Die Altersarmut nimmt in Deutschland zu

Die Rente kann mit einer aktienbasierten Säule deutlich audgestockt werden. So lässt sich die Altersarmut reduzieren. Aber es ist ein langer Atem nötig. Ein ETF-Sparplan sollte 20, 30, 40 Jahre laufen. Dann kannst du die goldenen Jahre genießen.

In Deutschland ist die Zeit stehen geblieben. Vor allem wenn ich auf das Aktiensparen für die Rente blicke, sehe ich Rückstand. Berlin will einfach nicht die Altersvorsorge modernisieren. Es kommt mir vor, als ob “Wetten, dass..?” noch laufen würde und das Internetzeitalter gerade erst begonnen hat. Es kommt mir vor, als ob Dieter Hallervorden und Hape Kerkeling noch ihre Sendungen haben.

Derweil nimmt die Altersarmut in Deutschland zu. 15,6 Prozent der Rentner sind von Armut betroffen, so viele wie nie zuvor. Es ist ein Grauen, was in Deutschland abgeht. Ich kann nachvollziehen, wenn Menschen Angst vor der Zukunft haben.

Die Bundesregierung ist schuld, wenn die Altersarmut außer Kontrolle gerät. Und die Bürger, die sich ums Sparen und Investieren nicht scheren, sind schuld. Über 80 Prozent der Bürger wissen wohl, dass sie Investieren müssen, um die Versorgungslücke im Alter schließen zu können – sie machen aber nichts aktiv dagegen. Die Folge: Die Tafel wird der beste Freund für viele Menschen werden.

Ein ETF-Sparplan ist die Lösung

Dabei wäre die Lösung so einfach. Einen ETF-Sparplan abschließen und 20, 30, 40 Jahre laufen lassen. Im Idealfall gewährt die Bundesregierung auf ein solches Depot fürs Alter die Steuerfreiheit. So wie es Washington macht. Versicherungskaufleute braucht man nicht. Ein lukratives Aktiensparsystem lässt sich kostengünstig aufbauen. Ohne teure Vertriebler und ohne teure Finanzprodukte.

Was jeder mittlerweile erkennen muss: Die Rente muss man in die eigene Hand nehmen. Wenn man früh genug anfängt, wird man im Alter keine Geldprobleme haben. Auf den deutschen Staat kann man sich nicht verlassen.

Ergreife die Initiative. Spare selbst in ETFs. Achte auf geringere Kosten. Spare! Gib nicht dein gesamtes Gehalt aus. Überleg dir, ob du unterwegs den Kaffee kaufen musst oder zehn Euro für einen Cocktail ausgeben willst. Frag dich, ob es ein Neuwagen sein muss.

Überlege, ob du eine Sache wirklich benötigst, bevor du sie kaufst.

Sich nur auf gesetzliche Rente zu verlassen, wäre eine Katastrophe. Nimm lieber die Finanzen selbst in die Hand. Eröffne ein Depot* (Affiliate) und fang mit dem Investieren an. Die Corona-Krise bietet in meinen Augen einen guten Zeitpunkt, um mit dem Investieren zu beginnen.

In den USA kannst du wie ein Weltmeister mit Aktien steuerfrei sparen

Amerika hat super Voraussetzungen für das Aktiensparen geschaffen. Ich gebe dir ein Beispiel, wie das in den USA abläuft. Sagen wir, du verdienst als Angestellter 65.000 Dollar im Jahr. Du bist eine Sparnatur. Dann kannst du 19.500 Dollar jedes Jahr in dein Aktiendepot für die Rente aus dem Brutto geben. Das Depot heißt 401k. Dein Arbeitgeber kann, wenn er großzügig ist, die gleiche Summe obendrauf geben. Dann hast du 39.000 Dollar zusammen pro Jahr. Viele Arbeitgeber geben aber indes vielleicht nur 4.000 oder 5.000 Dollar dazu. Immerhin. All das Geld kann im 401k-Depot steuerfrei Kurssteigerungen und Dividenden erzielen. Jahr für Jahr. Ziehst du das lange genug durch, kannst du finanziell frei werden.

Selbständige und freie Berufe haben die Chance das ähnlich wie Arbeitnehmer zu machen – beispielsweise über SEP IRA-Depots. Diese Spezialdepots kannst du im Handumdrehen gratis bei diversen Brokern in den USA eröffnen. Etwa wie Fidelity, Vanguard, Charles Schwab, E-Trade und anderen. Die Trades sind gratis, auch die Depots.

Daneben gibt es zahlreiche andere Aktien-ETF-Sparformen mit Steuervorteilen. Zum Beispiel Roth IRA. Hier kannst du jedes Jahr bis zu 6.000 Dollar aus deinem Nettogehalt einzahlen. Wer 50 Jahre und älter ist, darf sogar bis zu 7.000 Dollar pro Jahr in dieses Depot einzahlen. Die Kurssteigerungen und Dividenden sind allesamt steuerfrei. Die Entnahme ist steuerfrei.

Kurzum: Amerika ist ein Paradies für das Aktien-ETF-Sparen. Gestern habe ich über die neuen Pläne Washingtons im Blog geschrieben. Die Politiker wollen das Aktiensparen für die Rente ausbauen.

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1 Jahr zuvor

In Deutschland läuft das anders… Anstatt das Aktiensparen attraktiver zu machen, geht man mit der Aktiensteuer genau in die gegenüber liegende Richtung…

Andererseits, das Aktiensparen für die Rente ist nicht alles. Immerhin hat Deutschland ein gutes Sozial- und Gesundheitssystem, wie sich gerade in der aktuellen Situation wieder zeigt.
 
Rosinenpicken funktioniert bei der Wohnortwahl wohl nicht.

Viele Grüße,
whirlwind

 

Al Bundy
1 Jahr zuvor

Ich bin es wieder. Man kann in Deutschland mit ETFs eine Altersvorsorge aufbauen. Nennt sich Rürup-Rente. Eine ETF-Anlage mit Rürup Mantel. Beiträge sind von der Steuer absetztbar. das Problem ist aus meiner Sicht, dass die Leute keine Rente ansparen wollen, sondern eine staatlich Unterstützte Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht. Eine Art Kapitallebensversicherung sollte es sein.
Die Auszahlung ist Steuer und Abgabenpflichtig. Wobei inzwischen ist sogar die Luft mit Steuern belegt (CO2)

Leider ein trauriges Thema, es ist traurig wenn Jemand  40 Jahre oder mehr gearbeitet hat und nicht über die Runden kommt. Andererseits, die Rentner die dachten Sie kommen gut aus zahlen dann noch Steuern auf ihre Rente.
Am besten ist, man fängt so früh wie möglich mit dem Investieren an, damit man vom Staat nicht abhängig ist.
 
Gruß Stefan von
 
Familien Finanzen im Griff

Felix
1 Jahr zuvor

Ich glaube, man darf auch die unterschiedlichen Mentalitäten der Menschen in den beiden Ländern Deutschland versus USA nicht übersehen. Die Deutschen sind eher staatsgläubig, wollen Beamte sein, die vor den Wechselfällen des Lebens vom großen Bruder geschützt werden. Die Amerikaner sind wagemutiger, wollen eher ein Startup gründen und ihr eigenes Ding machen. 
Reichtum gilt bei uns als eher unanständig, lieber bescheiden bleiben und nichts riskieren. Deshalb halten große Teile der Bevölkerung und die Politik Aktien für unseriöse Spekulation, eigentlich für etwas Halbseidenes, auf das sich ehrliche Menschen nicht einlassen sollten.
Insofern wird Deutschland eher den Weg zu mehr Staat, weniger Eigenverantwortung und damit mehr Abgaben gehen. Die Bürger verlieren dadurch immer mehr wirtschaftliches Verständnis, haben kein Wirtschaftsgen mehr; sie sind lieber des Kostgänger des Staates. Irgendwann freilich wird der Staat die Last nicht mehr tragen können.

Al Bundy
1 Jahr zuvor

@Familien Finanzen im Griff
Man ist immer vom Staat abhängig. Eine hohe Summe im Depot kann von heute auf morgen vom Staat beschlagnahmt werden, oder besteuert, oder in eine lebenslange Rente umgewandelt werden, oder mit gesetzlichen Rente Und betrieblichen Rente verrechnet werden. Ganz unabhängig ist man nie.

Der größte Nachteil des deutschen Systems: man muss schon so alt wie Methusalem werden, damit man eine halbwegs gute Rendite erreicht. Und sollte das unerwartete Ergebnis eines Todes doch schon früher eintreten,, ist das Geld für immer weg. Ein Vermögensaufbau über Generationen für unsere Kinder ist nicht möglich. Oder soll nicht möglich gemacht werden.
 

S. B.
1 Jahr zuvor

@Felix, danke für dein Beitrag!

@Al Bundy, da hast du vollkommen Recht… passieren kann das alles hoffen wir nur das nicht.

Thorsten
1 Jahr zuvor

@Felix ich nenne das Marktsozialismus. Für ein warmes Bett und alles andere soll der Staat aufkommen in Deutschland. Dafür springen die Leute freiwillig ins Hamsterrad und zahlen immense Steuern.

1 Jahr zuvor

Effektives wealth-management inklusive Aktien-Sparplan gestaltet sich schwer, wenn kein Vermögen zum “managen” vorhanden ist. Das Fundament für jedes selbst erarbeitete Vermögen ist in der Regel Bildung. Die ist in Deutschland im Gegensatz zu den USA frei zugänglich. 

Aber in der Tat, bezüglich Aktienkultur ist der regulative Rahmen in Deutschland doch etwas dilettantisch. 

DNL
1 Jahr zuvor

@Whirlwind: So etwas gibt es (leider) nicht nur in Deutschland!Ich bin Niederländer. Bei uns gibt es bereits jetzt eine Vermögenssteuer. Ab 2022 wird diese noch einmal erhöht: Bei Spargeld wird dann ein Zins von 0,09 % angenommen. Bei Wertpapieren (Aktien, Anleihen, …) eine Rendite von 5,33 %. Ein Kleinanleger mit einem Vermögen von 150.000 € (25.000 € Spargeld, 125.000 € Wertpapiere) würde also einen Wertzuwachs von (25.000 € x 0,09/100) (125.000 x 5,33/100) = 22,50 plus 6.662,50 = 6.685 € haben.
Hiervon würde noch ein pauschaler Freibetrag von 400 € abgezogen. Über den Restbedrag dürfen wir dann 33 % Vermögenssteuer zahlen, mithin: 2.074,05 € 🙁

1 Jahr zuvor

Das mit dem langfristigen Aktiensparen unterschreibe ich sofort. Nur wie schafft man es, dass dies alle bis zur Rente durchhalten? Der Deutsche hasst Volatilität, wie der Teufel das Weihwasser. Spätestens im nächsten Crash steigen die ersten wieder aus und werfen ihre Strategie über den Haufen.

Rüdiger
1 Jahr zuvor

Boah nä … was “der Deutsche” so alles ist bzw. sein soll. Da erkenne ich mich ja so überhaupt nicht wieder  😉
 
Eines aber unterschreibe ich sofort: Viele Deutsche sind Jammerlappen. Und je besser es ihnen geht, desto mehr jammern sie  😉
 

Ralf
1 Jahr zuvor

Nachdem nun sogar die Enkel mit Taschengeld-Ersparnissen der Oma bei einem Sozialhilfefall derselben mit herhalten müssen, braucht man sich langsam nicht mehr wundern, dass Sparen in D keinen guten Stand hat….

https://www.n-tv.de/ratgeber/Sozialamt-darf-Taschengeld-abgreifen-article21746294.html

Das Schonvermögen bei HartzIV ist ebenfalls ein Witz. Und das kann schnell gehen mit Hartz (z.B. durch Krankheit).

1 Jahr zuvor

@Whirlwind
Nicht nur das, ich warte ja drauf, dass demnächst noch ne Vermögenssteuer eingeführt wird und dann schön die Substanz besteuert wird.

Uwe
1 Jahr zuvor

…toller Artikel … interessant wie unterschiedlich das Thema je Land behandelt wird … ich investiere gerne langfristig in sichere Dividendenaktien wie zB Dividendenkönige …

1 Jahr zuvor

@DNL
Hiernach sieht die Besteuerung etwas anders aus.Für die 25.000 Euro Sparguthaben fällt keine Steuer an, weil unter dem Freibetrag von 440.000 Euro. Der Rest würde stimmen.

Sieht nach einer klaren Benachteiligung für das Aktiensparen aus. Und so was ist von Regierungsseite gewollt?Warum lasst ihr Niederländer Euch so eine Besteuerung gefallen?

Aber ich kenne Eure anderen Steuersätze (z. B. auf Einkommen) nicht. Man muss immer das Gesamtpaket beurteilen.

Thorsten
1 Jahr zuvor

Gegen die Vermögenssteuer hilft nur eins : Parteien wählen , die diese ausschließen. Problematisch ist dabei , dass die alte CDU nicht mehr existiert, die für den Mittelstand eintrat. Heute vertritt sie zunehmend Positionen der SPD und der Grünen. Der Soli ist immer noch da und wird nicht mehr verschwinden. Die Abschaffung des Soli ist eine Wahllüge, die durch Corona übertüncht werden wird. Noch schlimmer : die Jammerlappen werden es “solidarisch” finden den Soli beizubehalten. Spätestens da wird klar : das rote Gedankengut ist bis weit in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen. Solidarisch = ein anderer zahlt, wenn nicht gibt’s Schulden. Der Blick immer nach unten, keine Zielsetzung von Wertschöpfung mehr , Umverteilung von oben nach unten wird beschleunigt. 
Für Leistungsträger der Trigger in andere Länder zu gehen
( wo sie mehr verdienen und weniger Steuern zahlen ).

Kein Grund aufzugeben. Fleißig sein, Ausgaben senken, Werbung ignorieren. Weiter in Aktien gehen und ggfls in Immobilien. Alles ist besser als in die rote Hängematte zu fallen.

1 Jahr zuvor

@DNL: Vielen Dank für die Info. Das heißt, in NL wird ein fiktiver Erträg von der Aktienanlage angenommen und pauschal besteuert, ob die Rendite nun erzielt bzw. realisiert wurde, oder nicht? Schlimmer geht es offensichtlich immer…
 
@Fuseboroto: Ja, wenn der Staat Geld benötigt, wird bei Bedarf auch die Substanz angeknabbert. Wie schaut das eigentlich bei einem kreditfinanzierten Eigenheim aus? Da gehört ja formal der Bank. Zumindest teilweise. Wird mir dann nur der Teil als Vermögen angerechnet, der vom Darlehen schon abbezahlt wurde? Wahrscheinlich nicht, oder?

DNL
1 Jahr zuvor

@ZaVodou: Die 440.000 € Freibetrag für Spargeld kommen so zustande:
440.000 € x 0,09/100 = 396 € Wertzuwachs. Abzüglich eines Freibetrages von 400 € wäre das steuerfrei 🙂
@Whirlwind: Genau da liegt der Hase im Pfeffer. Ob die Rendite erzielt wurde oder nicht, das macht nicht aus. Eine angenommene Rendite von 0,09 % auf Spargeld ist sicherlich realistisch, die von 5,33 % auf Wertpapiere aber nicht unbedingt. Zum Beispiel eine Staats- oder Unternehmensanleihe wäre ab 2022 auch ein Wertpapier. Die Folge wird (hoffentlich nicht) sein, dass Leute entmutigt werden ihr Geld in Wertpapiere anzulegen. Oder aber, dass Leute in riskantere Wertpapiere investieren, in der Hoffnung, dass sie dadurch eine höhere Rendite erhalten 🙁

Ralf
1 Jahr zuvor

“Kein Grund aufzugeben. Fleißig sein, Ausgaben senken, Werbung ignorieren. Weiter in Aktien gehen und ggfls in Immobilien. Alles ist besser als in die rote Hängematte zu fallen.”

So ist es. Es gibt wenig Alternativen und der Weg bleibt richtig.

Ärgern tut es mich allerdings trotzdem. Vor allem wenn man sieht, wer so alles die Hängematte ausnutzt trotz einiger Gesundheit und teil recht jungem Alter. Gleichzeitig dann aber bei den Enkeln die Oma-Ersparnisse für den Pflegefall zurückfordern….

Thorsten
1 Jahr zuvor

Der nächste fällt um : Freenet zahlt trotz Ankündigung im Februar keine Dividende. Sie kürzen nicht, sie streichen komplett. Das Fazit des Artikels ist dementsprechend.

Freenet : Schlotternde Knie

1 Jahr zuvor

@Thorsten
Ja, jammern hilft nicht, ich mache da auch weiter, egal was kommt, kann man ja nicht ändern.
@Whirlwind
Ich würde vermuten, dass das Eigenheim da irgendwie ausgenommen wird. Das ist ja immer noch eine der Lieblingsanlageformen, hier würde man sich ansonsten die Wähler vergrätzen. Da ist die Lobby zu groß. 🙂

Sonmy
1 Jahr zuvor

@thorsten
ich habe vor einem Monat freenet gekauft. Sehr sehr ärgerlich mit der Streichung.
würdet ihr verkaufen jetzt oder einfach abwarten?

Sonny
1 Jahr zuvor

@thorstenich habe vor einem Monat freenet gekauft. Sehr sehr ärgerlich und schade mit der Streichung.würdet ihr verkaufen jetzt oder einfach abwarten?

sammy
1 Jahr zuvor

@Thorsten
Was hast du erwartet? Die Unternehmen machen keine Gewinne und beantragen Staatshilfen/-rettungen und du träumst von Dividenden? Stell dich darauf ein dass die nächsten 2 Jahre sehr sehr dürftig ausfallen  werden was Dividenden anbelangt. Die Wirtschaft wird in dieser Zeit max zu 80-90% laufen unter der Voraussetzung dass es keinen zweiten Shutdown gibt. Dann Gnade uns Gott.

sammy
1 Jahr zuvor

Bankhaus Lampe setzt Wirecard-Bewertung aus.
Ich denke da kommt noch was großes zum Vorschein. Meine Prognose Wirecard wird sich bald nochmal halbieren.

1 Jahr zuvor

Hauptsache dabei bleiben und weiter regelmäßig zukaufen. Mich hat die Kürzung der Shell-Dividende geärgert, hab ich erst kurz vor der Krise gekauft.
Aber behalten wird sie trotzdem, es kommen schon wieder bessere Zeiten für Öl&Gas.

Wolke
1 Jahr zuvor

@Thorsten
Gegen die Vermögenssteuer hilft nur eins…
 
Gegen zukünftige Vermögenssteuern hilft gar nichts. Derzeit wird Vorarbeit geleistet: Die katastrophalen Wirtschaftsfolgen, die horrenden Arbeitslosenzahlen, Renten in Gefahr, Pleiten, Armut….
Schuld ist Corona, da kann niemand was dafür. Der Staat tut ja eh alles, also müssen wir auch von den Mitbürgern ein kleines Opfer verlangen.
Achtung auf die Worte „ein kleines Opfer“ in den nächsten Monaten.
Auch die Verneinung ist gefährlich: „Niemals werden wir eine Mauer bauen“ oder „niemals werden wir ein kleines Opfer von den Mitbürgern verlangen“.
Das kleine Opfer ist aber schon längst in den Hirnen und Schubladen.
Und noch was: Not-Vermögenssteuern werden gerne rückwirkend angewandt.
Schnell noch…geht dann nicht mehr.
Paranoia? In den Geschichtsbüchern nachschauen.
 
 

Daniel
1 Jahr zuvor

@WhirlwindNicht nur das, ich warte ja drauf, dass demnächst noch ne Vermögenssteuer eingeführt wird und dann schön die Substanz besteuert wird.
Gegen zukünftige Vermögenssteuern hilft gar nichts. Derzeit wird Vorarbeit geleistet: Die katastrophalen Wirtschaftsfolgen, die horrenden Arbeitslosenzahlen, Renten in Gefahr, Pleiten, Armut….Schuld ist Corona, da kann niemand was dafür. Der Staat tut ja eh alles, also müssen wir auch von den Mitbürgern ein kleines Opfer verlangen.
Eine Vermögenssteuer wird nicht kommen. Diese ist auf Bundesebene kassiert worden und ist verfassungswidrig. Es wäre auf Landesebene möglich eine Vermögenssteuer einzuführen, es dürfte dann voraussichtlich in rot-rot-grün gewählten Ländern passieren, wird aber nach meiner Glaskugel auch nicht passieren, weil sozusagen damit eine Steuerflucht im eigenen Land Tür und Tor geöffnet würden. Jedes Land das dann z.B. schwarz regiert wird, würde es nicht einführen un damit alle anlocken die aus roten Bundesländern kommen. Der Stimmverlust wäre so eklatant dass wohl kein Sozi es wagen wird diesen Alleingang zu starten. Das wäre wohl nur denkbar wenn das Land mehrheitlich rot grün geführt würde.

1 Jahr zuvor

@DNL
O.K., verstanden. Ich hatte es etwas anders interpretiert.
Wie werden Gewinne auf Aktien versteuert?
Wie wird der Preis einer Immobilie ermittelt?

Kiev
1 Jahr zuvor

@ DNL
Danke für den Einblick. Es ist interessant wie andere Länder vorgehen. Dennoch bleibt es schwierig länderübergreifend zu vergleichen. 
Wie kann man beispielsweise Vermögen in den Niederlanden sparen? Kann man es direkt vom Brutto anlegen oder nach dem Netto. Wie hoch ist der Steuersatz überhaupt auf Einkommen? Wie gut ist die Ausbildung, das Krankensystem und was kostet es? Da gibt es noch sehr viele mögliche Unterschiede. 
Ich habe die Niederlande vor einem Jahr für knapp zwei Wochen besucht. Ich bin ehrlich gesagt angetan von der Infrastruktur, der Verkehrsplanung, dem architektonischem Design und überhaupt der ganzen Stadtplanung. Die Niederlande sind laut Statistik sehr dicht besiedelt. Das fällt nicht unbedingt auf, wenn man durch das Land fährt und die Städte betrachtet. Mich hat auch der Exportüberschuss von Nahrungsmitteln gewundert.
Innerhalb des Stadtzentrums sind fast keine parkenden Autos zu sehen. Es gibt ein phantastisches Radnetz. Bei Bürogebäuden wird viel ausprobiert. Müll wird in manchen Städten abgesaugt. Ihr seid ganz schön innovativ!

sammy
1 Jahr zuvor

DZ Bank stellt Coverage für Wirecard vorübergehend ein.

1 Jahr zuvor

Es liegt u.a. wohl daran, dass die meisten Deutschen noch an das Märchen der sicheren (und ausreichenden)  Rente glauben. Zwar kann man überall lesen, dass die Rente eben nicht reichen wird und dass man sich auch nicht darauf verlassen sollte, dass man überhaupt eine Rente bekommt (je nach Jahrgang), aber das blenden viele wohl einfach aus. So lange es nicht als offizielle Nachricht in der Tagesschau verkündet wird, glaubt die Mehrheit wohl weiterhin daran, dass der deutsche Staat es schon irgendwie richten wird.
 
Das rechtzeitige Investieren in Dividendenwerte, wäre – zumindest als unterstützende Maßnahme – eine bessere Idee, als ausschließlich auf die Rente zu bauen. Wem das zu kompliziert ist, der kann sich ja auch für entsprechende Dividenden-ETFs entscheiden.
 
Viele Grüße
Mike

Michi
1 Jahr zuvor

zum Thema Dividendenkürzung: einige hier im Forum fahren ja explizit eine Dividendenstrategie. Es wäre doch mal interessant, wie viel und welche Firmen aus dem S+P500 in der Finanzkrise 2008-2010 die Dividenden gekürzt oder ganz gestrichen haben. Und vielleicht auch noch, wie der weitere Dividendenverlauf dieser Firmen dann bis 2019 war. Finde auf Google dazu erst mal nichts brauchbares, hat jemand eine Quelle? Man kann das dann zwar nicht auf die heutige Situation übertragen, aber für den ein oder anderen wäre es vielleicht hilfreich seine Strategie zu überdenken, zu ändern oder auch beizubehalten – je nach dem…
 
 

Freelancer Sebastian
1 Jahr zuvor
DanielKA
1 Jahr zuvor

schaut mal wie unsere Bundeskanzlerin im Ausland gelobt wird, so schlecht scheint Sie ihren Job nicht zu machen. Der Blick von außen ist nicht zu unterschätzen.
https://app.handelsblatt.com/politik/international/covid-19-coronaheld-geizhals-oder-der-neue-leichtsinnige-so-blickt-die-welt-auf-deutschland/25771678.html?utm_source=pocket-newtab&ticket=ST-2010654-cCexeyAdKOmBxe7V4FPX-ap6

Thorsten
1 Jahr zuvor

@Dividendensparer der unerschütterliche Glaube an die Rente hat schon was Tragisches . Jemand mit Psychologiekenntnissen sollte es besser erklären als ich. Die Hoffnung stirbt zuletzt und was nicht sein darf , das wird nicht kommen ? Da spukt der Begriff Realitätsverweigerung herum. Aber der wurde auch schon von ganz rechts gekapert. Deswegen “Tunnelblick” und “fehlende Eigeninitiative” bei der Bevölkerung ?
@freenet ich würde sie behalten. Wenn der Einbruch bei freenet nicht kommt, dann steht das Kapital für etwas anderes zur Verfügung quasi wie bei einer Wachstumsaktie. Das war zwar nicht beabsichtigt, aber das Geld ist ja – noch – da. Jedenfalls die Aktie nicht mit Verlust verkaufen !
@Daniel,@Wolke sie werden es nicht Vermögenssteuer nennen, sondern andere Steuern erhöhen ? Z.b. die Grundsteuer ( noch auf Mieter umlegbar, bei RRG ohoh), Grunderwerbssteuer,…. Erbschaftssteuer ist auch im Rennen , Tote können sich nicht wehren. Finanztransaktionssteuer wird erhöht und ausgeweitet ?!

Michi
1 Jahr zuvor

Danke Freelancer, gute Artikel

Kall
1 Jahr zuvor

Bonjour,
@Thorsten und andere:
Die “Angst” vor  R2G sollte vielleicht nicht die Augen vor schlichten Fakten verschließen. Der Solidaritätszuschlag wurde (zu Recht) von einer CDU/FDP Koalition nach der Einheit eingeführt. Den bezahlen übrigens auch die “Brüder und Schwestern” aus der ehemaligen DDR.
Unter Kohl betrug der Spitzensteuersatz 53%. 
Rot-Grün hat ab 1998 erst die Spitzensteuer, dann die Kapitalertragssteuern und die Unternehmenssteuern gesenkt. Als Höhepunkt dann mit der Agenda 2010 und HartzIV die lohnabhängigen Beschäftigten nach 12 Monaten in die Armut geschickt. Wovor also die Angst?
Vielleicht davor, dass das Gesundheitswesen, die soziale, ökologische und zukünftig vielleicht noch die kulturelle Infrastruktur kaputt gespart wurden? Die wäre allerdings berechtigt.
Die SPD hat das teuer bezahlt und sich pulverisiert. Die Grünen als bürgerliche Mittelstandspartei sind offen nach allen Seiten. 
Eine progressive Lohnsteuer mit bis zu 55% Spitzensteuersatz, eine progressive Vermögen-und Erbschaftssteuer, eine am Einkommen orientierte Steuer für Kapitaleinkünfte würden die Mittel ermöglichen, die wir nach der Krise brauchen werden. (Ich habe übrigens über 20 Jahre den Spitzensteuersatz gezahlt, ohne das furchtbar zu finden).
Das Sparen in Fonds und Aktien sollte für die Altersvorsorge attraktiv sein. Da sind die USA tatsächlich weiter.
@Tim:
Deine Sicht ist  zum Teil sehr idealistisch. In den USA können sich Millionen Menschen nicht mal die Krankenkasse leisten. Für die braucht es auch Lösungen.
Das viel kritisierte deutsche Renten Umlagesystem hat immerhin zwei Kriege überstanden. Würden alle, wie in anderen Ländern (Österreich) einzahlen, wären auch die Beiträge zu leisten. Und die Auszahlungen wären höher. Das würde der Binnennachfrage gut tun. Gerade in Zeiten, wo Arbeitslosigkeit herrschen wird. Denn diese Rezession wird länger dauern als 2008/9.
Es zählt nicht immer nur die Rendite. Der gesellschaftliche Zusammenhalt, der soziale Ausgleich und Gerechtigkeit, machen ein Land auch attraktiv!
Eine schöne Woche allen.
Kall

Kiev
1 Jahr zuvor

@ Daniel KA
Dein Link ist äußerst schwierig für einen Deutschen zu lesen. Immerhin gab es am Ende etwas Kritik aus Griechenland, Spanien und Italien sonst grenzt es schon fast an Fake News. Es gehörte aber auch (je nach Sichtweisen) Glück dazu, dass es andere Länder zu erst getroffen hat. So blieb scheinbar genug Zeit das Ausbrechen einzudämmen. Mal sehen, wie es jetzt mit den Lockerungen weitergeht. Als Eltern fühle ich mich ein wenig benachteiligt. Kita und Schule bleiben geschlossen während die älteren Menschen fröhlich in Scharen über die Wochenmärkte schlendern. Ich frage mich ebenfalls wie ein Urlaub in Deutschland überhaupt für Alle möglich sein soll. Am besten sollte jede Familie auf einen einsamen Bauernhof. Das geht in der Schweiz natürlich einfacher. Da geht es einfach auf den nächsten Berg für eine Woche zum Alm Öhi.
Bildung in Bezug auf Digitalisierung finde ich in China allerdings um einiges fortschrittlicher. Auch wenn die Kosten dafür vermutlich an den Eltern hängen bleiben.

DanielKA
1 Jahr zuvor

Kiev: Das mit der Kita kann ich aus eigener Erfahrung nachvollziehen. Ich würde gerne mit der Familie im Auto in die FeWo nach Spanien, ist deutlich sicherer und wenn man Restaurants meidet, kann nichts passieren. Sieht aber aktuell noch schlecht aus, es sei denn es kommt nochmal Fahrt in die Grenzendiskussion. Die Franzosen haben zumindest die Quarantänebstimmungen für EU-Bürger einkassiert, aber ob man im Juni/Juli durchfahren darf??

Wie immer sollte man differenzieren, eine Kontaktfreie Autofahrt nach Spanien,Italien, Österreich in einer abgeschiedenen Gegend wäre deutlich sicherer als der Besuch im örtlichen Ikea 😉

Nico Meier
1 Jahr zuvor

@Kiev
Wer braucht im Sommer eine Alp wenn er einen grossen Garten hat in dem er den Sommer verbringen kann?
Die Altersvorsorge ist in vielen Ländern ein Thema. Das System mit den drei Sälen finde ich nicvt schlecht wobei auch hier gibts Potential für Verbesserungen.

1 Jahr zuvor

@Nico Meier

Es gibt Menschen, die wollen ihren Horizont auch einmal über den eigenen Gartenzaun hinaus erweitern. 🙂

Thorsten
1 Jahr zuvor

@Kall die Abschaffung des Soli ist im Koalitionsvertrag. Punkt.

Ralf
1 Jahr zuvor

“Wer braucht im Sommer eine Alp wenn er einen grossen Garten hat in dem er den Sommer verbringen kann?”

Ich. Und Holz hacke ich auch freiwillig….

@Aktien: Welche Aktien steht derzeit ganz oben auf eurer Kaufliste?

@Coco-Cola: Wie ist eure Einschätzung zu so einem Klassiker wie Coca-Cola? Hat die Branche und besonders die Marke genug Potential für die Zukunft? Ich habe eine kleine Position und erwäge eine Aufstockung.

Sparta
1 Jahr zuvor

@The European View
In GB hat Nico doch schon seinen Horizont mit Cambridge Analytica … geteilt! 😉

sammy
1 Jahr zuvor

Es wird immer besser:
Grüne Jugend lehnt staatliche Förderung der Autoindustrie ab. “Die Autoindustrie fordert Staatshilfen für Dividenden und Managerboni und wehrt sich gegen die Verkehrswende – diese Branche ist nicht förderungswürdig”, so der Bundessprecher der Jugendorganisation der Grünen, Georg Kurz, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

tob
1 Jahr zuvor

@Altersarmut Deutschland 
Soviel zur Altersarmut USA … Gegensatz Deutschland
 Der Unterschied zu Deutschland ist noch groß. Während in den USA 32,2 der 65-74-Jährigen noch arbeiten, sind es in dieser Altersgruppe in Deutschland nur 11 Prozent oder 942.000 der 8,3 Millionen Personen in diesem Alter.
Die US-Behörde für Arbeitsstatistik erwartet, dass der Anteil weiter steigt, mehr als ein Drittel der Menschen bis 70 Jahren wird danach 2026 noch arbeiten
USA: Fast ein Fünftel der 70-74-Jährigen arbeitet noch 17. Dezember 2017 Florian Rötzer

Kiev
1 Jahr zuvor

@ Nico, Daniel
Wir haben einen schönen Garten. Den sehe ich aktuell mehr als mir lieb ist. Wobei das Wetter wieder besser werden könnte. Dennoch würde ich gerne ins EU Ausland fahren. Deutschland bietet eh nicht ausreichend Platz für alle Familien. Außerdem habe ich ja ein Haus im Ausland, dass eh leer steht. Ich muss da nur irgendwie hin kommen. Die Kinder können den Tapetenwechsel auch gebrauchen. Und vor allem die Eltern…
@ The European View
Ich bin mir aktuell nicht sicher, ob ich dort meinen Horizont aktuell erweitern kann. Vieles wird in der Ferienzeit noch geschlossen sein. Die verlassenen Strände dürfen eventuell auch nicht betreten werden. Immerhin gibt es dort andere Wälder und Landschaften im Landesinneren als bei mir zu Hause. Ich kenne auch ein paar Leute vor Ort, die ich auch über die Gärten besuchen könnte, wenn es noch Beschränkungen vor der Haustüre geben sollte. Davon gehe ich im Sommer allerdings nicht mehr aus (Die Hoffnung stirbt zuletzt).
 

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