Dumm und dümmer: US-Ehepaar gewann 2016 halbe Million Dollar in Lotterie. Sie sind pleite und brechen in Häuser ein


New York, 4. September 2019
Stephanie Harvell und Mitchell T. Arnswald gewannen 500,000 Dollar in der Michigan Lotterie im Jahr 2016. Sie sind jetzt im Knast, weil sie auf Einbruchstour gingen. Das wirft ihnen zumindest die Polizei und Staatsanwaltschaft vor. Foto: Michigan Lottery Bureau.

Es gibt wirklich doofe Menschen. Ein Ehepaar aus Michigan gewann im Jahr 2016 flotte 500.000 Dollar mit einem Lotterie-Rubbellos. Sie sagten damals, dass sie ihr Leben ändern wollten. Sie lebten damals von Gehalt zu Gehalt. Es blieb am Ende des Monats nichts übrig. Mehr noch: Sie hatten Geldprobleme.

Das Ehepaar, Stephanie Harvell (28) und Mitchell Arnswald, wurden nun am Wochenende wegen einer Reihe von Einbrüchen verhaftet. Die Polizei fand heraus, dass sie in den letzten zwei Monaten, häufig tagsüber, in mehrere Häuser in der Region Bay County eingebrochen sind. Kann eine Drogensucht der Grund sein? Das ist ihr Facebook-Profil, das ist seins.

Die Hausbesitzer waren bei der Arbeit. 2016 sagten die Glückspilze: “Wir arbeiten beide sehr hart und es ist schwierig, unsere Familie zu unterstützen. Wir haben kürzlich ein Auto verloren.” Harvell sagte, sie und ihr Ehemann planten, mit dem neuen Geld ein Haus und ein Auto zu kaufen und für die Ausbildung ihrer beiden Töchter zu sparen.

Aber sie haben es nicht geschafft. Ich gebe zu: Das Leben ist zum Kotzen für jeden, der keine innere Zufriedenheit findet. Warum Menschen unzufrieden sind, kann viele Ursachen haben. Es muss nicht an der Arbeit oder am Geld liegen. Da der menschliche Zustand so ist, wie er ist, gibt es eine Menge Probleme, die man meiden sollte. Dazu gehören Einbrüche. Alles, was illegal ist, solltest du nicht machen, was logisch ist. Außerdem machst du um Drogen, Alkohol im Übermass… einen weiten Bogen. Das ist einfach nur weise, den Mist nicht zu machen. Vermeidest du die größten Dummheiten der anderen, hast du einen großen Fortschritt gemacht.

Ein Grundproblem, was viele haben, ist der übermässige Konsum. Das führt in die Unzufriedenheit. Es geht mit Geldproblemen einher.

Wer genügsam ist, kauft weniger Zeug. Wer sparsam ist, heizt sein Zuhause nicht volle Kanne im Winter auf. Es werden nur Dinge im Haushalt ersetzt, die wirklich benötigt werden. Es geht um Optimieren von Leben, Zeit, Energie.

Du gehst nicht jeden Tag in den Supermarkt. Nur dann, wenn du nicht genug zu Essen zuhause hast, um eine nahrhafte Mahlzeit zuzubereiten. In den Schränken, Kühlschrank, Gefrierschrank steckt einiges an Vorräten – in den meisten Haushalten. Das kann Wochen reichen, bevor du wieder einkaufen musst. Die Deutschen werfen jedes Jahr 85 Kilogramm Lebensmittel weg. Das muss nicht sein.


tim schaefer (Author)

drucken


thoughts on “Dumm und dümmer: US-Ehepaar gewann 2016 halbe Million Dollar in Lotterie. Sie sind pleite und brechen in Häuser ein

  1. AvatarWhirlwind

    Je mehr Geld man plötzlich zur Verfügung hat, desto notwendiger ist es meiner Meinung nach die eigene finanzielle Bildung zu verbessern. Sonst ist das Geld genauso schnell wieder weg, wie es kam. Vielleicht sollten die Lotterie-Gesellschaften einen Auszahlplan anbieten und das Geld gestaffelt, ggf. sogar mit Steigerung, auszahlen. Dann kann sich der Gewinner allmählich an den neuen Reichtum gewöhnen und steht am Ende nicht vielleicht sogar als eigentlicher Verlierer da.
     
    @Church & Dwight: An einigen Stellen war hier mal die CHD-Aktie im Gespräch. Ich habe mir nun endlich mal die Zeit genommen und mir das Unternehmen genauer angeschaut. Wirklich spannend. Verglichen mit P&G, Unilever und Co. ist das Wachstum hervorragend. Auch finanziell steht das Unternehmen solide da. Allerdings weiß das auch der breite Markt, weswegen das Unternehmen zurzeit je nach Modell bis zu 30 – 40 % überbewertet ist. Aber auf der Watchlist steht die Aktie auf jeden Fall!
     
    Wünsche einen angenehmen Vor-Freitag. 😉
    Viele Grüße,
    whirlwind.

  2. JosefJosef

    Ich hätte den ganzen Gewinn in Aktien investiert, hätte danach die jährliche Dividende reinvestiert.
    Niemanden was vom Gewinn erzählt. Da ich aber kein Lotto mehr spiele kann dies bei mir nicht mehr so oft passieren 🙂
     

  3. AvatarJames

    @Tim: Plötzlicher Reichtum schadet den Menschen meistens und sie sind dann völlig überfordert mit dem Geld und meinen, dass Sie nun alles mögliche sofort benötigen (Luxusauto, Villa, Schick essen gehen etc.).  Ich finde das für die beiden traurig, den 500k können das Leben aus dem nichts deutlich vereinfachen, sofern man es nicht komplett falsch macht!

    @Whirlwind:
    Keine Frage CHD ist ein wahres Traumunternehmen! Ich selbst habe CHD im Depot und bin rund 80% im Plus, leider habe ich damals zu um die 40€ zu wenig Stücke ins Depot gelegt, aber Spaß habe ich dennoch damit.
    Anbei zwei “Analysen” zu CHD von 2016 die ich sehr gut finde und mich auch bestärkt haben zu kaufen.
    https://stefansboersenblog.com/2016/10/08/church-dwight-procter-gamble-colgate-unilever/
    https://stefansboersenblog.com/2016/04/20/church-dwight-procter-gamble/
    Derzeit finde ich CHD jedoch zu teuer für einen Einstieg, da gibt es preiswertere Unternehmen aktuell.
     
     

  4. AvatarDividenden Sammler

    Für wie wahrscheinlich haltet ihr es das church &Dwight bzw. Procter&Gamble in naher Zukunft einen Aktiensplit durchführen werden. 
    Wer doch an der Zeit, dann hätte ich nämlich mehr Anteile im Depot.

  5. AvatarThorsten

    Innere Unzufriedenheit lässt auch so manchen Auswanderer verzweifeln. Alles bleibt zurück, die Probleme reisen mit. Wer in der Heimat nicht ansatzweise zufrieden und erfolgreich war wird es in der Neuen vermutlich auch nicht.
    Der Mensch ändert sich nicht durch mehr Geld oder ein anderes Land, er hat nur andere Möglichkeiten, gute und schlechte Eigenschaften zeigen sich vielleicht deutlicher.
    Alle Sprüche, die mit “wenn ich erst …hätte, wäre…” sind Ausreden, man kann jeden Tag , Woche, Monat einen kleinen Schritt tun.
     
     
     

  6. AvatarJames

    @Dividenden Sammler: Ich verstehe die Intuition deiner Überlegung eines Splits nicht! Es ist doch völlig egal ob du eine Aktie zu 100€ oder 2 Aktien zu je 50€ in dem Depot hast. Ein Split verbilligt das Unternehmen nur optisch, dein Anteil am Unternehmen bleibt gleich.

  7. KievKiev

    Falls die Ausgaben im Mittel höher als die Einnahmen sind muss man seinen Lebensstil grundsätzlich überdenken. Daran ändert auch ein Lottogewinn oder eine Schenkung nichts.
    Bei einem Lottogewinn oder einer Erbschaft usw. würde ich jedem empfehlen nichts zu verändern. Erst einmal sollte man sich klar darüber werden was man überhaupt verändern möchte, falls es jetzt möglich ist. Und dann langsam die Veränderungen einführen. Ein Job ist schnell gekündigt. Ein neuer mit ähnlichen Rahmenbedingungen vielleicht nicht immer schnell wieder gefunden.
    @ Tim
    Ich habe gerade wieder für Dich bei Comdirect gestimmt. Deine fast tägliche Arbeit muss belohnt werden. Ich hätte gerne auch dem jüngeren Frugalisten Oliver eine Stimme gegeben. Die Entnahmereihe würde ich gerne würdigen.

  8. AvatarRüdiger

    @Kiev: Gut, dass du Oliver hier erwähnst. Seine Reihe “Entnahmestrategien” halte ich definitiv für lesenswert!

  9. AvatarThorsten

    @Kiev die sogenannten Entnahmemodelle stoßen bei mir eher negativ auf, es ist für mich wie das Aufgeben vor dem Ziel oder das zu frühe Eingestehen oder Einplanen zu wenig Kapital ansammeln zu können. Da gibt es für mich eher einen Daumen runter. Diese Modelle sollten nur in Erwägung gezogen werden, wenn man soweit ist und nicht von allen Einnahmen einschließlich Renten leben kann – oder bewusst mit Kapitalverzehr einen erhöhten Lebensstandard führen möchte und nichts vererben will.

  10. AvatarPantoni

    @alll
    Hallo Zusammen,
    ich habe mal ein Frage in die Runde. Besonders auch an die finanziell Freien bzw. diejenigen, die in Rente sind. 
    Wie habt ihr die Finanzen für die Zeit nach dem Arbeitsleben geplant? Habt ihr überhaupt die Finanzen z.B. 20 Jahre vorher durchgeplant? Welche Überlegungen habt ihr angestellt und was besonders berücksichtigt? 
    Vielen Dank schon mal vorab.
    @Tim: Danke dir für deine tägliche Mühe! Ich lese jeden Tag und auch aus den Kommentaren kann ich viel mitnehmen.
     

  11. AvatarStefan

    Ich finde das verlinken der Facebook Profile als unnötiges öffentliches an den Pranger Stellen. Natürlich ist diese Anekdote als Warnung zu verstehen und einen Lebensstil zu führen der passend zu seinen Möglichkeiten ist, aber für das Beispiel ist es nicht nötig auf deren Facebook seiten zu verlinken.
     
    Trotzdem bedanke ich mich für die motivierenden und guten Beiträge deines Blogs!

  12. KievKiev

    @ Thorsten
    Die Serie finde ich gut um sich einen Überblick zu verschaffen. Unter Entnahme verstehe ich, was vom Broker zurück aufs Konto wandert. Ich habe nicht vor überhaupt Geld in welcher Form auch immer zu entnehmen. Es ist aber schön, dass ich es könnte. Die Mieteinnahmen sollten bei mir bereits ausreichen. Ganz ohne Entnahme käme ich dann auch nicht aus 😉
    Da ich aber in Teilzeit weiter arbeiten werde, ist eine Entnahme generell nicht notwendig. Das wäre sie auch nicht, wenn ich gar nicht arbeiten würde. Meine Frau wird auch weiter arbeiten. Wir werden dann beide 32h / Woche arbeiten. So stelle ich mir die Arbeit sehr entspannt vor und ich werde vermutlich um die 40-50 Tage Urlaub haben, da ich vermutlich dynamisch arbeiten kann. So kann ich bei Engpässen auch eine 5 Tagewoche durchführen und gewinne dadurch entsprechend Zeit.

  13. AvatarWohnung mit Domblick

    Olivers Entnahmereihe will ich auch noch durchgehen. Ich muss nichts vererben. Es ist ein Zubrot, meine Rentenvorsorge steckt ja schon im Eigenheim.
    Es ist ja das typische Bild des Lottogewinners, der nach ein paar Jahren pleite ist. Wer vorher schon mit wenig Geld nicht umgehen konnte, kann es mit viel Geld selten besser. Hier wird es staatlicherseits keine beratende Unterstützung geben. Man soll ja konsumieren und schnell wieder ins Hamsterrad zurückkehren, mal spitz formuliert. Und Bankberater, ach reden wir von was schönerem 🙂
    Irgendwann bin ich mal über den Satz gestolpert: Wenn Du Dich nicht um Dein Geld kümmerst, machen es Andere. Unter anderem deswegen lese ich hier mit.

  14. AvatarWolke

    @Pantoni
    Du mußt heute zwei Standbeine im Alter haben: Rente und „Eigenkapital“.
    Zu früh die Arbeit beenden ist hochriskant, da Du dann keine Rente hast. Reines Aktiensparen fürs Alter ist nur sinnvoll, wenn Du sehr, sehr früh beginnst. Zeithorizonte unter zwanzig Jahren sind in meinen Augen für Aktieninvestments spekulativ. Du kannst locker zwanzig Jahre im Minus sein. Mit den Traumrenditen der letzten zehn Jahre darfst Du in Zukunft nicht rechnen, wie die Börsengeschichte beweist. Viele Finanzblogs erzählen Dir was anderes, klar, sie sind auch erst in den letzten zehn Jahren entstanden und kennen folglich nur die Richtung nach oben. Meine Meinung.

  15. AvatarDividenden Sammler

    @James
    Es stimmt was du sagst, jedoch bin ich der Meinung das ein optisch günstiger Kurs mehr Käufer findet, denn ab gewissen Kursständen werden Käufer vorsichtiger. Zudem sind Wertschöpfung am annahmen wie ein Split langfristig Wertsteigernd.
    Das ist natürlich nur meine bescheidene Sichtweise.
    Mir gefallen nunmal Splits, siehe auch Puma.

  16. AvatarWhirlwind

    @James: Vielen Dank für die Links zu den Analyse. Werde ich mir gleich mal anschauen. 🙂 Sind allerdings schon von 2016. Aber die Grundaussage wird nach wie vor noch passen, denke ich. Meine aktuellen Analysen zu Church & Dwight sind hier zu finden:
     
    https://www.whirlwind-investing.com/church-dwight-analyse-2019-09-04/
     
    @Lottogewinn: Mich begeistert folgender Gedanke… Heute 300 € gespart, bringt mir lebenslang 1 € pro Monat (bei mittlerer DivR von 4 %).
    D.h. bei 500 k€ entspricht dies 1.666 € pro Monat. Das ist schon ein anständiges Zusatzeinkommen, was nicht mal jeder in Deutschland in seinem Hauptjob brutto verdient.
    Von daher schade, dass manche diese Möglichkeit über einen Gewinn wieder verspielen. :-/
     
    Viele Grüße,
    whirlwind.

  17. AvatarRüdiger

    D.h. bei 500 k€ entspricht dies 1.666 € pro Monat. Das ist schon ein anständiges Zusatzeinkommen, was nicht mal jeder in Deutschland in seinem Hauptjob brutto verdient.Von daher schade, dass manche diese Möglichkeit über einen Gewinn wieder verspielen.
     
    Passiert leider nicht nur bei Lottogewinnen. Es gibt auch genug Witwen, denen die üppige Lebensversicherung ihres verstorbenen Mannes in Windeseile durch die Finger rinnt …

  18. AvatarDanielKA

    teilweise muss je nach Bundesstaat eine Steuer auf den Gewinn entrichtet werden, dann gehe ich davon aus, dass das Paar bereits Schulden hatte und die familiären Verhältnisse kennt man nicht, also am Ende eine deutliche kleinere Summe zur Verfügung stand, welche auch noch sofort verballert wurde. Gerade bei Drogensüchtigen ist so ein Gewinn fatal.
    “a fool and his money will soon be parted”
     

  19. Avatar42sucht21

    @Dividenden Sammler – Splits
    Ja, zB bei Deutscher Bank und Commerzbank machen die reverse-Splits den Kurs auch optisch attraktiver.

    @DanielKA – 334k
    Es sollten ca. 30% Einkommenssteuer fällig sein und der Steuersatz in Michigan beträgt mKn zusätzlich 4,25%. Von den 500k werden also maximal nur 334k ausgezahlt. Dann hatten Sie als Abhängige zum Zeitpunkt des Gewinns bereits einen Räumungsbescheid und hohe Schulden u.a. durch Rechtskosten. Da wird per se kaum etwas übrig geblieben sein vom schönen Lottogewinn.

  20. AvatarFuseboroto

    Hi,
    das untermauert mal wieder: wer mit wenig Geld nicht umgehen kann, kann auch mit viel nicht umgehen. 500.000 ist jetzt zwar ne einigermaßen große Summe, aber auch nicht übermäßig viel. Ich hätte das Geld schnöde investiert und dann schnöde Dividenden kassiert. 🙂
    Gruß
    Fuseboroto

  21. AvatarThomas

    @Fuseboroto, du schriebst du bist noch nicht all zu lange im Beruf. Wie kams zum fast 6 Stelligen Depot? Alles selbst erwirtschaftet?
    Wie auch immer, ich gratuliere dazu 🙂

  22. AvatarMattoc

    @Thorsten
    Du hast mal sinngemäß geschrieben, dass du dein Kapital „JETZT“ zum Leben brauchst, und dass du daher auf eine hohe Dividendenrendite angewiesen bist…
    Der „Konsum von Dividenden“ ist genauso eine „Entnahme“, wie der von Oliver auf frugalisten.de propagierte Anteilsverkauf an thesaurierenden ETFs in gleicher Höhe.
    Oder anders gesagt: 3% bis 4% Dividendenverbrauch pro Jahr wirkt sich auf dein Depot genauso aus, wie der Verkauf von 3% bis 4% Anteilen am Gesamtwert von thesaurienden ETFs.
     
     

  23. AvatarNico Meier

    Ich muss echt sagen die Diskussion zum Thema Dividende ist eine Entnahme wie der Verkauf von Anteilen eines ETF’s würde mir fehlen, wenn sie nicht mehrmals pro Woche aufflammen würden. 😉

  24. AvatarFräulein

    @ Tim: Was für ein lustiger Zufall!!
    Ich habe heute im Lotto gewonnen. 5€ wurden von Aktion Mensch direkt auf mein Konto überwiesen und ich freue mich immer noch wie ein Schneekönig. Auch ich werde alles verbraten, zB. mit einem hübschen Aperol Spritz. 🙂
    Hätte meine 5 ein paar mehr Nullen gehabt, würde ich einen hübschen Urlaub für die Familie und mich buchen. Der Rest ginge in meine Altersvorsorge.

    Allein das Geld in der Theorie ausgeben, ohne es dann tatsächlich zu machen, macht mich schon glücklich. Ich bin genügsam geworden und merke, wie mich das Geld beisammen halten glücklicher macht, als es auszugeben.

  25. AvatarThomasH

    Der „Konsum von Dividenden“ ist genauso eine „Entnahme“, wie der von Oliver auf frugalisten.de propagierte Anteilsverkauf an thesaurierenden ETFs in gleicher Höhe.
    Da es egal ist, kann ja jeder machen, was ihm besser gefällt, und wir müssten das Thema nicht jeden zweiten Tag neu diskutieren…

  26. AvatarWhirlwind

    @Fräulein: Glückwunsch zum Gewinn. Ich hatte am letzten Augustsamstag auch einen 3er beim Lotto. Dieses mal gab es dafür 8,60 € ausgezahlt. Dadurch steigt mein Bruttomonatsgewinn auf – 17 € (man könnte es auch Verlust nennen)…
     
    Angenommen ich spare monatl. die 25 € und investiere jährlich damit 300 € am Kapitalmarkt. Dann habe ich nach 30 Jahren 9.000 € eingesetzt und einen Gegenwert, inkl. 5 % Kapitalmarktrendite (Annahme), von 20,9 k€. Ganz schön doof eigentlich, dass Lotteriegespiele…
     
    Andererseits machen mich weder 9.000 € noch knapp 21 k€ wirklich wohlhabend und unabhängig. Also erhalte ich mir die Chance mit etwa 25 € Einsatz pro Monat. Dafür rauche, trinke und starbuckse ich nicht…

  27. AvatarFräulein

    @Whirlwind: Ich hab das Los geschenkt bekommen, tatsächlich habe ich erst einmal Geld für Lotto ausgegeben. Und das war an dem Tag, als es im Jahrhundertsommer 2018 genau einen Tag regnete und ich Karten für ein Open-Air-Konzert hatte. Da musste ich mir einfach ein Lottoschein kaufen und ich hatte einen 3er.
    Ich finde Sachen gut, die einem etwas Wind unter den Flügeln geben…und wenn du schon nicht starbuckst 😉  dann eben so.
     
     

  28. AvatarMattoc

    @ThomasH
    Das ist richtig. Meine Antwort sollte auch nicht zur erneuten Diskussion anregen, sondern hat Bezug zu Thorstens Aussage zu “Entnahmemodellen“ genommen. 

  29. AvatarFuseboroto

    @Thomas
     “du schriebst du bist noch nicht all zu lange im Beruf. Wie kams zum fast 6 Stelligen Depot? Alles selbst erwirtschaftet?”
    Meinen Beruf übe ich schon länger aus. Es ist alles sebst erwirtschaftet. Hauptberuf und seit etwa 17 Jahren ein Nebengewerbe. Da kommt schon was zusammen, wenn man es nicht raushaut. 🙂
    Falls ich geschrieben habe, dass ich erst seit kurzem im Beruf bin, dann wars ein Mißverständnis.
    Gruß
    Fuseboroto

  30. AvatarThorsten

    @Mattoc
    den Begriff “Entnahme” sehe ich anders. Habe ich ja schon öfters gepostet.
    Eine Entnahme bedeutet für mich Verkauf von Anteilen.  Unter Umständen zu ungünstigen Kursen, ein zusätzliches Risiko. Wenn ich mir die gängigen Entnahmemodelle anschaue, dann wir da gar differenziert. Da wird von einem großen Betrag gesprochen, der sich irgendwie verzinst und von dem man 4% nehmen darf.
    Dividenden fließen aber nicht ins Depot, sondern auf mein Verrechnungskorno bzw. Girokonto. Girkonto plus Depot. Und aus letzterem wird nichts entnommen, Kein einziges Stück.
    Dann wären wie wahrscheinlich wieder bei dem Punkt, dass ja eine Dividende gleichwertig wäre wie der Verkauf eines thesaurierenden Anteils und dass man die Dividenden irgendwie zum Buchwert des Depots zuschlagen müsste usw usw.
    Dass sehe ich halt komplett anders.
    Und das sischert mir, dass meinDepot im Prinzip ewig lebt bzw. mich überlebt, alle Stücke bleiben im Depot, Null Entnahme. Wer auf Thesaurierung sitzt, der muss dann halt regelmäßig entnehmen – durch Verkauf, da fliegen dann Stücke aus dem Depot. Mir zu gefährlich, bei 20 Jahren Baisse reicht die 4% – Regel leider nicht. Mache ich nicht. Ich halte Einkommen und Stücke , aber keinen Buchwert, der ist für mich fast gänzlich uninteressant. Schont ungemein die Nerven.
     

  31. KievKiev

    @ Thorsten
    Ich hatte vermutet, dass Du keine Entnahme durchführst. Die dynamische Dividendenstrategie ist die sicherste Entnahmestrategie. Außer natürlich gar keine Entnahme durchzuführen.
    Für mich ist der Weg das Ziel. Ich habe keine Endsumme. Außer ein paar Zahlen für Ereignisse, die nicht in meiner Hand liegen. Für die sicherste Variante (Dividendenentnahme aus World ETF) muss man am längsten arbeiten. Falls man die Arbeitszeit etwas vor dem Ziel reduziert, hat man dafür bereits einen Zeitvorteil in jüngeren Jahren gerade mit kleineren Kindern. Ich würde gerne schon heute Albrechts Dividenden kassieren und nicht mehr Stunden die Woche als Freelancer Sebastian arbeiten. Das ist leider nicht möglich (für mich zumindest), also suche ich einen möglichst angenehmen Weg mit besten Kosten / Nutzen. Länger arbeiten bedeutet auch mehr Sicherheit, da ein weiteres Standbein vorhanden ist Geld zu verdienen. Auch die Steuerstundung ist von Vorteil. Natürlich wirken entgangene Einnahmen durch Teilzeit mit Zinseszins gegen einen. Bei 32h Woche hält es sich in Grenzen. Ich bin mir allerdings schon fast sicher, dass es meinen Kinder finanziell besser gehen wird als mir. Wie viel besser wird sich zeigen.

  32. AvatarMattoc

    Hallo Thorsten,
    ich habe deine Auffassung verstanden, und ich habe auch verstanden, dass die meisten anderen Leser von unserer Diskussion extrem gelangweilt sind, dennoch möchte ich noch einen letzten Versuch unternehmen und versuchen zu erläutern, weshalb deine Auffassung nicht korrekt ist:
    Nehmen wir dein Aktiendepot, das (nur als Beispiel) ausschließlich Dividendenwerte enthält. Die Dividenden werden dir nun wie geplant ausgeschüttet, und du verbrauchst diese zum Leben. Dein Depot hat beispielsweise einen Wert von 500.000 Euro und deine durchschnittliche Dividendenrendite ist beispielhaft 4%. Du bekommst also jährlich brutto 20.000 Euro Dividenden. 
    Bis hierhin sollten wir noch einer Meinung sein.
    Nun gibt es einen ETF-Anbieter, der dein Aktiendepot exakt mit allen Käufen und Verkäufen, die du tätigst, nachbildet, indem er einen thesaurierenden ETF hierauf auflegt. Die Gewichtung der Werte ist natürlich auch identisch. Die Dividenden, die dein Aktiendepot ausschüttet, werden durch den ETF nicht ausgeschüttet, sondern automatisch reinvestiert.
    Wenn ich nun einmal im Jahr Anteile an dem ETF im Wert von 20.000 Euro verkaufe (ich wähle die gleiche Höhe wie deine brutto Dividendenzahlungen) sind beide Depots weiterhin identisch im Wert, in den einzelnen Bestandteilen und der  Gewichtung. Die Details wie „Verkaufsgebühren, Steuern und unterjährig gezahlte Dividende im Vergleich zu einmaligem Anteilsverkauf von 20.000 Euro“ lasse ich jetzt weg.
     

    Zur Entlastung der anderen Leser werde ich mich nun nicht mehr zu diesen Grundprinzipien der Geldanlage äußern. 😉

  33. AvatarRüdiger

    @Mattoc
     
    Bei deinem Beispiel ist es im Endeffekt egal, ob ich Dividenden entnehme oder Anteile verkaufe … aaaaber: Ich habe ein Gemüt wie ein Hütehund. Ich mag es nicht wenn meine Schäfchen (Anteile) weniger werden, auch wenn der Wert der Herde gleich bleibt. Eine Frage des Temperaments 😉

  34. Avatar42sucht21

    @Thorsten – Mir zu gefährlich, bei 20 Jahren Baisse reicht die 4% – Regel leider nicht. Mache ich nicht. Ich halte Einkommen und Stücke

    Stücke halten Sie aber auch ein geringeres Einkommen im Falle einer 20 Jahre langen Baisse. Dividenden werden dann natürlich auch gekürzt.
    Mir persönlich ist es egal ob man seinen Lebensunterhalt im Ruhestand durch Dividende oder Teilverkäufe stabilisiert. Mir wäre es am liebsten wenn ich auf beides nicht angewiesen bin. Das ist mein Ziel.

  35. AvatarMattoc

    Richtig, Rüdiger.
    Es gibt auch noch andere Punkte, die Geschmacksache sind und über die man völlig zurecht unterschiedlicher Auffassung sein kann. 
    Das hat aber alles nichts mit:
    – Buchwert
    – Risiko bei Crash
    – Wert des Unternehmens/Depots 
    zu tun. Das ist alles in beiden Fällen vollkommen identisch, muss ja auch so sein, und das kann man eben am besten an einem konkreten Beispiel verdeutlichen. Ein noch besseres Beispiel wäre der „1-Unternehmen-ETF“, z.B. BASF.
    Es ist egal, ob ich die BASF-Aktie direkt halte und einmal im Jahr die Dividende erhalte, oder ob ich den fiktiven, thesaurierenden BASF-ETF halte, indem nur die BASF-Aktie ist, und der die Dividende thesauriert und ich danach Anteile am ETF im Wert der Dividende verkaufe.
    In der Informatik und Mathematik widerlegt man kompliziert erscheinende Sachverhalte, indem man ein konkretes Gegenbeispiel konstruiert.
    Kennt jemand von euch das „Halteproblem“?
    https://m.youtube.com/watch?v=jDGKUYTBubQ
    Hier beweist ein Informatiker, dass es ein bestimmtes Programm nicht geben kann. Ich mag sowas. 🙂

  36. KievKiev

    @ Einkommensinvestoren NAV bei REIT
    Ich habe mir dieses Unternehmen einmal angesehen:
    Annally oder NLY
    Ich habe mit den Daten von Marketwatch den NAV Wert bestimmt. Wenn mir kein Fehler unterlaufen ist, so beträgt dieser ca. 80%. Ist das richtig? Bei Yahoo Finance konnte ich nicht alle Daten finden. Den NAV kann man nirgends als Graphik anzeigen, oder?
    Das Unternehmen ist stark gehebelt! Folglich hätte ich eher einen höheren Kurswert erwartet. Zumindest seid dem Senken des Leitzinses in den USA.

  37. AvatarSparta

    Die Fixierung auf die Stückzahl alleine ist unlogisch.
    Lieber 30 Stücke A Berks als 1000 B-Berks.  😉
    Stücke ohne den Wert zu beachten ist wie bei einer Malrechnung den anderen Faktor einfach wegzulassen… da ja ausschliesslich nur der eine Faktor zählt….
    Oft genug wiederholt muss es doch Realität werden! 😉
    PS: Da war jetzt nix mit dem D-Wort drin, sondern einfach nur Sachlogik.

  38. AvatarZEN INVESTOR

    Link zu diesem Posting:
    https://timschaefermedia.com/dumm-und-duemmer-us-ehepaar-gewann-2016-halbe-million-dollar-in-lotterie-sie-sind-pleite-und-brechen-in-haeuser-ein/#comment-63040

    Wikifolio von den Usern des timschaefermedia-Blogs:
    https://www.wikifolio.com/de/ch/w/wf0futperf

    Wikifolio von ZEN Investor:
    https://www.wikifolio.com/de/ch/w/wf0value30

    ZENINVESTOREDUCATION presents:
    The worlds best longterm forecast for the stock market.

    Mit einem eigens entwickelten Analyse-Verfahren, habe ich für ein paar
    Unternehmen Prognosen gemacht.

    Der 80%-Bereich bedeutet, dass die Aktie zu 80% der Zeit im betreffenden Jahr im betreffenden Bereich bleiben sollte.

    Die erwartete Rendite ist die durchschnittliche Rendite, die ich über die nächsten Jahre (bis zum letzten Prognose-Jahr) erwarte.
    Einzelne Jahre werden natürlich viel schlechter oder viel besser laufen.

    Für Hochdorf Holding AG
    Kurs (4.September 2019) 64.90

    Erwartete Rendite: 15 % p.a.

    Jahr 80%-Bereich
    2020 29 – 87
    2021 33 – 100
    2022 38 – 115
    2023 44 – 132
    2024 50 – 151
    2025 73 – 174
    2026 100 – 200
    2027 134 – 230
    2028 176 – 265
    2029 203 – 304
    2030 233 – 350

    Tamedia AG
    Kurs (4.September 2019) 101

    Erwartete Rendite: 24 % p.a.

    Jahr 80%-Bereich
    2020 49 – 148
    2021 61 – 183
    2022 76 – 228
    2023 94 – 282
    2024 117 – 350
    2025 181 – 434
    2026 269 – 538
    2027 389 – 667
    2028 552 – 828

    Leonteq
    Kurs (5.September 2019) 31,34

    Erwartete Rendite: 40.4 % p.a.

    Jahr 80%-Bereich
    2020 18 – 54
    2021 25 – 76
    2022 35 – 106
    2023 50 – 149
    2024 70 – 209

    Feintool AG
    Kurs (5.September 2019) 56.50

    Erwartete Rendite: 29.5 % p.a.

    Jahr 80%-Bereich
    2020 29 – 88
    2021 38 – 114
    2022 49 – 147
    2023 64 – 191
    2024 82 – 247
    2025 133 – 320

    Wie ihr seht, umfasst die Prognose immer eine gewisse Bandbreite,
    die in der Zukunft aber sogar kleiner wird.

    Die Prognosen berechne ich mit einem eigens entwickelten Programm, dem “Value Calculator”.

    Und hier noch eine Marktprognose für das 21.Jahrhundert:

    Phase 21.1
    2000 bis 2008
    In dieser Phase platzten 2 mal Blasen an den Märkten.

    Phase 21.2
    2009 bis 2050
    Als Folge von 2 schlimmen Bärenmärkten wurden auch wg. der Bankenkrise die Zinsen auf Rekordtiefs gesenkt.
    Aus Angst sind die Leute an den Aktienmärkten viel vorsichtiger als in den 90er Jahren,
    und auch die Zentralbanken halten die Zinsen so tief wie nötig,
    um die Wirtschaft anzukurbeln.
    Aufgrund der enorm hohen Staatsverschuldung (uA Südeuropa und USA) können die Zinsen nicht mehr über 5% erhöht werden.
    Dadurch steigen die Aktienmärkte stetig.
    Da die Leute jedoch durch 2 Crashes in kurzer Zeit verunsichert sind und viele ausgestiegen sind aus Aktien, steigen die Aktienkurse ab 2016 nur noch langsam an.
    (Vor 2016 stärker, weil die Aktien noch gut bewertet waren).
    Sie werden etwa mit 5% p.a. steigen.

    Phase 21.3
    2050 bis 2070
    Die Zinsen können langsam wieder über 5% erhöht werden.
    Entweder weil es einen Schuldenschnitt gab oder weil die Schulden durch die Inflation entwertet wurden.
    Die Aktienmärkte sinken daraufhin.
    Falls die Märkte nur langsam stiegen, sind inzwischen (weil die Aktienmärkte langsamer stiegen als die Unternehmens-Gewinne) die Aktienmärkte in Europa und USA
    wieder korrekt oder gar unterbewertet.
    Demnach gibt es 2050 bis 2070 einen stagnierenden Markt, wie
    in den USA zwischen 1936 und 1949, oder 1966 bis 1982.
    Falls in der vorherigen Phase die Überbewertung jedoch nicht abgebaut werden konnte,
    wird es ein Szenario wie in Japan ab 1989 geben, wo es die nächsten 2 Jahrzehnte eher bergab ging.
    In beiden Fällen ist ein stagnierender oder leicht sinkender Markt zu erwarten,
    bei hoher Überbewertung ist ein stärkerer Rückgang zu erwarten.

    Phase 21.4
    2070 bis 2090
    Die Märkte dürften vom Tiefpunkt aus wieder stark steigen.
    Die Leitzinsen sind weiterhin hoch, aber sinken langsam,
    oder man hat sich daran gewöhnt.
    Diese Phase ist wie in den USA und Westeuropa die Zeiträume
    1949 bis 1966 oder 1982 bis 2000.
    Also ein bis zu 2 Jahrzehnte dauernder steigender Markt,
    natürlich mit einzelnen schlechten Jahren dazwischen.

    Phase 21.5
    2090 bis 2110
    Hier wieder stagnierende Märkte wie in Phase 21.3 oder wie 1966 bis 1982.
    Die genauen Ereignisse lassen sich heute nicht vorher sagen.

    Wann die Phasen genau eintreten und wie lange sie gehen, ist natürlich ungewiss.

    Der Präsident

  39. AvatarSmyslov

    Pantoni:
    Bei mir ist es so, daß ich von meiner Rente gut leben kann. (Das “gut” gilt für
    mich.). Deshalb halte  ich mein gesamtes Vermögen in Aktien u. ETF. Dies aber
    erst , seitdem die Zinsen total auf Null sind. Zuvor hielt ich auch immer einen
    Anteil Renten. Sollten die Märkte einbrechen u. eine lange Baisse einläuten,
    dann ändert dies an meinem Lebensstil nichts. Nur eben , daß ich buchtechnisch
    ärmer bin. 20 Jahre zuvor habe ich dies nicht geplant, es hat sich so ergeben.
    Ich glaube nicht, daß man seinen Ruhestand viele Jahre zuvor planen kann.
    Wir kennen die Zukunft eben nicht. Ob ein Mensch im mittl. Alter heute alles
    in Aktien sparen sollte, hängt davon ab, wie wohl er sich dabei fühlt. Evtl. könnte
    er auch vlt. ein Drittel in Cash sparen um einen großen Einbruch an den Märkten
    abzufedern. Die perönliche Komfortzone sollte entscheiden. Letztlich braucht
    man bei allem auch etwas Fortune. Gruß.

  40. AvatarThomas

    @ZEN INVESTOR, bin enttäuscht, dass Du keine Prognose für das Jahr 3777 bis 3995 abgeben kannst. 

  41. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Kiev,

    bei den mREITs oder anderen Finanzbuden ist es eher nicht ungewöhnlich, dass sie “unter Wert” notieren. Das zeigt eigentlich Yahoo Finance an. Einfach bei “Statistics” klicken. Bei Price-to-Book zeigt es als KBV 0,89 an. Oder bei Financials->Balance Sheet den Total Stockholders Equity nachschauen. Die Market Cap dann dadurch geteilt ergibt so ungefähr das KBV.

    Wenn man es “amtlich” will, in den letzten Bericht schauen, der dortige Buchwert steht mit “15,702,681 Total stockholder’s equity” drin. Market Cap wird gerade mit 12,145 Mrd USD angezeigt. Das durch 15,702 Mrd USD ergibt bei mir 0,7734, also noch weniger. Keine Ahnung wie Yahoo das berechnet.

    Man würde also den Dollar für 77 oder 89 Cents kaufen, je nachdem. 

    Warum soll viel Fremdkapital einen höheren Kurs ergeben? Wenn ich Assets für 1 Mrd mit 700 Mio Fremdkapital halte, dann bleiben nur 300 Mio Buchwert, bei KBV 1 müsste dann also die Market Cap bei 300 Mio liegen. Also mal so grob gesehen.

    MS

  42. AvatarZEN INVESTOR

    Frage in die Runde:
     
    Ich suche eine Webseite, wo man die Buchwerte europäischer Unternehmen über die letzten paar Jahre zurück verfolgen kann.

    Und am besten weitere Fundamentaldaten für mindestens 5 Jahre.

    Sowas gab es mal bei Morningstar.com. Seit der Umgestaltung der WebSite kommt man nicht mehr direkt dran, ausser man nutzt noch einen alten Link:

    http://financials.morningstar.com/ratios/r.html?t=TAMN&region=che&culture=en-US

    Das ist beispielsweise für Tamedia aus der Schweiz (TAMN kürzel, che für Schweiz).

    Ich habe die Befürchtung, dass morningstar.com diese Seite bald nicht mehr zugänglich macht, weil von der Hauptseite her kommt man heute nur noch auf eine Seite, wo man weniger Daten sieht und in schlechterer Darstellung.

    Also was ich suche ist nicht zwingend ein Stock Screener.

    Sondern um für eine bestimmte Aktie (aus Europa) Buchwerte, Dividenden und sonstige Fundamentale Daten der letzten 5-10 Jahre sehen zu können.
    Kennt jemand eine Seite, die sowas anbietet ausser morningstar.com?

    Ich wäre wirklich sehr dankbar, da ich das brauche für meine Analysen und davon überzeugt bin, dass morningstar.com den obigen Link in den nächsten 1-2 Jahren unzugänglich macht.

     
    Gruss
    Zen-Investor

  43. AvatarBruno

    @Zen Investor 
    Mit deinen Fähigkeiten würde ich von der Börse ins Lotteriegeschäft wechseln, Euro Millions diese Woche 150Mio. Jackpot. Das coole an dieser Branche es reicht 1 Tag voraus sehen nicht über 100 Jahre.
    Aber bitte danach in keine Häuser einbrechen haha

  44. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Zenny,

    ich schaue ganz gern bei Ariva.de

    Du kannst die Zeiträume verändern (immer 5 Jahre). Wie verlässlich die Zahlen sind, weiß man natürlich nicht. Müsste man stichprobenartig mit den Firmenveröffentlichungen vergleichen.

    MS

  45. KievKiev

    @ MS
    Ich hätte nicht erwartet, dass der Grad der Verschuldung irgendetwas mit dem NAV Wert zu tun hat. Da dieser REIT seinen Gewinn aus der Differenz aus seinen vergebenen Krediten und der eigenen Zinsen seiner Verbindlichkeiten erhält, sollte er bei steigenden Zinsen unter weniger Rendite und bei fallenden Zinsen höhere Renditen erzielen. Also sollte der Kurs bei fallenden Zinsen steigen und bei steigenden Zinsen fallen. Ich schaue mir ihn noch einmal in Yahoo an. Bei Marketwatch kam ich auf einen ähnlichen Wert. 80% finde ich nicht schlecht. Habe aber keine Ahnung in welchem Bereich der sich üblicherweise bewegt. Daher hätte mir ein Chart über einen NAV gefallen, um Mal ein Bild zu erhalten. REITS gefallen mir schon, aber viele sind bei der Finanzkrise stark eingebrochen. Die setze ich nur auf eine Watchlist für genau diesen Fall. Dieser sollte eigentlich nicht mit dem Aktienmarkt korrelieren.

  46. AvatarZEN INVESTOR

    @Matthias Schneider
    @Zenny,
    ich schaue ganz gern bei Ariva.de
    Du bist ein Goldschatz!
    Ich danke dir. Jetzt habe ich mit Ariva eine “BackUp-Seite”, falls morningstar sich verabschiedet.
    Weisst du, wie ich so eine Seite via Google finden würde?Die Suche nach Stockscreener scheint nicht optimal (ariva fand ich so nicht).
     

  47. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Kiev,
     
    na ja, das Geschäft, bzw. die Gewinne sind das andere Thema einer Kursbewertung. Je sicherer und zuverlässiger, bzw. rentabler das Geschäft eingeschätzt wird, um so höhere Bewertungen werden wohl zugestanden.
     
    Die Kreditgeschäfte (Zins-Spreads) werden aber eher als riskanter gesehen, wo es schnell mal zum Platzen von Hypotheken kommen kann etc. Deswegen wird da nur zurückhaltend bewertet, bzw. bezahlt. Denke ich mal so. Also ich habe sowas natürlich schon auch…
     
    Wie gesagt, das ist ja ein “leading diversified capital manager”, der wohl keine eigenen “Hard Assets” besitzt und vermietet, sondern nur die Papiere handelt darauf. Eine “Realty Income” steht mit KBV von 2,7 da.
     
    @Zenny,
     
    na ja, über die Jahre begegnet es einfach so. Bei der Suche hätte ich “Börsenportal(e)” eingegeben. Wenn man das sucht, erscheint Ariva auch, sehe ich gerade.
     
    MS

  48. AvatarPantoni

    @ Smyslov
    Danke für deinen Post. Das die Rente für dich auskömmlich ist, ist natürlich super. Das wird später bei mir ganz klar nicht der Fall sein. Ich finde es interessant, dass du alles in Aktien hältst.
     
     

  49. AvatarHerr K

    @Mattoc
     
    Jeder Dividenden-Verfechter wird immer wieder geneigt sein zu beweisen, dass (X + D – D)  ungleich X  sei. 
     
     
     
     
     

  50. Avatar-M

    @Wolke @zukünftige Renditen 
    Ich bin oft nicht deiner Meinung, aber bei dem Thema umso mehr. Künftige Renditen werden schwer die letzten 10 Jahre erreichen. 
     
    @Kiev tolle Beiträge. Würde mich auch über einen Leserbrief von Dor freuen, auch wenn du meinst, nicht DAS beitragen zu können….ich glaube viele hier denken  , dass du das gewisse etwas beisteuern würdest. Vlt einfach über deinen Schatten springen 🙂   (finde das Thema Mehrfamilienhaus spannend)
     
    @Whirlwind
    C&D ist super. Ich komme ebenso auf ja 40% überbewertung. Wenn die fallen kauf ich die direkt. 
     
     
    Sooop jetzt heißt es warten auf den Zug… die letzten 2 cuba libre Hämmern langsam rein … blöd wenn man alle Kommentare gelesen hat und trotzdem noch 40min auf den Zug warten muss…
    P.s. laufen wäre die Alternative, aber 25km sind mir zu viel 🙂
    -M
     

  51. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ James

    Ich stimme zu. Sie hätten ein gemütlicheres Leben haben können.

    @ Kiev

    Danke für deine Stimme. Super nett.

  52. AvatarNico Meier

    Aktiensplit
    Warum man sich bei eigenen Aktien einen Aktiensplit wünschen würde kann ich nur für sehr wenige Aktien nachvollziehen.
    Die Lindt und Sprüngli Aktie hat einen Kurs von um die 80’000 Franken pro Stück. Hier kann ich mir vorstellen, dass es Kleininvestoren gibt, die sich durch den hohen Aktienpreis abschrecken lassen. Da würde für mich einen Aktiensplit 1:100 oder 1:100 Sinn machen.

  53. Avatarsteve

    @ Aktiensplit genau wie Dividende von der Theorie ist die Firma vorher und nachher gleich viel wert. Beim Aktiensplit ist es bei einem Reverse Split oft so, dass die Aktie danach sinkt (Leerverkäufer haben mehr Spielraum). Bei einem normalen Split steigt sie sehr oft. Spin offs gehören in die gleiche Kategorie, von Theorie neutral, in real sehr oft positiv. So hat Novartis z.B ihren diesjährigen Spin off kurstechnisch aufgeholt. 
     

  54. AvatarNico Meier

    @Steve 
    Bin ich absolut einverstanden. Aber eben bei meinem Beispiel mit Lindt und Sprüngli wenn die Aktie 80’000 kostet würde ein Split auch Kleinsktionären ermöglichen hier einzusteigen. 

  55. AvatarDanielKA

    Es gibt Untersuchungen das Aktien ohne Splits bzw. mit hohem Kurs besser performen.
    Beispiele gibt es ja genug, Berkshire A, Markel, Alphabet, Booking, Lindt, Givaudan, Kering, Hermes, Barry Callebaut
    Ab einem gewissen Punkt wird es schwer einzusteigen, siehe Lindt (wenn man die Originalaktie und damit den blauen Schokokoffer will)

  56. AvatarKevin

    @Kiev tolle Beiträge. Würde mich auch über einen Leserbrief von Dor freuen, auch wenn du meinst, nicht DAS beitragen zu können….ich glaube viele hier denken  , dass du das gewisse etwas beisteuern würdest. Vlt einfach über deinen Schatten springen ?   (finde das Thema Mehrfamilienhaus spannend)@-M: da bin ich genau deiner Meinung. Von dir würde ich auch gerne einen lesen.
     
    @Kiev: hatte im letzten Beitrag nochmal geantwortet.
    https://timschaefermedia.com/es-gibt-immer-mehr-finanziell-freie-menschen-in-deutschland-es-leben-schon-630-000-privatiers-von-ihrem-vermoegen/#comment-63010

  57. AvatarGurki

    Ein gemütliches Leben? Mit 500.000 $? Naja. Wenn sie vorher schon Schulden hatten? Wenn sie Drogenabhängig waren?

    Mit 500.000 $ hast Du auch kein gemütliches Leben. Davon holst dir nen Haus oder ne Wohnung, rest legste an und musst trotzdem noch weiter arbeiten. Dafür lebst Du mietfrei, musst aber auch immer wieder Geld in die Immo stecken.

    Naja es sei denn, sie bauen ihr Essen selbst an und machen Waschpulver selber. Asketenleben in Perfektion! Wenn sie vegan sind, brauchen sie nicht mal Fleisch “anbauen”. Leben dann halt von Gras und Äpfeln. Wie die Kühe 🙂

  58. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Tim
     
    So, Voting für dich ist raus. Deine Artikel lese ich jetzt seit 8 Jahren. Eine wunderbare Begleitung des Vermögensaufbaus. Unser Portfolio hat sich in diesem Zeitraum von einer unteren 5-stelligen Summe mehr als versiebenfacht.
     
    Wir sind so weit, dass meine Frau oder ich aufhören könnten zu arbeiten – wir arbeiten aber gern in einer erfüllenden Tätigkeit -, ohne Einbußen in der Lebensqualität erdulden zu müssen. Stur und stetig investieren und das Leben leben – es funktioniert.
     
    @ Herr K.
     
    Freitags grüßt mich immer das Murmeltier.
     
    Jeder Dividenden-Verfechter wird immer wieder geneigt sein zu beweisen, dass (X + D – D) ungleich X sei.
     
    Jeder? Deine Aussage ist schlicht und einfach falsch. Ja, es gibt den Dividendenabschlag, ja ob Dividende oder Verkauf von thes. ETF-Anteilen in gleicher Höhe – nimmt sich nichts.
     
    Darum geht es aber gar nicht. Ihr hängt euch immer an den Aussagen eines einzelnen Lesers auf. Beleuchten wir das Thema mal von einer anderen Seite.
     
    Ziehen wir dazu den von mir sehr geschätzten Buyandhold2012-Investor von seeking alpha zu rate.
     
    Im letzten Crash von 2008/2009 muß sein Portfolio so um die 10 Millionen Dollar “verloren” haben. Das sollte sich jede*r noch einmal vor´s geistige Auge packen (das eigene Depot dabei anschauen). 10 Millionen Dollar (Euro) sind auf dem Papier weg.
     
    Ich gehe davon aus, dass nicht nur Einzelaktienanleger, sondern eben auch eine veritable Anzahl an ETF-Anlegern – die hartgesottenen Ratiotypen hier im Blog natürlich ausgenommen – kurz vor dem Herzkasper stünde.
     
    Den Buyandhold2012-Investor ließ das aber völlig kalt. Warum? Weil ihn diese ominöse, digitale Summe auf dem Bildschirm, die aktuellen Börsenwerte, überhaupt nicht interessieren. Was ihn – und eben alle Einkommensinvestoren – interessiert, ist die dicke, fette Cashsumme, die regelmäßig aus den Unternehmensbeteiligungen reinkommt.
     
    Dieses Geld ist echt. Es kann genutzt werden, z. B. um billig Anteile aufzustocken oder um Lebensmittel einzukaufen.
     
    Und nun gestehe mir und anderen doch bitte ein Maß an Klugheit und Verstand zu. Es ist mir schon klar, dass im Moment der Auszahlung der Wert des Papieres an der Börse um den entsprechenden Betrag fällt. Aber noch einmal – und das ist ja das entscheidende – das interessiert mich überhaupt nicht. Der aktuelle Kurs ist völlig irrelevant.
     
    Und ja, auch der ETF-Anleger könnte gleichzeitig Anteile in der gleichen Höhe verkaufen, um Cash auf´s Konto zu bekommen. Aber wie fühlt er sich dabei?
     
    Wir haben hier ja ganz rationale, pfiffige ETF-Anleger an Bord. Die Auswertungen in den USA zeigen aber, dass eine überwältigende Mehrheit von ETF-Anlegern desaströse Ergebnisse einfährt. Da ist nix mit Marktrendite. Die sehen halt nie Cash, die sehen nur wie sich ihr mühsam erspartes Geld in Luft auflöst und verkaufen panisch.
     
    Und diese psychologische Komponente von Dividenden wird bei der Debatte immer außen vor gelassen.
     
    Du hast 1 Million in ETF-Anteilen zusammen und planst jetzt ganz gemütlich mit 3/3,5/4% Entnahme und dann wumms: Im ersten Jahr verliert dein Portfolio 20%, im zweiten 15% und nach mageren 5% Gewinn im dritten Jahr geht´s dann noch mal 20% bergab. Und dabei verkaufts du immer schön weiter Anteile….
     
    Also für mich wäre das nichts. Ich persönlich – das gilt nur für mich – habe keinerlei Bedarf, mich um akademische Entnahmestrategien zu kümmern. Ich will gar nichts verkaufen müssen. Das ist einfach Geschmackssache.
     
    Das heißt ja nicht, das man mit ETFs wunderbar Vermögen aufbauen kann und das dann ganz logisch, vernünftig im Alter geregelt bekommt, mit den Auszahlungen. Die Klugheit gestehe ich allen zu. Ja, theoretisch, nehmen sich beide Strategien nichts. Aber eben nur theoretisch – die Psychologie dahinter würde ich nicht unterschätzen.
     
    Am Beispiel eines Lesers neulich haben wir gesehen, dass vielen doch immer die Angst in den Knochen steckt, dass das Portfolio, das nichts konkretes abwirft, irgendwann im Crash “verschwindet”, bevor man es genießen kann.
     
    Ich dagegen profitiere regelmäßig vom stetig steigenden Zustrom an erwirtschaftetem Cash meiner Unternehmensbeteiligungen. Verantwortungsvolle Manager schütten einen akzeptablen Anteil der Gewinne (sagen wir 25-75%) an mich aus. Ich entscheide, was ich damit mache. Das Geld wird auch nicht in teure Werte (C&D läßt grüßen) thesauriert. Ich verwende es lieber, um günstige Anteile zu kaufen (ja, die Börsenwerte schwanken, Anteile sind mal teuer und mal günstig, je nach dem, wohin die Herde der Instis galoppiert).
     
    So, vielleicht diente das ein wenig der Erhellung. Ich empfehle dringend über den Tellerrand zu schauen und beim DGI im Archiv zu stöbern. Er erklärt die Strategie viel besser als ich.
     
    Das Dividend Growth Investing ist eine ausgezeichnete Strategie. Und da “belügt” sich niemand mit Dividende/Entnahme/Auszahlung/Linke Tasche, rechte Tasche. Diese Scheindebatte interessiert niemanden, sie wird von anderen geführt.
     
    https://www.dividendgrowthinvestor.com/
     
    Wünsche wie immer allen ein schönes Wochenende 🙂 !

  59. AvatarSparta

    Im empirischen Aufwärtsdrift der Märkte Splits als Alpha-Treiber bei einzelnen Aktien (aus ca. 40 k Aktien?) zu proklamieren könnte eine institutionelle Datenbank erfordern. 
    Wenn es so wäre, würde dies dann theoretisch und praktisch 😉 wegarbitriert werden.

  60. AvatarSparta

    @free
    Thorsten haut halt gern seine These “Nur die Stückzahl” ist entscheidend raus….
    Dies ist genauso falsch wie zu behaupten JEDER Divideninvestor versteht den Dividendenabschlag im empirischen Aufwärtsdrift nicht, bzw. falsch.
    Es gibt sowohl vernünftige und sich selbst belügende Investoren bei etfs und bei Aktien.

  61. Avatar42sucht21

    @Dividenden – Canadian Couch Potato
    Kennt jemand den Blog vom Canadian Couch Potato und seine 6 Posts über “Debunking Dividend Myths“? Inklusive der Kommentare fand ich das Thema dort relativ erschöpfend behandelt. Ist aber schon etwas her das ich das gelesen habe.
    https://canadiancouchpotato.com/?s=dividend+myth

    Ich finde den Blog im allgemeinen ganz gut. Es ist halt pro-WeltETF. Vielleicht ist das ja trotzdem auch etwas für jemanden hier.

  62. AvatarMattoc

    Du hast 1 Million in ETF-Anteilen zusammen und planst jetzt ganz gemütlich mit 3/3,5/4% Entnahme und dann wumms: Im ersten Jahr verliert dein Portfolio 20%, im zweiten 15% und nach mageren 5% Gewinn im dritten Jahr geht´s dann noch mal 20% bergab. Und dabei verkaufts du immer schön weiter Anteile….
    Aber Free, das ist doch genau der Vorteil für diejenigen, die in thesaurierende ETFs investieren. Der ETF-Investor kann sich im Zweifelsfall aussuchen, ob er Anteile im Wert der dir ausgezahlten Dividenden steuerfrei (!)  im Verlust verkauft, oder ob er doch lieber Knäckebrot isst. Du hingegen bekommst – auch in den von dir skizzierten Verlustjahren – die leicht gekürzten(!) Dividenden versteuert(!) in jedem Fall ausgezahlt und der Portfoliowert, auf den du jetzt hier Bezug nimmst, obwohl du selbst sagst, dass dir „Kurse“ nicht so wichtig für dich seien, sinkt zusätzlich zu den Kursverlusten um die ausgezahlten Bruttodividenden.
     

  63. Avatar42sucht21

    @Mattoc
    Abgesehen von der Mathematik. Was sagen Sie denn zum psychiologischen Aspekt von Dividenden. Menschen sind nicht rational. Gut rechnen können auch nicht alle. Viele Menschen werden durch die Ausschüttungen motiviert zu investieren oder sogar mehr zu investieren als es sonst der Fall wäre. Hebt das nicht auch Nachteile auf für Sie?

  64. AvatarDanielKA

    Mathematiker waren schon immer schlechte Investoren 😉 (ausgenommen Ausnahmen wie Edward Thorp)

  65. AvatarMattoc

    @42sucht21
    Absolut. Kann ich sehr gut verstehen. Es gibt mehrere sehr gute Gründe, die Anleger dazu bringen, in Dividendenaktien zu investieren, und die ich auch nachvollziehen kann, obwohl ich diese selbst nicht für meine Anlageentscheidungen heranziehe: 
    1. Motivation weiter zu investieren, da ein (fremdgesteuerter) regelmäßiger  Kapitalfluss erfolgt
    2. Hohe Identifikation mit den gekauften Unternehmen
    3. Man hat nur die Unternehmen, die man wirklich haben will, und nicht die Unternehmen, die man gar nicht kennt oder will, wie bei ETFs oder Fonds im Allgemeinen
    Kann ich sehr gut nachvollziehen alles. Ich finde es auch schade, dass immer unterstellt wird, jemand wie ich möchte Dividenden oder dividendenorientierte Anlagestrategien schlecht reden.
    Das ist überhaupt nicht der Fall. Es ist vielmehr umgekehrt. Mich stört, dass auch von erfahrenen Blogschreibern hier behauptet wird, mit thesaurierenden ETFs könne man kein einkommensorientierter Anleger sein, man könne keinen regelmäßigen Cashflow  erzielen und einem drohe die Pleite, wenn man bei fallenden Kursen Anteile verkauft. Das ist blanker Unsinn. Das Gegenteil ist der Fall.

  66. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Aber Mattoc, mit dir wollte ich mich doch gar nicht zoffen. Es ging mir tatsächlich nur um die pauschalisierende und falsche Aussage von Herr K. Vielleicht entschuldigt er sich ja noch für seinen Fehltritt.
     
    Und siehst du, wie dich die unberechtigten Vorwürfe an ETF-Anleger stören, nerven mich eben die unqualifizierten Anmaßungen, jeder Dividendenanleger wäre ein Träumer, der das “Rechte-Tasche-linke-Tasche”-Prinzip nicht verstanden hätte. Das ist Unsinn.
     
    Aber wo wir beim Thema sind, wie sieht denn deine Entnahmestrategie für die Zukunft aus? Deinen Zeilen entnehme ich, dass du auch mal locker eins, zwei Jahre gar nichts verkaufst, eine Baisse einfach locker aussitzen kannst und das Geld nicht für den Erwerb des Knäckebrots benötigst?
     
    Schau im übrigen noch einmal auf die Dividendenaristokraten und -kings.
     
    Da gibt es keine Dividendenkürzungen. Diese großartigen Unternehmen schaffen es sogar in den schlimmsten Wirtschaftskrisen ihre Dividenden zu steigern.
     
    Auch hier finde ich buyandhold2012 inspirierend. Er bekommt seit Jahrzehnten jedes Jahr mehr Dividenden ausgezahlt. Völlig egal wie Wirtschaft und Börse laufen.
     
    Also, dass man mit dem Verkauf von ETF-Anteilen pleite geht, halte ich für unwahrscheinlich. Wenn, ja wenn man das mit der Entnahme gut geregelt bekommt. Bringt ja auch nichts, wenn man sich Jahr für Jahr weniger auszahlt, weil schlecht geplant wurde….
     
    Also nichts fur ungut. Wir sind uns doch im Großen und Ganzen einig, was den Vermögensaufbau anbelangt 🙂 .
     
    @sparta
     
    Völlig d´accord.

  67. AvatarMattoc

    Herr K. hat es nicht so gemeint, glaube ich. 😉
    Aber ich habe zu einem Punkt noch eine Frage:
    Da gibt es keine Dividendenkürzungen. Diese großartigen Unternehmen schaffen es sogar in den schlimmsten Wirtschaftskrisen ihre Dividenden zu steigern.
    Kann es denn nicht passieren, dass diese Unternehmen irgendwann auch ihre Dividende mal kürzen müssen? Und vor allen Dingen: Was passiert dann mit der Branche der „Aristokraten“, wenn eine Krise kommt, die globale Dividendenkürzungen verursacht? Ich frage, da es ja auch einen ETF auf die US Dividenden-Aristokraten gibt. Was aus dem dann wird?  Seitdem es diesen ETF auf die Aristokraten gibt, hält er gut mit dem S&P500 mit. Es wird auch sicher mal wieder Jahre geben, in denen die Aristokraten vorne liegen:
    https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE00B6YX5D40,IE00B3XXRP09

  68. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Kann es denn nicht passieren, dass diese Unternehmen irgendwann auch ihre Dividende mal kürzen müssen?
     
    Da hab ich mich mißverständlich ausgedrückt. Selbstverständlich kann es auch mal einen Aristokraten niederknüppeln (GE bspw., wenn ich nicht irre). Die fallen dann raus aus dem Raster.
     
    Wenn du aber ein gut diversifiziertes Portfolio von sagen wir 40 Aktien hältst, fangen die anderen Titel das auf. Dein Gesamtportfolio wirft Jahr um Jahr mehr Dividende ab.
     
    Das liegt daran, dass diese Unternehmen Wettbewerbsvorteile haben und aus Branchen stammen, die auch in schlechten Zeiten anständige Ergebnisse erzielen.
     
    Vielleicht werden Anbieter von Urlaubsreisen, Autos und Luxusgütern leiden, Colgate verkauft aber auch in der Baisse weiter Zahnpasta. Die Preise (und Gewinne) steigen mit der Inflation, Produktivitätsfortschritte erhöhen die Margen.
     
    In Boomphasen laufen die Wachstumstitel besser, aber gerade in Baissephasen spielen die Aristokraten ihre Stärke aus.
     
    Mir leuchtet das Konzept ein. Wobei ich kein reiner Einkommensinvestor bin. Amazon, Berkshire, Alphabet…. halte ich gerne auch ohne Dividende. Mein Ansatz geht ja noch weiter. Die Gewinne der Unternehmen sind anteilig auch meine Gewinne. Wie der Börsenkurs gerade steht, ist zweitrangig.
     
    Mich beruhigt diese Sichtweise ungemein. Wir werden im nächsten 25%-Abschwung sehen, wie sich die Masse der Anleger verhält. Viele werden tief verkaufen. Logisch, sonst würden die Kurse ja nicht tief stehen.

  69. AvatarMattoc

    Und zu deiner Frage, Free:
    Wenn meine jährliche Renteninformation nur „halbwegs“ stimmt, werde ich als Rentner wohl nicht auf Anteilsverkäufe oder Dividenden angewiesen sein. Ich bin sehr gespannt, was die Reform der gesetzlichen Rente im Jahr 2025 mit sich bringt. Da ich grundsätzlich positiv in die Zukunft schaue, gehe ich aber  nicht davon aus, dass die Rentenansprüche von Leuten, die 30 bis 40 Jahre am Limit ins bestehende System eingezahlt haben, ersatzlos gestrichen werden. 😉 

  70. AvatarSparta

    @42sucht21
    Der psychologische Aspekt ist sicher nicht unbedeutend. 
    Allerdings wenn er so leicht ausbeutbar wäre müsste Market-timing und dauerhaftes Outperformen der dümmeren Hälfte vor Kosten funktionieren…
    Als Motivation um dabei zu bleiben leisten Dividenden wahrscheinlich nen super Job.

  71. AvatarMattoc

    @Rüdiger
    Wenn man irgendwann 40% Rente (brutto) von seinem durchschnittlichen Gehalt bekommt, ist es auf jeden Fall hilfreich, wenn man bis dahin 60% seines Nettoeinkommens gespart hat. Das schaffe ich zwar nicht ganz, aber meine persönliche Rentenlücke ist eher klein. Das ist ein gutes Gefühl. 😉 Mein Motto ist: „Gewöhne dich an nichts, was knapp werden könnte.“ Das gilt insbesondere fürs Geld.

  72. AvatarThomas

    Hi Zusammen,
    mir scheint in meiner subjektiven Wahrnehmung, dass im Netz Dividenden-Interessierte fast grundsätzlich mit Einzelaktien, und ETF Anleger grundsätzlich mit Tesauierenden ETFs im Zusammenhang gesehen werden.
     
    Dividenden fallen bei ETFs doch genau so an wie bei einzelnen Aktien!
    Beispielsweise gibt es Dividenden Aristokraten ETFs mit Quartalsweise Ausschüttung. 
     
    Grüße
     
     

  73. AvatarRüdiger

    @Mattoc: „Gewöhne dich an nichts, was knapp werden könnte.“ Das gilt insbesondere fürs Geld.

    Und für die Zeit. Wenn man die 60 überschritten hat, wird Zeit immer wertvoller. Man kann sich nicht mehr erlauben, zu verschwenderisch damit umzugehen 😉

  74. AvatarNico Meier

    Bleiben wir doch dabei: Die Mehrheit der Einzelaktienanleger und auch der ETF-Anleger underperformen deutlich. Einfach weil wie Freelancer schon beschrieben hat, die psychologische Komponente mit die wichtigste ist.
    Die Mehrheit der Menschen auf der Welt haben dunkle Augen aber ich habe blaue.
    Die Mehrheit der Menschen auf der Welt lieben Star Wars aber ich finde es todlangweilig.
    Die Mehrheit der Schweizer mögen schwarze Schokolade aber ich mag lieber Milchschokolade.
    Die Mehrheit aller Leute in meinem Umfeld finden Geschichte todlangweilig aber ich finde die Zusamenhänger in Geschichte sehr spannend.
    Was die Mehrheit der Menschen macht ist mir egal. ich habe die Wahl zwischen 0 Zinsen auf den Sparbuch oder einen Mix zwischen Aktien und Immos. Ich wähle diesen Mix und bin nimenadem Rechenschaft schuldig über meine Performance ausser meinem Steueramt und dieses interessiert sich nur für den Stand der Kurse am 31.12. sowie die höhe der einkassierten Dividenden.
     

  75. KievKiev

    @ Kevin
    Dein Vermögen ist für Dein Alter sehr gut. Ich hatte mit 28 Jahren 0€. Das war genau mein Berufseinstieg und ich habe mein ganzes Geld in ein KFZ und die Ausstattung der Wohnung in einer anderen Stadt „investiert“. Rausgeballert habe ich das Geld nicht, aber so viel war es auch nicht. Wenn man von nahezu nichts anfängt benötigt man auch einen gewissen Hausstand. Ich hatte vorher in einer WG mit gestellter Küche gewohnt. Eine Küche habe ich später in einer neuen Wohnung finanziert (0% gab es damals schon bei Ikea). In der ersten war sie inklusive.
    Ein IG Metall Betrieb ist für junge Menschen nicht von besonderem Vorteil. Zumindest in wirtschaftlich guter Lage und wenn es gehaltsmäßig bei Dir aufwärts geht. Das soll nicht gegen IG Metall gerichtet sein, aber sie wird Dir wesentlich mehr Vorteile bringen wenn Kinder vorhanden sind, Schichtbetrieb bei Dir vorliegt und wenn Du mit dem Gehalt in der Sättigung für das was Du machen möchtest angelangt bist.
    Ihr wohnt ja noch nicht so lange zusammen. Ihr werdet Euren Weg finden. Die nördlichen Länder finde ich auch sehr interessant. Die Zufriedenheit der Menschen ist dort sehr hoch, die Kinderbetreuung soll sehr gut sein. Wie es sich dort im Ganzen anfühlt ist natürlich schwer vorauszusehen. In den Hauptstädten sind allerdings die Preise für Wohnraum oft sehr teuer. Das sollte man mit einbeziehen. Also im Blick haben wo man langfristig dort leben möchte und ob die Preis / Nutzen für einen Sinn macht.
    Du machst soweit ich es nachvollziehen kann alles richtig. Du kannst in jungen Jahren hauptsächlich in Dein Humankapital investieren und so mehr Gehalt verdienen und vielleicht für Dich interessantere Stellen bekommen. Von dem angesparten Vermögen her vermute ich, dass Du bereits sehr viel von dem Gehalt sparen kannst. Durch die gemeinsame Wohnung wird es vermutlich noch besser werden. Falls Deine Freundin ebenfalls Geld beiseitelegen kann, werdet Ihr noch mehr Möglichkeiten in der Zukunft haben. Das war bei uns am Anfang nicht unbedingt gegeben. Meine Anteil an der Finanzierung betrug ca. 90-95% für das MFH.
    Du kannst hier gerne weiter über Deine Veränderungen berichten. Ich habe vor einiger Zeit einmal über meine Lage berichtet. Von Zeit zu Zeit gebe ich auch Änderungen mit. Aktuell passiert aber nichts bewegendes in finanzieller Hinsicht.

  76. AvatarSabrina

    Das ist doch meistens der Fall wenn Menschen die keine finanzielle Bildung haben so einen Betrag gewinnen. Clevere Menschen gönnen sich von dem Geld was kleines oder lassen endlich mal irgendwas am Haus reparieren und legen den Rest an und leben dann genauso weiter wie davor auch, sparsam und bewusst. Die Reichen lassen es nie so groß raus hängen sondern leben ganz normal und nicht im absoluten Überfluss. Nur so hält man sein Vermögen auch.

  77. AvatarKevin

    @Kiev: Ein IG Metall Betrieb ist für junge Menschen nicht von besonderem Vorteil. Zumindest in wirtschaftlich guter Lage und wenn es gehaltsmäßig bei Dir aufwärts geht. Das soll nicht gegen IG Metall gerichtet sein, aber sie wird Dir wesentlich mehr Vorteile bringen wenn Kinder vorhanden sind, Schichtbetrieb bei Dir vorliegt und wenn Du mit dem Gehalt in der Sättigung für das was Du machen möchtest angelangt bist.
    Also zumindest unter meinen Freunden/Bekannten war ich beim Einstiegsgehalt deutlich weiter, wenn man den Stundensatz nimmt umso mehr. (da alle 37+h gearbeitet haben und anfangs halt auch weniger gezahlt bekommen haben. Mittlerweile könnte das aber anders aussehen. Viel getan hat sich an meinem Gehalt leider nicht.
    @Ausland:
    Was da auch schön ist, ist das Auto fahren. Man fährt zwar nur 80 oder 130, aber man kommt dauerhaft voran und steht nicht im Stau… Einige Kollegen haben heute statt 30 Minuten, 2,5h zur Arbeit gebraucht, da die Autobahn vollgesperrt war.
    Zum Thema Auswandern, da wäre meine Partnerin dabei. Sie hat noch Australien in den Raum geworfen. Da hat sie nämlich mittlerweile auch schon sehr viele Freunde ins Herz geschlossen.
    “Von dem angesparten Vermögen her vermute ich, dass Du bereits sehr viel von dem Gehalt sparen kannst. “
    Ja, das ist korrekt. 4-stellig klappt eigentlich immer. Da bringt die Sparrate dann auch immer etwas Bewegung ins Depot.
    “Falls Deine Freundin ebenfalls Geld beiseitelegen kann, werdet Ihr noch mehr Möglichkeiten in der Zukunft haben. Das war bei uns am Anfang nicht unbedingt gegeben. “
    Sie war vorher immer eine, die von Gehalt zu Gehalt gelebt hat. Mittlerweile überweist Sie aber fleißig auf Ihr Pufferkonto und stiegt langsam mit einem Sparplan auf dem MSCI World ein. Bei ihr hat’s Klick gemacht.

  78. AvatarThomas

    @Bunzenbrenner
    Hab den Artikel auch schon gesehen. Lars Hattwig scheint sich zum bekanntesten Gesicht der Frugalistenszene zu entwickeln, nach Tim natürlich 🙂
    Finde den Artikel sehr gelungen und auch sehr treffend.
    Gruß,
    Thomas

  79. AvatarThorsten

    Die Steuern werden nächstes Jahr erhöht:
    https://www.n-tv.de/politik/Mehr-Sozialabgaben-fuer-Gutverdiener-geplant-article21257184.html
    Sozialbeiträge sind Steuern, zweckgebundene Steuern, auch als “Abgaben”  getarnt oder deklassifiztiert. Sie bleiben dennoch, was sie sind : Steuern!
    Bevor also der Soli für irgendejemanden runtergeht werden erst Mal die Steuern erhöht und zwar über die Beitragsbemessungsgrenze. Man legt sie eine Etage höher und schwupps füllt es die Kassen. Damit das gemeine Volk denkt, dass das gerecht sei, wird der übliche Begriff “für Besserverdiener” hinzugefügt.
    Menschen mit einem überdurchschnittlichen Einkommen müssen sich auf höhere Beiträge für die Sozialversicherungen einstellen.
    Da so viele wenig verdienen und das Durchschnittseinkommen herangezogen wird, wird es vor allem wieder eine Schicht treffen : den Mittelstand, und zwar die Fleißigen darunter, die ihr Einkommen über Fortbildungen, lange Schulzeiten, aktive Jobsuche mit Gehaltsverbesserungen und Überstunden erhöhen konnten. die, die unter Risiko Unternehmen gründen, sich selbstständig machen und etwas wagen. Fleiß wird in diesem Land bestraft, Du sollst hier offenbar durchschnittlich sein und  bleiben, wie im Sozialismus.

  80. Avatarsteve

    DanielKA kannst du einen link einstellen? Berkshire lasse ich nicht gelten wenn es eine billige Variante gibt für mich ein Pseudo Split. Ich werfe MC Donalds mit 12 Splits rein (729 für eine), Tim hatte mal einen Beitrag wo jemand mit Pfizer durch DRIP und Split reich wurde. Aurelius als deutsche Aktie auch nicht schlecht, ich glaub 3 Splits. Altana meine erste Firma machte auch einen 3 für 1 Split nach ca 1 Jahr wieder gleicher Kurs, vorher und nachher keine ähnliche Performance. Ist meine typische Erfahrung Split gut für den Kurs Reverse schlecht. Wenn du Untersuchungen hast die das Gegenteil beweisen her damit.

  81. Avatar42sucht21

    @Thorsten
    Das ist doch nur die alljährlich stattfindende Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze an die Lohnentwicklung in DE. Das ist doch kein Aufreger. Außerdem erhöhen Sie dadurch Ihre Ansprüche an die gesetzliche Rente – weil Sie mehr einzahlen 😉

  82. AvatarSparta

    @Steve
    Splits sind natürlich super genial!
    Thorsten flippt dabei förmlich aus, wenn es immer mehr Anteile werden! 😉

  83. AvatarAlbr

    Splits, die mir jetzt spontan bei meinen Aktien einfallen, MA, BASF, Flughafen Wien, Flughafen Zürich, Swiss re, MSFT, NKE, SBUX, V 😉
     
    gibt bestimmt noch andere, aber die o.g. ergeben jeweils mittlerweile eine 4-stellige Anzahl von Aktien in meinem Depot…
     
     
     
     

  84. AvatarAlbr

    Deutlich interessanter sind mMn Spin Offs, ich kaufe ab und zu auch Aktien, die sich aufspalten im Voraus 😉
     
     

  85. AvatarThorsten

    @Nico
    Deutschland ist schön und ich bin kein Single. Wenn die Kinder aus dem Haus sind kann man es überlegen. Ich kenne sehr erfolgreiche Menschen , die genau das getan haben und jetzt im Zielland bloß noch 10% Steuern zahlen. Die haben alles aufgegeben, Häuser, Heimat, Unternehmen. Ich war geschockt. Lief alles gut, aber bei Abgabequoten von 70% machte es halt irgendwann keinen Spaß mehr… Ich verfolge eine andere Strategie : keinen Cent mehr durch sozialpflichtige Arbeit, lohnt nicht . Wenn ich in eine Notlage käme müsste ich mein Vermögen verkaufen bis mir der Staat irgendwas zahlen würde. Rendite zweistellig negativ, absolut irre. Dadurch bin ich in untere Einkommenssteuerprogression gerutscht. Interesssnt wieviel dann plötzlich übrig bleibt.

  86. Avatar42sucht21

    @Thorsten
    Welches ist denn das gewählte Auswanderungsland mit 10% Steuern insgesamt inkl. Sozialabgaben?

  87. AvatarThorsten

    @42sucht21 ‘inklusive Sozialausgaben’ habe ich so nicht geschrieben, bzw. Sozialabgaben  gibt es dort meines Wissens nicht. Damit sind wir weltweit isoliert. Welche Steuern vielleicht noch draufkommen wer weiß. Die 10% sind ESt.

  88. AvatarKevin

    Wer vorhat eine Weiterbildung zu machen, sollte sich das hier auf jeden Fall mal anschauen. Dadurch sind die hohen Gebühren bei den Weiterbildungen nicht mehr so schmerzhaft. Der Staat zahlt hier und da gute Zuschüsse. (Bei mir bspw. 40% auf Kurs- und Prüfungsgebühren) Den Rest kann man dann aber ohnehin noch als Werbungskosten absetzen.
    Bei Bestehen gibt es hier und da je nach Abschluss auch nochmal gut Geld.
    Bremen 4000€ (diverse)
    Niedersachsen 4000€ (Handwerk)
    Bayern bis 2000€ (diverse)
    … schaut einfach mal für euer Bundesland.
     
    Gestern kam endlich meine Prämie für das Bestehen meiner Weiterbildung, die ging jetzt heute ins Depot. – Montag wird dann erstmal geshoppt :)… mal sehen was mir so vor die Maus hüpft.

  89. AvatarKevin

    @Thorsten:
    “inklusive Sozialausgaben‘ habe ich so nicht geschrieben, bzw. Sozialabgaben gibt es dort meines Wissens nicht.”
     
    Ich denke mal weil du weiter oben folgendes geschrieben hattest.
    Aber der Arzt etc. ist da halt auch nicht umsonst. Kosten hat man immer ob jetzt nach Aufwand abgerechnet wird oder wie bei uns über “pauschalen-Prozentsatz” (nicht all inklusive) natürlich.
     
    “Sozialbeiträge sind Steuern, zweckgebundene Steuern, auch als „Abgaben“ getarnt oder deklassifiztiert. Sie bleiben dennoch, was sie sind : Steuern!”

  90. AvatarAlbr

    Ein Freund ist in die Dom.Rep. gezogen (immer für 7 Monate im Winter), zahlt 0 steuern auf Kapitaleinkünfte, es gibt dort eine große europ. Gemeinde, und klasse Wetter 😉
     
     

  91. AvatarAlbr

    Ich habe heute im Radio (DLF) mal wieder gehört, wie toll es in D. doch sei… leider vergessen Sie zu sagen, dass die Leistungen, die durch unsere Sozialabgaben finanziert werden, ein Witz sind im Verhältnis zu den extrem hohen Abgaben 😉
     
     

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *