Hilfe! Die Börse bricht weiter ein. Was tun? Zukaufen

Die Börsenkrise nutze ich für Zukäufe.
Trotze den Börsenturbulenzen, indem du an deiner Strategie festhältst. Denke an deine Langfrist-Ziele. Hin und Her macht Taschen leer. Durch falsches Timing, Gebühren und Steuern vernichten aktive Anleger sehr viel Geld. Aussitzen und zukaufen ist die Gunst der Stunde.

Ich mache weiterhin “Buy and Hold”. Ich behalte meine Aktien. Auch wenn es runter geht an der Börse. Es ist für mich immer noch die beste langfristige Strategie.

Ich möchte mein Depot eigentlich nie verkaufen. Es soll mir für Dividenden und als Sicherheit dienen. Schon während des Crashs im Jahr 2008 hatte ich durchgehalten. Mehr noch: Ich nutzte mein Gehalt, um aggressiv zuzukaufen. In solchen Zeiten siehst du andere, die ihre Aktien gegen Cash eintauschen. Ich dachte mir: “Nö, oder? Was machen die nur?”

Jetzt, da wir uns am Abgrund einer weiteren möglichen Rezession befinden, ist es schon manchmal beängstigend. Ich ziehe aber die gleiche Strategie durch. Augen zu und durch. Das ist mein Motto. Ich bleibe auf Aktienpositionen sitzen. Ich stocke zudem auf. Zum Teil sind meine Aktienpositionen riesig. Ich besitze über 8.000 Bank of America Aktien.

Ich bin kein aktiver Trader. Das kann ich nicht. Mein Finanzberater ist Warren Buffett. Ich verfolge, was er tut und kopiere ihn weitgehend.

Wichtig ist zu wissen: “Die Zeit an der Börse schlägt das Timing an der Börse”. Sprich: “Time in the market, not Timing the market.” Das gilt immer.

Die Leute warnen gefühlt seit drei oder vier Jahren vor dem nächsten Abschwung. Nun scheint die Warnung legitim zu sein. Zumal das Covid-19-Virus weltweit wütet. Die Korrektur war überfällig – mit oder ohne Virus.

Was sollten Anleger tun? Investier einfach wie gewohnt monatlich weiter. Per Sparplan. Die Börse kam nach dem Absturz 2008/09 auch wieder in den grünen Bereich, obwohl niemand sich das ausmalen konnte.

Niemand erwischt den tiefsten Kurs – nicht mal Warren Buffett

Denk daran, egal, was passiert, sobald du an der Börse kaufst, fällt sie weiter, weil es eben so bescheuert ist. Niemand erwischt exakt den Tiefpunkt.

Es ist unmöglich, die Börse kurz- und mittelfristig vorherzusagen. Obwohl massenweise “Experten” so tun, als wüssten sie es. Aber im Ernst: Wer nach dieser Korrektur nicht nachkauft, ist selber schuld. Du wirst dir in den Hintern treten.

Eines Morgens wirst du aufwachen und die Börse wird plötzlich um acht oder zehn Prozent nach oben stürmen. Das war so im Frühjahr 2009.

Vorher werden sich die Mutigen grün und blau ärgern, weil sie zwischenzeitlich ins Minus gerutscht sind. Das macht aber langfristig nichts aus.

Wenn die Börse schwungvoll nach oben dreht, denken die Angsthasen: “Verdammt. Ich dachte, sie wird noch tiefer sinken.”

Ich habe jetzt meinen Notgroschen und mein Cash fast komplett in Aktien investiert. Wer einen hohen Kassenbestand hat und ängstlich ist, kann das Cash in zwölf Teile aufteilen. Und jeden Monat gehst du anteilig auf Schnäppchenjagd in den Markt.

So kannst du vielleicht deine Nervosität in den Griff bekommen. Unweigerlich schlägt die Zeit an der Börse das Timing der Börse. In so einem Dip zuzukaufen ist meiner Meinung nach auf jeden Fall etwas Schönes.

Mache einfach, was du für richtig hältst. Für deine Finanzen bist nur du verantwortlich.

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Tony
2 Jahre zuvor

Habe auch Aktien gekauft, Sparplan verdoppelt plus Einmalzahlungen!

Das ganze GELD wird zurückkommen! Abwarten! Wo soll es denn sonst hin…

2 Jahre zuvor

Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.

Mark 85
2 Jahre zuvor

Hut ab vor 8.000 BoA-Aktien! So mental stark bin ich dann doch nicht. Mein größter Nervenkitzel im Portfolio ist der 10-prozentige Bitcoin-Anteil. 😉

-M
2 Jahre zuvor

@FuG

Hallo danke dass du an mich gedacht hast ich antworte dir hier

Richtig die Reisebranche ist jetzt nicht unbedingt was für mich Airlines sind auch sehr volatil wobei die Fraport Aktie auch eine nette Gelegenheit bieten dürfte auf die nächsten 10 Jahre.

Die letzten Tage bin ich bei Shell Gazprom und Berkshire Hathaway eingestiegen bzw habe die ersten beiden zu gekauft alle Positionen werde ich sukzessive erhöhen wenn die Kurse noch weiter fallen

Es gibt noch viele viele Aktien auf meine Watchlist die langsam in den Bereich kommen wo ich langsam eine erste Position kaufen würde BASF Fresenius Bayer auch eine Continental wären so die deutschen Werte

Disney kommt langsam zurück die US-Banken werden langsam günstig US Bancorp Wells Fargo Goldman Sachs

Uvm.

Noch finde ich die Kurse nicht so als dass man einen Eimer rausstellen müsste weil es Gold regnet, wie Warren Buffett einmal sagte. Vlt kommt das noch, aber kleine Einstiegspositionen kann man ja langsam angehen.

Habe nicht umsonst knapp 70% Cash gehabt.

 

-M

Insider
2 Jahre zuvor

Ich werde eine erste kleine Position Gazprom eröffnen . Ansonsten habe ich Shell und imperial Brands aufgestockt die tage. Bei Shell leider auch schon zuvor bei 24 eine erste Position eröffnet aber so ist das halt . Frisches Geld kommt erst Ende des Monats wieder . Mal schauen ob es noch mehr länger Rabatte gibt . Auch MasterCard und Visa finde ich interessant, aber immer noch zu teuer .

Etwas weh tut meine Jungheinrich Position bin damals 2018 bei circa 35 rein und dachte noch , toller Kauf die sind gut gefallen von  40. Aktuell stehen sie bei 16. Bin trotzdem langfristig vom Unternehmen überzeugt und würde auch weiter zukaufen , habe allerdings nicht genug Cash .  Und denke lieber streuen als zu konzentriert in gefallene Werte zu investieren.

Wer hier ist bereit bei einem längerfristigen Abschwung auch auf Kredit Aktien zu kaufen ? Ich werde einen Teil der  geplanten Umbau kosten sicher per kredit bezahlen , um in einem Abschwung weiter Aktien kaufen zu können .

Insider
2 Jahre zuvor

M unsere Beiträge und auch Käufe haben sich überschnitten 😉 BASF finde ich auch super interessant, Disney habe ich eine kleine Sparplan Position würde ich gern erhöhen. Deutsche Werte will ich wegen Klumpenrisiko eigentlich gering nicht zu hoch gewichten .  Bei Banken kenne ich mich nicht wirklich aus , europäische würde ich niemals kaufen . Die amerikanischen sind wohl stabiler .

Cash habe ich nicht viel Flüssig leider , da bist du natürlich mit deinem Timing zu beneiden .

 

Tim danke für deine Motivation gerade jetzt wenn es runter geht .

-M
2 Jahre zuvor

Das Unternehmens-Timing muss ich MIR erst noch beweisen. 🙂

 

Auf Kredit evtl, mit einem aufgezahltem Bausparvertrag. Wäre circa 25% Hebel aufs Depot gesehen, also dezent aber man würde es merken.

-M

Mark 85
2 Jahre zuvor

An Tim: Ja, solch große Einzelaktienpositionen sind sehr imposant. Deine Ausdauer wurde belohnt und bei der Auswahl scheinst du auch ein gutes Händchen bewiesen zu haben.

Ich würde mich wohl laufend hinterfragen, ob ich die richtige Auswahl getroffen habe, weil ich nicht so abgebrüht bin. 🙂

Peter Janssen
2 Jahre zuvor

Meint ihr der S&P500 gibt die nächste Zeit weiter ab? Die Short Zertifikate laufen ja richtig gut und da geht der Corona Kram jetzt erst los und das Ausmaß und die Folgen sind garnicht abzusehen.

Freelancer Sebastian
2 Jahre zuvor

Tims Blog ist der Fels in der Brandung.

Welche Jammerlappen meint denn der Wesir? Mir begegnen hier reihenweise Hartgesottene.

Wenn ich mich an 2009 und die Kasinobetreiber erinnere

https://wertpapiere.ing.de/Investieren/Aktie/Charts/US5178341070

dann juckt es mich schon, im nächsten halben Jahr bei Carnival einzusteigen. Ob die Menschen 2030 wohl noch um die Welt cruisen werden? Na ja, bei 5€ bin ich dabei….. 🙂

Und was sagt der Altmeister so?

Das Coronavirus steht jetzt im Vordergrund, etwas anderes wird es in drei Monaten, in einem Jahr und in zwei Jahren sein, aber die eigentliche Frage ist, wo Unternehmen in fünf oder zehn Jahren stehen werden. Und insgesamt wird Amerika gut abschneiden, wie es das seit 1776 immer hat.
(Warren Buffett)

Follower
2 Jahre zuvor

Ich lerne gerade Geduld. Habe leider um Weihnachten/Neujahr mein Pulver verschossen (‘Gier’) und diese Positionen sind jetzt 35-40% im Minus. Ich kaufe nach, so wie frisches Cash rein kommt, und warte noch ab ob die Kurse weiter fallen. Jetzt schon alles raus hauen ist vermutlich zu früh. Da kommt noch was.

Felix
2 Jahre zuvor

Hallo Tim, stockst du deine ohnehin großen Positionen beim Nachkaufen weiter auf (also noch mehr BoA z.B.) oder diversifiziert du eher in die Breite.

Mir gefällt eher Jasons Fiebers Herangehensweise. Er hat sich ein Depot mit über 100 wohl bekannten Dividendentiteln aufgebaut, das ihm quasi täglich zwar keine hohen, aber immerhin Einnahmen generieren. Nur wenige Titel haben ein Gewicht von über 1 %.

Sein sogenannter FIRE-Fonds ist natürlich weitgehend immun gegen eine Schieflage oder Totalausfall einer einzelnen Position. Damit hat er eine ganz andere Stabilität als wenn in deinem Depot etwas BoA ausfallen würde.

Thorsten
2 Jahre zuvor

In den USA sind die Folgen noch kaum sichtbar, in Deutschland deutet es sich gerade erst an. Geschlossene oder eingeschränkte Unternehmen, Bildungseinrichtungen. Allgemeine Konsum- und Mobilitätsreduktion. Einbrechen der Steuereinnahmen, Insolvenzen. Kann so kommen, muss nicht, Norditalien muss so lange zum Vergleich herhalten. Ein Ende ist noch gar nicht absehbar. Es wird vermutlich noch günstigere Einstiegskurse an den Börsen geben als jetzt. Wer regelmäßig kauft , muß gar kein Timing machen. Vermutlich ist der Spuk dann plötzlich vorbei und die Kurse gehen steil bergauf.

Sterbai
2 Jahre zuvor

Hallo Zusammen, würde mir gerne eine Position Anheuser-Busch InBev ins Depot legen. Hat wer Erfahrungen mit der Erstattung der zuviel bezahlten Quellensteuer aus Belgien. Klappt das Problemlos? Kommen hier Kosten auf?

 

Danke und Gruß Sterbai

Thorsten
2 Jahre zuvor

Für manche einen die erste Erfahrung :

die Gewinne sind komplett weg
der Buchwert ist niedriger als die eingezahlte Summe.

Das ist wie ein Hefeteig : nach dem ersten Gehen wird er durchgeknetet und liegt dann als geschrumpfter Kloß hässlich in der Schüssel, nur um beim nächsten Gehen noch größer zu werden.  Macht’s wie die Bäcker : habt Geduld

Gainde
2 Jahre zuvor

Denke, dass man guten Value daran erkennt, was im ersten Rutsch seit 25.02. weniger gefallen ist als der Rest. Meine Watchlist zeigt noch keinen Kandidaten zum Kauf an. Einzig Novartis habe ich gekauft (KGV 15, 3.6% Yield). Beim Index sind wir ja Stand Oktober 2019. Da ist noch viel Luft gegen unten. Das Virus hat jedoch schon erste Bremsspuren hinterlassen, wie ich es in meinem Unternehmen feststellen konnte (Financials).

steve
2 Jahre zuvor

@ Thorsten mit deinen Ausstieg aus Dollar Aktien scheinst du gut zu liegen. Ansonsten bin ich eher optimistisch was soll momentan das ganze. Weg bekommen werden wir den Covid 19 oder so nicht mehr. Heist fuer mich wer Gesund ist soll arbeiten, wer krank ist zuhause bleiben. So funktioniert es bei der Grippe doch auch. Aber egal machen wir noch ein bisschen Theater, sobald es warm wird in China und Korea ist es schon soweit hat es sich. Dann wird das wenige Gehirn mal wieder eingeschalten, da sind die Chinesen z.b flexibel, viele Unternehmen die das nie gemacht haben stellen momentan Schutzmasken her. Auch der Rest der Welt ist doch nicht vollkommen doof, knappe Dinge koennen zumindest teilweise auch hier produziert werden. Vielleicht teurer, aber besser als nichts. Was gerne vergessen wird an der Boerse wird die Zukunft gehandelt. Bei manchen Firmen sogar Jahre im vorraus.

Tim L.
2 Jahre zuvor

Hallo Tim,

danke für den Beitrag, den ich ebenfalls beherzige.

Ich hab einiges Geld auf P2P-Plattformen liegen, die jetzt Schritt für Schritt in den Aktienmarkt geschoben werden. Ich konzentriere mich eigentlich größtenteils auf den US-Markt und dort zu ca. 50% auf Value- und 50% auf Wachstumswerte. Da sind derzeit wirklich einige Schnäppchen zu finden, die teilweise deutlich mehr als 30% unter den Höchstständen liegen. Ich hab die letzten 2 Wochen folgende Aktien gekauft:

Value:

DFS, BAC, PRU, CVS, SPG, FDX

Growth:

NTNX, PS, ROKU, PINS, ESTC, SWAV, NVTA

Wünsch euch allen fröhliches Schnäppchenjagen 🙂

Escobar
2 Jahre zuvor

Eine Frage an das Forum/Tim: verfolge den Blog eine Weile und Frage mich gerade, ob die Strategie von skywalker aufgehen kann. Er hat ja die meisten Aktien auf dem hoch verkauft und will später wieder einsteigen, wenn die Kurse niedriger sind. Aber auf den erzielten Gewinn wird er ja ca. 30 Prozent Steuern abführen, d.h. di Aktien müssten richtig tief fallen, damit seine Strategie aufgeht oder habe ich einen Denkfehler?

A.
2 Jahre zuvor

@Thorsten

Wer regelmäßig kauft , muß gar kein Timing machen. Vermutlich ist der Spuk dann plötzlich vorbei und die Kurse gehen steil bergauf.

Sehe ich genauso. Daher kaufe ich regelmäßig weiter. Habe heute aber meine dritte und zunächst letzte Tranche Shell gekauft. Macht nun 2,5 Prozent vom Depot aus.

Nun habe ich keine extra Kohle mehr aus meinen “Notgroschen” der aber auch bleiben soll.

Visa würde mich noch interessieren als Nachkauf. Aber ich muss mich gerade etwas beherrschen um nicht an den Notgroschen zu gehen. Mit Cash in der Hinterhand schläft es sich besser. Diesen Monaten kommt auch einiges an Dividende.

Sollte es bis Ende nächsten Monat noch weiter tiefer stehen, dann werde ich aber bestimmt nochmal nachkaufen, sobald Gehalt da ist.

Gruß

A.

 

 

Peter
2 Jahre zuvor

Ist der finanzwesir nicht der schlecht gekleidete Opa der immer das selbe erzählt?

Thorsten
2 Jahre zuvor

@steve mein Depot ist rot. Aber es stimmt , die US-Aktien könnten wirklich massiv einbrechen , wenn der Virus wütet und unruhige, übertriebene Verhaltensweisen auftreten. Dann geht der Dax auch weiter runter.

Wo man bei uns noch besonnen bleibt und nur seine Vorräte etwas mehr auffüllt als sonst, von wegen Hamsterkäufe, das sähe anders aus. Ob wir irgendwann hören , dass Menschen beim Kampf um Klopapier erschossen wurden ? In Australien wurde ja schon deswegen mit dem Messer zugestochen. Es hängt alles davon ab wie es weitergeht, der Virus verdoppelt sich jetzt täglich in Deutschland. Die Regierung lässt munter weiter reisen und schaut zu.

Aber wie geschrieben, der Spuk endet irgendwann und dann geht es steil bergauf. Wer nicht dabei ist wird sich ärgern.

S. B.
2 Jahre zuvor

Hab mir auch überlegt Carnival und Kraft Heinz zu kaufen. Aber ich kann nicht hinter den Unternehmen stehen. (Bin nicht überzeugt davon) Obwohl die beiden echt tief stehen (unterbewertet)

Stell mir auch die Frage ob ich Unternehmen bei weiterem Verlust, nachkaufe. Wenn ich darauf mit “Nein” antworte, hole ich mir die Aktie gar nicht ins Depot.

steve
2 Jahre zuvor

@ Thorsten traurig wegen Sch..papier, oh man wenns das wirklich nicht mehr gibt Zeitungspspier und dannach waschen oder Ernaehrung umstellen. Es gibt ne Theorie da bei richtiger Ernaehrung kaum Papier gebraucht wird. Wie das funktioniert keine Ahnung und ist nicht das Thema hier.

@ Escobar Skywalker oder egal wer zum richtigen Zeitpunkt ausgestiegen ist muss nicht auf das ganze Depot Steuer zahlen. Beidpiel Aktie vor 2 Wochen 5% Plus heute 10% plus passt doch. Ich selbst habe eine did war 30% im plus und ist heute 10% im Minus. Haette ich sie verkauft ich koennte sie heute zuruckkaufen und haette 20% verdient. Buy and hold ist gut aber nicht fuer alle Aktien es gibt viele Zykliker da macht es sinn irgendwann raus zu gehen. Habe selbst BMW waehrend der Finanzkrise fuer 25€ gekauft und 2013 fuer 75€ verkauft. War zu frueh sind ja noch auf 120€ gestiegen. Aber wenn ich heute schaue war es nicht so schlecht. Eines gilt auch Steuer auf Gewinn ist besser als Verlust.

Bruno
2 Jahre zuvor

Ist schon interessant dem Treiben aktuell zuzusehen, nicht nur was den Aktienmarkt betrifft. Öl heute -10%, Treasuries auf All-Time-High, wenn 30yr Treasuries an einem Tag über 4-5% steigen ist schon heftig.

Und wie gesagt, ich schaue weiterhin nur zu, halte und warte ab.

All dies nun auf Corona zu projezieren erachte ich aber nicht wirklich als richtig, wenn dann einige Finanzanalysten die schlechten Jahresergebnisse von 2019! einiger Industriezweige auf Corona zuschieben, dann frage ich mich ab dieser Zunft.

Abwarten und Tee trinken 😉

Mark 85
2 Jahre zuvor

An Escobar: Als Langfristanleger hat man auf jeden Fall einen Barwertvorteil, weil der Steueranteil auf die Gewinne weiter für einen arbeiten kann. Wie hoch dieser ausfallen kann, vermag ich nicht zu berechnen. Herr Kommer hat sich diesem Thema gewidmet, beispielsweise hier ab Minute 13: https://youtu.be/gSnqK3u02Sc 😉

Hinzu kommen natürlich noch die eingesparten Transaktionskosten.

 

steve
2 Jahre zuvor

@ Mark 85 bin ich jetzt aber echt dafür dass das in der Allgemeingültigkeit ein Märchen ist. 30% plus abzüglich Steuer ist mehr als – 10%. Das ganze stimmt wenn ich deutlich im Plus bin bei z.b 1000% plus müsste man darauf Steuer zahlen, dann müsste die Aktie tatsächlich um ueber 25% fallen um die gleiche Anzahl Aktien zu erwerben. Ich habe auch noch ein eigenes Beispiel wo es mit Steuer eines Multibaggers besser ist rauszugehen. Ich habe Arizona Mining in 2013 für 0,25€ als noch Wildcat Silver hießte gekauft ( Explorer und Risikoaktie ein paar andere brachten Verluste) und 2018 aufgrund eines Übernahme Angebots für 4€ verkauft und natürlich Steuer berechnet bekommen. Alternativ hätte ich Aktien von South 32 nehmen können ohne Steuer, blöd nur das die sich zwischenzeitlich halbiert haben. Da brauch ich keinen Taschenrechner was besser war und mit der Dividende hätte sich das nicht gedreht, zumal ich mit den übrigen 3€ ja auch was reinholen konnte.

Die These mag für Aktien gelten der würde eine Wildcat Silver wahrscheinlich nie kaufen.

Mark 85
2 Jahre zuvor

An steve: Warum ein Märchen? Es ist aktienunabhängig von Vorteil, wenn man später seine Steuern zu zahlen hat. Außer man geht davon aus, dass die Steuersätze zukünftig steigen werden. Ich habe ein Rechenbeispiel gefunden: https://etf-blog.com/der-steuervorteil-der-anlagestrategie-buy-and-hold/

Für mich ist das ein netter Zusatzpunkt (soll jeder seine eigenen Schlüsse daraus ziehen), aber nicht der Hauptgrund, warum ich passiv investiere. Mein Gegner sind nicht aktiven Anleger, wie du einer bist, sondern ich muss mich meiner Psyche in den Weg stellen, die mich zu renditeschädlicher Aktivität verleiten möchte.

Thorsten
2 Jahre zuvor

Spätere Steuerzahlungen sollen günstig sein ? Ich halte das für eine gewagte Hypothese. OMG ich sehe gerade, dass Herr Kommer beteiligt ist. Alles klar.

Student
2 Jahre zuvor

@Mark85: Du hast immer sehr gute und sachliche Beiträge. Wenn du passiver Anleger bist, investierst du in ETF? Wenn ja, in welche? Hast du noch andere Assets außer Aktien?

Und hast du vielleicht einen Tipp, wie man gerade in solchen Phasen Aktivitäten als passiver Anleger (z. B. Umschichten in günstige Exxon Mobil Aktien) unterlassen kann? Login Daten wegwerfen? 😀

steve
2 Jahre zuvor

@Mark 85

Davon rede ich nicht, mein Punkt ist Steuer zahlen oder einen Verlust haben bzw erheblich weniger Gewinn. Gerne noch ein echtes Beispiel Bertrandt für 100€ gekauft und für relativ wenig Gewinn für 113 verkauft. Sind auf 140€ gestiegen und heute für unter 40€ zu haben. Jetzt erzähl mir bitte niemand das Bertrandt eine schlechte Aktie ist die man nie kauft. Ganz zum Schluss mein Depot stand vor 2 Wochen mit 10% im Plus locker und flockig hätte ich komplett verkaufen können Steuer auf die 10% gezahlt und natürlich Gebühren. Stand heute wären ca 90.000 mehr mein eigen. Da kann jetzt ein Herr Kommer oder wer will behaupten ich habe die falschen Aktien. Ich habe die die ich habe und da passt buy and hold nicht immer

Mark 85
2 Jahre zuvor

An steve: Es behauptet niemand, dass du die falschen Aktien hast, nur macht es für mich keinen Sinn, mich an Einzelaktiendiskussionen zu beteiligen. Die aktiven Anleger sind wie gesagt nicht mein Gegner, sondern ich selbst. Ich habe konkret auf Escobars geantwortet. Was man mit dieser Info macht, bleibt jedem selbst überlassen.

Wenn du so besser fährst, freut mich das, aber ich halte mich lieber an wissenschaftliche Erkenntnisse. Nach Kosten und Steuern möchte ich langfristig möglichst die Marktdurchschnittsrendite erzielen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

-M
2 Jahre zuvor

Steve

Das Problem ist, im Rückspiegel ist alles einfach. Habe auch Apple 130€ gekauft und 280€ verkauft in 1 Jahr…. rückblickend natürlich toll….aber auch Glück….

 

Geht es gut, ist es natürlich besser…. aber dauerhaft geht das selten…evtl mit zyklischen Unternehmen. Bei Konsumgüter etc also nicht zyklischen sollte Buy&hold überlegen sein LANGFRISTIG gesehen.

 

-M

dirk
2 Jahre zuvor

Jetzt Lufthansa kaufen? Was denkt ihr? Liegt jetzt fast am langjährigen Minimum.

steve
2 Jahre zuvor

@ M stimmt man kann ruckblickend immer die Entscheidungen erkennen die gut und schlecht waren. I

Eine Einzelaktiendiskussion will ich auch gar nicht fuehren (obwohl ich noch ein paar haette), deshalb ja mein ganzes Depot. Jeder der vor 2 Wochen mit den Gesamtdepot nicht mehr als 40% im Plus war und verkauft hat, kann heute guenstiger einsteigen trotz Steuer. Freilich wusste man das da nicht, wer behauptet er wusste das, und nicht short gegangen ist hat was vermasselt.

Es ist aber denke ich nachvollziehbar, das sich der Ausstieg fuer Skywalker oder manchen anderen gelohnt haben kann, sofern der Einstieg auch gut gelingt.

Mark 85
2 Jahre zuvor

An Student: Danke für die lieben Worte.

An Aktien besitze ich nur folgende 2 ETFs: Vanguard FTSE All-World und iShares Developed Markets Property Yield. Hinzu kommen weitere Anlagen zur Vermögensstreuung.

Mir hat es in den letzten Wochen geholfen, Tims Artikel zu lesen und bereits gelesene Bücher über passives Anlegen zur Auffrischung herauszuholen. Von tagesaktuellen Nachrichtenseiten nehme ich Abstand. Am besten gefiel mir heute Warren Buffetts Aussage über den Coronavirus in Sebastians Beitrag.

Ansonsten geht mein Leben wie gewohnt weiter, weil ich nicht zu den unvorbereiteten Marktteilnehmern gehöre, die gezwungen waren zu verkaufen. Für meine innere Ausgeglichenheit verbringe ich jeden Tag mehrere Stunden in der Natur.

Ein Allheilmittel gegen unruhige Börsenzeiten habe ich leider nicht. Ich denke, dass eine gute Vorbereitung schon mal die halbe Miete ist. Und man sollte von seiner Anlagestrategie überzeugt sein. Da bei dir von Einzelaktien die Rede ist, können dir andere sicherlich besser weiterhelfen.

Mark 85
2 Jahre zuvor

An steve: Selbstverständlich ist das nachvollziehbar. Niemand kann bestreiten, dass es nicht auch aktive Anleger gibt, die langfristig überdurchschnittliche Marktrenditen erzielen. Der Grund (Glück/Zufall oder Können) ist letztlich egal. Ich beglückwünsche hier jeden, dem dies gelungen ist oder in der Zukunft gelingen wird.

Nur zeigen wissenschaftliche Untersuchungen immer wieder auf, dass die allermeisten Anleger unterdurchschnittlich abschneiden. Deshalb wird dazu geraten, marktbreit, kostengünstig, steuerschonend sowie langfristig anzulegen.

Für mich sind weltweite ETFs wegen ihrer enormen Streuung und selbstreinigenden Prozesse das beste Mittel, aber eines muss mir klar sein: Wenn ich sie aufgrund von Fehlplanungen zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen muss oder sie zum aktiven Handeln missbrauche und es hierbei zu Marktfehleinschätzungen kommt, kann es das schnell mit der durchschnittlichen Marktrendite gewesen sein. 😉

Mark 85
2 Jahre zuvor

An Escobar und steve: Beim nochmaligen Durchlesen eurer Beiträge ist mir eine Sache aufgefallen: Nachdem man die Steuer entrichtet hat, kann man sich direkt nach dem Verkauf weniger Anteile als vorher leisten. Das stimmt, aber bis auf den möglicherweise zukünftig verlorengegangenen Barwertvorteil und die anfallenden Transaktionskosten sehe ich vermögensmäßig keinen Unterschied. Man rechnet sich vor dem Verkauf auf dem Papier reicher, als man es in Wirklichkeit ist.

Ein einfaches Beispiel: Man hat 100 Euro investiert und der Gesamtwert liegt bei 110 Euro. Nun können 110 Euro weitere Erträge erarbeiten, aber zur freien Mittelverwendung stehen nur 107,50 € (2,50 € müssen für die gestundete Steuerzahlung zurückgelegt werden) zur Verfügung.

Wenn man nun alles verkauft und direkt wieder einsteigt, kann man zwar nur noch für 107,50 € Anteile erwerben, aber dafür steht einem diese Summe bei einem späteren Verkauf voll zur Verfügung, weil sie steuerlich bereits abgegolten ist.

Wenn 2 Anleger gleich hohe Depotvermögen aufweisen, wäre ich lieber der Anleger, der weniger steuerpflichtige Gewinne erwirtschaft hat. 🙂

2 Jahre zuvor

Danke für deinen Beitrag in diesen stürmischen Zeiten, lieber Tim!

Ja, der Blick ins Depot war schon mal schöner, aber auch ich habe die Gunst der Stunde genutzt und meinen MSCI World ETF aufgestockt sowie neu in einen Technologie-ETF investiert 🙂

Meine Beobachtungsliste, auf die ich diese Tage öfters mal geschaut habe, wird erst mal nicht wieder so schnell aufgemacht.

Ich freue mich, dass ich günstig gekauft habe und da ich auch langfristig anlege, kümmert mich nicht weiter, wenn es in den nächsten Wochen noch weiter runter gehen sollte.

In der Ruhe – und Langfristigkeit – liegt die Kraft 🙂

Liebe Grüße und ein schönes entspanntes Wochenende,

Anke

Timo Wunderlich
2 Jahre zuvor

Hi Tim

Super Beitrag wieder. Vielen Dank auch an die Community. Es ist schön zu sehen ,dass in unruhigen Zeiten hier keiner in Panik verfällt. Ich finde auch den passiven Weg für mich persönlich besser ,da mein Depot so eine größere Streuung erhält. Ich finde alle aktiven Anleger müssen sich doch nicht für Ihren Weg rechtfertigen. Ich denke es wird erst nach Jahren gesehen, ob jmnd den Markt langfristig geschlagen hat oder nicht . Für mich ist so eine Korrektur die erste Lernphase mit Buchwertverlusten umzugehen und auch zu sehen ,dass es nicht immer bergauf geht. Der Blog hier und die die vielen guten Beiträge hier haben sehr viel für meine jetzige innere Ruhe beigetragen. Auch hier einmal möchte ich allen Danke sagen.

Lg

Skywalker
2 Jahre zuvor

“Man rechnet sich vor Verkauf reicher, als man ist. ” das stimmt. Ich hatte auch Werte in der verlustzone, die habe ich zuerst verkauft. Dann den rest. Sicher habe ich einiges an Steuern gezahlt, aber das ist wie mit der einkommensteuer: eigentlich muss man sich freuen, wenn man viel zahlen muss.

 

Mein schritt, hier zu artikulieren verkauft zu haben war im Nachhinein mutig, mit so viel Gegenwind hatte ich nicht gerechnet. Ich denke jeder sollte seine eigenen Entscheidungen treffen können und muss dann auch damit leben. Mir geht es momentan ganz gut mit der Entscheidung. Sollte es ab Montag nur noch Berg auf gehen(glaubt ihr das??) würde ich irgendwann Rendite verpassen, aber das wäre ok für mich. Meine persönliche Situation ist einfach so, dass ich keine Aktien halten muss. Passt so. Wenn ich wieder groß einsteige werde ich es hier vielleicht wieder verkünden. 🙂

Und immer daran denken:Rule No.1: Never lose money. Rule No.2: Never forget rule No.1.

P. S. Der finanzwesir hört sich mittlerweile an wie ein nölender alter mann der alles besser weiß und auf die Jugend schimpft. Vielleicht liegt es daran dass er ein nölender alter Mann ist der alles besser weiß und auf die Jugend schimpft? :)))

Kater
2 Jahre zuvor

*Dirk

“Jetzt Lufthansa kaufen? Was denkt ihr? Liegt jetzt fast am langjährigen Minimum.”

Wenn du für Deutschland nicht grundsätzlich negativ  positioniert bist (Enteignungen, Steuer, “Reiche erschießen”), dann schlag’ zu! Wird überproportional von einer Normalisierung profitieren.

Wolke
2 Jahre zuvor

Der wirtschaftliche Einbruch durch Corona, der auf ein fragiles, überschuldetes Finanzsystem trifft, speziell in Europa und China, ist schon derart kritisch, daß die Diskussion ob man jetzt „Lufthansa kaufen soll“, lächerlich und nur mehr akademisch erscheint.

Das ist wie wenn man in einem Flugzeug, an dem alle Motoren ausgefallen sind, über Altersvorsorge diskutiert.

Man sollte sich fragen, wie man demnächst sein Vermögen, sofern man eines hat, halbwegs in Sicherheit bringen kann und da werden Aktieninvestments bei weitem nicht reichen. ETFs schon gar nicht.

Oder einfach verdrängen und so tun, als wär nichts…und weiter über finanziellen Kleinscheiß diskutieren. Geht auch…

Sebastian
2 Jahre zuvor

Diversifikation ist doch das Zauberwort der Stunde, dann braucht man auch nicht bei dem aktuellen Abschwung schon an das Ende der Welt denken und überlegen wie man nächsten Monat die Miete bezahlt.

 

Natürlich bringen reine Aktieninvestments langfristig meist die höhere Rendite. Aber halt auch nur, wenn man wie Tim die Nerven hat, dass durchzustehen. Die haben im Boom alle, aber in diversen FB-Gruppen rasten die “Buy&Hold for ever”-Kasper schon aus, wenn das Depot mal 4% im Minus steht. Wer hier schon nervös wurde, hat einfach sein Risikoprofil völlig falsch eingeschätzt. Aber in den letzten paar Jahren hält sich ja fast jeder im Aktienbereich für mindestens so kompetent wie Warren Buffet, wenn nicht noch cleverer, weil “der alte Mann” ja vom “Tech-Business” keine Ahnung hat. Willkommen in der Realität.

 

Und wenn das “System zusammenbricht” und wir mit der Keule ums Feuer laufen, wie es ja auch immer gern einige propagieren, dann sind mein letztes Problem meine Aktien. 🙂

Wolke
2 Jahre zuvor

@Sebastian

Ja, Diversifikation ist gut, klar. Aber in diesen Zeiten sicher nicht mit 70/30 Welt/EM ETF. „Eine Art“(wer weiß schon wie und was) wirtschaftlicher Zusammenbruch ist derzeit viel wahrscheinlicher geworden. Um sein Vermögen „hinüber zu retten“, sollte man derzeit etwas mehr Hirnsubstanz abrufen können, als sonst üblicherweise in guten Zeiten.
Damit Du, Sebastian, eben nicht mit der Keule unter der Brücke herumlaufen mußt.

Stefan D.
2 Jahre zuvor

@ Lufthansa:

Ich habe gestern nachgekauft. Ebenfalls Easyjet und TUI. Ich persönlich halte diese Unternehmen für grundsätzlich gut aufgestellt und gehe davon aus, dass sie sich gut erholen werden. Ob das schon nächstes Jahr ist oder später wird sich zeigen, aber ich glaube langfristig an eine gute Entwicklung.

 

Thomas
2 Jahre zuvor

So falsch liegt der Wesir nicht wenn er schreibt dass hier manche(r) die Hosen voll hat

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