Schlechte Gefühle müssen kein Dauerzustand sein. Steck dir Ziele. Optimiere dein Leben


New York, 30. Mai 2019

Leserin Maria geht gerne in die Berge. Sie spart mehr. Sie hat sich Ziele gesteckt.

Du bist nicht allein, wenn du denkst, dass die Welt manchmal unfair ist. Tragische Dinge passieren jeden Tag ohne verdammten Grund. Es gibt Menschen, die haben unglaublich Pech. Die kommen im Job nicht weiter. Es gibt tragische Unfälle, Krankheiten etc.

Aber es ist ein Fehler, sich als Opfer zu fühlen und zu jammern.

Du solltest Ambitionen und Träume haben. Dein Kampf findet in dir statt. Es ist nicht wichtig, wohin du bei deinen Zielen kommst. Wichtig ist, dass du loslegst.

Jeder hat irgendwo mit Versagensängsten zu kämpfen. Selbst erfolgreiche Menschen haben diese Gefühle. Hilfreich ist das Gefühl zu haben, dass du mit deinen Fähigkeiten, deiner Intelligenz und deinem Ehrgeiz mehr zur Welt beitragen kannst.

Die Menschen haben unterschiedliche Stärken und Potenziale. Nutze deine Stärken. Geh die nötigen Schritte, um dein Potenzial auszuschöpfen. Du wirst dich anschließend großartig fühlen. Das Schlimmste, was du tun kannst ist, zu versuchen, das Leben eines anderen Menschen zu führen oder für andere mit Status-Dingern anzugeben (Stichworte: Konsumclowns, Schuldenclowns). Es wird dir keine Freude bereiten. Du wirst dein wahres Leben, dein wahres „Ich“ so nie entdecken. Mache, was dir am Herzen liegt. Mache es für dich.

Meine Blogleser kennen allzu gut mein liebstes Hobby:  Geld sparen und investieren (hihihi). Spenden. Ich habe finanzielle Sicherheit versucht zu erreichen, seit ich ein Kind bin. Meine Eltern haben mir den Sinn des Sparens früh beigebracht. Sie haben mich motiviert. Dafür bin ich ihnen dankbar. Sie haben mir beigebracht, mich im Leben anzustrengen, Visionen zu entwicklen.

Zufriedenheit kommt von Fortschritt. Nicht vom Status, den du heute hast. Wir Menschen sollten daher an ständiger Optimierung arbeiten. Es können auch Minischritte sein. Fortschritte in der Karriere, in der Bildung, in der Beziehung, in der Fitness… Schulden abbauen, Haus abbezahlen, Notfallgroschen aufbauen, Depot aufstocken, finanzielle Unabhängigkeit erreichen, im Beruf weiter kommen. Vielleicht Job wechseln. Kosten kürzen (Pay-TV kündigen, altes Handy weiter benutzen, unnötige Versicherungen kündigen, überflüssige Abos aufgeben). Plunder aussortieren.

Verbessere dich in Bereichen, die für dich von Bedeutung sind. Denke dran: Du machst das nicht für den Kollegen oder Nachbarn, nur für dich. Ob finanziell, in Beziehungen, intellektuell, körperlich usw. Fortschritt ist die einzige Pille für Zufriedenheit, die hilft.

Wenn du diesen Trick verstehst, dann brauchst du in keine Therapie zu geben. Das ist das, was dir helfen wird. Leute, die ständig jammern, machen oft keinen Fortschritt in ihrem Leben. Sie stagnieren sozusagen. Mein Lebenspartner ist ein Therapeut. Ich kenne mich zumindest etwas auf dem Gebiet aus.

Menschen entdecken diesen Trick nie. Es wird dir bestimmt helfen. Fange in einem Gebiet an, dich zu verbessern. Du wirst merken, wie viel besser es dir danach geht.

Hast du Depression, kannst du das zusätzlich mit einer gesunden Ernährung und Sport bekämpfen.

Zum Schluss noch eine wunderschöne Startup-Story eines Mädchens: Es gibt ganz schön clevere Eltern. Dieses fast dreijähriges Mädchen mietet Räume für ihre Süssigkeiten-Automaten. Sie zahlt 1 Dollar Miete und kassiert das Geld aus den Süßwarenverkäufen. Aus diesem Dreikäsehoch wird vermutlich eine tüchtige Geschäftsfrau.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Schlechte Gefühle müssen kein Dauerzustand sein. Steck dir Ziele. Optimiere dein Leben

  1. AvatarBruno

    „Wir Menschen sollten daher an ständiger Optimierung arbeiten. Es können auch Minischritte sein. Fortschritte in der Karriere, in der Bildung, in der Beziehung, in der Fitness…“

    Ich habe früher versucht, all diese Bereiche gleichzeitig zu „optimieren“ resp. zu fördern/verbessern. Das ist mir oft schwer gefallen, frustiert wenn auch nur in einem Bereich ein Rückschritt oder Misserfolg eingetreten ist, habe ich die andern auch wieder gelockert.

    Ich empfehle daher, zwar alle einem wichtigen Bereiche ab und zu in den Fokus zu nehmen, sich aber primär auf 1 oder maximal 2 Bereiche zu konzentrieren und dort Gas zu geben, und wenn man dort etwas erreicht hat dann zu wechseln.

    Wenn man gleichzeitig versucht, Beziehung, Karriere, Finanzen, Fitness etc. zu verbessern oder aufzubauen, wird es sehr schwierig.

    Braucht auch da, wie beim Aufbau eines schönen Depots, Geduld und Ausdauer.

    Kommt hinzu, dass alles zusammenhängt, und auch die andern Bereiche profitieren, wenn man sich auf einen oder zwei Bereiche fokussiert.

     

  2. AvatarderHamster

    Immer wieder schön zu sehen, wie sich viele selbst total stressen, indem Sie möglichst den perfekten Lebensstil pflegen. Der eigene Rasen darf maximal 30mm hoch sein, die Blumen müssen in Reih und Glied geplanzt sein und das selbstverständlich in einem Garten mit mindestestens 1 Hektar.

    Wem dies gefällt und wer darin selbst aufgeht herzlichen Glückwunsch. Bei mir ist dies nicht der Fall. Ich habe einen relativ kleinen Garten, sodass ich innerhalb von 15 min das nötigste erledigt habe.

    Mir ist es wichtiger spontan den Grill anwerfen zu können und dabei ein Bierchen genießen zu können. All das ohne mich schlecht zu fühlen.

    Meine Ziele liegen dann eher in der Planung der nächsten Radtour mit meinen Kindern. Macht Spaß, verbindet und man lernt viel über seine Umgebung kennen, ohne großartig Geld ausgeben zu müssen.

    Genießt das Leben und macht euch nicht selbst zuviel Stress, alles geht von alleine viel zu schnell vorbei! Raus aus dem Hamsterrad und rein ins Vergnügen!

    viele Grüße

    derHamster

     

  3. AvatarA.

    Denke dran: Du machst das nicht für den Kollegen oder Nachbarn, nur für dich.

    Absolut richtig.

    @Andrea

    Man gähnt andere Menschen nicht an.

    Aber ist halt Internet, sachliche Diskussionen nicht mit jedem möglich.

    Gruß

    A.

  4. AvatarKarl

    „Wir Menschen sollten daher an ständiger Optimierung arbeiten. Es können auch Minischritte sein. Fortschritte in der Karriere, in der Bildung, in der Beziehung, in der Fitness…“

     

    M.E. genau die Einstellung, die ins Unglück führt. Ständige (Selbst-) Optimierung führt zur ständigen Selbstunzufriedenheit.

    Man muss seine Schwächen akzeptieren können, um seine Stärken leben zu können.

     

  5. Avatar42sucht21

    @Zufriedenheit kommt von Fortschritt. Nicht vom Status, den du heute hast. 

    Bsp: Ich mache einen guten Job und bekomme 2k Lohnerhöhung. Ich bin happy über den Fortschritt, meinen besseren Status & zufrieden mit der Welt. Dann höre ich, dass Kollegin XY aber gleichzeitig 4k Lohnerhöhung bekommen hat. Ab jetzt ist für die meisten alles schiete, die Arbeit und die Welt wird grau und ich bin unzufrieden.

    Ein wichtiger Schritt zur Zufriedenheit ist, wenn man aufhört sich zu vergleichen und sich an anderen zu messen denke ich. Bei vielen kommt die Zufriedenheit nicht aus dem Inneren sondern lediglich daher, dass der eigene Status über dem des anderen ist. Andersherum natürlich die Unzufriedenheit. Echte Zufriedenheit gibt es auch ohne Fortschritt, wenn ich mit mir im Reinen bin.

  6. AvatarChrissie

    @42sucht21

    Das Beispiel mit den unterschiedlich hohen Gehaltserhöhungen kann ich gut nachvollziehen. Das Schwierige an dieser Situation ist, dass es dabei nicht „nur“ um das Geld und den Status direkt geht, sondern auch um die dadurch ausgedrückte (bzw. eben den Mangel an) Wertschätzung für die eigene Arbeit.

    Wenn die Kollegin eine bessere Ausbildung hat oder eine anspruchsvollere Tätigkeit ausübt oder wenigstens bessere Arbeit leistet, kann man den Unterschied noch begründen, ansonsten empfindet man es als ungerecht.

    Die Erwartung, die Welt sollte gerecht sein, ist vielleicht mit eine Ursache für Unzufriedenheit und Unglücklichsein. In der Tat ist es nicht sinnvoll, Zufriedenheit und Anerkennung im Außen zu suchen. Das kann einem Kampf gegen Windmühlen gleichkommen. Wenn man es schafft, mit sich im Reinen zu sein, ist viel gewonnen.

  7. AvatarAndrea

    A., ich hatte doch eine konkrete Frage bezüglich Gilead gestellt, da Claus die Firma erwähnte, und ich hatte keine Lust, hier Nebenschauplätze zu eröffnen. Davon abgesehen verkaufe ich fast gar keine Aktien, aber bei -30% in 3 Jahren Haltezeit kann man sich die Frage durchaus stellen, auch wenn man sich die Umsätze und Gewinne anschaut. Daher meine Frage an Claus, woher er die Hoffnung nehme, dass das Tal durchschritten sei.

     

  8. KievKiev

    @ Tim

    Zufriedenheit ist mir sehr wichtig. Ich kann den Satz nicht ganz teilen: „Zufriedenheit kommt von Fortschritt. Nicht vom Status, den du heute hast.“

    Ich habe vor ungefähr 2 Jahren einen Status erreicht, der mir im Grunde ausreicht. Ich hatte bereits vorher alles was mir wichtig war, aber erst durch das Gefühl genug zu haben, habe ich die vollkommene Zufriedenheit erreichen können. Ziele habe ich weiterhin. Ich nehme mir ähnlich wie Bruno nicht zu viele Ziele vor. Es sind aus verschiedenen Kategorien 3-4 Ziele. Ich verfolge dabei am stärksten Ziele, die für mich aktuell am wichtigsten sind. Diese betrachte ich aber langfristig. Sport und Ernährung sind mir wichtig. Hier kann ich aber vieles langsam ausprobieren und es mit der Zeit intensivieren.

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Bruno

    @ Kiev

    Ich stimme zu. Nichts muss perfekt sein. Zu viele Ziele sind nicht hilfreich. Aber grundsätzlich ist es förderlich das Gehirn und den Körper anzustrengen.

  10. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Du kannst ein Kämpfer werden, wenn du magst. Mich feuern zum Beispiel gute Podcaster oder Youtuber an. Das bringt mich mental auf eine andere Ebene. Ich höre meine Lieblingsmusik täglich. Ich mache täglich Sport. All das sind Beispiele, wie du ein positives Mindset bekommen kannst.

  11. AvatarGuido

    Dann gehen wir mal alle zufrieden ins Wochenende und denken daran, das mit FIRE jeden Tag Wochenende ist.

  12. AvatarRalf

    Letzlich müssen wir dankbar sein, dass es so viele Konsumenten ohne klare Ziele gibt: Ohne Konsumenten kein Konsum, ohne diesen Konsum kein Gewinn der Aktien, ohne Gewinn keine Steuern, ohne Steuern kein Sozialstaat, ohne Sozialstaat widerum keine Konsumenten…

  13. ThorstenThorsten

    Ganz wichtig finde ich, dass alle Finanz-Interessierten auch darüber hinaus denken…

    Geld ist gut. Aber finanzielle Freiheit ohne Gesundheit, Freunde und Hobbies bestimmt auch nicht schön, oder?

    Da stimme ich Tim voll zu, dass man eben auch die anderen Themen im Blick haben sollte und sich dabei nach und nach verbessern sollte…

    Und da man immer vor der eigenen Tür anfangen sollte, gehe ich nach einem Blick auf die Waage heute gleich mal laufen 😉

  14. Avatarsteve

    @ Ralf das ist eher nicht so. Auch wenn das neben dir viele andere Mantramaessig schreiben. Zum ersten geht es nicht ohne Konsum, zum anderen wuchs und wächst die Wirtschaft mit zunehmender Bevölkerung bei normalen Konsum. Drittens wäre es super wenn Großunternehmen vernünftige Steuern zahlen würden, dann müssten wir alle weniger zahlen und könnten von den billigeren Aktien mehr kaufen. Sie würden weniger Dividende ausschütten aber wir hätten mehr Stücke. Stand heute Apple 0,005 Ikea 0,002 kann jeder nachrechnen da bleibt selbst von Millarden nicht viel.

    Ein Blick in die Vergangenheit zeigt auch ohne Konsumwahn gab es Unternehmen die gute Geschäfte gemacht haben. Was in diesen Zusammenhang interessant wäre, ob es anteilig so viele Pleiten wie heute gab.

    Für die Bayer fans, die nächste Monsanto Stinkbombe blöppt auf. PCB ein Daemmittel, was jeder Mensch auf der Welt im Körper hat, obwohl er es nicht braucht. Ist fast noch gefährlicher als Glyphosat, denn Umweltvergiftung ist relativ klar und das kostet auch richtig Geld, blöderweise haben sie das auch in Kanada produziert. Ein Verdacht auf Cancerogenitaet besteht bei PCB auch.

    https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2019-05/46843735-us-klage-gegen-bayer-tochter-monsanto-wegen-umweltschaeden-016.htm

  15. AvatarNico Meier

    @Ralf

    ohne Sozialstaat widerum keine Konsumenten…

    Ich sehe das schon etwas anders. Ich habe das Talent andern in die Parade zu fahren. Wenn sich alle einig sind, dann stimmt etwas nicht 😉

    Ich bin nicht grundsätzlich gegen den Sozialstaat. Ich finde Sozialwerke wie eine Unfallversicherung oder ein System welches Rente im Alter auszahlt durchaus sinvoll. Unfälle sowie Alterung können jeden von uns treffen.

    Ich sehe den ständigen Ausbau des Sozialstaats aber sehr kritisch.

    Ich finde es stossen, dass es eine wachsende Zahl von Menschen gibt, die nicht willens sind ihren Lebensunterhalt selber zu verdienen. Stichwort Hartz IV oder Sozialhilde in der Schweiz.

    Vor Kurzem ging die Geschichte eines Mannes durch die Zeitung, der mit seiner Frau vier Kinder hat und in der Schweiz über 6’000 Franken im Monat von der Sozialhilfe bekommt! In der Schweiz liegt der Median Bruttolohn bei 6’000 mal 12 also 72’000 Franken brutto im Jahr. Der Mann bzw. diese Familie erhält also netto gleich viel Geld wie eine andere Familie brutto pro Monat im Median!

    Mit anderen Worten die Hälfte der Familien in der Schweiz erhalten weniger Geld durch Arbeit als diese Familie mit Sozialhilfe bekommt!

    Solche Fälle sind stossend für alle Menschen, die ihr Lebensunterhalt mit ehrlicher Arbeit bestreiten!

     

  16. AvatarRalf

    „Ich sehe den ständigen Ausbau des Sozialstaats aber sehr kritisch.“

    Sehe ich auch so. Dürfte auch mit ein Grund für die Politikverdrossenheit in D sein und bewirkt bei manchem Bürger dann Protestwahl wie zum Beispiel AFD.

    Problematisch ist, dass der kümmernde Sozialstaat durch höchste Gerichte in D bei entsprechenden Urteilen noch stark untermauert wird. Da traut sich mancher Politiker gar nicht richtig ran weil dann durch Urteile wieder viel einkassiert wird.

    Das Thema birgt massiv Zündstoff. Genau so wie das Thema Migration, auch hier werden sich noch erhebliche Probleme aufzeigen. Jeder zweite Hartz4 Bezieher hat Migrationshintergrund und rund jeder zweite Gefangene (je nach Bundesland) in den Gefängnissen auch. Das dürfte erst der Anfang sein.

    Auch als Vater von zwei Töchtern mache ich mir da aus diversen Gründen durchaus Gedanken.

     

  17. AvatarFit und Gesund

    @Karl,

    weise Worte, ich sehe es ganz genauso, ich wehre mich heftig gegen diesen täglichen Selbstoptimierungswahn, ich will mich nicht verbiegen müssen um noch besser, schöner, schneller und toller zu  werden, mich würde das stressen und ich käme mich absolut unfrei vor.

     

    @Claus,

    BASF wird mir wohl heute auch in’s Einkaufskörbchen wandern, habe ja schon 160 davon, paar mehr können nicht schaden, Gilead hab ich keine Meinung zu, hab ich mich noch nicht mit beschäftigt, könnte aber sein dass ich JNJ nochmals aufstocke.

    Was würdest Du sagen ab wann man Novo Nordisk nochmals nachkaufen kann, hätte ich gerne noch paar mehr von, aber ich mag sie nicht zu teuer kaufen.

     

  18. AvatarFit und Gesund

    @Bruno,

    überzeugt mich keinesfalls, nutzt auch nix wenn es von der NZZ kommt, aber Jedem das Seine,

    das heisst ja nicht dass ich z.B nur träge auf dem Sofa liege, nur Ungesundes in mich hineinstopfe, eine Schachtel Kippen pro Tag anzünde oder mich im Job nicht anstrenge und mich gegenüber Menschen wie die Sau benehme,

    das ganze Selbsoptimierungsgequake erzeugt einfach nur Widerwille bei mir, ich soll so werden wie Andere es für gut befinden, nein Danke 🙂

     

    BASF gerade erledigt.

  19. Avatar-M

    Mit BASF wird man langfristig zu dem Kurs gut Geld verdienen denke ich. Gefällt mir sehr aktuell.

    Habe die mit 53€ bewertet. Spätestens bei dem Kurs kann und werde ich nicht mehr wiederstehen 🙂

    -M

  20. AvatarBruno

    @Fit und Gesund

    Musst Du ja nicht, man kann sich auch selbst optimieren (mir gefällt das Wort an sich auch nicht aber ich habe kein besseres grad zur Hand) nach eigenen Antrieben und Bedürfnissen, es geht ja lediglich um Weiterentwicklung, das ist ja eigentlich das Leben.

    Auf jeden könnte ich mir kaum vorstellen resp. es wäre ein Albtraum, wenn ich mal mit 70 oder 80 im Schaukelstuhl ins Leere blickend vor mich hin vegetieren würde, man braucht doch immer wieder etwas Neues, versucht Dinge zu verbessern, so ist die Natur, das Leben, die Welt, das Universum aufgebaut.

    Das impliziert ja nicht dass man mit 70 noch einen Marathon laufen muss oder ähnliches, aber ohne kleine Veränderungen und neue Antriebe finde ich wird es öd. Ich brauche jedenfalls immer wieder neue „Projekte“ um mich wohl zu fühlen, das müssen nicht immer weltbewegende Dinge sein, das kann z.B. auch sein neue Gerichte auszuprobieren etc. etc.

  21. Avatarghost

    Gilead science,

     

    Im Moment ist das so, dass goldman sachs empfiehlt gilead zu verkaufen, darjm würde ich genau das Gegenteil davon machen, bzw. die Gekauften Teile einfach liegen lassen.

    Und ich denke mal, wenn trump weg ist geht es wieder aufwaerts, und solange steigert ja gil. die Dividende.

    mfg

  22. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ -M

    Würdest du uns einen kleinen Einblick gewähren, wie so eine Bewertung im Detail bei dir vonstatten geht? Bin neugierig, wie du auf deine Zahlen kommst.

  23. Avatar42sucht21

    @steve – Bayer -PCB-Klage

    Das passt schon. Bayer war ja auch der einzige (namhafte?) Hersteller von PCB in Deutschland. Da hat die Rechtsabteilung zumindest schon Erfahrungswerte….

    Übrigens hatten Bayer & Monsanto früher ja auch bereits das US- Gemeinschaftsunternehmen Mobay welches im Dunstkreis der Agent Orange / Herbizide Vietnamkonflikt wohl zumindest als Rohstofflieferant genannt wurde.

    Da haben sich also durchaus zwei nicht fremde Unternehmen gefunden.

    @slazenger – Gibt es ein Studie, welche die krebserregende Wirkung von Glyphosat, bestätigt?

    Bei fachgerechter Anwendung oder wenn man das Zeug 30 Jahre täglich in kurzen Hosen und ohne Mundschutz aufträgt?

    Ich perönlich vermute einen Kausalzusammenhang zwischen einer bestimmten Form der Krebserkrankung und der Langzeitwirkung einer korrekten Anwendung eines Herbizids wird – falls überhaupt vorhanden – wissenschaftlich fundiert extrem schwer bis praktisch unmöglich zu zeigen sein. Ein Knackpunkt könnte sein: Hat offensive Werbung für RoundUp vielleicht Nutzer zu zu sorgloser Anwendung verleitet und Unbedenklichkeit suggeriert?

    Dass die neue Klage PCB-Bayer erneut aus Kalifornien stammt ist auch bezeichnend. Genauso wie das mit RoundUp. Ich glaube, spätere Instanzen mit professionellen Richtern (keine Laienurteile) in anderen Bundesstaaten werden tendenziell eher pro Bayer urteilen. Fraglich ist ob es soweit kommt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Bayer bald einem (recht teuren) bereits vorgeschlagenem Vergleich zustimmt um hier Rechtsicherheit zu erlangen. Die nächste Frage wird sein: Haben die Gerichtsprozesse dem Ansehen von RoundUP / Bayer so geschadet, dass die erwarteten zukünftig Verkaufszahlen runter gehen? Ich glaube eher nicht, aus Mangel an gleich wirksamen Alternativen – aber wer weiss es schon.

  24. AvatarRalf

    @Albr: Sparen kann jeder und das tun wir auch nach besten Wissen. Ich glaube aber dass Singles hier eher kostenbewusster agieren können als Familien.

    Derzeit merke ich die Kosten mit Familie durchaus deutlich. Das Kindergeld der Kids wandert komplett in ETF-Sparpläne für den Nachwuchs und steht damit für laufende Lebenshaltungskosten nicht zur Verfügung. Die große Tochter fährt nun nach England mit der Klasse und braucht eine modifizierte Spange deren Mehrkosten die Kasse nicht trägt. In Summe ca. 1000 € Kosten. Kürzlich hatte sie Konfirmation. Ein schönes Fest und guter Ertrag für ihr Aktiendepot. Aber die Feier hat auch einiges an Geld gekostet trotz Sparsamkeit.

    Dann wollen wir dieses Jahr ausnahmsweise mal an die Nordsee fahren und 12 Tage Urlaub machen. Sonst waren nur billigste Miniurlaube im Bayrischen Wald oder sowas drin. Dafür wird auch sicherlich einiges an Kosten anfallen (Benzin, Unterkunft, auch mal Essen gehen). Zur Hauptsaison sind selbst Campingplätze mitunter nicht unbedingt günstig. Und die beiden Kids essen mittlerweile oft größere Portionen als ich selbst ;o)

    Soll ausdrücklich kein Gejammer sein. Nur einmal darstellen wo Kohle so allgemein hinfließt wenn man Familie hat….

     

  25. AvatarAlbr

    @Ralf, ich weiss das sehr gut, ich bin verheiratet und meine Frau und ich haben zwei Kinder „gross gezogen“ (sind aber mittlerweile „aus dem Haus“)…

     

     

  26. AvatarA.

    @Ralf

    Das Kindergeld der Kids wandert komplett in ETF-Sparpläne für den Nachwuchs

    Gut so! Aber das ist auch eine Art Luxus. Allein das sind ja schon ca. 400 Euro. Das kann auch nicht jeder mal eben für seine Kinder beiseite legen.

    Mir werden auch wieder über 500 Euro für den Kindergarten abgezogen. Zum Glück nur noch 1 Jahr. Dann ist hier in NRW das letzte Jahr beitragsfrei. Deswegen werden mir ab und an mal 1000 Euro für Klassenfahrten und sonstiges nicht viel ausmachen in Zukunft. Die 1000 Euro knacke ich allein für den Kindergarten alle 2 Monate 🙁

    Gruß

    A.

  27. AvatarNico Meier

    @Glyphosat/Bayer

    Ich bin auf dem Land aufgewachsen und habe so viel Zeit auf den Bauernhöfen in der Umgebung verbracht.  Einer der Bauern war nur rund 10 Jahre älter als ich so habe ich diesem häufig geholfen auf dem Hof. Einmal gings auch darum Herbizid auszubringen der junge Bauer trug Handschuhe, Mundschutz sowie Schutzbrille beim Einfüllen des Herbizidkonzentrats. Ich musse viel Abstand haben, was ich nicht verstanden habe. Er hat mir dann erklärt, dass das herbizid hochkonzentrier sehr schädlich sei für Haut und Augen sowie Atemwege daher trage er wie vorgeschrieben Schutzbekleidung. Sein Vater habe dasselbe Mittel über Jahre ohne Handschuhe und ohne Mundschutz und Augenschutz verwendet weil man das früher so gehandhabt habe obwohl es schon damals klar vom Hersteller vorgeschrieben gewesen sei sich zu schützen.

    Bei Glyphosat ist es doch genau gleich viele dieser Bauern und Hobbygärtner haben Roundup verwendet ohne sich wie vorgeschrieben zu schützen, wurden deswegen krank und versuchen nun etwas aus Monsanto/Bayer herauszuholen wegen dieser Krankheit. Wer erkrankt weil er sich nicht an Anweisungen von hersteller hält, mit dem habe ich kein Mitleid!

     

  28. KievKiev

    @ Ralf

    Du hast sehr gute Sparpläne für Deine Kinder aufgesetzt. Ich habe manchmal auch einen schlechten Monat. Wenn das Kommunionsgeld vielleicht nicht in voller Höhe angelegt wird ist es ja auch nicht tragisch. Die monatlichen hohen Zahlungen sind viel entscheidender. Legst Du das ganze Geld auf Kinderdepots an? Das finde ich mutig. Ich lege nur einen Teil an. Meine Kinder sind noch sehr klein. Ich kann nicht abschätzen wie sie mit dem Geld umgehen werden.

    @ Fit und Gesund

    Selbstoptimierung klingt für mich auch ein wenig nach Wahn. Dabei gibt das Wort bereits selbst Auskunft an wen es sich richten sollte. Mit keeping Up with Thema Jonses muss es nichts zu tun haben. Ich brauche auch nicht auf Instagram zeigen was für ein toller Typ ich bin. Da reicht mir der Blog von Tim schon aus… Spass beiseite.

    Ich sehe es so. In welchen Bereich möchte ich mich weiter entwickeln oder Zeit verbringen? Dann prüfen ich von Zeit zu Zeit, ob mein Handeln in Einklang mit meinen Wünschen steht. Oder ob ich die Zeit am Smartphone wieder reduzieren muss. Das reicht schon fast. Wenn man sich mit etwas beschäftigt entwickelt man sich automatisch in den Bereich weiter. Ich möchte als Beispiel ein besserer Familienvater sein. Ich möchte gelassener sein, aufmerksamer sein und generell mehr Zeit mit den Kindern verbringen. Dabei spielt es keine Rolle wie gut oder schlecht ich aktuell in Vergleich mit anderen bin. Falls ich selbst das Gefühl habe hier besser werden zu müssen, dann überlege ich mir wie ich es erreichen kann. Manchmal vergleiche ich mich schon ein wenig, wenn ich gerne mehr hätte. Das liegt daran, dass es bereits sehr gut in manchen Bereichen läuft. Es macht auch keinen Sinn einer Utopie ständig hinterher zu hächeln. Das zielt dann auf die Dankbarkeit für das aktuelle ab, dass man auch nicht als zu selbstverständlich bewerten sollte

  29. AvatarDaniel

    Bei Glyphosat ist es doch genau gleich viele dieser Bauern und Hobbygärtner haben Roundup verwendet ohne sich wie vorgeschrieben zu schützen, wurden deswegen krank und versuchen nun etwas aus Monsanto/Bayer herauszuholen wegen dieser Krankheit. Wer erkrankt weil er sich nicht an Anweisungen von hersteller hält, mit dem habe ich kein Mitleid!

    ich sehe das genauso, es sind meist auch die gleiche Sorte Menschen die man heute anschreien muss weil sie fast taub sind aber zu faul sich Hörgeräte zu holen weil sie damals an schweren Maschinen gearbeitet haben ohne Gehörschutz.

    Mein Vater gehört auch zu dieser Generation „passt schon“ Anleitungen und Anweisungen sind eher Empfehlung

  30. Avatar-M

    @Freelancer

     

    Mach ich gern. Bin Grad auf der Arbeit. Heut Nachmittag hab ich Zeit das mal mit basf durch zu spielen.

     

    -M

  31. Avatarchn

    „Optimierung“ ist ein technisch-mathematischer Begriff. Er bedeutet, dass man immer nach der „besten“ Leistung oder Lösung strebt. Wobei die „beste“ Leistung oder Lösung oft garnicht erreichbar ist, jedenfalls nicht in allen Bereichen gleichzeitig. Wir sind nun auch keine technisch-mathematischen Systeme sondern Menschen. Deswegen weiß ich nicht, wie man auf die Idee kommt, sich selbst dauernd optimieren wollen. Ich finde, das ist eine Quelle von Unzufriedenheit und vermute, da schwappt der Optimierungsanspruch aus dem Berufsleben, nämlich mehr in weniger Zeit zu leisten, in das Privatleben über.

    Optimierung ist kein Ziel an sich. Was will man denn mit der Optimierung als Mensch in seinem Leben erreichen? Zufriedenheit oder Glück wären z.B. Ziele. Die haben aber mit Optimierung nichts zu tun.

  32. AvatarBruno

    „Wobei die „beste“ Leistung oder Lösung oft gar nicht erreichbar ist, jedenfalls nicht in allen Bereichen gleichzeitig.“

    Genau das meinte ich, wenn man ein Bereich optimiert, wird ein anderer unter Umständen leiden. Optimiert man z.B. Beruf und Finanzen, könnte Familie und Freizeit unter die Räder kommen oder Gesundheit. Optimiert man Gesundheit + Familie zu stark, läuft es im Beruf oder bei Finanzen nicht mehr so rund.

    Ist wie ein Zehnkämpfer, der kann nicht in jeder Disziplin Weltrekorde aufstellen, er muss schauen dass er überall gut ist aber Weltspitze kann er nur in der Gesamtheit werden.

     

  33. Avatar-M

    @Freelancer / BASF

    Also zum Auswahlprozess, welche Firmen in meine Watchlist kommen schreib ich mal nix…da macht sich eh jeder seine Gedanken was er mag etc.

     

    Ich diskontiere die Gewinne der jeweiligen Firma. Ich treffe eine für mich konservative annahme.

     

    Bei BASF habe ich den EPS Durchschnitt der letzten 5 Jahre genommen, wobei ich das beste Ausreißerjahr rausgerechnet habe. Ich kam auf ca 4,80€ EPS.

     

    Dann treffe ich eine konservative Wachstumsannahme des Gewinns: 3%

     

    Die variablen werden mit 12% abgezinst, um auf einen Wert zu kommen, bei dem ich bereit bin BASF zu kaufen.

     

    Die 12% ist die Rendite die ich erreichen möchte. Man kann natürlich andere Renditen zu Grunde legen…aber weniger erscheint mir nicht sinnvoll, da ich ansonsten auch ETF kaufen könnte.

     

    -M

     

  34. AvatarClaus

    @ Andrea

    Mit BASF machst Du m.E. nichts falsch, wenn Du „um 60€ herum“ kaufst, auch wenn es evtl. noch etwas abwärts gehen sollte. Habe selbst gerade 200 Stück gekauft.

     

    Natürlich kann der berühmte Mr. Market auch mal wieder komplett „durchdrehen“ und plötzlich geht es irrational gen. Süden. Das kann niemand ausschließen, hiermit sollte man sogar rechnen und genügend Cash bereit halten, um die erstklassigen Aktien der Zittrigen zu übernehmen.

     

    Bei Gilead bin ich langfristig „bullish“. Habe die Aktie seitdem es abwärts ging (Juni 2015) auf meinem Radar. Der Gewinn hat sich stabilisiert und steigt wieder. Schon 2018 ging es hier um 18% nach oben und in Q1 2019 um 28% (=2 MRD $).

     

    Nicht nur der Absatz der HIV-Medikamente, speziell Biktarvy, läuft bestens, sondern auch die Krebsmittel (Kite-Zukauf 2017) entwickeln sich gut. Auch die „Problem-Sparte“ Hepatitis hat sich stabilisiert. Die Pipeline ist gut gefüllt mit evtl. Blockbustern. Cash ist auch noch reichlich vorhanden, ca. 30 MRD $.

     

    Seit 2017 wurden ca. 20% der Schulden abgebaut, auch nicht schlecht…

     

    Zu guter letzt: Es gibt aktuell 4% Dividende. Seit 2015/16 gibt es eine Dividende, die sich seitdem fast verdoppelt hat. Steigt der Gewinn weiter (wovon ich ausgehe), könnte Gilead die Dividende regelmäßig anheben und dabei die Ausschüttungsquote noch senken. Diese liegt gerade bei knappen 52%, also voll im „grünen Bereich“.

     

    Ein paar Aktienrückkäufe gibt es auch noch: Die umlaufende Aktienanzahl wurde seit 2010 um rund 20% verringert.

     

    Die sehr deutlichen Kurschancen brauche ich nach „der Durststrecke“ eigentlich nicht extra zu erwähnen…

     

    Die Aktie erscheint mir momentan fair bewertet, wenn man den 10 Jahresdurchschnitt von KGV (ca. 14) und OCF (12) nimmt.

     

    Dazu passt, dass der Kurs in letzter Zeit recht stabil ist und sogar Stärke zeigt, was auch im Chart sichtbar wird.

     

    Habe meine ersten 100 Stück gestern „im Abwärtsstrudel“ gerade noch erhalten.

     

    Wünsche allen viel Erfolg

  35. AvatarAndrea

    Danke, Claus (und auch ghost). Wie schön die Dividende sich Jahr für Jahr bei Gilead erhöht hatte, war mir aufgefallen. Danke für die ausgührlichen Informationen, Claus.

     

    BASF würde ich auch in Zukunft zu dem Preis von ca. 60 kaufen. Es ergibt sich dabei schon eine Dividendenrendite von mehr als 5%. Ich habe jetzt 50 Stück.

     

    Exxon könnte auch ein Nachkaufkandidat sein, wenn es noch ein bisschen heruntergeht.

     

    Bei 3M warte ich noch ein bisschen mit dem Kauf, da es hier zur Zeit immer noch weiter herunter geht.

     

     

  36. AvatarClaus

    @ Fit und Gesund

    Sorry, habe o.g. Beiträge nur kurz überflogen und Deine Frage an mich übersehen.

     

    Novo würde ich zwischen 30-35€ kaufen/aufstocken, so ungefähr wie beim Einstieg vor 2 Jahren. Kann natürlich sein, dass die Aktie nicht so weit fällt.

     

    Ich werde Novo nicht aufstocken, da die Dänen mir 12% zuviel QST einbehalten und ich keine Lust habe, mir das erstatten zu lassen. Kaufe nur noch aus Ländern, wo ich die volle Div. erhalte, bevorzugt USA, NL, GB, Japan (wenn ich da was vernünftiges finden würde) und (ungerne) Deutschland. Hier gibt es m.E. ohnehin nur sehr wenige Werte, die zur Daueranlage geeignet sind, gerade mal 5-6 Stück. Und hiervon zahlt kaum einer eine nennenswerte Dividende. BASF ist hier auch keine „sichere Bank“, auch wenn sie gerade behauptet haben, die Div. mindestens konstant zu halten. Kühlt sich die Wirtschaft überraschend stark ab, sollte man hier mit Kürzungen rechnen. BASF werde ich daher auch nicht „ewig“ halten…

     

    LG

     

  37. AvatarThorsten

    @Claus es wird in Deutschland keine höhere Dividende geben, wir befinden uns im ‚Marktsozialismus‘. Wenn mehr gezahlt wird, dann fliegen Steine. Aktionäre sind nicht gerne gesehen, Kollektivierung eher.

  38. AvatarThorsten

    @Bruno in jungen Jahren Beruf und Finanzen, da ist man leistungsfähig und kann Kapital anschaffen gehen, später dann mehr Familie und Privates, da verzinst sich das Kapital aus der beruflichen Jugendzeit. Umgekehrt wird es schwerer, da muss man bis ins hohe Alter arbeiten,  weil der Kapitalstock zu klein ist.

  39. AvatarFit und Gesund

    @Claus,

    danke für Deine Einschätzung, so wie es im Moment abwärts geht bestehen gute Chancen für 35 Euro.

    BASF möchte ich schon gerne behalten, aber ich bin mir durchaus darüber im Klaren dass das was BASF heute sagt und morgen tun kann, zweierlei Paar Schuhe sind.

     

    @Thorsten,

    in Berlin denken sie darüber nach eine Art obligat. Bahnticket einzuführen für die die in die Innenstadt wollen, dazu noch irgendwelche kruden Enteignungsphantasien von Wohnbaugesellschaften….bisher nur Phantasien, so ganz wohl ist mir mit diesem D auch nicht mehr. Sobald der Euro noch einmal ein wenig steigt transferiere ich meinen letzten Cash in die Schweiz, die Wohnung möchte ich in 2 Jahren auch eher verkaufen, bis jetzt Glück damit gehabt, aber das muss nicht so bleiben.

     

    @-M

    interessante Methode, bald kannst Du bei WBA einsteigen, wird dann aber vermutlich ein Griff ins Klo, diese Aktie wird Jahre brauchen um zu steigen, wenn überhaupt.

  40. AvatarThorsten

    @FitundGesund, dass ‚Berlinticket‘ (hieß das so ?) war schon früher mal im Gespräch, in Hamburg sagt der Verkehrsbetrieb, dass es die Möglichkeiten sprengen würde, wenn alle auf ÖPNV umsteigen würde. Das lässt auch tief blicken, die Straßen sind ja da, Busse und Fahrer halt nicht. Und die Busse kommen halt nicht durch…

  41. Avatar-M

    @FuG

    Ja kommt langsam alles runter.

    Ich bevorzuge jedoch BASF, wenn beide zur Wahl stehen, da deutsch (habe ca 50% US / 25% GB / 25% D ) und für mich noch besser einzuschätzen als WBA. Da stört mich einfach immernoch, das die kaum online was verkaufen.

     

    -M

  42. AvatarRalf

    BASF finde ich gut, aber:

    Angesichts solcher Dinge wie der Schulschwänzer-Bewegung von „Fridays For Future“ und des Höhenflugs der Grünen sollte man Vorsicht walten lassen. Wenn die BASF auf dem Kicker haben ist schnell Schluss mit lustig. Politische Themen können einem Konzern wie BASF stark zusetzen. Für mich daher zwar solide aber nur zur Beimischung im Depot interessant.

  43. AvatarBruno

    Viele BASF Fans hier, ich kann mich dafür nicht begeistern. Sicher die Finanzkennzahlen scheinen attraktiv (Dividende, Bewertung), aber das Erste was ich mir bei einem Unternehmen immer anschaue sind Geschäftsmodell, Management und Aussichten. Und hier begeistert mich BASF nicht wirklich, sie sind zwar riesig aber viele Produkte sind Standardprodukte, die man vermutlich in China günstiger herstellen könnte. Zuwenig Innovation. Ein träger Koloss.

    Ich finde kleinere Spezialchemiefirmen wie z.B. EMS (Wachstum ohne Ende mit Spezialkunststoffen für Autos, Smartphones etc. etc.) oder wenn es schon eine deutsche Chemiefirma sein muss dann würde mir Evonik eher zusagen. Oder wenn es ein Turnaround sein muss dann würde ich z.B. Mosaic anschauen, Düngernotstand wird früher oder später kommen. Die leiden unter der Politik aktuell aber das wird sich auch wieder legen.

    BASF als Tradingposition für eine Erholung ok, aber auf Sicht von 10-20 Jahren sehe ich viel spannendere Firmen.

  44. Avatar-M

    @Bruno/BASF

    BASF investiert ja gerade Milliarden in China um dort mehrere Standorte mit ähnlicher Größe von Ludwigshafen zu bauen. Das finde ich beachtlich und sehr klug vom Management.

     

    BASF ist in der Batteriefertigung sehr aktiv und hat diese ausgebaut.

     

    Das Management hat einige Filetstücke von Bayer gekauft im agrarbereich. Ein Kunde von mir arbeitet bei Crop Science einer Bayer Sparte die nun teilweise BASF ist. Sicherlich auch nicht unklug. Außerdem wird selektiv gekauft und nicht einfach irgendwas.

     

    Chemienachfrage steigt zukünftig auch.

     

    Also ich mag die sehr auf Sicht von 20 Jahren. Sie waren eine Gewinnerfirma und bleiben es auch in meinen Augen.

     

    Kann aber zu den Firmen die du kanntest nichts beisteuern. Kann natürlich sein das die wirklich noch besser sind.

     

    -M

     

     

     

  45. Avatarghost

    Es ist keine schulwänzer Bewegung so was kann man nur behaupten, wenn der eigene Horizont sehr eingeschränkt ist. Die zukünftigen Generationen werden es diesen Leuten und auch den Youtubern verdanken, dass sich wenigstens etwas in die positive Richtung verändert.  Also, ich wuerde mir niemals erlauben zu sagen, dass man nur ein kleiner Mitläufer ohne Hirn ist, wenn man die Kinder, Schüler und junge Erwachsene als Schulschwänzer bezeichnet.

     

    Warum, weil wir Erwachsene in diesem DUMMEN SYSTEM soweit drinn sind, dass die meisten von uns zu faul zu willenlos zu fett und in manchen Fällen dann eben zu dumm sind, und wir nichts mehr schaffen werden zu veraendern.  Wir lachen über Konsumenten…..umd schauen zu wue die Welt kaputt geht.

     

    Jo das wuerde ich mir niemals erlauben zu sagen, nicht wahr ;)?!!!!

     

    Und ich gehe überhaupt nicht wählen, aber ich hoffe mit der Zeit übernehmen die grünen die komplette Führung da oben. Da ich keine Lust habe keine eigenene Meinung zu haben, oder dass noch mehr Leute durch Leiharbeit ausgebeutet werden…dass erreichen doch die ganz zwei grossen Parteien…….achne jetzt auf einmal wollen die auch über Umwelt reden..

  46. AvatarBruno

    „BASF investiert ja gerade Milliarden in China um dort mehrere Standorte mit ähnlicher Größe von Ludwigshafen zu bauen. Das finde ich beachtlich und sehr klug vom Management.“

    EMS Chemie hat beispielsweise schon in den 50er Jahren über 100 Fabriken in China aufgebaut, da war es noch richtig günstig. Ob es heute klug ist, noch nach China zu gehen für Standorte, vielleicht sollte man jetzt nach Afrika ?!

    Natürlich, man muss als so grosse Chemiefirma kein Firstmover sein, aber für mich ist es nix.

    Sicherlich, BASF hat auch ein paar Zückerchen, das ist mir bewusst, aber eben auch viele Standardprodukte.

    Ich bin halt eher an Wachstumstiteln interessiert in dieser Branche. Wenn ich konservative Firmen suche dann kaufe ich sonst lieber Nestle, McDonalds, Berkshire & Co.

    Ich will BASF auch niemandem ausreden, aber es war mir jetzt gerade etwas viel Positivismus in eine Richtung 😉

    Die Frage ist halt, wie man die Weltkonjunktur sieht, falls man hier positiv ist, wäre z.B. Swatch jetzt wieder interessant. Aber sind halt genauso zyklisch wenn nicht schlimmer als Chemie.

  47. Avatar-M

    Alles gut Bruno! Hast zu Balance beigetragen uns hälst die Unterhaltung am laufen mit teilweise Gegenargumenten bzw anderen Ideen/Ansichten. Find ich gut.

    EMS kannte ich nicht, schaue ich mir mal an.

     
    -M

  48. AvatarEx-Studentin

    Ich optimiere gerne mein Leben, gehört für mich zum Erwachsenwerden dazu. Gerade im Bereich Haushalt will ich so wenig wie möglich Stress haben. Zum Optimieren gehört auch dazu, dass man den Perfektionismus zur Seite legt: Ich putze z. B. keine Fenster oder bügele meine Kleidung nicht. Stattdessen koche ich gerne (mit möglichst wenig Aufwand). Dabei kommen keine Fertigtütchen in den Topf, höchstens mal etwas Gemüsebrühe. Wer sein Leben stets „optimiert“, lebt langfristig entspannter. Auch in Bezug auf Finanzen, Gesundheit etc.

    Dabei sollte man das Pareto-Prinzip im Auge behalten. 20% Aufwand für 80% Erfolg, nicht umgekehrt.

    Alles in allem bin ich ein sehr zufriedener Mensch. Ich bin dankbar für mein schönes Leben. Dafür habe ich die letzten Jahre auch viel getan. Trotzdem „optimiere“ ich weiter, weil das in entspannten Phasen nebenbei läuft. Lieber entspannt ohne Zeitdruck etwas vorantreiben (z.B. Weiterbildung) als wenn man es muss (Jobverlust).

  49. AvatarNico Meier

    @Bruno

    Ja Swatch ist bei 250 sehr interessant. Hab schon welche und werde eventuell noch aufstocken.

  50. AvatarJune

    @optimieren,

    Für mich gehört es einfach dazu mich, den Haushalt und meinen Job zu optimieren, so habe ich einfach mehr Zeit für wichtige Dinge.

    Heute habe ich erstmal meine Finanzen optimiert. Am Monatsletzten mache ich meine Finanzaufstellung. Und plane den neuen Monat. Meist findet mein Geld automatisch per Dauerauftrag das passende Konto. Manchmal ist  aber auch noch eine manuelle Überweisung notwendig. Mit Mai bin ich, trotz Urlaub, mehr als zufrieden.

    – Die Spülmaschine in einer Mietwohnung konnte vom Techniker wieder in Gang gebracht werden. Die Kosten zahlt der Mieter. Mangelnde Reinigung der Maschine hat zu einer Verstopfung der Pumpe geführt.

    – Meine andere Mieterin hat jetzt verstanden, dass sie die Hecke selbst schneiden muss.

    – Ab September kann ich ein Zimmer meiner WG neu vermieten. Vermutlich wird es aber Oktober, ich will den Leerstand nutzen und den Parkettboden überarbeiten lassen.

    Bei meiner persönliche Optimierung stand im Mai mein Haushalt im Vordergrund. Ich habe unseren Kleiderschrank ausgemistet und heute einen Teil der Fundstücke gespendet. Der unansehnliche Rest wurde schon vor ein paar Tagen entsorgt. Außerdem habe ich angefangen Unterlagen in unserem Arbeitszimmer zu sichten, neu zu sortieren und wegzuwerfen. Das nächste Projekt wird das weitestgehend papierlose Büro.

    Wir leben minimalistisch und aufgeräumt, weil ich zu faul zum putzen bin. Ist die Wohnung aufgeräumt, darf es auch mal nicht so sauber sein, fällt niemandem auf. Denn mehr als max. 2 h pro Woche darf mich mein Haushalt nicht an Lebenszeit kosten. Und ich bin ganz bei Jenny, bügeln wird überbewertet. Bügeln habe ich schon vor 27 Jahren abgeschafft. Okay, 2 -3 Ausnahmen habe auch ich im Kleiderschrank.

    @Jenny,

    ich putze unsere Fenster und Glastüren auch nur 2 Mal im Jahr. Aber ich möchte gerne das tolle, klare Sonnenlicht in meiner Wohnung sehen. In 2 h bin ich trotz der großen Flächen fertig. Mein Geheimnis  heißt Kärcher Fensterreiniger. Zwei Jahre hab ich mich gegen diese vermeintlich nutzlose Anschaffung gesträubt. Das Ding ist der Traum. Und jeden Euro wert.

    Take care,

    June

     

  51. AvatarAndrea

    Ich hasse Bügeln und bügele nur das Allernotwendigste. Mein Mann bringt seine Hemden in die Reinigung zum Bügeln. Fensterputzen lasse ich machen (1-2 mal im Jahr). Der Kärcher Fensterreiniger ist aber wirklich gut. Ich benutze ihn für die Fliesen in der Dusche und die Duschkabine.

     

    Ich bin weit entfernt vom Selbstoptimierungswahn, aber sich ab und zu ein paar Ziele setzen finde ich gut.

  52. AvatarDaniel

    Es ist keine schulwänzer Bewegung so was kann man nur behaupten, wenn der eigene Horizont sehr eingeschränkt ist. Die zukünftigen Generationen werden es diesen Leuten und auch den Youtubern verdanken, dass sich wenigstens etwas in die positive Richtung verändert. 

    öhm, doch, es ist eine Schulschwänzer Bewegung die auf unverantwortlicher Weise sogar noch Rückendeckung durch Medien, Kirche und Schulen selbst bekommt. Ich frage mich langsam wofür es Recht und Regeln gibt. Eigentlich müssten bei den obligatorischen Schwänzern morgens schon die Polizisten vor der Tür stehen, die Kinder einsammeln und zur Schule begleiten, anschließend müssten sich die Eltern dafür verantworten.

    Ja, die Kinder sehen keine Zukunft…und sie haben Recht, denn sie verbauen sie sich grade selbst. Wir brauchen keine Klimahysteriker, sondern Leute die sich in Fachbereichen weiterbilden.

    Es gibt einen ganz offiziellen Weg um die Geschicke des Landes in eine Richtung zu lenken wenn man mit der bisherigen Situation unzufrieden ist. Die nennt sich einstieg in die Politik. Dort hat man auf völlig legalem Weg die Möglichkeit das zu forcieren was einem wichtig ist. Der öffentliche Protest ist eine Art Abkürzung um sich medial Gehör zu verschaffen. Kann man machen aber dann muss es um etwas gehen. Z.B. wenn Mitarbeiter eines Betriebes auf die Straße gehen weil Massenentlassungen drohen. Da ist jeder unmittelbar und hart betroffen. Diese Kinder dort sind von nichts betroffen. Statistisch und laut Umfragen bewegen sie sich sogar auf der Sonnenseite der Gesellschaft. Ich kann diesen Klamauk überhaupt nicht ernst nehmen, Haltung zeigen funktioniert meist solange ganz gut, solange man selbst die Zeche der irrealen Forderungen nicht selbst tragen muss.

    Also, ich wuerde mir niemals erlauben zu sagen, dass man nur ein kleiner Mitläufer ohne Hirn ist, wenn man die Kinder, Schüler und junge Erwachsene als Schulschwänzer bezeichnet.

    4) Die Nichterfüllung der in den Abs. 1 bis 3 angeführten Pflichten stellt eine Verwaltungsübertretung dar, die nach Setzung geeigneter Maßnahmen gemäß § 25 Abs. 2 und je nach Schwere der Pflichtverletzung, jedenfalls aber bei ungerechtfertigtem Fernbleiben der Schülerin oder des Schülers vom Unterricht an mehr als drei aufeinander- oder nicht aufeinanderfolgenden Schultagen der neunjährigen allgemeinen Schulpflicht, bei der Bezirksverwaltungsbehörde zur Anzeige zu bringen ist und von dieser mit einer Geldstrafe von 110 € bis zu 440 €, im Fall der Uneinbringlichkeit mit Ersatzfreiheitsstrafe bis zu zwei Wochen zu bestrafen ist.

    also ich finde das recht deutlich formuliert und ermöglicht auch eigentlich nicht viel Interpretationsspielraum.

    Warum, weil wir Erwachsene in diesem DUMMEN SYSTEM soweit drinn sind, dass die meisten von uns zu faul zu willenlos zu fett und in manchen Fällen dann eben zu dumm sind, und wir nichts mehr schaffen werden zu veraendern.  Wir lachen über Konsumenten…..umd schauen zu wue die Welt kaputt geht.

    Wenn ich etwas ändern will muss ich entweder reich mit politischem Einfluss werden oder aber in die Politik eintreten. Ich sehe auch in keinster Weise dass die Welt hier kaputtgeht. Wie soll sie auch. Die Welt schert sich einen Dreck darum was wir kleine Menschen darauf veranstalten. Eiskugel, Dschungel, hohe Meeresspiegel, tiefe…alles schon dagewesen. Die Erde ist immer noch da. Ob es uns Menschen passt ist etwas anderes. Aber das sind Umweltschutzthemen und keine Klimaschutzthemen. Man sollte sich mal ohne die links-Filterung unserer Medien die IPCC Berichte durchlesen, vielleicht auch mal die Sateliten-Auswertungen zur Erhöhung der Durchschnittstemperatur auf der Erde, vielleicht auch mal nach „global greening“ googlen und die Welt der Statistiken aufsuchen die ganz klar belegen dass der Wohlstand explodiert, mit ihm die Bildung, die Anzahl der Kriege nimmt ab, nie prozentual so wenig Tote durch Hunger…..aber gut, wenn man immer alles schwarz sehen will.

     

    Und ich gehe überhaupt nicht wählen, aber ich hoffe mit der Zeit übernehmen die grünen die komplette Führung da oben. Da ich keine Lust habe keine eigenene Meinung zu haben, oder dass noch mehr Leute durch Leiharbeit ausgebeutet werden…dass erreichen doch die ganz zwei grossen Parteien…….achne jetzt auf einmal wollen die auch über Umwelt reden..

    ja, ich wünsche mir auch öfter, dass die Grünen die komplette Führung übernehmen, denn dann dürften auch die dümmsten aufwachen und feststellen, dass weite Teile dieser Partei noch SED-Historie in sich tragen und eine Tiefrote-kommunistisch/sozialistische Partei ist die sich ein grünes Mäntelchen angezogen hat. Das höchste Gut was Politik angeht ist Freiheit, Freiheit im Tun /Handeln, den anderen gewähren lassen statt ihn stets zu belehren, die Eigenverantwortung zu fördern, die Duldung von anderen Meinungen. Die Grünen sind nichts davon.

  53. Avatarchn

    @Ex-Studentin:

    Ja, damit kann ich schon eher was anfangen. Die Fenster putze ich auch schon längst nicht mehr – das sind Dachfenster, die sieht eh keiner außer die Vögel. Und die sch***en drauf 🙂 Ich versuche, notwendige Tätigkeiten mit weniger Aufwand zu erledigen und unnötige Tätigkeiten ganz wegzulassen. Das kann man wohl „optimieren“ nennen. Ich nenne es die „Kunst des Unterlassens“.

    Und in Bereichen, die mir persönlich wichtig sind, versuche ich auch, mich zu verbessern. Das ist dann aber oft eher eine qualitative als eine quantitative Verbesserung. Ich mache z.B. gerne Musik. Da verbessere ich mich andauernd, nur: das ist ja nicht messbar. Da hört man hin und sagt: das ist echt schön.

  54. AvatarJune

    @Schulschwänzerbewegung,

    ich glaube kaum, dass Kinder in dem Alter flächendeckend in der Lage sind sich auf diese Weise zu organisieren. Es ist wohl ehr so, dass Erwachsene versteckt und unsichtbar im Hintergrund agierend, Kinder für ihren Zweck missbrauchen.

    @ Andrea,

    für Businesshemden ist bei uns auch die Reinigung zuständig. Nachbarn lassen ihre Fenster auch reinigen, mir gefällt das Ergebnis zu dem Preis aber nicht. Seit 2014 ist zudem mein Haushaltsbudget unverändert. Um die Fensterreinigung zahlen zu können müsste ich es anpassen, das gefällt mir nicht. Also mache ich es selbst.

    Bevor wir in unsere jetzige Wohnung gezogen sind, hatte ich eine Putzfrau. Vollzeit arbeitend, alleinerziehend mit 2 Teenager und diversen anderen Aufgaben, war es mir das Wert. So hatte ich einfach mehr Zeit für die Kids. Nach dem Umzug suchten wir ein Jahr nach einer Putzkraft. Es war einfach keine geeignete Hilfe zu finden. Am Ende des Jahres war mein Haushalt optimiert und es bestand einfach keine Notwendigkeit mehr  nach einer Hilfe zu suchen.

    Take care,

    June, die jetzt das Küchenfenster putzen geht.

  55. AvatarEx-Studentin

    @June

    „Wir leben minimalistisch und aufgeräumt, weil ich zu faul zum putzen bin.“

    Unterschreib ich! Ich bin von klein auf recht unordentlich, aber ich arbeite daran. Je weniger Krempel ich habe und desto organisierter alles ist, desto besser kann ich Ordnung halten. Für meine Dokumente habe ich nun einen Dokumentenscanner gekauft. Meine Hochschulunterlagen im Keller müssen nun dran glauben.

    @chn

    Kunst des Unterlassens klingt lustig. Ich nenne es immer: „Fünf grade sein lassen“ Ich bin generell relativ entspannt und denke mir bei den meisten Sachen: Es lohnt sich nicht, sich darüber Gedanken zu machen oder gar zu streiten. Dafür ist das Leben zu kurz.

    @Schulschwänzer
    1 Tag in der Schule zu schwänzen ist nicht so schlimm, wenn man den Stoff nach lernt. Habe prinzipiell Respekt vor Greta und ihrer Bewegung. Die Umwelt ist bei den Politikern zu wenig im Fokus und in Parteien bekommen Idealisten keine Sprechzeiten.

  56. KievKiev

    @ chn

    Ich sehe bei der Selbstoptimierung einen gemeinsamen Konsens.  Mit Deinen Worten würde ich es das Streben der Maximierung des persönlichen Glücks nennen. Was man auch immer unter Glück oder einem guten Leben verstehen mag. Das ändert sich ja auch mehrmals im Leben.

    Optimierung ist auch notwendig um auf dem richtigen Weg zu bleiben. Der leichteste Weg ist nicht immer der zum eigenen Glück zielführende Weg. Auch das Prüfen des Weges zwei Mal im Jahr hilft falsche Pfade zu erkennen.

    Nicht alles messbare muss schlecht zu optimieren sein. Nehmen wir Joggen als Beispiel. Es führt vermutlich nicht zum Glück wenn man sich bei jedem Joggen mit dem letzten Mal vergleicht. Hier gibt es auch unterschiedliche Tagesformen, Wetter, Essen usw. Langfristig wird man aber besser werden und mehr Freude bei den Läufen empfinden.

    Ich optimiere  unter anderem meine Komfortzone. Das führt hier vermutlich nicht unbedingt zum Verständnis, aber ich gebe ein paar Beispiele. Als Ziel möchte ich mich in sehr vielen Situationen wohl fühlen und den Augenblick bestmöglich genießen können. Mit zwei Kindern ist eine hohe Komfortzone auch in manchen Situationen vorteilhaft. Ich möchte gelassen sein wenn andere es nicht mehr aushalten. Ich kann so viel leisten wenn die meisten anderen bereits aufgegeben haben. Ich dusche kalt, ich jogge 1-2 Mal die Woche. Ich nehme nie öffentliche Verkehrsmittel. Ich laufe auch weit. Ich gehe mit den Kindern Zelten. Es macht mir auch Spaß. Das kann nicht jeder in meinem Alter. Ich habe letztens zwei Flixbus Nachtfahrten unternommen. Am nächsten Tag habe ich sehr viel unternommen (16km Wanderung, familiäres Essen, Freunde getroffen) und am anderen Tag gearbeitet. Das war für mich zugegeben schon etwas anstrengend.

    Es war mir so möglich sehr viel an einem Wochenende zu unternehmen. Ich konnte auch meinen Horizont erweitern, indem ich mein gewohntes Umfeld verlasse. Es mag sein, dass andere wie Arnold Schwarzenegger wesentlich mehr an einem Tag leisten als ich. Ich Versuche aber auch nur mein Leben nach eigenem Maßstab zu optimieren. Und natürlich bin ich oft auch faul und gehe den kürzeren Weg

     

  57. KurtKurt

    @June @Ex-Studentin

    So ein Dokumentenscanner zusammen mit einem praktischen Archivierungsprogramm (Ich nutze Office’n’PDF) das die gescannten Unterlagen durchsuchbar (OCR-Texterkennung) sowie revisionssicher im Langzeitarchivformat PDF-A speichert, so dass auch das Finanzamt zufrieden ist, hat mir mehrere Papiertonnen voll gemacht.

    Und ich finde die Sachen nun einfacher und schneller.

    Auch ein (externes!) Backup zur Datensicherung, das unbedingt obligat ist, geht mit zwei Klicks von statten.

    Auch eine Reproduktion oder eine Kopie ist nun schnell gemacht. Einfach schön, auch wenn es initial kurz mal Arbeit zum einrichten braucht.

    Für Fenster haben wir so ein Mirkofaserding das nur mit Wasser funktioniert. Wie ein Handschuh. Einmal drüber wischen fertig. Das Ding kommt dann im Netzsack in die Waschmaschine und fertig ist der Lack.
    Besonders für Front-Auto-Innenscheiben an die man vom Winkel schlecht hinkommt super geeignet.

    Bzlg. der FridayforFuture-Bewegung teile ich die Ansicht von Dir, Jenny. Auch Demonstrationen sind ein gutes Mittel. Anders kann man sich in dem Alter nur schwierig in die Politik einbringen, da Kandidaturen wg. Altersgrenzen noch nicht möglich sind. Da finde ich so eine Aktion und solche Weckrufe gut.

  58. KievKiev

    @ June

    Reichen 2h von Dir für den Haushalt pro Monat? Oder kommen noch 2h von Deinem Mann dazu? Da benötigen wir leider mehr Zeit. Trotz relativ minimalistischer Einrichtung, alle 2 Wochen Putzfrau und Staubsaugerroboter. Aber meine Kinder sind noch klein. Da fällt viel Arbeit an.

    @ Dokumentenscanner

    Reicht das wirklich aus? Auch Rechnungen für Abschreibungen? Das wäre wirklich sehr hilfreich. Braucht man im Falle des Falles nicht die Originale? So könnte ich alle Ordner in den Keller packen und neues einfach scannen. Dann müsste ich allerdings die Daten automatisch spiegeln. Ein Verlust wäre fatal. Wirklich wichtige Dokumente würde ich natürlich nicht wegwerfen. Davon gibt es aber nur sehr wenige.

  59. AvatarJune

    @Kurt,

    wir haben wie Jenny auch einen Dokumentenscanner. Mr. Juni ist selbstständig und viel unterwegs. Daher scannt er alle seine Unterlagen ein, um von überall auf der Welt zugriff zu haben. Als ITler kennt er sich auch prima aus, was Datensicherung und co anbelangt. Nur meine privaten Unterlagen und die Verträge und Belege aus der Vermietung sind noch nicht gescannt. Und das ist die nächste Baustelle.

    @Jenny,

    ich habe letzte Woche ungelogen Papier für  3 Säcke je 120 Liter geschreddert und ins Altpapier gegeben. Das Zeug war alles in unserem kleinen Arbeitszimmer. Jetzt ist mein halbes Regal leer. Ich finde deinen Ansatz richtig, man schaut sich die Unisachen sowieso nicht mehr an. Im Keller habe ich auch noch Unterlagen von meinem Fernstudium. Ich würde sie auch gleich mit entsorgen, aber unser Keller ist die „Kammer des Schreckens“. Und damit ist das Zeug irgendwo in diesem Kistenwirrwar.

    Gut, dass du entrümpelst. Wer weniger hat, hat weniger Müll, Dreck, Arbeit und Sorgen. Und auch du wirst es schaffen Ordnung zu halten. Manchmal dauert es nur länger bis es Klick macht.

    Take care,

    June

  60. AvatarJune

    @Kiev,

    ich benötige 1 h max. 2 h pro Woche, nicht im Monat, dass war etwas unglücklich ausgedrückt. Ich putze die Bäder und wische Staub, wechsle die Bettwäsche und wische die Balkone und die Möbel, wenn es sein muss. Mein Mann saugt jede Woche und wischt wenn notwendig die Böden vllt. 1 Mal im Monat. Zwischendrin bringt er noch die Wäsche in die Waschmaschine und den Müll runter. Dafür braucht er vllt. auch 1 bis 2 Stunden in der Woche. Fenster putze ich 2 Mal im Jahr. Und wenn mich etwas stört, mache ich es sofort sauber. Nicht erst nächste Woche oder so, wenn ich eine große Aktion geplant habe.

    Wir haben keine 50 Kakteen auf der Fensterbank und auch keine Püppchen und anderen Nippes rumstehen. Ich finde unseren Arbeitsaufwand okay für ca. 110 qm Wohnung.

    Bei kleinen Kindern benötigt man einfach mehr Zeit. War bei uns auch nicht anders. Aber man kann immer noch optimieren, eventuell auch an der Einstellung. Was bei euch aber sicher hinzukommt, ist das aufräumen. Das mache ich irgendwie automatisch und geht so nebenbei.

    Aber ein lieber Kollege von mir jammert immer schon donnerstags, dass er samstags gemeinsam mit seiner Frau nach dem Frühstück mit Putzen beginnt und sie erst abends damit fertig sind und er natürlich auch. Ich finde es jedesmal bedenklich, dass 2 erwachsene Menschen jede Woche einen ganzen Tag benötigen um ihre Wohnung zu säubern.

    Take care,

    June

  61. AvatarJune

    Sorry, vergessen.

    @Doumentenscanner,

    wir heben alle betrieblichen Unterlagen in Papierform zusätzlich auf. Geht durch die Buchhaltungspflicht auch gar nicht anders.

    Die Rechnungen zur Vermietung habe ich auch im Original in meinem Steuerordner.

    Zeugnisse, Verträge usw., kann man auch nicht einfach schreddern.

    Aber der ganze Rest, und das ist auch eine Menge Papier, wird dann hoffentlich in Zukunft nach dem scannen entsorgt.

    Take care,

    June

  62. AvatarEx-Studentin

    @Kurt

    Viele Originale werde ich nicht wegwerfen (gültige Verträge, Gehaltsabrechnungen, Zeugnisse, Rechnungen mit Garantie). Die 2 Ordner stören mich nicht. Ich scanne nun erst mal alles andere, was digital geht (Kontoauszüge, alte Verträge, alte Unterlagen).

  63. KievKiev

    @ June

    Ich habe pro Woche verstanden. Da ist beim Schreiben irgendwie Monat draus geworden. Da sind wir noch von entfernt. Gefühlt ist jeder Weg in der Wohnung mit aufräumen verbunden. Ich finde Marie Kondo’s Ansatz sehr gut mit dem festen Platz für jeden Gegenstand. Die Kinder wechseln die Plätze aber des Öfteren. Der Keller ist bei uns auch noch nicht systematisch durchkämmt.

    @ Dokumentenscanner

    Schade, dass es nicht zulässig für Vermietung ist. Die Gehaltsabrechnungen würde ich am liebsten gleich mit entsorgen. Ich bekomme auch 5 Mal im Jahr gefühlt Post von der DKB, dass wieder 1-5 Cent Zinsen bei einem Kautionskonto angefallen sind. Da bin ich ja eigentlich auch zu faul so etwas noch zu scannen.

  64. KurtKurt

    @ Dokumentenscanner

    1. Es gibt die (unter anderem) die GoBD, die sowas regelt.
    https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Weitere_Steuerthemen/Abgabenordnung/Datenzugriff_GDPdU/2014-11-14-GoBD.pdf?__blob=publicationFile

    Vom BSI gibt es, meine ich, auch noch was dazu.

    2. Im Zweifel schriftlich eine Vorgehensweise vom Finanzamt geben lassen. Dann hat man was in der Hand.

    Meine Kurzfassung dazu:
    Man kann fast(!) alles digitalisieren. Nur man darf nicht alles danach vernichten, aber auch schon sehr sehr viel.

    Eine Aufzählung die nicht vollständig ist und und ohne(!) Rechtsanspruch: KFZ-Scheine, Verträge mit Unterschriften, Urkunden, Zeugnisse, Steuerbescheide, Versicherungsscheine etc… hebe ich trotzdem im Original auf.

    Das lustige ist, man muss manche Dokumente im „Originalzustand“ aufbewahren. Eine Rechnung die man als PDF erhält, muss man als PDF aufbewahren. Ausdrucken ist keine Aufbewahrung des Originals. Umgekehrt geht das aber mit entsprechender Verfahrensanweisung/Verfahrensordnung etc. schon, aber wie gesagt mit Ausnahmen.

    Beim Paperless Pioners Podcast gibt es gute Folgen mit Steuerberatern dazu. Leider ist die Suchfunktion der Seite nicht so toll. Der Content dafür mehrfach empfehlenswert. Siehe https://paperless.gmbh .

    Und ich meine es gibt zu sowas auch ein oder zwei Folgen beim Finanzrocker-Podcast. Zumindest meine ich da mal etwas gehört zu haben, im wahrsten Sinne des Wortes.

  65. AvatarJune

    @Kiev,

    man kann einen Antrag beim Finanzamt stellen, dass gescannte Dokumente ausreichen. In der Firma für die ich arbeite haben wir diese Ausnahmegenehmigung für die Reisekosten. Bei meinem Finanzamt möchte ich diese Frage aber erst gar nicht stellen. Hier ist man komisch, und bevor ich dann nächstes Jahr alles einsenden muss, lasse ich es lieben.

    Ja, der Keller, unsere nächste Baustelle, wenn das Arbeitszimmer fertig ist.

    Take care,

    June

  66. KurtKurt

    Zum Thema „bereits als Originals als PDF“ erhalten:

    PDFs aufheben geht mit einem DMS wie dem oben genannten, ganz easy und rechtssicher, wenn man sich an o.g. verlinkte Grundsätze hält. Es gibt aber mehrere Softwareanbieter dazu, je nachdem wie man das ganze technisch und wie komplex man es aufsetzen möchte. Ob mit Cloud oder ohne etc (also „lokal“)….

    @June (Kommentar von 13:03 Uhr) @Kiev Genau das meinte ich mit dem Kontakt zum Finanzamt.

  67. AvatarJune

    @Kurt,

    das hast du super erklärt. Du hast deinen Text abgesendet, während ich meinen geschrieben habe. Das kann passieren 🙂

    Take care,

    June

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