Bist du ein Sparer oder ein typischer Konsument?


New York, 25. Mai 2019

Ted Benna. Er hat das „Aktiensparen für die Rente“ in den USA erfunden. Es heißt 401(k). (Bildschirmfoto: CBS News, YouTube).

Ted Benna ist der amerikanische Erfinder des „Aktiensparens für die Rente“, im Fachchinesisch 401 (k) genannt. Er sagt, der Sparerfolg hängt nicht so sehr vom Einkommen ab, wie gemeinhin geglaubt wird. Ted Benna: „Es gibt Leute, die viel Geld verdienen und nicht erfolgreich sparen. Es gibt schockierenderweise andere, die mich überraschen – sie verdienen nicht viel, aber sie haben beträchtliche Ersparnisse.“

Benna sprach kürzlich auf einem Event des „Wall Street Journal“ in New York. „Der Schlüssel liegt darin, früh im Leben zu lernen, was du für ein Typ (Sparer, Konsum) sein wirst.“

Benna hat Recht. Es gibt Leute, die verdienen 150.000 Euro und haben kaum Vermögen. Trotz eines fetten Gehalts schaffen es diese Menschen einfach nicht, zu sparen. Die Deutschen sind besonders schlecht in der Vermögensbildung. Es ist erschreckend, wie weit sie im internationalen Vergleich zurückliegen.

Ein durchschnittlicher Haushalt verfügt über ein Vermögen von rund 50.000 Euro in Deutschland (Median).

Was in Deutschland auch schlimm ist: Viele Deutsche haben keinen Notfallfonds zur Deckung unerwarteter Ausgaben. Daher sind zurückgestellte Guthaben (Depot, ETFs…) für die Rennte anfällig für eine vorzeitige Auszahlung, wenn du keine Notreserve hast. Mehr als ein Viertel der deutschen Verbraucher haben keine Ersparnisse. Das war das Ergebnisse einer Ende 2017 durchgeführten repräsentativen Umfrage der ING-DiBa.

Ich empfehle mindestens 3.000 bis 4.000 Euro jederzeit flüssig zu haben. Oder mehr. Eine hohe Zahnarztrechnung, ein Autoschaden, eine kaputte Waschmaschine oder eine Dachreparatur – schnell kann das ein Loch in dein Budget reißen.

Verbraucher können lernen, zu sparen. Das meint jedenfalls Benna. Es ist am besten, früh zu beginnen, sagt er, weil es im Laufe der Zeit schwieriger wird, festgefahrene Verhaltensweisen zu ändern.

Benno ist ein Fan der automatischen Überweisungen vom Bankkonto, sprich ein Sparplan. Es sei in Ordnung klein anzufangen, sagt er. „Du musst eine Entscheidung treffen, ob du 1% des Gehalts investierst oder mehr. Jedes Mal, wenn du eine Gehaltserhöhung erhältst, kannst du den Betrag erhöhen. Das kann jeder.“

Benna fällt privat ins Sparlager: „Selbst in meinem Alter fällt es mir schwer, drei oder vier Dollar für ein Getränk zu bezahlen. Es tut mir weh. Wenn ein Getränk 6 oder 7 Dollar kostet – vergiss es, denke ich mir dann.“

Ich rate jedem 20 Prozent und mehr jeden Monat vom Nettogehalt zu sparen. An der Börse ist dieses Geld langfristig gut aufgehoben.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Bist du ein Sparer oder ein typischer Konsument?

  1. Avatarsenfmaster

    Hi Tim Danke für den Beitrag. Was hältst du aktuell von der Tesla Aktie?

  2. AvatarAndreas

    Also meine Sparrate ist bisher im Jahr 2019 bei ca. 41 Prozent vom Nettogehalt, damit mehr als im Vorjahr. Bin damit absolut zufrieden.

    Noch habe ich keine Kinder, hoffentlich kommen die irgendwann, dann wird sich das natürlich nicht halten lassen. Und in manchen Jahren war die Sparrate zwischen 30 und 35 Prozent, je nachdem, ob mal ein größerer Urlaub oder eine größere Anschaffung anstand. Aber wenn es bei mir ein normaler Monat ist, in dem ich nur normale Einkäufe habe, mal essen gehe oder ins Kino, dann ist die Sparrate normalerweise bei 40 Prozent + X.

  3. AvatarThorsten

    Ich habe 23 Jahre gebraucht, nicht 11. Ein Grund liegt in den hohen Steuern und Abgaben in Deutschland. Die 11 Jahre schafft man mit niedrigen Steuersätzen in den USA und fehlender Krankenversicherung usw. Da darf dann aber auch nichts schief laufen, 11 Jahre sind sehr sportlich, in Deutschland unrealistisch. Die Sparquote ist wegen niedriger Gehälter und gestiegenen Lebenshaltungskosten unter Druck, man kann den Deutschen nicht generellenn Konsumrausch vorwerfen. Die niedrigen Sparquoten und Vermögen sind Ergebnis des zweiten Weltkriegs (Verlust von vererbbaren Vermögen), sowie der fallenden Nettoeinkommen.

  4. AvatarNico Meier

    @Thorsten
    Den zweiten Weltkrieg als Grund zu nennen warum Deutsche im Jahr 2019 kaum Vermögen haben finde ich lustig. Wenn mir jemand aus den neuen Bundesländern sagt er hat kein Vermögen wegen der DDR die kaum Vermögensbildung zugrlassen hat und ihr Ende 1989/1990 fand so ist selbst das 30 Jahre her!
    Ich sehe Leute mit guten Jobs und guten Löhnen sie nichts sparen können. Weil sie jedes Jahr das neuste Telefon von Apple, die neuste Applewatch, jedes Jahr ein neues Leasingauto, alle zwei Jahre ein neues Leasingmotorrad usw „benötigen.“

    Da wird dann von den neuen Motorradstiefeln für 900 Franken berichtet und wenn mir scheinbar die Gesichtszüge entgleiten so schiebt man nach „man gönnt sich ja sonst nichts“

  5. AvatarPerpetuum Mobile

    Aktienbesitzer sind schlau und alle anderen sind wieder die blöden Konsumenten. Immer die gleiche Leier. Ohne Konsumenten keine Dividenden!!

  6. AvatarWorrier

    Perpetuum Mobile, stör die user hier nicht mit logik. Du sollst am besten in abgeranzten klamotten einen dicken job mit riesen gehalt dein eigen nennen, aber wenig arbeiten und auf jeden serienschauenden menschen mit familie und versicherungen im rücken herabschauen. Achso ich hab die maximal 45 qm wohnung vergessen. Die anderen sind halt alles idiotische lemminge!

  7. AvatarRappo

    Ich wundere mich, warum hier Leser so abfällig über Tims Konsumeinstellung schreiben?

    Für mich hört sich diese Kritik manchmal an, wie „getroffene Hunde bellen.“ Ist es vielleicht die leise Einsicht, dass die Rolex, der 7er BMW, der Luxusurlaub, die 3. 40.000 EUR Küche innerhalb von 10 Jahren , das wöchentliche Klamottenshoppen für den Kleiderschrank, dass tägliche Essen bestellen, das online Plastik und Elektrogadget crap bestelle nicht wirklich glücklich macht? Erkennt – oder zumindest fühlt man, dass man sich in einem erbarmungslosem, zeitfressendem Hamsterrad befindet?

    Aber man wehrt sich natürlich gegen Kritik welche diesen eingeschlagenen Lebensweg trifft. Denn es wird einem klar, dass man falsche Entscheidungen getroffen hat und man realisiert, dass unnützer Luxustünnef nicht glücklich macht.

    Ein Waldspaziergang. Die Abendsonne am Wasser genießen. Frische Luft, Freunde, gutes, echtes Essen. Sich selbst akzeptieren und lieben. Anderen helfen und immer wieder was neues lernen. Das berreichert das Leben,  zumindest mein Leben – und kann mit sehr wenig Geld gelebt werden.

    Wer wie Tim gelernt hat, welche Dinge einem selber wirklich Wichtig sind und Geldausgeben zum Glücklichsein nicht dazugehört,  für den ist ein auf luxuscrapverzichtender Lebensstil kein Verzicht. Im Gegenteil. Es ist ein befreiendes Gefühl. Das ist, in meinem Augen,  wahrer Luxus.

     

  8. AvatarChrissie

    @Nico Meier

    Dass durch den zweiten Weltkrieg zB durch die Zerstörung, die Währungsreform, den Hypotheken Lastenausgleich Vermögen zerstört worden sind, lässt sich wohl kaum leugnen. Und ob man ein großes Vermögen erben kann oder nicht macht durchaus einen Unterschied.

    Bestimmt gibt es viele Leute mit guten Jobs, die ihr Geld unbedacht verkonsumieren. In einer Gesellschaft mit fehlender finanzieller Bildung, der eingetrichtert wird (bzw wurde) dass der Staat für alles sorgt und die mit Werbung zugemüllt wird, damit sie konsumiert und die Wirtschaft am Laufen hält, ist es auch nicht so einfach, auf andere Ideen zu kommen. Wer in einer sparsamen und/oder unternehmerischen Familie groß geworden ist hat da einen immensen „privaten Wettbewerbsvorteil“, wenn es darum geht, sich selbst etwas aufzubauen.

    Die Zunahme der Niedriglöhne und die allgemeine Lohnzurückhaltung der letzten ca 20 Jahre in D gepaart mit hohen Abgaben tun ihr übriges, um die Vermögen (bzw Höhe möglicher Sparquoten) des Durchschnittsbürgers im Rahmen zu halten.

    Man mag viele Leute mit hohen Gehältern sehen, die ihr Geld verpulvern, ich sehe aber auch genug mit niedrigen Löhnen, die nicht viel Spielraum haben.

  9. AvatarWorrier

    Tut mir leid Rappo, das dein Beitrag mich nicht trifft, da ich eine 40%+ sparquote habe. Mal davon abgesehen, dass deine antwort null mit meiner Aussage zu tun hat. Aber ist halt auch immer dieselbe Leier, wenn man kritisiert und nicht alles huldigt , was hier so abgesondert wird.  Der nächste wird gleich sagen „dann lies halt nicht“ . Bloß keine Kritik.

  10. AvatarRüdiger

    @Perpetuum Mobile, Worrier

    Ihr habt den vollen Durchblick, danke für eure ermunternden Worte! Bitte unbedingt so weitermachen, keinesfalls den Konsum einschränken, lieber ausbauen bis die Schwarte kracht …

    Ohne Konsumenten keine Dividenden (oder Wertsteigerungen) … durch euch für MICH!!!

  11. AvatarAlbr

    Ich komme in diesem Jahr auf mehr als 40% Sparquote bei einem Gehalt und 100 % bei meinem passivem Einkommen, mein passives Einkommen ist (netto) größer als mein netto Gehaltseinkommen 😉

    Tja, ich hab’s ja schon mehr als oft gesagt und ich wiederhole mich nicht so gerne, aber so denkt – wie oben beschrieben – der deutsche Durchschnittsmichel 😉

     

    aber er jeder wie er will 😉

     

     

  12. AvatarChrissie

    @Rappo

    Die Vorkommentatoren sind keine „getroffenen Hunde“, schließlich sind die meisten Leser hier, weil sie wie Tim bewusst bzw sparsam leben und sich etwas aufbauen wollen.

    Es geht vielmehr darum, dass nun wiederum dieser sparsame Lebensweg als der einzig seeligmachende betrachtet wird, und die anderen sind halt die Konsumidioten.

    Ohne finanzielle Bildung, und an der mangelt es in D eindeutig, ist es aber nicht leicht, die gesellschaftlich eingetretenen mentalen Pfade zu verlassen. Außerdem lebt man als Aktionär nicht schlecht vom Konsum anderer.

     

    Hab eben schon mal fast das gleiche geschrieben, aber der Kommentar ist beim Absenden irgendwie verschütt gegangen. Falls er wieder auftaucht also nicht über die Doppelung wundern 🙂

     

  13. AvatarPerpetuum Mobile

    Ich bin Sparer und Konsument gleichzeitig. Das hat auch mit Abfälligkeig nichts zu tun, sondern ist Realität. Mit der ständigen „Aktien-Selbstbeweihräucherung“ kann ich nichts anfangen. Ich bleibe dabei, ohne die achso dummen Konsumenten keine Dividenden!!

  14. AvatarNico Meier

    Es geht doch nicht darum jeglichen Konsum schlechtzureden. Auch ich habe vor 4 Jahren mein jetztiges Smartphone für 250 Frankrngekauft das heute noch läuft. Aber es ist schon ein Unterschied ob man das Vorjahresmodel für 250 oder das aktuelle Model für über 1’000 kauft.

    Auch ich zahle für Essen, Internet, Strom usw. bin also auch Konsument.

  15. Der BaumDer Baum

    @ Perpetuum, Worrier,

    Das Problem, warum eure Kritik nicht angenommen wird von diesem Blog ist, dass ich schlicht fehl am Platz ist. Das würde ich jetzt mal mit drei Punkten begründen:

    1. Tim äußert hier seine Meinung zu einem Thema, und diese ist nun mal, dass Vorsorge durch den Kapitalmarkt und sparsames Leben positiv ist. Er kritisiert in den meisten Fällen auch den überschwänglichen Konsum, nicht ganz allgemein. Und er versucht den Leuten einzubläuen das vielleicht manchmal weniger mehr ist.

    2. Das immer wieder dieselben Kommentare und die gleichen Inhalte bearbeitet werden, gehört eben zu diesen Blog, das ist im Prinzip, seine Eigenart. Wenn du zum Italiener gehst, kannst du dich auch nicht beschweren dass es immer nur Pasta und Pizza gibt.

    Und ja jetzt kommt der Punkt, wo du dir überlegen solltest ob für dich dieser Blog das richtige ist oder nicht. Das sage ich nicht wegen deiner Kritik, die darfst du gerne fundiert anbringen, sondern weil der Blog ist wie er ist und keiner gezwungen ist ihn zu lesen.

    3. Es geht auch immer darum wie man etwa sagt.

    Ich persönlich habe bei vielen Artikeln auch nichts beizutragen und oft überfliege ich sie nur (sorry Tim), dann kommen wieder einige die ich sehr gut finde. Vor allem aber hat die Community viele gute Kommentaroren denen ich gerne zuhöre und lerne.

    Grüße Baum

     

  16. AvatarPerpetuum Mobild

    @Nico Maier, trotzdem muss es Leute geben die auch die neuen Modelle für 1000 EUR kaufen. Wie liegt das Problem frage ich mich? Als Teilhaber von Apple sollte man froh sein, dass es diese achso blöden Konsumenten gibt und auch weiterhin geben muss. Es müssen auch nagelneue Autos gekauft werden usw., ansonsten können die ja alle dichtmachen und vorbei ist die „Aktienherrlichkeit“. Trotzdem von mir Grüsse in die schöne Schweiz.

  17. AvatarBruno

    Ich glaube nicht, dass es ein Mangel an finanzieller Bildung gibt, sicherlich wird nicht alles in der Schule gelehrt, muss aber auch nicht. Gerade heute hat jeder Zugriff auf unendlich viel Gratis-Bildung in Büchern und Internet zusätzlich noch Gratis-Bildung an der Uni. Ein Eldorado!

    Jeder will frei werden, finanziell frei, aber auch frei das zu sagen was er will, frei das zu tun was er will etc. ich kenne kaum jemanden der nicht frei werden will. Aber dafür muss man eben etwas tun, und das benötigt DISZIPLIN, und hier mangelt es halt bei Vielen.

    Alles hat seinen Preis, und ich meine das jetzt nicht nur monetär, wir leben nun mal nicht in einem Schlaraffenland wo man in der Hängematte warten auf all die schönen Dinge warten kann, wie sie vom Himmel fliegen.

    Es gibt vielleicht ein paar, die das Glück haben auf eine Erbschaft. Alle in Deutschland haben dieses Glück. Von daher doppelt einfache Voraussetzungen. Ich denke daher heute ist das Glas eher halb voll als halb leer, was die Erbschaft angeht. Man kann es so sehen wie Thorsten, zu tiefe Löhne und 2.WK als halb leeres Glas, oder wie ich es sehen würde, so viele Möglichkeiten wie noch nie auf der Welt, Gratis-Bildung wie kaum woanders, soziale Absicherung wie auch kaum woanders. Aber man kann natürlich nur davon profitieren, wenn man seinen A*** auch hebt und etwas dafür tut.

    PS: Natürlich sind es Vorteile wenn man in einer reichen und sparsamen Familie aufwächst, natürlich ist es einfacher wenn man viel Geld erbt, natürlich ist es einfacher wenn man hochintelligent und bildhübsch ist, aber all diese Dinge sind nicht notwendig für den Erfolg, man kann es auch sonst schaffen es gibt da keine Ausreden.

  18. AvatarWorrier

    @Der Baum

    Ich lese Großteil von Tims Beiträge selten, maximal überfliegen (sorry auch von mir :P). Dafür fühl ich mich nicht wirklich „repräsentiert“ in seiner Gedankenwelt. Er ist Single ohne Verantwortung oder Schicksalschlägen – für mich ein Lebens-Greenhorn. Aber das ist ok. Sein Blog. Seine Grundmessage ist absolut gut – keine Widerrede an dem Punkt.

    Manchmal überkommt es mich nur, wenn mal wieder die Welt simplifziert in den Kommentaren dargestellt wird und User indirekt andere Lebenskonzepte als idiotisch darstellen. Da haben Manche hier echt nicht mehr alle Latten am Zaun (dafür kein sorry :P).

    Lesen tue ich dennoch gerne, da ich hier 4-5 User und deren Beiträge sehr schätze und als bereichernd empfinde.

  19. AvatarPepetuum Mobile

    @Worrier. Genau darum geht es. Tims Blog ist grundsätzlich gut, aber die ständige Aktien-Beweihräucherung und Konsumidiotenartikel nerven. Übrigens, ohne Käufer von Neuwagen oder neuen Apple-Produkten keine Dividenden. Die könnten ihre Firmen dichtmachen und es wäre vorbei der heilen Aktienwelt.

  20. AvatarNico Meier

    Es gibt sicher Leute die aus reichen Familien stammen und damit einen Startvorteil haben.

    Meine Eltern haben sich getrennt als ich 10 Jahre alt war. Dies brachte einen Umzug mitsich und von da an war meine Mutter Alleinerziehend, obwohl mein Vater seinen Pflichten nachgekommen ist war ab da das Geld sehr knapp. So habe ich auch kaum Taschengeld erhalten da einfach kaum Geld dafür da war. Nun hätte ich rumflennen können und einen auf Opfer machen. Ich habe einen andern Weg gewählt. Mit meinem alten Fahrrad bin ich ins Willenquartier gefahren und habe dort ältere Menschen gefragt ob ich für sie Gartenarbeit erledigen könnte.

    Mit viel Schweiss habe ich mir so eine kleine Kundschaft aufgebaut bei der ich Mittwochmachmittag, Samstags sowie unter der Woche am Abend arbeiten konnte. Im Winter riefen sie mich dann zum Schneeschaufeln.

    So habe ich sehr früh den Wert des Geldes kenbengelernt.

    Noch heute wenn eine grössere Ausgabe ansteht sehe ich vor meinem inneren Auge den 11 Jährigen im Garten sein Geld verdienen.

  21. AvatarFelix86

    @Konsum:

    Kritisch wird der Konsum der anderen für mich erst, wenn die mir an mein Erspartes wollen. Bis dahin freue ich mich über jeden Leaser und Finanzierer. Apropos… Morgen gibt es lecker Daimler Dividende. Trotz Dividendenkürzung bei mir immer noch ein 7 Prozenter (wie wohl bei den Meisten anderen auch 🙂 ). Davon werde ich mir 15 Porsche Aktien holen. Mal schauen wie lange es noch so weitergeht, aber wenn die Automobilindustrie in Deutschland fällt, brauche ich mir um Aktien und Immos sowieso keine Sorgen mehr machen. 🙂

  22. AvatarStefan L

    moin zusammen,

    Ich habe vor ca. 3,5 Jahren angefangen in Aktien zu investieren. Auch Dank dieses Blog`s, wie Tim seiner. Damals war ich auf der Suche nach „mehr“ für mein kleines Vermögen.

    Dieser Blog hier war für mich eine Bereicherung. Denn mittlerweile bin auch ich der Meinung , dass es zuerst die richtige geistige Haltung braucht.

    Ein Vermögen an der Börse aufzubauen, schaffen die wenigsten über Handel, bzw Trading und/oder Spekulation. Das kann gut gehen, muß aber nicht zum Ziel führen. Die erste Divise beim Vermögensaufbau lautet für mich deshalb sparen. Anders ist es nicht möglich ein Grundstock an Kapital zu bilden. Denn zu Beginn halten sich die Renditen in Form von Dividenden und Kursgewinnen noch im überschaubaren Rahmen, so dass der größte Zuwachs im Depot über die Sparraten zustande kommt. Ich bin sogar der Meinung, dass man sich die ersten 100.000€ von den Rippen absparen muß, bis so langsam eine Eigendynamik ins Depot kommt. Mein Wissen rund um die Finanzwelt hat sich über die Jahre in bescheidenen Grenzen aufgebaut. Interessen sind da, ich kann mich an der Börse über Wasser halten. Ich finde es ist aber auch nicht so wichtig, alles bis ins Detail verstehen zu wollen. Viel wichtiger ist es durchzuhalten und nicht aufzugeben. Ich würde tatsächlich sogar so weit gehen und behaupten, dass Vermögensaufbau und erhalt, nicht von äusseren Einflüßen abhängig ist. Der Erfolg wird im Willen des meinschlichen Geistes geboren, man kann nur an sich selbst scheitern.

     

     

  23. Avatarchn

    Ich bleibe dabei, ohne die achso dummen Konsumenten keine Dividenden!!

     

    Ja, und ohne Investitionen auch nicht.

  24. AvatarDividenden Sammler

    So jetzt gebe ich auch meinen Senf dazu.

    Wenn ich bei mir auf der Arbeit und in meinem Umfeld mich so umschauen, dann muss ich leider schon feststellen das die meisten Menschen auf Konsum getrimmt sind.

    Es wird das ganze Geld für sinnlose Dinge rausgeballert statt auf wichtige und nachhaltige Sachen zu sparen, denn die Leute wollen heute einfach alles sofort.

    Denn Sparen ist für viele so schwer da sie mit den anderen mithalten wollen. Sie könnten Sparen wenn sie wollten auch bei niedrigen Löhnen und geringer Bildung, nicht böse gemeint, meine Bildung (Schulbildung) ist auch nurmittel, aber ich habe mich später selbst weitergebildet und das ist entscheidend man muss eben selber etwas tun und nicht darauf warten das andere was für einen tun.

    Die finanzielle Bildung fehlt in unserem Bildungssystem was aber gewollt ist denn dann hätte man keine I….. welche für den Staat arbeiten würden und das Geld rausschmeisst. Konsum gehört natürlich zu unserem Wirtschaftssystem.

    Was lernt man in der Schule (Planspiel Börse) , traden aber eben nicht nachhaltig.

    Langfristiges Denken wird eben nicht vermittelt gilt auch für unsere heutige Manager.

    Sparsam leben ist eine Sache welche unbedingt von der Familie vermittelt werden muss. Siehe unsere Großeltern welche noch schwere Zeiten erlebt haben welche hoffentlich nicht mehr kommen.

    Jeder ist seines Glückes Schmied.

  25. KievKiev

    @ Offtopic Frage BGB, Stiftung

     

    Meine Frage richtet sich auch an Freiheit. Ich möchte meinen Kindern die Freiheit  schenken, wenn sie die Grundprinzipien  verstanden haben.

     

    Folgender Hintergrund über den Daumen:

    Bauprojekt 4 Reihenhäuser

    Finanzierung  1- 1.2M

    Wert 1.5-2M

    Es soll eine Gesellschaftsform gegründet werden. Ich möchte die Kinder direkt reinnehmen, so dass nie etwas vererbt werden soll. Ich möchte aussteigen, wenn die Notenpresse richtig läuft. Das Geld soll in der Gesellschaft bleiben. Eventuell  möchte eine Person Geld aus dieser herausziehen. Ich setze alles so auf, dass es sich vom ersten Tag rentiert und kein Kapital zugeschossen werden muss.

    Hat jemand Erfahrung zu Stiftung, BGB usw. Was macht für dieses Vorhaben Sinn? Wie hoch sind die Steuern auf den Gewinn innerhalb der Gesellschaft. Darf ich im Namen der Gesellschaft auch Gewinne in Aktien investieren? Die Kinder sollen am besten nicht mit 18 zu viel erfahren bzw. entnehmen dürfen. Wie hoch sind die Abgaben bei Auszahlung? Ich würde vielleicht lediglich gerne zweckgebundene Entnahmen erlauben wie Kosten für Pflegepersonal. Es soll eine private Altersresidenz werden… Es wird ein langer Kampf mit der Gemeinde, aber ich sehe Möglichkeiten für einen Erfolg.

    Buchempfehlungen nehme ich ebenfslls gerne an. Ich möchte zumindest grob wissen welche Form hier Sinn macht und selbst weiter recherchieren. Es ist aktuell Zeit vorhanden, da überhaupt  eine Genehmigung vorhanden sein muss.

  26. AvatarChrissie

    Für mein Empfinden ist die Diskussion eindeutig zu schwarz-weiß. Der Mensch ist keine Maschine wo man oben Information reintut und ein vernunftgesteuertes Ergebnis kommt dann schließlich raus. Wenn dem so wäre, dürfte es gar keine Raucher mehr geben (teuer, gesundheitsschädlich, stinkt, verpestet die Luft, keinerlei wie auch immer gearteten objektiven Nutzen – außer vielleicht wenn der Chef auch raucht und man dann zusammen in der Pause netzwerken kann. Oder Peer Pressure, die kann man dann bei anderen Konsumgütern aber genauso geltend machen.)

    Die finanzielle Bildung fehlt mE im allgemeinen System und ich sehe das wie @Dividenden Sammler, dass es weitestgehend gewollt ist, um eben das System am Laufen zu halten.

    Sicherlich hat auch @Bruno recht wenn er sagt, man könne heute überall und auch günstig in Eigenregie an finanzielle Bildung kommen, dafür ist ja auch der Blog hier ein gutes Beispiel.

    Die Bildungsmöglichkeiten oder der Zugang zu Informationen allein reichen aber nicht, wie beim Raucherbeispiel.

    Ich vermute eher, dass es psychologische Komponenten sind, die oft genug unbewusst Menschen so handeln lassen wie sie es eben tun. Teils so genannte „Blinde Flecken“, die man wie die Bezeichnung schon sagt selbst gar nicht wahrnimmt.

    Ist vielleicht ein wenig wie bei den Elefanten, die als Jungtier mit einem Tau am Bein an einem Stock festgebunden werden, den sie nicht rausreißen können. Als Alttier werden sie am gleichen Stock festgebunden. Sie könnten den jetzt mit Leichtigkeit herausreißen, aber sie versuchen es gar nicht erst, weil sich in ihrem Kopf die Unmöglichkeit dieses Unterfangens abgespeichert hat.

    Wer in der Familie Sparsamkeit und/oder unternehmerisches Denken gelernt hat, hat somit einen entscheidenden Vorteil, da er nicht gegen seinen eigenen „Elefantenstock“ anarbeiten muss.

    Was genau da die Faktoren sind, die für Entscheidungen eine Rolle spielen, und warum sich ein innerer Schalter plötzlich umlegen kann, finde ich schwer zu sagen.

    @Worrier  Danke für den Link mit den Money Dials. Das geht in die Richtung die ich meine.

    Ich weiß, dass ich früher Informationen über finanzielle Themen hatte. Mein Money Dial war aber immer Wohnungseinrichtung, und so musste ich damals immer dieses oder jenes für die Wohnung haben (seltsamerweise aber nie eine große Wohnung, die war immer winzig, wollte auch nie etwas Größeres). Eigentlich wie eine Sucht und letztlich auch nicht, um irgendwen damit zu beeindrucken, denn irgendwas Schönes in einer extrem kleinen Wohnung beeindruckt niemanden.

    So habe ich die finanziellen Informationen also kaum genutzt. Seit ca 1 Jahr hat sich die Sichtweise um 180 Grad gedreht, mir macht Geldausgeben eigentlich gar keinen Spaß mehr, im Gegenteil, ich kann mein früheres Verhalten nur noch eingeschränkt nachvollziehen. Ich habe aber selber keine Idee, was diesen Sinneswandel plötzlich ausgelöst haben könnte.

    Fazit: gleiche Informationen, gleicher Mensch, andere Ansichten. Ich weiß nur, dass ich aus welchen Gründen auch immer damals nicht wirklich anders handeln konnte, wohl wie eine Sucht, vergleichbar mit Rauchen, Alkohol, Essen, Spielen oder ähnlichem.

    Letztlich zu sagen, wer die Möglichkeiten nicht nutz ist selber schuld, finde ich daher schlicht zu kurz gegriffen.

     

    Dies gesagt habend war ich gerade schon wählen und hab mitten auf dem Bürgersteig eine Pfandflasche gefunden, somit bin ich heute 0,25 Cent im Plus 😉

    Wie soll Warren Buffet angeblich sagen, wenn er einen gefundenen Dollar aufhebt: der erste Dollar zur nächsten Million 🙂

     

     

  27. AvatarChristian

    @Kiev: das ist ein typischer Fall für eine BGB-Gesellschaft (GbR). Anteile werden gemäß Gesellschaftervertrag verteilt. Du kannst ja zB 60% halten. Kannst du dann später relativ einfach reduzieren. Allgemein wenig Bürokratie. Du machst dann die Steuer als „Gesonderte und einheitliche Feststellung“.

  28. KievKiev

    @ Christian

    Danke, dann werde ich erst einmal auf die BGB stürzen. Wie sieht es generell mit Kapital aus? Falls ich als Privatperson der Gesellschaft z.B. 300k gebe, die für ein Darlehen verwendet werden. Kann ich diese Summe von der Gesellschaft nach z.B. 10 Jahren steuerfrei zurück erhalten? Es ist schließlich  kein Gewinn, sondern nur eine Leihgabe.

    Wie ermittelt man den Wert von Anteilen? Die Häuser generieren monatliche Überschüsse. Jetzt möchte eine Person mit 50% Anteil gerne 50k erhalten. Anteilig steht ihm die Hälfte der gesammelten Überschüsse zu. Der übrige Teil wird von seinem Anteil abgezogen und reduziert zukünftige Einnahmen. Wie sieht es bei weiteren 50k in einem Jahr aus? Muss man auch immer eine neue Bewertung des Objektes machen? Das ist sehr aufwendig.

  29. AvatarAndrea

    Peter, ich habe vor ein paar Tagen BASF für mich und meinen Mann nachgekauft. 3M könnte die nächste Aktie sein.

  30. Avatarsammy

    @Albr

    Reiß dich mal am Riemen und lass hier nicht immer den großen Macker raus hängen. Du hast ein sehr gutes Gehalt, alleine das macht den Unterschied. Mit deinem Gehalt würden es wohl die meisten schaffen genug auf die Seite zu bekommen. Es ist ein Unterschied ob ich von 150.000€ 50% spare oder von 30.000€

     

  31. AvatarAndrea

    Ich mag Tims Artikel, auch wenn aich etwas wiederholt. Das Bashing con anderen Leuten gefällt mir hingegen nicht so. Ich finde, es ist auch nicht notwendig. Ich schaue lieber auf das, was ich selber tue, als auf das, was andere tun. Von mir aus kann jeder sein Geld ausgeben, wie er will. Der Grund, warum ich spare, ist auch einfach nur, weil ich das Geld übrig habe. Und jetzt, wo ich mit Aktien angefangen habe, möchte ich, dass sich mein Depot schnell vergrößert, ich bin eine Aktiensammlerin. Deshalb bin ich besonders motiviert, so viel Geld wie möglich da hinein zu stecken. Zumal ich sehe, wie von Jahr zu Jahr die Dividenden mehr werden. Ich finde das sehr erfreulich.

  32. AvatarAlbr

    @sammy, meine Frau sagt mir öfters ich könnte mal mehr auf den Putz hauen 😉

     

    im übrigen ist mir mein Gehalt NICHT zugeflogen, und ich kenne recht viele mit DEUTLICH mehr Gehalt, die nix gespart bzw. verschuldet sind (z.b. hohe Leasingraten zahlen müssen) 😉

    Sparen können diese Leute oft nicht, der soziale Druck, auf den Putz hauen, angeben ist halt doch sehr stark ausgeprägt 😉

     

     

  33. AvatarBruno

    @albr deine Frau hat absolut Recht, eine Tastatur wo der Punkt . noch funktioniert anstatt 😉 wäre doch mal eine Investition 😉

    Abgesehen davon stimme ich überein, ausser bei sehr sehr tiefen Gehälter am/unter Existenzminimum kann man immer sparen, kann man es mit tiefem Gehalt nicht, wird man es auch mit hohem Gehalt schwer haben.

  34. Avatarsammy

    @Albr

    der soziale Druck, auf den Putz hauen, angeben ist halt doch sehr stark ausgeprägt ?

    Ja bei dir vor allem in diesem Forum hier.

    Was das Verhältnis zu deiner Frau angeht kann ich nicht viel sagen, nur dass du ihr ja auch vorenthältst was du in deiner freizeit bzw mit deinem Geld so machst. Was ich im übrigen auch nicht normal finde. Von dem her wundert es mich nicht dass deine Frau dich scheinbar nicht wirklich kennt.

    @Chrissie

    Glückwunsch zur gefundenen Pfandflasche!

    Du passt sehr sehr gut in dieses Forum hier bist du unter Gleichen!

  35. Avatarsammy

    @Bruno
    Sparen kann man fast immer, die Frage ist nur wieviel von wieviel. Das macht einen großen Unterschied.

  36. AvatarAlbr

    @sammy, WAS ich in meiner Freizeit mache, habe ich hier sehr deutlich berichtet und genauso was ich mit meinem Geld mache.

    SOLLTE es dich interessieren, einfach SuFu verwenden. Für dich werde ich es sicher nicht wiederholen 😉

    Meine Frau kennt mich besser als ich mich selbst 😉

     

     

     

  37. AvatarChristian

    @Albr: Ich finde, du sparst ziemlich souverän. Nicht viele Leute mit hohen Einkommen haben diese Disziplin. So steht beispielsweise in der FAZ: „Und wie lange würde der Erlös [aus dem Verkauf des eigen Unternehmens / der eigenen Praxis] von 1 Million Euro den eigenen Lebensstandard und den der Familie sichern? Die Unternehmer nennen im Durchschnitt 23 Jahre. Ärzte geben mit 13 Jahren einen deutlich niedrigeren Wert an.“ Heißt ein durchschnittlicher Arzt, welcher kurz vorm Ruhestand steht, klakuliert mit einem jährlichen“Cashburn“ in Höhe von ca. 77.000 Euro.

    @Kiev: Also eine GbR ist keine juristische Person. Ich bin z.B. GbR-Gesellschafter und besitze mit einem zweiten GbR-Gesellschafter (jeder hat 50 % Anteile) eine Immobilie. Diese haben wir dieses Jahr gekauft. Wir stehen als natürliche Personen in der Urkunde, zusätzlich steht dort, dass wir zusammen eine GbR haben. Es kauft also nicht die GbR (wie z.B. eine GmbH als juristische Person kaufen könnte) sondern wie im BGB vorgesehen die Gesellschafter der GbR als Privatpersonen gemeinschaftlich. Der Vertrag regelet lediglich die Anteile. Wir haben uns das Geld bei der Bank geliehen. Es gibt einen Darlehensvertrag. Die Pflichten aus diesem bedienen wir von unserem gemeinsamen Konto. Ich denke, man könnte einen Darlehensvertrag (mit 0 % Zinsen) oder einen Wechsel auch problemlos mit einer Privatperson eingehen. Entscheidend ist: Man kauft das Ding zusammen und haftet persönlich uneingeschränkt. Gewinn/Verlust/Kosten/Lasten/Eigentum wird gemäß Gesellschaftervertrag geregelt. Gerade bei geerbten Immobilien ist das keine Seltenheit. Gut ist auch die Software WISO steuer:mac 2019, die erläutert das ganz gut (kommt also scheinbar häufiger vor).

  38. AvatarSlazenger

    Ich glaub die spinnen die Römer!!!!!

    Jetzt stören sich die Leute schon an Zwinker Smileys

    Wahnsinn!

     

    Nice Sunday

  39. AvatarObama

    @Tim Danke für den guten Artikel.

    Ich lese Deine Artikel gerne. Sie sind immer wieder ein Augenöffner für die Welt im Hamsterrad.

    Denkt alle daran zu wählen. Momentan kann man weltweit beobachten wie gefährlich es ist, aus Protest, irgendwelchen Populisten die Macht anzuvertrauen.

     

  40. AvatarBruno

    @slazenger

    Das war doch lediglich ein Scherz, aber woran ich mich wirklich unglaublich aufrege sind Leute die mich anschreien !!!!!!!!!!!! 😉

    Generell täte manchmal etwas weniger Verbissenheit ganz gut.

  41. Avatarsammy

    @Albr

    Ich denke du kannst die Logik hinter meiner Aussage verstehen. Relativ gesehen hast du natürlich recht aber das fällt umso schwerer je weniger es quantitativ ist. Versuch mal von 1.500€netto 70-80% zu sparen und dabei ein würdiges Leben zu führen.
    Bzw ein Vermögen anzuhäufen wie du es gemacht hast. Ich denke das gelingt nur ganz wenigen, also wäre etwas mehr Demut hier angebracht!
    Ich habe das Gefühl du gibst in diesem Blog mehr von dir preis als vor deiner Frau 😉

  42. AvatarPerpetuum Mobile

    Hier klopft man sich gern selbst auf die Schulter, was man alles so geleistet hat, 70 % Sparquote. Auf den Putz hauen ist noch untertrieben und vor allem sparen bis in die Ewigkeit. Das schaffen wirklich nur wenige.

  43. AvatarA.

    Albr ist schon länger hier auf dem Blog. Bisher hab ich nicht erlebt, dass er den großen Macker raus hängen lässt. Es ist einfach viel Neid vorhanden. Wahnsinn. Viele berichten hier von ihrer Sparquote usw. Wieso nicht, wenn es motiviert.

    Ich finde Tim, Kiev, Fit und Gesund, June, Ex Studentin und auch Albr immer sehr interessant und motivierend. Würde gerne mal alle persönlich kennen lernen. Das sich hier der Inhalt wiederholt ist doch normal, da es die Kernmessage des Blogs ist.  Man kann für sich selbst den Mittelweg finden. Es muss ja nicht jeder Cent kalkuliert und gespart werden, genauso muss auch nicht das Geld rausgeballert werden, als gäbe es keinen morgen mehr. In der ganzen Konsumwelt ist es ein schöner Antipol, der Blog von Tim. äh 😉

     

    Gruß

    A.

     

  44. Avatarsammy

    @A.

    Zitat: Albr

    Ich komme in diesem Jahr auf mehr als 40% Sparquote bei einem Gehalt und 100 % bei meinem passivem Einkommen, mein passives Einkommen ist (netto) größer als mein netto Gehaltseinkommen ?

    Tja, ich hab’s ja schon mehr als oft gesagt und ich wiederhole mich nicht so gerne, aber so denkt – wie oben beschrieben – der deutsche Durchschnittsmichel ?

    aber er jeder wie er will ?

    So viel zum Thema angeben.

    Neid?  ich bin nicht neidisch habe selbst genug und ja auch ich habe eine extrem hohe Sparquote von teilweise über 80% aber auch nur und das möchte ich betonen, was Herr Albr ja nicht zugeben möchte, weil ich überdurchschnittlich gut verdiene und es mir leisten kann so viel zu sparen, sprich trotzdem auf nichts verzichten zu müssen! Das ist der Unterschied. Ich war vorhin mit meiner Freundin Tartuffo und Spaghetti Eis essen und gehe nachher mit meinen Eltern ins Restaurant. Ich verzichte auf nichts aber lebe trotzdem bodenständig. Das geht aber eben nur mit entsprechendem Gehalt. Da muss man sich und vor allem anderen nichts vor machen!

  45. AvatarNico Meier

    @sammy

    Was immer wieder vergessen geht sind Begleitumstände in vesserbezahlten Jobs. Wer einen Job hat der besser bezahlt ist als der Medianlohn hat in der Regel mit anderen Menschen zu tun die auch anständig verdienen, daher kann man nicht im alten t Shirt und den alten Jeans erscheinen weil gewisse Kleidung erwünscht oder gar verlangt wird.

    Dies bringt zusätzliche Kosten mitsich.

  46. Avatarsammy

    Ihr dürft trotz allem nicht vergessen euer Leben zu leben!  Mein Couseng musste letztes Jahr mit 39 Jahren an Krebs sterben.

    Und was bringt die Million wenn du dann alt bist und nicht mehr aufholen kannst was du verpasst hast! Viele Dinge kosten nunmal Geld,  wessen Leben nur aus wandern vor der eigenen Haustüre besteht und sich jeden Cent abzwacken besteht der macht definitiv was falsch!

  47. AvatarA.

    @sammy

    Hm, also das schwierige an einem Text ist, dass der Ton fehlt. Deswegen ist es manchmal schwer zu sagen, in jemand angibt oder einfach nur was mitteilt. Albr hat schon oft erwähnt, dass es viel verdient.

    Er muss es ja nicht jedesmal angeben.

    Gruß

    A.

  48. Avatarsammy

    @A.

    Keine Ahnung wie du etwas interpretierst. Für mich ist es das jedenfalls.

  49. AvatarAlbr

    Zumindest ich liebe es im Taunus zu wandern ! Wenn ich keinen Bock dazu hätte würde ich es auch nicht machen.

     

  50. AvatarWorrier

    @sammy

     

    Ich bin bei dir, aber mein Tipp an dich. Hör auf deine wertvolle Lebenszeit hier mit Diskussionen zu vergeuden – generell im Internet – es bringt nichts. Zieh dein Ding durch und gut ist. Die einen verrecken mit riesen Geldkoffer im Grab, respektive die Erben freuen sich, die Anderen ohne und viele finden den Mittelweg, wie der auch aussehen mag.

  51. AvatarBruno

    @sammy

    Du hast Recht, wenn jemand Spass daran hat, Urlaub in 5* Hotels mit allem erdenklichen Luxus zu machen, und dann aus Spargründen zur Erreichung der möglichst frühen FF darauf gänzlich verzichtet und nur vor der Haustüre wandert, was ihn auch noch ankotzt, der macht in der Tat etwas falsch.

    Aber es gibt auch Leute, die gerne in der Natur wandern. Ich gehe auch gerne in die Berge und bin sehr gerne in der Natur, kann so herunterkommen und „erden“. Aber ich mag ab und zu auch ein Luxushotel, und dann gibt es kein Kompromiss dann gehe ich nicht in ein schäbiges 3* sondern in ein Top-Hotel, man kann ja auch da noch sparen wenn man zeitlich flexibel ist und etwas vorausplanen kann.

    Ich habe z.B. einfach das Glück, dass ich relativ günstige Hobby’s habe. Mir sagt es z.B. nix, in einem Lamborghini oder Ferrari rumzudonnern. Für wen Autos alles sind, die sollten halt daran arbeiten, mehr zu verdienen, um sich diesen Traum auch zu ermöglichen.

    Wichtig ist doch, dass das Verhältnis stimmt, wer viel verdient, darf ruhig auch was ausgeben. Problematisch und das ist wo Tim auch regelmässig anspricht ist, wer mehr ausgibt als dass er einnimmt oder hart am Limit lebt, das ist einfach nicht gesund auf Dauer. Dieser Konsum ist auch nicht nachhaltig und wird sich früher oder später rächen und auch auf Aktienkurse niederschlagen.

  52. AvatarOlly Wood

    @ kiev

    ich denke eine gmbh wäre vielleicht gut für das projekt. so wie ich es vertanden habe willst du ja nicht auf dem markt austreten somit ist eine 1,- gmbh auch ok. wenn du ne gbr hast erfolgt die versteuerung wie bei privat. 300te leihen und wieder rausnehmen geht problemlos (im bsp. gmbh) ist ein darlehn vom gesellschafter an die firma mit darlehnsverzrag (habe ich öfter so gemacht (in beide richtungen). du kannst jedem gesellschafter die gleichen anteile geben und ggf über die satzung die steuerund machen machen. ist ein recht komplexes thema somit nur was grobes hierzu. eventuell ist auch eine kg oder gmbh&co gut dafür. hoffe ich konnte dir etwas helfen. grüsse olly

  53. AvatarMicha

    @Obama

    Denkt alle daran zu wählen. Momentan kann man weltweit beobachten wie gefährlich es ist, aus Protest, irgendwelchen Populisten die Macht anzuvertrauen.

    In D wählen in Summe die Meisten ja CDU, SPD, Grüne. Ob die das immer aus Protest machen, kann ich nicht beurteilen. Ich versichere Dir aber, dass ich, wäre ich heute wählen gegangen, keine dieser Parteien gewählt hätte und dadurch deren Populisten nicht die Macht anvertraut hätte.

  54. Avatarchn

    @Micha:

    In D wählen in Summe die Meisten ja CDU, SPD, Grüne. Ob die das immer aus Protest machen, kann ich nicht beurteilen. Ich versichere Dir aber, dass ich, wäre ich heute wählen gegangen, keine dieser Parteien gewählt hätte und dadurch deren Populisten nicht die Macht anvertraut hätte.

     

    Wäre statt „CDU, SPD, Grüne“ der Begriff „Altparteien“ nicht kürzer gewesen..?

  55. KievKiev

    @ Christian, Olly Wood

    Danke für die Rückmeldungen. Ich schaue mal nach geeigneter Lektüre. Das Hauptproblem wird wohl sein das Vorhaben genehmigt zu bekommen. Ich möchte aus einem Gebiet mit aktiver gewerblicher Nutzung Wohnraum umwandeln. Dieser soll sich dabei hinter die Bebauungsgrenze ausdehnen. Aktuell steht dort bereits ein gewerbliches Gebäude (in einem Wohngebiet wohl gemerkt) mit passender Kubatur für das Vorhaben.

    Ich könnte auch versuchen das Projekt gewerblich zu betreiben. Ich beabsichtige aber eine einfache Lösung. Es wird langwierig, aber ich werde es versuchen. Und vermutlich nicht nur einmal und eventuell vor Gericht.

    @ Sammy

    Der Weg zum Erfolg ist manchmal etwas steinig. Viele Wege führen nicht zum Ziel, aber vielleicht findet man einen guten. Immer dranbleiben und nicht aufgeben. Dabei sollte man auch einen Blick für Alternativen haben. Ich vertrete nicht die Meinung, dass man verrückt ist wenn man oft dasselbe versucht und ein anderes Resultat sich erhofft. Aber von Zeit zu Zeit muss man auch sein Vorgehen neu bewerten.

    Wie alt bist Du, was machst Du? Ist Dir ein sehr gutes Gehalt zugeflogen? Vielleicht kannst Du mit ein paar Beispielen aus Deinem Leben einem Leser Denkanstöße geben.

    Ein Weg zum Erfolg kann auch sein zu Geben. Von dem Projekt profitieren drei ältere Verwandte, meine Geschwister, langfristig meine Kinder, die Gemeinde. Ich profitiere davon freiwillig nicht, aber habe dafür einen guten Teil der Arbeit.

  56. AvatarMarcoZ

    Wenn ihr sagt, ihr verdient sehr gut mit teils 80% Sparquote, was heisst sehr gut? 5K, 8k?

    Und in welcher Region ist des dann so?

    Nur mal so aus Interesse.

     

     

     

  57. Avatar42sucht21

    @MarcoZ – Verdienst

    Verständlicherweise sind auf einem Blog zur Geldanlage mittels Aktien eher Menschen unterwegs die eher mehr Geld verdienen als sie ausgeben. Einige, (v.a. die mit abbezahlten Immobilien) sind bestimmt Millionäre. Sehr gutes Einkommen ist natürlich relativ. Ich denke, hier gibt es Menschen mit Jahreseinkommen 30k, 55k, 85k, 100k, 180k und teils auch darüber. Die mit dem hohen Einkommen haben meist auch sehr viel dafür getan und auch etwas Glück gehabt die richtige Chance zu nutzen. Was das für den free CF und die Sparquote heisst ist bestimmt unterschiedlich. Die Sparquote hängt klar hauptsächlich von der persönlichen Situation ab (Erbe erhalten, Wohneigentum vorhanden, geschieden, kinderlos, Kind mit Behinderung,…) und erst dann kommt die persönliche Einstellung und Bildung zu Konsum / peer-Group Verhalten und persönlichen Finanzen. Ein verbeamtetes Reallschullehrerehepaar mit 2 Kindern auf der Schwäbischen Alb oder in Nordfriesland fährt vielleicht eine höhere Sparquote  als ein DINK-Managerpärchen in FFM.

    Wichtig ist: Wenn die Ausgangssituation gut ist (zB Elternhaus OK), dann vermasseln es immer noch sehr viele. Wenn die Ausgangssituation gut ist, dann hängt es eigentlich nur vom eigenen Mindset ab. Fokus auf sich selbst legen, nicht vergleichen. Es ist doch ziemlich egal welche Sparquote die anderen fahren. Die die 5% oder -5% Sparquote fahren schreiben es halt nicht im Blog sondern nur die mit >25% weil es eben auch das erreichen der eigenen Ziele zeigt. Es geht ja den meisten gar nicht ums Geld sondern um finanzielle Sicherheit und Zufriedenheit. Weniger Verdienst kann durchaus oft mit mehr Lebensqualität einher gehen. (Diese Prioritäten sagt man, tragen ja auch zum gender pay gap bei.)

    Nachtrag: Ich finde, Ted Benna ist durch diese Aufgabe zu einem Held geworden. Wie viele Millionen Menschen verdanken ihm ihren finanziellen Wohlstand im Rentenalter?

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