Finanznerd: Nach 14 Jahren im Job wurde er 10-facher Millionär. Er kündigte und lebt weiter sparsam wie ein Student

In den USA gibt es immer mehr Millionäre, die jung in den Ruhestand gehen. Nimm diesen 38-Jährigen, der mit 2,3 Millionen Dollar seine Kündigung einreichte. Mittlerweile sind 4 Jahre vergangenen. Nun ist der Single 42 Jahre alt und hat 6,1 Millionen Dollar Nettovermögen. Das eine ganze Menge Geld:

Das ist sein aktuelles Vermögen: 6,1 Millionen Dollar

Der Amerikaner arbeitete in den vergangenen 4 Jahren für Wohltätigkeitsorganisationen in Asien für lau. Dort lebte er recht sparsam. Zur Zeit wohnt er für ein paar Monate in Queens, New York, auch dort sehr bodenständig. Er genießt das Leben – auf seine sparsame Art. Im Queens-Stadtteil Elmhurst isst er für ein paar Dollar jeden Tag. Kochen mag er nicht.

Hier speist der Multimillionär

Street Food: In Elmhurst in Queens geht der Multimillionär für ein paar Dollar jeden Tag essen. Kochen zuhause? Nein, das mag er nicht.
Für 2 bis 5 Dollar kannst du in New York Leckeres essen. Dumplings, gefüllten Teigtaschen, sind beliebt.
Elmhurst, Queens. Die Arbeitsklasse lebt hier. 46 % der Bevölkerung sind hispanischer, 44% asiatischer Herkunft. Hier hat sich der Multimillionär niedergelassen. Er ist ein Sparfuchs.
In der Spitze war sein Nettovermögen über 10 Millionen Dollar groß.

Nach 14 Jahren im Job kündigte er – das Depot war millionenschwer

Weil er mit einem Teil seines Depots tradet, war sein Vermögen eine Zeitlang mehr als 10 Millionen Dollar schwer. Er wettete per gehebelten ETF auf die US-Banken und strich mit der Wette eine Million Dollar ein. Er besitzt eine abbezahlte Immobilie in den USA und muss so keine Miete zahlen. Nach der Uni begann der Rechtsanwalt mit Anfang 20 zu arbeiten, sein Gehalt bewegte sich zwischen 70.000 und 130.000 Dollar. Nach 14 Jahren im Job hatte er genug im Depot und sagte Tschüss zum Boss.

Sein Ex-Chef kontaktierte ihn später mit der Bitte, ob er für die Firma ein oder eineinhalb Stunden am Tag nebenher von Zuhause arbeiten könnte. Er erhält dadurch Geld für sein “Aktiendepot für die Rente” (401k) und eine Krankenversicherung über die Firma, versprach der Boss. Also arbeitet er fortan etwas nebenher. Wenn er reist, mietet er gerne über Airbnb Wohnungen. Weil er sich dort für ein paar Monate einnistet, erhält er saftige Rabatte vom Vermieter, schreibt er auf der Communityplattform Reddit, wo er u.a. in der FIRE- und WallstreetBets-Gruppe postet. Ein großer Warren Buffett-Fan ist der Finanz-Nerd, er besitzt etliche Berkshire-Aktien und reist zur Berkshire-Aktionärsversammlung im Frühjahr nach Omaha. Buffett sprach an seiner Uni, das faszinierte ihn als Student.

Daneben besitzt er etliche Indexfonds/ETFs, die er nicht anrührt. Sie bleiben liegen wie ein alter Schinken. Er nennt es: “Set it and forget it.” Zusätzlich hat er JPMorganChase und Bank of America im Depot.

Die Altersarmut ist in Deutschland hausgemacht

Die Altersarmut ist in Deutschland systembedingt installiert, weil es keine vernünftigen Anreize für den Vermögensaufbau fürs Alter gibt. Ich finde dieses System schrecklich. Die Geschichten alter Menschen, die kaum über die Runden kommen, sind schrecklich. Der Staat hat sie im Stich gelassen. Mit Riester und Rürup haben wir die Möglichkeit, die Rente davon aufzubessern, aber es ist nicht lukrativ. Warum? Weil die Regierung die Interessenkonflikte der Produktverkäufer (Versicherungen, Banken) ignoriert. Das ist die traurige Wahrheit. Berlin ist nicht in der Lage, ein lukratives und motivierendes System, wie es die USA mit dem 401k hat, zu kopieren. Deutschland respektiert seine Senioren nicht, fast ein Viertel der über 80-jährigen sind arm. Das ist ein weiterer Aspekt des Versagens dieses Landes. Neben der langen verrückten Gas-Abhängigkeit von Russland.

In den USA gibt es selbstverständlich auch Altersarmut. In Deutschland ist aber alarmierend, da es immer mehr die Mittelschicht betrifft.

Überm großen Teich ist das anders: Das große Verständnis für die Börse und die Förderung durch den Staat helfen der Mittelschicht. Viele Millennials und Gen Z nutzen das “Aktiendepot für die Rente” namens 401(k), was Washington mit Steuerbefreiung fördert. Ein breiteres Spektrum der Bevölkerung hat es, es ist eine lukrative Altersvorsorge. Die US-Steuerbehörde hat die Beiträge, die ab 2023 maximal direkt vom Bruttogehalt eingezahlt werden dürfen, erhöht. Es sind nun bis zu 22.500 Dollar pro Jahr möglich.

Amerika macht es richtig. Junge Arbeitnehmer haben diese 401(k)s-Depots, um für den Ruhestand zu sparen. Es sind langfristige Vermögenspläne, die meist über ETFs bespart werden, die Gebühren sind nahezu Null. Es ist in meinen Augen das beste Altersvorsorgeinstrument, das es gibt. Natürlich stecken gerade Jüngere Geld auch in Kryptowährung, Immobilien, Rentenpapiere und Startups, wie eine neue Studie zeigt. Aber den Löwenanteil geben sie nach wie vor in ihr 401k.

Ich kann jedem empfehlen, ein Depot zu haben und es langfristig mit ETFs zu füllen (Affiliate):

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77 Kommentare
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Bruno
24 Tage zuvor

Der Erste ist aber ein guter Investor, 28% p.a. die letzten 4 Jahre (dieses Jahr dürfte ja auch eher schlecht sein dann waren das vorgängig 3 exzellente Jahre), da bin ich leider meilenweit davon entfernt, aber da muss man auch zünftig Risiko fahren sonst wird es schwer für so eine Performance.

Petra
24 Tage zuvor

Das Rentensystem in den USA ist beneidenswert. Deutschland ist für die Zukunft schlecht gerüstet: wir haben ein Demografie-Problem, bald gehen die Baby-Boomer in Rente, es droht ein Wirtschaftsabschwung und somit vsl. Arbeitslosigkeit. Das Thema Rente ist in der deutschen Politik unbeliebt. Reformen kosten Wählerstimmen und amtierende Politiker wollen von der grossen Wählergruppe der Älteren/Rentner wieder gewählt werden. Aufgrund der Inflation wird zudem das Sparen/Investieren schwieriger – dennoch ist es die Anstrengung wert. Es tut mir immer weh, wenn ich alte Menschen sehe, die in unserem „reichen“ Land in Mülleimern nach Flaschen suchen.

23 Tage zuvor
Antwort an  Petra

Das beschreibt unser Problem ziemlich gut. Es ging schon in den 80er/90er Jahren die Diskussion los, wann und wie man unser deutsches Rentensystem reformieren soll. Blöderweise hat es bis heute kein Politiker ernsthaft umgesetzt, da die Legislaturperiode von ca. 4 Jahren keinen Effekt zeigt und daher vorrangig kurzfristigere Probleme angegangen wurden und werden.
Ich beneide die Amerikaner und auch Skandinavier für die Umsetzungamöglichkeit. Bei uns wurde 2009 sogar noch der Aktienmarkt krass besteuert, was den Anreiz für Investments weiter gesenkt hat.

Sparta
24 Tage zuvor
Sparta
24 Tage zuvor
Antwort an  Tim Schäfer

@Tim

Ich kenne jetzt nicht alle Details und Unterschiede… aber die Altersarmut oder sozialen Sicherungen in den USA sind gerade für diejenigen wo es dringend bräuchten… vermutlich nicht besser als in Deutschland…

Für die Gutverdiener gibt es diesseits und jenseits des Atlantiks weniger Sorgen.

Andrea
24 Tage zuvor

Wer glaubt denn so was?

23 Tage zuvor
Antwort an  Tim Schäfer

Er hat mit gehebelten Produkten investiert, was ein höheres Risiko trägt, die Rendite dafür allerdings auch deutlich höher sein kann. Bei ihm hat es funktioniert – bei vielen anderen eben nicht. Das darf aus meiner Sicht nicht vergessen werden. Ich persönlich gehe da lieber einen risikoärmeren Weg und erreiche mein Ziel mit einer größeren Wahrscheinlichkeit – allerdings auch wesentlich später.

Sparta
24 Tage zuvor
Antwort an  Andrea

@Andrea

Bei 8 Mrd Menschen gibt es immer ein paar fancy Storys. 😉

Thorsten
23 Tage zuvor
Antwort an  Andrea

Ich.

Übrignes : Meta short ! Das Übriggebliebene wird am Ende an wen verkauft ? Wird Elon es wollen ?
Hat Mark etwa gedacht, schnellere Technologie würde secondlife wieder auferstehen lassen ? No way, niemand will sich Brillen oder Helme anziehen, hatten wir alles schon.

https://en.wikipedia.org/wiki/Second_Life

Bruno
23 Tage zuvor
Antwort an  Thorsten

Auch einer der es (noch) nicht verstanden hat 😉 Metaverse ist nicht einfach eine virtuelle Welt mit Brille, ich denke es hat grosse Zukunft, es ist eine Kombi aus realer und virtueller Welt, ob Meta hier der grösste Player wird ist eine andere Frage, aber dass es in diese Richtung geht ist für mich klar.

Gibt unzählige Beispielanwendungen, z.B. anstatt auf das “dumme” Smartphone zu starren wenn man irgendwo in der Stadt etwas sucht wird man dies halt zukünftig direkt in der Brille eingeblendet haben, ähnlich wie ein Headup Display im Auto etc. pp einfach halt die Verbindung der realen mit der digitalen Welt und weg von diesem viereckigen Kasten 😀

Wir stehen da erst am absoluten Anfang, geht dann auch ins Medizinische, auch dort gibt es zig Anwendungen die möglich werden können, das mag einigen Angst machen aber auch das ist normal bei technologischen Revolutionen 😉

Sparta
23 Tage zuvor
Antwort an  Bruno

@Bruno

Ich hätte es aber gerne als Projektion in der Luft…

Allerdings ungern von Meta. 😉

Bruno
23 Tage zuvor
Antwort an  Sparta

Projektion direkt im Gehirn, Kooperation von Amgen, Pfizer, Microsoft und Meta 😀 Vielleicht macht Tesla auch noch mit haha.

-M
23 Tage zuvor
Antwort an  Sparta

Wenn dann mein Insta Algo als Projektion vor mir auftaucht, sehe hoffentlich nur ich diesen dann? 😀

-M

Bruno
23 Tage zuvor
Antwort an  -M

Wenn dann mein Insta Algo als Projektion vor mir auftaucht, sehe hoffentlich nur ich diesen dann?”

Könntest Du noch bereuen wenn dann Tobs im Baströckchen vor dir tanzt und du es nicht mehr wegklicken kannst 😀

42sucht21
23 Tage zuvor
Antwort an  Sparta

@Sparta
mir fallen da ein paar ein, von denen ich es noch weniger gerne hätte: China, Musk, Palantir … So absolut schlecht gefällt mir META dann doch gar nicht mehr 🙂
Ich nutze übrigens bisher kein einziges Produkt von Meta aktiv – noch nie gemacht.

netmax
24 Tage zuvor

Die Beispiele, was mit eigener Sparleistung so möglich ist, finde ich gut!

Allerdings: Die Vermögensverteilung und das Alterssystem der USA sind für mich alles andere als vorbildlich.

Vier von zehn US-Bürgern können nicht einmal unerwarteten Ausgaben in Höhe von 400 US-Dollar stemmen. Und die Kaufkraft der Arbeitnehmer war inflationsbereinigt in den letzten 40 Jahren nicht gestiegen.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-05/usa-studie-fed-wirtschaftsdaten-armut-renten-finanzen-bernie-sanders

Heraklit
24 Tage zuvor

Soll das jetzt eine Aufforderung sein, mit Hebelprodukten zu spekulieren? Soll ich mal Beispiele aus dem Netz hervorziehen, bei denen Leute mit riskanten Wetten ihre Existenz verzockt haben? Pardon, was soll mir dieser Artikel sagen? Das hat mit Investieren nichts zu tun, sondern ist einfach verantwortungslos!

Was bei den hübschen Beträgen, die hier immer gepostet werden, völlig unterschlagen wird, ist die Tatsache, dass den Amis deutlich mehr vom Brutto bleibt als hier. Da hat man dann deutlich schneller seine Millionen beisammen. Trotz allem erwirbt man sich in Deutschland durch seine Einzahlungen in die Rentenkasse auch Ansprüche im Alter, die hier immer unter den Tisch fallen. Wenn jemand an Altersarmut leidet, liegt es nicht am fehlenden Aktiensparplan (wie hier gerne suggeriert wird), sondern ganz allein an der Tatsache, dass derjenige zu wenig eingezahlt hat.

T...
22 Tage zuvor
Antwort an  Heraklit

Kann dem nur zustimmen. Auch ich finde, dass der Autor seine Brille hier durch eine rosarote Alternative ausgetauscht hat. Gerade für Anfänger birgt eine solche Darstellung enorme Gefahr im schlimmsten Fall Haus und Hof auf’s Spiel zu setzen. Ich würde mir für künftige Artikel wünschen, dass die Gefahren solcher Produkte und das RIESIGE GLÜCK der beschriebenen Person (Einstiegseinkommen jenseits der 70k, Single, keine Kinder, etc.) besser in den Vordergrund gestellt werden.

Michi
24 Tage zuvor

In Deutschland ist es gewollt, dass die Mittelschicht in die Armut abrutscht. Alle sollen sozial abhängig vom Staat sein. Für alles und jeden hat der Staat Geld, nur die arbeitende Mittelschicht, ob deutsch oder mit Migrationshintergrund, wird geschröpft wo es nur geht.
Man kann nur selber schauen, dass man so viel wie möglich für sich fürs Alter spart. Die eigene Regierung kümmert sich nur noch um alle und alles andere auf der Welt.
Nein, keine Verschwörungstheorie…

Michi
24 Tage zuvor
Antwort an  Michi

Ich habe auch schon hier unter dem Namen “Michi” kommentiert und distanziere mich von den Aussagen des o.a. Michi. Seltsam: Ich dachte, dass es diesen Alias kein zweites Mal geben würde, zumindest hielte ich das für unwahrscheinlich. Nein, ich fühle mich nicht verfolgt, ich möchte nur für Klarheit hier sorgen.
Ab jetzt bin ich – zur Unterscheidung – DER MICHI

Slowroller
24 Tage zuvor
Antwort an  Michi

Nein, keine Verschwörungstheorie… Schlicht Blödsinn (ganz ohne Theorie 😉 )

Ein bisschen weniger Extreme in solchen Vergleichen waren immer mal gut: das deutsche Rentensystem braucht mal eine Verjüngungskur – ist aber im Ganzen trotzdem weltweit gut. 401k ist auch ne tolle Idee – leider profitieren viel zu viele nicht davon.

42sucht21
24 Tage zuvor

@Altersarmut für die Mittelschicht – Der Staat hat sie im Stich gelassen.
Ich denke schon, die Wahrscheinlichkeit aus der sogenannten MS herauszurutschen ist vorhanden. Das gilt aber sowohl nach unten in die Armut als auch nach oben in die Millionärsriege. Jeder Normalbegabte kann in DE Millionär relativ einfach mit Beginn der Rentenzeit sein – wenn a) der Wille geweckt wurde und b) eine Schicksalsschläge kommen. Ich bin da für Eigenverantwortung im Sozialstaat.
Die Mittelschicht hat ein Konsumproblem. Wenn die Mittelschichtler zusätzlich zur wichtigen GRV noch 12% des Brutto privat ins Depot packen würden, dann wird keiner von denen Altersarmut erleben. Klar ginge das ganz einfach, aber das geht halt Kosten des Konsums keine 3. Fernreise pJ, kein deutsches Premiumauto, weniger Essen bestellen, Markenklamotten, Wohntempel mit Kochinsel, usw. – und einfach mal 30 Jahre Vollzeit arbeiten.

42sucht21
24 Tage zuvor
Antwort an  42sucht21

Keine Schicksalsschläge kommen…

Bruno
23 Tage zuvor
Antwort an  42sucht21

Genau, Fokus auf die Dinge, wo man selber etwas ändern kann, mehr Einnahmen weniger Ausgaben, so simpel eigentlich.

Und ich denke die Meisten hier wären nicht glücklich, wenn der Staat für bessere Renten sorgen würde, denn jemand muss das auch bezahlen 😉 Natürlich kann man dann auf die “Reichen” zeigen, aber wer ist reich? Die Antwort ist in der Regel einfach, alle die mehr haben als man selbst 😀

42sucht21
23 Tage zuvor
Antwort an  Bruno

@Bruno – alle (!) die mehr haben als man selbst
Das ist glaube ich ziemlich akkurat beschrieben!

Pat
23 Tage zuvor

2,3 Millionen Euro Kündigung bekommen? Ist das glaubhaft?

Bruno
23 Tage zuvor
Antwort an  Pat

Es waren USD und er hat gekündigt..

Aber wenn er im Schnitt 100k verdient hat und kaum Steuern bezahlen musste und sehr bescheiden gelebt, sagen wir mal 30k zum Leben der Rest gespart dann waren im Schnitt 9-10% nötig was über die letzten Jahre gut möglich war. Danach hat er den Turbo gezündet mit Spekulation, ich hoffe er ist schlau genug und weiss, dass das nicht ewig so geht und sichert sich zumindest die Hälfte konservativ ab.

Gibt andere die waren angeblich Milliardär und haben alles verloren, eine Verrücktheit aber da lief dann wohl auch vieles nicht sauber (Homm als Beispiel).

Marvin
23 Tage zuvor

Er hat sein Vermögen mit gehebelten Produkten also mit einer Wette gemacht.
Die Story ist kein sinnvolles Beispiel für Erfolg sondern eher ein Beispiel für survivorship bias.
Wahrscheinlich gibt es mehr Menschen für die Story “Er verzockte ein Vermögen und muss jetzt leben wie ein Student”.

Rolexinvestor
23 Tage zuvor

Es gibt mindestens so viele Geschichten von Millionären, die jetzt unter Brücke wohnen. Der „inverse“ amerikanische Traum.

Rolexinvestor
23 Tage zuvor

Zu „Streetfood“: Zu den Hauptursachen chronischer Krankheiten gehört erwiesenermaßen schlechte Ernährung.

23 Tage zuvor

Danke für deinen interessanten und niveauvollen Artikel über den Finanznerd. Ich habe den Artikel sehr gerne gelesen und interessante Ideen daraus schöpfen können. Macht weiter so.

Mr. Pino Cavallo
22 Tage zuvor

Ich liebe solche Geschichten, auch wenn in diesem Fall der Lerneffekt eher gering ausfällt, da der genannte Millionär durch Zocken und nicht durch systematischen und seriösen Vermögensaufbau so reich geworden ist.

Gleichzeitig muss man aber eben auch sagen, dass FIRE in Amerika eher möglich ist als bei uns, da dort die Steuer- und Abgabenlast signifikant geringer ausfällt. Mich nervt es ehrlich gesagt auch, dass ich jeden Monat fast die Hälfte meines Gehaltes abgeben muss – und wäre man ehrlich, müsste man auch den Arbeitgeberanteil der Sozialversicherung dazuzählen, denn im Endeffekt blockieren diese für den Arbeitgeber erhöhten Zusatzkosten das potentiell höhere Gehalt.

Mir ist natürlich klar, dass die höheren Sozialkosten gleichzeitig auch eine Versicherung gegen den krassen Absturz ist, wie er in Amerika möglich ist. Trotzdem nervt mich die weitestgehend unkritische Haltung des deutschen Michels, der die hohen Kosten des Sozialstaats nicht nur hinnimmt, sondern auch die zunehmend steigenden Kosten als Gegeben verteidigt.

Rolexinvestor
22 Tage zuvor
Antwort an  Mr. Pino Cavallo

Wenn du in Amerika im Alter krank wirst(was nicht unwahrscheinlich ist) und Ärzte, Behandlungen, Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen aus eigener Tasche bezahlen musst, brauchst du sehr viel Geld. Meistens war es das dann mit der hochgelobten Altersversorgung. Gute Medizin ist nämlich sehr, sehr teuer.
Im Gelobten Land ist eben auch nicht alles Gold, was glänzt.

Der Baum
22 Tage zuvor
Antwort an  Rolexinvestor

Da gibt’s was nennt sich Versicherung.

Die USA ist einfach Land der “extreme”. Für sozial schwache oder mit Vorerkrankungen ist es natürlich schwieriger wie bei uns. An den randbereichen wird es halt schwierig.

Aber auch in den USA kannst du ganz normal eine Versicherung abschließen und entsprechend auch im Alter eine Gesundheitsvorsorge haben.

Rolexinvestor
22 Tage zuvor
Antwort an  Der Baum

Private Krankenversicherungen im Alter sind sehr teuer, abgesehen von den unzähligen Fußangeln im Kleingedruckten. Versicherungen wollen schließlich Geld verdienen. Wenn ich dann als 70jähriger noch die Versicherung klagen muss, ist die Altersvorsorge endgültig dahin.
In Amerika sollte man im Alter lieber nicht krank werden.
Da ist mir Europa mit seinen Gesundheitssystemen schon lieber.

Mr. Pino Cavallo
22 Tage zuvor
Antwort an  Rolexinvestor

Ich glaube kaum, dass sich in Amerika nur Millionäre im Alter einer Krankenversicherung leisten können. Klar, der Absturz ist in Amerika eher möglich als bei uns, das liegt aber m.E. eben auch daran, dass es in Amerika mehr Selbstverantwortung gibt und einige dann eben am falschen Ende sparen und keine Versicherung abschließen, um sich die Prämien zu sparen.

42sucht21
22 Tage zuvor
Antwort an  Mr. Pino Cavallo

@FIRE in Amerika eher möglich
In einem Land größerer Extreme ist alles ‘eher’ möglich. Nach oben, nach unten.
Klar, wenn einem Single, Bestverdiener das Stuersystem hier nicht gefällt, kann ich gut verstehen. Das schöne im Leben, die meisten machen eigentlich alle Phasen durch – es gibt Zeiten zu zahlen und Zeiten zu erhalten.

Ein Bsp.:
Ein Freund von mir aus Belgien ist zu seiner Frau (Lehrerin, Kalifornien, BundesStaat Arbeitgeber) umgesiedelt als das erste Kind kam. Beide vom Arbeitgeber dort gut versichert. Entbindung in einem öffentlichen Krankenhaus (keine Komplikationen, 3 Tage Aufenthalt) kostete damals schon schlanke 10k Privatbeteiligung. Nach 8 Wochen ist die Frau zurück in den Job (von wegen 1J Elterngeld und 3 Jahre Jobgarantie) und daycare für die Kleine kostete schlanke 2k/ Monat.
Dabei ist Kalifornien in weiten Bevölkerungsteilen der USA quasi als linker, geldverschwenderischer Kommunistenstaat verschrien.

Ist nicht alles so schlimm in DE.

-M
22 Tage zuvor
Antwort an  42sucht21

In D schmerzt das Knie ein wenig, bekommst ein MRT und weißt danach was Sache ist…. In USA überlegt bestimmt 2x, ob es die Kosten wert sind, oder der Schmerz nicht doch aushaltbar ist 🙂

Sind immer 2 Seiten. Ich denke immer bei all dem negativen, leben wir hier im Schlaraffenland und natürlich gibt es bestimmt ein anderes Land wo dies oder jenes besser ist …. mir egal.

-M

Sparta
22 Tage zuvor
Antwort an  Mr. Pino Cavallo

@Mr. Pino Cavallo

Ich glaube solche “extrem-Geschichten” vernebeln bei manchen die Gefühlswelt…

Mit Mitte 30 Multimillionär oder Fire sind und bleiben Ausnahmefälle, egal ob in D oder USA.

Natürlich kann man sich grämem in einem der reichsten Industrieländer zu leben und nicht schon im besten Alter aus dem Erwerbsleben aussteigen zu können… (auch wenn der Großteil der Weltbevölkerung vielleicht darüber gänzlich anders denkt und wir dringend gute Leute in Arbeit für die Wirtschaft brauchen)…

Ob man daran dem Staat die Schuld geben muss, wenn ein sehr hohes Ziel nicht schnell klappt???

Klar, die Steuerlast ist international hoch… aber jemand der dieses Ziel unbedingt erreichen will sucht keinen Schuldigen sondern macht das Beste daraus und beeinflusst die Dinge, welche er/sie beeinflussen kann!

Die Millionärsdichte ist in D sehr hoch…

Der Baum
22 Tage zuvor
Antwort an  Sparta

Wir können uns absolut alle glücklich schätzen hier in Deutschland zu leben. So wie man sich auch absolut glücklich schätzen kann in den USA zu leben. Beides hat vor- und Nachteile.

Man muss leider nur sehen dass unser System wie wir es jetzt haben nicht unbedingt nachhaltig finanziert ist. Wenn man sich das rentensystem z.b anschaut verschlingt das immer mehr von den Steuergeldern. Langfristig kann man das ohne Reformen nicht halten und dann muss auch das DE ein bisschen abspecken.

Alles in allem bin ich bei aller Liberalität ein Freund meiner allgemeinen Krankenversicherung. Ich sehe das auch bei meiner Frau wie anstrengend das ganze Thema privat ist. Antrag hier, Nachforderung an die Versicherung da. Nicht schlimm, aber mehr Arbeit als bei der gesetzlichen.

Grüße Baum

Bruno
22 Tage zuvor
Antwort an  Sparta

Für einen Durchschnittslohn fährt man in der Schweiz sicher besser als in Deutschland steuerlich, aber Deutschland hat auch Vorteile z.B. für Unternehmer ist es relativ attraktiv, Beispiel ein Unternehmer hat in Zürich 150’000 Einkommen und die Firma wird mit 20 Mio. bewertet (was nicht heisst dass man sie dann auch sofort für 20 Mio. veräussern könnte), dann bezahlt er alleine Gemeinde/Kantonssteuern 150k (nur privat), d.h. es bleibt gar nix übrig, so ist er also gezwungen mehr Lohn zu beziehen um überhaupt nur die Steuern zu bezahlen oder Anteile zu veräussern (schwierig wenn das Unternehmen nicht an der Börse ist so auf die Schnelle).

In Deutschland ist der Spitzensteuersatz sicherlich nie über 100% 😉

Einfach nur mal so ein Beispiel, ist ja mein Auftrag hier den Neid auf die Schweizer etwas zu dämpfen 😀

Tobs
22 Tage zuvor
Antwort an  Sparta

@Millionärsdichte: Leider gibts in D aber auch Millionen, die lieber dicht sind. Sry, aber das musste jetzt mal wirklich raus. 🙂

Sparta
22 Tage zuvor
Antwort an  Tobs

@Tobs

Bei unseren Elite-Politikern https://youtu.be/zgpBIdtmssg
… wie soll man es sonst ertragen?

Aber gut, Slow’s Kevin ist auch schwer nüchtern zu ertragen. 😉

Slowroller
21 Tage zuvor
Antwort an  Sparta

Superwitzig 🙂

Ein Blick in die USA dieser Tage (bzw der letzten Jahre) zeigt aber auch, dass zumindest ich meine “Elite-Politiker” nicht eintauschen will. Die CSU ist ja schon schwierig – aber wenn ich mir die MAGA-Spinner in Übersee angucke, würde ich politisch sogar Bayern oder gar die Schweiz bevorzugen. Trotz Abwesenheit von Meer und überall schief-krummer Landschaft. 😉

Bruno
21 Tage zuvor

Heute gibt es wohl wieder mal so einen heissen Tag, an dem man nicht fehlen sollte 😉

https://www.youtube.com/watch?v=E_pfQH1CbJ8

Das Video ist zwar 7 Jahre alt aber immer noch gültig.

Slowroller
21 Tage zuvor
Antwort an  Bruno

Ja, echt Wahnsinn. Hat jemand eine Idee was den Ausschlag gegeben hat? Ich konnte keinen Trigger finden.

Fit und Gesund
21 Tage zuvor
Antwort an  Slowroller

unerwartet starker Rückgang US-Inflation, mal schauen wie es weitergeht.

Sparta
21 Tage zuvor
Antwort an  Slowroller

Kevin ist zurückgetreten! 😉

Mats
21 Tage zuvor
Antwort an  Bruno

Echt sehenswert das Video. Danke für den Link. Die Kursgewinne von heute tuen dem Depot gut.
Ist jemand von Euch seit gestern bei Disney eingestiegen? Die mussten ja auch ganz schön Federn lassen. Bin mir da noch unschlüssig, das EPS je Quartal schwankt ja prozentual betrachtet schon arg.

Anton
21 Tage zuvor
Antwort an  Bruno

Schade, dass der USD fast 2% der Performance weggenommen hat :o)

Bruno
20 Tage zuvor
Antwort an  Anton

gegenüber CHF in 3 Tagen 6% verloren, Tim darf jubeln jetzt wenn man als den USD als Basiswährung hat ist das eine schöne Sache 🙂

Sparta
20 Tage zuvor
Antwort an  Bruno

@Bruno

Die Korrektur in USD war jetzt YTD nicht für Tim zum jubeln… aber gut, das tangiert langfristig ihn nicht! 😉

Bruno
20 Tage zuvor
Antwort an  Sparta

Nein aber beides hat Vorteile, bei starkem USD sind die Dividenden auch mehr Wert und Tim kann sich in Kanada bessere Hotels leisten 🙂

Schlussendlich geht es um Realrenditen nützt nix wenn man Milliardär ist und alles nix mehr wert, in Deutschland zu einer andern Zeit ging ein paar in die Kneipe auf ein Bier, zuhause hatten sie mehrere grosse Schachteln gefüllt mit Geld, als sie zurück kamen gab es einen Einbruch, der Kühlschrank war leergeräumt das Geld aber noch da 😉

Bruno
20 Tage zuvor
Antwort an  Bruno

corr: ein Paar, nicht ein paar.. und auch noch, wie üblich bei mir, ein paar fehlende Satzzeichen.

Bruno
20 Tage zuvor

Wir hatten ja ernsthaft mal geplant, auch in Deutschland eine Niederlassung zu eröffnen, aber wenn ich solche Sachen lese, schuddert es mich schon 😀

SPD fordert 25-Stunden-Woche für alle bei vollem Lohnausgleich – Business Insider

..da muss Sparta wohl noch etwas mehr Überstunden leisten in Zukunft 😉

Sparta
20 Tage zuvor
Antwort an  Bruno

@Bruno

Erstaunlich da wollen die sich intellektuell politisch duellieren und treten gänzlich unbewaffnet gegeneinander an… verrückt! 😉

Susanne
20 Tage zuvor

Interessanter Artikel Tim.
Jedoch habe ich beim lesen gemerkt, dass mich „normalere“ Storys mehr interessieren.
Zum neuen YT Video: Cooles Hotel an den Niagarafällen. Super Ausblick.

Freelancer Sebastian
20 Tage zuvor

Hat da einer zum Einsteigen geklingelt?

Tobs
20 Tage zuvor

🙂 Eigentlich schon die ganze Zeit.

Der Markt prügelt die Kurse runter von echten Value-Perlen aus dem Versicherer und Asset Managerbereich in UK wegen ein bisschen Gilts-Crash in England. Keiner geht hin und macht die Tür auf.

Der Markt prügelt HK-Aktien im Konsumgüterbereich runter, weil unterstellt wird, China habe eine pervers-sadistische Freude bis zum Untergang die Wirtschaft durch lock downs runterzufahren. Kurse zu Ausverkaufspreisen. Keiner geht hin und macht die Tür auf.

Der Markt bietet überall, in Europa, Asien und USA Konsumgüter-Champs zu Top Konditionen an, weil die EBITS wegen gestiegener Kosten für Vorprodukte und Energie einknicken. In den letzten 100 Jahren haben sich diese Konzerne, die weiterhin ihren Umsatz ausbauen, von solchen endogenen Schocks auf ihre operativen Margen ja nie erholt, oder nein, doch haben sie ja wohl! Aber niemand geht hin und macht die Tür auf.

Ich habe meine Tür ja einfach die ganze Zeit offen stehen lassen, bei mir musste also erst gar niemand schellen. Es kamen immer munter weiter Unternehmen rein. 🙂

Freelancer Sebastian
19 Tage zuvor
Antwort an  Tobs

Die Kurse spiegeln die kurzfristigen Aussichten wider. Wir hören immer wieder “alle Informationen sind eingepreist”, “alle Aktien sind fair bewertet”. Nun ja, auf Sicht von zehn Jahren? Oder nur kurz vor der Nase?

Wenn die Umsätze und Gewinne in zehn Jahren auf Rekordkursen stehen, möchte ich dann heute für den Preis X oder X-40% kaufen? Wir kennen die Antwort.

Unser Vorteil ist das Nebelstochern und kurzfristige Denken der Wallstreet. Dazu das Herdenverhalten und kurzfristige Trendgetrade.

Geduld und Lethargie werden belohnt.

Tobs
19 Tage zuvor

So ist es + anders als der Markt, der in der Regel nicht mehr als 6 bis max. 12 Monate im voraus antizipiert, können wir viel mutiger auch einfach mal 1-3 Jahre oder noch länger antizipieren.

Beispiel Margenschocks in diesem Jahr wegen der Preisschocks: Der Markt hat die Unternehmensbewertungen runtergeprügelt, weil er das KGV auf Basis der Gewinne in maximal 12 Monaten bewertet. Es war klar, dass viele Unternehmen nicht so schnell die gestiegenen Preise weitergeben können sollten und gleichzeitig war unklar, ob in diesen 12 Monaten die Vorprodukte und Energie wieder günstiger werden.

Ich als Privatanleger bin aber so keck und positioniere mich trotzdem – und zwar mit längerem Blick auf die nächsten 36 Monate. Weil ich bereits die antiziperte Retroperspektive in 2-3 Jahren einnehme und glaube das man dann rückblickend das Schlimmste durch hat. Nur gibt es dann die Unternehmen natürlich nur wieder zu hohen Preisen und die meisten jammern dann wieder den günstigen Einstieg verpasst zu haben. Deswegen auch der abgegriffene aber wahre Spruch: Erst die Schmerzen und dann das Geld. Das schafft man aber nur mit einer Strategie und Blick auf die Unternehmenserfolge und garantiert nicht mit Blick auf die Kursentwicklung. Dann bist Du verloren.

Einige hier im Forum meinen regelmäßig, sie würden keine günstigen Unternehmen finden. Meines Erachtens musste man dafür in den letzten Wochen nicht mal nach HK oder UK abschweifen, was ja nicht jedermanns Sache ist. Es gab so viele Unternehmen aus Industrie-, Konsum- und Einzelhandel auch in den USA (und hier auch echte Divi-Aristokraten), die zum Einladen nicht geklingelt, sondern geschrien haben!

Freelancer Sebastian
19 Tage zuvor
Antwort an  Tobs

Die ING weist für Adidas gerade ein KGV von 91 aus. Viel zu teuer 😉 ….

Bruno
19 Tage zuvor

Die ING weist für Adidas gerade ein KGV von 91 aus”

ooh muss ich jetzt schon wieder verkaufen 😀

Habe letzte Woche noch Meta, Alphabet und Amazon aufgestockt, natürlich Zufall niemand wusste dass es diese Woche klingelt, und nächste Woche könnte auch wieder alles anders aussehen.

Wenn man langfristig >10 Jahre investiert sind Kennzahlen zwar nice, aber sekundär, wichtiger ist sich Unternehmen auszusuchen, welche man als langfristig erfolgreich anschaut und die sich weiter entwickeln können, mal liegt man goldrichtig mal weniger, das gehört dazu.

Ob der grosse Crash dann 2024 abgeschlossen ist oder auf 2025/2026 verschoben wird, werden wir sehen. Von einigen wird das Endzeitdatum seit dem grossen Finanzkrise 2008 Jahr um Jahr nach hinten geschoben, da wäre es doch schade einfach nur zuzusehen und abzuwarten.

Das meine ich auch ständig mit unterschiedlichen Szenarien, man muss offen sein für viele Möglichkeiten, angenommen die Inflation kommt jetzt tatsächlich zurück dann kommt die Frage, wie stark fällt die Rezession aus, eher mild oder knüppelhart, das wird Auswirkungen haben auf die Märkte. Aber Prognosen sind wirklich fast unmöglich deshalb bleibt doch eigentlich nur, laufend weiter aufzustocken, dann ist man zumindest an den guten Tagen dabei, und die sind erwiesenermassen nicht ganz unwichtig (siehe Video weiter oben).

Anton
19 Tage zuvor

Ich gehe bei der Marktantizipierung für einen Zeithorizont von 3-36 Monaten mit. Der Markt versucht alle Informationen einzupreisen. Da er kurzfristig sehr ineffizient ist (wie soll es anders bei so vielen Informationen und Marktteilnehmern sein), kommt es kurzfristig zu Ausschlägen/Ineffizienzen/Übertreibungen (Volatilität).

Langfristig (z.B. 10 Jahre) kann der Markt, in meinen Augen, Entwicklungen nicht (rational) bewerten. Das will er auch wahrscheinlich nicht, da es sich in 10 Jahren immens viel ändern kann. Ich habe ein interessantes Beispiel gehört.
Die Frage: Wenn wir wüssten, dass ein Komet in 10 Jahren die Erde trifft, ob der Markt die einpreisen würde.
Die Antwort: Nein, würde er nicht. Man würde davon ausgehen, dass man eine Lösung findet (z.B. Abschuss mit Nuklearwaffen). Natürlich würde eine solche Nachricht voraussichtlich (kurzfristig) eine massive Bewegung nach unten auslösen (Ineffizienz).
Schöne Beispiele für Übertreibungen/Ineffizienzen, auch wenn die Tragweite unvergleichbar niedriger war, waren die US-Wahlen als Trump gewonnen hat und Brexit-Abstimmung. Bei Tage am Morgen ein Genuss, um einzusteigen. „Zwei“ Tage später hat die Börse alles vergessen.

42sucht21
19 Tage zuvor

@Die dummen Wallstreetler
Wir kleinen b&h Anleger hier, tun manchmal so, als wären wir schlauer als die WS-Profis. Mitnichten ist das so.

Bezüglich dem dummen, pro-zyklischen risk-off Abverkäufen der Instis in Krisen, möchte ich anmerken, dass mir gerade in Zeiten, in denen die nächste Krypto-Bude hops gegangen wird und wieder mal 10Mrd weg sind, die Begriffe wie Marktregulierung, Compliancezwänge und Aufsichtsbehörden immer sympathischer werden. Womöglich kommt es noch zur einer Realkrise ausgelöst durch diese Ponzi-Religionsprediger. Bevor das nicht ordentlich durchreguliert ist, wird das nichts. Leider ist deregulierierte Freiheit systemimmanent bei den meisten sogenannten Krypto-Währungen. Mal schauen wie das gelöst wird.

Tobs
19 Tage zuvor
Antwort an  42sucht21

@Vergleich mit Wallstreetlern: Bin mir nicht sicher, ob das so vergleichbar ist.

Wallstreetler: Versucht schlau zu sein auf Grundlage von Informationen und Daten. Seine Prognosen beruhen auf Anknüpfungstatsachen, die er interpretiert und versucht damit Mehrgewinn zu erzeugen (in der Regel ohnehin nur für ihn selbst).

Buy & Hold Anleger: Investiert eher auf “Gesetzmäßigkeiten”, die er nicht wirklich versteht, aber auf die er sich verlässt wie Jahreszeiten. Darum versucht der Buy and Hold Anleger streng genommen gar nicht, schlauer als die Wallstreetler zu sein, weil er einen ganz anderen Ansatz fährt. Der Buy and Hold Anleger ist ein Farmer, der sich einen guten Acker aussucht (Unternehmen) und nach einfachen Bauernregeln investiert (Bauer Tobs: “Ist ein Top-Unternehmen tief in der Jaufe, dann ich erst Recht viel davon kaufe”). Und bekanntlich haben die dümmsten Bauern ja die dicksten Kartoffeln. 🙂

42sucht21
19 Tage zuvor
Antwort an  Tobs

@Tobs
Die Wallstreeter lesen ja auch B&H-Bücher. Allerdings wollen sie zwischenzeitlich lieber Opportunitäten nutzen und müssen eben auch raus laut Vorgaben.
Das mit dem “Versucht schlau zu sein auf Grundlage von Informationen und Daten” macht ja doch auch der kleine B&H Einzeltitelinvestor und nur wir ETF-Schlaubis wissen, dass wir nichts verstehen.
Bauer 2: Ist der Kurs dann ganz am Boden, sind wir Privatanleger voll am Toben.

Sparta
19 Tage zuvor

Heute sind wir wieder mal auf den Spuren von Zen(tastisch)…

Dazu passend gibt passende Accessoires…
https://www.interluxe.de/TASSE-Kaffeebecher-ICH-HAB-MICH-UMGESEHEN-Geschenk-Henkelbecher-Lustig-Teetasse

Bruno Banani Bombastisch hat die natürlich schon! 😉

Bruno
19 Tage zuvor
Antwort an  Sparta

Ich brauche dafür keine Tasse, das weiss ich auch so 😀

Für Tobs hätte ich noch was…
‘ich bin bauer’ Männer T-Shirt | Spreadshirt

Aber mal ehrlich, man darf sich doch auch mal wieder freuen, wenn es 2 Tage gut läuft nach so einem Jahr 😉

Last edited 19 Tage zuvor by Bruno
Tobs
19 Tage zuvor
Antwort an  Bruno

Ja, Ihr könnt mich als Kunststoff-Figur mit Baströckchen zum an den Rückspiegel hängen haben. Oder als der Bauer im Kalender, der jeden Monat in voller Pose mit viel Haut einen Aktien-Bauernspruch raushaut.

-M
19 Tage zuvor
Antwort an  Tobs

Diese Bilder im Kopf, uiuiui!

Die Asos, die verrückten mal eben im Markt von 5,50 auf 9 geschwommen, die letzten Tage.

Für mein Depot gut, für mein verlangen nach noch mehr von denen schlecht.

-M

Alliban
19 Tage zuvor

“Die Altersarmut ist in Deutschland hausgemacht”. Ich habe den Eindruck, dass das politisch so gewollt ist. Damit macht man sich die Leute abhängig. Das ist m.E. ein Merkmal des Sozialismus. Man muss sich auch im Klaren darüber sein, dass die gesetzliche dt. Rentenversicherung ein massives Klumpenrisiko aufweist: Sie hängt auf Gedeih und Verderb vom Wohlergehen der dt. Wirtschaft ab. Das hat bisher sicherlich einigermaßen funktioniert. Die Beurteilung, ob dass auch in Zukunft so sein wird, sei jedem selbst überlassen, angesichts des derzeitigen politischen Wirkens und der Demographie. Wenn man davon unabhängig sein möchte, muss man für sich selber vorsorgen. Die vorgeschlagene Idee mit ETF’s vorzusorgen, wird von mir inzwischen favorisiert. Ich sehe hier ggü. einer Investition in Einzelaktien ein geringeres Risiko bzw. einen geringeren Aufwand. Ersteres ist m.E. wichtig im fortgeschrittenen Alter, da man dann weniger Zeit (und Möglichkeiten) hat, Verluste auszugleichen. Mit Einzelaktien kann man sicherlich mehr verdienen, das ist letztendlich eine Risikoprämie. Bei meiner Einstellung bin ich inzwischen stark von Andreas Beck beeinflusst, den vielleicht der ein oder andere kennt (z.B. auf Youtube). Er hat einen interessanten Beitrag über das Investieren herausgegeben. Für interessierte: Wenn man nach “Erfolgreich-wissenschaftlich-investieren-2.Auflage.pdf” sucht, kann man sich ihn herunterladen.

Freelancer Sebastian
19 Tage zuvor

@ 42sucht21

Die Wallstreeter lesen ja auch B&H-Bücher.

Das mag ja sein, aber wie Sie schon erwähnten, sie wollen/können/sollen/dürfen diese Weisheiten nicht umsetzen. Und auch wenn immer wieder die Quants und Algos und die Diplome aus Havard erwähnt werden, diese Jungs sind in ihren Sachzwängen gefangen und deswegen eben nicht erfolgreicher als wir kleinen Leuchten.

Ich sage nicht, dass wir schlauer sind. Aber wir sind freier und daher mit besseren Chancen ausgestattet, um erfolgreich zu sein.

@ Tobs

So ist es. Und während wir geduldig vor unseren Äckern und Obstgärten stehen und die steigenden Erträge bewundern, lungern täglich die Schlipsträger herum und brüllen aufgeregt ihre Preise durch die Gegend.

Ihre Weitsicht reicht für die nächste Woche. Und wenn ein “Experte” drei regenfreie Tage ankündigt oder an fernen Orten die kurzfristige Nachfrage nach Äpfeln sinkt, dann prügeln sie ihre Angebote und die Preise der Wertanlagen “informationsaktuell” und “effizient” nach unten, als würde es nie wieder regnen und kein Mensch mehr Äpfeln essen wollen.

Gut, dass sie für diese “fairen” Preise auch ihre eigenen Äcker und Gärten verschleudern.

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