Du hast 1 Million € vom sparsamen Onkel geerbt. Du bist überrascht. Du bist Alleinerbe. Was machst Du jetzt? Du machst im Job weiter, als ob nichts wäre. Mindestens für 6 Monate

Du hast 1 Million Euro von Deinem Onkel geerbt. Du überlegst, was Du machst.
Du fährst einen zwölf Jahre alten Toyota. Kollegen lachen Dich aus. Sie denken, Du bist ein komischer Kauz, weil Du nicht mit Angebern im Büro mithältst. Du legst keinen Wert auf Markenkleidung. Du bringst ein kleine Schale Essen von zu Hause mit. „Ich bin ja nicht Boris Becker, Justin Bieber oder die Kardashians“, denkst Du. Schon gar nicht Carmen und Robert Geiss – die zwei Paradiesvögel aus dem TV nerven Dich wirklich.

Du möchtest schließlich später besser als die Kollegen leben. Du möchtest in die Freiheit. Du brauchst kein Protz-Auto oder Protz-Urlaub.

Die anderen sind vermutlich dauerhaft pleite, wenn die Rente beginnt. Etliche Kollegen haben sich für eine Traumimmobilie hoch verschuldet. Was wird in 10 oder 20 Jahren passieren, wenn die Zinsbindung der Hypothek ausläuft und wir eine Hochzinsphase haben?

Anstatt ständig mehr Mist zu kaufen, gehst Du den anderen Weg. Du trennst Dich von Dingen. Dein Auto wird verkauft. Du nimmst das Rad und den ÖPNV. Den Plunder mistest Du aus. Alles, was Du in diesem Monat nicht brauchst, geht weg. Müll. Verschenken. Spenden. Verkaufen auf eBay. Flohmarkt.

Dann machst Du alles sauber wie noch nie zuvor. Du putzt. Reinigst die Wände, die Sockelleisten, Türrahmen, Türen, Fenster, Geräte, Schränke, Vorhänge, Heizkörper. Du lässt Dein Zuhause funkeln!

Schau Dich bei Deinen Nachbarn oder Bekannten um. Die Häuser sind schmutzig und vollgestopft.

Stell Dir vor, Du bist 30 Jahre alt. Du erbst von Deinem Onkel überraschend eine Million Euro. Was wirst Du mit dem Geld machen? Du bist clever. Anstatt es zu verpulvern für Urlaube, Autos, Haus gehst Du einen Schritt zurück und denkst nach: „Wie kann ich von diesem Glücksfall finanziell unabhängig werden?“

Du haßt Deinen Job. Du arbeitest bei der Post als Briefträger. Deine Eltern sind typische Konsumenten aus der Mittelschicht. Sie denken, der einzige Weg, glücklich zu sein, ist es einen Job zu haben, ein aktives Einkommen zu verdienen und das Geld auszugeben. Für Konsum.

Dein Onkel hat vor einigen Jahrzehnten überwiegend deutsche Blue Chips gekauft. BASF, Bayer, Fraport, Südzucker, Fuchs Petrolub, Intel, Berkshire, Colgate-Palmolive, Procter & Gamble, Deutsche Telekom, Post… Er wollte immer Dividenden kassieren. Das Depot ist mit der Zeit explodiert – dank des Zinseszinses (und seines langen Lebens).

Du möchtest, dass diese 1 Million Euro genügend passives Einkommen aus Investitionen generiert. Du möchtest ein gut diversifiziertes Portfolio aufbauen. Du möchtest Dein Kapital schützen, aber gleichzeitig passives Einkommen generieren. Du denkst darüber nach, nach Tunesien oder in ein asiatisches Land wie Thailand umzuziehen, um in einem günstigen Umfeld zu leben. Dort könntest Du von Deinen Dividenden leben – ohne das Geld jemals aufzubrauchen, denkst Du.

Wie machbar ist das? Du haßt die doofe Arbeit. Und Deine Familie will schon Geld sehen. Du möchtest gesünder leben.

Auf Basis der 4-Prozent-Entnahmeregel kannst Du 40.000 Euro pro Jahr für das Leben entnehmen – ohne dauerhaft das Depot zu gefährden.

Du bist clever. Nach dem Erbfall machst Du nichts. Du wartest in Ruhe ab. Du weißt, dass Schnellschüsse nach hinten los gehen können. Du gehst weiter arbeiten. Du lebst wie bisher. Du erzählst niemanden, der es nicht ohnehin weiß, von Deinem warmen Geldregen.

Es ist schon hart, Du leidest unter dem Verlust Deines Onkels. Du denkst lange nach. Wegziehen ins ferne Ausland? Das machst Du vermutlich nicht. Erst mal Ruhe bewahren. Du lässt sechs, sieben Monate verstreichen. Dein Alltag bleibt der Gleiche. Arbeit. Etwas Sport anschließend. Und das wiederholt sich dann.

Das Tolle an Deinem Reichtum ist, dass er Dir gehört. Das Geld gehört Dir, egal wie Du lebst. Du gehst weiter arbeiten. Du suchst Dir einen unabhängigen Finanzberater. Einen wirklich guten. Es ist eine Honorarberatung. Es fließen hinter Deinem Rücken keine heimlichen Provisionen zum Wohle des Beraters. Das ist Dir ganz wichtig. Faire Beratung. Darum geht es Dir. Es besteht kein Interessenkonflikt.

Plötzlich magst Du Deinen Job mehr, weil Du weißt, dass Du jederzeit gehen kannst. Es ist einfacher, Dinge zu ertragen, die Du nicht lange aushalten mußt.

Die Monate des Nachdenkens bringen Dich weiter. Du bist ruhiger. Deine Eltern haben natürlich nicht Recht, dass Du ein Leben lang als Briefträger arbeiten musst, um zufrieden zu sein.

Freilich kannst Du etwas machen. Du kannst Dein Hobby zum Beruf machen. Du kannst in Thailand eine Surfer-Schule in einem Strandressort aufmachen. Du kannst Maler werden, weil Du die Kunst liebst. Du wirst Barkeeper. Sozial isolieren willst Du Dich nicht. Du entwickelst einen Zeitplan.

Du wirst vielleicht Touristenführer in einem Ort, der Dir super gefällt. Ein Traum wird zum Beruf. Du verkleidest Dich am Wochenende als Clown, um kranke Kinder im Krankenhaus zum Lachen zu bringen. Du arbeitest in einem Tierheim als freiwilliger Helfer.

Du machst, was Dich glücklich macht. Du strukturierst danach Dein Leben. Du hast ein unglaubliches Geschenk bekommen, um aus allem in der Welt wählen zu können, was Dich glücklich macht – der schwierige Teil ist nur zu wissen, was das ist.

Wo sollst Du das Geld anlegen? Welche Aktien bieten sich an? Du bist am Grübeln. Wenn Du Dir die Erfolgsfirmen der vergangenen Dekaden anschaust, waren die immer recht teuer, wenn Du das Buchwert-Multiple oder Umsatz-Vielfache als Maßstab nimmst. Facebook, Amazon, Apple, Alphabet, Netflix… sind sündhaft teuer, wenn Du Dir die Bewertungen anschaust.

Schrecklich gemanagte Firmen wie Campbell Soup oder General Electric (die Vorstände sind vor kurzem zurückgetreten) bekommst Du zum Schnäppchenpreis. Anleger fragen sich, wie die Lage bei diesen abgestürzten Firmen wirklich ist.

Warum kauft niemand die Aktien? Weil sie Scheiße sind? Wen kümmert es, wenn das KGV extrem gering ist? Es werden neue Hiobsbotschaften erwartet. Ähnlich ist das bei Ford. Furchteinflößend ist das manchmal. Denke an die Deutschen Bank, die in 10 Jahren mehr als 80 Prozent an Wert eingebüßt hat. Es gibt Anleger, die schauen starr auf das KGV oder KBV. Und dann kaufen sie Problemfälle. Ja, Turnarounds gelingen manchmal. Aber nicht immer. Wie wäre es stattdessen zu versuchen, ein Qualitätsunternehmen zu kaufen und etwas mehr zu bezahlen? Erfolgsfirmen sind meiner Meinung nach JP Morgan Chase, Berkshire, Amazon, Microsoft, Apple, Facebook, Tencent, Alphabet, Johnson & Johnson, SAP…

Einfacher ist es, einen Welt-ETF zu kaufen und lange in ihn zu investieren. Dann brauchst Du Dir keine Sorgen um die falsche Auswahl einzelner Aktien zu machen. Ich schätze, dass 80 bis 90 Prozent der Anleger mit einem ETF besser fährt.

Das Aktiensparen kann man mit vielen Dingen des Lebens vergleichen. Es ist wie das Abnehmen. Im Endeffekt ist die Lösung einfach. Aber die Menschen entscheiden sich gerne für seltsame Dinge. Hast Du zu viel Pfunde? Wie magst Du voran kommen? Die meisten haben wohl keinen Plan (wie beim Aktiensparen). Wer abnehmen will, hat drei Möglichkeiten:

  1. Lebensstil ändern (mehr Sport, gesünder essen, Aktivität erhöhen…)
  2. Medikamente
  3. Chirurg (Bauch-OP)

Der erste Schritt beginnt und endet bei Dir selbst. Du brauchst keine externe Hilfe wie zum Beispiel einen Arzt.

Einfach klingen die Schritte 2 und 3. Millionen machen das. Anstatt etwas Grundlegendes zu verändern. Das heißt, den Lebensstil zu verändern. Dann gibt es eben keine Schnitzelberge mit Pommes mehr. Keine Fertigpizza. Keine Hamburger. Keine Softdrinks. Keine Süßigkeiten etc. Das Zeug ist verlockend und allgegenwärtig. Es fällt schwer, einen Bogen um das fettige und süße Zeug zu machen.

Es gibt keine schnellen Lösungen. Die Leute suchen aber nach schnellen Wegen aus der Krise. Das ist an der Börse ähnlich. Daher wird gezockt. Es fehlt die Geduld. Der Gewichtsverlust kann mit Pillen vorübergehend funktionieren.

Aber wie wäre es nachhaltig erfolgreich zu sein? Nahrung, Bewegung und Schlaf sollten dann umgestellt werden. Ballaststoffreiches Gemüse gehört auf den Teller. Mehr Wasser trinken. Wenn Du körperlich aktiv bist, ist dies das A + O. Sitzt Du lange Zeit am Schreibtisch, kannst Du öfter aufstehen. Statt den Aufzug nimmst Du die Treppe. Du parkst Dein Auto weit weg vom Eingang.

Regelmäßig ins Fitness-Studio zu gehen ist hilfreich. Klaro! Aber erwarte nicht, dass es diese vielen Brötchen und süßen Kirsch-Blätterteig-Taschen am Morgen wettmacht. Im Allgemeinen ist die Übung, die erforderlich ist, um Diätsünden auszugleichen, enorm. Du musst zügig für fast zwei Stunden gehen, um ein 500-Kalorien-Stück Kuchen zu verbrennen. Kurzum: Ernährung ist wichtiger ist als Training für die Gewichtsabnahme.

Ich hab diese britische Dokumentation mit Übergewichtigen auf Netflix gesehen. Es war schockierend. Es gibt aber ein Happy End:

Da Schlaf Auswirkungen auf Hunger und Sättigungshormone hat, ist ausreichend Schlaf hilfreich. Schlaf ist wichtig für die Gewichtsabnahme. Ein Mangel an Schlaf kann Deine Ziele wirklich ruinieren. Da ist mein Schwachpunkt, an dem ich arbeiten muss.

Die meisten Erwachsenen brauchen sieben bis acht Stunden Schlaf. Manche brauchen sogar neun. Viele Menschen sind dauerhaft müde. Grundsätzlich gilt: Je weniger Schlaf man bekommt, desto höher kann das Gewicht sein. Egal, wie oft du dir kleine Mahlzeiten am Tag genehmigst, Du fühlst Dich immer hungrig. Ein permanentes Hungergefühl ist ein Zeichen für Schlafentzug.

Zum Schluss noch was Witziges: Mich hat kürzlich die Familie gebeten, als ich in Texas auf Besuch war, mit in die Kirche zu gehen. Es war langweilig – wie ich es geahnt hatte. Nur hat mir eines verdammt gut gefallen: Wie sich die Kirche um ihre Mitglieder kümmert. Sie reichten ein kleines Körbchen durch die Reihen. Es waren massenhaft Dollar-Scheine drin. Ich dachte mir: „Wie nett.“ Ich nahm 20 Dollar raus. Das war das, was ich an diesem Tag brauchte. Ziemlich cool, wie sich die Kirche um ihre Leute kümmert. Ich überlege öfter in den Gottesdienst zu gehen. Haha.

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Hilda
3 Jahre zuvor

Bis auf deinen letzten Absatz wieder einmal ein sehr guter Beitrag! Reichtum und Religion müssen sich nicht ausschließen. Es gibt sehr viele vermögende Personen, die auch zu ihrem Glauben stehen, z. B. Schraubenkönig Würth.

 

Gruß Hilda

3 Jahre zuvor

Tim, du Scherzkeks 😀 Ich war lange nicht mehr in der Kirche. Ich will zu jedem Menschen nett sein, nicht nur denen mit gleichem Glauben. Ich komme aus einer Katholiken-Hochburg. Schlimm, was sich die Kirche rausnimmt, obwohl der Staat die Gebäude und “kirchlichen” Kindergärten finanziert. Bzw. schlimm, was einzelne Menschen draus machen. Diskriminierung statt Menschenliebe.  Ich bin vor ein paar Jahren wie viele Freunde aus der Kirche ausgetreten. War auch gut für die Sparrate.

Dass irgendwo ein reicher Onkel auftaucht, da warte ich ja noch drauf. Wobei so ein Onkel ja auch alles spenden kann, sodass die Familie leer ausgeht. Sollte ich mal viel Geld haben, dann will ich das Erbe lieber verteilen oder eine Stiftung gründen. Nicht jeder kann mit so viel Geld umgehen. Ich weiß nicht mal, ob ich das könnte. (Ich teste es gerne!) Wenn man es sich selbst erarbeitet, dann wächst auch die richtige innere Einstellung mit.

Fit und Gesund
3 Jahre zuvor

lieber Tim,

ein schöner Artikel,

also wenn bei uns in der Kirche (aber da war ich schon lange nicht mehr, ausser zu Mutter’s Beerdigung) ein Körbchen rumgereicht wird, dann muss man glaub was reintun, nix rausnehmen ……. wäre gut wenn die das hier auch einführen würden, ich würde zur fleissigen Kirchgängerin  🙂

Andrea
3 Jahre zuvor

Wenn der reiche Onkel stirbt und eine Million Euro hinterlässt, darf die Nichte oder der Neffe erst einmal das meiste versteuern. Nur 20.000 Euro sind steuerfrei. Prost. Der Staat freut sich.

Und, ich glaube, wenn man in der Lage ist, sich ein bisschen selber zu informieren, braucht man auch keinen Geldberater.

Insgesamt ein schöner, motivierender Artikel.

Slazenger
3 Jahre zuvor

Jetzt über General Electric abzulästern ist sehr einfach, als Jack Welch , damals vor über 20 Jahren GE, groß gemacht hat, war es das Vorzeigeunternehmen, ein must have Titel!!!

Was momentan bei General Electric passiert ist, kann bei nahezu jedem börsennotierten Unternehmen jederzeit auch passieren!

Eine Unternehmen ist nur so gut wie sein Management!!!

@Claus

warst du Einzelunternehmer?

All deine Erfahrungen mit der Börse, seit 2000 kann ich nur unterschreiben, bei mir war es sehr ähnlich!

Kiev
3 Jahre zuvor

@ Tim

Schnelle Gewinne sind verlockend, aber ich möchte den Weg schon selbst gehen. Ich muss mich auch gedanklich auf das Leben in Freiheit vorbereiten. Das habe ich noch nicht komplett geplant, da es mir dafür zu weit weg ist.

Im Krankenhaus Kindern als Clown eine Freude zu bereiten kann ein sehr schwerer Job sein. Ich habe größten Respekt vor diesen Menschen. Ich weiß nicht, ob ich es könnte. Ich kenne jemanden der in einem Kinderhospitz arbeitet. Ich könnte es nicht. Ich habe selbst Kinder und die Arbeit würde mich zu sehr belasten. Ich hatte schon einem älteren Menschen mein Beileid bekundet, als ich vom Tod seines Sohnes erfahren habe. Es war kein schönes Erlebnis. Die stoische Gelassenheit kann ich auch wenn es schwer fällt folgen, solange die natürliche Reihenfolge einigermaßen eingehalten wird.

David
3 Jahre zuvor

@Tim:

Ich bezweifle, dass jemand, der EUR 1 Mio. erbt vernünftig mit dem Geld umgehen kann (die Leser dieses Blogs einmal ausgenommen). Das Problem mit Geld, welches man plötzlich erhält (durch Erbschaft, Lottogewinn oder ähnlichem) ist das Folgende: 99% der Menschen geben Geld, das sie nicht selber verdient haben, schneller (und unüberlegter aus). Weshalb? Weil sie den gleichen Betrag mehr schätzen würden, wenn sie dafür hätten hart arbeiten müssen, denn dann wüssten sie, dass man nicht so schnell zu so viel Geld kommt. Objektiv betrachtet völlig logisch, im Regelfall aber anscheinend nicht logisch genug. Soweit ich weiss, ist dieses Phänomen sogar statistisch erwiesen…

Hendrik
3 Jahre zuvor

Ach so ist das mit dem Beutel in der Kirche… Dann bleibe ich vlt. doch in diesem Club noch drin und zahle meine Kirchensteuer weiter 😉

“Stell Dir vor, Du bist 30 Jahre alt. Du erbst von Deinem Onkel überraschend eine Million Euro. Was wirst Du mit dem Geld machen? Du bist clever. Anstatt es zu verpulvern für Urlaube, Autos, Haus gehst Du einen Schritt zurück und denkst nach: „Wie kann ich von diesem Glücksfall finanziell unabhängig werden?“”

 

Auch wenn ich diese Vorstellung gründsätzlich nicht schlecht finde, wäre eine geerbte Million auf gar keinen Fall das, was mich irgendwie glücklich machen würde. Jetzt mal abgesehen davon, dass man einen schönen Teil davon versteuern muss..

Zumindest in meiner Situation. 22 Jahre alt, Studium fast beendet, im Herbst geht es los im Job – aber auch als 30-jähriger ist es vielleicht ähnlich. Was soll ich mit ner Mille? Angenommen man legt in Aktien an, hat man hat einen gemittelten jährlichen Wertzuwachs von etwa 70.000 € und das ist dann ein Vielfaches vom Netto-Einstiegsgehalt. Wozu arbeiten? Das Kapital bringt mehr als der Job. Wozu fertig studieren? Es macht zwar keinen großen Spaß, aber es befriedigt letztlich doch, da man etwas “Sinnvolles” tut und sich weiterbildet.

Selbst, wenn man mit 35 eine tolle Stelle hat, ist das Nettogehalt vielleicht gerade mal so groß wie der jährliche Wertzuwachs. Ich fände das demotivierend.

Für mich ist selbst bei der allseits propagierten finanziellen Unabhängigkeit der Weg das Ziel. Wäre ich heute bereits finanziell unabhängig, wäre ich kein bisschen glücklicher. Eher im Gegenteil.

Ohne die Mille kann ich das Ziel verfolgen, mein Depot mit eigenen Anstrengungen wachsen zu lassen. Die Arbeit bewirkt etwas (zumindest auf dem Konto und im Depot). Jetzt eine Mille und die Träume wären dahin. Irgendwie traurig, aber in die Richtung geht es tatsächlich.

Eine fertige Sandburg an sich macht kaum Spaß – was soll ich auch damit anfangen, wenn sie fertig ist? Aber den Sand zu sammeln, die Burg zu formen und sie stetig weiter zu verbessern – das macht Freude.

David
3 Jahre zuvor

@Dominik:

Ich gebe dir grundsätzlich Recht. Wenn ich aber plötzlich einmal zu so viel Geld kommen würde (diese „Gefahr“ scheint aber sehr klein zu sein, da ich ziemlich sicher bin, dass in meiner Familie niemand viel Geld besitzt, was für mich aber absolut okay ist), dann würde ich den Fokus ändern. Mir wäre es dann wichtig aus dieser Million mehrere Millionen zu machen, vielleicht auch deshalb, weil ich dann nicht nur als Erbe abgstempelt werden möchte.

Seien wir doch einmal ehrlich: Wenn jemand so viel Geld erben würde, dann würde er sich – vom Verlust der Person einmal abgesehen – darüber freuen und würde das Geld nicht abschlagen. Aber nur weil jemand viel erbt, sagt das ja noch nichts über eine Person aus. Hin und wieder gibt es Geschichten über Menschen, die viel geerbt haben, dieses Geld aber erst der Startschuss zu einem Firmenimperium war. Insofern glaube ich nicht, dass man sich nicht neue Ziele setzen kann, resp. bin der Ansicht, dass es dann enorm wichtig ist, dass man sich neue Ziele setzt… Gleichzeitig könnte es dann ja aber auch so sein, dass dir der Vermögensaufbau nicht mehr ganz so wichtig ist und du für humanitäre Zwecke oder dergleichen arbeitest. Du Möglichkeiten sind vielfältig…

Veit
3 Jahre zuvor

Sehr geehrter Herr Schäfer,

die Aussage zur Kirche finde ich respektlos. Es ist das eine, wenn Sie sich nicht dafür interessieren, aber sich über den Glauben anderer lustig zu machen, geht m.E. nicht. Vor allem nicht, wenn man seine eigene Religion (Geld und Sparsamkeit) so ernst nimmt.

Den Rest des Artikels ist einfach nur Alice-im-Wunderland-Denken.

Wenn ich eine Mio. erbe, gewinne, finde… und keine Steuern zahlen muss (nur beim Erben), dann bin ich FI. Toll!

Grüsse V

Thomas
3 Jahre zuvor

Hi Tim,

ich kann @Veit nur Recht geben. Bitte nimms mir nicht übel, aber ich hatte beim lesen das Gefühl du hättest im Zustand von Unterzucker geschrieben. 

Grüße

Thomas

steve
3 Jahre zuvor

@ Veit @ Thomas

 

ich sehe das Problem nicht. Erstens stimmt es das die Kirche dunkle Kapitel in ihrer Geschichte hat.

Zweitens was ist verwerflich einen Witz zu machen solange er nicht herabwürdigend oder was auch immer ist.

Ist er für mich nicht, oder glaubt ihr die Dom Camillo Filme und Leben des Brians sind Gotteslästerung?

Ralf
3 Jahre zuvor

Man kann von Kirche und Glauben halten was man will. Die Religionen haben ja auch genug verbockt. Man sollte aber zwischen Kirche als Institution/Einrichtung und Glauben des Einzelnen unterscheiden. Da sind viele eben empfindlich.

Viele haben dafür schlicht keinen Blick mehr, weil sie mit Religion nichts mehr anfangen können. Wir haben in der Nachbarschaft z.B. einen sehr religiösen Astronomieprofessor, der rennt jeden Sonntag in die Kirche. Glaube und Wissenschaft müssen sich nicht ausschließen.

Mehr Sorgen würde ich mir als moderne Gesellschaft insgesamt über die zunehmende Radikalisierung und Rückständigkeit in Teilen des Islam machen. Diese Bewegung poltert im Gegensatz zum heutigen Christentum teilweise recht laut durch die Gegend und strebt auch politische Einflüsse stark an (Politischer Islam). Und diese Krawallmacher bekommen heut eher Aufmerksamkeit als z.B. ein Jesus, der von Vergebung und Gnade spricht. Ein Wort das man im Koran übrigens eher selten findet. Und selten werden heutige Terroranschläge im Namen der Bibel verursacht.

 

 

 

Gainde113
3 Jahre zuvor

Weahalb steigen eurer Meinung nach die Kurse weiterhin trotz Leitzinserhöhungen?

Habe auch einen grösseren Geldbetrag der auf dem Konto zu 0.050% Zins versauert, aber möchte ungern zum Allzeithoch all-in gehen. In der Theorie jedoch doppelt so erfolgreich bzgl. Rendite. Anleihen sind zurzeit auch nicht das wahre , um ihn zu parkieren (Landeswährung). Wie könnte man das angehen? Weiterhin Füsse hochhalten, in Tranchen reingehen oder was?

3 Jahre zuvor

Hi Tim,

dein Link zur Netflix.-Doku funktioniert leider nicht.

Kannst du den bitte nochmal aktualisieren?

 

Viele Grüße

Felix

Mario
3 Jahre zuvor

Hallo zusammen,

zu dem Thema Ernährung habe ich ein Buch im Urlaub gelesen, welches ich empfehlen kann. Vielleicht zum Nachdenken über die eigene Ernährung, ohne einen “Diätplan” zu erhalten. Danach wird man vielleicht einen Titel aus dem Onkel Depot verkaufen. Es heißt „Der Ernährungskompass“ von Bas Kast.

Eine schöne Woche noch!

Kiev
3 Jahre zuvor

@ Mario

Danke für den Link. Habe ich gleich einen Vormerker gesetzt nachdem ich den Artikel gelesen habe:

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-02/gesunde-ernaehrung-altern-sport-bas-kast/komplettansicht

Ich hatte vor Kurzem nach genau so einem Buch gesucht und ich werde folgendes bald erhalten:

Gary Taubes – Warum wir dick werden: Und was wir dagegen tun können

https://www.zeit.de/2002/18/200218_m-spezial-ernaeh_xml/komplettansicht

Ich werde beide lesen. Bin schon gespannt.

Jens
3 Jahre zuvor

Ist das Buch halbwegs ernst zu nehmen? Der Untertitel “Das Fazit ALLER(!) wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung” schreckt mich ein wenig ab und wirkt unseriös.

Daniel
3 Jahre zuvor

Sehr geehrter Herr Schäfer,

die Aussage zur Kirche finde ich respektlos. Es ist das eine, wenn Sie sich nicht dafür interessieren, aber sich über den Glauben anderer lustig zu machen, geht m.E. nicht. Vor allem nicht, wenn man seine eigene Religion (Geld und Sparsamkeit) so ernst nimmt.

Respektlos ist das Gebahren der Kirche. In der Vergangenheit signifikant mehr, heutzutage eher im Verborgenen. Wobei, wenn ich das richtig verstanden habe, müssen amerikanische Kirchen ihren “Lebensunterhalt” durch Spenden selbst verdienen.

Man kann an glauben was man will, da bin ich der supertolerante Typ. Ich reagiere nur allergisch, wenn sich Institutionen Sonderrecht herausnehmen die ihnen nicht zustehen. Die Deutsche Kirche, egal ob evangelisch oder katholisch ist so ein beispiel. Wir sollten im Jahr 2018 von einer Trennung von Staat und Kirche sprechen die defakto nicht stattfindet. Keine andere Instituion schafft es, sich direkt in die Steuerbereiche einzuklinken. Und wer meint nur weil er keine Kirchensteuer mehr zahlt den Geldhahn zuzudrehen, der irrt. Es kommt auch über andere Wege vom Staat Geld zu diesen Institutionen.

Die Kirche stellt sich zunehmend, was mich besonders ankekst, in die Politik und mischt sich hier ein. Kirchenasyl an Menschen gebend die nach rechtswegen abgeschoben gehörten gibt es ja auch zuhauf. Die Kirche schwimmt im Geld, agiert wie ein Unternehmen, beteiligt sich an weltweiten Aktienmarkt und somit auch in dubiosen Bereichen und kassiert Steuern auf Kapitalgewinne ihrer “Kirchenjünger”, egal ob diese ihr Geld mit Rüstungskonzernen machen oder Tabak etc. Das nenne ich Scheinheiligkeit.

Mir sind die Menschen darin meist symphatisch, weil sie etwas gefunden haben was sie verbindet, aber ich stelle mir immer die Frage wie Jesus das wohl finden würde was aus “seiner” Kirche geworden ist, wenn er sie heute sieht. Ich glaube das Urteil würde vernichtend ausfallen.

Wie gesagt, soll jeder glauben was er will, ich bin hochoffiziell immer noch Katholik, aber die Kirche als Institution finde ich inzwischen sehr bedenklich. Wer handelt wie ein Unternehmen (was sie tut), soll sich gefälligst selbst tragen.

Stefan
3 Jahre zuvor

 

Den Ernährungskompass von Bas Kast lese ich auch gerade. Kann ihn ebenfalls sehr empfehlen. Ich habe mich noch nie ernsthaft mit Ernährung auseinandergesetzt. Nun bin ich aber in einem Alter (Mitte 30) in dem man die Grundlagen legt für ein gesundes Altern und ein möglichst langes Leben. Der Ernährungskompass erklärt gesicherte Zusammenhänge sehr gut verständlich. Der Autor hat sich jahrelang mit Ernährungsstudien befasst, diese geordnet und ausgewertet. Es ist auch nicht dogmatisch, kein Schwarz-Weiss-Denken.

 

Zum Thema Kirche:

Kirche ist für mich das Allerletzte. Es gibt keine verlogenere Institution. Außerdem wimmelt es da von Kinderschändern.

Im Namen von Kirche und Religion starben mehr Menschen als in beiden Weltkriegen zusammen.

Religion ist nur ein Mittel um die Armen dumm und zufrieden zu halten. Sie zu kontrollieren. Ich kann nicht verstehen wie man im Jahre 2018 noch an diesen ganzen Mist glauben kann den sich irgendwelche Vögel vor über 2.000 Jahren mal ausgedacht haben. Es gibt weder Gott, noch Allah oder sonst wen der die Geschicke der Welt lenkt. Ach ja: ein Leben nach dem Tod gibt es auch nicht.

Wer will und diese Vorstellung nicht erträgt soll sich halt selbst verarschen und daran glauben.

Claus
3 Jahre zuvor

@ Slazenger

ja, ich war und bin noch Einzelunternehmer. Habe damals nur ganz normal ein Gewerbe angemeldet. Ich wollte keine komplizierten Firmengeflechte, wie sie ja gerne konstruiert werden.

Man haftet dann zwar im Falle eines Falles auch mit seinem Privatvermögen, aber damit hatte ich nie Probleme. Bei Geschäftskunden kommt das übrigens recht gut an, man genießt großes Vertrauen.

@ GE
Hier sehe ich trotz der vielen Probleme noch Möglichkeiten für einen Turn-Around. Vielleicht werden sie auch in ihre Einzelsparten zerschlagen. Investieren würde ich hier z.Zt. jedoch nicht.

@ Dt. Bank

Hier sehe ich absolut schwarz. Das Management interessiert sich nur für die eigenen Finanzen. Kein Plan. Ziellos. Ständig neue Lippenbekenntnisse, aber es passiert nichts… ausser: Kapitalerhöhungen…

Wozu auch die Ärmel hochkrempeln. Im schlimmsten Fall gibt es ja den Steuerzahler, der springt für alles ein. In der Zwischenzeit: Einfach Boni kassieren.

Selbst wenn der Kurs mal wieder nach oben laufen sollte, würde ich um diese Aktien den größtmöglichen Bogen machen.

LG

Iceman
3 Jahre zuvor

Ich sehe mich auch als toleranten Menschen und finde das was Tim geschrieben hat nicht sonderlich schlimm oder herabwürdigend.

Er hat einfach ein bisschen frech geschrieben, dass ist doch ok.  Aber anscheinend eckt man mit dieser Art immer öfter an…

Man muss aus einer Mücke keinen Elefanten machen.

Wie einiger meiner Vorredner sehe ich es ähnlich, dass die Kirche und ihre Angestellten(Pfarrer) Wasser predigen aber Wein trinken.

Wenn eine Pfarrhaus erneuert wird, kommt da nicht die 0815 Standardausstattung rein sondern die meisten Pfarrer wollen schon etwas besseres oder gehobenere Ausstattung, so lange sie es nicht zahlen müssen ist ja alles ok, aber wehe man macht den Vorschlag, dass sie die Differenz zahlen sollen. Dann tut es auch der Standard. Solange die Allgemeinheit für den privaten Luxus zahlt ist alles ok, aber wehe man wird selbst zur Kasse gebeten.

Ich bin in der Kirche (evangelisch) und zahle auch meine Steuern aber das Kirchgeld zahle ich nicht, das sehe ich nicht ein. Ich spende lieber für ein bestimmtes Projekt einen von mir definierten Betrag.

Sparta
3 Jahre zuvor

Eine eindimensionale Gedankenwelt kommt häufig frech rüber… egal von wem.

Anna L.
3 Jahre zuvor

@ Veit

Warum diese Aufregung? Die Geschichte vom Kollekte-Körbchen hat Eberhard Cohrs schon zu Zeiten des Schwarz-Weiß-Fernsehens erzählt: “Ich hab mir ooch was rausgenommen”.

Aus der ev. Kirche sind wir 1992 ausgetreten, als wir merkten wie viele Pfarrer plötzlich in die Politik gingen. Natürlich ist uns klar, dass wir mit unseren anderen Steuern die Kirchen finanzieren, aber die könnten ihr Bodenpersonal doch selbst ordentlich bezahlen. Ich erinnere  bloß an das Bistum Limburg mit seinem abgehobenen Bischof.

Die Kirchen haben genug Immobilien (kommt Miete ein), Land (kommt Pacht). Glaubt doch keiner, dass dort keine marktübliche Miete oder Pacht verlangt wird.

Anna

 

Obama
3 Jahre zuvor

@Tim

Danke für Deinen guten Artikel.

Jedoch finde ich – wie auch schon einige Andere – Deinen Abschnitt über Deinen Kirchbesuch unpassend.

“Zum Schluss noch was Witziges: Mich hat kürzlich die Familie gebeten, als ich in Texas auf Besuch war, mit in die Kirche zu gehen. Es war langweilig – wie ich es geahnt hatte. Nur hat mir eines verdammt gut gefallen: Wie sich die Kirche um ihre Mitglieder kümmert. Sie reichten ein kleines Körbchen durch die Reihen. Es waren massenhaft Dollar-Scheine drin. Ich dachte mir: „Wie nett.“ Ich nahm 20 Dollar raus. Das war das, was ich an diesem Tag brauchte. Ziemlich cool, wie sich die Kirche um ihre Leute kümmert. Ich überlege öfter in den Gottesdienst zu gehen. Haha.”

Ich bin ein toleranter Mensch und sehe die Kirche als Institution auch kritisch. Jedoch finde ich die Tatsache, dass Du aus dem “Klingelbeutel” 20 $ rausnimmst nicht witzig.

In Amerika finanzieren sich die Kirchen – glaube ich – über die Einnahmen aus dem “Klingelbeutel” (so nennt man das bei uns oft umgangssprachlich) und in Deutschland geht die Sammlung meist einer sozialen Organisation zu, der in der Messe auch namentlich genannt wird.

Ich finde es wichtig, nicht nur ein minimalistisches Leben zu führen und sein Geld langfristig und renditrächtig anzulegen, sondern auch einiges Geld der Welt zurück zu geben (so bezeichnet es glaube ich W. Buffett oder Bill Gates). Dies kann z. B. durch finanzielle Unterstützung durch Spenden sein oder für Kirchgänger auch durch Geldspenden in das “kleine Körbchen”. Das Investieren in “andere Menschen” ist für mich genauso wichtige wie meine Sparpläne bzw. Käufe an den Börsen.

Die Tatsache, dass man sich Geld von anderen Menschen nimmt, die dies gezielt abgegeben haben, um entweder die Kirche zu unterstützen oder eine soziale Organisation, finde ich grotesk und in keinerlei Weise witzig und nachahmenswert.

In diesem Punkt muss ich Tim daher vehemend widersprechen. Man sollte auch immer darauf achten, dass Geld nicht zu einem Götzenersatz wird, wie der berühmte “Tanz um das goldene Kalb”. Geld ist zu allererst ein Tauschmittel.

Ich finde es OK, wenn man nicht an Gott glaubt, jedoch würde ich mir insgesamt einen toleranteren Umgang diesbzgl. wünschen.

Alles Liebe !

 

 

 

Ecckehard
3 Jahre zuvor

@Obama

Einen Daumen für deinen Beitrag!

Grüße

-M
3 Jahre zuvor

I have nothing to add

-M

Fit und Gesund
3 Jahre zuvor

@Obama,

ich glaube Tim hat nur einen Witz gemacht! Das Geschrei in der Kirche hätte ich zu gerne gesehen wenn da Einer was rausnehmen würde  🙂

Allerdings hätte ich keinerlei Einwände gehabt, wenn sich die Kirchgänger in der Kirche vom damaligen Bischof Tebartz-van-Elst aus Limburg ein wenig was hm…”abgezwackt” hätten,  sowas gehört nach Afrika in die Slums verbannt und nie wieder rausgelassen.

 

Leser
3 Jahre zuvor

Ich finde den Witz der 20 Dollar höchst amüsant. Doch es regt zum Nachdenken. Kommt das Geld bei denen an, die es bräuchten oder landet es in der Schatzkammer der Kirche?

In Deutschland haben die Kirchen mehr als genug Geld plus laufende Einnahmen. Sie könnten viel mehr für Bedürftige tun.

Fit und Gesund
3 Jahre zuvor

@Leser,

sehr wahr! Die predigen doch Alle Wasser und saufen Wein.

Obama
3 Jahre zuvor

@all

Das es in der Institution Kirche viel zu kritisieren gibt ist klar, überall, wo Menschen am Werk sind, gibt es leider auch die “schwarzen Schafe”.
Jedoch finde ich es schade, dass man dies nutzt, um direkt pauschal die ganze Institution und die dort arbeitenden Leute abzuwerten. Ich kenne auch sehr viele Geistliche ( in der ev. und kath. Kirche), die sich sehr gut um Ihre Gemeinde kümmern und auch der Gesellschaft einen Mehrwert geben.

Das ist dann genauso wie die Mitbürger, welche die Börse verurteilen, weil sie z. B. Solarworld gekauft hatten oder…….

Genauso sind nicht alle Flüchtlinge Verbrecher oder Vergewaltiger…. Ich finde es eine ungute Entwicklung, dass oft alles pauschalisiert und abgewertet wird.

Ich finde die Geschichte mit dem “kleinen Korb” auch als Witz nicht geeignet und er regt mich auch nicht zum nachdenken an.

Alles Liebe !

Thorsten
3 Jahre zuvor

So  ne Mama will ich auch :

https://www.n-tv.de/20480143

:):)

Daniel
3 Jahre zuvor

Jedoch finde ich es schade, dass man dies nutzt, um direkt pauschal die ganze Institution und die dort arbeitenden Leute abzuwerten. Ich kenne auch sehr viele Geistliche ( in der ev. und kath. Kirche), die sich sehr gut um Ihre Gemeinde kümmern und auch der Gesellschaft einen Mehrwert geben.

Ich bleibe dabei, die Kirche als Institution ist für mich völlig daneben. Es sind eher die Menschen INNERHALB der Kirche, die meinen Respekt für ihr Engagement bekommen. Denn wenn man ehrlich ist, um sozial zu helfen benötigt man kein riesen Moloch an Kirche, da funktionieren andere soziale Vereine einfach wesentlich effizienter und kostengünstiger. (wenn ich von Kirche rede, spreche ich von der katholischen Kirche).

Mike
3 Jahre zuvor

Ich bin schon vor vielen Jahren aus der Kirche ausgetreten, interessanterweise bin ich heute gläubiger als damals, nicht extrem ich nehme mir einfach die guten Sachen raus, das sind aber alles Dinge die man auch ohne Glauben sinnvollerweise macht oder eben nicht macht, z.B. kein Geld stehlen gell Tim 😀 Lieber spende ich direkt als an eine Kirche die auch ihren Prunk damit finanziert, das ist effizienter. Eine wahre Kirche wäre minimalistisch und bescheiden, das findet man nicht mal in der evangelischen Kirche.

Der reiche Onkel gibt es leider nicht bei mir, vielleicht auch besser, ich weiss nicht ob man mit geerbtem Geld wirklich glücklich wird. Aber das redet man sich bestimmt auch ein, wer dieses Glück nicht hat.

Die Sache mit welche Firmen soll man kaufen und welche liegen lassen, ich finde es schon spannend gute Firmen zu selektieren aber bin mir auch meiner Möglichkeiten und Grenzen bewusst, daher finde ich den Core-Satellit Ansatz ganz passend, d.h. 80-90% ETFs und mit dem Rest kauft man sich ein paar Perlen, die man dafür hält.

Sparta
3 Jahre zuvor

@fitundgesund

“Ich dachte, das Körbchen ist für die Leute….”

An Dich von Tim war für mich die Klarstellung (2. Mal) dass es gar nicht als Witz gedacht war…

Man kann ja von der Institution Kirche halten was man will (Meinungsfreiheit)! Für manche unglaublich wird es sogar positive Beispiele, Geschichten und Handlungen von dieser Institution geben…

Über eine Vielzahl von Menschen Vorurteile & Pauschalisierungen auszuschütten finde ich einfach nur daneben und zu kurz/wenig im eigenen geistig verfestigten Weltbild gedacht…

Aber… es ist leichter einen Atomkern zu spalten als Vorurteile.

Slazenger
3 Jahre zuvor

Interessant, das Thema Kirche/Glaube/Religion, polarisiert hier im Blog, noch mehr als die Frage ETF/Einzelaktien!!!!

Für mich sollte die Äußerung von Tim wohl eher ein Spaß sein, der wohl hier aber gründlich daneben ging.

Ich persönlich äußere mich zu dem Thema Glauben grundsätzlich nicht mehr. Wir hatten dazu einen erheblichen Disput innerhalb der Familie, und ich musste leider feststellen, dass Menschen die extrem an ihrem Glauben festhalten, für eine sachliche Argumentation über dieses Thema nicht zugänglich sind.

Leider ist es so, wie einige hier schreiben, dass Glaube und Religion für unendlich viel Leid auf dieser Welt verantwortlich sind!!!!!!!!!!!!!

 

 

Thorsten
3 Jahre zuvor

Heute wieder ein Grund nicht ständig aufs Depot zu schauen : heute morgen xxxx Euro im Minus, jetzt plötzlich im Plus. Der Dollar hat fast 1% gegenüber dem Euro zugelegt, gleichzeitig ist der Dax um fast 1% gestiegen . Das bissel Deutsches Wertpapier wie Fielmann hats bei mir etwas nach oben gehievt 🙂

Obama
3 Jahre zuvor

@ Tim

Ich bin begeisterter Leser Deines Blogs und werde es auch bleiben. Aber diesen Witz fand ich schlecht. Die Menschen sind nun mal unterschiedlich.

Wenn du zu den glücklichsten 1 Prozent der Menschheit gehörst, dann ist es deine Verpflichtung, auch an die anderen 99 Prozent der Menschheit zu denken.

(W. Buffett)

Ich finde es OK, wenn man aus der Kirche austritt. Nur finde ich es dann auch konsequent, wenn man die Institution dann auch nicht mehr in Anspruch nimmt. Ich kenne im Bekanntenkreis Leute, die sind ausgetreten, aber wenn die Kinder heiraten oder sie selber oder……. nutzt man die Kirche noch, weil es dazu gehört. Dann gibt man dem Pfarrer einen Fuffi und gut ist. Jedoch würde die Infrastruktur gar nicht mehr existieren, wenn alle aus der Kirche ausgetreten sind.

Liebe Grüße !

 

Kia
3 Jahre zuvor

In unserer Gemeinde werden die Körbchen mit dem Geld von alten Greisen aggressiv umklammert und einem im Ausgang vor den Bauch gehalten, so das man kaum raus kommt ohne zu zahlen. Tim, wenn du es da fertig bringen würdest reinzugreifen und einen 20iger herauszunehmen würde ich dir glatt noch einen draufgeben 🙂 .

In Anbetracht der Tatsache das die Kirche Milliarden scheffelt würde ich es gutheißen, wenn die tatsächlich in ihren Gemeinden mal Teller für die dortigen Bedürftigen herumgehen ließen.

Mike
3 Jahre zuvor

Zum Thema Qualitätsaktien finde ich den MSCI World Quality Index eigentlich prima, der hat 3 Qualitätskriterien:

“The MSCI World Quality Index is based on MSCI World, its parent index, which includes large and mid cap stocks across 23 Developed
Market (DM) countries*. The index aims to capture the performance of quality growth stocks by identifying stocks with high quality
scores based on three main fundamental variables: high return on equity (ROE), stable year-over-year earnings growth and low financial
leverage. The MSCI Quality Indexes complement existing MSCI Factor Indexes and can provide an effective diversification role in a portfolio
of factor strategies.”

Automatisch hat man aktuell weniger Finanzaktien dabei. Sowas finde ich für 0.3% TER viel interessanter als z.b. ein aktiv gemanagter Fonds. Für die meisten Leute reicht sowas vollends um zu den besten 10% zu gehören, was ihre Anlageperformance anbelangt. Vielleicht noch mit etwas Emerging Markets ETF ergänzen und gut ist.

Mike
3 Jahre zuvor

In Zürich gab es einen Pfarrer, der sich sein Leben lang den randständigen Leuten annahm. Er hat Unterkünfte organisiert, bei kalten Wetter hat man die Leute eingesammelt, Essen gegeben etc. jetzt wo er neulich gestorben ist hat man ihn geehrt, aber vorher war er eher ein Exot, gehörte kaum dazu. Solche Taten sind christlich, und nicht der Protz der grossen Kirchen. Lieber solchen Organisationen direkt spenden als zentralistisch Steuern abliefern.

Mike
3 Jahre zuvor

@Thorsten: Ich schaue maximal einmal Wöchentlich kurz wo die Indizes stehen, ins Depot schaue ich alle 1-2 Monate das reicht vollends. Es würde auch reichen nur einmal jährlich reinzuschauen. Ich schaue nur ab und zu auf die Indizes, falls es mal wider erwarten einen grösseren Crash gäbe, müsste man ja dann auch zukaufen. Ich glaube aber nicht mehr an Crashs, wenn dann eher längere Baissen und dann hat man Zeit. Der letzte richtige Crash war vor 31 Jahren, und heute gibt es Mechanismen, welche das verhindern.

Obama
3 Jahre zuvor

@Mike

“In Zürich gab es einen Pfarrer, der sich sein Leben lang den randständigen Leuten annahm. Er hat Unterkünfte organisiert, bei kalten Wetter hat man die Leute eingesammelt, Essen gegeben etc. jetzt wo er neulich gestorben ist hat man ihn geehrt, aber vorher war er eher ein Exot, gehörte kaum dazu. Solche Taten sind christlich, und nicht der Protz der grossen Kirchen. Lieber solchen Organisationen direkt spenden als zentralistisch Steuern abliefern.”

Ohne die Steuern hätte dieser Pfarrer nicht sein Werk ausführen können. Die Kirche besteht nicht nur aus Protz und Prunk; ich glaube sogar, dass der größte Teil der Kirche gut für die Gesellschaft ist (Caritas & Co……). Sehr viele Strukturen in “Jugend und Altenarbeit”…würde wegfallen.

Liebe Grüße !

@Tim: Netflix scheint heute weiter abzugehen. Du hast ja gestern schon auf Facebook gejubelt…..:;) Mir soll es recht sein, da ich auch gut investiert bin (leider noch nicht so lange wie Du)…

Mike
3 Jahre zuvor

@Obama

Nein die Stiftung dieses Pfarrers finanziert sich zu einem grossen Teil aus Spenden. Bezüglich Kirchen habe ich nicht gesagt “nur”, aber ich finde jeglichen Protz und Prunk fehl am Platz, wer das Evangelium verstanden hat. Daher ist für mich die Kirche kein Thema mehr, auch wenn ich die grundsätzliche Idee dahinter gut fände. Ich glaube nicht dass Caritas oder andere Strukturen wegfallen würden, man müsste sie nur anders finanzieren. Aber das ist ein längeres Thema generell die Steuerverschwendung wie wir sie in Europa haben, werden wir noch mal bitter bereuen, aber dann ist es wohl zu spät…

V
3 Jahre zuvor

“Der letzte richtige Crash war vor 31 Jahren, und heute gibt es Mechanismen, welche das verhindern.”

Kein Mechanismus kann einen richtigen Crash verhindern. Verzögern vielleicht, aber nicht verhindern.

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