Deutsche sparen zu wenig für die Rente. 22% legt nichts zurück. Weitere 20% sparen weniger als 50 Euro. Wie Du es besser machst


New York, 29. April 2018

Die Deutschen sparen zu wenig für die Rente. Es wird zu viel konsumiert. Verbraucher sollten sich mit kleinen Schritten nach vorne arbeiten.


Die Deutschen sparen zu wenig. Sie unterschätzen ihren Kapitalbedarf im Alter. Sie unterschätzen ihre steigende Lebenserwartung und die Inflation. Eine Studie zeigt: 22 Prozent der Bundesbürger legt gar nichts für den Ruhestand zurück. Weitere 20 Prozent sparen weniger als 50 Euro pro Monat.

Junge Deutsche hoffen insgeheim, einen Traumjob zu finden. Sie glauben, so die Lücke schließen zu können, bis die Rente beginnt. Aber: Jeder möchte im Prinzip einen Traumjob haben. Logisch! Jeder möchte gerne Millionär sein. Wie realistisch ist das? Irgendwann solltest Du aufhören, einen Traumjob zu suchen. Konzentriere Dich auf das, was Du einigermaßen gerne tust. Im Idealfall wird das gut bezahlt. Noch besser ist es, wenn es üppig bezahlt wird.

Wer Glück hat und wem es Spass macht, landet vielleicht bei einem Fintech. Andere wiederum mögen ihren Außendienstjob, auch wenn es manchmal anstrengend ist. Arzt, Schriftsteller, Steuerberater, Unternehmensberater, Manager, Pilot… das klingt für einige super, kann aber sehr stressig werden.

Nur Deiner Leidenschaft zu folgen, ist ein schlechter Rat. In den meisten Fällen, wenn Du von der Uni kommst oder mit der Ausbildung fertig bist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Du weißt, was Deine Leidenschaft ist. Also wirst du deine Zeit damit verbringen, Dich zu fragen, ob Du wirklich das Richtige machst. Wahrscheinlich wirst Du die Richtung wechseln, um herauszufinden, was Deine Leidenschaft ist. Es wird ein ständiges Hin und Her werden.

Kannst Du tatsächlich mit solchen Fragen Deinen Traumjob identifizieren? Ich habe meine Zweifel.

Ein besserer Ansatz ist herauszufinden, wo Du talentiert bist. Wenn das ordentlich bezahlt wird und Du den Job im Idealfall einigermaßen genießen kannst, mach das. Dann kümmere Dich darum, um wirklich gut in dem Job zu werden, den Du hast.

Du wirst zufriedener werden. Deine Fähigkeiten werden besser. Du wirst selbstsicherer und kompetenter. Es wird Dich für die wirklich guten Jobs reifer machen.

Denke darüber nach, was für eine Art von Traumjob Du gerne hättest? Der mit überschaubaren Stunden und anderen Vorteilen. Es ist ein Job, der gut bezahlt wird. Es ist ein Job, der Dir das Gefühl gibt, etwas Wichtiges zu tun und Deine Kreativität einfordert. Jeder will diese Jobs. Es gibt eine Menge Konkurrenz um sie. Man muss wirklich gut sein, um hier eine Chance zu haben.

Erkenne, dass die überwiegende Zahl der besten Leute oft Charaktere sind, die den ganzen Tag bei der Arbeit sind und dann nach Hause gehen und etwas mehr arbeiten. In vielen Fällen haben sie einen Vorsprung, weil sie das schon seit Jahren tun: Arbeiten wie die Irren.

Es gibt Bereiche, die sind überrannt. Eine Menge von ziemlich mittelmäßigen Leuten können dann dort tätig sein. Du wirst wahrscheinlich Deine Tage damit verbringen, an einem Schwachsinn zu arbeiten anstatt an interessanten Projekten. Also der Traumjob ist eher eine Phantasie. Es ist ziemlich unrealistisch, den Traumjob zu finden.

Hast Du einen Job, den Du einigermaßen magst, streng Dich an. Und spare. Es ist leicht, entmutigt zu werden, wenn man 100 Möglichkeiten zu sparen sieht, wie man Geld sparen kann, und man tut nichts davon. Du kannst den typischen Weg für die guten Vorsätze im Neuen Jahr gehen. Du beschließt, 100 Dinge zu tun, um Deine Gewohnheiten unter Kontrolle zu bekommen. Aber Du wirst versagen. Innerhalb von einer Woche wirst Du versagen. In der Regel liegt das daran, dass Du keine Ziele hast, die für Dich realistisch sind.

Gehe Deine neuen Gewohnheiten mit kleinen Schritten. Du wirst es kaum schaffen, Restaurants ganz zu streichen, wenn Du jeden zweiten Tag in Restaurants warst. Du wirst nicht in einer Woche vollständig weg kommen von zu vielen Papierhandtüchern, Plastiktüten und teurem Fertigessen. Beginne mit der Auswahl einer Aufgabe, für die Du einen Lappen verwenden möchtest statt Papierhandtücher.

Wenn Du künftig mit dem Rad oder ÖPNV zur Arbeit fahren willst, probiere es an einem Wochentag aus. Vielleicht immer freitags. Du schaust, wie es klappt. Du gewöhnst Dich schrittweise daran.

Du kannst Geld sparen, selbst wenn Du nicht die sparsamste Option jeweils wählst. Geh einen Mittelweg. Verbessere Dich langsam weiter. Wenn Du statt Fertigessen zu kaufen, ein paar Gemüsesorten kaufst, probier es einfach aus mit einem einfachen Rezept. Aber übertreibe es nicht.

Denke daran, Deine eigene Zeit und Energie zu berücksichtigen. Du musst Dich entspannen. Du wirst deprimiert sein, wenn Deine Ziele zu hoch gesteckt sind. Es ist so, als wenn Du 100 Kilogramm in einem Monat abnehmen willst. Das ist kaum zu schaffen. Also gehe kleine Schritte.

Manche Dinge werden Dir leichter fallen. Plane entsprechend. Es ist immer einfacher, Geld für Dinge zu sparen, die Du gerne tust – es verbraucht weniger Kraft. Wer gerne putzt, braucht keine Putzfrau. Wenn Du gerne nähst, aber das Kochen hasst, konzentrieren Dich auf das Nähen Deiner Kleidung.

Die meisten von uns sind nicht sehr gut darin, sich selbst zu sagen, dies oder jenes nicht zu tun. Fakt ist, die meisten sind wirklich grottenschlecht darin, sich einfach dazu zu überreden, in allem jetzt sparsamer zu sein. Das macht Dich nicht zu einer schlechten Person, wenn das nicht klappt. Es macht Dich zu einem normalen Menschen. Du musst mit Deinem menschlichen Gehirn arbeiten, um zu Deinen Zielen zu gelangen. Ist Deine ETF-Sparrate zu gering, erhöhe sie langsam. Die kleinen Schritte ergeben mit der Zeit einen enormen Fortschritt.

Zum Schluss noch: Mir geht es nicht darum, andere zu kritisieren, deren finanzielles Leben ich nicht kenne. Einige werden entlassen, manche werden krank, verletzen Knie/Bein/Hüfte und müssen operiert werden. Es geht das alte, abbezahlte Auto kaputt. Dann kommt ein Schaden im Zuhause dazu, von dem niemand etwas wusste. Du lebst bodenständig und kommst trotzdem nicht auf einen grünen Zweig. Ja, das gibt es leider. Aber es gibt auch das Gegenstück dazu: Jemand verdient gut, gibt aber mehr Geld aus, als reinkommt. Die Schulden wachsen über den Kopf.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Deutsche sparen zu wenig für die Rente. 22% legt nichts zurück. Weitere 20% sparen weniger als 50 Euro. Wie Du es besser machst

  1. KievKiev

    @ Tim

    Ein großer Teil dieser Menschen hofft dabei vermutlich, dass der Job dabei auf sie zukommt. Zum Beispiel durch einen Headhunter. Oder das ihre Leistung endlich mal erkannt und entsprechend honoriert wird. Sie versuchen kleine Dinge hier und da zu machen und versprechen sich Erfolg durch andere zu erhalten. Wenn sie einen Traumjob haben müssen sie schauen was sie dazu wirklich brauchen. Fehlt irgendwo eine Qualifikation müssen sie prüfen wie sie zu erreichen ist und auch aktiv werden. Falls sie die Qualifikation nicht erarbeiten möchten sollten sie den Traum beiseite stellen. Dann ist er realistisch betrachtet nichts für sie. So sollten sie lieber schauen was sie wirklich machen möchten. Vielleicht haben sie ja auch nur von einem Teil des Jobs geträumt und genau dieser Teil lässt sich auch anders realisieren.

  2. Michael

    Hallo Tim,

    wieder ein schöner Artikel von Dir. Du haust ja in den letzten Tagen die Artikel ja nur so raus 🙂 Danke dafür.

    Die Seite mit den 100 Möglichkeiten zu sparen kannte ich schon. Da sind viele nützliche Tipps dabei.

    Heute habe ich einen Artikel in der FAZ gelesen über die Kleinsparer in den USA. Da steht, dass viele Amerikaner ihr Geld aus Investmentfonds abziehen und das Vertrauen angeblich immer noch nicht vollkommen zurück ist in die Aktienmärkte seit dem Finanzcrash von 2008. Bekommst Du da was mit in den USA wie die Stimmung der „normalen Bürger“ ist in Bezug auf Sparen in Aktien?

    Hier der Link zum Artikel in der FAZ:

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/fonds-melden-abfluesse-amerikanische-privatanleger-draengen-zu-notausgaengen-15563966.html

    Viele Grüße

    Michael

     

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Kiev

    Genau. Es ist viel Illusion im Spiel. Es ist wie mit dem Traum-Partner, dem Traum-Haus, dem Traum-Urlaub. Alles hat Vor- und Nachteile. Nichts ist perfekt.

    Deshalb lohnt es sich, mit Situationen wie einem Job, der einem einigermaßen zusagt, sich zu begnügen. Das heißt trotzdem: Sich anstrengen. Gas geben. Weiterbilden. Eventuell umschauen. Aber zufrieden bleiben.

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Michael

    Danke. Ja, die Menschen lassen sich zu sehr von den Medien/Stimmungen beeinflussen.

    Dabei ist es ratsam, stur und stetig zu sparen für den Ruhestand. Man macht das im Idealfall automatisiert jeden Monat. Es ist eigentlich etwas für Faulpelze. Wenn das ETF-Sparprogramm mal läuft, braucht man nichts zu tun. Es ist noch nicht mal nötig, jeden Tag die Nachrichten zu verfolgen.

  5. KievKiev

    @ Tim

    Illusion ist ein schöner Begriff. Wenn man in welchen Bereichen auch immer Träume hat die man nicht verfolgt, so senkt es die Zufriedenheit von dem was man bereits hat. Man strebt quasi immer nur nach neuen und ist mit der augenblicklichen Situation unzufrieden. Wenn man den Träumen nachgeht, so erweisen sich manche in der Tat als Illusion. Das kann aber auch wieder die Zufriedenheit wecken von den Dingen die man bereits hat. Ich bin gegen scheinheilige Dankbarkeitsrituale. Ich weiß aber aus eigener Erfahrung, dass man bereits so viele Privilegien und Dinge hat über die man dankbar sein kann. Man muss sich darüber nur Hin- und Wieder bewusst werden.

  6. Martin Thörmer

    Hallo Tim,

    ein schöner Blogbeitrag.

    Der ‚Brotjob‘ kann ausreichend sein. Die ersehnte Erfüllung kann auch im Privatbereich liegen. Leider liefert das alltägliche (Social-)Media-Gewusel meiner Meinung nach genau das entgegengesetzte Bild.

    Dankbarkeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Glücks. „Das Glück in uns zu finden ist schwer. Es anderswo zu finden unmöglich.“ Dies muss erst zur Gewohnheit werden, Dankbarkeit zu finden. Ich möchte damit sagen, dass es helfen kann den eigenen Fokus und die eigene Einstellung zu ändern.

    Der Konsum wird leider oft mit Unterhaltung und Spaß kombiniert; und als ob diese Kombination die einzige Möglichkeit wäre. Heute ist bei mir verkaufsoffener Sonntag, gepaart mit einem Musikfestival in der Innenstadt. Warum kann das Festival nicht separat stattfinden? Die wenigsten Personen werden heute in die Stadt gehen mit dem Gedanken: „Heute ist Sonntag. Ich muss in die Stadt, um genau diesen Artikel zu kaufen. Das geht nur heute.“

    Einen schönen Sonntag wünscht Dir

    Martin

  7. Skywalker

    Ein Job ist ein job… Ich wünsche jedem eine Berufung, das ist viel mehr als ein Job.

    Dann kann man jeden Tag das tun, was man gerne macht. Geld ist dann sekundär und kommt oft von ganz alleine in oft mehr als ausreichender Menge.

    Sehr befriedigend ist es etwas zu tun bei dem man Menschen hilft z.b. als Arzt. Oder auch als kultiger finanzblogger der sein Ding seit 10 Jahren durchzieht das hat richtig Klasse….

    Wer dieses Glück leider nicht hat und seinen Job im schlechtesten Falle nicht gerne macht soll eben nach tims Grundsätzen Leben und gut ist…o ode sich weiterbilden, kreativ sein, etc… Alles wird gut!

  8. Gainde

    Man behalte immer im Hinterkopf, dass sich der Homo Sapiens Sapiens nach kurzer Zeit an seine Umgebung gewöhnt. Dies dient ihm zum Überleben. Traumhaus/-Frau/-Job usw. sind leider nur von kurzer Dauer. Das Gegenteil ist auch der Fall, nach bsp. einem Unglück.

  9. Ruben

    @Tim: danke für den letzten Absatz. Bei allem Erfolg durch eigenen Fleiß und Engagement sollte man doch immer dankbar bleiben. Sicher kennt auch jeder hier jemanden, bei dem es nicht so glückliche Umstände gibt.

    @Gainde: richtig, der Mensch will immer mehr und der bestehende Wohlstand wird nicht mehr wahrgenommen.

    Ich finde diesen Bericht über 0% Finanzierung recht aufschlussreich, dieser Bericht sollte in jeder Schule in den höheren Klassen Pflicht sein:

    https://www.swr.de/marktcheck/null-prozent-kredit-mitunter-mit-teuren-folgen/-/id=100834/did=21325542/nid=100834/34sa1s/index.html

    Leider geht auch daraus hervor, wie gering die finanzielle Bildung vieler Befragter ist, selbst die BWL Studentin kennt nicht den Unterschied zwischen „Nominalzins“ und „Effektivzins“. Beim Begriff „Ratenzahlung mit Eigentumsvorbehalt“ sind die meisten Befragten ebenfalls ahnungslos.

  10. David

    @Ruben:

    Ich finde es zwar nicht in Ordnung, wenn Konsumenten veräppelt werden. Gleichzeitig stellt sich mir dennoch immer auch die Frage, inwiefern die Dummheit/Naivität eines Bürgers geschützt werden muss…

  11. Alex

    Hallo zusammen,

    meiner Meinung nach sind die Beispielrechnungen meistens doch relativ hoch gesteckt. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich es mit mir selbst vergleiche. Nach einer Ausbildung zum IT-Systemkaufmann und 6 Jahren Berufserfahrungen verdiene ich in einer Professional Stufe rund 2200 Euro im Monat, davon spare ich ungefähr 1300 Euro, also ungefähr 60 %. Trotz minimalistischer Lebensweise (WG, kein Auto, nah am Arbeitsplatz, Urlaube fast ausschließlich in Airbnb / Hostels) benötige ich voraussichtlich sicherlich 15-20 Jahre um finanziell frei zu sein (und im Ausland zu leben). Mit 1000 Euro würde ich großartig zurechtkommen im Monat.

    Was haltet Ihr von der Teilselbstständigkeit neben dem Job? Ich würde gerne kleinere Projekte nebenbei annehmen, um ein Zusatzeinkommen zu generieren und von steuerlichen Vorteilen profitieren.

    Gruß Alexander

  12. Gainde

    @ Alexander

    Statt DIE volle finanzielle Freiheit kann man auch ein Teilzeit-Pensum anpeilen. So ist man schon viel früher frei und hat mehr vom Leben. 80% würden mir bereits ausreichen.

  13. Mike

    @Alex

    Ich finde das eine gute Sache, verlieren kannst Du dabei ja nichts? Es gibt grundsätzlich 2 Wege, um (schneller) die finanzielle Freiheit zu erreichen, weniger ausgeben (Sparen) und mehr einnehmen, ideal finde ich beides. Sparen ist mal relativ rasch am Limit, mehr sparen geht ab einem gewissen Moment nicht, wo hingegen bei Zusatzeinnahmen oder Mehreinnahmen eigentlich keine Grenzen vorhanden sind.

    Du wirst ja wohl schon alles haben, was es dazu braucht, also sozusagen nur etwas Zeit investieren und musst ja nicht sofort ein Gewerbe anmelden, erstmal testen mit einem kleinen Projekt, ob es passt und wenn es Spass macht und auch rentiert dann kannst Du das ja ausbauen. Eventuell später den normalen Job reduzieren und die Selbständigkeit ausbauen. Auf diese Art und Weise hast Du eigentlich kein Risiko, ausser etwas Freizeit investiert.

  14. June

    Hallo zusammen,

    so ein Brückentag ist super, ich habe frei. Konnte ausschafen, hatte schon meine Brille in der Reparatur und einen Schaufensterbummel hinter mir. Bei den tollen Schuhen bin ich standhaft geblieben. Aber wahrscheinlich bereue ich meine Standhaftigkeit im Herbst, wenn ich genau solche Schuhe brauche und dann suche.

    @Ruben,

    den Bericht haben wir gestern auch zufällig geschaut. Und ich fand ihn ziemlich erschreckend. Man kann wirklich nur sagen, die Firmen wenden alle möglichen Tricks an um die Zinsen bzw. Gebühren zu verschleiern. Und die Unwissenheit ihrer Kunden macht es ihnen dabei auch noch einfach.

    @Alex,

    So schlecht finde ich dein Einkommen gar nicht. Klar mit Studium und Personalverantwortung kann man in der IT leicht viel, viel mehr verdienen. Aber noch nicht zwischen 20 und 30. In manchen Firmen bekommt man auch weniger. Gerade der Bereich Systemkaufmann hat beim Gehalt eine große Spannweite. Aber da das ein gesuchter Job ist, hast du ja die Möglichkeit dich anderweitig zu bewerben. Genügend Berufserfahrung hast du ja nun.

    Aber wie du schon festgestellt hast, kann man sich damit auch prima Selbsttändig manchen. Dafür musst du ein Kleinunternehmen anmelden und bist dann bis zu einem Einkommen von 17.500 € von der Umsatzsteuer befreit. So kannst du das Abenteuer Selbständigkeit erstmal ausprobieren. Wende ich an die IHK dort finden je nach Standort jährlich oft mehrere Workshops für junge Unternehme statt und du kannst gleich Kontakte, auch zu möglichen Kunden ;),  knüpfen.

    Der Vorschlag von Maik würde soweit mir bekannt ist nur bis zu einem Jahreseinkommen von 400 € funktionieren, darüber hinaus würdest du dich der Steuerhinterziehungen strafbar machen.

    Und herzlichen Glückwunsch zur super tollen Sparrate.

    Take care,

    June

  15. KievKiev

    @ Alexander

    Du hast eine sehr gute Sparrate. Bei den Ausgaben ist wohl nicht mehr viel Potential. Wie alt bist Du?

    Du bist 6 Jahre in Job nach Deiner Ausbildung. Du brauchst noch etwas Geduld. Ich weiß nicht was bei Dir noch in Sachen Gehalt möglich ist. Eine Selbstständigkeit ist sehr interessant, wenn Du da etwas passendes weißt. Hier ist noch Potential auf der Einkommensseite. Vielleicht macht es Dir auch mehr Spass so dass Du es nnfortführen Freiheit fortführen kannst. Du musst Deinen Arbeitgeber über Deine Selbstständigkeit informieren. Es darf auch nicht im Interessenkonflikt mit dem Arbeitgeber stehen und Du musst auch genug Ruhezeiten haben. Sage einfach, dass Dich dieses Thema für die Selbstständigkeit sehr interessiert und Du gerne mehr machen möchtest. Vielleicht kannst Du ja auch etwas mehr parallel bei Deinem Arbeitgeber tun. Bei Gehaltsverhandlungen kannst Du auch fragen, wie Du Dich mehr einbringen kannst. Die Arbeit macht Dir Spass … du musst auch etwas geben bevor Du forderst.

    Welches passive Einkommen hast Du anvisiert? Du benötigst vielleicht später etwas mehr Geld, wenn Du nicht mehr in einer WG wohnen kannst.

  16. Mike

    @June Ich komme aus der Schweiz, und da ist das kein Problem, man muss einfach die Einkünfte in der Steuererklärung deklarieren, aber eine Firma oder Einzelfirma musst Du erst ab 100k Umsatz registrieren. Deutschland ist da vermutlich bürokratischer leider.

  17. June

    @Mike,

    alles gut:), ich wollte Alexander nur sensibilisieren. Man weiß ja nie, ob jemand dann nicht doch Blauäugig einfach mal so in Deutschland losarbeitet.

    Da ist die Schweiz aber sehr Einwohnerfreundlich. Hier in Deutschland hat es sehr niedrige Grenzen und dann ist man leider schon im Bereich des illegalen Handelns.

    Take care,

    June

  18. Alexander

    Leider vertagt der Staat das Rentenproblem immer weiter. Den jetzigen Rentnern geht es blendend. Mehr als 3% Rentenerhöhung warten dieses Jahr bei einer Inflation von 1,6%.  Und gleichzeitig werden die Beiträger zur Rente gesenkt. BRAVO liebe Frau Nahles!! Echt krass: Dieses Jahr knacken wir die 100 MILLIARDEN Steuerzuschuss für die Rente! (Fast jeder 3. Euro an Steuereinnahmen geht an die jetzigen Rentner)

    Lieber arbeite ich als junger Akademiker in einem Land wo weniger Hirnverbrannte an der Macht sind, und ich nicht gebremst werde. z.B. Norwegen oder Singapur sind tolle Länder.  In diesen Ländern zahle ich lieber in die Rente ein.

  19. Alex

    Vielen Dank für die tollen Ratschläge!

    @Kiev ich bin in zwei Wochen 29. Die Selbstständigkeit habe ich mir bei Arbeitsbeginn bereits genehmigen lassen – sicher ist sicher.

    Als passives Einkommen wünsche ich mir 1000 Euro nach Steuern im Monat + Minijob zwecks Krankenversicherung und Sozialversicherung. Daher lege ich aktuell höheren Wert auf Dividendentitel, so sehe ich direkt was monatlich reinkommt. Dazu ein paar gute Titel wie Amazon, Post, Blue Cap und Dt. Pfandbriefbank (teilweise+45% im Portfolio).

  20. KievKiev

    @ Alex

    Ich komme mit Deinen Daten grob auf 12,5 Jahre bei dem Networth Calculator. Du möchtest vermutlich die 1000€ rein aus Dividenden erhalten. Dann hast Du bereits mit 45 Jahren Dein sicheres Ziel erreicht.

    Vielleicht ändern sich auch noch Prioritäten oder Wünsche. Aber das Vermögen wird Dir immer Freiheiten geben.

    Die Selbstständigkeit kann Dir neben den Einnahmen auch Zufriedenheit bringen. Du arbeitest schließlich für Dich. Und private Konsumgüter verschmelzen mit dem Bedarf an erforderlichen Gütern für die Selbstständigkeit. So kannst Du einige Dinge über die Selbstständigkeit  abschreiben und damit Deine Ausgaben weiter reduzieren. Ein Laptop kannst Du z.b. 70% gewerblich nutzen und 30% Privat. So kannst Du einen Großteil der Kosten direkt gegen die Einnahmen stellen. Solange die Dinge auch wirklich gebraucht werden ist das auch ein großer Vorteil.

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