Was vorsichtige Anleger tun sollten: ETFs und Dividenden-Aristokraten kaufen

Was tun, wenn du ein vorsichtiger Anleger bist? Breit gestreute ETFs bieten sich dann an. Du hast zusätzlich ein Notfallpolster. Und meidest Konsumschulden.

Ein simpler ETF hat enorme Vorteile. Du verzettelst dich nicht. Hast das Risiko gestreut. Was machen aber Anleger stattdessen? Sie gehen zu ihrer Bank oder Sparkasse. Dort lassen sie sich Gebührengräber andrehen. Schließlich möchte die Bank Provisionen abschöpfen. Wie dieser Fall zeigt:

Wie Schafe lassen sich manche scheren. Dann gehen sie noch zu ihrem Versicherungsvertreter. Dort werden ihnen zuweilen unnötige Produkte angedreht. Die Finanzbranche bekleckert sich nicht mit Ruhm. Schäbig finde ich, wie Verbraucher mit Riesterprodukten abgezockt werden. Die Bundesregierung hat diesen Unsinn unterstützt mit gigantischen Förderungen. Konzerne haben kein Mitleid, wenn es ums Geldverdienen geht. “Jedem das seine, mir das meiste”, denken sich die Vorstände von Allianz, Ergo und Co vermutlich.

BdV-Chef Alex Kleinlein nimmt kein Blatt vor den Mund, er fasst die Misere gut zusammen:

Realer Verlust in der Altersvorsorge mit Versicherungen ist der Normalfall geworden, die aktuell gemessenen Teuerungsraten beschleunigen diesen Trend. Rentenkürzungen bei privaten Renten oder bei Riester-Renten sind auch keine Seltenheit mehr. Wir erleben den Niedergang einer einst stolzen Branche, die sich zunehmend selbst abwickelt – dabei aber das Geld der Versicherten verbrennt.

Das kann und darf so nicht bleiben! Wir stehen an einem Scheideweg, die Menschen in Deutschland brauchen endlich eine Entscheidung, wie es mit der Altersvorsorge angesichts der alternden Gesellschaft weitergehen soll. Es geht darum, die Richtung vorzugeben. Die Politik ist mehr denn je gefordert. Abwarten und aussitzen sind keine Option!

Bis mit neuer Technologie Geld verdient wird, vergehen oft mehrere Dekaden

Die eigenständigen Aktienauswahl hat Vor- und Nachteile. Ich hab Risiken unterschätzt. Bei Solarfirmen habe ich zum Beispiel Geld in den Sand gesetzt. Spitzentechnologie ist oft Jahrzehnte davon entfernt, um in ein Produkt umgewandelt zu werden, mit dem Geld verdient werden kann. Daher ist es schwierig, in junge Wachstumsfirmen zu investieren. Die Grundlage für den Fortschritt wird meist in der Wissenschaft gelegt. 

Schau dir die Lasertechnologie an: Laser wurden 1960 erfunden, die Forscher erhielten Nobelpreise. Die Wissenschaft fand immer neue Wege. 1974 erfand sie die ersten Barcode-Scanner. 1978 den LaserDisc. Der kam schnell aus der Mode. 1982 wurden CDs erfunden und blieben im Gegensatz zur LaserDisc im Umlauf. Laserdrucker tauchten Mitte der 1980er Jahre auf. Das Militär begann, Laser für Waffen auszuprobieren. Kommunikation per Laser war ein weiteres Novum. Eben der Datentransport übers Glasfaserkabel. Medizinische Anwendungen kamen dazu. Das Lasern der Augen. Weitere Werkzeuge entwickelten Wissenschaftler.

Im Jahr 2004 wurden Laser im Wert von fünf Milliarden Dollar hergestellt. Es dauerte ungefähr 50 Jahre, bis richtig Geld mit Laser verdient werden konnte. Merke: Bis eine neue Technologie kommerziellen Durchbruch feiern kann, brauchst du Geduld ohne Ende. Siehe 3D Printing, Cannabis, Solar, E-Autos, Weltraum, Internet…

Sicherer als junge Techbuden sind alte Dividenden-Schlachtschiffe

Statt mit Tech-Startups fährst du mit etablierten Firmen sicherer. Diese zahlen in vielen Fällen eine zuverlässige Dividende. Das bedeutet Rendite! Passive Einkommensströme. Nichts ist schöner als das.

Kurzfristig kann der Aktienmarkt extrem schwanken. Langfristig steht jedoch fest, dass Aktien andere Anlagen wie Immobilien, Rohstoffe, Edelmetalle, Anleihen und Tagesgeld übertreffen. Dies gilt insbesondere im Niedrigzinsumfeld.

Wenn Staatsanleihen, Bausparen und Sparkonten minimale Zinsen abwerfen oder sogar nur gut sind für Nullrunden, sollten Anleger sich umso mehr nach Dividendenaktien oder ETFs umschauen. Diese können eine Einkommenslücke im Alter schließen. Vor teuren Investmentfonds am Bankschalter kann ich aber nur warnen. Absurde Ausgabeaufschläge und teure Managementgebühren machen aus den Produkten oft ein grauenhaftes Investment. Ich kann es nicht oft genug sagen.

Bei Dividendenaktien bestehen Unterschiede. Unternehmen mit höheren Dividendenrenditen haben oftmals schwache Bilanzen und geraten in Rezessionen oder Krisen in Schwierigkeiten. Ehemalige Dividendenaristokraten mussten während der Pandemie ihre Dividenden kürzen oder streichen. Daher ist bei der Wahl von Dividendenaktien nicht unbedingt die höchste Rendite ausschlaggebend. Es ist für Langfristanleger vor allem wichtig, dass die Wachstumsaussichten stimmen. Konservative Anleger schlagen dort zu, wo sie Wachstum, Stabilität und steigende Profite erwarten. All das natürlich zu vertretbaren Bewertungen.

Exxon Mobil: Die Dividenden-Maschine

Es waren brutale Jahre für Aktionäre von Öl- und Gaspapieren. Seit dem Ölpreis-Crash im Jahr 2014 kürzten die meisten Unternehmen ihre Dividenden. Die Kurse kollabierten. Firmen strichen Stellen in Rekordzahlen. Etliche kämpften ums Überleben. Sie verbrannten Geld. Exxon Mobil hatte ebenfalls Probleme. Nicht zuletzt sorgt der Klimawandel für Unsicherheit. Das Management behielt seine großzügige, steigende Dividende trotz des Gewinnrückgangs bei. Exxon Mobil gab weiter Geld für seine besten Öl- und Gasprojekte aus. Eines davon, das Offshore-Ölfeld in Guyana, entwickelte sich zu einem Vorzeigeprojekt.

Weil Exxon Mobil während des Zykluses investierte, profitiert der Riese nun von der Erholung der Öl-Preise. Exxons Dividende ist solide. Sie rentiert mit 5,7 Prozent. Seit 38 Jahren steigt sie. Damit ist Exxon ein Dividendenaristokrat (mindestens 25 Jahre Anhebungen). Ende Oktober kündigte Exxon eine höhere Ausschüttung an. John D. Rockefeller baute Exxon 1870 auf.

Ich hab einige Exxon-Anteile im Depot. Ich habe nur 75 Stück im Wert von 6.300 Dollar. Auf dem Papier hab ich 27 Prozent mit Exxon verloren. Ich gebe aber kein Stück her und lass den Öl-Dino wie einen alten Schinken im Depot liegen:

Daneben ist der Rivale Chevron in meinem Depot, 4,5 Prozent Dividende winken hier. Ich besitze 1.310 Chevron-Aktien im Wert von 154.000 Dollar. Es werden immer mehr, weil ich massiv zukaufe über die DRIP-Pläne:

Mit Chevron stehe ich deutlich im Plus. Ich besitze die Chevron-Aktien seit über elf Jahren. Und ich werde kein Stück hergeben. Ich behalte alle meine Aktien ewig. Das ist zumindest mein Plan. So hat sich Chevron entwickelt:

Das ist der Exxon-Kurs:

Enbridge: Kanadas Dividendenaristokrat

Enbridge ist ein kanadischer Blue Chip. Er nimmt den siebten Rang im MSCI Canada ETF ein. Enbridge verfügt über eines der größten Pipelinenetze Nordamerikas. Der Riese belohnt seine Aktionäre seit Jahrzehnten mit stabilen Dividenden. Das Unternehmen hat seine Dividende während der Pandemie nicht gekürzt. Mehr noch: Es hat seine Auszahlung in den vergangenen Jahren sogar deutlich erhöht. Seit 27 Jahren steigt die Ausschüttung, damit ist der Wert ein Dividendenaristokrat. Während die Öl- und Gaspreise volatil bleiben, generieren Pipelines in der Regel stabile Einnahmen. Enbridge verwöhnt seine Aktionäre mit einer Dividendenrendite von sieben Prozent. So hat sich der Enbridge-Kurs entwickelt:

Intel: Der Chip-Gigant verdient Geld wie Heu

Ich hab mir in den vergangenen Monaten einige Intel-Aktien zugelegt. Ich hab jetzt 350 Stück und stehe mit 2,4 Prozent im Minus mit der Position:

Der Tech-Konzern steckt im Umbruch. Hat ein neues Management. Intel hat gelitten, während Rivalen wie AMD oder Nvidia durch die Decke gehen.

Tech-Unternehmen sind in der Regel keine großen Dividendenzahler. Es gibt einige Ausnahmen, insbesondere bei reiferen Techfirmen. Intel ist dank seines stabilen Halbleitergeschäfts für Personalcomputer und Rechenzentren eine Cash Cow. Obwohl dies keine Wachstumsmärkte sind, sind sie weiterhin ein einträgliches Geschäft. Inzwischen nutzt Intel seine gewaltigen Gewinne, um in andere Zukunftsbereiche vorzustoßen. Dazu gehört die Übernahme des israelischen Unternehmens MobileEye, das selbstfahrende Autos entwickelt.

Intel wird Mobileye als börsennotiertes Unternehmen ausgliedern, gleichwohl will Intel die Mehrheit behalten. Analysten schätzen, dass Mobileye 50 Milliarden Dollar wert ist. Intel hat nur 15,3 Milliarden Dollar vor vier Jahren bezahlt. Intel zahlt eine Dividendenrendite von 2,7 Prozent. Pro Jahr verdient der Riese 21 Milliarden Dollar nach Steuern. Und das in schöner Regelmässigkeit. Das KGV ist mit 14 günstig. Ich finde, das ist eine Value-Chance. Seit dem Jahr 2000 hat Intel die alten Höchststände nicht mehr erreicht:

Allerdings wächst Intel nicht mehr wie gewohnt. Intel feierte zwar 2020 sein fünftes Jahr in Folge mit Verkaufsrekorden. Doch ziehen dunkle Wolken auf. Der Umsatz stagnierte im ersten Quartal aufgrund des Nachfrageeinbruchs in der Sparte Rechenzentren. Intel prognostiziert einen Rückgang von sechs Prozent im Gesamtjahr. Engpässe in der Lieferkette bereiten Sorgen. Dafür ist die Bilanz ein Fels. Die Verschuldung ist minimal angesichts der gigantischen Größe.

Mein Blog leistet wohlgemerkt keine Anlageberatung. Mit den Risiken musst du selbst leben.

Bank of America: Während der Finanzkrise kaufte ich wie ein Verrückter die abgestürzte Aktie

Vor allem während der Finanzkrise legte ich mir die ausgebombte Bank of America (BAC) zu. Dank massiver Zukäufe und der DRIPs ist die Position auf 8.377 Stück angewachsen. Der Wert der Position 373.000 Dollar:

Das ist meine Bank of America Position. 1,9 Prozent Dividendenrendite zahlt die Bank. Das bringt mir allein 7.087 Dollar Dividenden im Jahr. Nicht schlecht. Damit stocke ich diese Position via DRIP auf. Mein Ziel sind 10.000 Stück.

Mein Depot wird größer. Es ermöglicht mir die Freiheit. Durch den Zinseszins explodiert der Depotwert. Ich sitze am Strand in Florida, während ich das hier schreibe. Das Meer ist erholsam. Heute möchte ich ein paar Haifisch-Zähne finden.

So hat sich die Bank of America entwickelt:

Daneben habe ich etliche Value-Aktien. Und die großen Plattformunternehmen wie Alphabet, Microsoft, Apple, Amazon, Meta, Netflix. Mein Depot startete ich mit Mini-Positionen. Mit der Zeit baute ich es aus. Und das alles mit einem Normalo-Gehalt.

Ich wünsche allen Lesern eine erfolgreiches Jahr 2022. Dass all deine Wünsche und Ziele in Erfüllung gehen. Bleib gesund und munter!

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Thomas W.
10 Monate zuvor

Schöner Artikel zum Jahres-Ende.Möchte meine Aristokraten auch noch ausbauen/erweitern neben meinen ETFs.Allen ein guten Rutsch zusammen !
Tim dir viel Erfolg bei der Haifisch-Zahn-Suche 🙂

Grüße Thomas

Thomas W.
10 Monate zuvor
Antwort an  Tim Schäfer

Das glaube ich gleich 😉

Michael
10 Monate zuvor

Grüße nach New York!
Freue mich auf weitere Artikel und Videos auf Youtube!
Alles Gute für 2022!

Freelancer Sebastian
10 Monate zuvor

Tim und allen Leserinnen und Lesern des Blogs wünsche ich für das neue Jahr eine große Portion Glück und Zufriedenheit. Mögen eure Wünsche und Ziele in Erfüllung gehen.

Vielen Dank für all die Inspiration und die gesunden Mantren!

Bei meiner Laufrunde durch den Park fiel mir heute schlagartig ein, wie ich mir vor zehn Jahren auf der gleichen Strecke Gedanken über die finanzielle Unabhängigkeit machte. Ich hatte wenig Ahnung vom Vermögensaufbau. Es war ein fernes, surreales Ziel.

Wahnsinn, was in all den Jahren passiert ist. Und welche Gelassenheit eintritt, wenn man dem Ziel immer näher kommt. Es funktioniert. Stur und stetig.

Mr. Pino Cavallo
10 Monate zuvor

Nicht nur die Banken sind frech, sondern auch die Fondsmanager. Ich habe mir mal den Spaß erlaubt und das Produkt der örtlichen Fonds-Boutique unter die Lupe genommen.

Die Kosten: 5% Ausgabeaufschlag, TER von 0,8%, Performance-Fee von “Bis zu 15% über 3- Monats-Euribor+2%” sowie eine Verwaltungsvergütung von 0,09% und eine Managementvergütung von 0,4%.

Sau teuer! Und jetzt der Hammer: der Fonds liefert Sage und Schreibe 4,58% Rendite p.a. und underperformed damit einen simplen ETF auf den S&P500 um mehr als die Hälfte!!
Das geile ist auch, dass der Fonds rund ein Drittel seines Vermögens selbst in ETFs und aktiv gemanegten Fonds angelegt hat. Sprich, sie lassen sich dafür bezahlen, dass sie einen signifikanter Teil des Fondsvermögens in günstige Produkte stecken, für die sie aber wiederum von ihren eigenen Anlegern horrende Gebühren verlangen.

Ich frage mich wirklich, wer in diesen Fonds investiert. Mit rund 32 Mio. Euro AUM ist er zwar bedeutend klein, aber trotzdem. Es gibt offensichtlich Anleger, die sich einfach nicht um ihr Geld kümmern wollen und glauben, dass irgendwelche Leute in Anzügen es schon irgendwie für sie richten werden.

Naja, ich wünsche allen hier ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

Daniel
10 Monate zuvor
Antwort an  Mr. Pino Cavallo

Um welchem Fonds geht es denn konkret?

Mr. Pino Cavallo
10 Monate zuvor
Antwort an  Daniel

Um den Fonds von Taunus Trust

Lad
10 Monate zuvor

Mein Portfolio wuchs 2021 um +24,2%. Davon +0,5% war die Zugabe von weiteren Aktien. Meine stärksten Aktien sind so viel im Plus: Pfizer 226%, J&J 220%, P&G 214%, Wells Fargo 118%, Iberdrola 112%, Cisco 111%. 
Ich will meine 28 Aktien wegen Dividenden ewig halten oder bezahle einige Jahre später mit verkauften Aktien eine überteuerte Wohnung, die ich seit 1984 unweit vom Odeonsplatz in München miete.
Mein Portfolio: AT&T, Bank of America, Cisco Systems, Johnson & Johnson, Kraft Heinz, Pfizer, Procter & Gamble, Raytheon Technologies, Walgreens Boots Alliance, Wells Fargo, BHP Group, British American Tobacco, HSBC Holdings, Royal Dutch Shell, Tesco, Allianz, BASF, BMW, Deutsche Telekom, Munich Re, Siemens, AB InBev, BNP Paribas, Iberdrola, Sanofi, Bank of Nova Scotia, Enbridge, Mitsubishi Corp.

Ralf
10 Monate zuvor

@Dividende: Viele Dividendenaktien zeigen keine langfristig gute Kursentwicklung. Ich bin mir nicht sicher ob das daher für viele der richtige Weg ist. Hier hat wohl jeder so seine eigene Meinung. Mir ist jedenfalls eine Microsoft, Apple oder Danaher mit schönem Kursverlauf lieber als ein Dividendenpapier wie Intel.

@Teuerung: Stark steigende Preise für Wohnen und Energie sowie Kosten für Klimaschutz und Lebenshaltungskosten allgemein werden 2022 ordentlich am Geldbeutel in D knabbern. Allgemein gefragt: Wie geht ihr z.B. mit den hohen Energiepreisen um? Großes Einsparpotential bei Wechsel vom Stromanbieter gibt es derzeit eher weniger und wir leben bereits recht energiebewusst (nur noch ein PKW der sparsam eingesetzt wird), sparsame Geräte. Photovoltaik wäre eine Option, scheitert aber bei uns an ungünstiger Beschattung und Dachausrichtung.

Claus
10 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Aber Microsoft istdoch eine hervorragende Dividendenaktie, besser Dividenden-Wachstums-Aktie!

Bin seit Anfang 2013 investiert. Damals gab es 0,23 USD Quartals-Dividende, im Feb. 2022 sind es bereits 0,62 USD je Quartal. Bei mir sind das inzwischen fast 8% nach Steuern, aufs Jahr gerechnet.

Um genau solche Aktien aus den verschiedensten Branchen geht es ja schließlich und nicht um die “Gurken” mit unrealistisch hohen Dividenden, die sie sich nicht einmal leisten können.

Eine Danaher gehört ebenfalls dazu:
2013 Quartals-Dividende: 0,03 USD, 2022 0,21 USD!

Auch für Apple sieht es splitbereinigt ähnlich aus.

LG

Luigi
10 Monate zuvor

Exxon und fossilen Energieren gehört ganz klar die Zukunft! 🙂

Mats
10 Monate zuvor

Frohes Neues allen!
Von meinen ETFs ist der Xtracker MSCI World Quality mit knapp über 34 Prozent am Besten gelaufen. Ist meine zweitgrößte Position. Habe hier den Eindruck, ein paar Luschen aus dem MSCI World werden hier rausgesiebt.
Meine zweitgrößte Position der VAllWorld hat 29 Prozent Plus in 2022 wenn das bei Fondsweb richtig ist.
Schon ewig habe ich den Flossbach Multiple Opportunity, magere 11 Prozent in so einem Jahr. Der wird in nächster Zeit verkauft und gegen obige getauscht.
Zu meinen Einzelaktien gehören Alphabet, Microsoft, Amazon und Meta. Die Alphabets sind insb. super gelaufen
Aber die Performance meiner Dividendenaktien Allianz, MüR, Vonovia kann mit obigen ETFs nicht mithalten. Kann natürlich in anderen Jahren wieder anders aussehen. Für Generierung von Dividenden hat mir zeitweise auch der ishares world quality dividend gefallen, da hab ich eine kleine ETF Position.
Na ja, ich finde gut wie viele hier schreiben der Ball komme bei ihnen gut ins Rollen im Laufe der Jahre. Sehr beeindruckend, Respekt! Ich buttere die nächsten 12 Jahre auch rein bis ich 55 bin und gucke mal wie es dann aussieht, was ich mir dann an Teilzeit leisten kann. Hoffe dann kann ich auch so Positives berichten. VG

Mats
10 Monate zuvor
Antwort an  Mats

VAllWorld A1JX52 meine ich, mit Absicht die größte Position, nicht zweitgrößte P. VG

Bernd
10 Monate zuvor
Antwort an  Mats

Die Top Positionen der ETFs sind ja immer die gleichen US Megatechs. Da noch einen TSMC mit rein und vllt ASML oder Adyen und du hast einen äquivalenten Mix ganz ohne TER. Zumal die Aktien eh alle miteinander korrelieren.

42sucht21
10 Monate zuvor
Antwort an  Bernd

@sind ja immer die gleichen US Megatechs, kann man auch einzeln haben
Ja, das ist augenscheinlich so. Aber besser nochmal über Risiko adjustierte Rendite nachlesen. Dann wird manchem klar, dass es längerfristig doch besser sein könnte 3.800 oder 500 Aktien im ETF zu haben bei etwas geringerer performance und bei den großen doch eher 0 TER.

Mats
10 Monate zuvor

@Ralf, Teuerung
Ich wechsel seit Jahren jedes Jahr nach der Vertragslaufzeit von i.d.R 1 Jahr über Verivox den Gas und den Stromanbieter. Das, so mein Eindruck, hat eigentlich durch die Wechselprämien meine Kosten in den letzten 10 Jahren immer auf nahezu gleichem Niveau gehalten.
Aus Spieltrieb habe ich in unserem EFH an fast allen Heizkörpern Smarthome Thermostate mit Zeitsteuerung über eine App. Hatte den Eindruck, dass brachte auch etwas niedrigere Verbrauchswerte.
KFZ: Unser Familienauto ist ein Diesel, finde 6,5 l Diesel immer noch akzeptabel von den Kosten.

Mario
10 Monate zuvor
Antwort an  Mats

Strom und Gas mache ich genauso immer Wchseln mit Prämie.

Aktuelle neustromverträge liegen bei 47 – 67 Cent für Strom auf check4/verivo gesucht aber nur so teure gefunden aber hier https://www.enercity.de/ gibt es
noch vereinzelt Anbieter mit den alten PreCorona Preisen von 28 Cent pro KWh.
Ich war von der Stromio pleite betroffen wie viele andere auch und musste wechseln.

Mats
10 Monate zuvor
Antwort an  Mario

Hey Mario, echt guter Tipp! Danke Dir!

Bruno
10 Monate zuvor

Stromanbieter wechseln? öl? Gas? Fossile Energien? Zukunft?

Ich kenne da eine Lösung, unsere PV-Anlage deckt schon heute weit über 100% im Jahresschnitt (Heizung, Lüftung, Klima, Wasser, Elektrogeräte und Mobilität), bald wird aufgerüstet ein stärkerer und auch sehr umweltfreundlicher Akku (Salz) damit kann dann mind. 2 Monate autark auch ohne Sonne alles betrieben werden, d.h. >100% immer auch durch den Winter und im Sommer wird kräftig eingespiesen und verdient 🙂 Dazu noch umweltfreundlich.

Auch bei einem möglichen Blackout (vielleicht die grössere Gefahr als vieles wovor einige hier Angst haben), zwar kein Internet mehr aber warme Bude, kochen und Mobilität gewährleistet 🙂

Slowroller
10 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Das ist wohl eher ein Lösung für wenige – zumindest nicht für Mieter, ETWlern, Besitzern von kleinen Häuschen oder Reihenhäuschen. 😉 Wenn man es kann – super, nichts ungenutzt lassen. Ansonsten bleibt eben nur Sparsam sein und zur Not wechseln. Der städtische Anbieter in Hamburg ist recht fair, zieht derzeit Altverträge noch nicht deutlich nach und produziert die regen. Energie zu 100% lokal. Finde ich gut und kann dann auch mit 2 Cent mehr je Kw/h leben. Allerdings liegt unser Verbrauch noch immer unter 2000kw/h / Jahr, da haut auch eine deutliche Steigerung nicht dolle ins Budget. Ansonsten: Wechseln wechseln wechseln! Das wechseln von Telefon- und Internetverträgen nach der ersten Laufzeit ist seit diesem Jahr viel besser gesetzlich geregelt. Wenn der Vertrag weiterläuft dann nur noch Monatsweise und ist dementsprechend kündbar. Find ich gut.

Bruno
10 Monate zuvor
Antwort an  Slowroller

Mieter ist klar, aber für viele ETWler und kleie Häuschen oder Reihenhäuser ist das gut praktikabel, natürlich nur wenn man nicht direkt in einem Schattenloch wohnt, aber für die meisten machbar.

In der Schweiz kann man ja nicht wechseln ausser man bezieht über 100’000kwh, der Strommarkt ist hier noch nicht liberalisiert.

Das Potential von PV ist fast unendlich, es gibt mittlerweile auch wirklich optisch schöne Lösungen, z.B. in Ziegel integriert. Gerade für Elektroautos ideal, um diese tagsüber zu laden.

Man sollte einfach jetzt Gas geben und die Sache auch fördern, sonst ist ein “Blackout” vorprogrammiert, ohne Atom- und Kohlestrom werden wir in grosse Probleme kommen wenn man da nicht endlich vorwärts macht.

Was ich meinte, oft war die Speicherung noch ein Problem, aber auch da gibt es mittlerweile gute und auch saubere Lösungen, natürlich kosten die noch etwas mehr, aber alle die können sollten einen Schritt gehen.

Sparta
10 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

@Bruno

Was für einen Salz-Akku meinst Du denn?

Bruno
10 Monate zuvor
Antwort an  Sparta
Ferdinand
10 Monate zuvor

Hallo Tim, es ist schön zu sehen das es immer noch Menschen gibt mit so viel Bodenständigkeit was heutzutage nicht selbstverständlich ist. Vielen Dank für deine Ansichten in Sachen Investitionen und Finanzen im allgemeinen. Immer klar, sachlich und auf den Punkt ? euch eine schöne Zeit und viel Spaß im neuen Jahr mit all seinen Marotten ? LG aus Rheinhessen

halupalu
10 Monate zuvor
Antwort an  Ferdinand

Es ist traurig zu sehen, DASS es immernoch so viele Legastheniker gibt die nicht einen geraden Satz schreiben können.

Syntax Error
10 Monate zuvor
Antwort an  halupalu

Korrekt wäre gewesen: “Es ist traurig zu sehen, DASS es immer noch so viele Legastheniker gibt, die nicht einen geraden Satz schreiben können.”

Wer im Glashaus sitzt…

P.S.: “Gerader” Satz deutet auf die Schweiz hin, oder? Bruno, bist Du es?

Tobs
10 Monate zuvor

@Tim:
Frohes Neues in Florida.

Ich musste natürlich an Dich heute denken, als ich in der Barron’s las, dass sich wegen des ungebrochenen Zustroms Wohlhabender nach Florida dort auch immer mehr Financial Advisors ansiedeln. Die Auswahl Deiner Urlaubsdestination kann also kein Zufall gewesen sein, Kaltakquise am Strand – natürlich nur ein Spass.

Ich hoffe, ich habe 2022 eine Frage an Dich frei zu einem konkreten Titel: Hast Du Dich näher mit Rite Aid beschäftigt? Drittgrößter Drug-Store Retailer in den USA, größter an der US-Ostküste (allerdings mit großen Abstand zu WGB und CVS). Die wurden ja auch kurz in der Barron’s aufgegriffen und vor zwei Wochen in der Wiwo nur mal beiläufig erwähnt. Meine Frau hatte mal früher einige Jahre in den Staaten gearbeitet und kannte die auch bestens aus ihrer damaligen Zeit.

Konnte die Historie nicht ergoogeln, aber bis Ende der Neunziger war die MarketCap ja riesig, bis Ende 2016 immerhin noch 10 mal größer als heute. Klar, habe den letzten Jahresbericht gelesen, die schließen Stores (allen Drug-Store-Retailern hat die Pandemie sehr weh getan), haben ein neues Strategie-Programm seit zwei Jahren, das sich aus dem laufendem Cash-Flow gut bezahlen lässt. Ein wenig unprofitabel werden sie wohl erst noch bleiben. Schließen Stores etc. Das wird erst mal alles Geld kosten, also den Gewinn drücken und klingt auch wenig nach Top Line Wachstums. Die CEO hat nochmal Aktien gekauft, wenn auch 200.000 USD wohl für eine PM reicht, ist das allerdings meines Erachtens bei einem CEO Gehalt nicht signifikant.

Aber mit langem Atem gedacht: Man kann hier ein Unternehmen mit einem Umsatz von rd. 25 Milliarden USD für eine Market-Cap von rd. 800 Millionen kaufen!! Und wir reden hier nicht von einem Fantasia-Unternehmen, sondern von einem sehr großen Drug-Store-Anbieter mit Kunden in den gesamten USA.

Sofern Du hierzu nur ansatzweise eine Meinung hast, würde die mich sehr interessieren. Und eincremen bitte nicht vergessen! 🙂

Tobs
10 Monate zuvor
Antwort an  Tim Schäfer

Danke, Tim – für die Wünsche und Deine Rückmeldung.

Deine Einschätzung hilft mir für eine erste Einordnung sehr, da ich wenig über Google an Berichterstattung finden konnte, die über das reine Zahlenwerk hinausgeht. Ich selbst war beim Lesen des Jahresberichts 2021etwas enttäuscht. Ein Unternehmen, dass derart in der Klemme steckt und eine Strategie eingeleitet hat, die daraus führen soll, sollte erwarten lassen, dass dies viel Raum im Lagebericht findet. Aber Pustekuchen, stattdessen sehr viel Brimbamborium um Transparenz bezüglich der Manager-Vergütung, die schön und gut ist, aber jetzt keine Antwort auf sich unternehmensspezifisch aufdrängende Fragen brachte. Noch eine gute Zeit unter der Sonne!

Luigi
10 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Recherchierst Du so generell auch Deine chinesischen Werte?

Hier mal ein paar leicht zu findende Fakten:

Rite Aid’s ratings reflect ongoing operational challenges, which have heightened questions regarding the company’s longer-term market position and the sustainability of its capital structure. Persistent EBITDA declines have led to negligible to modestly negative FCF and elevated adjusted debt/EBITDAR in the low – to mid-7.0x range in recent years. The Negative Outlook reflects accelerating operating weakness in 2020, including a 20% EBITDA decline to around $420 million, and Fitch’s reduced confidence in the company’s ability to stabilize EBITDA above $500 million. These concerns are somewhat mitigated by Rite Aid’s ample liquidity of well over $1 billion, supported by a rich asset base of pharmaceutical inventory and prescription files, and no notes maturities before 2025.
….
The past 12-18 months presented additional challenges for Rite Aid. EBITDA in 2020 fell 20% to approximately $420 million, largely due to a weak cold & flu season as consumers limited social activities. Rite Aid also saw heightened operating expenses, like labor and cleaning, due to the coronavirus pandemic, somewhat mitigated by positive 3.5% same-store sales (SSS) with particular strength early in 2020 as consumers stockpiled products at the onset of the pandemic.
Investments in longer-term growth also negatively impacted EBITDA. For example, the company’s pharmacy benefits manager (PBM) Elixir (around one-third of company EBITDA) saw EBITDA decline around 8% despite 22% topline growth on new business wins. Fitch expects EBITDA margins declined on weaker contract terms to attract and retain clients.
….

Tobs
10 Monate zuvor
Antwort an  Luigi

Prima, Luigi. Vielen Dank. Wegen der China-Titel: Tatsächlich basiert die Titel-Selektion auf einer Mischung von Random-Glücks-Keks-Ziehung und Interpretationen des chinesischen Kalenders. Dieses Jahr 2022 ist das Jahr des Tigers, der für Autorität und Selbstsicherheit steht. Daraus schlussfolgere ich, dass ich so energisch Leader-Foristen …wie Dir… keine Beachtung schenke. 🙂 Nichts für ungut, Luigi, das Jahr ist noch lange und Du kannst ja noch lernen Dich höflich mitzuteilen.

Sparta
10 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

@Tobs

*omg* ich wollte schon copy-trading betreiben… 😉

@Claus

Gibt es denn aktuell noch günstige Qualitätsaktien?

Claus
10 Monate zuvor
Antwort an  Sparta

… kommt darauf an, wie gut die “Qualität” sein soll und was Du unter preiswert verstehst.

Von meinen gut 100 Watchlist-Werten gibt es einige “Wackelkandidaten”, die wahrscheinlich demnächst diese Liste verlassen müssen. Es sind sicherlich keine “schlechten Unternehmen”, aber es gibt deutlich bessere:

Henkel
Altria
BAT
Walgreens
Fresenius
Omnicom
Novartis

Diese Werte sind relativ günstig bewertet. Auf längere Sicht wird man wohl wenig falsch machen, wenn man hier zugreift (Keine Empfehlung!).

Ansonsten könnte man sich gerade mal anschauen:
Intel
SAP
Beiersdorf
Unilever
Gilead
Becton Dickinson
Dentsply Sirona
3M

Wer keine Probleme mit Banken und Rohstoffwerten hat, kann auch hier mal schauen:
Fuchs Pet.
UGI
BHP
Wells Fargo

Wer “Top-Werte” günstiger einsammeln möchte, kommt um eine Watchlist bzw. “Einkaufsliste” nicht herum.

Angebote ergeben sich öfters überraschend und nur für relativ kurze Zeit. Deshalb sollte man bereits vorher wissen, welche Unternehmen ins eigene Depot passen und mit welcher Positionsgröße. Auch einen Kaufpreis oder eine Kaufpreisspanne sollte man festgelegt haben und ob man gestaffelt oder mit einem einmaligen Kauf dabei sein möchte.

Der grosse Vorteil einer solchen Liste ist, dass man, falls sich Kaufsituationen ergeben, stressfrei zugreifen kann, denn man hat sich ja bereits zuvor in aller Ruhe mit allem beschäftigt.

Ansonsten besteht die Gefahr, die Chancen (wieder einmal…) zu verpassen, denn wer kennt das nicht:

Die Kurse fallen, einige Werte erscheinen kaufenswert. Doch was soll ich kaufen?

Aktie A würde gut ins Depot passen. B aber auch. Cash habe ich genug für beide und sogar weitere. C sieht auch nicht schlecht aus. B ist etwas billiger als A, oder? Ich hätte aber gerne auch D. Mist, die ist kaum gefallen. Am besten warte ich noch etwas. Wenn D fällt, kaufe ich D zuerst.

A + B fallen noch etwas, C steigt ein wenig. D rührt sich kaum…

… und ein paar Wochen später ärgert man sich, nich zugegriffen zu haben.

LG

Andreas
10 Monate zuvor
Antwort an  Claus

@Claus:

Henkel
Altria
BAT
Walgreens
Fresenius
Omnicom
Novartis

Die zuerst genannt Werte streichst du aus deiner Watchlist oder bezieht es sich darauf, dass man bei diesen langfristig wahrscheinlich wenig falsch machen kann? Ich vermute mal letzteres oder?:)

Zumindest überlege ich Henkel und Fresenius aufzustocken, Novartis hab ich schon eine große Position…

Claus
10 Monate zuvor
Antwort an  Andreas

@ Andreas

… beides.

Da habe ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt.

Henkel, Altria, BAT, Walgreens, Fresenius, Omnicom, Novartis

sind meine evtl. Streichkandidaten, wenn sich nicht relativ bald eine Besserung einstellt. Die Entwicklung in den letzten Jahren überzeugt mich nicht mehr. Dennoch bleiben es solide Unternehmen.

LG

Claus
10 Monate zuvor
Antwort an  Sparta

… kommt darauf an, wie gut die “Qualität” sein soll und was Du unter preiswert verstehst.

Von meinen gut 100 Watchlist-Werten gibt es einige “Wackelkandidaten”, die wahrscheinlich demnächst diese Liste verlassen müssen. Es sind sicherlich keine “schlechten Unternehmen”, aber es gibt deutlich bessere:

Henkel
Altria
BAT
Walgreens
Fresenius
Omnicom
Novartis

Diese Werte sind relativ günstig bewertet. Auf längere Sicht wird man wohl wenig falsch machen, wenn man hier zugreift (Keine Empfehlung!).

Ansonsten könnte man sich gerade mal anschauen:
Intel
SAP
Beiersdorf
Unilever
Gilead
Becton Dickinson
Dentsply Sirona
3M

Wer keine Probleme mit Banken und Rohstoffwerten hat, kann auch hier mal schauen:
Fuchs Pet.
UGI
BHP
Wells Fargo

Wer “Top-Werte” günstiger einsammeln möchte, kommt um eine Watchlist bzw. “Einkaufsliste” nicht herum.

Angebote ergeben sich öfters überraschend und nur für relativ kurze Zeit. Deshalb sollte man bereits vorher wissen, welche Unternehmen ins eigene Depot passen und mit welcher Positionsgröße. Auch einen Kaufpreis oder eine Kaufpreisspanne sollte man festgelegt haben und ob man gestaffelt oder mit einem einmaligen Kauf dabei sein möchte.

Der grosse Vorteil einer solchen Liste ist, dass man, falls sich Kaufsituationen ergeben, stressfrei zugreifen kann, denn man hat sich ja bereits zuvor in aller Ruhe Gedanken gemacht.

Ansonsten besteht die Gefahr, die Chancen (wieder einmal…) zu verpassen, denn wer kennt das nicht:

Die Kurse fallen, einige Werte erscheinen kaufenswert. Doch was soll ich kaufen?

Aktie A würde gut ins Depot passen. B aber auch. Cash habe ich genug für beide und sogar weitere. C sieht auch nicht schlecht aus. B ist etwas billiger als A, oder? Ich hätte aber gerne auch D. Mist, die ist kaum gefallen. Am besten warte ich noch etwas. Wenn D fällt, kaufe ich D zuerst.

A + B fallen noch etwas, C steigt ein wenig. D rührt sich kaum…

… und ein paar Wochen später ärgert man sich, nicht zugegriffen zu haben.

LG

Sparta
10 Monate zuvor
Antwort an  Claus

@Claus

Danke für die ausführliche Antwort.
Hatte mal schon vor Deiner Antwort mal ne 1. Tranche Unilever in den Warenkorb eingepackt. Wahrscheinlich kein High-Performer, aber schon was halbwegs solides.

Allerdings etwas weniger wie der Vanguard Emerging-Kauf.

Viele der Top-Aktien wie Microsoft, Danaher, TMC etc. pp. sind generell ja nicht billig, momentan finde ich sie aber überteuert.

Ein gutes neues Jahr noch!

Luigi
10 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

wenig souveräne Antwort. Was war denn an meinem Post unhöflich? Dass ich Deine „Analyse“ hinterfrage?

Nichts für ungut. Das Jahr ist noch lang und genug Zeit zur Selbstreflektion und Kritikfähigkeit zu erlernen.

Johannes
10 Monate zuvor

Hallo tim

Johannes
10 Monate zuvor

Hallo Tim,

wünsche dir und allen begeisternden Bloglesern alles Gute für das neue Jahr 2022.

Alle deine Berichte sind sehr spannend, deswegen ist es auch für mich ein Muss jeden Abend hier mal vorbeizuschauen.

Du zeigst wieder an Hand von deinem Beispiel Bank of America, dass man keine Angst haben sollte in einem Bärenmarkt zu investieren. Risiko wird eben belohnt.

Man kann von dir sehr viel lernen. Das finde ich prima.

Bin auf deinen nächsten Blogbeitrag schon sehr gespannt.

Grüße aus dem Odenwald J.

Kiev
10 Monate zuvor

@ Frohes Neues

Ich wünsche Dir Tim ein Frohes Neues und natürlich all Deinen Lesern. Ich habe heute tatsächlich meine China Waters Aktie um 40% rasiert. Es mag vielleicht Manche wundern, aber es gab mit einigen Titeln in China sogar in den letzten Monaten hohe Kursgewinne zu verzeichnen. Ich habe letztes Jahr noch eine halbe Position Petrobras gekauft und musste die Position noch bezahlen. Ich kann nicht sagen, ob die Umschichtung langfristig mehr Erfolg bringt. Bei Petrobras sehe ich aber verhältnismäßig viel Value für das Geld. Es ist allerdings keine LuRo Aktie, die man ewig halten sollte. Bei RDS warte ich auf einen Ausbruch um erneut Optionen darauf verkaufen zu können. Falls ich RDS damit verlieren sollte habe ich noch weitere Titel in dem Segment.

-M
10 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Ich mag meine China Water und gebe kein Stück aus der Hand. Der Kurs und die Divi YOC ist ein träumchen. Falls die nochmal 50% fallen, kauf ich da nochmal zu.

-M

Kiev
10 Monate zuvor
Antwort an  -M

Ich habe noch 6000 Stück als Erinnerung. Wenn sie stark korrigieren und es keinen deutlichen Grund gibt kaufe ich die 4000 STK zurück. Sie können aber auch gerne weitersteigen. Am besten mit angemessenen Dividendensteigerungen. 😉

-M
10 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

😉 Ok 6000 sind ja auch noch bisschen was. Die sind gut mMn und e im Investment für die nächsten 10 Jahre+ zum compounden.

-M

Kiev
10 Monate zuvor
Antwort an  -M

Die Stücke habe ich direkt in Hongkong gekauft. Das geht bei IBKR nur in 1000 Paketen bei der Aktie. Also aktuell “nur” 7710€. Das passt für mich soweit. Vorher war es knapp 12k€. Ist auch in Ordnung, aber Petrobras erschien mir attraktiver. Hier würde ich gerne meinen EK in den nächsten 5 Jahren ausbezahlt bekommen. Mal sehen, ob es klappt. Ich habe auch noch Tanneneng Power. Hier hätte ich mal besser eine Gewinnmitnahme durchgeführt. Bei Gazprom hätte ich vielleicht auch zwischendurch Teile verkaufen und dann nachkaufen können. Aber dafür muss man klare Positionsgrößen haben und genug auf der Wunschliste als Alternative.Ich habe aktuell noch einige Wünsche, aber im Gegensatz zu Claus nie genug Geld für A, B oder C. Und nehme dann doch zumindest A und B 😉 Hätte ich mich bei BABA Mal beherrschen können. Davon habe ich reichlich im Depot.

-M
10 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Mein Kumpel meinte zu Petrobas letzt nach 5min Bilanz Check, dass die Divi wohl nicht so bleiben wird bei der Bilanz. Habe aber bisher nicht rein gesehen.

Habe glaube so ca. 4000 Stücke von CW, leider nicht so viel.

-M

Kiev
10 Monate zuvor
Antwort an  -M

Die Dividendenzahlungen werden hoffentlich ein gutes Stück erhöht. Sie haben den Ölpreis verhältnismäßig niedrig bewertet. Ich kann mir hier ein gutes Stück mehr vorstellen. Als Hauptrisiko bleiben für mich Eingriffe der brasilianischen Regierung. Falls der Ölpreis wieder kräftig anziehen sollte werde ich die Aktie oder RDS eventuell verkaufen. Das ist aber nicht primär mein Ziel.

Tobs
10 Monate zuvor

@Kiev@M: CWA
Ich gebe auch keines zurück von meinen rd. 20t Stücken.

CWA und auch andere Infra-Titel hatte ich bewusst in der Hoffnung gekauft, dass sie sich über Dekaden zu einem Compounder entwickeln. Mir ist die Gefahr zu groß, was zu versilbern und eine langfristige tolle Entwicklung zu verpassen, nur um auf den nächsten Zug aufzuspringen.

Aber ich kenne das selbst, mit einem All-in-Depot juckt es einen immer wieder, wenn man sich in neue Titel verliebt, schnell Liquidität zu schaffen. Und hier folgt für mich aus einer selbstkritischen Beschäftigung heraus die Erkenntnis und Selbst-Vorgabe für 2022, dass ich mich nicht zu schnell in neue Investment-Ideen verlieben soll. Konkret wie bei Kiev habe ich mich auch mit Petrobas beschäftigt (Gratulation, dass Du sie scheinbar schon viel früher und günstiger eingesammelt hattest), und der Swen Lorenz Report hat Interesse geweckt (Kiev: Nehme an, Du hast ihn auch gelesen?). Allerdings waren die meisten meiner besten Investments die, die ich wegen einer eigenen Ideen und Recherche aufgetan habe, wie Infras in China als die Buchwerte unter 0,5 lagen. Das habe ich bei einen gegen mich laufendem Markt gute 2 Jahre durchgehalten und nun folgt die Belohnung. Und bezogen auf Petrobas: Die Divis, die dort möglich sind, locken sehr. Aber fossile Energieunternehmen sind nicht mein Ansatz, was ich bei zweitem Nachdenken realisiere. Lieber kaufe ich global (auch kleinere Unternehmen), von denen ich mir zum Kaufzeitpunkt erhoffe, dass sie dauerhaft Geschäft, Kunden und Bilanz entwickeln. Da bin ich auch bereit Risiken einzugehen, weil das eben genau mein Profil ist. Damit schaffe ich es gut umzugehen, wenn der Markt gegen mich läuft, was essentiell für dauerhaften Erfolg ist.

Investment-Ideen, die sich mir wegen eines gut gemachten Reports (etwa als Beispiel Swen Lorenz) “aufdrängen”, die ich aber nicht selbst unbedingt entwickelt habe oder die nicht vollständig auf mein Profil passen, will ich eher wieder etwas meiden oder erstmal längere Zeit auf Distanz halten. Dann fühle ich mich mit meinem Depot einfach besser.

Kiev
10 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Ich habe China Waters nur auf 6000 Stück getrimmt. Die 20k Stück wären mir hier auf mein Depot bezogen zu hoch gewichtet. Das Wachstum gefällt mir auch. So lange habe ich die Aktie noch nicht. Sie ist verhältnismäßig schnell 86% gestiegen. Die Dividendenzahlungen sind nicht in den Maße gestiegen. Von den Petrobras Dividenden kaufe ich andere Unternehmen. Da ist dann vielleicht wieder Wachstum dabei. Auf meiner Wunschliste ist auch noch Mercado Libre. Ich könnte eine Aktie pro Woche kaufen, aber dafür reichen die Geldströme nicht aus. Muss es ein wenig wie ein Minimalist halten. Wenn ich die Aktie nach zwei Wochen noch immer kaufen möchte, dann schlage ich zu 😉 Außerdem habe ich 330€ auf mein ETF Depot überwiesen, damit ich mit den eingegangen Dividenden ganze 10 Vantec Emerging Markets ETFs kaufen kann. Hier muss ich mehr machen, sonst wird es nicht schnell mehr. Eigentlich wollte ich ja vorrangig ETFs kaufen. Mein IBKR Depot könnte dieses Jahr eine neue Bestmarke erreichen. Ab da zahle ich nichts mehr ein. Das muss ich mir verbindlich festlegen. Ha e ich mir bei der letzten Marke eigentlich auch schon überlegt.

Tobs
10 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

MercadoLibre baue ich auch weiter aus!

-M
10 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Ach, die gefallen mir auch sehr. Lass mich aber nicht (noch) heiß(er) machen 🙂
-M

Tobs
10 Monate zuvor
Antwort an  -M

-M: Gib Dich hin. Über 600 Mio. Kunden in Süd-Amerika und jede Menge Fintech, dass in der Bewertung noch gar nicht reflektiert ist. Das kann keine Sünde seln. Denke, im Moment sind alle E-Commercer (unterschiedlich) stark runtergekommen. Sehe keinen Grund, wieso die keine neuen ATH ausbilden; selbst wenn die Multiples ein bisschen runtergehen ist da immer noch Raum für Wachstum ohne Ende. Hoffe, jetzt kochst Du schon! 🙂

-M
10 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

„Ist die dunkle Seite stärker?“ –
„Nein. Nein… nein. Schneller, leichter, verführerischer.“

Meister Yoda würde mich davor warnen …. Ach, aber dieses verführen lassen hat ja auch was 😉

-M

Kiev
10 Monate zuvor
Antwort an  -M

Meli ist leider seit meinem letzten Blick auf die Aktie knapp 20% gestiegen. Da habe ich scheinbar einen guten Einstieg verpasst. Die Schuldenquote gefällt mir hier nicht. Bei einem Screener erschien die Aktie überbewertet. Den Grund konnte ich jetzt nicht so richtig erkennen. Welche Analyse könnt ihr hier empfehlen?

holgi
10 Monate zuvor

hallo zusammen,

wollte mal höflich fragen ob es schon einen etf auf die neu geschaffene Asienfreihandelszone RCEP gibt , oder ähnliches…?
ich sehe da aufgrund der Wirtschaftskraft und Bildung in der Bevölkerung große Chancen. Hinzu kommt, daß ich mir Asien Einzelwerte in Beurteilung nicht recht zutraue…Danke..

Margit Stanger
10 Monate zuvor

Vielen Dank für die großzügigen Informationen! Ich lerne dadurch auch sehr viel! Aber v.a. relativieren sich viele meiner Unsicherheiten/Urängste durch solche Infos. Erst seit Oktober 2021 investiere ich. Mit freundlichen Grüßen!

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