Optimisten geht es besser und sie leben länger


New York, 28. November 2018

Mit der richtigen Einstellung kannst du dein Leben meistern. Bleib ein Optimist.


Der Job geht dir auf die Nerven. Die Börse knickt ein. Die Waschmaschine ist kaputt gegangen. Das Girokonto ist tief im Minus. In der Beziehung knirscht es. Wie kannst du in dieser Situation optimistisch bleiben?

Leute sind in solchen Lebenslagen schlecht drauf. Sie jammern, meckern, ziehen sich zurück. Sie wenden sich vielleicht Verschwörungstheorien zu. Manch einer hat Angst vorm nächsten Börsencrash und kann kaum noch einschlafen.

TV-Börsenclown Jim Cramer warnt seit Jahren vor dem nächsten Crash. Das tat er zuletzt im Februar 2016. Es gibt massenweise „Experten“, die davon leben, den Weltuntergang zu präsentieren. Die machen das Dekaden lang und leben davon prächtig. Vielleicht in einer Villa samt Yacht. Sie raten Gold zu kaufen und Dosen im Keller für den nächsten Atomkrieg zu horten.

Die Website ZeroHedge ist zum Beispiel sehr negativ in ihrer Sicht. In Deutschland ist die Website MMnews extrem kritisch (und seltsam). Es ist ein lukratives Geschäft. Die Menschen ziehen negative Nachrichten vor.

Jetzt warnt sogar die Notenbank Fed vor einem möglichen Absturz der Börsen. Klar, das kann jederzeit passieren. Aber langfristig bleiben Aktien überlegen.

Eine positive Perspektive zu haben ist nicht selbstverständlich. Aber Optimismus kannst du trainieren. Es ist wie ein Muskel – man muss ihn nur trainieren, sagt Tchiki Davis, Psychologin und Gründerin des Berkeley Well-Being Instituts. Aus einer schlechten Situation kannst du eine gute machen. Du änderst einfach deine Perspektive.

Was hilft grundsätzlich, um sich gut zu fühlen: Eine gesunde Ernährung, ausreichend Sport, Schlaf, soziale Kontakte (Freunde, Familie…). Außerdem sorgen gesunde Finanzen für eine innere Ruhe.

Wenn du das Glas halb voll siehst, ist das besser als halb leer. Warum? Es verbessert deine Lebensqualität. Es erhöht deine Lebenserwartung.

Warum haben Pessimisten eine kürzere Lebenserwartung? Wissenschaftler vermuten, dass die Auswirkungen vom Stress Schuld sind. In Stresssituationen werden die schädlichen Hormone Cortisol und Adrenalin ausgestoßen. Die Folge: Herzfrequenz, Atmung und Stoffwechsel laufen auf Hochtouren. Wenn diese Mechanismen dauerhaft ausgelöst werden, wirkt das negativ auf die Gesundheit.

„Jeder von uns ist täglich mit einer Menge Herausforderungen konfrontiert. Wer dann immer mit negativen Gefühlen reagiert, wird häufiger krank und stirbt früher“, sagt Peter Henningsen, Chefarzt der Psychosomatik an der Technischen Universität München.

Harvard-Forscher untersuchten über einen Zeitraum von acht Jahren 70.000 Frauen. Die optimistischsten Frauen haben ein fast 30 Prozent niedrigeres Risiko zu sterben im Vergleich zu Frauen, die pessimistischer sind.

Wie wird man nun zufriedener? Was kannst du noch tun? Akzeptiere Dinge, die du nicht ändern kannst. Fokussiere dich auf das, was du ändern kannst. Zu jammern über den schlechten Aktienmarkt bringt dich nicht weiter. Aber deine Sparrate zu erhöhen, das hilft dir beim Vermögensaufbau. Also mache das.

Psychotherapeutin Dana Lightman rät: Das Leben zu genießen. Lenke dich ab. Beides hilft dir, dass du dich sofort besser fühlst. Sinnloser Konsum ist damit aber nicht gemeint. Eher der Spaziergang, Kaffeeplausch mit Freunden, Wanderung, Radtour, Bildung, Lesen etc. Das lenkt dich vom Negativen ab.

Nehme neue Chancen wahr: Fortbildung, Karriere, Ausbildung, Auslandsaufenthalt, lerne etwas Neues. So entgehst du einer Spirale negativer Gedanken.

Lightman empfiehlt ein lustiges Video anzusehen, einen Freund anzurufen oder einen Spaziergang zu machen. Erinnere dich an angenehmen Momente. Lightman schlägt vor, positive Erlebnisse aufzuschreiben. Hilf anderen.

Und noch was: Wenn die Börsenkurse kollabieren, kannst du günstig einsteigen. So kannst du einen Crash positiv sehen. Warren Buffett, George Soros, John Bogle, Charlie Munger, Peter Lynch, Seth Klarman, Howard Marks denken so über die nächste Krise. Für sie ist es eine Chance und keine Katastrophe. So werden die Super-Reichen immer reicher. Sie nutzen die Angst der Masse:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Optimisten geht es besser und sie leben länger

  1. Bruno

    https://www.youtube.com/watch?v=rOVXh4xM-Ww

    Jim Cramer ab 2:00, legendär 😀 Für alle die noch nie einen Crash miterlebt haben, so ist dann die Stimmung, da muss man ein „harter Hund“ sein, um dann zu kaufen.

    Damals habe ich noch ab und zu sowas geschaut, heute schaue ich mir diese Sachen kaum noch an, es bringt eigentlich nichts, kann höchstens verwirren oder ablenken vom richtigen Weg.

    PS: Das Bild finde ich cool, bis auf die Zigarette.

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Bruno

    Das Fernsehen ist eine Show. Damit wird Geld verdient. Den Rat kann man guten Gewissens von Clowns wie Jim Cramer vergessen.

    @ gelbes Selbstportrait mit Zigarette

    Ich hab das Bild im Museum in Houston entdeckt.
    https://www.mfah.org/art/detail/26610

    Ich stimme zu. Cooles Bild, aber besser nicht rauchen.

  3. Wohnung mit Domblick

    Eine optimistische Grundstimmung habe ich, seit ich mich mit FIRE-Themen beschäftige. Man übernimmt die Kontrolle und folgt nicht der Herde. Es ist ein anderes Mindset.

    Danke Tim für Deine regelmäßige Dosis Optimismus.

    (Gerade habe ich richtig Glück, meine Wohnung liegt wenige Meter neben einer Evakuierungszone. Bombenentschärfung, kann noch Stunden dauern.)

  4. Stefan

    Hallo Tim, natürlich kann ein Crash toll sein um einzukaufen. Aber evtl. möchte man vorher rechtzeitig noch genug Cash haben oder aus Aktien rausgehen….

     

    Und ich finde nicht jeder, der jetzt vor einem Crash warnt ist ein Spinner. Es gibt sciherlich Realisten, die die große Probleme sehen…

    @ Florian H:

    was hast Du denn gegen Dirk Müller?

  5. KurtKurt

    @Tim

    ich schätze Deine Artikel und die Grundgedanken darin sehr und lese sie regelmäßig, auch wenn ich nicht immer etwas dazu schreibe.

    Aber in den letzten gesundheitsbezogenen Artikeln, wie auch in diesem hier, wird leider manches falsch dargestellt bzw. verallgemeinert. Das könnten Laien falsch auffassen.
    Beispiel:

    Die Hormone Cortisol und Adrenalin haben durchaus auch gute Seiten, ohne sie würde unser Körper nicht richtig funktionieren. Diese pauschal als schädlich zu verurteilen ist einfach falsch und einseitig betrachtet. Ich will hier jetzt nicht in medizinische, physiologische/pathophysiologische Details abschweifen, aber kurz gesagt: Die Dosis macht das Gift.

    Vielleicht sollte man von manchen Verallgemeinerungen absehen oder nicht alle Dinge in einen Topf schmeissen wenn man sich nicht detailliert auskennnt.

    Anderes Beispiel aus einem deiner vorherigen Artikel mit Bezug auf Diabetes und Ernährung:

    Es gibt verschiedene Typen von Diabetes. Das ist sehr einfach zu ergooglen. Und jede Art hat andere Ursachen. Nur einer (der in der „Öffentlichkeit“ bekannteste Typ) hat im großen Ernährungsbedingte Ursachen (Typ2).

    Andere sind z.B. eher autoimmunreaktionsbedingt und lassen sich mit Ernährung (leider) nicht beeinflussen/ oder gar „heilen“ oder auch ernährungstechnisch nicht vorbeugen (Typ1). Es wäre schön wenn es so leicht ginge aber das ist so nicht. Die Pathophysiologie ist hier eine ganz andere.

    Vom Schwangerschaftsdiabetes und noch ein paar weiteren Typen mal ganz zu schweigen…..

    Bitte nicht medizinisches Halbwissen so stark verallgemeinern, auch wenn Deine Grundidee und so manche Grundansicht sicher in die richtige Richtung geht. Aber sonst werden zu viele Leute pauschal mit über den Kamm geschert, die für manche Erkrankungen nichts können. Selbiges gilt für durchaus berechtigte und lebenswichtige Funktionen unseres Körpers.

    In den nächsten Tagen startet meine nächste (manuelle/vierteljährliche) Kaufaktion. Schade das die Steuererstattung noch nicht da ist, vielleicht kommt sie noch und kann mit helfen/ mit kaufen. Der Rest läuft monatlich stur per Sparplan.

    Viele Grüße,

    Kurt

  6. John

    Haha danke Jim Cramer. Bei dem Kerl wirken sogar -50% halb so wild. – Bei Dirk Müller kann man nicht so lachen, der wirkt sehr seriös aber auch viel pessimistischer.

    Ich bin mal Optimist, gestern noch schnell das frische Netto in den S&P500 geschmissen, heute gings schon steil bergauf.

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Wohnung mit Domblick

    Danke. Wow. Ne Bombe aus dem Weltkrieg?

    @ Kurt

    Beim Diabetes spreche ich über Typ 2. Das ist sonnenklar. Warum so kompliziert machen? Die Leute sind hier schlau genug, um das zu verstehen.

    Beim Stress sind sich viele Studien ziemlich einig, dass er schädlich ist:

    https://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/antiaging/psyche/optimismus/erkenntnis_aid_28610.html

    https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/stress-verkuerzt-das-leben-803/

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2012-09/diw-studie

    https://www.t-online.de/gesundheit/id_69350490/stress-noergelnde-frauen-kosten-maenner-lebenszeit-.html

  8. KurtKurt

    @Tim

    Weil die meisten Menschen denken das es nur den Typ2 gibt und so Typ1er bspw. zu unrecht stigmatisiert werden (Verallgemeinerung). Vielen ist es leider nicht sonnenklar….

    Ja, mit dem Stress gebe ich Dir Recht. Die Links habe ich jetzt nicht gelesen. Das sehe ich per se ähnlich

    Und nicht alles ist immer böse an den Köperfunktionen…. Trotzdem kann man prinzipiell sinnige Körperfunktionen nicht pauschal als schädlich bezeichnen.

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Kurt

    Ich möchte effizient schreiben. Und nicht die Zeit der Leser klauen mit Begriffsdefinitionen. Die Inhalte, die ich habe, sollen fundiert und richtig sein. Keine Angstmache. Kein dummes Zeug. Daher wundert mich deine Kritik.

    Dieser Artikel bringt das mit dem Stress gut auf den Punkt. Für die Steinzeitmenschen war der Stress hilfreich – zum Schutz vor wilden Tieren. Heute ist er ein Problem für die Gesundheit:

    http://www.maz-online.de/Nachrichten/Wissen/Was-das-Herz-krank-macht

  10. ThorstenThorsten

    Stress ist auch in unserer Zeit noch hilfreich… Sei es um schnell noch etwas vor einer „wichtigen“ Deadline fertig zu machen oder um vor dem Tiger schneller wegzulaufen 😉

    Denke, dass es auch dabei wie bei so vielen Dingen ist – die Menge macht das Gift!

    Immer Stress und Druck macht krank, ab und zu treibt uns zu Höchstleistungen an und nie treibt uns in die Langeweile…

  11. Nico Meier

    @Stefan

    Hallo Tim, natürlich kann ein Crash toll sein um einzukaufen. Aber evtl. möchte man vorher rechtzeitig noch genug Cash haben oder aus Aktien rausgehen….

     

    Wer das Bedürfnis hat „aus Aktien ruaszugehen“ mit der Begründung eines drohenden Crashs der ist in meinen Augen eventuell mit Aktien falsch beraten.

    Wenn wir langfrist Chats ansehen so sehen wir immer wieder Einbrüche der Märkte aber diese zu timen wird kaum einer schaffen, daher ist das schnelle Aussteigen vor dem Crash in meinen Augen eine Ilusion.

     

    Ich kaufe nur Aktien von denen ich überzeugt bin, dass das Geschäftsmodell auch in 20 Jahren noch funktionieren wird, daher sehe ich auch einem Crash gelassen entgegen solange ich die Aktien behalte realisiere ich keinen Verlust es sei den ein Unternehmen würde in den Konkurs gehen!

  12. Ex-Studentin

    Einige Beschwerden unserer Gesellschaft sind „erworben“, z.B. hatte ich in letzter Zeit immer häufiger Kopfschmerzen. Mache nun einen VHS-Kurs Progressive Muskelentspannung nach Jacobson und e voila: Viel weniger Kopfschmerzen.

    Manche Krankheiten werden durch ungesunde Ernährung/Stress oder Nährstoffmangel verschlimmert / ausgelöst. Ich habe früher Leute belächelt, die den ganzen Tag nur Rohkost/Salat essen, jetzt bin ich selbst so eine: Ich backe Leinsamenbrot selbst, knabbere meine Nüsse, esse fast täglich Salat. Es geht irgendwann nicht mehr anders, wenn man gesundheitliche Probleme hat.

    Die Psyche ist ein wichtiger Schlüssel. Ich wurde erst so krank als ich privat und beruflich viel Stress hatte.

  13. Daniel

    Wir hatten das schon an anderer Stelle…die Niedrigzinsen haben die Rückkaufprogramme vieler US-Unternehmen befeuert. Das hat die Kurse zusätzlich nach oben geführt.

    Wenn ich mir dann dazu die Low Growth/High Debt Werte wie General Mills, AT&T oder IBM anschaue, sehe ich eher hohes Risiko als Witwen- und Waisenpapiere. Nicht alles, was stark gefallen ist, ist „Value“ oder wird zwangsläufig steigen. General Electric, Deuba, Coba, Versorger etc.

    Solange sich keine Rezession andeutet, kann man für gut geführte Unternehmen weiter optimistisch bleiben. Aber Risiken sehen, heißt nicht zwangsläufig pessimistisch zu sein.

    Zudem wissen wir doch alle, dass uns die Müllers, Godmodes, Handelsblatts dieser Welt überzogene Headlines nicht liefern, weil Sie die Zukunft kennen oder Ihnen wirklich was an uns gelegen ist. Es geht um Aufmerksamkeit, Klicks, Aboverkäufe etc.

  14. Bruno

    STRESS!!!!!!

    Stressvermeidung wäre das Optimum, aber leider nicht immer möglich oder nicht immer so einfach. Was aber immer geht ist Stressabbau durch verschiedene Methoden:

    – Bewegung (Sport, kein Leistungssport), ideal ist z.B. wandern oder laufen draussen in der Natur oder im Sommer schwimmen, auch radfahren, Kraftsport ist zwar gesund aber für den Stressabbau weniger wirksam wie Ausdauersportarten (optimal beides)
    – gesunde, ausgewogene Ernährung (hilft zwar nicht direkt aber unterstützt die Regeneration)
    – Entspannungstechniken (Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Yoga, Meditation etc.)
    – Aufhören mit Rauchen und Alkohol oder andern Drogen, auch Energydrinks sind suboptimal bei zu viel Stress, Kaffee mit Grüntee ersetzen
    – genug trinken und richtig atmen (tief durchatmen)
    – regelmässig Pausen einlegen
    – Gespräche mit Kollegen/Freunden/Familie, in schlimmen Fällen auch mit Psychiatern
    – Aktive Verhaltensänderung (Handy/Email Auszeiten etc.)
    – Allgemeine Entspannungsmöglichkeiten (Wellness, Bäder, Massagen etc.)
    – Erfüllende Hobbys zum abschalten (Musik, Malen, Töpfern etc.) hört sich vielleicht Psycho an aber ich glaube schon dass es hilft, einfach etwas wo man die „quälenden“ Gedanken aus dem Alltag vergessen kann.

    Gibt sicher noch mehr, können andere gerne ergänzen. Nicht alles ist für jeden geeignet, man muss selbst herausfinden was passt. Sind auch nicht alle gleich betroffen, einige Leute halten mehr aus, andere weniger. Das Nachhaltigste wäre wie gesagt Stressvermeidung, aber das braucht auch viel Mut (Jobwechsel, Partner verlassen bei Ehekonflikten etc.) und ist nicht immer möglich aus diversen Gründen.

  15. KievKiev

    @ Tim

    „Der Job geht dir auf die Nerven. Die Börse knickt ein. Die Waschmaschine ist kaputt gegangen. Das Girokonto ist tief im Minus. In der Beziehung knirscht es. “

    Ich bin selbst Optimist. Wenn das Unheil scheinbar von allen Seiten kommt, hilft es auch den maximalen Schaden abzuschätzen. Der ist oft gar nicht so furchtbar, dass man sich überhaupt in dem Maße sorgen muss. Die mittleren Punkte lassen sich bereits mit einem Notfallgroschen einfach durchstehen. Bei anderen Punkten kann man versuchen Schäden abzuwenden.

    Zufriedenheit und Glück sind schwer zu finden. Es ist leichter die Punkte zu eliminieren, die genau dies nicht bieten. Was genau an der Beziehung macht Dich nicht glücklich? Wie kannst Du es ändern? Beim Job verhält es sich ähnlich. Du musst nicht gleich alles hinschmeißen. Du musst nur die Ursache finden. Das ist bei genereller leichter Unzufriedenheit nicht immer so offensichtlich. Hier hilft ausprobieren.

    Ich gehe manchen aus dem Weg. Das ist nicht immer so einfach möglich, aber man kann sich genau dafür Strategien aufbauen, dass dies in Zukunft immer besser wird. Auch hier muss man mit leichten Veränderungen beginnen. Nach einem Jahr hat sich dann viel verändert, auch wenn man keinen harten Einschnitt machen musste.

    @ Bruno

    Ich finde Deine Aktivitäten sehr interessant. So würde ich am liebsten auch gerne arbeiten/leben. Meine letzten Ideen sind aber leider alle zu kapitalintensiv. Die kann ich leider auch nicht mit FF oder Co-Investor stemmen. Das Risiko würde ich nicht eingehen und auch nicht für jemand anderen (Co-Investor). Zumal ich finanziell nicht mehr viel gewinnen kann. Hier meine ich den Nutzen von Geld oberhalb der FF. Vielleicht finde ich ja noch etwas kleineres. Die Zeit für private Projekte könnte ich mir immerhin in ein paar Jahren nehmen.

    @ Kurt

    Gesundheit, Ernährung, Sport finde ich sehr interessant. All diese Dinge kann man so für sich anwenden, dass ein maximaler Nutzen herauskommt. Wenn man älter wird muss man auf manche Punkte etwas mehr achten als in seiner Jugend. Trotzdem schützt dies natürlich nicht vor Krankheiten oder Schicksalsschlägen. Andere sollte man generell nicht verurteilen. Man kann immer nur schauen wie man sich selbst verbessern kann. Andere haben ihre eigenen Prioritäten.

  16. Gainde

    @ Bruno

    Dwm kann ich nur zustimmen und bin zurzeomit in einer Situation, wo meine Resilienz getestet wird.

     

    @ alle

    Beim nächsten Bärenmarkt wird sich herausstellen, wer ohne Badehose schwimmt

    (Buffet zum Thema verschuldete Unternehmen)

  17. Nico Meier

    Im Moment belustigen mich gewisse Kollegen die ihr sauer Erspartes in Bitcoins „investiert“ haben und mir nun die Ohren vollheulen weil der Bitcoin nur noch am abstürzen ist.

  18. KievKiev

    @ Nico

    Habe gerade mal nachgesehen. Sie stehen ja noch knapp bei 4000€. Das ist mir viel zu weit vom inneren Wert entfernt 😉

  19. Nico Meier

    Ja der Bitcoin liegt glaube ich bei 3’800 € ich kenne viele die bei über 10’000€ gekauft haben und nun flennen wie Kinder.

    Sie wollen weiterhin daran glauben Kryptowährungen wären serieuse Investitionen wie die in Aktien auch.

    Ich entgegne ihnen immer, dass ich bei Aktien niemals alles auf eine Karte setzen würde und schon so ein klarer Unterschied entsteht. Viele andere Kryptowährnungen hängen direkt oder indirekt am Wert des Bitcoin.

  20. KievKiev

    @ Nico

    Ich gebe es zu. Ich war auch gierig und hatte mit dem Gedanken gespielt einen CFD auf Bitcoin zu kaufen. Damals als er zwischen 12000 und 18000 Dollar oder Euro lag. Ich wollte aber von fallenden Kursen profitieren. Ich habe spekuliert, dass der Bitcoin einen rasanten Absturz machen wird. Ich habe leider kein Produkt gefunden. Ich habe in vielen Foren nachgefragt… Leerverkaufen wollte ich ihn aber auch nicht.

    Es ist aber in Ordnung, dass ich es nicht gemacht habe. Da man nie weiß wann denn dieses Ereignis eintreffen wird. Ich war mir sicher, dass es irgendwann dazu kommen wird. Aber wie hoch er steigen wird hätte ich nicht sagen können. Und somit auch schmerzhaft Kostolanies Mathematik erfahren können. Einen Short CFD von 14000 auf 18000 zu begleiten ist sicher auch nicht schön… Und ob bereits jetzt ein guter Zeitpunkt für den Ausstieg gekommen ist kann ich auch nicht sagen. 300€ hatte ich damals als schönen Ausstiegspunkt gesehen.

    Ich halte mich fern von Spekulation und kaufe lieber Aktien, die ich langfristig halten möchte. Es ist viel einfacher in der Handhabung.

  21. Thorsten

    @Bruno sehr schöne Aufzählung , da fällt mir der Begriff „Etnschleunigung“ ein. Und der steht im Widerspruch zur schnell getakteten Arbeitswelt.

    Und noch mal für die, die den Neuen Markt nicht erlebt haben. Die Muster bei Bitcoin wiederholen sich wie damals, das Ding geht eher bald unter 2500$, als dass es noch mal nachhaltig steigt. Wehe es kommt eine starke Zinserhöhung/Krise/Rezession/echter Aktiencrash. Die Leute flüchten dann zuerst aus heißer Luft, um mit dem Erlös  Löcher bei anderen Assets zu stopfen. Ich sage das ohne Schadenfreude, mein Bauchgehirn (das gibt es tatächlich, weitgehend unerforscht, Parasympathicus, kiloschwer https://www1.wdr.de/wissen/mensch/bauch-zweites-gehirn-100.html) hat sich bei Bitcoin genauso gemeldet wie damals.

    Vergleich Neuer Markt 1999 – Bitcoin 2018

  22. DanielKA

    Bei diesen Blasen profitieren immer wenige. Ich hab einige gewarnt, manche bekannte wollten nicht hören. Spätestens als Bufffett sagt das BTC keinen inneren Wert hat, hätte man aufhorchen sollen.

    Man lässt sich immer von einem Beispiel blenden: hey ich hab btc für 5 Dollar gekauft und bin jetzt Multimillionär. Schnelles Geld ist immer der Anfang vom Ende.

  23. Student

    Zum Thema Stress/Sorgen habe ich mir das Buch „Sorge dich nicht – lebe! von Dale Carnegie“ angeschafft.

    Die ersten Seiten des Buches sind bereits sehr interessant. Unter anderem wird empfohlen, den größten denkbaren Schaden zu antizipieren wie Kiev es angesprochen hat, um so wieder klare Gedanken für die Problemlösung zu finden…

  24. Nico Meier

    Ich bin von einigen Bekannten angesprochen worden auf Bitcoin und konsorte ich habe mir auch gerne ihre Ausführungen angehört. Meist wurde ich gegen Ende dieses gesprächs gefragt wie ich das ganze einschätzen würde. Habe dann meist gesagt jeder solle machen was er möchte aber ich bliebe lieber bei ETF’s auf Aktien und zusätzluch für den Nervenkitzel hätte ich noch ein par Einzelaktien wie Swiss RE, BB Biotech oder AT+T.

    Viele dieser Bekannten haben mich dabei belächelt teilweise hat man mir dann auch angeboboten man würde mir dann sobald man reich sei auch etwas vom Reichtum abgeben. Das fand ich dann wieder nett 😉

  25. Eckheimer

    Ich bin auch froh mittlerweile eine ruhige innere Mitte gefunden zu haben. Sorgenfrei zu leben ist wesentlich entspannter. Viele meiner Kollegen finden mich komisch/seltsam, weil ich an einem Wochenende lieber in den Wald gehe, lese , oder mit dem Fahrrad am Rhein entlang radel.

    Da kommt meinst immer ein „ooh bist du langweilig“. Aber weil ich so ruhig und sparsam lebe werde ich andererseits immer angepumpt um den ihre Disco/Saufturen zu finanzieren. Keine Ahnung wie oft ich denen schon sagte, dass die von mir kein Geld sehen werden.

    Zu Bitcoin ärger ich mich nur ein kleines bisschen. Vor gut 10-13 Jahren irgendwie, wollte ich mal für 100€ welche kaufen. Ich glaube damals war ein Bitcoin irgendwas im Centbetrag. Hätte echt viel werden können. Hätte Hätte Fahrradhelm. 🙂

  26. Thorsten

    @Wohnung mit Domblick

    Die Sparkassenverkäuferin sagt auf der Webseite : „Da führt kein Weg an risikoreicheren Anlageformen wie beispielsweise Aktien vorbei.“

    Finde den Fehler 😉

    Klar ne, risikoarm sind aus Sicht der Bankverkäuferin wahrscheinlich : Staatsanleihen, Cash, Tagesgeldkonto, Bonussparen, Festgeld,…

    Aber am Ende sagt sie, man könne schon in ein diversifiziertes Portfolio investieren, dass von Profis der Bank gemanagt wird (und die x% Dividendenrendite durch Gebühren gleich mitauffrisst ?).

    Wer finanziell frei sein möchte muss sich von Zinswerten trennen und  Kursschwankungen aussitzen. Und muss Gebühren sparen. Fonds und aktiv gemangte Produkte fressen Rendite. Es bleiben für mich Direktanlagen in Aktien oder physisch abbildende  ETF mit geringem TER für Märkte, die ich nicht erreiche (Emerging Markets) oder sehr breit streuend (Welt) für zusätzliche Diversifikation. Eine Ausnahme habe ich : einen Fonds, der in das Thema ‚Wasser‘ investiert.

    Ich werde erst Zinsprodukte in Erwägung ziehen, wenn die Umlaufrendite wenigstens 1% über der von gewohnten Dividendenrendite ist. Das wird wahrscheinlich in den nächsten Jahren gar nicht passieren. Gehen die Zinsen über 5% ?? nicht wahrscheinlich. Und im besten Fall brauche ich das wohl auch nie machen, in sogenannte „sichere Anlageformen“ umschichten.

  27. Christoph

    Schaut Euch Jim Cramer mal an wenn er beim Hald time report mit in der Runde sitzt. Klar da fällt er auf, aber nicht als  totaler Fanatiker auf der vorm crash warnt.

    Und bei allem Respekt TIm, er hat mehr Anhnung als Du und allen anderen hier von der Wirtschaft und von der Börse.

     

    Frag doch mal nach nem Interview und lerne ihn kennen. Das wäre sicher interessant.

    Sonst kann ich Dir nur zustimmen. Man sollte sich was suchen, was einem Hoffnung macht. Und gerade Rücksetzer sind doch toll zum nachkaufen.

     

     

  28. DanielKA

    @ Eckheimer: hast Recht, genau Hätte Hätte Fahrradkette 🙂 gibt viele Fahrradketten im Leben 😉

    Beispiele z.B. Amazon 1997 für 1,07 EUR gekauft, oder Visa 2008 zu IPO und dann behalten, oder Apple, wirecard, ProSieben für einen EUR, Facebook für 18 EUR in 2013, Google für 80 EUR bei der IPO 2004 usw usw.

     

  29. Thorsten

    @Christoph Hier ein Kommentar bei Youtube zu Jim Kramer :

    Reverse Jim Cramer should be an ETF

    Haha, wäre doch klasse die ganzen Krähen und Crashpropheten in einen Index zu packen und revers zu handeln 😉

    Warten wir mal den Samsatag ab. Trump und Xi. Wenn der Handelskrieg zum Fenster rausgekickt wird geht die Lucie gen Norden. Ich fürchte aber, der Samstag wird das nicht bringen.
    https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article184528954/Trump-und-Xi-Showdown-in-Buenos-Aires.html

  30. Stefan

    @ Nico Meier:

    das sehe ch komplett anders. Ich bin doch Value Investor. Nur langsam nach 10 jahre Bullenmarkt muss auch mal ein Zyklus nach unten gehen. Ich weiß ja, dass die Wirtschaft langfristig positiv läuft. Aber warum nicht die Stunde nutzen und vor einem anstehenden Crash verkaufen?

  31. Nico Meier

    @Stefan

    Ich schreibe niemandem vor wie er sich zu verhalten hat im Aktienmarkt.

    Aber ich für mich bin mir bewusst, dass ich kaum feststellen kann wann der richtige Zeitpunkt fürs Aussteigen aus dem Gesamtmarkt gegeben ist.

    Ich glaube es hat viele gegeben die in den letzten Wochen aus Angst ausgestiegen sind und dadurch die Erholung in den letzten Wochen verpasst haben. Was machen diese nun weiter warten bis die Kurse wieder denjenigen anfang Jahr entsprechen und so viel Geld liegen lassen? Oder sofort wieder einsteigen und schon viel Geld verloren haben durch das kopflose aussteigen?

    Ich bleibe investiert, da ich nur in ETF sowie in Einzalaktien von Unternehmen investiere, von denen ich überzeugt bin.

  32. Daniel

    das sehe ch komplett anders. Ich bin doch Value Investor. Nur langsam nach 10 jahre Bullenmarkt muss auch mal ein Zyklus nach unten gehen. Ich weiß ja, dass die Wirtschaft langfristig positiv läuft. Aber warum nicht die Stunde nutzen und vor einem anstehenden Crash verkaufen?

    Und woran erkennst Du nun genau dass ein Crash ansteht? Ich meine, ein Crash steht immer an wenn man nicht zufällig grade in einem drin ist, aber er kann auch erst in 5-6 Jahren kommen. Die Märkte können auch jetzt 4 Jahre seitwärts gehen. Für mich nichts anderes als Market-Timing, kann man machen, ich bin da eher der auf Statistiken steht und die sprechen eine ziemlich eindeutige Sprache was derlei Handlungen im Anleger-Umfeld angeht.

  33. Stefan

    @ Florian H:

    Naja aber, wenn das nunmal die Realität ist?! Wir wissen doch alle, dass wir momentan eine „Alles-Blase“ haben, die irgendwann platzen muss. Das ist doch völlg normal…

  34. Stefan

    @ Nico Meier:

    Naja kannst Du doch machen. Tim sieht das auch anders ähnlich wie Du.

    Nur mir warnen zu viele Topleute mittlerweile…und ich schlafe sicher besser ein paar Jährchen nichts zu verdienen und im Crash dann total flüssig zu sein.

    Jeder hat ja eine andere Strategie….

  35. Nico Meier

    Michael C. Kissig schreibt dazu aktuell etwas im Blog

    http://www.intelligent-investieren.net/2017/04/baruchs-borsenwissen-die-baren-machen.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+IntelligentInvestieren+%28+iNTELLiGENT+iNVESTiEREN%29

     

    Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung ob wir vor einer Korrektur von 50% stehen oder ob in den nöchsten 5 Jahren der Markt sich seitwärts bewegen wird oder ob wir noch weitere 5 Jahre Wachstum haben werden wie in den vergangenen 5 Jahren. Wenn ich mir sicher wäre, dass ein Crash bevorsteht, dann würde ich auch aussteigen, aber da ich das nicht weiss bleibe ich im Markt und verdiene munter weiter mit Kursgewinnen und Dividenden!

    Ja Tim und ich sehen das gleich. Tim und ich haben auch schon Geld verdient an der Börse!

  36. Irene

    @Stefan

    wenn du sicher zu wissen glaubst dass es einen Crash gibt kannst du ja gerne aussteigen

    Ich persönlich sehe keine Anzeichen für einen längerfristigen Abschwung solange die Wirtschaftszahlen noch stimmen. Es wird seit über drei Jahren vom Crash geredet der ganz sicher unmittelbar bevor steht. Bis jetzt ist nicht wirklich viel passiert.

    Und wenn man den verlinkten Artikel liest, wird auch schnell klar, dass aussteigen nicht so viel Sinn macht. Es sei denn natürlich man hat die berühmte Glaskugel 😉

  37. sammy

    @stefan

    Momentan schreiben hier sehr viele Anfänger die weder Erfahrung noch Geld haben aber reden wie die großen. Von daher am besten nicht nach Ratschlägen fragen und dich an erfahrene Leute wenden.

    Unabhängig ob es einen Crash in naher Zukunft gibt, ist es so, dass wie du schon richtig erkannt hast der wirtschaftliche Zyklus in einen rezzesiven Bereich wechselt. Ein Bärenmarkt steht kurz bevor. Somit ist es schlau möglichst liquide zu sein 😉

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