Die Bild-Zeitung hat mich interviewt

Die BILD-Zeitung hat einen ausführlichen Artikel über mich gemacht. Die Story hat Volontär Benedikt Weimer sehr gut recherchiert. Im Prinzip wollte die Zeitung wissen, wie man vermögend wird. Einfach weniger ausgeben, als man einnimmt und den Rest an der Börse langfristig anlegen. So mache ich das seit 30 Jahren. Und es hat sich ausgezahlt. Ein bodenständiges Leben zu führen ist natürlich hilfreich. Natürlich hatte ich mit meiner Netflix- und CTS Eventim-Aktienposition Glück, die sich jeweils fast verhundertfacht haben.

Ich erhielt sehr viele Emails nach dem Bild-Artikel. Es war überwältigend. Aufgrund zahlreicher Anfragen werde ich bald mein Depot in meinem Youtube-Kanal besprechen. In meiner Facebook-Gruppe werde ich mehr berichten, es haben sich etliche dort neu angemeldet. Willkommen im Club. Das Besondere an meinem Blog: Ich möchte niemanden etwas verkaufen. Ich verkaufe keine Seminare, eigene Bücher, Newsletter…

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Tim Schaefer (@timschaefernyc)

Deutschland bewegt sich auf eine Rentenkrise zu

Eine übergroße Wohnfläche, ein teures Auto oder Luxusurlaube – all das sind Lifestyle-Entscheidungen. Du solltest immer abwägen, was dir wichtiger ist. Wir laufen auf eine Rentenkrise zu. Die Deutschen haben zu wenig Rücklagen für den Ruhestand gebildet.

Ein großes Eigenheim hat natürlich Vorteile. Es kann wie ein Nest für die Familie sein. Du bist dein eigener Herr, keiner redet dir rein.

Aber schlechte Finanzentscheidungen aneinandergereiht, können im Chaos enden. Die Meisten treffen sicherlich nicht die besten finanziellen Entscheidungen. Es wird zu wenig langfristig investiert. Ich predige das langfristige Investieren seit langem, wie hier in einem Interview mit boerseARD in Stuttgart vor der Pandemie. Ich nenne es: “extremes Buy and Hold”. 

Etliche Menschen verdienen nicht genug, um wirklich Fortschritte in der Altersvorsorge zu machen. Es kann dauern, bis du endlich die finanziellen Vorteile deiner Arbeit im Depot sehen kannst. Wenn jemand wenig verdient, kann das wirklich deprimierend sein. Aber an deiner Karriere kannst du arbeiten. Du kannst dafür sorgen, dass es aufwärts geht. Bildung gehört immer dir. Sie kann dir niemand wegnehmen. Nimm eventuell einen Nebenjob dazu. Such dir womöglich einen besseren Job. Auf bekannten Job-Suchportalen wie Indeed kannst du dir einen Überblick verschaffen. 

Wenn die Börsenkurse beben, kaufst du weiter Aktien

Du investierst jeden Monat in ETFs/Aktien. Und irgendwann kommt die Börsenkorrektur oder gar ein Börsencrash. “Verdammt”, wirst du dann denken. Es wird dir vorerst der Wind aus den Segeln genommen. Aber wenn du vernünftig bist, ziehst du den Sparplan durch – gerade in der nächsten Krise. Jeden Monat kommen mehr ETF-Anteile und Aktien in dein Depot – zu Schnäppchenpreisen.

Alles, was du tun musst, ist zu kämpfen. Und wenn du das machst, solltest du dich hin und wieder belohnen. Gerade, wenn du Meilensteine erreichst. Die Belohnung wird dir helfen, auf Kurs zu bleiben. Es hebt deine Motivation. Belohnung kann ein schöner Urlaub sein, ein feines Restaurant oder was anderes. 

Ich denke, das Beste für dich ist, bewusst mit deinem Geld umzugehen. Du hast einen Notgroschen. Und Ziele. Du achtest auf deine Ausgaben. Manchmal gehören bewusste Ausnahmen dazu.

Ich werfe ganz selten Essen weg

Bevor Essen schlecht wird, esse ich es oder friere es schnell ein. Ich werfe so gut wie nie Lebensmittel weg. Ich achte darauf, nicht zu viel zu kaufen. Wenn ein Laib Brot zu groß ist, schneide ich ihn sofort nach dem Kauf auf und friere ein, was ich nicht sofort brauche. Ich mache das mit fast allem, was schlecht werden kann. 

Übrigens gehen Sparsamkeit mit Umweltschutz Hand in Hand. Ich lebe auf kleiner Fläche, hab kein Auto, kein TV-Gerät, keinen Mikrowellenherd. Weil ich noch nicht mal eine Waschmaschine habe, nutze ich einen Waschraum. Ich bin Vegetarier. Mit dem Verzicht auf Fleisch tue ich indirekt etwas gegen den Klimawandel. Ich spende mit meiner Familie jedes Jahr mehrere hundert Bäume über eine Stiftung. Dieses Jahr werden es besonders viele sein.

Wahl in Deutschland: CDU verliert bitter

Das war eine aufregende Wahl in Deutschland. Nach dem Urnengang kommen den Grünen und der FDP die Schlüsselrolle zu. Sie sind die Königsmacher. Ich bin gespannt, wie die nächste Koalition aussieht. Die CDU hat bitter verloren, die SPD aufgeholt. Sorgen mache ich mir keine. Deutschland wird ein liebenswertes Land bleiben.

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  1. Hi Tim! Smarter Move und Gratulation, dass Du mittlerweile auch den “Mainstream” (das soll keine negative Konnotation haben) erreichst. Als reiner sich selbst treu bleibender Pure-Player hast Du Dir diesen Erfolg ziemlich verdient. Toll finde ich, wenn Du weiter Depot/Aktien besprichst.

  2. Gratulation dir Tim zu deinem Erfolg. Du bist Selfmade und ein ehrlicher Typ der den Menschen bei der Rente wirklich weiterhelfen kann. Folge deinem Blog und YouTube Kanal seit Jahren. Danke für deine Mühe. Die Menschen brauchen deine Erfahrungen dringend und überhaupt die ernsthafte Idee mit der Börse zu starten.

  3. Das Leben ist endlich. Was macht, wenn man stirbt, mehrere Millionen auf dem Konto? Scheinbar haben viele nicht darüber nachgedacht. Vererbung, dann würden die Kids das Geld verpulvern, da sie ja keine harte Arbeit kennen. Bill Gates, Waren Buffet, Daniel Craig werden winzige Bruchteil für die Kinder erben. Ich würde nicht so hohe Depot an meine Tochter erben, da ich auch mal von meinem Leben bzw. früher aufhören zu arbeiten gönnen möchte. Hat Tim Kinder? Falls nicht, was macht er dann so hohes Depot, wenn er nicht mehr lebt?

    1. Ganz einfach er konnte überdurchschnittlich früh aufhören zu arbeiten. Er kann machen was er will. Ist das nicht schon viel gegönnt???
      Die meisten Menschen kommen nie in diesen Genuss.

  4. RED FLAG! Die BILD-Zeitung berichtet darüber, wie man mit Aktien reich wird. D.h. wir stehen vor einem ordentlichen Crash.

    @Tim: Dir natürlich trotzdem Glückwunsch 😉

  5. Ich bin überhaupt kein Freund von diesem ekelhaften Hetzblatt – dennoch war dein Interview dort richtig und wichtig: Dort erreicht dein Mindset Menschen, die es eher nötig haben. Vielleicht heißt es in Zukunft bei den Ärzten: “Angst, Hass, Titten,Wetterbericht und Tims Finanzbildung” 😉

  6. Ich merke es gerade bei meinen Eltern was man alles falsch machen kann. Mein Vater hatte immer ein gutes Gehalt, meine Mutter war lange Hausfrau, bekommt also nur eine kleine Rente. Jetzt hat mein Vater mir gesagt, dass ihm monatlich 500€ zum Leben fehlen (obwohl er eine gute Rente bekommt). Er hat keine Rücklagen.
    Dafür aber zwei Autos, zwei (kleine) Häuser und ein teures Hobby. Seine Anlage bestand aus Sparbuch und Gold. Wirklich traurig, dass er nun ein Haus verkaufen muss, um im Alter genügend Geld zu haben. Da hätte er vor 20 Jahren mal besser keine Porsche fahren sollen und stattdessen das Geld anlegen sollen.

  7. @Pat

    Im besten Falle hat man seine Kids darauf vorbereitet, oder?

    Die sollten schon wissen, ob es klug ist die Gans zu schlachten, oder sich nur der goldenen Eier zu bedienen (die jedes Jahr größer werden).

    @Vroma
    Der Gedanke kam mir auch. Der Bildindikator ist ja fast schon 100% sicher 🙂

    1. “Die sollten schon wissen, ob es klug ist die Gans zu schlachten, oder sich nur der goldenen Eier zu bedienen (die jedes Jahr größer werden)”

      Sag das mal den Jungsozialisten in der Schweiz, nachdem sie einmal mehr gescheitert sind mit einer ihrer Initiativen lancieren sie gleich wieder eine Neue. Diesmal sollen alle Reichen mit mehr als 100 Mio. Vermögen enteignet werden, 100 Mio reiche doch zum leben (und dann noch Vergleiche mit Sparbücher etc. wie lächerlich). Diese Leute wollen keine Lösungen sondern einfach nur Klamauk und Party. So sind sie kurz wieder im Rampenlicht. Abgesehen dass auch diese Initiative wieder eine Klatsche bekommen wird, was denken sich die Leute wenn sie tatsächlich angenommen wird? Glauben sie tatsächlich dass die paar Milliardäre ihre Firmenanteile einfach so dem Staat abliefern würden? Aber etwas Hetze gegen Reiche befriedigt natürlich. Dazu noch Bilder von kaviarfressenden Pelzträgern und Luxuskarossen, damit auch ja alle Klischees bedient wurden.

  8. Ich hoffe Tim bekam genug Klicks, dann könnte man sich dort auf der Bild Redaktion überlegen ob er nicht eine Kolumne bekommt in der Bild, das wäre dann nachhaltig für die Aktienkultur. Jeden Tag oder zumindest wöchentlich einen neuen Aktientipp. Das wäre ein Einstieg für viele, auch wenn er dann im nächsten Crash der irgendwann sicher auch wieder kommt den ganzen Dreck abbekommen würde aber das müsste man aushalten und in New York fliegen die Tomaten ja nicht so hoch 😀

  9. @Pat
    Vor allen Dingen: Was kümmert Dich, was andere mit ihren fetten Depots machen? Im Zweifel einfach selbst eines aufbauen und dann kannst Du es selber live und in Farbe erleben? Man muss ja nicht mal dynastisch veranlagt sein zu visualisieren, wie schön es ist, seine Brut mit Anschub-Finanzierungen zu unterstützen. Unterhalte Dich einfach mal mit positiven Menschen, die was aufgebaut haben und die selbst in der Lage waren, ihre Kinder großzügig unterstützen zu können, und dann schau Dir während dieser Unterhaltung das Funkeln in den Augen an. Da kann ich für mich nur sagen, so ein Mensch möchte ich später auch sein können. Vermutlich bekommst Du in solchen Unterhaltungen/ Geschehnissen auf solche philosophischen Fragen eine bessere Antwort als in einem Internet-Forum.

  10. hallo tim. bäume spenden ist garnicht so sinnvoll (ich will das nicht verallgemeinern). schau dir mal auf 3sat die doku “das geheime leben der bäume” an. dort wird erklärt das man den wald lieber sich selber überlassen sollte. ist echt eine komplexe und interessante thematik finde ich. ich muss aber sagen, dass ich auch an das plant a tree projekt spende (ist vielleicht etwas irrational mein post, bin auch nur ein mensch). will dich nur darüber informieren, was ich aus der doku gelernt habe. mir ist klar das das immer individuell entschieden werden muss, mit solchen dingen wie bäumen pflanzen. vielleicht beachten die das ja auch bei den baum pflanz projekten. die haben ja sogar vor den vereinten nationen gesprochen. es gibt sogar eine fichte die fast 10.000 jahre alt ist. old tjikka heisst diese. und die harvester (baum fäll maschinen) verdichten den boden sehr ungünstig. bäume sind lebewesen – sehr komplexe lebewesen. wälder sind ökosysteme deren komplexität jede vorstellungskraft übersteigt (aus meiner sicht). in zeiten von klimawandel ist es sicher sinnvoll was für die umwelt zu tun (veganes essen, bäume pflanzen, lebensmittel nicht wegwerfen und vieles mehr). als verbraucher kann ich viel einfluss auf den markt nehmen (ich meine wenn viele verbraucher ökologisch denken). ich versuche mich da auch zu verbessern – dauert eine weile bis ich mein verhalten verändert habe. die natur ist aus meiner sicht faszinierend. leider trägt das atropozhän dazu bei, dass die ökosysteme geschädigt werden. herzliche grüße marc

  11. @Shell & Konsorten
    Mit fallender Popularität der Grünen stieg der Aktienkurs. Das lag natürlich vermutlich eher am steigenden Gewinn und der erhöhten Divi. Aber heute gehts kurz nochmal richtig hoch vermutlich doch aus Erleichterung über das Ergebnis im Autoland.

    @Claus
    Haben Sie einen Verkaufskurs festgelegt?

  12. Das sparsame Leben ohne Waschmaschine und PKW funktioniert nur als Single. Sobald eine Familie/ Partnerin vorhanden sind, steigen die Ansprüche.
    Meine Frau möchte gerne eine neue Küche, da die alte mit 25Jahren unmodern ist. Da sind mal eben 15000€+ weg.
    Auf der anderen Seite ist das Leben irgendwann vorbei und wer freut sich dann, wenn jemand als sparsamer Single riesige Summen gespart hat.

    1. Sehe ich genauso. Anscheinend begreifen viele nicht, aber gut, ist ja sein Geld und Leben. Du hast bestimmt voll erfülltes und zufriedenes Leben. ?
      Hier geht viel die Realität vorbei.

    2. Vielleicht ist eine Küche für 15000 € aber auch einfach zu teuer 😉 Diese Ausrede, dass alles mit Kindern immer unmöglich wird. Ich kann es wirklich nicht mehr hören! Sind doch selbst gemachte Leiden! Hätte man sich auch im Vorfeld überlegen können. Alles Ausreden weil die nötige Disziplin fehlt.

  13. @42

    Die Divierhöhung von Shell erinnert mich irgendwie an AbbVie … mit dem Geld könnte man auch andere Dinge angehen…
    Ob es langfristig gesund ist, dass Geld an die Aktionäre mittels Divi und Rückkäufe zu geben? 🙂

    Mein Sohn und meine Frau haben noch Shell im Depot…. langsam wäre ich eher am Ausstieg interessiert.

    -M

  14. Hallo Tim, Gratulation zum Artikel über Dich in der BILD-Zeitung. Die Motivation sich selber um die Finanzen zu kümmern kann nicht oft und breit genug veröffentlicht werden. Das menschliche Gehirn ist schon von Geburt an mit einem Belohnungssystem ausgestattet darum finde ich es ganz prima wenn die Finanzen stimmen sich auch etwas zu gönnen. Nur so bleibt man mit dem System BUY and HOLD an der Börse am Ball.

  15. @ 42sucht21

    Shell:
    Ein kleiner (Kurs-) Lichtblick. Gerade ging der Kurs bei 18,70 € auf 1-Jahres-Hoch. Bin gespannt, ob die 18,- € nun “dauerhaft” überwunden sind und es bis Jahrsende zumindest in Richtung 20,- € geht. Vermutlich werden auf dem Weg dorthin viele verkaufen, die froh sind, endlich ihre Einstandskurse wiederzusehen. Es könnte also, wie speziell in den letzten ca. 18 Monaten, sehr zäh laufen. Was mir gerade gut gefällt ist das überdurchschnittliche Handelsvolumen und das die Aktie seit Ende Juli im Aufwärtstrend ist.

    Möglicherweise ist das aktuelle “Kurshoch” auch schon wieder Anlass für eine (hoffentlich kleinere) Korrektur.

    Wie auch immer. Ich habe meine volle Position nach wie vor. Bis zum Break-Even fehlen gerade noch 68 Cents.

    Auch ich bin der Meinung, dass die 7 MRD USD besser in der “Zukunftssparte Strom” investiert wären, als sie für Aktienrückkäufe auszugeben. Aber wer weiss schon, was Shell da noch so alles geplant hat.

    Einen konkreten Verkaufskurs habe ich nicht festgelegt. Aber ich habe eine Excel-Tabelle mit den für mich möglichen Szenarien. Ab sofort sind Teilverkäufe möglich, aber unter 25,- € werde ich wahrscheinlich nichts verkaufen, da ich davon überzeugt bin, dass der Kurs von Shell trotz aller Widrigkeiten aktuell noch sehr deutlich zu niedrig steht.

    LG

  16. @Shell -M / Claus
    Heute > 4,5%! Ja, ich glaube da haben wir recht ähnliche Gedanken dazu. Shell war ja eine der wenigen Aktien für mich die nach dem heftigen Crash länger unten waren. So habe ich tatsächlich immer mal wieder zwischen 15,x und 11,x zugekauft. Das hatten wir damals ja besprochen.
    Der Aktienrückkauf mit dem kompletten Perm-Erlös war überraschend aber es war auch ein Batzen im Vergleich zur Gesamtmarktkapitalisierung. Vielleicht meint der CEO die Aktie wäre gerade noch günstig zu haben. Ich wünsche es ihm und uns! Mal schauen wie lange wir noch dabei bleiben.

  17. @Shell

    Ich muss natürlich dazusagen, dass Shell vlt 3% unseres Depots ausmacht….Also keine Position bei der ich mir groß Gedanken zu machen will. Eher halt nur noch dahingehend was ich dafür lieber kaufen würde für meine Frau und Junior.

    Ich glaube mein kleiner mag aber Tankstellen, das ist so greifbar 🙂 obwohl seine Disney ihm mehr Spass machen 🙂

    -M

    1. @-M
      So ein Juniordepot mit Einzeltiteln hat ja mehrere Aufgaben (u.a. Interesse an Wirtschaft wecken, Spaß am Sparen & Investieren wecken, usw.) und natürlich Schwierigkeiten (Werterhalt usw.) – ich finde es geschickt im Juniordepot vermehrt eher auf Wachstumswerte zu setzen als auf Divizahler. Klar ist es nett wenn das Taschengeld von den Divis kommt und das steuerfrei durch den Freibetrag. Aber die Kurssteigerungen über die langen Buy&Hold Zeiträume sind natürlich ein extrem interessanter Hebel wenn ich mir zB Paychex, Waters, Danaher, Alphabet, MSCI, Blackrock, Sartorius, Fielman, Bechtle usw usw. anschaue.

  18. Shell steht gut denke ich. Strom und Energie werden deutlich wichtiger und da wird sich das echte Geschäft bei den Großen bündeln, da diese die Power haben auch dicke Projekte durchzuziehen. Meine EU-Wetten auf Energie sind RDS, RWE und Siemens Energie.

    Gibt es bei euch Meinungen zu Biontech? Wenn sie die kurzfristige Kohle nutzen und an der Krebsfront weuter einsetzen, dann kann das wirklich groß werden. Ich tu mich bei der Einschätzung von Biontechbuden aber nicht leicht – mut Curevec hätte man daneben gegriffen 😉

  19. @ Claus, RDS

    Danke für die Einschätzung. Ich habe selbst 400 STK im Depot. Allerdings in Dollar und somit stehen mir weitere Möglichkeiten zur Verfügung. Ein schneller Anstieg wie heute in der Region von 50$ käme mir entgegen. Ich verkaufe wenn überhaupt den Ausblick auf die weit entfernte Zukunft mit einer satten Prämie. In der Zwischenzeit kassiere ich die Dividendenzahlungen. Geht’s runter habe ich keinen Stress. Geht es langfristig weit hoch sind sie weg und ich habe Geld für andere Titel zur Verfügung.

    @ Bild User
    Willkommen an Bord! Auch wenn hier gelegentlich Einzelaktien besprochen werden gleicht der Vermögensaufbau eher einem Marathon als einem Sprint. In 10 Jahren werdet Ihr wesentlich mehr erreichen können als Ihr es Euch heute vorstellen könnt. In einem Jahr kann es allerdings deutlich unter den Vorstellungen liegen.

  20. @ Shell

    …kleine Ergänzung:

    Der Ölpreis hat seit Jahresanfang um 57,1% zugelegt, Shell aber “nur” um 32.8%.

    Schaue ich mir die letzten 3 Monate an, hat der Ölpreis nur 5,8% zugelegt, Shell aber 10,4%.

    Diese Tendenz setzt sich bei noch kürzerem Betrachtungszeitraum fort:

    Im letzten Monat legte der Ölpreis um 11,2% zu, Shell um 13,2%.

    In den letzten 5 Tagen legte Öl 6,2% zu, Shell 9,5%.

    Shell hat hiernach noch einiges an “Kursaufholpotenzial”, die “Jahreslücke” zum Brent-Anstieg wird verkleinert.

    Leider kann sich das recht schnell auch wieder umdrehen…

    LG

  21. Die Scheichs und Öligarchen mussten beim letzten Ölpreisdrop doch tatsächlich auch etwas von Ihrem Gold verkaufen, so dass der Goldpreis im Gleichschritt mit Öl nach unten korrigierte. Gerüchten zufolge kann der Ölpreis noch bis 90$ anziehen. Mal schaun wie die anderen assets sich verhalten werden.

  22. @Tim

    Danke für den Einblick ins Depot!

    Ein etf-Anhänger wird bei den Positionsgrößen evtl. etwas skeptisch bei mehreren 100 k in Einzelpositionen, da es ja kein Risiko ist, welches man unbedingt tragen müsste.

    Andererseits haben wiederum viele auch ähnliche oder größere Positionsgrößen in Immo`s oder in einzelnen Firmenanteilen.

    Auch sind es ja Deine Raketen, welche die Performance geliefert haben und es steuerlich auch unschön wäre etwas zu kappen.

    Aktuell investierst Du aber nicht mehr in so kleinere small cap`s, oder?

    Bist Du eigentlich schon ein 50er?

    Alles Gute Dir!

  23. @Bruno

    Jeff, kann 99 % verlieren und wird trotzdem nie wieder arbeiten müssen.

    Mehrere 100 k in wirecard, Enron, GM, EMTV… treffen einen Kleinanleger und dessen Lebensersparnisse schon deutlich stärker.

    Gut, Tim nicht so, denn er hat eine sehr hohe Risikotragfähigkeit welcher nicht jeder hat, der z. B. knapp mit fire kalkuliert hat.

    Die 4% Regel ist soweit ich es im Kopf habe auch nicht 20 % Positionsgrössen Einzelaktien durchgeführt worden.

    Aber stimmt, es gibt deutlich schlimmere Lebenssituationwn und Risiken.

  24. Ja das ist ein Blickwinkel, auf der andern Seite wo wäre Tim’s Depot, wenn er seine Gewinner immer wieder geköpft hätte? Gibt immer 2 Sichtweisen. Ich denke viele Depots entwickeln sich genau deshalb nicht, weil man ständig die Gewinner köpft, aus Angst man könnte den aufgelaufenen Gewinn wieder verlieren.

    Eine mentale Strategie wäre, nach einer Weile seinen Einstand wieder zu Geld zu machen, wenn eine Position sehr gut gelaufen ist, dann ist das nicht mehr viel und so hat man mental Ruhe, dass man nie mehr etwas verlieren kann (in Bezug auf seinen Einstand).

  25. @Bruno

    Die Börsenomi hat immer wieder “geköpft” und Ihr hat es Depotmässig nach Ihren Angaben nicht geschadet, bzw. Ihr Depot war ja sogar etwas größer.

    Mir ging es auch eher um z. B. ehemalige Kollegen, welche viel Geld / Erbe mit “hohen” Beträgen in Einzelaktien kaputt gemacht haben und nie wieder etwas von der Börse wissen wollen…

    Ob da Tim’s Mantra noch was bewegt, wage ich zu bezweifeln.

    Inwieweit Strategien taugen im Spiel der Spiele…. sehen wir wenn dann (dunkle) Wolke(n) mal ne längere Baisse zeigen, was viele mit dem ganzen tappering nicht kennen.

    1. “ehemalige Kollegen, welche viel Geld / Erbe mit “hohen” Beträgen in Einzelaktien kaputt gemacht haben”

      Das ist/war ja eben nicht Tim’s Strategie, er hat viele kleine Positionen aufgebaut und alle gehalten, einige davon haben sich prächtig entwickelt, andere weniger.

      Ich bin da auch nicht so rigoros und verkaufe auch mal wieder was, und seit einer Weile eh nur noch ETF’s, die Zeit für Schnäppchen sehe ich aktuell nicht.

      Wir haben alle keine Glaskugel und trotzdem führen viele Wege nach Rom, einer mag mehr der andere weniger Risiken, wichtig finde ich nur dass man das einigermassen beurteilen kann, dass genau das was deinen ehemaligen Kollegen passiert ist a) entweder nicht passiert oder b) sie sich dem Risiko bewusst waren und damit leben können.

  26. @Sparta – geköpft
    Interessant wäre es ja vor allem zu sehen wie das Depot ohne “Köpfung” Heute aussehen würde. Es gibt ja einen Grund warum inaktive Depots nach Kosten wohl doch besser laufen als aktive.

    Viel Geld würde ich persönlich sowieso nicht in Einzelaktien anlegen sondern “in Welt”. Da hat man dann die ganzen Probleme und Psychokrams gar nicht mit Wäre, wäre, Fahrradkette.

  27. @Bruno

    Ja, es ist natürlich eine andere Herangehensweise, wenn man mit “kleineren” Positionen startet, als wenn man bei der dotcom blind kauft.

    Viele sehen die nette Netflix-Geschichte und emotional ist dann bei vielen evtl. die Gier mehr ausgeprägt.

    Tim hat jedoch extreme Geduld, wie man an dem alten, geschenkten Pulli vom Onkel gut bemerken kann! 😉 ?

    @42

    Steuern, Kosten und häufiges Handeln sind natürlich relativ sichere Faktoren für schlechteres abschneiden.

    Wobei ja auch Frau Sander den Spruch mit “die besten Pferden bleiben im Stall” auch gern wiederholt hatte…

    1. Die besten Pferde leben ja nicht ewig und werden auch sterben müssen. Also, die besten Pferde verkaufen und in vollen Zügen genießen, bevor man Ableben wird.

      1. Bei Pferden ich kenne mich nicht aus mit Rennpferden ist das vermutlich etwas einfacher da kann man die durchschnittliche Lebenserwartung resp. erwartete Leistungsfähigkeit eruieren, bei Unternehmen ist es deutlich schwieriger. Ich erinnere mich beispielsweise noch gut an die Zeit Anfang Jahrtausend, da haben viele Kollegen in der Branche gemeint, Microsoft habe den Zenit überschritten, Windows, Office & Co. ein Auslaufmodell es komme jetzt Neues/Besseres etc. Die Aktie hat damals so um die 15-20$ (umgerechnet auf heute) gependelt. Bis heute ist sie auf über 300$ gestiegen, niemand hatte Cloud, Mietmodelle etc. auf dem Schirm damals.

        Natürlich es gibt auch andere Beispiele wo es genau umgekehrt gelaufen ist z.B. Nokia.

        Natürlich ist noch niemand an profit taking gestorben, aber es ist nun mal ein Fehler den viele machen dass sie ihre guten Unternehmen zu früh wieder geben (und umgekehrt an den Schlechten zu lange festhalten).

      2. d.h. entweder hat man klare Kriterien/System wann man kauft oder verkauft oder optional ist es dann wohl immer noch besser alles zu halten, Gewinner + Verlierer so wie Tim das macht, wobei ich für wenig Interessierte dann den passiven Ansatz sicher besser finde, da werden automatisch die Gewinner hochgespült und die Verlierer fliegen irgendwann raus.

  28. “ehemalige Kollegen, welche viel Geld / Erbe mit “hohen” Beträgen in Einzelaktien kaputt gemacht haben”

    Diese Menschen hatten keine Ahnung davon, wie Börse funktioniert. Sie hätten auch ins Spielcasino gehen können und alles auf rot oder schwarz setzen können. Das Ergebnis wäre wohl das gleiche gewesen.

    So etwas passiert wohl häufiger, wenn es sich um grössere Summen im Verhältnis zum eigenen vorhandenen Kapital handelt (Erbe, Lottogewinn o.ä.) und das Geld nicht selbst erarbeitet wurde. Hier stimmt auch häufig die Einstellung zum Geld nicht.

    Sie haben nun 2 Möglichkeiten:

    1. Es war Leergeld:
    Sie erkennen ihre Fehler nicht, geben anderen die Schuld für ihren Verlust, bemitleiden sich selbst und kehren der Börse für immer den Rücken. Manchmal kommen sie auch Jahre später wieder an die Börse zurück, wenn die Euphorie am größten ist und scheinbar jeder ausser Ihnen schon an der Börse “reich” geworden ist (FOMO). Sie machen den/die gleichen Fehler wie damals und scheitern erneut.

    2. Sie sehen den Verlust als Lehrgeld:
    Sie lernen etwas daraus, machen ihre Hausaufgaben und versuchen es noch einmal mit einem sinnvollen Plan. Diese Sorte Mensch scheint aber rar zu sein, denn es ist ja viel einfacher, anderen Menschen die Schuld für eigene Fehler zu geben und sich als “Opfer” zu betrachten.

    Das gilt auch für viele andere Situationen im Leben…

    LG

  29. @Claus

    Du hast ja schon die Erfahrung mit großen Verlusten machen dürfen/müssen und bist wieder aufgestanden. Warst Du denn komplett blauäugig damals?

    Dieses erneute “Aufstehen”, bzw. die Systemänderung ist natürlich eine sehr beeindruckende Geschichte, was sehr viel Respekt verdient!!!

    Ein klein wenig wundere ich mich trotzdem, dass Du mit RDS teilweise 6stellig investiert warst, was ja doch einer ordentliche Positionsgröße zum ca. Gesamtdepotwert entspricht. Insbesondere mit Deinen Erfahrungen. Aber gut, vielleicht bin ich da gedanklich zu versaut/voreingenommen von zu viel Beck, Kommer & etf`s zu lesen. 😉

    Klar könnte man auch Buffett`sche Strategien mit Fair-Value, Burggraben & MOS einem eine evtl. größere Sicherheit geben (oder ein P-F-Score)… aber dafür benötigt man die notwendige (Frei-)Zeit und auch ein paar andere Persönlichkeitsmerkmale. Trotzdem… so viele neue Buffett`s kenne ich jetzt irgendwie nicht…, außer M vielleicht. 😉

    Einer sieht z. B. bei Shell einen Burggraben, der andere wiederum nicht…

    Sollte bei zu viel Aktienresearch (wenn es einem Spaß macht und die Zeit hat (sollte zumindest auch zutreffen)) evtl. persönliche Beziehungen leiden, bringt auch eine noch so gute Performance wenig, da z. B. eine Scheidung ein viel größeres finanzielles Risiko darstellt.

    Jeder muss es im Prinzip individuell klären, welches Risiko er tragen kann, bzw. ob man aufgrund des eigenen Systems vielleicht sogar weniger Risiko sieht.

    Dein Div-Cashflow ist schon cool, bzw. beeindruckt ja viele… andere Selbstständige hätten evtl. mit einer GRV-Einzahlung aber wiederum (mit dem entsprechenden, individuellen Persönlichkeitstyp) aber dennoch auch eine Rente in ähnlicher Größenordnung aufbauen können, was wiederum besser für diesen “Typ” gepasst hätte.

    Jede(r) muss halt seinen individuellen Weg finden und gehen. Die Knüppel, welche einem das Leben manchmal zwischen die Füße haut, fallen auch individuell aus, bzw. nicht alles lässt sich vermeiden. Alles Gute Dir!

  30. @Tim wieder einmal so ein sehr guter Beitrag. Ich verfolge Deine Beiträge und Videos schon eine ganze Weile. Ich bin so ein Exemplar, welches sich mühsam entwickelt und nur mit der Excel-Tabelle seine Depotgröße simuliert, da es noch nicht im Ansatz die gewünschte Größe erreicht hat. Doch nach vielen persönlichen und finanziellen Rückschlägen und erzwungener Selbstdisziplin wird mit Anfang 50 das Projekt “Armut im Alter verhindern” neu angegangen und der Fokus geschärft.

    Wichtig ist wenn man nicht Single ist, mit seiner Familie/Partner über Geld, Geldanlage und seine Geldziele reden und diese planen zu können. Aus Erfahrung ist es leider hemmend, wenn der Partner nicht versteht warum man Geld anspart/investiert!

    @Tim Eine Frage drängt sich mir schon lange auf: Was machst Du mit all dem Geld, wenn Du ruhiger trittst und merkst, dass Du es nicht mehr ausgeben kannst? Gutes tun? Ich höre immer Argumente von Anderen, wie: “YOLO”, “ich werde das Leben genießen, klar brauche ich im Alter ein wenig Geld, aber ich lebe im Hier und Jetzt!”

    Es hat auch viel mit der eigenen Lebensphilosophie und- Lebenseinstellung zu tun.

    Es gibt nicht das “Schnelle Geld”, es sei denn es kommt Glück und Zufall hinzu. Autodidaktisch erworbene Geldbildung macht z. Bsp. schon einen Unterschied im Gegensatz zum blinden Investieren aus. Die kommt aber auch nicht von heute auf Morgen. Dazu gehören auch die Videos von Tim und sein Content bei Facebook und auf dieser Website

    Immer schön auf Tim hören!

    1. @ late bloomer
      Das Depot kann sich einfach entfalten. Ich rühre es nicht an. Denn 10% mehr im Jahr bedeutet 200.000 Dollar kommen dazu, plus eventuelle Einzahlungen. 10% sind der lange Schnitt beim S&P 500. Ich werde einen Großteil für einen guten Zweck spenden. Ich kann ziemlich bescheiden leben und vermisse nichts. Ein Landhaus mit Hühnern, Schafen und Ziegen wäre ganz cool im Alter zu haben.

  31. @ Sparta

    Vielen Dank für Deine Zeilen. Komplett “blauäugig” war ich damals nicht, aber aus heutiger Sicht so zu 80%…

    Ich hatte damals keine Ahnung, wie die Börse funktioniert. Als Selbständiger mit 40 Jahren dachte ich nur daran, dass es längst “überfällig” ist, endlich etwas für die Rente zu tun, denn ich habe keine Beiträge eingezahlt. Schon damals war mir klar, dass die Rente ein “miserables Geschäft” ist und man evtl. nicht mal die eingezahlten Beiträge zurückerhält.

    Meine Geschäfte liefen gut und ich hatte große Rücklagen, die auf dem Girokonto “rumlagen”. Viel Arbeit, wenig Zeit. Also “informierte” ich mich kurz, wie das mit der Aktienanlage so geht, eröffnete ein Konto bei der DAB und kaufte “zur Sicherheit” erst mal einige “übliche” gemanagte Fonds. Natürlich breit gestreut, deshalb verschiedene. Bis zu 5% Ausgabeaufschlag… kein Problem, ist ja langfristig. In 20, 30 Jahren spielen die Gebühren keine Rolle mehr…

    Da mich die Börse und einzelne Unternehmen interessierten, habe ich auch von Beginn an (Start März 2000…) Einzelaktien gekauft. Zur Sicherheit natürlich nur grosse Unternehmen, die möglichst in aller Welt ihre Geschäfte machten. AIG, Nokia, Sun Microsystems, H&M, EMC, Vodafone, Worldcom, Securitas, Pfizer, Colgate, Citigroup, Biogen, Ericsson, Nortel Networks, MLP, Solectron, um nur einige zu nennen.

    Die Auswahl sieht gar nicht so schlecht aus, doch sollte man auch auf die Bewertung achten… Hier dachte ich aber damals so ähnlich, wie bei den Ausgabeaufschlägen der Fonds: In ein paar Jahren ist es völlig egal, wie viel man bezahlt hat…

    Leider ist dem nicht so. Die Kurse kannten nur noch eine Richtung, nämlich abwärts. Von den Fonds habe ich mich innerhalb von ca. 18 Monaten vollständig verabschiedet.

    Da die “Profis” stets dazu rieten, Verlustpositionen durch Nachkauf “zu verbilligen”, eignete ich mir diesen fatalen Fehler hartnäckig an. Ich kaufte laufend nach. Besonders die Hightechs.

    Doch wenn man schon verbilligt, sollte man ganz besonders auf die Positionsgrößen achten..

    Kurzum: Am Ende waren ca. 300k € “verschwunden” und ich kam mir “irgendwie pleite” vor… 41k sind mir noch geblieben, bevor ich die Ärmel hochgekrempelt habe und mir mein eigenes System aufgebaut habe. Seitdem läuft es recht ordentlich.

    Dass Du Dich über meine Shell-Position wunderst, verstehe ich aus heutiger Sicht. Als ich 2012 begonnen habe, diese Position aufzubauen, geschah das sehr überlegt. Mein Depot besteht aus 6 Sektoren + Cash: EDV-IT, Energie, Finanzen, Gesundheit, Konsum, Restbranchen.

    Jeder Sektor hat einen festgelegten %-Anteil vom Depotwert. Normalerweise sind in jedem Sektor viele verschiedene Einzelwerte enthalten, möglichst einigermaßen gleichgewichtet. Im Energiesektor hatte ich Total, Exxon, Shell, Occidental Pet., Apache, Woodside Pet. und BHP. Der Sektor darf insgesamt 15% groß sein.

    Von allen Unternehmen gefiel mir Shell am besten. Im Hinblick auf meine Rente erschien mir auch die Dividende hier mit am sichersten. Für einen kompletten Ausfall müßte schon viel passieren. Also beschloss ich, den ohnehin schwierigen Energiesektor zu vereinfachen und mich hier auf Shell zu konzentrieren. So habe ich es dann auch umgesetzt, was bis März 2020 auch sehr gut funktioniert hat. Dann kam Corona die Shell-Dividendenkürzung und im Sommer zusätzlich die “Ölkriese”…

    Hiermit hat sich mein hauptsächlicher Investitionsgrund bei Shell geändert. Die gute und sichere Dividende besteht nur noch knapp zur Hälfte (trotz kürzlicher Erhöhungen) und ich denke auch nicht, dass diese Dividende “sicher” ist. Auch die Energiewende und die aktuellen Entscheidungen des Managements sorgen für “Unklarheiten”. Shell steht daher auf meiner Verkaufsliste. Doch werde ich die Position nicht “verschleudern”, es eilt nicht. Aber ich bin wachsam und werde bei für mich attraktiven Kursen aussteigen.

    Dein Argument, dass Selbständige mit Renteneinzahlungen eine ähnlich hohe Rente anstatt der Dividenden hätten erreichen können ist sicherlich richtig. Doch ich kann jederzeit an mein Kapital heran und wenn ich sterbe bleibt mein Depot erhalten, die Rente wäre einfach weg. Ich habe zwar keine Erben, kann mit meinem Depot aber noch ein wenig Gutes nach meinem Ableben bewirken. So habe ich es jedenfalls verfügt.

    Auch Dir alles Gute!

    LG

  32. @ Claus

    Hallo Claus, ein toller, ehrlicher Beitrag der wie Sparta schon schrieb wirklich authentisch rüberkommt.
    Hieraus kann man wirklich etwas mitnehmen. Ich ziehe z.B. auch daraus, dass über die vielen Jahre gesehen (2 Jahrzehnte bei Dir) so manche grosse Namen bzw. AGs deutlich ihren Glanz verlieren. Das ist ja vom aktuellen Standpunkt immer schwer einzuschätzen und kaum zu glauben.
    Es wird schwer sein zu erkennen, wann ein Titel so langsam in den sicheren Abstieg gerät. Beispiel Facebook, eigentlich ein super Wachstums Titel bisher, aber auch hier gibt es Fallstricke.

    //
    Nebenbei: ich warte eigentlich auf einen Einstieg bei Danaher bzw. der Einzeltitel reizt mich. Auf diesen Titel stoße ich auch hier im Forum immer wieder. Wie bewertet ihr den Titel aktuell? “Zu teuer”?

    VG

    Meine 12 Einzeltitel sind aktuell insb.

    Zu der immer wieder in anderen Beiträgen aufkommenden Kritik, doch auch

  33. Handydisplay ist zu klein ?

    Meine 12 Einzeltitel sind aktuell in erster Linie die üblichen Nasdaq Wachstumswerte. Aber der Großteil des Depots sind ETFs.

    Zu der immer wieder in anderen Beiträgen aufkommenden Kritik, doch auch das Leben nicht zu vergessen und nicht nur zu sparen denke ich, dass es ja realistisch den meisten darum geht, einfach vernünftig ihre Überschüsse zu investieren und nicht mit ihrer Familie (übertrieben) sparsam zu leben.

  34. @Mats – Danaher
    Immer teuer. Ist das gut oder schlecht?
    In einem anderen Forum sagte ein anderer erfahrener Privatanleger, das er hier (und bei ähnlichen immer gefühlt zu teuren Titeln) über einen Sparplan reinging. Ist natürlich nur eine mentale Krücke aber es half um überhaupt anzufangen. Am Ende ist man dann aber doch irgendwann relevant investiert mit vollem Risiko und es kann alles passieren.

  35. Wie der Bericht von @Claus zeigt, kann man an der Börse sehr viel Geld verlieren. Als alleiniges Standbein für die Altersvorsorge sind Aktien zu riskant, auch wenn der eine oder andere Millionär(theoretischer Millionär,
    die Gewinne wurden noch nicht realisiert)wird.
    Ich beziehe eine üppige Rente auf Grund meiner Beitragszahlungen die Berufsrentenkasse. Diese Zahlungen hab ich gar nicht gespürt, da sie schon von meinem Gehalt abgezogen waren.
    Jetzt bin ich ganz entspannt im Markt. Wenn was schiefgeht, lebe ich trotzdem gut weiter.

    1. Für deine Generation ist die Rente wohl noch gesichert, aber für meine Generation ist das nicht mehr der Fall. Entweder sie wird dann weginflationiert oder auch real gekürzt, je nach Situation. Reine Mathematik. Für die Generation der heute unter 30jährigen sieht es dann wieder besser aus.

      Bei uns in der Schweiz werden die Pensionskassen-Renten aktuell auf Kosten der jungen ausbezahlt, d.h. nicht nachhaltig. Man müsste sie kürzen, getraut sich aber nicht.

      Ich habe nur die gesetzlich obligatorische Pensionskasse und werde später Kapitalbezug machen. Ich würde jedem zumindest im Alter von heute 35-50 Jahren empfehlen, genug vorzusorgen. Demografie & Co. lassen nichts gutes Erahnen. Keine Panik oder Angstmache, bloss wird alles einfacher und besser funktionieren, wenn möglichst viele genug vorgesorgt haben.

  36. @42 / @Danaher

    Genau, die sind schon lange teuer und wurden sogar noch teurer und das bei steigenden Gewinnen und steigenden Kursen. Habe die auch schon lange auf dem Zettel und kam bisher nie rein. Natürlich habe ich da den ganzen Spaß mit dem klasse Unternehmen verpasst.

    Die Frage, die ich mir stelle: ist da eine Pberrendite drinnen ggü einem World? Was haben die? KGV ~40? Bei mäßigem Wachstum? Man darf natürlich die Abspaltungen nicht vergessen, ähnlich wie bei Siemens, die im Kurs nicht sichtbar sind. Aber irgendwie komme ich da nicht zu einem “haben wollen” Gefühl zu dem aufgerufenen Preis. Eher dann bei manchem Pharma Unternehmen wie zuletzt besprochen, oder selbst eine BRK ist bei locker gleichem Wachstum um einiges günstiger in meinen Augen.

    -M

  37. @Bruno
    Ich habe neben der AHV im alter auch eine Pensionskasse. Viele Arbritnehmer die in der Schweiz angestellt sind, sind sich nicht bewusst, dass sie wenn sie nur die obligatorischen Leistungen in der Pensionskasse haben nur eine miese Rente bekommen werden. In meiner Firma sind die Lohnabzüge für die Pensuonskasse bedeutend höher als das gesetzliche Minimum und der Arbeitgeber zahlt mehr als 50% der Beiträge. Das führt zu einer späteren Rente die rund 220% so hoch sein wird wie wenn nur das Obligatorium einbezahlt würde.

    1. Unsere Mitarbeiter können wählen, ob sie lieber mehr Lohn oder eine überobligatorische Rente möchten. Viele wollen lieber die Sicherheit und eine höhere Rente, was völlig legitim ist.

      Der Vergleich ist aber nicht gesetzliches Minimum vs. Überobligatorium sondern Pensionskassen-Rente (resp. angespartes Kapital) vs. Eigenvorsorge. Ich denke ich fahre besser wenn ich selber vorsorge trotz steuerlicher Einbussen. Pensionskassen investieren mehrheitlich in Obligationen und Immobilien. Die Unterschiede sind aber gross. Aktuell ist es ruhig von der Front, weil die Börsen stark gestiegen sind, das wird sich wieder ändern, wenn es mal dreht. Dann geht es um die Sanierung einiger Kassen.

      Ich denke nicht dass der Umwandlungssatz, welcher heute ausbezahlt wird, zukünftig noch aufrecht erhalten werden kann. Wir werden es sehen.

  38. @Wolke

    Sicher ist ein gleicher Cashflow aus mehreren Quellen antifragiler als aus nur einer Quelle.

    Trotzdem für die private Altersversorge gibt es langfristig wenige, rentablere Formen zur privaten Vorsorge als Aktien/etfs.

    Auch mietfreies Wohnen ist ein wichtiger Aspekt (ausser man lebt billiger zu Miete und vermietet zusätzlich).

    Die meisten hier sind wohl aber sehr weit weg von der Altersarmut.

    1. Danke für Eure hilfreichen Einschätzungen zu Danaher. Die habe ich weiter auf der Watchlist, kaufen tue ich die aktuell wohl nicht.
      Überhaupt halte ich mich z. Zt. mit Direktkäufen außerhalb der monatlichen ETF Sparpläne zurück, wobei es immer mal wieder trotz der allgemein teuren Märkte Gelegenheiten gibt wie vor ein paar Wochen VW bei 180 oder Allianz bei meine ich auch etwas über 180.
      In Berkshire (@M) hatte ich im Frühjahr investiert.

      Aktuell steht eigentlich auf dem Plan, wenn der VAllWorld vom bisherigen Hoch um so knapp 10 % runtergeht, dann dort mal ordentlich nachzukaufen.

  39. @ Wolke

    Was hat es denn mit dem theoretischen Millionär auf sich? Was ist das Besondere an realisierten Gewinnen?

    Bei einer Verbindlichkeit macht die Betrachtung Sinn:
    Einfamilienhaus in Bozen vor 5 Jahren für 1M€ gekauft mit 200k€ EK + Nebenkosten mit heutigem Buchwert von 1.5M€ bei 500k€ Schulden.die Personen hat 1M€ Vermögen in der Immobilie, aber hat weiterhin die Verbindlichkeit der Instandhaltung und Bedienung des Kredites. Also alles andere als Freiheit. Erst mit den Verkauf der Immobilie und beispielsweise dem Bezug einer Schweizer Hundehütte wäre die Person frei. Für die Zelle in Monaco reicht es dann allerdings noch nicht aus.

    Bei einem Vermögen von 1M€ in Aktien spielt der Buchwert bei ausreichender Diversifizierung keine besondere Rolle. Es können lediglich Aktien ohne Steuer verkauft werden. Nehmen wir an Jemand hat eine Millionen Euro durch Facebook, Amazon, Apple, Netflix und Nvidia stetig aufgebaut. Wenn das Depot 50% durch Kursgewinne zustande gekommen ist, was würde eine Umschichtung in den S&P groß ausmachen? In Deutschland wären danach ca. 100k€ verschwunden. Bis zur Entnahme sollte das Geld doch gut arbeiten dürfen oder nicht? Wenn man natürlich 1M€ durch einen Tick in fast nur einem Titel wie Gamestop, Bitcoin erzielt hat, lohnt sich bei einer Umstellung der Lebensweise eine vorzeitige Umschichtung. Vielleicht nicht steuerlich aber sicher für die Nerven.

    @ Claus
    Ich habe um das Jahr 2000 mehr als 80% irrational gehandelt. Und bin der Börse auch ein paar Jahre fern geblieben. Cashflow, Gewinnwachstum? Wen interessiert denn so etwas? Das Internet ist die Zukunft. Wie Recht wir damals hatten und lagen doch so falsch… Ich betrachte die Börse heute anders und bin kein FOMO Rückkehrer. Ich bin einfach zu faul weitere Häuser aufzubauen und so unternehmerisch Einnahmen zu generieren. Durch die Verbindlichkeiten der Kredite würde mich diese Herangehensweise auch längerfristig hindern frei zu sein. Da ist es an der Börse dich einfach, wenn der Cashflow für Käufe vorhanden ist.

  40. @ Mats Danaher

    Schau Dir einmal den Screenshot zu Danaher von Fastgraph weiter unten in dem Link an:

    https://www.wertpapier-forum.de/uploads/monthly_2020_10/205801346_Bildschirmfoto2020-10-14um21_54_31.jpg.2c33b63aef424e3c2053457c587f7ba4.jpg

    Ist Ende 2021. Es heißt ja oft Aktien sind teuer, aber die guten waren schon immer teuer. Was ist denn eigentlich teuer? Die blaue Line finde ich hier gar nicht so verkehrt. Das wäre der Kurs bei P/e Ratio von 18.15. Bis ca. März 2016 war die Aktie über das ganze Chart gemessen an ihren Gewinnsteigerungen grob mit diesem Verhältnis bewertet. Natürlich hätte man mit einem Kauf auch weiterhin Kursgewinne erzielt. Die Gewinnsteigerung blieben in der Höhe allerdings aus. Vielleicht schnellen die Gewinne hoch. Die letzten Jahre sind ja nicht im Chart abgebildet. Oder der Kurs geht wieder etwas zurück oder stagniert bis die Gewinne wieder im Verhältnis z den Gewinnen stehen. Ein Kauf drängt sich meiner Meinung nach momentan nicht zwingend auf. Habe überhaupt nichts analysiert und lediglich auf dieses eine Bild geschaut.

  41. @Kiev

    “…Was hat es denn mit dem theoretischen Millionär auf sich?…”

    Eigentlich nur, daß aus dem “theoretischen” gelegentlich ganz schnell ein “halber praktischer Millionär werden kann”, wie die Historie zeigt.
    Wenn das gerade dann eintrifft, wenn die Altersvorsorge einsetzen sollte, ist das halt nur mehr “halboptimal”.

  42. @ Wolke

    Der FAANG Buchgewinn Millionär würde bei 50% Einbruch einen Depotwert von 500k€ haben. Der Millionär mit realisierten Gewinnen in den S&P 500 würde über 450k€ Buchwert verfügen. Ein World Umschichter würde wahrscheinlich besser dastehen, aber Diversifizierung würde ich voraussetzen. Er hätte allerdings schöne Freibeträge um zukünftige Gewinne zu verrechnen. Dafür allerdings 50k€ weniger Buchtwert.
    Natürlich muss man für einen frühzeitigen Renteneintritt vorsorgen. Da gibt es genug Strategien wie Cash für ein Jahr, Goldanteil usw.

  43. @Mats
    Das Spiel kennen wir ja alle. Klar ist ausreichend TG/Cash wichtig. Aber beim warten darauf, dass der AW mal 10% abfällt ist er den allermeisten schon davon gelaufen. Wenn es dann mal runter geht (vermutlich steht er dann doch über den ursprünglichen Beobachtungskurs), dann kaufen viele doch wieder nicht – es könnte ja weiter fallen – oder hätte ich mal früher… So wiederholt sich das Spiel an der Seitenlinie.
    Wenn er wirklich 10% runter geht, dann gibt es viellciht einen guten Grund dafür (Zinsen, Tapering, SüdEURopa, China, Krypto…vermutlich eher etwas was wir heute nicht erwarten (Black Swan)) und der AW könnte ja einfach viel weiter fallen.
    Bei solchen Überlegungen helfen mir der öfter von @Tim gepostete Chart des historischen Dow/ S&P Kursverläufe bei denen auch große Krisen nur kleine Beulchen waren.

    @-M
    Es gibt halt solche Aktien. Bei TMO wird auch wahnsinnig viel vorweg genommen. Klar, klasse Burggraben-Position aber trotzdem inzwischen schon wirklich ambitioniert. Mich freut es ja, ich habe die seit Life Technologies damals.

  44. @Bruno
    Zumindest das Argument mit dem “Weginflationieren” der Rente gilt nicht für Umlagesysteme. Mit der Inflation steigen zwangsläufig auch die Einkommen und damit die Renten. Das demografische Problem ist die eigentliche Krux – und da gibtes tatsächlich langfristig nur drei Stellschrauben: Beitragshöhe, Eintrittsalter und Rentenhöhe. Kurzfristig kann man natürlich mit der Umstellung auf eine Rentenpflicht für alle Bürger mehr Geld reinbekommen – langfristig werden die aber auch Rentner. (was nicht heißt, dass diese Maßnahme nicht andere positive Zwecke haben kann)

    Ich finde das Prinzip der sozialen und privaten Verantwortung gut und richtig. Die staatliche Rente muss sich auch in Höhe und Eintrittsalter an die Demografie anpassen und ansonsten muss man gute Möglichkeiten der privaten Vorsorge schaffen.

    1. Ich meinte nicht Umlagesysteme, es ging ja um Betriebsrenten (ich gehe mal davon aus dass diese ähnlich wie bei uns funktionieren), wo Wolke angesprochen hat, ich gehe davon aus dass diese individuell auf persönliche Konto angespart wurden, ähnlich wie die Pensionskasse (BVG) in der Schweiz. Hier haben wir ein 3 Säulen System 1. Säule AHV Umlagesystem 2. Säule BVG Pensionskasse (obligatorisch) und 3. Freie Vorsorge.

      Ich meinte bei uns der aktuelle Umlagesätze, obligatorisch 6.8% und überobligatorisch so um die 5% oder weniger. Überobligatorisch ist der Markt, deshalb ist der obligatorische Teil wohl um die 1-2% zu hoch, d.h. die “Alten” leben aktuell auf Kosten der Jungen (Beitragszahler). Man wird etwas tun müssen da es so nicht nachhaltig ist, was dann getan wird ist halt Politik.
      Demografie ist ein Problem, dass wir immer älter werden ein anderes, ich würde es nicht Problem nennen aber es hat natürlich Auswirkungen auf die Rentenberechnung. Zyniker werden sagen Corona hat hier sehr kurzfristig etwas entschärft.

  45. Hallo zusammen,

    werfe auch gerne mal eine Frage in die Runde.
    Meine Eltern wollen ein vermietetes Reihenhäuschen an mich und meinen Bruder verschenken, aber mit Nießbraucheintrag, sie übernehmen aber auch weiterhin alle Reparaturen etc.
    Das Haus hat einen Marktwert von ca. 400 – 420 TEUR. Mein Bruder würde die Immobilie gerne haben und mich auszahlen. Grundsätzlich wäre ich dafür. Jetzt steht folgende Rechnung im Raum: Wir sagen Verkaufspreis unter der Familie beträgt 360 TEUR, durch den Nießbrauch werden 110 TEUR abgezogen, ( Kaltmiete beträgt 860 EUR , Meine Mutter ist 70 Jahre jung) – hat jemand einen guten link zur Berechnung des Nießbrauch?
    Mein Bruder würde mir also die hälfte von 250 TEUR geben wollen und die Immo würde komplett auf ihn laufen. Sprich ich hab 125 TEUR ( von ihm ) und er die Immo. Was ist eure Meinung zum Angebot?

    Danke vorab und Grüße, Mr. B

    1. @Mr. B
      Steuerlich ist der Kapitalwert des Nießbrauchs doch der Jahres-Reinertrag x AltersFaktor wenn ich mich recht erinnere. Der Reinertrag ist vermutlich 10.320 abzüglich 5% Liegenschaftszinssatz auf den Bodenwert (häufig ca. 20% der 400-420k€)).
      Der ab 1.1.2021 gültige Faktor zur korrekten Berechnung bei w 70J sollte sein 11,171 (statistische LE von noch 17,02 Jahren).
      Ab die 125k familienintern dann als ausgewogen & gerecht empfinden wird müssen Sie sehen. Es spielen ja viele Faktoren mit rein (wer kümmert sich um Mutter usw.) Viel Erfolg!

    2. @Mr. B: ich stand einmal vor einer ähnlichen Situation. Mein Ziel war es, das Geschäft soweit wie es irgendwie geht wie unter nicht verwandten Dritten abzuwickeln, jeden Schritt zu dokumentieren und bei jedem Schritt Einverständnis aller Beteiligten (wir waren drei) einzuholen. Dazu gehörte auch, externe Experten einzuschalten, die neutral sind.

      Mein wichtigster Rat ist, den Wert der Wohnung durch ein Sachverständigengutachten bestimmen zu lassen. Auftraggeber sollten (bei Ihnen) beide Brüder gemeinsam sein, damit Treuepflichten gegenüber beiden bestehen. Besteht schon Streit, beauftragt man notfalls 2 oder 3 Gutachter, den 3. Gutachter könnte man sogar auswürfeln, und nimmt den Mittelwert. Gleiches gilt für eine angemessene Miete und ein angemessenes Hausgeld (einfacher bei WEG Wohnungen) – behandeln Sie die Immobilie so wie wenn Sie gemeinsam ein fremdes, mit Nießbrauch belastetes Haus Haus kaufen wollten. Die Sachverständigen können ausrechnen, was wirtschaftlich betrachtet der “wahre Wert” Ihres Anteils zum Stand heute ist.
      Alle sollten alle Unterlagen haben und dann gemeinsam beschließen, wie vorgegangen werden soll.

      Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich die eine oder andere Seite über den Tisch gezogen fühlt – aus meiner damaligen Sicht war das ein erheblicher Risikofaktor in Form der jeweiligen Partner(innen) der anderen, samt kriselnder Ehen. Deshalb wollten wir lieber gleich reinen Tisch zu machen, damit eine mögliche Trennung nicht durchschlägt.

      Was soll man sagen – die anderen sind noch verheiratet, ich nicht mehr 😉 und die Entscheidung, liquides leicht teilbares Vermögen zu haben, hat das Verfahren erleichtert und beschleunigt.

  46. @Nießbrauch: Letztlich ist unsere Meinung für euch weniger relevant, ist müsst untereinander eine gute Vereinbarung treffen. Gerade wenn es um Themen wie Nießbrauch geht, würde ich Geld in die Hand nehmen und einen Gutachter für Immobilienbewertung beauftragen. Warum? Gerade innerhalb von Familien kann es bei solchen Themen – oft noch etliche Jahre später- zu schweren Verwerfungen und Streitigkeiten kommen. Der Gutachter nimmt eine neutrale Stellung ein und bewertet das Ganze sachlich.

    @Danaher: Meine größte Position die liegen bleibt wie bei Tim vermutlich Netflix. Neustieg würde ich aber nur als Sparplan oder bei Rücksetzern vornehmen.

  47. @ Mr B.

    Sehe ich ähnlich zu Ralf. Wo steht das Haus? Darf ich 125k bieten 😉
    Die Summe erscheint mir äußerst gering. Ich würde hier lieber 125k€ zahlen als erhalten. Wenn das Haus im Nirgendwo steht ist es etwas anderes. Ich habe schon ewig nichts unter 500k€ gesehen. Und das heißt nicht ,dass man für 500k€ etwas vernünftiges bekommt. Ich halte gerne für die Ewigkeit. Ich hätte folglich mit Nießbrauch kein Problem, wenn der Preis attraktiv ist.

  48. Obwohl hier seit Jahren profunde Erkentnisse über den intelligenten Aufbau und die spätere Verwendung von Vermögen kund getan werden, stieren einige Leser weiterhin ängstlich auf den Buchwert und machen ihr Glück abhängig von den Zahlen im Depot.

    Ganz dringend kann ich den folgenden Artikel von Georg empfehlen, der vielleicht Ängste nehemen kann. Das Fazit auf den Punkt gebracht: Es spielt für die Entnahmephase – wir wollen hier von sicheren 3% ausgehen – überhaupt keine Rolle, ob das Depot in einer Krise fällt.

    Der einmal erreichte Höchststand im Depot ist – und bleibt auch – Ausgangslage für die Entnahmesumme. Ein zu einem beliebigen Zeitpunkt erreichter Depotstand von 1 Million € berechtigt zu einer jährlichen Entnahme von 30.000€.

    Sollte beim Start der Entnahme der Depotstand durch Crash bei “nur noch” 500.000€ liegen, so können trotzdem 30.000€ entnommen werden.

    Die Herleitung gibt es hier:

    https://www.finanzen-erklaert.de/entnahmeparadoxon-kurseinbrueche-egal/

    Noch einmal: Es spielt überhaupt keine Rolle, ob die Börse einbricht. Ein einmal erzielter Höchststand im Depot ist Ausgansglage für den Vermögensverzehr. Angst vor Kurseinbrüchen? Unnötig!

    Zudem muss man es wohl immer wieder erneut aufzeigen: Als Aktionäre sind wir Teilhaber an – mal mehr mal weniger – vielen Cashflowmaschinen. Ja, es wird Rezessionen und Wirtschaftszusammenbrüche geben. Ja, die Börsen werden immer wieder krachen. Ja, das Depot schwankt und schwankt und schankt im “Wert” (besser: Preis).

    Es ist egal. Es ändert nichts an der Tatsache, dass wir Aktionäre langfristig mit steigenden Erträgen (auch Dividenden) rechnen dürfen. Das ist der Lauf der Dinge.

    Der Cashflow (und Wertanstieg) wird dabei langfristig die Inflation schlagen und spricht auch jeder durchschnittlichen Gehaltserhöhung Hohn.

    Ich rechne weit vor dem 60. Lebensjahr mit jährlichen Dividendeneinkünften von 30.000€. In Preisen von heute versteht sich. Mal abgesehen von weiteren Einkünften – was scheren mich die Kursschwankungen? Von diesen Einnahmen läßt sich gut leben. Meine Unternehmen erzeugen Cash. Jahr um Jahr. Das ist so, das bleibt so.

    Und dann haben wir immer wieder Leser der Marke “Warum Vermögen nur aufbauen und bei Lebensende weitergeben? Glücklich ist doch nur, wer es irgendwann verzehrt?”

    Wer Tims Artikel seit vielen Jahren liest, weiß, dass Tim reichlich Geld auch heute schon ausgibt. Für Sport, für gute Ernährung, für Bildung, für Reisen, für Urlaub. Wie kommt man nur darauf, dass das kein gutes Leben sein soll? Wie kann man ein “glückliches Leben” auf die Ausgabe von Geld, den Konsum von Gütern reduzieren? Vielleicht interessiert es Tim und Leser des Blogs überhaupt nicht, das schöne Vermögen – dieses Energiekraftwerk – für irgendwelchen Kram aus dem Fenster zu werfen.

    Mir fallen dutzende Dinge ein, die mich glücklich machen und nichts oder nur sehr wenig Geld kosten. Ein gutes Leben ist das. Und mein Energiekraftwerk, mein Portfolio unterstützt mich dabei. Weniger Zeit mit Gelderwerb verbringen? Jetzt schon ohne Einbußen der Lebensqualität möglich. Beliebige Gegenstände des Alltags ersetzen müssen? Kein Problem.
    Wohin in den nächsten Urlaub? Wohin wir wollen. Ein teures Brettspiel mit Freunden erstehen? Geld spielt keine Rolle.

    Freiheit steht hinter allem. Die Freiheit, Entscheidungen zu treffen, ohne das Geld dabei eine Rolle spielen muss. Das ist gut.

    Diese Energie werde ich nicht leichtfertig verschwenden. Und dieses Kraftwerk darf auch gerne nach meinem Ableben weiterwirken.

    1. @Freelancer Sebastian:
      Wow – vielen Dank für diese wunderbaren Zeilen !!!!! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

      Herzliche Grüße und alles Gute, Sabsi

    2. Seh ich genauso – wer negativen Verzicht empfindet macht was falsch.

      Aber jetzt will uch wissen welches Spiel ihr erstanden habt 😉

  49. @ Sparta

    … freut mich

    @ Mats

    Vielen Dank.

    Danaher habe ich auch auf meiner Watchlist. Die Aktie ist, wie viele “Top-Aktien” immer “viel zu teuer”. Hier scheint jeder (seltene) Rücksetzer eine Kaufgelegenheit zu sein. Der aktuelle Mini-Rücksetzer wäre mir allerdings (noch) zu klein. KGV ca. 41.

    Das letzte Kaufsignal in meinem System, was nur eine evtl. “Trading-Chance” angezeigt hat, war am 08.03.21 bei 212,38 USD. Das letzte Verkaufssignal am 17.08.21 bei 320,95 USD.

    Ein starkes Signal für den Kauf einer Langfrist-Position gab es zuletzt am 12.03.20 (Corona-“Absturz”) bei 128,89 USD. Hier hätte man zugreifen sollen.

    Was einigen Anlegern helfen kann, ist einfach bei Rücksetzern mal 1 einzige oder nur sehr wenige Stück der “Wunsch-Aktie” zu kaufen. Man hat sie dann im Depot und bekommt mit der Zeit “ein gutes Verständnis” dafür, wie sie sich in bestimmten Situationen verhält.

    Aber keine Sorge: Auch Danaher “kocht nur mit Wasser”. Der Kurs wird nicht ewig so weiter laufen. Gibt es hier mal ein unvorhergesehenes Problem und der Kurs beginnt etwas deutlicher und für längere Zeit zu fallen, könnte eine “Verkaufswelle” für wirklich gute Einstiegskurse sorgen, denn Danaher-Aktionäre kennen bisher wohl noch keine Verluste…

    @ Kiev

    … so sehe ich das auch. Deshalb habe ich mich, mit Ausnahme meiner selbstbewohnten lastenfreien Immobilie, von Vermiet-Objekten ferngehalten.

    Du schreibst Optionen. Habe ich mich auch ausführlich mit beschäftigt. Sehr interessant. Dennoch habe ich mich dagegen entschieden und mir ein eigenes Handelssystem, ausschließlich für meine ca. 100 Watchlist-Aktien aufgebaut. Das funktioniert bisher recht gut und generiert mir weiteren Cash-Flow. Ich habe vor, es weiter auszubauen.

    Weiterhin viel Erfolg!

    @ Freelancer Sebastian
    100% Zustimmung.

    So eine “Gans, die goldene Eier legt”, ist Freiheit pur. Geldängste kenne ich schon viele Jahre nicht mehr. Auch der bereits wieder (ohne Einzahlungen) aufgeholte Corona-Einbruch hat mich nicht beunruhigt, obwohl es 31% abwärts ging. Das ist Börse, so wird es immer laufen.

    Ich betrachte die Börse als Geschäft, wie jedes andere Geschäft auch. Man kann es erlernen und es ist nicht einmal schwierig. Das Schwierigste ist dabei der Teil von uns, der zwischen den beiden Ohren sitzt.

    LG

  50. @ Claus

    Ich habe nur bei wenigen Aktien Optionen. So viel ist es nicht und ich mache das nicht bei jeder Aktie. Bin auch nicht bei 1% pro Monat… RDS sehe ich eher als langsames Wachstum. Ab einer Erholung um 50$ schreibe ich Put Optionen mit höherem Strike auf meine 400 STK mit langer Laufzeit. Die kaufe ich dann viel günstiger zurück, wenn es den nächsten Knick nach unten im Chart gibt. Das ist sicherlich keine Strategie für Jeden. Wenn meine Position hohe Verluste einfährt ist ein guter Punkt die Short Call Positionen zurück zu kaufen. Tut also eher mehr weh als nur die Verluste in den Aktien zu verfolgen. Wenn es dann wieder hoch geht kann man das wiederholen. Und wenn Shell auf 100$ geht kaufe ich halt etwas anderes ein. Das kann natürlich ebenfalls passieren.

    Mit meiner Vermietung bin ich sehr zufrieden. Ich kann allerdings kein weiteres MFH kaufen. Dazu müsste ich bestimmt 1M€ beschaffen. Das würde mich sicherlich eine Dekade in meiner Freiheit einschränken. Der Gewinn wäre dabei auch ähnlich zu Freelancers Beschreibung in Bezug zu meinem heutigen Stand bezüglich Freiheit sehr übersichtlich. Also für mich aktuell ein völlig unnötiges Risiko.

    @ Freelancer

    Ich hatte zu Danaher einen Fastgraph Screenshot gepostet. Das verhält sich natürlich ähnlich zu einem Investment in den MSCI World. Wenn ich heute von einer Rendite von 3% ausgehe, dann kann ich bei 50% Einbruch sicherlich auf das neue reduzierte Vermögen von einer höheren zukünftigen Rendite ausgehen. Ein Crash zu Beginn einer Frührente ist dennoch gefährlich. Daher ist die Strategie mit Cash, Gold usw. gerade in den ersten Jahren sinnvoll. Wenn Du 20k benötigst und über 1M Vermögen hast, so braucht das Polster natürlich nicht so hoch sein. Hängt von der eigenen Risikotoleranz ab.
    @ Mr. B
    Ich hatte noch etwas vergessen. Deine Eltern werden vermutlich wie geschrieben danach sehen, dass die Immobilie bin Schuss bleibt und Instandhaltung in Gewissen Maße durchführen. Ob ein Gutachter das berücksichtigt?
    Dann geht es weiter. Nehmen wir an Dein Bruder wohnt bei Deiner Mutter in der Nähe. In 10 Jahren hat er den Eindruck, dass sie in einem Altenheim besser versorgt wäre. Wie kann er Dir das sagen? Du siehst hier steckt viel Potential für Ärger… Ich würde nichts machen und die Immobilie Ma Ende verkaufen und den Erlös 50:50 aufteilen. Das sollte keinen Ärger bereiten…

  51. Hi, Kiev.
    Mein Bruder will die Immobilie nicht verkaufen. Mir wäre eine 50:50 Aufteilung nach verkauf am liebsten. Aber wenn er sie behalten will … dann machen wir wohl den Deal. Ich möchte keine Immobilie mit ihm halten. Mein Bruder wohnt tatsächlich neben an, aber in jeweils anderen Objekte. Das kleine Haus ist ca. 20 Fahrminuten ( an der schweizer Grenze) entfernt. Er hat bereits mehrere Immobilie, ich mach eben mehr in Aktien ; )
    Wir möchte jetzt die Scheckungsfreigenze nutzen, daher möchten wir die Überschreibung dieses Jahr noch durchführen.

  52. Danke für die bisherigen Kommentare. @42sucht21, ja so habe ich es auch errechnet.
    Das Nießbrauch wird übrigens erst noch eingetragen, für meine Eltern, damit wir die Freigrenzen anderweitig noch nutzen können.
    (sorry für die Rechtschreibung)
    Viele Grüße, Mr. B

  53. Mir geht es auch ein bisschen um die Berechnung, denke ich da richtig?
    Geschätzter Preis – abzüglich Kapitalwert Nießbrauch : geteilt durch zwei. Ist irgendwie logisch aber bin trotzdem unsicher …

  54. @3-4% Regel

    Sobald man, sagen wir mit 3% Entnahme leben könnte, was hindert einem daran zb 2 Jahre lang das Geld zu entnehmen und auf ein TG Konto zu packen und erst im 3. Jahr aufzuhören zu arbeiten?

    Man hätte somit schon ein Polster von 2 Jahren für größere Rückgänge.

    Freelancer, dein Kommentar war Spitze! Der Preis schwankt, der Wert jedoch bleibt bzw. steigt langfristig.

    Melme Frau und ich hangeln uns in kleinen 100k Schritten nach oben und jeder Schritt geht irgendwann schneller, coole Sache, meine Frau will es noch nicht so richtig wahr haben 😛

    -M

  55. “Freelancer, dein Kommentar war Spitze! Der Preis schwankt, der Wert jedoch bleibt bzw. steigt langfristig.”

    Definitiv! Dem möchte ich mich ohne Einschränkung anschließen!

  56. “Wie bereitet ihr euch auf den anstehenden Crash vor?”

    Perlt an mir ab. Ich trinke einen trockenen Martini (Bombay Sapphire mit Noilly-Prat), rauche dazu eine leckere Toscano “Extra Vecchio” und genieße die Liebe meiner Frau 😉

  57. Was macht die Börse?

    Bin heute und die nächsten 3 Tage am Zurich Film Festival. Tolle Sache ich freue mich v.a. auch auf die europäischen Filme. Endlich wieder richtiges Kino!

    Nix gegen Netflix aber es ist halt nicht dasselbe 😉

  58. @ Mr.B

    Ich schätze Alles zu erst über den Daumen ab. Wer sich an Tabellen, Richtlinien usw. festhält läuft Gefahr etwas komplett falsch einzuschätzen. A fool with a tool… Hast Du jemals einen Kauf einer Immobilie in Betracht gezogen?

    Nenne niemals die Zahl 125k€ vor Deinem Bruder. Das läuft sonst in die völlig falsche Richtung. Ich habe nie recherchiert was ein Haus an der Grenze zur Schweiz heute kostet. Ist auf Schweizer Seite eine Stadt wie Basel in der Nähe? Falls ja, dann hast Du Dich gewaltig verschätzt. Bei mir würdest Du für diese Summe gerade einmal ein Zimmer in einer WG kaufen können, wenn so etwas überhaupt möglich wäre. Bei 42sucht21vermute ich ähnliche Dimensionen. Das Haus steht vielleicht in einer etwas ländlicheren Region. Aber direkt an der Grenze zur Schweiz. Wohnen da nicht die Leute für 2000€ kalt in einem Puma Käfig?
    Nießbrauch beschreibt die Abnutzung durch den Nutzen über die Zeitdauer. Der Eigentümer muss die Immobilie Instand halten ohne monetär etwas in dem Zeitraum zu erhalten. Andererseits werden Deine Eltern doch das Haus nach Deiner Aussage zumindest eine zeitlang Instand halten. Der Abnutzen hält sich so in Grenzen. Bei Immobilien wird außerdem der Wert der Immobilie und der Wert des Grundstücks getrennt betrachtet. Das Grundstück wird nicht abgenutzt und verliert folglich nicht an Wert. Es kann auch nicht bei Vermietung abgeschrieben werden.

    Es ändert aber alles nichts. Die großen Fragen bleiben: Wer kümmert sich im Alter um die Eltern? Vermutlich Dein Bruder, da er dort lebt. Wie trifft man bestmöglich Entscheidungen wie die Frage nach dem Zeitpunkt für ein Altersheim? Die Nießbrauch Regelungen und Ausgleichszahlungen usw. machen es nur unnötig kompliziert. Mit dem Haus könntest Du zwei Kindern eine Anschubfinanzierung schenken, die es richtig in sich hat. An der Börse wirst Du sicherlich nicht aus 125k€ so ein Vermögen aufbauen. Ihr könntet mit dem Wissen um den Wert des Hauses Euren Eltern auch ermöglichen lange in dem Haus zu leben. Ihr könntet eine Pflegekraft engagieren. Mit Nießbrauch und bereits erfolgter Entschädigung wird das alles nicht einfacher.

  59. @ Mr.B

    Ein Gutachten ist zumindest meiner Erfahrung nach oft weit unter dem Marktwert. Ralf, kannst Du das bestätigen? Damit meine ich folgendes auf Aktien bezogen:
    Ein Gutachter, nennen wir ihn M schaut sich Danaher an. Er sagt, dass der faire Wert nach Betrachtung der Assets, Umsatzentwicklung, Verschuldung usw. bei 220$ pro Anteil liegt. Der Vorteil an Aktien ist, dass Du den Marktwert einfach nachschauen kannst. Ich würde sie dann eher für 307$ nach heutigem Stand verkaufen als für 220$ … 😉

  60. @ All

    Vielen Dank für die netten Antworten auf meine Zeilen.

    Ich kann das nur zurückgeben. Es wird hier regelmäßig erhellendes und positives berichtet. Einen Garten mit all den schönen (Finanz-)Früchten zu hegen und zu pflegen scheint sich auszuzahlen. In allen Lebensbereichen.

  61. Pah, Kiev…Dieser M hat komplett den margin of safety vergessen, der stümper!!! Niemals ist die so viel wert 🙂 🙂

    Ich glaube Mr. B hat sehr starken Input bekommen! Hut ab, damit kann er arbeiten.

    Könnt ihr anhand des Beispiels nochmal kaufen vs mieten angehen? Glaube bei solchen Argumenten gibt’s selbst bei dem Thema am Ende kein Streit hehe

    -M

  62. @ M

    Bei Kaufen vs. Mieten bin ich raus 😉

    Ich habe aber gerade die Perfektion über die Ermittlungen des fairen Wertes der Immobilie entdeckt. Ralf, sucht Ihr noch Experten zur Unterstützung?

    Gebäudewertermittlung, Sachwertverfahren, Vergleichswertverfahren, Ertragswertverfahren, Bodenrichtwert, AFA… Hilfe!
    Ich habe die Lösung. Buchen Sie ein Seminar bei mir:

    Eine philosophische Frage ist die Lösung. Wie ist das bei dem Kuchen. Wie teilt mein einen Kuchen absolut gerecht? Einer schneidet, der Andere sucht aus.

    Das Verfahren funktioniert bei einer Immobilie genauso. Mr.B Warum möchtest Du die Immobilie nicht?

    Es wäre so einfach. Jeder der beiden macht sich seine Gedanken. Jeder darf einen Gutachter nehmen, einen Schamanen besuchen oder was auch immer. Alternativ kann es auch nur einer machen, wenn sich beide einig sind wer den Preis vorgibt.

    Person A sagt die Summe, die sie bezahlen würde. Das Angebot ist verbindlich. Person B hat dann die Wahl. Sie darf die Summe nehmen oder muss sie Person A geben. Das ist die perfekte Lösung. Kein Gutachter kann eine gerechtere Lösung finden 😉

  63. Hi, Kiev. Danke für deine Mühe. Wir haben zusammen den Wert der Immobilien bewertet, sowie auch den Wert des Nießbrauch ermittelt und auch die 125 k wurde demnach genannt. Auch die Umgebung ahnst du richtig ? Der Garten des Reihenmittelhauses hat leider nur 100m2 . Die Pflege meine Eltern ist bisher kein Thema. Ich wohne auch nicht wirklich weit weg, aber wahrscheinlicher wäre eher ein Pflegeheim. Der Nießbrauch wird daher extra für meine Eltern eingetragen, damit von den Mieterlösen die Kosten getragen werden können. Meine Kinder sind noch klein, eine Übertragung von Vermögen habe aber im Plan.

  64. @ Mr. B

    Du hast kein Interesse an Immobilien, aber zum Glück einen Bruder, der sich hier sehr gut auskennt, da er bereits mehrere Immobilien hat?
    Zusammen mit Deinem Bruder bist Du auf einen fairen Ausgleich über 125k€ gekommen. Würde er diesen fairen Wert auch von Dir als Ausgleich akzeptieren? Siehst Du hier vielleicht ein Ungleichgewicht in der Beurteilung?
    Das Hauptproblem der Wertfindung ist Deine Abneigung gegenüber Immobilien. Vielleicht würde eines Deiner Kinder in der Region bleiben, wenn es ein Reihenhäuschen gäbe? Kann man heute natürlich nicht abschätzen. Ich sichere mir bis es soweit ist alle Optionen.

    Ich würde die Immobilie zu dem Preis sofort nehmen. Was glaubst Du wie viel würde Dein Bruder mir bei der Kuchennummer anbieten?

    Die Zimmerpreise waren kein Witz. Die letze Immobilie, die ich angesehen habe war eine ETW, ohne Garten. Das war vor ungefähr zwei Jahren. Sie lag 10km vom Stadtzentrum entfernt, war aber gut angeschlossen. Das MFH war sehr gepflegt, aber die Wohnung hatte einige Nachteile. Sie war in der Hauptsache viel zu dunkel. Sie war mit 179k€ Spottbillig. Ich hätte sie eine Dekade als 4er WG vermietet und im Anschluss so saniert, dass sie heller für eine kleine Familie mit einem kInd nutzbar wäre. Ich würde heute damit sicher 250k€ erzielen. Und sie würde mir dafür aus der Hand gerissen werden. Insgesamt hätte ich in 10 Jahren etwas über 100k€ verdient ohne nennenswerten Kapitaleinsatz. Lediglich die Nebenkosten hätte ich bezahlt.

  65. @Kiev

    Nicht dass Du noch einen Familienstreit heraufbeschwörst…

    Ist natürlich auch eine Diskontierungszinsfrage, da der Bruder jetzt Geld zahlt und evtl. erst in 10-25 Jahren bei einem unschönen Ereignis erstmals Cashflow & vollumfängliches Eigentum bekommt, wenn ich es richtig verstehe.
    Ansonsten sind 150 k natürlich für die Kaltmiete und späteren Immowert nice (welcher aber irgendwie aufgeteilt werden soll)… aber eben auch auf unbestimmte Zeit abzuzinsen ist, da Mr. A. heute das Geld fehlt und Ihm auf unbestimmte Zeit erstmal keine Mieteinnahmen zustehen.

    Inwieweit in dem Zeitraum Aktien vs. Immos besser laufen…? Bei theoretischer 7 % Markrendite & 20 Jahren hätte Mr. B. eine grobe ver4fachung, grob 600 k mit der 72er Formel, welche ja auch wieder evtl. eine 3 oder 4 % Entnahmerate ermöglichen könnte.

    Gutachter rechnen bei Immos eher zu wenig, bzw. auch noch ne MOS rein??? 😉

    @Free

    Magst Du mir mal den Plan zu den 30 k Divs mit Etappenzielen privat mailen?

  66. Guten Morgen, Kiev und Sparta. Danke fürs unterhalten und mitdenken.
    Mein Bruder würde die Immobilie übrigens auf dem freien Markt für 450 k anbieten, aber mindestens 400 k wollen. Dem Finanzamt über werden wir 360 k als Schenkung, abzüglich Nießbrauch angeben. Das sollte wohl so in Ordnung gehen. Das Finanzamt macht im Zweifel auch noch eine Einschätzung, meiner Erfahrung ist diese wesentliche geringer als der aktuelle reale Marktwert.
    Mal schauen wie es ausgeht – wir werden in den nächsten 3 Wochen handeln.
    Allen einen schönen Start in den Tag.
    Mr. B

  67. @ Mr.B, Sparta

    Das Ziel ist hier mit einer Schenkung Steuern im Erbfall zu umgehen. Das geht auch mit einer fairen Aufteilung. Nehmen wir an Deine Eltern möchten so lange es geht dort wohnen. Sie könnten das Haus auch mit 200k beleihen und Jedem 100k mit der Bitte schenken dafür zu sorgen, dass sie dort so lange es geht wohnen können. Das Geld kann Jeder anlegen wie er möchte, sollte aber in Gedanken behalten, dass es für eine 100% Pflegekraft vorgehalten wird. Das Haus ist schließlich auch noch abzüglich des Darlehens da. So gibt es überhaupt keine Probleme mit Steuern und in erster Linie ist für die Eltern ganz einfach und verständlich vorgesorgt. Was dann am Ende übrig bleibt wird sich zeigen. Hier wird die Immobilie dann einfach verkauft und der Erlös geteilt. Das wäre immer 100% fair und in erster Linie na die Eltern gerichtet.

    @ Sparta

    Ich sehe es wirkt. Bei 150k würde ich im übrigen weiterhin sofort zuschlagen und das Haus übernehmen. 😉

    Mir ist ein Rätsel wieso so viele mit 3% für die Entnahmephase rechnen aber beim Ansparen von erheblich höheren Renditen ausgehen. Die Inflation sollte bei dem Hauspreis schließlich auch gelten.

    Ich hätte in dem Fall gerne einen Bruder, der ETF Experte ist. Wir könnten auch noch von Kommer das Buch Kaufen oder Mieten betrachten. Vielleicht gibt es am Ende noch Geld für die Übernahme des Hauses. Das erste Angebot würde ich gerne meinem Bruder überlassen.

    Ich frage mich was die ganzen Immobiliensuchenden heutzutage dazu sagen würden. Bei 125k€ gehe ich heute eher von den Kaufnebenkosten aus. Ich wurde die letzen Male gefragt, ob Einfamilienhäuser in dem Bereich von 800k-900k eine gute Investition sind. Da bin ich dann etwas sprachlos und werde vielleicht in Zukunft weniger gefragt.

  68. Das ist korrekt, in erster Linie geht es hier im Erbfall Steuern zu sparen. Die Immobilien sind alle lastenfrei und sollen auch nicht beliehen. Die eigengenutzte Immobilie bleibt weiterhin im Bestand meiner Eltern.
    Die 125.000 sind lediglich eine Ausgleichszahlung und nicht ein Verkaufspreis an andere, es ist in dem Fall der Schenkungsbetrag und der Nießbrauch berücksichtigt.

  69. “Ein Gutachten ist zumindest meiner Erfahrung nach oft weit unter dem Marktwert. Ralf, kannst Du das bestätigen? ”

    Der Marktwert und der Verkehrswert sind zwei Begrifflichkeiten.

    Dafür gibt es Gründe: Beim Verkehrswert wird ein normaler Geschäftsverkehr angenommen. Das heißt ein freier Markt, auf welchem Käufer/Verkäufer nicht unter Zeitdruck, Zwängen oder Notlagen die Geschäfte abwickeln. Wie ist die Realität? Wir haben das in Teilen derzeit nicht immer. Mangels Anlagenalternativen und Wohnungsnot sowie durch Zinspolitik gibt es einen anhaltenden Run auf Immobilien. Darum gibt es größere Abweichungen zwischen Marktwert und Verkehrswert. Das ist nicht immer so gewesen.

    Ist die Nachfrage nach Immobilien wie derzeit hoch und sind Käufer bereit, mehr als den ermittelten Verkehrswert zu blechen, kann der Verkäufer eben auch mehr verlangen. Die freie Marktwirtschaft eben. Ein erfahrener Gutachter nimmt im Gutachten je nach Lage des Objekts und Zustand aber auch durch einen Faktor Marktanpassungen durch, welche sich z.B. durch das Sachwerverfahren nicht immer hinreichend kalkulieren lassen. Das lässt sich in einem Gutachten durchaus mittels Begründung darlegen. Insgesamt sind Wertgutachten aber recht einheitlich geregelt in D und das ist auch sinnvoll.

  70. @Nobby

    Weiß auch nicht, wo du einen Crash siehst. Aber der Trend geht nach unten, das stimmt. Den Notenbanken entgleitet langsam aber sicher die Kontrolle.
    5% Inflation(transitory…haha), eigentlich Stagflation und eine Energiekrise bestimmen die Richtung.
    Aber das sollte man ausblenden, weil kein Problem. Wegen dem „Börsenparadoxon“: Man kann nur gewinnen. Je wertloser dein Depot, desto reicher bist du(Ironie aus).
    Jedenfalls kommen schöne Einstiegskurse auf uns zu.

  71. Wo genau soll dieser “Crash” stattfinden?
    Zurzeit gibt es einige kleinere Korrekturen was in meinen Augen völlig normal ist, wenn die Kurse so stark steigen wie sie dies in diesem Jahr getan haben.
    Es gibt viele stark überbewertete Aktien diese werden wohl weiter korrigieren.
    Ich sehe jedoch in meinem Portfolio auch Aktien die sehr stark steigen. Beispielsweise die Ölaktien.
    Die Dividenden fliessen weiterhin üppig.

  72. FTSE All World Index ATH: 492.91 pts. (06.09.2021)
    Aktuell sind wir bei 465.76 pts.
    Heisst die “Korrektur” liegt zurzeit bei -5.50%. M.E. eher ein Luft-Ablassen.

  73. @Kiev

    “Mir ist ein Rätsel wieso so viele mit 3% für die Entnahmephase rechnen aber beim Ansparen von erheblich höheren Renditen ausgehen.”

    Ist halt die Trinity-Studie abzgl. eines aktuellen Bewertungsaufschlages. Ich glaube da kann man die Inflation jährlich drauf schlagen, hab mich aber nicht so damit beschäftigt wie z. B. Oliver in seiner guten Übersicht, da ich nicht so viele Gedanken an fire verschwende.

    Prinzipiell gibt es auch Dekaden, wo es nicht so läuft, wie in der aktuellen asset-Inflation (sowohl bei Immo’s wie bei Aktien)…

    Vielleicht gibt Dir ja Mr. B. noch einen Verhandlungsbonus pro ausgehandeltem Mehrwert? 😉

  74. Nobbi seit wann bist du denn investiert? Wenn du jetzt so schon anfängst, dann kann das übel ausgehen ;-/ Das soll jetzt auch nicht von oben herab rüberkommen oder so, aber geh mal in dich und überlege, ob du nicht gerade zu viel Geld eingesetzt hast, um ruhig zu schlafen FALLS sich 50% für einige Jahre in Luft auflösen würden. @42 schreibt oft von der zu hohen RK3 Quote im Depot, worüber sich jeder Gedanken machen sollte.

    -M

  75. Nachtrag

    Die Höhe des Depots ist egal. Jemand der ein 500k Depot besitzt schläft evtl bei 250k Verlust trotzdem gut, wärend jemand mit 10k investierten Geld, bei -5000€ Nachts schweißausbrüche bekommt. Risikotoleranz ist halt individuell und nichts wofür man sich schämen müsste, da ja auch jedes Privatleben bei uns total individuell ist.

    -M

    1. Hi M,

      ich hatte kürzlich mal ein paar Beiträge während der Corona Krise gelesen (sehr lesenswert) und meine mich zu erinnern, dass du Anfang April 2020 mehrere Titel verkauft hast (quasi mitten nach/ in den Kursrrückgängen)
      Stimmt das oder hab ich das falsch aus dem Kontext gezogen? Was war da der Hintergrund würde mich interessieren?

      VG

  76. Bei einem Indexstand von 492 pts (FTSE All-World) würde ein 50% Crash uns ins Jahr 2016 zurückwerfen. Da ein solcher Crash nicht sehr oft vorkommt ist ein 5-jähriger “Verlust” wohl kein Untergang, zumal niemand sein gesamtes Vermögen beim ATH investiert hat und kein RK1 Anteil verfügt. Persönlich würde sich in einem solchen Szenario, RK1 miteinberechnet, mein Depot auf ca. 300 pts fallen. Muss aber sagen, dass ich bisher auch Gewinnmitnahmen von ca. 20% realisiert habe. All in all würde sich ein solcher Crash netto nur noch um 20% bemerkbar machen.

  77. @Aktien: Ich habe ein Depot bei der Consorsbank. Nun möchte ich ergänzend aber noch ein Zweitdepot eröffnen, um getrennt vom Hauptdepot in recht kleinem Umfang dem eigenen Zocker-Spieltrieb zu frönen durch Knockouts, kurzfristigere Spielereien etc.

    Habt ihr dafür Empfehlungen? Geringe Gebühren sind natürlich ein Thema.

  78. “Wie ist das bei dem Kuchen. Wie teilt mein einen Kuchen absolut gerecht? Einer schneidet, der Andere sucht aus.”

    Bevor jetzt die Flex hervorgeholt wird und die Immobilie geteilt wird, würde ich noch einen Statiker beiziehen 😀

    @50% Crash
    Das Thema wurde ja schon oft genug diskutiert. Ich erwarte eigentlich kein Crash, aber vielleicht könnte es wieder mal einen Herbststurm geben die nächste Zeit, 10-20% vom Top fände ich gute neue Einstiegsmöglichkeiten. Wichtiger als auch schon wird der Vergleich mit der Inflation sein, ich sehe es jetzt bei uns die Inflation steigt stark an. Dieses Jahr verzeichnen wir in der Firma 10-20% Inflation (Löhne, Infrastruktur (Cloud, Hardware, Chips “gehen aus”, Lizenzkosten), vieles steigt auf einen Schlag >20%, das gab es so nie die letzten 20 Jahre. Die Löhne richten sich nach Angebot + Nachfrage. Ob dies nun temporär ist “nach Corona” Effekt oder eine Zeitenwende werden wir sehen, so schliesse ich auch höhere Zinsen nicht aus, auch wenn das niemand für möglich hält.

    Aktien werden daher wohl weiter steigen, die Frage ist nur ob sie die Inflation ausgleichen oder nicht, ich denke reale Renditen werden die nächsten 10 Jahre stark abnehmen, aber das ist auch keine Tragödie, wir hatten jetzt 10 exzellente Jahre!

    1. Das sollte ich als Arbeitgeber jetzt nicht zu laut sagen, aber die beste Lohnsteigerung hat man in der Regel bei Jobwechsel. Wobei auch gutes Verhandlungsgeschick hilft. Gute Arbeitgeber sollten das aber erkennen und rechtzeitig Lohnerhöhungen anbieten. Kommt natürlich drauf an ob man in seinem Job gefragt ist oder eher nicht. Aktuell ist eine gute Zeit es fehlen an vielen Orten gute Leute, ohne das Wort Fachkräftemangel jetzt zu verwenden das hier ziemlich verpönt scheint 😀

    1. Es kommt auf das Ausmass an, wenn die Anleihen wieder eine Alternative würden dann ja, aber da braucht es doch viel. Kurzfristig natürlich kann es mal eine Schockreaktion geben, aber gute Unternehmen können auch mit etwas höheren Zinsen leben und ihre Gewinne steigern. Mehr Sorgen würde ich mir um Staatsanleihen machen, die würde ich aktuell eher shorten als zu kaufen. Aber die Spreu könnte sich vom Weizen trennen, Zombies werden dann Mühe bekommen, andere starke Unternehmen z.B. die FAANG Aktien denen ist 1-2% mehr Zinsen relativ egal.

  79. @Kiev / Mr.B
    Um Mister B`s Finanzen müssen wir uns wohl keine Sorgen machen, wenn die Taktik doch heisst geschicktes Management zur Vermeidung zu hoher Erbschaftssteuer für die Kinder.
    Ich würde auch ohne Besichtigung ein halbes Reihenhaus für 125k übernehmen – fast egal wo (meine 2019 ETW hatte einen m2-Preis von ca. 7k). Aber manche Menschen wollen sich so eine ElternhausImmo halt nicht ans Bein binden – weder logistisch noch emotional. Auf der anderen Seite gibt es Familien wo eine gemeinsam verwaltete Immo auch eine gute Gelegenheit ist seine Geschwister häufiger zu treffen und das Verhältnis zu verbessern. Alles sehr individuell. Jeder wie er mag. Vielleicht ist es hier ein win(Eltern)-win(Mr B)-win (Bruder). Die Verzinsung (ZinsDelta) die der Bruder risikolos auf die 125k erhält ist ja nicht von schlechten Eltern (Wortspiel…). Zumal die Eltern ja vermutlich selber viel noch am eigenen Haus machen / pflegen werden.

  80. Eine andere Alternative wäre jetzt zum Beispiel noch: mein Bruder bekommt das Haus mit dem Nießbrauch übertragen und ich von meinen Eltern Cash 250.000. Betragsmässig kommt es aber aufs gleiche raus…

    1. Über den Daumen würde ich es so formulieren:

      Wenn Du von Deinen Eltern 250k bekommst und Dein Bruder das Haus bekommt, so hast Du grob die Hälfte wie Dein Bruder erhalten. Er muss allerdings etwas auf das Geld warten. Buy und Hold zahlt sich aus.
      Wenn Dein Bruder Dir 125k gibt, so hast Du grob 1/4 der Schenkung bekommen. Im ersten Fall hättest Du 1/3 erhalten. Im zweiten 1/4. Der Erste Fall wäre folglich besser, aber Deinen Eltern müssen es ausbaden.
      Vielleicht kann ein Kind von Dir einmal etwas mit Immobilien anfangen. Mit Deinem Bruder als Partner könntest Du auch ein wenig in dem Bereich lernen. Jede Anlageklasse hat ihre Vorteile und Nachteile.

      Ich habe heute in meinem jüngsten Depot für ETFs die erste für mich nennenswerte Dividenzahlungen erhalten. Leider gab es durch Abgeltungssteuer nur 430€. Sonst hätte ich die 500€ gerissen. Das sind eher kleine Brötchen im Vergleich zu der Schenkung. Aber selbst erarbeitet. Das macht vielleicht bei der Betrachtung einen Unterschied.
      Ich verstehe schon gar nicht wieso Du vom Ursprungspreis pauschal etwas abziehst weil es ja kein fremder Käufer ist. Würdest Du Deinem liebsten Aktien auch mit einem Abschlag an Freunde verkaufen?
      Die ganzen weiteren Abzüge wegen Nießbrauch kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Dein Bruder finanziert die 125k€ mit 0.5%-1%. Zusätzlich spielt ihm die Inflation in die Hände. Die Immobilie wird teurer während die Verbindlichkeiten an Wert verlieren. Darf ich sie für Dich für 125k€ kaufen? Ich bin so nett und schenke Deinen Kindern zusätzlich ein Depot von jeweils 12.5k€. Was daraus mit 10% Rendite in 60 Jahren werden könnte …
      @ Sparta
      Bei einem Einfamilienhaus interessiert mich der Cashflow nicht. Ich würde sie zu dem marktüblichen Preis verkaufen. Damit würde ich wesentlich mehr Rendite als mit der Vermietung erzielen. Die Preise sind heute nun mal verrückt. Ich möchte keine Einheit bei mir zu Hause verkaufen. Das ist eine Lifestyle Entscheidung. Zugegebenermaßen nicht die günstigste.

  81. Hi Kiev, wenn ich 250 bekomme und er das Haus, habe ich nicht die Hälfte, du vergisst das Nießbrauch abzuziehen. Wieso meinst du das meine Eltern etwas ausbaden müssen? Auch denke ich ist der erste und zweite Fall fast identisch oder ich versteh die Rechnung falsch.
    Der Abzug vom Ursprungspreis ist Familienbonus. Die 125 werden auch nicht finanziert. Und meine Kleinen haben jeweils im ersten Lebensmonat ein Depot von mir bekommen, mit Einmalzahlung, da haben wir ein ähnlichen Gedanken gehabt.
    Immobilie in Form von Reits finde ich auch gut.
    Noch ist nichts entschieden, es bleibt spannend.

  82. @ Mr. B
    Deine Eltern müssten zu der Schenkung die weiteren 250k einbringen. Also noch mehr geben. Das meine ich mit ausbaden.

    Diesen Familienbonus verstehe ich nicht, aber wenn es für Dich passt. Ich habe zwei Kinder. Nehmen wir an ein Kind hätte Interesse eine ETW von mir zu übernehmen. Der heutige Marktwert liegt bei 500k€ als Beispiel. Ist im übrigen auch realistisch. Wie gehe ich da vor? Das andere Kind möchte eine ETW kaufen, die mir nicht gehört. Die kostet ebenfalls 500k€. Sage ich da, der Preis ist doch verrückt und überlasse einem Kind meine ETW. Dem zweiten gebe ich dann einen Ausgleich von beispielsweise 250k€. Dann hätte das zweite Kind noch 250k€ aufzubringen. Aber das ist fair, schließlich bleibt die ETW in der Familie. Mit der anderen habe ich ja nichts am Hut?

    Die Kuchenteilung ist perfekt und gerecht. Es kann auch Jeder auf einen Zettel schreiben was er dem Anderen dafür geben würde. Die höhere Summe bekommt die Immobilie. Du hättest von mir sicherlich mehr bekommen. Wen Du mir allerdings 10 Jahre mit Kommer auf den Geist gegangen wärst dürftest Du vorlegen und ich entscheide 😉 Da würde vermutlich weniger für Dich rauskommen.
    Mit einem Bruder wie 42sucht21 hätte ich gar keine Lust ein faires Gebot zu geben. Alleine wenn ich mir überlege wie lange das Geld unnütz gebunden ist. Ich würde es einfach liegen lassen und später schauen was man damit macht. Ich kann mir viel Zeit nehmen. Ich habe es nicht eilig. Das Haus würde ich eh den Kindern geben. So hätten sie unabhängig von der Inflation eine 50% Anschubfinanzierung in gleicher Lage.

    1. @Kiev
      Bin mir nicht ganz sicher wie ich das verstehe aber ich nehme die Erwähnung einfach mal als wertschätzend – und ich schlage vor, dass nächste MFH machen wir gemeinsam. Ihre Herangehensweise und Gedankengänge finde ich schon passend.

      1. Den Wert einer Immobilie können Sie sicherlich gut einschätzen. In Anbetracht der heutigen Preise und in Zusammenhang mit einem Einfamilienhaus als ungünstiges Vermietobjekt würde ich erst gar keine richtige Preisfindung machen und vorschlagen das Haus gemeinsam zu verwalten. Solche Überlegungen mache ich auch über den Daumen. Was nützt eine exakte Kalkulation, wenn ich von vorneherein weiß, dass ich eigentlich nicht fair kaufen oder ausbezahlt werden möchte.

        In Gedanken könnten wir ein MFH kaufen und verwalten. In der Realität ist es schwierig. Ich habe es gerne gut erreichbar. Und das sollte für Alle gelten. Ansonsten wäre es auch schwierig.
        Jede Anlageklasse hat ihre Vorteile und Nachteile. Als größerer Immobilieninvestor benötigt man viel Geld, wenn man nicht ein enormes Risiko eingehen möchte. Ich habe nie liquides Vermögen durch Schenkung oder Erbe erhalten. Und ich bin nicht selbstständig oder sogar Unternehmer. Von daher bin ich zufrieden mit dem Status Quo.

        Für mein eigenes Sicherheitsempfinden benötige ich lediglich weitere 500€ im Monat an passiven Einnahmen und den Abschluss größerer Baumaßnahmen (Zwei Dächer und eins davon mit Ausbau). Das wird in den nächsten 8 Jahren zumindest monetär fast von selbst geschehen.
        Ich werde nicht FIRE durchführen, aber reduziert arbeiten, so dass ich in der Regel 3 Tage Wochenende habe. Damit kann ich meinen Hobbies ideal nachgehen und zusätzlich kleine Kurzreisen mit Verwendung von Gleitzeit durchführen. Ich werde dafür meine Arbeitszeit um 5h reduzieren, sobald es möglich ist. Muss ich allerdings noch prüfen und abwägen, da es aktuell Anspruch auf 8 Sonderurlaubstage gibt. Auf diese Weise kann ich vermutlich bis zu meiner Rente in eventuell 3 Dekaden sehr gut leben. Es ist schließlich genug Geld vorhanden um größere Veränderungen risikolos durchzuführen. Ich kann heute nicht sagen, was ich machen werde, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Ich werde sicherlich mindestens 4 Wochen im Jahr in Spanien verbringen. Sonst hätte sich der ganze Aufwand in den Jahren zuvor nicht richtig gelohnt. Zusätzlich möchte ich weitere Orte kennenlernen. Vielleicht ist dies bei meinem aktuellen Arbeitgeber realisierbar. Vielleicht auch nicht. Mit reduzierter Arbeit werden die Ausgaben weiterhin mit jeder Einnahmequelle alleine gedeckt. Meine Frau arbeitet 28h die Woche, bei Bedarf aber mehr mit Auszahlung oder Freizeitausgleich. Diese Möglichkeit finde ich für Alle ideal, aber dafür ist mein Arbeitgeber vermutlich zu groß. Wolke, Du brauchst Dir keine Sorgen machen. Wir leben aktuell in der besten Zeit, die ich mir für uns vorstellen kann. Ich bin Softwareentwickler und Gehalt ist nicht mein Thema.

  83. Ich mach mir noch ein paar Gedanken, danke für den Input. Die genannte Immobilie ist nur ein Teil der gesamten Schenkung. Überlege tatsächlich jetzt die Immobilie zusammen mit meinem Bruder zu übernehmen, vielleicht ist es wirklich gut für das Verhältnis. Bin in dem Bereich nur nicht so auf Gewinnmaximierung aus wie er. Ich bin froh wenn ich nicht ständig einen Mieterwechsel hab.

  84. @Mr. B
    Ich dachte, Sie wollten das Erbe bereits jetzt gerecht aufteilen. Mal aus Sicht Ihrer Eltern /Ihres Bruders gefragt: welchen Grund gibt es für Ihren Bruder, das Haus gemeinsam mit Ihnen machen zu wollen (er ist der Immoerfahrene und wohnt neben der Mutter für zukünftige Notfallreparaturen & Handwerkertermine usw.) oder ihnen mehr Auszahlung zu geben? Geld ist (wenn ausreichend vorhanden) ja wirklich nicht alles. Wichtig ist ja wie oben zB von @greenbowlerhat sehr lebensnah beschrieben, das Verhältnis nach Erbschaft (vor allem wenn Ehegatten der Erben sich einmischen!). Man muss sich hinterher ohne Groll in die Augen schauen können. Des geht eigentlich nur, wenn alle mit dem eigenen Leben zufrieden sind. Bei >30% der Erben gibt es teils große Konflikte.
    Wie auch immer Sie sich entscheiden, viel Erfolg!

  85. @ Wolke

    Was genau hast du denn nicht verstanden? Oder geht es nur darum, dass nicht sein kann, was nicht sein darf, also ins eigene Weltbild passt?

    Der Artikel ist sachlich sehr fundiert. Kannst du nicht einmal dein Verständnis von Wert und Preis bei Unternehmensbeteiligungen erläutern?

    Alphabet verdient aktuell 60 Mrd Dollar im Jahr. Aktionäre partizipieren an diesem Gewinn, ob der Preis an der Börse nun bei 3.000$ oder 1.500$ steht.

    Viel Geld macht nicht unbedingt glücklich, wenn man ständig mit der Angst lebt, es auf dem Papier wieder zu verlieren.

  86. Hallo 42sucht21
    Danke für die Frage. Der Grund ist ganz simpel: mein Bruder will es inzwischen so. Das Objekt steht ziemlich gleich weit von uns entfernt, nur das eigengenutzte Elternhaus steht quasi neben der ETW von meinem Bruder. Aber alles im Umkreis von 20 – 30 km also keine Entfernung, auch von mir aus. Und wahrscheinlich hab ich mehr mit Immobilien zu tun als er, es ist nur eine des Frage des Wollens. Mir ist das Gute Verhältnis am wichtigsten. Ich bin auch ohne Schenkung bereits gut versorgt.
    Danke noch mal und auch alles Gute!

  87. @Mr B: ich bin da bei Kiev und verstehe den “Familienbonus” nicht – nach deiner Schilderung ist das ausschließlich ein Bonus für deinen Bruder.
    In Sachen Nießbrauch ist die Berechnung ggü dem Finanzamt zwar klar, im realen Leben wird deine Mutter aber entweder früher oder später sterben, als der Durchschnitt. Ich wünsche ihr natürlich nur das Allerbeste, aber mal angenommen sie würde morgen vom LKW überfahren – macht es da nicht Sinn eine Regelung mit deinem Bruder zu treffen, die dann einen nachträglichen Ausgleich des Nießbrauch für dich vorsieht?
    Umgekehrt natürlich auch für deinen Bruder, falls deine Mutter 110 Jahre alt wird.
    Nur etwas neben der Spur gedacht, als Anregung.
    Ich wünsche euch die richtige Entscheidung und weiterhin Familienfrieden.

  88. Hallo, SaNbM. Danke für die Anregung. Aber ich glaube das „Risiko“ besteht auf beiden Seiten und alles kann man nicht berücksichtigt. Derzeit sieht es ja gerade nach einer gemeinsamen Verwaltung aus … wobei ich da eben auch Risiken sehe dass wir uns streiten… er will jetzt schon den Mietvertrag anstreiten, Gebäudeversicherung und Steuer werden lt. altem Mietvertrag vom Eigentümer bezahlt. Er will das Haus aufwerten und mehr Miete, ich würde es so weiterlaufen lassen. Die Mieterin lebt dort schon 20 Jahre und ist sehr pflegeleicht, erledigt viel selber, das ist mir einiges Wert…

  89. @ Mr. B

    Ich dachte Deine Eltern wohnen in dem Haus und die Miete wäre eher eine Art Betrachtung des Ertragwertes. Haben Seine Eltern ein weiteres gleichwertiges Haus? Dann ist es doch einfach zu regeln. Ansonsten könnt Ihr doch die Miete Euren Eltern garantieren und das Haus beim ersten Mieterwechsel verkaufen? Oder einfach anbieten und wenn es Dein Bruder oder Du doch selbst möchten bekommst der Andere einfach die Hälfte. Einen Nießbrauch als Garantie kann man bestimmt auf die eigene selbstgenutzte Einheit eintragen. Dann kann man das Haus frei verkaufen. Wie mit dem Mieter umgegangen werden soll, könnte vielleicht auch weiterhin die Angelegenheit Deiner Eltern sein. Ich sehe der Beschreibung nach leider in mehrerlei Hinsicht Konfliktpotential. Ich wünsche Dir viel Erfolg und eine gute Regelung für Alle.

  90. Hi, Kiev. Es werden mehrere Objekte überschrieben, das Haus der Eltern aber nicht ( unter anderem weil es zu wertvoll ist und damit die Freigrenze nicht ausreicht)
    Der Nießbrauch wird auch wegen der Freigrenze eingetragen, damit wird der Hauswert reduziert und meine Eltern bekommen weiterhin die Miete und könnten damit auch Pflege oder anders selbst bezahlen. Die anderen Objekte konnten gut verteilt werden, nur das erwähnte Haus ist noch ein Thema. Mein Bruder möchte keins der Immobilien verkaufen, ich würde alles verkaufen. Hab keine Lust. Aktien etc. sind mir lieber und einfacher verwaltet.

  91. @ Mr. B

    Schulden sind bei Vermietung keine Schande oder Zeichen von Schwäche. Bei einer Auszahlung würde ich in jedem Fall Schulden eintragen. Das kostet aktuell 0.75% über den Daumen. Sollte vermutlich auch absetzbar sein, da es vermietet ist. Ich habe beispielsweise noch Altverträge offen. Hier sind 2.5% Zinsen fällig. Bei den 100k wäre der risikofreie “Arbitrage” Unterschied 1750€. Bei meinen alten Verträgen könnte ich Sondertilgung nutzen. Da es vielleicht bis 4 Jahre dauern kann umzuschulden würde ich die Überschüsse einfach sofort in Aktien investieren und jedes Jahr dann Sondertilgung der Altverträge nutzen und entsprechend weniger Aktien kaufen. Ein Teil ist dann strenggenommen eine positive Erwartung der Entwicklung von Aktien in Bezug auf die zu zahlenden Zinsen. Diese Summe wäre Ber äußerst überschaubar. Ein MFH für 1M€ möchte ich heute auch nicht mehr haben. Da ist die Abhängigkeit aller Einkommensarten doch ein paar Jahre höher als es mir persönlich lieb wäre.

  92. @Freelancer

    „… Alphabet verdient aktuell 60 Mrd Dollar im Jahr. Aktionäre partizipieren an diesem Gewinn, ob der Preis an der Börse nun bei 3000$ oder 1500$ steht…“

    Die Psychlogie der Börsianer ist immer wieder interessant. Was man sich da immer ein- und schönredet ist schon erstaunlich.
    Wenn eine Aktie von 100 auf 50 fällt, dann ist mein dort ivestiertes Vermögen auf die Hälfte geschrumpft, ganz egal was das Unternehmen verdient. Ist das richtig oder falsch? Ich partizpiere an gar nichts, außer an der Tatsache, daß eine Aktie steigt oder fällt und mir einer mehr oder weniger Euro oder Dollar dafür bezahlt. Und das wird von tausend Dingen beeinflußt. Alphabet zahlt nicht mal Dividende, wobei der Glaube an die Dividende als Rente auch so ein Selbstbetrug ist. Aber das ist ein anderes Thema.
    Woher weißt du denn, ob Alphabet morgen auch noch 60 Mrd verdient?
    Glaubst du Alphabet befindet sich in einem luftleeren Raum, unbeeinflußt von geld-oder geopolitischen Entwicklungen?
    Von der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen, ist an der Börse gefährlich. Beispiele gibt’s genug(Dotcom-Blase, Wirecard usw).
    Aber jeder glaubt, diesmal sei er schlauer und diesmal sei alles anders.
    Man beruhigt sich mit abenteuerlichen pseudo-logischen Konstrukten(„Entnahmeparadoxon“ und ähnlichem Käse).
    Ich bin auch am Aktienmarkt investiert, habe aber was gegen Aktien als Religionsersatz.

  93. Kiev, ich sehe das ähnlich, aber meine Eltern erlauben keine Belastung auf die Immobilien- keine Chance. Ich weiß… aber brauchen wir leider nicht bereden, so sind sie halt. 😉

  94. @ Mr. B

    Da habt Ihr ja bald Referenzpreise… Bevor Nießbrauch eingetragen wird könnten Deine Eltern auch das Haus nach Auszug des Mieters verkaufen und die Überschüsse in Aktien investieren. Dann gibt es eine Rente mit einfacher Regelung und sie haben jedes Jahr die Möglichkeit den Schneeball der Enkel ein bisschen anzuschubsen. In 10 Jahren könnt Ihr dann den Wohnsitz als Gesellschaft angehen. Bafög wird es für Deine Kinder vermutlich nicht geben, dann kannst Du auch gleich die Depots gut füllen.

  95. P.S.: Es ist sogar dramatischer als du denkst, ich könnte nämlich ein Darlehen zu 0,1 % bekommen, aber nur mit Grundschuldeintrag und der ist nicht erlaubt 😉

  96. “Ich partizpiere an gar nichts, außer an der Tatsache, daß eine Aktie steigt oder fällt und mir einer mehr oder weniger Euro oder Dollar dafür bezahlt.”

    Der Unterschied zwischen Wolke und Freelancer ist, Wolke ist ein Spekulant, Freelancer ein Investor 🙂 Ein Spekulant sieht sich eher als Trader, d.h. es geht primär darum die “Richtung” zu kennen und davon zu profitieren, ein Investor sieht sich eher als (Mit-)Unternehmer, der primär am langfristigen Erfolg und Wertschöpfung des Unternehmens interessiert ist und den die Marktschwankungen eher kalt lassen.

    Ich sage das völlig wertfrei, beides ist legitim, aber es ist ein Unterschied in der Betrachtungsweise.

  97. @ MR. B

    Man muss Deinen Eltern zugestehen, dass sie mit der Immobilien und Ihrer Art offensichtlich sehr erfolgreich waren. Dein Bruder scheint sehr ambitioniert zu sein. Erfolg benötige ich allerdings nicht für jeden Preis.
    Mit dem Aktienmarkt wirst Du in dem Fall keinen Erfolg haben. Ich kenne auch Jemanden der Buy and Hold alla Tim mit Immobilien betreibt. Keine Chance hier einmal einen anderen Ansatz zu zeigen.

    Es fing um ein Einfamilienhaus. Dieses sollte modernisiert und vermietet werden. Ich habe hier keinen Sinn gesehen und es gab Folgekosten, so dass ich vermutlich mit meiner Einschätzung richtig gelegen habe. Ich hatte die Aktie Main oder O der Immobilie gegenüber gestellt. Diese hat in der Vergangenheit eine durchschnittliche Performance hingelegt also habe ich keine Mondberechnungen mit Überfliegern betrieben. Das zu erzielenden Mietniveau hätte die Aktie bei einem Verkauf ebenfalls erzielt. Dividendensteigerungen wären hier sogar zu erwarten. Bei Miete ist dies schwieriger. Zusätzlich gäbe es keinen Aufwand und Instandhaltung. Dann wurde gesagt, dass sich die Immobilie bereits in einem Zeitraum im Preis verdoppelt habe. Den Zeitraum weiß ich nicht mehr. Aber auch hier war O genauso in der Entwicklung. Zusätzlich wäre das Unternehmen in tausende Objekte diversifiziert. Dann wurde angemerkt, dass Aktien liquide sind und der Gefahr von Verkäufen ausgesetzt sind. Das stimmt für viele Menschen allerdings. Muss ich gestehen. Natürlich würde ich nie all in In Eine Aktie gehen… War nur ein Beispiel. Ich habe die Aktie auch extra genommen um NAV usw. zu zeigen. Der Kurs folgt hier wie bei den meisten Aktien der Geschäftsentwicklung. Natürlich hat die Firma in den Jahren ihr Portfolio stark ausgeweitet. Damit ist der Preis natürlich auch korrekt.

    @ Wolke

    Falls Alphabet um 50% fällt, so wird sicherlich auch die Einnahmenseite der Firma betroffen sein. Dennoch sind die Chancen zu Akten Höhen zu kommen doch besser als zuvor mit höherer Bewertung. Ich habe 2000 miterlebt. Die Umsätze heute sind, Wirecard einmal ausgenommen, heute real und bei den meisten Aktien folgt der Kurs auch wie das Hündchen an der Leine mit Schwankungen den Gewinnen.

  98. @ Wolke

    Was ist denn pseudo-logisch an dem Artikel? Hast du mal etwas konkret?

    Und gleich noch einmal die Frage vor der du dich drückst: Wie unterscheidest du Wert und Preis einer Unternehmensbeteiligung? Gar nicht, oder? Zählt ja nur der Preis.

    Für dich sind hier immer alle blauäugig und naiv, obwohl wir vielleicht nur viel entspannter weil intelligenter an die Sache herangehen. Werden dir logische Argumente genannt, flüchtest du dich in Anmaßungen und Behauptungen.

    Mal ganz simpel: Du hast eine gut laufende Eisdiele, die ordentlich Cash generiert. Jetzt kommt ein Typ vorbei und bietet dir 100.000€. Du bildest dir nun ein, das sei “dein Vermögen”. Morgen kommt er wieder und bietet dir nur noch 50.000€. Glaubst du dann ernsthaft, du hättest nun 50.000€ “verloren”? Die Eisdiele steht da wie eh und je, die Kunden kommen wie eh und je. Alles wie immer, nur dieses neue Preisschild an deiner Diele macht dich plötzlich so nervös….

    Jedes Portfolio an Aktien wird im laufe der Jahre immer mal wieder um 10-50% einbrechen. Das ist halt so. Das gilt es auszuhalten. Ob du es glaubst oder nicht, es gibt Anleger, denen das tatsächlich gelingt, ohne sich andauern ängstlich irre zu machen.

    Wir besprechen hier immer wieder hilfreiche Ansätze. Das kann man – einen offenen Geist vorausgesetzt – erlernen.

    Wenn dir die schlauen Ansätze vieler Leser nicht zusagen, warum liest du dich dann eigentlich immer hier durch und mokierst dich über den “Unsinn” und unsere Unfähigkeit, die wahre Wirklichkeit zu begreifen? Reichlich skurril wie ich finde.

    Wie löst du denn für dich das Problem, mit Preisschwankungen am Markt auf gesunde Weise umzugehen?

    1. @Freelancer

      Wenn für die Eisdiele plötzlich nur mehr die Hälfte geboten wird, könnte man sich vielleicht fragen, warum?
      Noch läuft deine Eisdiele gut, aber vielleicht öffnet in der Nähe bald eine andere, bessere oder größere und du weißt noch nichts davon, der Bieter aber schon. Die Eisdiele erholt sich in diesem Fall vermutlich nicht mehr.
      Man kann aber auch weiterhin Eis verkaufen und sich nicht darum kümmern, was rundherum geschieht. Dann halt nicht wundern, wenn die Eisdiele in die Pleite rutscht.
      „Hilfreiche Ansätze besprechen“ ist eine gute Idee.
      Tatsachen, Enwicklungen, Tendenzen, die nicht zu den „hilfreichen Ansätzen“ passen, aber real sind, abzutun und auszublenden, ist eine schlechte Idee.

  99. Hi, Kiev. Auch schon alles hinter mir, auch den Vergleich. Hab sogar Main und O und viele mehr. Ich mach mein Ding, sie ihr Ding, und das ist eigentlich gut. Aber jetzt wird es wohl mal ein gemeinsames Projekt geben , wenn auch mit Konfliktpotenzial, aber eine andere Idee habe ich nicht.

  100. Ticker Symbol x, steigt um x, ich bin x reicher, vice versa… kommt Brunos Spekulant recht nahe…

    Wenn man so über Aktien denkt, bekommt man wirklich irgendwann Angst um sein Geld, wenn es kracht.

    Ich nehm die Eisdiele! Aber bitte zum 2. Preis.

    -M

  101. Kostolany war eher ein Spekulant, Warren Buffett ist eher ein Investor. Ich mag beide und von beiden kann man viel lernen.

    Was man aber bedenken sollte, wenn man Angst vor Totalpleiten und Ähnlichem hat, dass die Wahrscheinlichkeit als Spekulant Pleite zu gehen deutlich höher ist als als Investor.

    Google als Beispiel, wenn man Eisdiele durch Google ersetzt und Eis durch Ads, kann jeder die Wahrscheinlichkeit selber beurteilen. Natürlich wenn Google oder Alphabet 50% fällt, dann wird es einen Grund geben. Entweder Makro, z.B. Wirtschaftskrise dann fallen auch die Ad-Einnahmen, oder globale Mindeststeuern dann steigen die Abgaben, was sich auch wieder auf den Gewinn auswirkt. Mikro-Gründe kann es auch geben, wenn mehr Geld in Konkurrenten wie Facebook, Microsoft & Co. fliessen weil diese besser targetieren können. Aber vielleicht hat man die 2 Titel ja auch im Depot 😉 Denn das globale Online-Marketingbudget wird wohl weiter deutlich wachsen. Ich würde mir also eher Sorgen machen wenn ich noch eine Zeitungs-Aktie im Depot hätte.

    Ich weiss alles sehr vereinfacht und überspitzt, geht aber ums Prinzip.

  102. @Freelancer

    Wie ich mit Preisschwankungen umgehe?
    Ich verwette nicht Haus und Hof ausschließlich am Aktienmarkt.
    Ich investiere auch in andere Assets. Und ich blende nicht aus, sondern verfolge genau, was die FED, die EZB, die Inflation, die Pandemie, die Politik, die Wirtschaft, der Arbeitsmarkt usw. machen.
    Das ist hochinteressant und hat meine Anlageentscheidungen in keiner Weise negativ beeinflusst. Und…ich schlafe gut damit.

  103. @Free & Wolke

    Ihr habt halt unterschiedliche Charaktere & Minsets, unterschiedliche Umfelder und Lebenswirklichkeiten, Lebensläufe etc. pp….

    Dass Leute unterschiedlich ticken, bzw. Minsets manchmal so eingeprägt sind, dass man andere Meinungen ungern zulässt, ist halt so, bzw. man muss niemanden umdrehen, obwohl wir es oft im Leben gerne versuchen.

    Wenn man mehr von jemanden anderen weiß, versteht man durchaus häufiger warum er/sie so eine Meinung vertritt….

  104. Ja, hier treffen Welten aufeinander. Eigene Erfahrungen, eigene Wege an der Börse, die Strategie, mit der man sich “wohlfühlt”. “Wohlfühlen” ist allerdings auch mein Stichwort. Baue ich ganz entspannt Vermögen auf und erhalte dies auch so oder muss ich mir immer wieder um die “Makros” Sorgen machen? Darüber grübeln, was diverse Institutionen so “machen”?

    Da werde ich nicht Müde werden, einen intelligenten und erolgreichen Weg zu skizzieren, mit dem man sich wohlfühlen kann und dabei ganz entspannt bleibt. Diese Ideen sind auch nicht auf meinen Mist gewachsen. Ich durfte sie von sehr erfahrenen und erfolgreichen Menschen erlernen, die nach Dekaden ihre Weisheiten zur Verfügung stellten und stellen. Das gebe ich hier einfach wider. Lernen ist etwas Gutes.

    Ein Motiv, das immer wieder auftaucht: Kümmere dich nicht um die Makroereignisse, die du nie in Gänze richtig hervorsagen kannst. Was passiert in der Welt wann genau, auf welchen Wegen und was sind die Auswirkungen? Vergebliche Liebesmüh´. Konzentriere dich lieber auf die Mikroebene und investiere stur und stetig zu annehmbaren Preisen in herausragende Unternehmungen. Sehr lethargisch läuft das ab.

    Genau so wichtig: Als Aktionär bist du Anteilseigner von Unternehmungen und partizipierst an den Gewinnen. Verstehe dich nicht als Wettscheinbesitzer, der sein Glück vom Auf und Ab des Preises an der Börse abhängig macht.

    Du besitzt echte Werte. Und diese Werte wachsen langfristig langsam und stetig an (egal, was kurzfristig in der Welt so passiert), während die Preise für diese Werte Kapriolen schlagen. Vergiß die Kapriolen, konzentriere dich auf deine Werte. Baue diese aus.

    Der große Spekulant Kostolany, der sich sehr viele Gedanken um Zinsen, Zentralbank- und Regierungspolitik, sagen wir das Große Rauschen machte, war im laufe seiner Börsenkarriere im übrigen auch schon mal pleite und hegte in depressiver Verstimmung Selbstmordgedanken.

    Entspannter Vermögenserhalt sieht anders aus. Es kommt nicht von ungefähr, dass er in seiner letzten Börsenphase den Einkauf von Bluechips empfahl, um danach….. einfach nichts mehr zu tun.

    Mit einem Welt-ETF oder 50 Topunternehmen im Portfolio hat man heute die besten Voraussetzungen, um ganz simpel und entspannt Vermögen aufzubauen, zu erhalten und zu verwenden. Völlig unabhängig vom Großen Rauschen da draußen.

    Einen schönen Sonntag wünsche ich allen 🙂 !

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