Vermögensaufbau: Die Kunst weniger zu konsumieren und dafür mehr zu investieren


New York, 31. Januar 2020

Die Deutschen klagen über die schlechte Luft in den Städten. Sie klagen über Staus und die ewige Parkplatzsuche in den Zentren. Manch einer jammert über zu wenig Geld, das am Monatsende übrig ist.

Wenn du dir anschaust, was die Deutschen kaufen, wird es klar, was schief läuft: Jeder dritte Neuwagen, der in Deutschland verkauft wird, ist ein Panzer. Es sind SUVs beziehungsweise Geländewagen. Das sind große Spritschlucker. Sie sind teuer. Der Wertverlust ist enorm in den ersten Jahren. Das Geld wäre in der Altersvorsorge besser aufgehoben. Die Deutschen und ihre Auto- und Sparbuch- sowie Versicherungsmentalität, das ist ein Kapitel für sich.

2019 wurden erstmals in einem Jahr mehr als eine Million SUV-Fahrzeuge neu zugelassen. 18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Es ist der helle Wahnsinn. Eine Geldvernichtung sondergleichen.

Was lernst du daraus?

  • Kauf ein Auto, das du dir leisten kannst (ich hab seit über 13 Jahren kein Auto mehr, das spart viel Geld)
  • Kauf ein Haus, das du dir leisten kannst. Oder miete, was du dir leisten kannst
  • Sparsam zu leben ist keine Schande. Aldi und Lidl sind super
  • Setze auf den Aktienmarkt. Der schneidet im langen Schnitt trotz der wilden Aufs und Abs am besten ab

Die Bundesbürger beschweren sich über den Klimawandel. Die Grünen sind beliebt wie nie. Wie passt das alles mit den SUVs zusammen? Es ist ziemlich verlogen oder?

Die rechts-populistische AfD wirbt plötzlich für Diesel-Autos. Ich komme mir vor wie im falschen Film. Das ist rückwärtsgewandt. Nun meldet der Elektro-Autobauer Tesla das zweite Quartal in Folge einen Gewinn. Die Tesla-Aktie geht durch die Decke. Tesla verkauft seine Autos ganz ohne Werbung. Sie verkaufen sich von selbst. Tesla-Chef Elon Musk baut in Berlin eine Fabrik, die Kalifornier stellen massenweise neue Mitarbeiter ein.

Tesla-Lenker Musk arbeitet schon am nächsten Knüller. An günstigen Dachziegeln, in die Ziegel sind die Solarzellen integriert. So können Tesla-Fans ihr Auto bequem zuhause aufladen. Dazu kommt noch ein Energiespeicher im Keller, so dass immer Strom vorhanden ist:

Die deutschen Autobauer haben dagegen den Anschluss verloren – wie es scheint. Sie bauen Personal ab, die Aktienkurse von Daimler, BMW und VW sind verbeult. Audi wirft knapp 10.000 Beschäftigte raus. Wie konnten die deutschen Autobosse den Trend nur verschlafen? Sie waren lange Zeit an der Weltspitze.

So hat sich die Tesla-Aktie entwickelt. Sie klettert wie verrückt:

Ein anderer Widerspruch ist im Fitnessbereich zu finden. Die Menschen geben Milliardensummen für Wellness, Fitness und gesunde Ernährung aus. Aber das Übergewicht nimmt zu.

Obwohl das Realeinkommen der Deutschen seit Jahrzehnten steigt, also das Gehalt nach Abzug der Inflation, legt nur die Hälfte der Bürger Geld an.

Das finanzielle Wohlergehen lässt sich nicht allein daran messen, wie viel du verdienst. Die Lücke zwischen dem, was du verdienst und dem, was du ausgibst, ist die Zahl, die am wichtigsten ist. Was nutzt es, wenn du 1 Million im Jahr verdienst wie einige Hollywood-Schauspieler, aber 1,2 Millionen Euro im Jahr ausgibst?

Das Problem ist das heutige Konsumdenken. Die hohe Anspruchshaltung. Die Wohnräume haben tendenziell mehr Quadratmeter, wenn du das mit den 1940er Jahren vergleichst. Ein neues Zuhause hat bald mehr Schlafzimmer und Bäder als Bewohner. Die Ansprüche beim Urlaub nehmen zu. Bei der Kleidungsstückzahl…

Mehr Geld auszugeben, wenn dein Einkommen steigt, ist Normalität. Es fühlt sich “verdient” und fair an. Beim Lebensstil orientiert man sich an Gleichaltrigen, an den Freunden, Familienmitgliedern, Kollegen.  Wenn jeder mehr ausgibt, fühlt man sich berechtigt, mehr auszugeben. So gehört man schließlich dazu.

Alle Einsparungen hängen von der Einsicht ab, dass die gesetzliche Rente nicht mehr ausreichen wird. Ein paar zusätzliche 100 Euro zu erhalten ist mein Rat. Du sagst dir: “Mensch, die Summe x kann ich nicht ausgeben. Das geht einfach nicht. Klar wäre es super, einen schöneren Urlaub zu machen und ein neues Auto zu fahren, aber ich werde es nicht tun.” Das fällt schwer. Viele Menschen schaffen das nicht.

Zu sparen ist nichts anderes als deine Fähigkeit, Konsum zurückzuweisen.

Bei den meisten Menschen geht es eher darum, mehr zu verdienen oder Karriere zu machen. Auch suchen die meisten gerne nach mehr Anlagerendite. Daran ist nichts auszusetzen. Mehr Gehalt oder Rendite zu verdienen ist wunderbar. Aber du solltest nicht aus den Augen verlieren, dass ein höherer Verdienst wenig zum Wohlstand beiträgt, wenn jeder zusätzliche Euro in den Konsum geht.

Reichtum hat auf jeder Einkommensebene damit zu tun, Mehreinnahmen nicht für Konsum einzutauschen. Also der Bonus, die Gehaltserhöhung etc. solltest du investieren.

Kurzum, worum es geht:

  • Lerne, mit weniger zufrieden zu sein. Sei kein Konsum-Clown (dickes Auto, großes Haus)
  • Bevor du etwas Neues kaufst, schlafe eine Nacht darüber
  • Zu sparen hat den gleichen Effekt wie das Steigern deines Einkommens, ist jedoch oft einfacher und steuerbarer
  • Vermögen hat viel mit Psychologie zu tun

Vermögensaufbau hat oft mit Vermeidungsmaßnahmen zu tun. Der Preis für den Aufbau von Wohlstand ist erstens die Mühe, Geld zu verdienen. Zweitens gehört es dazu, den nachträglichen Drang, das auszugeben, was reinkommt, einzudämmen. Das ist die ganze Kunst.

Dann gibst du deine Ersparnisse in solide ETFs oder Aktien. Und fertig. Am besten per Sparplan.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Vermögensaufbau: Die Kunst weniger zu konsumieren und dafür mehr zu investieren

  1. AvatarSkywalker

    Sehr weißer Artikel mal wieder! Es steht eigentlich alles drin was man wissen muss zum Thema Vermögensaufbau! 

  2. AvatarWolke

    @Skywalker
    Weißer Artikel…oder schwarzer…oder weiser…?
    (Tippfehler, nehme ich mal an)

  3. AvatarSlowroller

    Good bye Britannien! Noch eine Stunde und sie haben den selben Status wie Bolivien und Indien – mindestens genauso sollte die EU jetzt auch in den Verhandlungen auftreten.
    In Calais werden sehr viele neue Arbeitsplätze entstehen.

  4. AvatarA.

    Britannien hin oder her. Leben geht weiter. Hier und da. Ich investiere einfach stur weiter.
    Am Montag werden die Sparpläne ausgeführt. 
    Gruß 
    A. 

  5. AvatarSlowroller

    Klar – Leben geht weiter. Aber nach den letzten 46 Jahren der Verirrung ist es gut, dass die Cherrypicker endlich raus sind. Das ist die Chamce für Europa zu neuer Stärke zu finden.
    Viele interessante englische Aktien gibts eh nicht.

  6. AvatarRalf

    Ein schöner Artikel.

    @Autos: Man sollte den Diesel und Verbrenner allgemein nicht generell verteufeln. Die Technologie hat noch Potential. Ebenso zeigt China, dass man sich nicht nur auf E-Mobilität setzen sollte. Die Asiaten sind uns massiv voraus.

    Und Aktien wie die schwächelnde Shell könnten z.B. von E-Fuels gut profitieren. Der C02-Abdruck von E-Autos ist derzeit nicht viel besser, wenn man die Produktionsprozesse unter anderem der Batterien und Beschaffung deren Rohstoffe mit berücksichtigt. Zumal der Preis solcher Autos noch recht hoch ist und nicht jeder eine gute Lademöglichkeit zu Hause oder in der Garage hat. Und ein Rettungswagen oder die Feuerwehr die von Einsatz zu Einsatz muss und dann unterwegs liegen bleibt wegen leerer Batterie will sicher auch keiner…

    @Immobilien als Kapitalanlage: Wie vorgehen bei einer Finanzierung? Möglichst viel Eigenkapital einsetzen oder eher wenig? Hoch tilgen oder eher moderat? Wie gehen die Immobilienprofis unter euch da vor, z.B. beim Kauf einer Studentenbude als kleine Kapitalanlage? Gibt es da einige Regeln die weiterhelfen?
     

  7. AvatarSmyslov

    Ein wunderschöner Artikel von Tim. Trifft meine mittlerweile gelebte Einstellung wie den Nagel auf den Kopf. SUV u. Umweltschutz, so etwas verlogenes. Absurd.So ist es in vielen Bereichen. Wenn das Geld knapp ist, dann muß ich mich doch erst einmal fragen , was ich alles an unnötigem Mist gekauft habe. Wir leben eigentlich in einer wunderschönen Gesellschaft. Nur das Dauerfeuer des Konsumwahns ist derart stark, daß viele Zeitgenossen dem nicht widerstehen können. Das trifft vor allem diejenigen, die ohnehin nicht viel Einkommen haben. Wirklich fatal. Habe neulich einen Rentner kennengelernt, der 1500 Euro monatl. Einkommen hat. In seiner kleinen Wohnung könnte er meiner Meinung davon gut leben. Jedoch hat er den Gegenwert einer Erbschaft neulich in ein Wohnmobil für 90000,.. Euro sowie einen SUV für über 60000,.. Euro umgesetzt. Jetzt merkt er, daß ihn die Folgekosten sehr einschränken. Man weiß nicht was man da noch sagen soll. Mit seiner Rente und seiner Erbschaft hätte er doch wunderbar leben können. Ich kenne viele ähnliche Beispiele. Ich bin auch Rentner, lebe gut und habe jeden Monat Geld übrig.

  8. AvatarWolke

    Konsumverzicht, ich persönlich habe nichts dagegen. Man muß aber bedenken, was ein allgemeiner Konsumverzicht für Folgen hätte. Die Wirtschaft würde zusammenbrechen, die Arbeitslosenrate nach oben gehen, soziale Leistungen, wie Rente usw. wären nicht mehr leistbar. Es würde uns allen plötzlich viel schlechter gehen. Deflation nennt sich das.
    Man muß verstehen, daß unser Wirtschaftssystem auf Konsum und Wachstum aufgebaut ist. Es funktioniert sonst nicht. Auch die „Konsumverzichter“ sind davon abhängig, leider, auch ihnen geht es finanziell schlecht, wenn sich plötzlich alle einschränken. Solange nur ich und du verzichten, ok, es geht auf Kosten der Anderen. Wenn es alle machen, müßten wir das Wirtschafts-und Gesellschaftssystem ändern.
    Gar nicht auszudenken, was dann mit den geliebten ETFs und Aktien geschehen würde. Unternehmen und Staaten gingen reihenweise pleite Es wäre vorbei mit dem schönen Vermögensaufbau.
    Es wird vermutlich nicht geschehen, daß die Masse auf Konsum verzichtet, Gott sei Dank. Aber dauernd über den Konsum und die „Konsumisten“ zu schimpfen ist unklug und kurzsichtig, wir leben von ihnen.

  9. AvatarFelix

    Ich denke, ich werde mich von meinen Ölwerten, oder allgemeiner fossilen Energiewerten, trennen, Ich habe ohnehin nicht viele.
    Es sind die Dinosaurier des Industriezeitalters, die sich überlebt haben. Keiner will sie mehr, weder die Gesellschaft noch die Politik. Ein sterbender Industriezweig. Das muss ich mit meine Geld nicht dabei sein.

  10. AvatarRon

    Ich kann es auch nicht mehr hören ständig auf dies und das zu verzichten und auf Andere zu hoffen ihr ganzes Geld in Konsum umzusetzen damit meine Altersvorsorge gesichert ist.
    Ich werde auch in Zukunft mir den ein oder anderen Luxus gönnen.Ich habe einen Mittelweg gefunden um anständig zu leben und zu sparen sozusagen eine gerade Linie hoffentlich bis zum letzten Tag meines Lebens.
    Meine Eigentumswohnung und ETFs sollen mir dabei helfen.

  11. AvatarChristian Thiel

    @tim
    Für so dumm würde ich die Autobauer nicht bezeichnen!
    emobility wird eine Nische bleiben und nur eine Übergangstechnolgie bleiben. Schau dir mal die Käufergruppen an und auch die Zahl der Autos im Bestand! Letztere ist rückläufig trotz mehr Erstzulassungen. Außerdem sehe ich immer noch keinen Break Even bei den Kosten. Siehe gerade zuletzt die massive Preiserhöhungen bei Ionity. Damit liegt man deutlich über Diesel und Benziner kosten. 

  12. AvatarRalf

    @Wolke: Volle Zustimmung!

    @Verzicht: Da weiß schon die Bibel zu berichten: “Wer gegen sich selbst geizt, sammelt für einen andern; / in seinen Gütern wird ein Fremder schwelgen

    Konsum kann auch sinnvoll sein, ich gebe z.B. bei Schuhen lieber mehr Geld aus und kaufe Qualität. Die billigen Treter gehen oft schnell kaputt, so meine eigene Erfahrung.

    @Ölaktien: Ja, das Öl-Zeitalter neigt sich dem Ende zu. Aber: Die Ölkonzerne wie Shell oder Exxon werden von selbst aktiv werden und in andere Geschäftsbereiche investieren. Shell will z.b. laut Focusmeldung zum größten Elektrizitätsproduzenten aufsteigen

  13. Der BaumDer Baum

    @ Wolke, ehrlich gesagt sehe ich das nicht ganz so. M
     
    Man kann es mal aus einer anderen Richtung betrachten. Das was wir hier unter Konsumwahn verstehen, sind ja hauptsächlich luxusgüter, also alles was über das tatsächlich notwendige Maß hinausgeht. Wenn man den Gegenständen endlich wieder einen ordentlichen Wert geben würde, also z.b. ein paar Schuhe das nicht nur ein halbes Jahr hält oder ein Telefon dass nach 2 Jahren kaputt ist. Das viel zu große Auto, dass man überhaupt nicht benötigt. Dann könnte man auch überlegen, ob man die Preise der einzelnen Güter entsprechend anhebt. Das würde dann im Endeffekt bedeuten, man kauft weniger, konsumiert also wesentlich weniger, behälter dafür die einzelnen Produkte länger. die einzige Voraussetzung dafür ist, dass die Politik endlich die externen Kosten auf die Unternehmen umlegt (diese darf die Kosten dann natürlich an die Kunden weitergeben) und nicht auf Kosten z.b. der Umwelt bestehen lässt. Der Kapitalismus ist nicht dafür zuständig externe Kosten mit einzubeziehen. Das ist die Aufgabe der Politik, dafür haben wir sie.
    Daher wäre mein Weg folgender, irgendeine Art von Besteuerung oder preislicher Festsetzung der tatsächlichen Kosten, dann wäre die Mentalität zum Konsum auch anders. Konsumieren können wir aktuell nur so viel, weil andere die tatsächlichen Kosten tragen.
    Grüße Baum

  14. JosefJosef

    Ich kaufe immer was ich brauche.
    Wenn ich was nicht brauche kaufe ich es nicht.
    Wenn mein Handy defekt oder Apps nicht mehr laufen, kaufe ich ein neues Handy.
    Wenn der Computer defekt ist kaufe ich einen neuen.
    Ich bin wohl momentan in der Glücklichen Situation und brauche keinen Schmuck, Fernseher brauche ich auch nicht, sogar einen SUV würde ich nie kaufen, viel zu mühsam zum parkieren.
    Beim Lohneingang wird ein fixer Beitrag zuerst immer aufs Investmentkonto verschoben.
    Von 1500 Euro könnt ich aber nicht leben meine Mietwohnung  kostet schon mehr.

  15. AvatarRalf

    @SUV: Auch hier sollte man nicht nur schwarz oder weiß sehen. Wer gesundheitliche Probleme hat (Rücken, Knochen, Alter) ist für einen SUV oft dankbar wegen höherem Einstieg. Auch die Übersicht ist besser und sorgt für mehr Sicherheit. Es gibt auch halbwegs bezahlbare,kompakte Modelle.

  16. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Tja,

    man hat es schon schwer mit dem Pharisäertum. Es ist scheinbar immer alles schlecht, was sich andere leisten können, und man selbst nicht. 

    Ich habe mich gestern auch selbst erwischt, als an der Kreuzung ein Mittfünfziger mit offenem dicken E-Klasse Mercedes-Cabriolet stand und nette Musik die Aufmerksamkeit des Fußvolkes auf ihn zog. Lockeres Dandy-Outfit, und sein Leben genießend.

    Ich ertappte mich bei einem leichten Anflug von Missgunst, anstatt zu denken, wie geil ist das denn…

    Auch so ein Auto braucht kein Mensch. Aber es geht in der Zivilisation nicht darum was man braucht, sondern wozu man in der Lage ist sein Leben, und das Leben der Gesellschaft zu verbessern.

    Wenn es um das Brauchen gehen würde, dann wären wir noch im Lendenschurz in der Höhle.

    Schönes genussreiches Wochenende.

    MS
     

  17. AvatarZEN INVESTOR

    Lieber Tim,

    du schreibst, die deutschen Autobauer und damit auch VW, hätten den Anschluss verpasst, während die Tesla Aktie steigt und steigt.

    Ich sage für die nächsten 10 Jahre voraus, dass Tesla nur 4% p.a. steigt (ab den heutigen Kursen), während VW eher 24% p.a. steigt.

    Die Begründung ist ausführlich in meinem Blog zu lesen:

    http://zeninvestor.freeforums.net/thread/62/tesla-gegen-vw

    Kurfassung ist: Vw ist immer noch 30% unter Buchwert, während Tesla auf dem 20-fachen Buchwert sitzt, was ein Bewertungsunterschied um den Faktor 70 macht.

    Auch habe ich berücksichtigt, dass das Eigenkapital von Tesla in Zukunft vermutlich schneller wachsen wird als das von VW.

    Dennoch schlägt die VW-Aktie die Tesla-Aktie für die nächsten 10 Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit.

    Dass meine Prognosen seriös sind und eine hohe Trefferquote aufweisen, habe ich hier in mehreren Beiträgen nachgewiesen:

    http://zeninvestor.freeforums.net/thread/28/auswertung-herer-prognosen-von-zeninvestor

    Es ist erstaunlich, wie leicht es ist, die ungefähre Entwicklung von Unternehmen vorher zu sagen. Natürlich kann man es nicht 100% treffen.

    Aber so eine grobe Tendenz ist aus der Logik absehbar.

    Mich wunderts, dass selbst Leute wie Tim Schäfer nicht merken, wie überbewertet Tesla ist.

    Tesla als Unternehmen wächst extrem schnell, die Verkäufe gingen um 50 bis 100% pro Jahr in die Höhe.

    Aber das rechtfertigt die Überbewertung nicht bzw. es führt trotzdem zu einer schlechten Performance am Aktienmarkt.

    Die Entwicklung der letzten 6 Monate, wo Tesla seinen Börsenwert ver-3-facht hat, hat ganz im Gegenteil die Überbewertung in die Höhe getrieben und führt ab diesem höheren Stand zu schlechteren Renditen in Zukunft.

    Wer mir hier widersprechen will, soll doch bitte meine Argumentation in meinem Forum vorher lesen.

  18. AvatarThorsten

    Die Gehälter steigen, die Lebenshaltungskosten jedoch schneller. Und immer mehr Menschen arbeiten mit mehreren Jobs und haben niedrige Stundenlöhne.
    Meine Generation erreicht den Lebensstandard der Eltern nicht mehr hieß es schon vor Jahren, ich habe es mit erheblichen Mühen noch geschafft. Ich kenne etliche Gegenbeispiele, meist liegt es an hohen Mieten und niedrigen Gehaltern, nicht am Konsumverhalten.Meine Kinder werden sich in meiner Stadt vermutlich kein Haus mehr leisten können. 
    Mobilität wird wohl auch deutlicher teurer, im Zuge der Klimadiskussion werden Flüge bald deutlich teurer werden. Früher hat Öl und Benzin kaum was gekostet, auch das wird teurer werden, politisch getrieben.
    Die Gehälter für Hochqualifizierte fallen eher. Man kauft die jungen Leute billig ein. Früher waren schon die Einstiegsgehälter üppig. Qualifikation reicht heute nicht mehr. Da gilt es um so mehr einen Gehaltsschub durch Jobwechsel zu erreichen. Das war früher nicht unbedingt notwendig, es gab die Lebensstellung bis zur üppigen Rente. Und das bei der Rente im Vergleich zur Kaufkraft nichts mehr groß rauskommen wird, sollte klar sein.
    Es muss also mehr privat gespart, preiswerter ( kleiner) gewohnt werden. Mehr Deutschland und Balkonien anstatt Malle und DomRepublik.
    Ich fürchte, dass viele Tipps, um Ausgaben zu reduzieren, und in Richtung finanzielle Freiheit zu gehen in der Zukunft ganz normaler Mainstream sind ,ohne die finanzielle Freiheit zu erreichen.
    Weil die Umstände es erzwingen und die Rente nicht genug bringen wird. Das private Zwangssparen mit Arbeitgeberzulage wird möglicherweise kommen. Heute ist es unattraktiv ( Riester, Basis,..) und freiwillig.
    Und wer heute oder schon seit Jahren oder Jahrzehnten an der Börse ist , auf teure Autos verzichtet ist den reinen Konsumenten um Jahre voraus.Wir können die zukünftigen Ereignisse nicht beeinflussen, aber wir können vorsorgen und stehen besser da.
     

  19. Avatarsammy

    @Ron, Matthias Schneider
    Gute Kommentare!
    Man muss bedenken dass man nur einmal lebt. Auf all die schönen und angenehmen Dinge zu verzichten nur um am Ende einen Berg Geld angehäuft zu haben den man sowieso nicht mehr selbst ausgibt macht keinen Sinn. Ein Anderer wird das Geld dann ausgeben entweder der Staat oder die Nachfahren. Ich kann die Mehrheit gut verstehen viele gehen gerne arbeiten und gönnen sich ein gutes Leben da spricht nichts dagegen. Hier wird nur schwarz weiß gemalt dazwischen gibt es für den Blogautor nichts.
     

  20. AvatarFit und Gesund

    Mein Ziel ist es anständig zu leben, ich möchte niemals in einem abgewohnten Appartement leben, ich möchte nicht nur jeden Tag Billigfrass in mich hineinstopfen, ich möchte anständig gekleidet sein, auch mal auswärts Essen muss drin liegen, ebenso Kaffee trinken im Café am See, ich möchte nicht nur zuschauen, ich möchte dabei sein 🙂
    Aber irrsinnige Ausgaben wie Handtaschen für 500 Euro und aufwärts, jedes Jahr ein neues Handy und 4x im Jahr in Ferien und zwischendurch noch Week-end in der Wellness-Oase, das brauch ich sicher nicht. 
    Was Andere haben, machen oder denken ist mir ziemlich egal, ich beneide Niemanden und wer eben gerne angeben möchte, der darf das, es berührt mich einfach nicht.
    Die junge Generation ist ein wenig anders gestrickt, ich merke hier deutlich den Altersunterschied, aber ich war auch einmal jung, sie werden ihren Weg gehen müssen, wie der aussieht weiss ich nicht, es ist aber eben ihr Weg und nicht Meiner. 
     
    Gestern hab ich auf jeden Fall mal meine Amgen aufgestockt, ebenso meinen Singapur ETF, ob zu früh wird sich zeigen, Lyn Alden Schwartzer hat Anfangs Woche in einem mail gewarnt vor einem elevated market risk, in ihrem öffentlichen Musterportfolio hat sie auf jeden Fall auch Amgen gekauft und Tractor Supply, ich habe aber Amgen unabhängig davon gekauft, TSCO hab ich nicht, aber ich erinnere mich dass Stefan Meisel die mal in seinem blog sehr schön beschrieben hat.
    -M wird vielleicht bald gute Gelegenheiten finden! 
    Viel Glück an Alle und wohl dem der nun Cash hat.

  21. Avatar42sucht21

    @Sparta
    Abseits vieler relevanter Aspekte & berechtigter Bedenken – aus rein monetärer Investorensicht schreit das Video mir zu: strong buy (btw: Ich halte Aktien von Amazon)

    @Ralf Studentenbude
    Bei den aktuellen Renditen /KPF tilgt der Käufer sowieso zu fast 100%, da kein Mietüberschuss. Deshalb fällt der Fremdkapitalhebel eigentlich weg. Für mich erhöht aktuell eine hohe Finanzierung deshalb nur das Risiko. Ob es ein für Sie relevant hohes Risiko ist, hängt natürlich von vielen Faktoren ab.

    @Die Cherrypicker endlich raus
    Die EU wird Ihnen sehr weit entgegen kommen.

    @Ich kaufe immer was ich brauche.
    Top, sehe ich auch so. Man muss nur ‘brauchen’ definieren. Manche brauchen ja recht viel…

    @Dinosaurier des Industriezeitalters, die sich überlebt haben.
    Ja, es ist eine Zeitenwende. Das Öl-Ende habe ich ca- 1975 zum ersten Mal gehört. In etwa gleichzeitig mit dem Ende der Tabbakindustrie. Auf beides warte ich noch – sogar in DE… Auch gibt es für die Dinos mehr als Öl, zB LNG. Öl wird auch nicht nur verfahren- flogen -> Chemikalien, Dünger, Kunststoffe. Mehr Bedenken habe ich für Rus, SA, Iran usw. wenn die Ölabhängigkeit zum Problem wird, dann wird es unruhig.

    @Matthias Schneider – Dandy im Cabrio
    Wenns ihm wirklich gefällt. Also für mich ist das nix. Das beschreibt für mich eher prolliges Mittelstandsgehabe eines alternden Männchens. Anstatt verdunkeltem GTI/ Manta mit Kickstart eben zu laute Musik im Cabrio um Weibchen für die potentielle Paarung zu imponieren. Manche Weibchen lockt es an wegen vermeintlichem Alpha. In der Natur haben solche Männchen eine frühere Sterblichkeit weil der ganze Konkurrrenzstress extrem schädlich ist. Die Menschen, die in sich selbst ruhen mit Selbstwert anstatt für Ihre Emotionen auf das Branding der Unternehmen zu vertrauen sind vermutlich deutlich zufriedener.

  22. AvatarAndrea

    Ich habe mir gestern im Ausverkauf einen tollen Kaschmirschal gekauft, über den ich mich jetzt schon wieder unheimlich freue. Bezahlt habe ich mit einem Geschenkgutschein, den ich letztes Jahr bekommen hatte. D.h. letztendlich habe ich den Schal geschenkt bekommen. Er ist so schön, dass ich aber auch mein eigenes Geld dafür ausgegeben hätte.
    Konsum ist in Ordnung, wenn man an den Teilen viel Freude hat. Konsum ist falsch, wenn man Dinge kauft, um den Nachbarn zu beeindrucken oder einfach nur des Kaufens wegen zuschlägt (um etwas anderes zu kompensieren). Ich finde die Frage aus Marie Kondos Buch, „Does it spark joy?“ immer sehr hilfreich bei der Kaufentscheidung.
    Ich kaufe nicht viel, aber wenn, sind es meist besondere Teile, die auch teuer sein dürfen. Nichtsdestotrotz spare ich auch sehr viel. 
    Der Dandy im Cabrio hörte sich in Mathias Beschreibung eher nach Lebensfreude an. Manch einer sitzt aber auch verbissen in seinem Porsche und muss anderen durch scharfes Anfahren und überhöhtes Tempo etwas beweisen, gefährdet damit auch noch andere. Letzteres ist eine eher traurige Lebenseinstellung, das sind Leute, die nicht nach ihren eigenen Maßstäben leben, sondern sich immer mit anderen vergleichen müssen. 

  23. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @42sucht21,
     
    ich “brauche” es ja auch nicht, sonst hätte ich es.. 😉
     
    Damit wollte ich auf das Übfeld hinweisen. Auf andere Leuten wird gern als  Moralapostel der Finger gezeigt. Alle halten sich selbst mit dem eigenen Verhalten als unbedingt gerechtfertigt. Aber vielleicht ist man selbst der Depp?
     
    Alle leben über das, was wirklich gebraucht wird. Das wäre nämlich nur Nahrung um halbwegs satt zu werden, Luft und ein Lager für die Nacht. Alles andere sind Errungenschaften der Zivilisation. Wer sich so weise und erhaben fühlt, der sollte beispielhaft in der Tonne des Diogenes leben.
     
    Niemand braucht ein Telefon oder Computer, aber alle werden von sich behaupten, dass es ohne nicht gäng. Das ist aber Blödsinn.
     
    Im übrigen finde ich die Studentenbude oben weder verwahrlost noch unangebracht. Zu seiner Zeit ist das eine richtige Entscheidung. Das kann nur nicht der Lebenszweck sein. Das ist als junger Bursche keine Schande.
     
    Anders ist es, wenn man als erwachsener Mann im Männerheim der Heilsramee sein Dasein fristen muss.
     
    Ach ja, und ich habe den Kaufvertrag für einen Pseudo-SUV unterschrieben, und fühle mich gut dabei! Pseudo, weil er keinen Allradantrieb hat, was eigentliches Merkmal ist, und einen ganz normalen PKW-Motor mit 1,6 Liter Hubraum hat.
     
    Was ich da wieder gespart habe (ein Hyundai Tucson als EU-Version mit Tageszulassung unter 20k). 😉 Ha Ha!
     
    Heute wird ja alles diskriminiert, was etwas mehr Platz und Komfort bietet. Tja, ich brauche eben einen höheren bequemen Einstieg. Ich will mir nicht mehr den Kopf anstoßen beim Einstieg. So ist das halt mit den persönlichen Bedürfnissen.
     
    MS
     

  24. AvatarFit und Gesund

    @Matthias Schneider,
    Glückwunsch zum neuen Auto!  🙂
    eine Studentenbude ist das Eine, ich habe jahrelang in “Schwesternhäusern” gelebt und auch gut gelebt, ich war jung, aber die Überschrift vom letzten Artikel lautete
    “das bescheidene Leben der Millionäre von nebenan”, ich kann es mir sehr schlecht vorstellen als Millionär so zu leben. 
     
    @Andrea,
    gut gemacht, ob der Schal nun geschenkt war oder selber gekauft, egal, Freude soll er bereiten und warm halten, er wird Dich sicher lange begleiten.

  25. AvatarMarc

    Dank an ZEN INVESTOR für den mehr als berechtigten Verweis auf die Bewertung des Unternehmens Tesla! Mich überrascht ebenfalls, die Fundamentalbewertungen von Unternehmen in diesem Blog nie eine Rolle spielen. Was die deutsche Schlüsselindustrie betrifft, so glaube ich, dass Totgesagte länger leben. Jeder passt selbstverständlich selbst auf sein Geld auf – wer in Tesla investiert, dem wünsche ich selbstverständlich viel Erfolg. 

  26. AvatarSparta

    @42
    50 % Marktanteil an e-commerce in Amerika… irgendwie scheinen die Wettbewerbshüter etwas länger auf der Toilette als damals W. B. bei der Dividendenauszahlung gewesen zu sein… 😉

  27. AvatarWolke

    @42 sucht 21

    In der Natur haben solche Männchen eine frühere Sterblichkeit…

    …was für das Weibchen kein Nachteil sein muß, falls es ihm gelungen ist, das Männchen vor dessen Tode vertraglich lebenslang an sich zu binden…
     

  28. KievKiev

    @ Matthias
    Du hast den 55 jährigen Dandy ja nur im Auto vorbei fahren gesehen. Ich kenne die Typen. Wenn die aussteigen kommt der Dandy Look erst richtig zur Geltung:
    https://images.app.goo.gl/fsGWiYMdTwyaV4t67
    Ich kann einem richtig guten Oldtimer auch etwas abgewinnen. Aber dazu brauche ich keine laute Musik und Publikum. Das machen eher die nervigen Bubis mit Audi R10 und was man so alles für einen Tag leasen kann. Mit einem schönen Gefährt die Küstenstraße entlang cruisen, Frankreich, durch den Schwarzwald oder um den Bodensee. Für unsere Regionen ist aktuell aber nicht das passende Wetter dafür vorhanden. Dann lieber im Frühjahr eine Ausfahrt machen und dann darf es auch mal in Fit und Gesunds Café am See gehen. Das definiere ich auch eher als Erlebnis. Es hat mit einem täglichen Café beim Bäcker oder Bahnhof nur sehr wenig gemeinsam.

    Ich finde den Dandy Look im Link unten ja auch ganz in Ordnung. Das passende Auto gibt es gleich dazu. Ich weiß, Du magst eher moderne Autos und läufst gerne etwas bequemer herum. Dein Profilbild hat sich allerdings etwas in die Richtung bewegt:

    https://images.app.goo.gl/rE1RWy5RLZWrRxPm7

    Falls jemand meint, dass ist kein Dandy Look. Ist ok, ich könnte die Krawatte gegen runterhängende Hosenträger tauschen. Wenn ich das Fahrzeug fahren darf würde ich sogar die kurze Hose mit Boots anziehen. Da hätten wenigstens die Polizisten etwas zu lachen, wenn sie mich kontrollieren.

    Ich würde ja sagen, lass uns zusammen legen und das Auto kaufen. Das ist aber leider weiterhin zu teuer.

    Meine Aktienauswahl ist die Tage wieder besonders vorzüglich. RDS, LK, MO sind mir besonders aufgefallen. Was soll man machen? TESLA verkaufen oder PUT kaufen ist mir zu teuer. Da lege ich mir vielleicht Montag ein paar RDS dazu. Amgen hat auf den ersten Blick auch einen guten Eindruck gemacht. Ich muss ja mal langsam den ein oder anderen Wert kaufen, den man einfach liegen lassen kann. Ich habe keine Glaskugel. Die besten Käufe erweisen sich immer erst im Nachhinein. 

  29. JosefJosef

    @Matthias Schneider
    Es geht mir nicht darum auf Leute zu zeigen. Ich habe bewusst das Wort brauchen gewählt, ich habe von mir aus als Person gesprochen. Ich brauche übrigens ein Handy und PC für die Arbeit. Früher als Bauarbeiter brauchte ich Werkzeug und ein grosses Auto.
    Heute reicht mir ein Kombi, ich hätte lieber einen Kleinwagen, doch da passen meine Arbeitsutensilien nicht rein. Da ich viel pendle und die Parkplätze ja nicht größer werden in den Parkhäusern.
    Jemand der täglich mit dem Flugzeug pendelt muss sich andere Gedanken machen.
    Ich konnte schon viel hier aus dem Forum lernen, dafür bin ich sehr dankbar.
    Ich entschuldige mich falls sich gewisse Personen angegriffen fühlen.
    Ich wäre gerne so sparsam wie Mark/Pibe.
    Doch das ist für mich nicht realisierbar. 
    Grüße Josef

  30. Mark85Mark85

    An Josef: Jeder spart so viel an, wie er kann. Wir befinden uns hier in keinem Wettbewerb zueinander. 😉

    Allein die Familienkonstellation kann einen großen Unterschied ausmachen. Wenn man beispielsweise nur sich selbst zu versorgen und verantworten hat, kann man ganz anders agieren. Zum Beispiel Spaghetti mit Hackfleisch und Tomatensoße für 3 Tage im Voraus kochen, ohne dass jemand anderes Anstoß daran nehmen könnte. Oder es sind nicht unbedingt Dinge wie ein eigenes Auto oder eine große Wohnung vonnöten. 😉

  31. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,
     
    Danke! Meine Partnerin ist ja seit diesem Jahr auch aus der Arbeit raus. Da brauchen wir ein zuverlässiges Fahrzeug. Wir wollen ja ab und zu weg fahren. Da ist der ein guter Kompromiss.
     
    Grundsätzlich halte ich die Marschrichtung und das Mantra von @Tim für richtig. Das betrifft aber junge Leute. Die müssen sich überlegen, was ihnen welche Ausgaben wert sind. Vieles halte ich für unrichtig. So auch die naiven Aussagen über die “bescheidenen Millionäre”.  Natürlich gibt es viele einfache Leute, die so nebenbei zum Millionär geworden sind, weil sie einfach sparsam sind. Hier in Schwaben ist das eine “Volkskrankheit”. 
     
    Aber die Ansicht, dass die sich nichts gönnen, nachdem sie vermögend wurden, das halte ich für Quatsch. Die haben dann Ferienhäuser in Spanien, chartern Yachten in Kroatien usw. Da spielt das doch keine Rolle, ob sie im Alltag mit billigen Klamotten rumlaufen.
     
    Hier im Nachbarhaus leben auch zwei so anonyme Millionäre. Die sehen auch eher bedürftig aus. Aber die hatten im Haus gleich das oberste Stockwerk zusammengekauft und zusammengelegt. Mit dem Fahrstuhl kommen nur noch sie in ihre Etage. Vor paar Jahren wurde ihr Winterdomizil in Spanien verkauft, weil der eine von Ihnen mit seinen Krankheiten hier besser aufgehoben ist. Sie setzen das Geld eben für ihr Wohlbefinden und Komfort ein. Die würden niemals aus “Sparsamkeit” (obwohl reich) in einer Rumpelkammer leben wollen.
     
    Wenn ich lese, wie @Tim dann solche absurden Beispiele her nimmt, das Zuckerberg immer in billigen T-Shirts zu sehen ist, und das dann für einen Beleg für Bescheidenheit als Milliardär nimmt. Da lachen ja die Hühner.
     
    Junge Leute sollten beizeiten ETFs ansparen, aber sich auch nicht das Leben vermiesen. Sie werden wahrscheinlich nie ein Gates, Buffett, Bezos, Musk oder Zuckerberg werden. Aber das ist auch notwendig. Hauptsache Spaß gehabt, was erlebt, und nicht verarmt im Elend enden.
     
    @Kiev,
     
    das Auto hat schon zu ihm gepasst und war stimmig. Es machte einen souveränen Eindruck. Das ganze Gegenteil dazu sah ich eine Weile später auf dem Heimweg. Da balzte ein türkischer Halbstarker mit einem typischen Poser-Benz. Da lacht man dann in sich rein. Aber selbst das muss ich mir abgewöhnen. Genauso unreif war ich auch in dem Alter, und habe im Rahmen meiner bescheidenen Mittel vor 40 Jahren mit meinem Manta A “posen” wollen. Man hat in dem Alter einfach nichts anderes im Hirn. 😉
     
    Aktienkäufe laufen bei mir wie immer. Sobald paar Dividenden da sind, gestern war ja Zahltag, wird wieder was aufgestockt. Neulich hatte ich mal den REIT MGP (MGM Growth Properties) in der Dezemberdelle um 29,50 USD angefangen. Kann auch noch Zukäufe vertragen. Irgendwas findet sich immer.
     

    @Josef,

    fühle Dich bitte nicht angegriffen. Das war allgemein. Jeder muss sich an seine eigene Nase fassen! 😉

    MS
     

  32. Mark85Mark85

    Rein finanziell betrachtet wären wohl 2 kinderlose Spitzenverdiener mit genügsamen Ansprüchen der Idealfall, aber nicht jeder kann und/oder möchte so leben.

  33. KievKiev

    @ Mark85
    Hast Du von Deinem 3 Speichen Depot auch eine Historie? Falls die aktuelle Corona Verunsicherung sich einigermaßen beruhigt hat, würde ich gerne einmal sehen, wie sich die Anlageklassene bei Dir verändert haben. Prozentual reicht völlig aus. Den maximalen Drawdown einer Klasse würde mich auch interessieren. Also Beispiel Aktien 10% Down, Gold 4% UP, Krypto 2% Up, Cash neutral an einem Tag. 
    Ich würde auch gerne sehen von welcher Du etwas entnimmst oder gar umschichtest. Auch wenn ich es mir denken kann. Die Höhen sollen schließlich gleich bleiben…
    Mir gefallen feste Höhen für Anlageklassen. So wirst Du einen systematischen Vorteil haben ohne Dir Stress zu machen welche Anlageklasse sich wie entwickeln könnte.

  34. AvatarDividendenSparer

    Zum Thema Tesla und Solar Roof:
    Ich bin selbst von Tesla begeistert und freue mich über die aktuelle Kursentwicklung der Tesla-Aktie. Das Solar Roof kann man nun aber nicht als Erfolgsstory verkaufen. Schon lange kämpft man hier mit Problemen. Bis auf ein paar Test- bzw. Vorzeige-Installationen gibt es hier noch nichts. Der Marktdurchbruch wird wohl noch etwas auf sich warten lassen. Leider.
     
    Ich habe eine große Dachfläche, will mein Haus aber nicht mit den herkömmlichen PV-Modulen verschandeln. Sowas wie das Solar Roof wäre da eine attraktive Lösung. Irgendwann wird es Tesla schaffen, dieses Produkt in hohen Stückzahlen auf den Markt zu bringen.
     
    Für die Installation einer solchen Anlage würde ich sogar Schulden machen. In meinen Augen wären das aber keine Konsumschulden. Schließlich wäre es eine Investition, die Stromkosten spart und evtl. eines Tages dabei hilft, das Elektroauto zu laden. Von dem gesparten Geld kann ich dann wieder mehr Dividenden-Aktien kaufen. 🙂
     
    Viele Grüße
    Mike

  35. Mark85Mark85

    An Kiev: Ich kann dir gern alle meine börsengehandelten Positionen nennen, damit du dir ein eigenes Bild auf den üblichen Kursseiten machen kannst, aber meinen Lebensunterhalt bestreite ich durch nichtbörsengehandelte Werte. Und ich befinde mich zwar in der Entnahmephase, aber kann weiterhin eine hohe Sparquote aufrechterhalten. Diese beiden Umstände machen einen direkten Vergleich schwierig.

    Mit einer kompletten Offenlegung aller meiner Transaktionen kann ich leider nicht dienen. Ich tausche mich zwar gern über Geldfragen aus, weil man nur so etwas voneinander lernen kann, aber etwas Privatsphäre sei auch mir zugestanden. Ich kaufe jeden Monat das nach, was am meisten nach unten hin abweicht und werde bei zu großen Abweichungen irgendwann eine Wiederherstellung vornehmen. Das ist bereits der ganze Zauber. 😉

    Deinen letzten beiden Sätzen stimme ich zu. Eine feste, regelbasierte Aufteilung macht es leichter. Meine Anlagephilosophie lautet weiterhin: Ich weiß zwar nicht, wann welche Anlageklasse ihre jeweiligen Hochs und Tiefs ausbilden wird, nur dass sie es irgendwann tun werden. Deshalb schicke ich möglichst viele unterschiedliche Pferde ins Rennen und warte geduldig ab.

  36. AvatarChristian

    Ich habe mein Auto letzens am Supermarktparkplatz vergessen, normal gehe ich immer zu Fuß, hatte jedoch einen Termin und war deshalb mit dem Auto dort. Musste es dann abholen, als mit eingefallen ist, dass es dort noch steht… Man kann sich ganz gut von Dingen freimachen… Mit einem Auto oder großen TV kann man mich nicht mehr beeindrucken, obwohl ich Autos nach wie vor sehr schön finde. Irgendwann „greift“ das Mindset und die Interessen verschieben sich… 🙂

  37. KievKiev

    @ Matthias
    Die bescheidenen Millionäre wie in Millionaire next door kenne ich allerdings auch. Das ist wirklich kein seltenes Phänomen. Millionär wird vermutlich auch niemand nebenbei. Da gehört schon ein wenig Disziplin und Wille dazu.
    Man kann auch bescheiden mit einem Ferienhaus leben. Das Haus ist Deinen Nachbarn vermutlich sehr wichtig gewesen. Nun haben sich die Prioritäten für sie leider geändert und sie passen sich an. Sie holen das Maximum für sich heraus. Das klingt nicht verkehrt. Das Bild von Tim war ja auf die WG bei seinem Start in New York bezogen. Zu dem Zeitpunkt war er vermutlich noch nicht Millionär. Viele WGs sehen manchmal wie auf den Bildern aus. Zumindest kurzfristig. Die einen machen sie hübsch bevor ein Photo geschossen wird. Tim zeigt hingegen ein Bild mit seinen trocknenden Rennrad Klamotten. Das gab es vermutlich nicht jeden Tag zu sehen…
    Mark Zuckerberg und Steve Jobs versuchen vermutlich ihre Entscheidungsfindung nicht mit alltäglichen Dingen wie der Kleiderwahl zu vergäuden. Das Prinzip gibt es im Minimalismus. Bei einem Prominenten wie Steve McQueen sieht das anders aus. Die Bilder sind vermutlich nicht zufällig entstanden. Da steckt viel Arbeit und auch Disziplin in mehrerer Hinsicht dahinter. Ich achte bei meinem Outfit nicht darauf wie ich gerne gesehen werde. Ich sehe vermutlich meist wie ein Familienvater aus. Das bin ich schließlich auch und trage ein entsprechend praktisches Outfit.
    @Mark85
    Dinks ist eine sehr gute Kombi. Dynastische Prinzipien stehen da allerdings noch weit drüber. Ich habe so eine Familie schon kennengelernt. Wenn man als Vermieter in einer Stadt mit der Kirche auf Augenhöhe steht, deutet das auf dynastische Strukturen hin. Die fuhren einen Pampers Bomber. Nichts außergewöhnliches. Die Familie stand bei ihnen ganz oben. Danach kam lange nichts. 
    Deine Vorgehensweise mit der Dreispeichenregel würde mich schon interessieren. Ab spätestens 200k in Aktien möchte ich so ein Modell langsam aufbauen.

  38. AvatarRalf

    @Aktien: Hat jemand Gilead Sciences auf dem Schirm? Wie ist eure Einschätzung zu dieser Aktie?

    “Rein finanziell betrachtet wären wohl 2 kinderlose Spitzenverdiener mit genügsamen Ansprüchen der Idealfall, aber nicht jeder kann und/oder möchte so leben.”

    Gibt es wohl einige, aber letztlich hat auch das seinen Preis. Wenn z.B. einer der Partner feststellt, dass er doch gerne Kinder gehabt hätte. Und dann ist es oft zu spät, weil Geld und Karriere wichtiger waren…

    @Grundeinkommen: Wer genügsam leben kann, ist heute schon finanziell “frei” mit HartzIV. Die Gerichte haben ja vor kurzem entschieden, dass auch bei völliger Faulheit des Beziehers und fehlender Mitarbeit nur eine Kürzung um ca. 30 Prozent rechtens ist. Was will man mehr?
     

  39. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Kiev,
     
    Steve McQueen fand ich auch ikonisch. 😉 
     
    Das Zimmer von @Tim habe ich ja verteidigt. So kann man auf dem Weg in jungen Jahren ohne Familie leben. Völlig ok. 
     
    Hier im Schwäbischen wird man schnell mal als Alteingesessener zum Millionär nebenher. Die haben alle (na ja, natürlich nicht alle), ein paar Äckerle und Baumstückle seit altersher. Die Orte gehen in die Breite, dann bringt ein Stückle Rübenacker schnell mal ein Vermögen wenn es zum Bauland wird.
     
    Und wenn dann Geld da ist, dann wird eben noch ein Haus gebaut. Hier lässt sich niemand von mir mit Aktien anstecken. Wenn wieder was aufgelaufen ist, dann wird wieder eine Wohnung gekauft. Kennt man nicht anders. 
     
    Man trägt nicht plump auf wie Sadtschnösel, weiß aber die Kohle zu nutzen. Da muss dann das neue Auto aus dem Autohaus auch Allrad haben, damit man zum Holz in den eigenen Wald fahren kann. Urlaub macht man selbst als Schwabe auch mal in Chile usw. 
     
    So ist es auch richtig. Dafür ist das Geld da, wenn man nicht mehr sparen muss.
     
    MS
     

  40. AvatarThorsten

    @smylowich schreibe nur auf, was ich heute so denke. “Es wird ja schon alles gut gehen”. Wird es vermutlich nicht, wenn man alles verballert. Gerade mit dem Argument, man lebe nur einmal oder kann morgen tot sein, das ist mir zu pessimistisch oder in den Tag reingelebt. Mit Planung hat das jedenfalls nichts zu tun aus Angst irgendwas zu kaufen, weil man morgen tot umfallen könnte, na ja ab einem gewissen Alter schon, dann kann man das Vermögen auch “verkreuzfahren” oder sonstwie abbauen.

  41. Mark85Mark85

    An Kiev: Bei mir sind es mittlerweile durch die Anlageklasse Kryptowährungen 3,5 Speichen geworden. Was interessiert dich genau? Wie die einzelnen Speichen zu befüllen sind?

    Informationen und Lektüre über Portfolios mit gleichgewichteten Anlageklassen sind im Netz schnell zu finden: Neben 3 Speichen (Ursprung im jüdischen Talmud, übernommen von Leuten wie Jürgen Müller und Marco Reuss) können auch 4 (empfohlen von Leuten wie Harry Browne, Marc Faber und Daniel Stelter) oder mehr infrage kommen. Einen ähnlichen Ansatz fährt Ray Dalio mit seinem Allwetter-Portfolio.

    An Ralf: Nichts gegen Hartz-4-Empfänger, weil es theoretisch jeden treffen kann, aber Freiheit und Unabhängigkeit sehen für mich anders aus. Ich hätte keine Lust, das Arbeitsamt im Nacken zu haben. Dann würde ich lieber wieder in Teilzeit arbeiten gehen: für den Grundbedarf + die eine oder andere günstige Reise + eine 10-prozentige Sparquote zum erneuten Vermögensaufbau. 😉

    Bezüglich Autos: Anlässlich meines Geburtstages in der nächsten Woche werde ich mir für 1 bis 3 Tage einen schicken Mietwagen (Fiat 124 Spider, hoffentlich ist die Abarth-Version verfügbar) gönnen. Etwas Luxus bzw. Abwechslung darf von Zeit zu Zeit schon Einzug ins Leben halten. 😉

  42. KievKiev

    @ Mark85
    Grundsätzlich finde ich den Ansatz sehr gut. Außer bei Kommer habe ich nichts darüber gelesen. Der Vorteil ist mir aber schon bewusst. Da brauche ich nur einmal eine Klasse 10% up eine andere 10% down rechnen, dann rebalancen und dann zurück. Ich finde hier aber auch die einfache Vorgabe wie viel investiert oder entnommen werden muss interessant. Das macht die Entscheidungsfindung sehr leicht.
    Das Allwetter Depot geht auch in die Richtung. Cash und Bonds gefallen mir heute allerdings nicht. Bei Bonds kann ich in einem gewissen Rahmen etwas schummeln. Ich habe noch einen Kredit auf die privat genutzte Einheit. Hier kann ich 3750€ im Jahr sondertilgen. Das kann ich auch als Bond mit 2.6% Zins betrachten. Allerdings kann ich nicht mehr investieren und auch nicht Geld entnehmen. Eine weitere Möglichkeit ist das Einschreiben in Genossenschaften. Das geht auch nur mit kleinen Summen und in kleinen Größen. Das mache ich auch nicht wegen den vielleicht 2-3% Zinsen, sondern als Option für alle Familienmitglieder. Das ist eine der wenigen Optionen, die über die Laufzeit sicher Geld erwirtschaftet und vielleicht in 10-20 Jahren eine wunderbare Rendite in Form einer Naturaldividende abwirft, die nicht versteuert werden muss. 
    Führst Du rebalancing nur jedes Quartal aus, oder reagierst Du bei z.B. starken Bitcoin Bewegungen? Falls ja wie machst Du das dann genau? Vielleicht entnimmst Du etwas Cash aus Bitcoin und wartest, ob Du Aktien kaufst oder dich wieder Bitcoin ich kenne die Schwankungen bei Bitcoin und Gold nicht und auch die Gebühren. Bei Gold kannst Du ja auch bei manchen Typen die Gewinne steuerfrei nach einem Jahr erhalten. Nutzt Du das aus?

  43. Mark85Mark85

    An Kiev: Anleihen finde ich auch wenig ansprechend, aber ich muss dazu sagen, dass ich mich mit ihnen nicht bis ins letzte Detail auseinandergesetzt habe. Zu viel Bares möchte ich, abgesehen von einer Notreserve, ebenfalls nicht halten. 

    Ich habe mir Toleranzbänder nach oben und unten gesetzt, ab denen ich aktive Umschichtungen vornehme. Bislang wurden diese Grenzen noch nicht gerissen. Am vorteilhaftesten ist es natürlich, wenn man jede neue Sparrate entsprechend einsetzt, um zu häufigem Umschichten entgegenzuwirken, welches unnötige Steuern und Kosten nach sich ziehen kann.

    Anlagegold und Kryptowährungen sind nach einer 1-jährigen Haltefrist steuerfrei veräußerbar, richtig. Ansonsten wird ein Verkauf wie ein privates Veräußerungsgeschäft mit einer Freigrenze in Höhe von 600 Euro pro Jahr gewertet, die aber nicht überschritten werden darf, weil ansonsten die volle Steuer fällig wird.

    Sobald eine aktive Umschichtung nötig wird, werde ich knallhart und unverzüglich zurücksetzen, um möglicherweise aufkommenden Emotionen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ich habe mich für Toleranzbänder (wertabhängiges Zurücksetzen) entschieden, aber man kann es auch zeitgesteuert machen, beispielsweise an einem festen jährlichen Stichtag, was weniger Augenmerk erfordert.

  44. Avatar-M

    Ich glaube das Ray Dalio Portfolio würde mehr Leuten gefallen, wenn wir in den USA leben würden, oder es in der EU Zinsen wie in den USA gäbe. 
     
    Rebalancing: Früher konnte man aktien verkaufen bei hohen börsenständen und im Anleihen umschichten (bei hohen Leitzinsen) Gab es einen börsencrash, wurden Ja meist die leitzinsen gesenkt und die Anleihen gewannen nochmals an kurswert dadurch. 
     
    -M

  45. Mark85Mark85

    An -M: Das Allwetter-Portfolio lässt sich auch aus deutscher Sicht leicht nachbauen. Man muss bloß den Aktien- und Anleihenteil modifizieren. 😉

    Was mir an diesem Portfolio nicht so gut gefällt, ist der aktive Ansatz bei der Aufteilung. Von der Vergangenheit wird auf die Zukunft geschlossen. Siehe die Kritik an Markowitz’ moderner Portfoliotheorie: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Portfoliotheorie

    Markowitz selbst hat übrigens nicht so angelegt, wie in einem Buch über ihn zu lesen war. Ich komme gerade nicht auf den Titel. Viel falsch machen kann man mit Dalios Vorschlag aber wohl nicht. Besser als Wildwuchs im Depot zu betreiben. 😉

    Gute Nacht, meine Lieben

    PS: Falls ihr Lust auf eine Telegramm-Gruppe habt, damit es hier nicht so themenfremd ausartet: https://t.me/joinchat/OFTtbxVpIn0jKyD1tvOvYw

  46. AvatarDaniel

    @Mark85
    Deine börsengehandelten Positionen würden mich auch interessieren. Das Allwetterportfolio gefällt mir auch sehr gut.

    Den Anleihenteil kann man über einen Global Aggregate abdecken und die Allokation zwischen Aktien und Anleihen natürlich an sein eigenes Risikoprofil anpassen. Zum Beispiel 50% Aktien, 30% Anleihen, 20% Gold
     

  47. AvatarDaniel

    Und natürlich kann man die einzelnen Komponenten je nach Lust und Laune vereinfachen/-komplizieren. Es reichen eigentlich 3 ETFs. Man kann den Aktienteil aber auch mit 3-5 abdecken oder Anleihen mit 3-4 etc.
    Für mich gilt immer mehr “keep it simple” und regelbasiert.

  48. AvatarThorsten

    3-5 wirst man  bei denen , die Telekom , Nokia, GE, Deutsche Bank ,Kraft Heinz, … im Depot hatten wohl seltener finden. Ich fühle mich mit 10 Aktien übel, mit 20 geht’s mir noch schlecht. Ab 50 habe ich bei Gleichverteilung ein Ausfallrisiko von 2%. Da geht’s mir gut. Jeder wie er sich dabei fühlt , man muss mit seinem Depot gut schlafen können. ETFs sind für mich aus mehreren Gründen keine Lösung. Ich nutze die nur homöopathisch in Märkten , in die ich sonst nicht reinkomme.

  49. AvatarZEN INVESTOR

    @Marc
    “Dank an ZEN INVESTOR für den mehr als berechtigten Verweis auf die Bewertung des Unternehmens Tesla! Mich überrascht ebenfalls, die Fundamentalbewertungen von Unternehmen in diesem Blog nie eine Rolle spielen.”

    Danke für das Feedback.

    Ich habe immer unkonventionelle Meinungen und werde dann ignoriert oder angefeindet.
    Dabei habe ich meistens sachliche Argumente.

    Interessant finde ich, dass die meisten Leute an der Börse, auch angebliche Value Investoren,
    immer davon reden, dass sie Unternehmen nach festen Kennzahlen bewerten,
    sei es nach Eigenkapitalrendite, Gesamtkapitalrendite, KGV, KGV10 (10-Jahres-KGV).

    Aber in der Praxis läuft es dann so, dass wenn ich zB in einem Forum schreibe, ich würde nur Aktien unter Buchwert kaufen. Dazu schrieb ich, dass die Aktien eigentlich etwa den doppelten Buchwert wert seien, weil man sonst ja nur für das Eigenkapital, aber nicht die zukünftigen Gewinne bezahle.

    Wenn ich sowas schreibe, kommt sofort das Argument “Wieso sollte jemand ander Börse den 2-fachen Buchwert (KBV 2,0) bezahlen? Das ist ja doppelt so viel wie die Firma wert ist.”

    Zugleich wählen die Leute Unternehmen aus, die den 5 bis 10-fachen Buchwert haben.
    Das ist dann komischerweise nicht zu teuer.

    Was immer gleich ist, ist, dass ich die Mehrheit gegen mich habe. Dass sich die Mehrheiten gegenseitig widersprechen merkt niemand.
    Man streitet dann nicht miteinander wegen widersprüchlicher Argumente, sondern man bekämpft mich, obwohl ich oftmals der Einzige bin, der wissenschaftlich bzw. sehr sachlich und faktenbasiert argumentiert.

    Das mit Tesla und VW hier ist ein gutes Beispiel:
    Du bist der Einzige, der das auch bemerkt hat, alle anderen ignorieren diese Tatsache.

    Ich hätte echt Lust, mal in einem Forum eine Umfrage zu starten mit
    “Hat VW oder Tesla ein grösseres Kurspotential in den nächsten 10 Jahren?”
    Ich wette, 80% würden Tesla wählen, obwohl es absehbar ist, dass Tesla überbewertet ist.

    Was ich gut verstehe ist, dass nicht jeder alle Geschäftsberichte lesen mag, oder diese überhaupt verstehen könnte.
    Aber man könnte doch wenigstens für sich selbst nach KGV, KBV, KCV, KUV gewisse Kriterien festlegen.

    Aber wie oft las ich in anderen Foren, dass Leute sagen, sie gingen nach konkreten Bewertungskriterien, und Wochen später nennen sie Aktien, die sie gekauft haben,
    und die völlig überteuert sind.
    Wenn man die darauf anspricht, sagen sie, dass die hohe Bewertung gerechtfertigt sei
    und liefern irgendeine Ausrede dafür.

    Das ist das, was ich nicht verstehe:
    Alle Investieren nur nach Gefühl und nicht nach Fakten, aber sie stehen dann nicht dazu.
    Beispielsweise liefert Tim Schäfer auch konkrete Gründe, warum Tesla besser als VW sei, nämlich die deutschen Autobauer seien abgehängt worden und Teslas Aktienkurs laufe sehr gut.

    Aber diese Argumente stimmen nicht (VW verkauft jährlich mehr Autos) oder sie stimmen, sind aber ein Indiz für schlechtere zukünftige Renditen (Teslas Aktienkurs lief zwar gut die letzten Monate, dafür ist die Aktie jetzt aber überbewertet).

    Ich hatte dazu ja hier mal etwas geschrieben, also zum Unterschied zwischen Preis und Wert einer Aktie.

    http://zeninvestor.freeforums.net/thread/60/der-unterschied-zwischen-preis-wert

    Ich werde da wohl demnächst noch VW und Tesla als reale Beispiele reinnehmen.

  50. Avatarsammy

    @Thorsten
    Investieren ist für manche eine Religion fern ab von Fakten. So wohl auch bei dir.
     

  51. Avatar-M

    @Zen 
    Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.
     
    “Ich kaufe Value Werte” ist wohl der am häufig missbrauchte Begriff beim investieren. Am Ende wird irgendein bekanntes Unternehmen gekauft und basta…. wenn es dann arg teuer erkauft wurde, dann nutzt man einfach den Begriff “growth stock” und schon hat man sich wieder selbst belogen, aber (fast) alle anderen sind mit der Aussage auch zufrieden. 
    Ich kann nur für mich sagen, alles was ich nicht nach meinen heutigen Bewertungsmaßstäben gekauft habe hat sich als “zu teuer gekauft” erwiesen. Blöd halt wenn man KHC kauft nur weil Buffett es gekauft hat und zu höchstkursen ohne Verstand kaufte…. Angst der Preis läuft einen weg…So dumm. Hinterher stellt sich raus, dass maximal der jetzige Kurs wohl ein annehmbarer Kurs ist zum kaufen. .. nicht aber der 3x so hohe ….passier mir hoffentlich nicht mehr in der Art.
     
    -M

  52. AvatarZEN INVESTOR

    @-M:

    Danke auch dir für die positive Rückmeldung.

    Ja, Kraft-Heinz ist so eine Sache.

    Laut onvista.de ist deren Buchwert von 2017 auf ende 2018 von 49 auf 39$ pro Aktie gefallen. Dies wegen Wertberichtigungen von 16 Milliarden Dollar.

    Entsprechend sackte die Aktie dann von 48 auf 32$ ab und heute ist sie um 29 $ zu haben.

    Meiner Meinung nach ist die Aktie (sie hat 2016 und 2017 Gewinne gemacht laut onvista.de) heute ein guter Kauf.

    Sie ist 25% unter dem Buchwert (der ja schon nach unten korrigiert wurde) bewertet und macht die nächsten Jahre laut onvista.de pro Jahr und Aktie 2 bis 2,5 Euro Gewinn (wieso onvista ein Teil der Angaben in US-$ und einen Teil in Euro macht, verstehe ich nicht).

    Das ist die Tragik an der Geschichte: Damals für 80-90$ wollte jeder die Aktie.

    Heute für 30$ will niemand mehr die Aktie, obwohl heute das Risiko viel geringer ist. Und die Firma ist ja grundsätzlich profitabel.

  53. AvatarThorsten

    @Daniel ich habe nichts “dagegen”, jedoch primär steuerliche Bedenken, sekundär Abgabe der Stimmrechte , Hndelsgewalt. Man überlässt den Handel den anderen, der ETF kauft/verkauft das nach. Damit haben die echten Marktteilnehmer einen stärkeren Hebel.

  54. AvatarThorsten

    @sammy hast Du überhaupt Aktien? Du trollst fortwährend andere Schreiber und lieferst NULL Input.

  55. AvatarSkywalker

    Auch wenn wir hier alle sagen und wissen dass es auf die dekaden ankommt, der Coronavirus könnte kurzfristig einiges an Volatilität bringen. 
     
    Ich kann mir vorstellen dass es in den nächsten Wochen deutlich bergab gehen wird. Die Sache ist nicht ganz ohne und wird uns nicht nur im Februar beschäftigen befürchte ich. 

  56. AvatarZEN INVESTOR

    Skywalker:
    Ich hoffe doch sehr, dass es die nächsten Monate bergab geht!
    Gerne 20-40% darf es bis im Sommer runter gehen.
    Es gab ja schon Bärenmärkte in den Jahren 2011, 2015 und 2018. Ich rechne bei dieser Niedrigzinssituation alle 3 Jahre mit so einem Ereignis.
    Wenn das jetzt zu früh eintritt (nach nur 2 Jahren), so bleiben wir vielleicht anschliessend 4 Jahre verschont.
    Zudem verschafft es mir wunderbare Einkaufskurse.
    Meine Prognose:
    Aufgrund des Corona-Virus gehen die Kurse (von den Höchstständen im Januar 2020 aus gesehen) um maximal 25% nach unten im 1.Halbjahr 2020.Danach geht es wieder fröhlich mit 20% pro Jahr aufwärts (langjährig 10% p.a., bestehend aus Jahren mit 20% plus und 20% minus).
    Oder anders:
    Die Verluste durch das Corona-Virus werden anfang 2021 aufgeholt sein.
    Und es bieten sich wieder tolle Einkaufsgelegenheiten an den Aktienbörsen.

  57. AvatarLejero

    @Zen Investor:
    deine Aussage finde ich ehrlich gesagt unerträglich. Zu hoffen das es aufgrund des Corona Virus kräftig bergab geht…
    Dir ist es schon klar, dass es dann deswegen kräftig bergab geht, weil Menschen krank werden und Menschen sterben. Du freust dich dann darüber und über die günstigen Einkaufskurse…
    Have fun!

  58. AvatarZEN INVESTOR

    Lejero:
    Ich hoffe natürlich, dass die Ansteckungsraten auch zurück gehen und die Todesfälle auch langsam stoppen.
    Ich habe nicht gehofft, dass sich das Virus ausbreitet!
    Sondern dass die Börsen einen Grund finden, zu sinken.Sei es jetzt, dass Donald Trump schlechte Laune hat, sei es, weil der Winter zu mild war, oder sei es, weil Tim Schäfer Sheriff von New York geworden ist.
     

  59. AvatarRalf

    @Zen Investor: Jegliche Prognosen für die Börse sind schwierig. Ohne Kristallkugel ist die Zukunft nicht vorhersehbar. Die indirekten Werbeversuche für ihre Homepage sind übrigens auch deutlich:

    “Dass meine Prognosen seriös sind und eine hohe Trefferquote aufweisen, habe ich hier in mehreren Beiträgen nachgewiesen:..”

    “Wer mir hier widersprechen will, soll doch bitte meine Argumentation in meinem Forum vorher lesen.”

    Sie müssten doch vermutlich längst Multimillionär sein? Warum gibt man sich da mit Kleinanlegern ab? Mit solch guten Prognosen kann man sich doch anderen Themen widmen.
     

  60. AvatarZEN INVESTOR

    @Ralf:
    Wenn ich schreibe, meine PRognosen seien serioös und man könne das nachprüfen, so bezieht sich das darauf, dass seit 5 Jahren uA im wertpapier-forum und auch hier drin behauptet wird, ich sei unfähig, meine Prognosen seien schlecht, meine Ansatz von Value Investing tauge nichts.
    Im von Ihnen erwähnten Zitat habe ich zahlreiche Prognosen uA aus dem Jahr 2015 von mir zusammen getragen und gezeigt, dass ich mehrheitlich recht gut getroffen habe.Meine Empfehlungen haben nachweislich den DAX geschlagen und zwar 8 von 8 Empfehlungen, die ich im letzten Beitrag überprüft hatte.
    Andererseits sagte ich vor 5 Jahren, IBM sei überbewertet und werde auf 10 Jahren nur leicht steigen und das bewahrheitete sich bisher auch.
    Kurz: Leute wie Sie behaupten immer, man könne keine Prognosen machen.
    Aber zugleich kritisieren Sie nicht den Schäfer Tim, der Tesla empfiehlt. Wieso sollte man Tesla kaufen, wenn man nicht glaubt, die Firma mache in Zukunft gute Gewinne?
    An der Börse wird immer die Zukunft gehandelt, bzw. man nimmt an, dass die Aktie eine gute Investition ist.
    Wüsste man nichts über die Zukunft, dürfte man keine Aktie kaufen, da man ja nicht weiss, ob diese steigt.
    Man kann durchaus gewisse Prognosen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit machen.
    Meine Prognosen sind seriös und sachlich begründet.
    Die Vergangenheit zeigt, dass meine Prognosen im Grossen und Ganzen ungefähr zutreffen.
     

  61. Avatar42sucht21

    @Prognosen kann ich auch
    Die Lottotrahlen kommenden Samstag werden nicht sein 3,9,15,31,35,42 und 21.
    Außerdem regnet es morgen in Indien.
    BTW: Das mit Tesla (Put) habe ich bereits 1 Tag zuvor gepostet!

    @Allwetterportfolio
    Wenn man die Zusammensetzung so beliebig anpassen darf, ist es dann wirklich immer noch ein Allwetterportfolio?

    @Value Unternehmen
    Alle Aktien haben Value. Fragt sich welchen. Hi Hi.

    @Coronavirus
    Für Börsen & Weltwirtschaft halte ich persönlich zB die Deutsche Bank für gefährlicher als alle verschiedenen Coronaviren der Welt zusammen genommen.

    @Berliner Mietendeckel
    Ich wundere mich, dass hier wirklich niemand die aktuellen Beschlüsse kommentiert à la ‘Untergang des Abendlandes‘. Das zeugt von der Qualität der Forenteilnehmer.

  62. AvatarAndrea

    Zen Investor, warum bedeutet es dir etwas, was andere Leute über deine „Prognosen“ denken? Es kann dir doch vollkommen egal sein.
     
    Davon abgesehen bin ich der gleichen MEINUNG, dass es kurzfristig lediglich eine Korrekturphase geben wird. Die weiter anhaltende Niedrigzinsphase und die Wahlen in den USA sprechen dafür. Trump wird sicherlich alles tun, damit es kurz vor den Wahlen keine Probleme gibt, sei es, dass er noch irgendwelche von ihm ausgehandelten tollen Deals aus dem Hut zaubert. 
     
    Ehrlich gesagt meine ich, dass man sich auf eine solche auf der Hand liegenden „Prognose“ nicht viel einzubilden braucht. Ich find es geradezu peinlich, sich dafür so zu brüsten. 
     
    Auch dass das Risiko bei einer abgeschlagenen Kraft Heinz niedriger liegt als bei einer mit hohen Erwartungen befrachteten Tesla ist doch irgendwo eine Binsenweisheit. 
     
    Zumal bei den meisten Prognosen es nur zwei Möglichkeiten gibt (steigt oder fällt die Aktie/der Markt), würde ich bei einem guten Investor erwarten, dass er meistens mit so etwas richtig liegt. Insofern finde ich das nichts, worauf man sich etwas einbilden sollte. Es nervt sogar etwas, diese selbstbezogenen Kommentare zu lesen.

  63. AvatarRalf

    “Es nervt sogar etwas, diese selbstbezogenen Kommentare zu lesen.”

    So ist es.

    Meine Prognose: Mit einer Homepage, die für irgendwelche Onlinetrainings zum Thema Depot und Aktien wirbt zum Preis von z.B. 997 € bei Einmalzahlung, kann zumindest der Inhaber Geld verdienen….

    2-3 gute Bücher zum Thema Aktien und ETF sollten den meisten Anlegern genügen. Wäre schön wenn man das irgendwie eindämmen könnte mit diesen Eigenwerbungen.

  64. AvatarSiggi

    Ölaktien werden reihenweise von Institutionellen und Pensionsfonds aus den Portfolios geschmissen. Und das zu recht. Eine aussterbende Branche in meinen Augen.

  65. AvatarKevin

    Bin gerade familienseitig dabei einige Einzahlungen zu optimieren und so Gebühren zu sparen.
    Die Zahlen für 100€ DWS Deutschland zum Beispiel 5€ Gebühren durch den Ausgabeaufschlag… und dann noch 20€ Gebühren für das Depot pro Jahr…

    Wie würdet ihr die VL anlegen?Bräuchte da einen vernünftigen Anbieter und ein gutes/günstiges Produkt. Am besten einen All World ETF.
    Momentan gehen die in einen Bausparvertrag mit 0,5% ???

  66. AvatarFelix

    @ Ölaktien
    Interessant ist auch, dass Norwegen seinen immensen Staatsfonds mit Erlösen aus dem Ölgeschäft aufgebaut hat, in diesen aber aus Nachhaltigkeitsgründen nicht mehr in fossile Energieträger investiert. Wir werden zwar noch lange Öl verbrauchen, leben aber bereits in einem Nachölzeithalter und das ist m.E. gut so. Ab 2026 werden in D Ölheizungen verboten, ab 2030 und ff nach und nach Autos mit Verbrennungsmotoren. Also nichts mit Zukunftspotenzial, deshalb für mich eine Branche, die ich verlasse.

    @ Gilead
    Gilead hat hohe Expertise bei Viruserkrankungen (ist Weltmarktführer bei HIV-Medikamenten) und hat auch einen Wirkstoff gegen Ebola, der jetzt in China getestet wird. Wenn er wirkt, geht‘s natürlich mit dem Kurs durch Decke. 

    @ Tesla
    Das ist mein nächster Tenbagger, Faktor 2 habe ich schon. Mein bisheriger ist Microsoft. Ich bin gespannt, ob Tesla bei mir vor McD ins Ziel kommt, die ich allerdings schon 20 Jahre halte.

  67. AvatarAndThenThereWereThree

    @Zen-Investor: Deinen Forumsbeitrag in deinem Forum über Tesla kann ich nachvollziehen. Der Gewinn, den du für Tesla für 2022 annimmst, ist ja schon sehr optimistisch und trotzdem ist Tesla dann immer noch katastrophal überbewertet. 
    Das heißt natürlich nicht, dass die Aktie nicht weiter in unbekannte Höhen steigen kann. 
    Ich bin mir eigentlich nicht mal sicher, ob Tesla überhaupt schon bewiesen hat, dass man mit Elektroautos nachhaltig Geld verdienen kann. Mit fehlt eigentlich noch der “Proof-of-concept”. 
    Mich wundert das wirklich ein wenig, dass sich Tim dazu so blauäugig äußert. 

  68. AvatarMattoc

    Walter-Borjans hat gerade bei Anne Will live im TV vorgerechnet, wie wenig der Aktiensparer, der 50 Euro im Monat für die Rente spart, durch die mögliche Finanztransaktionssteuer  belastet wird.

    Zitat: „1 Cent“, denn 0,2% von 50 Euro sind „1 Cent“, Herr Lindner.

    Unfassbar peinlich.

  69. Avatarslowroller

    @Felix
    Die Nachhaltigkeit ist doch auch nur vorgeschoben. Ich würde allerdings auch nicht massiv in Rohstoffe investieren, wenn mein Einkommen schon massiv von Rohstoffen abhängt.
    Die Aktienmärkte sind halt doof – wenn man auf Nachhaltigkeit schaut dürften Tabak, Alkohol, Glücksspiel und Rüstung schon seit Jahren – wenn nicht Jahrzehnten keinerlei Liebe von der Börse bekommen. Ist aber nicht so. Ab einer bestimmten Rendite – und die wird Öl und vor allem Gas noch für Jahrzehnte liefern – gibt es immer Leute die investieren wenn der Cashflow stimmt. Und wenn es die gebeutelten Versicherer sind. Am Ende werden sich “die Großen” aber transformieren, Kapital ist genug da und Expertise in Energie auch. Aber auch hier: Time will tell, ich vermute aber weiß es nicht.
    Die Tesla vs. VW-Prognosen sind wirklich interessant – ich schau mir das von Außen an. An Tesla stört mich am meisten, dass Musk da die Zügel in der Hand hat. An dem ist für mich persönlich nichts vertrauenswürdig. Aber da mag ich falsch liegen.

  70. AvatarAktien Noob - Sky

    Aber Mattoc,
    die Finanztransaktionssteuer ist doch einfach nur falsch gestaltet. Denn momentan geht es gegen die kleinen Sparer und nicht gegen jene, die es eigentlich treffen sollte. Deswegen hoffe ich noch, dass das Konzept sich ein wenig noch ändert. Vermute mal, das nur eine neue Regierung den Mut hat das derzeitige Konstrukt zu updaten.

  71. AvatarMattoc

    die Finanztransaktionssteuer ist doch einfach nur falsch gestaltet. Denn momentan geht es gegen die kleinen Sparer und nicht gegen jene, die es eigentlich treffen sollte.

    Mir ist diese Steuer herzlich egal.
    Dennoch sollte ein ehemaliger Finanzminister über einen einfachen Dreisatz feststellen können, dass 0,2% von 50 Euro 10 Cent sind und nicht 1 Cent. Insbesondere, wenn er sich dermaßen echauffiert.

  72. AvatarNico Meier

    Die Chinesen haben innert 8 Tagen ein Spital mit 1’000 Betten gebaut. Warum lassen die Berliner den Flughafen nicht von den Chinesen bauen?

  73. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Nico,
     
    was soll denn daran sensationell sein ein paar Container aufzustellen? Bei der Bundeswehr werden Feldlazarette von der Größe und Funktionalität eines Kreiskrankenhauses in 48 Stunden aufgestellt. Die Notaufnahme funktioniert nach 4 Stunden. 
     
    Das ganze macht man dann einfach mit mehr Fläche, mehr Containern, mehr Arbeitskräften größer.
     
    P.S. Shanghai übrigens gerade über 8% im Minus. Für Schnäppchenjäger interessant. Muss mal schauen was es da so alles gibt.

    MS

  74. AvatarRüdiger

    Der erquickliche Spruch zur Woche 06/2020:
     
    “Was die Menschen glücklich macht, ist die Möglichkeit, das zu tun, was sie wollen, mit wem sie wollen, wann sie wollen, wo sie wollen. Und Möglichkeiten erhält man durch Ersparnisse und Vermögenswerte – dem Gegenteil von Ausgaben.” (Morgan Housel)
     

  75. Avatar42sucht21

    @Mattoc
    Peinlicher Fehler ja, aber immerhin kann er rechnen (VWL Dipl & Promotion) und 1-2 Jahre Produktmanager bei Henkel und er hat damit mehr Background als manch andere,r in seiner Berufsgruppe. Wurde der Fehler denn bemerkt in der Runde, wenn nicht fände ich das noch peinlicher. Ob die Steuer relevant ist, sei mal unbewertet hier. Aber es hat eben für viele eine psychiologische Komponente.

    Auch sollte man es nicht polemisch auf 50€ berechnen, sondern auf einen monatlichen Sparplan von 35 Jahren. Und da werden aktuell 0,4% fällig (Kauf & Verkauf) auf 21k (35J à 50€pM) und bei angenommen 3,5% pA Wachstum kämen dann 0,2% auf circa den gleichen Gewinnbetrag dazu. Dann zahlt der Kleinsparer in Wirklichkeit mit dieser neuen Steuer auf die persönliche, zusätzliche, freiwillige, eigenverantwortliche Alterssparleistung für die Rente eben nicht polemische 1Cent sondern 125,00 Euro.

  76. AvatarWolke

    @Rüdiger

    Was die Menschen glücklich macht, ist die Möglichkeit, das zu tun, was sie wollen, mit wem sie wollen, wann sie wollen, wo sie wollen. Und Möglichkeiten erhält man durch Ersparnisse und Vermögenswerte-dem Gegenteil von Ausgaben.

    Der Spruch passt herrlich zu diesem Blog. Die Menschen sparen ein Leben lang für die Möglichkeit, das zu tun, was sie wollen…tun es aber nie, weil „Ausgaben“ als Gegenteil von „ Ersparnissen“ nicht glücklich machen.
    Also macht das lebenslange Anhäufen, aber niemals Ausgeben von Reichtümern unter Verzicht von Annehmlichkeiten (z.B. in armseligen Buden wohnen, mit Rostlauben herumfahren, sich über Uralthandys ärgern) glücklich, das Ausgeben und der Genuß der Reichtümer unglücklich. Verrückt, aber der Mensch ist nun mal so…und daher meistens unglücklich.
     
     

  77. Avatar42sucht21

    @Mattoc
    Ja, solche Diskussionen im Fernsehen sind sinnfrei. Insgesamt kann man als Aktieninhaber das Thema Börse im Fernsehen nur mit Schmerzen ertragen. Auch bei diesem 30sec. Beitrag letzten Freitag, wobei da ist der Börsianer (Dr. Leber von Acatis Invest) ja auch etwas selbst Schuld: Minute 24:30 bis 25:05.
    https://www.zdf.de/comedy/heute-show/heute-show-vom-31-januar-2020-100.html
    Man beachte hier auch die Reaktion aus dem Publikum. Herr Welke scheint ja generell kein Fan des ETF-Sparplans für die Deutschen hat er ja bei der Merz-Diskussion erwähnt (So in etwa: Wer kann schon 4€ pro Tag sparen). Es bleibt trostlos.
     
     
     

  78. AvatarThorsten

    Habeck fordert jetzt 1 Cent auf Fleisch fürs Tierwohl.
    Wofür bezahlen wir denn Ökosteuer ? Das geht in die Rente !
    Und genau das wird mit jeder Verbotssteuern und Neidsteuern wie der “Finanztransktionssteuer” der Roten und Grünen auch passieren. Denn die Rente kollabiert in der langen Demographie und Rezession.
    Mehr Steuern, mehr Verbote, mehr Gängelung im Eigentum. Alles für die Rente, und damit die Gehälter unten gehalten werden können, auch weil sonst die Preise im Export teurer würden und dann das Wachstum längst negativ wäre.

     

  79. AvatarDanielKA

    @ Thorsten: Die Hauptwählerschaft liegt im Durchschnitt vom Alter aktuell bei Mitte/Ende 50 und wird sich in diese Richtung weiter verschieben (Höhepunkt Babyboomer erst 1964!). Daran orientiert sich aktuell diePolitik, ist ja die größte Zielgruppe, von daher “wahltechnisch” als rational zu betrachten. Langfristig leiden werden darunter deine Kinder. Kenne jetzt dein Alter nicht, wenn du aber schon Richtung 50 bist, gehörst du ebenfalls zu den Profiteuren auf Kosten der nächsten Generationen.

  80. AvatarLuigi

    Gilead wird ja heute zum Spielball der coronavirus-Zocker. Erstaunliche Intraday Vola. 

  81. AvatarWolke

    Wenn du dir anschaust, was die Deutschen kaufen, wird es klar, was schief läuft: Jeder dritte Neuwagen, der in Deutschland verkauft wird, ist ein Panzer. Es sind SUVs beziehungsweise Geländewagen.
    Nichts läuft schief! Die Menschen sind nur sicherheitsbewußter geworden. Sie möchten nicht mehr nach einem Autounfall im Rollstuhl landen. Die Unfallforschung gibt ihnen Recht. Weniger und leichtere Verletzungen im „Panzer“(nachgewiesen) kosten der Allgemeinheit weniger Geld. So wie auch Motorrad-Ski-Radhelme, Sicherheitsgurte usw.
    Und selbst wenn alle „Panzer“ fahren würden, wäre das Verletzungsrisiko trotzdem geringer (auch nachgewiesen).
    Wer nicht auf ein Auto angewiesen ist, hat leicht reden oder soll besser nicht mitreden.
     

  82. AvatarThomas

    @Wolke:
    Wer nicht auf ein Auto angewiesen ist, hat leicht reden oder soll besser nicht mitreden.
    Das ließe sich auch noch auf ein anderes Thema ausweiten. 
    Wer bereits eine auskömmliche Rente bekommt hat leicht reden oder soll besser bei FF-, FIRE- oder FU-Themen nicht mitreden.
     

  83. Avatar-M

    https://www.deraktionaer.de/artikel/aktien/wirecard-milliardenfusion-in-der-branche-so-reagiert-die-aktie-20196129.html
     
    Was sagt man dazu? Gestern schaut man den super bowl, schläft schön aus und in der Zwischenzeit wird mein Lieblingsunternehmen geschluckt. Als Ingenico Investor begrüße ich das. Die sind dann der 4. Größte Player, dass gefällt mir. Schade das ich nur ca 2% meines Depots in die investiert habe. Vlt bekomme ich ja noch eine Gelegenheit die Position um ein Vielfaches zu erhöhen. 
     
    -M

  84. AvatarWolke

    @Thomas

    Wer bereits eine auskömmliche Rente bekommt hat leicht reden oder soll besser bei FF-, FIRE- oder FU-Themen nicht mitreden.
     
    Deine Kritik akzeptiere ich prinzipiell.  Bei FF-Themen mitreden, interessiert mich im Allgemeinen auch nicht. Nur wenn es um besonders unrealistische, unsinnige FF-mit vierzig-Phantastereien geht, kann ich mich oft nicht zurückhalten. Sorry.
     
     
     

  85. AvatarFelix

    Was sagt ihr zu Tesla?
    Meine Lieblingsaktie. Soetwas hat in in über 20 Jahren noch nicht.

  86. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Felix,
     
    Glückwunsch zu Tesla. Ich habe sie nicht, weil sie eben nicht in mein Konzept passt.
     
    Habe nachgeschaut und gesehen, dass der Januar mir wieder über 1000 Euro Dividende gebracht hat. Das ist mir wichtiger. Tesla müsste ich irgendwann verkaufen um davon was zu haben. Aber ich wüsste nicht, wann es der richtige Moment wäre. Deswegen lieber unaufgeregten Cashflow.
     
    MS

  87. AvatarBeobachter

    @Felix / Tesla:
    Gute Frage! Ich freue mich natürlich über meine dicke Position, halte die Bewertung aber kurzfristig für übertrieben. Die Frage ist nun, eisern Buy and hold durchziehen und einen mittelfristigen Preisfall in Kauf nehmen, oder einen Teilgewinn einstreichen und davon einen schönen Dividendenzahler einsammeln (zB Shell). Ich tendiere allerdings zu Variante 1. Dies deshalb, da ich bei Apple einmal vor der gleichen Überlegung stand (vor 2 Jahren oder so). Langfristiges Buy and Hold zahlt sich eben aus, wenn das Unternehmen stark ist und langfristig wächst und Gewinne erzielt. Das ist eben die Gretchen-Frage für Tesla. 
    Andere Meinungen würden mich auch interessieren. 

  88. AvatarRüdiger

    @Tesla:
     
    Faszinierende Geschichte! Mal schauen, wohin das noch führt. Ich beobachte das mit Gelassenheit. Ich muss nicht auf jeder Party dabei sein  😉
     
    Ach ja … und Glückwunsch all denen, die die Chance erkannt und zugepackt haben.
     

  89. KievKiev

    @ Felix
    Deine MCD als Tenbagger würde mir persönlich besser gefallen. Rechne mal die Dividendenzahlungen dazu… Ich weiß ehrlich nicht was ich aktuell von dem steilen Anstieg von TSLA erwarten soll. Ist fast so schön wie CISCO damals.  Ich wünsche Dir kontinuierliches Wachstum. Ansonsten gibt es wohl gute Kaufkurse in der Breite. Ein erster Analyst hat 7000 als Kursziel. So würdest Du den 10 Bagger spielend erreichen. 

  90. KievKiev

    @ Sparta
    Meinst Du daran liegt es? Dann kann ich ja nur hoffen, dass sich die LK Vorwürfe als Haltlos erweisen. LK hat eine höhere Short Float als TSLA.

  91. Avatar42sucht21

    @Short Squeeze
    So ist es. Erinnert doch stark an die VW-Aktie über 1.000 Euro 2008.
    https://boerse.ard.de/bilder/chart/vw-stammaktie-chart-15-jahre100~_pd-1555504526108_v-z-a-par-a-small-l.jpg

    Aber Tesla und v.a. der Musk ist natürlich trotzdem ne dolle & spannende Sache. Hätte Daimler seine Beteiligung behalten (50Mio für 10%), dann wären das Heute 13Mrd wert – als Paket vermutlich noch mehr – vor 5 Jahren freute man sich über 800 Mio. Gewinn. Ja, timing ist alles.

  92. AvatarLejero

    Ich hab mal eine Frage an euch:
    kennt jemand eine Analyse, bei der die historischen KGV eines beliebigen Index mit dem jeweiligen Multiple zu der Zeit für Immobilien in der Region vergleicht? Beispielsweise KGV DAX in 1995: 9,6, Multiple deutsche Immobilien 8.
    Würde mich interessieren, wie günstig aktuell noch Aktien im Verhältnis zu Immobilien sind.
    Schönen Abend

  93. KievKiev

    @ Short Squeeze
    Ist eigentlich eine Attacke gegen Leerverkäufer strafbar? Nehmen wir an jemand mit hoher Reichweite kauft Call Optionen von einem nicht allzugroßen Unternehmen. Dann Flucht er auf seinem Blog über die leidigen Leerverkäufer und verlost Handies für alle Käufer von z.B. 100 Aktien dieses Unternehmens. Ist vermutlich durch den Besitz der Call Optionen malipulativ zu deuten…
    Musk hätte so ein paar Spielchen mit Leerverkäufern treiben können. Er hat ja auch andere Sachen gemacht. Kunden mit 100 TSLA Aktien könnten z.B. 5% Rabatt als eine Art Naturaldividende erhalten. So eine Meldung würde vermutlich einigen Leerverkäufern Angst bereiten. Erlaubt ist es vermutlich nicht. Andererseits hat Sixt ja etwas in der Art auch.

  94. Avatar-M

    @Lejero 
    Kann dir da nicht helfen, aber finde die Idee ganz spannend ! Ähnlich Dow/Gold ratio.
    -M

  95. AvatarSparta

    @Kiev
    Inwieweit die jeweiligen Börsenaufsichten den Überblick über halbseidene Geschäfte haben, kann ich nicht beurteilen.
    In der Dotcom war die deutsche Börsenaufsicht laut dem Buch “Börsenschwindel” nicht besonders schlagkräftig.

  96. AvatarDanielKA

    @ Kiev: In diesem Bereich gibt es sehr viel grenzwertiges, man denkt an die ganzen aktivistischen Investoren und nachvollziehen kann man die Quellen nicht immer. In Deutschland müssen zumindest die Short Positionen ab bestimmten schwellen transparent gemeldet werden. Short-Seller sind ambivalent zu sehen, es wurden ja auch viele Betrugsfälle aufgedeckt, der Aufwand der betrieben wird ist oft sehr hoch (z.B. aktuelle Satellitenbilder um die Parkplatzauslastung bei bestimmten Geschäften auszuwerten bis zur Bespitzelung von Führungskräften von den betroffenen Unternehmen). 
     
    @ Felix: Glückwunsch zur Tesla. Ich habe meine möglichen “Vervielfacher” leider immer zu früh verkauft. (denke an VISA oder LVMH/Kering jeweils bei um die 40 EUR im Depot usw.) Das möchte ich zukünftig besser machen.

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