Die drei größten Geldfresser: Wohnen, Transport, Essen. Dort sparen, um mehr investieren zu können

Die drei größten Geldfresser sind Wohnen, Transport und Essen. Überall lässt sich sparen. Wer sich mit finanziell erfolgreichen Menschen befasst, sieht, dass sie bei diesen drei Kostenblöcken vorsichtig sind. Der Wertverlust eines Neuwagens ist in den ersten drei Jahren enorm. Warum also einen Neuwagen kaufen?

Nimm Frugalist Oliver Noelting. Er lebt mit seiner Frau und dem Nachwuchs in einer 69 qm Wohnung und zahlt 800 Euro warm. Das erscheint günstig zu sein für Hannover. Das neue Apartment des Programmierers sieht schick aus. Wer sucht, der findet. Es lassen sich immer Wohnungen finden, die einem nicht die Haare vom Kopf fressen. Natürlich ist es schwieriger geworden angesichts des Immobilienbooms. Doch zeigt der Fall Noelting, dass es geht. Schau dich eventuell bei Immobilienscout nach Alternativen in der Umgebung um.

Warum solltest du finanziell vernünftig aufgestellt sein? Im Leben passieren Dinge, mit denen du nicht gerechnet hast. In diesen Zeiten ein gutes Finanzpolster zu haben, kann hilfreich sein. Also plane und investiere, um einen angenehmen Ruhestand zu haben. Dann lebe.

Die Planung für einen komfortablen Ruhestand kann dir schon vor dem Ruhestand helfen, wenn Dinge nicht wie geplant laufen: Krankheit, Arbeitslosigkeit, berufliche Umorientierung. Auf Indeed.de und anderen Portalen gibt es massenweise Jobangebote. Und jede Menge Nebenjobs.

Verdienst du genug: Gehaltsrechner zeigt die Wahrheit

Übrigens wenn du zu wenig verdienst, dann schau dich nach einem anderen Job um. Beim Statistischen Bundesamt kannst du überprüfen, ob dein Bruttogehalt angemessen ist.

Was sind weitere Gründe, ein ordentliches Depot mit ETFs und Aktien aufzubauen:

  • Du willst eventuell einen Punkt erreichen, ab dem das Arbeiten optional ist. Du machst das natürlich in deinem eigenen Tempo. Es sind deine eigenen Ziele, zu deinen eigenen Bedingungen.
  • Manche mögen die Welt bereisen. Es gibt immer mehr, die wollen ein halbes Jahr im Wilden Westen der USA wandern gehen. Die Menschen sagen sich: “Ich will mein Leben leben, so wie ich es will.”
  • Du willst nicht ewig das Rattenrennen mitmachen. Nicht bis 70 arbeiten. Geld bedeutet Autonomie. Du kannst umziehen. Auswandern. Dort hinziehen, wo es dir gefällt. Ortsunabhängig leben. Den Job machen, der dir Spass macht.
  • Die Freiheit haben, sich an Lebenshaltungskosten anzupassen. Wer dagegen arm ist, ist gefangen und auf eine bestimmte sozioökonomische Klasse/Leben beschränkt.

Kurzum: Wer sparsam ist, hat mehr Wahlmöglichkeiten im Leben. Zum Beispiel mit Blick auf den Job, Reisen, Vorruhestand, was auch immer dir wichtig ist. Ich geb jedenfalls kein Geld für Dinge aus, die mir nicht wichtig sind.

Ich traf ein junges deutsches Paar an der Wall Street: Die beiden haben viele Ziele und Träume

Also mache es wie Oliver, Jan&Jenny und viele andere, die ich kenne. Ich lernte kürzlich in New York ein junges Paar aus dem Berliner Raum kennen. Das sind fleißige ETF- und Aktiensparer, Jan machte seinen ersten Halbmarathon in New York. Ich bin von solchen Menschen fasziniert, die Ziele haben, motiviert sind, etwas im Leben erreichen wollen. Und nicht nur am Meckern sind. Jan will in New York und Berlin den Marathon bald laufen.

Bau dein Portfolio aus. Streng dich im Job an, achte auf deine Gesundheit. Leb nach Möglichkeit eher bescheiden. Du musst dir natürlich nicht alles vom Munde absparen. Dann lass den Zinseszinseffekt wirken. Der bringt dich voran. Meide Konsumschulden. Meide emotionale Einkäufe. Es ist nichts daran verkehrt, jeden Monat volle Kanne in ETFs zu investieren. Auch wenn du schon älter bist, ist es nie zu spät, um über die Börse/Indexpapiere vorzusorgen. Die Lebenserwartung nimmt schließlich zu.

Das endlose Kaufen von Plunder macht eh nicht dauerhaft zufriedener. Im Gegenteil: Es kann eine Konsumsucht entstehen, die oft in der Privatinsolvenz und Scheidung endet. Mir haben einige Leser schon ihre traurigen Storys geschildert.

Ich bin erleichtert, dass sich in der Ukraine Frieden abzeichnet. Das war ein grauenhafter, sinnloser Krieg. Hoffentlich kommt der Frieden ganz schnell.

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Ralf
5 Monate zuvor

Ein schöner Artikel.

@Wohnen: Wie geht ihr als Eigentümer/Mieter mit diesem Thema um? Ist ja als Kostenblock nicht völlig unerheblich, selbst bei Eigentum wenn man es ehrlich betrachtet. Mich treibt derzeit durchaus die Suche nach einer wirtschaftlichen Alternative zur alten Ölheizung um. Die Energiewende und Weltsituation sorgt für deutliche steigende Investitionskosten, egal wie man es dreht und wendet bei Betrachtung aller Heizsysteme. Dazu sind Handwerker und Material knapp. Gas wäre eigentlich für uns sinnvoll weil der Anschluss schon im Haus liegt. Nun aber u.a. Planungsunsicherheit durch Politik und Energiewende. Photovoltaik wäre toll, wenn man angemessene Einspeisevergütung bekommt. Warum sollte eingespeister Photovoltaikstrom erheblich schlechter bezahlt werden als der Strom den ich von den Stromwerken erhalte? Erschließt sich mir nicht so ganz. Und dann fallen darauf noch Steuern an.

@Aktien: Die großen Player wie Blackrock, Amazon, Apple, Danaher bereiten einfach Freude im Depot. Möge das noch lange so weitergehen.

@Krieg: Der hoffentlich mögliche Frieden bleibt leider brüchig. Hier wurde viel Vertrauen zerstört und Hass kräftig genährt. Wir werden längerfristig mit schwierigen internationalen politischen Verhältnissen leben müssen. Viel raus in die Natur und Sport treiben damit der Kopf frei wird.

Christian
5 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Wenn die Ölheizung noch läuft, würde ich sie laufen lassen. Es ist gerade genug „Panik auf der Titanik“, wie du ja selbst schreibst… es fehlen nicht nur Handwerker, sondern auch Bauteile wie Pumpen oder Kessel.

Die Technik wird zudem stets besser. Ich würde aktuell – mit meinen persönlichen Erfahrungen – keine Wärmepumpe in den Bestand einbauen. Ist nur effizient bei Vollwärmeschutz und niedrigen Vorlauftemperaturen (zB Fußbodenheizung). Bei den aktuellen Strompreisen frisst dir das Ding sonst die Haare vom Kopf. Da wird es noch einige böse Überraschungen geben… Wer aufgrund einer hohen Vorlauftemperatur (Bestand) keine Wahl hat, sollte eher zu Pellets greifen, mit all den damit verbundene Nachteilen.

klingt blöd, aber nichts ist besser als eine Brennwerttherme Gas für kleines Geld, gerne auch gebraucht gekauft auf eBay. Aber es muss ein Anschluss vorhanden sein – und auch hier gibt es große Probleme mit der Rohstoffversorgung / Bepreisung wie man der Zeitung entnehmen kann. Good Luck

Daniel
5 Monate zuvor
Antwort an  Christian

Die Wärmepumpe kann auch im Altbau funktionieren. Richtig alte Gebäude, wie unseres aus den 50ern, haben sehr großzügig dimemsionierte Heizkörper die damals gegen die 1-fach Verglasung und zugigen Abdichtungen ankämpfen mussten.

Wir fahren die selbst im Winter mit max. 50C° Vorlauftemperatur. Zudem hat man gerne auch mal einen eigenen Wärmepumpen-Strom Tarif mit eigenem Zähler.

Etwas anderes würde ich kaum noch verbauen, denn die Gas-Therme wird über kurz oder lang bis auf wenige Ausnahmen sterben und die Pellets stehen genauso auf der Abschussliste.

Daniel
5 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Die Steuern auf PV Eigenstrom fallen nur an, wenn du die Regelabschreibung wählst, also die MwST von der Anlage zurückholen willst. Ist halt ein Geben und Nehmen mit dem Finanzamt. Du kannst aber auch die Kleinunternehmer-Regelung wählen, verzichtest damit auf die Abschreibung, musst dafür aber auch keine Umsatzsteuer-Thematik mehr betrachten und somit auch den Eigenverbrauch nicht versteuern.

Mein Aktuelles Angebot liegt bei 24.000€ für 13,4kw-Peak. Selbst bei ordentlich steigenden Strompreisen wird die Anlage wenn überhaupt nach 13-15 Jahren erst bei Plus/Minus Null sein. Finde ich schon grenzwertig. Aber immerhin halten die Komponenten lange. Und mit dem E-Auto habe ich ohnehin einen elektrischen Großverbraucher der den Eigenverbrauch gut nach oben treibt.

Ende Mai Endet bei uns die Home-office Pflicht. Danach muss ich statistisch gesehen wieder 2,5 Tage die Woche im Büro sein. Das bedeutet nach erster Rechnung weitere zusätzliche 1200kwh durchs E-Auto im Jahr.

Matthias
5 Monate zuvor
Antwort an  Daniel

@ Daniel, 24.000Euro für die die 13,4 kwp klingt erstmal viel. Ist das der Bruttopreis? Hast du einen Speicher geplant? Falls ja, würde ich hier nochmal genau durchrechnen. Bei der aktuellen Technik und den Einkaufspreisen, bei zeitgleich „geringem“ Strompreis rentieren die sich noch nicht.
Lieber erstmal ohne Speicher fahren und dann bei Bedarf in ein paar Jahren dazu schalten. Hast du die komplette Dachanlage einbezogen? Evtl. Anbauten oder Nordseite? Je größer desto besser. Auch der Preis pro kmp wird mit größerer Anlage immer günstiger, gleichzeitig deckst du mit mehr Modulen auch den Eigenbedarf besser ab, also Frühjahr und Sommer. Im Sommer gibt’s dann natürlich eine ordentliche Überproduktion die eingespeist wird, aber die refinanziert die Anlage natürlich zusätzlich.
Bei der Amortisation würde ich bei aktuellen Preisen und Ammortisation unter 18 Jahren immer zuschlagen. Die steigenden Preise helfen dann natürlich bei der Rückzahlung.
Ich plane zur Zeit eine 29,8 kwp Anlage ohne Speicher und bin bei ca. 43.000 Euro netto. Die Mwst muss man rausrechnen, die holt man sich über das Finanzamt wieder.

Daniel
5 Monate zuvor
Antwort an  Matthias

Die 24.000€ sind inkl. MwSt und ohne Speicher. Ein Speicher ist, obwohl mir dieser jedesmal ungefragt angeboten wird, wirtschaftlicher Unsinn bei den Preisen. Ich habe mich bei Bekannten umgehört wieviele “Vollzyklen” die Akkus im Jahr machen und diese Werte sind so erschreckend gering dass die Speicherkosten von 5000-7000€ auch nach teilweise 20 Jahren nicht armortisiert sind.
Zudem habe ich ein E-Auto und somit 55kwh Speicher in der Einfahrt stehen. Ich arbeite zu 80% im HomeOffice und kann tagsüber jederzeit problemlos Verbraucher zuschalten. Abends findet kaum noch verbrauch statt.

Es ist bereits die gesamte Garagendach-Fläche einbezogen. Nord und Südseite. Ich liege jetzt bei knapp 7000kwh und werde dann wohl zukünftig bei 8000kwh liegen. Ich denke aber dass wir uns preislich auf ca. 40cent pro Kilowattstunde in den nächsten Jahren einstellen müssen.

Fit und Gesund
5 Monate zuvor

die 3 grössten Geldfresser habe ich soweit optimiert, aber Alles kann man nicht optimieren ohne Verlust von Lebensqualität,

Wohnen: meine Nebenkosten steigen jährlich, was ich nächstes Jahr dann zahlen muss? keine Ahnung, aber ich möchte es warm haben, also muss ich eben zahlen.

Transport: ich erledige die meisten Wege im Alltag zu Fuss oder mit dem Velo, da ändert sich eigentlich nix.

Ernährung: da will ich nicht sparen, mir auch egal was das Öl oder das Mehl kostet, gewisse Artikel sind auch in der CH schon teurer geworden, hier gehe ich keine Kompromisse ein, sehe aber durchaus die Möglichkeit vermehrt zu Angeboten zu greifen, wenn ich Süsskartoffeln will und Rosenkohl ist im Angebot, dann nehm ich halt den Rosenkohl.

die meisten meiner Freizeitvergnügen kosten wenig bis nix (Laufen z.B.) allerdings sollte man sich auch ein paar “Abwechslungen” gönnen, muss ja nicht die Luxuskreuzfahrt 3x pro Jahr sein.

Es ist wie Tim schreibt, so ein Depot sorgt für einen angenehmen Ruhestand, keine finanziellen Sorgen zu haben beruhigt ungemein, aber so ein Depot fällt nicht einfach vom Himmel, das muss man stur und stetig aufbauen, am Besten man lässt es schön von selbst wachsen, nicht alle naslang dran rumfuchteln, 🙂 ich re-investiere meine Dividende und es wächst immer noch, kaum zu glauben, aber trotz diesem Dreckskrieg (ich glaube nicht an eine schnelle friedliche Lösung) hab ich nun mehr im Depot als Anfang Jahr, ich habe immer noch nix aus der Crash-Reserve genommen, diese Woche werde ich aber ein wenig Geld umschichten und dann kauf ich wieder was, Dividenden kommen fast täglich rein, BHP hat eine Monsterdividende ausgeschüttet, die Aktie hab ich schon lange.

Ansonsten läuft es hier rund, gute Besserung an den corona-geplagten Slowroller, in irgendwelchen Läden trage ich immer noch FFP-2 Maske, trotz Booster, aber die Zahlen sinken und bald kann man das auch aufgeben, bis zur nächsten Welle halt….

Liebe Grüsse

Paluma
5 Monate zuvor

Frieden in der ?? Ukraine? Hab ich etwas verpasst?

Ansonsten schöner Artikel 😉

Kiev
5 Monate zuvor

Schöner Artikel. Der Vermögensvorteil ist mir zu defensiv, auch wenn die genannten Aspekte natürlich wirklich hilfreich sind. Dennoch lässt sich mit Vermeidung von Problemen vermutlich kein neuer junger Sparer überzeugen. Ein Vermögen schafft auch Freiheiten in jungen wie in älteren Jahren. Der Zinseszins wirkt am besten mit der Zeit. Daher lohnt es sich am Anfang seiner “Karriere” Gas zu geben. Mit Kindern kann die Zeit vielleicht entsprechend der eventuell verschobenen Prioritäten angepasst werden. Da sinkt dann vielleicht die Sparquote um 10-20%. Für die Familie lohnt sich diese Investition, oder wofür wird sonst gespart und investiert?

@ Ralf

Bei PV wundert mich so manches. Wir haben Gas, aber das ist ja auch Teufelszeug. Teufelszeug ist im Grunde Öl, Gas, Kohle, Holz, Pellets. Fernwärme ist immer sehr gut, auch wenn für die Erzeugung Kohle verfeuert wird. Das sehe ich vielleicht etwas käterisch. Ich muss einräumen, dass es auch eine Übergangslösung sein kann, bis wir ausreichend Strom im Winter erzeugen. Werd glaubt liest Märchen. Deutschland ist energieabhängig und das ändert sich nicht. In Zukunft wird mehr Strom, Wasserstoff usw. importiert. Es gibt noch andere Möglichkeiten aber es läuft auf ähnliche Verfahren hinaus.
Warum ist das so?

Meine Antwort sieht so aus: Wir haben in Deutschland eine zentrale Energieversorgung. Es muss künftig mehr Energie dezentral erzeugt werden. Damit kann allerdings zentral nichts verdient werden und konzentriert kann man seiner Stimme besser Gehör verschaffen als ein Einzelkämpfer 😉 Als Eigentümer kann ich auch nachvollziehen, dass ein Unternehmen eine 100% abgeschriebene Anlage, die gewartet einwandfrei funktioniert selbstverständlich weiterbetrieben möchte. Vorzeitige Ausstiege müssen entsprechend teuer gekauft werden. Und der Strom kommt bei unseren Nachbarn aus Quellen, die rund um die Uhr Strom erzeugen und das auch nachhaltig. Zumindest aus ihrer Sicht.

@ Ukraine

Ich sehe hier leider keine baldige Lösung. Vielleicht gibt es in Kürze einen Vertrag und vielleicht einigt man sich darauf. Ob es Frieden mit sich bringt ist eine andere Frage.

Ralf
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

@Kiev: Ich hatte kürzlich ein interessantes Gespräch mit einem absoluten Fachmann aus der Energiebranche welcher unter anderem große Windpark- und Photovoltaikprojekte maßgeblich mit realisiert hat und auch wirtschaftlich die Zusammenhänge sehr detailliert kennt. Seine Erkenntnis: Wir werden als Bürger zu großen Teilen hinter das Licht geführt. Nach seiner Ansicht wäre in D deutlicher billigerer Strom längst für alle möglich. Die Details kann ich gar nicht alle aufführen (Politik, Verträge, Hinterzimmergeschäfte, Vorenthalten von Informationen etc.)…

@Ukraine: Nüchtern betrachtet ist es klar. Wir haben einen neuen Ostblock direkt vor der Tür allerdings ohne so großen Puffer wie bisher. Durchaus Brisant. Echter Frieden in Europa ist leider auf lange Zeit nicht in Sichtweite. Unsere aller Kinder tun mir leid, dass hätte ich ihnen gerne erspart. Noch dazu in Coronazeiten die ohnehin Nerven kosten. Meine Kindheit und Jugend war definitiv beschaulicher (Schule, Freizeit, Gesellschaft, Leistungsdruck, G9 statt G8 etc). Wir reden mit unseren Teenies über solche Dinge weil Sie von sich aus etliche Fragen stellen und machen viel Mut. Man merkt aber was die Generation umtreibt…

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

@ Ralf

Im Verbrauch zahlt ein Haushalt im Vergleich mit Unternehmen einen sehr hohen Preis für Strom. Ich möchte gar nicht wissen was es alleine in dem Bereich für Absprachen gibt. Mich wundert es bei den Kosten nicht, dass Firmen keinerlei Anreiz geboten wird in Energiesparmaßnahmen zu investieren. Aus Kostensicht bringt das überhaupt nichts bei 3ct/kWh an Stromkosten. Fürs Image kann es dennoch Beweggründe geben.

Genossenschaftliche Modelle würden mit hier auch gefallen. Damit kann man effizientere Anlagen betreiben und die Überschüsse an die Mitglieder auszahlen. Schöner wäre natürlich die Energiemenge gutzuschreiben, die von den Mitgliedern an anderer Stelle verkonsumiert werden.

Nico Meier
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

@Ralf
Die Gedanken zum Ersatz der Ölheizung machen wir uns aus. Unsere Ölheizung ist glücklicherweise erst 18 Jahre alt, daher ist der Druck eine neue Heizung zu installieren nicht wirklich gross. Die Technik der Wärmepumpe finde ich durchaus interessant leider eignen sich viele Altbauten nur bedingt für den Einsatz einer Wärmepumpe weil die Dämmwerte zu tief sind und die Wärmepumpe daher die Vorlauftemperatur nicht schafft oder nur unter Einsatz von mehr Strom, was sich natürlich nachteilig auf die Stromkosten auswirkt.
Gasleitung sowie Fernwärme fallen bei uns weg, da nicht vor Ort verfügbar. Wir haben noch Zeit mit dem Ersatz aber es würde mich nicht wundern, wenn wir am Schluss bei Pellets landen würden.

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  Nico Meier

Warum nicht Ölheizung durch Pelletheizung ersetzen, nachwachsender lokaler Rohstoff, und der Platz ist ja auch vorhanden dort wo der Öltank war wären dann neu die Pellets.

Ist klar ist in der Anschaffung etwas teurer als Öl oder Gas dafür sind die laufenden Kosten dann stabil und relativ günstig.

Sparta
5 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

@Bruno

Letztes Jahr im Januar 1 Pelletstonne ca. 220 €, dieses Jahr im Januar 360 €.
Gleichzeitig kommen so Nachrichten vom Umweltbundesamt, dass man über Verbote nachdenkt.
Zuvor aber jahrelang mit 50 % Zuschuss fördern…

Ich bin ja echt für eine Energiewende… aber einen großen Plan, bzw. einen roten Faden um die Menschen mitzunehmen… der ist leider nicht erkennbar.

Wenn man die Menschen mitnimmt und eine klare, verlässliche Kommunikation betreibt, ist deutlich mehr schaffbar!

Ralf
5 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

In D wird mittlerweile auch das Aus für die Pelletheizung gefordert vom Umweltbundesamt (wg. Feinstaubbelastung). Damit sinken die Optionen für Besitzer einer Ölheizung drastisch und Planungssicherheit sinkt weiter.

“Die Förderung der Pelletheizung könnte vor dem Aus stehen. Das kündigte Christian Maaß, Abteilungsleiter Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), auf der Wärmekonferenz des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) am vergangenen Mittwoch in Berlin an.”

Quelle: https://www.haustechnikdialog.de/News/26621/Kommt-das-Foerder-Aus-fuer-die-Pelletheizung-

42sucht21
5 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

@Pelletheizung
Wartungsarm ist das auch nicht, die Förderspindel hängt oder die Pellets werden feucht & schimmeln, Ruß.
In einem Altbau-MFH in der Innenstadt kann ich weder Wärmepumpe, Fussbodenheizung, Dämmung verwenden. Pellets im feuchten Keller ebenfalls nicht. Gas zu ersetzen wird schwierig denke ich.

@Öl- und Gasheizung ganz schlecht
Warum werden Immobilienbesitzer so angegangen beim Thema heizen?
Ein moderne Brennwertkessel hat einen Wirkungsgrad von >99%. Einen 30 Jahre alten muss man austauschen. Die hatten einen Wirkungsgrad von >97%.
Kaum unterschiedlicher CO2-Ausstoß und Gasverbrauch.
Für wen macht der Austausch Sinn?
Eine Familie benötigt grob 2.000 L Heizöl pro Jahr. Das ist ganz schlecht und muss sofort aufhören.
Ihr Urlaubsflug 2x pro Jahr benötigt aber 10 Tonnen Kerosin pro Stunde. Das fördern wir und befreien Kerosin und Flughäfen von Steuern.
Für wen macht das Sinn?
Von Ölersparnis durch Abschaffung von Tankkarten von Firmenwagenprivilegien für besserverdienende oder Nicht-Einführung eines Tempolimits oder unsinnigen Abgasnormen als Motorentwicklungsanreize fange ich nicht erst an. Für wen macht das Sinn?

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

@42
Anstatt Schnecke pneumatische Lösung verwenden.

@Feinstaub
In der Regel kommt das daher wenn der Brenner schlecht eingestellt ist oder die Pellets zu feucht. Muss halt wie alles im Bau fachmännisch gut verbaut sein.
Gute Filter gibt es auch, auf der andern Seite werden Kamine weiterhin erlaubt wo der Rauch ungefiltert in die Luft geht, da fragt man sich…

Man findet in jedem System Negativpunkte, mit dieser Herangehensweise wird man die Ziele nie erreichen! Weder die Unabhängigkeit von Schurkenstaaten noch die Umwelt/Klimaziele.

Felix
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Was ist ein Vertrag mit Putins Russland wert? Die Ukraine hat bereits einen solchen Vertrag, im Gegenzug hat sie ihre Atomwaffen abgegeben – ein tödlicher Fehler.
Wenn skrupellose Massenmörder Atomwaffen besitzen, können sie machen, was sie wollen. Das ist die Lehre, denke ich, niemand – auch keine Allianz – kann sie stoppen.

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  Felix

Nachrichten verfolge ich hier nicht mehr. Ich weiß überhaupt nicht was Putin sich von der Aktion verspricht oder überhaupt fordert. Selbst wenn es berechtigte Gründe gäbe stellt sich doch die Frage wie viel Wert ein erpresstes Zugeständnis hat. Neutralität, keine Atomwaffen, Entnazifizierung? Seltsame scheinbar aus der Luft gegriffene Themen. Die (Putin)Russen könnten in dem Punkt Entnazifizierung vielleicht mit gutem Beispiel voran gehen. Da gibt es sicherlich auch etwas zu bereinigen. Nebenbei verlassen auch Russen ihr Land. Soweit ich es mitbekommen habe, handelt es sich hier nicht vorrangig um wirtschaftlich abgehangene Menschen. Putin richtet das Land dauerhaft zu Grunde.

Eine Atommacht kann nicht nach Belieben agieren. Wie sieht es denn in Nordkorea aus? Sicherlich können sie mit ihren Waffen zeugen, dass sie sich wehren können. Aber wie sieht es im Land selbst aus? Erbärmlich und Beschämend. Die Unterschiede zu freien sich entwickelnden Ländern werden wie der Zinseszins auch hier immer deutlicher.

Matthias
5 Monate zuvor

Zum Thema Wohnen: Ich habe eine Immobilie. Diese ist Bar bezahlt worden. Dank Aktienboom 2009 und folgende Jahre. Der Umbau und ein großer Wintergarten haben einen 6 stelligen Betrag gekostet. Der zum Teil Kredit finanziert war. Wir haben in Corona Zeiten es zu schätzen gewusst, das wir einen großen Garten haben und bei kalten aber sonnigen Tagen im Wintergarten unter Palmen zu sitzen. Eine 4 Zimmer Wohnung im dritten Stock ist da was anderes. Es muss aber passen.
Generell ist es aber so, das beim Hauskauf der Betrag von 20% Eigenkapital zu wenig ist. Da zahlt man Jahrzehnte lang ab. Bei hoher Inflation und entsprechender Gehaltsentwicklung kann es etwas leichter sein. Viele Menschen sind da schon in das verderben der Kreditfalle gelaufen. Ein weiteres Problem ist der Neidfaktor, der macht es häufig noch teurer, weil unkalkuliert etwas gekauft wird, was man nicht braucht.
Aber, wenn alle Menschen so vorgehen wie es Tim propagiert, dann gibt es eventuell ein geringeres Wachstum. Aktien leben von Gewinnen. Trotzdem gilt:

  1. 3 Netto Monatsgehäter eiserne Reserve
  2. Aktives ETF-sparen monatlich mit 10% vom Netto. Gern auch mehr
  3. Keine Kredite und sowenig Kreditsumme wie möglich.
  4. Gib nur aus was du hast.

Zum Schluß noch die bösartige Einsicht: Die dummen leben von Arbeit. DIe Klugen von den Dummen. Es ist so. Fehlende finanzielle Bildung ist der Faktor der die Menschen arm hält.
Frage welches sind die beiden wichtigsten Faktoren beim gesunden Vermögensaufbau?

  1. Stures Buy and Hold
  2. Zeit. Die steht in der Zinseszinsformel im Exponenten und hat somit rein aus mathematischer Sicht einen sehr großen nutzen, der mit jedem Jahr stärker (weil exponentiel) wirkt.

Aktien auswählen muss keiner. Der Kauf von Anteilen an der Börse ist nicht davon geprägt, das man dafür einen akademischen Titel benötigt. ETF auf Indizes mit mehr als 1000 Unternehmen sind gemeinhin hinreichend diversifiziert nach Branchen. Regionen sind aufgrund der zusammengewachsenen Volkswirtschaften alle ähnlich im Verhalten. Einfach mal seit 2000 sich den Nikkei, den Dax, den S&P 500,… anschauen. Man kann da durchaus ein kongruentes Verhalten in der Wertentwicklung feststellen.
Zum Thema Aktienwissen noch dieses: Affe performt als 22 bester an der Wallstreet
https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/wie-schimpansen-mit-dart-pfeilen-zu-den-besten-bankern-der-wall-street-wurden_H1960490147_546306/
Da “scheiß” ich doch auf die Expertise von diesen Hauptberuflichen Geldvernichtern.
Entschuldigung für das böse Wort.

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  Matthias

Dem Wintergarten kann ich etwas abgewinnen. Das ist in der Tat eine beachtliche Steigerung der Lebensqualität. Du hast diesen aber erst zu späterer Zeit erworben. Heute möchten die Menschen alles sofort. Es gibt kaum Menschen, die heute für ein Eigenheim bei den Preisen 20% und Nebenkosten einbringen können. Geschweige bei einem Umbau mit Wintergarten direkt nach Kauf. Höhere Zinsen werden hier einen Riegel vorschieben und vielleicht auch damit die Preisentwicklung von Immobilien vorerst beenden.

Matthias
5 Monate zuvor

Der noch dazu:
Geldanlage: Der Investment-Tip der Wall Street Affen

42sucht21
5 Monate zuvor

@Thorsten
Wie bzw wann steigen Sie in den Aktienmarkt erneut ein – nach welchen Kriterien?
Zinsen, Inflation, Rezession bzw. Stagflation, Krieg und Gas-Stop, Chinapolitik, usw. keine leichte Entscheidung.

-M
5 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Die Antwort kommt dann rückwirkend….. “ich bin bereits dann und dann wieder eingestiegen” …”hatte ja nur Teil verkauft” oder sonst was. Alles andere würde überraschen.

-M

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  -M

Hier möchte ich Thorsten zu Gute halten, dass er seinen Ausstieg am Tag selbst verkündet hat. Das gefällt mir wesentlich besser als aus der Retro-Perspektive. Er sollte meine ich Anfang März einsteigen, aber davon habe ich hier nichts mitbekommen. Zu der Zeit war auch nicht klar wie es weitergeht. Das ist es heute allerdings auch nicht.

Gibt es hier Investoren, die einen risikoreduzierten Ansatz verwenden? Beispielsweise mit AllWorld ETF 60%, Gold 20%, Silber 10% und Cash 10%? Mich würde interessieren mit welchen Positionen es durchgeführt wird, wie Rebalancing aussieht und welche Drawdowns es im Corona Tief und Ukraine Tief gab. Und die durchschnittliche Rendite M besten im Vergleich mit dem AllWorld Index. Für manche Konstellationen finde ich so ein Allwetter Depot interessant.

42sucht21
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

@erneut einsteigen
Ja, auch hier im Blog ist es einfacher mit der Masse zu schwimmen. Da finde ich einige Thorsten-Beiträge erfrischend positiv auch wenn ich nicht immer die Ansichten teile.
Meine Frage war tatsächlich ernst und völlig ohne Häme gemeint. Fürs richtige timing gehören ja mindestens zwei gute Zeitpunkte.
Das Covid-V hätte ich nicht erwartet und die aktuelle inner-Kriegs-Erholung auch nicht. Wenn ich raus wäre hätte ich niemals den Einstieg vernünftig geschafft. Wobei die aktuelle Erholung kann sich ja auch innert weniger Tage in Luft auslösen bei einer unerwarteten Eskalationsstufe wie wir vermutlich alle erahnen. Im aktuellen Umfeld kann der Gesamtmarkt auch jahrelang dümpeln. Vielleicht werden wir dann auf Dividendenstrategien positiver schauen als im IT-Boom vor dem aktuellen Sektorenshift. Statistisch nicht unwahrscheinlich nach den Boom-Jahren (Regression toward the mean). Allerdings sind die Unternehmensgewinne so hoch wie seit > 70 Jahren nicht (USA). Das liegt auch am Oligopol in vielen Industrien zB Fleischindustrie, Internet, Telekommunikation, Unterhaltung, Gase, Medizintechnik usw usw. durch sehr große Player mit Preissetzungsmacht und immenser Kostenvorteile gepaart mit großen Nachfrage und Technikfortschritt. Ich bleib positiv.

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Umschichten gefällt mir als risikomindernde Strategie nicht. Hier sind mir die Kosten die Steuern auf Kursgewinne zu hoch. Meine BEP Position hat beispielsweise 6k€ an Buchwert. Davon sind 100% Kursgewinne. Wenn ich die Aktie verkaufen würde, so müsste ich alleine ca. 750€ an Steuern dafür bezahlen. Ich habe die Entwicklung hier nicht verfolgt. Die Aktie ist in der Zeit vielleicht auch gestiegen. Da stellt sich die Frage wann die Aktie wieder gekauft werden sollte. Bei einem Depot mit deutlich über 20 Positionen ist das kein sehr einfaches Unterfangen.

Hier würde ich ein Depot mit wenig korrelierenden Positionen in festen Verhältnissen eher verwenden und dann einfach nach Regelwerk monatlich mit Einzahlungen der Zielallokation entgegen steuern.

Unter Betrachtung irgendwelcher geopolitischen Aspekte würde ich erst recht so eine Strategie fahren. Ich kann überhaupt nicht sagen was hier noch passieren wird. Ich hätte einiges anders eingeschätzt und bin damit scheinbar auch nicht alleine. Aktuell finde ich die Kurse in Anbetracht der Probleme Recht hoch. Andererseits gibt es auch keine große Auswahl an Alternativen. Eine Immobilie ist aktuell viel zu teuer. Da bleibe ich weiterhin bei Aktien.

-M
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Kamm deinen Kommentar gut nachvollziehen.

Evtl können wir den Markt besser antizipieren, wenn wir irgendwo ein Charttechnik Seminar buchen. Irgend eine Unterstützung haben wir bei all den Linien im Chart bestimmt übersehen! 🙂 Spass bei Seite. Es ist wieder der beste Beweis. Börse steigt und man denkt sich “komisch, kann doch gar nicht sein” 🙂

-M

DanielKA
5 Monate zuvor

Diese auf deutsch übersetzten Business Insider Artikel haben immer so eine miserable Qualität und stecken voller Widersprüche.

Sabatiert konnte auf diese Art und Weise mehr als eine Million Dollar in fünf Jahren sparen. Für ihn hat es sich also ausgezahlt, in diesen Bereichen etwas zurück zu stecken.

nd jetzt hat sich dieser kleine feine Unterschied ausgezahlt — ich habe 13.000 Dollar pro Jahr so gespart.

hä wie jetzt, mit 13.000 Dollar Ersparnis im Jahr komme ich auf mehr als 1 Mio. USD in 5 Jahren , typisch amerikanische Mathematik 😉

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  DanielKA

Mathematik eben, er hatte einfach eine jährliche Rendite von 111% 😉

Slowroller
5 Monate zuvor

Ich hab heute mal das ETF-Depot meiner Frau in PortfolioPerformance eingepflegt – und siehe da, sie ist die beste Buy- and holderin der Welt. Alle Kauf- und Ertragsdokumente seit Ende 2019 (Depot besteht seit 2018) waren noch ungelesen im Posteingang, die Sparplansumme wurde aber immer an das verfügbare angepasst. Sieht echt gut aus, dafür, dass das einfach so nebenher rollt 🙂 Eine nächste große Vermögensetappe wird bald gerissen, dafür gibt’s dann Sushi und Champus als Überraschung 🙂

Zur Ukraine: ich möchte derzeit kein westlicher Politiker sein. Ich weiß aber, dass ich in Zukunft auf die vielen kleinen Eskapaden von totalitären Herrschern viel aktiver reagieren würde. Man darf nicht vergessenz, dass Putin uns schon seit Jahren hackt, desinformiert, Wahlen beeinflußt, Antidemokraten aufbaut, Menschen wahlweise vergiften, erschießen oder ais Fenstern stoßen lässt. Mit solchen asozialen Wixxern ist kein Staat zu machen. Ich hoffe die Russen ziehen sich aus dem Sumpf noch raus und beenden das wie damals die Rumänen. Mehr als eine Hinterhofmauer hat Putins Bagage schlicht nicht verdient.

Ralf
5 Monate zuvor
Antwort an  Slowroller

Wir haben nun einen neuen Ostblock vor der Haustür. Keine schöne Sache und die friedlichen Jahre sind bei realistischer Betrachtung leider vorbei. Deswegen steht kein Atomkrieg bevor. Es werden aber definitiv unruhigere Zeiten werden.

Gratulation zum Erfolg des ETF-Depots. Angesichts einer Inflation von mittlerweile über 7 Prozent geht es aber nun vor allem um Werterhalt. Vermögensbildung wird damit leider erschwert auch angesichts steigender Kosten. Trotzdem weiter investieren, daher setze ich aber auch vermehrt auf Einzelaktien. Große Player wie Microsoft, Apple oder Danaher versprechend aus bisherigen Erfahrungen einfach bessere Renditen.

Slowroller
5 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Mein ETF-Depot und meine Einzelaktien sind ca gleichverteilt. Besser läuft das Einzelaktiendepot allerdings nicht zwingend – allerdings auch nicht schlechter. Microsoft oder grade Tesla performen da natürlich super – dem gegenüber stehen dann aber auch Wirecard oder Bayer.
Ich denke es wird weiter bei der Aufteilung bleiben. Das einzige was sich nur bedingt gelohnt hat ist der RK1-Anteil. PP rechnet, dass der auf mittlerweile 7% gesunken ist, schlecht schlafen tu ich deshalb aber nicht. (gut war es aber, den RK1-Puffer in schlechten Zeiten in den Markt zu bringen. 60€ bei Siemens oder 10€ bei RDS werden wir so fix nicht wiederkommen.

Nico Meier
5 Monate zuvor

In unserer Region wird gebaut wie wild. Da kostet dann die 4.5 Zimmer Eigentumswohnung auf 120qm Wohnfläche mit kleinem Balkon bereits um die Million Franken. Kein Wunder werden hier die Einfamilienhäuser mit Garten bereits über 1.5Millionen verkauft. Bin sehr froh haben wir 2017 gekauft. Gerade in Coronazeiten haben wir den grossen Garten noch mehr schätzen gelernt.

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  Nico Meier

Für 800 CHF/EUR Monatsmiete bekommt man in der Stadt Zürich, Zentrumslage, gerade mal einen Tiefgaragenplatz 😀 Jetzt sollen ja die offenen Parkplätze verschwinden, Tempo 30 generell, ich würde gerne in ein Parkhaus investieren, ein Tag Parking kostet heute z.B. Urania 45 CHF/EUR, nach Angebot und Nachfrage dürfte sich das bald verdoppeln, ein gutes Geschäft.

Nico Meier
5 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

@Bruno
Ich würde mir niemals anmassen meine ländliche Wohnlage im Aargau mit der “Weltmetropole” Zurich Downtown Switzerland zu verglichen. 😉
Aber wenn bei uns im ländlichen Aargau in einem kleinen Dorf eine 4.5 Zimmer ETW bereits über eine Million gehandelt wird so sehe ich schon klar steigende Immobilie Preise. Die von mir erwähnten Einfamilienhäuser mit Garten die über 1.5 Millionen gehandelt werden haben in der Regel eine Küche und ein Badezimmer aus den 1980er Jahren. Mit anderen Worten der neue Eigentümer wird in den nächsten Jahren einiges an Kapital aufwenden müssen um die Immobilie zu unterhalten. 2017 habe ich noch den Preis drücken können mit Argumenten wie die Heizung ist noch Öl oder in den Schlafzimmern liegt Spannteppich der ersetzt werden muss.

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  Nico Meier

Ich würde mir niemals anmassen meine ländliche Wohnlage im Aargau mit der “Weltmetropole” Zurich Downtown Switzerland zu verglichen.”

Hat jedoch einen Einfluss auf die Preisentwicklung in deiner und andern Regionen.

Die Preisexplosion hat ihren Radius um die Zentren einfach vergrössert in den letzten 5-10 Jahren, lange war die Grenze bei Baden und jetzt geht es bis in den Kanton Solothurn rein und man muss schon ins Wasseramt/Bucheggberg und die stehen zunehmend auch im Preiseinfluss von Bern.

Macht ja auch Sinn, wer z.B. in die Stadt ZH pendeln muss, der hat z.B. von Olten nicht viel länger als mit dem Tram/Bus aus einem äusseren Kreis der Stadt selbst.

In Basel oder Bern schaut es ähnlich aus. Angebot und Nachfrage, und langfristig wird die Preisentwicklung wohl so weitergehen, auch wenn es wieder mal eine Immo-Krise geben wird.

Deutschland war lange zu günstig und hat jetzt halt auch stark aufgeholt, jetzt ist auch alles teuer geworden.

Zürich ist auch teurer als New York zum leben:
Cost of Living (numbeo.com)

Cost of Living Comparison Between Zurich, Switzerland And New York, NY, United States (numbeo.com)

Freelancer Sebastian
5 Monate zuvor

Im Grunde nur das übliche Mantra, gut belegt. Aber was der nette Herr unten im Video zu berichten weiß, ist ein paar Gedanken wert:

https://www.dividendgrowthinvestor.com/2022/03/do-not-time-market.html

Gefällt mir so gut, der Peter, dass ich gleich mal die komplette Rede herausgesucht habe:

https://www.youtube.com/watch?v=rf_f8GV0yYM

Last edited 5 Monate zuvor by Freelancer Sebastian
Ralf
5 Monate zuvor

“Die drei größten Geldfresser: Wohnen, Transport, Essen. Dort sparen, um mehr investieren zu können.”
Im Prinzip klare Sache. In der Praxis aber wird es für ziemlich alle spürbar teurer werden. Und wer zum Beispiel übermäßig beim Heizen spart riskiert Schimmel in der Wohnung. Speziell die Themen Heizung und Strom sind derzeit schwierig zu beantworten für den Verbraucher. Die Regierung in D hat mit der Wärmepumpe bereits ihre Lieblingsheizung gefunden. Gas, Öl, Pellets, Holz alles plötzlich schlecht. Selbst eine noch so moderne Wärmepumpe ist für viele ältere Häuser nicht so gut geeignet ohne massiv teure Sanierungen/Umbauten. Vom Handwerkermangel ganz zu schweigen. Hoffentlich hält unsere Ölheizung noch eine Weile durch bis hier mehr Licht ins Heizungsdunkel kommt. Manchmal ist wie an der Börse Geduld auch hier ein guter Ratgeber, auch wenn Politik und Preise drängen.

Möge das Füllhorn der Weisheit kluge Entscheidungen über Politik und Entscheider bringen…

@Börse: Weiterhin Vollgas geben. Die Renditeerwartungen sollten aber nicht zu hoch gehängt und realistisch betrachtet werden (Inflation, Weltpolitik etc.). Ich rechne mit sinkenden Renditen.

Florian
5 Monate zuvor

Mir hat das massive Sparen zu gesunden Zeiten wohl geholfen das schlimmste zu verhindern. War duWurde durch ein SchädelhirnTrauma, das mich in einer Sekunde komplett aus der Spur geworfen. Zum Glück hatte ich ein rel. üppiges Depot, das den Fall zumindest finanziell aufgefangen hat, da ich fahrlässigerweise nicht mal eine BUV hatte. Uff 🙁 Da ich aktuell auf Reha sitze hat es den vermeintlichen Vorteil, dass die 3 großen Kostenblöcke naturgemäß schrumpfen… andererseits merke ich auch deutlich, dass Gesundheit unbezahlbar ist! Im Juni werde ich in niedriger Taktung wieder zu arbeiten beginnen….das spült ja auch nicht mehr viel in die Kassen…

Slowroller
5 Monate zuvor
Antwort an  Florian

Alles Gute dir! Dafür hat man seine finanzielle Sicherheit – aber wie du sagst: erst wenn sie in Gefahr ist merkt man wie wichtig Gesundheit ist. Ich drück die Daumen.

Tobs
5 Monate zuvor
Antwort an  Florian

Hey – auch von mir alles Gute!! Wenn Du bald wieder bei niedriger Taktung arbeiten gehen kannst, ist das sicherlich die beste Gelegenheit, zurück “on track” zu kommen! Viel Erfolg dabei.

Mats
5 Monate zuvor
Antwort an  Florian

@ Florian: Von mir auch gute Genesung!

Ralf
5 Monate zuvor

Die Inflation in der Eurozone beträgt derzeit offiziell für den März 7,5 Prozent. Das ist eine echte Hausnummer. Ich gehe nicht davon aus, dass Löhne und Gehälter für viele in entsprechendem Maße steigen, auch wenn die Inflation noch länger auf hohem Niveau anhalten sollte. Also weiterer spürbaren Reallohnverlust in vielen Branchen wie bei uns im ÖD.

Wir spüren es mittlerweile durchaus in verschiedenen Bereichen (Heizen, Strompreis, Nahrungsmittel, Tanken) auch wenn es noch im Rahmen ist. Die unerwartete Kündigung durch unseren Stromanbieter kam überraschend und hat nun deutliche Kostensteigerungen zur Folge.

Würde mich einfach ganz praktisch interessieren angesichts der vielfachen Preissteigerungen. Wir leben bereits recht sparsam (Auto wird wenig gefahren, billig Lebensmittel einkaufen etc.) daher ist weiteres Einsparpotential recht begrenzt. Aldi kündigt nun zum Beispiel weitere Preisteigerungen an. Mit Familie merkt man das durchaus auch bei kleinem Einkauf.

Wie geht die “Finanziell Frei mit 40”-Fraktion damit um? Und wie geht ihr alle im Blog derzeit im Alltag konkret damit um? Vielleicht können wir ja noch was lernen…

Daniel
5 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Ich merke die Inflation bisher kaum. Sowohl Strom als auch Gas die wahrscheinlich derzeit größter Treiber des Inflations-Warenkorbs sind laufen noch in Altverträgen. Ich wurde zum Glück nicht gekündigt und habe sozusagen noch eingefrorene Preise von 2020.

Beim Kauf im Supermarkt merke ich ehrlich gesagt nicht den großen Unterschied. Ob nun eine Packung Nudeln 20cent mehr kostet, nehme ich ehrlich gesagt kaum wahr.

Die Fahrt zur Arbeit erfolgt mit dem E-Auto, somit gilt Alt-Stromtarif (siehe oben) und die Preistreiberei an den Tanksäulen geht an mir vorüber.

Preise in Restaurants usw. wirken auf mich erstmal noch gleich.

Ich denke der wirklich größte Batzen dürfte für mich die Situation sein, wenn der Gas-Tarif “angepasst” wird. Ich verbrauche hier für ca. 2300€ Gas (letztes Jahr). Ich gehe davon aus dass man sich auf 3000€ und mehr einstellen muss. Aber ehrlich gesagt ist das für mich dennoch kaum ein Grund zu jammern. 3000€ Gas und vielleicht 1500€ Strom sind auch grade mal 375€ im Monat. Das Haus ist seit Jahrzehnten abbezahlt. Ich wohne immer noch so günstig wie ein Student was das angeht.

Was ich daraus lerne…hmm schwierig…vielleicht dass ich auch wie viele zu leichtgläubig war was Russland angeht? Verändere ich mein Verhalten? Nein..meine Bude bleibt schön auf 22-23C°, ich werde auch weiterhin 150-160 auf der AB fahren wenn alles frei ist und kaufe das ein was ich will.

Felix
5 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Die Dividenden machen das mehr als wett. Zum einen steigen viele Dividendenausschüttungen in diesem Jahr (DAX-Dividenden sind auf Rekord-Niveau) und der gestiegene Dollar führen bei mir auf jeden Fall zu einer zweistelligen prozentualen Zunahme der Dividenden-Einnahmen. Damit ist die Inflation mehr als eingefangen.
Der Vorteil, Aktionär zu sein liegt auf der Hand.

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

@ Finanziell Unabhängig mit 40

Ich wüsste nicht welchen Tipp es zu steigenden Preisen geben könnte. Wer bereits in Zeiten von 0% Inflation sparsam gelebt hat, der kann sicherlich mit einer Steigerung seiner Ausgaben rechnen. Für die grobe Summe führe ich ein Haushaltsbuch. Es wird allerdings erst eine Tendenz in vielleicht 6 Monaten geben. Ich schreibe alle Ausgaben auf monatlicher Basis einfach auf. Damit kann nur der Mittelwert für eine Betrachtung verwendet werden.

Bei dem Energieverbrauch könnte wie bereits bei 0% Zeiten eine PV Anlage in Betracht gezogen werden.

Auf der Einnahmenseite sehe ich allerdings bei Aktien auf etwas längere Sicht steigende Dividendenzahlungen und auch steigende Umsätze. Preissteigerungen werden langsamer durchgeführt, so dass in den Geschäftsberichten erst die höheren Kosten zu Buche schlagen, die später ausgeglichen werden. Effizienzsteigerungen werden jetzt auch verstärkt durchgeführt, so dass bei einem Rückgang der Inflation die Unternehmen durch höhere Preise und mehr Effizienz eine höhere Ausschüttung beibehalten können. Warten wir einmal die Berichte von Firmen wie Unilever ab. Aktien schützen meiner Meinung nach vor Inflation. Zumindest in ihrer Substanz und nicht in der täglichen Preisfindung.

Zum Einkommen trägt allerdings auch das aktive Einkommen bei. Wer mit 40 Jahren die FU erreicht hat wird vermutlich noch etwas weiterarbeiten. In welcher Form auch immer. Dieses Jahr rechne ich mit 10% Gehaltssteigerungen bei meinem Gehalt. Bei meiner Frau wird es sich zeigen. Es gab bereits 5.5% auf eine Maßnahme. Eine starke Gewerkschaft wird dieses Jahr vermutlich ebenfalls um 5% erzielen. In meiner neuen Firma werde ich auch das erste richtige Gespräch haben und rechne mit einer Anpassung von 5%. In Summe sollten hier die fehlenden 4.5% leicht zu erzielen sein.
Mit den Steigerung können die höheren Ausgaben für Energie und Nahrung grob ausgleichen werden.

Es ist aber richtig. Wenn dauerhaft beispielsweise 300€ mehr Ausgaben im Monat anfallen, so benötigt man folglich um 120k€ mehr an Vermögen. Bei der FU sehe ich ebenfalls die Notwendigkeit durch eine Krise zu gehen. Es ist vielleicht wie bei einem Unternehmen. In der Krise werden die Einnahmen erhöht, das Vermögen ausgebaut und in einer folgenden Hausse schießt das Vermögen dann durch die Decke. Man kann es auch ohne Möglichkeiten der Einkommenssteigerung positiv sehen. Wer in der Krise am Ball bleibt, weiter Anteile von Unternehmen automatisiert kauft, der wird die Früchte seiner Arbeit ernten.

Lejero
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

@Kiev: “In der Krise werden die Einnahmen erhöht, das Vermögen ausgebaut und in einer folgenden Hausse schießt das Vermögen dann durch die Decke. Man kann es auch ohne Möglichkeiten der Einkommenssteigerung positiv sehen.”

Genauso sehe ich das auch: jetzt durch diese Zeiten mit ihren vielfältigen Risiken “durchwurschteln” und Vermögen mindestens stabil halten. Irgendwann scheint wieder die Sonne, und dann geht das Vermögen wie du sagst durch die Decke.

Leider kann das nicht jeder Haushalt machen, das muss man auch sehen. Haushalte, die schon jetzt nur sehr wenig (wenn überhaupt etwas) zur Seite legen können werden aufgrund Inflation in den kommenden Monaten und ggf. Jahren richtig unter die Räder kommen. Hier kann man nur empfehlen, sich so gut es geht weiterzubilden und zu qualifizieren, um den Kopf über Wasser zu halten und mittelfristig etwas stabiler dazustehen und eine Perspektive entwickeln zu können. Ehrlich gesagt ziemlich deprimierend und nicht gut für unsere Solidargemeinschaft.

-M
5 Monate zuvor
Antwort an  Lejero

Aus Unternehmenssicht ist es auch eigentlich mal an der Zeit, die eigene Bilanz auf Vordermann zu bringen.

Viele Firmen haben keine gute Bilanz mehr gehabt. CEOs die jetzt ihre Hausaufgaben machen und Schulden tilgen, Sparprogramme im Unternehmen sinnvoll einsetzen, werden irgendwann belohnt werden.

-M

Mats
5 Monate zuvor

Bei den Energiekosten haben wir bislang auch noch die alten Tarife. Ich rechne hier für unser EFH aber natürlich auch innerhalb der nächsten 12 Monaten mit Steigerungen für Strom und Gas. Denke das könnte sich auch verdoppeln. Dadurch hat keiner weniger auf dem Teller, aber klar, irgendwo geht es dann zu Lasten der Sparquote. Wir haben eine Gas Brennwerttherme, die ist so alt wie das Haus, d.h. rund 15 Jahre. Wir lassen das Gerät seit Bau jedes Jahr penibel warten, aber die mit Heizungen zusammenhängenden Diskussionen habe ich bislang Null verfolgt. Wie lange hält denn so ein Ding? Muss ich danach total umrüsten? Damit kenne ich mich leider überhaupt nicht aus.

Bei uns ist echt angenehm warm, die monatlichen Gaskosten sind dennoch nur so knapp 90 Euro im Monat. Bislang!

Die Wohnkosten/Hausrate ist glücklicherweise im Vergleich zu einer Mietwohnung heutzutage ein Witz. (Klar, irgendwann muss man für Instandhaltung wie eben eine neue Heizung natürlich nachlegen)

Dass die Einkäufe für Lebensmittel teurer geworden sind, haben wir bisher nicht wirklich wahrgenommen.

Wenn alles wirklich für uns spürbar teurer wird, dann haben wir am ehesten Sparpotenzial bei der Mobilität. Wir leisten uns (wie viele Familien) zwei Autos, hier könnte man sich kleiner setzen oder mittelfristig sogar auf ein Auto verzichten. Das ist noch aber kein Thema.

June
5 Monate zuvor

Ein spannendes Thema, Wohnen, Transport, Lebensmittel. Sind die teuren monatlichen Ausgaben. und vor allen Ding ist es ein Notwendigkeit auf die wir im täglichen Leben nicht verzichten können.

@Ralf, du hast die Frage gestellt wie man bei Lebensmittel noch sparen kann. Ich denke die meisten Tipps sind hinreichend bekannt. Nicht hungrig einkaufen gehen, im Supermarkt nach der Bückware greifen, überhaupt einen Einkaufszettel schreiben. Das machen auch schon viele Menschen. Meiner Meinung nach am effektivsten, ist es aber bereits mit einem Essensplan anzufangen. Für jeden Tag in der Woche festlegen, was es zum Frühstück Mittag und Abendessen gibt. Dann den Einkaufsplan machen und sich vor allen Dingen daran halten. Natürlich kommt manchmal das Leben dazwischen, dann schiebt man dieses eine Gericht eben einfach einen Tag weiter und kauft in der nächsten Woche etwas weniger ein. Wichtig ist auch sich nicht zu überschätzen. Also zum Beispiel nicht gesunde Lebensmittel einkaufen die aufwändig zubereitet werden müssen wenn man sowieso keine Zeit hat. An stressigen Tagen darf es dann auch die Tiefkühlpizza sein. Denn jeder Plan ist besser als gar keiner. Dabei sollte man immer im Hinterkopf haben, alles was andere für mich vorbereiten oder zubereiten, kostet nicht nur die Zutaten sondern man bezahlt auch die Dienstleistung und das verteuert die Ware. Mein Mann und ich sparen so sehr viel Geld. Wenn ich Zeit habe koche ich einfach ein bisschen mehr und friere das dann für stressige Zeiten ein. So werden wir nächste Woche hauptsächlich aus dem Tiefkühler leben. Linsencurry, Bolognese Soße, Chili u.a. habe ich im bereits im letzten Monat vorgekocht. Nudeln und Reis sind dann abends immer noch schnell zubereitet. Ich hab darauf geachtet, dass in den Gerichten viel Gemüse darin ist, so kann ich auf das zubereiten von zusätzlichem Gemüse verzichten. Gerichte mit wenigen Zutaten sind meistens günstiger als Gerichte mit vielen Zutaten. Manchmal kann man aber auch einfach eine Zutat durch eine günstigere ersetzen. Exklusive Lebensmittel sollte man für exklusive Ereignisse reservieren so verzichtet man nicht darauf sondern sie bleiben etwas besonderes. Aber am wichtigsten ist, dass alle Familienmitglieder mit machen. 

@Fit und Gesund, nachträglich alles liebe und Gute zum Geburtstag.

Und liebe Leute, wenn euch die Panik wegen der schlechten Nachrichten übermannt, schaut auf eure Konten und Depots. Alle Schreiber und Leser hier stehen besser da als die Durchschnitts Bevölkerung. Nur, da wir in unserer eigenen Blase Leben sehen wir das manchmal nicht.

Take care,

June

Tom Turbo
5 Monate zuvor

Zuerst möchte ich mich einmal für die vielen Inputs bedanken die Tim immer wieder liefert. Ich mag vor allem die YouTube Videos die immer wieder neue Einblicke bringen.

Auch ich habe nicht vor mein ganzes Leben im Hamsterrad zu verbringen. Aber vieles ist leichter gesagt als getan. Deshalb möchte ich meinen Senf auch zu den großen drei Kostenpunkten abgeben.

Wohnen ist das größte Thema für viele. Gerade in der Stadt der ich lebe, ist Eigentum ohne zu erben eine Utopie geworden. Grundstückspreise haben extrem angezogen. Gleich verhält es sich mit Mieten. Natürlich gibt es den geförderten Wohnbau, aber der hat halt auch seine Tücken. (Einkommensobergrenze und halt die Nachbarn)

Wenn mehr als die Hälfte des Einkommens für das Wohnen ausgegeben wird, was durchaus üblich ist, dann wird sparen und investieren sehr viel schwieriger.

Meine Familie (bin verheiratet und wir haben drei Kleinkinder) hat das Glück, dass wir mit Haus und Garten nur zu Betriebskosten wohnen. – Dank meiner Eltern.

Unser größter Kostenpunkt ist daher Bildung, da Kindergarten zur Zeit mit 750€ pro Monat zu Buche schlägt. Sobald unsere Kinder schulpflichtig werden wird sich das auf 1200 bis 1500€ erhöhen. Aber das ist mit Sicherheit die beste Investition.

Als ich noch alleine wohnte, hatte ich ein Motorrad und einen bayrischen 5er Schlitten. Manchmal vermisse ich das Motorrad. Aber es war mir dann doch zu gefährlich. Beim Auto bin ich froh jetzt eine langweilige Familienkutsche zu fahren deren Wertverlust sehr überschaubar ist.

Beruflich bin ich nicht mehr aufs Auto angewiesen. Das entspannt sehr. Es ist also auch kein besonders großer Kostenpunkt.

Essen ist ein echter Luxus und hier bin ich nicht bereit große Abstriche zu machen.

Das Ziel später einmal nicht mehr vom Arbeitseinkommen abhängig zu sein motiviert mich sehr.

Viel im Leben ist nicht planbar und die größten Komponente ist halt die Zeit. Deshalb finde ich zB Oliver Noelting ein sehr schlechtes Beispiel.

Ja, er wohnt günstig, aber das war es dann auch schon. Wenn ich eine gute Ausbildung habe wie er, dann muss man die ersten Jahre sich voll reintigern. So verschenke ich mein Humankapital.

Es ist zwar schön wenig zu arbeiten, aber die Rechnung kommt später dann. Mit den staatlichen Rentenpunkten sieht es ganz mies aus.

Für mich ist die Marschroute klar. Fixkosten niedrig halten. Notgroschen muss verfügbar sein. Monatlichen Sparplan durchhalten.

Wenn sonst etwas verfügbar ist gezielte Einzelkäufe.

In 10 bis 15 Jahren kann ich dann hoffentlich sagen, dass ich es mir leisten kann erheblich Arbeitszeit zu reduzieren.

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  Tom Turbo

@ Tom Turbo

Wieso benötigst Du für die Grundschule um 1500€ im Monat? Ich habe zwei Kinder in der Grundschule. Die Kosten für die Schule belaufen sich auf ca. 50€ im Monat für beide Kinder. Wir zahlen noch Beiträge für Vereine, Kunst- und Musikkurse. Das kostet insgesamt keine 250€ im Monat.

Du musst nicht die FU erreichen um dem Hamsterrad zu entfliehen. Es sind oft nur kleine Dinge, die darüber entscheiden ob wir mit etwas glücklich oder unglücklich sind. Du kannst ohne Geld versuchen die unglücklichen Aspekte der Arbeit zu entdecken und Wege suchen diese zu substituieren. Das ist nicht leicht und man muss ein bisschen ausprobieren, aber kleine Änderungen bewirken verhältnismäßig viel.
Die ideale Arbeit sieht für mich folgendermaßen aus: Die Sparquote beträgt 50%. Es ist für die Familie möglich sowohl ausschließlich von den Einnahmen der Frau als auch vom Mann leben zu können. Das ist sicherlich schwer zu erreichen, aber es bietet unglaubliche Vorteile und auch Freiheiten. Für die FU wird natürlich ein niedrigeres Vermögen benötigt, aber es beruhigt auch in der Zeit davor. Nehmen wir an Dein Job wäre jetzt nicht völlig übertrieben gut bezahlt. Mit der 50:50 Verteilung und der Sparquote ist das Risiko den Job zu wechseln sehr überschaubar. Du brauchst Dir keine Sorgen machen. Wenn Du 10% weniger verdienen solltest, so würdet Ihr bei 50% Sparquote nur noch eine Sparquote von 45% haben. Falls der alte Job ein Albtraum ist und der neue Dich glücklich machen könnte, so besteht kaum Risiko zu wechseln. Falls Ihr jetzt noch zusätzlich über 100k€-200k€ im Depot verfügt, so gibt dies weitere Sicherheiten.
Viel Erfolg auf Deinem Weg! Ich wünsche Dir bereits positive Änderungen in Deinem Freiheitsgefühl nach 2-3 Jahren.

Tom Turbo
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Der Kindergarten kostet fast 250€ pro Kind. Es handelt sich um einen privaten Kindergarten.

Ursprünglich wollte meine Gattin die Kinder in einen öffentlichen Kindergarten geben. Meine Frau hatte extra einen Termin bei der offiziellen Vergabestelle. Da wurde ihr dringendst zu einem privaten Träger geraten. (Wien ist anders)

Genau so verhält es sich bei der Grundschule. Das öffentliche Niveau ist inzwischen unglaublich schlecht. Ich bilde mir ein das beurteilen zu können, da ich inzwischen über 15 Jahre im Bildungssektor arbeite und beide Systeme aus erster Hand kenne.

Für eine Privatschule müssen Sie mit Minimum 450€ im Monat (10x pro Jahr) rechnen. Hier einen Platz zu bekommen ist schon sehr schwer. Privatschulen haben massiven Zulauf erfahren. Die suchen sich die Kinder aus. Der Rest muss auf die öffentliche Schule.

Job zu wechseln (also in die Verwaltung oder Ähnliches) ist bei uns ohne B-Vitamine (also politische Connections) kaum möglich. Die internen Ausschreibungen sind entweder für Menschen mit Familie unmöglich und/oder genau auf einen Bewerber zugeschnitten.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich mag meinen Beruf, doch kann ich den schon jetzt nicht mehr in der Qualität ausführen die ich noch vor 5 Jahren an den Tag legen konnte. Irgendwann brennt man aus und das ist niemandem gegenüber fair. Weder sich selbst, noch gegenüber den Kindern.

Auf der anderen Seite wäre ich verrückt meinen Dienstvertrag (unbefristet und altes Dienstrecht) herzugeben, da ich inzwischen wirklich gut verdiene und defacto unkündbar bin und die richtig fetten Jahre nun anfangen. Das möchte ich halt unbedingt noch “mitnehmen”.

Wenn es möglich ist, dann in 10 bis 15 Jahren runter vom Gas gehen und nur mehr 3 Tage die Woche arbeiten. Aber das lasse ich einmal auf mich zukommen.

Meine Sparquote liegt im Moment bei ca 30 Prozent. Ich habe meinen fixen Sparplan der einfach läuft und hefte mir am Jahresanfang kleine Post-Its an den Bildschirm mit interessanten Aktien.

Wenn dann etwas übrigbleibt und ich den Kurs attraktiv finde, schlage ich zu.

Gerne würde ich noch mehr investieren, aber wenn man in einer Ehe lebt (und Kinder hat) kann man nicht alle Entscheidungen autonom treffen. Einen frugalen Lebensstil zu führen ist unmöglich.

Mit ein wenig Glück kann ich aber in den nächsten ein, zwei Jahren jeweils hohe Einmalkäufe tätigen die mir einen ordentlichen Booster verschaffen.

Ralf
5 Monate zuvor

“Hier kann man nur empfehlen, sich so gut es geht weiterzubilden und zu qualifizieren, um den Kopf über Wasser zu halten und mittelfristig etwas stabiler dazustehen und eine Perspektive entwickeln zu können. Ehrlich gesagt ziemlich deprimierend und nicht gut für unsere Solidargemeinschaft.”

Bildung ist ein wichtiger Punkt. Ich stelle aber zunehmend eine Art “Bildungsinflation” fest. Fortbildungen gibt es fast wie Sand am Meer. Immer mehr Leute studieren und Bildungsabschlüsse werden immer höher im Vergleich zur Elterngeneration. Aber: Die Bildungsqualität wird nicht wirklich besser. Zeigt sich auch in internationalen Vergleichstests. Und viele Bildungsmaßnahmen sichern zwar den Job, bringen aber nicht unbedingt mehr Geld. Man muss da sehr genau hinsehen was man macht und wählt. Am meisten Potential gibt es wohl in der schnelllebigen IT wo man ständig am Ball bleiben muss und im Handwerk. Auch das sogenannte Senioritätsprinzip ist in einigen Branchen nicht zu unterschätzen.

Die Gesellschaft wird noch auf eine harte Probe gestellt werden. Auch wenn es uns in D nach wie vor recht gut geht. Sogar der Bundesfinanzminister rechnet mittlerweile mit einem “Wohlstandsverlust” in D für die Menschen. Das kann soziale Spaltungen weiter fördern.

Was sind unsere eigenen Maßnahmen? Wir versuchen vor allem unsere Kinder “fit” zu machen für die Veränderungen. Die Juniordepots wachsen weiter. Die Schulbildung ist teilweise leider schlecht. Viel Ausfall von Unterricht und wirklich teils schlechter Unterricht trotz sehr gut bezahlter Lehrer. Fortbildung ist für mich ohnehin Standard. Ich muss aber sagen: Wirklich gute Fortbildungen sind rar gesät. Ein gutes Depot schafft Sicherheit. Weiter investieren. Als Hausbesitzer ärgern mich allerdings die politischen Hau-Ruck-Aktionen bei sehr kostspieligen Themen wie Energie und Heizung (Wärmepumpe über alles ohne ausreichend Handwerker und Material).

@Ehrliche Sicht: Vielleicht müssen wir alle auch unser eigenes Leben doch mehr überdenken. Der Gedanke kommt mir gelegentlich in letzter Zeit, auch wenn es sehr grün angehaucht ist. Wachstum und Wohlstand durch Globalisierung ist vielleicht eben doch nicht das beste Rezept für eine wertorientierte Gesellschaft. Viele Arbeiter irgendwo in Billigländern und letztlich auch die Umwelt werden einerseits dafür ausgebeutet. Wir Aktionäre auf der anderen Seite scheffeln das Kapital. Letztlich haben Themen wie Geiz ist Geil und vieles bei Amazon kaufen zum Beispiel den bestehenden Mangel an Handwerkern (besser mehr Instandsetzung statt wegwerfen) und Aussterben von Fachgeschäften mit befeuert….

Markus
5 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Eventuell musst Du bei dir selber etwas überdenken! Es gibt vieles das Du schreibst das Sinn macht. Tendenziell ist es aber im Grund Tenor immer eine Art von Jammern…und das nervt mich persönlich schon etwas! Für jede Lösung ein Problem. Und das schon seit Jahren! Sorry, das wollte ich mal rauslassen ohne dich irgendwie anzufeinden. Werde einfach mal positiver!
Markus

Der Baum
5 Monate zuvor

Kann mir jemand das Thema Quellsteuer erklären? Ich Raff es glaub ich nicht.

Mein Verständnis: ich zahle im Ausland (bin deutscher), also z.b. in den USA oder Norwegen, Quellsteuer. In USA 30% und auch in Norwegen 30%.

Fiktives bsp. mit vorhandenem Steuerfreibetrag:

Variante 1:

Ich bekomme 100€ Dividende aus den USA. Weil meine Bank das irgendwie schon cool macht (ING) zahle nur 15€ Quell-Steuer. Keine weiteren Abzüge wegen noch vorhandenem Freibetrag.

Frage: kann man die gezahlten 15€ noch zurückbekommen oder sind die grundsätzlich weg?

Variante 2:

Ich bekomme 100€ Dividende aus Norwegen. Ich zahle 30% Steuer. Weil Norwegen kein Doppelbesteuerungsabkommen hat bekomme ich diese nicht wieder? Richtig?

Variante 3 Freibetrag ist ausgeschöpft:

Ich bekomme wieder 100€ aus den USA. Zahle 15% Quellsteuer und zusätzlich 25.xx Abgeltungsteuer in Deutschland? Richtig?

Wann kann ich welches Geld wiederbekommen? Und wenn ich etwas wieder bekomme, wie versteuern ich das dann in Deutschland wenn ich den Freibetrag schon ausgeschöpft habe?

Danke und grüße

Baum

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