Karriere-Überflieger Christian Ulbrich: Multi-Millionär aus Hamburg und Vonovia-Aufsichtsrat lebt bescheiden. Luxus mag er nicht. Sein Auto ist 13 Jahre alt. Er verdient 10 Millionen Dollar im Jahr


New York, 17. August 2018

Christian Ulbrich. Der Hamburger machte eine steile Karriere. Er steuert einen riesigen Immobilienkonzern in Chicago. Trotz des hohen Gehalts ist er bescheiden geblieben. Luxus mag er nicht. Er fährt ein altes Auto. Menschen sind ihm wichtiger als Statussymbole (Foto: Bildschirmaufnahme von CNBC).


Christian Ulbrich ist der Chef des weltweit zweitgrößten Immobiliendienstleisters JLL mit Sitz in Chicago. Der 52-jährige Hamburger mag kein Brimborium. Auf Luxusjachten und Champagner kann er gerne verzichten. Am liebsten würde er Verträge mit Handschlag machen – so wie es Warren Buffett schon machte. Er verdient fast zehn Millionen Dollar im Jahr. Sein Arbeitgeber JLL steht übrigens ausgeschrieben für Jones Lang LaSalle.

Seinen Lebensstil hat er nicht verändert, seit er die Karriereleiter nach oben gestiegen ist. Der Hanseat, Chef von 82.000 Mitarbeitern, hat dem „Handelsblatt“ etwas Verblüffendes gesagt:

„Ich fahre ein 13 Jahre altes Auto und kann das Geld, das ich verdiene, in meinem Leben nicht ausgeben.“

Ulbrich sitzt im Aufsichtsrat des Wohnungsunternehmens Vonovia. Das ist sein Lebenslauf. Ich finde ihn beeindruckend. Er hat die finanzielle Freiheit längst erreicht. In seinem Kopf ist er ein lockerer Typ. Ihm ist all der Luxus offenkundig ziemlich egal. Er weiß, es würde ihn nicht zufriedener machen. Respekt vor seiner hanseatischen Bescheidenheit.

Ein weiteres Beispiel für Bescheidenheit ist Finanzfachmann Sam Dogan. Ich finde ihn kultig. Er erreichte die finanzielle Freiheit im Alter von 34. Mit Frau und Kind genießt er den Frühruhestand. Der Kalifornier sagt:

„Wenn der Geldbetrag, den Du jeden Monat sparst, Dir nicht weh tut, sparst Du nicht genug.“

Den Spruch prägte er sich ein. Ab 1999 war Dogan als Analyst im Finanzbereich tätig. Er arbeitete mit einem Analysten in Hongkong zusammen. Der rief eines abends spät bis 21 Uhr nicht zurück. Dogan verbrachte den ganzen Abend im Büro und war verärgert darüber. Er brauchte unbedingt ein paar Daten für einen Kunden. „Ich war schon seit 5:30 Uhr morgens im Büro. Leider meldete sich der Analyst bei mir nicht mehr. Ich wartete so lange auf seinen Anruf – vergebens.“ Da hat es Klick gemacht bei ihm.

Weil die Arbeitszeit so heftig war, hat ihn die Arbeit in New York härter gemacht. „Ich wusste, dass es unmöglich war, über 70 Stunden pro Woche über Jahrzehnte hinweg zu arbeiten, also musste ich einen Weg finden, um dem zu entkommen. Die einzige Lösung, die ich mir vorstellen konnte, war so viel wie möglich zu sparen und den Erlös in einkommensgenerierende Vermögenswerte zu investieren.“ Gesagt, getan.

Früher oder später seien die meisten Menschen richtig genervt von der Arbeit, meint Dogen. Was auch immer jemand beruflich mache, um den Lebensunterhalt zu verdienen, werde irgendwann ein Limit erreichen, glaubt er. Der Schlüssel zum Erfolg sei, das Elend vorherzusehen. „Damit Du, wenn Du wirklich krank und genervt von Deinem Job bist, bereits das finanzielle Polster hast, um Änderungen vorzunehmen.“

Dogan war schon immer fleißig. Nach der Uni wusste er, dass die viele Arbeit er nicht ewig durchstehen konnte. „Daher habe ich die Kosten auf ein Minimum reduziert, jedes zweites Gehalt und 100 Prozent jedes Jahresboni sparte ich. So baute ich 13 passive Vermögenswerte auf, um von passiven Einkommensströmen zu profitieren.“

Er lebte in einer kleinen Bude nach der Uni. Mit einem Bekannten teilte er sich die Bleibe. Sie wohnten in einem nicht schönen Gebiet von San Francisco. Er ass das kostenlose Essen in der Unternehmens-Cafeteria. Trotz Gehaltserhöhung und einer Beförderung blieb er dort wohnen. Er machte Urlaub nur in der Umgebung. Statt international. Für die Arbeit musst er ohnehin zwei bis vier Mal im Jahr nach Asien zu Konferenzen.

Aggressiv investierte er ab einem bestimmten Zeitpunkt sein gesamtes Geld in Immobilien in San Francisco. Durch das Eigenheim konnte er seine Lebenshaltungskosten senken. Nach 13 Jahren im Finanzwesen verließ er den Job. Er handelte eine fette Abfindung aus. Er hatte ausreichend Bargeld und Aktien akkumuliert neben den Immobilien. Die hohe Abfindung hat ihm geholfen. „Angesichts der Tatsache, dass die Zeit unbezahlbar ist, dachte ich mir, warum nicht den Absprung wagen. Wenn das Geld knapp werden sollte, hätte ich immer wieder einen Job bekommen können.“

Heute ist Sam Dogan 41 Jahre alt, seine Frau ist 38. Sie haben einen 16 Monate alten Jungen. Beide kümmern sich um den Dreikäsehoch ganztags. Wie geht das? „Weil wir völlig von unserem passiven Einkommen leben.“ Sein Blog Financial Samurai bringt ihm Nebeneinkünfte.

Das ist er mit seinem Sohn im Golden Gate Park in San Francisco:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Karriere-Überflieger Christian Ulbrich: Multi-Millionär aus Hamburg und Vonovia-Aufsichtsrat lebt bescheiden. Luxus mag er nicht. Sein Auto ist 13 Jahre alt. Er verdient 10 Millionen Dollar im Jahr

  1. Wolfgang

    @ Tim

    Zu dem Link mit den Reimanns neulich, hatte heute erst die Möglichkeit mir diesen anzuschauen.

    Leben in Bescheidenheit, weltweites Unternehmen-Shopping sind Gemeinsamkeiten. Hier sah man, wie sich Vermögen aufbauen lässt, aber auch, wie schnell alles vorbei sein kann, wenn man nicht genug das Vermögen streut.

    Wir lieben das Geldausgeben für Erlebnisse, die Zufriedenheit lässt sich wirklich nicht erreichen durch das Anhäufen von Materieelen Dingen, sondern eher durch den Aufenthalt in der Natur, das Wandern, Treffen mit Freunden und Familie, diese Erfahrung kann ich sofort unterschreiben.

    Wünsche Dir eine schöne Zeit.

    Wolfgang

  2. Thorsten

    In Hamburg haben die Kaufleute Geschäfte immer per Handschlag gemacht und ich habe es erlebt,  dass es heute noch praktiziert wird. Natürlich wird dann Papier nachgeschoben.  Es passt alles, schöne Story, Hamburgern Millionären sieht man es nicht unbedingt an. Die Frauen tragen keine Klunker. Warum nur hat er der schönsten Stadt der Welt den Rücken gekehrt, ich bin nach 1 Jahr aus San Francicso wieder zurück, es gab brennende Mülltonnen und Straßen,  in denen man gewarnt durch Einheimische nicht zu Fuß gehen sollte.

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Wolfgang

    Prima! Ich finde das wirklich interessant mit der Mannheimer Milliardärsfamilie Reimann, die irgendwo still und heimlich in einem Reihenhaus ein normales Leben führt. Der „kleine Mann“ denkt ja oft, dass all der Luxus so toll ist. Das ist aber ein Irrglaube. Zum Teil ist die Werbung dran schuld. Sie will uns ins Gehirn hämmern, dass wir immer neue, teure Sachen brauchen, um zufrieden zu sein.

    @ Thorsten

    Buffett ist froh, wenn er so wenig Anwälte, Analysten, Banken etc. wie möglich braucht. Er möchte am liebsten alles auf persönlicher Eben aushandeln. Leider kann er es heute nicht mehr so machen wie früher (nur mit Handschlag). Das hat er schon zugegeben.

  4. Gainde113

    Hallo Tim

    Richtig gute Stories, diendu immer findest – Kompliment und weiter so!

    Habe gerade heute einen grossen Konzern verlassen und wechsle in den Mittelstand, um meinen Job zu optimieren: mehr Lohn, abwechslungsreichere Arbeit (Generalist), 25′ Fussweg ins Office und nur noch 40 Stundenwoche. Dafür etwas weniger Internationalität.

  5. Chris K.

    Cooler Artikel Krass, wie früh die das geschafft haben.

    Ich habe mir Heut berkshire b Aktien nach gekauft. Steht zwar sehr hoch oben, aber ich glaube das Buffet oder seine Nachfolger das Vermögen von über 111 Mrd. Sehr gut investieren werden. Buy and hold.

    AT&T’s Kurs erholt sich grad etwas, ich hoffe das die langfristig wieder steigen.

    Hab meiner Mutter heute geholfen mit ihrem frischen depot Aktien zu kaufen. Sie ist sehr motiviert. Dank deiner videos Tim! Will ihr helfen ihre Rente aufzustocken.

    Mfg

  6. Bruno

    @Chris K.

    Berkshire kann man eigentlich immer kaufen. Ich habe leider auch nur B-Aktien, ich würde gerne eines Tages mindestens 1 A-Aktie besitzen wollen. Das wäre dann wohl mein persönlicher Luxus 😀

    Wer besitzt eine Berkshire A-Aktie hier? Ich will auch ein bisschen neidisch werden…

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Gainde113

    Fussweg ins Office ist super. Plus mehr Gehalt. Das ist die perfekte Mischung, zumal wenn es Spass macht. Gratulation! Wie viel Geld sparst Du jetzt durch das Wegfallen des Pendelns?

    @ Chris K.

    Danke. Das freut mich. Statt Plunder lieber Aktien kaufen, ist mein Motto. Grüße Deine Mutter von mir bitte.

    @ Bruno

    Ich hab nur die Berkshire-B-Aktie. Das ist gut genug. Das Vergleichen mit anderen macht eh nur unzufrieden, weil es immer jemand gibt, der erfolgreicher ist. Du machst das sehr gut. Weiter so!

  8. Snufkin

    Vorgestern auf der Fähre zurück aus Schweden im Warteraum mal auf die Bücher der vielen Leser geachtet. Ein Mitreisender in seinen 20ern las „Investieren statt Sparen“. Schön zu sehen, dass sich anscheinend immer mehr (junge) Menschen mit dem Thema Aktien beschäftigen. Vielleicht ist das aber auch nur eine subjektive Empfindung.

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @Ruben

    danke für das Video. Oliver macht das vorbildlich.

    Und die zwei von “Mission Money” machen super Interviews. Respekt!

  10. Thorsten

    „Damit Du, wenn Du wirklich krank und genervt von Deinem Job bist, bereits das finanzielle Polster hast, um Änderungen vorzunehmen.““

    Ich habe gerade festgestellt, dass ich so ähnlich vorgegangen bin. Mein Ziel war allerdings nicht reich zu werden. Ich habe mit 18 in einem Haus gewohnt (meiner Eltern), bin gerne Rad gefahren und gewandert, habe mit der Familie gegessen und wir hatten Hund und Katze.  Ich habe gerne Musik gemacht, gelesen und am Computer was gemacht, damals noch ohne Internet. Und viel Zeit im Vergleich zum folgenden Berufsleben.Und was ist heute ? Ich habe alles wieder, auch 2 Katzen wohnen mit uns. Und ich habe wieder Zeit. Ich habe das ganze Berufsleben darauf hingearbeitet irgendwann einen Jobverlust, Krankheit oder Unlust am Beruf immer länger aushalten zu können, um irgendwann aufhören zu können. Ich wolkte einfach den Status, den ich mit 18 hatte wiederhaben. Ich habe nie ein großes Finanzpolster in Cash gehabt, was reinkam wurde investiert. Vieles ist gelungen , einiges ist pleite gegangen. Außer Fleiß und Klugheit benötigt man auch Glück, das kann man durch Diversifikation über Assets und Branchen quasi erzwingen. Irgendwas fällt und steigt immer. Herr Ulbrich hat sein Vermögen anscheinend im Bereich Immobilien gemacht, bestimmt hat er noch andere Assets.

    Wer noch nicht gespart hat oder eine Motivation benötigt, finanzielle Freiheit fällt nicht wie ein Lottogewinn vom Himmel, der Anfang ist leicht, aber durchhalten am Anfang schwerer. Der Zinseszinseffekt und das Ansteigen der Assets wenigstens mit der Inflation (ausgenommen reine Zinsprodukte) lassen das Vermögen immer schneller ansteigen.Natürlich mit Rückschlägen, Märkte gehen mal 2 Schritte vor und einen zurück.

    Mit den Erträgen bezahlt man zuerst seine Schulden, dann fängt man an die kleinsten regelmäßigen Ausgabeposten daraus zu begleichen.

    Bei einem Vermögen von 10.000€ kannst Du bei einer Dividendenrendite oder einem Wachstum von 3,6% pro Jahr ( am besten beides 😉  ) schon dein Telefon und evtl. Internet zahlen, lebenslang und ohne Kapitalverzehr.

    Jeder Ausgabeposten wird überprüft, manches Abo wird nicht genutzt und somit gekündigt. Versicherungen, Strom, Wasser, ezc. werden jährlich auf Notwendigkeit und preiswerteren Anbieter überprüft. Ein Bankenwechsel kann lohnen, wenn monatlich Kontoführungsebühren fällig sind, es ist gar nicht so schwer, man kann altes und neues Konto eine Zeitlang parallel führen und nach und nach umsteigen.

  11. Raphael Grässlin

    Ich habe heute früh vom frugalisten das neueste Video welches hier verlinkt wurde angesehen. ..Mensch obwohl ich weiß dass mir Kommentare meist nicht gut tun (Ausnahmen bestätigen die Regel wie in diesem blog) habe ich mir die Kritiker vom frugalisten wie er sich nennt durch gelesen.

    Ab und zu ist es mir unverständlich wie man so böse – beschränkt und limitiert als Erwachsener herum laufen kann.

    Das ist schon fast eine Krankheit wie manche Menschen immer damit rechnen nur ihre Perspektive vertreten zu können, da Alles andere nicht sein kann.

    Auf der anderen Seite bietet es Chancen. Ausgelassene Chancen anderer zu ergreifen. Neider zu haben ist meiner Meinung nach Bestätigung des eigenen Tuns.

    Schönes we zusammen 😎

  12. KievKiev

    Nutzt Ihr eigentlich Angebote wie Depotübertrag aus? Bei Consors sehe ich gerade, dass man so 1% des Depotswert als Prämie nach 12 Monaten erhält. Diese Angebote gibt es  immer von Zeit zu Zeit. Wenn man jetzt genau 400k auf einem Depot hat und es wechselt sind die 4k sicher. Ein Freelunch, oder übersehe ich hier etwas? Es sind immerhin 1%. Und das Risikofrei. Ich muss ja nicht die Kursgewinne versteuern….
    Wie muss dieser Gewinn versteuert werden? 25% oder etwas gar nicht?

  13. Stanlee

    Aus dem Buch Stanley-Danko: The millionaire next door: „The typical millionaire paid $24.800 for his most recent (car) acquisition. …30 percent spent $19.500 or less. …the average American buyer of a new motor vehicle paid more, than $21.000 for his most recent (car) aquisition.“

    Also der Herr Ulbrich lebt als ganz normaler US-Millonär, und ist mir deswegen ganz sympatisch.

  14. Thorsten

    Beim  Depotübertrag wird nichts versteuert, die Daten zum ehemaligen Kauf zur Ermittlung von später fälliger Abgeltungsteuer werden mitübertragen. Ich habe vor Urzeiten mal 50€ Prämie bekommen, keine Ahnung ob das Steuerlich hätte angegeben werden müssen 😉

  15. KievKiev

    @ Thorsten

    Mir sind auch keine Nachteile bekannt, aber ich habe noch nie einen Wechsel durchgeführt. Nutzt Du solche Angebote? Wenn man z.B. die 4% Regel betrachtet bekommt man so das eine Prozent geschenkt (zu der noch netteren 3% Regel). Das ist vielleicht auch bei der Entnahme eine schöne Summe, die man tatsächlich risikolos mitnehmen kann. Falls der Gewinn sogar steuerfrei ist, ist er entsprechend mehr wert. Durch die Summe kann man ja auch bei einem höheren Depot weniger Geld entnehmen und dadurch langfristig profitieren. Es war auf 500k begrenzt, aber mit zwei Depots (Frau) kommt man ja schon mal sehr weit. Aber 4000-5000€ für einen Wechsel abkassieren gefällt mir. Ich muss mein Depot mal etwas schneller aufbauen. Bei 300k würde ich es einmal ausprobieren. Da brauche ich aber ein bisschen Zeit für.

    Die „kleinen“ Prämien gebe ich auch nicht an. Ich glaube das ist korrekt. Bei 5000€ bin ich mir aber nicht sicher, ob das nicht irgendwo eingetragen werden sollte. In Anbetracht des Vermögens kann man es natürlich als „kleine Summe“ sehen. Das würde ich dann aber doch beim Finanzamt vorher anfragen.

  16. Thorsten

    https://www.steuerazubi.com/neukunden-praemien-versteuerung

    do guggscht, Anlage SO

    Interessant wäre es die Prämie einzustecken für Buy and Hold. Dann wären die Gebühren bei Verklauf quasi auch egal, da man nicht verkauft. Man kann ja beim alten Broker/Bank bleiben und einen Minisparplan (25€ pro Quartal/Monat ?) nachschieben, oder dort munter wie gehabt weitersparen, um dann dort weiter kostenlos zu sein. Nach x jahren könnte man sein Depot zurückschaufeln. Nur mal so als Idee.

  17. KievKiev

    @ Thorsten

    256€ ist ja gar nicht so viel. In Summe habe ich die vielleicht schon mal gerissen. Gut, dass es die Prämien immer zu verschiedenen Zeitpunkten und gemischt mit Amazon Gutscheinen usw. gibt. Das alte Depot müsste man kündigen, damit man nach 13 Monaten bei der nächsten Aktion zurück kann. Als Neukunden gilt man nur wenn man die letzten 6 Monate kein Kunde war.

    Wollte die Aktion hier nur einmal nachfragen, da Strom, Gas Internet, KFZ usw. Wechsel in Summe nicht mehr bringen wie ein Depotwechsel allein. Und der geht wohl alle 13 Monate.

    @ Tim

    Ich habe übrigens meine Sparpläne erhöht. Neben meinen 100€ All World habe ich jetzt noch 200€ monatlich in Emerging Marktes. Ich gehe langsam kleine Schritte und öffne die Tore. Jede lukrative Aktion mit Sparplänen werde ich jetzt mitnehmen. Ich habe drei neue Consors Verträge mit drei Sparplänen. Das gab in Summe einen ordentlichen Bonus. Ist auf meine Frau und jedes Kind also kein Problem mit Steuer. Ich bin an guten sparplanfähigen China und Russland ETFs interessiert. Ich möchte langsam Dividenden einstreichen. Ich brauche Kapital im Aktienmarkt. 150€ würden mir unter Betrachtung der Steuer im Monat gefallen. Da muss ich aber noch viel kaufen. Vor allem da mein emerging markets ETF thesaurierend ist. In spätestens 2 Jahren möchte ich die Summe sehen. Mal schauen, ob das machbar ist. Die Dividende ist bei meinem AllWorld nicht hoch. Wird sportlich. Vielleicht kaufe ich auch ein abgestraftes Unternehmen mit guten Dividenden. Mal sehen. Wenn die nächsten interessanten ETFs thesaurierend sind ist es so.

  18. Alex Muc

    Ich bin 84er Baujahr und schätze Leute wie den Ulbrich total.

     

    Hier bei meinem Umfeld protzen alle im Netz vor sich hin, auch mein bester Freund. Und klar ist – es ist alles eine Scheinwelt. Wir werden Stand heute alle in Altersarmut rutschen.

     

    Oh, was mal ein gutes Thema wäre – der Vergleich der verschiedenen Rentensysteme. Angeblich bekommt man in Österreich das doppelte.

    Und nachdem ich der deutschen Politik nicht mehr über den Weg traue wäre das ne Option dort 😉

    Würdest Du wieder auswandern Tim?

    Wann warst Du wirklich „angekommen“?

  19. ThomasH

    Ich habe vor ein paar Monaten mein Depot von der ING zuConsors umgezogen wegen der 1%. Die Übertragung hat problemlos und schnell funktioniert, das ING Depot muss auch nicht aufgelöst werden. Die Prämie gibt es nach 12 Monaten. Das ist ein reines Buy&Hold Depot, da tut sich also nichts. Ich nehme aber an, dass Prämie auf der Consors Steuerbescheinigung erscheinen wird.

    Gekauft wird jeden Monat bei Onvista mit den Freebuy Trades, also kostenlos. Wenn ich mal in die Entsparphase kommen, muss ich mal schauen, wie man billig verkaufen kann.

  20. K.K.

    Also ich kenne z.B. Prämien bei Abschluss von Sparplänen o.ä., z.B. für Kinder oder sog. „Führerscheinsparen“ für Großeltern.

    Solche erscheinen auf der Steuererklärung im Sinne von sie mindern den ggf. hinterlegten Steuerfreibetrag bzw. würden sonst alternativ Kapitalertrags-/Abgeltungssteuerpflichtig. Darauf wurde sogar extra bei der Sparplaneröffnung hingewiesen, als es auch um die nötige Höhe des Freibetrages ging, den es zu hinterlegen galt. Diese Prämien wurden allerdings direkt in den Sparplan eingezahlt und dienten dort bspw. zum postwendenden/automatisdchen Kauf von Fondanteilen. Hätte also auch gar nicht anders verwendet werden können. Informativ, hierbei handelte es sich um einen Betrag von 50 EUR.

     

    Ich habe anno dazumal eine Depoteröffnungsprämie erhalten. Diesen Betrag erhielt ich zur freien Verfügung aufs Verrechnungskonto. In der Steuerbescheinigung der Bank oder auch zwischenzeitlich in den Steuerdaten konnte ich diesen aber nicht finden. Vermutlich wird es im Fall der obigen Übertragungs- und 12-Monate-Haltungs-Frist-Prämie ähnlich sein.

    Ob man das dann selber angeben muss, wurde ja oben von Thorsten schon verlinkt. Ich lag damals allerdings weit unter der oben im Link genannten Grenze, es waren 25 oder 50 EUR, irgendsowas.

  21. Daniel

    Hier bei meinem Umfeld protzen alle im Netz vor sich hin, auch mein bester Freund. Und klar ist – es ist alles eine Scheinwelt. Wir werden Stand heute alle in Altersarmut rutschen.

    Warum ist das klar? Ich habe noch 35 Jahre bis zur Rente. Erstens weiss man nicht was noch bis dahin alles passiert, man darf auch nicht vergessen wir haben dann eine Demographie bei der die Mehrheit der Menschen als sein wird und eine dementsprechende, für sich optimierte, Poltik einfordert. Zum anderen ist für jüngere Menschen noch mehr als genug Zeit dagegen anzusteuern, denn es ist seit mindestens einem Jahrzehnt bekannt und auch von der Bundesregierung offiziell ausgerufen, dass die gesetzliche Rentenversicherung neben bAV und Risterprodukten sowie privater Vorsorge nur eine der drei Säulen zur Altersvorsorge darstellt.

    Ich bin ja eigentlich der geborene Pessimist, aber dieses Thema sehe ich ziemlich entspannt, denn die in den A*sch gekniffenen sind eher Menschen die wenige Jahre vor der Rente stehen und erst dann anfangen (können) vorzusorgen.

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