Robert, 27, spart eifrig. Er möchte finanziell frei werden. Er kauft ETFs und Aktien


New York, 9. Januar 2018

Leser Robert aus Bayern ist auf dem Weg in die finanzielle Freiheit. Trotz der Sparanstrengung will er nicht auf Urlaube verzichten. Die sind ihm wichtig.

Hallo Tim,

mein Name ist Robert. Ich bin 27 Jahre alt. Ich invertiere seit April 2016 in ETFs und Aktien. Ich habe seither auch einen Nebenjob auf 450-Euro-Basis. Meine Sparquote liegt über 50 Prozent.

Ich kaufe jeden Monat Aktien und ETFs. Ich bin hoffentlich auf dem Weg in die finanzielle Freiheit. Ich würd mich freuen, wenn Du einen Post darüber machst. Auf meiner Website findest du meine Depotzusammensetzung.

Ich glaube fest daran auf dem richtigen Weg zu sein. Ich fühle mich schon jetzt auf dem Weg viel freier durch weniger Konsum. Mein Leben ist ruhiger und gelassener.

Ich bin beruflich in der Kabelproduktion (Kabelextrusion, US-Firma, kein Großverdiener). Und doch kann ich es schaffen mit dem Zinseszins. Ich spare vor allem an Konsumgegenständen. Ich kaufe sehr viel gebraucht. Freilich spare ich nicht an der Ernährung. Ich habe einen kostenlosen Internetvertag (nur gedrosselt, aber reicht für whatsapp). Ich halte Fix-Ausgaben (Versicherungen) niedrig beziehungsweise habe ich so gut wie keine.

Ich bin nicht geizig. Ich konsumiere nur bewusster. Urlaub ist mir wichtig. Nun geht es 14 Tage nach Afrika und zehn Tag nach Kroatien. Es ist eine Art Belohnung für das Erreichte in 2017.

Wenn ich die finanzielle Freiheit erreicht habe, würde ich gerne auf eine lange Reise gehen. Ich brauche dazu kein Hotel und Luxus. Freiheit ist für mich keinen Chef mehr zu haben. Was mir noch wichtig ist an der Freiheit ist Zeit mit der Familie zu verbringen: Ezio, Lucy und Jonathan.

Früher war ich oft essen. Es ist ein großer Kostenblock, der oft unterschätzt wird. Jedes Quartal am ersten Samstag treffen sich Investoren aus der Nähe bei mir. Wir essen lecker zuhause und reden über das letzte Quartal. Wir tauschen uns über die Börse aus.

In mein Portfolio kamen im Januar Johnson & Johnson und Nike dazu (falls du das erwähnen willst).

Ich lese vor allem die Blogs Rente mit Dividende und DividendenAdel. Auch timschäfermedia.

Ich will Leute motivieren, die Normalverdiener sind wie ich. Beginne früh! Und wenn es nur 50 Euro im Monat als Azubi sind. Den Zinseszins musst du verstehen. Es können Leute schaffen, die nicht das große Geld verdienen. Schon 400 Euro im Monat durch einen Nebenjob wirken sich über die Jahre mega positiv aus. Jeder sollte investieren in der aktuellen Zinsphase.

Ich begann im Alter von 13 Jahren mit dem Geldverdienen. Ich fuhr Zeitungen aus. Geld bekommen von zuhause habe ich selten (Gott sei Dank). So habe ich von Kleinauf gelernt, dass man für Geld arbeiten muss. Mit 18 war meine Lehre zu Ende. Seit meinem 19. Lebensjahr arbeite ich Vollzeit inklusive Nebenjob. Ich kenne es gar nicht mehr anders.

Meine Freundin setzt sich ebenfalls mit der finanziellen Freiheit auseinander. Wir unterstützen uns gegenseitig. Meine Freunde und Familie wissen, dass ich investiere. Aber nur meine Freundin weiß von meinen hohen Zielen der Freiheit. Meine Freunde ahnen es bestimmt. Ich finde das in Ordnung.

Robert im Urlaub.

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Ich bin mal wieder sprachlos. Super motivierend und fleißig. Dem ist nichts hinzuzufügen. Nur eines: Die Feuerprobe kommt für Neulinge, wenn die Börse längere Zeit korrigiert. Dann muss man den Mut haben, einfach stur weiter zu sparen. Danke für diesen Leserbrief.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Robert, 27, spart eifrig. Er möchte finanziell frei werden. Er kauft ETFs und Aktien

  1. Jens

    Hallo Robert,

    klasse Sache! Ich finde das echt super. Ich war in jungen Jahren ehrlicherweise nicht so fleißig. Ich investiere seit 2013 in Aktien und seit 2016 auch in ETFs. Ich kann nur sagen, es lohnt sich!

    Wie aber Tim schon gesagt hat, irgendwann wird es auch mal wieder runter gehen mit der Börse und dann heißt es weiter kaufen und halten.

    Weiter so und viel Erfolg!

    Viele Grüße

    Jens

  2. Neuling

    Der kostenlose gedrosselte “Internetvertrag“ nennt sich netzclub.

    Habe den selben auch. Seit mehr als 7 Jahren schon, damals als es 2010 frisch rauskam.

     

  3. Regine

    Mir gefällt sehr, dass er sagt, sein Leben sei mit weniger Konsum ruhiger und gelassener. Da steckt schon ’ne Menge Weisheit drin. Und ich finde die Mischung aus >Gönnen von Erlebnissen als Belohnung und trotzdem sparen und anlegen< ausgewogen. Finde die Einzelartikel der Leute hier in den letzten Tagen sehr interessant, danke dafür!

  4. Robert

    Danke Jens. Ich bin sehr gespannt wie ich in unruhigen Zeiten reagiere. Ich halte eine kleine Cashposition dafür.

    Wünsche auch dir ruhige Nerven und allzeit steigende Dividenden.

     

    Gruß Robert

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Robert

    Hand auf Herz. Wo hast Du aus finanzieller Sicht einen Fehler gemacht? (Da können bestimmt andere von lernen)

  6. Petra Wolff

    Hallo Robert,

    es macht Spaß, so etwas zu lesen. Mit 27 war ich noch „Konsumidiot“. Zum Glück habe ich das kurz darauf gemerkt und abgestellt.

    Da soll noch einer sagen, dass die „Jugend von heute“ nichts drauf hat. Danke Tim, für Deinen tollen Blog, der uns das Gegenteil zeigt.

    Viele Grüße

    Petra

  7. Robert

    Ja es handelt sich beim Handyvertrag um netzclub 🙂

    Bzgl Konsum kann ich nur jedem raten mal zu Hause auszumisten. Das beginnt im schuh/Kleiderschrank bis zum dachboden/Keller. Plötzlich findet man auch das was man sucht. Und man überlegt beim shoppen ob man es den wirklich braucht (die Finanzen mal beiseite gelassen). Man fühlt sich einfach wohler.

    Fehler hatte ich wenige da ich ja mit einem ETF Sparplan begonnen habe. Ich habe mich langsam rangewagt. Dennoch habe ich einen sehr großen Fehler gemacht bei dem ich sogar 100% Verlust eingefahren habe. Im Nachhinein stellte sich heraus das es ein schneeballsystem war. Ich zitiere „ich kann Ihnen nicht sagen wie sie schnell reich werden, aber ich kann Ihnen sagen wie sie schnell Arm werden. Das schaffen sie indem sie versuchen schnell reich zu werden.“

     

    Gruß robert

  8. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Wegen dem Netzclub…

    Habe mir das gerade angeschaut. Also da ist ja alles außer diesen 100 MB  überteuert. Wer zahlt denn für SMS oder die Gesprächsminute noch 9 Cent?

    Und mit 100 MB sind ja praktisch kaum 3 oder 4 Tage zu überstehen mit normaler mobiler Nutzung.

    Heute ist der normale Standard (evtl. bei Altverträgen unter Androhung von Kündigung) eine Allnet Flat zu 9,99 Euro mit 2 GB Datenvolumen. Mit denen komme ich wirklich spielend aus. Da muss ich sogar unterwegs nicht einmal sinnlose WhatsApp Videos bis zur WLAN Verbindung aufschieben.

    Ich finde es auch abwegig, wenn man eine Leistung ohne jede Gegenleistung erhalten will. Wenn man sich eine mobile Freiheit für 10 Euro im Monat nicht leisten kann/will, dann kann man auch gleich zum Sterben in den Wald gehen. 😉

    Na ja, nicht ganz ernst gemeint. Aber Geiz finde ich absolut nicht geil.

    MS

  9. June

    Guten Morgen,

    @ Robert,

    du machst es richtig! Schön, dass du eine Partnerin hast der mit dir im Gleichklang ist.

    @ handy Tarif,

    Hier lohnt sich Aldi, 1,25 GB Datenvolumen, und 300 Minuten Gesprächsminuten beziehungsweise SMS für rund acht Euro. Die Telefonnummer  vom alten Anbieter kann man mitnehmen. Das Aufladen der Karte geht bequem über das Girokonto.  So telefoniere ich jetzt seit rund zwei Jahren und bin super zufrieden.

    Wie Matthias Schneider schon schreibt, darf ein  guter Service auch etwas kosten.

    Take care,

    June

  10. Seb

    Mein großer Tip bzgl. Handygebühren in D – derzeit führt nichts an einem Dual-SIM Gerät vorbei, wenn man kostenoptimiert unterwegs sein will.

    Eine SIM kommt dann aus einem reinen Datenvertrag (früher auch verstärkt unter dem Stichwort „Tabletvertrag“ zu finden gewesen), wo Telefon und SMS komplett gesperrt sind. Bei 2-jähriger Vertragslaufzeit kann man hier für 10€ im Monat schon 10GB und mehr in den D-Netzen bekommen. Bei niedrigerem Datenvolumen dann auch noch deutlich unter 10€.

    Als zweite Karte sucht man sich dann eine ganz scharf auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmte, ich denke normalerweise Pre-Paid-Lösung. Als ich das letzte Mal nachgesehen habe, gab es dort im für Telefon und SMS völlig ausreichenden E-Plus/O2 Netz z.B. Möglichkeiten ab 6ct je Einheit ohne weitere laufende Kosten. Mein Bedarf ist hier sehr gering (unter 1€ im Monat bei 9ct pro Einheit). Wenn mehr zusammen kommt, gibt es auch noch monatsbasierte post-paid Angebote mit Inklusivpaketen in verschiedensten Größen.

  11. Daniel

    @Matthias Schneider

    Habe mir das gerade angeschaut. Also da ist ja alles außer diesen 100 MB  überteuert. Wer zahlt denn für SMS oder die Gesprächsminute noch 9 Cent?

    Und mit 100 MB sind ja praktisch kaum 3 oder 4 Tage zu überstehen mit normaler mobiler Nutzung.

    Ich bin ebenfalls Netzclub Nutzer erster Stunde. Damals bekamen alle Kunden noch 200MB Kontingent. Das ist auch für Bestandskunden wie mich beibehalten worden. Ich weiss nicht genau was Du mit deinem Smartphone so anstellst, aber ich bin seit fast 8 Jahren Nutzung nur 3x in die Datendrosselung gekommen, wo also das Kontingent überschritten wurde. Aber selbst dann reicht mir die Bandbreite um das Smartphone weiterhin als „Werkzeug“ für Navi etc. zu nutzen.

    Volumen nimmt eigentlich zunehmend ab. In jedem zweiten Zug habe ich WLAN, im Büro habe ich WLAN, zuhause habe ich WLAN und wenn ich Freunde besuche auch. Für Whatsapp, Bahn-Verspätungen, Eilmeldungen ist genug Volumen da. Und das nutze ich täglich.

    Heute ist der normale Standard (evtl. bei Altverträgen unter Androhung von Kündigung) eine Allnet Flat zu 9,99 Euro mit 2 GB Datenvolumen. Mit denen komme ich wirklich spielend aus. Da muss ich sogar unterwegs nicht einmal sinnlose WhatsApp Videos bis zur WLAN Verbindung aufschieben.

    Was ja auch wiederrum 120€ im Jahr ausmacht. Für die Kohle habe ich schon die Steuer vom ersten Auto bezahlt 😉 Ich bin vielleicht einfach nicht so…wie soll man sagen… Smartphone begeistert als dass ich mir von dem Knochen meinen Tag bestimmen lasse. Ich muss keine Videos direkt nach Empfang gucken und verspüre auch kein Verlangen mir unterwegs irgendwas anzugucken, wenn zuhause ein großer Bildschirm auf mich wartet.

    Na ja, nicht ganz ernst gemeint. Aber Geiz finde ich absolut nicht geil.

    Darüber lässt sich sicherlich streiten ob das bewusste Sparen beim Smartphone Tarif als Geiz bezeichnet werden kann. Gehen wir von der Annahme aus, dass der Durchschnittliche Preis für Datentarife bei 12€ im Monat liegt (manche zahlen ja viel mehr und unter der Annahme das man früher mehr bezahlt hat), dann hätte mich das Smartphone mit so einem Vertrag bislang bei 7 Jahren Nutzungszeit ca. 1000€ Gebühren gekostet. Netzclub hat jetzt in 8 Jahren 50€ für ein Guthabenupdate bekommen (da siehst du mal wieviel ich telefoniere) + 20€ vor einiger Zeit für eine Neubestellung der SIM Karte, da mein neues Smartphone nur noch Nano Sim unterstützt.

  12. Ruby

    Vielleicht mal eine generelle Anmerkung von mir zu den Berichten über Menschen, die hier ihr Depot vorstellen.

    Bitte etwas vorsichtig sein mit dem Identifikationsgrad der eigenen Anlagen – vor allem auch dann wenn man öffentlich sein Depot samt Zu- und Abgängen darstellt. Das wird in der Zukunft zu einem Rechtfertigungsdruck führen – schlicht deshalb weil ich für die Zukunft einen deutlichen Rücksetzer am Aktienmark erwarte. Fallen eure Werte und ihr verteidigt sie öffentlich dann besteht die große Gefahr an Nieten festzuhalten und/oder in fallende Messer zu greifen. Oder vielleicht mal anders gesagt: Ich kann jemanden der hat die Dt. Telekom bei 60 zum „verbilligen“ nachgekauft – und ich vermute stark er wird diese Aktie bis zum Lebensende behalten.

    Was man auch immer bedenken sollte ist, daß Aktien nicht die einzige Anlageklasse sind. Wer außer seinem Aktiendepot kein Haus, Wohnung, Lebens- oder Rentenversicherung besitzt sollte sich überlegen Anleihen und Immo-Aktien ins Depot zu nehmen. Denn ansonsten fährt man ein sehr großes Risiko.

    Ich habe wie gesagt gar nada gegen Aktien und Aktien-ETFs. Ich hab selbst welche die ich auch bei einem Rücksetzer halten werde. Nur bitte nicht alle Eier in einen Korb.

    Und lieber Robert: Lass dir bloß das Reisen nicht madig machen!                            Denn:                                                                                                                                      „Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben“ (Alexander v. Humboldt)

  13. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Daniel,

    das kannst Du ja so sehen, und ich habe auch nichts dagegen, wenn jemand mit 100 MB auskommt. Ich kann es eben nicht, und wenn 120 Eur im Jahr für rundum sorglos mobil im Internet für mich eine finanzielle Belastung wäre, dann hätte ich prinzipiell was falsch gemacht im Leben.

    Ohne Nutzung bräuchte ich überhaupt kein Smartphone. Für mich ist es aber ein täglicher Wegbegleiter und ein Arbeitsutensil. Ich habe verschieden Apps und ich will unterwegs mir auch Youtubes anschauen, wenn die Blogger was einstellen.

    Bei mir kommen mobil auch keine Unmassen an Daten zustande. Seit Weihnachten bis heute gerade knappe 400 MB. Auf 1 – 1,2 GB komme ich aber allemal. Im gleichen Zeitraum habe ich bereits 3,1 GB Daten über WLAN gezogen.

    Das kann ja jeder halten wie er will. Ich habe Sparen gelernt, das kann ich Dir sagen. Deswegen kommt bei mir auch kein iPhone ins Haus. Für den Preisunterschied kann ich 5 Jahre meine Allnet-Flat zahlen. So kann man auch rechnen.

    Ich habe Anfang der 90er mit Online begonnen bei Compuserve. Teuer in deren eigenem Netzzugang. Dann kamen unabhängige Browser wie Netscape. Da konnte man sich dann kostenlos in rein deutsche Webseiten über Germany.net einloggen, international hat man sich über Vorwahlprogramme für „call-by-call“ eingewählt, die immer den aktuell billigsten Anbieter angewählt haben.

    Irgendwann kam mobiles Online. Da hat man dann Anbieter genommen, bei denen Gespräche ins eigene Netz nur 1 Cent kosteten, und das genommen, was die meisten Bekannten hatten.

    Wie oben angemerkt, dann für die Daten eine billige Aldikarte ins Dual-SIM Handy gesteckt.

    Übrigens… die SIM kannst Du ganz einfach selbst zurecht schneiden. Die 20 Eur hast Du zum Fenster rausgeschmissen. Dafür gibt es Schablonen zum Ausdrucken, Auschneiden, Auflegen und schon ist die alte SIM eine Micro oder Nano. Musste ich bei meinem neuen Nokia 6 auch machen.
    Umgekehrt gibt es für die kleinen SIMs auch wieder Adapter um sie als größere zu verwenden.

    Na denn, nix für ungut. Jeder spart auf seine Weise. Schönen Tag noch.

    MS

  14. Fit und Gesund

    @Robert,

    Du machst das ja richtig gut, und ich finde Du hast ein schönes Aktiendepot, gratuliere 🙂

    @All,

    das neue Jahr hat sehr bescheiden begonnen, mein ältester Kater ist krank und ich muss dauernd zum Tierarzt, hoffe dass ich nun das richtige Antibiotika habe, Mist wenn die Resistenzprüfung immer so lange dauert. Wird schon werden.

    Dann war ich gestern bei der deutschen „Rentenberatung“, hätte ich mir sparen können, aber ich habe herausgefunden, dass wenn man 12 Monate in D gearbeitet hat, einem die ausländischen Renten (in dem Fall CH und England) angerechnet werden, ich also rentenberechtigt bin, habe jetzt mal eine Berechnung angefordert, ob das dann wirklich so sein wird?

    Telefon

    hab ein Aldi-prepaid für mein Handy, kostet mich 10 CHF/Monat, aber Festnetz und Internetzugang das wollt ihr nicht wissen 🙂

    Ansonsten ist Alles paletti, gestern gab es eine kleine „Belohnung“ in Form von Aktienkauf, Simon Property. dieses Jahr möchte ich noch bisschen Dividende sammeln, hätte gerne noch Procter & Gamble und Microsoft, aber da muss ich einen Rücksetzer abwarten.

    Liebe Grüsse

  15. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    bedauerlich zu hören. Drück Dir die Daumen für Dein Viecherl. Meine Tochter ist ja Tierärztin, aber die arbeitet auch nicht umsonst, und ist eh in Nürnberg. Sie macht auch eher in Chirurgie bei Kleintieren. Sie hat 3 Katzen. Sind wohl alles welche, wo die Halter nicht mehr die OP zahlen wollten/konnten, und hätten eingeschläfert werden müssen. Meine Tochter bekommt auch viel Elend mit. Leider hat sie jetzt selbst (dadurch?) gesundheitliche Probleme.

    Unser herziger alter Westi tut sich auch sehr schwer mit einem Ulcus (Magen- Darmgeschwür). Mit Antibiotika-Kur hat es mal schön nachgelassen, kommt aber immer wieder. Wir wollen ihn aber auch nicht mehr zu sehr belasten. Ist eh schon bald 15.

    Alles Gute!

    @Daniel,

    kurz noch zu den Daten. Gerade ploppte am Handy auf, dass Nils ein neues Video eingestellt hat. Klar, ich könnte das abends ansehen, aber wenn ich Zeit habe, dann will ich nicht eingeschränkt sein, und schaue es mir gleich an. Habe gemessen, die paar Minuten sind ca. 10 MB gewesen. Ich will das einfach machen können. Auch will ich auf die interessanten Seeking Alpha Artikel gehen, sobald sie erscheinen usw. Dafür habe ich das Teil, nicht zum nicht benutzen.

    MS

    Ach, welch Freude… AmTrust (AFSI) springt heute um 25% an. War schon nachbörslich geschehen auf Nachrichten. Habe mal 200 eingebucht bekommen über short Puts. Damit bin ich jetzt sehr schön im Plus und Dividende gab/gibt es auch. Geprügelter Wert, wo sich der Zock am Ende gelohnt hat, mal wieder…

  16. El Loco

    @ Ruby:

    Zitat: „Was man auch immer bedenken sollte ist, daß Aktien nicht die einzige Anlageklasse sind. Wer außer seinem Aktiendepot kein Haus, Wohnung, Lebens- oder Rentenversicherung besitzt sollte sich überlegen Anleihen und Immo-Aktien ins Depot zu nehmen. Denn ansonsten fährt man ein sehr großes Risiko.“

     

    Es ist bekannt, dass Aktien nicht die einzige Anlageklasse sind, aber auch, dass Sie außerdem langfristig die mit Abstand erfolgreichste Anlageklasse sind. Seine Anlagen in Anleihen und sogar in Lebens- oder Rentenversicherung zu diversifizieren ist doch eher eine sehr durchschnittliche Mittelklasse-Denke. Die Langfristrenditen sind bekanntermaßen sehr erbärmlich. Außerdem ist es geradezu suizidal auf Geldwerte zu setzen.

    Robert hat einen sehr langen Zeithorizont angegeben, in dem er investiert sein möchte. Außerdem verfügt er über grundsolide Werte. Unilever, P&G, Henkel, Coca Cola, General Mills produzieren alle Produkte, die täglich von Millionen Konsumenten genutzt werden. Es ist davon auszugehen, dass diese Firmen auch noch in 30 Jahren Produkte des täglichen Bedarfs produzieren und ein Markenportfolio von mehreren Tausend Brands aufweisen werden. An dieser Stelle wäre mal interessant, was hier mit einem „sehr großen Risiko“ gemeint ist?

    Ich halte das Vorgehen für sinnvoll. Ob er irgendwann eine Immobilie kauft ist sicher Geschmacksache und nicht zwingend erforderlich. Denn wenn die o.g. Unternehmen keine Existenzberechtigung mehr haben und langfristig nicht mehr wachsen, dann haben wir ganz andere Sorgen als die Verteilung des Vermögens auf unterschiedliche Assetklassen.

    Robert ich kann dich nur ermutigen, deinen eingeschlagenen Weg unabhängig von den weltweiten Aktienkursen konsequent und kontinuierlich fort zu setzen. Du bist auf dem richtigen Weg!

     

  17. ich

    deine worte sind sehr weise gewählt el loco, wenn die o.g. unternehmen keine existenzberechtigung mehr haben, werden schutzgeldzahlungen im viertel, als lebens- oder rentenversicherung, wieder eine rolle spielen.

  18. Titus

    @ Seb.        Welcher Anbieter stellt einem 10 GB und mehr monatlich bei 10,- und 2 Jahres-Vertrag zur Verfügung? Habe aktuell einen reinen tablet-Vertrag mit lediglich 2 GB Datenvolumnen – wurde im Netz nicht fündig.       Sorry, kann meine Texte nicht gliedern, weil der Curser nicht dahin springt, wo ich ihn haben möchte.         Beste Grüsse an Dich und Alle           Titus

  19. Ruby

    @El Loco

    Es scheint in der Natur der Sache zu liegen, daß mit zunehmender Dauer der Hausse die Anzahl der Experten mit Überdurchschnitts-Denke immer mehr zunimmt.

    Würde mich in Verlauf dann nur noch interessieren, ob diese Denke auch noch fortbesteht wenn innerhalb eines halben Jahres die Kursgewinne einer Dekade harten Sparens vernichtet sind.

     

  20. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Ruby

    Wieso „vernichtet“? Du redest von Volatilität. Wer seine Papiere hält, verliert gar nichts. Im Gegenteil ist eine langjährige Baisse das beste, was uns passieren kann, wenn wir langfristig Vermögen aufbauen wollen.

    Recht hast du damit, dass sich noch zeigen muß, wer das durchsteht.

  21. Ruby

    @Freelancer Sebastian

    OK – ich muß es etwas konkretisieren. Es ist sogar mehr als lediglich der Kursgewinn der verloren geht – auch das eingesetzte Kapital schmilzt ab wenn die Einzahlungen ohne Unterbrechungen fortgeführt werden.

    Wovon ich rede ist die letzte Baisse  guck mal hier http://3.bp.blogspot.com/_pMscxxELHEg/SbrBfUJFYHI/AAAAAAAAEyY/qnwQiKlMB_4/s1600-h/SP500Mar132009.jpg

    Wollte eigentlich das Bild einstellen – geht aber irgendwie nicht.

    Ich bin wie gesagt überhaupt nicht gegen ein Engagement in Aktien, und auch ich hab keine Glaskugel zu Hause – keine Ahnung wie die Korrektur beim nächsten Mal aussieht.

    Tatsache ist aber, daß die Börsen verdammt hoch bewertet sind und man sich schon fragen muss, ob man ausgerechnet jetzt am Top einsteigen muss. Zumal wenn man erst am Anfang steht und noch nicht auf Kursgewinnen sitzt.

    Der Hinweis auf andere Anlageformen mag altbacken klingen. Aber wenn man sein Depot wie 2008 live in den Keller fahren sieht dann wird das olle Festgeld auch mit Minizins doch wieder total attraktiv. 🙂

    Lange Rede – Diversifikation ist wichtig.

  22. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Ruby

    Deine Argumentation kann ich nachvollziehen, allerdings verfolge ich einen ganz anderen Ansatz.

    Geld für Anschaffungen liegt bei uns ganz sicher auf dem Tagesgeldkonto. Alles was darüber hinausgeht, wird für den Vermögensaufbau investiert. Und da gibt es nur eine Anlageklasse, die alle anderen LANGFRISTIG absolut in den Schatten stellt: Unternehmensbeteiligungen, sprich Aktien.

    Ich bin weder schlau genug, noch habe ich Zeit und Muße solch geniale Geschäftsideen wie bei Disney, Nike, J&J und co aufzuziehen. Daher beteilige ich mich am Original.

    Der aktuelle Wert, den die Börse festlegt, interessiert mich nicht besonders. Ich will langfristig am Geschäftsmodell, den Umsätzen, Gewinnen, Dividenden partizipieren. Mein „Vermögen“ schwankt von Tag zu Tag. Egal.

    Natürlich muß ich ehrlich zugeben, dass auch in mir das Ego jubelt, wenn über Jahre das Depot fetter wird. Und sicherlich wird mein Ego auch „heulen“, wenn es bergab geht. Aber zum Glück ist da auch noch die Ratio. Und die Weisheiten all der erfolgreichen Investoren, von denen wir lernen können, werden mich  – und sehr viele andere – auf Kurs halten.

    2011 ist der DAX – das haben wohl alle vergessen, die von 9-jähriger, ununterbrochener Hausse sprechen – um über 25% eingebrochen. War nicht schön, aber irgendwie doch auszuhalten. Stur gehalten und weiter gekauft.

    Risiko ist für mich, eine Pleitebeteiligung zu erwischen. Daher Diversifizierung in mehrere Aktien. Mit einem ETF ist das völlig egal. Andere Anlageklassen machen für meine Situation keinen Sinn. Volatilität=Risiko? Sehe ich ganz anders.

    Selbstverständlich ist es legitim, auf andere, unrentierliche Klassen zu setzen, wenn man die Schwankungen nicht aushält. Damit habe ich kein Problem.

    Das heißt aber nicht im Umkehrschluß, dass 100% Aktien ins Desaster führen müssen. Stur und stetig, Monat für Monat in Aktien investieren und der Schneeball rollt…..

    Na ja, diese Diskussionen werden interessant, wenn es endlich wieder über längere Zeit abwärts geht.

    Ich wünsche dir und allen anderen viel Erfolg!

  23. June

    @ unterschiedliche Anlageklassen,

    Ruby, ich muss El Loco recht geben. Nachdem man seine Rücklagen angespart hat, in Roberts Fall so ca. 6 Monatsgehälter, ist das Beste was ein 27 jähriger Mann oder auch Frau machen kann: Aktien kaufen!

    Und ich habe die Krise in 2008 erlebt und auch davor schon die Dotcom Blase.

    Zinseszins ist nämlich eine Rechnung die unser Gehirn leider nur schwer versteht und daher sehen wir ohne konkrete Zahlen nur den Verlust.

    ein Beispiel:

    Nehmen wir Robert er hat 10.000 € gespart und legt das Geld nun eine Dekade an der Börse an  und hat eine jährliche Rendite von ca. 7%. Dann sind das nach 10 Jahren ca. 20.000 €. Sollte es genau dann einen Crash geben von sagen wir mal 50% hat Robert immer noch seine ursprünglichen 10.000€.

    Okay, Robert hat keine 10.000€ aber er kann jeden Monat 85 €  in einen ETF sparen. Das sind nach 10 Jahren auch ca. 10.000 € aus eigener Sparkraft. Bei 7 % Rendite ca. 14.600 €. Auch hier gibt es einen Crash. Und Robert hat nur noch 7.800 €. Dann wurde nur 2.200 € Sparvermögen vernichtet. Und auch nur dann wenn Robert verkauft.

    Robert ist sehr ängstlich und legt sein Geld in Bausparverträge, Tagesgeld, Festgeld und Rentenverträge an. Bringt ihm im Moment, wenn er Glück hat 1%. Das sind nach 10 Jahren ca. 10.6000 €. Berücksichtigt man die Inflation hat das Geld in 10 Jahren eine Kaufkraft von ca. 8.200 €. Wahnsinn, da hat Robert aber richtig Verlust gemacht.

    Der Aktien-Robert ist aber klug und er hält seine Aktien bis zur Rente. Das wären bei Robert nach den Crash noch 30 Jahre. Und nehmen wir jetzt mal an die Wirtschaft ist schleppend und die Aktienrendite beträgt nur 5 %, dann sind das bei der Einmalanlage ca.  43.200 €. Bei Roberts Anspar ETF’s ca. 33.700 €, wenn er seine monatlichen 85 € nicht mehr weiter spart. Wahnsinnige 103.000 € wenn er über diese Zeit weiter die Sparrate von 85 € aufbringt.

    Ich verrate dir auch was der Anleihen- und Renten- Robert haben wird. Er hatte ja keine Crash und trotzdem summieren sich seine 10.000 € nach langen 40 Jahren nur zu 14.888 €.  Was die Inflation mit Roberts Spargeld macht, darfst du dir selbst ausrechnen. Der Anleihen Robert muss also viel mehr Geld aus eigener Sparkraft aufbringen.

    Das Verlustrisiko eines so jungen Menschens ist so klein, gegenüber dem Zinseszinsgewinn, dass es wirklich jeder junge Mensch eingehen kann.

    Take care,

    June

  24. Mattoc

    Bei einem befürchteten Crash sollten stets folgende Parameter zueinander ins Verhältnis gesetzt werden:

    – Depotwert

    – Sparsumme pro Jahr

    – Verbleibende Dauer der Ansparphase

    Für Menschen, die unter 30 Jahre alt sind, wird häufig der Depotwert im Verhältnis zur Sparsumme pro Jahr sehr gering sein. Insofern ist es hier vollkommen egal, ob es einen Crash gibt oder nicht, die Sparsumme wird die Verluste immer irgendwie in relativ kurzer Zeit ausgleichen und danach geht es irgendwann mit Wucht nach oben.

     

    Beispiel:

    Depotwert: 100.000 Euro in Aktien

    Sparsumme pro Jahr: 20.000 Euro

    Verbleibende Dauer der Ansparphase: 20 Jahre

     

    Wenn nun das Aktiendepot halbiert wird auf 50.000 Euro und weiter jährlich 20.000 Euro ins Depot fließen, ist ein Crash doch super. Das wichtigste ist und bleibt das sogenannte Humankapital. Wer es schafft, 20 Jahre lang oder länger volle Kanne ins Depot einzuzahlen, der kann innerhalb der nächsten 15 Jahre Jahre locker noch 2 Crashs gut aushalten.

    Und wer an den Niedergang des Weltfinanzsystems glaubt, der sollte Dosenbrot, Konserven und stilles Wasser einlagern und keine Aktien kaufen.

    Und jetzt ab in die Heia. 🙂

     

  25. Robert

    Hey Leute, also ich habe mir gerade all eure Kommentare durchgelesen. Erstmal muss ich sagen ich bin sprachlos das so viel Feedback kommt.

    Oben wurde ja einiges bzgl Geiz (Handyvertrag) geschrieben. Ich habe mir im Leben Prioritäten gesetzt bei denen ich keineswegs geizig bin wie z.B. Ernährung, Urlaub oder auch mein Hobby Motorradfahren. Aber da ich Zu Hause, bei Freunden und auch in der Arbeit W Lan habe und ich unterwegs größtenteils nur Whats App nutze (das funktioniert auch im gedrosselten Modus 1A) sehe ich einfach keinen Sinn einen kostenpflichtigen Vertrag abzuschliessen. Egal ob der Vertrag 5€ oder 50€ kostet. Mir geht es hier ums Prinzip. Facebook, Youtube etc checke ich auf dem Sofa am Tablet. Also alles easy 🙂

    Ob nun ein Crash kommt oder nicht ist mir eigentlich relativ. Ja ich weiß nicht wie ich reagiere aber da ich ganz am Anfang stehe (überschaubares Depotvolumen) und monatlich zukaufe habe ich davor keine Angst. All meine Werte sind nach dem Motto „Buy and Hold“ gekauft. Im Crash baue ich meine Positionen kräftig aus da ich dafür einen Teil der monatlichen Einzahlung beiseite lege, sprich meine Cashposition (ca 10%) baut sich mit dem Depotvolumen aus. Verlust mache ich ja nur wenn ich die Nerven verliere und verkaufe. Da keine Immobilienkauf geplant ist habe ich genug Rücklagen (mehr als 6 Monatsgehälter) gesammelt, ein Notgroschen auf dem Tagesgeld und ein Bausparvertrag den ich mir demnächst auszahlen lassen werde. Ich verfasse auf meinem Blog immer einen Monatsabschluss. Ich zeige dort einen Chart der die Entwicklung der Dividende seit beginn zeigt (mtl). Wichtig ist mir das ich die Dividende von Jahr zu Jahr steigere. Das ist Anfangs nicht schwer. Bei größerem Depotvolumen kommt man da schon ins kämpfen wenn der Euro/USD sich so wie im Jahr 2017 entwickelt. Wenn ich mir das KGV mancher Werte ansehe wird mir bewusst das der Markt nicht gerade billig ist ABER die Gewinne sind bei einigen Unternehmen ordentlich mit gestiegen. Ich kaufe weiter munter zu da mein Anlagehorizont eigentlich „ewig“ ist. Und wie oben schon erwähnt, sollte Unternehmen wie Bsp. Henkel, P&G oder Unilever keine Gewinne mehr verbuchen oder gar nicht mehr existieren dann leben wir warscheinlich wieder in Höhlen und Geld wird meine geringste Sorge sein.

    Folgen kann man mir überigens in Facebook, die Seite heißt „Dividendeneinkommen“.

    Gruß Robert

  26. El Loco

    @ Ruby:

     

    Für Langfristinvestoren, und hiermit meine natürlich diejenigen die bei der Stange bleiben, ist die Halbierung des Depots ein Segen. Umso höher der Rückgang in der Baisse, umso größer ist der Gewinn der langfristigen Dividendeninvestoren. Denn sie müssen nichts anderes machen als zu warten, die Dividenden reinvestieren und bei Möglichkeit, weiteres frisches Kapital hinzufügen. Die Dividendenrendite steigt in der Baisse überdurchschnittlich stark an, zuverlässige Firmen von denen hier die Rede steigern unabhängig von der Konjunktur ihre Ausschüttungen kontinuierlich und unbeirrt… irgendwann wenn der schwarze Rauch verzogen und sich die Wolken lichten, dann kommt die Zeit derer, die an ihren grundsoliden Unternehmen festgehalten haben und Sie verfügen dann über deutlich höhere Renditen, als wenn die Kurse „normal“ bzw. mit geringerer Volatilität verlaufen wären.

    Und noch etwas. Ja natürlich gerade JETZT INVESTIEREN, worauf willst du auch warten. Denn das JETZT ist „heute JETZT“ und „morgen JETZT“ und „übermorgen JETZT“  …und „gestern JETZT“, und „vorgestern JETZT“…!

    Gerade beim verfassen dieses Betrags sind einige hundert Dollar Quartalsdividende von Altria eingetroffen (Das Unternehmen erhöht übrigens seine Dividende zuverlässig seit 48 Jahren und zahlt sie bereits seit 1928 aus). In diesen Genuss wäre ich leider nicht gekommen, wenn ich das „JETZT“ von „gestern“ ignoriert hätte und auf einen vermeintlich besseren Zeitpunkt gehofft hätte.

    Hätte man in 2 Dekaden 1995-2015 die nur „besten 10 Tage“ verpasst, wäre aus einem Anfangsinvest von 10.000 Dollar nicht 65.453 Dollar geworden, sondern nur 32.665 Dollar. Wir reden von 10 Tagen verpasst gegenüber 7300 Tagen.

    http://www.businessinsider.com/cost-of-missing-10-best-days-in-sp-500-2015-3?IR=T

    Ich habe diese Diskussion seit Jahren mit meinem Vater. Er wartet immer auf den optimalen Moment. Ja und manchmal erwischt er ihn auch beinahe. Nur in 80-90 % aller Fälle verpasst er ihn. Er wäre heute viel wohlhabender, wenn er auf diese Timing-Spielchen verzichtet hätte! Mittlerweile wendet er zumindest zum Teil eine Buy and Hold Strategien mit zuverlässigen Dividendenaktien an und so langsam bereitet es ihm auch Freude.

     

  27. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Freelancer Sebastian

    @ June

    @ Mattoc

    @ Robert

    @ El Loco

    Danke Euch. Ich bin baff. Gut erklärt. In diesen Beiträgen steckt Weisheit.

  28. Obama

    Hallo @all

    wer weiß schon, wann der beste Moment zum kaufen ist ? Leider niemand im Voraus. Nur rückblickend gibt es dann schlaue Analysen.
    Ein Freund von mir möchte seit 2 Jahren in den Aktienmarkt investieren. Er hat sehr viel Bargeld liegen. Jedoch findet er auch seit 2 Jahren Gründe, warum jetzt ein ungünstiger Zeitpunkt ist.
    Anfang 2017 schrieb er, dass er jetzt auf den Aktiencrash wartet (der natürlich nicht mehr lange auf sich warten lassen kann) und dann einsteigt.
    Auch 2018 steht er weiter am Seitenrand und hat ordentlich Rendite verpasst.
    Ich bin schon seit 1998 an der Börse aktiv und habe 2001/02 mein Lehrgeld bezahlt. Was ich in diesen Jahren noch nie erlebt habe, dass ein Crash vorausgesagt wurde.
    Finde es momentan sehr skurril, dass man überall nur vom bevorstehenden Crash liest (man muss sich nur mal auf YouTube umsehen (Positionen werden verkauft, um sich für den Crash zu rüsten,………). Bin mal gespannt wie Mr. Market über diese ganzen Szenarien denkt ? :;)

    Liebe Grüße !

  29. Ex-Studentin

    @Fit und Gesund

    Ich wünsche deinem Kater alles Gute.

    @Robert

    Bleib am Ball. Alles Gute für dein Ziel.

    @Matthias

    Ich habe meine Karte letztens sogar ohne Schablone zurecht geschnitten. Aber habe vorher aufmerksam Youtube-Videos geschaut. Habe wenige Tage vorher beim Handy-Akku tauschen ein Video geschaut, wo schlecht erkennbar war, was man zu machen hat. Weswegen ich danach ein neues Handy gebraucht habe.

    Ich zahle 4,95€ im Monat für 500MB und 100 Freiminuten + FreiSMS. 1GB Internet wäre praktischer, aber bisher siegte die Bequemlichkeit.

    Liebe Grüße

    Jenny

  30. Ralf

    Guter Artikel. Alles Gute für deine Ziele!

    Ein Hauptkostentreiber bleibt aber für mich das Thema Wohnen, mittlerweile trifft das Wohnproblem auch immer mehr die Mittelschicht. Aus meiner Sicht wird für viele Menschen das Thema in D immer brisanter, ausser in strukturschwachen Regionen. Bei uns gibt es z.B. in der Region zunehmend Immobilienanzeigen von Eigentümern, welche ausdrücklich nur noch an kinderlose Doppelverdiener vermieten wollen. Familien fallen immer mehr durchs Raster. Als Single oder Paar hat man es hier etwas leichter und kann flexibler agieren.

    Der Staat schaut dumm zu und getroffene politische Entscheidungen vereinfachen die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Zukunft auch nicht gerade.

    Hier ein kurzer Artikel dazu:

    https://www.focus.de/immobilien/mieten/studie-des-caritasverbandes-deutsche-muessen-um-zuhause-fuerchten-wohnungsnot-erreicht-jetzt-auch-die-mittelschicht_id_8283740.html

  31. Maresa

    Wer heute eine Wohnung sucht, braucht wirklich starke Nerven und entsprechendes Kapital. Gerade heute morgen war eine Kollegin verzweifelt, eine ganz liebe und zuverlässige Person. Sie ist aktuell in einer Trennungssituation und sucht für sich und ihren 6jährigen Sohn eine kleine Wohnung, die sie auch gefunden hatte – Zusage mündlich, Vertrag ihrerseits unterschrieben, Bürgschaft etc. alles gut, Einzug zum 1.02.18

    Jetzt hat sie der Vermieter angerufen – dass er die Wohnung an jemand anders vermietet hat; der Investor hatte die Wohnung nochmals ausgeschrieben. Vermutlich hat er gepokert – und konnte jetzt auch noch mehr verlangen – und solange hatte er meine Kollegin hingehalten.

    Da läuft offensichtlich vieles schief auf dem Wohnungsmarkt; und das Invest in eine eigene Wohnung zeigt eine andere -neue- Seite, jenseits von Renditeberechnungen.

    Viele Grüße. Maresa

  32. Ruby

    Tut mir Leid wenn ich die Filterblase hier gestört habe.

    Ich habe heute jedenfalls die Gelegenheit genutzt um ca. 10% meines Aktiendepots zu veräußern. Sollte es in den nächsten Monaten weiter mit der Dynamik steigen werden die nächsten 10% an den Mann gebracht.

     

  33. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Ruby

    Im Gegenteil. Konträre Ansichten sind immer wichtig, um zu lernen und zu reflektieren. Die Beweggründe und Argumente finde ich auch erhellend.

    Gerade weil wir hier nicht wissen, wie sich die allgemeinen Märkte (in der Folge kurz „die Börse“) entwickeln, versuchen wir nicht einen Abschwung zu antizipieren. Es wird stur gekauft und gehalten. Neben Steuerstundung und geringeren Gebühren entgehen wir auch der Gefahr, uns durch AKTIVES Handeln eine Minderperformance einzuhandeln (siehe hierzu Jason Zweig: Gier)

    Deine Vorgehensweise ist ein alter Hut. Nach den verheerenden Baissephasen der 30er und 40er Jahre war es in den 50ern eine anerkannte Strategie in den USA bei steigenden Börsen Papiere in Cash zu wandeln und bei fallenden Börsen die Papiere wieder billiger zurückzukaufen.

    Die Folge war, dass nicht wenige Mitte der 50er ohne Papiere dastanden und die dann folgende Megahausse „an der Seitenlinie“ verfolgten. Irgendwie dumm.

    Was machst du, wenn deine 10%-Verkäufe dazu führen, dass du mit 0% Aktien dastehst und die Börse dir nicht den Gefallen tut zu fallen?

    Zudem möchte ich dich fragen, nach welchen Kriterien du schließlich wieder in Aktien zurückkehrst? Wenn die Börsen abwärts gehen, gibt es sehr viele, die immer noch tiefere Kurse erwarten und daher so lange warten zurückzukehren, dass es schon wieder zu spät ist. Du musst also zwei mal richtig liegen. Beim rechtzeitigen Ausstieg und beim rechtzeitigen Wiedereinstieg. Wie sollte dir das besser als allen anderen gelingen?

    Zu guter letzt: Es wird immer wieder vom Rückschaufehler gesprochen (wir sehen nur die letzten 20 Jahre an der Börse). Könnte es sein, dass wir die 50%-Crashs in den nächsten 50 Jahren nicht mehr bekommen? Was, wenn die Börsen in den nächsten Dekaden nie mehr als um 25 oder 30% korrigieren und man verzweifelt auf den 50%er wartet, der doch immer mal wieder kommen MUSS?

    Ich entgehe diesen ganzen Spekulationen und halte meine Papiere durch dick und dünn. Nicht weil ich mehr wüsste als du, sondern gerade weil ich NICHT weiß, wie die Zukunft aussieht. Du dagegen spekulierst. Das kann dir gelingen oder auch nicht. Mir wäre deine Vorgehensweise zu riskant…. 😉 .

    Zu oft habe ich von Leuten gehört, die wie 2011 „noch abwarten“ wollten, weil es noch weiter bergab gehen würde. Hier bei Tim hatte uns 2016 jemand für verrückt erklärt, weil wir bei einem DAX von 8800 Punkten weiterhin optimistisch Papiere kauften. Es war doch VÖLLIG ABSEHBAR, dass es noch weiter runter gehen würde.

    Leider hört man dann im Nachhinein nichts mehr….

    So oder so wünsche ich dir viel Erfolg. Laß uns doch bitte an deinen Erfahrungen teil haben.

  34. Warren_B

    Man muss sich immer und ständig vor Augen halten, das bei einem Kauf bzw. Verkauf von Aktien immer jemanden geben muss, der auf der Gegensiete steht und die Aktien abnimmt bzw. verkauft.

    Wir können Aktien nicht in ein Regal legen und dann später billiger zurücknehmen. Wenn jetzt jemand Aktien verkauft in der Hoffnung sie später billig zurückzukaufen. Dann spekuliert er darauf einen Anleger zu finden der diese Aktien teuer kauft um sie ihm dann später billig zurückzuverkaufen.

    Aus dieser Sichtweise klingt das ganze dann doch sehr seltsam oder findet ihr nicht.

    Die heutigen Kurse sind eben exakt die Erwartungshaltung von vielen Millionen Anlegern.

  35. Ich

    Hallo,

    ich denke von Ruby hören wir erst wieder wenn die Filterblase geplatzt ist. Und zwar dann mit dem völlig logischen Satz:“Ich hab`s euch doch gesagt!“

  36. Ruby

    @Freelancer Sebastian

    „Was machst du, wenn deine 10%-Verkäufe dazu führen, dass du mit 0% Aktien dastehst und die Börse dir nicht den Gefallen tut zu fallen?“

    Das ist doch letztlich alles eine Frage von Chance/Risiko. Ich sollte umgekehrt fragen: Wie hoch ist die Chance, daß wir immer noch weniger Tage brauchen um den nächsten 1000er im Dow voll zu machen? Für den letzten Tausender brauchten wir fast nur noch eine Woche……(4. Jan 25000 – heute 26000 Eröffnung)

    Ich will hier nicht das große Fachsimpeln mit allen Details anfangen. Alle üblichen Bewertungsmethoden sind ziemlich am oberen Limit  – Ja wenn man der Ansicht ist es wird immer nur aufwärts gehen dann ist es egal wenn man nicht verkauft.  Ich aber denke daß man ganz offensichtliche Übertreibungsphasen nutzen sollte mal ein paar Euronen mitzunehmen.

    Und nun sag ich es zum letzten Mal, daß ich durchaus der Ansicht bin Aktien haben zu müssen – aber nicht um jeden Preis und nicht all sein Geld in nur dieser Anlageklasse.

    Es gibt immer mal wieder Entwicklungen, die die ganz überwiegende Mehrheit niemals geglaubt hätte. Wie in aller Welt konnte der Sturz des Nikkei geschehen – trotz einer noch immer sehr hoch entwickelten Industrienation.  All den positiven Beispielen bei Aktien gibt es auch die Nokias, Motorolas, Enrons, Worldcoms……oder wer hätte vor ein paar Jahren geglaubt, daß eine Eon derart abschmiert?

    Momentan grassiert der Glaube die Zinsen können niemals mehr steigen weil die Staaten dies nicht tragen könnten und die ZBs immer weiter drucken. Aber was ist wenn Mr. Market uns eines besseren belehrt. Was ist wenn die ZBs doch die Kontrolle verlieren sollten? Kredite platzen und hoch verschuldete  Firmen pleite gehen? Viele Aktiengesellschaften haben ja gerne mal weniger als 30% Eigenkapital – das vergisst man sehr leicht.

    Meine persönliche Meinung ist : es gibt keine guten oder schlechten Anlageklassen – nur einen zu hohen Einstiegspreis.  Und ich behalte mir vor mich irren zu dürfen. 🙂

     

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