Geldverbrenner Wohnen, Auto, Urlaub, Elektronik: Die sozialen Fallen


New York, 23. Mai 2019
Konsumfalle: In Florida entstehen solche Siedlungen. Jeder braucht natürlich seinen Pool direkt am Haus. Die Folgekosten scheint niemanden zu stören: Chlor, Frischwasser, Pumpen, Elektrik, Reinigung…. Die Leute kaufen sich zudem protzige Neuwagen. Sie tragen schicke Mode. Die Hypothek ist enorm. Sie leben in der Konsumfalle. 80% der Amerikaner haben Schulden, die Schulden sind auf einem Rekordniveau. (Foto: Lauren Greenfield)

Oft wirst du in gesellschaftliche Falle hineingezogen, ohne es zu merken: Heiraten, ein Haus kaufen, das größer ist, als man braucht. Kinder haben, Karriere machen und extravagante Ferien buchen. Ich habe nichts gegen eine Familiengründung und Kinder. Das ist etwas Wunderschönes. Nur habe ich etwas gegen monströse Kostenblöcke. Die zwei größten Ausgabeblöcke sind das Wohnen und die Mobilität. Hier findest du logischerweise die größten Einsparpotentiale, wenn du mit beiden Füßen auf dem Boden bleibst.

Teuer sind Spassdinger wie Freizeitfahrzeuge, Boote, Whirlpools, Motorräder, Pools, Bars, feine Restaurants usw. Ich rate dir, baue dir lieber deine Freiheit auf, indem du den Lebenswandel auf das Nötigste runter schneidest. Du wirst merken: Es fühlt sich gut an!

Ganz schlimm sieht es mit Schulden aus. Wer Schulden aufnimmt, macht sich abhängig. Von Banken. Finanzielle Schieflagen zerstören Familien. Geldnöte führen oft zur Trennung/Scheidung. Geldprobleme dringen in dein Privatleben ein. Du kannst es nicht vermeiden. Wackelt deine Existenz, überschattet das Freundschaften/Beziehungen.

Mit Geldproblemen kannst du kaum auf Dauer eine glückliche Beziehung haben.

Wenn du beginnst, deine Kosten zu reduzieren, denkst du bestimmt über die nächsten Schritte nach. Du definierst dein Leben neu. Viele Menschen sind im Rattenrennen, weil sie konsumieren wie die Süchtigen. Eigentlich könnten sie beruflich kürzer treten, wenn sie bodenständiger gelebt hätten – ohne auf etwas “Wertvolles” verzichtet zu haben. Aber es ist eine andere Mentalität. Es geht darum, weniger extravagant zu leben und nicht sinnlos Geld wegzuwerfen – und trotzdem das Leben zu genießen. Die Natur und der Sport gelten zum Beispiel als ein Zufriedenheitsmacher.

Schau dir an, wie sparsam manche Promis leben. Wolf Blitzer ist einer der bekanntesten TV-Moderatoren in den USA. Der CNN-Star lebt seit 1989 im selben Haus nahe Washington DC, das er für 710.000 Dollar gekauft hat. Das ist bodenständig, wenn du bedenkst, dass sein Vermögen auf 16 Millionen Dollar geschätzt wird.

Nimm den verstorbenen Formel-1-Rennfahrer Niki Lauda. Er war für seine Sparsamkeit bekannt. Über Mode hat der Pfennigfuchser dem “Focus” einmal gesagt: „Ich kaufe mir einen Pullover oder eine Hose, wenn die alten Sachen kaputt oder so verwaschen sind, dass es einfach nicht mehr geht. Nur dann.“

Es wird ja im Blog häufig gejammert über die steigenden Immobilienpreise und Mieten in Großstädten. Es gibt zum Thema eine Studie der Deutschen Bank (PDF). Sie hat herausgefunden, obwohl San Francisco eines der teuersten Pflaster weltweit ist, bleibt vom Gehalt die höchste Summe unterm Strich (nach Abzug von Miete) übrig. Zürich folgt auf Platz zwei. Es liegt am hohen Gehalt, das alles überkompensiert.

Anders ausgedrückt: In den teuersten Wohngegenden wie Zürich, New York oder San Francisco werden auch die höchsten Gehälter bezahlt. Wer clever ist, macht also Karriere mit einem hohen Gehalt und bleibt bei den Ausgaben so weit es geht (trotz hoher Wohnkosten) vergleichsweise moderat.

Ich fasse zusammen: Strebe einen hochbezahlten Job an. Behalte die Kosten für Miete und Transport auf einem Minimum.

Zürich hat laut der Studie seinen Spitzenplatz beim Einkommen/Gehalt verloren. Zürich hat sich jedoch um einen Platz nach oben in der Lebensqualität verbessert und hat Wellington (Neuseelands Hauptstadt) auf den zweiten Platz verdrängt.

Kopenhagen, Edinburgh, Wien, Helsinki, Melbourne, Boston, San Francisco und Sydney vervollständigen die Top Ten der lebenswertesten Orte auf dem Planeten. Europäische Großstädte sind auf der Liste auf einem absteigenden Ast. Frankfurt ist um vier Plätze auf Rang 13 gefallen, nachdem die hessische Metropole vor fünf Jahren noch die Nummer eins war.

Paris ist innerhalb von einem Jahr um zwei Plätze zurückgegangen, während London um sechs Plätze auf dem 41. Platz geplumpst ist.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Geldverbrenner Wohnen, Auto, Urlaub, Elektronik: Die sozialen Fallen

  1. AvatarBeobachter

    immer die gleiche Leier. Kommt mir hier vor wie die 450. Wiederholung von TBBT. 
    Vorschlag : statt Sparen blablabla, Enthaltsamkeit blablabla, ätsch ich hab ne Million mehr als Du blablabla, ich spare einen Tausender im Monat mehr als du blablabla,  könnte Tim anfangen, mehr über einzelne Aktien zu diskutieren. Aktuell gibt es viele gute Werte in Europa, mit einer tollen Dividendenrendite und wirklich günstigen Bewertungen.
    Nichts gegen Tim, bestimmt nicht, aber hier gibt es einfach nichts  wirklich Neues mehr. Liest man 2 – 3  Beiträge von Tim, kennt man im Grunde alle. 

  2. AvatarUserPS

    Beiträge wie diese motivieren mich jeden Tag, an den wirklich wichtigen Zielen im Leben festzuhalten + nicht die kostspieligen Fehler zu begehen.
    Genau dafür ist dieser Blog da und das finde ich einfach spitze!

  3. AvatarBruno

    Also die Siedlungen in Florida sehen wohl genau so aus, wie die Sozialisten sich das vorstellen, alle vollkommen indentisch und trotzdem luxuriös mit SUV und Pool, ok bei einigen Sozis und Grünen steht dann anstatt einen SUV ein Tesla vor der Tür und statt der Pool ist mit Solar geheizt 😀
    Schreckliche Siedlung wie ich finde, lieber ohne Pool dafür 2m mehr Abstand zum Nachbarn, so günstig sind sie ja auch wieder nicht, insbesondere die Qualität dieser Häuser zu wünschen übrig lässt.
    Ach ja und Niki Lauda, schade dass er schon gehen musste, von ihm kann man wirklich viel lernen. Wie er sich durchgeboxt hat, insbesondere nach dem Unfall, es braucht schon viel Charakter und Stärke, wenn einem plötzlich alle nur noch aufs Ohr schauen und man sich über Nacht nicht mehr im Spiegel erkennt. Und er setzt sich wieder ins Auto und wird Weltmeister und gründet danach noch 2 Airlines auch wenn nicht alles gut heraus kam, aber ein Kämpfer und Macher durch und durch, einfach Hut ab vor ihm! R.I.P.

  4. AvatarChris

    Klasse und interessanter Artikel Tim. Ich war mal in Florida im Urlaub und hab mir solche Anlagen angeschaut. Ist schon chique aber der Aufbau der finanziellen Freiheit ist mir wichtiger als irgendwelche Immobilienträume. Wenn ich mal finanziell unabhängig bin könnte ich mir vorstellen in Florida zu leben.

  5. Avatar069Frankfurt

    @Bebachter: Inhaltlich bist du hier im Blog leider falsch. Wenn du Inhalt suchst, solltest du dir den Blog und die Videos von Nils Gajowiy ansehen. Ich liebe diesen Typen. Kein Blabla… nur bambam… 
     
    Ich hätte mal eine ganz andere Frage an die Leser des Blogs. Angeblich gibt es hier ja Leser die schon im fortgeschrittenen Alter, also 50 Plus sind und ein wenig was zurückgelegt haben. Kennt sich einer von euch mit der Geldanlage außerhalb der EU aus? Ich will keine Steuerhinterziehungen betreiben, aber langfristig könnte ich mir vorstellen alle nicht EU Werte ins Ausland zu übertragen. Ziel wäre es diese dort vor dem deutschen Staat zugriffssicher zu haben, so dass es zu keiner Enteignung kommen kann? Oder sehe ich hier Geister und der deutsche Staat kann mir ausländische Aktien sowieso nicht abnehmen? Bei deutschen Unternehmen sollte das durch verstaatlich von Unternehmen grundsätzlich ganz einfach möglich sein aus meiner Sicht….  
    Und wie sieht es mit Geld aus? Kann der deutsche Staat ein Festgeldkonto bei einer ausländischen Bank eines deutschen Staatsangehörigen anzapfen?

  6. AvatarNico Meier

    @Beobachter
    Natürlich gibts immer mal wiederkehrende Themen. Welche dividendenstaeken Europäischen Aktien stechen dir besonders ins Auge?
     
    Die Siedlung ist der Horror. Hab mal ein Haus in einer Neubaudiedlung besichtigt waren pro Haus 250qm Bauland. Wenn ich da den Sonnenschirm öffnen will muss ich den Nachbarn fragen ob er damit einverstanden ist, da er dann auch gleich im Schatten sitzt. Ein eigenes Haus befeutet für nich auch Abstand zu den Nachbarn und seie Ruhe haben.

  7. Avatarsteve

    @ Beobachter ja her mit den dividendenstarken Aktien, sollte ja kein Problem sein wenn’s da soviele gibt. 

  8. AvatarChrissie

    Die Fragen von 069 Frankfurt interessieren mich auch, habe ja auch so eine Enteignungsparanoia. Spart man ewig und dann wird es einem weggenommen, dann hätte man auch besser gleich in den Tag hineinleben können. In D ist der Kluge zum Schluss ja gerne mal der Gelackmeierte, zumindest wenn er aus der Mittelschicht kommt. Vielleicht wird wenn es hart auf hart kommt Geldanlage im Ausland ja auch verboten, so wie mal der Besitz von Gold verboten war.
    Gibt es nach aktueller Rechtslage Möglichkeiten für den „zugriffssicheren“ Transfer ins Ausland und welche Länder wären voraussichtlich empfehlenswert?

  9. AvatarChrissie

    Die Siedlung in Florida auf dem Foto finde ich wie einige der Mitforisten ebenfalls viel zu dicht an dicht. Lieber das Haus kleiner und den Abstand größer. Muss meinem Nachbarn nicht morgens im Sitzen die Frühstücksbrötchen rüberreichen können.

  10. AvatarChris

    @ Tim
    Danke für den Link. Während meines Urlaubs in Florida habe ich einen deutschen Auswanderer kennengelernt. Er hat vor und während der Finanzkrise Ferienhäuser in Florida gekauft. Mittlerweile sind es acht. Die liegen rund um Naples.

  11. Der BaumDer Baum

    OT: Vllt. hat der ein oder andere Lust Mal nachzuschauen. Ich hab vor ca. 3 Wochen West Fraser Timber gekauft. Finde die Firma immernoch toll und finde kein Haar in der Suppe.
    Jetzt ist sie, natürlich, die letzen 3 Wochen ohne mir ersichtlichen Grund ca. 15 % gefallen. Weiß jemand was ich übersehe?
    Grüße Baum

  12. AvatarGeHo

    @Beobachter : “Liest man 2 – 3 Beiträge von Tim, kennt man im Grunde alle”
    Das ist unberechtigt, du musst bedenken dass er auch jeden Tag schreibt und noch dazu zu einem Thema bei dem es ja gerade um Kontinuität geht, dafür sind sie sogar insgesamt sehr verschieden .

  13. AvatarAlbr

    Ja hier gehts auch um langfristige Dinge… investieren über Jahrzehnte… ich finde es daher bedeutend wichtiger mich mit meinem Mindset zu beschäftigen, als mit Aktien, die ich 30, 40, 50 Jahre oder länger halte und vererben werde… wer weiß heute schon was mit Amazon in 40 Jahren los sein wird 😉
     
     
     

  14. AvatarKlaus

    Ich habe einige Jahre in Sydney gelebt – sicherlich eine Lebenswerte Stadt und Top Wetter. ABER auch mit nem guten Brutto von 120.000,- AUD muss man dort schon sehen wie weit man kommt – da koennen mal locker 42% Steuern (nur Steuern) draufkommen, plus private Krankenversicherung (plicht(!) ab einem bestimmten Einkommen) – und vom Netto muss man locker noch 1/3 bis 1/2 an Mieten abdruecken wenn man nicht 40km ausserhalb Leben will – und dann nen haufen Geld fuer Public-Transport raushauen muss).
     
    Im Grunde ist das Grass woanders nie wirklich gruener – es hat nur ne leicht andere Schattierung 8)

  15. Avatarsteve

    @ der baum die haben im ersten Quartal 5 Mio miese gemacht obwohl der Umsatz gestiegen ist. Holz und Papier ist aber jetzt nicht der game changer bei dem sich ne Papnase hinstellt und mit ein paar schönen Worten eine super Zukunft verspricht. Würde mich interessieren was du an den gut findest Kurs ist ja schon das ganze letzte Jahr zurück gekommen.
     
     
     

  16. AvatarRalf S

    @069Frankfurt
     
    Kaufst du Aktien an einer deutschen Börse, so werden diese von Clearstream in Luxemburg verwahrt. Diese Firma ist eine 100% Tochter der Deutschen Börse AG. Möglicherweise hat der deutsche Staat im Fall der Fälle Zugriff auf diese Aktien. Kaufst du z.B. an einer US Börse, so werden die Aktien in NYC verwahrt. Manche Stimmen behaupten, dass dies sicherer sei, weil Eigentum in den USA mehr zählen würde also sicherer durch Staatszugriff wäre. Obs stimmt, wer weiß das schon.

  17. AvatarRalf S

    und vom Netto muss man locker noch 1/3 bis 1/2 an Mieten abdruecken wenn man nicht 40km ausserhalb Leben will
     
    40km Außerhalb ist ja nun wirklich nicht viel. Gut, man braucht ein Auto wenn der ÖPNV nix taugt wie in Deutschland. Hat aber auch mehr Lebensqualität.

  18. AvatarNobbi

    @Tim ich habe mal durch deine Buchempfelungen gebrowst. Dort iat mir Think and grow rich aufgefallen. Habe es zufälligerweise auch aktuell bei mir liegen und habe, die ersten Kapitel durch.
    Jetzt meine Fragen: Nutzt du die Anleitungen zu Autosuggestion für dich selbst?

  19. AvatarDaniel

    Tim mag doch Banken. Was haltet ihr von der Deutschen Bank auf dem aktuellen Niveau?

  20. AvatarWolkenzähler

    Schon spaßig hier, es wird so getan, als würden die Depots für immer und ewig nur aufwärts gehen und die ersehnte finanzielle Freiheit eine sichere Nummer sein. Daß es runter gehen könnte und 10 Jahre und länger dort bleiben könnte, wird von den Träumern ausgeblendet. Gerade im derzeitigen geopolitischen Umfeld! Merkwürdig, daß immer noch verschwindend wenige in finanzieller Freiheit leben, obwohl gefühlt tausende von Blogs uns weismachen wollen, wie es geht. Schöne Theorien, die in der Praxis nichts taugen. Mit 2000 Euro Gehalt und ohne Erbtante wird es nichts mit finanzieller Freiheit, außer man will in Mülltonnen herumwühlen.

  21. AvatarManuel

    Für manche bedeutet finanzielle Freiheit nicht, dass man 2000 Euro monatlich hat sondern aufgrund von Sparsamkeit und geringen Ansprüchen auch mit weniger auskommt um glücklich zu sein.
     

  22. AvatarNico Meier

    @Wolkenzähler
    Ich habe nirgends gelesen, dass die Börse immer nur raufgeht. Wäre ja auch eine komische Idee das zu behaupten.
    Für mich ist Finaizielle Freiheit nicht das Ziel. Ich lege Geld zu Seite, welches ich zum Teil an der Börse investiere weil ich das Geld oder die Erträge daraus als Zustupf zu meiner Rente benutzen möchte.
    In der Schweiz sagt man, dass man mit AHV und Pensionskasse rund 60% des letzten Nettolohns als Rente erhalten wird. Ich gehe davon aus, dass dieser Prozentsatz in den nächsten Jahren eher sinken wird, da die Zinsen tief sind und die Lebenserwartung weiter steigt. Mein Ziel ist es bei Renteneintritt das freistehende einfamilienhaus mit Garten abbezahlt zu haben und ein gutes Depot zu haben das gut ausschüttet um die Ausschüttungen zu verkonsumieren.
    Ob das Depot zu diesem Zeitpunkt 1’000’000 oder 600’000 oder 400’000 Franken schwer ist finde ich nicht wirklich entscheidend. Ich habe noch keine Kinder und bin mir durchaus bewusst, dass die Fase in der Kinder dasein werden eine weniger hohe Sparquote erlauben wird als heute.
     
     

  23. AvatarClaus

    @ Daniel
    … hier reichen die letzten Kapitalerhöhungen nicht mal für die Boni-Zahlungen…
    Die nächste Kapitalerhöhung ist vorprogrammiert…
    Seit 20 Jahren “restrukturiert man”, verspricht Besserung, hat keinen Plan, versinkt immer tiefer im Schlamassel, aber erhöht laufend die Boni-Zahlungen.
    Börsenwert gerade mal noch 14 MRD. Eine Übernahme könnten einige US-Banken oder auch andere leicht bewerkstelligen. Warum will die nur keiner???
    Ein “Spitzenunternehmen”. Der Reversal-Split kommt sicherlich auch noch…
    Viel Glück…

  24. AvatarSlazenger

    @Ralf S
    zu 3M, das ist ganz einfach, 3M war viel zu hoch bewertet und ist es immer noch , und nach der deutlichen  Gewinnwarnung kürzlich passt der Markt den Kurs an ein künftig geringeres Wachstum an! 

  25. AvatarDaniel

    Die Fragen von 069 Frankfurt interessieren mich auch, habe ja auch so eine Enteignungsparanoia. Spart man ewig und dann wird es einem weggenommen, dann hätte man auch besser gleich in den Tag hineinleben können. In D ist der Kluge zum Schluss ja gerne mal der Gelackmeierte, zumindest wenn er aus der Mittelschicht kommt. Vielleicht wird wenn es hart auf hart kommt Geldanlage im Ausland ja auch verboten, so wie mal der Besitz von Gold verboten war.Gibt es nach aktueller Rechtslage Möglichkeiten für den „zugriffssicheren“ Transfer ins Ausland und welche Länder wären voraussichtlich empfehlenswert?
    Naja was willst du hören? Wenn der Staat dir verbietet dir “Devisen” im Ausland zu halten, bist du immer der Gelackmeierte. Man kann in den Archiven lesen dass die Na*zis es früher erst geduldet dann angeprangert und später sogar mit Todesstrafe belegt haben weil man damit dem Reich schade. Es bleibt also der schwammige Weg des Versteckens. Das muss jeder für sich selbst ausmachen.
    Ich halte es heutzutage für fast ungmöglich. Der graue Weg wären eben Tafelgeschäfte durch Kauf von Gold/Silber. Die Bankabhebungen werden aber eben erfasst. Ebenso könntest Du Fremdwährungen über Banken ordern und bei Dir einlagern. Wäre der sicherste Weg, denn Sichteinlagen auf Banken gehören eigentlich nicht Dir, sondern du hast einen unglaublich günstigen Kredit an die Bank gegeben. Du bist also Gläubiger. 
    Ein Auslandsdepot ist für den Staat transparent, denn es ist über Clearstream und Co ganz klar vermerkt dass Du deine Aktien dorthin übertragen hast, genauso wie vermerkt wird wenn Gelder dorthin gehen. Der Staat weiss es also sowieso. Jetzt kann man eigentlich nur noch sagen, dass eine außer-eu-Bank vielleicht einen totalen Crash besser verkraftet und es nicht in eine Art Schuldenunion abdriftet. Hier stellt sich aber auch die Frage ob Deutschland zuguckt, wie du im Ausland 300.000$ hortest während hier alle zur Kasse gebeten werden (überspitzt formuliert)…hmm fraglich. Vor einem Euro Crash wärst du natürlich in gewisser Weise geschützt.
    Aber das führt zum eigentlich Problem. Ohne eine  kritische Masse von 100.000€ pro Institut würde ich mir den Stress nicht antun, denn die gesamte Steuerproblematik fällt bei dir an. Ich hätte keine Lust mich mit Vorabpauschalen etc. zu beschäftigen die im Fremd-Broker anfallen. Das müsste dann ein Steuerberater machen und dafür ist meine Anlagesumme (noch) zu klein.
    Bei nur Geld mag das einfacher sein. Es führt mich aber immer wieder darauf zurück, dass für mich Gold im Zweifelsfall das stabilere Invest ist bevor ich anfangen würde in Fremdwährungen Auslandskonten zu bauen. Und ein Aktiendepot wäre, wenn es kriselt immer noch sehr schnell übertragen ins Ausland, denn eins ist doch klar. Der Staat quält sich doch zunächst nicht mit Sondervermögen ab, wenn er erstmal viel einfacher an Sichteinlagen im Inland oder an die ganzen Immo-Besitzer die bestens erfasst sind, Zugriff hat.
     
    Schon spaßig hier, es wird so getan, als würden die Depots für immer und ewig nur aufwärts gehen und die ersehnte finanzielle Freiheit eine sichere Nummer sein.
    Ist sie das nicht? Abgesehen von persönlichen Lebenseinschnitten im Leben die das Sparen unterbrechen oder beenden würde ich gerne mal wissen wer es NICHT geschafft hat wenn er über 30 Jahre regelmäßig anlegt hat und dabei breit diversifiziert anlegt hat. Das Problem ist, dass man von diesen Menschen meist nichts mehr hört, warum auch?
    Daß es runter gehen könnte und 10 Jahre und länger dort bleiben könnte, wird von den Träumern ausgeblendet. 
    Selbst bei einem seitlichen sehr langen Verlauf der Börsen fließen ja weiterhin Ausschüttungen der Unternehmen. Und bei einem dramatischen Rückgang der Börsenwerte vergisst Du dabei, dass es ja wie gesagt um den regelmäßigen Nachkauf geht. Wenn ich also überspitzt formuliert regelmäßig weiterkaufe und ETFs auf den World kaufe deren Wert um 90% eingebrochen sind, habe ich natürlich auch gigantisches Wachstumspotential wenn die Weltwirtschaft sich wieder erholt. Das wird ja auch bei der Japan Krise fast immer falsch betrachtet. Dort wird immer vom Szenario ausgegangen, dass man zum höchsten Zeitpunkt gekauft hat und danach nie wieder.
    Gerade im derzeitigen geopolitischen Umfeld! 
    Was ist daran neu? Was ist nach dem zweiten Weltkrieg, dem Vietnam Krieg, dem Irak Krieg, dem brodelnden kalten Krieg usw. usw. nichts hat sich geändert bzw. im Gegenteil, die Welt war noch nie so friedlich wie heute global betrachtet.

  26. Avatar42sucht21

    @069Frankfurt @Chrissie
    Enteignungsparanoia ist das richtige Wort meine ich. Klar kann das passieren aber wie wahrscheinlich ist das? Noch spannender die Frage: Ist das nicht viel wahrscheinlicher in einem anderen Land als in Deutschland? Wenn Sie also ihr kleines Vermögen wegbringen möchten und ein Konto (oder Bankschliessfach oder Immobilie ) auf Grand Cayman, BVI, Bermudas, Singapur, Panama, Guernsey, Hong Kong, Zypern, Malta, Irland oder X (beliebiges Land hier einsetzen) – ist die Rechtsicherheit (zumal für Ausländer!) und die Wirtschaftskraft und politische Stabilität und Infrastruktur und …. nicht dort viel geringer  und damit viel risikoreicher als das Geld einfach in DE zu belassen? Abgesehen von den Gebühren, Steuern und sonstigen Problemen der Pflege des ausländischen Vermögens. Wie sieht denn die Entenignungsfantasie aus? Ist das wahrscheinlichste nicht, dass wir alle einfach stetig steigende Steuern bezahlen anstatt, dass der Staat kommt und Zwangshypotheken, Zwangsanleihen verlangt oder Kontoguthaben kappt. Und falls das Eintritt: Wie hoch wird das sein: ist es wahrscheinlich, dass Sie mehr als 10% abgeben müssen (Allein zinslos sind in DE ja 1,5 BILLIONEN Euro auf Konten herumliegend. Da sind 10% ja ausreichend für mehrere Krisenszenarien.)
    Mein persönliches Fazit: Weniger Filterblase und Paranoia und mehr Mut zur eigenen (Spar)Leistung.
    https://www.manager-magazin.de/finanzen/geldanlage/geldvermoegen-deutsche-horten-1-5-billionen-euro-ohne-zinsen-a-1185897.html

    @Daniel – Deutschen Bank
    Bank ist nicht gleich Bank. Aber das gute an Aktien ist ja, dass der Kurs unendlich hoch steigen kann aber nach unten ist man bei 0 abgesichert.

  27. AvatarAlexander D.

    Hi,
    ich finde es extrem wichtig immer wieder aufs neue zu hören, dass man sein Geld nicht für Konsum(“Müll”) ausgeben sollte. Auch wenn sich einige Personen hier darüber beschweren sehe ich es so:
    Man hört tagtäglich von gefühlt 99,99% der Menschen, dass man sich doch ein schickes Auto, eine größere Wohnung oder den tollen neuen Hugo Boss Anzug kaufen sollte. Alle paar Tage mal von dir zu hören, dass es richtig ist auf solche Dinge zu verzichten gibt mir persönlich ein sehr gutes Gefühl. Danke dafür.
    VG
    Alex

  28. KievKiev

    @ Wolkenzähler

    Jede Person, die frühzeitig in Rente geht könnte man doch als Privatier betrachten, oder als FF für den Zeitraum bis zur Rente sehen. Davon gibt es heute schon einige Menschen. Die FF Bewegung existiert noch nicht sehr lange in Deutschland. FF ist kein Zustand den man in 5 Jahren mal eben erreichen kann. In den USA gibt es mehr Menschen die den Zustand in ungewöhnlich jungen Jahren erreicht haben. Ich kenne auch ein paar in Deutschland. Die sind allerdings nicht ganz so jung und eher Unternehmer. Nach Tims sparsamer Lebensweise kenne ich nur einen, der die FF erreicht hat. Aber auch er ist Unternehmer.

    Was spricht denn gegen eine Aufstockung der Rente bei geringem Gehalt? Das Rentenniveau wird sich voraussichtlich nicht positiv entwickeln, so dass ein gewisser persönlicher Beitrag ratsam ist. Vielleicht bedeutet das in der Tat für einige Menschen heute auf manches zu verzichten, so dass sie in Rente wie gewohnt weiter leben können. Für Bezieher von Hartz4 ist dies nicht möglich, da sie kein Vermögen aufbauen dürfen. Auch wenn sie mit weniger Geld auskommen könnten. Sie sind immer auf das angewiesen was die Gesellschaft in der jeweiligen Zeit an sie abgeben möchte und kann.

    Du brauchst Dich nicht an den Zahlen aus dem vorherigen Beitrag festhalten. Du kannst auch 100€ im Monat sparen. Da kommt dann grob 90k nach 30 Jahren heraus. Damit stehen dann knapp 300€ im Monat zur Verfügung. Die Unternehmen sind momentan relativ hoch bewertet. Du traust der Rendite nicht? Dann sind es 200€ nach der Laufzeit. Was hättest du denn anders machen können? Du kannst nur sparen und investieren. Was genau herauskommt wird sich zeigen. Du kannst nur Deine heutigen Ausgaben und Einnahmen beeinflussen und Dein Einkommen von morgen.

    Der „Zustupf“ zur Rente kann den Lebensstandard in einem sehr hohen Maße zum positiven verändern. Insbesondere bei einer niedrigen Rente. Falls Du Angst vor einem sehr großen Crash hast. Das ist nur ein Problem, wenn es Dich am Ende der Sparphase trifft. Du zahlst schließlich 100€ im Monat ein. Für dieses Risiko gibt es die Entnahmestrategien.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass es nach einem Crash weniger Finanzblogs usw. gibt. Es ändert aber nichts an dem Vermögen, dass ich bis dahin aufgebaut habe. Vielleicht sind meine Beteiligungen nur noch die Hälfte wert. Vielleicht zahlen auch einige meiner Aktien weniger Dividende. Solange die Wirtschaft nicht global stehen bleibt wird sich auch dieser Zustand wieder verbessern. Vor allem wenn man auch in der Krise weiter spart und investiert.

    Falls Du nicht so lange auf die Früchte Deiner Investitionen warten möchtest, so kann ich Dich beruhigen. Es wird mit der Zeit immer mehr Vorteile bringen. Ich habe damals alleine angefangen zu sparen. Heute habe ich eine Familie. Das Vermögen wächst heute viermal so schnell wie damals. Das hätte ich mir damals nie vorstellen können. Heute wundert es mich auch ein wenig, aber die Zahlen sind eindeutig.

  29. AvatarBruno

    @Wolkenzähler
    Das Hauptproblem ist nicht, dass es nicht funktioniert, sondern dass die Meisten es nicht durchziehen oder schon gar nicht daran glauben und somit gar nie beginnen. Es ist nicht so einfach wie man denkt, nicht primär die Sparbeiträge monatlich zu reservieren und investieren, aber insbesondere wenn sich ein schöner Betrag zusammengespart hat, dass man a) diesen auch im Depot behält, Ansprüche steigen etc. und b) in einer Baisse/Crash ihn auch durchzieht und keine Fehler macht oder in Panik gerät. 
    Ich lese immer wieder “wo bleibt das Leben bis dahin”, ich finde ein falscher Gedanke. Wenn man das Leben für 20-30 Jahre parkieren müsste, dann muss man es vergessen, dann ist das Thema FF nix für diese Leute, sie werden es nie und nimmer durchziehen. 
    Die Frage ist immer welche Ansprüche man hat, wie man sich vergleicht mit Kollegen, Nachbarn, Verwandtschaft etc. 
    Die meisten starten mit geringem Einkommen und steigern es dann. Ist man mit geringem/mittleren Einkommen unzufrieden? Mit sehr geringem Einkommen vermutlich schon, aber wenn man anständig, glücklich und bescheiden leben kann mit Betrag X, dann muss man einfach schauen, dass man mehr verdient und ein Grossteil dieses Betrages wird dann investiert. Ein Teil kann man als Belohnung für Spass & Co. nehmen und ein anderer Teil spenden, dann geht es einem trotzdem besser und man spart enorm viel, wenn das Einkommen steigt. 
    Ich hatte Phasen von sehr wenig Einkommen bis auch (immer relativ) viel Einkommen, aber ich war immer etwa gleich glücklich oder unglücklich. Sicher ist es unangenehm, wenn man finanzielle Probleme hat, auch als Unternehmer hat man solche Phasen, umso schlimmer weil man da Verpflichtungen und Verantwortung tragen muss. Aber man darf sich da nicht in Zwänge legen, man muss eben halt Lösungen suchen und weiter daran glauben. Die Ausdauer/Geduld und mentale Einstellung ist entscheidend. Darum ist auch dieser Blog so gut, weil er viele Dinge wiederholt, das würde ich nie kritisieren sondern im Gegenteil, nur so funktioniert das Ganze!
    Noch vor kurzer Zeit sagte man Wissen ist Macht, aber das stimmt nicht. Nur angewandtes/umgesetztes Wissen ist Macht!

  30. AvatarInsider

    Wahre Worte von kiev, Bruno und 42sucht21

    Ein wenig Vertrauen gehört auch dazu . Zuviele Ängste und Sorgen bringen einen nicht weiter und machen alles andere als frei . Deswegen ist es so wichtig , dass man so wie Bruno es beschreibt nur das spart was kein großer Verzicht für einen selbst ist . Im Normalfall wird man ein großes Vermögen und Freiheit bekommen. Sollte ein schwarzer Schwan wie z.b. Enteignung kommen , hat man aber auf nicht soviel verzichtet was man bereuen würde. 

    Zum Thema sparen : 
    Der Wesir hat es Mal schön ausgedrückt ein Grill und bier und fast jeder Mann ist zufrieden . Wenn ich sehe was bei uns in der ländlichen Gegend für Autos , Pferde , Pool  , Hausumbauten rausgehauen wird , dann ist mir auch klar warum die meisten nichts sparen können . 

  31. AvatarNico Meier

    @Verzicht
    Wer nur um die Sparquote extrem zu erhöhen sich auschliesslich von Reis und Bohnen ernährt, der wird kaum glücklich werden und wenn er Pech hat leidet er mit der Zeit an Skorbut 😉
    Andererseits brauche ich auch nicht jeden Abend ein argentinisches Rinderfilet auf dem Grill und gebe mich gerne auch mit einem Cervelat oder einer St. Galler Olma Bratwurst zufrieden.
    In meinen Augen ist es sehr wichtig sich auch Dinge zu gönnen. Dabei mache ich mir dann auch bewusst, dass dieses feine Nachtessen im Restaurant ein Luxus ist, den ich mir nur gelegentlich leiste und dann umso mehr geniesse.
    Wobei ich einen Teller Teigwaren an frisch gekochter Tomatensauce, mit Tomaten aus dem eigenen Garten, genossen auf der Terasse oder im eigenen Garten genau so als Luxus geniessen kann wie das Essen im Restaurant. Dazu ein Glas Rotwein aus der Region.

  32. AvatarThorsten

    Bei dem Floridabild frage ich mich immer, ob die Leute von einem Pool zum anderen schauen können, nach Privatsphäre sieht das nicht aus. Kaum ein Baum oder Strauch, keine Hecken fürs Klima, fürs Auge oder für Insekten/Tiere, alles komplett offene Rasenflächen, dichte Bebauung ohne Sichtschutz.  Es sieht aus wie Häuser, aber die Privatsphäre endet an den Hausmauern. Nichts für mich.

    Ansonsten : es gibt ja immer wieder neue Leser hier, Wiederholung ist gut.

  33. AvatarMila

    @Nico Meier, ich stimme dir voll und ganz zu! Es ist wichtig bewusst zu leben und bestimmte Dinge als Luxus zu betrachten, der nicht alltäglich ist und etwas Besonderes ist wenn man sich etwas gönnt. Und ein frisch gekochtes Gericht mit frischen Zutaten zusammen mit Freunden zu genießen ist auch Luxus. Luxus liegt zwar immer im Auge des Betrachters, aber Luxus sollte wieder etwas relativiert werden. 

  34. AvatarDaniel

    Bei dem Floridabild frage ich mich immer, ob die Leute von einem Pool zum anderen schauen können, nach Privatsphäre sieht das nicht aus. Kaum ein Baum oder Strauch, keine Hecken fürs Klima, fürs Auge oder für Insekten/Tiere, alles komplett offene Rasenflächen, dichte Bebauung ohne Sichtschutz.  Es sieht aus wie Häuser, aber die Privatsphäre endet an den Hausmauern. Nichts für mich.
    All das trifft inzwischen auf jede neu erschlossene deutsche Neubausiedlung zu 😉 Die Uniformität ist vielleicht nicht gegeben, letzten Endes ist es dennoch nur ein leben auf kleinen Parzellen.

  35. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Thorsten,

    dieses Bild des “Bungalow-Ghettos” ist aus einem Artwork von Lauren Greenland über “Generation Wealth”.

    Trotzdem bildet das symptomatisch ab, wie weite Strecken in beliebten Flecken der USA lieblos pragmatisch bebaut werden. Das sind absolut austauschbare, völlig gesichtslose Wohnghettos. Von Wohnvierteln kann man nicht reden, weil ein Wohnviertel immer etwas typisches, eigenartiges hat.

    Die Leute dort haben eben eine andere Vorstellung von Wohn- und Lebensqualität. Da gibt es eine freie Fläche, die dann einfach in Vierecken bebaut wird. anstatt ein Zentrum festzulegen, und dann unregelmäßig zu umbauen.

    Wie man da immer nach Hause findet… in solchen gesichtslosen Gebieten.

    Manchmal denke ich aber, das muss gar nicht so schlecht sein. In Städten mit Historie wird man als kleiner Mensch so erdrückt von der Last der Geschichte, die aus jedem Stein zu einem spricht. Man wird sich seines unbedeutenden kurzen Daseins so furchtbar deutlich bewusst.
     
    Wenn alles um einen herum neu und geschichtslos ist, dann kann das auch beruhigend sein. Ich könnte sicher in Florida gut leben, würde mir dann wohl aber nichts in so einem Ghetto suchen.

    MS

  36. AvatarThorsten

    @Der Baum
    https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/west-fraser-timber-legte-quartalsergebnis-vor-7421660
    Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat West Fraser Timber in dem abgelaufenen Quartal einen Umsatzeinbruch von 9,91 Prozent verbucht
    Aber die ganze Branche geht derzeit im Chart runter :
    https://www.finanzen.net/etf/ishares_ii_plc_-_ishares_global_timber_&_forestry_ucits_etf_usd_dist
    Das könnte am Holzpreis liegen :
    https://www.finanzen.net/rohstoffe/holzpreis
     
     

  37. KievKiev

    @ MS
    Ich habe mittlerweile mein Ferienhaus an 30 bis 50 Gäste vermietet und diverse Einblicke erhalten, was sich Menschen von einem Urlaub, zumindest in meiner Region, versprechen. Meiner Meinung nach fehlt es in dem Bild an Charakter, Erkennung eines endlichen Ensembles, Bepflanzung. Du hast es schön beschrieben und der Google Link ist für mich zumindest ein wenig erschreckend.
    Darüber hinaus ist es doch sehr gut, dass Menschen verschiedene Vorstellungen von Wohnqualität haben. Ansonsten würde es in den best befundenen Lagen erdrückend voll werden. Die Region rund um mein Ferienhaus ist scheinbar in der Zeit stehen geblieben. Ich habe alte Postkarten gesammelt und Bilder auf Leinwände gezogen. Diese sind um 1900-1930 und man erkennt direkt wo sie aufgenommen wurden. Es hat sich im Grunde nichts verändert. Auf einem Bild ist bei genauer Betrachtung eventuell ein Diktator auf einem Plakat an einer Wand zu erkennen. Das Plakat hängt heute nicht mehr, das Gebäude hat auch diese Zeit überstanden.
     
    Was genau erdrückt Dich an so einem Ort? Ich hatte einmal einen Gast, dem die Historie des Dorfes zu überwältigend war. Er ist zwei Tage vorher abgereist, war ansonsten aber sehr zufrieden. Ich kann es eigentlich nicht ganz nachvollziehen. Das Gewölbe im Keller des Hauses ist vermutlich ein paar hundert Jahre alt. Ich finde diese Vorstellung sehr schön. Egal was auf der Welt passieren mag, es wird den Ort im Wesentlichen nicht verändern. Und wenn doch? Rom die ewige Stadt. Hier gibt es Architektur zu bestaunen die 2000-3000 Jahre alt ist. Was ist die Ewigkeit? 3000 Jahre?
     
    Hier ein Auszug aus einem Lied:
    „Come un castello di sale
    Costruito sulla riva del mare
    Niente resta per sempre nel tempo uguale“

  38. AvatarNico Meier

    Wohnen in Florida
    Ich war im Herbst 2015 in den USA unter anderem in Florida. Am besten hat es mir gefallen in Pensacola Beach ein weisser Sandstrand mit vielen Strandschönheiten und vielen jungen Surfern. Auf dauer in Florida wohnen würde ich nicht wollen weil mir die hohe Luftfeuchtigkeit auf Dauer warscheinlich nicht gut bekommen würde. Dann noch lieber irgendwo am Mittelmeer wo die Luftfeuchtigkeit tiefer und die Wärme damit für mich erträglicher ist.

  39. AvatarMichi

    Aus meinem günstigen 400 Euro Beko-Einbaukühlschrank kommt die Flasche Feierabendbier genauso kühl und lecker raus, wie aus einem top modernen, aber 4.000,- Euro teuren  “amerikanischen Kühlschrank” 😉
    So sehe ich das, wenn in meinem Umfeld alle mittlerweile in Ihren Häusern die Küche als Statussymbol aufrüsten.
    Mit Herd, Grill und Backofen verhält es sich ähnlich, kommt immer drauf an, was gekocht / gegrillt wird. Der “Spaß” am Neuen ist nach ein paar Wochen verflogen…
    Man darf sich nur kein schlechtes Gewissen und Minderwertigkeitsgefühle durch Vergleichen selbst einreden oder einreden lassen…
     

  40. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Kiev,

    ich habe nichts gegen alte Gebäude, Geschichte usw. Das ist bei mir phasenweise einfach so ein Gefühlsding.

    Wenn man in seinem Garten ist, und alles um einen herum das eigene Werk, dann fühlt man sich aufgehoben und verantwortlich. Gerade nisten Gartenrotschwänzchen in meiner Gerätehütte, denen ich möglichst eine ungestörte Aufzucht ermöglichen möchte.

    Je größer und unüberschaubarer der Rahmen in dem man sich bewegt, desto unbedeutender wird die eigene Existenz. Das kann dem Gemüt mitunter zu schaffen machen.

    Als junger Bursche kam für mich nur Stadt in Frage (“Stadtluft macht frei.”), was heute eher ins Gegenteil umgeschlagen ist. Große Städte (die Anonymität, die mir selbst mal gut getan hat), zieht natürlich auch sämtliches “Gschwerl” an. Mir tut heute die Überschaubarkeit der Kleinstadt gut.

    Alte und geschichtliche Bauten bewundere ich natürlich auch rein sachlich. Es ist gut, einen geistigen Anker in der Geschichte werfen zu können, wissen woher die Gegenwart kommt.

    Mit den Wohnhäusern ist das bei mir so eine kleine Spinnerei. Manchmal zieht es mich einfach runter, wenn ich mir überlege, dass in meiner jetzigen Wohnung schon andere Menschen ihr Leben hatten. 

    Wenn man das Elternhaus übernimmt, dann ist das natürlich und in der Kontinuität. Ansonsten denke ich manchmal, man müsste sein Leben in einer eigenen, nur für einen selbst geschaffenen Immobilie leben, die danach wieder abgerissen wird, wenn sich keine Erbfolger dafür interessieren. 

    Das würde natürlich nicht bei Massenmenschhaltung in Städten (Mehrfamiliengebäude) funktionieren, und eher nur bei Stammesvölkern.

    Ja, Du siehst, im Alter kommt man auf seltsame Ideen. 😉

    MS

  41. Avatar-M

    @Ist die oder jene Aktie ein kauf
    Ich Frage mich ernsthaft wieso Unternehmen, welche NICHTS verdienen sooo sehr Menschen anziehen……? Wieso sucht man bei Schrott nach Diamanten, wenn doch gute Firmen auch im Kurs manchmal fallen.
     
    Ich lasse mich gerne von Firmen anlocken die 10, 20, 30.000.000.000 verdienen. Da findet man mit Verlaub meist bessere Qualität.
     
    -M

  42. AvatarGainde

    @ -M
    Dies nennt man Herdenverhalten & Fantasie. Führt meist zum grossen Erwachen.

  43. Der BaumDer Baum

    @ Steve, danke für die Rückmeldung. Das im letzten Quartal miese gemacht wurde habe ich gesehen. Allerdings schaue ich nicht nur auf ein einzelnes Quartal, daher ist das nicht so wichtig. Es handelt sich um einen Zykliker. Sowohl im gesamtem Wirtschaftszyklus als auch im jährlichen Verlauf. Die Baubranche ist vom Wetter bzw. der Jahreszeit abhängig. Daher ist das 1. Quartal stets etwas schwieriger und stark vom Wetter (=Winter ggf. feucht/kalt) abhängig. Zudem sind die Weltmarktpreise bei Holz für das Einkommen des Unternehmens sehr relevant – wie bei anderen “Rohstoff”-Unternehmen auch. Dieser ist im letzten Jahr wieder stark gefallen.
    Daher wären diese Argumente für mich jetzt kein zwingender Grund für einen so starken Kursrückgang, da eigentlich business as usual. 
    Interessant finde ich das Unternehmen weil es ein Platzhirsch in Nordamerika ist, über Jahrzehnte hinweg gut gewirtschaftet hat, das Management mir seriös erscheint und die Margen für diese Branche überdurchschnittlich sind. Außerdem kann ich mir vorstellen was das Unternehmen macht. Holz anbauen, dann sägen, häckseln etc. Außerdem mag ich Holz^^
    @ Thorsten, Dankeschön auch dir. Ein Teil, warum ich den “Rückgang” nicht soo gravierend finde, sondern als normal empfinde, habe ich oben ja schon geschrieben. Vielleicht gibt es ja auch keinen “besonderen” Grund. Der Holzpreis wird vermutlich der Ausschlag sein. Ich war nur über den plötzlichen starken Rückgang verwundert.
    Dankeschön euch beiden.
    grüße Baum
    PS: Bin übrigens wieder im Lande angekommen. 

  44. AvatarWolkenzähler

    @Daniel
    “Wenn ich also überspitzt formuliert regelmäßig weiterkaufe und ETFs auf den World kaufe deren Wert um 90% eingebrochen sind, habe ich natürlich auch gigantisches Wachstumspotential wenn die Weltwirtschaft sich wieder erholt„
    Hast du dir überlegt, was für einen Gewinn du machen mußt und wieviel Zeit du benötigst, einen Verlust von 90% aufzuholen? Die „jungen“ von finanzieller Freiheit träumenden Finanzblogs blenden einfach aus, daß große Verluste historisch über sehr lange Zeiträume von den Anlegern nicht mehr neutralisiert werden konnten. Das endete dann in finanzieller Verbindlichkeit, statt in Freiheit. Wenn Max Otte heute sagt, daß man mit dem S&P 500 in den nächsten 10 Jahren Geld verliert, dann nehme ich ihn ernster, als den 1000sden pubertierenden Finanzblogger, der mir die finanzielle Freiheit verspricht.
     
     

     
     
     

  45. AvatarGainde

    @ Wolkenzähler
    Wichtig ist der Anlagehorizont (mind. 10 Jahre) und dass man regelmässig, auch bei Verlusten günstig nachkauft, um den Einstandspreis zu verringern.

  46. AvatarAlf

    @Wolkenzähler.. wenn die Weltwirtschaft, wie du schreibst, um 90% einbricht, haben wir ganz andere Probleme..

  47. Avatar42sucht21

    @Wolkenzähler – mit dem S&P 500 in den nächsten 10 Jahren Geld verliert
    Unter welchen Bedingungen wird das eintreten? Einmalinvest oder als Sparplan? mit/ohne Dividenden? Dividenden reinvestiert? inflationsbereinigt? auf EUR oder USD Basis?
    Gespannt bin ich auf die cleveren alternativen mit denen man laut Matthias O. Glaskugel kein Geld verliert sondern gewinnt mit weniger Risiko & Kosten?

    – dann nehme ich ihn ernster, als den 1000sden pubertierenden Finanzblogger, der mir die finanzielle Freiheit verspricht.
    Das kann ich gut verstehen. Crash-Propheten erhalten in der Regel mehr Aufmerksamkeit.

  48. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Baum,

    ja, die Börse ist undankbar. 

    Der Rückgang der Earnings bei WFT.TO ging aber kontinuierlich über die ganzen letzten 4 Quartale. Da wäre es schon unlogisch, wenn der Kurs steigen würde.

    Beim letzten Rückgang vor 3 Jahren ging es bis unter 40 CAD. Davor sollte sie sich gefangen haben. Das wird schon wieder.

    In dem Sektor hatte ich mal die bras. Fibria Celulose, bis sie zu Suzano fusioniert wurde. Da ich mir dachte, so ein Merger kostet immer viel Geld, was dann beim dummen Aktionär in Form von verringerter Dividende eingespart wird, habe ich sie vorher verkauft. Die Fibria gab wohl immer so 6-8% rüber, die neue Suzano 1,6%. 

    Deine West Fraser wäre schon deswegen nicht von meinem Radar erfasst worden.

    Dagegen will ich schon seit Jahren endlich mal bei der kuschelig kleinen Acadian Timber (ADN.TO) anfangen einzusteigen. Aber es sind immer wieder andere Prioritäten. Na, vielleicht die nächsten CAD aus Dividenden dort rein diesmal.

    Wenn die plötzlich fällt, dann weißt Du, dass ich sie gekauft habe kurz vorher. 😉

    MS

  49. Avatarsteve

    @ Wolkenzaehler das ist doch abhängig wie weit du bist, wenn du gerade anfängst und fast nichts investiert hast, hast du auch nicht viel verloren. Kannst von da ab auf niedrigen Niveau viel mehr kaufen. Wenn du natürlich 1,2 ,5 oder 10 Mio im Depot hast dann triff dich ein 90% Absturz heftig hinterher ist da guter Rat teuer. Da gäbe es aber Möglichkeiten das zumindest abzupuffern.
    Zu Max Otte ich weiß nicht ob der was weiß was niemand weiß. Sein Fond glänzt nicht mit Überrendite, aber er hat ja schonmal einen crash vorher gesagt und tut das seit mindestens 3 Jahren wieder. Er wird schon irgendwann wieder recht haben und bestimmt gibt’s dann ein Buch dazu.

  50. AvatarBruno

    @Insider Absolut, und bezüglich Grill, nicht mal ein Grill braucht man, die schönsten Grillerlebnisse wo ich mich erinnere waren in öffentlichen Grillstellen in der Natur (Berge, Seen etc.) wo man in einer guten Gruppe zuerst mal Holz gesammelt, dann Feuer gemacht hat und so den Abend genossen mit einer tollen Aussicht und guten Freunden oder der Familie.
    Wertvoller als einfach rasch den Gasgrill anheizen während im Hintergrund RTL läuft 😀

  51. AvatarClaus

    @ all
    Zufällig bin ich gerade über diesen “Börsenexperten” gestolpert, der eine “sensationelle Analyse” zu Shell “gefertigt” hat. Viel Spass dabei, ist natürlich nur zur Aufheiterung gedacht. Hier das “Spitzen-Video”
    Shell ist tatsächlich ein Top-Unternehmen, bin selbst reichlich investiert…
    P.S.: Wenigstens kann er lesen…

  52. Avatar42sucht21

    @steve –  Sein Fond glänzt nicht mit Überrendite
    Sie drücken das aber sehr nett aus. Das mit der fehlenden Überrendite liegt vielleicht auch am Ausgabeausschlag von 4%, den jährlich 1,92% laufenden Kosten und der seit ein paar Jahren recht stark beschlagenen Glaskugel. Der Vermögensbildungsfond hinkt auf der Comdirect Webseite auf 5 Jahre-Sicht dem Vergleichsindex “Aktien International” um 27% und dem MSCI World um fast 57% hinterher. 
    Was kann man daraus lernen?

  53. AvatarBruno

    “Wenn Max Otte heute sagt, daß man mit dem S&P 500 in den nächsten 10 Jahren Geld verliert, dann nehme ich ihn ernster, als den 1000sden pubertierenden Finanzblogger”
    Ich höre auf gar niemanden, wenn es um Marktmeinungen gibt. Es macht einen nur verrückt, ängstlich, euphorisch, verunsichert etc. auf jeden Fall macht es keinen Sinn! Wenn ich denn doch auf jemanden hören müsste, dann wären es die erfolgreichsten langfristigen Investoren aller Zeiten wie Peter Lynch, Sir John Templeton, Benjamin Graham, Warren Buffett & Co. 
    Nie höre ich auf Analysten und Ökonomen, resp. man kann sich deren Argumente sicherlich anhören, aber es ist gefährlich, man darf sich nicht anstecken oder beeinflussen lassen, besser sein lassen. Wie oft erlebe ich es, dass jemand einen negativen Artikel gelesen hat und es ihn danach im Finger juckt, etwas zu verkaufen. Oder genau das Gegenteil, überhastet sich eine neue Aktie zu kaufen, ohne sich in Ruhe und Gelassenheit Gedanken gemacht zu haben. 
    Ich vertraue auf langfristige Statistiken und etwas Optimismus, dass die Weltwirtschaft langfristig weiter wachsen wird. Es gibt unendlich viel Potential, die Welt ist gross! 
    Und Krisen gab es immer, Ängste auch, düstere Prognosen und Crashpropheten sowieso, Weltwirtschaftskrisen, Kriege etc. ich wünschte mir dass dies zukünftig besser wird aber wird wohl eine fromme Hoffnung bleiben, aber erholt hat es sich bisher immer, zumindest global. 
    Garantie gibt es aber nicht mit Aktien, aber die gibt es auch bei Alternativen nicht, alles hat Risiken, das ganze Leben ist riskant, einzig der Tod ist jedem garantiert 😉
     
     

  54. AvatarRalf

    Wohnen und Mobilität sind in der Tat die Kostentreiber schlechthin.

    Wir haben unser Bauprojekt auf Eis gelegt. Selbst bei schlichter Bauweise kommt es einfach recht teuer. Es fehlt dann jeglicher finanzieller Puffer. Da helfen auf niedrige Zinsen nur bedingt denn man muss es ja auch tilgen. Und das Depot soll nicht dran glauben müssen. Ich blicke nun vermehrt in Richtung Zwangsversteigerungen.

    Was D und Europa insgesamt und damit auch dem Steuerzahler aber noch sehr teuer zu stehen kommen wird ist das Thema Migration. Heute leben rund 7,7 Milliarden Menschen auf der Erde. Bald werden es laut einem Berichts in der Welt rund elf Milliarden sein. Der Migrationsdruck auf Europa wird enorm werden. Klimaschutz wird damit ebenso rasch wirkungslos…..

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article193441283/Wolfgang-Kubicki-Bevoelkerungswachstum-drosseln-um-das-Klima-zu-retten.html

    Gut ist diese Entwicklung aber für Aktionäre die auf Konsum setzen (Nestle und Co. wir kommen…) :o)

  55. AvatarWolkenzähler

    @Steve
    Ich weiß auch nicht, was Max Otte alles weiß oder nicht weiß. Ich weiß aber, daß er mehr weiß, als die 27 neuen Finanzblogger um die Ecke.
    Aktiensparprogramme das halbe Leben, dann rappelts so richtig an der Börse und das meiste ist weg. Wenn man unter dreißig ist, kann man wieder von vorne anfangen, aber die andern…aber ach ja, da sind ja noch die Dividenden, die reichen eh für die finanzielle Freiheit.
    Ich hab ja nichts gegen Aktien und ETF‘s, aber der Aktienglaube scheint immer mehr in eine Monokultur auszuarten und genau deshalb wird er uns auf die Füße fallen.
    Welcher Blogger schreibt noch über Sicherheiten, Liquidität, Gold oder eine eigengenutzte Immobile? Uninteressant, Finger weg, keine Rendite! Sparpläne mit ETF‘s, Sparpläne bei sich, bei der Frau, den Kindern und der Oma, das Leben wegsparen, das ist der Weg ins vermeintliche Nirwana der finanziellen Freiheit, die nie kommt.

  56. Avatar-M

    Wolkemzähler 
    Aktienengagements zu überzogenen Preisen können im Desaster enden das stimmt. Augen auf bei der Wahl. Da fehlt es mir total in den ganzen Foren…. jeder schreibt welches Depot er hat…sieht ja immer cool aus, da meist tolle Firmen drinnen sind….diese aber Sau teuer gekauft ist dann schon nicht mehr so toll.
    Selbst bei einem ETF (falls ich da investieren würde), würde ich nicht kaufen wenn das durchschnittliche KGV der Index über dem Schnitt läge. Wäre das der Fall, würde ich Cash sammeln, bis der Index zumindest auf den Schnitt fällt. 
    Aber die Frage muss ich mir eh nicht stellen, da ich mit Stock picking es selbst in der Hand habe ins verderben zu rennen ^^
     
    -M

  57. AvatarAndrea

    Wolkenzähler, und wenn dann „das meiste“ vom Depot weg ist, dann verkaufst du, oder? 

  58. AvatarChrissie

    @Daniel
    Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Solange es Bargeld noch gibt (gleich die nächste Paranoia 🙂 ) sind ein paar Dollarscheine erstmal eine gute Idee. 
    @42sucht21
    Zwangshypotheken gab es in D schon einmal, kann mir gut vorstellen dass es nicht unbedingt das letzte Mal gewesen sein muss. Und so ein Bail In für die nächste Bankenkrise   ist mE ja auch schon überlegt worden. In der Hinsicht sind Aktien als Sondervermögen wohl erstmal etwas sicherer als einfach nur Geld auf dem Konto (sprich Gläubiger der Bank zu sein).
    Falls dann doch noch ein Südland der EU pleite geht reichen die Billionen auf den Konten für Target 2.
     
    Bei ausländischer Geldanlage ist die Steuer aber sicher ein komplexes Thema, und im allerheftigsten Fall würde Vermögen im Ausland sicher eh verboten werden, daher ist es wahrscheinlich in der Tat müßig, sich darüber Gedanken zu machen, falls man nicht gleich mit auswandern will.

  59. AvatarChrissie

    @Wiederholung der Themen bei manchen Artikeln
    Ich bin sehr davon beeindruckt, dass Tim jeden Tag einen neuen Artikel schreibt. Dass da einige Aspekte öfter angesprochen werden finde ich eigentlich ganz gut. Dadurch bekommt man auch seinen täglichen Motivationsschub.

  60. AvatarDaniel

     daß große Verluste historisch über sehr lange Zeiträume von den Anlegern nicht mehr neutralisiert werden konnten. Das endete dann in finanzieller Verbindlichkeit, statt in Freiheit.
    Langfristig ist für mich 20 Jahre. Nenne mir bitte ein Zeitfenster in dem ein Anleger der weltweit ein breit diversifiziertes Portfolio hatte welches sowohl entwickelte Welt als auch Schwellländer beinhaltete einen Verlust gemacht hat. Und damit meine ich auch die Reinvestition von Dividenden während dieser Zeit. Ich vermute es verhält sich hier ähnlich wie beim Dax-Renditedreieck und der, was war es, 15 Jahre? Investitionszeitraum.
     
    Wenn Max Otte heute sagt, daß man mit dem S&P 500 in den nächsten 10 Jahren Geld verliert, dann nehme ich ihn ernster, als den 1000sden pubertierenden Finanzblogger, der mir die finanzielle Freiheit verspricht.
    Ich bin zwar in vielen politischen Themen auf einer Wellenlänge mit Herrn Otte, aber er ist nunmal ein Crashprophet der seine eigenen Produkte verkaufen will. Schon mal dran gedacht warum er überhaupt noch einen Fonds machen muss wenn er immer so richtig gelegen hätte? Dann wäre er jetzt Milliardär wie Gates und irgendwo in der Weltgeschichte unterwegs um das zu tun das ihm irgendwie im Leben wichtig ist. Er ist in erster Linie Verkäufer.
    Die Finanzkrise habe ich im Übrigen auch schon mitgemacht, ich bin also auch nicht erst seit gestern dabei und bin voll investiert gewesen und habe dort auch regelmäßig nachgekauft. 

  61. AvatarWolkenzähler

    @Daniel
    Woher weißt du denn, daß Max Otte „Fonds machen“ MUSS? Wer sagt dir denn, daß er nicht genau das im Leben machen will?
    @Chrissie
    Aktien und ETF’s sind Sondervermögen, ja. Und morgen sind sie plötzlich keines mehr, weil… Gründe findet der Staat genug, öffentliches Interesse, Staat in Not usw.
    Das ist auch so ein merkwürdiger Glaube: Immobilien, nein, kommt Zwangshypothek. Gold, nein, kommt Goldverbot. ETF‘s, ja, weil Sondervermögen. Sondervermögen könnte im Sonderfall besonders schnell weg sein.
    Zu glauben, diversifizieren hieße alles in einen „World-ETF“ stecken, ist nicht besonders klug.
     
     

  62. AvatarWorrier

    Niki Lauda als Beispiel aufzuführen…come on.  Wenn ich Multimillionär bin, trag ich gerne abgetragene Klamotten bis zum umfallen. Da interessiert mich die Meinung andere Null.

    Aber tauch mal bitte als normaler Arbeitnehmer mit zerfallener Kleidung im Job auf. Klar, wenn man im Keller ohne Fenster arbeitet und generell kein Bock hat Karriere zu machen…gerne.

    Ich schick mit Sicherheit kein Mitarbeiter im Penner-Look zu meinen Kunden.

    Die Stories hier sind oft widersprüchlich.

  63. AvatarTom

    Hallo ihr lieben,
    ich bin neu hier und kann mich Tim nur voll und ganz anschließen. Ich habe ca. 2000 € im Monat zur Verfügung + Familie und Miete (die zugegebener Maßen recht günstig ist). Ich investiere, meiner Meinung nach, nur in gute Unternehmen, die eine gute Arbeitnehmerpolitik haben, aber nicht wirklich Glitzeaktien sind. Das ist mir persönlich wichtiger als das schnelle Geld und wenn ich ehrlich bin, weiss ich auch nicht wirklich was ich sonst mit dem Geld machen soll. Autos und schicke Häuser, Klamotten interessieren mich nicht. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Für mich sind Tims Beiträge und die Kommentare dazu sehr Insperierend. Danke dafür!

  64. AvatarChrissie

    @Wolkenzähler
    Du hast schon Recht, letztendlich ist nichts wirklich sicher. Eine Notfallreserve und Anlage in verschiedene Assetklassen (und eigene Bildung) ist letztlich wahrscheinlich immerhin das Beste was man machen kann, um „normale“ Krisen bzw. Marktfluktuationen gut durchzustehen.

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