China und USA: Ein Handelskrieg ist möglich

Plunder: Auf teure Kleidung verzichte ich. Ich hab seit über 10 Jahren kein Auto mehr. Ich trage Second Hand Kleidung. Ich hab ein uraltes Handy. Ich lebe auf kleiner Fläche.

Es zeichnet sich ein Handelskrieg zwischen den USA und China immer mehr ab. Die Börsen geben seit Tagen nach. Am Donnerstag knickte der Dow Jones Index um 400 Punkte ein. Mittelfristig wird hoffentlich wieder Vernunft einkehren zwischen beiden Nationen. Drohungen bringen wenig, denke ich. Es schadet beiden Seiten.

Wie Donald Trump in solche Verhandlungen geht, ist erstaunlich. Was er alles auf Twitter macht, das ist schon seltsam. Ob er wirklich ein so genialer Verhandler ist, wie er es von sich behauptet? Wir werden sehen. Vielleicht überrascht uns der US-Präsident positiv.

Was passieren wird, ist schwer zu sagen. Es könnte sein, dass die ursprüngliche Vereinbarung nur eine Taktik war. Vielleicht hat Chinas Präsident Xi Jinping innenpolitischen Druck bekommen, weil er Trump zu viel Spielraum eingeräumt hat. Es kann eine chinesische Verhandlungstaktik sein. Genau die Situation als Außenstehender bei solchen Deals zu verstehen, ist unmöglich.

Es scheint, als sind die Verhandlungen in eine Sackgasse geraten. China scheint es nicht eilig zu haben. Ich bin jedenfalls ein Langfristanleger. Ich behalte meine Aktien. Ich mache mir keine Sorgen. Ich nutze die Korrektur, um weitere Anteile aufzustocken.

Was die Deutschen falsch machen: Sie spielen Lotto, haben aber kaum Aktien, Job ohne Motivation

Wer sich ein Finanzpolster aufbauen will, macht das am besten über Aktien und Immobilien. Die privilegierte Schicht in Deutschland leben von Mieteinnahmen, Dividenden, Kursanstiegen, Erbschaften und anderen Renditebringern.

Die konsumsüchtige Mittelschicht gibt ihr Einkommen bereitwillig für Plunder aus. Sie haben zu teure Häuser/Wohnungen (gemessen an ihrem Einkommen). Sie fahren gerne neue Protzautos, sie kaufen ständig neue Konsumelektronik und Mode. Sie leben auf einem hohen Komfortniveau – auf nichts wollen sie verzichten. Gleichzeitig bilden sie kein Vermögen. Sie haben wenig Energie einen kleinen Wohlstand aufzubauen.

Wenn die Deutschen etwas zurück legen, machen sie es meist falsch. Sie meiden die Risiken, was ein Fehler ist. Der deutsche Michel liebt Sparbücher, Lebensversicherungen, Bausparverträge, Festgeld. Alles Anlagen, die wenig Rendite bringen (oder gar nichts bringen unterm Strich). Aktien meiden sie.

Wofür geben die Deutschen gerne Geld aus? Für Lotto. 7,3 Millionen Bundesbürger spielen regelmassig Lotto oder Toto. 21 Millionen Deutsche spielen immerhin gelegentlich. Obwohl es mathematischer Schwachsinn ist, machen sie es. Die Hälfte des Spieleinsatzes landet nämlich nicht im Spieltopf, sondern beim Staat. Für die Menschen ist es alles in allem ein enormes Verlustgeschäft.

2018 vereinnahmte der Deutsche Lotto- und Toto-Block 7,4 Milliarden Euro. Das Geld wäre in einem ETF für die Rente besser aufgehoben.

Auch bei der Karriere stecken viele Deutsche in der Sackgasse. Die hohen Gehälter werden nach Wissen, Können und Arbeitsleistung sowie dem Willen etwas zu schaffen gezahlt. Viele haben aber keine Motivation, Außergewöhnliches zu leisten. Es wird vielfach nur nach Vorschrift gearbeitet. Laut einer Gallup-Umfrage leisten stolze 71 Prozent der Beschäftigten nur das Minimum auf der Arbeit. Sie wollen sich nicht anstrengen. Massenweise haben Menschen innerlich mit dem Job gekündigt.

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Bruno
3 Jahre zuvor

Schöne Tasche, wir hatten es ja gestern von Wanderrucksäcken, ich bin mit meinem (alten) Deuter sehr zufrieden der ist aber eher für die Berge gemacht, wer in der Stadt an den edelsten Strassen wandern will für den wäre dieser hier doch was, was meinst Du Tim, würde Dir doch stehen?
https://de.louisvuitton.com/deu-de/produkte/christopher-rucksack-monogram-exotique-nvprod620423v

oder vielleicht doch eher das edle Köfferchen
https://de.louisvuitton.com/deu-de/produkte/president-damier-graphite-000161

ob der wohl für Geld- oder Schmuck-Transport gedacht ist oder wohl doch eher den einen wichtigen Vertrag 😀

PS: Man schaut bei dieser Marke nicht auf den Preis!
😉

Chris
3 Jahre zuvor

Festhalten es geht abwärts ;-). Bin gespannt auf das Uber-Ipo morgen. 

Gernot
3 Jahre zuvor

Ein Problem ist doch auch dass im Job Motivation, Mehrleistung und Zusatzqualifikationen oft nicht honoriert werden. Ich bin natürlich ein Einzelfall und nicht repräsentativ. Aber ich habe Elektrotechnik studiert, habe diverse Zusatzqualifikationen, komme gehaltsmäßig aber nicht über einen unterdurchschnittlichen Facharbeiterlohn, was unter 2000EUR Netto pro Monat bedeutet. Und da ich schon 50 bin, werden meine Chancen auch nicht besser, obwohl ich lernbegierig bin und mich auch gern in andere Themengebiete einarbeiten würde.

Gainde
3 Jahre zuvor

Trump kanm sich für die US-Wahlen kein Blutbad an der Börse laufen – Tweet gehört zur Verhandlung 😉

DanielKA
3 Jahre zuvor

@ Bruno: Diese Rucksäcke von LV kaufen unsere Fußballstars.
ich habe Hermes Aktien, die laufen immer, Reiche sterben nicht aus

Florian H
3 Jahre zuvor

Kann gerne noch 10% nachgeben. Ich kaufe gerne in einem ängstlichen Umfeld ein. 

Ralf
3 Jahre zuvor

Solche politischen Dinge wirken sich auf Börsen meiner Meinung nach nur kurzfristig aus. Mehr Auswirkungen bereiten Themen wie z.B. die Geldpolitik der Notenbanken. Das könnte durchaus heftigere Turbulenzen auslösen an den Märkten.

Ich gebe dem Euro jedenfalls keine 10 Jahre mehr.
Man sollte auch bedenken, dass ein Teil der Kursgewinne der kranken Zinspolitik geschuldet ist.

Weiter in Aktien zu investieren bleibt aber wichtig und richtig. Aber ein kräftiger Crash könnte durchaus heilsam sein und wunderbare Impulse geben.

chn
3 Jahre zuvor

Herr Trump ist den Chinesen nicht gewachsen. Sein erratisches Verhalten, das wahrscheinlich zu seiner gewohnten Verhandlungstaktik gehört, um den “Gegner” zu verunsichern, überrascht die Chinesen bestimmt nicht. Sie denken sehr langfristig und sind an gute Beziehungen interessiert. Herr Trump denkt erstmal nur bis zur nächsten Wahl und wie er persönlich dasteht.

Marco
3 Jahre zuvor

Ich habe heute schon mal eine Bestandserhoehung gemacht.Denn die Dividende kommt, mit Trump oder ohne Ihn.
Ich denke der Zirkus wird nur veranstaltet wegen Nord Korea, hier liegt die wirkliche Gefahr.Und Trump hat sich nun mal in dieser Sache echt bewegt.
Denn Kim sitzt auf echten Atom Schrott der jede Minute hochgehen kann.Da die Chinesen sich in dieser Sache nie bewegt haben, wird  nun mal etwas auf anderer Ebene wie Handel Druck ausgeübt. 
Alles nur Theater!!!

Bruno
3 Jahre zuvor

@Marco Ich habe keine Angst vor Nordkorea, aber mir tun die Leute dort leid. Bezüglich China – USA dieser Konflikt oder sagen wir Machtkampf wird uns noch eine Weile beschäftigen, ich denke aber die USA kann und darf man noch sehr lange nicht abschreiben, Trump hin oder her, sie werden noch viele Jahrzehnte die Weltmacht bleiben, auch wenn China immer stärker wird. Will heissen mein Hauptschwergewicht bei Aktien bleibt in den USA, auch wenn ich einen Teil in den Emerging Markets investiert habe über ETFs.

@Tim hehe das stimmt, ich habe schon länger LVHM im Depot, darum mache ich ab und zu etwas Werbung. Soll ja auch hier kaufkräftige Leserinnen und Leser geben 😉

Chrissie
3 Jahre zuvor

@Gernot
Sehe ich auch so. Ich habe mich schon zwei Mal an die Grenze zum Burnout gearbeitet, weil ich dachte, der ganze Einsatz muss mal was bringen. Dies glaube ich inzwischen nicht mehr. Da haben mich meine Eltern total falsch erzogen und dieses Credo wird natürlich immer wieder gern in den Raum gestellt, damit der Angestellte munter weiter hinter diesem Ziel her rennt. Nach den Beobachtungen, die ich gemacht habe, bringt Netzwerken mehr, d.h. zusammen mit dem Chef eine rauchen und auf Feiern zusammen einen trinken und über die richtigen Witze lachen. Ach ja, und nur im  genau vorgesteckten Rahmen proaktiv denken.

bilbo78
3 Jahre zuvor

Also ich bin für China! Sooo ein cooles Land (bis auffe Politiker). Und die Frauen erstmal! So feminin und zart und schlank (meistens).

Nico Meier
3 Jahre zuvor

@Ralf
Du schreibst die Kurse könnten nicht weiterhin so steigen. Wie hoch ist denn deine Cashquote?
Was läuft mit der Zwangsverdteigerung?

Marco
3 Jahre zuvor

@Bruno solange die NKs eingesperrt bleiben habe ich auch keine Angst.Kein Mensch weiß wie die ticken.Selbst Putin sagt , ich zitiere, eher würden die Koreaner Gras fressen als Ihr Atomprogramm aufzugeben.
Was mir Angst macht ist die Kettenreaktion. Und ich denke die werden wir noch erleben.Der sogenannte Handelskrieg hat nur mit NordKorea zu tun.
Gruß marco

chn
3 Jahre zuvor

@Chrissie, @Gernot:
Das Problem ist, dass man als Angestellter nicht direkt davon profitiert, wenn man bessere Arbeit leistet oder effizienter wird, weil man als Angestellter pro Stunde bezahlt wird und halt monatlich das Gehalt bekommt. Das lohnt sich nur höchst indirekt – wenn überhaupt.
Wenn man sein eigener Chef ist oder Freiberufler, wird man für konkrete Ergebnisse bezahlt und man verhandelt den Preis dafür. Arbeitet man effizienter, profitiert man unmittelbar davon durch mehr Freizeit oder einen höheren Stundensatz.

Albr
3 Jahre zuvor

@Gernot, ich habe ebenfalls E-Technik studiert…
und verdiene sehr deutlich im 6-stelligen Bereich ! Ich habe nix geschenkt bekommen auch nicht über Vitamin B eine entsprechende Stelle bekommen 😉
Engagement, bereit sein die Stelle zu wechseln, deutlicher Mehrwert für den Arbeitgeber, Konzentration, viel arbeiten usw… kann schon dazu führen dass es nach vorne geht 😉
ich lege wert darauf, viel zu verdienen, da ich möglichst viel investieren möchte 😉
 
 
 

Kiev
3 Jahre zuvor

@ Bruno
Mir würden schon zwei von diesen Werbekoffern gefallen:
https://www.google.com/search?q=lindt+dividende+koffer&client=ms-android-huawei&prmd=isnv&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahUKEwipy7X4go_iAhXFaVAKHeMVCH4Q_AUoAXoECAsQAg&biw=360&bih=512#imgrc=thXcETGk-zehlM
Besonders in einem diversifiziertem Depot mit maximal 5% Anteil pro Position.

Chrissie
3 Jahre zuvor

@chn
Da ist was dran. Leider habe ich zur Zeit noch nicht so richtig die Idee, wie man den Einsatz für sich selbst nutzen kann, z.B. nebenberuflich etwas aufbauen/schaffen.
Der Einstieg in den Aktienmarkt ist gewissermaßen immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

Kiev
3 Jahre zuvor

@Chrissie, @Gernot
Falls Ihr überdurchschnittliche Leistungen bringt und es nicht honoriert wird müsst Ihr Euch bei weiteren Firmen umsehen. Engagement wird nicht immer belohnt und dann muss man weiterziehen. Das zählt dann auch als Verlassen der Komfortzone.

Albr
3 Jahre zuvor

@Kiev, so siehts aus… der Arbeitgeber merkt auch, wenn man auf keinen Fall gehen will 😉
ein AG wird einen AN halten wenn er es möchte 😉
 
 
 

Bruno
3 Jahre zuvor

@Kiev ja das ist eine coole Aktie, vom Preis her die Berkshire der Schweiz, das ist so eine Aktie die ich schon lange gerne hätte aber immer das Gefühl, dass sie zu teuer ist (rein optisch), die Aktie war schon über 80k. Und ja, mal eine HV wo sich lohn hinzugehen und sich so ein Köfferchen abzuholen 😀

Thorsten
3 Jahre zuvor

Die chinesischen Unterhändler haben seitenweise die entscheidenden Abschnitte ausgeschnitten, u.a. Diebstahl geistigen Eigentums, den Zwang join-ventures eingehen zum müssen. Während chinesische Firmen in den USA und Europa freie Hand haben werden ausländische Firmen in China drangsaliert und kontrolliert. Das hat mit Herrn Trump wohl weniger zu tun. Es geht um die Vorherrschaft im Bereich Technologie. 5G und so.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-USA-und-China-verzocken-sich-article21014701.html

Chrissie
3 Jahre zuvor

@Kiev, Albr
Leider sieht der Arbeitgeber das nicht immer, oder nicht immer bevor man gegangen ist. Zumindest war das bei mir so. Erst hinterher hat er gesagt, als sie noch da waren lief es besser.
Bei Bürokräften fällt es vielleicht auch nicht so leicht auf, das man den Job auf verschiedenen Qualitätsleveln erledigen kann.
Das mit dem Weiterziehen ist in der Tat mein Problem, da ich wegen meiner Eltern in eine kleinere Stadt zurückgezogen bin und auch selbst ein Alter habe, was inzwischen so ein gewisses Maß über den von vielen Arbeitgebern gewünschten 25 Jahren liegt. Und dass hier angeblich auf einen ausgeschriebenen Bürojob 300 Bewerbungen eingehen.
Bald ist das Problem vielleicht eh hinfällig, da es dann für diese Jobs Roboter gibt. Dazu läuft gerade ein Beitrag auf 3Sat 🙂
 

Nico Meier
3 Jahre zuvor

Ich bin der Typ der Dinge die er anpackt richtig machen will. Dienst nach Vorschrift finde ich langweilig. Ich will immer neue Aufgaben um so meinrn Kompetenzbereich auszuweiten. Gewisse Kollegen witzeln jeweils über meinen Einsatz der nicht belohnt würde. Ich habe in den letzten Jahren aber gemerkt, dass mein Einsatz durchaus Früchte trägt. Ich erhalte mehr Sonderaufgaben werden diese gut erledigt gibts plötzlich Prämien die andere nicht erhalten, dies wird dann natürlich nicht an die grosse Glocke gehängt.
Gewisse Kollegen beklagen sich auch ihre Löhne würden stagnieren es gäbe keine Lohnerhöhung ich habe in den letzten 10 Jahren jedes Jahr eine Erhöhung erhalten habe natürlich auch immer nach mehr Gehalt gefragt beim Gespräch.

Kiev
3 Jahre zuvor

@ Chrissie
Gibt es nie ein Mitarbeitergespräch? Hier könntest Du nach neuen Herausforderungen fragen. Vielleicht gibt es für die Firma strategisch wichtige Bereiche in die Du vordringen kannst. Du kannst auch vorbereiten was Du alles machst. Das weiß Dein Vorgesetzter vielleicht wirklich nicht. Du musst die positiven Dinge schon rausstellen. Du kannst auch Verbesserungen ansprechen und nachfragen wie Du Dich noch verbessern kannst. Das passt gut zusammen mit Forderungen nach höherem Gehalt. Du musst irgendwas anbieten können und auch etwas Leisten möchten. 

Kiev
3 Jahre zuvor

@ Nico
Ich bin gehaltstechnisch bereits in der Sättigung. Ich könnte nur noch Dinge anbieten, die ich nicht machen möchte.
Ich habe auch einmal bei anderen Firmen nachgesehen. Das Gehalt ist in meiner Firma sehr gut. Es lohnt sich dennoch fokussiert zu arbeiten und etwas zu leisten. Ich habe wieder mehr Spaß bei der Arbeit, seit dem ich wieder mehr leiste. Es wird vermutlich nicht belohnt, aber das ist in Ordnung.

Nico Meier
3 Jahre zuvor

@Kiev
Wenn man merkt, dass man gehaltstechnisch schon weit oben ist kann man sich damit ja auch zufrieden geben. Ich werde immer vollen Einsatz geben weil ich mich nur so wohlfühle. Ich mag keine halben Sachen es gibt genug menschen die 100% Lohn beziehen aber maximal  50% Leistung erbringen.

Chrissie
3 Jahre zuvor

@Nico Meier
Das verstehe ich gut. Ich finde Dienst nach Vorschrift ebenfalls langweilig, ich will auch immer lernen und die Zusammenhänge verstehen, auch bei Sachen, die nicht direkt meinen Tätigkeitsbereich betreffen. Da wird dann gesagt, warum willst du das denn wissen, dafür gibt es doch die Hotline.
Oder wenn ich einen Sachverhalt hinterfrage, heißt es, ich würde den dritten Schritt vor dem ersten machen – früher nannte man das einfach etwas zuende denken.
Letztlich ist es für mich aber doch kein Selbstzweck, man möchte für den Einsatz auf lange Sicht auch etwas zurückbekommen.
Ich denke daher inzwischen, meine überschüssige Energie ist in eigenen Projekten besser angelegt 🙂

Gainde
3 Jahre zuvor

Denke, dass es ganz auf das Jobprofil und das Unternehmen ankommt, ob sich Leistung auszahlt. Mir ist das Prinzip “Fordern und Fördern” am liebsten. Leider war dies in meinen zwei letzten Unternehmen nicht der Fall. Besonders in Grossunternehmen macht die Mehrzahl nur Dienst nach Vorschrift. Dem ist auch nichts entgegenzuwenden, da ja keine Steigerung in jeglicher Art möglich. Man verdient schneller mehr wenn man den Job/Unternehmen wechselt., als in der Komfortzone versucht vorwärts zu kommen.

Chrissie
3 Jahre zuvor

@Nico Meier
Nur um Missverständnissen vorzubeugen, ich werde immer noch 100% Leistung für 100% Lohn erbringen, aber die vergeblichen Mehrprozente nicht mehr. Du hast aber Recht mit den 50%, das kommt wohl häufig vor. Wenn ich mich bei uns so umsehe, wie viel Zeit da zB am Handy verdaddelt wird, einige legen das Ding nur noch minutenweise aus der Hand – ich hätte das als Chef vermutlich schon längst unterbunden. 
@Kiev
So eine Aufbereitung und ein Gespräch sind wahrscheinlich eine gute Idee, zumindest lohnt es den Versuch. Innerhalb unserer Abteilung habe ich eigentlich schon das komplexeste Projekt inne, Verbesserungsvorschläge habe ich auch einige gemacht, mal sehen, ob mir noch welche einfallen.
Manchmal habe ich aber auch tatsächlich das Gefühl, dass sich „Zwischenchefs“ bzw. Teamleiter durch zu viel Ehrgeiz eher bedroht fühlen als dass sie den Einsatz zu schätzen wissen, auch wenn man nicht die geringste Absicht hat, an irgendwelchen Stühlen zu sägen.

Chrissie
3 Jahre zuvor

@Gainde
Das man mehr verdient, wenn man öfter das Unternehmen wechselt, glaube ich auch. Der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Loyalität wird gerne gesehen aber selten entlohnt.

Chrissie
3 Jahre zuvor

Ich habe bei Tims YouTube Video „Die Fehler der Privatanleger“ gelesen, eine der besten Aktien sei Monster Beverages. Hat die jemand von Euch?
Die Kollegen trinken das dauernd und schauen dauernd Netflix.
Ich müsste glaub ich da mal lernen, mein eigener Kontraindikator zu werden.
Statt zu denken „wie kann man das Zeug dauernd trinken“ die Aktie kaufen. Statt zu denken „wie kann man noch mehr Geld für noch mehr Fernsehen ausgeben“ die Aktie kaufen. 
Muss mal drauf achten, wann mir wieder so ein Gedanke kommt und dann gleich nachsehen, ob es zu dem jeweiligen Produkt eine Aktie gibt. Das könnte gewinnbringend werden 😉

Albr
3 Jahre zuvor

@Chrissie, klar mache ich ständig, ich habe/schaue kein Netflix, aber ich habe Aktien von denen, ich habe kein Prime, habe aber dennoch Amazon Aktien… Monster Beverages hab ich “leider” nicht… würde das Zeug aber auch nicht trinken (auch kein Red Bull)…
 
 

Valueer
3 Jahre zuvor

Was das Thema China angeht macht Trump das Grundsätzliche strategisch meiner Sichtweise schon richtig, ob taktisch alles richtig läuft – keine Ahnung. Von der Art und Weise her bleibt er aber ein Rüpel.
China schickt sich an die USA als Weltmacht abzulösen. Das können und werden  die USA nicht hinnehmen. Den Handelskonflikt sehe Ich vor diesem Hintergrund: Man versucht China zu schwächen und auf den 2ten Platz zu verweisen. 
Ich denke nicht, dass Nordkorea ein wesentlicher Faktor ist. Wer Brzenzinski gelesen hat versteht, dass sowohl die USA aber vor allem Nordkorea die Spannungen zw. beiden Ländern benötigen (hört sich übel an, ist aber so). 
@Tim: Wie ist die Sicht auf den USA/ Chinakonflikt in den USA? 
 
Gruß
Valueer

Enrico
3 Jahre zuvor

Hallo TSM-Community, ich muss da doch einmal zwei Aussagen auseinander nehmen. “Viele haben aber keine Motivation, Außergewöhnliches zu leisten. Es wird vielfach nur nach Vorschrift gearbeitet. Laut einer Gallup-Umfrage leisten stolze 71 Prozent der Beschäftigten nur das Minimum auf der Arbeit. Sie wollen sich nicht anstrengen. Massenweise haben Menschen innerlich mit dem Job gekündigt.”Ich zähle zu den 71% und habe auch keine Motivation, für meinen Arbeitgeber mehr als das Nötige zu leisten. Ich würde mich aber gerne anstrengen und mein Wissen einbringen. Allerdings scheitert es auf Seiten des Arbeitgebers, wertschätzend und meine Leistung anerkennend zu agieren. Gehaltserhöhung: Nein, vielleicht im kommenden Jahr. Ein Danke? Noch nie gehört.
… ich bin mir sehr sicher, dass ich damit nicht alleine bin.
“Die hohen Gehälter werden nach Wissen, Können und Arbeitsleistung sowie dem Willen etwas zu schaffen gezahlt.” Auch hier besteht ein Irrtum. Es geht einzig und alleine drum, im Bewerbungsverfahren zu gefallen und im späteren Berufsleben nicht aufzufallen. Was solls, wenn man es besser weiß, als sein Vorgesetzter, welcher quasi noch in der Steinzeit lebt … und das als Chef einer Softwarebude.
 
 

Albr
3 Jahre zuvor

@Enrico, ja die 71% meinen immer die anderen sind schuld 😉
 
 

3 Jahre zuvor

@Marco
Die nordkoreanische Elite handelt sehr rational. Das Regime weiß, dass es in einem wiedervereinigten Korea keine Perspektive hat. Und Kim hat sicherlich aus Gadaffis Schicksal gelernt seine Asse nicht aus der Hand zu geben. 

Albr
3 Jahre zuvor

ja, Kim hat in der Schweiz in der Schule im Fach Geschichte gut aufgepasst, was mit der DDR und Honecker so passiert ist 😉
 
 

Chrissie
3 Jahre zuvor

@Albr
“Klar, mache ich ständig“ 
Werde ich mir jetzt auch echt angewöhnen 🙂
“Ja, die 71% meinen immer, die anderen sind schuld“
Wahrscheinlich meinen das nicht unbedingt alle, einige haben einfach wirklich echt andere Prioritäten als zu arbeiten. Aber weil viele meinen, die anderen sind Schuld, heißt es nicht, dass es nicht bei einigen auch tatsächlich so ist 😉
@Enrico
“… im späteren Berufsleben nicht aufzufallen“
Scheint mir durchaus eine gute Methode. Diejenigen, die teilweise wirklich nie was sagen oder einbringen, haben faszinierenderweise oft ein erstaunlich gutes Standing.

3 Jahre zuvor

@Tim 
Kaum habe ich mal auf den Link geklickt wird mir Werbung auf instagram und Co geschaltet… ich finde es erstaunlich wie man so gesteuert werden kann. 
 

Thomas
3 Jahre zuvor

@Albr, was ist denn mit Honecker passiert? Gar nichts, den hat man nach Chile ausreisen lassen. Ebenso Oberverbrecher Stasichef Mielke ist glimpflich davon gekommen.
Thomas

Guido
3 Jahre zuvor

Ich war schon in über 30 Firmen tätig. Eine einzige davon lebte Mitarbeiterwertschätzung. Doch auch da wurden die Fleissigen nicht befördert.
Selbständig werden war noch nie so einfach wie heute. Durchprobieren geht vor Nachdenken. Irgendwann findet man etwas, das passt und sich lohnt. An schlechten Tagen in der Firma kann man seine Gedanken in die Nebentätigkeit stecken.
Dazu noch Rücklagen und die Angst verschwindet. Drogen braucht man auch keine mehr.
Menschen möchten einen Sinn in dem sehen, was sie machen. Ignoranz führt zu Krankheit und Reue.

chn
3 Jahre zuvor

Dass 71% Dienst nach Vorschrift machen, ist nicht verwunderlich. Es gibt psychologische Studien, die zeigen, dass Geld ein ziemlich schlechter Motivator ist. Im Gegenteil, Geld als Belohnung für geleistetes ist dazu geeignet, intrinsische Motivation nachhaltig zu zerstören. Die Arbeiten von Edward L. Deci (ein amerikanischer Psychologieprofessor) kann ich dazu empfehlen.
Ist das nicht auch der eigentliche Grund, warum viele finanziell frei werden wollen?

Nico Meier
3 Jahre zuvor

Ich bin immer wieder erstaunt über gewisse Personen aus meinem Umfeld.
Gestern hat mir ein Kollege erzählt er habe nun eine neue “Herausforderung”. Er hat mir dann erzählt sein Lohn/Gehalt würde bald nicht mehr ausreichen um die Wohnung zu bezahlen die er mit seiner Freundin bewohnen würde. Ich habe zuerst nicht verstanden wo genau das Problem liegt. Er hat mir dann erklärt, dass er und seine Freundin ja vor einem Jahr zusammen in eine grosse, neue, schöne Wohnung gezogen seien. Ich habe sie auch dort schon besucht aber hatte bisher keine Ahnung wie hoch die Miete dieses Palastes ist. Er meinte nur trocken, dass die Miete für die 160qm Wohnfläche verteilt auf 5 Zimmer mit modernster Kochinsel und einer 100qm Terrasse mit zwei Einstellplätzen 3’200 Franken Monatsmiete kosten würde. Beim Einzug habe er und seine Freundin gemeint das sei kein Problem da ja jeder die Hälfte beisteuern könne. Nun ist seine Freundin aber schwanger geworden und die beiden planen, dass sie ein Jahr mit dem Kleinen zu Hause bleiben wird. in der Schweiz gibts eine Muterschaftsversicherung die 80% des vorherigen Gehalts der Frau zahlt aber nur 14 Wochen danach gibts kein Geld mehr vom Staat.
Er verdient mit 7’000 Brutto (84’000 im Jahr) nicht schlecht aber von diesen 7’000 brutto sind 6’000 netto ausbezahlt. Rund 1’000 muss er rechnen für Steuern bleiben also 5’000. Abzüglich Krankenkasse für Vater Mutter und Kind bleiben 4’000. Abzüglich Miete blieben dann zum Leben 800.- Wie bereits erwähnt haben sie zwei Autos daher auch die zwei Einstellplätze.  Sie haben noch keine Versicherungen bezahlt noch keinen Strom, noch kein Essen noch keine Windeln noch keine Kleider gekauft.
Er hat mich dann gefragt wie er dieses Problem lösen soll. Sie wollten sehr gerne in dieser Wohnung bleiben meinte er.
 
 

Bruno
3 Jahre zuvor

@Nico Meier Das ist aber noch eine relativ günstige Wohnung für die Grösse und Ausstattung in der Schweiz, in Stadtnähe oder sogar Stadt undenkbar, da bekommt man dafür eine 08/15 4.5 Zi Wohnung (110m2) wenn überhaupt. Natürlich geht es anders aber nicht ohne Kompromisse.
https://www.srf.ch/news/schweiz/schweizweiter-mietvergleich-alltag-in-genf-und-zuerich-4-5-zimmer-fuer-ueber-3000-franken
Viele leben so wie in deinem Beispiel, immer am Limit, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert,  dann kommen die “Herausforderungen”.
@Tim Klar doch war/ist ja auch nur Spass.
@Hendrik Ja sind ausgeklügelte Werbemaschinen die laufen, es waren ja keine Affiliate-Links oder dergleichen, ich bin auch immer wieder erstaunt auch geräteunabhängig was Mr. Google & Co. so alles wissen und sammeln ist schon gewaltig.

Kiev
3 Jahre zuvor

@ chn
Wenn ich meine Ausgaben alleine durch passive Einnahmen decken kann habe ich entsprechend viele Wahlmöglichkeiten. Da ich dennoch Kredite abzahlen muss und auch die Krankenkassenbeiträge sparen möchte, werde ich reduziert weiter arbeiten. Dies gibt auch Sicherheit für unvorhergesehenes.
Der Hauptvorteil der finanziellen Freiheit ist für mich die Wahlmöglichkeit. Man kann natürlich vieles bereits vor der finanziellen Freiheit ändern, wagen und versuchen. Dauerhaft die Arbeitszeit zu reduzieren ist allerdings nur mit entsprechenden finanziellen Möglichkeiten möglich. In der 4 Tagewoche werde ich neben Freizeit und Familie auch etwas Zeit in persönliche Projekte stecken. Falls diese sich finanziell lohnen kann ich die Zeit ja weiter reduzieren. 
Für mich ist der Posten Ausgaben auch eine Wahlmöglichkeit. Ich kann mit 1000€ im Monat leben oder mit 4000€. Es ist eine Frage der Prioritäten. Geld ist für mich nur noch ein Zahlenwert. Ich fände es interessant dies einmal umzukehren. So könnte ich z.B. Zeit in Arbeit gezielt investieren um meiner Familie beispielsweise einen 4 wöchigen Urlaub in den USA mit Camper zu ermöglichen. So eine Verknüpfung finde ich nicht verkehrt. Bei einem festen Gehalt ist dies aber irrelevant, da alles entkoppelt ist. außerdem wird man für die Zeit bezahlt und nicht immer für die Leistung. Das ist bei Selbstständigkeit anders. Daher gefällt mir diese auch so gut.

Ralf
3 Jahre zuvor

Meine Cashquote ist zu gering, vielleicht 10 Prozent. Das ist auch dem Umstand geschuldet, dass wir etliches Geld derzeit noch für ein Hausprojekt halten. Vielleicht klappt es ja doch noch. Ist aber finanziell wackelig, daher unsicher.

Zwangsversteigerungen können Risiken aufweisen. Das von uns beobachtete Objekt hat ein Gerichts-Gutachten welches recht positiv ist. Wir müssen abwarten.

Das die Gehälter in D im Angestelltenbereich eher mäßig sind, ist ja schon diskutiert worden. Die OECD mahnt regelmäßig höhere Löhne an. Mir hat ein Jobwechsel nicht mehr Geld gebracht, aber eine sinnvollere Arbeit und ein kürzerer Pendelweg. Echte Gehaltsteigerungen sind aber je nach Berufsgruppe schwierig. Ich bin seit Jahren im öffentlichen Dienst. Leider nur Angestellter aber doch ein sicherer Arbeitsplatz. Dafür sind die Gehälter eben eher mäßig. Man kann nicht alles haben.

Nico Meier
3 Jahre zuvor

@Ralf
Mit höheren Löhnen und hohen Lohnstückkosten bleibt man nicht Exportweltmeister.

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