DB-Logistikmeister (25) spart über 1.100 Euro im Monat in Aktien und ETFs


New York, 8. September 2019

Hallo Tim,
Hallo liebe Blogleser/innen,

mein Name ist Benedikt, Ich bin aktuell 25 Jahre alt. Ich lebe in der Nähe von München und arbeite als Logistikmeister bei einem großem deutschen Verkehrsbetrieb. *hust* DB *hust* Im Folgendem möchte ich euch kurz meinen Weg aufzeigen, der vielleicht den ein oder anderen inspiriert oder motiviert. Viel Spaß beim Lesen 🙂

Ich denke, ich sollte das ganze hier etwas unterteilen, da es doch ein etwas längerer Text werden könnte. Ich möchte auf folgende Lebensabschnitte eingehen:

  1. Kindheit/Schulzeit
  2. Ausbildung
  3. Weiterbildung & Nebentätigkeit
  4. Finanzen
  5. Zukunftspläne

Kindheit/Schulzeit

Ich hatte eine schöne und entspannte Kindheit. Meine Eltern waren zwar nie wirklich reich, aber meinem Bruder und mir fehlte es an nichts. Schon damals kauften wir nicht im Supermarkt, sondern immer beim Discounter ein – bis heute verstehe ich auch nicht, was an den teureren Produkten besser sein soll. Oft sind es ja die selben Produkte mit unterschiedlicher Verpackung, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls lehrten meine Eltern mir schon früh den bewussten Umgang mit Geld.

Ich denke, das habe ich zu einem großen Teil meinem Großvater zu verdanken. Er arbeitete im bischöflichem Ordinariat und kümmerte sich um die Finanzen der Kirche. Ich denke, jeder weiß, dass wenn jemand mit Geld umgehen kann, dann ist es die Kirche. Aber auch das ist wieder ein anderes Thema…

Mein Opa war ein Aktienfan. Daher brachte er alles, was er wusste, meinem Vater bei. So kam es, dass ich bereits mit 5 Jahren meine ersten Aktien im Depot hatte. Es waren 10 Nokia Aktien. Damals waren diese ziemlich vielversprechend. Leider hat Nokia einen entscheidenden Trend verpasst. Und ich habe diese Aktien erst viel zu spät verkauft. Dazu später mehr.

Die Schulzeit fing schön an, die Grundschule war super. Ich konnte anschließend sogar das Gymnasium besuchen, aber da ging mir definitiv alles viel zu schnell. Nach der 5. Klasse entschied ich, auf die Realschule zu wechseln. Ich musste in 6 Wochen Sommerferien 1 komplettes Schuljahr Englisch nachlernen, da ich Genie damals Latein gewählt hatte.

In der Realschule habe ich einen entscheidenden Fehler gemacht: Ich hatte mich am ersten Tag neben das Mobbing-Opfer gesetzt. Seitdem wurde ich einfach ständig mitgemobbt. Ich habe das nie verstanden. Er war ein super netter Junge, der niemanden was getan hat. Kinder können grausam sein! Kurzfassung: Ich habe die Schulzeit mit Ach und Krach hinter mich gebracht. Ich entschied anschließend, ins 250km entfernte München zu ziehen.

Ausbildung

Ich denke, finanziell gesehen war es damals nicht die klügste Entscheidung in eine von Deutschlands teuerste Stadt zu ziehen. Ich kam in einem sehr schönem, aber eben auch sehr teurem Wohnheim unter. Glücklicherweise bekam ich damals eine Berufsausbildungsbeihilfe. Ich war dankbar für diese staatliche Förderung, denn ohne sie wäre es wohl nicht möglich gewesen.

Das Nervige war nur, dass ich immer mehr zahlen musste, sobald ich mehr verdient habe. So kam es, dass ich im letzten Ausbildungsjahr sogar ein paar Monate draufzahlen musste. Da in der Zeit das Geld immer sehr knapp war, habe ich Wege gesucht, mir etwas dazuzuverdienen – so habe ich z.B. alle Pfandflaschen aus meinem Wohnheim gesammelt und im Supermarkt abgegeben. Aber nicht nur das, ich habe schon früh im Internet nach Wegen gesucht, um online Geld zu verdienen. Daytrading, Optionshandel und irgendwelche Glücksspielmethoden – ich war so naiv und habe den ganzen Schmarrn ausprobiert.

Glücklicherweise kam ich da noch mit einem kleinem Profit wieder raus. Ich habe schnell gemerkt, dass ich damit langfristig nicht an Geld komme. Also habe ich mich wieder intensiver mit meinen Aktien beschäftigt. Meine erste eigene Aktie, die ich mir von meinem Weihnachtsgeld gekauft habe, war Coca Cola – bis heute eine meiner Favoriten im Depot. Zu dieser Zeit habe ich dann meine alten Nokia Aktien verkauft. Tatsächlich bin ich dank der Dividenden noch mit null auf null davon gekommen. Der Moment, in dem ich das realisiert habe, war für mich ein Augenöffner. Ich war sofort verliebt in das Thema Dividenden.

Vielleicht noch 2 Sätze zu meiner Ausbildung selbst. Ich lernte Fachkraft für Lagerlogistik. Da meine Noten damals echt super waren, konnte ich meine Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzen. Im Januar 2014 schloss ich sie ab – übrigens als einer der Jahrgangsbesten in meiner Berufsschule. Kurz nach meiner Ausbildung, das muss so im Mai gewesen sein, hat unser Chef seine 2. Tochter bekommen und ging für 13 Monate in Vaterschaftsurlaub. In dieser Zeit durfte ich ihn vertreten. Für mich was das eine große Ehre, da ich ja selber erst die Ausbildung abgeschlossen hatte.

In seiner Vaterzeit fand mein Chef dann sogar noch einen neuen Arbeitgeber, bei dem er nicht mehr eine Stunde pendeln musste. Als sein Posten ausgeschrieben wurde, dachte ich, dass ich eh keine Chance habe, schließlich gab es qualifiziertere Bewerber. Ich wollte einfach die Erfahrung bei einem Assessment Center mitnehmen. Anscheinend habe ich meine Vorgesetzten aber von mir überzeugen können, so dass ich nun seit Ende 2015 Teamleiter Materialwirtschaft bin. Das war natürlich sowohl ein schöner finanzieller, als auch karrieretechnischer Aufstieg.

Weiterbildung & Nebentätigkeiten

Um meinen neuen Aufgaben als Teamleiter gewachsen zu sein, besuchte ich berufsbegleitend den Logistikmeisterkurs bei der IHK. Das dauerte ganze 2 Jahre und war mit der Zeit echt anstrengend. Werktags als Teamleiter arbeiten und den Laden am Laufen halten und dann Freitagabend und Samstagvormittag die Schulbank drücken. Ich habe Respekt vor jedem, der sich nebenbei so den Arsch aufreißt. In dieser Zeit habe ich fast alle meine Urlaubstage für den Meisterkurs verbraucht.

Kurz vor dem ersten Teil der Meisterprüfung (das muss April 2016 gewesen sein) habe ich mir eine lange Lernpause gegönnt. Ich war mehrere Wochen in meiner Wohnung und sollte lernen. Wer kennt es nicht, man macht alles, bis aufs Lernen. In dieser Zeit habe ich mal meine Wohnung komplett umgeräumt. Ich habe viel Zeit im Internet verbracht. Ich habe mal wieder nach „online Geld verdienen“ gegoogelt und bin auf Affiliate Webseiten gestoßen. Für mich ein total spannendes Thema, das mich sofort gepackt hat. Ich hatte zu dieser Zeit aber nichtmal einen Computer, also habe ich mir erstmal ein Buch gekauft und alles zu dem Thema gelesen, was ich gefunden habe.

Ich habe mir versprochen, dass ich nach meinen Prüfungen einen Mac kaufen würde und dann meine erste Webseite bauen würde. Gesagt, getan. Meine Abschlussprüfungen waren vorbei. Ich startete mein erstes Projekt. Tatsächlich verdiene ich bis heute Geld mit meiner Webseite – wenn auch nicht sonderlich viel. Ich blieb an dem Thema dran und habe mich ständig weiterentwickelt – im Webseitenbauen habe ich wirklich eine neue Leidenschaft entdeckt.

Ein Jahr später, also im April 2017, habe ich meinen Logistikmeister erfolgreich abgeschlossen. In der Arbeit kam ein neues Projekt auf mich zu, dem ich enorm viel Zeit gewidmet habe. Wir bauten ein neues Werk. Ich durfte zusammen mit meinem Vorgesetzten die Logistik planen. Es war eine interessante, wenn auch anstrengende Aufgabe. Im Frühjahr 2018 sind wir dann umgezogen. Das war kein Kinderspiel. Neben der neuen Halle haben wir nämlich noch ein neues EDV- System bekommen. Gemeinsam als Team haben wir das alles aber schon irgendwie hinbekommen.

In der Zeit musste ich meine Webseiten hinten anstellen – aber gerade das finde ich das Schöne am Online Business. Ich kann arbeiten, wann ich will. Wenn ich mal ein paar Monate nichts mache, ist das kein Problem. Oft habe ich mich am Wochenende hingesetzt und an meinen Webseiten getüftelt.

Finanzen

April 2018 war definitiv ein Highlight in meinem Leben. Gemeinsam mit meinem Dad bin ich in die USA geflogen. Ich erinnere mich noch genau. Samstag Abend sind wir in Brooklyn angekommen. Was für ein Gänsehautmoment, als ich zum ersten mal die Brooklyn Bridge und im Hintergrund diese beeindruckende Skyline gesehen habe. WOW.

Am Sonntag Mittag haben wir dann den lieben Tim getroffen und waren gemeinsam einen Kaffee trinken. Für mich war es total faszinierend, wie weit man es mit Sparsamkeit und klugen Investments schaffen kann. Anschließend sind wir nach Omaha geflogen. Jap, auf die Berkshire Hathaway Hauptversammlung. Es war umwerfend – endlich muss man sich mal nicht schämen Aktionär zu sein. Nicht wie in Deutschland, wo man erstmal komische Blicke erntet! Das war so schön, dass ich wahrscheinlich nächstes Jahr nochmal hinfliegen werde. An der Stelle, lieber Tim, wenn du magst lade ich dich gerne ein. Credentials habe ich genug 🙂

Seitdem ich ausgelernt habe, investiere ich regelmäßig in Einzelaktien. Meine größten Positionen sind inzwischen: Procter & Gamble, Royal Dutch Shell, Coca Cola, Apple, Altria, General Mills, Nestlé, AT&T, Scotiabank und Ecolab.

Wie die erfahrenen Investoren unter euch bemerken werden, sind das alles tolle Dividendenaktien. Bei den Einzelaktien ist das für mich tatsächlich ein entscheidendes Kriterium. Ich möchte mir mit Dividenden nach und nach ein steigendes Einkommen aufbauen. Heute bin ich aktuell bei etwas mehr wie 135€/Monat. Und das steigt aktuell um circa 10% pro Jahr. Ich finde das eine richtig coole Gehaltssteigerung. Immer wenn ich etwas Geld auf der Seite habe, sei es vom monatlichen Sparen oder von irgendwelchen Prämien, investiere ich es in Einzelaktien. Seit Frühjahr 2018 habe ich außerdem mehrere Sparpläne, in die ich monatlich investiere.

Es sind diese fünf ETF’s:

  • SPDR S&P US Dividend Aristocrats UCITS ETF
  • SPDR S&P Euro Dividend Aristocrats UCITS ETF
  • SPDR S&P Pan Asia Dividend Aristocrats UCITS ETF
  • SPDR S&P Emerging Markets Dividend UCITS ETF
  • Vanguard FTSE All-World UCITS ETF

Und Warren Buffett’s Berkshire Hathaway bespare ich zudem ebenfalls monatlich mit 100 Euro. Insgesamt spare ich aktuell etwas mehr wie 1.100 Euro monatlich. Zusätzlich zu den Einzelinvestments.

Immer wieder habe ich in meinen Bekanntenkreis von der tollen Möglichkeit des ETF-Sparens erzählt und deshalb schon einige Depots eingerichtet. Ein Kumpel meinte mal, warum ich mein ganzes Aktienwissen nicht zu Papier – oder besser zu Display – bekomme. Er brachte mich auf die Idee, meine beiden Leidenschaften zu vereinen. Ich habe die Webseite DividendeOhneEnde.de gegründet. Auf ihr stelle ich wöchentlich ein tolles Dividendenunternehmen vor. Ich gehe kurz auf das Geschäftsmodell ein und zeige die Zukunftsaussichten der Aktie auf.

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir als Investoren gar nicht alle Unternehmen kennen können. Im besten Fall haben wir schon mal den Namen gehört, aber was das Unternehmen genau macht und womit es Geld verdient, wissen wir oft nicht so genau. Ich denke, da bringen meine Unternehmensvorstellungen etwas Licht ins Dunkle. Ich würde mich extrem freuen, wenn der ein oder andere hier vielleicht mal einen Blick auf meine Webseite wirft. Lasst mir bitte unbedingt ein Feedback da, nur so kann ich wachsen und besser werden.

Vielleicht noch ein paar Worte zur Transparenz: Eine Webseite zu betreiben ist leider nicht kostenlos. Irgendwie sollte sich das ganze also finanzieren – ich habe mich deshalb für Finanzliteratur und T-Shirts entschieden. Das T-Shirt- Ding ist eine weiteres Hobby von mir. Ich habe mich klar gegen Google Adsense entschieden, auch wenn das wohl am besten geeignet wäre. Ich möchte nicht meine Webseite mit hässlichen Werbeblöcken vollstopfen, die am Ende noch auf unseriöse Finanzpornografie weiterleitet. Darauf habe ich keine Lust.

Zukunftspläne

Einen festen, in Stein gemeißelten, Plan habe ich gar nicht. Im Moment habe ich die Chance mich eine weitere Karrierestufe hochzuarbeiten. Das ist zwar wieder mit mehr Stress und mehr Verantwortung verbunden, aber eben gerade in meinem jungem Alter eine tolle Möglichkeit.

Ich werde definitiv weiterhin meine Sparquote halten, wenn nicht sogar erhöhen. Die Einnahmen meiner Webseiten und der T-Shirts laufen übrigens direkt in P2P-Kredite bei Mintos – als kleine Zwischenlagerung. Langfristig möchte ich mein Depot noch weiter diversifizieren – schließlich lerne ich aktuell wöchentlich eine neue interessante Aktie kennen. Ich werde mir einen Plan zurechtlegen, dass ich möglichst viele verschiedene Branchen abdecke und mir dann jeweils 1-2 Unternehmen herauspicke. Ich möchte allerdings kein Depot mit 50 verschiedenen Aktien haben – ich denke 20-30 ist noch überschaubar, ab da wird es dann aber zu viel. An der Stelle würde mich mal eure Erfahrung interessieren, was das Thema angeht?

In nächster Zeit möchte ich mit meiner Webseite auch noch etwas neues ausprobieren. Ich möchte mich internationaler aufstellen. Warum die Texte nur auf Deutsch verfassen? Warum nicht auch auf Englisch – interessant wäre das sicherlich. Die Domain und das Grundgerüst steht schon – aber ansonsten ist hier erstmal Baustelle angesagt. Die internationale Seite wird EndlessDividend.com lauten. Ich bin selber sehr gespannt, wie sich das ganze entwickeln wird.

Wie schon gesagt, wenn ihr Feedback oder Anregungen für mich habt, als her damit 🙂

Ansonsten hoffe ich, dass euch mein Leserbrief gefallen hat und wünsche euch allen weiterhin eine saftige Rendite und viel Erfolg.

Benedikt


tim schaefer (Author)

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thoughts on “DB-Logistikmeister (25) spart über 1.100 Euro im Monat in Aktien und ETFs

  1. AvatarFit und Gesund

    Wow… Superleistung Benedikt, Du kannst mächtig stolz sein, solche Geschichten lese ich sehr gerne.   🙂

  2. AvatarChrissie

    Hi Benedikt,

    Das ist wirklich eine super Leistung, und eine tolle Webseite die du erstellt hast, sie ist sehr geschmackvoll und übersichtlich gestaltet. Magst du einmal schauen, ob es in dem roten Zusammenfassungs-Kästchen heißen müsste, dass die „Aktie“ (statt „Dividende“) am Tag der Hauptversammlung im Depot sein sollte?

    Ich wünsche dir alles Gute weiterhin, du hast einen guten Weg eingeschlagen, und  das in so jungen Jahren. Das ist ein toller Vorsprung, den du dir hart erarbeitet hast.

  3. Avatar-M

    @Benedikt
    Tolle Ideen!

     

    Wegen der Depotgröße:

    Ich möchte eher nur 15 – 20 Werte im Depot haben, bin da ganz bei dir. Ob die 21. Oder 22. Idee besser ist als die ersten 20 wage ich zu bezweifeln. Die Portfoliovola nimmt ab 20 Werten auch kaum noch ab. Aaaber viele hier sehen das anders und das ist auch ok so. Wenn man sich mit 50 oder 100 Werten wohl fühlt dann ist das genauso gut.

     

    @T-shirts

    Da würde ich mich über weitere Einblicke freuen: wo , wie,  was … hast du ein Gewerbe angemeldet oder muss man dann überhaupt? Denke schon.

    Wie ist das Risiko verklagt zu werden wegen Überschneidungen von Designs zu markenherstellern oder Geschützten Symbolen oä ?

    Verdienst du da schon Geld ?etc etc.

    P.s. dein Depot gefällt mir !

     

    -M

     

  4. AvatarAlex

    Wow echt klasse Benedikt! Sehr toller Beitrag und coole Website hast du da geschaffen.

    Zwecks Anregungen: hab nur kurz reingeschnuppert. Mich persönlich würden die monatlichen Einnahmen der Dividenden stark interessieren.

    Habe selbst auch eine hohe Sparquote, jedoch nicht ganz €1000 in Aktien.

     

    Finde es wirklich toll, wenn man sich gegenseitig motivieren kann.
    LG Alex

  5. AvatarKevin

    @Benedikt: Tolle Story.

    Da du auch eine Weiterbildung vor kurzem gemacht hast, solltest du mal gucken, ob dir dein Bundesland noch eine Prämie zahlt. Hatte ich vor kurzem hier gepostet. Da kommt dann gut und gerne mal ein 4-stelliger Betrag bei rum und das mit “sehr wenig Aufwand” [wenn man es dann bestanden hat 😉 ]

     

  6. AvatarBenedikt Stafflinger

    Hallo zusammen,

    vielen vielen Dank für die netten Worte.
    Das bedeutet mir wirklich sehr viel 🙂

     

    @Fit und Gesund: Dankeschön. Ich denke immer, wenn man sich möglichst früh den Arsch aufreißt, hat man es vielleicht später mal leichter.

    @Chrissie: Cool, das habe ich die ganze Zeit überlesen. Hab ich schnell ausgebessert. Danke 🙂

    @-M: Eben, es soll jeder so machen, wie er ruhig schlafen kann. Aber ich denke halt, dass es irgendwann zu unübersichtlich wird…
    Zum T-Shirt-Thema: Jap, da es eine Gewinnabsicht gibt, musste ich damals schon bei meinen Webseiten ein Gewerbe anmelden. Und da ich da einfach “Webdesign und Marketing” hab eintragen lassen musste ich da auch nix erweitern. Ich lade meine Designs hauptsächlich auf Amazon hoch. Da gibt es ein Programm bei dem man sich erstmal bewerben muss – Merch by Amazon. Wenn man dann drin ist, kann man erstmal 10 Designs hochladen, wenn sich die verkaufen, bekommt man weitere Slots zum Befüllen. Aktuell bin ich im “Tier 500” und verdiene so um die 150 Euro im Monat. Ist für mich vollkommen ok, da ich so gut wie nie Zeit dafür habe. Sobald ich wieder freie Slots habe, lade ich circa 2 Wochen hoch und warte dann wieder ab – wenn man also mehr Zeit hat, könnte man da viel mehr rausholen.
    Im großen und ganzen: ich bin damit zufrieden und komme mit Webseiten und Dividenden auf monatlich 350-400 Euro (und es steigt ständig an).

    @Alex: Danke, für die netten Worte. Irgendwann in 2-3 Jahren müssen mir ja langsam die Unternehmen ausgehen. Dann werde ich zwar nach und nach die Vorstellungen aktualisieren, aber Depotupdates werden dann auch folgen…

    und @Kevin: Danke für den Hinweis, aber beim Absahnen vom Meisterbonus war ich ganz schnell 🙂 1.000 Euro fürs bestehen, waren echt schön. Eventuell mache ich demnächst mit dem Technischen Betriebswirt weiter. Dann gibt’s noch einen Bonus…

     

    Liebe Grüße

    Benedikt

  7. Avatarsammy

    Benedikt Stafflinger sogar mit Foto. Ich finds immer wieder krass wie leichtfertig/leichtsinnig manche Menschen sind. Du gibst hier sämtliche Daten über dich preis. Bist du dir im Klaren darüber welche Konsequenzen dies haben kann? Scheinbar nicht. Aber gut dass wir jetzt alles über dich wissen..

  8. Avatarsteve

    @ Benedikt super Leistung!!

    @ Sammy klär uns auf, auch wie man bei einer Homepage es vermeidet im Impressum Daten preiszugeben. Ich hab jetzt echt bamel, ich verteil unter der Woche 30 oder mehr Visitenkarten da gebe ich genauso viel Infos preis

  9. Avatar-M

    @Benedikt

    Danke für die Ausführungen. Wie siehst du das Risiko bei den Designs? Könnte Mike,  Adidas oder eine andere Firma wie Disney auf einmal ankommen und dich verklagen weil du drei Streifen aufs Shirt designst oder eine Maus die wie mikey aussieht?

     

    -M

  10. Avatarsammy

    @steve

    Naja ich wollte nicht dass öffentlich jeder einsehen kann wer ich bin und wieviel ich verdiene/spare/besitze. Daten können abgegriffen, verkauft, mißbraucht werden. Abgesehen von kriminellen Interessenten.

  11. AvatarChrissie

    @Benedikt

    Gern geschehen 🙂 Zu den T-Shirts hätte ich auch noch Fragen: wo werden denn die T-Shirts gekauft/bedruckt? Macht das alles Amazon, wenn man ein Design hochgeladen hat? Oder wo lässt man die erstellen?

  12. AvatarRS77

    Hallo Benedikt! Vielen Dank für deinen offenen Bericht. Ich habe ihn sehr gerne gelesen. Ich habe hohe Achtung vor dem Weg, den du schon gegangen bist. Und ich bin mir sicher, dass du deine Ziele erreichen wirst. Du denkst genau richtig und hast die richtige Einstellung. Ob du 20 oder 50 Aktien besitzen solltest kann ich dir leicht beantworten: mit jeder zusätzlichen aktie wirst du dich dem Ertrag eines Index (msci world oder s&p 500) annähern. Es spricht nichts gegen Diversifizierung. Aber du kannst dann natürlich auch gleich einen Etf kaufen. Das wäre meine Empfehlung. Abraten würde ich von Dividenden ETFs.  Meine eigenen Erfahrungen mit diesen Indizes in der Finanzkrise 2008/2009 waren nicht positiv. Vor der Krise waren Dividenden Indizes vollgestopft mit Bank Aktien. In den europäischen Dividenden Indizes waren viele irische Banken.  Auch der Stoxx 100 global dividends hat mich nicht glücklich gemacht bis heute.  Ich rate zu sehr einfachen Investitionen: msci world ist für viele menschen ausreichend. Da sind zwar 65% us aktien drin und der Dollar steht sehr hoch.  Aber regelmäßige Investitionen über lange Zeiträume machen Währungsschwankungen vernachlässigbar. Einzelaktien sind natürlich spannender. Aber die Ergebnisse von einem reinen Einzelaktiendepot werden sich vom Index nur bei geringer Diversifikation unterscheiden. Und dann muss man wirklich wissen was man tut. Ich habe beispielsweise alle berkshire hathaway Jahresberichte seit 1965 gelesen. Ergebnis: ich habe einen enorm hohen Anteil meines Vermögens in diesem Unternehmen investiert. Aber ich rate niemandem dazu. Denn auch BRK wird sich immer mal wieder im Kurs halbieren und das stehen nur Anleger durch, die das Unternehmen gut kennen.  Die größte Gefahr für das eigene Geld sind nicht Inflation, Krisen oder Pleiten, sondern ich als Anleger bin die größte Bedrohung.

    Ich muss wegen meiner Rechtschreibung und Grammatik um Entschuldigung bitten. Ich habs gerade auf dem Smartphone im Bett getippt.

  13. AvatarAndrea

    Toll, dass du so früh mit dem Investieren angefangen hast.

     

    Gerade heute stieß ich über die finanzblogroll auf deinen Air Liquide Artikel. Die Aktie habe ich seit ca. 2016 im Depot und habe viel Freude damit. Das Beste über Air Liquide hast du in deiner Vorstellung vergessen: Die Firma gibt regelmäßig Bonusaktien an seine Aktionäre, ca. alle zwei Jahre, im Umfang von 10%. Ich habe schon einmal zwei Aktien bekommen (hatte vorher 23 Stück, jetzt 25). Ich habe gelesen, diesen Herbst sei es wieder soweit. Natürlich habe ich mich auch gefreut, als ich vor kurzem hier in der Nähe gesehen habe, wie eine Air Liquide Ladesäule für Wasserstoff eröffnet wurde. Ich habe den Eindruck, das ist eine Aktie, an der ich auch in Zukunft noch viel Freude haben werde. Noch dazu habe ich sie günstig (finde ich) bekommen, nach dem Airgas Kauf.

  14. Avatarghost

    Big-Short-Investor: Blase bei Indexfonds könnte den nächsten Crash auslösen
    vorm halben Jahr erwähnte ich es…da sagten paar hochintelligente, ich hätte kein Plan schliesslich seien etfs ja das ultratolles Zeug, das für den Privatanleger extra erfunden wurde….

    ich sagte schon damals…..wenn es verschiedene Blasen gab, warum darf es bei etfs keine geben, das haben bestimmte hochintelligente auch nicht verstanden….

     

    aber wie gesagt….. es gibt Menschen, bei denen reicht es wenn man ihnen etwas sehr ausführlich und gut eintrichtert… ähm ich mein erklärt, dann glauben sie das und dann sind sie vollkommen davon überzeugt.

    wie lemminge :), aber schlimm ist das nicht, denn lemminge sind süss 🙂

    ein etf bleibt immer nur ein Finanzprodukt, selbst wenn es die letzten 20 Jahre gut lief, irgendwann hat ein Finanzprodukt sein Ende, wie jedes Produkt.

    Nächste Idee wär doch bestimmt….ein Etf auf den Markt zu bringen, der die besten Etfs in sich hält, Lemminge würden direkt an Bord springen….

     

    mfg

  15. AvatarNico Meier

    Ich lese immer wieder der Dollar steht sehr hoch. In meinen Augen ist der hohe Dollar und Frankenkurs klar auf eine Fluchtbewegung aus dem Euro zurückzuführen.

  16. AvatarMattoc

    @Ghost

    Für ETFs gibt es keine eigenständige Regulierung, deshalb gibt es auch kein spezifisches Produktrisiko für ETFs. Wenn es ein Produktrisiko geben sollte, das ETFs betrifft, dann musst du Investmentfonds (Fonds) im Allgemeinen betrachten, denn ETFs gehören zur Gattung der Investmentfonds. ETFs, die ETFs beinhalten, gibt es übrigens bereits.

    Mein Eindruck ist, dass du nicht genau weißt, worüber du schreibst. Ich kann mich aber auch täuschen.

  17. AvatarChris

    Ich muss hier @Sammy schon recht geben, kompletter Name und Wohnort, wenn man ihn googelt findet man ihn sofort, Xing Profil etc.

     

    Meine Schwester arbeitet im DB Controlling und Nebentätigkeiten sind meines Wissens nach dort nicht erlaubt.

     

    Witzig finde ich auch, dass der Ex-Azubi sofort zum Teamleiter wird, die alten Hasen mit 20-25 Jahren wird’s gefreut haben.

     

    Beweist aber auch mal wieder, dass Ausbildung sich schon lohnt, solange man’s in den richtigen Bereichen macht, also nicht in Pflege, Einzelhandel oder generell bei Freiberuflern.

  18. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @ghost,

    Du scheinst wirklich etwas verschlafen zu haben, was die Charakteristik von Fonds/ETFs betrifft. Was verstehst Du denn unter “Finanzprodukt”? Meinst Du, dass Fonds/ETFs sowas wie Zertifikate auf echte Wertpapiere sind, oder was?

    Fonds werden von Investmentgesellschaften/Kapitalanlagegesellschaften (KAG) konstruiert, indem diese Aktien in einen Korb kaufen, und diesen bunten Strauß von Aktien dann in kleine Portionen als Anteile anbieten. Somit hat der kleine Anleger die Möglichkeit eine breite Anzahl Aktien zu halten, ohne diese alle einzeln kaufen zu müssen, was eben sein Budget überfordern würde.

    Dass sich die Gesellschaften die Arbeit damit bezahlen lassen, das sollte ja selbstredend sein.

    Deine “nächste Idee”  wurde schon vor Jahrzehnten bei den alten Classic Fonds angewandt, und das nannte sich Dachfonds. Einzelne Fonds wurden unter einem gemeinsamen Dach gesammelt und aufgeteilt. Solche “Funds of Funds” gibt es natürlich schon sehr lange.

    Vor 20 Jahren gab es auch Schlaumeier, die meinten, man müsse diese “dummen Fondsanleger” unbedingt aufklären, dass diese doppelt Gebühren zahlen. Einmal innerhalb der einzelnen Zielfonds, und dann noch mal für die Verwaltung des Dachfonds. Das ist doch sonnenklar. Trotzdem kann man es doch den Leuten selbst überlassen, was und wie viel ihnen das wert ist, sich keine Arbeit machen zu müssen.

    Der Vorteil der ETFs ist, dass eben die Gebühren drastisch geringer sind als vorher. Man hat die gleichen Fonds, aber sie werden eben nicht mehr von der KAG bezogen und an sie zurück gegeben, sondern nur noch an der Börse gehandelt (Exchange Traded Funds). Dadurch, dass die Fondsgesellschaft weniger Arbeit hat, können die Kosten geringer ausfallen.

    MS

  19. Avatarghost

     

    ich habe mich getäuscht…. und der von mir genannte “big short” hat auch keine Ahnung 🙂

    mir kommt es manchmal vor, als wenn Agent Smith vorbei käme und manchen Leuten erzählen würde er sei echt, aber neo sei nur ne Erfindung. Er sei echt, weil es so im Buch xyz steht also gkaubet ihm….

    https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/etf-guenstige-anlage-oder-systemrisiko-mit-drei-buchstaben/21124402.html

    wir schauen in ein paar Jahren, was daraus wird……. man kann von einer Sache so überzeugt sein, dass man alle Risiken ausblendet, weil man meint das ist das einzig wahre….. wenn alles crasht mal im Leben, warum ausgerèchnet ein etf nicht…….es ist und bleibt ein Finanzprodukt. und der Hype ist zwar nicht so heftig wie bei bitcoins aber solangsam wird er immer stärker….

     

    mfg

     

  20. Avatar-M

    MS

    Das stimmt schon alles, aber es ist nicht das Problem was Michael Burry angesprochen hat.

     

    -M

  21. AvatarRS77

    @Nico Meier: “Ich lese immer wieder der Dollar steht sehr hoch. In meinen Augen ist der hohe Dollar und Frankenkurs klar auf eine Fluchtbewegung aus dem Euro zurückzuführen.”

    Ich habe geschrieben, dass der Dollar zum Euro recht hoch steht. Na ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob es so ist. Ich mache mir auch keine Gedanken über Begründungen und Vermutungen. Devisenprognosen sind wertlos und unmöglich.

    Ich wollte nur darauf hinweisen, dass eine deutliche Veränderung im Dollar/Euro Verhältnis die Wertentwicklung von US-Aktien in Euro auf Sicht von 5 bis 10 Jahren deutlich beeinflussen können. Ich rate nicht von US Aktien ab. Ich habe ja zum MSCI World geraten. Ich möchte nur auf das Risiko hinweisen. Mir ist das Risiko egal, da über Jahrzehnte Währungsschwankungen keine Rolle spielen.

    Mal ein Beispiel:

    Berkshire Hathaway B Aktie:

    Anfang 1999: 46,60 $

    Anfang 2008: 94,72 $

    = +103%

    Und nun in Euro:

    Anfang 1999: 40 €

    Anfang 2008: 63 €

    = +58%

     

    Einem langfristigen Anleger, der regelmäßig investiert, kann das egal sein. Aber weniger erfahrene Anleger könnten kurzfristig über die Kursentwicklung enttäuscht sein. Deswegen möchte ich erläutern, dass sowas einfach passiert und dazu gehört.

     

     

  22. AvatarRüdiger

    Tag für Tag bin ich unendlich dankbar, dass sich so viele seriöse Experten – natürlich völlig uneigennützig – Sorgen um mein Geld machen 😉

  23. AvatarSven

    Sehr schön Benedikt!

    Langfristig Investieren zahlt sich aus.

    Und durch deine Dividendenwebsite bleibst du automatisch immer am Ball und beschäftigst dich mit Aktien. Nur würde ich es auch in Zukunft zu vermeiden genaue angaben zum Vermögen zu machen. Ich persönlich würde dies auch nie tuen. Wer hat, muss nicht darüber protzen. Es gibt immer Neider, leider. In der Familie, Freundeskreis und Generell.

    Gib weiter Gas und alles gute

  24. Avatar42sucht21

    @Benedikt – Langfristig möchte ich mein Depot noch weiter diversifizieren…

    Einen interessanten Lebenslauf haben Sie bisher. Sie schreiben Sie möchten Ihr Aktiendepot weiter diversifizieren. Wie ist es denn mit Diversifizierung in weitere Risikoklassen?  Immobilien zur Selbstnutzung bzw. Vermietung spielen in Ihrem Anlageuniversum keine Rolle?

    Ich persönlich finde auch die 4 Dividenden-ETF nicht optimal. Mehr ist nicht automatisch besser. Div ETF unterliegen einer Branchenübergewichtung und damit erhöhtem Risiko (siehe guter Beitrag von @RS77 oben) und dann ist die Wertentwicklung rückblickend bisher schlechter als ein einfacher ausschüttender Welt ETF oder Ihr VG FTSE AW. Ich persönlich würde nur diesen weiter besparen (und gleichzeitig damit Bankgbühren verringern und das Depot übersichtlicher gestalten ohne Divisifizierung einzubüßen und gleichzeitig sogar Ihre Gesamtperformance zu verbessern).

  25. AvatarZaVodou

    Hallo Bendikt,

    erst mal meinen Respekt vor deinem Werdegang. Da legst du dich in jungen Jahren schon ganz schön ins Zeug.
    Bei dir hätte ich keine Bedenken, dass du die FU schon in relativ jungen Jahren erreichst.

    zu Diversifikation:
    20-30 Werte sind o.k. Ein Problem wirst du allerdings bekommen, wenn die Zielgröße mal erreicht ist.
    Es kommen dann immer mal wieder Gelegenheiten – auch von Werten, die man vorher nicht so auf dem Radar hatte.
    Man würde sich  dann meiner Meinung nach zu sehr einschränken, nur weil man sich selbst so ein Korsett von 20-30 Werten auferlegt hat.

    Mir ging es jedenfalls so, weshalb ich meine damalige Zielgröße längst schon aufgeweicht habe.

    zu deiner Webseite
    sehr schön gemacht. Was mir bei den Aktienanalysen ein wenig gefehlt hat sind konkrete Kaufkurse.
    Z. B.: Die Aktie xy halte ich bei Kursen unter x Euro für kaufenswert.

  26. AvatarLithium85

    “Du denkst genau richtig und hast die richtige Einstellung. Ob du 20 oder 50 Aktien besitzen solltest kann ich dir leicht beantworten: mit jeder zusätzlichen aktie wirst du dich dem Ertrag eines Index (msci world oder s&p 500) annähern. Es spricht nichts gegen Diversifizierung. Aber du kannst dann natürlich auch gleich einen Etf kaufen. Das wäre meine Empfehlung.”

    Das klingt so als würde der “Ertrag” mit jeder weiteren Aktie sinken ?. Die zukünftig zu erwartende Rendite bleibt aber gleich (Marktdurchschnitt), jedoch sinkt das Risiko (free Lunch). Mehr Aktien ist selbstverständlich besser (gleiche zu erwartende Rendite bei geringerem Risiko). Ich stimme überein, ein Index ist empfehlenswert. Guter Punkt mit den Zusammensetzungen der “aktiven” Dividendenindeze, diese kann sich ändern ohne dass man es merkt.

     

  27. AvatarThomasH

    Wenn ein ETF crasht, dann, weil die im Index enthalten Aktien crashen. Wenn du also die Einzelaktien hältst, bist du nicht besser dran.

  28. AvatarNico Meier

    @RS77

    Habe hier auch mal ein Beispiel aus der Schweiz

     

    Nestle eine Weltfirma

    In Franken

    2009  41.- Franken

    2019  113.- Franken

    Ein Kursplus von 175.6% ohne Berücksichtigung der Dividenden.

    In Euros 2009 (1€=1.51 CHF) 2019 (1€=1.10 CHF)

    2009 27.15€

    2019 102.72€

    Ein Kursplus von 278.3% ohne Berücksichtigung der Dividenden.

     

  29. AvatarDaniel

    ich sagte schon damals…..wenn es verschiedene Blasen gab, warum darf es bei etfs keine geben, das haben bestimmte hochintelligente auch nicht verstanden….

    weil bei einem ETF der beispielsweise repliziert und nicht swapt und beispielsweise auch keine nennenswerte Wertpapierleihe betreibt der unterschied zwischen einem Depot aus Einzelaktien und ETF praktisch nicht existent ist bzw. sich unterscheidet. Wie soll ein ETF eine Blase darstellen wenn der ETF an sich nur ein Container ist der alles Mögliche enthalten kann, von Treasury-Bonds bis Aktien auf diversen Indexen. Es mag sein dass es eine Blase im SP500 gibt, dann ist der Einzelanleger mit seinen FANG Aktien aber genauso betroffen wie der ETF Sparer. Und genauso wie dann ein Anleger im Small Caps bereich von, z.B. Russland davon unberührt ist, ist es auch der Anleger eines ETF auf diesen Markt.

     

     

    aber wie gesagt….. es gibt Menschen, bei denen reicht es wenn man ihnen etwas sehr ausführlich und gut eintrichtert… ähm ich mein erklärt, dann glauben sie das und dann sind sie vollkommen davon überzeugt.

    Ich glaube hauptsächlich an Gesetze und Rahmenbedingungen. Und die sind bei ETF schon relativ eng gefasst. Und danach folgen sowieso nur noch düstere Endzeit-Enteignungs-Szenarien von denen Einzelanleger genauso betroffen werden. Oder weiss jemand momentan ob seine Aktien auf seinen Namen registriert werden oder per Street-Name-Registration. Oder weiss jemand ob es rechtlich einen Unterschied macht ob man seine Aktien an der NYSE oder XETRA kauft? Oder ob es einen Unterschied macht an welcher Clearstream Stelle die Aktien verwahrt werden?

     

    ein etf bleibt immer nur ein Finanzprodukt, selbst wenn es die letzten 20 Jahre gut lief, irgendwann hat ein Finanzprodukt sein Ende, wie jedes Produkt.

    Das kann sicherlich sein, aber es ist unwahrscheinlich, denn ein ETF beinhaltet kein spezielles Produkt sondern ist ein leerer Schiffscontainer der mit allem gefüllt werden kann. Und während bei Aktien Fonds ein Kapitän meint den schnellsten Kurs über das Meer zu finden fährt das ETF Containerschiff per Autopilot. Es ändert aber nichts daran dass auf dem Schiff alles mögliche geladen werden kann, weshalb es unlogisch ist zu behaupten es gäbe kein Bedarf mehr an diesem Produkt. Ein Fonds der sich nach Algoryhtmen richtet und nicht nach Bauchgefühl eines Investors ist eine Vorgehensweise die auch zukünftig nicht aus der Mode geraten wird.

    Nächste Idee wär doch bestimmt….ein Etf auf den Markt zu bringen, der die besten Etfs in sich hält, Lemminge würden direkt an Bord springen….

    Sowas gibts schon lange in Form von Dachfonds. Und letztere gibt es auch schon seit ewigen Zeiten. Und wie immer mit bescheidenen Erfolgen sodass sie entweder zu einer geringeren Rendite führen oder im Rahmen der Marktwirtschaft vom Markt verschwinden weil sie keinen Anklang beim Anleger finden.

    wir schauen in ein paar Jahren, was daraus wird……. man kann von einer Sache so überzeugt sein, dass man alle Risiken ausblendet, weil man meint das ist das einzig wahre….. wenn alles crasht mal im Leben, warum ausgerèchnet ein etf nicht…….es ist und bleibt ein Finanzprodukt. und der Hype ist zwar nicht so heftig wie bei bitcoins aber solangsam wird er immer stärker….

    Ich glaube nicht dass es hier im Forum jemanden gibt der behauptet dass ein ETF nicht crashen kann. Wie soll das gehen wenn der darunterliegende Index crasht. Aber was hat Volatilität mit dem Produkt ETF zu tun? Es wird in einer Krise sicherlich etliche ETF geben die unter die Räder kommen, z.B. ETF in Small Caps bereichen die häufiger gehandelt werden als die illiquiden Werte darunter. Und auch sicherlich wird es bei ETF mit hoher Wertpapierleihe zu spannenden Diskussionen in einer Krise kommen. Aber wo jetzt das system-Risiko auf einem Brot-und-Butter Index wie dem SP500 und MSCI World mit hochliquiden Werten darunter kommen soll würde ich von Dir schon gerne wissen.

  30. Avatarghost

    @Daniel

    danke der Antwort.

     

    das ist wahr.

     

    was ich meinte ist die weniger sinnvolle Einstellung: ich mach Sparplan auf, bin faul, lass laufen und am Ende kassiere ich die Überüberrendite einfach so, ohne wenn und aber…..das meinte ich

     

    ansonsten ist mit alles andere klar.

    und bis jetzt bist du einer der wenigen, die schreiben, wenn Aktienmarkt kracht dann zirht es die Etfs mit runter……

    die meisten schreiben….joa ich investier seit paar Jahren und herr x sagt dass man dad und das erwarten kann und dann wird es auch so sein….und das ist in meinen Augen Schwachsinn…..

     

    mfg

  31. AvatarLithium85

    @ghost

    was ich meinte ist die weniger sinnvolle Einstellung: ich mach Sparplan auf, bin faul, lass laufen und am Ende kassiere ich die Überüberrendite einfach so, ohne wenn und aber…..das meinte ich

     

    Eben nicht die Überrendite sondern die Durschnittsrendite vor kosten. Aber ja, genau das wirst du kassieren. Und das mit wenig Aufwand, fast gemäß der 20/80 Regel die, gefühlt, für so vieles im Leben anwendbar ist. Das schöne ist, der faule Sparplan Nutzer wird auch nicht underperformen !! Garantiert. Das kann einem nämlich mit viel Aufwand und stockpicking und viel Zeit und Nerven bei Einzelaktien passieren. Zugegeben Pech, aber diesen worst Case möchte ich für mich nicht Realisieren.

  32. AvatarRüdiger

    Eben nicht die Überrendite sondern die Durschnittsrendite vor kosten.
     

    Und falls das hier noch keiner zugegeben haben sollte: Es kann/wird selbstverständlich auch Zeiträume geben, in denen eine negative Durchschnittsrendite (analog zum zu Grunde liegenden Index) erwirtschaftet wird 😉

  33. AvatarNico Meier

    Eben nicht die Überrendite sondern die Durschnittsrendite vor kosten.

    Unter der Bedingung, dass der ETF auch wenn Blut fliesst auf den Strassen gehalten wird.

    Wir haben bei einer leichten Korrektur im Dezember 2018 oder vor ein par Wochen hier lustige Posts von Leuten lesen können die angeblich alles verkauft haben weil sie die Hosen voll hatten.

  34. AvatarMattoc

    Ich frage mich nur, wer hier jemals behauptet haben sollte, dass man mit einem marktbreiten ETF eine Überrendite gegenüber dem zugrunde liegenden Index erwirtschaften könnte? Sinnloser gehts ja nicht mehr. Vermutlich wird es ghost nicht gelingen, seine Behauptung zu belegen.

  35. Avatar-M

    Hat eigentlich einer den Artikel gelesen mit dem Burry interview?

    Er sagt die Blase besteht darin, dass manche Unternehmen am Tag mit nur wenig Liquidität gehandelt werden, aber durch die ETF wird im all die Firmen immense Summen angelegt…. und bei einem starken abverkauf von ETF werden gewisse Werte noch mehr in die Tiefe gerissen als es sonst passieren würde.

     

    Wer behauptet denn das der etf dann auf 0 geht oder sonst was ?

     

    -M

  36. AvatarMattoc

    -M
    Das vermeintliche Problem, das Michael Burry anspricht, ist, dass seiner Auffassung nach durch den Mittelzufluss in ETFs (insbesondere in den USA), die in den ETFs enthaltenen Aktien(!) im Vergleich zu Nebenwerten, die nicht in großen ETF enthalten sind, unverhältnismäßig hoch bewertet sind. Das wird seiner Meinung nach irgendwann (bei fallenden Kursen) zu einem Problem für diese Aktien(!).
    Es geht ihm schlicht darum, dass er eine Überbewertung von Aktien eines Index, wie z.B. dem S&P500 sieht, die es ohne ETFs nicht geben würde. Keine Ahnung, ob das stimmt.

     
    Es geht ihm aber nicht darum, zu sagen, dass ETFs als „Finanzprodukt“ ein spezifisches Risiko für die Anleger darstellen, die ETFs kaufen oder halten, vielmehr sagt er, dass ETFs für das Finanzsystem/ den Aktienmarkt bzw. die Aktien, die sich in den Indizes befinden, die über ETFs abgebildet werden, ein Risiko darstellen, da Liquidität in alle Aktien eines Index (ungeprüft) investiert wird, ohne eine Bewertung der Aktien vorzunehmen.
    Das ist eine Kritik, die es schon viele Jahre gibt. Und das Problem, wenn es denn existiert, betrifft dann natürlich den Einzelaktionär der entsprechenden Aktien in gleicher Weise wie den ETF-Investor. Für den BuyAndHold-Investor (egal ob Aktien oder ETF) spielt das aber keine Rolle.

  37. Avatar-M

    Kiev

    Ja das noch zusätzlich: überbewertung der größeren Firmen

     

    Jedoch sind selbst im SP500 die liqui bei vielen Werten klein. Große Verluste bei Verkäufen der Masse.

     

    Nebenwerte werden wohl künftig eher als Investment taugen wenn man Value sucht.

  38. Avatarghost

    @M

     

    Gott sei Dank!!!

    M ich verbeuge mich vor Ihnen, das meine ich ernst.

    (zumindest, eine Person die die Studie gelesen hat)

    ich habe niemals geschrieben, dass man mit den etfs all sein Geld verliert, da ich mit ari-etfs handle und bin ganz zufrieden und den etfl23 selbst halte.

    aber das ist es eben hier oder auch in anderen Foren, wenn man einem Etf nur ein Haar krümt oder nur den Versuch unternimmt auf den Tisch leicht zu klopfen um nachzufragen, seid ihr euch wirklich sicher……mit all dem…..

     

    wird man platt gemacht 🙂

    was ich noch schrieb, nur blinde erwarten nonstop eine positive Rendite weil sie eben ganz cool und faul sein möchten und die übercoolen Sparpläne einfach lässig weiterlaufen lassen ….

    etfs kaufen Aktien ….zumindest die Etfs von denen ich Rede, also treiben sie auch die Preise der Aktien hoch, weil sie jedes Jahr Aktien dazukaufen müssen, also was passiert irgendwann mit den ganzen Aktien wenn immer mehr Menschen Etfs kaufen??

     

    und dazu kommt das sehr viele sich ganz fein beraten lassen eben von den Beratern mit stopp loose und co.  (nein nein das macht ja heutzutage niemand, das haben die dummen früer gemacht, heut sind alle cool und faul  …von was träumt ihr Nachts? )

    ich sagte niemals Etfs sind der letzte Schrott, ich sagte aber es gibt blauäugige Lemminge, aber eben das ist nichts schlimmes, weil sie süss aussehen 😉

     

    ihr mpsst immer davon ausgehen, dass es überall eine Blase gab, aber in Etfs es diese nie geben wird (unabhängig wie sie sich später auswirkt) und wenn man auf Herr x und Herr  y hört, die einem ganz toll begründen wie toll etfs sind dann wird alles super ablaufen….ganz bestimmt, merken hier eigentlich einige dass sie alles was nur ein wenig anders als pro etfs ist vertäufeln??? in der Kurzform : niemand hat Recht nur der pro etf Anleger.

    und wie gesagt viele sind in den letzten 2-6 Jahren eingestiegen, die kennen nur grüne Zahlen, was passiert wenn es eine Korrektur gibt die mehr als 20% hoch ist. Hier glaubt doch keiner ernsthaft, dass dir Mehrheit der coolen faulen Etfanleger dann noch ruhig bleibt…..

     

    mfg

     

     

    aber ich versuche ab jetzt über dieses Thema nicht mehr zu schreiben, weil das so besser ist 🙂

    morgen oder heut noch lege ich mir auch einfach einen msci world sparplan an, mach die Augen zu und schwimm mit dem Strom 🙂

  39. AvatarKamerad Schnürschuh

    Tim Schäfer scheint neben Empire State Building und Times Square die wichtigste Anlaufstelle für deutsche Touristen zu sein. 🙂

  40. AvatarRüdiger

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

     
    Falsch! Nur tote Fische schwimmen immer mit dem Strom. So heißt das 😉

  41. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Tja, die Volksweisheiten…

    tote Fische schwimmen gar nirgends hin. Die sind tot und treiben.

    “Kluge” Fische wissen wo sie hin wollen. Wenn sie zum Laichplatz flussaufwärts müssen, dann geht es halt nur gegen den Strom. Wenn man Strecke machen will mit geringem Energieaufwand, dann sollte man sich treiben lassen vom Strom.

    Jeder Adler lässt sich Energie sparend vom Aufwind tragen ohne mit den Flügeln schlagen zu müssen. Nur ein dummer Adler würde ohne Not gegen den Sturm ankämpfen.

    Hugh, ich habe gesprochen.

    MS

  42. AvatarDaniel

    ihr mpsst immer davon ausgehen, dass es überall eine Blase gab, aber in Etfs es diese nie geben wird (unabhängig wie sie sich später auswirkt) und wenn man auf Herr x und Herr  y hört, die einem ganz toll begründen wie toll etfs sind dann wird alles super ablaufen….ganz bestimmt, merken hier eigentlich einige dass sie alles was nur ein wenig anders als pro etfs ist vertäufeln??? in der Kurzform : niemand hat Recht nur der pro etf Anleger.

    und wie gesagt viele sind in den letzten 2-6 Jahren eingestiegen, die kennen nur grüne Zahlen, was passiert wenn es eine Korrektur gibt die mehr als 20% hoch ist. Hier glaubt doch keiner ernsthaft, dass dir Mehrheit der coolen faulen Etfanleger dann noch ruhig bleibt…..

    jain, ersetze bitte ETF durch Index XY. Es kann sicherlich zu einer Blase im Dax kommen, oder im SP500, oder im MDAX oder im MSCI WORLD. Es kann aber keine Blase in “ETF” geben. Ein ETF kann auch 10 Goldminen-Aktien enthalten die vielleicht alles andere als überbewertet sind oder deutsche Staatsanleihen. Es kann der Gesamtmarkt übertreiben und es können viele Gelder über ETF in ansonsten illiquide Märkte fließen, aber ich denke A) dass es derzeit die großen Indizes nicht betrifft und B) dass es niemals ein Massenphänomen sein wird.

    Warum? Weil ich an den effizienten Markt glaube, zumindest in den Aktienbereichen mit Firmen dessen Namen man schon mal gehört hat. Ich gehe davon aus, dass bei Firmen wie McDonalds und CocaCola jeden Tag, egal welche Urzeit, aberhunderte Menschen die Bilanzen durchforsten.

    Sollte es tatsächlich einmal so sein, dass insbesondere passive Investments durch tote-Fische-Anleger den Markt dominieren, sie also stetig und ohne Nachfrage kaufen, so müssten die Preise bzw. deren “Wert” der in den Indizes enthaltenen Werte in einem krassen Missverhältnis zur Bilanz stehen. Und ab diesem Zeitpunkt müssten Einzelanleger eine dermaßen starke Outperformance haben, weil sie diese überteuerten Produkte meiden oder abstoßen, dass sich der Markt ab da selbst bereinigen wird.

  43. AvatarBenedikt Stafflinger

    Uff, ganz schön viele Kommentare…
    An der Stelle: Vielen Dank für die ganzen Besucher meiner Webseite. So viele waren es bis jetzt noch nie!

    Ich werde nicht auf alle Kommentare einzeln eingehen können, daher vielleicht vorab paar Worte zu der ETF-Thematik:

    ETF’s sind in meinen Augen definitiv nicht das Allheilmittel. Ich nutze sie, um mein Depot etwas zu diversifizieren, um mich an der Weltwirtschaft zu beteiligen. Dass sie in einem Crash genauso einkrachen werden, wie Einzelaktien sollte jedem Bewusst sein, der weiß, wie ETF’s funktionieren.

    @sammy: Ja, ich gebe dir Recht. Datenschutz ist schon enorm wichtig, aber gerade wenn man etwas im Internet unterwegs ist, ist man nunmal ein offenes Buch. Ich werde zukünftig besser aufpassen, was ich von mir preisgebe.

    @ -M: Mit den Abmahnung im T-Shirt-Business ist das so ne Sache. Wenn man es drauf anlegt und ganz klar einen Markenschutz verletzt, wird man dafür sicher teuer abgemahnt. Ich denke man sollte mit einem gesundem Menschenverstand an die Sache rangehen und nix riskieren. Schlimmer als große Modefirmen finde ich aber die ganzen Anwaltskanzleien, die sich irgendwelche Wörter schützen lassen und dann fröhlich alle abmahnen. So sind zum Beispiel die Wörter “Große Schwester” geschützt. Also etwas aufpassen muss man da schon…

    @Chrissie: Naja, eigentlich ist das recht simpel. Du erstellst ein Design, lädst das auf den Plattformen (MBA, Spreadshirt, Redbubble, Shirtee, und Co.) hoch und wenn ein Kunde dein Design kauft, druckt die Plattform das und verschickt es. Das funktioniert echt super und Amazon hat inzwischen verstanden, was da für Geld in der Branche steckt, deshalb bauen die ihr Merchandise-Netzwerk aktuell ständig aus und verbessern sich da andauern, was die Qualität und die schnelle Lieferzeit angeht.

    @RS77: Danke für die netten Worte. Ja ich muss mir die ETF’s nochmal genauer anschauen, vielleicht werde ich auch mal auf 70% World und 30% Emerging Markets umschichten.

    @Andrea: Ja cool. Freut mich, dass du auf meinen Artikel gestoßen bist. Ja das Thema mit den Bonusaktien habe ich vergessen. Ist das eigentlich ein richtiger Aktiensplitt oder sind es wirklich Bonusaktien bei gleichbleibendem Kurs?

    @Chris: Eben, wenn man mich googelt findet man mich eh gleich..
    Also bei DB Regio war das kein Problem. Habe die Nebentätigkeit damals angemeldet und gut ist. Und ja, ich war definitiv zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Die Kollegen hat das aber nicht gestört, ich war damals halt die erste ausgelernte Fachkraft…

    @42sucht21: Immobilien werde ich vielleicht später auch mal mit aufnehmen. Mit der Thematik habe ich mich zugegeben noch zu wenig auseinandergesetzt. Aber warum nicht?!

    @ZaVodou: Danke für die netten Worte. Ja das stimmt wohl, dass man sich da vielleicht ein Korsett schnürt. Generell möchte ich das auch nicht in Stein meißeln. Wenn es ne tolle Chance gibt, werde ich zuschlagen, egal ob ich schon mein Limit erreicht habe 🙂
    Ja, das mit den Kaufkursen habe ich mir auch schonmal überlegt, aber generell möchte ich eigentlich eher die Unternehmen vorstellen, zeigen was die machen und womit die ihr Geld verdienen. Damit man sich als Investor anschließend sein eigenes Bild machen kann.

    So, das wars für’s erste.

    Liebe Grüße und allen einen schönen Abend.
    Benedikt

  44. AvatarNico Meier

    Der Spruch mit den toten Fischen die mit dem Strom schwimmen kommen mir immer wieder in den Sinn wenn ich Aktien kaufe auf die gerade alle spucken. Apple bei 150$ diesen Winter oder Bayer nei 60€ vor ca zwei Monaten. Gibt noch einige andere Beispiele.

    Sei ängstlich wenn alle anderen gierig sind. Sei gierig wenn alle anderen ängstlich sind.

  45. AvatarBruno

    Von toten Fischen…

    Eine Weisheit der Dakota-Indianer lautet: Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.

    Ein ETF erledigt diese Arbeit ganz von alleine, er steigt von den toten Pferden ab, die guten kräftigen Pferde trainiert er weiter, und sie pflanzen sich entsprechend auch fort, die Herde wächst.

  46. Avatarghost

    nein….

     

    ich rede mit Absicht von etf und nicht von index, da die meisten etf kaufen weil sie hören dass das “in” ist und das man damit ganz lässig Geld sparen kann und die kennen etf und bei index sagen sie eher “aha”.

    Ich gebe aber zu der Unterschied ist mir seit ein paar Jahren bekannt.

    nur egal wie man das nun nennt, etd efy efx indexabbildung passives investieren abcding usw…es kommt immer auf das Selbe heraus….

    ..nimm Suv als aktuelles Beispiel 🙂 Leute kaufen Suvs nicht weil sie aufs Feld raus müssen sondern weil der Nachbar eins hat und schliesslich arbeitet man so hart für sein Geld und man gönnt sich ja sonst nichts und leben tut man nur einmal…. was hat das mit etf zu tun, sehr viel….    der eine versucht das zu tun was der bei dem anderen sieht und meint er muss es auch haben …ganz billig ausgedrückt…… was war damals mit der telekom aktie?? jeder kannte sich aus jeder wollte sie. und ihr kennt es selbst….ihr erzählt es euren Freunden und einer kommt immerwieder dazu der etfs dann kauft …

    wie ist das jetzt mit etfs, jeder kennt sie (naja immer mehr so langsam) und jeder ist davon überzeugt, wieviele von den etfkäufern werden in roten Zahlen wenn es hart auf hart kommt nicht verkaufen? 15% und das ist vermutlich sehr freundlich geschätzt. Folglich werden Leute etfs verkaufen und das zieht Aktien runter und das Ganze wirkt sich mit grosser  Wahrscheinlichkeit auch aus ausserhalb der Börse. und ja im Moment ist wahrscheinlich in etfs unter 10% des gesamten Geldes, welches angelegt ist.

    eine Blase, die die ganze Welt damals erschütterte began in einem kleinem Örtchen.(falls ich jetzt nicht etwas durcheinander bringe)

     

    worauf will ich nun hinaus, es wird überall gelabbert 15 bis 20 Jahre etf besparen und ganz lässig Zuverdienst zu der Rente haben, nur wer sagt, dass in 15 bis 20 Jahren die Depots immernoch grün sind…..was ist, wenn dann viele im roten Bereich verkaufen werden müssen. Was ist, wenn dann noch ne Steuer und noch ne Steuer kommt, ich zahl immernoch für irgendscheiss Sekt welchen ich ned sauf…..was ist wenn die grünen in zehn Jahren auf die Idee kommen etfs verursachen co2, so ein Schwachsinn mal wieder, aber im Prinzip kauft man etfs vor dem Rechner also …..

    es gab doch schon mehrmals die Stimmen Deutsche Politik will keine Aktionäre haben.

    dazu kommt, dass ein grossteil der amerikanischen Bevölkerung in ein paar Jahren auf die Etfs zurückgreifen werden, weil eben ein grossteil der Anerikaner bald in Rente geht…..(gabs letztens bezüglich etfs irgendwo zu lesen)

    Genau das blenden sehr viele aus. es ist wie immer 🙂 viele verlassen sich blind auf etwas mit dem Spruch “des wird scho”….

     

    mfg

     

  47. AvatarBruno

    @Nico Meier: Ja aber das grosse Geld machen die Fische indem sie sich mit dem Strom treiben lassen, wie z.B. von 2008 bis heute etc. etc. das ist meines Erachtens das Wichtigste. Ich bin auch ein Freund von antizyklischem Investieren, aber immer nur in eine Richtung und auch nur bevorzugt dann, wenn alle “spucken”. Wenn in einem Bullenmarkt einzelne “spucken”, bin ich sehr vorsichtig, dann hat es in der Regel berechtigte Gründe.

    Und bezüglich Pferde ich habe noch keine kotzen sehen, aber man hat schon welche kotzen sehen. Von wegen der Crash ist jetzt unausweichlich.

  48. AvatarNico Meier

    Die nächste Rezession wird kommen. Wenn wir Pech haben werden auch die Immopreise dann etwas nachgeben. Und genau in einer solchen Situation werden viele Immobesitzer bei den Banken Kapital nachschiessen müssen wenn sie mit zu wenig Eigenkapital gekauft oder zu wenig getilgt/amortisiert haben. Und dann mutten in der Krise die ETF verkaufen zu müssen um die Bank zu bedienen wird viele schmerzen.

    Ein Kumpel hat mich heute gefragt ob er bei seiner auslaufenden Festhypothek tilgen soll oder die 50’000 lieber in Aktien anlegen. Er hat mit nur 20% EK gekauft daher hab ich ihm geraten lieber zu tilgen.

  49. AvatarNico Meier

    @Bruno

    Mit einzelnen “gegen den Strom” Aktionen lässt sich immer mal gut was dazuverdienen. Ich betreibe im grossen und ganzen buy and hold. Versuche aber auch bei Einstiegen in Aktien Schwächephasen zu nutzen was natürlich nicht immer gelingt.

  50. AvatarBruno

    @ghost

    Natürlich hat ein ETF diverse Risiken, beispielsweise Liquiditätsrisiken, die worst case sogar extrem sein können wenn alle Market Maker ausfallen, und ja sie können auch stärker als der Index fallen in so einem Moment, und kaufen lohnt sich dann trotzdem nicht weil die Spreads explodieren können. Aber das sind für vernachlässigbare Risiken für einen langfristigen buy & hold Anleger, die Risiken treffen eher den Trader. Natürlich sollte man ein vernünftiges Moneymanagement betreiben, so dass man worst case in einer grossen Krise an Liquidität kommt, ohne Anteile zu sehr unvernünftigen Preis abzugeben. Aber ein passiver Indexfonds hat auch Risiken. Und das grösste Risiko ist immer noch das Marktrisiko, und das haben alle Anlageklassen. Indexfonds haben auch Vorteile z.B. für Schweizer Anleger, man zahlt keine Stempelsteuer. Nachteil, man kommt nur mit grösseren Beträgen günstig an Indexfonds. Dort sind ETF’s deutlich interessanter. Leerverkäufe auf Indexfonds sind auch nicht möglich.

    ABER in 99.9999% der Fälle funktioniert der effiziente Markt mit der selben Basis und grosse Arbitragemöglichkeiten findet man nicht mehr, die Maschinen erledigen das. Von daher sind diese Risiken langfristig irrelevant, kurzfristig tolerierbar.

  51. Avatarghost

    @Nico Meier

    stimmt.

     

     

    das geilste ist aber…..viele reden, also ich mein nicht nur das Forum hier und ich meine nicht jeden….

    aber viele geilen sich darauf auf……wie sie sich mit Finanzen auskennen und auch sonst mit dem Wissen nicht geizen….

     

    bei einigen Gesprächen kann man dann noch hören/ lesen:

    “vergiss nicht Murphys Gesetz, hahaha.”

    ” Ja genau Murphys Gesetz”

     

    So und bei dem Thema Etf gibt es dieses nicht, da gibt es kein Murphy und wenn es einen geben sollte, dann funktioniert es bei Etfs genau umgekehrt: Man macht Sparplan auf und 20 Jahre später ist man der King. So ungefähr oder :)? …. Kein Sritwärtsmarkt, keine Verluste, keine Notverkäufe, keine Krisen.

    nur haufen grüne Zahlen 🙂

     

    mfg

  52. KievKiev

    @ Bruno

    Das größte Liquiditätsrisiko hat wohl der SPY. Wenn man vergisst einen Limit Order aufzusetzen, kann es passieren dass man einen Cent zu viel bezahlt. Daher immer aufpassen. 😉

    Scherz beiseite. Bei ETFs wird doch auch angeraten auf das Volumen zu achten. Ich kaufe gerne auch einzelne Aktien. Hier muss man z.B. bei manchen Deutschen Werten mehr und den Spread achten. Der SDIV geht mir aber zugegebenermaßen auch auf die Nerven. Hier muss ich einen SP aufsetzen, da ich ihn nicht direkt kaufen darf. Hatte heute eigentlich vor SKT zu kaufen. Das gibt wohl nichts. Hatten leider ein paar Andere heute auch vor…

  53. AvatarBruno

    “Und genau in einer solchen Situation werden viele Immobesitzer bei den Banken Kapital nachschiessen müssen”

    Das Risiko ist gering, ausser es gibt neue harte Regulierungen die die Bank umsetzen MUSS, ansonsten will sie nur dass man brav seine Zinsen bezahlt. Das grösste Risiko wäre ein Konkurs, dann muss man (in einer Krisensituation) eine neue Finanzierung organisieren, und wenn man dann zu wenig Eigenkapital hat kann es schwierig werden.

    Bei uns stagniert der Immobilienmarkt seit gut 2 Jahren in vielen Regionen, in Deutschland wohl noch nicht im Gegenteil. Es gibt Gegenden die haben so viel Leerstand wie seit 10 Jahren nicht mehr, kein Wunder, es wurde gebaut wie blöde. Natürlich nicht in den Städten.

  54. AvatarBruno

    @Kiev ich habe von den 0.0001% gesprochen, dann ist gut möglich dass einige ETF’s nicht mehr handelbar sind, aber eben in so  einer Situation will man ja hoffentlich auch nicht verkaufen! Wenn ärgert man sich maximal, dass man nicht gut kaufen kann, aber eben das kann man als normaler Investor einfach mal ignorieren.

    Und wenn die ETFs tatsächlich mehr Volatilität bringen, mich freut das, das gibt bessere Chancen. Ich habe keine Angst vor Volatilität, wenn man sie mag und ihr entgegen geht und nicht davon läuft, kann man auch profitieren.

  55. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @ghost,

    versuche es doch einfach etwas rationaler.

    Nehmen wir mal einen großen Welt-ETF von iShares mit Market Cap von 5,315 Mrd. Davon ist laut iShares am Freitag Microsoft die am meisten gewichtete Einzelaktie mit 2,45%. Das heißt, ca. 130,2 Mio entfallen auf Microsoft. Also beim Kurs von ca. 137 USD sind das ungefähr 951 Mio MSFT Aktien.

    Wenn also der größte Posten dieses großen ETF an der Börse um 50% einbrechen würde, dann würde die ETF-Position nur noch 65,1 Mio betragen. Der ETF würde um 1,225% sinken. Jetzt stell Dir die Bedeutung von all den kleineren Positionen vor.

    Umgekehrt: wenn der ETF komplett aufgelöst würde, und alle 951 Tausend Aktien an einem einzigen Tag auf den Markt kippen würde?

    Microsoft hat ein tägliches durchschnittliches Handelsvolumen in Amerika von ca 24 Mio Aktien. Da würde die Aktie nicht mal einen Rülps machen wenn knapp 1 Mio mehr im Markt wären.

    Klar gibt es ein paar mehr Fonds/ETFs die alle Positionen halten, aber der Einfluss auf einzelne Werte wird meines Erachtens völlig überschätzt.

    Und aus dem Grund werden die Fonds ja gehalten. Einzelkatastrophen von Einzelwerten oder mehreren Einzelwerten werden klaglos verdaut, und andererseits bekommt man von Raketen natürlich auch nichts groß ab. Aber das will man eben so als ETF-Anleger.

    MS

  56. AvatarNico Meier

    @Bruno

    Mal angenommen jemand kauft Wohneigentum mit 20% EK und 80% Hypothek. Es kommt eine Krise die Immobilienpreise sinken um 20% dann ist das EK weg und die Bank ist gezwungen vom Eigentümer Nachschuss von EK zu verlangen. Andererseits verlangt die Bank plötzlich einen Nachschusd wenn die Tragbatkeit aufgrund Jobverlust nicht mehr gegeben ist. Viele Leute nähen auf Kante und sind sich nicht bewusst welche Risiken sie damit eingehen.

  57. AvatarBruno

    @Nico Meier Wie gesagt die Banken würden hier kulant agieren, sie schneiden sich ja sonst ins eigene Bein, solange die Zinsen fliessen. Die 10% hartes EK sind ja Selbstregulierung, an die sich auch heute nicht alle halten. Ein Thema könnte es bei einer Anschlussfinanzierung werden, aber wohl auch nur bei Kunden, die schlecht zahlen. Ausser vielleicht wenn die Bank Interesse am Objekt selbst hat. Es lohnt sich natürlich immer, genug Eigenkapital auf der hohen Kante zu haben um solchen Diskussionen schon gar nicht zu begegnen.

    Aber gerade in einer Immobilienkrise werden sich die Banken hüten, eine harte Linie zu fahren, sie würden sich ja selbst im Strudel mitziehen.

  58. Avatarghost

    @Mattoc

     

    richtig

    meine Charaktere sind twitch, switch, pfitsch quitsch, arnold, timo, sam, und chrissie bestimmt auch :)…..

     

    oje:) also wie vereint man Aktien Etfs und Pa zusammen :), geht das gut. ????

     

    ne es gibt nur mich ghost und mehr nicht.

    man man man ….es sind so einige hier die unter verschiedenen nicknames verschiedene Leute vermuten :)….

     

    oder ips iwie suchen oder oder ……..

     

    es gibt nur einen ghost…..naja bestimmt gibts viele Geister 🙂 achja die gibts ja in Wirklichleit ja garnicht, aber ghost gibts nur einen:)

    chrissie is ne nette 🙂 aber ghost ist sie bestimmt nicht 🙂

     

    mfg

  59. AvatarRudolf Rentier

    Hallo zusammen:

    Da mal wieder die ETFs vs. Einzelaktien durchgekaut werden, ein paar Gedanken dazu:

    Zunächst mal, so mancher Glaubenssatz der ETF-Gemeinde ist m.E. fragwürdig.

    Etwa geringeres Risiko, bei gleicher Renditechance.

    Ich darf dazu (hoffe ich) bespielhaft Lithium85 zitieren: “Das klingt so als würde der „Ertrag“ mit jeder weiteren Aktie sinken ?. Die zukünftig zu erwartende Rendite bleibt aber gleich (Marktdurchschnitt), jedoch sinkt das Risiko (free Lunch). ”

    Es gibt keinen Free Lunch. Die (statistisch) zukünftig zu erwartende Rendite (Marktrendite) ist nicht die vom Einzelanleger erwartete Rendite, sonst gäbe es gar keinen Handel.

    Statistisch habe ich 1,3 Kinder. Der Anleger ist ein Individuum, und er erwartet sich mit einer Einzelauswahl eine höhere Rendite (oder andere Vorteile wie niedrige Volatilität oder Cashflow).

    Die Frage ist bloß, ob er sie bekommt. Statistisch wahrscheinlich nicht, aber 1,3 Kinder… Wenn der Anleger bessere Entscheidungen trifft als die Masse, sich seine Rendite also zu Recht erwartet, dann ist die zu erwartende Rendite im Einzelfall eben nicht die Marktrendite.

    Es kann natürlich auch einfach ein schwerer Fall von Overconfidence-Bias sein. Schon klar. Nur finde ich es wenig sinnvoll, etwas gar nicht erst zu versuchen, nur weil irgendeine Statistik mir auf den ersten Blick schlechte Chancen voraussagt. Dieser Denkweise nach bräuchte es niemand mit Sport oder Kunst probieren, studieren bräuchte auch fast keiner, ein Geschäft eröffnen schon gar nicht etc…

    Ich möchte ja nicht behaupten, dass Effizienzmarkthypothese und Co. falsch sind. Aber sie sind auch nicht die ganze Wahrheit. Sie sind (wie jede Statistik, Theorie, Hypothese, Modell) nur eine Beschreibung der Wirklichkeit, nicht die Wirklichkeit selbst. Und sie alle zeigen uns nur einen Ausschnitt und eine Vereinfachung.

    Leider kursieren viele nicht logisch zwingende Schlüsse daraus, die zu einschränkenden Glaubenssätzen (Memen) mutiert sind. Ein Beispiel ist das geradezu religiöse Dogma, dass man den Markt nicht schlagen kann. Natürlich kann man.

    Es ist natürlich immer eine Frage der Definition und der Zeiträume. Herr Kommer sagt selbst, dass Märkte nur langfristig effizient sind, kurzfristig nicht. Seit Graham nichts Neues also.

    Kurzfristig sind sie angeblich immerhin informationseffizient. Mag zwar sein, spielt aber keine Rolle. Die Effizienz der Informationsverteilung ist das Eine, die Verwertung etwas ganz Anderes. Und selbstverständlich ist es möglich, auf gleicher Informationsgrundlage bessere Entscheidungen zu treffen als andere Leute, z.B. durch rationaleres Denken, wenn anderen die Emotionen durchgehen, oder durch mehr Erfahrung, Hintergrundwissen, Weltklugheit, whatever.

    Der Markt ist kurzfristig höchst ineffizient, psychlogiegetrieben, unlogisch und irrational. Genau das macht ihn ja langfristig so effizient, weil er ein selbstreferentielles, try-and-error basiertes Allokationssystem ist. Der Gegenentwurf zum freien Markt ist Bürokratie. Kurzfristig sind bürokratische Entscheidungen dem freien Kräftespiel oft weit überlegen.

    Tatsächlich ist es gar nicht schwer, gute Entscheidungen zu treffen. Das braucht weder Genialität noch Glaskugeln. Man sollte nur seine Emotionen entweder im Griff haben, oder im Einklang mit ihnen handeln.

    Die kurzfristige Irrationalität ist unberechenbar. Langfristig allokiert sich das Kapital eben dadurch immer sinnvoll. Das ist sehr wohl berechenbar, wenn auch natürlich nicht 100% vorhersagbar.  Es ist aber nicht so schwer sich seine eigene Zukunftsprognose auszutüfteln. Und der folgt man dann. Ja, das geht auch mal schief, aber das spielt keine Rolle. Man muss bloß das Geschrei ignorieren und selbst sinnvoll in die Zukunft denken können. Das hat mit Propheten und Glaskugeln nix zu tun, sondern mit Logik und Wahrscheinlichkeit. Fantasie und Weltklugheit sind aber ein wesentlich einfacherer (und natürlich gefährlicherer) Zugang.

    Ob es dann funktioniert, hat nichts mit der Unberechenbarkeit der Märkte oder der Überlegenheit von Indices zu tun.

    Denn es ist ja nun beileibe nicht so, als ob alle Indexanleger die Indexrendite herausbekommen würden. Man kann auch mit einem Indexinvestment den Index out- oder underperformen. Letzteres tun die meisten Indexanleger. Der Hund liegt also woanders begraben.

    Insofern spielt es auch nur eine sekundäre Rolle, ob meine Auswahl nun besser performt als der Gesamtmarkt. Wichtig ist auch, wann ich aufstocke, reduziere oder auch die Pferde wechsle.

    Aber da haben wir schon den nächsten Glaubenssatz: Markettiming funktioniert nicht.

    Wieder zuerst mal eine Frage der Definition. Und je nach dem, funktioniert es sehr wohl und sehr gut. Ein kluger ETF-Anleger wird stets, wenn es kräftig runtergeht, seinen Gürtel eng schnallen und mehr als die übliche Sparquote investieren. Voila.

    Bei Einzelunternehmen ist es genauso simpel: Wenn ein gutes Unternehmen übertrieben geprügelt wird, greift man zu. Das ist altbekannt und absolut keine Raketenwissenschaft. Und schon statistisch hat man damit recht: Alle naselang wird eine Branche oder ein Unternehmen geprügelt. Kommt fast immer wieder hoch. Wann geht es dauerhaft abwärts? Wenn es das falsche Messer, also ein schlechtes Unternehmen ist. Deutsche Bank z.B.  (Dann kann man, wenn man es kann und will, ich nicht, eine Turnaround Spekulation wagen.)

    Aber JNJ kaufen wenn der Kurs mal wieder durchhängt, weil man in Indien irgendeine Verunreinigung im Puder gefunden hat, herrje, das ist recht sicher. Vor kurzem gab es Activision Blizzard für 40 Dollar. Und wie war das nochmal mit dem Facebook Datenskandal? War das so schwer?

    Es ist ja eigentlich gar nicht schwer, bessere Entscheidungen als die Masse zu treffen, eben weil die Masse und damit die Börse kurzfristig zutiefst irrational ist. Und das ist für mich der mächtigste Vorteil der Einzelaktie gegenüber jedem Index: Mit z.B. 20 Einzelaktien kommen die Gelegenheiten für gute Entscheidungen um ein vielfaches öfter.

    Ja, die Risiken auch. Aber ich habe eben andere Meme. Ich bin überzeugt, dass es mir sehr wohl möglich ist, besser zu entscheiden als die angstgetriebene Herde. Egal also, was die Statistik über Privatanleger sagt, in meinem Fall ist die Chance deutlich größer als das Risiko, Punkt. Vielleicht ein bloßer Overconfidence-Bias, aber so lange es funktioniert, ist es nur folgerichtig, danach zu handeln. Eine theoretische Diskussion darüber kann ich sowieso nicht gewinnen, da kommt immer einer mit 1000 Affen um die Ecke, um zu beweisen, warum die Hummel nicht fliegen kann. Egal, so lange sie es in der Praxis tut.

    Um sozusagen mit Jeff Bezos zu sprechen: Deine Angst ist meine Chance.

    Und um RS77 zu zitieren: “Die größte Gefahr für das eigene Geld sind nicht Inflation, Krisen oder Pleiten, sondern ich als Anleger bin die größte Bedrohung.” Wie wahr.

    Das bedeutet umgekehrt aber eben auch, dass ich als Anleger die größte Chance für mein Geld bin.

    Habe ich als Anleger mich selbst unter Kontrolle, dann ist der Index die sicherere Variante. Sonst nicht. Und diese Sicherheit begrenzt eben Chancen wie Risiken gleichermaßen.

    Es ist nicht dumm, arrogant oder sonstwie ehrenrührig, anzunehmen, dass man besser sein kann als Marktdurchschnitt, wenn man durch langjährige Börsenerfahrung eine gewisse Selbstkontrolle erlangt hat. Die meisten Anleger haben sie einfach nicht, und aktive Fonds meist auch nicht, weil ihnen sonst ihre Anleger aufs Dach steigen.

    Denn was bitte hält einen davon ab, einfach ein zu tief geprügeltes Unternehmen zu kaufen? Oder eben einen tiefen Dip im Index. 2008 musste man beherzt zugreifen, und Februar 2016 und auch zuletzt im Dez. 2018. Leider hatte ich 2008 viel zu wenig Geld. Aber immerhin, ich habe damals bei 4.800 Punkten DAX-Zertifikate gekauft. Februar 2016 bin ich gehebelt auf Amazon, alphabet, priceline etc, Tech-Buden eben. Sogar ein Zertifikat auf Bitcoin hatte ich, gekauft bei 2000, verkauft 2017 bei 12. Das waren bombige Jahre 2016/17. Und zuletzt Dez 2018, da sitze ich noch zwischen den Jahren da und verkaufe Put-Optionen.

    Natürlich habe ich auch irrsinnig viele irrsinnige Fehler gemacht, ich habe ordentlich Lehrgeld bezahlt. Und das tue ich noch, immer und immer und immer wieder. Wäre ja schön, wenn es immer so toll klappt, dann wär ich der neue Buffett. So ist es leider nicht. Aber nicht zuletzt diese drei Gelegenheiten haben mein heutiges Depot hervorgebracht. Mit Indexrendite hätte das nur funktioniert, wenn man voraussetzt, dass ich sie von day-1 an erhalten hätte. Damals, als ich 18-Jähriger Trottel zur Sparkasse lief, um ein paar mir bekannte Unternehmen wie Cola, McDonalds und Henkel zu kaufen – und mit ganz tollen Medienfonds rauskam. Im Jahre 1999. Ein teures Learning: Der Idiot in der Bank hat weniger Ahnung als ein Teenager, aber dafür jede Menge kriminelle Energie.

    Schulden, Notenbanken, Crashs, Japan-Szenario… alles richtig. Trotzdem war langfristig betrachtet immer einfach zuzugreifen, wenn es ordentlich runter geht, nie wirklich verkehrt, oder? Und die Wahrscheinlichkeit, dass ein sauberer Trend erstmal weiter läuft, ist hoch, auch wenn man als Anleger oft denkt, die Börse hätte auf einen gewartet, um sofort nach dem Kauf einzuknicken.

    Was also steht uns wirklich ständig im Wege?

    Ich glaube – und es ist bloß ein persönlicher Glaubenssatz, keine “Wahrheit”, die ich verkünden will – dass viele Anleger einfach zu viel Angst haben. ETFs sind ein tolles Tool, ich besitze auch einen, aber ich vermute, dass viele (nicht alle) ETF-Anleger sich deshalb in die “Wissenschaft” (Statistik, Fama, Nobelpreis, Kommer, Effizienzmarkt)  flüchten, um sich eine Kontrollillusion zu schaffen. Die Angst treibt sie, und deshalb reagieren sie oft so aggressiv auf die “dummen” Einzelanleger, die selbst dann die “Wahrheit” nicht sehen wollen, wenn man es ihnen tausendmal erklärt. Und wehe einer sagt: Doch es geht. Jehova.

    Grundsätzlich kann jeder den Markt schlagen, nur eben nicht alle. Warum sollte man selbst nicht dazu in der Lage sein, nur weil es die Mehrheit nicht ist? Die ist auch nicht zu einem summa cum laude Examen in der Lage, allein schon, weil die Allermeisten gar kein entsprechendes Studium absolvieren. Dann gibt es viele, die aufgeben, das Fach wechseln, es gibt die Doofen, sorry, und die, die sich im Durchschnitt einrichten… Eine Herausforderung ist es zweifellos, aber so unmöglich, wie es scheint, ist es nicht.

    Wer sich nicht zutraut, den Markt zu schlagen oder einfach den Aufwand nicht haben will, wem die Sicherheit eines ETF ( geht nie pleite) hilft, seinen Stiefel durchzuziehen, der wird glücklich mit ETFs. Wer es nicht schafft, seinen Stiefel durchzuziehen, der fällt natürlich auch mit ETFs auf die Schnauze. Und wer es sowieso schafft, seinen Stiefel durchzuziehen, der braucht eben nicht unbedingt ETFs.

     

     

    Und lieber Benedikt:

    Gratulation, aber eine Anmerkung: Nicht alles, was man nicht versteht oder was für einen selbst nicht funktioniert, ist Schmarrn. Optionen jedenfalls sind es nicht. Sie sind ein Tool. Nicht mehr, nicht weniger.

     

     

  60. AvatarRon

    Alles schön und gut und jeder kann sein Geld anlegen wie er möchte aber wer braucht 5 ETFs?

    Ich würde auf 1 oder 2 runter gehen und welche das sind dürfte mittlerweile jeder wissen.

     

     

     

  61. AvatarNico Meier

    @Ron

    Mehr als zwei ETF kann diverse Gründe haben zum Beispiel eine höhere Gewichtung eines Themas wie Wasser oder Robotik. Oder man möchte eine Region oder ein Land übergewichten.
    Jemand will neben Aktien auch noch einen Anleihen oder Gold oder Rohstoff ETF.
    Jeder muss selber wissem was er macht und jeder muss damit umgehen auch die Konsequenzen seines Handelns zu tragen.

  62. AvatarRüdiger

    Ich bin überzeugt, dass es mir sehr wohl möglich ist, besser zu entscheiden als die angstgetriebene Herde. Egal also, was die Statistik über Privatanleger sagt, in meinem Fall ist die Chance deutlich größer als das Risiko, Punkt.

     

    Ist doch wunderbar. Dann mach es so, Punkt.

  63. AvatarHerr K

    @Rudolf Rentier

     

    Nun täte es gut, zu wissen, wie es um Deine “Performance” gegenüber dem MSCI-World Index steht.

  64. AvatarNico Meier

    Ich glaube viele Herdentiere performen unter dem Durchschnitt weil sie eben der Herde folgen. Es reicht nicht einen ETF zu kaufen man muss auch die Nerven besitzen ihn zu halten auch wenn er 30% oder 50% im Minus steht und dann den Mut weiter zuzukaufen auch wenn die Kurse weiter sinken. Da habe ich bei vielen Bedenken.

  65. AvatarRüdiger

    Ich glaube viele Herdentiere performen unter dem Durchschnitt weil sie eben der Herde folgen.

    Das ist der Vorteil der ganz faulen (oder ignoranten?) Viecher. Die lassen ihren ETF-Sparplan auf Autopilot, kümmern sich um gar nichts und liegen ganz entspannt auf der faulen Haut. Denen ist es Wurscht, wo die Herde umherirrt 😉

  66. AvatarRS77

    Sehr spannende Diskussion hier. Ich möchte noch einen kleinen Denkanstoß geben: Ist eine Überrendite gegenüber einem Index/ETF durch den Kauf einzelner Aktien möglich? Ja! Aber nicht in dem man 100 verschiedene einzelne Aktien kauft. Mit jeder zusätzlichen Aktie nähert sich die Rendite des eigenen Depots der Marktrendite an. Warren Buffett hat mal gesagt, dass er in seinem ganzen Leben vielleicht ein Dutzend Menschen getroffen hat, von denen er eine Überrendite erwarten würde. Charly Munger hat mal gesagt, er würde es hassen ein Portfolio mit 100 Aktien zu managen. Das sind keine wörtlichen Zitate, da ich sie nur aus der Erinnerung wiedergebe. Aber was ich von beiden gelernt habe:

    1. Es ist sehr schwer eine wirklich relevante Überrendite langfristig zu erzielen.

    2. Die besten Investoren der Vergangenheit haben Überrenditen erzielt, in dem sie auf wenige Aktien gesetzt haben.

    3. Dafür muss man diese Unternehmen aber sehr gut kennen und wissen, was man tut. Das ist keine Aufgabe, die man so nebenbei bewältigt.

     

    Beispiele gewünscht:

    Porsche Automobil Holding: KGV von 4,0. VW als größte Beteiligung ist Weltmarktführer. Aktie scheint billig. Aber wie gut kann ich die zukünftige Entwicklung des Automobilmarkts einschätzen? Wird VW auch in 20 Jahren oder 50 Jahren die derzeitige Position haben? Wie werden sich die Gewinne entwickeln? Hat VW einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz? Ist die Geschäftsentwicklung gut prognostizierbar?

    Bayer: KGV von 8. Weltmarktführer. Jede Menge Klagen. Ok. Hat VW auch. Bayer wird daran nicht zugrunde gehen. Wichtiger ist: Wird Bayer in 20 oder 50 Jahren noch existieren. Wie groß ist der Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz? Hat Bayer Produkte, die in 20 oder 50 Jahren überhaupt noch Relevanz haben? Glaube ich das prognostizieren zu können?

    Coca Cola, Nestle, Ferrero, Lindt: Weltmarktführer. Aber bei Betrachtung des KGV eher über 20 und damit nicht gerade günstig. Ferrero kann man gar nicht als Aktie kaufen, da Familienunternehmen. Wie gut ist das Geschäft dieser Unternehmen prognostizierbar?

    Vielen Fragen, wenige Antworten von mir. Aber solche Fragen muss man sehr sicher beantworten können, wenn man 25% seines Vermögens auf eine Aktie setzt, wie es Buffett oder Munger getan haben.

    Mein Ratschlag an den durchschnittlichen Bürger: MSCI World ETF vom Marktführer ishares regelmäßig besparen, über Jahrzehnte, keine Zeitung lesen, keine Nachrichten schauen, auf keine Experten hören, einfach das Leben genießen und darauf setzen, dass sich die Weltwirtschaft langfristig positiv entwickeln wird. Und nicht glauben oder versuchen besonders schlau zu sein.

     

  67. Avatarghost

    naja….. wenn man der Herde folgt erzielt man die Rendite der Herde also des Marktes.

    Somit ist man immer gleich auf mit dem Markt.

    das mit Japan ist ein dummes Beispiel ich weiss aber wenn der gesamte Markt nur halb so schlecht sich entwickelt wie der japanische Markt erzielt man eine negative Rendite. Angenommen in 10 Jahren entwickelt sich der “Weltmarkt: nennen wir es der Einfachheit halber msci world, seitwärts und über die nächsten 10 Jahre, jährlich mit Minus zwei Prozent, ab dem 20 Jahr dann stets Minus 1 Prozent.  es gibt schwarz sowie es weiss gibt. ying und yang. also gibt es auch die positive wie die negative Marktentwicklung. Somit steht dann ein Lässiger Etfanleger nach einer Sparzeit von 20 Jahrem vor seinem Vermögen, wo er am Anfang plante 3,5% dann jährlich zu entnehmen. Aber der Markt entwickelte sich schon seit 10 Jahren negativ, somit sind da nix grüne Zahlen sondern eher rote und der lässige Etfanleger entnimmt noch zusätzlich die 3,5% jährlich….. wie fühlt man dich nach 20 Jahren wenn der grossartige Plan nicht aufgeht….

    Das ist natürlich alles Unsinn, Markteffizients und die anderen Theorien sind grossartig und alle die jetzt mit Etfs sparen werden eine tolle positive Rendite erzielen, weil sie eben cool und lässig Geld anlegen.

    Man muss schon eine Maschine sein um vorher nicht verkauft zu haben…. aber es gibt den bekannten Spruch: ” was soll man machen, es ist eben so”

    wie gesagt ich rede etfs nicht schlecht ich rede die blauäugigkeit schlecht….

    und dividendenaktien richtig manche gehen drauf, ge und co und sie kürzen auch dividende nur eben sie erhollen sich wieder und dann zahlen sie wieder dividende. und als beispiel thera etfs zeigen nur im depot zahlen an, im moment grüne…..

    und das bleibt so wir sind ab heute etf anleger und alles wird gut und wunderbar. mein etf vermögen wird sich in 20 jahren verxfachen.

     

    es ist so weil herr  x und herr y es so sagen.

     

    mfg

  68. AvatarChris

    Von toten Fischen…

    Eine Weisheit der Dakota-Indianer lautet: Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.

    Ein ETF erledigt diese Arbeit ganz von alleine, er steigt von den toten Pferden ab, die guten kräftigen Pferde trainiert er weiter, und sie pflanzen sich entsprechend auch fort, die Herde wächst.

    Entweder verstehe ich den Kommentar, oder ETF grundsätzlich nicht. ETF machen doch eben gar nichts, sie bilden den Index ab. Wenn in dem Index 500 tote Pferde sind, wird der ETF ihn trotzdem weiter abbilden?!  Kein ETF hat Thyssen aus dem Dax gekippt und der ETF muss darauf hoffen, dass die gesunden Pferde den Index darstellen. Das machen sie in der Regel, aber der ETF erledigt gar nix. Darum heisst es doch “passives Investieren” oder bin ich jetzt vollkommen falsch?

    Zum Thema Öffentlichkeit: Wahrscheinlich sind alle irgendwie bei Google oder Facebook, also hört doch auf mit der Illusion von Datenschutz. Und dass man bei Xing gefunden wird ist wohl systemisch so gewollt… oder nicht? Genau wie man möchte, dass der eigene Blog oder die Website gefunden und gelesen wird, oder auch das eher nicht? Wie viel ein Logistiker bei der DB verdient könnte man wohl auch ohne den Artikel noch relativ leicht herausfinden, also immer locker. Da sind ja schon manche schräge Aussagen dabei.

    Zum eigentlichen Inhalt: Respekt für den frühen und konsequenten Start und weiterhin alles Gute!

  69. AvatarLithium85

    @Chris

    Ein nach Marktkapitalisierung gewichteter ETF sortiert Firmen nach ihrem Wert. Steigt eine Firma im Wert werden mehr Aktien dieser Firma im ETF angespammelt. Crasht eine Firma, wird sie “aussortiert” bzw der Anteil reduziert. Es ist beinahe eine Momentum Strategie. Eigentlich ganz einfach.

  70. AvatarThomasH

    Wenn ThyssenKrupp als totes Pferd aus dem DAX fliegt, dann fliegt er automatisch auch aus einem ETF, der den DAX abbildet. Ich muss selbst nicht aktiv werden, um von toten Pferden abzusteigen.

    Was daran so schwer zu verstehen?

    Das Pferd muss halt so tot sein, dass es aus dem Index fällt, die halbtoten werden weiter geritten.

  71. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Chris,

    ich verstehe nun Dich wieder nicht. Natürlich erledigen die ETFs etwas. Die DAX-ETFs müssen nun z.B. ihre Thyssenkrupp Aktien alle verkaufen und dafür MTU kaufen, damit der DAX wieder richtig im ETF dargestellt wird.

    Was soll denn sonst die Aufgabe des ETF sein? Den Index stellen die zusammen, die ihn nach den Kriterien eben zusammenstellen. Die ETFs kaufen und verkaufen das, was im Index ist.

    Die “toten Pferde” werden von den Indexermittlern rausgeschmissen, somit hat der ETF durch die Vorgaben immer nur die ermittelten “würdigen Gäule” im ETF.

    Sodele, ich starte jetzt paar Tage nach Freiburg, die nächsten sonnigen Tage nutzen. Werde wohl sehr sparsam online sein, mal schauen.

    Gute Zeit.

    MS

  72. AvatarBenedikt Stafflinger

    @Rudolf Rentier: Danke für deinen ausführlichen Kommentar. Ich stimme dir da auch zu 100% zu. Zu deiner Anmerkung mit dem Schmarrn: Das war auf mich bezogen und nicht auf die Produkte. Daytrading kann funktionieren, wenn man weiß, was man tut. Ich wusste es nicht. Optionen können wunderbar funktionieren (siehe Jens Rabe!) – ich habe damals aber so komische “Wo steht der Kurs in einer Stunde”-Optionen gewettet. Und ich habe extra gewettet gesagt, das war nunmal nix anderes als unseriöses Glückspiel. Habe es eben nochmal gegooglet – ich war damals auf anyoption angemeldet! Nie wieder!! Also bitte nicht falsch verstehen, die Produkte können super sein, was mein naives ich damals gemacht hat, das war Schmarrn! 🙂

    @Chris: Ja du hast schon recht. Ich hätte da vielleicht nicht so viel raushauen sollen. Danke noch für deine netten Worte zum Schluss.

  73. AvatarChris

    Die „toten Pferde“ werden von den Indexermittlern rausgeschmissen, somit hat der ETF durch die Vorgaben immer nur die ermittelten „würdigen Gäule“ im ETF.

    Genau, der ETF macht NICHTS – gar nichts, ausser den Index abbilden, der eben nicht von einem ETF zusammengestellt wird. Ich verstehe auch nicht, was daran so schwer zu verstehen ist. Der ETF hat wahrscheinlich Verlust mit Thyssen eingefahren, weil er eben auch die toten Pferde kaufen und verkaufen muss. Er macht nichts selbstständig, denn würde er selbstständig Aktien auswählen, wäre es kein ETF mehr.

  74. AvatarDaniel

    wie ist das jetzt mit etfs, jeder kennt sie (naja immer mehr so langsam) und jeder ist davon überzeugt, wieviele von den etfkäufern werden in roten Zahlen wenn es hart auf hart kommt nicht verkaufen? 15% und das ist vermutlich sehr freundlich geschätzt. Folglich werden Leute etfs verkaufen und das zieht Aktien runter und das Ganze wirkt sich mit grosser  Wahrscheinlichkeit auch aus ausserhalb der Börse. und ja im Moment ist wahrscheinlich in etfs unter 10% des gesamten Geldes, welches angelegt ist.

    Spielen wir das Gedankenexperiment doch mal durch und tun so als ob es Fonds und ETF nicht gäbe. Wäre dann ein Unterschied vorhanden? Vielleicht würden noch weniger Menschen am Aktienmarkt sein aber der Rest würde genauso im Herdentrieb anfangen die Aktien aufzukaufen die im Gespräch sind und en vogue. Es würde ja kein 0815 Anleger anfangen in Firmen zu investieren dessen Namen er noch nie gehört hat sondern das, was grade “der Nachbar” hat. So geschehen bei der Telekom Aktie. Und genauso würde dann irrational verkauft. Die Volatilität wäre vermutlich sogar noch signifikant höher, weil der Durchschnittsanleger unter Home-Bias und mangelnder Aktiendiversifikation leidet.

     

    worauf will ich nun hinaus, es wird überall gelabbert 15 bis 20 Jahre etf besparen und ganz lässig Zuverdienst zu der Rente haben, nur wer sagt, dass in 15 bis 20 Jahren die Depots immernoch grün sind…..was ist, wenn dann viele im roten Bereich verkaufen werden müssen.

    Die Gefahr besteht natürlich immer, aber ist das ein Systemrisiko des ETF? Also mit Girokonten habe ich definitiv in 20 Jahren weniger im Geldsack. Mit Staatsanleihen Investment-Grade vermutlich auch. Mit Edelmetallen vermutlich plus minus null. Marktkorrekturen wird es immer geben. Ich glaube aber, dass bei einem ETF den man hält und der nach z.B. Kapitalisierung die Verlierer stets rauswirft und neue Gewinner hinzunimmt größere Chancen als Privatanleger hat am Ende mit Plus herauszugehen als ein Durchschnittsdepotbesitzer in Deutschland der seine 5 Dax Werte im Depot hat, der merkt dass in der Krise das Depot um 50% abrutuscht, alles verkauft und danach nicht weiss was er neu holen soll, sofern er es überhaupt tut. Da ist es einfacher zu sagen, im Krisenfall mache ich die Augen zu, halte evtl. die Finger komplett still und lass den Mechanismus die Arbeit machen. Und wenn am Ende die Indexzusammensetzung komplett auf dem Kopf gestellt wird, mag mir das auch egal sein. Das das hier einzelne Stock-Picker nicht nachvollziehen können ist verständlich, denn hier ist das Finanzwissen überproportional vorhanden und vermutlich wird rationaler gehandelt als es der breite Rest tut.

    Was ist, wenn dann noch ne Steuer und noch ne Steuer kommt, ich zahl immernoch für irgendscheiss Sekt welchen ich ned sauf…..was ist wenn die grünen in zehn Jahren auf die Idee kommen etfs verursachen co2, so ein Schwachsinn mal wieder, aber im Prinzip kauft man etfs vor dem Rechner also …..

    Ich habe aufgehört mir Gedanken um ungelegte Eier zu machen. Ich kann es eh nicht ändern und die Steuergesetze werden sich bis zu meiner Rente in 35 Jahren eh noch 10x ändern. Mein Ziel ist immer im Status Quo gut durchzukommen. Das kann auch jedes Finanzprodukt treffen. Und das schöne am Depot ist ja, dass ich nicht starr bin sondern es in einem Tag komplett umstellen kann wenn es neue Konstellationen gibt die besser sind.

  75. AvatarAndrea

    Benedikt, steuerlich wird das mit den Air Liquide Aktien so gemacht, dass der Einstandspreis sinkt.

  76. Avatarsammy

    @Mattoc

    Glaub mir so dümmlich wie Ghost schreibt erkennt man diesen sofort. Chrissie ist definitiv jemand anderes.

  77. Avatarghost

     

    @Daniel

     

    was ist, wenn dann viele im roten Bereich verkaufen werden müssen.

    Die Gefahr besteht natürlich immer, aber ist das ein Systemrisiko des ETF.

     

    danke, es geht nur darum, dass viele eben diese Gefahr nicht sehen, dass es sein kann dass später eben das Depot rot ist.

     

     

    @sammy

    was soll ich dir sagen/ schreiben…..paranoid bist du bestimmt, da du meintest ich wäre twitsch oder wie der Kunde heisst.

    Leute beleidigen kannst du auch.

     

    was bleibt dann noch übrig von dir ….nichts…..einfach nichts……

     

    mfg

  78. AvatarBenedikt Stafflinger

    @Andrea: Ah ok. Danke für die Info. Ich fand es damals auch immer richtig cool, als ich noch bei den Shell-Aktien die Bonusaktien, anstatt der Dividende wählen konnte. Aber auch im Fall von Air Liquide ist das schon echt ne schöne Sache 🙂

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