Hilfe! Die Börse bricht weiter ein. Was tun? Zukaufen


New York, 6. März 2020
Die Börsenkrise nutze ich für Zukäufe.

Trotze den Börsenturbulenzen, indem du an deiner Strategie festhältst. Denke an deine Langfrist-Ziele. Hin und Her macht Taschen leer. Durch falsches Timing, Gebühren und Steuern vernichten aktive Anleger sehr viel Geld. Aussitzen und zukaufen ist die Gunst der Stunde.

Ich mache weiterhin “Buy and Hold”. Ich behalte meine Aktien. Auch wenn es runter geht an der Börse. Es ist für mich immer noch die beste langfristige Strategie.

Ich möchte mein Depot eigentlich nie verkaufen. Es soll mir für Dividenden und als Sicherheit dienen. Schon während des Crashs im Jahr 2008 hatte ich durchgehalten. Mehr noch: Ich nutzte mein Gehalt, um aggressiv zuzukaufen. In solchen Zeiten siehst du andere, die ihre Aktien gegen Cash eintauschen. Ich dachte mir: “Nö, oder? Was machen die nur?”

Jetzt, da wir uns am Abgrund einer weiteren möglichen Rezession befinden, ist es schon manchmal beängstigend. Ich ziehe aber die gleiche Strategie durch. Augen zu und durch. Das ist mein Motto. Ich bleibe auf Aktienpositionen sitzen. Ich stocke zudem auf. Zum Teil sind meine Aktienpositionen riesig. Ich besitze über 8.000 Bank of America Aktien.

Ich bin kein aktiver Trader. Das kann ich nicht. Mein Finanzberater ist Warren Buffett. Ich verfolge, was er tut und kopiere ihn weitgehend.

Wichtig ist zu wissen: “Die Zeit an der Börse schlägt das Timing an der Börse”. Sprich: “Time in the market, not Timing the market.” Das gilt immer.

Die Leute warnen gefühlt seit drei oder vier Jahren vor dem nächsten Abschwung. Nun scheint die Warnung legitim zu sein. Zumal das Covid-19-Virus weltweit wütet. Die Korrektur war überfällig – mit oder ohne Virus.

Was sollten Anleger tun? Investier einfach wie gewohnt monatlich weiter. Per Sparplan. Die Börse kam nach dem Absturz 2008/09 auch wieder in den grünen Bereich, obwohl niemand sich das ausmalen konnte.

Niemand erwischt den tiefsten Kurs – nicht mal Warren Buffett

Denk daran, egal, was passiert, sobald du an der Börse kaufst, fällt sie weiter, weil es eben so bescheuert ist. Niemand erwischt exakt den Tiefpunkt.

Es ist unmöglich, die Börse kurz- und mittelfristig vorherzusagen. Obwohl massenweise “Experten” so tun, als wüssten sie es. Aber im Ernst: Wer nach dieser Korrektur nicht nachkauft, ist selber schuld. Du wirst dir in den Hintern treten.

Eines Morgens wirst du aufwachen und die Börse wird plötzlich um acht oder zehn Prozent nach oben stürmen. Das war so im Frühjahr 2009.

Vorher werden sich die Mutigen grün und blau ärgern, weil sie zwischenzeitlich ins Minus gerutscht sind. Das macht aber langfristig nichts aus.

Wenn die Börse schwungvoll nach oben dreht, denken die Angsthasen: “Verdammt. Ich dachte, sie wird noch tiefer sinken.”

Ich habe jetzt meinen Notgroschen und mein Cash fast komplett in Aktien investiert. Wer einen hohen Kassenbestand hat und ängstlich ist, kann das Cash in zwölf Teile aufteilen. Und jeden Monat gehst du anteilig auf Schnäppchenjagd in den Markt.

So kannst du vielleicht deine Nervosität in den Griff bekommen. Unweigerlich schlägt die Zeit an der Börse das Timing der Börse. In so einem Dip zuzukaufen ist meiner Meinung nach auf jeden Fall etwas Schönes.

Mache einfach, was du für richtig hältst. Für deine Finanzen bist nur du verantwortlich.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Hilfe! Die Börse bricht weiter ein. Was tun? Zukaufen

  1. AvatarTony

    Habe auch Aktien gekauft, Sparplan verdoppelt plus Einmalzahlungen!

    Das ganze GELD wird zurückkommen! Abwarten! Wo soll es denn sonst hin…

  2. IMHAMSTERRADIMHAMSTERRAD

    Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.

  3. Mark 85Mark 85

    Hut ab vor 8.000 BoA-Aktien! So mental stark bin ich dann doch nicht. Mein größter Nervenkitzel im Portfolio ist der 10-prozentige Bitcoin-Anteil. 😉

  4. Avatar-M

    @FuG

    Hallo danke dass du an mich gedacht hast ich antworte dir hier

    Richtig die Reisebranche ist jetzt nicht unbedingt was für mich Airlines sind auch sehr volatil wobei die Fraport Aktie auch eine nette Gelegenheit bieten dürfte auf die nächsten 10 Jahre.

    Die letzten Tage bin ich bei Shell Gazprom und Berkshire Hathaway eingestiegen bzw habe die ersten beiden zu gekauft alle Positionen werde ich sukzessive erhöhen wenn die Kurse noch weiter fallen

    Es gibt noch viele viele Aktien auf meine Watchlist die langsam in den Bereich kommen wo ich langsam eine erste Position kaufen würde BASF Fresenius Bayer auch eine Continental wären so die deutschen Werte

    Disney kommt langsam zurück die US-Banken werden langsam günstig US Bancorp Wells Fargo Goldman Sachs

    Uvm.

    Noch finde ich die Kurse nicht so als dass man einen Eimer rausstellen müsste weil es Gold regnet, wie Warren Buffett einmal sagte. Vlt kommt das noch, aber kleine Einstiegspositionen kann man ja langsam angehen.

    Habe nicht umsonst knapp 70% Cash gehabt.

     

    -M

  5. AvatarInsider

    Ich werde eine erste kleine Position Gazprom eröffnen . Ansonsten habe ich Shell und imperial Brands aufgestockt die tage. Bei Shell leider auch schon zuvor bei 24 eine erste Position eröffnet aber so ist das halt . Frisches Geld kommt erst Ende des Monats wieder . Mal schauen ob es noch mehr länger Rabatte gibt . Auch MasterCard und Visa finde ich interessant, aber immer noch zu teuer .

    Etwas weh tut meine Jungheinrich Position bin damals 2018 bei circa 35 rein und dachte noch , toller Kauf die sind gut gefallen von  40. Aktuell stehen sie bei 16. Bin trotzdem langfristig vom Unternehmen überzeugt und würde auch weiter zukaufen , habe allerdings nicht genug Cash .  Und denke lieber streuen als zu konzentriert in gefallene Werte zu investieren.

    Wer hier ist bereit bei einem längerfristigen Abschwung auch auf Kredit Aktien zu kaufen ? Ich werde einen Teil der  geplanten Umbau kosten sicher per kredit bezahlen , um in einem Abschwung weiter Aktien kaufen zu können .

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mark 85

    Es gibt ja noch andere Schwerpunkte: 700 Netflix. 3.200 CTS Eventim gehören dazu. 723 Berkshire B-Aktie. 1.176 Chevron. 727 SAP. 318 Microsoft… Der Schneeball rollt.

  7. AvatarInsider

    M unsere Beiträge und auch Käufe haben sich überschnitten 😉 BASF finde ich auch super interessant, Disney habe ich eine kleine Sparplan Position würde ich gern erhöhen. Deutsche Werte will ich wegen Klumpenrisiko eigentlich gering nicht zu hoch gewichten .  Bei Banken kenne ich mich nicht wirklich aus , europäische würde ich niemals kaufen . Die amerikanischen sind wohl stabiler .

    Cash habe ich nicht viel Flüssig leider , da bist du natürlich mit deinem Timing zu beneiden .

     

    Tim danke für deine Motivation gerade jetzt wenn es runter geht .

  8. Avatar-M

    Das Unternehmens-Timing muss ich MIR erst noch beweisen. 🙂

     

    Auf Kredit evtl, mit einem aufgezahltem Bausparvertrag. Wäre circa 25% Hebel aufs Depot gesehen, also dezent aber man würde es merken.

    -M

  9. Mark 85Mark 85

    An Tim: Ja, solch große Einzelaktienpositionen sind sehr imposant. Deine Ausdauer wurde belohnt und bei der Auswahl scheinst du auch ein gutes Händchen bewiesen zu haben.

    Ich würde mich wohl laufend hinterfragen, ob ich die richtige Auswahl getroffen habe, weil ich nicht so abgebrüht bin. 🙂

  10. AvatarPeter Janssen

    Meint ihr der S&P500 gibt die nächste Zeit weiter ab? Die Short Zertifikate laufen ja richtig gut und da geht der Corona Kram jetzt erst los und das Ausmaß und die Folgen sind garnicht abzusehen.

  11. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Tims Blog ist der Fels in der Brandung.

    Welche Jammerlappen meint denn der Wesir? Mir begegnen hier reihenweise Hartgesottene.

    Wenn ich mich an 2009 und die Kasinobetreiber erinnere

    https://wertpapiere.ing.de/Investieren/Aktie/Charts/US5178341070

    dann juckt es mich schon, im nächsten halben Jahr bei Carnival einzusteigen. Ob die Menschen 2030 wohl noch um die Welt cruisen werden? Na ja, bei 5€ bin ich dabei….. 🙂

    Und was sagt der Altmeister so?

    Das Coronavirus steht jetzt im Vordergrund, etwas anderes wird es in drei Monaten, in einem Jahr und in zwei Jahren sein, aber die eigentliche Frage ist, wo Unternehmen in fünf oder zehn Jahren stehen werden. Und insgesamt wird Amerika gut abschneiden, wie es das seit 1776 immer hat.
    (Warren Buffett)

  12. AvatarFollower

    Ich lerne gerade Geduld. Habe leider um Weihnachten/Neujahr mein Pulver verschossen (‘Gier’) und diese Positionen sind jetzt 35-40% im Minus. Ich kaufe nach, so wie frisches Cash rein kommt, und warte noch ab ob die Kurse weiter fallen. Jetzt schon alles raus hauen ist vermutlich zu früh. Da kommt noch was.

  13. AvatarFelix

    Hallo Tim, stockst du deine ohnehin großen Positionen beim Nachkaufen weiter auf (also noch mehr BoA z.B.) oder diversifiziert du eher in die Breite.

    Mir gefällt eher Jasons Fiebers Herangehensweise. Er hat sich ein Depot mit über 100 wohl bekannten Dividendentiteln aufgebaut, das ihm quasi täglich zwar keine hohen, aber immerhin Einnahmen generieren. Nur wenige Titel haben ein Gewicht von über 1 %.

    Sein sogenannter FIRE-Fonds ist natürlich weitgehend immun gegen eine Schieflage oder Totalausfall einer einzelnen Position. Damit hat er eine ganz andere Stabilität als wenn in deinem Depot etwas BoA ausfallen würde.

  14. AvatarThorsten

    In den USA sind die Folgen noch kaum sichtbar, in Deutschland deutet es sich gerade erst an. Geschlossene oder eingeschränkte Unternehmen, Bildungseinrichtungen. Allgemeine Konsum- und Mobilitätsreduktion. Einbrechen der Steuereinnahmen, Insolvenzen. Kann so kommen, muss nicht, Norditalien muss so lange zum Vergleich herhalten. Ein Ende ist noch gar nicht absehbar. Es wird vermutlich noch günstigere Einstiegskurse an den Börsen geben als jetzt. Wer regelmäßig kauft , muß gar kein Timing machen. Vermutlich ist der Spuk dann plötzlich vorbei und die Kurse gehen steil bergauf.

  15. AvatarSterbai

    Hallo Zusammen, würde mir gerne eine Position Anheuser-Busch InBev ins Depot legen. Hat wer Erfahrungen mit der Erstattung der zuviel bezahlten Quellensteuer aus Belgien. Klappt das Problemlos? Kommen hier Kosten auf?

     

    Danke und Gruß Sterbai

  16. AvatarThorsten

    Für manche einen die erste Erfahrung :

    die Gewinne sind komplett weg
    der Buchwert ist niedriger als die eingezahlte Summe.

    Das ist wie ein Hefeteig : nach dem ersten Gehen wird er durchgeknetet und liegt dann als geschrumpfter Kloß hässlich in der Schüssel, nur um beim nächsten Gehen noch größer zu werden.  Macht’s wie die Bäcker : habt Geduld

  17. AvatarGainde

    Denke, dass man guten Value daran erkennt, was im ersten Rutsch seit 25.02. weniger gefallen ist als der Rest. Meine Watchlist zeigt noch keinen Kandidaten zum Kauf an. Einzig Novartis habe ich gekauft (KGV 15, 3.6% Yield). Beim Index sind wir ja Stand Oktober 2019. Da ist noch viel Luft gegen unten. Das Virus hat jedoch schon erste Bremsspuren hinterlassen, wie ich es in meinem Unternehmen feststellen konnte (Financials).

  18. Avatarsteve

    @ Thorsten mit deinen Ausstieg aus Dollar Aktien scheinst du gut zu liegen. Ansonsten bin ich eher optimistisch was soll momentan das ganze. Weg bekommen werden wir den Covid 19 oder so nicht mehr. Heist fuer mich wer Gesund ist soll arbeiten, wer krank ist zuhause bleiben. So funktioniert es bei der Grippe doch auch. Aber egal machen wir noch ein bisschen Theater, sobald es warm wird in China und Korea ist es schon soweit hat es sich. Dann wird das wenige Gehirn mal wieder eingeschalten, da sind die Chinesen z.b flexibel, viele Unternehmen die das nie gemacht haben stellen momentan Schutzmasken her. Auch der Rest der Welt ist doch nicht vollkommen doof, knappe Dinge koennen zumindest teilweise auch hier produziert werden. Vielleicht teurer, aber besser als nichts. Was gerne vergessen wird an der Boerse wird die Zukunft gehandelt. Bei manchen Firmen sogar Jahre im vorraus.

  19. AvatarTim L.

    Hallo Tim,

    danke für den Beitrag, den ich ebenfalls beherzige.

    Ich hab einiges Geld auf P2P-Plattformen liegen, die jetzt Schritt für Schritt in den Aktienmarkt geschoben werden. Ich konzentriere mich eigentlich größtenteils auf den US-Markt und dort zu ca. 50% auf Value- und 50% auf Wachstumswerte. Da sind derzeit wirklich einige Schnäppchen zu finden, die teilweise deutlich mehr als 30% unter den Höchstständen liegen. Ich hab die letzten 2 Wochen folgende Aktien gekauft:

    Value:

    DFS, BAC, PRU, CVS, SPG, FDX

    Growth:

    NTNX, PS, ROKU, PINS, ESTC, SWAV, NVTA

    Wünsch euch allen fröhliches Schnäppchenjagen 🙂

  20. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mark 85

    Ich muss zugeben, dass ich ein paar Pleitefälle im Depot habe. Aber die Überflieger haben das mehr als wettgemacht.

     

    @ Felix

    Milliardär Charlie Munger hat, soweit ich weiß, nur 3 Investments: Berkshire, Costco und das Investment in den Li Lu Fonds.

    https://medium.com/omniview/charlie-mungers-3-stock-portfolio-is-it-really-what-it-pretends-to-be-741926ec16a3

    Das Gute an Aktien ist: Du kannst nicht mehr als deinen Einsatz verlieren. Aber  die Gewinne können im Prinzip grenzenlos sein. Mein Investment bei Netflix waren nur 5.000 Euro und bei CTS Eventim nur 2.500 Euro. Heute sind das jeweils sechsstellige Beträge.

    Ich stocke alle US-Aktien, die Dividenden ausschütten, automatisch auf über Drip-Pläne.

  21. AvatarEscobar

    Eine Frage an das Forum/Tim: verfolge den Blog eine Weile und Frage mich gerade, ob die Strategie von skywalker aufgehen kann. Er hat ja die meisten Aktien auf dem hoch verkauft und will später wieder einsteigen, wenn die Kurse niedriger sind. Aber auf den erzielten Gewinn wird er ja ca. 30 Prozent Steuern abführen, d.h. di Aktien müssten richtig tief fallen, damit seine Strategie aufgeht oder habe ich einen Denkfehler?

  22. AvatarA.

    @Thorsten

    Wer regelmäßig kauft , muß gar kein Timing machen. Vermutlich ist der Spuk dann plötzlich vorbei und die Kurse gehen steil bergauf.

    Sehe ich genauso. Daher kaufe ich regelmäßig weiter. Habe heute aber meine dritte und zunächst letzte Tranche Shell gekauft. Macht nun 2,5 Prozent vom Depot aus.

    Nun habe ich keine extra Kohle mehr aus meinen “Notgroschen” der aber auch bleiben soll.

    Visa würde mich noch interessieren als Nachkauf. Aber ich muss mich gerade etwas beherrschen um nicht an den Notgroschen zu gehen. Mit Cash in der Hinterhand schläft es sich besser. Diesen Monaten kommt auch einiges an Dividende.

    Sollte es bis Ende nächsten Monat noch weiter tiefer stehen, dann werde ich aber bestimmt nochmal nachkaufen, sobald Gehalt da ist.

    Gruß

    A.

     

     

  23. AvatarPeter

    Ist der finanzwesir nicht der schlecht gekleidete Opa der immer das selbe erzählt?

  24. AvatarThorsten

    @steve mein Depot ist rot. Aber es stimmt , die US-Aktien könnten wirklich massiv einbrechen , wenn der Virus wütet und unruhige, übertriebene Verhaltensweisen auftreten. Dann geht der Dax auch weiter runter.

    Wo man bei uns noch besonnen bleibt und nur seine Vorräte etwas mehr auffüllt als sonst, von wegen Hamsterkäufe, das sähe anders aus. Ob wir irgendwann hören , dass Menschen beim Kampf um Klopapier erschossen wurden ? In Australien wurde ja schon deswegen mit dem Messer zugestochen. Es hängt alles davon ab wie es weitergeht, der Virus verdoppelt sich jetzt täglich in Deutschland. Die Regierung lässt munter weiter reisen und schaut zu.

    Aber wie geschrieben, der Spuk endet irgendwann und dann geht es steil bergauf. Wer nicht dabei ist wird sich ärgern.

  25. AvatarS. B.

    Hab mir auch überlegt Carnival und Kraft Heinz zu kaufen. Aber ich kann nicht hinter den Unternehmen stehen. (Bin nicht überzeugt davon) Obwohl die beiden echt tief stehen (unterbewertet)

    Stell mir auch die Frage ob ich Unternehmen bei weiterem Verlust, nachkaufe. Wenn ich darauf mit “Nein” antworte, hole ich mir die Aktie gar nicht ins Depot.

  26. Avatarsteve

    @ Thorsten traurig wegen Sch..papier, oh man wenns das wirklich nicht mehr gibt Zeitungspspier und dannach waschen oder Ernaehrung umstellen. Es gibt ne Theorie da bei richtiger Ernaehrung kaum Papier gebraucht wird. Wie das funktioniert keine Ahnung und ist nicht das Thema hier.

    @ Escobar Skywalker oder egal wer zum richtigen Zeitpunkt ausgestiegen ist muss nicht auf das ganze Depot Steuer zahlen. Beidpiel Aktie vor 2 Wochen 5% Plus heute 10% plus passt doch. Ich selbst habe eine did war 30% im plus und ist heute 10% im Minus. Haette ich sie verkauft ich koennte sie heute zuruckkaufen und haette 20% verdient. Buy and hold ist gut aber nicht fuer alle Aktien es gibt viele Zykliker da macht es sinn irgendwann raus zu gehen. Habe selbst BMW waehrend der Finanzkrise fuer 25€ gekauft und 2013 fuer 75€ verkauft. War zu frueh sind ja noch auf 120€ gestiegen. Aber wenn ich heute schaue war es nicht so schlecht. Eines gilt auch Steuer auf Gewinn ist besser als Verlust.

  27. AvatarBruno

    Ist schon interessant dem Treiben aktuell zuzusehen, nicht nur was den Aktienmarkt betrifft. Öl heute -10%, Treasuries auf All-Time-High, wenn 30yr Treasuries an einem Tag über 4-5% steigen ist schon heftig.

    Und wie gesagt, ich schaue weiterhin nur zu, halte und warte ab.

    All dies nun auf Corona zu projezieren erachte ich aber nicht wirklich als richtig, wenn dann einige Finanzanalysten die schlechten Jahresergebnisse von 2019! einiger Industriezweige auf Corona zuschieben, dann frage ich mich ab dieser Zunft.

    Abwarten und Tee trinken 😉

  28. Mark 85Mark 85

    An Escobar: Als Langfristanleger hat man auf jeden Fall einen Barwertvorteil, weil der Steueranteil auf die Gewinne weiter für einen arbeiten kann. Wie hoch dieser ausfallen kann, vermag ich nicht zu berechnen. Herr Kommer hat sich diesem Thema gewidmet, beispielsweise hier ab Minute 13: https://youtu.be/gSnqK3u02Sc 😉

    Hinzu kommen natürlich noch die eingesparten Transaktionskosten.

     

  29. Avatarsteve

    @ Mark 85 bin ich jetzt aber echt dafür dass das in der Allgemeingültigkeit ein Märchen ist. 30% plus abzüglich Steuer ist mehr als – 10%. Das ganze stimmt wenn ich deutlich im Plus bin bei z.b 1000% plus müsste man darauf Steuer zahlen, dann müsste die Aktie tatsächlich um ueber 25% fallen um die gleiche Anzahl Aktien zu erwerben. Ich habe auch noch ein eigenes Beispiel wo es mit Steuer eines Multibaggers besser ist rauszugehen. Ich habe Arizona Mining in 2013 für 0,25€ als noch Wildcat Silver hießte gekauft ( Explorer und Risikoaktie ein paar andere brachten Verluste) und 2018 aufgrund eines Übernahme Angebots für 4€ verkauft und natürlich Steuer berechnet bekommen. Alternativ hätte ich Aktien von South 32 nehmen können ohne Steuer, blöd nur das die sich zwischenzeitlich halbiert haben. Da brauch ich keinen Taschenrechner was besser war und mit der Dividende hätte sich das nicht gedreht, zumal ich mit den übrigen 3€ ja auch was reinholen konnte.

    Die These mag für Aktien gelten der würde eine Wildcat Silver wahrscheinlich nie kaufen.

  30. Mark 85Mark 85

    An steve: Warum ein Märchen? Es ist aktienunabhängig von Vorteil, wenn man später seine Steuern zu zahlen hat. Außer man geht davon aus, dass die Steuersätze zukünftig steigen werden. Ich habe ein Rechenbeispiel gefunden: https://etf-blog.com/der-steuervorteil-der-anlagestrategie-buy-and-hold/

    Für mich ist das ein netter Zusatzpunkt (soll jeder seine eigenen Schlüsse daraus ziehen), aber nicht der Hauptgrund, warum ich passiv investiere. Mein Gegner sind nicht aktiven Anleger, wie du einer bist, sondern ich muss mich meiner Psyche in den Weg stellen, die mich zu renditeschädlicher Aktivität verleiten möchte.

  31. AvatarThorsten

    Spätere Steuerzahlungen sollen günstig sein ? Ich halte das für eine gewagte Hypothese. OMG ich sehe gerade, dass Herr Kommer beteiligt ist. Alles klar.

  32. AvatarStudent

    @Mark85: Du hast immer sehr gute und sachliche Beiträge. Wenn du passiver Anleger bist, investierst du in ETF? Wenn ja, in welche? Hast du noch andere Assets außer Aktien?

    Und hast du vielleicht einen Tipp, wie man gerade in solchen Phasen Aktivitäten als passiver Anleger (z. B. Umschichten in günstige Exxon Mobil Aktien) unterlassen kann? Login Daten wegwerfen? 😀

  33. Avatarsteve

    @Mark 85

    Davon rede ich nicht, mein Punkt ist Steuer zahlen oder einen Verlust haben bzw erheblich weniger Gewinn. Gerne noch ein echtes Beispiel Bertrandt für 100€ gekauft und für relativ wenig Gewinn für 113 verkauft. Sind auf 140€ gestiegen und heute für unter 40€ zu haben. Jetzt erzähl mir bitte niemand das Bertrandt eine schlechte Aktie ist die man nie kauft. Ganz zum Schluss mein Depot stand vor 2 Wochen mit 10% im Plus locker und flockig hätte ich komplett verkaufen können Steuer auf die 10% gezahlt und natürlich Gebühren. Stand heute wären ca 90.000 mehr mein eigen. Da kann jetzt ein Herr Kommer oder wer will behaupten ich habe die falschen Aktien. Ich habe die die ich habe und da passt buy and hold nicht immer

  34. Mark 85Mark 85

    An steve: Es behauptet niemand, dass du die falschen Aktien hast, nur macht es für mich keinen Sinn, mich an Einzelaktiendiskussionen zu beteiligen. Die aktiven Anleger sind wie gesagt nicht mein Gegner, sondern ich selbst. Ich habe konkret auf Escobars geantwortet. Was man mit dieser Info macht, bleibt jedem selbst überlassen.

    Wenn du so besser fährst, freut mich das, aber ich halte mich lieber an wissenschaftliche Erkenntnisse. Nach Kosten und Steuern möchte ich langfristig möglichst die Marktdurchschnittsrendite erzielen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

  35. Avatar-M

    Steve

    Das Problem ist, im Rückspiegel ist alles einfach. Habe auch Apple 130€ gekauft und 280€ verkauft in 1 Jahr…. rückblickend natürlich toll….aber auch Glück….

     

    Geht es gut, ist es natürlich besser…. aber dauerhaft geht das selten…evtl mit zyklischen Unternehmen. Bei Konsumgüter etc also nicht zyklischen sollte Buy&hold überlegen sein LANGFRISTIG gesehen.

     

    -M

  36. Avatardirk

    Jetzt Lufthansa kaufen? Was denkt ihr? Liegt jetzt fast am langjährigen Minimum.

  37. Avatarsteve

    @ M stimmt man kann ruckblickend immer die Entscheidungen erkennen die gut und schlecht waren. I

    Eine Einzelaktiendiskussion will ich auch gar nicht fuehren (obwohl ich noch ein paar haette), deshalb ja mein ganzes Depot. Jeder der vor 2 Wochen mit den Gesamtdepot nicht mehr als 40% im Plus war und verkauft hat, kann heute guenstiger einsteigen trotz Steuer. Freilich wusste man das da nicht, wer behauptet er wusste das, und nicht short gegangen ist hat was vermasselt.

    Es ist aber denke ich nachvollziehbar, das sich der Ausstieg fuer Skywalker oder manchen anderen gelohnt haben kann, sofern der Einstieg auch gut gelingt.

  38. Mark 85Mark 85

    An Student: Danke für die lieben Worte.

    An Aktien besitze ich nur folgende 2 ETFs: Vanguard FTSE All-World und iShares Developed Markets Property Yield. Hinzu kommen weitere Anlagen zur Vermögensstreuung.

    Mir hat es in den letzten Wochen geholfen, Tims Artikel zu lesen und bereits gelesene Bücher über passives Anlegen zur Auffrischung herauszuholen. Von tagesaktuellen Nachrichtenseiten nehme ich Abstand. Am besten gefiel mir heute Warren Buffetts Aussage über den Coronavirus in Sebastians Beitrag.

    Ansonsten geht mein Leben wie gewohnt weiter, weil ich nicht zu den unvorbereiteten Marktteilnehmern gehöre, die gezwungen waren zu verkaufen. Für meine innere Ausgeglichenheit verbringe ich jeden Tag mehrere Stunden in der Natur.

    Ein Allheilmittel gegen unruhige Börsenzeiten habe ich leider nicht. Ich denke, dass eine gute Vorbereitung schon mal die halbe Miete ist. Und man sollte von seiner Anlagestrategie überzeugt sein. Da bei dir von Einzelaktien die Rede ist, können dir andere sicherlich besser weiterhelfen.

  39. Mark 85Mark 85

    An steve: Selbstverständlich ist das nachvollziehbar. Niemand kann bestreiten, dass es nicht auch aktive Anleger gibt, die langfristig überdurchschnittliche Marktrenditen erzielen. Der Grund (Glück/Zufall oder Können) ist letztlich egal. Ich beglückwünsche hier jeden, dem dies gelungen ist oder in der Zukunft gelingen wird.

    Nur zeigen wissenschaftliche Untersuchungen immer wieder auf, dass die allermeisten Anleger unterdurchschnittlich abschneiden. Deshalb wird dazu geraten, marktbreit, kostengünstig, steuerschonend sowie langfristig anzulegen.

    Für mich sind weltweite ETFs wegen ihrer enormen Streuung und selbstreinigenden Prozesse das beste Mittel, aber eines muss mir klar sein: Wenn ich sie aufgrund von Fehlplanungen zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen muss oder sie zum aktiven Handeln missbrauche und es hierbei zu Marktfehleinschätzungen kommt, kann es das schnell mit der durchschnittlichen Marktrendite gewesen sein. 😉

  40. Mark 85Mark 85

    An Escobar und steve: Beim nochmaligen Durchlesen eurer Beiträge ist mir eine Sache aufgefallen: Nachdem man die Steuer entrichtet hat, kann man sich direkt nach dem Verkauf weniger Anteile als vorher leisten. Das stimmt, aber bis auf den möglicherweise zukünftig verlorengegangenen Barwertvorteil und die anfallenden Transaktionskosten sehe ich vermögensmäßig keinen Unterschied. Man rechnet sich vor dem Verkauf auf dem Papier reicher, als man es in Wirklichkeit ist.

    Ein einfaches Beispiel: Man hat 100 Euro investiert und der Gesamtwert liegt bei 110 Euro. Nun können 110 Euro weitere Erträge erarbeiten, aber zur freien Mittelverwendung stehen nur 107,50 € (2,50 € müssen für die gestundete Steuerzahlung zurückgelegt werden) zur Verfügung.

    Wenn man nun alles verkauft und direkt wieder einsteigt, kann man zwar nur noch für 107,50 € Anteile erwerben, aber dafür steht einem diese Summe bei einem späteren Verkauf voll zur Verfügung, weil sie steuerlich bereits abgegolten ist.

    Wenn 2 Anleger gleich hohe Depotvermögen aufweisen, wäre ich lieber der Anleger, der weniger steuerpflichtige Gewinne erwirtschaft hat. 🙂

  41. AvatarGeldfreundin

    Danke für deinen Beitrag in diesen stürmischen Zeiten, lieber Tim!

    Ja, der Blick ins Depot war schon mal schöner, aber auch ich habe die Gunst der Stunde genutzt und meinen MSCI World ETF aufgestockt sowie neu in einen Technologie-ETF investiert 🙂

    Meine Beobachtungsliste, auf die ich diese Tage öfters mal geschaut habe, wird erst mal nicht wieder so schnell aufgemacht.

    Ich freue mich, dass ich günstig gekauft habe und da ich auch langfristig anlege, kümmert mich nicht weiter, wenn es in den nächsten Wochen noch weiter runter gehen sollte.

    In der Ruhe – und Langfristigkeit – liegt die Kraft 🙂

    Liebe Grüße und ein schönes entspanntes Wochenende,

    Anke

  42. AvatarTimo Wunderlich

    Hi Tim

    Super Beitrag wieder. Vielen Dank auch an die Community. Es ist schön zu sehen ,dass in unruhigen Zeiten hier keiner in Panik verfällt. Ich finde auch den passiven Weg für mich persönlich besser ,da mein Depot so eine größere Streuung erhält. Ich finde alle aktiven Anleger müssen sich doch nicht für Ihren Weg rechtfertigen. Ich denke es wird erst nach Jahren gesehen, ob jmnd den Markt langfristig geschlagen hat oder nicht . Für mich ist so eine Korrektur die erste Lernphase mit Buchwertverlusten umzugehen und auch zu sehen ,dass es nicht immer bergauf geht. Der Blog hier und die die vielen guten Beiträge hier haben sehr viel für meine jetzige innere Ruhe beigetragen. Auch hier einmal möchte ich allen Danke sagen.

    Lg

  43. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mark 85

    Ja, du hast das gut zusammen gefasst. Man kann es kurz sagen: Hin und Her macht Taschen leer. Dazu gibt es zahlreiche Studien. Sie zeigen, dass Privatanleger grottenschlecht abschneiden, weil sie zu aktiv sind. Tradingkosten, Steuern und falsches Timing werden in ihren Auswirkungen unterschätzt:

    https://www.umass.edu/preferen/You%20Must%20Read%20This/Barber-Odean%202011.pdf?fbclid=IwAR3AISZcQaTpNtLIQnaM23N7bdULgHd5_Muf9cWM4kYJju9PK23_slf8ziw

    Ach ja, ich habe auch 2 ETFs und etwa 50 Einzelaktien-Positionen.

    @ Geldfreundin

    Danke fürs Lesen und Kommentieren.

  44. AvatarSkywalker

    “Man rechnet sich vor Verkauf reicher, als man ist. ” das stimmt. Ich hatte auch Werte in der verlustzone, die habe ich zuerst verkauft. Dann den rest. Sicher habe ich einiges an Steuern gezahlt, aber das ist wie mit der einkommensteuer: eigentlich muss man sich freuen, wenn man viel zahlen muss.

     

    Mein schritt, hier zu artikulieren verkauft zu haben war im Nachhinein mutig, mit so viel Gegenwind hatte ich nicht gerechnet. Ich denke jeder sollte seine eigenen Entscheidungen treffen können und muss dann auch damit leben. Mir geht es momentan ganz gut mit der Entscheidung. Sollte es ab Montag nur noch Berg auf gehen(glaubt ihr das??) würde ich irgendwann Rendite verpassen, aber das wäre ok für mich. Meine persönliche Situation ist einfach so, dass ich keine Aktien halten muss. Passt so. Wenn ich wieder groß einsteige werde ich es hier vielleicht wieder verkünden. 🙂

    Und immer daran denken:Rule No.1: Never lose money. Rule No.2: Never forget rule No.1.

    P. S. Der finanzwesir hört sich mittlerweile an wie ein nölender alter mann der alles besser weiß und auf die Jugend schimpft. Vielleicht liegt es daran dass er ein nölender alter Mann ist der alles besser weiß und auf die Jugend schimpft? :)))

  45. AvatarKater

    *Dirk

    “Jetzt Lufthansa kaufen? Was denkt ihr? Liegt jetzt fast am langjährigen Minimum.”

    Wenn du für Deutschland nicht grundsätzlich negativ  positioniert bist (Enteignungen, Steuer, “Reiche erschießen”), dann schlag’ zu! Wird überproportional von einer Normalisierung profitieren.

  46. AvatarWolke

    Der wirtschaftliche Einbruch durch Corona, der auf ein fragiles, überschuldetes Finanzsystem trifft, speziell in Europa und China, ist schon derart kritisch, daß die Diskussion ob man jetzt „Lufthansa kaufen soll“, lächerlich und nur mehr akademisch erscheint.

    Das ist wie wenn man in einem Flugzeug, an dem alle Motoren ausgefallen sind, über Altersvorsorge diskutiert.

    Man sollte sich fragen, wie man demnächst sein Vermögen, sofern man eines hat, halbwegs in Sicherheit bringen kann und da werden Aktieninvestments bei weitem nicht reichen. ETFs schon gar nicht.

    Oder einfach verdrängen und so tun, als wär nichts…und weiter über finanziellen Kleinscheiß diskutieren. Geht auch…

  47. AvatarSebastian

    Diversifikation ist doch das Zauberwort der Stunde, dann braucht man auch nicht bei dem aktuellen Abschwung schon an das Ende der Welt denken und überlegen wie man nächsten Monat die Miete bezahlt.

     

    Natürlich bringen reine Aktieninvestments langfristig meist die höhere Rendite. Aber halt auch nur, wenn man wie Tim die Nerven hat, dass durchzustehen. Die haben im Boom alle, aber in diversen FB-Gruppen rasten die “Buy&Hold for ever”-Kasper schon aus, wenn das Depot mal 4% im Minus steht. Wer hier schon nervös wurde, hat einfach sein Risikoprofil völlig falsch eingeschätzt. Aber in den letzten paar Jahren hält sich ja fast jeder im Aktienbereich für mindestens so kompetent wie Warren Buffet, wenn nicht noch cleverer, weil “der alte Mann” ja vom “Tech-Business” keine Ahnung hat. Willkommen in der Realität.

     

    Und wenn das “System zusammenbricht” und wir mit der Keule ums Feuer laufen, wie es ja auch immer gern einige propagieren, dann sind mein letztes Problem meine Aktien. 🙂

  48. AvatarWolke

    @Sebastian

    Ja, Diversifikation ist gut, klar. Aber in diesen Zeiten sicher nicht mit 70/30 Welt/EM ETF. „Eine Art“(wer weiß schon wie und was) wirtschaftlicher Zusammenbruch ist derzeit viel wahrscheinlicher geworden. Um sein Vermögen „hinüber zu retten“, sollte man derzeit etwas mehr Hirnsubstanz abrufen können, als sonst üblicherweise in guten Zeiten.
    Damit Du, Sebastian, eben nicht mit der Keule unter der Brücke herumlaufen mußt.

  49. AvatarStefan D.

    @ Lufthansa:

    Ich habe gestern nachgekauft. Ebenfalls Easyjet und TUI. Ich persönlich halte diese Unternehmen für grundsätzlich gut aufgestellt und gehe davon aus, dass sie sich gut erholen werden. Ob das schon nächstes Jahr ist oder später wird sich zeigen, aber ich glaube langfristig an eine gute Entwicklung.

     

  50. AvatarThomas

    So falsch liegt der Wesir nicht wenn er schreibt dass hier manche(r) die Hosen voll hat

  51. AvatarSkywalker

    Ich denke Regeln, die früher galten, gelten heute um so mehr:

     

    Nicht auf Pump spekulieren. Dazu muss man auch den Hauskredit zählen!

    Relativ hoher Notfalltopf in Cash(äquivalenten) halten.

    Geld in Aktien nur, wenn man es sicher nicht für mind. 5, besser 10 Jahre dort belassen kann.

    Diversifikation!

    Das war`s. Viele, auch ich, sind in den letzten Boom-Jahren von diesen Regeln abgewichen. Es schadet nicht, sich wieder vermehrt auf diese zu besinnen aktuell.

  52. AvatarSebastian

    @wolk

    ich hab über verschiedene Assetklassen diversifiziert: Aktien, Edelmetalle, Bargeld, …

    70/30 World/EM sind immernoch 100% Aktien, das ist höchstens Diversifikation innerhalb der Assetklasse Aktien.

  53. AvatarStefan

    Ich finde die Fraport Aktie auch super zum nachkaufen, hab selber viele im Bestand und arbeite auch beim Airport.

    Bald sieht man hier auch wieder Kurse 80-100€.

    Begleitet mich bei dem Versuch aus 1000€ mit Fakort Zertifikaten  5000€ zu machen.

     

    Gruß Stefan

  54. Avatarhump

    @Skywalker

    Auf Pump spekulieren, würde ich sogar nicht mal ganz ausschließen. Voraussetzung natürlich, dass man  die Kreditraten, bis Laufzeitende des Kredites, bedienen kann . Diversifikation alles recht und schön ..aber bei solchen Krisen, geht alles “runter ”  !!!

     

  55. AvatarZaVodou

    “Mir gefällt eher Jasons Fiebers Herangehensweise. Er hat sich ein Depot mit über 100 wohl bekannten Dividendentiteln aufgebaut, das ihm quasi täglich zwar keine hohen, aber immerhin Einnahmen generieren. Nur wenige Titel haben ein Gewicht von über 1 %.”

    @Felix
    Was Jason seinen Lesern aber vorenthält ist ein Beweis, ob sich seine Mühe bei  der Auswahl von Dividendenaktien auch lohnt und er besser oder zumindest gleich gut wie ein breitgestreuter Index wie dem S&P 500 oder dem MSCI World abschneidet.
    Wäre halt schlecht für sein Blog, wenn sich herausstellt, dass seine Gesamtrendite (Kurssteigerungen + Dividende) schlechter ist als die des Vergleichsindex.

  56. AvatarThomas

    @Wolke, das ist richtig. Die Zukunft wird zeigen was rückwirkend gesehen eher die Taschen leerer gemacht hat. Mut und Optimus, oder Hose voll.

  57. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Skywalker

    Mit der Kritik  – die ich gar nicht so heftig fand – bist du gut umgegangen. Ich kann deine Beweggründe sehr gut nachvollziehen. Wer hoch verschuldet einige Immobilien abzuzahlen hat, sollte kein allzu großes Rad an der Börse drehen. Meine Familie ist dagegen schuldenfrei und von unserem “Vermögen” sind wir nicht abhängig. Gebe es kein Portfolio würden wir genauso leben wie jetzt auch. Es ist eben eine ganz individuelle Angelegenheit.

    Allerdings muß man darauf hinweisen (dürfen), dass dein Vorgehen einem langfristigen Investor nicht anzuraten ist. Dein Timing war diesmal gut. Nächstes mal ist es vielleicht schlecht. Zu riskant das ganze.

    Ich gehe auch nicht ins Kasino, setze alles auf Rot und töne beim Erfolg “Seht ihr, ich wusste doch, dass ich es drauf habe, beim nächsten mal setze ich Haus und Hof”. Wer langfristig Vermögen aufbauen will, sollte regelmäßig Kaufen, die Papiere reifen lassen, sich an den Ausschüttungen erfreuen und ansonsten das Leben genießen.

    @ Wolke

    Aus deinen Worten spricht regelmäßig die Angst. Du bist sehr ängstlich, was dein “Vermögen” anbelangt. Man gewinnt den Eindruck, dein “Vermögen” ist nur um des Vermögens willen da. Als reiner Selbstzweck sozusagen.

    Was fängst du mit deinem Aktienvermögen denn an? Erfreust du dich nur am Stand und sonnst dein Ego? Hast du dir keinen Plan gemacht? Wenn du Ausschüttungen beziehst, können dir Schwankungen doch egal sein. Wenn du verbrauchen willst, kannst du doch 1 oder 2% pro Jahr entnehmen und das Portfolio einfach sich selbst überlassen.

    Ich werde aus dir nicht ganz schlau. Mich bedrängt der Eindruck, dass du “Börse” nicht ganz verstanden hast. Rezessionen und damit einhergehende Baissen gehören nunmal dazu. Die Schwankungen im Depot gehören nunmal dazu. Dass das Portfolio “ein- und ausatmet” gehört dazu. Das muss man akzeptieren und hinnehmen. Das ist der Weg, den alle erfolgreichen Investoren gehen.

    Auf dem Papier kommen und gehen irgendwann die Millionen. Na und?

    Was meinst du, was die Menschheit in der Vergangangenheit für (ökonomische) Desaster hinnehmen musste? Ja, es kann die nächsten Monate heftig zugehen. Abschwung, Schrumpfung, Pleiten. Aber war das jemals anders? Schau doch in die 70er, 80er, 90er, etc.

    Es ist ein auf und ab. Im Wirtschaftsleben, wie an der Börse. Das muß man akzeptieren. Du kannst es nicht ändern und du kannst es nicht zuverläßig timen. Nur stoisch aussitzen und weiter intelligent investieren.

    Lerne doch von den Meistern der Börse, die genau das getan haben, was Tim hier immer predigt.

    Den Teufel an die Wand zu malen und den wirtschaftlichen Zusammenbruch herbeizufabulieren (hatten wir schon vor zehn Jahren und die Welt drehte sich trotzdem weiter) bringt dich kein Stück weiter.

    Im Sinne des Erkenntnisgewinns wäre eine Antwort auf meine obigen Fragen sehr nett von dir.

  58. AvatarClaus

    @ Lohnt sich verkaufen und wieder billiger einsteigen?

     

    Hier reichen keine “Gedankenspiele”. Das ist viel zu ungenau. Klarheit bringt eine einfache Excel-Tabelle…

     

    Vor längerer Zeit habe ich mir so eine Excel-Tabelle “gebastelt”. Mein Gedanke war, z.B. meine Shell-Position zu vergrößern, ohne hierfür zusätzliches Geld zu investieren. Kaufspesen und Steuern sollten natürlich berücksichtigt werden. Ein Beispiel:

     

    Von meinen 4.500 Aktien würde ich 2.500 verkaufen, sobald der Kurs auf 30 € steigt. Nach Abzug von Steuern und Gebühren blieben 70.674,- € für den Rückkauf. Das bedeutet: Unter 28,27 könnte ich die Aktien zurückkaufen und hätte ein paar Stücke mehr.

     

    Hier die Rechnung:

     

    Neuer Kaufkurs, erhaltene Zusatzaktien zum Nulltarif:

     

    27, 117

     

    26, 217

     

    25, 326

     

    24, 444

     

    23, 572

     

    22, 712

     

    21, 865

     

    20, 1.033

     

    Verkaufs- und Neukaufkurse kann man natürlich beliebig ansetzen und schauen, ob sich das Ergebnis lohnen würde.

     

    Wem so etwas gelingt, der kann sehr wohl hiervon profitieren. Ohne genauen Plan und Disziplin wird es allerdings schief gehen…

     

    Viel Glück und gute Nachkäufe…

  59. AvatarMattoc

    @Claus

    Das setzt aber doch voraus, dass die Aktie auf die entsprechenden niedrigeren Kurse fällt, nachdem du für 30 Euro verkauft hast. Falls man bei diesem Verfahren „die falsche“ Aktie erwischt, fällt sie nach dem Verkauf gar nicht mehr auf die angegebenen Kurse. In diesem Fall hättest du einen schönen Gewinn aber die Aktie gar nicht mehr im Depot. Eine zweite Frage ist, wie lange es dauert, bis die gewünschten niedrigeren Kurse erreicht werden. In dem gesamten Zeitraum müsstest du dann Cash halten, um bei Erreichen des jeweiligen Kurses tatsächlich kaufen zu können.

  60. AvatarThomas

    @Claus

    @ Lohnt sich verkaufen und wieder billiger einsteigen?

    Es ist albern diese Frage zu stellen. Selbstverständlich lohn sich das!

    Die Frage ist nicht ob sich das lohnt, sonder ob man die Zeitpunkte erwischt.

  61. AvatarBruno

    “Man sollte sich fragen, wie man demnächst sein Vermögen, sofern man eines hat, halbwegs in Sicherheit bringen kann und da werden Aktieninvestments bei weitem nicht reichen. ETFs schon gar nicht.”

    Kein Problem, wenn die Reichen bald erschossen werden, hat es wieder genug Vermögen für alle haha. Ich sehe das sehr positiv, früher hat man sie gleich erschossen heute warnt man, also können sie noch flüchten.

    Die grösste Gefahr an der Börse waren schon immer 2 Dinge: die Gier und die Angst.

    Die letzten Jahre war es immer mehr die Gier, nun halt wieder etwas mehr die Angst. Man sollte sich nicht von Emotionen leiten lassen, es wirkt sich langfristig negativ aus.

    Wenn man auf Vermögenserhalt setzt, finde ich das legitim, wobei es immer auf die Verhältnisse ankommt. Ich kenne ein paar wenige sehr vermögende Leute, und die rechnen nie mit ihrem Vermögen, die rechnen immer nur mit ihrem Cashflow. Das Vermögen schwankt zwar aber steigt langfristig, der Cashflow ist in der Regel recht stabil.

  62. AvatarClaus

    @ Mattoc

    genauso ist es, ohne Risiko geht es nicht. Es gibt nun mal keine wirklichen “Geschenke”. Das “Shell-Neukauf-Geld” wäre natürlich vollständig während der Wartezeit auf passende Einstiegskurse blockiert, verdient weder Dividenden, noch evtl. weitere Kursgewinne, wenn man falsch liegt und die verkaufte Aktie weiter steigt.

     

    Ich habe es auch nie gemacht, wollte aber dennoch Klarheit haben, unter welchen Bedingungen sich so etwas rechnen kann.

     

    LG

     

     

  63. AvatarClaus

    @ Thomas

     

    “Die Frage ist nicht ob sich das lohnt, sonder ob man die Zeitpunkte erwischt.”

     

    Falsche Frage…

     

    Die Frage ist: Wird Mr. Market mitspielen und günstigeren Kaufkurse bieten? Und wenn ja, wann? Nächste Woche oder doch erst in 1, 2 Jahren??

     

    Man sollte stets demütig bleiben und mit maximalem Gegenwind von Mr. Market rechnen!

  64. AvatarSparta

    @Claus

    Welche Zukunftsaussichten siehst Du denn in der Ölbranche, bzw. dass in der schrumpfenden Branche ausgerechnet Shell den Schrumpfungs- und Wandlungsprozess gut überstehen wird?

  65. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Ich kenne ein paar wenige sehr vermögende Leute, und die rechnen nie mit ihrem Vermögen, die rechnen immer nur mit ihrem Cashflow. Das Vermögen schwankt zwar aber steigt langfristig, der Cashflow ist in der Regel recht stabil.

    Genau darauf möchte ich hinaus. Alles andere muss einen ja mental mürbe machen. So wie es Wolke ergeht.

    Es geht wohl um das eigene Gedankengebäude.

    Und sein Vermögen erhält und steigert meiner Meinung nach am Besten, in dem man Anteilseigner einer Reihe von großartigen Unternehmungen ist und vor allem bleibt. Wer nur auf die Zahlen stiert hat damit natürlich ein Problem.

    Hier sehe ich die Krux. Vermögensverlust durch Angst vor Vermögensverlust, die zu unklugem Verhalten führt.

  66. AvatarBruno

    @wann kaufen

    Das einfachste und beste ist doch, sich gar nicht mehr mit dieser Entscheidung zu quälen sondern einfach immer wieder zu kaufen in regelmässigen Abständen. Das gilt nicht nur für Sparpläne auch sonst.

    Ich kaufe stur immer Ende Quartal also Ende Monat wieder, noch besser wäre monatlich aber ich habe so doch etwas mehr Flexiblität.

    Ich kenne doch einige, die sich seit Jahren dies gesagt haben ich kaufe dann beim nächsten Crash, er kam nicht, sie blieben auf viel Cash. Jetzt fällt es etwas, ich denke kaum dass sie jetzt kaufen. Fällt es weiter, werden sie auch kaum kaufen, denn sie waren ja schon vorher ängstlich, wenn es fällt werden sie noch ängstlicher. Wenn es denn wieder steigt, sagen sie sich, es wird nochmals fallen dann kaufe ich. Vielleicht fällt es dann nicht mehr etc. etc.

    Daher besser gestaffelt und stur immer wieder in kleinen Blöcken zukaufen.

    Das ist einfacher und nervenschonend, und so hat man auch sehr gute “Pakete” dabei zu Tiefstkursen, und auch ganz normale Pakete und natürlich auch mal ein teureres Paket, aber über den Schnitt fährt man so sicher gut.

  67. AvatarNico Meier

    Wie reich muss man denn nun in DE sein um von der Linken (ehemals SED) erschossen zu werden?

    Zäht nur das Vermögen oder auch das Einkommen?

  68. AvatarNico Meier

    @Sparta

    Die Welt wird noch lange im Ölzeitalter verweilen. Ich habe gerade diese Woche 2000 Liter Heizöl bestellt. Corona hat das Öl gut verbilligt da muss man zuschlagen.

    Baumaschinen, Lastwagen und Schiffe werden noch lange mit Diesel betrieben werden müssen.

    Öl wird zudem in vielen Branchen als Rohstoff benötigt.

    Shell ist zudem dabei sich zu diverdifizieren um nicht allein vom Öl anhängig zu sein.

  69. Avatarsmyslov

    Claus  :  Man sollte stets demütig bleiben u. mit max. Gegenwind rechnen.Genau so sehe ich das auch. Gut ist es natürlich, wenn man einen Plan, so eine Art Handlungsanweisung für sich selber formuliert. Bei mir sieht das folgendermaßen aus:  Derzeit, und auch in Zukunft werden nur noch Dividenden reinvestiert. Ich gehe davon aus, daß ich mein Depot zu Lebzeiten nicht mehr angreife, sondern es vererbe. Sollte der Dax jedoch die 10 000 P. – Marke unter-schreiten, dann werde ich noch einmal neu  nachdenken u. evtl. etwas nachkaufen. So ein grober Plan hilft natürlich schon, Emotionen zu bekämpfen. Um die Härte zu bekommen, einen Plan einzuhalten, dies zu trainieren hat man ja ein ganzes Börsenleben Zeit. Es ist eben doch eine Minderheit, welche  über lange Zeit eine gute Performance erzielt. Es sind nicht so wenige, die Geld verlieren, sich verabschieden und sagen: Nie mehr. Gruß.

  70. AvatarRüdiger

    Wie reich muss man denn nun in DE sein um von der Linken (ehemals SED) erschossen zu werden?

     

    Keine Sorge, in D bist du sicher. Für die SED zu (erb)ärmlich, für die Rechtsextremen zu wenig Ausländer  😉

     

  71. Avatar42sucht21

    @Die Börse bricht weiter ein.
    Mein Depot hat das ziemlich verpasst. Meine deutlich größte Position Welt-ETF steht da wo sie vor 6 Monaten war. Also etwa 20% ÜBER dem Kurs wo sie vor 12 Monaten war. Bei kleineren Einzelpositionen stehen manche höher (zB Biotech) und manche niedriger (Öl). Halt so wie immer.

    Warum schieben hier so viele Panik bzw. Kaufrausch. Nicht so kurzfristig denken bitte. Entspannung ist angesagt und einfach weiter machen und nicht in die Extreme verfallen.

    @Lufthansa
    Da sah man regelmäßig Kurse unter 10€. Warum jetzt Kaufpanik bei 11€?

    @Stefan – Fraport
    Dort zu arbeiten und eine große Position zu haben ist nicht diversifiziert.

    @Freelancer Sebastian
    Gute Kommentare finde ich. Bezüglich des Kaufkurses des Kasino- / Kreuzfahrtbetreibers: Bei der Betrachtung der Charts vergisst man leicht, dass die Betriebe kurz vor dem Konkurs standen als der Aktienkurs extrem gefallen war. Sands zB war 2009 eigentlich nicht mehr lebendig. Da wäre es Roulette gewesen günstig zu kaufen. So könnte das auch bei dem Kreuzfahrtbetreiber sein wenn vermeintliche Kaufkurse bei 5€ erreicht sein werden.

  72. AvatarMagnum 86

    @ Nico:

    Wie reich muss man denn nun in DE sein um von der Linken (ehemals SED) erschossen zu werden?

     

    Nach Meinung der SPD sollen Sie bereits ab einem Vermögen von 2 bzw. 4 Mio. Vermögenssteuer zahlen. Das kann als Orientierungshilfe dienen um die Frage zu beantworten wer erschossen werden soll.

     

    Die Geschichte lehrt uns allerdings, dass es  in jedem sozialistischen Land niemanden besser gehen darf, als den Regierenden.

     

    @Öl-Markt:

    Ich habe leider keine aktuelle Quelle gefunden, aber der globale Anteil des Verbrauchs von Öl im Straßenverkehr beträgt, wenn man ein wenig googlet, zwischen 35-40%. Mit Ausnahme vereinzelter Mittel-/Nordeuropäischer Staaten und ein paar Hipster in Nordamerika, die Elektro/Wasserstoff als Spielzeug ansehen, sehe ich in den nächsten 50 Jahren keine nennenswerte Veränderung des Ölverbrauchs. Auf Grund des Bevölkerungswachstums und des vielseitigen Einsatz, wird der Verbrauch zunehmen, insbesondere wenn in Deutschland die letzten Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Dann entsteht hier nämlich ein ganz neuer Markt für mit Diesel betriebene Notstromaggregate, so wie ich es in meiner Süditalienischen Wahlheimat jetzt schon, wenn auch aus anderen Gründen, vorfinde. Gut für die, die dann CAT im Depot haben. 🙂

     

  73. AvatarSparta

    Die Liste der Länder mit Verboten zu Verbrennern & Öl-Heizungen wird länger werden.

    Die CO2-Preise & Besteuerungen werden Öl zunehmend teurer machen.

    Die Grenzkosten für erneuerbare Energien fallen weiter.

    Die Speicher- Batterie- und Ersatztechnologie wird mit zunehmender Forschung besser werden.

    Die Angebot-Nachfrage-Situation spricht nicht für eine rosige Zukunft des Rohstoffs “Öl”.

     

  74. AvatarClaus

    @ Sparta

     

    …habe ich schon mehrfach geäußert:

     

    Es wird zwar überall “gepredigt”, Öl seit tot. Doch hält man sich an Fakten, so steigt der jährliche Ölverbrauch weltweit noch immer an. Ohne Öl steht die Welt still. Fast keine Branche kommt ohne Öl aus. Daran wird sich in absehbarer Zukunft nicht viel ändern.

     

    Es wird zu Verschiebungen kommen, wobei erneuerbare Energien immer mehr Anteile gewinnen werden. Genau in diesen Bereich expandiert Shell und hat bereits über 30 Unternehmen aus diesem Bereich übernommen. Geht Shells Plan auf, werden sie in 10-15 Jahren der größte Stromanbieter weltweit sein. Öl, Gas und Strom ergeben einen sehr guten Mix und machen etwas unabhängiger vom Ölpreis, das Unternehmen wird “stabiler”. Mir gefällt das Management mit Weitblick.

     

    Aufpassen muss Shell aber bei seinen Ölreserven, die wohl aufgrund geringerer Investitionen voraussichtlich nicht mehr so lange wie in der Vergangenheit ausreichend sind. Hier könnten hohe Investitionen erforderlich werden. Finanziell wird das sicher alles eine riesige Herausforderung.

     

    Ein grosses Problem für den Ölpreis sehe ich auch in den enormen Ölmengen aus USA. Das Ölangebot ist z.Zt. viel zu gross.

     

    So lange sich meine Position gut rechnet, werde ich dabei bleiben. Ansonsten habe ich auch kein Problem damit, mir ein anderes Investment zu suchen.

     

    @ smyslov

     

    so ähnlich mache ich das auch, seit 2016 habe ich kein weiteres Geld mehr in mein Depot eingezahlt, nur, wie auch zuvor, die Dividenden reinvestiert und etwas umstrukturiert.

     

    So erhalte ich dieses Jahr gut 50% mehr Dividende als 2016. Vererben brauche ich nichts, kann alles verbrauchen, falls nötig (Pflege, Hausreparaturen o.ä., man weiss ja nie…).

     

    LG

  75. AvatarThorsten

    Interessanterweise lassen mich die Einbrüche ziemlich kalt. Als es letztes Jahr noch “grundlos” stieg habe ich öfter ins Depot geschaut als jetzt. Die Kurse waren irre.

    Die Luft entweicht jetzt aus dem Ballon, einfach abwarten. Wer in absehbarer Zeit eine Immobilie kaufen wollte hatte Ende 2019 letzte Gelegenheit seine Aktien zu verkaufen, ich habe mehrfach das Signalhorn zum Verkauf geblasen und begründet, warum ich nur umschichte.

    Ich habe genug Betongold. Optimieren brauche ich auch nichts, deswegen ist selbstzerstörender Cash ( Halbwertszeit 20 Jahre) für mich nichts gewesen.

    Mein Depot ist abgeltungssteuerfrei. Dennoch….die nächste Regierung wird rot rot grün , spätestens die Übernächste. Als weißer, heterosexueller,alter, vermögender , klimaschädigender  Mann wird man mich auf die 1%-Erschießungsliste setzen, wahlweise auch Freikauf durch 500k und 2Jahre Sozialdienst in den Kölner Wiesenlagern , wo man die gesamte Migrantenklientel aus Lesbos hinverschifft hat. Aber dann sind meine Kinder aus dem Haus und wir hauen ab : nach Lesbos , da ist ja dann keiner mehr und Vermögen zählt dort noch etwas bei geringen Steuern.

     

  76. AvatarRainer Zufall

    Magnum

    “…sehe ich in den nächsten 50 Jahren keine nennenswerte Veränderung des Ölverbrauchs.”

    Ich denke zwar auch, dass Öl noch lange ein wichtiger Rohstoff ist. Aber ich denke auch, dass die technische Entwicklung enorm sein wird – in den nächsten 50 Jahren. Von daher glaube ich nicht dass Öl dann noch den gleichen Stellenwert hat wie heute.

    Aus dem selben Grund denke ich auch, dass Friedrich, Weik und Konsorten vollkommen falsch liegen, wenn Sie den Kollaps vorhersagen. Einfach weil Sie den enormen technischen Fortschritt der nächsten 30-50 Jahre und die dadurch entstehenden Möglichkeiten, die man in keinster Weise mit Sicherheit absehen kann, nicht einbeziehen. Ich glaube die Entstehung neuartiger Technologien und neuer Unternehmen werden einfach dazu führen, dass es mit der Börse langfristig aufwärts gehen wird. Von daher positiv bleiben.

  77. KievKiev

    @ Thorsten

    Ich betrachte die aktuellen Kurse auch entspannt. Gazprom steht als Beispiel bei 4.91€. Die Dividendenrendite liegt aktuell bei 9.57%. Ich werde die Position aufstocken sobald wieder Geld zur Verfügung steht. Den zukünftigen Cashflow von Gazprom sehe ich als sehr sicher an. Da kaufe ich doch entspannt ein. Natürlich kann der Kurs weiter fallen und noch höhere Dividenden ermöglichen. Vielleicht aber auch nicht, dann freue ich mich über jeden Anteil, den ich einsammeln konnte. Ich würde gerne 5000 Stk aufbauen. Wenn die Aktie auf 3€ fallen würde, wäre es leicht möglich. Da müsste ich nur 12k nachschiessen. Sehe ich als unrealistisch an, aber wer weiß. Folglich kaufe ich weitere 1000 STK sobald es mir möglich ist und dann warte ich ein wenig ab.

  78. Avatar-M

    @Sparta So läuft es

    Du findest Batterien gut und kannst dort investieren und andere mögen Öl, da es gerade total out ist und fast keiner Öl ein Comeback zutraut  🙂

    Das ist Börse.

     

    -M

  79. AvatarRüdiger

    @42sucht21:  Warum schieben hier so viele Panik bzw. Kaufrausch. Nicht so kurzfristig denken bitte. Entspannung ist angesagt und einfach weiter machen und nicht in die Extreme verfallen.

     

    Sehe ich ebenso, ganz entspannt. Wer weiß, was er/sie tut, lässt sich hier im Blog auch nicht verrückt machen.

    Bei unsicheren/verunsicherten Lesern bin ich mir nicht so sicher, ob die Besuche hier wirklich hilfreich sind  😉

     

     

  80. AvatarThorsten

    @Kiev.

    Mein Russlandanteil ist mehr als 20%. Alleine in Gazprom habe ich >40k . Bis die Herde den “der Russe ist böse, die USA sind unser totaler Meister” – Trip verlassen kann, bin ich schon im Markt drin. Moskau ist die teuerste Stadt der Welt, bald werden sich die US-Prommis dort mit Luxusimmobilien einkaufen. Vermutlich haben sie es längst getan.

  81. AvatarJanina

    Ich persönlich habe einen monatlichen ETF-Sparplan auf den MSCI World. Dieser hatte vor Corona 17% und nun sind es noch 1%. Aber das sehe ich entspannt, ich halte und kaufe ja jeden Monat dann zum günstigeren Preis wieder ein. Einige der Werte, die ich auf meiner Beobachten-Liste habe sind (ebenso wie der Rest vom Markt) stark gesunken. Ich werde definitiv verstärkt einkaufen 🙂 alles bringt auch immer Chancen mit sich!

  82. AvatarVinc

    Hello zusammen,

    bin seit einigen Wochen stiller Mitleser, dachte aber, ich stelle jetzt auch mal eine Frage.
    Sehe die aktuelle Situation ähnlich wie die meisten hier, als Chance, “billig” in den Markt reinzukommen bei Aktien, die sonst deutlich teurer wären. Mit ein paar Ausnahmen im Cannabissektor strebe ich auch ein Dividendenportfolio mit Schwerpunkt USA und Ergänzung Deu an.
    Nun hab ich gestern gelesen, dass die Deutsche Telekom evtl. die Hauptversammlung absagen muss wegen des Virus. Entsprechend würde die Festlegung der Dividende ausfallen und dieses Jahr keine Dividende gezahlt werden. Nun habe ich mir die Frage gestellt, was ist, wenn viele Unternehmen, die mit dem Gewinn XY für dieses Jahr gerechnet haben und diesen nun nicht umsetzen können, im Zuge dessen ihre Dividenden kürzen? Man rechnet als Dividendeninvestor also mit Summe XZ an Zahlung, und ehe man sich versieht hat man auf einmal nur noch die Hälfte, weil Unternehmen ihre Auszahlung kürzen. Ist das ein realistisches Szenario?
    Viel Erfolg allen weiterhin!

  83. KievKiev

    @ Thorsten

    Bei Gazprom ist es mit fast egal, ob sie wieder entdeckt werden. Hauptsache der Rubel rollt. Der Totalreturn ist eine schöne Depotübersicht. Am Ende zählt allerdings wie viel rauskommt. Ob Gazprom nun 5% oder 9% bezahlt macht bei gleicher Auszahlungshöhe auf die Anteile nichts aus. Im Einkauf natürlich schon. Gazprom ist für mich eine langfristige Position. Die Schwankungen interessieren mich nicht. Solange China immer mehr Gas bezieht wird die Firma sehr gut Geld verdienen können.

    Meine CXW Core Civic Aktien sind da etwas anders zu sehen. Hier gibt es auch eine sehr hohe und meiner Meinung nach sichere Dividendenrendite. Allerdings kann sich der Kurs sehr schnell ändern. Falls die Aktie in die Höhe schießt verkaufe ich gegebenfalls einen Teil. Wenn die Aktie dann wieder günstig ist kaufe ich sie wieder. Das sollte hier alle paar Jahre passieren können. Vor allem in Wahljahren…

    Bei Deinen Gazprom Aktien bekommst Du schon um die 300€ im Monat an Dividendenertrag. Oder anders ausgedrückt knapp 4000€ im Juli. Da kannst Du direkt eine neue Position aufmachen. Bei so viel nicht notwendigen Dividenden ist vielleicht auch eine Beteiligungsgesellschaft wie Berkshire Hathaway interessant. Bis zu dem Punkt dauert es bei mir noch ein Weilchen.

  84. Avatar-M

    Hallo zusammen,

    habt ihr irgendwelche “Geheimtipps” ???

     

    die Rahmendaten:

    Es geht eher um kleinere Unternehmen ab 1mrd Marketcap (nicht die großen Dickschiffe) die noch gute Wachstumsraten haben, aber auch jetzt schon viel Geld verdienen bezogen auf die Gesamtkapitalrendite. Würde sagen >10% ROA und ein skalierbares Geschäftsmodell haben. Branche erstmal egal.

     

    Welche Firmen fallen euch ein?

     

    -M

  85. AvatarEx-Studentin

    Ich frage mich, ob -30% eines ganzen Index überhaupt noch mal vorkommen können. Mittlerweile stürzen sich alle auf Wertpapiere und schon bei -10% wird fleißig nachgekauft. Stattdessen gibt es starke Einbrüche einzelner Unternehmen, wie z.B. VW beim Dieselskandal.

    Theoretisch klingt es für mich sinnvoller auf Einzelaktien zu setzen bzw. ich setzte privat auf ETFs gelegentliche Ergänzung durch einzelne Unternehmen.

  86. AvatarDaniel

    Ex-Studentin – wieso sollen denn bitte keine -30% mehr vorkommen? Wo siehst Du die fleißigen Nachkäufe? Gerade diese bleiben gerade in der Breite aus  – kein “buy the dip”.

  87. Avatarsteve

    @ Thorsten wieso ist Moskau die teuerste Stadt der Welt, gab es da im RahmenRahmen der Sanktionen nicht viel Wegzug.

  88. Avatar-M

    Ex Studentin, da muss ich wiedersprechen. Das Angebot war deutlich größer als die Nachfrage – sonst wären die Kurse ja nicht gefallen.

     

    -M

  89. AvatarBruno

    @-M

    Geheimtipps? Ja klar, aber dann wären sie ja nicht mehr geheim 😀

    @Ex-Studentin

    Ich schaue fast nicht mehr auf den “Index”, lieber schaue ich auf die Bewertung der einzelnen Unternehmen, oder wenn dann auch die Bewertung des Index. Dadurch dass die Zinsen immer tiefer fallen langfristig, und ich sehe kein Ende dieses Trendes, sollte man gerade langfristig nicht zu linear die Sache anschauen sondern eher, was einem Titel je Kapital an Ertrag liefern. Ich meine damit nicht zwingend Dividenden, ich bin ja kein Dividenden-Junkie, aber die Ertragskraft des Unternehmens sollte sich langfristig steigern oder zumindest halten, dann ist der Kurs auch sekundär. Ich sehe das natürlich auch etwas aus der Perspektive als Unternehmer und schaue Firmen eher von dieser Seite an und nicht wie ein Finanzanalyst. Interessant ist doch, dass Immobilienprofis das schon lange so machen, der Wert des Portfolios ist maximal ein Ego-Ding, es geht um die (Netto)Rendite. Grössere Einbrüche schliesse ich zwar nicht aus, aber die Notenbanken werden kaum aus ihrem Modus rauskommen und ich denke heutzutage wird man kaum zulassen, dass die Weltwirtschaft komplett groundet und es Einbrüche 50-90% wie es einige sehen einfach so hinnimmt. Ich schaue primär auf langfristig hochqualitative Unternehmen, wenn diese in Probleme kommen (nicht kurstechnisch) dann wird es egal mit was sehr schwierig, solche Unternehmen haben immerhin Weltkriege und anderes überlebt.

    Deshalb bin ich auch kein Fan von Gold, auch wenn ich doch noch lieber Gold hätte langfristig als Cash.

  90. AvatarSparta

    @Jenni

    Sicher können – 30 %  (oder mehr) auch beim world irgendwann wieder mal auftreten…

    Wann genau, bzw. ob wir uns aktuell schon auf dem Weg dahin befinden kann niemand zuverlässig sagen.

    Einfach regelmäßig weitersparen.

  91. Avatarhump

    @ 42sucht21

    @Lufthansa
    Da sah man regelmäßig Kurse unter 10€. Warum jetzt Kaufpanik bei 11€

    Bei diesem Kurs jetzt von Lufthansa bei knapp über 11,- Euro ..und KGV 3.2 kann es ganz schnell wieder hoch gehen, bei mind. 15 Euro !!! Lieber jetzt nachkaufen, als die Gelegenheit auszureizen und es dann vielleicht nicht mehr zu erreichen. Außerdem  kann man die Kurse bei Lufthansa unter 10,- Euro, wie vor 10 Jahren, nicht mehr mit Sicherheit erwarten, da das Unternehmen seit dem Zeitraum  extrem expandiert hat und der Unternehmenswert erheblich gestiegen ist !!

  92. AvatarRuben

    Ich teile in etwa diese Einschätzung,  dass es mittelfristig nochmal eine Etage tiefer geht: https://www.mr-market.de/covid-19-und-der-zeithorizont/
    Bei den US Indizes wurde bislang gerade mal die Übertreibung seit Oktober abgebaut.

    In meiner Firma werden die Auswirkungen zeitversetzt aufschlagen. Ich hoffe es kommt nicht zur Kurzarbeit, wenngleich ich selbst genug Rücklagen habe.

  93. Avatar-M

    Bruno ich verspreche dir nicht alle aktien wegzulaufen bzw kann ich ja maximal den Kurs erhöhen und du wärst dann auch fein raus 🙂

    -M

  94. AvatarSkywalker

    Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Lufthansa wird sich ganz schnell ändern wenn die Gewinne einbrechen.
     

    Ich bin kein Freund davon jetzt irgendwelche Krisenwerte zu kaufen sowohl Kraft Heinz als auch Lufthansa als auch die Reedereien bzw Kreuzfahrtunternehmen würde ich nicht kaufen.

  95. AvatarClaus

    @ hump

    “Bei diesem Kurs jetzt von Lufthansa bei knapp über 11,- Euro ..und KGV 3.2 kann es ganz schnell wieder hoch gehen, bei mind. 15 Euro !!! Lieber jetzt nachkaufen, als die Gelegenheit auszureizen ”

     

    KGV 3,2? Hast Du auch die Gewinneinbrüche berücksichtigt, die demnächst gemeldet werden, die halbe Flotte steht am Boden und verdient kein Geld, sondern “verbrennt” Geld. Möglicherweise wird ein Verlust gemeldet… Warum sollte sich die Aktie nicht nochmal halbieren?

     

    Solche Unternehmen meide ich, hier gibt es keine konstante Geschäftsentwicklung.

     

    Nach dem Einstieg sollte man auch gleich den Ausstieg planen, denn B&H funktioniert mit solchen Aktien nicht.

     

    LG

  96. Avatarhump

    @ Skywalker

    Sicher die Gewinne werden zurückgehen, aber nur Quartalsmäßig ! Bei solchen Unternehmen wie Luftfahrt, Tourristik, Reedereien, wird, wenn die Krise sich legt und irgendwann wird sie vorbei sein, der Turnaround am stärksten sein !!

  97. AvatarEx-Studentin

    @Daniel / M / Sparte

    Ich kann es nur aus der Perspektive seit 2015 sehen. 10-15% Einbrüche gab es jetzt ja schon sehr oft, weswegen ich die Hysterie um Corona gerade nicht verstehe. Man bei diesen kleinen Einbrüchen hatte ich nicht mal Zeit zum Nachkaufen, weil die Kurse nach ein paar Tagen nahezu wieder erholen. Jetzt sind die Kurse wie immer volatil: Die Kurse fallen, die Kurse erholen sich zwischendrin (weil vermutlich viele günstig nachkaufen) und dann fallen sie wieder (weil manche nun doch aus Panik verkaufen) usw.  und in 1 Monat gibt es vielleicht schon wieder ein All-time-high. Von der Psychologie her: Vielleicht lösen manche ihr Depot bei -10% auf, aus Angst vor weiteren Verlusten. Aber gefühlt sind die meisten Anleger mittlerweile klug genug auszuharren bzw. die Verluste nicht zu realisieren.

    ETFs sind gerade das Allheilmittel, sodass sich jeder über Einbrüche freut und investiert, ohne jeglichen Wert dahinter zu verstehen. Es geht nicht um den Dividenden, es geht den Leuten nur noch ums Haben und hoffen, dass der Preis bald wieder steigt. Durch die Sparpläne wird konstant weiter gespart, wodurch die Nachfrage auf einem gewissen Niveau gehalten wird.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es mal “richtige” Krisen gibt, wo Leute massenweise ihre Jobs verlieren und ihr Depot liquidieren müssen und keine andere Wahl mehr haben. Gleichzeitig gibt es viele Mechanismen, um sowas über jahrehinweg abzufangen. Betriebsräte, die jegliche Kündigungen vermeiden, Kurzarbeit, irgendwelche Prämien vom Staat etc.

    @Bruno

    Ja, ich schaue in solchen “Krisen” auch lieber auf Unternehmen. Gibt es z.B. Einbrüche, weil das Geschäftsmodell veraltet ist oder gibt es diese Einbrüche nur aufgrund der aktuellen Panik & sind diese nur vorübergehend. Ich finde es schwierig einzuschätzen, ob ein schlechtes Jahr bereits eine existenzbedrohende Insolvenz herbei führen kann.

  98. AvatarThorsten

    Währungskurse dominieren alles. Fällt der USD auf 1,40 EUR sind 30% des US-Depots in EUR futsch. Ich kaufe wieder ab 1,20 EURUSD – frühestens.

  99. JosefJosef

    Ich kaufe im Juni, da ich selten verkaufe und fleissig am sparen bin.

    Bis dahin sollten ja die Corona Auswirkungen bekannt sein.

    Eine Fluggesellschaft würde ich aber nie kaufen, dann schon eher einen Flughafen, wenn für mich der Preis stimmt.

    Ich muss mich in Geduld üben, die Daimler hab ich leider zu früh gekauft.

  100. AvatarWolke

    @Freelancer Sebastian

    Lerne doch von den Meistern der Börse, die genau das getan haben, was Tim hier immer predigt.

    Die Meister der Börse haben nicht immer das getan, was Tim predigt. Die Meister der Börse, wen immer Du damit meinst, haben im richtigen Moment auch Angst gehabt, kontrollierte, bewußte Angst, mit der sie umgehen konnten. Und sie waren meist nicht ausschließlich in Aktien investiert. Ich meine die wirklichen Meister, nicht die Prediger und die Blogger!

    Du scheinst mir ein Meister im Verdrängen zu sein, weil Du keine Angst zuzulassen scheinst. Aber bitte, ist nicht mein Problem.

    Ich nehme Leute, wie Warren Buffett und zugleich auch Markus Krall Ernst. Auch wenn Du es nicht glaubst, aber das geht. Dementsprechend sichere ich mich ab.

     

     

     

     

  101. AvatarSparta

    @Jenni

    Auch Skywalker (als er noch komplett auf der hellen Seite der Macht stand…) 😉 hatte sich vor über einem Jahr mal so geäussert, dass die Börse nicht mehr crashen kann…

  102. Avatar42sucht21

    @hump
    Ich finde auch, Airlines und Touristik sind sicherlich laufende Megatrends. Bei Lufthansa sehe ich es wie @Claus, kein Wert um ihn langfristig zu halten. Mittelfristig kann man natürlich auf 30-100% Erholung spekulieren und dann abstoßen. Ist sicherlich gut möglich. Ganz langfristig wäre ich da eher bei Buffet und American Airlines. Touristik: Bei Tui gefällt mir persönlich das Management überhaupt nicht.

    @Linke Phantasien – Reiche erschießen – Erschießungsquote usw.
    Wenn ich sonn sch… noch mal lese hier, dann wird mir schlecht. Wer muss denn mind. seit 1930 mehr Angst in DE haben Gewalt zu erleiden – Linke oder Rechte, Reiche oder Arme? Haltet Euch mal an die Tatsachen. Oder besser, haltet Euch am besten zurück mit solchen Themen.

  103. AvatarMattoc

    Ich nehme Leute, wie Warren Buffett und zugleich auch Markus Krall Ernst.

    Jetzt ist es passiert. Opa Wolke nennt sich, Warren und Markus Krall in einem Satz. Lol.

  104. AvatarEx-Studentin

    @Sparta

    Meine Meinung ist gerade auch nur eine Momentanaufnahme. Ich leugne nicht, dass es zu einem größeren Crash kommen kann, ich halte es nur für unwahrscheinlich. Es sehnen alle herbei und das schon seit 5 Jahren. Mittlerweile kommen immer mehr Leute in meinem Freundeskreis auf mich zu und wissen nicht, was sie mit ihrem Geld machen sollen (Immobilien sind ja gerade zu teuer). Vielleicht lebe ich auch nur in einer Blase, aber den Leuten geht es gut. Es wird geerbt, es ist genug Geld für Urlaub und Co. da, die Gehälter sind gestiegen, auch in “einfachen” Berufen. Es gibt erst Krisenstimmung in Deutschland, wenn großere Unternehmen ihre Insolvenz ankündigen, aber da sind wir derzeit (denke ich) noch entfernt von.

  105. AvatarBruno

    @Warren Buffett, Krall & Co.

    Ich vertraue an der Börse nur einem nicht professionellen Investor. Mir selbst.

    @-M

    Und das ist auch der Grund, weshalb ich ungern Tipps gerade kleinere Titel geben. Nicht weil ich Angst habe das der Titel sich bewegt, Tim’s Reichweite in Ehren 😉 Nein ich finde man sollte primär nur auf sich selber schauen und eigene Entscheide sich verlassen.

    Alles andere geht auf Dauer eher schief, denn gerade wenn es nicht so läuft wie geplant, wirft man sonst rasch wieder etwas über den Haufen und Hin und Her macht tatsächlich Taschen leer.

  106. Avatar-M

    Bruno versteh ich, deshalb habe ich auch nicht auf “Lufthansa kaufen?” Etc geantwortet.

     

    Ich scanne selbst den Markt:-) nur sind mir zeittechnisch auch Grenzen gesetzt. Ideen sind willkommen, aber entscheiden das mache ich allein.

     

    Mein Kumpel und ich entscheiden auch immer allein und unsere Depots sind zwar ähnlich aber lange nicht gleich:-) denken aber in die gleiche Richtung

     

    -M

  107. AvatarMattoc

    @Ex-Studentin

    Deine Wahrnehmung kann ich bestätigen. Auch in meinem Umfeld schwimmen die Leute gefühlt im Geld, die Gehälter sind immens hoch. Die meisten verdienen deutlich mehr als sie brauchen. Allerdings wird nur wenig investiert. Die meisten machen etwas betriebliche Altersvorsorge und zahlen ohne großes Engagement ihre geliebte Immobilie ab. Themen im Büro sind E-Bikes (Leasing über Arbeitgeber), Urlaube, Kreuzfahrten, neue Autos und nur das Beste fürs Kind.

  108. AvatarBruno

    @-M

    Ich habe primär Bluechips im Depot. Die paar Smallcaps welche ich an einer Hand abzählen kann sind alle aus meiner Region, ich kenne die Firmen seit vielen Jahren, kenne Mitarbeiter dort, und bekomme so etwas mehr mit, wie es läuft. Ich würde mir nicht anmassen, ein Smallcap in USA oder Asien zu kaufen, wenn dann in diesem Fall eher ein ETF, z.B. MDAX in Deutschland.

    Kleine Titel sind zusätzlich oft nicht für Buy & Hold geeignet da relativ zyklisch, dann wird es noch etwas komplizierter.

  109. AvatarBruno

    @Mattoc “und nur das Beste fürs Kind.”

    Finde ich auch, aber das bedeutet halt nicht jedes Jahr das neuste IPhone oder Gucci Schuhe, sondern primär viel Zeit, Aufmerksamkeit für die Kinder.

    Es fängt schon früh an, man parkiert die Kinder vor dem Flat, Disney sei Dank und hat sie vorderhand mal ruhig gestellt.

  110. AvatarMattoc

    @Bruno

    Bei meinen Kollegen geht es sehr stark um materielle Dinge für kleine Kinder:

    – Kinderwagen

    – Beförderung im Auto

    – Spielzeug

    – Kleidung

  111. AvatarSparta

    @Jenni

    Ein wirtschaftlich starkes persönliches Umfeld wird nicht zwangsläufig mit der Börsenentwicklung hoch korrelieren.

    Wie läuft denn die Transformation der Autoindustrie/Zulieferer im Ländle?

    Bei meinem Ex-AG hört es sich schon etwas holprig an. Bin aber auch schon 10 Jahre raus aus der Maschbaubranche.

  112. AvatarEx-Studentin

    @Sparta

    Ist im Ländle holprig, die Leute machen kaum noch Überstunden. Gab auch Phasen mit Kurzarbeit und Abfindungsangebote. Es herrscht Einstellungsstop bei vielen großen Firmen. Bei meinem alten AG wurden einige gekündigt. Die haben aber erstaunlicherweise zum großen Teil neue Jobs gefunden. Die große Arbeitslosigkeit bleibt bisher aus, weil die Betriebsräte Kündigungen so gut es geht verhindern bzw. bei Daimler sogar bis 2029 Kündigungen ausgeschlossen wurden. Stattdessen nutzt man natürliche Fluktuation & Umschulungen. Daimler, Bosch und Co. haben vor allem das Problem, dass Leute mit alten Verträgen zu viel verdienen. Neuzugänge verdienen immer noch gut, aber wesentlich weniger. Ob jemand 60 oder 90k verdient, macht schon was aus.

    Ich denke mal, dass dieses Jahr weiterhin kriselt, aber durch Kurzarbeit viele Kündigungen vermieden werden. Die Immobilienpreise gehen weiterhin durch die Decke. Die Preise haben sich verdoppelt in den letzten 5 Jahren. Bei den Mietpreisen haben wir angeblich München überholt.

  113. AvatarInvestor98

    Die Immobilienpreise werden vermutlich durch die Zinssenkungen, weiter steigen. Bin hier auf jeden Fall gespannt. Ich würde mich allerdings durchaus freuen, sollten die Immobilienpreise etwas nachlassen. Ansonsten warte ich weiter ab und halte genug Cash für den Crash! 😉

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