So erhöhst du deine Sparquote


New York, 7. Juli 2019
Familien können Sparpotential finden, wenn sie wollen.

Wie kannst du effektiv Kosten in deinem Leben senken? Es gibt viele Möglichkeiten. Es hängt von der individuellen Situation ab und lässt sich schlecht verallgemeinern. Die größten Ausgabenblöcke sind generell das Wohnen und die Mobilität (Auto). Hier lässt sich folglich sehr viel sparen.

Wohnst du in einem größeren Haus, kannst du es verkaufen. Du kannst eine kleinere Quadratmeterzahl nehmen, wenn die Kinder aus dem Haus ausziehen.

Welche Erfahrung hast du beim Kostenkürzen gemacht? Wie haben sich Deine Einsparungen entwickelt? Ein „moderaterer“ Lebensstil kann viel Geld freisetzen. Ein kleineres Haus. Der Verzicht auf ein Auto oder Zweitwagen.

Es gibt Möglichkeiten, um deinen Cashflow monatlich um 400 oder gar 800 Euro zu erhöhen. Ich könnte auch einiges sparen. Ich habe manchmal zu hohe Reisekosten.

Ziehst du in eine kleinere Wohnung oder Haus, kann der Übergang (Umzug, Notar, Grunderwerbssteuer, Makler….) ins Geld gehen. Allein die Zeit, die investiert werden muss, kann erheblich sein.

Familien schaffen es, ihre Ausgaben zu reduzieren. Es sind Anpassungen nötig. Du kannst deine Sparquote kräftig erhöhen und dein Leben mehr genießen. Das ist kein Widerspruch.

Du kannst bessere Wochenenden verbringen. Zufriedenheit hat nichts mit dem Geldbedarf zu tun. Sie kommt von Innen heraus. Millionen Menschen wird aufgrund des Minimalismus klar, dass sie weit mehr Zeug besitzen, als sie brauchen. Sie werden genau so wie bisher zufrieden sein ohne den Plunder. Oder sogar zufriedener ohne ihn.

Der US-Vermögensverwalter BlackRock hat eine sehenswerte Serie über Frührentner gemacht. Es werden auch eifrige Sparer vorgestellt, die auf dem Weg in die finanzielle Freiheit sind:


tim schaefer (Author)

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thoughts on “So erhöhst du deine Sparquote

  1. AvatarInsider

    Günstig wohnen auf dem Land und solide alte Autos fahren sowie alle Abos soweit möglich meiden  . Damit kommen wir gut zurecht . 
     
    Wechselt ihr regelmäßig den Stromanbieter? Gibt es hierbei Nachteile ?

  2. AvatarMr. Pino Cavallo

    „Financial Feminist“… mit welchen Buzzwords man mal wieder Geld machen will. Ich glaube kaum, dass die Dame aus dem Video auch nur etwas Neues zum bereits Altbekannten beitragen kann. Jetzt hat Geld verdienen und Geld sparen sogar eine feministische Version. So ein Bullshit! Wieder so eine selbstverliebte Instagram-Lifestyle-Tussi, die jeden zweigen will, was sie zwischen Beruf und Joga doch für ein tolles und glamouröses Leben führt.
    Sparen und Investieren ist nichts anderes als Disziplin. Und verdammt langweilig! Tim macht es uns ja schon seit Jahren vor.
    Der ganze Bullshit, der da drumherum gemacht wird, ist nichts anderes als Selbstdarstellung.

  3. AvatarPerpetuum Mobile

    „Financial Feminist“, was für ein hochgestyltes Zauberwort. Alter Wein in neuen Schläuchen dieses Lifestylegesabbel! 

  4. AvatarRalf

    „Günstig wohnen auf dem Land und solide alte Autos fahren sowie alle Abos soweit möglich meiden . Damit kommen wir gut zurecht .“

    Kommt darauf an….

    Günstig wohnen auf dem Land ist bei uns nicht mehr so einfach möglich. Mittlerweile zahlt man in bestimmten ländlicheren Ecken teilweise sogar mehr Miete als in Heidelberg selbst. Und hat dann noch höhere Pendelkosten und schlechtere Infrastruktur. Also sehr genau hinschauen. Günstiges Wohnen bleibt derzeit für viele Familien in D eine erhebliche Herausforderung.

    Bei meiner Arbeitsstelle fragen mittlerweile sogar Kollegen mit sehr hoher Position und entsprechendem Einkommen per Emailverteiler nach, ob jemand eine Wohnung für Familien zu vermieten hätte (großer Suchradius). Das spricht Bände.

    Inzwischen haben mir vier Makler bestätigt, dass der Markt sehr leergefegt ist. Es braucht sehr viel Glück und Schnelligkeit. Und das zermürbt mit der Zeit. Kürzlich wollten wir für ein schönes Haus in einer Zwangsversteigerung mitbieten. Vier Tage vorm Termin wurde der Termin abgesagt. Blöd nur, da hatten wir schon den notwendigen Bundesbankscheck vorliegen was auch noch 20 Euro Gebühr und Zeit verschlungen hat.

  5. AvatarEx-Studentin

    @Insider
    Nach 6 Jahren wechsele ich nun den Stromanbieter. 100€ weniger im Jahr + 50€ cashback (durch Shoop). Ob ich damit dauerhaft glücklicher werde, sehe ich dann. Ging über check24 sehr schnell, der neue Anbieter regelt alles.
    @Ralf
    Bei uns gabs gabs früher auch so Mails von neuen Mitarbeitern. „Suche 2-3-Zimmer-Wohnung für 500 warm.“ Da haben wir sehr gelacht. Die hätten wir alle gern. Was kosten Wohnungen bei euch denn? Für eine 4-Zimmer-Wohnung muss man bei uns derzeit mit 2.000€ +- 500€ rechnen. Noch sehe ich das relativ entspannt. Mein Freund und ich verdienen gut. So lange wir kein Zeitdruck bei der Wohnungssuche haben, finden wir hoffentlich mal was Bezahlbares.

  6. AvatarRalf

    „Was kosten Wohnungen bei euch denn?“

    Unsere Region außerhalb von Heidelberg ist sehr „zersiedelt“. Da unsere Kids bereits zwei Schulwechsel hinter sich haben, sind wir nicht ganz so flexibel was die Ortschaften angeht. Wir wollen einen erneuten Schulwechsel vermeiden. Der Nahverkehr ist teilweise sehr schlecht ausgebaut und es gibt benachbarte Gemeinden, die keine Busverbindung untereinander haben so dass große Umwege in Kauf zu nehmen sind. Viele sind hier zwingend auf Autos angewiesen.

    Rund 1500 +-500 € sollte man ohne Garten kalt einplanen. Darunter aber auch absolute Landlage mit sehr schlechter Busverbindung. Für Mietshäuser eher 1600-2500 €. Interessanterweise sind direkt in Heidelberg halbwegs bezahlbare Neubau-Mietwohnungen zu haben. Allerdings ist die Nachfrage riesig, wir stehen auf einer Liste.

  7. AvatarEx-Studentin

    @Ralf
    Drücke die Daumen für die Warteliste. Ja, Schulwechsel sollte man vermeiden. Bei uns auf dem Land waren die Öffentlichen erstaunlich gut. Diese fuhren zwar nur im 1-Stundentakt, aber selbst viele kleine Orte waren angebunden. Wenns nur 5km waren, haben Eltern die Kids zum nächsten Bahnhof gefahren.

    Ich bin 45min Zug zur Schule gefahren + 15min laufen.

  8. AvatarThorsten

    @Ralf
    Und wenn es etwas gibt,  dann hat es trotz des hohen Preises evtl. noch Macken. Ich wollte dort mal näher an den Arbeitsplatz ziehen. Zum Teil alte, total vermurkste Bausubstanz. Totaler Schrott, zigfach umgebaut oder verwinkelt. Trotzdem teuer. Liegt womöglich am Erbrecht in Süddeutschland,  das die Zersiedelung begünstigte. Neue Immobilien an Stellen, wo es steil, laut oder total beengt war. Unerträgliche Enge am Acker. Keine übergreifende Stadtplanung, lokales Gechachere mit fehlender Ästethik und immer das Auto als Priorität.

  9. AvatarNico Meier

    @Ralf 
    Zwangsversteigerungen wollte ich auch schon besuchen habe daher vorgängig die Häuser besichtigt gab jeweils einen oder zwei Tage an denen dies möglich war. Der Veranteortliche hat jeweils mitgeteilt wie hoch die Redtschuld auf dem Haus noch ist weil bis zu diesem Punkt muss die Bank mitbieten. Da haben wir schnell gemerkt, dass kein Schnäppchen zu machen ist, da viel Investitionsstau vorhanden war und eben die Redtschuld zu hoch war.

  10. AvatarRalf

    Ja, in der Tat eine schwierige Gegend. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen. Die hohen Kaufpreise werden aber wir nicht zahlen. Der Trend geht zu immer mehr Schulden. Die Kaufpreise klettern viel schneller als das Eigenkapital angespart werden kann.

    Was viele vergessen: Auch bei niedrigen Zinsen läppern sich die Zinskosten über die Laufzeit. Bei 400.000 € Kreditbetrag (heute durchaus keine Seltenheit mehr trotz Eigenkapital wie ich aus Gesprächen mit Bankleuten weiß) werden bei 25 Jahren Laufzeit und 1,6 Prozent Zins gesamt rund 87.000 € Zinsleistungen nötig. Zusätzlich zum Kaufpreis und den Steuern. Und eine monatliche Rate von kalt 1600 €. Zuzüglich Nebenkosten und Rücklagen.

    Hier noch ein interessaner Artikel der Welt:
    https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article195896025/Baufinanzierung-Fuer-den-Traum-vom-Eigenheim-gehen-die-Deutschen-ans-finanzielle-Limit.html

  11. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Immos,

    gestern Abend saßen wir mit unseren Freunden zusammen, die derzeit ein Elternhaus inseriert haben. Optisch niedriger Preis. Das Haus ist aber so mit modernen Maßstäben nicht bewohnbar. Trotzdem gab es innerhalb von wenigen Stunden ca. 150 Anfragen. Manche hätten blind zugesagt.

    Das Problem ist ja auch, dass hier im Süden so was wie „auf dem Land wohnen“ kaum noch möglich ist, weil ein Großraum in den nächsten übergeht.

    Da müsste man in ein finsteres Tal ohne Empfang im Schwarzwald oder so.

    MS

  12. Avatar42sucht21

    @Ralf – bezahlbare Neubau-Mietwohnungen zu haben
    Sie haben doch ein beträchtliches Aktiendepot und besitzen einen Bauplatz und Sie sind Doppelverdiener (Frau in TZ) mit 2 Teens. Warum sollte die Stadt Ihnen eine stark subventionierte Neubau-Mietwohnung geben? Gibt es da nicht viel bedürftigere Familien mit mehreren kleinen Kindern? Alleinerziehende, Studis mit Kind, ALG-2-Familien, Rentner, chronisch kranke, Menschen mit Behinderung usw.? Ist doch irgendwie auch nicht korrekt denen die Wohnung weg zu nehmen – nur weil Sie die normalen Preise nicht zahlen wollen.

  13. Avatar42sucht21

    @Ralf – Bei 400.000 € Kreditbetrag, 25 Jahren Laufzeit und 1,6 Prozent Zins gesamt rund 87.000 € Zinsleistungen nötig
    Ja, das ist wirklich wenig im Vergleich zu früher. Es ist mit den günstigen Zinsen so viel einfacher geworden in den letzten 10 Jahren. Es ist ein Booster für den persönlichen Vermögensaufbau mittels Immobilienhypothek.
    Die gleichen Betrag musste man früher aufbringen bei lediglich 100.000 € Hypothek und 5,5% Zinsen. Allerdings: Von 1970 – 1995 lagen die Zinsen zwischen 7% und 11%! Aber für 10 Jährige Festschreibung. Die 20J+ Festschreibung lag bei 9% -14% Zinsen im Annuitätendarlehen. Stellen Sie sich das mal vor wie teuer das war – und das bei niedrigeren Mieten = Rentierlichkeit zum Vergleich.
    Die niedrigen Zinsen sind ein Geschenk für alle Immobilienfinanzierer. Stellen Sie sich der Realität. Wer bei ausreichend Vermögen / passender Lebenssituation / Arbeitsstelle kaufen möchte aber es nicht tut weil es angeblich zu teuer ist, der sollte nochmal gut nachrechnen.
    http://www.windsurf-schmidt.de/hypzins1.htm
    Hier zum selber herumspielen: https://www.interhyp.de/volltilgungsrechner/

  14. AvatarRalf

    „Warum sollte die Stadt Ihnen eine stark subventionierte Neubau-Mietwohnung geben?“

    Wir liegen mit unserem Einkommen deutlich im Bereich der subventionierungwürdigen Familien und wären Förderwürdig. Warum soll man dann darauf verzichten? Die normalen Kaltmiete-Preise wären auch für uns nicht bezahlbar.

    Außerdem sollte eine Stadt darauf achten, eine gewisse Durchmischung des Klientels zu erreichen.
     

    @Zinsen: Der Effekt der niedrigen Zinsen wird vielerorts längst durch deutliche steigende Immobilienpreise und hohe Nebenkosten (Grundsteuer, evtl. Makler) aufgefressen.

  15. AvatarAlbr

    Also ich zahle momentan für meinen Immo Kredit 0,65%p.a. 😉
     
    1,6 % halte ich für deutlich zu hoch….
     
     

  16. AvatarGastUser

    „Mittlerweile zahlt man in bestimmten ländlicheren Ecken teilweise sogar mehr Miete als in Heidelberg selbst. „
    @Ralf: Ich wohne selbst auch in der Region, aber wo konkret (ländliche Lage) ist es sogar teuerer als in Heidelberg? Walldorf vielleicht noch oder Weinheim, aber ländlich sind ja beide Orte nicht…

  17. AvatarA.

    @Zinsen
    also das Argument mit den Zinsen kann ich nicht nachvollziehen. 87000 Euro Zinsen auf 25 Jahre. Dann muss man aber auch die Inflation gegen rechnen. Die ist vorhanden (Lebensmittel, Miete usw.). Da finde ich die 87000 Euro nicht viel. 
    Doof ist natürlich das die Preise derart extrem angezogen haben. Unsere Bude ist in einer Kleinstadt, aber in guter Lage. Kaufpreis mit NK ca. 320 k im Jahr 2013.
    Heute schätze ich, das ich dafür ca. 400 k abrufen kann (haben ja auch noch eine Einliegerwohnung drin).
    Der Käufer muss dann noch NK drauf zahlen. Sind wir bei 450 k für das Haus. Ich werde noch nach und nach ein paar Dinge erneuern wie z.B. Terasse, dann würde der Preis vermutlich weiter steigen. Natürlich ist nach oben hin eine Grenze.
    Im Endeffekt kann man nur sagen, dass es nichts hilft zu jammern. Entweder man sucht ewig weiter oder entscheidet sich einfach zur Miete weiter zu wohnen.
    Gruß
    A.

  18. AvatarAchim

     
    Heidelberg-Bahnstadt hat 14,68€/m² Miete und 3995€/m² an Kaufpreis. Heidelberg-Neuenheim 13,95€/m² Miete und 6317€/m2 an Kaufpreis.

  19. AvatarDaniel

    Bei uns in Frankfurt in den Gegenden, wo man wohnen möchte, zahlt man zwischen 18-22 Euro pro qm zur Miete und zwischen 6k (Schnäppchen) und +12k pro qm zum Kauf. 
    4 Zimmer in einer vernünftigen Gegend im guten Zustand sind unter 700k eigentlich nicht mehr zu finden. Die Verkäufer möchten aber zur Zeit – kann man Ihnen nicht verdenken – das Maximum rausholen und wollen eh nochmal 25% mehr. 
    Stimme albr zu – Zinsen <1% sind keine Seltenheit (Bonität vorausgesetzt). 

  20. Avatar-M

    Ja Daniel 
    Rhein-Main  wird durch den Flughafen  Frankfurt / Darmstadt / Mainz/ Wiesbaden wohl immer teurer sein 🙂
     
    Gerade vorgestern mit meinem kleinen wieder Flugzeuge schauen gewesen, der Flughafen hat gut Betrieb haha.
     
    -M

  21. AvatarBruno

    also 0.65% für eine 25jährige Festhypothek scheint mir schon etwas tief, ich habe das noch nie gesehen auch mit bester Bonität. Ich habe auch mal diverse Offerten verlangt vor Kurzem mit bester Bonität, und die lagen leicht unter 1% in CHF auf diese Dauer. Banken bieten sowas eh kaum an es sind dann eher Versicherungen, und vielleicht mit andern Geschäften in Kombination kann ich mir das schon vorstellen, ich kenne jemanden der bekommt seinen Kredit gratis, aber in Kombination mit andern Geschäften.
    Wie auch immer, ich würde NIEMALS eine 25jährige Fest abschliessen, das Risiko wäre mir eindeutig gross. Ich will Flexibilität. Man darf dann faktisch 25 Jahre lang nicht verkaufen egal was kommt sonst zahlt man enormen Penalty.
    Falls die Bonität nicht hervorragend ist sowieso kritisch, eine Scheidung, Krankheit, längerer Jobverlust etc. kann so zum Problem werden.

  22. AvatarDaniel

    @Bruno 
    albr schrieb ja nichts von 25-jähriger Zinsfestschreibung, oder?
    Schau mal zum Beispiel bei interhyp da kannst Du über die Laufzeiten rumrechnen.

    @-M
    Ja, so sieht es aus. Das Einzugsgebiet wird durch bessere Anbindung mit U- und S-Bahn ja immer größer. Hier wird es sicherlich noch mal die ein oder andere Delle geben, wenn Immobilien auf den Markt kommen, von Leuten, die sich überhoben haben und die 25% Aufschlag wird auch verschwinden. Aber die Preise dürften aufgrund des hohen Zuzugs weiter steigen.
    Von daher sehe ich hier nur bedingt Potenzial Wohnungskosten zu sparen – es sei denn man möchte in die weniger schönen/sicheren Gegenden ziehen. Eine Lifestyle-Entscheidung wie so oft. 

    Auf den gängigen Immo-Portalen wird zur Zeit auch sehr viel Schrott zu Mondpreisen angeboten.

  23. AvatarAlbr

    Ich hatte nie eine Zinsbindung von 25 Jahren 😉
    in der Vergangenheit jeweils Max. 3 Jahren, jetzt wieder 3 Jahre, ich wollte mich nur 2 Jahre binden, die Bank hat aber auf mindestens 3 Jahre „bestanden“, ja warum wohl 😉
     
     
     

  24. AvatarAlbr

    Rhein Main Gebiet ist wohntechnisch „verrückt“… obwohl jetzt ja Bänker in großem Stiel entlassen werden… oder sie gehen in den Vorruhestand 😉
     
     
     
     

  25. AvatarBruno

    ok dann passt, nein ich dachte nur weil Ralf schrieb „25 Jahren Laufzeit und 1,6 Prozent Zins“ und ich die 0.65 auf die 1.6 bezog als Antwort darauf 😉 
    Ich hatte lange Jahre Libor gemacht, lange Zeit ging das auf 6 Monate aber neuerdings wollen sie 2 Jahre und bald schon gar nicht mehr. Ist auch klar warum, lustig finde ich wie sie es dann verpacken von wegen hohem Risiko haha

  26. AvatarRalf

    Gehen wir das Thema Immobilien doch mal anders an:

    Welcher maximale prozentuale Anteil sollten die Wohnkosten warm vom verfügbaren Gesamteinkommen nicht überschreiten?

    Betrachtet bei eher „normalen“ Gehältern (also keine Manager etc.).

    Wenn eine Familie z.B. ein Nettoeinkommen von gesamt 4000 € hat, wären 40 Prozent 1600 €.
    Bei einer Laufzeit von 25 Jahren sind 1,6 Prozent sicherlich nicht zu hoch gegriffen. Wie im obigen Beispiel mit den 400.000 € benannt. Wäre kalt schon 1600 €. Nach Aussage befreundeter Banker auch außerhalb der Städte längst keine Seltenheit mehr. Dann ist aber noch kein Strom, Wasser, Abwasser, Müll, Versicherungen oder Rücklagen für eine Instandhaltung gezahlt.

    Wie soll man das stemmen? Sicher machbar, aber große Rücklagen kann man dann vergessen. Und je nach Alter des Hauses kommen weitere Reparaturen dazu.
     

  27. AvatarDaniel

    @Ralf
    Da hilft nur eine Optimierung der Einkommensseite. Außerdem muss man nicht auf 25 Jahre festschreiben, sondern kann 100k je über 5, 10, 15 oder 20 Jahre stückeln. Das drückt die Belastung. Bei 2% Tilgung plus 1,5% Zins kommen wir dann auf knapp 1.166,- pro Monat „Kalt“ plus NK und Rücklage.
    Nur für 400k bekommt man hier Max. eine Zweizimmerwohnung also für kinderloses Pärchen ohne großen Platzbedarf oder Single.
    @albr
    Deuba baut weitestgehend in London und New York ab. Die hiesigen wohnen eh weitestgehend im Taunus.  
    Aber ja, hier dürfte früher oder später etwas Druck von der Nachfrageseite genommen werden. An einem Bankjob hängen hier 6 weitere Arbeitsplätze. 
    2009 hat mir ein Banker seine Wohnung in der Friedrichstraße im Westend für n Appel und ein Ei aus Not verkauft. Bestes Investment meinerseits. Solche Zeiten können gerne kurzzeitig wiederkommen:-) 

  28. Avatar-M

    Bruno 
    Wegen gestern: HSBC ist auch gut, stimmt.
    Zinsbindung: in D kannst du immer nach 10 Jahren kündigen (gesetzlich) auch wenn du 20 Jahre abschließt. Das Recht hat aber nur der Kunde und nicht die bank. Deshalb mögen sehr lange zinsfestscjeeibungen Banken eher weniger. Weil sie nach 10 Jahren dem Kunden ausgeliefert sind die.
     
    Budget: in der Bank sagen wir immer, das die Belastung des DL maximal 30% vom netto Einkommen betragen sollte. 
     
    -M

  29. AvatarRalf

    „Budget: in der Bank sagen wir immer, das die Belastung des DL maximal 30% vom netto Einkommen betragen sollte. „

    Danke. Das klingt realistisch. Bei den gegenwärtig steigenden Hauspreisen sicherlich eine Herausforderung. Wenn man nicht ewig tilgen möchte…
     

  30. AvatarBruno

    @-M
    Ich sehe in DE ist vieles anders als hier. Ich lerne ständig etwas. 
    Bezüglich Budget resp. Tragbarkeit rechnet man bei uns mit 20% eigenen Mitteln davon 10% in Cash (Rest kann von Pensionskasse oder Verpfändung kommen), es wird mit 5% gerechnet plus Amortisation sollte 1/3 des Einkommens nicht übersteigen. Gibt aber natürlich noch diverse andere Faktoren je nach Alter, Job, Bonität etc. die ins Gewicht fallen. In der Realität weicht das dann häufig mal extrem ab bis zu gar kein Eigenkapital, aber das kennen wir ja aus der letzten Finanzkrise…
    Ich denke 1/3 sollte wirklich das Maximum sein auch bei Miete, ausser bei sehr hohen Einkommen.

  31. AvatarAlbr

    @Daniel, ich habe meine Wohnung ebenfalls Ende 2008 von einem Banker gekauft, ich war damals der einzige Interessent  😉
    Die Bulthaupt Küche und das Designer Mobiliar hat er – kostenlos – drin gelassen, er wusste nicht wohin mit dem Zeug…
     
     
     

  32. AvatarRalf

    „Ich denke 1/3 sollte wirklich das Maximum sein auch bei Miete, ausser bei sehr hohen Einkommen.“

    Das klingt vernünftig. In der Praxis sind die Preise mittlerweile aber sehr häufig darüber. Und das bereitet vielen Familien Kopfzerbrechen.

    Ich habe vor 2 Stunden ein neu eingestelltes, bezahlbares Haus gefunden und schnell reagiert. Der Makler musste das Objekt bereits nach extrem kurzer Zeit rausnehmen weil die Nachfrage zu hoch war. Mehrere Interessenten wollen das Objekt ungesehen kaufen…

    Es ist derzeit echt nicht mehr normal.

    Auch in der Schweiz scheint es einige Herausforderungen zu geben:

    https://www.nzz.ch/wirtschaft/eigenheime-sind-fuer-den-mittelstand-vielerorts-unerschwinglich-geworden-ld.1491654?utm_source=pocket-newtab

  33. KievKiev

    @ Albr, Daniel
    Wie habt Ihr die Wohnungskäufe genau durchgeführt? Hattet Ihr viel Cash, Gold…? Albr schreibt ja auch, dass er viele Aktien in dem Zeitraum gekauft hat. Falls Ihr ein Depot hattet, musste es zum Teil veräußert werden? Ein abgesicherter Kredit auf ein Depot war vielleicht nicht gerade sehr beliebt. Oder hattet Ihr bereits Immos und konntet freie Grundschuld verwenden? 
    Ich frage einfach aus Neugier. So ein Schnäppchen konnte ich noch nicht machen. Meine Grundschuld sinkt jedoch kontinuierlich. Vielleicht muss ich in der Krise auch mal zuschlagen. Im Westend könnte ich mir auch ein Scheibchen vorstellen. Am liebsten vertikal. Wie billig war den billig? Wo lag der Quadratmeter? 

  34. Avatar42sucht21

    @Ralf  – Wenn man nicht ewig tilgen möchte…
    Irgendwie ist hier doch das Murmeltier zu Gange. Warum kommt das Theme eigentlich immer? Niemand will Sie zum Kaufen überreden,… Wer möglichst stressfrei arbeiten möchte und in den ÖD wechselt und sich über das geringere Einkommen wundert, die Ehefrau mit Familien-Work-Banlance TZ arbeitet, sein Depot (und seinen vorhandenen Bauplatz) nicht anfassen, keinen größeren Kredit zu 1% Zinsen aufnehmen und nicht langfristig tilgen möchte, kein Risiko eingehen, örtlich völlig unflexibel ist und größere Ansprüche an Schulen, ÖPNV & Nachbarschaft hat und das im Raum Heidelberg, der kann eben nicht kaufen. Der konnte auch in den letzten 40 Jahren nie kaufen. Das ist doch nicht verwunderlich und auch nicht schwer zu verstehen. Ist doch auch OK so.
    Sich über die Steuer- und Abgabenlast des Mittelstands monieren und dann als Doppelverdiener eine subventionierte Neubauwohnung zur Miete vom Sozialen Wohnungsbau haben wollen wegen der „gewissen Durchmischung des Klientels“ – finde ich irgendwie, na ja merkwürdig. Ich bin raus bei dem Thema.

  35. AvatarAlbr

    @Kiev, mein Depot war damals schon gross genug, um dieses beleihen zu können (waren auch ordentlich Anleihen drin), dann kam ja noch die Wohnung als Sicherheit hinzu, die Bank hatte kein Problem, mir das Darlehen einzuräumen… 
     
    für den qm hab ich so knapp 2,5K gezahlt, zzgl. Tiefgaragenstellplatz…
    finanziert war das ganze auf 3 Jahre, kein EK Anteil 😉
     
     
     

  36. AvatarBruno

    @Ralf
    Ja die Herausforderungen sind hoch aber auch die Anforderungen sind gestiegen, das Problem ist, dass viele keine Hypothek mehr bekommen, es sich aber eigentlich leisten könnten, sofern die Zinsen nicht wieder auf 3/4/5% steigen was ich nicht wirklich als realistisch erachte (man weiss es aber nicht, je nach Konstellation ist alles möglich). Es wird eben immer noch oder wieder (nach der Krise) mit 5% Zins gerechnet und da die Preise hochgeschossen sind, kann sich jemand mit einem normalen Gehalt keine Wohnung für 1 Mio. leisten. Die Problematik ist insbesondere in Städten und näherer Agglomeration resp. mit gutem öV, geht man etwas weiter raus und ist kompromissbereit, findet man schon noch etwas. 
    Angebot und Nachfrage halt, Angebot ist stark gestiegen die letzten Jahre, aber vielleicht am falschen Ort, im Kt. Solothurn beispielsweise gibt es Regionen mit Leerständen von über 10%, in Zürich-Stadt bei 0%. Jeder will in die Stadt und dort am besten extrem zentral oder an einem See oder Fluss oder Waldrand und natürlich in einem Neubau und unter 2500.- / Mt. 😉 

  37. AvatarA.

    @42sucht21 @Bruno
    genau. Gut Zusammengefasst 42sucht21. Ich werde das in Zukunft auch nicht mehr weiter kommentieren. Alles haben wollen, ohne Kompromisse und sogar einen vorhandenen Bauplatz nicht in Anspruch nehmen wollen bei vorhandenen Wertpapieren, Doppeleinkommen und alten Preisen hinterherheulen. Mit dem Anspruch hat man vor 30 Jahren auch nichts gefunden denke ich.
    Gruß
    A.
     

  38. AvatarNobbi

    Langsam wird es traurig. Unter jedem Artikel… „Die klauen unsere Immobilien“ (Frei nach Southpark).
    Selbst Tim als Meister der Wiederholung, ist dagegen ein Wunder an Mannigfaltigkeit.
    Kann sich einer der finanziell Freien nicht mal erbarmen und hier den armen benachteiligten Teil der  Leserschaft aus der Bredoullie retten?

  39. KievKiev

    @ Albr
    Danke für die nähere Auskunft. Das war wirklich günstig. Kann man sich heute nicht mehr vorstellen…
    Die Bank hat sich bei der anderen Wohnung ins Grundbuch eingetragen, falls dort keine Grundschuld eingetragen war. Ansonsten konntest Du bis maximal der Höhe der alten eingetragenen Grundschuld einen Kredit aufnehmen. Andererseits sind zu der Zeit die Preise stark eingeknickt. Da wollten die Banken vielleicht auch mehr Sicherheiten haben, da die alte Hypothek eventuell nicht mehr in vollem Umfang in Anspruch genommen werden durfte. Musstest Du einen Teil des Depots zu der Bank transferieren und einfrieren? Du könntest bei dem normalen Depot schließlich Positionen verkaufen. Das mögen sie nicht. Ich habe auch schon mit so einem Modell geliebäugelt, aber Aktien sind nicht sehr beliebt bei Banken. Freie Grundschuld mögen sie lieber.
    Mein Ferienhaus im Ausland war übrigens bei meinem Immobilienkauf nicht sehr hilfreich. Das zählt inklusive allen meiner getätigten Investitionen in Summe nichts. Aber es ist wenigstens konsequent. Die Einnahmen aus Vermietung zählen ebenfalls nichts.

  40. Avatarchn

    @Nobbi:
    Langsam wird es traurig. Unter jedem Artikel… „Die klauen unsere Immobilien“ (Frei nach Southpark).Selbst Tim als Meister der Wiederholung, ist dagegen ein Wunder an Mannigfaltigkeit.Kann sich einer der finanziell Freien nicht mal erbarmen und hier den armen benachteiligten Teil der Leserschaft aus der Bredoullie retten?
     
    Ok. Hier habe ich einen schönen Artikel gefunden:
    https://anchukoegl.com/innere-ruhe-finden/
     
    Viele Dinge sind einfach keine finanziellen sondern mentale Probleme. Ängste, Grübeleien, schlechte und ungesunde Denkgewohnheiten.. ich kenne das auch. Aber die positive Botschaft ist: man kann was dagegen machen.

  41. AvatarNico Meier

    Ich finde die Regelung mit mindestens 20% des Kaufpreises als Eigenkapital durchaus sinnvoll. Davon müssen 10% hattes Eigenksoital sein das nicht aus der Pensionskasse kommt.
    In unserem Fall haben wir mit mehr als 20% echtem Eigenkapital gekauft und damit eine Hypothek von bedeutend weniger als 80% des Kaufpreises aufgenommem. Dadurch gabs bessere Konditionen bei der Bank. Die Hypothekarschuld gerechnet mit 7% (Hypothek 5%, Unterhalt 1% und Amortisation 1%) darf nicht mehr als 33% unseres Einkommens ausmachen. Bei uns macht dieser theoretische Wert weniger als 33% eines Einkommens aus. Mit anderen Worten wir hätten uns auch ein doppelt so teure Inmobilie leisten können was wir aber bewusst nicht wollten. 

  42. AvatarNobbi

    @chn: Danke du bist ein Ehrenmann! Auch auf die Gefahr hin, dass das Wort schon aus der Mode ist.
    Auch wenn ich glaube, dass das Thema erst abgehakt ist, wenn wir ein Spendenkonto anlegen. Aber auch nur dann wenn es für einen Nachbau von Erdogans Präsidentenpalast reicht.
     

  43. AvatarThorsten

    @Matthias Schneider.
    Ich musste herzlich lachen. Wir sind zwar nicht in einem finsteren Tal im Schwarzwald,  aber zwischen Endmoränen, ohne Fernsehempfang,  ohne Handyempfang und mit 1,5 Radiosendern.  (SMS geht und ich sehe,  das jemand geklingelt hat, aber sprechen ist unmöglich, nur Abgehacktes). Als das Endhaus am Weg angeboten wurde gab es angeblich über 40 Interessenten am ersten Tag. Nichts mehr frei . 100 km zur Arbeit. Schreckt anscheinend  nicht ab. Kein Bus, kein Taxi, zur Bahn xx km. Aber mit 50.000 Euro für 5000 qm mit Haus drauf ist man dabei. Im Kurort kostet der erschlossene Quadratmeter 20 Euro. Gestern haben wir Leute mit bayerischem Akzent getroffen,  die kaufen sich ein. Kostet ja nix. Im Nachbarort haben sie Glasfaser gelegt. Mit Homeoffice usw. wird das Land in Zukinft attraktiver und die Pendelei erträglicher.

  44. Avatarchn

    @Nobbi:
    Gern geschehen und danke für die Blumen 🙂 Ich denke, ein bisschen mehr Gelassenheit täte allen ganz gut – Sorgen machen bloß Falten.

  45. AvatarNico Meier

    Bei uns in der Region wird extrem viel gebaut. Viele Einfamilienhäuser oder Doppeleinfamilienhäuser. In unserer Gemeinde bauen sie gerade Wohnungen im Stockwerkeigentum habe mir da mal die Unterlagen zustellen lassen. Da zahlt man für 3 Zimmer 90qm Eigentumswohnung bedeutend mehr als wir 2017 für unser Haus bezahlt haben. Wohlverstanden 3 Zimmer 90qm mit Balkon nicht EG mit Gartenanteil oder Attika mit riesiger Terasse! Und die Preise sind mit Grundausstattung je nach Option kommen da noch  weitere Kosten dazu für schönere Fliesen, mehr Steckdosen usw.
    Die 3 Zimmer sind die kleinsten Wohnungen es hat auch noch welche mit 4 Zimmern mit 130qm und 5 Zimmer mit 160 qm Wohnfläche.
    Habe mich gefragt wer sowas kauft. Das Architekturbüro hat gemeint über dreiviertel der Wohnungen wären schon verkauft.

  46. AvatarWorrier

    Zitat: „Weil nicht sein kann, was nicht sein darf: Jahrzehntelang waren Böden und Backsteine teurer geworden; hatten immer jene recht behalten, die ihr Spargeld für Wohnraum verwandt hatten.
    Vom „Betongold“ sprachen die Bundesbürger, wenn einer sich Immobilien zulegte. Risiken schien diese Anlage nicht zu bergen, nur prächtige Gewinnchancen.“

    Wohnungen: „Der Markt ist kaputt“ – 1986

    https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13519072.html

    Das Geschwafel kenne ich woher…ein ewiger Kreislauf.

  47. AvatarDaniel

    @Kiev
    Ich habe knapp 2,5k pro qm gezahlt, mit den Modernisierungen eingerechnet eher 2,7k. Würde heute für das 4-fache ohne Probleme weggehen. Ist sehr gut vermietet und noch sehe ich keinen Grund zu veräußern. Ich habe es damals mit Rücklagen/Cash bezahlt ohne Finanzierung. Reine Glückssache zu dem Zeitpunkt nicht voll in Aktien gewesen zu sein, sonst hätte ich es wie Albr probiert. 
    Leider hatte ich nicht den Mut noch weitere Objekte damals zu kaufen. Habe dann erst 2011 und 2012 weitergemacht.

  48. AvatarPeter

    @Worrier
    super Beitrag. Ich bin auch der Meinung: Die Immobilienpreise sind derzeit vollkommen überzogen.  
    @Ralf
    Lass dich nicht unterkriegen. Deine Bedenken sind schon berechtigt. Bleib doch einfach Mieter  –  ist keine Schande. 

  49. AvatarThorsten

    @Worrier
    Ganz genau. Alles in Zyklen. Immobilien steigen, stagnieren und steigen wieder….in Hamburg haben sie 20 Jahre stagniert, dann ging es steil nach oben. Bei der nächsten Rezession bleibt wieder alles stehen usw.

  50. KievKiev

    @ Daniel
    Hinterher ist man immer schlauer. Immerhin hast Du im Gegensatz zu vielen anderen etwas gekauft. Und das auch noch rein zur Vermietung. Ich finde im übrigen Deine Herangehensweise gut. Auch wenn ich die Details nicht kenne. Lieber einen Kauf tätigen und wenn alles läuft und in trockenen Tüchern ist die zweite Einheit. Von Kartenhäusern halte ich nicht viel. Auch wenn man damit zu der Zeit richtig gelegen hätte. Bei solchen Summen sollte man lieber investieren statt zu spekulieren.
    Die 10 Jahre sind jetzt rum. Liegt der Preis wirklich einen Faktor 4 höher? Die Miete vermutlich nicht. Frankfurt hat sich sehr stark von Preisen entwickelt. Schau Dir einmal den UBS Real Estate Buble Index an. Frankfurt ist aufgelistet. Du könntest auch umschichten. Ich bin Fan von Buy and Hold. Ich kann mir allerdings vorstellen auch Mal einen Gewinn mitzunehmen. Vor allem wenn er steuerfrei ist und das Investment sehr hoch bewertet ist.

  51. AvatarAlbr

    @Kiev, meine Situation ist mit der von Daniel zu vergleichen, ich gehe auch bei meiner Wohnung von dem mind. 4-fachen aus (bei einer sehr guten Lage im Westend/Diplomatenviertel)… allerdings nutze ich die Wohnung selbst…
     
     

  52. KievKiev

    @ Daniel, Albr
    Ich möchte jetzt nicht alle Aktionäre mit Immos langweilen. Ein Faktor 4 entspricht einem Kaufpreis von 10k/qm. Unter einer guten Miete verstehe ich hier mindestens 4% Rendite, also 33€/qm. Bei 22€ Miete liegt die Rendite auf den aktuellen Kaufpreis bezogen bei 2.6%. Da würde ich prüfen, ob ich tatsächlich 10k bekommen kann und umschichten. Vor allem wenn mehr Wohnungen vorhanden sind und das Vermögen dann auch leichter gestreut werden kann.
    Bei alternativlosem Eigennutz würde ich solche Berechnungen gar nicht erst anfangen zu betrachten. Ins besondere bei bereits erreichter finanzieller Unabhängigkeit.

  53. AvatarBruno

    Das Interessante an Immobilien, man findet eigentlich fast zu jeder Zeit Regionen mit Blasen und andere mit Baissen, bei Aktien ist alles viel gleichgeschalteter. Aber man muss sich natürlich auskennen in der entsprechenden Region. In Hong Kong oder Tokio würde ich wohl nichts kaufen aktuell, dafür ist Chicago oder Boston interessant. Aber man kann nicht alles machen, ich habe keine Zeit für solche Sachen, aber es ist natürlich interessant, insbesondere wegen dem Leverage.
    In München oder Frankfurt ist es zwar teuer geworden, aber es hat natürlich auch seine Gründe. Ich wohne auch in einer „roten Gegend“ in der Schweiz, wo die UBS seit gefühlter Ewigkeit von einer Bubble warnt, das war glaub schon vor 10 Jahren so 😉  

  54. AvatarDaniel

    @Kiev
    Spannend – frage mich, warum München bei dem Bubble Index nicht mit auftaucht.
    Eine von den Immobilien bewohnen wir selbst. Die eine könnte ich in der Tat steuerfrei veräußern. Nur wohin umschichten? Das ist eine Mikrolage, die ich als recht wertstabil ansehe und zudem eine recht stressfreie, passive Einnahmequelle.

  55. AvatarAndrea

    Ich habe jetzt mal gerade nach all dem Gejammer hier bei immobilienscout24 nach Wohnungen in Heidelberg geschaut. So teuer sind die doch gar nicht, zwischen 2000 und 3000 Euro pro qm. Hier wo ich wohne, sind Wohnungen deutlich teurer.
    Ralf, muss man, wenn man eine Immobilie sucht, nixht das Pferd von hinten aufzäumen, d.h. ich frage mich, wieviel Eigenkapital ich habe, wieviel ich verdiene und welchen Anteil (z.B. 30%) ich davon für meine Immobilie ausgeben will, davon ausgehend komme ich zu der Hypothekensumme, die ich mir leisten kann, und unter Einbeziehung des Eigenkapitals weiß ich dann, wieviel meine Wohnung o.ä. kosten darf und dann kann ich schauen, welche Wohnung ich dafür bekomme? Danach richtet man sich dann.
     
    Ansonsten wartest du ja bis zum Sankt-Nimmerleinstag.
     

  56. KievKiev

    @ Daniel, Bruno
    Ich finde die Herangehensweise der UBS aus Einkommenssicht gar nicht so verkehrt. Wie sich der Preis entwickelt ist eine andere Frage. Mir geht es um die Mietrendite. Und da bin ich fest bei den Zahlen. 5% sind 5% und 2,5% bleiben 2,5%. Wenn ein Preis von 22€/qm das Maximum ist und tatsächlich 10k im Verkauf erzielt werden kann bleiben es 2,5%. Ich finde, dass es hier Alternativen gibt. Eine Empfehlung kann ich natürlich nicht geben. Das muss am Ende jeder genau selbst überlegen. Ich mag für mich als Einkommensalternative Maut, Infrastruktur, Gas, Tabak und Öl. Vielleicht ein bisschen JD und BABA für das Wachstum dazu. Wenn die Kombi langfristig 4-5% relativ zuverlässig bringt so wäre es vermutlich besser. Und es bereitet noch weniger Arbeit.

  57. AvatarKia

    @Ralf
    hast du dich auch für die Kaufwohnungen vormerken lassen? 30% der Wohnungen werden günstig an Familien mit niedrigen/mittleren Einkommen verkauft. Bei zwei Kindern und unter 45 Jahren darf das Einkommen 86k Betragen. Es sind über 350 Wohnungen saniert oder Neubau, da sollte doch was dabei sein. Ich würde als Heidelberger sofort zuschlagen und auch viel lieber kaufen als eine WBS Wohnung mieten. Wer weiß wie lange die Bindung ist. (Davon mal abgesehen finde ich es merkwürdig das man in Heidelberg als Ing. wbs fähig ist)

  58. Avatar42sucht21

    @Worrier – 1986
    Da hatte West-Deutschland wohl die schwierigste wirtschaftliche Situation seit dem WK. Die Arbeitslosenquote lag bei bis dahin noch nie gesehenen über 9%, die Politik hatte keinen Handlungsplan und Hypothekenzinsen für 10J lagen bei grob 7,5%. Seit 15 Jahren sank / stagnierte die Bevölkerungsanzahl in der BRD. Es war die Zeit mit ca. der höchsten Quote sozialem Wohnungsbaus & Wohnraum. Mieten extrem günstig auch im internat. Vergleich. 1986 wurde die ‚Neue Heimat‘ für 1€ symbolisch verkauft.
    https://de.statista.com/infografik/12473/immer-weniger-sozialwohnungen-in-deutschland/
    Der Spiegel/ Manager Magazin schreibt übrigens seit 2013 von zu teuren Immobilien in Deutschland und der Preis sei mit nichts zu rechtfertigen.
    21.10.2013: „Wohnungen in Deutschen Städten sind überteuert“
    18.11.2014: „(Drohende Blase) In diesen Städten sind Immobilen zu teuer“

  59. AvatarWorrier

    @42sucht21
    Die Vergangenheit wiederholt sich selten mit den gleichen Szenarien, aber oft mit ähnlichen Resultaten.

  60. ManniBManniB

    @Insider
    ich wechsle den Strom und Gasanbieter quasi jährlich und profitiere jedesmal durch die Wechselprämie.
     

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