – also: Arbeitskraft immer gut erhalten (geht auch beim Bäume fällen 🙂 )

    Außerdem: der Kollege im Beispiel bekommt ja Rente ab 65 Jahren … die sollte reichen, wenn er immer fleißig gearbeitet hat. Im schlimmsten Fall ist etwas von den Rücklagen weg – aber die Grundsubstanz bleibt ihm/ihr selber erhalten.

    Es geht hier um einen Notfall – nicht mehr um z.B. 4% Entnahmeregel – und dafür haben wir ja auch geschuftet.

    Außerdem: Bei relativ gutem Einkommen sollte auch vom ALG1 ausreichend übrigbleiben … in den 2 Jahren ALG1 kann man sich hier unter günstigen Bedingungen auch noch Rücklagen für z.B. 1 Jahr raus holen.

    Man bekommt mit ALG1 60 % vom letzten Einkommen – bei einer guten Sparquote bekommt man das hin. Das ist auch nichts für Warmduscher … und mit 60 erst für diesen Fall Rücklagen zu bilden ist eindeutig zu spät …. und niemals vergessen: Gesund bleiben – körperlich und mental :).

    In ein paar Wochen schreib‘ ich mal was zu meinem „Stresstest“.

    Viele Grüße.

    Maresa

     

     

  43. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Thorsten,

    2003 war eine schlimmere Hitzewelle. Ich kann mich gut erinnern, dass ich in der Arbeit wochenlang fast täglich über 40 Grad hatte, und wir hatten damals keine Klimaanlage.

    So schlimm finde ich es jetzt gar nicht. Klar schwitzt man. Habe heute Bogenschießen im Garten gemacht. Da läuft die Brühe. Dafür ist der Sommer da. 😉

    Leider haben wir hier keine schönen Baggerseen in der Nähe. Ich mag diese schlammigen Naturseen nicht so. Habe keine Lust zu Baden in so modrigem braunen Wasser.

    Sollte halt ab und an mal eine Nacht regnen, ansonsten eben mal „ein Sommer wie er früher einer war“. So wurde es doch immer sehnlichst besungen (Rudi Carrell: „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“).

    Ich bin ja nicht sooo empfindlich. Hitze ist mir lieber als Kälte, aber meine Partnerin leidet auch immer sehr. Als sie ihre Wohnung gekauft hatte, hat sie sich gleich eine Klimaanlage von Toshiba gegönnt.

    Nicht für die ganze Wohnung, aber für das Schlafzimmer. Das ist schon sehr angenehm. Das ist ja eine Dachterrassenwohnung, wird also auch schnell warm.

    Aber man kann das Außengerät gut unterbringen. Bei einer Etagenwohnung ist das natürlich schlecht. Wird man nicht so einfach an die Wand hängen dürfen.

    So eine Klimaanlage sollte man sich gönnen wenn man die Möglichkeit hat. Unsere kam damals so auf knapp 3.000 EUR, glaub ich, incl. Einbau. Aber das lohnt sich, wenn man ein kühles Schlafzimmer hat.

    Morgen geht es wieder nach Dresden zum Schaffen. Wird auch schweißtreibend.

    MS

     

  44. Thorsten

    @Bruno morgen Höhepunkt der Hitzewelle und weiträumig höchste Waldbrandgefahr in noch größeren Teilen der Republik. Hoffentlich passiert da nix. Die Fähre über den Fluss ist wegen Wassermangel eingestellt. Wir haben im Garten eine große Schüssel mit Wasser aufgestellt,  es kommen Wespen, Hornissen , Katzen.  Was nachts wohl kommt (Igel ?). Das ist das erste Jahr mit  Wespenplage, sonst werden sie von den Hornissen in Schach gehalten. Kein Regen in Sicht. Die immer wieder mal angekündigten Gewitter erweisen sich als Luftnummer der Wetterdienste und werden kurz vorher verschoben, dann abgesagt.

    Die Landwirte können einem leid tun, aber das Depot läuft derweil global weiter

    @Matthias 2003 war bei uns im Norden nicht so schlimm, mal über 25 Grad im Sommer ist doch o.k., wir sind ja sonst schon mit 20 Grad ohne Regen zufrieden. Viele Nachrichten beziehen sich auf den Süden oder Südwesten. Seit ein paar Jahren haben sie nun auch den Osten als Meldegebiet entdeckt, vorher politisch inkorrekt bloß Berlin. Wir können das sonst ignorieren, was da aus süddeutschen Klima- und Medienzentralen bundesweit auf die Titelseiten gefunkt wird. Dieses Jahr leider nicht.Der grausame Winter 2009/2010 fand dagegen im Süden nicht statt und schaffte es kaum in die bundesweiten Schlagzeilen. Ich werde ihn nie vergessen. Hitze und Sonne vertrage ich gar nicht, ab 25 Grad lauf ich schlapp ein.

    http://www.unwetterzentrale.de/uwz/541.html

    „Tote“ Katze genießt den Sommer, 39 Grad mögen sie schon mal und knallen sich auf aufgeladene Gullideckel sobald die Sonne weg ist :
    http://up.picr.de/33373979yy.jpg

  45. Jan

    @Zavodou: doch, in Griechenland kann man sich auf Antrag bei einem Jahreseinkommen von 9.500 Euro komplett von der Steuer befreien lassen. Zwischen 9.500 bis 42.000 Euro ists dann linear gemindert. Da gehts eben per Antrag.

  46. KievKiev

    @ Maresa

    Ich bin schon gespannt auf den Stresstest. Ob wir in der heutigen Zeit die meisten Chancen haben oder nicht ist mir egal. Es gibt auf jeden Fall genug Förderungen, um das erreichen zu können was man möchte. Geschenkt gibt es außer bei wohlhabenden Eltern nichts. Ich möchte den jüngeren aber nicht so düstere Perspektiven zu Familie geben. Wir haben mit zwei kleinen Kindern und bei Betrachtung einer genutzen Wohnung ohne Vermietung immerhin etwas über 60% Sparquote. Mit Berücksichtigung der Vermietung noch einmal mehr. Die Gehälter sind aber nicht so schlecht. Auch wenn es weniger Sparquote wird. Wenn man jung genug anfängt kann man sich bereits vor den Kindern eine gute Grundlage schaffen. Damit öffnen sich Türen für diverse Möglichkeiten. Ob man mit kleinen Kindern an die Côte d’Azur oder an die Mecklenburgische Seenplatte fährt macht für das Erlebnis keinen so großen Unterschied. Für die Sparrate allerdings durchaus. Zelten kann man auch als Abenteuer für die Familie sehen und so einiges sparen.

  47. Guido

    Wenn man an einen baldigen Crash glaubt, sollte man doch lieber gar nicht investieren oder sein Depit über entsprechende Instrumente immunisieren.

  48. Chris K.

    @ Kiev

    60% sparrate mit Kindern – Respekt! Danke für die Motivation, ehrlich gesagt war ich auch schon am zweifeln ob ich Familie und unabhängigkeit zusammen erreichen kann.. Aber ich denke das kann man schaffen.

    Wenn ihr euch entscheiden müsstet, würdet ihr Allianz oder berkshire heute nach kaufen? Ich bin etwas mehr für Allianz grad wegen der Bewertung und der Markt macht und Strategie… Aber berkshire hat riesige cash reserven.. Könnte auch interessant sein nochmal zu zu kaufen.

    Mfg

  49. Thorsten

    Berechnet ihr die Sparrate vom Netto oder Brutto ? Sicher vom Netto. Bei Bruttobetrachtung gehen die Zahlen runter, aber sie wären ehrlicher, weil dann unterschiedliche Freibeträge (Ehestand, Kinder), unterschiedliche Krankenkassen, Kirchensteuer mehr Gewicht hätten.

    @Chris K.  Berkshire ist auch eine Art Fangemeinde mit Glaube an Kontinuität. Bisher hat es funktioniert. Wenn Buffet die Algorithmen weiter geben kann , dann wird es weiter funktionieren. Der Anteil an persönlicher Intuition durch Buffet wäre dann allerdings weg. Man könnte zu Berkshire auch noch andere Aktien z.b die Allianz, Münchner Rück, Verizon,…. dazunehmen und wäre noch besser diversifiziert.

    @All ich würde sagen : Finanzielle Freiheit ist auch heute möglich. Die Ausbildungen sind kürzer,  es kann früher und schneller Kapital gesammelt werden. Dem steht ein höheres Jobrisiko entgegen, den Arbeitsplatz fürs Leben gibt es kaum noch. Es scheint mir wichtiger zu sein als früher rechtzeitig zu sparen und nicht in Auszeit,Teilzeit, Konsumhingabe, Urlaubsorgien zu fallen, weil die finanziellen Dellen vielleicht nicht mehr so leicht behebbar sind wie früher. Es scheint mir so zu sein, dass man sich früher mehr Zeit lassen konnte und Fehler leichter verzeihbar waren. Man wusste, dass die Rente sicher war und dasss der Arbeitgeber mit monatlichem Grhalt auch morgen und nächstes Jahr auch noch existiert. Wohnen war immer schon teuer (München, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Heidelberg,…), Sondersituationen wie in Berlin oder dem ehemaligen Osten mit Minimieten, die die Immobilien nicht erhalten, gehen dem Ende zu.

  50. Fit und Gesund

    @Fabian,

    die Anlagestrategie find ich gut, bis auf Krypto und P2P, ist aber Geschmacksache, die Einzeltitel finde ich sehr schön.

    @Maresa,

    unter dem Stresstest kann ich mir nicht wirklich was vorstellen, da bin ich nun auch sehr gespannt 🙂

    @Thorsten

    ich denke Jeder berechnet seine Sparrate anders, je nach Auslegungsart kommen da auch völlig andere Zahlen raus,

    von dem was auf meinem Lohnkonto eintrudelt, muss ich in der CH noch Steuern bezahlen und Krankenkassenbeiträge, ich persönlich rechne mein 13.Monatsgehalt nicht hinzu, das geht nämlich sofort in meine steuerbegünstigte 3.te Säule, anfänglich fand ich das ganz interessant mit der Sparrate, mittlerweile nicht mehr so, ich lebe sparsam aber gut, zahle meine Rechnungen, führe Haushaltsbuch und habe so den Überblick, mehr geht nicht ohne Einbussen an Lebensqualität,

    von daher würde mich dieser Stresstest schon interessieren, vielleicht stell ich mir da was Falsches drunter vor, wer weiss…..

    So, hier ist stockfinster, alle Schotten dicht, jetzt ab in den See und dann Siesta.

    Mit Schaffen ist bei der Hitze nix, gestern Abend 27° (Dachwohnung) ich freu mich bald auf die Arbeit morgen, dort ist schön kühl dank Klimaanlage.

    @All,

    es kribbelt mich in den Fingern Barrick Gold zu kaufen, wenn sie noch weiter abstürzen (nachdem sie sich so schön erholt hatten) MUSS ich eine klitzekleine Portion davon haben, bin am Beobachten.  Wäre dann mein kleiner Zock des Jahres,  🙂

  51. Chris K.

    @ Thorsten

    Stimmt das wäre ehrlicher wahrscheinlich.. Aber ich hab vom netto gedacht.

    Breit diversifiziert ist oberstes Gebot für mich, grad auch weil ich 80% meiner spar quote aktuell in Aktien stecke. Ich kann aber nicht viel mehr als 1000 monatlich investieren da ich noch auf die Weiterbildung spare und ein Umzug. Urlaub kostet auch etwas.. Ich hab beides im depot.

    Hast recht, nach buffets weg fall könnte die berkshire einbrechen.. Aber bei dem cash und dem gutem Management glaub ich verdienen die weiter gut.

    Was sagt ihr zur ENCAVIS AG? Aus dem SDax

    Ich glaube is ein Kauf, hat die jmd schon analysiert?

    Mfg

  52. ThomasH

    60% sparrate mit Kindern – Respekt! Danke für die Motivation, ehrlich gesagt war ich auch schon am zweifeln ob ich Familie und unabhängigkeit zusammen erreichen kann.. Aber ich denke das kann man schaffen.

    Die Sparrate kommt ja auch auf den Verdienst an. Ich habe ca. 20% Sparrate. Bei 50% mehr Einkommen (ich rechne netto), wäre ich auf über 40%….

    Kinder werden auch erst teuer, wenn sie älter sind (Klassenfahrten als Beispiel oder der Urlaub kostet mehr mit größeren Kindern). Am teuersten wirds, wenn sie studieren (bei uns sinds 2…). Aber das gute ist, dass diese Mehrkosten irgendwann ein Ende haben…!

  53. Thorsten

    @Chris, @Maresa, @Fit und Gesund

    Ich habe nie eine prozentuale Sparrate berechnet und jetzt ist es zu spät, zeitweise hatte ich sicher deutlich über 50% 😉 Da man bloß Netto erhält , sollte man das nehmen. Dann kann man entscheiden, was man damit macht, bei jeder einzelnen Ausgabe. Bei Brutto ist mehr Aufwand nötig, um was rauszukratzen. Entscheidungen, die steuermindernd wirken sind meist nachhaltiger, z.B. Kinder.

    Einen Stresstest vor der Rente könnte man machen, in dem man weiterarbeitet und das Gehalt abzüglich der zukünftigen Rente sofort wegüberweist und schaut, ob Einnahmen und Ausgaben noch im Lot sind.

    Der heutige Rekordtag : Wir haben fast alles im Haus dunkel, nur zur Nordseite Frischluftluken ;), eine Decke von innen gegen die Glastür beim Eingang gehängt. Wir waschen Heute nur einmal und nur im 30 Grad Programm. Herd ist tabu, wir haben gerade kalte Salate gekauft und werden  dazu Wiener Würstchen essen. Die Vorhersage lautet 38 Grad. Wer sein Fenster nicht durch Rolläden oder Jalousien beschatten kann sollte unbedingt ein Laken oder Handtuch  davor oder dahinter hängen oder Alufolie, Zeitungspapier ankleben. 1 Quadratmeter Fenster  in der Sonne entspricht einem 1000 Watt Heizstrahler liest man. In den Gewässern wächst die Seuchengefahr, überall tote Fische.

  54. Daniel

    @Thorsten:

    Der heutige Rekordtag : Wir haben fast alles im Haus dunkel, nur zur Nordseite Frischluftluken ;), eine Decke von innen gegen die Glastür beim Eingang gehängt. Wir waschen Heute nur einmal und nur im 30 Grad Programm. Herd ist tabu, wir haben gerade kalte Salate gekauft und werden  dazu Wiener Würstchen essen. Die Vorhersage lautet 38 Grad. Wer sein Fenster nicht durch Rolläden oder Jalousien beschatten kann sollte unbedingt ein Laken oder Handtuch  davor oder dahinter hängen oder Alufolie, Zeitungspapier ankleben. 

    Diesen Zirkus habe ich mir Jahr für Jahr immer wieder aufs Neue angetan, mal mehr mal weniger lang inkl. schlechter Konzentration und Leistungsfähigkeit weil ich nachts aufgrund der Hitze kaum schlafen konnte. In diesem Winter habe ich antizyklisch eine Klima-Anlage gekauft und kann nun auch unterm Dachboden im Wohnzimmer noch entspannt sitzen ohne vor Hitze einzugehen, zudem wird die Luftfeuchtigkeit durch die Klimaanlage weiter abgesenkt was die gefühlte Temperatur nochmal reduziert. Es war eine der besten Anschaffungen der letzten Jahre.

    Was das Essen angeht bin ich da völlig wetterneutral. Ich könnte bei diesem Wetter auch heißen Eintopf essen.

  55. ZaVodou

    @Alf

    Nein, spätestens mit Einführung der Datenschutzverordung hatte sich das für mich erledigt.

  56. ZaVodou

    @Jan

    o.k. danke, war so den zahlreichen Fußnoten nicht zu entnehmen, aber ich habe eine Seite gefunden, die deine Aussage bestätigt, dass es da doch noch mal Ausnahmen gibt.

  57. June

    Hallo zusammen,

    wir haben hier im Büro schon seit 3 Stunden über 30 Grad. Langsam macht sich in meinem Gehirn die Watte breit.

    @Thorsten,

    früher hatten die Leute genau aus diesem Grund eine Sommerküche. Man hat ja auch noch die Ernte eingekocht und hätte es mit der ständigen Hitze im Haus nicht ausgehalten.

    Wer hier Abhilfe schaffen möchte kauft sich, wenn man bereits einen Gasgrill besitzt, einen 1- oder 2- Flammen Gaskocher für ca. 30 € oder eine Induktionsplatte für ca. 50 € und kocht auf dem Balkon.

    Bei uns gibt es heute Mittag Eiersalat, die Eier wurden im Eierkocher gestern Abend auf dem Balkon gekocht. Der Matjes für heute Abend ist sowieso kalt, und die Kartoffeln kommen auf den Grill.

    So versuche ich die Hitze, wenigstens in unserer Wohnung, draußen zu lassen.

    @Maresa,

    dein Stresstest macht mich neugierige. Ich bin gespannt was du machst. Ich kenne nur einige Frauen, die 2 Jahre vor der Rente schon so leben als ob sie bereits Rente beziehen und den Rest ihres Geldes sparen. Zum einen um die Rücklagen aufzubauen und zum anderen um sich an das neue Budget zu gewöhnen.

    @Kinder und Unabhängigkeit,

    ich bin der Meinung es geht auch mit Kindern ein Leben zu führen, dass einen langfristig finanzielle Unabhängigkeit beschert.

    Ich habe einen Fall in der Bekanntschaft, da hat es der Mann mit 2 Kindern und eine Frau, die nur einen Minijob hat mit unter 50 Jahren geschafft. Noch arbeitet er, möchte aber mit 54 Jahren dann aufhören. Ich bin sicher, dass es eine reine Vorsichtsmaßnahme ist und er es jetzt schon könnte. Denn Aufgrund von verschiedenen privaten und betrieblichen Vorsorgemaßnahmen, bekommt er bis dahin nur 1 € Gehalt ausbezahlt. Allerdings ist die Familie froh, dass er noch eine Aufgabe außer Haus hat.

    Ich selbst werde es nach dem Studium meiner Kinder auch schaffen.

    @Kiev,

    auch bei wohlhabenden Eltern gibt es nicht automatisch was geschenkt. Viele Menschen denken immer Kinder aus wohlhabenden Elternhäuser haben es einfacher. Dabei wird oft vergessen, dass wohlhabende Eltern meist nie Zeit haben und dadurch die Kindheit auch schwerer sein kann. Und nicht alle Eltern verschenken ihr Vermögen. Oft wird es vererbt und dann kann man als Kind, wenn die Eltern sehr alt werden auch schon im Rentenalter sein und sollte genauso wie alle anderen Menschen aus „normalen“ Verhältnissen dann schon seine Schäfchen im Trockenen haben. Das Erbe ist dann tatsächlich nur noch das Sahnehäubchen. Und vermögende Elter agieren manchmal auch ungerecht. Man bevorzugt ein Lieblingskind und das andere geht leer aus.

    Take care,

    June

  58. Thorsten

    @June sehr interesant, wie bei der finanziellen Freiheit und Minimalismus stelle ich auch bzgl. des Kochens bei Hitze fest, dass man eben genug flexibel sein muss. Wir sind nicht doof , wir machen genau das Richtige. Ich hatte überlegt draußen zu grillen, um die Hitze nicht in der Küche zu haben (Elektrogrill, auch sonst sehr nett indoor) , wir haben das verworfen, der Rasen bzw. der Boden , der jetzt nackt übrig ist, ist inzwischen so heiß,  dass ich barfuß nicht mehr drauf stehen kann :o. Rasen gibt es nicht mehr, was hier grün ist, sind Quecken. Es fühlt sich falsch an. Meine Frau kennt das hier seit vielen Jahrzehnten, aber nie war es so heiß,  das man nicht raus gehen konnte, im Schatten konnte man es immer mal noch so aushalten. Solche Hitzewellen sind im Norden unerwünscht.;)

    @Daniel ich bin meiner Jugend während der ersten großen Biowelle (Steine im Vollkornbrot waren ein Qualitätszeichen) links grün gehirngewaschen geworden, Klimaanlagen sind doch ganz ganz böse, weil sie das Klima durch Energieverbrauch schädigen. Nicht ernst nehmen, manche haben Solarzellen, füllen damit einen Akku im Keller und betreiben dann genau in diesen Tagen ihre Klimaanlage, das hätte doch was.

    @All im Hamburger Abendblatt gibt es einen interessanten Artikel über Aktionärsquoten und den Zusammenhang zum Gehalt. Wir haben einen Stadtteil mit 90% Aktiomärsanteil und einen mit 0,2%. 14% der Haushalte besitzen Wertpapiere.Nicht schlecht,nach München die beste Quote. Manche Stadtteile bundesweit führend. Die Haushalte mit der höchsten Aktienquote verfügen auch über das höchste Einkommen, der Zusammenhang ist gegeben. Der Umkehrschluss stimmt allerdings nicht sagt die Zeitung, es gibt Stadtteile mit identisch hohen Einkommen, aber mit sehr unterschiedlich hohen Aktienquoten. Es sei entscheidend, was in der Familie vorgelebt werde, Besitz alleine reicht nicht. Wenn ich auf der Übersichtskarte schaue dann gibt es noch einen Zusammenhang : Wohneigentum oder Miete. Wo gemietet wird sind die Quoten niedrig, in den Stadtteilen mit hoher Eigentumsquote sind die Aktienquoten hoch.

    Weiter steht dort auch :

    Wenn die Eltern Aktien als Teufelszeug sehen, dann überträgt sich das auch auf die folgenden Generationen.“

    Gerade für diejenigen, die weniger Geld zur Verfügung haben, bieten Wertpapiere die Chance, sich langfristig ein finanzielles Polster aufzubauen.“

    Menschen in ländlichen Gebieten setzen mehr  auf Aktien und Investementfonds  als Großstädter“. (mehr!)

    „Durch niedrig verzinste Geldananlagen hat jeder Deutsche im ersten Halbjahr im Schnitt 205 Euro verloren“.

    So gesehen macht es Fabian richtig, P2P hat bei Zinsen über 10% gute Chancen und kann damit auch Ausfälle abfangen, während normaler Zinskram von der Bank eine garantierte Geldvernichtung ist.

     

  59. Bruno

    @Fit und Gesund

    Barrick Gold ist interessant, ich finde das ein guter Wert der einem Depot etwas Volatilität rausnimmt, gerade wenn der Dollar wieder mal schwächeln sollte und die Zeit wird kommen.

    @Thorsten

    Bei uns sei es der trockenste Sommer seit 150 Jahren, heisser war es glaub schon aber nie so trocken. Noch 2 Wochen so weiter und die Landwirte tun mir wirklich leid, es wird grosse Ausfälle geben.

  60. Thorsten

    @Bruno das endet in höheren Lebensmittelpreisen, weil es weniger gibt und wir werden das über gezahlte Steuern in Form von Landwirtschaftsbeihilfen noch mal zusätzlich bezahlen. Die Dürre beschleunigt die Inflation im Lebensmittelbereich könnte man vermuten. Dann zahlen wir das ein drittes Mal – dauerhaft.

  61. KievKiev

    @ Chris

    Meine Sparquote bezieht sich auf die Netto Einnahmen. Den Grundstein dafür habe ich beteits vor den Kindern gelegt. Meine Kinder verursachen auch noch keine hohen Kosten. Wir haben aber auch nicht das Gefühl gehabt unbedingt grossen Wohnraum kaufen zu müssen. Am besten noch bevor die Kinder da sind. So sieht es dann schon wieder schlechter mit der Sparquote aus. Und wenn die teuerste Phase kommt so weiß och ja auch, dass sie vorbei gehen wird.

    Und wenn Du nur 20% Sparquote erreichst geht es auch weiter voran. Alles was vorher gespart wurde bleibt ja bestehen und wächst von alleine weiter. Vielleicht möchtest Du mit Kindern dann doch schon weniger arbeiten und die Zeit früher nutzen. Dann musst Du natürlich länger arbeiten bis zur Unabhängigkeit.

    @ June

    Ich komme selbst aus einem eher wohlhabenden Umfeld. Ich habe das nie so gesehen, was vermutlich auch an meinem Umfeld lag. Es ist definitiv ein Privileg. Was man daraus macht ist natürlich eine andere Frage. Ich habe aber ein anderes Sicherheitsgefühl. Während manche Strategien überlegen, wie sie im Pflegefall einen Teil des gesparten Vermögens absichern können, lässt mich das eher kalt. Ich würde Hilfe bekommen, wenn ich sie brauchen würde. Das möchte natürlich niemand, aber es gibt trotzdem Sicherheit. Mir kamen die Verwandten und Bekannten nicht reich vor. Reich sind immer die anderen. Der ein oder andere hat aber selbst 70 Einheiten. Die meisten sind selbstständig oder haben kleine Betriebe. Es sind vermutlich einige unabhängig. Aber reich ist keiner von ihnen. Es ist immer gut wenn man jemanden kennt der vermögender ist. Den kann man immer als reich bezeichnen. Man selbst gehört der normalen Mittelschicht an.

  62. Maresa

    @ June, Fit+Gesund, Kiev, Thorsten ….

    Vielen Dank für euer Feedback – ich brauche noch ein paar Wochen, es ist noch nicht alles in trockenen Tüchern. Ich hab‘ mir aber überlegt, ob ich aus der aktuellen Geschichte nicht einen Leserbrief machen sollte … mal schauen, was Tim dazu sagt.

    @ Tim, @ all

    Herzlichen Dank für Blog und Kommentare – ihr habt mir in einer schwierigen Zeit viel Zuversicht gegeben. Ich hab die letzten Monate nicht kommentiert, war aber  immer dabei.

    Ich wünsche euch einen schönen Sommerabend. Im Norden muss es ja ganz schlimm sein – hier in Bayern geht es noch – nur 33-34 Grad. Wir haben auch halbwegs kühle Kies-Baggerseen mit Grundwasser und schattige Biergärten … und immer noch versteckte Ecken 🙂 –

    Viele Grüße. Maresa

  63. Gastleser

    @Djerun: „…Ich jedenfalls arbeite als Ingenieur bei einem Dax-Konzern. Uns geht es gut, ja, aber bei meinen Kollegen vor 20 Jahren in der Firma in gleicher Position, da stand das Einfamilienhaus mit Ende 30 abbezahlt da, es wurde zweimal im Jahr in Urlaub geflogen und die Frau musste trotz zwei Kindern nicht arbeiten gehen. Zum Glück möchte meine Frau arbeiten gehen, trotzdem ist mit zwei Gehältern dieser Lebensstandard kaum noch möglich. Und die betriebliche Altersvorge, mit der auf der Homepage geprahlt wird, ist mittlerweile auf ca. 40 % der Zuschüsse von damals zusammen geschrumpft worden….“

    Hatte dein Kollege, liebe Djerun, denn vor zwanzig Jahren neben dem Haus womöglich auch 2 Autos, Flachbildfernseher, Klimaanlage, Computer mit Zugriff auf weltweite Informationen innerhalb von Sekunden, Mobiltelefone, Handyabo, Internetflat, einen gleichen medizinischen Standard, zum Beispiel was Krebsbehandlung angeht, usw. usw.

    Der Fortschritt steckt in unserem Alltag, nicht daran wie oft du heute in den Urlaub fahren kannst oder ob deine Frau arbeiten muss oder nicht.

    Ich kann im Übrigen auch nicht die Debatte um die „Reichen“ nachvollziehen, die angeblich immer außen vor blieben. Dahinter steckt nur der Gedanke: Reich ist immer der, der mehr verdient als ich. Fragt man die alleinerziehende Putzkraft ob sie unsere Besteuerung nett findet, würde sie sagen: Die da oben, die in irgendwelchen Foren ihre finanzielle Unabhängigkeit planen, die müsste der Staat mal rannehmen, die habens ja. Ich komm gar nicht auf die Idee, vorher in Rente zu gehen. Die sind immer fein raus und ich beutel mich für kleines Geld.“ Am Ende ist es eine Neiddebatte ohne Lösungsvorschläge.

    Ich bin unfassbar glücklich, in diesem Land zu leben und ja, ich bin auch unfassbar glücklich darüber, wie das Land letztlich nach dem 2. WK politisch geführt wurde, bis einschließlich jetzt. Denn eine Gesellschaft von 80 Millionen Menschen derart lange ein friedliches Leben zu ermöglichen, obwohl große Teile von ihr immer nur meckern und nörgeln, ist eine beeindruckende Leistung… und jetzt steinigt mich

    Viele Grüße

    Gastleser aus einer deutschen Großstadt (27 Jahre jung, Optimist und seines eigenen Glückes Schmied)

  64. KievKiev

    @ Isabel

    Auch dann benötigst Du nur knapp 25 Jahre ohne Vermögen bis zur Unabhängigkeit. Wenn Du mit 20 anfängst und sich nichts ändert wäre es mit 45 Jahren so weit. Wenn Du bereits 40 Jahre bist wärst Du immerhin mit 65 Jahren unabhängig. Hier könntest Du aber auch Deine Rentenansprüche mit einbeziehen und mit Wissen davon bereits früher die Arbeitszeit reduzieren oder in Frührente gehen. Auch wenn das Leben absehbar in z.b. 10 Jahren signifikant teurer wird bleibt das bereits angesparte Vermögen bestehen und entwickelt sich weiter.

    @ Djerun

    Vielleicht war es tatsächlich für ähnlich aufgestellte Kollegen vor 20 Jahren einfacher. Das hilft Dir heute aber nicht. Wir haben internationalen Wettbewerb. Deutschland steht wirtschaftlich gut da. Das liegt nicht nur an Innovation sondern auch an den Lohnkosten. Es ist schwer abzuschätzen wie es unter anderen Umständen für den einzelnen aussehen würde. Es hilft aber alles nichts sich darüber Gedanken zu machen. Insgesamt kann man heute in Deutschland weiterhin viel erreichen.

  65. Fit und Gesund

    @Maresa,

    also auf einen Leserbrief würde ich mich echt freuen, aber lass Dir einfach soviel Zeit wie Du benötigst 🙂

    @Bruno,

    heute ging es ein klein wenig aufwärts mit Barrick Gold, mal noch paar Tage warten, aber ich will die Aktie schon sooo lange, vielleicht sinkt sie noch, allerdings werde ich erst mal nur ein klein wenig kaufen, das wird dann am Portfolio wohl nicht viel bewirken. Schönen 1.August dann, ich werde arbeiten und dort die Klimaanlage geniessen 🙂

     

    @All,

    Monatsabrechnung gemacht, geht in die falsche Richtung, ich will noch paar Monate günstig kaufen….*rolleyes*

    War heute ja wieder am See, die Badi ist für viel Geld komplett neu gemacht, sehr schön mit neuen Umkleiden, Grillplatz, neuem Imbiss, heute hab ich mal die Preise angeschaut, für einen zugegeben feinen Salat und ein Getränk hätte ich 20 CHF zahlen müssen, da sassen Mütter mit Kindern und haben gespachtelt, teures Vergnügen wenn man da nur 3x die Woche hin geht, also ich hab dann zuhause gegessen 🙂  Irgendwann probier ich es aber auch aus, hat herrlich geduftet.

    liebe Grüsse

  66. Thorsten

    @Für und Gesund. Nicht warten, dass es noch mal runter gehen, sondern einsteigen wenn ein Boden erkennbar ist und es wieder steigt wäre mein Ansatz. Lieber etwas teurer einsteigen als in die immer noch fallende Klinge reingrätschen.

    Das selbe würde ich bei Facebook empfehlen. Eine Richtung ist noch nicht erkennbar. Die Gurus schreien : kaufen weil unterbewertet. Ich sehe bei FB keinen tiefen Burggraben. Wenn der Markt das erkennt und die Skandalserie nicht  abbricht dann ist weiter bergab möglich.

  67. Hendrik

    @Thorsten

    Die Ausbildungen sind kürzer,  es kann früher und schneller Kapital gesammelt werden.

    Da wäre ich mir ja nicht so sicher. Aus meinem Bekanntenkreis kenne ich dagegen viele die jahrelang studieren, um auch nur ein „normales“ Gehalt zu bekommen. Früher war es halt auch noch möglich mit einem Hauptschulabschluss einen guten Job zu erlangen. Es gibt immer noch viele Praktikanten, die durchaus schwierige Aufgaben erledigen, aber tatsächlich ziemlich unterbezahlt werden. In Deutschland ist es kaum möglich ohne die richtige Qualifikation eingesetzt zu werden.

    Einzig der Militärdienst ist glücklicherweise weggefallen.Die vielen Storys hier entsprechen halt nicht dem Durchschnitt (was auch nicht schlimm ist) -aber man sollte vorsichtig dabei sein, diese dann auf die gesamte jüngere Generation zu übertragen

  68. Chris K.

    @Thorsten

    Das seh ich mit FB genau wie du. WhatsApp gehört zwar zu Facebook und das ist eine Art kleiner burggraben aber Facebook selbst sehe ich null als burggraben. Und bevor die gescheite 4.0 Autos bauen, fliegt ein Elefant zum Mond. Ich sehe den Kursverlust als nicht interessant.

    @Tim schäfer

    Bei welchem broker bist du eigentlich grade? Du musstest ja von consors gehen..

    Wo seid ihr community? Also ich persönlich finde degiro günstig aber keine Alternative.

  69. Chris K.

    Also degiro find ich nicht so gut aus mehreren Gründen wenn man genau recherchiert aber hab grad keine zeit länger zu schreiben. Ich find comdirect klasse. Ihr?

    Mfg

  70. Hendrik

    Ich finde Degiro nicht so gut. Die haben an mehreren Stellen versteckte Kosten, die man wirklich nicht erwartet. Ich bin bei Onvista und damit sehr zufrieden. Viele Banken haben aber wechselnde Eröffnungsaktionen – glaube die Censorsbank kostet so im ersten Jahr auch nur 3,95 pro Trade mit einer Aktion…

     

  71. Daniel

    Also degiro find ich nicht so gut aus mehreren Gründen wenn man genau recherchiert aber hab grad keine zeit länger zu schreiben. Ich find comdirect klasse. Ihr?

    Ist Degiro überhaupt nen deutscher Broker? Zumindest hatte ich mal was gehört dass das dann mit Steuererklärung in der Vergangenheit ziemlich lästig war.

    Comdirect ist schon ok, ich finde sie stellenweise nur zu teuer. Da ich aber manuelle Orders aufgebe im Bereich 2000-4000€ relativiert sich das mit 10-12€ pro Order wieder. Meine ETF könnten ansonsten nur im Sparplan zu 1,5% Orderprovision gekauft werden, das wird hübsch teuer bei höherer Sparrate.

  72. Chris K.

    Ja degiro kommt aus Holland.. Steuer hässlich.. Und haften glaub nur bis knapp 15.000 oder so

    Ich hab grad auch dieses Angebot von 3,99 pro trade plus Börsen Platz.. Bei der comdirect.. Aber is zeitlich begrenzt ja. Die Sparpläne mit 1,5% Gebühr lohnen sich aus meiner Sicht nur bis 100€ je Titel.. Darüber wären einige günstiger.. Aber guter Service und übersichtlich..

    Onvista is auch nicht schlecht

    Flatex geht aus meiner Sicht mit minus Zinsen garnicht

    Mfg

  73. Thorsten

    @Hendrik ich habe bei DeGiro ca. 10% „Kapitalmaßnahmengebühr“ bei Dividendenzahlungen bezahlt, die ich nicht im Preisverzeichnis gefunden habe. Ich habe das nicht mehr groß hinterfragt, beim zweiten Auftauchen dieser Gebühr habe ich das Konto sofort aufgelöst. Dieser Broker ist eindeutig für Trader , nicht für Buy and Hold Investoren. Comdirect hat den Vorteil, dass das Verrechnungskonto das Girokonto ist. Maximale Liquidität. Ob ich 8€ oder 12 €  für einen Kauf zahle interessiert mich nicht. Ich kaufe nicht so oft und kompensiert die Gebühren meist mit günstigerem Einkauf (also nicht bei Höchstkursen).

  74. Hendrik

    @Thorsten
    Ich habe eine Börsenplatzgebühr (2€ pro Börse pro Jahr) gezahlt. Das hielt ich auch nicht sinnvoll für das langjährige investieren…

    Hab dann ebenfalls die aktien auf einen anderen Anbieter umgeschichtet.

  75. Chris K.

    @Thorsten
    Ich habe auch mein Giro zur comdirect geholt, und dadurch wurde das Verrechnungskonto zum Giro umgewandelt.. Habe aber trotzdem zusätzlich ein Verrechnungskonto eröffnet, um so ein noch besseren Überblick zu haben.. Die zinseszinsen können so genauer und komplett reinvestiert werden.. Man muss halt gucken das man immer etwas auf dem Konto hat… Also nach einem Kauf so schnell wie es möglich ist wieder Geld rüber weisen.. Da es mind. 1tag benötigt anzukommen.

    Wenn man dann die finanzielle Freiheit genießt kann man das Verrechnungskonto wieder löschen und das Giro verwenden..

    Was ist eure Meinung zur ENCAVIS AG? Sdax wäre interessant. Ich glaube die werden auf lange Sicht wachsen und mehr verdienen. Und auch ne Krise relativ locker bestehen obwohl sie noch klein sind.. Vllt mal später eine kauf option für andere Energie unternehmen. Und das ausgeben von Aktien statt dividenden wird bestimmt auf lange Sicht auch verschwinden

    Mfg

  76. Exitus

    Heute nochmal JD.com – Aktien nachgekauft.

    Das Vorhaben im europäischen Markt mitzumischen, scheint ja auch immer konkretere Formen anzunehmen.

    Mal sehen, ob sich das Investment langfristig auszahlt.

  77. Rainer Zufall

    @ Broker

    ja, Sparpläne bei comdirect kosten etwas. Aber comdirect hat m.E. einen guten Service. Bin schon mehrfach von Fachabteilungen zurückgerufen worden, meine Fragen wurden immer schnell beantwortet. Oder: Die Unterlagen für die Steuer sind auch sehr übersichtlich, passt also alles.

    Ein guter Service muss finanziert werden. Wer das nicht möchte, muss dann halt zu degiro oder ähnlichen Anbietern gehen, muss dann halt aber auf Service verzichten.

  78. Thorsten

    @Chris K. Das separate Verrechnungskonto wäre für mich auch eine Option. Natürlich kann man alles kategorisieren und per Programm dann summieren, mache ich auch so von Zeit zu Zeit, aber die Dividendenbuchungen stören (:Lachkrampf:) die Übersicht im Girokonto schon enorm, wenn man so wie ich mehr als 50 Wertpapiere hält, wo viele Quartalszahler und einige sogar Monatszahler sind. Wehe man sucht etwas durch Zurückblätterm und will nicht über Suchfunktion gehen. Der Nachteil ist natürlich, dass man zwei Salden beobachten muss und deine gewisse Schwankungsreserve wegen Überweisungsdauer und Verzögerung der Dividendenzahlungen einplanen muss. Bei Vanguard dauert die Einbuchung der Dividende mit rückwirkender Wertstellung ein paar Tage.

  79. Iceman

    Ich bin auch bei der Comdirect. Klar 9,90 ist jetzt nicht das günstigste, aber was den Service angeht finde ich das top. Dafür zahle ich gerne ein paar € mehr.

     

  80. Leser

    9.90 ist nichts, aus Schweizer Sicht. Die Postfinance kostet z.b . 35 Dollar je Kauf in Fremdwährung. (Wenns über 1000 Dollar kostet)  Sparpläne gibt es nur für dubiose Fonds. Gute ETFs gibt es aber nicht per Sparplan.

  81. Maresa

    @ Broker

    Ich habe meine Konten seit vielen Jahren ganz old-fashioned bei der Postbank, auch das Brokerage – welches ich (gefühlt schon immer) als online-Konto führe. Es gab für mich nie einen Grund zum wechseln; als Premium-Kunde sind die allermeisten Dienstleistungen sowieso kostenfrei – und ansonsten sind die Kosten auch überschaubar. Auch gab es niemals irgendeinen aufdringlichen Anruf oder ähnliches; brauche ich Unterstützung, bekomme ich diese schnell und verbindlich – ansonsten bin ich zu 100% online. Käufe und Verkäufe kosten ab € 7,95.

    Zum Depot gehört ein Verrechnungskonto – über welches alle Zahlungen / Dividenden laufen. So kann ich die Konten und Bewegungen sauber auseinanderhalten; die „Sparbücher“ führe ich auch alle online – so kann ich schnell jonglieren, und benutze diese mehr als Tagesgeldkonten (Zinsen spielen ja wie bekannt keine Rolle mehr). Umbuchungen zwischen Giro und Brokerage sind schnell gemacht. Hinter der Postbank steht mittlerweile die Deutsche Bank – muss man nicht mögen; aber ich habe das Gefühl, dass sich dadurch schon auch der Online-Service verbessert hat.

    Das Depot soll m.W. mittlerweile grundsätzlich kostenfrei geführt werden – ein Sparplankauf kostet € 0,60 …. (ich glaub ohne Betragsbegrenzung) momentan wird aus der Vanguard-Gruppe aber nur der S+P 500 als ETF-Sparplan angeboten.

    Die Postbank hat vielleicht für viele noch den verstaubten „Beamten-Status“ aus alten Zeiten … aber wer eine online-Bank mit einem starken background sucht, kann sich da auch mal informieren. Bestimmt will ich hier keine Werbung machen, aber wenn man zufrieden ist, kann man das ja auch mal sagen 🙂

    Schöne Grüße.

    Maresa

     

     

     

  82. Chris K.

    @ Maresa

    Klar, wenn man zufrieden ist kann man es ruhig weiter sagen.. Davon profitieren ja alle hier.. Besser als selbst erst schlechte Erfahrung zu sammeln und Zeit zu verlieren.. KSK broker hat auch viel Auswahl an etfs und DB mit maxblue oder wie des heißt is au ok aber teurer als Postbank oder comdirect.. Aber ich find die comdirect und Postbank, onvista gute Allrounder.. Besser als die extremen in eine der beiden Richtungen Teuer /billig

    Sind nur meine eigenen Recherche Erfahrung, um sicher zu gehen bitte selbst informieren.

    Bin Gespannt auf den nächsten Artikel hier. Die meisten leute beschäftigen sich null mit geld.. Also das investieren oder Börse.. Und auch wenn ich mal was erzähle dann hören die kurz zu und sagen sachen wie:

    ich konsumiere lieber fett oder geld ist nicht alles….. Klar ist geld nicht alles, da fehlt noch Gesundheit! Und familie, Freunde, liebe, etc. Aber ich finde finanzielle Unabhängigkeit sehr geil und erstrebenswert. Seht ihr doch auch so oder? Mfg

     

  83. Der Baum

    Hallo zusammen,

    was spricht den gegen die Onvistabank?

    Keine Kontoführungsgebühren, 5 € pauschal pro Order, einige kostenfreie Fondssparpläne (inklusive ETFs). Telefonische Beratung bisher in Ordnung.

    Konnte kein günstigeres Angebot finden.

    Grüße Baum

  84. Thorsten

    @der Baum onvistabank scheint kein Girokonto zu haben ?! Das wäre für mich ein Ausschlusskriterium.

    Netflix heute Kaufsignal, sind in mein Depot gesprungen.

  85. Chris K.

    Nichts spricht dagegen..

    Ich hatte comdirect und onvista.. Ich fand das comdirect insgesamt gesehen etwas besser.. Waren Kleinigkeiten wie design, Erreichbarkeit, Transparenz, tan Verfahren, kunden Bewertungen, bank Größe, und Kredit Angebote etc. Also winzige symphatie Punkte.. Die videos in YouTube sind au gut von comdirect..

    Onvista wurde von comdirect auf gekauft gehört also eh zusammen.. Und comdirect gehört zur Commerzbank.. Die sind mir etwas sympathischer als die deutsche Bank.. Kreissparkasse fand ich auch super aber Zinsen etwas hoch und Berater wollen viel verkaufen. Und Gebühren..

    Onvista ist aber nochmal etwas günstiger das stimmt. Ein großer Plus Punkt. Die kostenlosen etf Sparpläne wären mir egal. Die werden eh ständig geändert oder raus und andere rein genommen.. Aber im ersten Jahr ist comdirect auch reduziert. Fast ein null summen Spiel.. Geschmack ist verschieden.. Bauch gefühl stimmt oft.

  86. Chris K.

    Netflix und Disney sind inzwischen beides burggraben aus meiner Sicht. Amazon prime nicht weil kaum eigene Filme drehen und mehr auf andere sparten wert legen hab ich das gefühl. Auch gut aber film zukunft seh ich bei den oben genannten.. Hab leider aktuell noch sehr wenig von beiden :/

    Mfg

  87. June

    @Thorsten,

    ich bin betrübt, dass ich dich mit meinem Sommerküchenbeitrag verletzt habe. Das wollte ich nicht und ich hoffe du nimmst meine Entschuldigung an.

    Take care,

    June

  88. Thorsten

    @June äh, hm, nein, habe ich gejammert ? Sorry, falls es irgendwo so aussah, alles gut. „Wir sind nicht doof“ bezog sich auf uns alle, wir sind gerissen und tragen Verantwortung, jeder so gut wie er kann.

    @Chris K. Das sehe ich auch so. Netflix und Disney haben Content und erreichen die zahlenden Benutzer. Disney ist für Netflix gefährlich, aber es hat so ein furchtbar angestaubtes Image finde ich.

  89. Albr

    @Thorsten

    ich habe bei DeGiro ca. 10% „Kapitalmaßnahmengebühr“ bei Dividendenzahlungen bezahlt, die ich nicht im Preisverzeichnis gefunden habe.

    Was sind denn das für Kosten, ich habe sowas noch nie bei Degiro bezahlt…
    ganz zu schweigen von den extrem günstigen Gebühren, ich betreibe Buy and Hold bei Degiro…

    Gerade die Spreads bei Dividenden in U.S. Dollar sind genial

     

     

  90. Jan

    Hm, ich hab das Bedürfnis zu erwähnen, dass ich mit der Ing Diba weiterhin sehr zufrieden bin.  Etwas höhere Gebühren vielleicht. Dafür kauft man einen hervorragenden Service ein. Den haben wir erst vor ein paar Tagen benötigt. Was soll ich sagen? Top gelöst, freundlich und kompetent. Und das Nachts.

    Die ein oder zwei Euro pro Kauf ists mir jedenfalls wert. Oder vielleicht formuliert man das besser anders herum: meine Wechselwünsche um diese paar Euros einzusparen gehen gegen null. 🙂

    Zusammen mit meinem Konto bei der lokalen Volksbank ist das für mich ein Dreamteam.

    Schöne Grüße
    Jan

  91. Chris K.

    Disney ist echt etwas angestaubt aber eine macht… Die werden bestimmt bald stärker online werden.. Und weiterhin Kino betreiben.. Und Spielzeuge verkaufen.. Und wenn weniger physisches Spielzeug dann halt mehr Lizenzen in games..

    Ing diba ist bestimmt auch nicht schlecht ja. Aber das Giro gefällt mir bei denen nicht.. Die arbeiten nicht mit anderen Banken zusammen und veralbern die andern mit ihrer überall abheben Karte die immer mehr sanktioniert wird.. Die haben max 300 Automaten.. Etwas dünn.. Aber ansonsten bestimmt auch kein Fehler das depot.

    Bald ist es soweit – Urlaub 🙂

  92. Thorsten

    @Albr der Buchungstext war „Gebühr Kapitalmaßnahme“ . Ausschüttung von ETFs von Vanguard. Konto war in Euro. Das Account Statement war für mich auch unlesbar,  irgendeine Konvertierung in USD und wieder zurück in Euro tauchte dort regelmäßig auf. Kann sein, dass das alles irgendwie erklärt werden kann, ich habe es nicht verstanden.

  93. Daniel

    Als „Premium“ Broker könnte man auch noch die DKB ins Rennen werfen. Die haben zwar ähnliche Preise wie die Comdirect was Einzelorders angeht, anonsten aber auch ein gutes ETF Sparplan Programm das sogar oft auf 1,50€ pro Ausführung gedeckelt ist.

    Im Gegensatz zu vielen anderen Brokern die Schwesterfirmen großer, krieselnder Banken sind, scheint auch die DKB als Bank an sich ziemlich solide aufgestellt zu sein. Ein Girokonto UND eine VISA Kreditkarte mit Bargeldabhebungsfunktion gibts obendrauf.

    Ein Kumpel von mir ist recht zufrieden damit. Da ich neben der Comdirect noch einen zweiten Broker nutzen will, wird die Entscheidung wohl zwischen DKB, Consors und ING ablaufen. Angespart werden soll dort entweder der Vanguard All-Country oder der Vanguard Dev.World+EM.

    Ob Sparplan oder Einzelorder wäre mir egal, die Investitionssumme würde bei ca. 3500-4000€ alle zwei Monate liegen. Was wäre da eure Empfehlung?

  94. ThomasH

    Ing diba ist bestimmt auch nicht schlecht ja. Aber das Giro gefällt mir bei denen nicht.. Die arbeiten nicht mit anderen Banken zusammen und veralbern die andern mit ihrer überall abheben Karte die immer mehr sanktioniert wird.. Die haben max 300 Automaten.. Etwas dünn.. Aber ansonsten bestimmt auch kein Fehler das depot.

     

    Kein ING Diba Kunde hebt mit der EC-Karte ab, das kostet nämlich, korrekt. An Bargeld kommt man kostenlos über die ebenfalls kostenlose VISA-Karte an jedem Automat, der VISA akzeptiert, also quasi überall (ähnlich wie bei DKB oder anderen Online-Banken).

  95. Ralf

    Die DAB-Bank war super bis sie von Consorsbank geschluckt und die Preise für Aktiengeschäfte teilweise verdoppelt wurden. Als Altkunde wurde man dann zwangsintegriert.

    Viele Angestellte hatten früher definitiv deutlich bessere Zeiten. Vor allem im öffentlichen Dienst gibt es solche Fälle. Ehemalige Kollegen von mir wurden mit max. 58 Jahren in Vorruhestand geschickt. Zu super Konditionen. Zusätzlich profitieren diese Altkollegen von bessere Bedingungen (Bestandsschutz) z.B. bei der Zusatzrente des öffentlichen Dienstes mit teils drastisch höheren Renten als dies künftige Mitarbeiter erwarten können.

    Jammern hilft da nicht. Aber Ingnoranz der Veränderungen eben auch nicht immer. Mir fällt dies gegenwärtig bei Bewerbungen drastisch auf. Ich zähle mittlerweile auch schon als Altfall wie ich feststellen muss. Bei einem Wechsel im öffentlichen Dienst muss ich mitunter 10 Prozent vom Brutto als Einbußen in Kauf nehmen (verschiedene Tarifverträge im öffentlichen Dienst). Die Bedingungen wurden für Neueinstellungen deutlich verschlechtert. Und dann wird über Fachkräftemangel gejammert….

    Meine Kids tun mir jetzt schon leid was das Berufsleben mal angeht. Hoher Druck, hohe Arbeitsdichte, schnelle Veränderungen. Da kommen viele nicht mehr mit. Daher auch immer mehr Burnout und Co.

  96. Chris K.

    Mit der ing diba EC Karte kostet es Geld an den eigenen Automaten abzuheben? Heftig.

    Ja man kann theoretisch an fast allen Automaten abheben weil die Visa debit card als EC karte umgenutzt wird, was eigentlich mega cool ist, funktioniert leider nicht immer.. Die Banken wie kreissparkasse oder Volksbank die ein großes Automaten Netz und viele Filialen haben, haben an einigen Automaten das abheben mit ing diba debit Visa unmöglich gemacht.. Da filialen und Automaten Geld kosten zu unterhalten spart die diba hier gut. Die meisten gehen bestimmt immernoch aber ich denke ich will mich nicht auf fremde Banken verlassen und hoffen das ich an mein geld ran komme oder maximal 50€ abheben wenn ich aber mehr brauche… .. Aber geht bestimmt ne weile gut.. War ne gute idee von der diba.. Die schenken auch viel Geld wenn man Kunde wird. Was sagt ihr dazu?

    Mfg

  97. Thorsten

    @Ralf das sehe ich auch so. Vielleicht werden meine Kinder noch den Vorteil haben, dass sie sich die eine oder andere Stelle aussuchen können, das Nachwuchsproblem ist demographisch vorhanden. Stellen werden weiter abgebaut, werden technologisch unnötig, ins Ausland geschafft oder weiter automatisiert, klar.  Welcher Prozess geht schneller ?

    Ich überlege, dass es für die Menschen, die eine Erbschaft erhalten , um z.b mietfrei zu wohnen bei klugem Haushalten ihren Lebensstandard wohl in den nächsten Dekaden noch halten werden können. Es wir ja immer mehr vererbt. Leider kann man nicht wählen, ob , wann und wie viel. Die Nachkriegsgeneration musste oft erst mal von Null auf Substanz schaffen, wir müssen dagegen heute schauen, dass wir diese Substanz im Land klug erhalten und Tugenden wie Weitsicht, Sparsamkeit, Fleiß wieder höher aufhängen als ständiger Zwang sich über teure Ausgaben verwöhnen zu wollen.

  98. Ralf

    Natürlich haben die Kids auch eine Menge Chancen in dieser Welt. Bei guter Bildung und Wahl der richtigen Berufsrichtung. Was nicht einfach ist in dieser schnelllebigen Zeit. Davon hängt in D viel ab.

    Aber wer z.B. schulisch eher Mittelmaß oder schlecht ist, wird es künftig nicht leicht haben. Früher konnten solche Menschen noch viele halbwegs bezahlte Jobs finden. Aber heute? Die Anforderungen im Job und bei den Firmen steigen stetig (im Gegensatz zu den Gehältern). Wie auch psychische Probleme bei vielen Leuten. Einfache Jobs werden zu schlechten Konditionen von Dienstleistern erledigt.

    Wissen veraltet heute schneller und man muss je nach Beruf immer mehr am Ball bleiben. Da wird mancher auf der Strecke bleiben weil er/sie einfach nicht mehr mitkommt. Und da braucht es Anworten der Gesellschaft. Gerade auch im Hinblick auf künftige Technologien und zunehmender Automatisierung.

    Ich behaupte: Man könnte auf der Stelle ein Drittel aller Jobs ersatzlos streichen. Indem aufgebauschte Vorschriften (Datenschutz, Verwaltungsgesetze etc.) massiv verschlankt und Prozesse optimiert werden. Es gibt im Prinzip immer mehr „künstliche “ Jobs. Bis zu zwei Drittel aller Bankjobs z.B. gehen verloren, wenn man Meldungen der Capital trauen kann.

    Es werden neue Jobs entstehen. Aber zu welchen Bedingungen? Das ist doch ein Thema.

    Die Globalisierung wird D noch hart treffen. Die Konkurrenz aus Asien schläft nicht. Man könnte heute deutlich mehr digitalisieren und automatisieren als derzeit gemacht wird. Man würde aber dann auch ganze Branchen damit arbeitslos machen. Es ist nur eine Frage der Zeit…

  99. Thorsten

    @Ralf

    :böse an: …und von 8 Stunden Anwesenheit werden in manchen Jobs oft nur 6 Stunden effektiv gearbeitet, wenn überhaupt (große Entrüstung, ich weiß, nein.. trifft ja auf niemanden zu). Die Arbeitgeber werden in Zukunft Teilzeit wohlfeil anbieten und die Naiven einfangen, denn in den dann 4 oder 5 Stunden täglicher Anwesenheit wird dieselbe Gesamtleistung (gleich Arbeit mal Zeit) stufenweise verlangt werden.

    Ein Kollege geht in Rente ? Klasse , das macht Frau X zusätzlich mit Herrn Y, viel hat der Kollege ja angeblich sowieso am Ende nicht mehr an Aufgaben gehabt, haha , das schaffen die beiden schon. Jüngere Mitarbeiter greifen zu, sie fühlen sich geschmeichelt, weil man ihnen offensichtlich mehr Arbeit zutraut. Die Maxime ist : packe als Projekleiter so viel Arbeit auf jeden Mitarbeiter, bis er sichtbar darunter ächzt und sich zu keiner weiteren Aufgabe mehr freiwillig meldet. Kein Aufmucken mehr, stilles Arbeiten unterm stetig rollenden Felsklotz. Im Ergebnis ist eine Stelle weg und es werden die Aufgaben von drei Mitarbeitern durch rechnerisch 1,5 bis 2 erledigt. Ding Dong ! Big Profit. Die 200 Euro Gehsltserhöhung gibts als Zuckerli für die Jungsters noch drauf, dann bleiben sie noch bei der Stange.

    :böse aus:

    Man darf sich nicht verheizen lassen, aber das wird immer schwieriger. Immer weniger wollen arbeiten, immer mehr „organisieren“.

  100. Sterbai

    zu degiro:

    ich habe bei DeGiro ca. 10% „Kapitalmaßnahmengebühr“ bei Dividendenzahlungen bezahlt, die ich nicht im Preisverzeichnis gefunden habe.

    Die habe ich bei mir auch nicht, da stimmt was nicht. Ansonsten ist Degiro ein Niederländischer Broker mit einer EU-Bank im Hintergrund. Die Wertpapiere sind Sondervermögen und mehr wie 20K werde ich nie auf dem Verrechnungskonto haben. Den Steuerbericht kann ich mir Online ausdrucken, bis jetzt gab es nie Probleme. Die Börsenplatzgebühren von 2,5€/Jahr fallen nicht ins Gewicht. Ich Zahle meist 53-60 Cent pro Order (US) und ca. 2,20€ für deutsche Aktien. Nunja ich bin zufrieden.

    Onvista habe ich gekündigt und meine Positionen zu Flatex buchen lassen. Ich bin mit der Website nicht zurecht gekommen. Flatex ist da wesentlich aufgeräumter und Service ist da auch top. Die Negativzinsen betreffen mich nicht, da ich nur Geld überweise welches ich direkt für ne Order brauche. Einziger Nachteil für mich die Gebühren auf Ausländ. Dividendenzahler. Aber für diese Wertpapiere habe ich Degiro.

    Für mich ist die Kombi Flatex/Degiro Preis/Leistungssieger

     

     

     

     

     

     

  101. Thorsten

    @Sterbai hast Du das Konto in USD oder Euro ? Welchen Kontentyp hast Du ? Bei mir war es Euro und ‚Custom.‘ (oder ähnlich), d.h. dem Broker war das Ausleihen/Arbeiten meiner Wertpapiere untersagt. Das Standardkonto bei Eröffnung erlaubt dem Broker auf meine Wertpapiere im Hintergrund zuzugreifen . Ich hatte den Kontentyp nach Eröffnung geändert. Und der Abzug ist anscheinend genau die Gebühr, die Du bei Flatex siehst und bei DeGiro nicht hast. Sehr sehr merkwürdig. Egal, ich bin da weg.

  102. Daniel

    Meine Kids tun mir jetzt schon leid was das Berufsleben mal angeht. Hoher Druck, hohe Arbeitsdichte, schnelle Veränderungen. Da kommen viele nicht mehr mit. Daher auch immer mehr Burnout und Co.

    Ich habe keine Kinder, aber ich sehe das eigentlich etwas anders. Selbst bei meiner Mutter wurde quasi vom Opa vorgegeben welchen Beruf sie zu erlernen hat. Etwas mit Hand und Fuß, Schneiderin eben. Die Berufswahl ist natürlich fürn Ar*** gewesen.

    Heute stehen jemanden, der sich anstrengt alle Möglichkeiten offen. Egal welche Schule, egal welcher Beruf. Mein Vater musste als „Normalverdiener“ aufm dem Bau hart schuften. Körperlich sehr anstrengende Arbeit, ja, man verdiente soviel dass man damit auch nen Haus, nen Auto und auch Urlaube machen konnte, aber ist das heute noch ein erstrebenswerter Beruf?

    Ich sitze momentan zuhause im Home Office, ich trinke einen schönen Eiskaffee und teile mir grade die Zeit selbst ein. Vielleicht mach ich bis 15Uhr, vielleicht arbeite ich auch um 20Uhr noch nen bisschen und lege die Füße hoch. Selbst Gleitzeit ist heute in großen Firmen keine Ausnahme mehr. Über was soll ich mich beklagen? Wir sind hier nunmal ein Land ohne natürliche Ressourcen, deswegen ist hier ein großer Teil Dienstleistungsgesellschaft. Ich finde es ist nicht die schlechteste Entwicklung in einem Land.

    Ich behaupte: Man könnte auf der Stelle ein Drittel aller Jobs ersatzlos streichen. Indem aufgebauschte Vorschriften (Datenschutz, Verwaltungsgesetze etc.) massiv verschlankt und Prozesse optimiert werden. Es gibt im Prinzip immer mehr „künstliche “ Jobs. Bis zu zwei Drittel aller Bankjobs z.B. gehen verloren, wenn man Meldungen der Capital trauen kann.

    Bei der Wette bin ich dabei, ich nenne sie Bullshi* Jobs. Es gibt von Horst Lüning dazu auch ein treffendes Video auf Youtube 😉

    Wissen veraltet heute schneller und man muss je nach Beruf immer mehr am Ball bleiben. Da wird mancher auf der Strecke bleiben weil er/sie einfach nicht mehr mitkommt. Und da braucht es Anworten der Gesellschaft. Gerade auch im Hinblick auf künftige Technologien und zunehmender Automatisierung.

    Und dennoch gibts für alles eine Nische. Es gibt einfach extrem viel Geld auf der Welt das nur ein neues Zuhause sucht. Jeder der seine Nische findet kann damit Kohle machen. Ich bleibe mal beim Lieblingsthema der Deutschen, dem Auto. Jemand der vor 45 Jahren gestartet hat, wird das, was er heute am Auto macht kaum noch wiedererkennen. Und trotzdem, wer sich beispielsweise auf Oldtimer oder noch spezieller, z.B. Vergaser-Justierung spezialisiert hat, wird auch nach 45 Jahren noch Kunden kriegen, vielleicht mehr als je zuvor.

    Als ich vor nur 15 Jahren in der IT angefangen habe, habe ich im Rechenzentrum im eigenen Keller des Unternehmens an Servern geschraubt. Heute klicke ich virtuell irgendwelche virtuellen Server an einem Rechenzentrum am anderen Ende Deutschlands zusammen, aus dem Basteln wurden Konferenzen mit Datenschutz Folge Abschätzungen oder ähnliche Dinge. Ein schleichender Prozess, zurückwollen zur alten Tätigkeit möchte ich aber nich tmehr. Schon klar, dass das nicht jedem gefällt, deswegen ist es umso wichtiger sich ein zweites Standbein, quasi das eigene Einkommen aus Kapitaleinkünften zu schaffen.

    Die Globalisierung wird D noch hart treffen. Die Konkurrenz aus Asien schläft nicht. Man könnte heute deutlich mehr digitalisieren und automatisieren als derzeit gemacht wird. Man würde aber dann auch ganze Branchen damit arbeitslos machen. Es ist nur eine Frage der Zeit…

    Die Globalisierung hat Deutschland schon immer hart getroffen. Nicht vergessen, vor 2001/2000 besas diese Land, ähnlich der Schweiz eine harte Währung die permanent weiter aufwertete und die teuren deutschen Produkte immer schwerer an den Mann bringen ließ. Hat es der Wirtschaft geschadet? Im Gegenteil, sie war gezwungen flexibel zu werden und zu bleiben. Wir müssen an diesen Punkt zurück, denn das starre EU-DSSR Gebilde bringt zunehmend sozialistische Planwirtschaft in den freien Markt und hält mit billigst-Krediten unrentable Zombie-Firmen am Leben die schon längst geschlossen wären wenn es die Geldflut der EZB nicht gäbe. Wir haben hier immer noch einen hervorragenden Mittelstand, wir sind in vielen Nischen immer noch Weltmarkt-Führer. Man darf es jetzt nur nicht schleifen lassen.

    Kein Aufmucken mehr, stilles Arbeiten unterm stetig rollenden Felsklotz. Im Ergebnis ist eine Stelle weg und es werden die Aufgaben von drei Mitarbeitern durch rechnerisch 1,5 bis 2 erledigt. Ding Dong ! Big Profit. Die 200 Euro Gehsltserhöhung gibts als Zuckerli für die Jungsters noch drauf, dann bleiben sie noch bei der Stange.

    auch das Herangehen muss nicht schlecht sein. Ein Unternehmen MUSS ja wirtschaftlich denken und in vielen Bereichen hat es nunmal Recht. Die IT steht dafür symbolisch. Unser Altersschitt ist sehr hoch, schon im Bereich 50. Viele gehen in Rente. Aus 2 Abgängen kommt vielleicht 1 Neuzugang. Das klingt ziemlich übel, defakto ist die Arbeitsbelastung kaum gestiegen, sie hat sich halt verändert. Viele der Tätigkeiten die früher mordsaufwändig waren, laufen heute automatisiert. Der Sozialist würde dafür vielleicht eine weitere Stelle besetzen damit diese Arbeitsstelle behalten werden kann, aber ist das zielführend? Auf der einen Seite will man Digitalisierung/Automatisierung, die Folgen will dan aber doch irgendwie keiner. Solange genug Arbeit anfällt, ist doch alles im Lot, besser als andersherum. Denn dann geht das Job-Roulette los.

    Man darf sich nicht verheizen lassen, aber das wird immer schwieriger. Immer weniger wollen arbeiten, immer mehr „organisieren“.

    Das ist richtig, aber was ist, wenn das „arbeiten“ von keinem Menschen mehr erfolgt? Sicherlich, in der Pflege usw. sind wir weit davon entfernt. Aber hätte damals jemand gedacht dass heute Roboter 10x präziser irgendwas schweissen? Zur Organsieren ist eigentlich eine Stufe höher und eigentlich auch etwas wertiger als Arbeit, auch das finde ich für den Wirtschafsstandort Deutschland nicht zwangsweise schlimm.

     

  103. Ralf

    „Ich habe keine Kinder, aber ich sehe das eigentlich etwas anders. „

    Wir sprechen uns wieder wenn (falls) du welche hast….

    Es fällt mir -subjektiv betrachtet- auf, das recht viele (ja, es gibt auch etliche mit Familie) die finanzielle Freiheit anstreben kinderlos sind. Warum ist das so? Letztlich ist alles nur geliehen auf Erden. Natürlich Privatsache, keine Frage. Viele bereuen das später aber doch, wie ich von mehreren Paaren weiß.

    „Viele der Tätigkeiten die früher mordsaufwändig waren, laufen heute automatisiert. Der Sozialist würde dafür vielleicht eine weitere Stelle besetzen damit diese Arbeitsstelle behalten werden kann, aber ist das zielführend? Auf der einen Seite will man Digitalisierung/Automatisierung, die Folgen will dan aber doch irgendwie keiner.“

    Jein. Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Was z.B. tun mit älteren leistungsgeminderten Mitarbeitern, die noch eine Weile zu Rente haben? Wir haben als Betrieb im öffentlichen Bereich einige Schwerbehinderte oder chronisch Kranke. Bisher konnte man solche Kollegen z.B. im internen Copyshop gut auslasten. Nun wurde eine Faltmaschine angeschafft die Pläne selbstständig faltet. Super Sache. Aber wohin mit dem Kollegen?

    „Das ist richtig, aber was ist, wenn das „arbeiten“ von keinem Menschen mehr erfolgt?“

    Die technologische Entwicklung ist hier der Gesellschaft und Politik weit voraus. Wir hinken als Gesellschaft hinterher und es braucht kluge Entscheidungen für die künftige Arbeitswelt von morgen. Dazu muss man auch als Arbeitgeber bereit sein, Arbeitsleistung nicht nur über Anwesenheit zu definieren. Denke hier nicht nur an die recht fortschrittliche IT-Branche. Homeoffice wäre vielfach möglich, scheitert aber häufig noch immer an der Kontrollmentalität bzw. ausgeprägten Präsenzkultur in vielen Betrieben (außerhalb der IT).

    Im Übrigen wird es auch im IT-Bereich noch einen drastischen Wandel geben. Er läuft bereits. Wir haben z.B. fast alle IT-Leistungen an einen günstigen externen Dienstleister übergeben. Mit viel schlechteren Konditionen für dessen Mitarbeiter wie wir erfahren haben..

    „Und dennoch gibts für alles eine Nische.“

    Nischen finden sich eben auch nicht immer so leicht wie erhofft. Ich suche immer noch und manch anderer vermutlich auch. Sicherlich gerne lesen wir hier konkrete Ratschläge für gute Nischen. Gerne auch im Bereich der Realwirtschaft, außerhalb der IT…

  104. Daniel

    Wir sprechen uns wieder wenn (falls) du welche hast….
    Es fällt mir -subjektiv betrachtet- auf, das recht viele (ja, natürlich nicht alle) die finanzielle Freiheit anstreben kinderlos sind. Warum ist das so? Letztlich ist alles nur geliehen auf Erden.

    Ich kann da nur für mich sprechen, weil für mich der typische Weg den sich viele Menschen hier in Deutschland aufmalen ( Freund/Freundin finden, heiraten, Haus bauen, Familie gründen, bis zur Rente arbeiten und dann und währendessen zu jammern während man seine Nachbarn mit geleasten Autos beeindrucken will) nicht in mein Lebensschema passt.

    Ich war nie der Typ der großartig Wert auf irgendeine Beziehung o.Ä. wert gelegt hat, mir sind feste und langanhaltende Freundschaften die auch nach 20 Jahren Bestand haben wichtiger und ich genieße meine Freiheiten noch genauso wie vor 15 Jahren.

    Selbst wenn sich heute auf morgen alles ändern würde und Amors Pfeil mich und meine zukünftige Liebe treffen würde, müsste ich dennoch sagen, dass ich jetzt, mit 33 Jahren, auch dann eher der Typ wäre der mit seiner Freundin die Welt erkunden würde, der dann deutlich mehr Reisen macht, der eben NICHT der Papi sein möchte der sich mit Scherereien im Kindergarten beschäftigen möchte oder wenn das Kind in der Schule Mist gebaut hat. Da müsste die bessere Hälfte natürlich mitziehen.

    Und danach….tja, dann kommt die Biologie ins Spiel. Dann wäre ich wahrscheinlich der 45 oder 48-jährige der sich dann auch nicht vorstellen könnte Vater zu werden, weil mir dann die Differenz zwischen Jung und Alt zu groß wird. Es ist ein Unterschied ob man 20 Jahre oder 40 Jahre älter als sein Kind ist. Bei Freunden durfte ich erleben wie das dann abläuft, das würde ich auch meinem Kind nicht zumuten wollen, das Papi auch der Opa sein könnte.

    Habe die Diskussion auch schon mal im Büro beim Kaffee geführt wo mir vorgeworfen wurde dass das egoistisch sei und wenn jeder so denkt es bald hier im Land ziemlich leer wird. Ich habe darauf entgegnet dass es weltweit genau ein Problem nicht gibt…und das ist fehlender Nachwuchs. Man sieht es ja an den Flüchtlingswellen wie beliebt unser Land ist…und der Rentenkasse ist es am Ende des Tages völlig egal ob MEIN Kind, ein mit 30 Jahren zugewanderter Pole oder ein junger Flüchtling der hier später zu nem Job gekommen ist, meine Rente verdient.

  105. Kia

    „Kein ING Diba Kunde hebt mit der EC-Karte ab, das kostet nämlich, korrekt.“

    „Mit der ing diba EC Karte kostet es Geld an den eigenen Automaten abzuheben? Heftig.“

    Nein, das stimmt nicht! Ich hebe immer mit der Diba EC-Karte Geld ab und es kostet nichts am Diba Automaten.

  106. Ralf

    Bitte mein Zitat im Zusammenhang betrachten, es geht ja weiter:

    „…Natürlich Privatsache, keine Frage. Viele bereuen das später aber doch, wie ich von mehreren Paaren weiß…“

    Das ist ein privates Thema. Es fällt mir aber doch gehäuft auf und auch im Bekanntenkreis wird dann ähnlich argumentiert wie bei dir. Für mich ok, war nur eine subjektive Feststellung. Allerdings ändert sich mit Familie eben häufig auch der Blick auf viel Dinge.

    „Ich habe darauf entgegnet dass es weltweit genau ein Problem nicht gibt…und das ist fehlender Nachwuchs. Man sieht es ja an den Flüchtlingswellen wie beliebt unser Land ist…“

    Das kann man aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Wenn der Nachwuchs überwiegend aus sozial schwachen Familien kommt, ist das aus meiner Sicht nicht gut. Akademikerinnen bekommen offensichtlich weniger Kinder, falls diese Zahlen noch stimmen. Die Flüchtlingswelle nach Deutschland gefällt mir überhaupt nicht. Wie vielen anderen vermutlich ebenfalls nicht. Aber hier versagt die Politik in Europa und D. Andere Baustelle.

  107. Gainde113

    @ Thorsten

    Ja, das ist genau mein Approach als Projektleiter und jetzt wollen alle meine Ressourcen in die finanzielle Freiheit…

  108. KievKiev

    @ Daniel, Ralf

    Bullshit Jobs wird es immer geben. Es hat vermutlich damals dieselbe Freude in einem solchen Job zu arbeiten bereitet wie heute in einem anderem derselben Kategorie. Wenn man überflüssige Jobs in seinem Unternehmen findet muss man diese auflösen. Ansonsten ist das Unternehmen nicht lange wettbewerbsfähig und verschwindet vom Markt. Es wird aber weiterhin Jobs für Menschen geben, die etwas einfacheres benötigen. Idealerweise handelt es sich hierbei um etwas, dass sie auch gerne machen.

    Ich habe vor um die 30 Jahre ein Praktikum bei einem hanseatischen Versandhändler gemacht. Ich habe damals schon erkannt, dass gewisse Tätigkeiten unnötig sind. Die Datenverarbeitung hätte dies bereits erledigen können. Ich finde es schade, wenn man weiterhin solche Jobs beibehält anstatt sich Gedanken zu machen wie man die Menschen sonst wirklich gebrauchen kann. Das wird den Arbeitnehmern auch nicht gerecht.

  109. Ralf

    @Kiev: Bin völlig deiner Meinung.

    Ich sehe aber derzeit in unserem Betrieb die Herausforderungen speziell mit älteren, leistungsgeminderten Mitarbeitern (häufig unkündbar und gut bezahlt). Wir schleifen diese regelrecht mit im Berufsalltag. Zur Rente sind es noch einige Jahre. Viele Dinge sind durch die Digitalisierung verändert. Sinnvolle Beschäftigungen werden schwieriger, vor allem wenn derartige Kollegen sich einer Weiterbildung verweigern und die Chefetage dann noch den Popo tätschelt (Minderleister).

    Auch künftig wird es solche Jobs aber brauchen. Auch außerhalb der IT.

  110. Thorsten

    @Ralf es gibt auch den Fall, dass die Kollegen ab 50 die Weiterbildung trotz Einforderns nicht bekommen und man sie nicht in die aktuellen Projekte lässt. Man will sie in der Wartung der Altsysteme versauern lassen und sie mit diesen so schnell wie möglich auf die Halte kippen. Zu langsam, zu teuer, zu wenig anpassungsfähig.

  111. Chris K.

    @Thorsten

    Bin zwar ein fdp Fan und kein links Wähler, aber ich finde das Thorsten recht hat. Natürlich Ralf auch. Aber weniger

    Mfg

  112. Chris K.

    Das mit den Kindern ist bei mir auch so eine Sache.. Ich will gerne 2 Kinder haben.. Habe auch schon meine Traum Partnerin dafür, aber etwas Angst das es finanziell schwer wird. Und man dann die finanzielle Freiheit wegen wichtigeren Dingen vernachlässigt.. Ich find beides gleich wichtig, meine Freundin allerdings hält von Aktien nicht so viel aber akzeptiert es. Könnte schwierig werden. Aber abwarten habe noch etwas Zeit. Also ich bin nicht entschieden das ich keine Kinder will, aber ich bin erst mitte 20. Denke viele sind jünger hier deswegen die weniger Kinder Schein.

    Mfg

  113. Fit und Gesund

    @Ralf,

    wegen Deinen „Minderleistern“, furchtbares Wort, sehr herabwürdigend,

    warte mal ab bis Du vielleicht mal 58 bis 60 bist, ganz so einfach ist es nicht, und Minderleister sind auch immer nur die Anderen, gell?

    und es gibt noch eine andere interessante Seite, bei uns fehlen die jungen, dynamischen Kollegen auf Teufel komm raus, warum da nicht eingeschritten wird entzieht sich meiner Kenntnis, die Alten fehlen selten bis nie, ich habe mal meinen Chef daraufhin angesprochen, der meinte die Jungen seien eben so, bei einer Fortbildung wurde dann das mit den ganzen Generationen (Babyboomer vs Generation X) mal durchgesprochen, kam eine super Dozentin von extern,

    und nu? nutzt mich das was? nö… kein bisschen…

    ich hatte mal einen Freund der sagte sehr clever:

    if you can’t beat them, join them…da denke ich durchaus drüber nach!

  114. Iceman

    Wenn man Kinder hat/will, wird die Sparquote natürlich etwas leiden. Bei uns war es zumindest so. Am Anfang fand ich es auch etwas blöd nicht mehr ganz so viel sparen zu können. Aber nach ein paar Monaten ist einem nicht mehr ganz so wichtig ob man jetzt 500 oder 700€ spart und für die Differenz ein schönes Wochenende / Zeit mit der Familie (Tochter ist 2 Jahre) hat. Denn diese Erlebnisse sind für mich viel mehr wert als z. B. Jetzt noch 5 Procter und gamble mehr oder weniger im Depot zu haben. Die kaufe ich dann eben erst nen Monat später.

    Finanziell frei werde ich vermutlich nicht obwohl ich erst 35bin. Aber eine 3 Tage Woche wäre der Hit. Das ist denke ich auch locker zu schaffen ohne auf Teufel komm raus zu sparen oder zu optimieren.

    Schöne Grüsse aus Bibione

     

     

  115. Cerebrum

    @Ralf und Thorsten, ich widerspreche euch aus reinstem Herzen!

    Ich bin auf eine staatliche Schule im ehemaligen Osten großgeworden Anfang der Neunziger. Wenn ich die Lebensläufe so betrachte, dann ist ein sehr großer Teil im Leben angekommen (Haus, Kinder ect.). Und obwohl von den damaligen Leuten viele nur den Realabschluss hatten und vllt nur 20-30% das Abi und später studiert haben, ist ein großer Teil völlig zufrieden mit seinem Leben. Keiner von denen hat ernsthafte Zukunftssorgen. Klar, die Arbeit nervt, aber keiner von all den Leuten sieht es so schwarz wie ihr es seht. 

    Veränderungen gab es immer. Stellt euch das Auto vor, was muss da los gewesen sein, was hat das verändert damals? Es hat alles umgeworfen.  Warum seid ihr so pessimistisch? Warum redet ihr so, als gäbe es für nachfolgende Generationen keine Hoffnung? Woher nehmt ihr das Recht, den Nachkommenden jede Hoffnung zu nehmen? Meint ihr nicht, dass meine Generation stark genug ist, um den Veränderungen stand zu halten, dass sie Lust darauf hat?

    Ich möchte mir von euch nicht meine Zukunft schwarz malen lassen, auch nicht die Zukunft meiner Freunde und meiner Kinder. Sonst werden sie und ich irgendwann verbissene alte Frauen und Männer, die aus dem Fenster gucken, die Welt verfluchen und hinter jedem Menschen einen Verbrecher sehen.

     

  116. KievKiev

    @ Minderleister

    Die gibt es ausreichend in jedem größeren Betrieb. Und zwar in allen Altersklassen. Ich selbst war einige Zeit mit ein High Performer. Sonst hätte ich wohl die Gehaltssteigerungen nicht erfahren. Ich bin aber auch eine Zeit ein Minderleister gewesen. Manches entwickelt sich durch äußere Beeinflussung. Wie hoch der Spread in meinem Fall zu anderen ist kann ich auch nicht beurteilen. Aber jeder kennt wohl Tage mit einem Lauf und andere an denen man nichts geschafft bekommt.

    Wenn man es von außen betrachtet ist der Unterschied gar nicht so groß. Es ist Aufgabe des Teamleiters sein Team gemäß ihren Präferenzen einzusetzen. Hier sehe ich bei mir noch Verbesserungspotenzial. Es ist im Sinne der Firma und des Angestellten gute Aufgaben für diesen zu finden, so dass er dabei nicht ausgequetscht wird und dabei gute Leistung bringt.

    Für potentielle externe Verschlechterungen baue ich auch meine Unabhängigkeit aus. Ich möchte zumindest robust aufgestellt sein. Das ist besser als Fragil.

    @ Iceman

    Mit Kindern hat man höhere Ausgaben. Aber vielleicht wird einem bewusst, was man wirklich braucht und was nicht. Wenn Du eine 3 Tage Woche machen kannst bist Du schon relativ frei. Wenn ich die Freiheit erst erreichen würde wenn die Kinder aus dem Haus sind würde ich auch überlegen, ob ich nicht bewusst etwas länger arbeite und dafür früher ein wenig mehr Zeit für meine Familie verwenden möchte. Das muss man immer abwägen. Auf diese Weise sgreckst Du Dein Einkommen auf einen größeren Zeitbereich und sparst damit immerhin steuern.

    @ Chris

    Mit Kindern wirst Du vermutlich aber auch teure Ausgaben vermeiden. Restaurant, exotische Urlaube, Kino, Einkaufsbummel usw. ist mit Kindern eine andere Sache als ohne. Auch wirst Du hin und wieder lieber die Zeit mit der Familie geniessen anstatt mit Kollegen etwas trinken zu gehen. Die Prioritäten werden sich ändern. Das hat nichts mit Geiz zu tun. Eher mit Faulheit oder eben anderen Prioritäten.

  117. Iceman

    Ich vermute, dass ihr alle in der freien Wirtschaft seid

    Dann kommt Mal in den öffentlichen Dienst.Da gibt es Jobs und Möglichkeiten…

    Als Beispiel: eine Angestellte kommt nach 12 Jahren Kindererziehung wieder an ihre alte Stelle zurück und plötzlich gibt es da Computer im Jahr 2012. Sie hat aber keinen PC zu Hause und will sich auch nicht damit beschäftigen, zwingen kann man sie nicht und entlassen auch nicht. Deswegen kopiert sie nur noch Unterlagen bei gleichem Gehalt.

    Grundsätzlich sehe ich es aber so, dass jeder tun und machen kann was er will solange seine Arbeit erledigt ist und es keine Probleme gibt.

     

  118. chaostrader

    Hier werden sich noch einige wundern, was sich in den nächsten Jahren bzw. in der nächsten Krise ändern wird.

    Wer seine Sparrate vom Netto berechnet, bescheisst sich effektiv doppelt, wenn er diese mit ausländischen Investoren vergleicht und anhand der Sparrate seine Zeit bis zur fin. Unabhängigkeit abschätzen will. Wer es ganz genau wissen will, was man effektiv an Abgaben bezahlt, der muss zum Brutto eigentlich noch den Arbeitgeberanteil dazurechnen. Dann siehts ganz schnell ziemlich beschissen aus mit der Sparquote bei uns in Doitscheland.

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