Das Leben als digitaler Nomade in der Natur


New York, 10. Mai 2019

Das Leben als digitaler Nomade kann ein Abenteuer sein. Es kann sehr geringe Kosten bedeuten, wer auf dem Campingplatz oder in der Wildnis lebt. Das Foto ist von einem Leser.

Ich hab mir vor einiger Zeit ein paar Apple, Amazon, Microsoft, Netflix, Alphabet und Facebook ins Depot gelegt. Ganz nach dem Motto: „Ich habe sie gekauft und halten sie für immer, ich vergesse sie.“ Niemand weiß indes, was in 10, 20 oder 30 Jahren sein wird. Aber ich fühle mich wohl mit ihnen.

Der Amazon-Chart sieht herrlich aus:

Mein Ziel ist es die Aktien für immer zu behalten. Warren Buffett hält seine American Express Aktie seit 50 Jahren.

Aber neben den FAANG-Aktien habe ich jede Menge knochen-konservative Titel im Depot. Etwa den Vanguard VOO-ETF, der den S&P-500-Index nachbildet. Ich habe Aktien von Bank of America, Chevron, Procter & Gamble, General Electric, Johnson & Johnson, SAP, Adidas, Allianz, Nike, Exxon, Citi, Berkshire Hathaway im Depot. Ich habe circa 40 unterschiedliche Aktienpakete.

Ich behalte meine Ausgaben gering. Ich bin bescheiden. Ich brauche nicht viel Plunder. Ich bin froh, je weniger Gegenstände ich besitze.  Um etwas bodenständiger zu werden, kann ich nur empfehlen, zu schauen, wie andere leben. Ich finde es klasse, wie sich Menschen als Nomaden durchschlagen. In einem Zelt oder Wohnwagen.

Blogleser David Absalon macht das. Er fährt mit seiner Freundin auf dem Rad durch Osteuropa. Ich finde das super.

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Tag 9 Noch während ich gerade um 20.12Uhr den ersten Satz formuliere, nehmen Maria und ich auf einmal Geräusche eines Wildschweines wahr. Das Wildschwein atmet laut und grunzt zwischendurch, dabei umstreift es die noch jungen Bäume neben unserem Zelt. Sofort sind wir beide hoch konzentriert und mucksmäuschen still. Nach kurzer Zeit beraten wir flüsternd ob wir nicht laut sprechen sollen, da Wildschweine normalerweise eher scheue Tiere sind und es wahrscheinlich nicht bemerkt hat, das ganz in der Nähe zwei Menschen campieren. Wir sind uns unsicher und sitzen die Situation still aus. Nach einiger Zeit sind wir uns sicher Nichts mehr wahrzunehmen und ich widme mich wieder diesem Text. Nachdem gestrigen anstrengenden Tag schlief ich die Nacht so tief und fest, dass ich fast nicht mitbekommen hätte, dass morgens gegen 06.30 Uhr aufeinmal ein Schneeregen eingesetzt hat. Maria stieg aus dem Schlafsack ins ungemütliche Nass und spannte das Zelt mit ein paar Heringen stramm. Glücklicherweise war der Spuk knapp 5 Minuten später wieder vorbei sodass wir noch bis halb 10 weiterschlummerten. Der heutige Tag verlief im Vergleich zu gestern ausgezeichnet. Obwohl es bewölkt war, bekamen wir in regelmäßigen Abständen mehr als genug Wärme durch die Sonne ab. Dazu hatten wir heute zum ersten Mal den ganzen Tag Rückenwind. Es war einfach nur geil. Wir rissen knapp 70km ab und kamen ca. 20km vor Gdynia in Reda zum stehen. Bis nach Gdynia scheint es nur noch städtisch und bevölkert zu bleiben, sodass wir gegen 18.30Uhr von unserer Route abwichen und uns Richtung Wald begaben, welcher sich gut 2km entfernt oberhalb der Hauptstraße entlang der hügeligen Umgebung zieht. Morgen wollen wir uns etwas Zeit nehmen und uns Gdynia genauer ansehen. Übrigens ist heute am 03.Mai der Tag der Verfassung in Polen (gestern hatte ich geschrieben, dass heute ein Feiertag ist – ich wusste nur nicht welcher).

Ein Beitrag geteilt von David Absalon (@david.absalon) am

Da sieht man, was man eigentlich zur Zufriedenheit braucht. Menschen, soziale Kontakte, Sport, Natur, etwas zu lesen, ein Projekt. Und schon kannst du ein zufriedenes Leben leben.

Leben in einem Wohnwagen oder Wohnmobil machen immer mehr in den USA. Es ist ein Trend geworden. Klar ist das eine extreme Form der finanziellen Freiheit (FIRE). Aber es geht.

Die einen leben in einem Mini-Haus. Andere abseits auf dem Land. Schau dir dieses Paar unten im Video an. Sie lieben es. Sie leben wie Hippies in einem Wohnwagen. Sie fahren an verschiedene Orte. Sie suchen das Abenteuer. Sie schmieden Freundschaften. Sie gehen in die Berge klettern. Sie arbeiten als digitale Nomaden an Projekten. Abends sitzen sie am Lagerfeuer mit Freunden. Sie trinken ein Bier. Sie gehen angeln. Sie machen Radtouren.

Für einige ist das ein aufregendes Leben, was gleichzeitig entspannend erscheint. So kann man eine Menge Geld sparen. Es wäre jedoch nur eine Option, wenn jemand die freie Natur wirklich liebt. Nur wenn du gut als freier Mitarbeiter oder Selbstständiger an digitalen Projekten arbeiten kannst.


Es gibt sehr erfolgreiche Blogger, die rund um den Globus arbeiten können. Sie kassieren meist aus unterschiedlichen Quellen Geld. Manch einer liebt den Grand Canyon. Es ist nicht für jedermann, aber es ist eine großartige Möglichkeit Geld auf Reisen zu sparen. Vielleicht gehst du auf einen Campingplatz, vielleicht in die Wildnis.

Der Schauspieler Hape Kerkeling entdeckte auf einer langen Wanderung auf dem spanischen Jacobsweg die Freiheit. Er hing seinen Job an den Nagel.

Bei mir ist es jedenfalls so, wenn ich solche Menschen in Videos sehe, bringt mich das noch mehr auf den Boden. Dann merke ich, welchen Luxus ich eigentlich habe. Die typische konsumsüchtige Mittelschicht ist nie zufrieden mit dem, was sie hat. Sie braucht ständig mehr Konsumgüter. Es ist ein stetiges Leben in der Unzufriedenheit.

Eines ist doch klar: Wenn du wie eine durchschnittliche Person verdienst und konsumierst (Wohnen, Auto, Mode, Urlaub…), kannst du wahrscheinlich nicht früher in die Freiheit. Du kriegst das Resultat der durchschnittlichen Person, die bis 65 oder 67 arbeitet und dann kaum etwas zum Leben hat.

Das kapiert selbst der clevere Gerd Kommer nicht. Immer wieder sagt er, dass die finanzielle Freiheit eine Fata Morgana ist. Kommer hat das wieder in einem neuen Podcast mit Stefan Obersteller behauptet. Warum nur? Nimm das extreme Beispiel: Jemand hat eine Million Euro im Depot und lebt bodenständig in einer abbezahlten Mini-Eigentumswohnung. Warum soll das nicht funktionieren? Klar ist es nicht leicht, die 1 Million Euro zu erwirtschaften im Depot. Das schaffen nur ganz wenige. Aber es ist möglich.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Das Leben als digitaler Nomade in der Natur

  1. AvatarRalf

    „Ich finde es klasse, wie sich Menschen als Nomaden durchschlagen. In einem Zelt oder Wohnwagen.“

    Als Single ohne Verantwortung für Familie sicherlich ein gangbarer Weg. Mit halbwüchsigen Teenagern würde ich mir das aber eher nicht antun wollen. Und für ein vernünftig beheiztes Bad morgens ist man doch auch dankbar….

    Natürlich kann man damit super Geld sparen. Aber ein Leben fast wie ein Penner ist nicht jedermanns Sache…

  2. Avatarchn

    Da ist der Herr Kommer, was die finanzielle Freiheit angeht, ja total auf dem Holzweg. Sogar nach dem Gespräch mit Oliver Noelting hat er nicht verstanden, dass es da in der jüngeren Generation einen Trend zu Reduktion/Minimalismus, Shared Economy, work/life balance und weniger Statussymbole gibt, um zufriedener zu werden. Mir scheint auch, er will es garnicht verstehen – im Gespräch ist er ja nicht wirklich auf Olivers Ansichten eingegangen. Ganz schön irrational. Dabei halte ich ihn auch für ziemlich clever auf seinem Fachgebiet (habe seine Bücher gelesen).

    Vielleicht ist das ja so ein Generationending. Herr Kommer ist Jahrgang 1962.

  3. AvatarThorsten

    @chn Kommer und Tenhagen , die sollten mal zusammen auftreten, reine Satire. 😉 Am Ende der Finanzindustrie stehen sie mit der Warnleuchte rumfuchtelnd auf der Bühne, mit kruden Thesen, die vergangenheitsbezogen sind. Die Gegenwart hat sie wohl überholt.

  4. AvatarChris k.

    Super Artikel Tim danke für deine täglichen Artikel. Respekt das mit der Ost Reise der beiden. Ist bestimmt eine Mega spannende Zeit und Erfahrung aber auch etwas gefährlich, aber das leben ist allgemein Risiko reich also vergesst was ich geschrieben habe. In der Natur z. B. Per camper zu leben finde ich klasse oder per autarkes tiny house… Aber Stadt leben ist auch cool. Die Mischung machts.

     

    Ich bin gespannt auf die Europa Wahl und hoffe das alles etwas grüner und gelber wird. Weil Umweltschutz und Wirtschaft kann man vereinbaren wenn man innovativ ist. Aber um die Erde und unsere enkel wirklich zu retten, müssten wir mit musk seiner Rakete ein anderen Planeten finden oder autark leben wie vor 1000 Jahren. Und das wird glaube ich nicht flächendeckend wenn überhaupt passieren. Due Länder können doch kaum erwarten das Grönland schmilzt und sie die Fossilien Boden schätze dort und aus der Arktis verbrennen können in ihren 5.0 V8 Motoren. Also im Endeffekt, Umwelt schonen, Zeit damit erkaufen, mit ausgereifter Technik die Erde verlassen und aus den Fehlern vllt lernen. Die schnell wachsende Bevölkerung wirds für uns Aktionäre Vorteile bringen aber der Erde den Rest geben.

     

    Egal thema wechsel. Super Wetter draußen heute endlich wieder.

     

    Ich habe aktuell ein Konflikt, ich will Ende nächsten Jahres eine kleine Firma im europäischen Ausland gründen. Invest wäre 35. Bis max. 100tsd. Ich hab Mega Bock drauf und arbeite jeden Tag dran, fragen und Unsicherheiten zu klären für das Projekt. Aber ich müsste schlussendlich mein depot verkaufen… Oder verschulden und das depot liegen lassen. Das ist ein verdammt schwerer Schritt egal wie ich mich entscheide. Ich hasse beides. Aber ich glaube fest an mein Projekt.

    Bis es Wasser fest ist behalte ich alles genauere für mich, aber was würdet ihr tun?

    Schönes Wochenende allen.

    Mfg

  5. AvatarGainde

    @ Thorsten

    Du meinst die Komödie über den QE ETF Scam? 😉

    Der SP500 hat in der Vergangenheit auch schon 19 Jahre gebraucht, um neue Hochs zu erklimmen. Wer da wohl alles Buy & Hoöd in einen Index macht?

  6. AvatarSparta

    @Tim

    „Das kapiert selbst der clevere Gerd Kommer nicht. Immer wieder sagt er, dass die finanzielle Freiheit eine Fata Morgana ist.“

    Herr Kommer ist nur realistisch…

    Mit 30, 35 „reich“ zu werden ist einfach in über 99 % der Fälle eine Fata Morgana, bzw. geht in der Reichtumsforschung überwiegend nur auf unternehmerischen Weg. Dass die Mehrheit mit der eigenen Geschäftsidee reich wird, ist auch eine utopische Vorstellung. Unternehmertum kann knallhart sein.

    Mit 50, 55 soviel gespart zu haben, dass man in Frührente gehen kann, ist für Gutverdiener möglich, aber auch nur für eine Minorität. Dann sind die Gutverdiener auch nicht selten Leute, denen die Arbeit Spaß macht und diese ihnen mehr Sinn gibt, als zu Hause rum zuhocken.

    Trotzdem ist man dann von dem zu entsparendem Kapitalvermögen abhängig und nicht frei!

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Sparta

    Mit Aktien oder ETFs kann man das schon früher schaffen. Man darf halt nicht wie ein Konsumzombie leben: Fette Autos, großes Zuhause, ständig wechselnde Elektronik und Mode. Minimalistisch wie es etwa Oliver Nölting macht. Der schafft es ja auch. Ohne Erbe und Lottogewinn:

    https://frugalisten.de

    Bei Kommer ist die Zeit stehen geblieben. Er lebt in einer Filterblase des typischen Konsumenten, der auf nichts verzichten mag.

  8. AvatarSparta

    @Tim

    Ich kenne Oli.

    Netter Typ, aber mit 400 k finanziell frei mit Familie ohne abgezahltes Wohneigentum….

    Es ist ne selber gebastelte Grundsicherung wo man evtl. dann Teilzeit arbeiten kann, evtl. sogar muss!

    Vom Lebensstandard mit 1 k monatlich ist schon verdammt hart an der Grenze bzw. auf keinen Fall ein Mittelschicht-Lebensstandard.

    Freiheit? Ja, die definiert jeder unterschiedlich.

    Für mich ist das nur eine Teilfreiheit mit Risikofaktoren, bzw. die Miete ist dann abgedeckt…

    PS: Das ist nicht böse oder pessimistisch gemeint, sondern in meinen Augen einfach nur realistisch.

  9. AvatarGainde

    Es reicht doch bereits auch wenn man 1-2 Tage pro Woche weniger arbeiten muss.

  10. AvatarChrissie

    @chn

    “Vielleicht ist das ja so ein Generationending“

    Nein, ist es nicht 🙂 Es ist ein Persönlichkeitsding.

  11. AvatarA.

    Es muss nicht immer finanzielle Freiheit sein, aber mit Dividenden und Mieteinnahmen oder Nebenjob noch weitere Einkommensquellen haben ist schon wichtig finde ich. Bewusstes Konsumieren auch.

    Gehaltssteigerungen möglichst automatisiert sparen und investieren kann ein Hebel sein denke ich, vor allem wenn man recht früh damit beginnt.

    Wenn man später früher in Teilzeit kann ist das GOLD wert finde ich.

    So in einem Wohnwagen leben kann man machen, ist aber nichts für mich und für meine Frau sicherlich auch nicht. Dann noch einen Namen wie Tüff Tüff annehmen.. ne danke. Das Geld soll mir dienen, nicht ich dem Geld.

    Bin vor kurzem 37 geworden und ich brauche schon jetzt praktisch nichts neues mehr an Elektronik. Habe im Grunde alles. Wenn, dann muss höchstens was ersetzt werden. So eine PS4 könnte ich mir noch vorstellen, aber nur wenn das mit dem VR sich besser eingespielt hat. Habe seit 10 Jahren eine PS3 und die funktioniert super.

    Rasenmähroboter wird die nächste Anschaffung, irgendwann nicht jetzt, einfach um Zeit zu sparen. So wie der Saugroboter auch den wir haben: ein Roborock von Xiaomi, super soildes Teil. Aber es ist für mich keine Spaßausgabe wie ein großer Fernseher, teures Smartphone oder ähnliches, bevor hier gemeckert wird, dass ich eben schrieb, dass ich praktisch nichts neues mehr an Elektronik brauche. Und selbst wenn es so sein sollte, dass ich was kaufe, dann ist das auch okay 🙂

    Ich will nicht frugalistisch leben, aber bewußt konsumieren.

    @Tim

    War jemand bei den FAANG-Aktien früh mit dabei, kann das Depot eine enorme Größe angenommen haben.

    Meiner Tochter habe ich u.a. Microsoft ins Depot gelegt vor ca. 2 Jahren. Ist nun ihre größte Position im Moment. Seit Mai wird Disney per Sparplan dazugekauft.

    Gruß

    A.

  12. Avatarsteve

    @ chris k ist doch jacke wie Hose wenn du auf Nummer sicher gehst verkaufst du. Mit Glück stellst du hinterher fest so schlecht war der Zeitpunkt nicht. Wenn du auf Risiko gehst bleibst du investiert sicherst dir niedrige Zinsen und fällst vielleicht auf die Nase.

    ich glaube wenn dein Geschäft gut läuft ist der Verlust des verkauften Depot s zu verschmerzen bzw. unwichtig und wenn es Sch .. läuft bist du froh dass du keine Schulden hast.

  13. Avatarchn

    @Chrissie:

    Nein, ist es nicht ? Es ist ein Persönlichkeitsding.

    Da is was dran 🙂

  14. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Sparta

    Wenn jemand in dem Alter 400.000 Euro im Depot hat, ist doch super. Du siehst alles so negativ.

  15. AvatarWohnung mit Domblick

    @Tim: Also abbezahlte Eigentumswohnung und eine Million auf dem Konto ist Dein Maßstab für die finanzielle Freiheit? Das sehe ich aber auch als zu hoch angesetzt an, das werden wohl die wenigsten Angestellten in Deutschland schaffen. Ich auch nicht. Da sind die 4% Entnahme schon hohes Niveau. Wenn in der finanziellen Freiheit genau so sparsam weiter gelebt wird, reicht auch weniger als die halbe Mio. Wieso soll man dann auch anfangen zu prassen, wenn man vorher schon gewohnt war, 50-60% des Gehalts zu sparen? Die Sparquote fällt dann ja weg. Die Fixkosten sind dank Eigentumswohnung gering. Das halbe frühere Netto reicht auch.
    Vielleicht gehe ich auch bald als digitaler Freelancer. Es gibt genug Möglichkeiten.

  16. AvatarSparta

    @Tim

    Sicherlich ist das ein nettes Polster, bzw. über dem Schnitt in dem Alter.

    Es ist aber ganz grob das Äquivalent einer mittleren Eigentumswohnung je nach Lage, Größe und Region auch Haus.

    Ich finde Realismus ist nicht mit Pessimismus gleichzusetzen… aber das kommt wohl auf die jeweilige Filterblase an.

    „Finanziell Frei“ bedeutet für mich definitiv nicht unter dem durchschnittlichen Haushaltseinkommen zu leben oder auf dem Weihnachtsmarkt mir was verkneifen zu müssen…

    Wenn es für Oli passt, ist es prima. Für mich passt diese individuelle Begrifflichkeit nicht.

    Frührentner mit Einschränkungen klingt weniger gut als Begrifflichkeit…

    @Domblick

    Ne, ich bin der dekadente Pessimist, nicht Tim.;-)

  17. KievKiev

    @ Lean FF

    400k sind bei einem jungen Alter und Familie sicher grenzwertig niedrig angesetzt. Ich betrachte es dennoch sehr positiv. Oliver schafft sich mit dem Depot doch ein eigenes bedingungsloses Grundeinkommen. Mit 400k kommt auch monatlich mehr rüber als bei anderen Versuchen in die Richtung. Außerdem hat nicht jeder dieses Einkommen, sonst wäre es auch nicht so viel Wert 😉

    Falls man eine Familie mit zwei Kindern als Beispiel hat und benötigt eine größere Wohnung so muss man doch vielleicht nur 200€ verdienen. Falls man mit der Familie im Camper durch die USA reisen möchte muss man vielleicht ein Jahr 500€ im Monat dafür verdienen. Das ist zu zweit doch sehr leicht möglich. Als Alternative kann man auch mit dem Rad durch den Osten fahren. Man kann so immer überlegen, ob man die Zeit für eine Ausgabe einbringen möchte oder nicht.

    So stelle ich mir eine sehr schöne Selbstständigkeit vor. Falls man hingegen viele Verbindlichkeiten hat und einen hohen Lebensstil mit wenig Rücklagen so ist man auch in Selbstständigkeit nicht unbedingt der eigene Chef. Man muss auch hier getrieben von eigenem Konsum alle möglichen Aufträge annehmen. Hier hat man nicht viel gegenüber gewöhnlichen Angestellten gewonnen.

  18. AvatarDaniel

    Ich bin gespannt auf die Europa Wahl und hoffe das alles etwas grüner und gelber wird.

    Wenn du damit die FDP meinst, dann weiss ich ehrlich gesagt nicht, wie das funktionieren kann oder soll. Beide Parteien haben eigentlich genaue Gegenteile im Kern. Die Grünen sehen in allen Dingen den Staat der etwas tun, lassen oder regulieren soll, die Partei ist geprägt von Verboten und einer Art „Das-musst-du-oder-darfst-du-nicht-tun-Liste, erlassen von wenigen die meinen es besser zu wissen als andere, also der Markt und alle darin lebenden Bürger.

    Der Kerngedanke der FDP ist eigentlich einen möglichst kleinen Staat, wenig Bürokratie, viel Eigenverantwortung und den Appell an politische und auch andere Vernunft ohne allzu viele Gebote und Verordnungen. Die Grünen sind eigentlich ein tiefroter Haufen bei denen noch viele aus SED Zeiten Gedankengut in sich tragen und wo man ein kleines grünes, umweltbewusstes Mäntelchen drübergezogen hat. Die Grundgedanken in Umweltthemen sicherlich richtig, aber ohne jegweden Sachverstand. Ich erinnere an die Kugel Eis die uns die Energiewende gekostet hat. Jetzt grade erklärte uns Herr Habeck was VW besser machen muss. Ich wusste gar nicht dass ein Kinderbuchautor nun auch die Geschicke von Automobilkonzernen leiten kann. Wie konnte man bisher ohne diesen Menschen auskommen?

    Jaja…genauso wie E10 den Planeten retten sollte (Monokulturen) oder viele andere DInge. In einer Welt mit mehr Wohlstand kommt automatisch der Umweltschutz und Nachhaltigkeitsgedanke. Ich hoffe dass es bei der Europawahl hauptsächlich eine Mischung aus wirtschaftsliberalen und wertekonservativen Parteien wird.

    Weil Umweltschutz und Wirtschaft kann man vereinbaren wenn man innovativ ist.

    Leider ist die Grünen Partei das Gegenteil. Sie will zurück zu alten Staatstrukturen mit einem permanenten Einreden von schlechtem Gewissen und einer Art Klima-Ablasshandel. Das höchste Ziel eines Staates sollte die Freiheit bzw. der liberale Gedanke sein, keine Regierung von oben.

    Aber um die Erde und unsere enkel wirklich zu retten, müssten wir mit musk seiner Rakete ein anderen Planeten finden oder autark leben wie vor 1000 Jahren. Und das wird glaube ich nicht flächendeckend wenn überhaupt passieren.

    Unsere Welt ist auf den besten Weg besser zu werden. Niemals starben prozentual so wenig Menschen, nie prozentual so wenig an Hunger, nie war Zugang zu Bildung so einfach. Es gibt noch verdammt viel zu tun, insbesondere Armutsbekämpfung bringt diesen Planeten im Wesentlichen nach vorn, und das geschieht am besten wenn man den Mief des Sozialismus aus den Staaten heraustreibt der jegliche Innovation und Fortschritt behindert.

    Due Länder können doch kaum erwarten das Grönland schmilzt und sie die Fossilien Boden schätze dort und aus der Arktis verbrennen können in ihren 5.0 V8 Motoren. Also im Endeffekt, Umwelt schonen, Zeit damit erkaufen, mit ausgereifter Technik die Erde verlassen und aus den Fehlern vllt lernen. Die schnell wachsende Bevölkerung wirds für uns Aktionäre Vorteile bringen aber der Erde den Rest geben.

    Es gibt Prognosen dass der Peak der Weltbevölkerung bald erreicht sein wird und dann trotz zunehmend älter werdender Bevölkerung diese wieder abnimmt und sich auf ein gesundes Maß einpegelt. Durch künstliche Anbaumethoden sind auch umweltschondene Nahrungserzeugung in 30-40 Jahren denkbar, wissenschaftlicher Fortschritt und Mangel an Recourcen haben Menschen immer zu Höchstleistungen in Sachen Effizienz gebracht, nur diese findet solange nicht statt, solange eine Recource im Überfluss vorhanden ist. Brennstoff wird auch in naher Zukunft nicht ausgehen und nein, die Erde wird auch kein glühender Erdball und kein Madmax Szenario, Satelitenbilder zeigen vielmehr dass die Welt derzeit ergrünt.

    Es gibt immer zwei Seiten und ich sehe die optimistische und warne davor dieser Umwelt/Klimahysterie zu verfallen. Ja, die Umweltzerstörung muss unbedingt bekämpft werden, siehe Abholzung der Regenwälder, Verseuchung der Flüsse usw. aber vieles dieser Friday for Future Kids ist sinnfreies nachgeblubber von irgendwelchen Hysterikern. Es gibt ja auch schon tiefere Recherchen darüber, wer diese angeblich so spontanen Demos koordiniert. Da stecken auch nichts anderes als Lobby-Organisationen mit eigenem Interesse dahinter.

     

    Bei Kommer ist die Zeit stehen geblieben. Er lebt in einer Filterblase des typischen Konsumenten, der auf nichts verzichten mag.

    Ich glaube kaum dass ich von 100 Menschen auf der Straße 2 finden werde die Frugalismus kennen, ich glaube eher dass das Internet zu einer Filterblase gehört in der die wenigen Einzelfälle überrepräsentiert sind. Ich denke Herr Kommer ist da schon sehr realistisch unterwegs, wenngleich mir sein abfälliges Gehabe gegenüber denen, die es „geschafft“ haben und damit zufrieden sind schon sehr unangenehm aufgestoßen ist.

  19. AvatarMicha

    Daniel,

    habe Dir hier noch etwas zu Deiner Anmerkung bzgl. Steuersatz geantwortet („11. Mai 2019 um 1:58“).

  20. AvatarMicha

    @Tim

    Ich finde es klasse, wie sich Menschen als Nomaden durchschlagen. In einem Zelt oder Wohnwagen.

    Das ist gar nicht so einfach in D (vielleicht auch EU-weit?): Ich habe da schon mit Depotstellen gesprochen und bspw. ohne Wohnsitzadresse wird es schwierig, ein Konto oder Depot zu halten. Onvista bspw. verlangt eine Wohnsitzadresse und diese dann auch noch in bestimmten Ländern. Welche das sind, konnte man mir aber nicht sagen. Vielleicht kennt ja hier jemand Firmen, bei denen man sogar ganz ohne Wohnsitzadresse Konten und Depots führen lassen kann.

  21. AvatarSparta

    @Daniel

    „Ich denke Herr Kommer ist da schon sehr realistisch unterwegs, wenngleich mir sein abfälliges Gehabe gegenüber denen, die es „geschafft“ haben und damit zufrieden sind schon sehr unangenehm aufgestoßen ist.“

    Wo konntest Du ein abfälliges Gehabe gegenüber denen, die es „geschafft“ haben erkennen???

    Mir ist dieses bei Herrn Kommer noch nie aufgefallen bzw. ins Auge gesprungen. Einzig seine Ansichten bzgl. Faktor-Investments könnte man kontrovers sehen, bzw. werden ja auch durchaus kontrovers diskutiert.

    Deinen Vergleich mit Herrn Sarrazin bzgl. Sachlichkeit fand ich dagegen etwas befremdlich.

    @Kiev

    Ja, wenn Oli damit dauerhaft glücklich und zufrieden ist, dann ist das selbstverständlich positiv für ihn! Selbstverständlich ist er mit seiner Sparleistung und in dem Alter über dem Durchschnitt.

    Der mögliche/realistische Cashflow aus dem reinem Kapitalvermögen ist aber unter dem Lebensdurchschnitt…

    Ich sehe es deswegen nur als partielle und leider auch fragile finanzielle Freiheit, wo zusätzliches Erwerbseinkommen sicherlich nicht schadet.

    Die Ansichten bzgl. der nötigen Summe/Cashflow sind ja durchaus kontrovers.

    Für V waren ja 3000 k + Immo noch unsicher…

  22. Avatar42sucht21

    @die Summe für die finanzielle Freiheit

    ist etwas anderes wenn man 20-30 Jahre alt ist und in einem 1st class 1st world Land lebt – im Vergleich zum Leben in einem anderen Land in dem weniger verteilt wird oder im Vergleich zu einem Leben mit 40-60 als Familienvater / Familienmutter mit 2-4 Kindern. Ich wollte meinen Kindern auch finanziell einen vernünftigen bis guten Start bieten können damit sie vorhandene Bildungsangebote einfacher nutzen konnten und einen einfacheren finanziellen Start ins Leben hatten. Es ist einfach eine gute Startposition und Chance. Ist doch schade wenn man den Turnverein nicht bezahlen kann oder Kinder keinen Schulaustausch mitmachen dürfen oder es finanziell zum (falls gewollt) studieren mit Auslandsaufenthalt nicht reicht usw usw. Oder ob der Urlaub gecancelt wird weil die WaMa kaputt gegangen ist. Klar kann man solche Dinge meist auch anders erreichen aber es ist halt schwieriger. Stählt dann evtl. den Charakter der Kinder….

    Ich persönlich habe auch wenig Konsumansprüche denke ich und bin mit wenig zufrieden. Camping im Zelt und Wanderurlaube finde ich auch genial. Aber ich finde es auch genial mir andere Urlaube leisten zu können wenn ich es möchte. Ich bin zB zu zweit mehrwöchig durch die Alpen und durch Madagaskar gewandert oder habe zu zweit 9 Monate mit dem Motorrad Europa und & mit einem Kumpel aus Sizilien und seinem altem LR Defender mit Dachzelt NW-Afrika erkundet. Für gute Erlebnisse, eine gute Zeit und gute Freunde benötigt man meist nur sehr wenig Geld – aber Zeit. Die finanzielle Ausgangssituation von Herrn N. würde ich persönlich nicht als finanzielle Freiheit bezeichnen. Das wäre mir als Familie zu wenig. Das Problem daran ist auch, dass man die Entscheidung schlecht revidieren kann wenn man später bemerkt, dass man eigentlich mehr benötigt.

    (Ich kenne Herrn N. nicht, aber er scheint mir vom Internet aus betrachtet ausgeglichen, glücklich und zufrieden. Ich will hier keinesfalls den Lebensweg von Herrn N. speziell ansprechen. Es geht mir nur um den im Zusammenhang genannten Geldbetrag für FI.)

  23. Avatarchn

    Olivers 400.000€ wären mir persönlich auch zu wenig, aber das würde ich nicht so streng sehen. Ich glaube, für ihn ist das ein rechnerischer Wert, der ihm aktuell theoretisch genügen würde und mit dem er erstmal planen kann. Alles Weitere zeigt sich, wenn er kurz vorm Ziel ist. Dann wird er nochmal konkret darüber nachdenken und rechnen müssen.

  24. AvatarDanielKA

    Camping mit Wohnmobil und Co. ist gar nicht so günstig wie hier alle denken. Wildcampen ist in der EU verboten. In den USA waren die in California und Nevada auch nicht günstiger. Stellplätze kosten nicht wenig (Infrastruktur, Stromanschluss  usw) Ich kann nicht nur aus umweltgesichtspunkten meine Chemietoilette schlecht im Wald entsorgen (illegal), höhere Mautgebühren, Steuern und Versicherungen. Internetverbindung muss ebenfalls vorhanden sein und in der Pampa eben nicht vorhanden, also nichts mit digitaler Nomade.

    Alle Wohnmobilbesitzer die ich kenne sind Immobilieneigentümer und Gutverdiener bzw Rentner/Pensionäre. Die meisten sagen für das Geld könnte man sich Luxusshotels buchen, die stehen aber auf den campinglifestyle

    Ich wette jede kleine Wohnung zur Langzeitmiete in der Nebensaison ist günstiger als ein Wohnmobil.

     

  25. AvatarPatrick

    Hallo Steuergurus, Wäre cool wenn ihr mir kurz helfen könntet. Habe aufgrund Depot Vereinfachung letztes Jahr ein paar thesaurierende ETFs verkauft, welche nun natürlich in meinem Steuerbescheid auftauchen und die thesaurierende Dividende m.E. Rückwirkend versteuert werden müssen. Was mich dabei irritiert, ist der Zusatz auf dem Bescheid , dass diese bereits in der Anlage KAP enthalten sind und für die Steuererklärung abgezogen müssen… Jemand eine Ahnung? Danke für eure Hilfe. Viele Grüße, Patrick

  26. AvatarA.

    @Danielka

    Danke für deinen Beitrag. Ich vermute auch, dass das mit dem Wohnwagen zu sehr romantisiert wird.

    In der Praxis merkt man dann die Nachteile. Ich kenne auch einen der einen Wohnwagen hat. Der sagt, dass er finanziell eher im Nachteil ist gegenüber Hotels. Geht ihm um den Lifestyle.
    Klar, billigen Wohnwagen kaufen könnte man auch, aber dann holen einen die Reparaturen ein.

    Gruß

    A.

  27. AvatarThorsten

    @DanielKA oder Ferienhaus auf dem Land, bei uns gibt es x000 qm plus Haus für 50.000€. Mittlerweile drängen die Städter wieder nach draußen, meist Leute ab 50. Wohnmobile kosten leicht das Doppelte.

    @All meine Empfehlung Tims Rat zu folgen und nicht hin und handeln. Sparquote hochhalten. Konsum begrenzen. Das bedeutet nicht, dass man kein Spaß am Leben hat und bei Brei und Wasser knausert, sondern eine Selbstkontrolle über das, was man wirklich möchte. Dann brauchtvman auch keine Zahlen oder die Million, es ergibt sich von selbst wenn man seinen Weg verfolgt. Bei mir waren es Aktien und Immobilien, ein Job, später Selbstständigkeit . Keine teuren Autos, keine teuren Urlaube. Der Zinseszins hat alles hoch gehebelt.

  28. AvatarGiniKoeffizient

    @Oliver/Frugalisten Kommentare

    Ihr beachtet aber schon, dass er nur von sich spricht und Freundin und Familie in den Berechnungen ausklammert?

    Ihr geht irgendwie alle davon aus, dass seine Partnerin nichts dazu beiträgt. Was wenn sie dieselbe Sparleistung erbringt?

    Weiterhin ist das ja auch ein Minimalziel, welches die Freiheitsschwelle für ihn persönlich definiert. 1400€ für eine Person passt da schon, um frei zu entscheiden was man dann so macht und wie man darauf aufbauend sein Leben und Job gestaltet.

    400.000€ pro Nase + (Teilzeit)job, wir kann das nicht reichen?

    Ich denke hier verbeißen sich viele am Wörtchen Freiheit und/oder Unabhängigkeit.

    Man wird niemals finanziell unabhängig sein, wenn man die tatsächliche Wortbedeutung zu Grunde legt. Dann ist man eben von seinem Kapitalvermögen und der Weltkonjunktur abhängig, wenn man nicht mehr arbeitet. Anders von seiner Gesundheit und Humankapital. Somit ist es richtig, finanzielle Unabhängigkeit ist eine Illusion.

    Das ist es aber nicht was der Begriff FIRE oder Finanzielle Unabhängigkeit aussagen soll. Fuck You Money ist hier vermutlich die eingängigere Terminologie.

    Es ist die Summe ab der EINE Person allen anderen den Stinkefinger zeigen und gehen kann, wenn es ihm passt. Das ist die Freiheit und Unabhängigkeit von der gesprochen wird.

    Das jeweilige Lebensmodell setzt hier natürlich weitere Verbindlichkeiten auf, rütteln aber ansich nicht an dieser Definition. Zumal solche Entscheidungen sehr individuell sind (Familie mit einem Kind vs. fünf Kinder).

    Ich finde auch, dass hier zu viel Pessimismus herrscht. Die Frage ist doch immer: was ist die Alternative? Und die ist ganz sicher nicht frei per Definition.

  29. AvatarWohnung mit Domblick

    @Thorsten, welcher Landstrich ist das, wo es so viel Platz gibt?
    Das Nomadentum liegt mir auch nicht. Aber ein Haus als Urlaubsdomizil mit vermietbarem Anteil wäre interessant.

    Mein Antrieb: Ein Ziel setzen, das in nicht allzu weiter Ferne ist. Bei mir, wenn ein bestimmter Betrag x zusammengekommen ist, trete ich beruflich kürzer oder mach freiberuflich weiter. Das sollte in 5-6 Jahren so weit sein, vielleicht früher. Dann kann ich Teilzeitnomade werden 🙂 Die Stadtwohnung hat ja geringe Dauerkosten.

  30. AvatarThorsten

    Kontroverse Meinungen sind eine Quelle der Inspiration. Jeder kann sich das rausgreifen, was ihm gefällt oder seine Ecken an dem Schleifstein wetzen, man kann immer noch was dazu lernen. Wenn man es nicht persönlich nimmt und anderen die Luft zum atmen lässt.

    Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Lebensstil, der Selbstkontrolle im Konsum beinhaltet, sofort Freiheiten schafft. Wer Fluppen weg lässt kann sich auch Bioprodukte leisten, beim Discounter sind sie nicht so teuer. Wer Schuhe trägt so lange sie in Ordnung sind und nicht zwangsweise ständig Mode shoppt, der leicht ein paar Hunderter über. Mal 20€ hier , mal 100€ da. Das Geld bleibt auf dem Konto und geht dann über Sparplan ins Depot. Ruck zuck sind die 10.000 zusammen. Dauert 2 Jahre oder 5 , aber es geht.

     

  31. AvatarNetfox

    Mein ehemaliger sehr wohlhabender Chef (damals in den 60igern) hat vor 20 Jahren mal etwas gesagt, worüber ich mir damals intensiv Gedanken gemacht habe. Ich habe danach meine stressige Vollzeitstelle in eine entspannte Teilzeitstelle umgewandelt. Nach diesem Prinzip lebe ich heute (mittelalt und mit Familie) immernoch.

    Er sagte folgendes: 3 Dinge beeinflussen das Leben und tragen zum Lebensglück bei.

    GELD, GESUNDHEIT und FREIHEIT/FREIZEIT, aber  in jedem Lebenszyklus kommt eines dieser 3 Säulen deutlich zu kurz .

    Wenn man jung ist als Jugendlicher und Student,  hat man Gesundheit und Freiheit, aber kein Geld.

    In mittleren Jahren hat man Geld und Gesundheit, aber keine Freiheit.

    Im Alter hat man Geld und Freiheit, aber keine Gesundheit mehr.

    Wer diesen 3 Bausteinen zu jeder Zeit die gleiche Beachtung schenkt,  kommt gut und glücklich durchs Leben. Wie jemand das erreicht, kann sehr unterschiedlich sein. Es sollte nur bewußt sein. Hier im Blog und auf anderen entsprechenden Seiten sind die Leute auf dem richtigen Weg. Aber das ist in meinen Augen die deutliche Minderheit -auch bei Betrachtung meines Freundes- und Bekanntenkreises

  32. KievKiev

    @ 42sucht21

    Deine Beschreibung verstehe ich unter lean fire. Es ist genug Geld vorhanden, so dass die Ausgaben gedeckt sind. Alles darüber hinaus muss man noch erwirtschaften. Es sollte natürlich nicht zu knapp kalkuliert werden, dass eine neue Waschmaschine ein Loch in den Haushaltsplan reißt. In jungen Jahren sehe ich hier andere Entscheidungen gewichtiger. Bekommt man Nachwuchs? Falls ja werden es 1-3 Kinder oder noch mehr? Das macht schon einen Unterschied. Der Rest sind eben Graustufen. Ab und an viel Geld für einen außergewöhnlichen Urlaub zu bezahlen finde ich auch nicht verkehrt. Den muss man dann eben gegen Zeit eintauschen und entsprechend arbeiten. Ich finde es auch gut, dass Du etwas mehr leistest um Deinen Kindern einen guten Start zu ermöglichen. Aber auch das hat seinen Preis. Du bist entsprechend nicht bei Deinen Kindern in jungen Jahren. Das muss man alles mit bedenken. Ich versuche die maximale Rendite bei minimalen Zeiteinsatz zu erhalten.

    Geld wird man vermutlich immer verdienen. Ich finde die Vorstellung einfach nur aus Spaß zu arbeiten sehr interessant. Hier würde ich auch eher Beteiligungen anstreben als monetär für Zeit entlohnt zu werden.

    Wir fahren bald in Urlaub. Wir werden Besuch von Freunden erhalten. Vielleicht kommen spontan noch andere Freunde vorbei. Das wird ein phantastischer Urlaub. Mich kostet dieses zusätzliche Angebot im Prinzip nichts. Ich gebe gerne und erhalte so auch selbst eine schöne Zeit alleine durch die Freude der Kinder. Eventuell werden wir bei Freunden in Skandinavien einen an die Kinder von Bullerbü angelehnten Traumurlaub verbringen. Manchmal bekommt man auch etwas zurück. Das sollte aber nie das Ziel sein. Die Freude alleine ist schon Grund genug zu geben.

  33. AvatarDanielKA

    @ Kiev: In welcher Ecke in spanien habt hier euer Ferienhaus? Sicher cool wenn man Freunde und Familie einladen kann.

  34. AvatarThorsten

    Also die Waschmaschine sollte man immer so zahlen können, also 300€ bis 1000€ irgendwo liegen haben oder durch Einkünfte zügig rein bekommen. Hat man Aktien sehr lange und sie sind mehrstellig im Plus kann man im Prinzip sogar auf Rücklagen verzichten. Es kommen Dividenden rein und im Fall der Fälle verkauft man ein bisschen was von welchen, die satt im Gewinn sind (oder entledigt sich langen Rohrkrepierern, was den Verrechnungstopf füllt).

  35. KievKiev

    @ DanielKA

    Das möchte ich nicht genau sagen. Es ist aber am Festland und somit gut mit dem KFZ zu erreichen. Die Freunde besuchen uns auch nacheinnader. Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht. Es gibt nur zwei Schlafzimmer. Aber es ist groß genug. Ich kann auch mal einen Urlaub mit mehreren Freunden dort verbringen. Da müsste ich temporär zu meinen Nachbarn expandieren. Das ist soweit abgeklärt und in Ordnung. Da würde ich vielleicht als Nachbar und Freund 200€ für eine Woche bezahlen. Ich habe auch Interesse an einer Gartenerweiterung bekundet. Vielleicht wird der Traum eines Tages wahr. Dort würde ich am Ende des Gartens ein kleines Guest Haus bauen. Das wäre natürlich der Traum für die etwas älteren Kinder und die Eltern 😉

    @ Wohnwagen

    Man muss nicht gleich alles kaufen. Ich habe diesbezüglich einmal für mein Fahrzeug recherchiert. Es gibt auch für manche Autos Dachzelte. Und auch die muss man nicht kaufen. Ich hatte einmal geplant so eine zu mieten und 2-3 Wochen durch England zu fahren. Bei Regen geht es dann auch mal ins Bed and Breakfast. Ansonsten wird das Bett nur hochgeklappt. Ich habe so ein normales Fahrzeug allerdings viel weniger Zeug. Ein Zelt müsste ich vermutlich trotzdem aufbauen, da die Kinder langsam größer werden.  Ist ja auch nicht konkret und Bullerbü wäre eine sehr gute Alternative. Wenn ich eh Richtung Skandinavien unterwegs bin werde ich natürlich auch den schönen Norden Deutschlands besuchen. Anstatt zu Demonstrieren versuche ich meinen eigenen Teil in nachhaltigen Haushalten zu leisten.

  36. Avatarelduderino

    In meinem Umfeld (wohne in Berlin) habe ich wenige Freunde/Bekannte, die über 2000 € Netto verdienen, obwohl sie fast alle studiert haben. Klar, sie haben meistens Geisteswissenschaften oder andere Orchideenfächer studiert, die auf dem Arbeitsmarkt kaum gebraucht werden und arbeiten iwo als Quereinsteiger. Ein Studium heißt noch lange nicht, dass man damit gut verdienen wird.

    So unrecht hat Gerd Kommer nicht, wenn er sagt, dass die FF Freiheit nur für wenige zu erreichen ist. Man muss sich schon in der richtigen Branche entweder ohne Studium hoch arbeiten, Leistung bringen und strategisch klug mehrmals den Arbeitgeber wechseln. Oder man studiert MINT-Fächer. Aus meinem Umfeld sind die einzigen, die 3000+ € Netto im Monat verdienen diejenigen, die Mediziner, Ingenieure oder Informatiker sind. Und selbst für die werden in Berlin keine traumhaften Gehälter gezahlt. Ich selber bin dazwischen als Programmierer und Software-Supporter bei einem mittelständischen Dienstleister mit 2400 € Netto. Ich spare ca. 50% meines Gehalts in ETFs, aber die Millionen erreiche ich damit nicht in den 32 Jahren, die ich noch bis zur Rente habe. Lieber werde ich meine Arbeitszeit iwann verkürzen.

  37. AvatarGiniKoeffizient

    @Netfox

    >> Er sagte folgendes: 3 Dinge beeinflussen das Leben und tragen zum Lebensglück bei.

    GELD, GESUNDHEIT und FREIHEIT/FREIZEIT, aber  in jedem Lebenszyklus kommt eines dieser 3 Säulen deutlich zu kurz . <<

     

    Ich glaube das ist aus Brian Tracy – Thinking Big. Ist ein autodidaktisches Training. War so um die Jahrtausendwende bis 2005 recht bekannt.

     

  38. AvatarNico Meier

    Ich bin nicht zwingend darauf aus nicht mehr arbeiten zu müssen. Ich sehe bei uns viele zwischen 50 und 65 die sich zur Arbeit schleppen. Ein Kollege hat mit 58 auf 60% reduziert und arbeitet nun nur noch Mo bis Mi er kommt aber immer gerne zur Arbeit und an den anderen 4 Tagen macht er Wandertouren, fährt Motorrad oder kümmert sich in aller Ruhe um den Garten. Sowas ist ein Ziel für mich.

  39. AvatarKia

    Das Interview ist sehr gut, ich habe es vor ein paar Tagen gehört. Herr Kommer bezieht seine Aussagen auf die Gesellschaft als Ganzes, nicht nur auf einige Prozent. Ich glaube auch nicht, dass er das mit der FU nicht versteht. Er sagte, dass die finanzielle Freiheit mit Mitte 30 vielleicht ein Prozent schaffen. Ich stimme dem zu denn es setzt einen frugalen Lebensstil mit einem sehr guten Gehalt voraus. Er kennt die Einkommensverhältnisse. Das Medianeinkommen eines Single beträgt 1400€ netto! Ab 3000€ gehört man dann zu den oberen 10%. Die oberen 10% sind aber nicht die Allgemeinheit. Das wissen viele nicht. Und mit 1400€ frugal leben und sparen ergibt nach 20 Jahren bei 400€ im Monat 150k, aber keine FU mit 35. Bei einer kleinen Familie beträgt der Median 3400€ netto. Wenn davon 1500€ monatlich über 20 Jahre investiert werden stehen 547k. Das ist super sie wären dann aber bei weitem keine 35 mehr.

  40. AvatarNico Meier

    @Eldurino „Orchideenfächer“ coole Bezeichnung.

    @Netfox Gesundheit, Freizeit, Geld

    Das stimmt ich habe mich sehr bewusst entschieden nicht in den Bereich „Karriere un jeden Preis“ einzusteigen. Habe Kollegen die da seit 10 Jahren sind die gehen wie ich auf die 40 zu haben aber alle Glatze, graue Haare, Stressprobleme wie Nasenbluten oder hoher Blutdruck. Zwei Kollegen hatten ihren ersten Herzinfarkt vor mitte 30!

    Ich will nicht 60 bis 80 Stundem pro Woche arbeiten ich finde 45 bis 50 Stunden genug.

  41. AvatarGainde

    @ Nico Meier

    Eine 45-Stundenwoche sehe ich auch als Maximum, sofern man effizient arbeitet. Mehr arbeiten kann man, dann muss aber vieles outsourct werden: Haushaltsreinigung, Kinderbetreuung, Essen zubereiten, Steuern/Administration usw.

     

  42. AvatarBruno

    35/45/60/80 Stundenwoche?

    Ich denke es hat, zumindest bei „Bürojobs“ nicht viel mit der Anzahl Wochenstunden zu tun, ob man gestresst ist oder nicht.

    20 Stunden purer Stress (mühsame Kollegen/Chef/Kunden/Arbeit) sind schlimmer als 60 Stunden, wo alles stimmt.

    Ich hatte schon Sachen gemacht, da waren mit 20 Stunden zu viel, und andererseits gab es Zeiten, da kam ich auch mit 60-80 Stunden gut klar, weil eben alles gestimmt hat. Natürlich unter der Voraussetzung, das es familiär reinpasst.

    Aber auf Dauer sind natürlich so hohe Stundenzahlen nicht zielführend, dann stimmt wohl irgendwas nicht in der Organisation. Aber es kann Phasen geben, wo es halt nötig ist, ich denke jetzt weniger als Angestellter aber wer sich selbständig macht hat oft in den ersten Jahren solche Pensen, gerade wenn man in Vorleistung gehen muss und z.B. Produkte entwickelt, bis diese marktreif sind.

    Generell ist aber natürlich schon so, wie älter man wird, desto mehr muss man auf die Gesundheit achten, wer gestresst ist, gleichzeitig noch raucht und säuft oder zu viel isst, keinen Ausgleich hat, kein Sport oder Erholung und vielleicht auch neben geschäftlichen private Probleme, da ist natürlich eine Frage der Zeit, bis gesundheitliche Probleme auftauchen. Ich denke da sollte man schon gut drauf achten, es gibt noch genug Dinge die man bekommen kann, wo man nichts gegen tun kann.

  43. AvatarChristian

    Tipp: WikiCamps. Funktioniert in UK, Australien, USA, Canada, und New Zealand. Für wenige Euros gekauft bekommst du auf der Karte in deiner Umgebung alle kostenlosen Stellplätze bzw. Campingplätze angezeigt. Gesehen auf YouTube. Einfach mal deren Weltreise ein bisschen ansehen. Tolle Sache!

  44. Der BaumDer Baum

     @ M, West Fraser hat die letzten zwei Wochen nochmal ordentlich nachgegeben. Grrrr…. Naja da muss ich wohl nochmal günstig nachlegen 😉
    Grüße Baum

  45. Avatarsammy

    @chn

    Bzgl. Kommer,

    natürlich geht er nicht auf Nölting ein da er von der Mehrheit der Menschen spricht. Du verdrängt den Umstand dass du dich in einer Filterblase befindest. Das ist eine absolute Minderheit die weniger konsumiert und weniger Statussymbole anschafft. Die Mehrheit achtet sehr wohl auf Statussymbole und ihr Ansehen in der Gesellschaft. Reduktion und Minimalismus ist etwas für absolute Randgruppen in der Gesellschaft bzw. Außenseiter.

  46. AvatarGainde

    Ketzerische Frage: Weshalb investieren Buffett und andere Investoren nicht selbst in einen Indexfond, wenn sie den Index langfristig nicht schlagen können? Wenn ETF das Supervehikel wären dann würde auch Geld von Big/Smart Money hineinfliessen als nur von Privatanlegern und risikoaversen Pensionsgelder-Verwaltern. Wie seht ihr das?

  47. AvatarBruno

    @lad wieder mal ein lustiges Filmchen und natürlich wieder Dirk Müller als Hauptdarsteller, das Beste war der Schnitt von den bösen spekulierenden Schattenbanken und Hedgefunds die in der 2008er Krise mit Shortgeschäften profitiert haben und dann der unschuldige ach so geläuterte Dirk Müller, genau er mit seinen Fonds als Dauerpessimist und Crashprophet 😀

     

    Beim ETF Bashing muss man sich auch immer Fragen, wer dahinter steckt. Vielen Banken und Versicherungen haben stark gelitten, da sie ihre überteuerten Fonds nicht mehr an den Mann oder die Frau gebraucht haben 😉

    und @gainde, warum kauft Warren Buffett keinen ETF? z.B. eine der grössten S&P500 ETF’s von Ishares hat ca. 170 Mrd., den könnte Buffett aus den Cashreserven kaufen 😉 Das ist auch sein Problem, er kauft die Aktien ja nicht wie wir an der Börse, die Kurse würden in die Höhe explodieren, er muss dies ausserbörslich tun und entsprechende Player finden, wo ihm entsprechende Pakete auch anbieten… diese Probleme haben wir glücklicherweise (oder leider je nachdem) nicht.

  48. Avatarsteve

    @ gainde wie was wieso warum auch wenn Tim vor kurzen geschrieben hat das Buffet den Sap 500 die letzten Jahre nicht geschlagen hat. Ich habs selbst nicht überprüft, juckt mich nicht und ich habe auch keine Berkshire Ajtien. Nur hat er in seiner Lebensspanne den Index ganz sicher geschlagen das muss er nicht jedes Jahr!! Hinzu kommt Coca-Cola hat er mit Puts gekauft da hat er dreimal puts verkauft und Millionen verdient eh er die Aktien gekauft hat. In der Finanzkrise hat er Banken Kredite gegeben und dafür Optionen erworben für die er Jahre später billigst kaufen konnte. Das gleiche macht er jetzt bei seinen Invest in Occidental oil alles Dinge die ein ETF nicht macht. Dann kannst du bitte mal googeln wieviele Leute bei Berkshire angestellt sind, wie begründest du das bei einem ETF?

    Um die Frage zu beantworten die du irgendwann stellst, falls noch nicht geschehen. Das totsichere Invest oder die immer erfolgreiche Regel kann es nicht geben. Denn wenn es sie gäbe alle würden es machen und wären reich, wer arbeitet dann?

    Ja auch die Regel Aktien zu kaufen und schlafen nützt in Japan seit 20 Jahren nichts und genauso war es während der Weltwirtschaftskrise ab 1929 weltweit, einen 95% drawdown überstehen die wenigsten. Jessy Livermoore wollte da nicht mehr weiterleben.

  49. Avatar42sucht21

    @Gainde – Buffett nicht selbst in einen Indexfonds

    WB hat ihre Frage bei der 2019 HV beantwortet bei ‚Opportunitätskosten ca. 110MRD. Cash zu halten anstatt das Geld in S&P500 ETF zu investieren‚. A) Wie @Bruno schreibt ist die Größe ein Problem und B) will er bei sich ergebenden guten Möglichkeiten investierbar sein (zB wie in der Krise als er Mu Re, WF, BofA usw. eingestieg / Kredit gab). Ein Invest wie bei Occidental ist natürlich viel lukrativer als dauerhaft ein S&P500 ETF auch wenn man vorher das Geld 5-10 Jahre in T-Bills zu 2-3% geparkt hatte. (Wir kleinen Fische bekommen keine Anfragen von Occidental & Co -> besser für uns ist ein Welt ETF)

  50. Avatar-M

    Danke 42sucht21

    Genau das fand ich auch richtig cool beantwortet. Das gibt auch wieder was er aktuell von den Kursen hält.

    Er sagte ja frei übersetzt: es gibt 2-3 mal die Chance in 20 Jahren richtig richtig abzusahnen wenn keiner investieren will, dafür Vater das Cash, um dann den eimer raus zu stellen, wenn es Gold regnet.

     

    @Baum

    Muss ich nochmal ansehen, hab ich nicht mitbekommen

    -M

  51. Avatarchn

    @sammy:

    natürlich geht er nicht auf Nölting ein da er von der Mehrheit der Menschen spricht. Du verdrängt den Umstand dass du dich in einer Filterblase befindest.

    Das kann sein.

    Das ist eine absolute Minderheit die weniger konsumiert und weniger Statussymbole anschafft. Die Mehrheit achtet sehr wohl auf Statussymbole und ihr Ansehen in der Gesellschaft. Reduktion und Minimalismus ist etwas für absolute Randgruppen in der Gesellschaft bzw. Außenseiter.

    Das ist aber nicht das, was Herr Kommer sagt.

    Herr Kommer sagt, dass das Schlagwort „Finanzielle Freiheit“ gerade Konjunktur hat und dass es keine allgemeinverbindliche Definition dieses Begriffs gibt. Damit hat er ja Recht. Allerdings pickt er sich dann 4 Beispiele aus Blogs und Büchern heraus, die Wege zur finanziellen Freiheit beschreiben. Nur der vierte Weg, den er beschreibt, kommt dem nahe (wenn auch verzerrt von Herrn Kommer dargestellt), was unser Tim, der Oliver oder der Mr. Money Mustache praktizieren. So wirklich wird aber aus seinem Blog-Posting nicht ersichtlich, was gegen diesen Ansatz spricht, außer vielleicht, dass er Konsumreduktion mit einer Einschränkung der Lebensqualität gleichsetzt. Und da wird’s philosophisch. Herr Kommer ist aber kein Philosoph sondern Investmentbanker. Dem Oliver hat er ja im Gespräch also konsequenterweise garnicht widersprochen („d’accord“ 🙂

    Nachzulesen hier:

    https://www.gerd-kommer-invest.de/finanzielle-freiheit-fragezeichen/

     

  52. AvatarRationalist

    Die Schlussfolgerungen von Kommer sind teilweise halt auch stark vereinfacht. Mit einigen Punkten hat er ja auch Recht, wenn er sich z.B. über verwaschene Definitionen von finanzieller Freiheit und verlogenes Marketing beschwert. Aber ein Satz wie z.B. „Um nennenswertes passives Einkommen zu erzeugen, muss man schon vorher reich sein.“ ist halt leider stark vereinfacht und zeugt meiner Meinung nach von einer recht eingeschränkten Sicht auf die Dinge. Auch kommt mir vor er schießt aus eigenem Unwillen zu sparen etwas stark gegen Konzepte wie Frugalismus oder generelle Sparsamkeit. Man muss nicht zwangsläufig leben wie ein Nomade um eine entsprechende Sparquote zu erreichen auch wenn ich viele Aspekte der hier angesprochenen Lebensstile durchaus spannend finde.

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