Ehepaar geht nach Lissabon in die finanzielle Freiheit im Alter von 40 Jahren


New York, 1. November 2019
Ehepaar aus Kalifornien geht mit 40 Jahren in den Ruhestand. Sie leben in Lissabon. Sie haben 2 Millionen Dollar angespart (Bildschirmfoto YouTube).

Das Ehepaar Christina (41) und Amon Browning (39) ist finanziell frei. Sie haben 2 Millionen Dollar. In acht Jahren schafften sie es mit einem extrem sparsamen Lebensstil. Beide arbeiteten. Sie verdienten 70.000 bzw. 98.000 Dollar im Jahr.

Nach ihren Hauptjobs arbeiteten sie weiter: In San Francisco kauften sie alte Häuser und renovierten sie, um sie mit Gewinn wieder zu verkaufen. Die Häuser wollte niemand haben, weil sie in einem schlechten Zustand waren. Damit machten sie alles in allem 400.000 Dollar. Clever. Sie arbeiteten nebenher als Uber- und Lyft-Fahrer.

Sie leben jetzt in Lissabon mit ihren Kindern. Sie leben minimalistisch. Sie brachten exakt 4 Koffer in das Land. Jedes Familienmitglied hat einen Koffer Sachen. Was schlau ist: Ein Land mit niedrigen Lebenshaltungskosten wie Portugal zu wählen. Sie haben kein Auto.

Die großen Fernsehsender berichten immer häufiger über den FIRE-Trend, also die finanzielle Freiheit bzw. den Frühruhestand mit einem fetten Depot. Heute berichtete die bekannte TV-Show “Good Morning America” (GMA). Auf der Website erwähnte der TV-Sender die Browning-Familie:

So leben die Brownings in Lissabon. Ihre Wohnung sieht klasse aus:

Ich traue der Familie Browning zu, dass sie die Freiheit beibehält. Ja, sie machen ihren Video-Blog ziemlich aufwändig, damit verdienen sie Geld nebenher. Ausgebufft sind sie auf jeden Fall:

 
 
 
 
 
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Pursuing financial independence meant making better choices in order to build generational wealth. . It meant choosing financial independence over the Joneses. For example, we went from owning a brand new BMW to a used $800 car – not because we had to, but because we knew the wealth building momentum of this choice. In our videos, we talk all the time about trading your time for money. In this example, when you buy a new car, you’re trading your time for that car.  The more expensive your purchase, the more time you need to work before you reach financial independence.  Smart money choices will propel you on your journey towards financial independence.  So, the next time you go out to make a purchase (not just a car). . . think about its impact on your financial independence journey. . . #priorities #financialfreedom #stopkeepingupwiththejoneses #ourrichjourney #jointhejourney #financialindependenceretireearly #financialindependence #retireearly #firemovement #firecommunity #debtfreecommunity #millionairenextdoor #wealthy #generationalwealth #buildwealth

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Christina sagte gegenüber der britischen Zeitung “Daily Mail“:

„Bei der FIRE-Reise geht es darum, Geld zu sparen, Geld zu verdienen und dieses Geld zu investieren. Aber bevor du das alles tust, musst du fest daran glauben, dass du es schaffen kannst. Es geht um deine Denkweise.”

Amon erkannte, dass er vorzeitig in den Ruhestand gehen wollte, als er 2011 eine Auszeichnung für 10 Jahre im Öffentlichen Dienst erhielt. Bei dieser Zeremonie erhielt auch ein anderer Mann, der 40 Jahre lang gearbeitet hatte, eine Auszeichnung. Da machte es bei ihm Klick.

Er sagte der Zeitung: „Das war ein Moment, der mein Leben verändert hat. Sie können so viele Jahre arbeiten und alles, was Sie dafür vorweisen können, ist ein Stück Papier. Ich wollte wirklich mehr aus meinem Leben machen.”

“Die Idee, weitere 30 Jahre in einer kleinen Ecke im Büro zu arbeiten und das Leben zu verpassen, war für mich eine verrückte Vorstellung.”

Also entwickelte er mit Christina einen Plan. Mit 40 Jahren wollten sie frei sein. Sie wollten den Job an den Nagel hängen.

“Es war ein bizarrer Gedanke. Wir hatten noch nie jemanden gesehen, auf keinen Fall jemanden mit Kindern, aber wir dachten: Was sollen wir tun, um dies zu erreichen?”

Das Ehepaar entwarf einen 10-Jahres-Plan, mit dem es hoffte, finanziell unabhängig zu werden. Sie folgten im Prinzip der Vorgehensweise von Spar-Gott “Mr. Money Mustache“, der es allerdings schon im Alter von 30 Jahren in die Freiheit schaffte, mit Frau und Kind wohlgemerkt. Die Browning-Familie wollte bis 2021 in der komfortablen Lage sein, in den Ruhestand zu gehen. Sie schafften es schneller.

Christina sagte: “Wir kommen nicht aus wohlhabenden Familien, wir hatten nicht viel Geld.”

Nach renovierungsbedürftigen Häuser nahe San Francisco schauten sie sich außerhalb der Kaufsaison um.

Das Ehepaar verkaufte auf Craigslist und Facebook Marketplace seine Habseligkeiten. Das Paar investierte sein überschüssiges Geld in kostengünstige Indexfonds.

Amon: „Wir haben einen sehr einfachen Ansatz gewählt. Wir begannen damit, alle Steuervorteilskonten zu nutzen – die, die du von der Arbeit bekommst, deine Altersvorsorgedepots.”

Sie beschäftigten sich nicht mit einzelnen Aktien. Sie änderten ihren Lebensstil. Sie tauschten ihren nagelneuen BMW SUV gegen einen alten 800-Dollar-Minivan.

Sie sagen: “Die Veränderung in der Denkweise von einem Luxusauto zu einem Minivan war unglaublich befreiend. Wir möchten nicht mit den Nachbarn mithalten.”

Für die meisten Menschen ist das Opfer zu groß. Für dieses Paar kam jetzt der Befreiungsschlag. Mit ihren Kindern Sunoa (13) und Melea (11) reisten sie schon vorher viel. Sie waren in Thailand, Hawaii, Singapur und Europa.

Ein Dorn im Auge war ihnen, dass andere Familien zu viel Geld für Spielzeug und Aktivitäten ausgaben. Das lehnten sie ab. Sie sind eben minimalistisch eingestellt. Aber für das Reisen mit den Kindern hatten sie immer Geld übrig.

“Wir haben unseren Kindern auf keinen Fall etwas vorenthalten. Zu Weihnachten haben wir keine Geschenke verteilt, aber wir haben Ausflüge gemacht. Unsere Mädchen können sich daran erinnern, dass sie am Weihnachtstag in Paris, in Singapur oder in Thailand waren.”

2016 zog das Ehepaar mit der Arbeit nach Japan, wo es mietfrei lebte. Sie hatten kostenlosen Wohnraum. Ihre Wohn-Nebenkosten wurden auch vom Arbeitgeber bezahlt. In einer solchen Situation kannst du natürlich eine enorm hohe Sparquote erreichen. Das ist ein starker Hebel für die Freiheit!

Sie waren an einem Punkt, an dem sie bis zu 70 Prozent ihres Einkommens gespart und investiert haben.

Nach drei Jahren mit einer kostenlosen Wohnung erreichte das Ehepaar daher zwei Jahre früher als erwartet das Ziel der finanziellen Unabhängigkeit. Im Juli verabschiedeten sie sich von der Arbeit und gingen in den Ruhestand. Es war aber mit sehr viel Fleiß verbunden.

Die Masse der Menschen schafft es vielleicht mit 60 oder 65 Jahren in die Freiheit. Dann kommen oft die Krankheiten. 

Das Paar überlegte, in der Bucht von San Francisco zu bleiben, nach Thailand oder Spanien zu ziehen. Aber Kalifornien wäre sehr teuer geworden. Sie entschieden sich schließlich für Portugal. Das Land bietet einige Vorteile für den Ruhestand.

Die beiden sagen: “Es gibt so viele Dinge, die an Portugal erstaunlich sind – das Wetter, das Bildungssystem, die Gesundheitsversorgung und die niedrigen Lebenshaltungskosten.”

Das portugiesische Steuersystem ist für Menschen, die von ihren Investitionen leben, sehr günstig, sagen sie.

Die Ausgaben der Familie belaufen sich auf rund 4.500 USD pro Monat. Sie müssen natürlich aufpassen, dass sie ihren Geldschatz nicht annagen. Sie müssen sparsam bleiben, um ihre Freiheit dauerhaft bewahren zu können. Mehr als 80.000 Dollar dürfen sie keinesfalls im Jahr ausgeben, das würde mehr als 4% ihres Vermögens entsprechen. Sie geben zur Zeit 54.000 Dollar im Jahr aus, das scheint solide zu sein und schützt ihr Vermögen.

Das Paar verbringt seine Zeit mit seinen Kindern, nimmt Portugiesischkurse, reist durch Europa und konzentriert sich auf die körperliche Fitness. Christina schwimmt, Amon spielt Basketball, schreibt “Daily Mail”.

Sie machen ihren Blog und YouTube-Kanal “Our Rich Journey”. Sie machen einen zufriedenen Eindruck.

Was lernst du daraus? Ein Pfennigfuchser zu sein hat Vorteile. Lebe sparsam. Lebe mit weniger Zeug. Verzichte auf Statussymbole nach Möglichkeit. Ernähre dich gesund. Hab Ziele. Sei produktiv. Sei clever. Mache nicht alles gedankenlos mit, was die Masse macht. Klar hatten die beiden Kalifornier Glück mit den Haus-Renovierungen und Verkäufen. Ohne die 400.000 Dollar aus den Immobiliendeals wäre es wohl knapper geworden.

Fazit: Das Glück ist mit den Tüchtigen!


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Ehepaar geht nach Lissabon in die finanzielle Freiheit im Alter von 40 Jahren

  1. AvatarThorsten

    Ich habe das auch schon Mal gesehen. Habe mich damals gefrsgt, ob die Geschichte nicht doch ein inszenierter Bluff ist (Reality TV), der über Medien und Buchverkäufe Geld einspielen soll. Das Gefühl ist geblieben. 

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Thorsten

    Die großen Medien wie “Daily Mail” oder “Good Morning America” werden Belege verlangen, bevor sie so ausführlich berichten.

  3. AvatarAnton

    Mich erstaunt es nur, dass die Familie auf Ausgaben iHv. 4.500 USD pro Monat im günstigen Portugal kommt. Das ganze noch bei einem minimalistischen Lebensstill. 

  4. AvatarThorsten

    O.k na ja, leider gibt es in den USA keine erkennbare Grenze zwischen Dokumentation, Unterhaltung und insbesondere nicht zur Politik. Alles dem Verkauf über Showeffekte untergeordnet. Interessant bleibt es, man sollte es weiter verfolgen.
    Hier unten das Wort zum Sonntag, wie O. Scholz uns Kleinaktionäre ausräuchern will, der Sprecher regt sich genauso auf wie ich, bleibt aber Dank Migration in die Schweiz verschont. Leistung lohnt sich immer weniger in Deutschland, leider. Man beachte das Zitat von Adenauer, man sollte es mehr publik machen. Nach 50 Jahren immer noch gültig.
    https://youtu.be/DFn2BikTDfE

  5. AvatarChristian

    Das ist sicherlich ein guter Plan der Familie. Das Geld wird reichen und die Lebensqualität (und das Essen) werden in der neuen Heimat hoch sein.
    Aber die Kinder werden sich hart tun, die werden sehr wahrscheinlich keinen Job mit 70.000-90.000 US Jahresgehalt in ihren 30ern finden, eher einen um die 30.000 EUR Jahresgehalt (wenn es gut läuft). Statistik Jugendarbeitslosigkeit EU

  6. AvatarRüdiger

    wie O. Scholz uns Kleinaktionäre ausräuchern will

    An mir beisst er sich die Zähne aus  😉

  7. IMHAMSTERRADIMHAMSTERRAD

    @Rüdiger
    Scholz ist bald weg. Er will ja SPD-Vorsitzender werden, paar Wahlniederlagen und er ist Geschichte. 8% in Thüringen ist erst der Anfang. Martin Schulz ist sein Unterstützer, er kann ihn bestimmt paar gute Tipps für danach geben….?
    >>An mir beisst er sich die Zähne aus ?
    Du bist schon Großaktionär, oder?

  8. AvatarRüdiger

    Du bist schon Großaktionär, oder?
     
    Bei weitem nicht! Ich bin nur ein Kleinaktionär, er sich nicht “ausräuchern” lässt 😉

  9. AvatarThorsten

    ‘Ausräuchern’ hat euch gefallen, gell ? Die Leute in Portugal müssen sich mit neosozialistischen Enteignungsprozessen beneidenswerterweise nicht rumschlagen…
     

  10. AvatarRüdiger

    ‚Ausräuchern‘ hat euch gefallen, gell ?
     
    Na klar! Und noch besser gefällt mir das dauernde, mädchenhafte Gewinsel von der Enteignung. Ich werde es vermissen, wenn Olaf Scholz der nächsten Regierung nicht mehr angehört  😉

  11. Avatarsteve

    @ Rüdiger stimmt schon winseln muss man deswegen nicht. Eher wegen den anderen Dingen die angedacht sind, Abschaffung der Spekulationssteuer und nicht mögliche Gegenrechnung von Verlusten. Die Finanztransaktionssteuer ist zu größtenteils zu vermeiden. Doof nur die Aktien werden weniger gekauft von der einheimischen Bevölkerung.
    Weniger Nachfrage heißt normal niedriger Kurs. Hat zur Folge die deutschen Unternehmen sind noch mehr in ausländischen Händen. Übernahmen damit auch leichter möglich, aber das weiß das Gscheithaferl bestimmt, vielleicht kriegt er da noch Beraterverträge. 

  12. IMHAMSTERRADIMHAMSTERRAD

    @Rüdiger
    Die Enteignung übernimmt dann nächste Bundesregierung: Grüne/Linke/SPD
    Willkommen im Kommunismus, dachte den hätten wir im Osten hinter uns. Es kommt alles wieder zurück, wie die Mode.
    Wie viele Klappbetten haben bei dir Platz in der Wohnung, Tim?

  13. AvatarThorsten

    AKK kommt im roten Kostüm , die CDU wird sich daher kleinlaut in die rotrotgrüne Chaustruppe einfügen.
    Wir werden bei Tim Asyl beantragen, gute Idee  😉

  14. AvatarChristian

    @Thorsten: Portugal hat die einzige sozialistische Regierung in Europa, wie man der Presse anlässlich der Wahl vor kurzem entnehmen konnte… und die sozialistische Partei wurde im Amt bestätigt! Quelle

  15. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Asyl in NYC?
     
    Mr POTUS, uns Donny flieht aus NYC nach Florida. Einfach zu viel Kommunismus in New York. DeBlasio, seines Zeichens Mayor, ist ja vom linken Flügel der Demokraten. Booh, voll spooky!
     
    @realDonaldTrump

    ….in New York, and another reason they are leaving. Taxes and energy costs are way too high, Upstate is being allowed to die as other nearby states frack & drill for Gold (oil) while reducing taxes & creating jobs by the thousands. NYC is getting dirty & unsafe again, as….
     
    @realDonaldTrump

    I love New York, but New York can never be great again under the current leadership of Governor Andrew Cuomo (the brother of Fredo), or Mayor Bill DeBlasio. Cuomo has weaponized the prosecutors to do his dirty work (and to keep him out of jams), a reason some don’t want to be…

    MS

  16. AvatarSlowroller

    Wie sieht denn das Steuerrecht in Portugal genau aus?
    Ich habe gehört, dass ausländisches Kapital mit Auswanderern im Schlepptau gerne gesehen ist. Viel mehr habe ich mich damit noch nicht beschäftigt. Ich habe aber auch keine Angst vor Scholz oder den vermeintlich kommunistischen Regierungsoptionen. Is wohl mein Naturell 😉  (für andere vielleicht Naivität)

  17. AvatarLithium85

    @Thorsten
    Ich habe das auch schon Mal gesehen. Habe mich damals gefrsgt, ob die Geschichte nicht doch ein inszenierter Bluff ist (Reality TV), der über Medien und Buchverkäufe Geld einspielen soll. Das Gefühl ist geblieben. 
    Das frage ich mich auch immer, wenn man grob die Zahlen überschlägt, passt es einfach nicht. Mit 80k brutto im Schnitt erreicht man mit Ende 30 Anfang 40 kein Depot von 2 Millionen… Es sei denn sie haben als Uber Fahrer mehr verdient als mit ihren Hauptjobs. Das sie einen neuen BMW SUV hatten, zeigt auch, dass sie keine sparsame Ader hatten und seit Anfang 20 frugal leben mit 80k Gehalt. Nein, er sagt ja es hat erst nach 10 Jahren arbeite *klick* gemacht. So gerne ich diese Stories Glauben möchte, die Ernüchterung kommt, wenn man einen Sparplanrechner anwirft! Von der Millionen ist man dann schnell weit entfernt. 

  18. AvatarDirk Hoffmann

    Was mich wundert ist, dass sie kein Auto haben und für Uber fahren. Wie geht das? 

  19. AvatarZaVodou

    “Wie sieht denn das Steuerrecht in Portugal genau aus?”
    @Slowroller
    Mach dir doch einfach die Mühe und lies Tims Link.

  20. AvatarThorsten

    @Lithium
    sie haben ja Immobilien mit Erfolg verkauft. Könnte vor der Krise aus gewesen sein, da wollte die alten Immos wohl keiner. Und dann zog es richtig an.  Das wäre in der From in der BayArea heute wohl nicht wiederholbar. Glück und Fleiß gehören neben Mut zum Risiko  wohl auch dazu, wenn man zeitlich abkürzen möchte. Sie haben gegenüber den Medien sicher nicht alles angegeben. Der Umzug nach Portugal ist dennoch sehr ungewöhnlich. Wäre es nicht nahelig3rner gewesen das Geschäftsmodell woanders in den USA weiterzufügten ? Na ja, kann es alles geben… unsere Nachbarn sind z.B. aus Australien, das Leben wird dort ungemütlicher und unerschwinglicher. Bei uns zahlten sie 49.000 für das Haus und 5000 qm Grund. Für ihre Verhältnisse ist es sehr klein 😉

  21. AvatarWolke

    @Lithium85
    Wie Du richtig bemerkst, stimmt da was nicht, wie meistens bei diesen Storys.
    Man sollte besser recherchieren und rechnen, bevor man solche Märchen weitererzählt. Und man sollte nicht alles glauben, nur weil es in den „großen Medien“ steht.

  22. Avatarsammy

    Ich denke auch dass diese Story in die Rubrik Unterhaltungsshow gehört. Man darf nicht alles glauben was im Fernsehen kommt sehr vieles sind (fiktive) scripted reality Formate.

  23. AvatarAlbr

    Genau bestimmt Fake News 😉
     
    also ich nehme die Story auch nicht allzu ernst 🙂
    zwar sicherlich nett, aber viele Fragezeichen…
     
     

  24. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @sammy,
     
    moin! In der Tat habe ich mir eine winzige, wirklich zu vernachlässigende Position zugelegt, als Turnaround-Spekulation.
     
    Ich will mir selbst einfach nicht irgendwann sagen müssen, dass es mir ja hätte klar sein müssen, wenn sie in einigen Jahren bei 30 oder 35 € stehen sollte.
     
    Das entspricht zwar absolut nicht meinem Income-Stil, aber bissle Spekulation muss auch sein.
     
    Die Earnings sind ja aber auch rückläufig. Sobald sich der Ertrag aus der Geschäftstätigkeit wieder positiv entwickelt, also ein Wachstum über mehrere Quartale zu verzeichnen ist, dann würde ich wohl etwas zukaufen.
     
    Wie gesagt, man muss eben unterscheiden. Wenn eine Firma ihre laufenden Kosten des Geschäfts mit den Einnahmen daraus nicht decken kann, der Verlust also aus dem operativen Geschäft erfolgt, dann verzehrt sie sich und ist gefährdet.
     
    Wenn aber “nur” Anlagevermögen Verlust beschert, dann ist das zwar sehr unschön und wertmindernd aber nicht existenzgefährdend. Schaun wir mal. Soweit meine laienhafte Meinung dazu.
     
    MS

  25. KievKiev

    @ Familie Beitrag
    Mit Immobilien kann man viel Geld nebenbei verdienen. Sie sollten ja 400k damit alleine erreicht haben. Den Auslandsaufenthalt mit Familie fand ich sportlich. Die minimalistischen Kinderzimmer erscheinen mir auch etwas ungewöhnlich. In dem Video konnte ich nicht viel erkennen, wie sie es geschafft haben oder ob es plausibel ist.
    @ Reichtum
    Hier wird ja oft über Deutschland geklagt. Es gibt sicher viele Dinge, die besser gemacht werden können und manche Änderungen für Vermögende schweben drohend in der Luft.
    Wie sieht es in den USA aus? Ich habe einen Artikel über Seattle entdeckt. Hier wohnen Jeff Bezos und Bill Gates. Es ist vermutlich nicht der günstigste Ort in den USA zu leben. Der Artikel beschreibt auch weitere Personen, die sich in der näheren Umgebung permanent aufhalten:
    https://www.zeit.de/amp/wirtschaft/2019-10/seattle-obdachlosigkeit-usa-armut-mittelschicht
    In Seattle muss man im übrigen keine Einkommenssteuer bezahlen. Das freut doch den emsigen Aktienkäufer zumindest in der Ansparphase, oder nicht? Warum die Tech Unternehmen so konzentriert ihre wenigen Standorte aufbauen ist mir auch ein Rätsel.

  26. AvatarAlbr

    @Kiev, Obdachlosigkeit gibts in Frankfurt (leider) auch… wenn man Abends – was ich mittlerweile extrem selten mache – über die Zeil schlendert, dann kann man im Sommer eine ganze menge Personen sehen, die dort im freien übernachten…
     
    oder die Wanderarbeiter rund um Frankfurt, die nachts in ihren Fahrzeugen auf Autobahnraststätten übernachten (sind bestimmt 1000e…); früher gab es in Frankfurt einen gigantischen Arbeiterstrich (kurz vor der EZB, bis sie vertrieben wurden), nun – wie gesagt – verteilen sie sich um Frankfurt herum… und sind daher nicht mehr so sichtbar…
     
     
     

  27. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Kiev,
     
    zu dem Artikel. Wen wundert es? Capitalism at its “best”. Aber die können ja auch ihr Schicksal als Frugalismus verkaufen und sich bestaunen lassen. Dann ist das Glas halbvoll. Schließlich kommen sie ohne Arbeit über den Monat, sind also finanziell frei. 😉 Korrektur: Ach nee, arbeiten müssen ja sie wohl was ab und zu. Muss nochmal lesen, jetzt aber weg.
     
    Das Schlimme ist, das sich in dem System auch noch die zu dessen Erhaltung einsetzen, die erst übermorgen das Schicksal möglicherweise teilen. Solange halten die sich selbst für die Checker und Erfolgreichen, und verunglimpfen andere als Versager.
     
    Später hören sie dann auch wieder von den Frischeren im Rattenrennen, dass sie einfach nur nicht clever genug waren. So hält sich das eben, weil der Mensch des Menschen Feind ist.
     
    Wer weiß schon was einen ereilt. Im Zweifel bin ich natürlich für eine sozialer Gesellschaft, auch wenn ich persönlich die (noch) nicht beanspruche und draufzahle. Möglicherweise steht man heute noch vor dem Abgrund, und ist morgen einen bedeutenden Schritt weiter. 😉
     
    Schönen Tag noch. Bei der “Hitzewelle” heute werde mal wieder was im Garten machen. 
     
    MS

  28. AvatarRüdiger

    @Kiev: Hier wird ja oft über Deutschland geklagt.
    In manchen – überwiegend “besseren” – Kreisen gehört das zum “Guten Ton”. An freundlichen Einladungen zum fröhlichen mitgrunzen mangelt es nicht. Übermorgen sind wir alle enteignet und müssen am Bettelstab nagen 😉
     
    @MS: Solange halten die sich selbst für die Checker und Erfolgreichen, und verunglimpfen andere als Versager.
    Treffend formuliert! Hoffentlich bleibt ihnen das böse Erwachen erspart  😉

  29. KievKiev

    @ Albr
    Ich bin zwei Mal Nachts durch Frankfurt spaziert. Das ist aber schon um die 5 Jahre her. Direkt am Bahnhof war es wie erwartet nicht sehr angenehm. Wir sind dann aber durch die Weststadt, das Nordend und auch durch die Innenstadt gegangen. Da ist mir jetzt nichts aufgefallen. Bei mir zu Hause kann ich zum Glück gut abends spazieren gehen. Es gibt allerdings ausserhalb etwas versteckte Unterkunftsmöglichkeiten. Die erschienen mir als “Handwerkerwohnung” vermietet zu werden. Das sind aber eher Stellflächen für Campingwagen. Es sieht allerdings nicht so idyllisch wie ein Campingplatz aus.
    @ MS
    So kapitalistisch brauche ich es ich nicht. Ein soziales Auffangnetz finde ich schon sehr wichtig. Ich freue mich auch darüber, dass ich mehr in die Krankenkasse einzahle, als ich in Anspruch zu nehme. Ich freue mich trotzdem, dass ich viel in Anspruch nehmen könnte, wenn es denn sein müsste. Bei zu viel Staat kommt allerdings auch nicht das heraus, was man erwarten könnte.
    @ Ruben
    Inden USA gibt es auch Angestellte, die nur im Auto wohnen. Das Silicon Valley ist auch nicht gut von außen zu erreichen. Aussen und bezahlbar ist dort sehr weit draussen. Ich sehe in Deutschland aber auch keine Bemühungen Arbeitsplätze ins Umland zu bringen. Zumindest nicht in meiner Region.

  30. AvatarKia

    “In Deutschland ist es noch nicht wie in den USA, sind aber auf dem Weg”

    Ich glaube wir holen die noch ein. 

    Ich sehe da kaum Unterschiede zu Deutschland. Außer das wir keine Kirchen haben die Ihre Türen für arme öffnen. Die machen hier ihre Türen nur auf wenn sie über die Sozialindustrie Geld abgreifen können. Obdachlosen Menschen begegne ich täglich. In der ehemaligen Heimatstadt meines Partners (idyllische Kleinstadt) sind wir einen Obdachlosen Mann mit Kleinkind begegnet. Ich wollte ihn ansprechen und wusste nicht wie, als ich mich endlich überwand, kam mir im selben Moment ein anderer Passant zuvor, fand aber keinen Zugang und wurde abgeblockt. Ein anderes mal habe ich dort etwas über ebay gekauft und landete beim abholen in einer Studenten-WG. Ich fragte die Verkäuferin ob sie hier mit Kind wohnt, da alles was sie verkaufte Kinder und Babyzeug war. Sie verneinte und meinte, das dass schon alles drin war bevor sie einzogen und von den Vormietern stammt welche Zwangsgeräumt wurden. Da wurde mir schlecht. Und diese tolle Kleinstadt ist eine der Kinderfreundlichsten Städte Deutschlands und bekommt es nicht gebacken bei einer Zwangsräumung die persönlichen Sachen zusichern oder einen Obdachlosen mit Kind unterzubringen.

  31. AvatarAlbr

    @Kiev, in der Innenstadt liegen viele Obdachlose in den Geschäftseingängen, U Bahn Eingängen, Ebene 1 auf der Zeil, dann gibts Schlafplätze in versteckten Ecken, die man als Tourist nicht so sieht (z.b. im Bereich der Börse), im Kloster in der Innenstadt gibt es Schlafplätze etc… ich sag mal so, es wird nicht weniger… dann kommt die angespannte wohnungssituation in FFM dazu, wo einige ihre Wohnungen verlieren, und keine neuen bezahlbaren finden… 
     
     

  32. AvatarThorsten

    @Kiev sie sind konzentriert, weil die Wege kurz sind, das können keine Medien ( auch nicht Videokonferenzen) ersetzen. Es lockt die Fachleute an, die dann auch zwischen den Unternehmen wechseln können .Die Startups der Ex-Mitarbeiter sind natürlich dann auch in der Nähe der ehemaligen Arbeitgeber. So wächst das dann…

  33. AvatarSIG Sauer

    @Rüdiger:
    Ich frage mich wirklich, woher Leutchen wie Sie vor allem unter der Woche während der Kernarbeitszeit nur die Zeit nehmen, hier so viel zu posten. Arbeitstechnisch scheinen Sie wohl nicht wirklich ausgelastet zu sein oder Sie sind bereits finanziell frei…  
     
    Als StB und WP habe ich nun einmal eine sehr kritische Sicht auf die Dinge und bewahre stets meine kritische Grundhaltung. 🙂
    Ich lasse mich gerne von Ihnen und Co. überzeugen, dass hier in Deutschland nicht alles so schlimm ist und man als leistungsorientierter und selbstbestimmt lebender Mensch auch weiterhin ein lebenswertes Leben führen kann. Aber kommen Sie mir bitte nicht mit Argumenten wie Afrika, kostenlosen Autobahnen und Bildung (für Autobahnen und Bildung zahle ich übrigens sehr gerne viel).
    Ich kann mich nur leider an nichts erinnern, was den Leistungsträgern der Gesellschaft in den letzten Jahren signifikant zu Gute gekommen ist. Ständig wird man auf politischer Ebene mit neuen Steuern und Enteignungsfantasien konfrontiert, während sich Politiker maßlos bedienen dürfen und Steuergelder nach belieben verschleudern. Wen wundert es, dass Gewerbetreibende, MFH Besitzer und Kleinaktionäre langsam durchdrehen, insb. wenn man gerade einmal halb so alt ist wie Sie, für den es vermutlich noch irgendwie in seinen letzten 20 Jahren, die er noch vor sich hat, reichen wird. Da kann man natürlich gute Lachen. 🙂
    Vielleicht verraten Sie & Co. mir auch noch, woher der Staat die fehlenden Steuereinnahmen nehmen will, wenn er mal eben die Mieten um die Hälfte kürzen will. Vereinfacht gedacht geht mit der Halbierung der Einkünfte auch eine Halbierung der Steuereinnahmen einher… So etwas sollten selbst deutsche Ingenieure und Freelancer verstehen. Unser Staat hat es schließlich auch so sehr nötig, dass er die Finanztransaktionssteuer einführen wird, die gerade einmal Deutschland 1 MRD sichern wird, aber für die zusätzliche Verwaltung vollständig aufgebraucht wird; ein gutes Argument diese mittelfristig zu erhöhen.
    Wieso gönnen Sie nicht auch den Generationen nach Ihnen die Möglichkeit ein lebenswertes selbstbestimmtes Leben zu führen? Ja, Sie kümmern sich besorgt um das Klima. Das lässt gut schlafen. 🙂  
    Sie gehören leider der Generation an, die wirtschaftlich und politisch augenblicklich an der Spitze steht. Eine Generation, die vorzüglich von den, wenn auch sehr zweifelhaft erworbenen, technischen und wissenschaftlichen Errungenschaften der Nazi-Generation gelebt hat, die auf ihr Sparbuch risikolos 4% bekommen hat und Dinge erfand wie Burnout bei einer tariflichen 35 Std/Woche. Zum Glück wird Ihre Generation auf absehbare Zeit immer mehr aus dem gesellschaftlichen Leben ausscheiden.
    So, jetzt muss ich leider noch ein wenig weiterarbeiten. Schließlich wollen meine 13 kleinen Rüdigers im November vernünftig vorbereitete  Jahresendgespräche haben. Das ist im Übrigen gar nicht so einfach, wenn man einem Rüdiger innerhalb von 60 Minuten erklären muss, warum er dieses Jahr keinen vollen Bonus bekommt. Nicht jeder hört das von jemanden gerne, der wie gesagt gerade einmal halb so alt ist.
     

  34. AvatarRüdiger

    So, jetzt muss ich leider noch ein wenig weiterarbeiten.

    Tun Sie das. Immer schön fleißig üben. Vielleicht bekommen Sie Ihr Leben und Ihren Job so weit in den Griff, dass Sie für Ihre 35Std/Woche nicht mehr als die doppelte Zeit brauchen  😉

  35. AvatarComebackaktionär

    @ Story Zweifler 
    Was an der Story zweifelhaft sein soll, erschließt sich mir nicht. Das Ehepaar verdient zusammen ohne Nebenjobs ca. 170000 USD im Jahr. Hinzu kommen die Nebenjobs in ungenannter Höhe und angebliche Gewinne aus Hausverkäufen. Die Steuerlast ist meist günstiger als in Deutschland, das Sparen für die Rente wird steuerlich gefördert. Dann haut das mit 2 Millionen im Depot schon grob hin, wobei ich davon ausgehe, dass das “Anfangsvermögen” nicht bei Null war, obwohl die beiden eine Zeitlang die Chuzpe hatten, einen BMW zu fahren. Da waren schon andere Beispiele zweifelhafter. Entscheidende Grundlage für Träumereien der frühzeitigen finanziellen Freiheit ist demnach ein möglichst hohes Gehalt, welches niedrig besteuert wird.

  36. AvatarJohn

    4000 Dollar in Portugal im Monat zu verheizen ist stark. Das Land ist billig, noch wesentlich billiger als in Spanien, direkt an der Grenze. Eher das Gegenteil von Minimalistisch.
     
    Ganz kurz gesucht:
    https://www.portugal360.de/land-leute/wirtschaft/einkommen-gehaelter-portugal
    Median Netto bei unter 1000 Euro im Monat. 4000 sind da königlich.
     
    Ansonsten ein schönes Land. Gerade für Rentner interessant, die es etwas wärmer wollen und trotzdem sparen. Ich könnte mir gut vorstellen um Porto zu leben. Einzig die Sprache ist ein Problem. Viele Portugiesen können kein Englisch und ich werde im Leben keine andere Sprache neben Englisch mehr erlernen können. Als Tourist geht es, die Leute sind extrem nett und irgendwie kann man doch kommunizieren. Wirklich extrem nett, sowas habe ich noch nirgends erlebt.

  37. AvatarAlbr

    @SIG, der deutsche Durchschnittsmichel will halt nix mit der Realität zu tun haben 😉
     
    ausserdem zahlst Du und andere (z.b. LKW Fahrer) jede Menge für marode Straßen und Bundesautobahnen 😉
    Jetzt müssen halt CO2 Steuer und Vergeltungssteuer eingeführt werden (natürlich deutlich steigend), um zukünftige (sinnlose) Ausgaben z.b. für Kohleausstieg, Subventionen für Struktur schwache Regionen mit großer Abhängigkeit von stahl und Auto (z.b, Saarland) in Zukunft zahlen zu können 😉
     
     
     
     
     

  38. AvatarWolke

    Mit solchen Storys wird die falsche Hoffnung geweckt, mit einem durchschnittlichen Gehalt in absehbarer Zeit die finanzielle Freiheit zu erreichen.
    Viel vernünftiger wäre es, jungen Leuten beizubringen, wie sie mittels Aktieninvestments fürs Alter (mit 60 in Rente gehen, beispielsweise) vorsorgen können. Für die große Mehrheit ist DAS realistisch und nicht die finanzielle Freiheit mit vierzig, wie sie manche Märchentantenblogs erzählen.
    In diesen Zeiten geht es nicht mehr um die finanzielle Freiheit, sondern um die Vermeidung der Altersarmut.

  39. AvatarRalf

    Ich wollte auch mal wieder schreiben…

    Anscheinend verdient man in den Staaten im öffentlichen Dienst gar nicht so schlecht wie dem Artikel zu entnehmen ist. Da könnten sich Ämter und Kommunen in D zum Teil eine Scheibe abschneiden. Die Gehälter in D sind teilweise einfach schlecht bzw. die Abgabenlast anscheinend höher. Anders kann ich mir diese Lohndifferenzen nicht recht erklären.

    @Immobilien: Wir hatten ja ein schönes Haus in Aussicht, leider hat es sich zerschlagen (unzuverlässige Verkäufer). Mittlerweile sind wir über Vitamin B an ein solides Haus aus den 60ern gekommen. Preis ok, allerdings muss auch noch sehr viel Innen gemacht werden (Modernisierung Haustechnik, Elektroleitungen, Wasserleitungen, Heizung erneuern, Küche, Bad).

    Da ich nicht alle Gewerke selbst beherrsche und zeitlich gut ausgelastet bin müssen wir mal sehen was damit geschieht. Handwerker sind derzeit schwer zu bekommen und deren Preise hoch.

    Wir sind uns noch unsicher, ob es ein Spekulationsobjekt wird oder als Eigenheim genutzt werden soll. Mal sehen, es ist auf jeden Fall wieder mit einem Gewinn zu verkaufen. Diese Aussage traue ich mir als Gutachter für das Objekt ohne Probleme zu.

    Mein Bauplatz konnte ich mit rund 18 Prozent Gewinn verkaufen. Der Staat wird durch die Spekulationssteuer allerdings noch kräftig am Gewinn zehren, da der Bauplatz nur kurze Zeit in unserem Besitz war…

    Macht es Sinn, Immobilien unrenoviert bzw. oberflächlich aufgehübscht weiter zu verkaufen? Oder lohnt eine kostspielige Renovierung vorm Verkauf? Wie sind eure Erfahrungen damit?

  40. AvatarRüdiger

    @Wolke:  In diesen Zeiten geht es nicht mehr um die finanzielle Freiheit, sondern um die Vermeidung der Altersarmut.
     
    Sehe ich nicht anders. Wer dieses realistische Ziel erreicht, ist der Mehrheit seiner Mitbürger bereits weit voraus.
    Es sind nicht viele, für die der Traum von der finanziellen Freiheit in jungen Jahren wahr wird … und wahr bleibt  😉
     

  41. AvatarThomas

    @Wolke, kann ich nur zustimmen und man muss gesund bleiben!! Da ist doch schon einiges erreicht. Dieses ständige Gesülze von ff erreichen die wenigsten.

  42. KievKiev

    @ Ralf
    Machst Du bei einem Verkauf einen guten Gewinn? Wenn ich an die Kaufnebenkosten denke… Du kennst Dich doch mit den Preisen in Deiner Region aus. Was bekommst Du so für das Haus und was nach einer Renovierung? Dann musst Du schauen, ob es sich lohnt. Die ganzen Kosten kannst Du absetzen. Wenn ich mir die Arbeit machen würde, so würde ich es allerdings mindestens 10 Jahre behalten. Dann muss ich nichts abgeben. So kann ich auch bei der Renovierung mit Eigenleistung sparen. Ansonsten kann ich diese Leistung nicht absetzen. Passt das Haus für Euch denn nicht? Elektro, Wasser und Innenräume muss man doch fast immer neu machen. Das wird Dir bei einem anderen Haus auch begegnen. Es hat den Vorteil, dass danach alles verlegt ist wie Ihr es haben wollt. Da der Preis stimmt ist es doch ideal. Und die Suche hätte ein Ende und Ihr könnt in Eurem zu Hause endlich ankommen.

    @ Wolke
    Ich sehe es wie Claus. Er hat sehr schön beschrieben, wie man sein Vermögen entspannt aufbauen kann. Wann der Zeitpunkt dann erreicht ist, wird sich zeigen. Es kann im Leben ja auch noch Änderungen auftreten und Prioritäten können sich verschieben. Einem Uni Absolventen wird es vermutlich nicht gefallen, dass er viel sparen und investieren sollte, damit er nicht im Alter verarmt. Das hätte mich jetzt nicht unbedingt motiviert. Auch wenn es vielleicht einem im Hinterkopf bewusst ist. Ein Eigenheim in guter Lage, 3-4 Tage Arbeitswoche und Fernreisen klingt da schon etwas erstrebenswerter. Man kann natürlich nicht Alles haben was einem in den Sinn kommt. Wenn man aber herausgefunden hat was einem wirklich viel wert ist so lässt sich auch mit einem normalen Gehalt viel erreichen.

  43. AvatarSparta

    Vielleicht sollte Tim hier noch einen obligatorischen 1 € Spendebutton für die untersten unserer Gesellschaft einfügen…

    Leute wo Leistung bringen, Wirtschaftsprüfer und andere Personen, denen das Schicksal und dieses Land so übel und ungerecht mitgespielt hat…benötigen dringen Support!!!

    Seltsamerweise kenne ich Leute mit deutlich härteren Schicksalsschlägen, welche deutlich weniger jammern.
    Merkwürdig…

  44. KievKiev

    @ Mitmenschlichkeit
    Ich bin heute mit dem KFZ aus Spanien zurück aus dem Urlaub gekommen. Für die Maut hinterlege ich meine Kreditkarte in dem dafür vorgesehenen Fach (Aschenbecher). Ich fahre ja immer mit dem Rad zum einkaufen. So auch heute, natürlich ohne Karte. War das schön an der Kasse. Ich hatte die 58€ nicht und TK Produkte schon eingepackt. Die wollte ich nicht in den Taschen stehen lassen, bis ich mit der Karte wieder zurück käme. Mir hat die Person hinter mir in der Schlange aus eigenem Antrieb Kredit gewährt. Er war entspannt und wollte nicht einmal meinen Ausweis sehen und wohnt zum Glück nur 300m von mir entfernt. Ich habe ihm dann sofort im Anschluss das Geld vorbei gebracht. Er hat vom Namen her im übrigen einen Migrationshintergrund. Er ist von der Wohnlage scheinbar gut aufgestellt. Man kann sich hier natürlich auch täuschen… Ich habe natürlich weder bei dem einen oder anderen nachgefragt. 

  45. AvatarLithium85

    @kiev
    Wann der Zeitpunkt dann erreicht ist, wird sich zeigen. Es kann im Leben ja auch noch Änderungen auftreten und Prioritäten können sich verschieben. Einem Uni Absolventen wird es vermutlich nicht gefallen, dass er viel sparen und investieren sollte, damit er nicht im Alter verarmt. Das hätte mich jetzt nicht unbedingt motiviert. Auch wenn es vielleicht einem im Hinterkopf bewusst ist. Ein Eigenheim in guter Lage, 3-4 Tage Arbeitswoche und Fernreisen klingt da schon etwas erstrebenswerter.
    So unterschiedlich sind die Menschen ;), ich bin relativ frischer Uniabsolvent, verdienen tue ich in der Region des vorgestellten Paares. Ich bin froh auf Tims Block gestoßen zu sein, das sparen viel mir nie schwer, als langjähriger Student hat man lange “in Armut” gelebt und sich durchgeschlagen, das Leben war trotzdem toll. Mein erstes Jahr habe ich 50% meines nettos in einen world Etf gesteckt, Illusionen von der Million mache ich mir jedoch nicht. Ein stetiger Cashflow in Zukunft wäre motivierend. Die Handy-, Internetrechnung und andere Fixkosten über Dividende zahlen zu können ist ein gutes Gefühl (im Schlaf Geld verdienen). Von einer Immobilie halte ich gar nichts, ein Klotz am Bein. Mit Familie kann ich es eher verstehen, jeder hat andere Träume und Prioritäten, was auch gut ist. 
    Deine Posts lese ich ansonsten sehr gerne, häufig sehr objektiv mit Informationen und Mehrwert, Daumen hoch 

  46. Avatarsammy

    @Thomas Wirecard
    Warum erholt sich der Kurs nicht mehr? Weil hier etwas im Busch ist. Ich denke an der Sache mit den Luftbuchungen ist etwas wahres dran. So ein Vertrauensverlust/Imageschaden kann den Ruin bedeuten.
     
     

  47. AvatarThorsten

    Kooperation Wirecard, Osram, SAP, Zurich Versicherung….
    Es wäre schön , wenn es eine europäische Zahllösung für autonomes Fahren gäbe. Wirecard hat die Software und die Kompetenz dafür.
    Handies, Betriebssysteme, Amazon, Google ,… Europa muss in Zukunft schauen , wo es noch mithalten kann. Verbrennungsmotoren werden es nicht sein, da haben wir schon die Besten, aber die Nachfrage wird sinken, politisch gewollt.
    https://www.it-times.de/news/wirecard-schliesst-mobility-kooperation-mit-schweizer-automobilentwickler-rinspeed-133509/
    @sammy diese Unschärfen kannst Du bei jedem schnell wachsenden Unternehmen finden. Sind sie erst Mal etabliert, beschäftigen sie ein Heer von Juristen Wirtschaftsprüfern und Menschen, die die betriebswirtschaftlichen Abläufe rechtskonform glätten, um Attacken abzuwenden. Das kostet. Wirecard lernt dazu und der Spuk hat ein Ende.
    Interessant, wie die Deutschen auf eigene Unternehmen schimpfen, sie schlecht reden aber  US-Unternehnen kritiklos anhimmeln. Die agieren in einem viel freieren System trotz ‘strenger Quartalsberichte’. 
    https://www.it-times.de/news/wirecard-ceo-markus-braun-zeigt-sich-sehr-mutig-133498/

  48. KievKiev

    @ Lithium85
    Du hast schon Deine Motivation für das Sparen. Es wird Dir aber schon vor der Rente vieles ermöglichen können. Claus hatte es mit dem Wachsen des Cashflows auch beschrieben. Du wirst immer unabhängiger von Deinen aktiven Einnahmen. Das motiviert mich ebenfalls. Ich kenne aber Kollegen bei denen man größere Ziele bringen muss. Ein einmaliger Aktienkauf, der z.B. die Handykosten für das ganze Jahr durch Dividenden abdecken könnte, öffnet nicht jedem den Sinn für das Sparen. Ich habe ein paar Ziele genannt mit denen Kollegen etwas anfangen können. Die 4 Tagewoche ist schon beliebt. Aber in die Tat hat sie nur ein einziger Kollege gesetzt, den ich kenne. Eine Vision wie man mit Geld gut leben kann haben einige. Aber sie haben kein Verständnis, wie man dort hinkommen kann. Oder keinen Glauben. Ich finde Tims Beiträge gar nicht so überzogen. Ich würde mein Umfeld nicht als konsumgeile Menschen bezeichnen, aber vielen ist tatsächlich nicht der Unterschied zwischen Asset und Liability bekannt. Und ich finde mein Umfeld fachlich gesehen recht gebildet. Es wird einfach unbedarft sehr viel Geld unnötig ausgegeben. Sie könnten vermutlich alle 500-1000€ mehr sparen ohne wirklich etwas Entscheidendes ändern zu müssen. Ich habe keine Glaskugel und kann sagen was die Zukunft bringt. Aber die 500€-1000€ die man heute unbedarft ausgibt, könnten morgen erhebliche Schmerzen oder Verzicht bedeuten. Das finde ich schade, zumal sie die Vorraussetzungen hatten.

  49. AvatarThorsten

    @Kiev d’accord. Es wurde schon immer wieder Mal bemerkt, dass trotz Hochrechnung mit Inflation am Ende ein höherer Geldbedarf bestehen könnte. Die Einflüsse sind so vielfältig, dass man problemlos ein paar Dutzend notieren könnte. Man lebt ja in der Regel auch nicht alleine. Man lebt und spart im Kollektiv und kommt am Ende wahrscheinlich füreinander auf, Eltern können Pflegefälle werden, man selbst oder der Partner eine Krankheit bekommen. Muss nicht eintreffen, aber wenn, dann ist mehr gespart und bescheidenerer Lebenswandel doch besser als später unangenehmen Verzicht üben zu müssen.

  50. AvatarWolke

    @Kiev
    “Ich finde Tims Beiträge gar nicht so überzogen“
    Naja, „Ehepaar geht nach Lissabon in die finanzielle Freiheit im Alter von 40 Jahren“ erinnert doch etwas an das Medium mit den vier Buchstaben.
    Bald wird es heißen: „ Eltern führen Kleinkind in die finanzielle Freiheit. Durch minimalistischem Lebensstil und ETF Sparplan wird der kleine Klaus niemals arbeiten müssen. Das Kind ist zwar etwas unterernährt, scheint aber ansonsten zufrieden zu sein.
     

  51. AvatarBruno

    “Eltern führen Kleinkind in die finanzielle Freiheit”
    Das ist nichts aussergewöhnliches, ich kenne auch solche Leute. Auf den ersten Blick beneidenswert, auf den 2. Blick aber häufig auch tragisch, denn die Menschen sind nicht wirklich glücklich, ich meine damit jene, die bereits mit 16 in Rente gehen. “Nur” Freizeit und ohne eigene Leistung ist nicht immer so lustig, es ist schöner wenn man sich selber etwas erarbeitet. Es gibt aber natürlich auch viele Erben, die trotzdem viel geschaffen haben resp. das Erbe noch vergrössert haben, ich denke diese sind die Glücklicheren. Nur Spass haben im Leben macht auch nicht Glücklich, wie in der Wirtschaft braucht es meines Erachtens das Auf und Ab, Hochs und Tiefs, sonst befindet man sich irgendwie in einer Leere. Ich war immer am Glücklichsten, wo ich mich aus einem Loch wieder befreit habe, und diese Befreiung nicht einfach so locker war. Und nein ich bin sicherlich nicht masochistisch veranlagt 😉

  52. AvatarWolke

    @Bruno
    Das mit dem Kleinkind war natürlich ironisch gemeint. Ich wollte damit nur ausdrücken, wie langweilig und gleichförmig die unrealistischen, sich wiederholenden Geschichten/Märchen von den finanziellen Freiherren(in Anlehnung an das Mittelalter) zwischen 20 und 40 sind. Aber ich muß sie ja nicht lesen. Angesichts der Kommentare scheinen sie ja auch recht beliebt zu sein, da sehr verführerisch.

  53. KievKiev

    @ Wolke
    Ich dachte mit der Aussage eher an die Beiträge, die das Raushauen von Geld betreffen. Ich würde es unbedarft nennen und sehe es auch durchaus in meinem Umfeld. Hier gibt es manchmal Kritik, dass die Deutschen oder Personen im Umfeld das Geld nicht so raushauen wie Tim es darstellt. 
    In dem Video über die Familie erfährt man nicht viel, wie sie es genau gemacht haben. Die Seite habe ich jetzt nicht verfolgt. Ich finde bei den Beispielen auch suspekt, dass hier oft die Erkenntnis aus dem eigenen Weg in die Freiheit monetarisiert wird. Da stehe ich dann auch vor dem Henne Ei Problem und überlege, ob sie es ohne diese Zusatzeinnahmen auch geschafft hätten.
    Bodo Schäfer, Kyosaki und auch MMM haben alle viel Geld mit ihrer Präsens erhalten. Ob sie auch genug erreicht hätten ohne die Follower kann man im Nachhinein nicht sagen.
    Hier auf der Seite findest Du immerhin  ein paar Leser, die es geschafft haben oder weit auf dem Weg in die Freiheit sind. Tim hat ja selbst fast keine Werbung. Und die Leser auch nicht. Ich werde es auch in absehbarer Zeit schaffen. Ich habe keinen Blog und werde auch keinen gründen. Ich werde auch kein Buch schreiben oder Ratgeber und keine Seminare in Bezug mit FiRe geben. Ich verurteile aber auch nicht Menschen, die das machen. Falls ich allerdings eine Möglichkeit entdecke, wie ein Freund mehr erreichen kann, überlege ich schon wie ich ihn darauf aufmerksam machen kann.

    Bodo Schäfer hat mich im übrigen überhaupt inspiriert den Weg in die Freiheit anzustreben. Er hat mich schon motiviert, auch wenn einiges ein wenig zu gut dargestellt wurde. Das zweite Buch war etwas extremer. Jakob Lund Fisker hat mir dann mehr Möglichkeiten offenbart. Allerdings bin ich von meinen Hobbies und Background sehr Nahe an MMM. Jakob hat die Zusammenhänge aber sehr schön beschrieben.

  54. AvatarWolke

    @Kiev
    Viel interessanter und realistischer finde ich die Idee, mittels Sparen und smarten Investments langsam aber sicher die Arbeitszeit zu reduzieren. Eine 3 bis 4 Tage-Woche ist schon nicht schlecht.
    Oder man ergreift gleich den Lehrerberuf mit seinen langen „Auszeiten“ und trotzdem guter Bezahlung. Noch besser Lehrer an einem Musikkonservatorium mit einer 2-3 Tage-Woche plus Sommerferien und knappen 2000 netto. Da ist man dann eh schon finanziell und vor allem „zeitlich“ frei.

  55. KievKiev

    @ Wolke
    Lehrer und die Tätigkeit als Freelancer sind mir auch schon durch den Kopf gegangen. Das könnte eine Anregung für jüngere Leser sein, die schon erkannt haben, dass sie finanziell nicht sehr viel erreichen müssen, um ein gutes Leben zu führen. Als Freelancer sieht es anders aus. Hier benötigt man allerdings entsprechend Mut und Selbstdisziplin um sich vortlaufend weiterzubilden.

    Es ist allerdings für mich einfacher, wenn ich bei meiner aktuellen Tätigkeit die Arbeitszeit reduziere. Das werde ich auch durchführen. Die 4 Tagewoche ist bei mir schon fest eingeplant. Aktuell habe ich allerdings innerhalb meines Tarifvertrages bereits gute Möglichkeiten Zeit mit der Familie zu verbringen. Damit bin ich schon sehr zufrieden.

    Auf diese Weise ist die FF nie gefährdet, ich werde zusätzlich Möglichkeiten für meine Kinder aufbauen und es ergeben sich automatisch große Überschüsse für besondere Erlebnisse. Sobald die Kinder groß genug sind und ein wenig Englisch sprechen, fahren wir mit ihnen durch England, nach Paris, einmal nach Mittel- oder Südamerika und mit dem Wohnwagen die Westküste der Staaten entlang. Das sind alles nicht notwendige Dinge, aber sie sind für uns sehr schön. Hier muss ich allerdings noch überlegen, wie ich es ihnen verkaufen kann. Sie sollen nicht den Eindruck haben, dass man solche Dinge einfach mal eben macht…

  56. AvatarRappo

    “(…)Bei uns zahlten sie 49.000 für das Haus und 5000 qm Grund.(…)” 
    @Thorsten
    Darf ich fragen, wo sie leben? Klingt von den Preisen nicht unbedingt nach D A CH. Ich tippe auf Ungarn? Zumindest Ausland.  Wenn ja, würde mich ein kurzer Erfahrungsbericht intressieren, sofern Sie es natürlich schreiben möchten. 🙂

  57. AvatarNico Meier

    @Ralf
    Ich würde mir vor der Sanierung/Renovierung gut überlegen ob das Objekt in den nächsten 20 Jahren selber bewohnt wird oder ob es gleich weiterverkauft werden soll.  Kenne einige Leute die teure extravagante Bäder oder Küchen eingebaut haben für dich selber und dann doch nach 2 oder 3 Jahren verkauft haben und weil ihr Geschmack nicht massentauglich war auf einem Teil der hohen Kosten sitzengeblieben sind.

  58. AvatarThorsten

    In UK droht bei Wahlsieg der Sozialisten die Neidsteuer. Die Sozialisten wollen Erbschaftssteuer schon ab 145.000 €. Die Vermögenden drohen zu flüchten,  mancherorts fehlt nur noch die Unterschrift, um das Vermögen ins Ausland zu retten. Ich fürchte dasselbe für die Bundesrepublik.  Wenn es tatsächlich mal zu einem spürbaren Einbruch kommt, und die Leute kein Geld mehr haben, dann wird die Regierung das Teufelszeug wie Aktien, Immobilien oder Geldbestände bei der Bank anzapfen. Der Neid der Bevölkerung steht hinter ihnen. Bis heute gibt es auch kein Bekenntnis der CDU zu individuellem  Aktiensparen, man soll in kollektive Strukturen,  die die Altersvorsorge regeln sollen. Als Frugalist steht man am Ende schlechter da, der Staat unterscheidet im Ernstfall nicht, ob man von den Erträgen lebt oder nicht. Das pure  Vorhandensein des Vermögens reicht, um es zu dezimieren. Um dem zu entgehen könnte man ad-hoc sein Aktienvermögen in eine Sofortrente umwandeln. Dann zählt nur der Ertrag, das Vermögen ist dann allerdings weg, weil nicht vererbbar.
     

  59. AvatarRalf

    @Nico Meier: Danke für den Tipp. Wir werden zunächst nochmals Überlegungen anstellen. Auch ein sofortiger Wiederverkauf könnte eine Option sein. Trotz anfallender Gebühren und Steuern rechne ich durchaus mit einem Gewinn.

    Aufgrund der niedrigen Zinsen und möglichen Flexibiliät beim Darlehen gibt es mehrere Varianten. Bisher ist noch die uralte Einrichtung vom Vorbesitzer drin. Wenn das Zeug draußen ist, kann man das Haus besser auf sich wirken lassen und Ideen entwickeln.

    @Aktien: Buffett sitzt auf Cash-Reserven von ca. 128 Milliarden Dollar. Was hat er vor? Ich rechne aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik nicht mit massiven Korrekturen an den Märkten in der nächsten Zeit. Dafür ist einfach zu viel Geld im Umlauf und Alternativen fehlen.

  60. AvatarSlowroller

    Das was die Vermögenden in UK wirklich fürchten ist die drohende Durchlässigkeit im Bildungs- und Sozialbereich. Man bleibt halt gerne unter sich – weit weg vom Pöbel.
    Am Ende bleibt das Grundlegende Problem immer das selbe: Die Ungleichheit an Vermögen, Einkommen und Chancen steigt fast überall an – kontinuierlich. Das macht zum einen die öffentlichen Panikattacken der Superreichen, flankiert von ständigen Drohungen, schlicht albern. Sie selbst müssten ein Interesse an einem Mindestmaß von Chancenausgleich haben um Verhältnisse zu bewahren, die ihnen den Status als Top-1% erhält.
    Das geht im Übrigen durch verschiedene Dinge: zum einen die Bealstung der Vermögenden als auch die Förderung der Selbsthilfe, zB durch steuerfreie Altersvorsorge. Hier hat Scholz imo genau den falschen Weg gewählt, aber das hatten wir ja achon.

  61. AvatarAndrea

    Ich warne davor, den Lehrerberuf zu ergreifen, weil man denkt, man habe dort viel Freizeit. Es könnte eine Überraschung geben, und es ist generell auch die falsche Motivation für diesen wichtigen Beruf.

  62. AvatarThorsten

    145.000 Erbschaft ist für mich nicht superreich. Es wird wie so oft den Mittelstand treffen, der nicht abhauen kann.

  63. AvatarRuby

    145.000 ist freilich nicht reich.
    Aber das ist halt das Problem wenn einem das Geld anderer Leute ausgeht – dieses Problem wird sich in Deutschland auch bald ergeben.

  64. AvatarRalf

    Noch mehr Steuern sind in D leider absehbar. Im OECD-Vergleich liegt nur Belgien vor Deutschland beim Thema Abgabenlast. Dank der Digitalisierung sind effektive Gegenmaßnahmen für den kleinen Bürger schwierig.

    Viele Leute durchschauen das. Auch darum haben Parteien wie Linke oder AFD vermehrt Zulauf. Die Leute fühlen sich zum Beispiel beim Thema Rente betrogen.

    Sozialer Zündstoff ist garantiert, auch weil viele einfachere Jobs auf der Strecke bleiben werden. Sogar bei eher soliden mittelständischen Firmen wird es schwerer. Bei Miele fallen wohl mehr als 1000 Jobs weg.

    Die Welt ist im Wandel. Wir müssen den Tatsachen ins Auge sehen. Die fetten Jahre sind möglicherweise bald vorbei. Das Zinsexperiment der Notenbanken wird sich irgendwann rächen.

    Wir bräuchten längst ein gesellschaftliches Umdenken im Zeitalter der Digitalisierung z.B. im Bezug zum Thema Arbeitszeiten etc.

    Alternativen zum Investieren in Aktien und ETFs sehe ich aber trotzdem nicht. Darum mutig vorwärts und stetig investieren! Und genug Zeit für Familie und Freunde einplanen. Kohle ist eben auch nicht alles…

  65. AvatarJune

    Hallo,

    ein Ehepaar kann in Amerika pro Person 19 k $ und Jahr steuerfrei in ein aktienbasiertes Rentenkonto einzahlen. Hinzu kommen weiter 5,5 k $ in ein weiteres Rentenkonto, dass wohl nur teilweise steuerfrei ist. Es können weiter steuerfreie Rücklagen für die Kranken Versicherung und die Ausbildung der Kinder gebildet werden. Im ungünstigsten Fall hat also das Paar auf diese Weise ca. 50 k $ pro Jahr steuerfrei sparen können. Wenn sie dann noch ihren Lebensstil im Griff hatten sind die 2 Mio mit Anfangsvermögen und minimalistisch Lebenseinstellungen machbar. 

    Die Wohnung ist wohl ein Airbnb. Und erklärt die, im Moment, hohen Lebenshaltungskosten in Portugal. So eine Wohnung kostet in Lissabon trotz günstigerer Lebenshaltungskosten auch ein paar Euro mehr. Zusätzlich werden die Eltern die Kinder notgedrungen auf eine internationale Schule schicken müssen. Auch diese Kosten darf man nicht vernachlässigen. Alles in allem wird aber der Aufenthalt in Portugal weniger kostenintensive sein, als wenn sie in den USA geblieben wären.  Vor allem, wenn sich die beiden für das durchaus interessante Einwanderungsprogramm von Portugal qualifizieren. Was ihnen die nächsten  10 Jahre quasi Steuerfreiheit garantiert.

    Das Beispiel zeigt deutlich wie unterschiedlich die Steuersysteme sind und da wir nur geringe Beträge und diese auch nur ganz besonders versichert aus unserem Bruttoeinkommen für die Rente sparen können. Und auch noch unsere weitern Abgaben und die Steuerbelastung höher sind, ist es in Deutschland und Europa auch eine viel größere Leistung finanziell frei zu werden. Schwieriger, anstrengender aber grundsätzlich möglich.

    Take care,

    June
     

  66. AvatarDaniel

    Am Ende bleibt das Grundlegende Problem immer das selbe: Die Ungleichheit an Vermögen, Einkommen und Chancen steigt fast überall an – kontinuierlich. Das macht zum einen die öffentlichen Panikattacken der Superreichen, flankiert von ständigen Drohungen, schlicht albern.
    Hierzu aus der FAZ:
    Ungleichheit wächst nicht
    Die neue Studie der Bundesbank fällt in eine Zeit, in der viel über Ungleichheit debattiert wird. Wie die Bundesbank in ihrem neuen Monatsbericht schreibt, sind die Vermögen in Deutschland „relativ ungleich verteilt“. Drei Viertel der Deutschen haben geringere Vermögen als der errechnete Durchschnittswert. Allerdings hat die Ungleichheit zwischen den beiden Untersuchungsdaten 2010 und 2014 nicht zugelegt. Das zeigt der Gini-Koeffizient, das international wichtigste Maß für Ungleichheit. Ein Wert von null würde totale materielle Gleichheit, ein Wert von 1 totale Ungleichheit anzeigen. Die Vermögensverteilung in Deutschland ergab 2010 wie 2014 einen Gini-Koeffizienten von 0,76. Er liege damit „weiterhin auf hohem Niveau“, heißt es aus der Bundesbank.
    Verfolgt man einzelne Haushalte über die vergangenen vier Jahre, dann zeigt sich, dass einige Haushalte Vermögen verloren haben – andere allerdings sind reicher geworden, vor allem die mit eigenem Haus, die von den steigenden Immobilienpreisen profitieren. Insgesamt hätten sowohl reiche als auch arme Haushalte ihr Vermögen gesteigert – außer dem reichsten Zehntel. Das seien vor allem Rentner, sie hätten ihr Vermögen oft verschenkt.
     
    Es ist bei Weitem nicht so schlimm wie immer dargestellt, insbesondere durch unsere Medien und dem ganzen Gewerkschaften usw. die auch nur darauf warten so etwas als Grundlage zu nehmen.
    Viel spannender ist eher die Tatsache wie das Vermögen innerhalb Europas verteilt ist, da wir nunmal alle im Währungsraum Euro unterwegs ist und hier zeigt sich ein ziemlich übles Bild was die Vermögensverteilung angeht.
    Auch beim Thema Einkommen spielt die Zeit für uns. Wie ja hinlänglich bekannt ist, haben wir ein leichtes Ungleichgewicht mit der Demographie. Das heisst das selbst bei fortschreitender Automatisierung weiterhin Menschen eingestellt werden müssen. Wir sehen jetzt schon am IT Markt wie es ist wenn deutlich  mehr Nachfrage als Angebot da ist. Da Deutschland international auch nicht sonderlich attraktiv für den Arbeitsmarkt ist, wird man sich wohl bei der eigenen Bevölkerung bedienen müssen. Und ich denke dass viele Firmen es sich zukünftig schlicht nicht mehr leisten können gewisse Jobs schlecht zu bezahlen weil die Menschen dann woanders hingehen. Ich sehe da kein allzu düsteres Bild. Als ich meine Ausbildung begann war Deutschland der kranke Mann Europas. Stellenmarkt war leergefegt. Ich hätte auch für einen Hungerlohn einen Job genommen, hauptsache in Lohn und Brot. Wenn man sich anschaut welche Forderungen zum Teil Berufseinsteiger an den Arbeitgeber stellen kann man sich nur wundern. Und es funktioniert ja. Der Arbeitsmarkt reagiert ja bereits auf die Millenials.

  67. AvatarRüdiger

    die öffentlichen Panikattacken …
     
    Die Gehirnwäsche durch die Panikindustrie zeigt Wirkung  😉

  68. KievKiev

    @ Daniel
    Ich sehe die Gehaltsentwicklung und auch die Entwicklung der Arbeitszeitmodelle auch positiv. Hier ergeben sich Chancen für Arbeitnehmer. Ich hatte irgendwo gelesen, dass immer weniger Studienabgänger anstreben leitende Angestellte zu werden. Auch diese Entwicklung ist für derzeitige leitende Angestellte sehr positiv zu sehen, wenn es denn stimmen sollte. Sig Sauer hat letztens geklagt, dass er vielleicht als LA viel Arbeit zu leisten hat, während seine Angestellten eine ruhige Kugel schieben. Vielleicht schafft auch hier ein Mangel an Personal, dass sich Firmen ändern. Was genau ist denn als LA nicht erstrebenswert? Vielleicht der Zwang eher 50h die Woche arbeiten zu müssen? Ich kann es selbst nicht beurteilen, würde es aber begrüßen, wenn Firmen Vorraussetzungen schaffen, die sie attraktiver machen. Falls mehr Geld heute zu wenig ist, sollte vielleicht etwas umgedacht werden. Wieso gibt es so wenig leitende Angestellte in Teilzeit? Ich kann nicht akzeptieren, dass das Arbeitspensum nicht in Teilzeit zu realisieren ist. Die Stellen sollten doch Manager mit hohen Gehältern anders planen können.

  69. AvatarDanielKA

    @ Daniel: Kann Dir nur zustimmen, die Verhandlungsposition war nie besser, aktuell bekommt man in vielen Bereichen/Branchen kaum gutes Personal. Fast jeder “halbwegsvernünftige” Absolvent/Azubi wird übernommen. Viele Unternehmen (ob jetzt Versicherungen, Chemie, Banken, Pflege, Industrie Handel, Automotive) haben die klassischen Babyboomer Abteilungen, bei denen jetzt so langsam alle nach und nach Rente gehen. Zudem waren die Jahre nach 2014 bis 2019 Bombenjahre, d.h. die Vermögen werden sich nach der dann folgenden Bundesbankstatistik noch mehr gesteigert haben.

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