Junge Menschen entdecken das ETF-Sparen

Wenn ich mir die Reddit-Finanzen-Community anschaue, bin ich begeistert. Gerade die jungen Deutschen, Österreicher und Schweizer sparen wie von Sinnen. Ich kann nur sagen: “Bravo”. Wenn sie in Rente gehen werden, haben sie ein bequemes Ruhepolster. Mach einer wird deutlich früher in die finanzielle Freiheit gehen können.

Die meisten haben einen cleveren ETF-Sparplan laufen und sind eifrig dabei, jeden Monat Geld zur Seite zu legen. Mir fällt dazu der Hit von The Weather Girls ein, den ich umtaufen würde in “It’s Raining Money”.

Einerseits gibt es eifrige Sparer, die an ihrer Karriere arbeiten und den Konsum eingrenzen. Andererseits gibt es leider immer mehr Deutsche, die im Seniorenalter noch arbeiten. Vielen bleibt kein Ausweg, weil ihnen das Geld nicht reicht. Stichwort: Altersarmut. Andere Senioren fühlen sich noch nicht reif für die Rente und haben daher einen Job.

So sind 1 Million Beschäftigte 67 Jahre oder älter, geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. 600.000 haben demnach im Alter von 70plus einen regelmäßigen Job. Krass! 220.000 sind 75 Jahre und älter. Und 72.000 Beschäftigte sind mindestens 80 Jahre alt. Etliche Rentner sind Minijobber. Bei der Kombination aus Rente und Minijob muss man sich nämlich nicht sozialversichern und braucht die zusätzlichen Einnahmen nicht zu versteuern.

Typische Einsatzgebiete sind Büro, Putzkraft oder Fahrer. Und Gebäudetechnik, Lager und Zustellung. Hier sind die Senioren am schrubben, putzen, tragen, machen.

Wie du es besser machst? Bilde früh Rücklagen. So wie diese drei Menschen:

Zeitsoldat (27): 700 Euro in den ETF

Nimm zum Beispiel diesen 27-jährigen Zeitsoldat. Er verdient 2.469 Euro im Monat. Davon steckt er 700 Euro in ETFs und 200 Euro spart er als Notgroschen. Das finde ich super. Er fährt täglich mit dem Rad zur Arbeit (~8km eine Strecke):

Softwareentwickler (26): 500 Euro in ETFs

Aufgefallen ist mir ferner ein 26-jähriger Softwareentwickler, der 2.711 Euro im Monat zur Verfügung hat. Davon steckt er 500 Euro in diesen All-World-ETF von Vanguard. Nach Abzug seiner festen Konsumausgaben (Miete, Essen, Strom, Versicherungen, Sport, Internet) verbleiben ihm 968 Euro. Er investiert diese Restsumme entweder in denselben ETF oder in den Konsum. Im Depot hat er schon 22.300 Euro. Davon schlummert der Löwenanteil im Vanguard-ETF (13.400 Euro). 4.000 Euro hat er in der Gamestop-Aktie. Und 5.000 Euro sind liquide.

Art Director (35) spart jeden Monat 2.500 Euro

Dann ist im Reddit-Forum ein 35-jähriger Art Director bei einem Elektronikkonzern beschäftigt. Inklusive Boni und Prämien verdient er über 3.600 Euro netto. Er lebt extrem bescheiden, so dass er 2.500 Euro im Monat sparen kann. Dieses Geld geht überwiegend (2.000 Euro) in ein Bündel ETFs. Für Tagesgeld und Dividendenaktien legt er jeweils weitere 500 Euro zurück. Er gibt zu, dass er die hohe Sparquote wohl nicht ewig durchhalten kann. “Im Moment spare ich mir jeden Euro, den ich nicht dringend ausgeben muss”, schreibt er.

Was motiviert ihn so bodenständig zu leben? “Also man könnte schon behaupten, dass Zukunftsangst momentan mein größter Treiber ist. Meine Eltern sind einfache Leute, meine Mutter schon lange in Frührente und gesundheitlich sind die jetzt schon dermaßen angeschlagen, dass ich sie pflegen muss, wenn sie alt werden oder ich sie in ein Heim stecken muss.” Kurzum, er macht sich große Sorgen um seine Eltern, denen es nicht gut geht:

Wie dann die finanzielle Belastung auf mir aussieht, kann ich mir gar nicht ausmalen. Rente bekommen sie zwar noch, aber da beide nur einfache Arbeiter ohne Bildung sind, werden sie nicht mehr als die Mindestrente bekommen. Meine Eltern mussten das Haus meiner Großeltern verkaufen, weil sie die Pflege meines Großvaters nicht mehr stemmen konnten. Das habe ich gelernt. Vielleicht wird also das gleiche auf mich mit dem Haus meiner Eltern zukommen. Erben werde ich so oder so nichts, außer vielleicht Schulden auf das noch nicht abbezahlte Elternhaus – hier muss ich dann die Schulden mit einem potentiellen Verkauf vergleichen und eventuell das Erbe einfach ausschlagen.

Meine Güte ist er fleißig und eifrig. Respekt! Die drei genannten Beispiele machen es richtig. Natürlich muss jeder selbst entscheiden, wie viel er/sie sparen kann. Ob 20, 30 oder 50 Prozent vom Netto. Jedenfalls ist es dann wichtig, stoisch das ETF-Aktiensammeln durchzuziehen.

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  1. Ein sehr schöner Artikel.

    Bei ETFs gibt es eben keine Performance Gebühren von z.B. 10 Prozent. Auch gelten diese als Sondervermögen in D. Damit kein Emittenten-Risiko wie zB bei Wikifolio-Zertifikaten, welches durch zusätzliche Instrumente abgefangen werden muss (kostet indirekt auch irgendwo was).

  2. Hi Tim
    Es ist toll, dass mehr Leute in ETFs regelmässig investieren und so indirekt Beteiligungen an Firmen haben. Leider ist das auch eine Mode-Erscheinung, bei Boom investieren viele. Und wenn es kracht, stoppen die meisten, dabei sind es gerade die Bärenmärkte, die Vermögensaufbau auf Turbo setzen.
    Beste Grüsse

  3. @Bruno / Stefan – Angst vor{…} den Zinserhöhungen, und das hat natürlich schon Konsequenzen
    Wir kommt es, dass der türkische AktienIndex (ISE) stetig weiter steigt (gerade von Rekordoch etwas zurückgekommen) trotz dass der Leitzins 19% (!) beträgt und ebenfalls stetig steigt/ sehr hoch ist.

  4. Oh Zen, bitte arbeite doch wieder an deinem eigenen Block…du nervst wirklich.

    Grüße Baum

  5. @42 schau mal die Währung an oder ein ETF in USD oder EUR dann schaut es schon anders aus 😉 Die Frage ist dann auch wer investiert dort, sind es die Türken oder Ausländer? Oder schau Dir mal den Aktienmarkt in Venezuela an. Starke Unternehmen kratzt die Inflation wenig, die profitieren sogar davon, ich mache mir keine Sorgen um Amazon, Google etc. aber Zombiefirmen da wäre auch nur eine geringe Zinserhöhung ein Todesurteil, und leider gibt es immer mehr davon.

  6. “Die meisten haben einen cleveren ETF-Sparplan laufen”

    Ja, und Andere sagen, es bilde sich dadurch eine ETF-Blase.

    “Jedenfalls ist es dann wichtig, stoisch das ETF-Aktiensammeln durchzuziehen.”

    Oder man sucht gezielt nach unterbewerteten Aktien nach den Kriterien des Value Investings.

    Wir erleben gerade die Entwicklung der grössten Blase der Börsengeschichte.
    Davon werden auch ETFs betroffen sein.

    Unterbewertete Aktien verlieren weniger an Wert in Bärenmärkten, wie diverse Studien zeigen.

  7. @Bruno – Angst vor{…} den Zinserhöhungen, und das hat natürlich schon Konsequenzen
    Wie kommt es, dass die 25 Jahre Nikkei-Krise mit fallenden / seitwärts laufenden Kursen seiz 1990 trotz dass der Leitzins ca. 0% (!) beträgt seit über 20J?
    https://blog.zeit.de/herdentrieb/files/2014/03/Notenbankzinsen_nom_US_EA_JP_1989-201402.gif

    Was ich mit den Bsp sagen will: Die Binsenweisheit steigenden Zinsen = schlecht für Aktienmärkte stimmt schon lange nicht mehr so ganz einfach. Es gibt einfach viel mehr Faktoren (zB Dienstleistungsgesellschaft ist weniger kapitalintensiv, einfachere Geldverfügbarkeit usw.)

    Ich vermute steigende Zinsen im Euroraum werden nach einer kurzen Zeit der Unsicherheit wenig Auswirkungen haben. Bei substantiellen FED-Erhöhungen sieht das vermutlich etwas anders aus. Ich will auch nicht in einem Land leben mit starker Inflation aber für die Asset-klassen sehe ich erstmal keine größeren Probleme.

    Auch die Binse, steigende Zinsen in DE = sinkende Immopreise wird so einfach nicht stimmen. In Istanbul haben die die Immopreise ver5-10-facht seit 20J bei immensen Zinsniveau/ -steigerungen.

    @Tim schreibt: Gerade die jungen {…} sparen wie von Sinnen. Respekt.
    gleichzeitig läuft in Arte die Doku über die untere Mitelschicht / Gilets jaunes die trotz Studium/ Doppelverdienern nicht über prekäre Lebensverhältnisse in Frankreich hinauskommt.
    ich bin mir nicht sicher, ob die hohe Sparquote eher für FY-/ Fire-Money steht oder nicht doch für die Zukunftsangst der jungen Generation die sich ein Sicherheitspolster anlegen will / muss. So sorglos wie in den 70ern jedenfalls scheint es mir nicht mehr zu sein.

  8. Ich finde die Grafiken sehr gut gemacht. Sie visualisieren recht gut wohin das Kapital “verschwindet”. Ich sollte sowas vielleicht auch mal für mein Einkommen machen, das ist fürs Hirn irgendwie greifbarer als irgendein Haushaltsbuch mit Zahlen.

  9. @42
    Natürlich man muss differenzieren, es gibt verschiedenste Faktoren. Aber eines ist klar wenn wir hier oder USA Zinsen hätten wie in Türkei dann wäre das eine Weltwirtschaftskrise nie dagewesenen Ausmass. Alleine eine Zinserhöhung bei Hypotheken hier z.B. in der Schweiz auf 5% wäre für viele kaum noch tragbar. Aber ich rechne ja nicht damit, ich habe ja auch keine Prognosen gemacht sondern nur festgestellt, was gemeldet wurde 😉
    Welche Unternehmen leiden würden kann man sich ja ungefähr ausrechnen, wenn man die Bilanzen anschaut. Nicht alle wären davon betroffen.
    Deshalb bin ich eben auch kein Freund jetzt zu sagen, kauft die günstig bewerteten Aktien dann fallen diese in der nächsten Krise weniger. Da bin ich mir nicht so sicher, nehmen wir an die Inflation zieht tatsächlich noch mehr an und Zinsen steigen, werden dann eher FAANG-Aktien in Probleme kommen oder vielleicht doch eher jene, welche heute schon knapp bei Kasse sind und hochverschuldet (und somit natürlich auch günstig bewertet) ?
    Ich kenne einige hier die haben über 1 Mio Schulden (Hypothek), bei 0.5% sind dies Kosten von 5k / Jahr, bei 5% wären das dann schon 50k / Jahr, vielleicht stemmen die das, aber sie werden entsprechend auch weniger konsumieren etc.
    Es kommt auch immer drauf an, in welcher Währung man lebt, in welcher man sich verschuldet etc. deshalb gibt es kein allgemeines Rezept, wer wann wie betroffen ist. Aber dass alles brav weiter steigt wenn die Zinsen doch wieder mehr vielleicht als erwartet steigen würden davon gehe ich nicht aus. Aber ob das so eintritt, das ist ein anderes Thema, ich denke weiterhin noch, dass es eher ein temporäres Phänomen ist und der Nachholbedarf von Corona. Die Zukunft wird es zeigen auch die Auswirkungen auf die Börse.

  10. Hallo, Tobs.
    Wie ist deine Einschätzung aktuell bei Yuexiu Transport? oder auch gerne jemand anderes. Ich überlege da nochmal ein größeren Nachkauf zu machen ..
    Viele Grüße, Mr. B

  11. Mr. B
    Ich habe in den letzten Monaten auch immer wieder nachgelegt, das letzte mal gerade erst von zwei Wochen.

    Für mich bleibt sie aussichtsreich. Ich sehe die Kursschwäche weniger im Unternehmen selbst begründet. Leg mal die Charts anderer chinesischer Infras übereinander, etwa China Water Affairs, China Everbright Environment (die nenne ich jetzt einfach nur deswegen, weil ich die selber auch halte), dann siehst Du gut, dass die alle in etwa den gleichen Verlauf haben, also derzeit eher ein Sektorthema ist. Alle krass unter Buchwert, trotz immer noch starkem Wachstum.

    Yuexiu hatte halt ein Sonderthema, weil letztes Jahr corona-induziert die Maut für ein paar Monate nicht erhoben werden durfte, zwecks Unterstützung der Wirtschaft. Halte ich für ein singuläres Ereignis. Das ist aber natürlich immer der China-Faktor, gerade bei kritischer Infrastruktur kann es dazu kommen, dass sich die Interessen von Aktionär und Staat nicht ausschließlich überschneiden. Auf lange Sicht aber überwiegen aber meines Erachtens die Vorteile.

    Ich persönlich stelle mich auf eine jährliche Ausschüttung von rund 10 Prozent p.a. (Tendenz weiter steigend) schöne Kursgewinne für die kommenden Jahre ein. Selber habe ich rund 27k Stcke eingesammelt, und freue mich über jedes Auto oder jeden Bus, oder Schiffchen, welche die Straßen, Brücken und Häfen von Yuexiu frequentieren.

  12. Hi danke, Tobs. Werde wohl auch noch mal nachlegen. Heute war aber erst einmal wieder Bayer dran. Aber ich kaufe ja wöchentlich … so wird mir nicht langweilig … ; )

  13. @42 alte Werte und Erfahrungen ändern sich. Mit vernetzter Politik und Handel, Derivaten, Entkopplung von Edelmetallen, steigenden Verschuldungen. Wer weiß wie die wirklichen Zusammenhänge heute sind. Jedenfalls komplizierter als früher.
    Unternehmen müssen in dem Haifischbecken “Globaler Handel” agieren. Und kluge Unternehmen tun das erfolgreich.
    Wer auf Dividenden anstatt auf Wachstum setzt hat in Zukunft vielleicht bessere Karten, weil Wachstum in klassischen Bereichen politisch behindert wird ? Was kann noch wachsen : alles , was Klimaapokalyptiker zum lächeln bringt. Die anderen Branchen werden bekämpft ( fossile Energie,…). Also besser nichts Anrüchiges kaufen. Dann schwimmt es sich mit dem Depot auch besser.

  14. “…Klimaapokalyptiker…”

    wenn’s dann in Hamburg auch mal 3 Wochen 50°C ist wie in Kanada neulich oder wie jetzt im Süden oder bei uns Flüsse und Seen sich das Land und Häuser zurückerobern dann kann man schon lächeln 😉

  15. Es ist immer wieder interessant. Wenn es mal außergewöhnlich kühl/kalt ist, wie im letzten Winter, dann sind das nur lokal bedingte Wetter-Sonderereignisse. Ist es mal irgendwo besonders heiß, ist es das Klima.

    Flüsse und Seen holen sich das zurück was ihnen in den letzten Jahrhunderten an Überschwemmungsfläche durch Bebauung oder Begradigung genommen wurde.

    Alles lässt sich immer aus einem anderen Blick betrachten, meines Erachtens sucht man derzeit nur selektiv das zusammen was gut ins Raster passt und lässt das weg, was stört.

  16. @Depotbank: Gefühlt haben bei meiner Depotbank (Consorsbank) Korrekturbuchungen im Wertpapierkonto verschiedener Art (betrifft Sparpläne, Dividendenzahlungen, Technische Korrekturen) stark zugenommen. Ist das bei euch ähnlich und was sind mögliche Hintergründe?

  17. @Daniel Klar die Wissenschaft und die Daten lügen wieder einmal, alles FAKE NEWS.

    Aber klar es gibt auch heute noch Leute welche die Welt flach sehen, das wird auch mit dem Klima so sein. Natürlich sind das lokale Wetterphänomene, aber es geht um den Trend und die starke Zunahme der Extreme, einfach mal die wissenschaftlichen Daten und Fakten anschauen wer das lügt dem kann ich leider auch nicht weiterhelfen. Man kann ja den Einfluss des Menschen darauf anzweifeln, aber sicherlich nicht die Daten oder sind die Messgeräte etc. alle gefälscht? 😀

    Überschwemmungen in diesem Ausmass gab es auch früher, nur das kam halt alle paar 100 Jahre mal vor und mittlerweile in sehr regelmässigen Abständen, die Häufigkeit nimmt zu. Ernteausfälle folgen, zu trocken oder zu nass.

    Abgesehen davon hat man die letzten Jahre Milliarden in Hochwasserschutz investiert und trotzdem wird es immer noch extremer, der Trend zurück zu Renaturierung und Auslaufbecken etc. ist längst umgesetzt aber irgendwann ist halt jedes Fass voll.

  18. @Klimawandel: Ich habe durchaus auch etwas Verständnis für Skeptiker und selbst noch keine abschließende Meinung dazu. So gab es ja z.B. auch eine Art Klimawandel auf Planeten wie Mars oder Venus mit einst lebensfreundlicherer Umgebung laut Forschung. Und hier hatte der Mensch eher keinen Einfluss.

    Wollte man es mit dem diskutierten Klimawandel wirklich erst nehmen, sollte z.B. in D in geeigneten Berufen längst ein Recht auf Homeoffice existieren (weniger Pendeln und damit besser für die Umwelt). Und auch Tabuthemen wie die weiter wachsende Weltbevölkerung müssten noch mehr thematisiert (mehr Bildung für Frauen, Einflüsse rückständiger Religionen etc.) und gesteuert werden (gezieltere Hilfen/Förderung) als zusätzlicher Trigger bei diesem Thema. Derzeit nicht hinreichend in Sicht. Bin aber kein Experte, nur persönliche Meinung…

  19. @Paluma
    Billigairlines + Weltraumtourismus für den Klimaschutz 😀

    Ich dachte tatsächlich es gehe um irgend eine technische Innovation, z.B. CO2 aufsammeln und im Weltraum abliefern aber nein…Es geht ganz einfach um Katastrophentourismus 😉

  20. @sammy

    @42
    Bist du ein zen Pseudonym? Man könnte es meinen..

    Oh Mist, wie hast du das heraus gefunden?
    Ich verwende doch absichtlich möglichst unterschiedliche Schreibstile.

    Wie seht ihr eigentlich allgemein die Märkte in der 2.Jahreshälfte?

    Meine Aktien stagnieren seit 3 Monaten, nachdem es zuvor gut aufwärts ging.
    Wie lief bei euch das letzte Quartal?

    Gemäss Fear and Greed Index herrscht ja im Moment mit 30 Punkten grosse Angst.
    Und es geht richtung Panik.

    Wenn das zutrifft, würde es einen Rückgang der Aktienkurs über die nächsten paar Monate geben, möglicherweise bis ende Jahr.

    Das wäre dann die Basis für ein sehr positives Börsenjahr 2022.

    Zen Investor Prognose

  21. “meines Erachtens sucht man derzeit nur selektiv das zusammen was gut ins Raster passt und lässt das weg, was stört”

    Das nennt man framing und findet täglich in unseren leitmedien statt. Beispiel: Der somalische Messerstecher von Würzburg ruft vor seiner Tat “alau akbar”, was machen die Medien daraus? Einen psychisch Kranken.

  22. An sich eine super Sachen, wenn mehr Menschen endlich ein ETF Sparplan für sich entdecken und nicht mehr dauerhaft auf ihr 0% Tagesgeld setzten.
    Dennoch sehe ich diese Sankey Grafiken kritisch. In letzter Zeit gibt es bei Reddit wieder einen Ansturm von Sankey Images die vermutlich zu 80 % einfach Fake angaben enthalten.

  23. @Bruno: “musst Du halt das compact magazin vom Kopp Verlag abonnieren”

    Wozu? Den gleichen Bockmist gibt’s auch für lau in den sogenannten “freien Medien” des www. 😉

  24. Gibts im Forum Leute, die Deutsche Wohnen Aktien haben und diese vorerst weiter halten ? Die Aktien sind mehr wert. Hat jemand Erfahrungen mit Squeeze Out wie bspw Rocket Internet oder Stada ?

  25. @Rüdiger Dachte ich als ich die Begriffe dort sah, wer nun von wem abschreibt ist dann auch egal 😀

  26. An Bruno
    An so etwas hatte ich auch erst gedacht, wo ich angefangen habe zu lesen. Aber es ging ja nur darum, dass durch den Tourismus im Weltraum das Umweltbewustsein gestärkt wird. Fand den Artikel schwer daneben…

  27. @Bruno
    Heute wird gebaut, so früher keiner gebaut hätte. Immer näher an die Flüsse und immer dichter bebaut. Flüsse sind vertieft, begradigt mit höherer Fließgeschwindigkeit. Der Boden wird versiegelt und nimmt kein Wasser mehr auf.
    Bei den Extremata der letzten Tage wird dies von den Medien nicht erwähnt.

    Ich habe vor Jahren einen Bericht über Versicherungsschäden bei Hochwasser gesehen. Für einige Grundstücke wurde nachträglich die Baugenehmigung entzogen. Wenn die Flut die Gebäude mitreißt oder unbewohnbar macht darf dort niemand mehr bauen. Zweckenteignung von Individuen zum Wohl der Gemeinschaft. Ziemlich hart, aber nach den Bausünden der letzten Jahrzehnte wohl unvermeidbar. Die Betroffenen sollten einen Ausgleich vom Staat erhalten finde ich.

  28. @Ralf das ist normal. Du hast womöglich mehr verschiedene Wertpapiere und/oder als früher, hälst sie länger im Depot und/oder hast welche aus den USA bei denen das wahrscheinlicher passiert.

    Diese Buchungen nerven in der Tat, weil sie von gängigen Depotverwaltungsprogrammen gar nicht verarbeitet werden können und bei niedrigem Cashbestand auch gerne mal unvermutet einen negativen Saldo erzeugen.

  29. @ETF-blase
    Die gibt es meiner Meinung nach gar nicht.
    Physisch hinterlegte ETF sind real hinterlegt und wie Aktien, Anleihen, Fonds. Nicht schlimmer als direkte Anlagen.
    Synthetische ETF sind nicht schlimmer als andere, zum Teil gehebelte Derivate wie Optionsscheine oder Optionen.

    Die Frage ist doch wie die Anleger reagieren bei einem Crash, Baisse oder einer Hausse.

    Die Anleger sind selbst eine Blase, wenn sie irrational handeln. Wer in volatilen Situationen die Finger still hält bleibt Gewinner.

  30. *****Überschwemmungen in diesem Ausmass gab es auch früher, nur das kam halt alle paar 100 Jahre mal vor und mittlerweile in sehr regelmässigen Abständen, die Häufigkeit nimmt zu. Ernteausfälle folgen, zu trocken oder zu nass.******
    ja, weil sich nichts geändert hat. Wie auch? Wir hatten selbst 3x überflutete Keller. Das war vor 20 Jahren. Auch damals hat man herumgeschrien, wenn auch nicht so heftig, dass das alles Folgen der globalen Erwärmung war. Wie sich später herausstellte und man Kleinlaut zugeben musste lag die Überschwemmung aber dahingehend begründet, dass man riesige Neubaugebiete in den ehemaligen Überschwemmungsflächen unserer beiden Flüsse gebaut hat. Das Wasser konnte nicht mehr weg. Es wurden riesige Rückhaltebecken gebaut und seitdem ist ziemlich Ruhe. Ändert aber nichts daran dass man Renaturierung eben nicht 100% wiederherstellen kann. Was einmal bebaut ist, bleibt bebaut. Niemand reisst wieder ganze Stadtviertel ein um Flüssen den nötigen Raum zurückzugeben. Es ist zwar toll wenn der Fluss 50km vor der Stadt schön breit und naturbelassen ist, es nützt aber nichts, wenn irgendwo der Flaschenhals in einer Stadt liegt.

    Und auch bei den Ernteausfällen kann man sagen ist es wirklich der Klimawandel oder hat man, auch angetriggert vom unsäglichen “Bio-Ethanol-Hype” einfach hierzulande Pflanzen angesiedelt die hier eigentlich nicht heimisch sind. Und selbst wenn, sind sie nicht durch hochzüchtung viel empfindlicher geworden als die weniger ertragreichen Pflanzen vor 100 Jahren. Du zeichnest mir ein deutlich zu einfaches Bild ab.

  31. ZEN INVESTOR PROGNOSE

    Ich habe den Fear and Greed Index von CNN analysiert und komme zu folgender Prognose,
    wobei natürlich anzumerken ist, dass die Prognose eine Eintreffwahrscheinlichkeit von 60-70% hat:

    Der Herbst, bzw. die Monate August bis Oktober werden sinkende Kurse an den Börsen zeigen.
    Der Tiefpunkt könnte 20-30% unter dem Hoch sein, also bei 3’000 bis 3’500 Punkten
    im S&P 500.
    Im SPI bei 10’800 bis 12’300, im DAX bei 10’900 bis 12’500.

    Der Tiefpunkt müsste im 4.Quartal 2021 erreicht werden.
    Ab da geht es dann rasch aufwärts und 2022 wird eine Index-Rendite von über 20% liefern.

    Wenn dies zutrifft, sind all jene im Vorteil, die Cash für Nachkäufe haben.
    Und all jene, die nicht in Panik verfallen.

    Wenn der Index nur um 20% einbricht, können einzelne Aktien dennoch um 40-50% (oder mehr) einbrechen (und andere dafür nur um 5%).

    Spannend ist auch, dass die vierte Welle des Corona-Virus in Deutschland und Schweiz bereits begonnen hat.
    Wir sind bereits in der 4.Welle.
    Aber niemanden versetzt das in Panik.
    Die Zahl der täglichen Neuinfektionen verdoppelt sich in der Schweiz derzeit jede Woche,
    was nach meiner Einschätzung auf einen R-Wert von 1,5 bis 2,0 hindeutet (offiziell sind wir bei 1,46).

  32. Hach ja … die üblichen Relativierungen und Ablenkungen. Bausünden erklären NICHT die steigenden Regenmengen bei Starkregen-Ereignissen. “Ungeschickte” Pflanzenauswahl erklärt NICHT den Mangel an Niederschlägen 😉

  33. Hallo Daniel,
    nur hatte dieses Ereignis im Westen NRW gerade sehr wenig mit begradigten und vertieften Flüssen zu tun. Wer die dünnbesiedelte Region insbesondere in der Eifel kennt, weiß, dass dort weitgehend Naturbelassenheit herrscht.

    Die Niederschlagsmenge per QM ist zudem verobjektivierbar, solche Qutienten Liter/QM hat es nicht ansatzweise bislang gegeben. Genauso wenig hat es in der Ausprägung stehende Wetter gegeben.

    Die Zusammenhang zum abgeschwächten Jet-Stream ist wissenschaftlich absolut belegt, und genauso belegt ist, dass er auf die zunehmende Wärme zurückzuführen ist, weil dadurch die Druckunterschiede geringer geworden sind, weswegen die Atmosphäre steht und sich nicht bewegt.

    Das ist völlig unstreitig. Was man allenfalls challengen könnte ist die Ursächlichkeit der gestiegenen Temperaturen. Natürlich hat es Klimaveränderungen immer wieder gegeben. Aber glaubst Du ernsthaft, dass das koinzident ist, wenn man sieht das sich in den letzten Jahrzehnten die Weltbevölkerung vervielfacht hat bei gleichzeitiger Industrialisierung des Planeten und dazu die korrelierende Temperatur-Kurve weit vom Mittelwert abdriftet?

    Man kann sicherlich nicht alles wissenschaftlich restlos beweisen. Ich wundere mich aber schon, dass es für viele heutzutage selbstverständlich geworden ist, Zusammenhänge nicht mehr kausal, sondern algorithmisch herzuleiten, aber dann ausgerechnet beim Klima auf den allerallerletzten Nachweis der Kausalität zu pochen, wenn es derart viele Signifikanzen und Evidenzen gibt.

    Ich versuche nicht zu politisieren, andererseits verhehle ich auch nicht, dass ich absolut kein Freund der Grünen bin (ihrer Ideologie und Ansätze, bezogen insbesondere auf die Bundespartei, noch nicht mal so sehr auf durchaus auch vernünftige Lokalpolitiker in BaWü z.B.). Trotzdem kann man das Problem nicht einfach negieren. Klimawandel ist letztlich keine politische Einstellung, die ist nun mal einfach da.

  34. @Kiev:
    Hast Du Vinda Intern. schon gekauft? Der Einstieg jetzt könnte günstig sein. Der Kurs ist ja ganz schön eingebrochen. Ich weiß nicht, was die Analysten-Erwartungen gewesen waren, aber die Zahlen können sich doch sehen lassen. 20 Prozent Umsatzwachstum. Und wir reden hier von einem defensiven Konsumgüterkonzern und keiner flotten Internet-Bude 🙂 .

    https://www.thestandard.com.hk/breaking-news/section/2/176911/Vinda-International-interim-profit-rises-to-HK$967m

    JET finde ich auch spannend. Der Kurseinbruch reizt mich nachzulegen. Natürlich finden Aktionäre einen operativen Verlust erst mal nicht gut. Aber es ist eben die Amazon Strategie, heftig in neue Operations zu investieren. Gerade jetzt mit Grubb. Damals haben deswegen auch viele ihre Chance verpasst (ich zum Beispiel 🙂 ) Man geht ein gewisses Risiko ein, andererseits ist der CEO wie ein Bezos besessen von seinem Business und gilt als Meister der Execution. Ein paar Stückchen nehme ich in jedem Fall noch.

  35. @Tobs

    Teile deine Meinung, ich bin auch nicht für eine Verbotskultur, aber man darf die Probleme die wohl noch stark zunehmen werden nicht einfach ignorieren. Die Frage ist dann halt, konzentriert man sich auf die Ursachenbekämpfung oder Symptombekämpfung oder notgedrungen dann wohl beides. Kosten tut es sowieso, und hier ist es halt ein globales Problem und Ursache und Wirkung ist nicht kausal.

    Der Mensch ist aber halt so, solange es ihn nicht persönlich trifft, ist das Problem nur “theoretisch”. Man liest dann vielleicht mal davon. Die Leute in Kanada welche bei 50°C gestorben oder kollabiert sind fanden das aber sicher nicht so lustig.

    100% Beweisen dass eine starke Reduktion von CO2 Ausstoss etwas hilft ist natürlich nicht ganz einfach, ich vergleiche es häufig mit einem Indizien-Prozess, da gibt es womöglich auch kein 100% klarer Beweis aber wenn genug unabhängige Indizien dafür sprechen kann man auch zu einem Ergebnis kommen.

    Bezüglich Verbotskultur, ist mir wie einleitend gesagt auch nicht sympathisch als liberaler und freiheitsliebender Mensch, aber wenn es um übergeordnete Interessen geht, geht es halt nicht immer mit Freiwilligkeit. Einfach Steuern hoch auf CO2 bringt aber auch nur begrenzt etwas besser finde ich steuerneutrale Lenkungsabgabe, d.h. jene welche das Klima übermässig belasten müssen dann halt mehr zahlen und jene die sparsam sind bekommen etwas zurück. Natürlich die Lösung bringt schlussendlich auch Technologie, aber hier braucht es wohl auch in Anbetracht der Dringlichkeit einen gewissen Anschub, der Mensch ist im Grunde bequem und träge und da braucht es halt teilweise einen gewissen Anschub, nur schön reden hilft da wenig.

  36. Lieber Bruno,

    auch wenn wir politisch vermutlich das Heu nicht auf der gleichen Bühne haben,
    gefällst du mir immer mehr mit deinen Meinungen.

    Du ghörsch zu de vernünftige Minderheit, so wies usgseht.

  37. @Bruno

    100% Beweisen dass eine starke Reduktion von CO2 Ausstoss etwas hilft ist natürlich nicht ganz einfach, ich vergleiche es häufig mit einem Indizien-Prozess, da gibt es womöglich auch kein 100% klarer Beweis aber wenn genug unabhängige Indizien dafür sprechen kann man auch zu einem Ergebnis kommen.

    Ockhams Rasiermesser – Wenn die einfachste Erklärung immer die wahrscheinlichste ist. Ich finde das passt hier zu dem Thema ganz gut.

    Und wenn ich das Recht bedenke ist doch die Theorie “vom Menschen verursacht” sehr einfach und sehr wahrscheinlich 😉

    @Vinda, oh das sieht auf den ersten Blick recht lecker aus!

    -M

  38. “Und wenn ich das Recht bedenke ist doch die Theorie “vom Menschen verursacht” sehr einfach und sehr wahrscheinlich”

    Ich möchte sagen: “vom Menschen mitverursacht” und beschleunigt. Sonst kommt wieder so’n Schlaumeier aus’m Gulli, dass es Klimawandel schon vor den Menschen auf der Erde immer wieder mal gab 😉

  39. “Wer die dünnbesiedelte Region insbesondere in der Eifel kennt, weiß, dass dort weitgehend Naturbelassenheit herrscht.”

    “Der Ort Schuld liegt in einem Tal in einer engen Flusskehre.”

    Warum baut man so dämlich nah an den Fluss. Dort wo der Ort ist, ist ein Abgangsbereich , der Fluss könnt noch dazu, der läuft dann einfach drüber.

    In Süddeutschland bauen sie direkt an den Fluss, ins Tal. Weil nur da etwas ebener Boden ist und Straßen geführt werden können.

    Das dichte Heranbauen und Versiegeln der Böden ist extrem seit den 50ern war aber auch schon vorher.

    Wer nur aufs Klima zeigt hat nichts verstanden. Ich wette wir werden in den folgenden Wochen/Monaten auch etwas zum unverantwortlichen Zubauen der Natur lesen, ich hoffe es zumindest.
    Kein Cent aus Steuergeldern für Wiederaufbau in höchstgefährdeten Gebieten !! Bei Braunkohleabbau wurde entschädigt und umgesiedelt, das sollte auch hier passieren.

  40. Thorsten, Schuld ist eine Art Brennglas der Berichterstattung. Es hat andere Orte gleichfalls erwischt, die ungleich nah an Flussufern gelegen sind. Es ist auch kein steigendes Hochwasser, sondern eine Flutwelle gewesen. Das sind doch keine “höchstgefährdeten Gebiete”, das sind völlig normale ländliche Begebenheiten in Deutschland.

    Es ist ok, dass Du anderer Meinung bist. Es zeugt aber von einer sehr kleinbürgerlichen und allzu sehr auf sich selbst bezogenen Geisteshaltung, danach zu fragen, wie dämlich Leute sind irgendwo zu bauen, wenn gerade vermutlich über 100 Menschen von ihnen gestorben sind, von denen ich nicht sagen würde, dass das leichtsinnige Spinner, sondern normal arbeitende und lebende Menschen gewesen sind. Wenn es mal in Dein Dach reinregnet würdest Du auch nicht gerne hören, dass Du ein Spinner seist, weil Du unter einer Wolke gebaut hast.

  41. Die sogenannten Relativierungen und “welche die aus dem Gulli kommen” sind möglicherweise von denen bzw die, die zusätzlichen Input geben und sich nicht einer scheuklappnerischnen Klimasektierung ergeben.

    In Erftstadt ist ein kleiner Fluss. Die Burg aus dem 13. Jhdt hat es auch etwas erwischt. Die Flatbrainer : ” siehst du, die steht seit 700 Jahren, der Klimawandel war es”. Menschen mit höher positiven IQ schauen sich das Luftbild an : die Burg liegt erhöht, wo heute Häuser stehen war früher Weide. Der Fluss war nicht eingezwängt und konnte vor, in und hinter Erftstadt über Flächen treten.
    Wir haben das Problem auch in größerem Massstab mit der Elbe. Hier wurden Flächen der Landwirtschaft entzogen und dürfen nun bei Flut überschwemmt werden.

    Der Klimawandel beschleunigt in diesen Städten nur Entwicklungen, die früher verbockt wurden.

  42. Edit: Und es ist auch tatsächlich falsch. Es sind nicht wenige gestorben in Orten wie z.B. Rheinbach usw. Dort fließt ein kleiner friedlicher Bach, kein Fluß durch. Du würdest doch nicht ernsthaft sagen wollen, dass es dämlich war, dass dort Menschen gesiedelt haben?!

  43. @Tobs
    die Opfer haben mein Mitgefühl. Schuld sind die Politiker in den Gemeinden, die das Bauland in gefährdeten Gebieten verkauft haben, die die Flüsse verengt und kanalisiert haben. In einigen Orten fließen die Flüsse unterirdisch, da gibt es eine Maximalkapazität, Schluss und aus. Das ist unterirdisch, Profit für Bauland war der Grund für diese Zeitbomben.

  44. @Tobs die Akten haben nicht an den Bach gebaut, die wussten wir das Wasser übertrat. Dann wurden die Bäche eingesargt und die Menschen fühlten sich sicher. Es war nur eine Frage der Zeit. Dämlich sind nicht die Einzelmenschen, dämlich ist die Politik, die das erlaubt hat.

  45. Ich mag es eigentlich pragmatisch und weniger ideologisch dafür lösungsorientiert, aber manchmal hilft das nicht mehr dann muss man halt Dinge oder Widersprüche aufdecken und auf den Punkt bringen.

    “Bei Braunkohleabbau wurde entschädigt und umgesiedelt, das sollte auch hier passieren”

    Ich leite die Meldung an Länder in Afrika weiter, wo keine Ernte mehr möglich ist oder sein wird in Zukunft, der Boden ausgetrocknet, in Hamburg hat es noch Platz 😉

    Ok das ist weit weit weg geht uns nichts an, aber was sagst Du bei Städten welche schon Jahrhunderte stehen und an Seen und Flüssen gebaut wurden, oder Bergdörfer etc. sollen diese alle nun zwangsumgesiedelt werden? China macht das ja erfolgreich.

    Lustig finde ich die Doppelmoral, auf der einen Seite hat man Probleme mit dem Islam, auf der andern Seite liebt man fossile Energieträger, die Ölheizung oder der persönliche Diesel ist halt günstig und bequem, da nimmt man das Öl gerne aus islamisch geprägten Ländern wie dem nahen Osten oder Nordafrika, so lange die Araber vor Ort bleiben ist alles juut 😉

    Dabei wäre das doch auch eine Chance, energieunabhängiger zu werden und somit auch weniger erpressbar als kleiner Nebeneffekt.

  46. In
    https://youtu.be/i0v4ReULpO4
    irgendwo um Minute 25 “Müssen wir unbedingt in Tälern mit Rinnsalen wohnen ?”.
    Fängt langsam an in den Medien. Warnungen seit Jahrzehnten, vernachlässigter Hochwasserschutz…
    Ich hoffe sie bauen nicht wieder da, wo es weggerissen wurde, denn da wird es erneut passieren.

  47. Thorsten ,

    Weil die klugen Menschen die Burgen damals wegen der Überschwemmungen auf einem Berg gebaut haben. *Hand vor die Stirn schlag*

    Deine Zusammenhänge sind wirklich beeindruckend hahahaha

    Da muss ich Sammy mit seinem “thorsti” glatt recht geben…ich bin ja eher beim Thorstradamus…

    -M

  48. Diese dauerhaften Niederschläge begrenzt auf eine recht kleine Region sind etwas besonderes und waren früher selten ein Problem. Wenn genug Regen runterkommt laufen auch andere Städte voll – in Hamburg oder Münster auch passiert. Klar kann man mehr Ausgkeichsflächen schaffen – aber wenns genug regnet hilft auch das nicht.

    Ich gehe eh davon aus, dass die zerstörten Gebäude so nicht wieder aufgebaut werden – wenn sie überhaupt versichert waren wird keine Versicherung der Weltz jetzt nich versichern.

  49. @Brunon
    wir müssen nicht die Probleme der ganzen Welt lösen, sonst müssten wir auch alle Flüchtlinge aufnehmen und alle Hungernden satt machen.
    Vor der Haustür das Schlimmste verhindern, das würde jedes Land, jede Stadt, jeder Hausherr machen.
    Also : Baugebiete am Rinnsal verbieten, Überschwemmungsflächen bereitstellen. Höher bauen, Flüsse befreien.

  50. Man könnte auch dem heiligen Markus 421 n. Chr. die Schuld zuweisen, dass Venedig heute versinkt.

    Fingerzeigpolitik hilft hier leider nicht, man findet immer einen andern der Schuld ist. Die Kern-Städte bei uns wurden so um 1200 erbaut und nahe an den Flüssen und Seen, das hatte auch seine Gründe, jetzt die Schuld den Politikern vor dem Mittelalter kann man geben aber hilft niemandem weiter.

    Hochwasserschutz, Renaturierung der Flüsse etc. wird ja seit vielen Jahren Milliarden investiert, aber es gibt immer Grenzen, wenn die Ereignisse immer heftiger werden irgendwann ist einfach jede Massnahme am Anschlag.

  51. “wir müssen nicht die Probleme der ganzen Welt lösen”

    Ist halt im Beispiel Afrika zynisch, weil Klima ist global, und Afrika ist wohl nicht der grösste Umweltsünder der Welt 😉 Interessiert aber den Westen, China etc. wenig, solange die Produkte in den Regalen nicht ausgehen.

    Es geht ja um die zunehmend extremeren Ereignisse, nächstes Jahr ist vielleicht das gegenteilige Problem, Hitzesommer 2 Monate ohne Regen, zu wenig Grundwasser für Bewässerung, Hamsterkäufe von Wasserflaschen etc. dann kann man wieder einen andern Sündenbock suchen.

  52. Auch wenn ihr hier alle über die Unwetter schreibt:

    Aber findet ihr es nicht erschreckend, dass die Neuinfektionen an Corona in der Schweiz sich jede Woche verdoppelt?
    Wer Ahnung von expontiellen Zuwachsraten hat, weiss, wie erschreckend das ist.

    Innert etwa 18 Tagen haben sich die Zahlen der Neuinfektionen ver-5-facht.
    Ein Fivebagger sozusagen.

    Ende Juni waren es 103 Neuinfektionen pro Tag (7-Tage-Schnitt).

    Wenn sich die Zahlen nächste Woche erneut verdoppeln (so wie sie das die letzten 3 Wochen getan haben jede Woche),
    dann haben wir bald wieder über 1’000 Neuinfektionen pro Tag,
    was dann innert 3 Wochen eine ver-10-fachung der Fallzahlen wäre.

    Und es ist noch nicht mal Herbst.

    Auch der Vergleich mit den Zahlen heute vor 1 Jahr zeigt:
    Wir haben heute mitte Juli rund 3 mal so hohe Fallzahlen wie vor 1 Jahr.
    Und dies bei 43,27% vollständig geimpften und 9,13% einfach Geimpften.

    Also nochmals die Fakten:

    o In der Schweiz haben sich in den letzten 3 Wochen die Fallzahlen
    JEDE WOCHE VERDOPPELT.
    Auch wenn dank der Impfung weniger schwere Fälle darunter sind,
    ist das ein sehr schlechtes Zeichen.
    o Die Fallzahlen sind heute rund 3 mal so hoch wie im Juli 2020.
    o Die Fallzahlen steigen viel schneller als letzten Sommer.
    Letzten Sommer gab es von anfang bis ende Juli ungefähr eine Verdoppelung
    der täglichen Fallzahlen. Wir haben im halben Juli schon eine ver-5-fachung erlebt.

    Wer sich das rational überlegt, bei dem schlagen jetzt die Alarmglocken.

    Auch wenn man sagt:
    So viele Spitaleinweisungen wie es letzten Herbst bei 1’000 Neuinfektionen pro Tag gab,
    so viele Spitaleinweisungen wird es dieses Jahr erst bei 10’000 Neuinfektionen pro Tag geben,
    weil die Impfung 90% der Spitaleinweisungen verhindert durch einen milderen Verlauf.

    Selbst wenn man das annimmt:

    Wenn es weiter gehen würde mit wöchentlichen Verdoppelungen,
    so hätten wir nächste Woche fast 1’000 Neuinfektionen pro Tag,
    in der Woche ab 26.Juli rund 2’000,
    und in der Woche des 30.August schon 64’000 Fälle pro Tag.

    Natürlich wird sich diese Verdoppelung wieder verlangsamen,
    bzw. die wöchentliche Steigerung der Fallzahlen wird sicher bald wieder auf unter 50%, vielleicht sogar auf 10-20% fallen.

    Dennoch finde ich es erschreckend, dass sich im Juli die Fallzahlen von 103 auf nächste Woche über 1’000 pro Tag gesteigert haben werden.

    Bei nur noch 25% Zunahme der Fallzahlen ab nächster Woche hätten wir
    in der Woche des 2.August rund 980 neue Fälle pro Tag,
    in der Woche des 30.August rund 2’400 neue Fälle pro Tag,
    in der Woche des 27.September rund 5’800 neue Fälle pro Tag.

    Und derzeigt steigen die Fallzahlen um 100% pro Woche.
    Eine Senkung auf 25% ist das bestmögliche Szenario, dass ich für den restlichen Sommer sehe.

    Bei 50% Zunahme der wöchentlichen Fallzahlen, was immer noch viel niedriger wäre als bisher, hätten wir
    in der Woche des 2.August rund 1’700 neue Fälle pro Tag,
    in der Woche des 30.August rund 8’500 neue Fälle pro Tag,
    in der Woche des 27.September rund 43’000 neue Fälle pro Tag.

    Also ich sage jetzt mal mit einer Eintreffenswahrscheinlichkeit von 75% voraus:

    1. Wir erreichen nächste Woche den ersten Tag mit 1’000 Neuinfektionen an einem Tag.
    2. In der Woche des 2.August liegt der 7-Tage-Schnitt zwischen 1’000 und 1’700 Neuinfektionen pro Tag.
    3. In der Woche des 30.August liegt der Schnitt der täglichen Neuinfektionen bei 2’400 bis 8’500.
    4. In der Woche des 27.September liegt der 7-Tages-Schnitt der Neuinfektionen zwischen 6’000 und 40’000.

    Und das basiert auf der Annahme einer wöchentlichen Zunahme um 25-50%,
    und nicht 100%, wie wir das in der ersten Juli-Hälfte hatten.

  53. Erstimpfung Deutschland: 59,04% Erstimpfung Schweiz: 52,50%
    Vollimpfung Deutschland: 45,01% Vollimpfung Schweiz: 41,48%

    Wir Schweizer können es einfach nicht, der große Bruder macht es besser obwohl in beiden Ländern die Zahlen leider wieder steigen.

  54. @Grüeziwohl-Frau-Stirnimaa
    Impfstoff hätte es mehr als genug spätestens im August hätte man 100% impfen können, aber die Propaganda der Impfskeptiker hat Überhand gewonnen insbesondere auf sozialen Medien und daher ist die Impfung für 16-40jährige kaum noch ein Thema. Ich verstehe aber auch 50+ Personen nicht und schon gar nicht 70+ die sich nicht impfen lassen wollen, gerade in ländlichen Gebieten aber es ist wie es ist, aufgeklärt wurde genug. Das Paradoxe ist halt dass genau diese Klientel dann wieder am lautesten jammern wenn Massnahmen angezogen werden müssen.

  55. “Die sogenannten Relativierungen und “welche die aus dem Gulli kommen” sind möglicherweise von denen bzw die, die zusätzlichen Input geben und sich nicht einer scheuklappnerischnen Klimasektierung ergeben. ”

    Eine interessante Feststellung. Dazu bedarf es aber einen Blick über den Tellerrand, für manchen wohl schwerer möglich. Klimawandel ist ein Thema für sich, für mich bleiben Fragezeichen. Mögliche milde Lösungsansätze wie Recht auf Homeoffice (weniger pendeln), mehr Fokus auch auf das Tabu-Thema “wachsende Weltbevölkerung”, auch im Zusammenhang mit Migration und Asylfragen, Zerstörung von Regenwäldern, nachhaltige Mobilität, bereits teils relativ dichte Besiedelung in Ländern wie D sollten aber ehrlich von Experten beleuchtet werden. Immer noch hemmen wirtschaftliche, kulturelle, religiöse und politische Einstellungen einen wirklichen ganzheitlichen Lösungsansatz.

    @Zen: Zahlen sind nicht alles. Es gibt noch andere Faktoren bei den ganzen Analysen.

  56. ” … die zusätzlichen Input geben und sich nicht einer scheuklappnerischnen Klimasektierung ergeben”

    Sie geben sich halt der scheuklappnerischen Sektierung der Gehirnmassage ihrer Echokammern hin. Der “zusätzliche Input” ist allgemein bekanntes Geplapper in entsprechenden Interessengruppen.

    16 Jahre Blockade-Politik der Schwarzen sind dann im Herbst endlich Geschichte. Hoffentlich! 😉

  57. @Ralf

    Zahlen sind nicht alles. Es gibt noch andere Faktoren bei den ganzen Analysen.

    Was meinst du damit?

    Es ist mir schon klar: Zahlen machen nur Sinn in Verbindung mit einer weiteren Information.

    Wenn sich in der Schweiz täglich 100 Fledermäuse mit dem Coronavirus anstecken,
    ist das eine andere Sache als wenn es 100 Menschen wären.

    Wenn sich in der Schweiz bald 2’000 Menschen pro Tag infizieren,
    führt das mit der Impfung vielleicht nur zu einem Zehntel (1/10) so viel Hospitalisierungen,
    wie wenn sich letzten Oktober 2’000 Menschen pro Tag infiziert haben.

    Und dennoch hat es sehr wohl eine Bedeutung, wenn sich die Infektionszahlen wöchentlich verdoppeln.
    Als das das letzte mal passiert ist, gabs einen (schwachen) Lockdown in der Schweiz,
    ich glaube, das war im Oktober 2020.

    Oder glaubst du, wenn es in der Schweiz 10’000 Neinfektionen pro Tag gibt (entspräche auf Deutschland umgerechnet etwa 100’000 pro Tag) hat das keine Konsequenzen für das Gesundheitssystem und es wird keine Toten geben?

    Ich kann es auch anders sagen:

    Bis Freitagmittag wurden 103 Tote als Folge der Überschwemmungen gezählt. In Rheinland-Pfalz kamen nach offiziellen Angaben mindestens 60 Menschen ums Leben, in Nordrhein-Westfalen waren es 43. Es stehe zu befürchten, dass sich die Opferzahlen weiter erhöhen, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag nach einer Sondersitzung des Landeskabinetts.

    Das ist hier zu lesen:
    https://www.srf.ch/news/international/flutkatastrophe-in-deutschland-schon-mehr-als-100-tote-lage-bleibt-angespannt

    Da noch viele Leute vermisst werden, schätze ich jetzt mal, dass es 150-200 Tote gegeben hat.

    Findest du das ist egal, oder ist es sehr traurig und die Familien haben unser Mitgefühl und unsere Mithilfe verdient?

    In der Schweiz starben letzten November und Dezember teilweise auch über 150 Menschen pro Tag.

    In Deutschland waren es vermutlich über 1’000 pro Tag zeitweise.

    Also stell dir vor, in Deutschland gäbe es so viele Tote einer Flutkatastrophe nicht nur 1 mal in ein paar Jahrzehnten.
    Sondern 6 mal am Tag.
    Das ist es, wenn 1’000 Leute pro Tag in Deutschland daran sterben.

    Und wenn es so weiter geht, wird es diesen Herbst wieder so weit sein.

    Ich will hier nicht die Flutkatastrophe gegen Corona aufwiegen.
    Es geht nur darum, dass bei dieser Katastrophe alle schockiert sind.
    Aber bei Corona gab es Phasen wo es alleine in der kleinen Schweiz pro Tag so viele Tote gab.
    Und wir sind auf dem Besten Weg dorthin.
    Und niemand hält es für notwendig, Massnahmen zu ergreifen.

    Und solche Zustände hatten wir in der Schweiz vor 8 Monaten, dass täglich 100 bis 200 Menschen am Coronavirus starben.

    Und jetzt haben wir schon im Juli 3 mal höhere Fallzahlen als vor einem Jahr.
    Und wo vor 1 Jahr die Fallzahlen (Neuinfektionen) sich im ganzen Juli verdoppelt haben, passiert das diesen Juli nicht einmal, sondern 4 mal.

    Und deine einzige Antwort ist “Zahlen sind nicht alles”?

    So viele Tote wie in der Flutkatastrophe (schätzungsweise 150 bis 200) wird es im Herbst in Deutschland 5 mal pro Tag geben.
    5 Flutkatastrophen pro Tag in Deutschland. Und da antwortet man “Zahlen sind nicht alles”.

    Doch Zahlen sind alles. Denn die Mathematik, die Wissenschaft und die empirische Erfahrung der letzten 18 Monate weisen klar auf ein extremes Risiko hin.

    Aber man kann es natürlich sich auch einfach machen.

    Im Juni vor 1 Jahr hatte ich ein Gespräch mit einer Kollegin.
    Ich sagte, ich mache mir Sorgen um die 2.Welle vom Coronavirus, die kommen könnte.

    Sie sagte: “Meinst du wirklich? Ich glaube, das Corona-Zeugs ist vorbei.”

    Wir hatten damals in der Schweiz etwa 10 bis 20 Neuinfektionen pro Tag.
    Ich wies auf die spanische Grippe hin, wo die 2.Welle viel heftiger als die erste war,
    und wo die 1.Welle auch im Frühling kam.
    Ich sagte, dass ich befürchte, es komme so ähnlich wie bei der spanischen Grippe.

    Tja, sie glaube mir nicht.

    Jetzt sind wir wieder in der gleichen Lage.

    Der Unterschied: Wir haben einen Impfstoff.
    Zugleich haben wir aber eine etwa 2-3 mal so ansteckende Variante (Delta) wie die ursprüngliche Variante (wobei auch das schon eine Mutation war).
    Weil Alpha war ja je nach Angabe 50-70% ansteckender,
    und Delta ist nochmals um 60 bis 100% ansteckender oder so was.

    Ich hätte erwartet, dass schon bei einem Drittel geimpfter Leute in der Bevölkerung der Virus wesentlich langsamere Ausbreitungsgeschwindigkeiten zeigt.
    Statt dessen breitet sich das Ding etwa 4 mal so schnell aus (wöchentliche statt monatliche Verdoppelung) im Vergleich zum letzten Juli aus.
    Trotz fast 50% vollständig Geimpfter.

    Das macht mir Sorgen.

    Aber was machen uns in der Schweiz schon 100 Tote pro Tag oder in Deutschland 1’000 Tote pro Tag.
    Die Bestatter wollen ja auch Geld verdienen.

    In diesem Sinne:
    Zahlen sind nicht alles.
    Zahlen können die Anderen.

  58. @Grüeziwohl-Frau-Stirnimaa

    Erstimpfung Deutschland: 59,04% Erstimpfung Schweiz: 52,50%
    Vollimpfung Deutschland: 45,01% Vollimpfung Schweiz: 41,48%

    Ja, säged Sie, wie läbed Sie, wie gaht’s Ihrem Maa?

    Trotz einer Vollimpfung von mehr als 2/5 breitet sich der Coronavirus viel schneller als vor 1 Jahr aus.
    Das macht mir Sorgen (siehe vorherigen Kommentar von mir).

    Hätte man da nicht eine viel langsamere Ausbreitung erwarten können?
    Und dann ist auch noch Sommer, wo die Leute vermehrt draussen sind.

    @Rüdiger

    16 Jahre Blockade-Politik der Schwarzen sind dann im Herbst endlich Geschichte.

    Ich musste das googlen, schwarz ist CDU.

    Ich habe eine Frage an dich Rüdiger:
    Fändest du einen Wechsel zum schweizer Regierungssystem nicht sinnvoller?

    Bei uns gab es das noch nie, dass eine Partei die Gesetzgebung blockiert oÄ.

    In Deutschland wählt das Parlament den Bundeskanzler, der wiederum seine Minister ernennt (von mir aus mit Genehmigung des Parlamentes oder Bundespräsidenten).
    Der Bundeskanzler kann Dinge entscheiden, an die sich alle Minister zu halten haben.

    In der Schweiz gibt es das nicht.
    Das Parlament wählt aus den 4 wählerstärksten Parteien den 7-köpfigen Bundesrat (Kabinett).
    Einene Regierungschef gibt es nicht.

    Jetzt kann man fragen:
    Wer sagt in der Schweiz, wo es lang geht? Wer leitet die Regierungssitzungen?
    Was ist mit Themen, die sehr wichtig sind (so dass es nicht ein Minister alleine entscheiden darf)?
    Wie erreicht man, dass die Regierung geschlossen mit der selben Meinung auftritt?

    Ganz einfach:
    Die Regierung heisst Bundesrat.
    Es gibt einen Bundespräsidenten, der die Sitzungen leitet und in dringlichen Fällen an stelle des Bundesrates entscheiden darf.
    Dieser Bundesrat wechselt aber jedes Jahr.

    Wichtige Themen (zB Kauf neuer Kampfflugzeuge, Corona-Massnahmen) entscheiden die 7 Bundesräte zusammen.
    Also statt eines Kanzlers ist es die Mehrheit, die quasi die Richtlinien-Kompetenz besitzt.

    Untergeordnete Dinge entscheiden die einzelnen Bundesräte (Minister) selbst (wie in Deutschland vermutlich auch).

    Würde man das auf Deutschland übertragen, würde das heissen:

    Es gibt die Bundeskanzlerin und 14 weitere Minister.
    Den Kanzleramtschef lasse ich mal weg.

    Also 15 Regierungsmitglieder.

    Nach dem schweizer Modell sähe es also in Deutschland so aus:

    Der Bundestag wählt alle 15 Kabinetts-Mitglieder (Minister) direkt und einzeln.
    Der Bundestag hätte 2018 gewählt:

    5 Minister für die CDU/CSU
    4 Minister für die SPD
    3 Minister für die FDP
    2 Minister für die AFD
    1 Minister für die Linke

    Das mit den absteigenden Zahlen ist keine Absicht, das ergab sich aus der Sitzverteilung des Bundestages.

    Und diese 5 Parteien bilden halt auf lange Sicht die Regierung.

    Es wird 1 Bundespräsident gewählt, aber nur für 1 Jahr.
    Er repräsentiert die Regierung nach Aussen.

    Sowas sorgt auch für Frieden im Land.

    Denn Linke und AFD wären gezwungen, Beschlüsse gemeinsam zu fassen.
    UNd es gäbe keinen Regierungschef mit Richtlinien-Kompetenz.

    Dass dieses System funktioniert, beweist die Schweiz stabil seit 1848,
    wo es seither keine Rücktritte einer Regierung (nur einzelner Mitglieder) gab.

    Meiner Meinung nach würde das zu viel mehr Stabilität führen in Deutschland,
    es gäbe weniger Gehässigkeiten.

  59. “Was spräche denn dagegen?”

    Dass ich das Schweizer System nicht für Deutschland will. Mehr sage ich dazu nicht, weil ich hier keinen endlosen Sermon ablaichen möchte 😉

  60. Das verstehen viele Schweizer eben nicht, unser System ist für uns gut, aber hört bitte auf es anderen anzudrehen 😉 Jedes Land soll selbst entscheiden, was für sie gut ist. Da bin ich auch mit Thorsten einverstanden die Eigenverantwortung steht an erster Stelle. Gerne kann und sollen sich Länder Ideen holen aber copy/paste funktioniert nicht, ist bei Unternehmen im übrigen dasselbe. Wir hatten anfänglich unsere Konkurrenz natürlich angeschaut, mittlerweile konzentrieren wir uns auf eigene Innovationen, das bringt mehr Erfolg 🙂

  61. Ich Spende 100 Euro für die Hochwasser Opfer…

    Wer macht noch mit…?

    Das tut keinem weh in diesem Blog..

    Schönen Abend

  62. @Rüdiger

    Dass ich das Schweizer System nicht für Deutschland will. Mehr sage ich dazu nicht, weil ich hier keinen endlosen Sermon ablaichen möchte

    Ah, du bist dagegen, weil du dagegen bist.

    @Bruno

    Das verstehen viele Schweizer eben nicht, unser System ist für uns gut, aber hört bitte auf es anderen anzudrehen 😉 Jedes Land soll selbst entscheiden, was für sie gut ist.

    Jein.

    Ich behaupte, wenn Deutschland das schweizer System übernehmen würde, würde es in Deutschland in einigen Punkten besser laufen.

    “16 Jahre schwarze Blockade” oder so gäbe es nicht mehr.

    Deutschland hat faktsich das System der USA übernommen (1 starker Regierungschef, untergeordnete Minister) mit dem Unterschied, dass es den Bundespräsidenten abgetrennt hat.

    Ich finde, jeder Staat auf der Welt sollte das beste System übernehmen.

    Das heisst, jeder Staat auf der Welt sollte beispielsweise

    -das Regierungssystem der Schweiz
    -das Verfassungsgericht von Deutschland
    -die direkte Demokratie der Schweiz
    -das Schulsystem der skandinavischen Länder
    -einen Staatsfonds nach norwegischem Vorbild

    übernehmen.

    Was spricht dagegen, das bessere System zu übernehmen?

  63. @Zen
    Wenn ein kleines aber feines, erfolgreiches KMU super gut läuft, hohes Wachstum hat und dann zu einem Konzern, der gut funktioniert wenn auch etwas weniger stark wächst wie das KMU spaziert und dem Vorstand dort erklärt, sie sollen doch ihr Geschäftsmodell übernehmen, dann werde alles besser 😉

    Mir ist klar Politik und Länder kann man nicht mit Unternehmen vergleichen, aber ich finde das immer eine spannende Analogie.

    Ich persönlich denke nicht, dass das Schweizer System für Deutschland gut funktionieren würde, aber wie gesagt, dass muss Deutschland selbstverständlich selber entscheiden. Ich möchte auch nicht das System von Katar für uns übernehmen, auch wenn dort das BIP pro Kopf fast doppelt so hoch ist wie bei uns 😉

  64. “Ah, du bist dagegen, weil du dagegen bist.”

    Bingo! Du hast es kapiert!
    Jetzt darfst du noch kapieren, dass ich auch gegen sinnlose Diskussionen mit dir bin, die mir kostbare Lebenszeit rauben, aber rein gar nichts bringen 😉

  65. @sammy

    Merkt ihr eigentlich nicht dass der zen Troll mit vielen Pseudonymen hier alles zu müllt?!

    Welche Pseudonyme habe ich denn bisher verwendet?
    Ich habe jetzt panische Angst, dass du mich ganz enttarnt hast.

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