Die Rente reicht nicht mehr. Statt zu konsumieren wie ein Clown, bau dir lieber ein üppiges Depot auf


New York, 4. März 2021

Irgendwann hast du die Freiheit erreicht: Dann machst du nur noch, was dir richtig viel Spass macht. Trotz der vielen NEIN-Sager geht es.

Lass dich nicht entmutigen. Es gibt leider so viele Trolle und Nein-Sager überall. 30 Millionen Arbeitnehmer verlasen sich in Deutschland voll auf die gesetzliche Rente. Das genügt aber nicht.

Die Höhe der Altersbezüge wird in den kommenden Jahren weiter schrumpfen. Umso höher wird der Stellenwert anderer Pfeiler. Ich halte ein ETF-Aktiendepot für den Ruhestand für eine gute Wahl. Ein anderer Eckpfeiler der Altersvorsorge kann ein abbezahltes Eigenheim sein. Oder vermietete Objekte. So kannst du den Lebensstandard nach dem Arbeitsleben halten. Es ermöglicht dir eventuell sogar, früher in den Ruhestand zu gehen. Wer fleißig investiert, der muss nicht bis 67 arbeiten.

Wer besonders fleißig ist, spart 50 Prozent seines Nettoeinkommens und kann schon nach nicht mal 20 Jahren Arbeit in die finanzielle Freiheit.

Generell sollte es nicht nur darum gehen, nur die Rentenlücke, also die Differenz zwischen der gesetzlichen Rente und dem letzten Gehalt als Berufstätiger, zu schließen, sondern noch mehr zu haben.

Brauche ich ein Protz-Auto auf Pump?

Es fängt schon bei Familien an, die sich teure Autos auf Pump leisten. Muss das sein? Es stellt sich die Frage nach einer Nebentätigkeit, um schneller beim Investieren voran zu kommen. Je früher du anfängst, desto besser.

Wie groß muss wirklich eine Wohnung/Haus sein – diese Frage solltest du dir ebenfalls stellen? Willst du dir tatsächlich eine Monster-Hausfinanzierung ans Bein binden?

Ich möchte meine Leser ermutigen, genau diese Fragen kritisch zu stellen. Muss es ein extravagantes Haus sein? Brauchst du mehrere „Spielzeuge“ wie Geländefahrzeug, Wohnwagen, Pool, Boot usw.? Macht es Sinn, ein Ferienhaus zu besitzen, wenn es fast immer leer steht? Musst du jedes Jahr mehrere Fernflüge machen? Brauchst du eine große Bar im Keller?

Mit dem Clownauto kommen sie zur Arbeit

Schau dich bei deinen Arbeitskollegen um, die ungefähr das gleiche verdienen wie du. Jeder kann sich ähnliche Dinge leisten und kaufen. Du wirst merken, dass einige mit dem Geld um sich werfen und zum Beispiel mit einem Clownauto zur Arbeit kommen, schicke Markenklamotten haben, sauteure Urlaube machen. Sie kaufen sich teures Spielzeug, sie wollen damit ihren Erfolg anderen zeigen. Es könnte aber cleverer sein, bodenständig zu leben.

Finanz-Professorin Kerstin Schneider sagt, die meisten Menschen hätten falsche Prioritäten. Mangelnde finanzielle Bildung sieht sie als Grundproblem. „Viele Menschen schätzen den jetzigen Konsum höher ein als den zukünftigen“, resümiert die Wissenschaftlerin von der Uni Wuppertal. Den Zinseszinseffekt könnten Menschen schwer abschätzen, erklärt sie. Solche Themen gehörten auf in den Unterricht. „Das müssten die jungen Leute alles längst schon mal in der Schule gehört haben.“

Schütze dein aktives Einkommen

Das meiste Geld, was Menschen zur Verfügung haben, ist in der Regel das aktives Einkommen. Das solltest du schützen und nicht verprassen für materielle Güter – nur zum Angeben. Baue dir lieber ein passives Einkommen auf, mit langweiligen Dividendenaktien oder ETFs zum Beispiel.

Wer sich eine enorme Hausfinanzierung ans Bein bindet, hat vielleicht die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Es liegt vielleicht die falsche Annahme zugrunde, dass du während der nächsten Rezession weiterhin deinen Job behalten wirst. Aber der nächste Jobabbau kann womöglich dich betreffen. Also kalkuliere das ein. Gerade während Rezessionen haben viele Menschen Schwierigkeiten, einen neuen Job zu finden. Experten rechnen jedenfalls damit, dass die Zahl der Zwangsversteigerungen von Eigentumswohnungen und Häusern zunehmen wird.

Unterscheide zwischen MUSS und KANN-Ausgaben

Es ist ein Haushaltsbuch empfehlenswert, das unterscheidet zwischen dem, was du unbedingt brauchst (Muss-Ausgaben für Gesundheit, Essen, Dach über dem Kopf…) und was Kann-Ausgaben.

Wenn du dir so manch einen Kollegen anschaust, kann es sogar sein, dass er/sie kaum Nettovermögen aufgebaut hat. Denn überall sind Finanzierungen und Schulden entstanden: Leasingraten und Kreditzinsen.

Ratenkredite, Autokredite, Hausschulden und Darlehen für Spielzeuge sind Usus. Menschen können neidisch werden, wenn sie herausfinden, dass du dir ein Aktiendepot aufgebaut hast. Deshalb würde ich es nicht an die große Glocke hängen. Die Konsumsüchtigen werden es vermutlich eines Tages bereuen. Sie wünschten sich, dass sie nur einen Bruchteil ihres Einkommens investiert hätten.

Beginne jetzt nicht morgen mit dem Investieren

Die beste Zeit, um mit dem Investieren zu beginnen, ist jetzt. Es gibt ein schönes chinesisches Sprichwort:

Beginne JETZT! #setzdireinziel #beginnejetzt #jetztgehtslos #dulebstheute #besterzeitpunkt #trotzdem

Gepostet von Christian Troger Motivational Speaker am Freitag, 18. Oktober 2019

Der Ansatz “schnell reich zu werden” geht meist schief. Bau lieber langsam dein Depot aus. Riskante Investments gehen oft in Flammen auf. Manch einer fängt immer wider von vorne an. Erst Pennystocks, dann wilde Derivate. Schließlich das Depot beleihen, um noch mehr zocken zu können… ojemine. Dann kannst du schon mal mit dem Abzählreim anfangen: „Ene, mene, muh – und raus bist du!“

“Wenn ich nur dieses Geld nicht verloren hätte damals…” Oder: “Hätte ich die Amazon, Monster Beverage, Jack Henry, Cerner, Best Buy, Microsoft oder Netflix nicht zu früh verkauft.” Solche Gedanken haben viele Börsianer.

Es spielt keine Rolle, was in der Vergangenheit passiert ist. Was zählt ist, was du heute machst. Mit der Zeit wirst du Gewohnheit entwickeln, finanziell verantwortungsvoller zu sein. Das reduziert die selbstzerstörerische Entscheidungen. (“Wir brauchen ein 5-Sterne-Hotel. Sonst steig ich nicht ins Flugzeug.”) Das ist der Schlüssel zum Erfolg.

Investiere jeden Monat von deinem Gehalt in den Aktienmarkt mittels eines günstigen ETFs. Das ist zwar langweilig, aber psychologisch besser. Erhöhe die Tilgungsraten von Schulden, wenn du kannst.

Verbessere deine Fähigkeiten im Job. Lerne was dazu. Menschen zerstören heute ihre Finanzen, was sie in ihrem späteren Leben bereuen werden. Denn sie wissen nicht, was sie tun.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Die Rente reicht nicht mehr. Statt zu konsumieren wie ein Clown, bau dir lieber ein üppiges Depot auf

  1. AvatarHans

    Man sollte sparen ja aber die finanzielle Freiheit ist für den normalen Angestellten eine Illusion. Gerd Kommer hat dazu einen tollen Blog Beitrag geschrieben.

    20% vom Netto monatlich weglegen und dann das leben nicht vergessen. Denn nur sparen und gar nix ausgeben kann auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Manchmal ist es schneller vorbei als einem Lieb ist und wenn dann ein paar 100K im Depot liegen hat man auch nix mehr davon.

  2. AvatarMoritz

    Moin, ich bräuchte mal einen Rat, da ich ja auch erst ein knappes Jahr an der Börse bin. Ich wollte eigentlich nicht in (in meinen Augen) überbewerte Aktien bzw Spekulationssachen investieren. Weil aber Tesla und Bitcoin das ganze letzte Jahr so stark gestiegen sind, habe ich mich entschlossen, mit je 2.000 Euro einzusteigen (Ich weiß, ich war zu gierig). Genau vor dem Rücksetzer (bin bei beiden etwa 10 bis 20 Prozent im Minus). Besonders Tesla ist ja sehr stark überbewertet und könnte noch sehr viel weiter abrutschen. Sollte man verkaufen um Verluste zu begrenzen oder einfach halten? Tim sagt ja auch immer buy and hold. Aber macht die Straregie bei Hypeaktien wie Tesla überhaupt Sinn?

  3. Avatar42sucht21

    @die gesetzliche Rente … genügt aber nicht. – Wer besonders fleißig ist, spart 50% seines Nettoeinkommens und kann schon nach nicht mal 20 Jahren Arbeit..

    Das habe ich noch nicht ganz verstanden. Der / die fleißige lebt 20 Jahre im Lebensalter von ca. 25 – 45  von 50% des Einkommens, also monatlich ca. 800 – 1.500€ damit er/ sie im Alter von 67 Jahren die 20 Jahre bis zum Tod nicht von monatlich 800 – 1.500€  leben muss.
    Also irgendwie….

  4. AvatarCharel

    @42/21 – lebe jetzt von 3k statt von 10k, damit Du in Zukunft unabhängig bist. Das will Tim vermitteln. Und das macht er super.

  5. Avatar-M

    @Moritz

    So Dinge müssen auch mal sein, wenn man gerade am Anfang steht 🙂 überleg dir mal wieviel Einfluss die 4.000€ auf dein Investment Leben haben werden. Ich vermute in 20 Jahren keinen großen mehr. Sammel Erfahrungen, wenn du jetzt schon wieder an das verkaufen denkst, passiert dir das bei deinen nächsten investments genau auch wieder, da jede Aktie mal 20% schwankt.

    1. Das Geld ist ja jetzt nicht weg.

    2. Kann es ja auch wieder hinauf gehen

    3. Einfach weiter machen. Mit denen beiden Hype dingern kannst du dich doch prima an die marktschwankungen gewöhnen. Hey, mehr als  minus 4000€ Vola kommt da nicht bei raus 😉

     

    Denke nur an das Verkaufen, wenn du überhaupt nicht von den investments überzeugt bist und nur blind irgendwem was nach gemacht hast. Das endet oft nich gut.

    -M

  6. AvatarMoritz

    @-M du hast Recht. Ich werde die wohl auch noch weiterhin behalten. Aber ich glaube, in Zukunft bleibe ich erstmal bei meinem Weltetf 🙂 Das gute ist ja, aus Fehlern lernt man 😉

  7. AvatarMisterCJ

    Hey,

    ich habe vor 2 Jahren meinen M.Sc. (Maschinenbau) an der Uni Wuppertal gemacht. Jetzt bin ich sehr stolz drauf, dass mein Lieblingsblogger die Universität meiner Heimatstadt in einem seiner Artikel erwähnt! 😀

    Danke Tim, dass du stetig deine Beiträge postest. Auch wenn ich sehr sehr langfristig in ETFs anlege (S&P500, MSCI China und MDAX) fragt man sich ab und an ob man das richtige tut. Das ganze ist ein Marathon. Und du bist der Motivator der einem immer wieder sagt, dass man es schaffen kann und diesen Marathon zu ende laufen soll. Danke dafür!!!

    VG

    Mister CJ

     

  8. AvatarChrisi

    Jaja, die Clownautos. Kenne ich zur genüge. Bei mir fahren Mitarbeiter um die 20-25 die selben Autos wie die Geschäftsetage.

    Ansonsten macht es vor allem der Zeitfaktor. Da gibt es Berechnungen (zb in “Automatisch Millionär” von Bach. Da werden 3 Leute gegenüber gestellt.

    1x Spart von 16-22 Jahren (ist etwas unrealistisch) und spart dann nichts mehr.

    2x Spart von 25 weg und 3x spart erst ab 50 oder so.

    Hab die genauen Zahlen nicht. Gewinnen tut der 1x. Die Zeit macht sehr viel aus.

     

    Das Buch war mein erstes Finanzbuch. Ich kannte eigentlich alles darin schon, aber fühlte mich dann bestärkt.

    Ansonst ist wichtig, eine Mischung aus sparsam und geniesen zu finden. Und ein Sparsamer Lebensstyl bleibt auch in der Pension erhalten, ist man ja gewöhnt.

    mfg

  9. AvatarBruno

    @Moritz

    Die Erfahrung muss man wohl machen. Dass dies einigen passiert gerade bei diesen 2 Investments war leider zu befürchten. Wenn Du diese selbständig ausgesucht und analysiert hast und daran glaubst langfristig dann halten. Ansonsten würde ich sie auch halten aber mal überlegen, warum Du sie gekauft hast.

    Was ich nicht machen würde in diesem Fall, wäre nachkaufen und dein Einstandspreis verbilligen, ausser es war von Anfang an deine Strategie, z.B. in 2-3 Tranchen einzusteigen. Ansonsten Hände weg.

    Sobald es etwas runtergeht kommen ja wieder die Trommler mit der Angst vor dem grossen Crash. Er kann kommen, niemand weiss es. Häufig kommt ja das Beispiel von 1929, wer damals zu Höchstkursen gekauft hat musste 30 Jahre warten bis er wieder auf Einstand war. Aber auch nur jene Pechvögel die wirklich genau zum Höchstkurs gekauft haben und danach kein Geld mehr sparen konnten und tiefer wieder einsteigen, keine Dividenden reinestieren konnten und mit einer Einmaleinlage auf dem Höchstkurs gekauft haben.

    All jene die im Verlaufe der Zeit zukaufen konnten oder bereits vorher im Markt waren, für die hat es deutlich kürzer als 30 Jahre gedauert. Beispiel jemand hat 50% seines Vermögen zum Höchstkurs gekauft damals und dann 50% zum Tiefskurs nach dem Crash, der war bereits nach 5 Jahren wieder im Plus.

    Daher wer noch einige Investitionsjahre vor sich hat und das Depot sich im Aufbau befindet und ständig dazukaufen kann, für all jene ist die Angst unbegründet, sie brauchen einfach nur Geduld.

    Schwieriger ist es nur für jene, die noch gar nie investiert haben und vielleicht durch Erbschaft oder Hausverkauf im Alter zu viel Geld kommen und dann investieren möchten, hier würde ich auch staffeln.

  10. AvatarWolke

    Zu zweit in einer 60qm Wohnung leben, wenn man ein Vermögen von einer Million oder mehr hat, ist halt auch etwas merkwürdig, genau wie es die Clownautos sind.

    Das sich die Menschen immer so schwer mit der goldenen Mitte tun…

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Chrisi

    Das Buch von Bach ist super.

    Ähnlich bringen Suze Orman und Dave Ramsey die Botschaft rüber:
    Bau dir langsam Vermögen auf. Früh. Mit Aktien. Vermeide die Spekulation. Meide Schulden. Versuche nicht Nachbarn oder Kollegen zu beeindrucken mit Autos oder Häusern – das bringt dich womöglich  in Not / Scheidung. Die Angeberei macht dich arm und bringt dir gar nichts.

  12. AvatarSparta

    @Charel

    “lebe jetzt von 3k statt von 10k, damit Du in Zukunft unabhängig bist. Das will Tim vermitteln. Und das macht er super.”

    Der Denkfehler ist, dass es viele gibt, welche keine 3 k netto haben…

    Für nen Oberschicht-Verdiener mit 10k monatlich stimmt die Rechnung, da er auch nicht exorbitant höhere Fixkosten beim Aldi etc. ausgeben und verfuttern muss (ausser denjenigen, welche der lifestyle-Inflation erliegen…falls jetzt wieder die Kommentare kommen…)

    Fire mit 400 k wie es z. B. Oli in seinem Plan bis 40 skizziert hat, ist schon möglich (dies bestreite ich gar nicht, wie es mir schon wieder ins extrem gezogen und falsch vorgeworfen wird … wie wenn man eine “Religion” kritisiert)…  aber finanziell und ohne Wohneigentum ist es ein knapper Geringverdiener Cashflow im Monat…

    Freiheit mit Geringverdiener-Cashflow klingt für mich persönlich nur sehr begrenzt finanziell frei…

    Wenn ich z. B. die Grenzen von Herrn Zitelmann für fragilen Reichtum nehme, wird es schon schwer für die Mittelschicht dies zu erreichen.

    Freiheit ist für mich ein extrem dehnbarer Begriff… gering und fragiler Cashflow dazu in Kombi… sorry, nehmt es mir nicht krumm… ist nicht meine Definition von finanzieller Freiheit.

  13. AvatarWolke

    Mit 40 auf einem mittleren 6stelligen Geldhaufen sitzen und glauben, man sei finanziell frei, ist hochriskant. Womöglich nichts Vernünfiges gelernt haben, dazu keine Rentenansprüche….Träumer eben oder lebenslange schrullige Wohnklobewohner.

    Sorry, wenn das negativ rüberkommt, aber realistisch bleiben und nicht alles glauben, was so geschrieben wird, schadet nicht.

  14. KievKiev

    @ 42sucht21

    Ich habe jetzt keinen FiRe Rechner angeworfen und nehme Eure Angaben. Falls Jemand 3k Netto verdient und nur 1500k im Monat benötigt, so hätte er Euren Angabe nach die FU bereits mit 45 Jahren erreicht. Und das ohne Betrachtung der Rente, aber vermutlich auch ohne Berücksichtigung von Krankenkassenbeiträgen. Folglich hätte er die Rente 22 Jahre früher erreicht und werde zu seinen Erträgen an der Börse auch noch eine Rente erhalten. Er hätte mit Eintritt in die Rente somit mehr als 1500k im Monat zur Verfügung. Natürlich kann derjenige auch weiter arbeiten, oder reduziert arbeiten. Er ist knapp frei und kann so freier überlegen wie er sein Leben gestalten möchte. Das klingt für mich nicht so schlecht.

    @ Wolke

    Wir alle haben unterschiedliche Bedürfnisse. Tim wohnt in einer der teuersten Städte der Welt. Du hast bestimmt mitbekommen, dass er viele Reisen unternimmt. Das ist finanziell betrachtet nicht optimal. Vermutlich genießt Tim das kulturelle Angebot von New York und ist viel in Urlaub. Somit benötigt er nicht viel Platz. Da er nicht mehr arbeitet kann er viele Dinge wie die Dachterrasse auch antizyklisch Verwenden. Ebenso Büchereien usw. Hier wäre meine Frage, inwiefern Corona mit der eigenen Freizeitplanung vereinbar ist. Vielleicht sitzen aktuell die Nachbarn schon um 9 Uhr morgens auf der Dachterrasse und rauchen. Sonst wären sie im Office, aber jetzt nutzen sie die Terrasse, den Fitnessraum usw. In denselben Zeiträumen. Könnte voller also sonst sein.

  15. AvatarFrank

    Mit 40 etwas Abstand zum Berufsalltag zu gewinnen ist kein Risiko, sondern eine interessante Erfahrung. Eine Chance die Viele nicht haben, kein Risiko.

    Wenn einem dann nach einem Jahr wieder nach Arbeit zu mute ist, dann macht man es einfach. Mit 41 hat man noch Chancen und mit dem 6 Stelligen Vermögen ist der Druck ungleich geringer.

    Mit über 50 sieht es schon anders aus. Wer hier meint ohne das 6 Stellige Vermögen aus zu kommen, der könnte ein ganz grosses Problem bekommen. Arbeitslos, Sozialfall, Aufbrauchen des Vermögens und dann eine Rente mit soviel Abzug, das der Begriff kaum gerechtfertigt ist.

  16. KievKiev

    @ Wolke

    Wenn das Vermögen selbst erarbeitet wurde, so hat ein 40 Jähriger vermutlich etwas ordentliches gelernt und entsprechend Rentenansprüche aufgebaut. Wo soll denn sonst das Vermögen so schnell herkommen? Ich glaube wir sind uns alle einig, dass man für sehr frühzeitiges FiRe ein sehr gutes Einkommen benötigt. Die Personen, die mit Bitcoin, Gamestop schnell vermögend wurden kann man vermutlich an zwei Händen abzählen.

    Was hältst Du von dem Buch:
    The Great Demographic Reversal: Ageing Societies, Waning Inequality, and an Inflation Revival
    Ich überlege es mir auszuleihen. Vielleicht Kannst Du es empfehlen?

  17. AvatarSparta

    @Wolke

    Also Oli hat schon was vernünftiges gelernt und ich finde ihn recht sympathisch.

    Es ist sein Weg und wenn es für ihn passt und er glücklich damit ist, passt es!

    Mir wäre es zu heiß, aber gut er hat natürlich auch etwas mehr Optionen.

    Dies ist ja nicht verkehrt, bzw. allein schon ein anstrebenswertes Ziel.

  18. AvatarJohannes Schumann

    @-M:

    Richtig. Es ist wichtig, am Anfang knallhart zu sparen und zu investieren. Jeder Aktiensparer kommt ja an den Punkt, wo das Depot aus sich heraus stärker wächst als durch das, was vom Gehalt abzweigt und da reinbuttert. Ich habe den Punkt schon vor einigen Jahren erreicht. Da ich aber nicht sehr konsumorientiert bin, bleibt dennoch viel hängen. Ist ‘ne Mentalitätsfrage. Meine Hobbys sind zufällig nicht gerade kostspielig.

  19. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Johannes Schumann

    Gratulation. Das ist super. Das können sich eben die meisten nicht ausmalen. Am Anfang ist es so mühselig, sich ein Depot aufzubauen. Aber wer das konsequent durchzieht wie du, der bekommt die Freiheit.

    Es geht halt nicht, wenn man in einer riesigen Hütte residiert und die Finanzierung einem jedwede Luft zum Atmen abschneidet. Das sehe ich oft.

  20. AvatarWolke

    @Kiev

    …dass er viele Reisen unternimmt. Das ist finanziell betrachtet nicht optimal…

     

    Der eine reist gerne, der andere fährt lieber schöne Autos. Beides kostet Geld.

    Man sollte die unterschiedlichen Vorlieben nicht negativ werten, also weder von Clownautos noch von Clownreisen sprechen.

  21. KievKiev

    @ Wolke

    Hier im Forum gibt es Denkanstöße, wie man die eigene Sparquote erhöhen kann. Man kann auf diese Weise auch hin und wieder völlig alltägliche Dinge aus seinem Leben hinterfragen.

    Wir haben seit 3 Monaten einen Firmenwagen. Ich gebe zu, dass es Spaß macht ihn zu fahren. Das Fahrzeug ermöglicht uns allerdings in erster Linie Erlebnisse. Die Tankkarte ist vielleicht unscheinbar, aber maßgeblich für die gefühlte Freiheit in dem Fahrzeug verantwortlich.

    Reisen werden unter Erlebnisse kategorisiert. Erlebnisse sind wichtig für die Zufriedenheit und erweitern hier den Horizont. Anton Kreil hat dies mit als einen Grundsatz für finanziellen Erfolg gelistet. Unter reisen versteht er allerdings keinen 2-3 wöchigen Urlaub. Bei ihm sind längere Aufenthalte gedacht, bei denen man in der Tiefe mehr von Land und Leuten erfährt. Finanziell kann man eine Reise aber durchaus mit Kosten/Nutzen betrachten. Es ist sehr oft möglich mit geringem Budget die Erlebnisse zu erfahren, wenn man sich Gedanken macht. Ich könnte mir vorstellen einen Fernwanderweg zu gehen. Ich kann mir auch vorstellen in einer Hängematte zu schlafen. Die beiden Themen kann man mit etwas Recherche gut kombinieren. Das muss auch nicht heißen, dass man ausschließlich in der Hängematte schläft. Auf diese Weise könnte aber ein 12 tägiger Wanderweg mit drei bis vier Übernachtungen durchgeführt werden.

    Ein Fahrzeug ist unter Dinge zu kategorisieren. Erlebnisse sind Dingen überzuordnen, um maximale Zufriedenheit zu erfahren. Angestellte verwenden ein Fahrzeug in der Hauptsache um zu Pendeln und in den Urlaub zu fahren. Natürlich auch für Ausflüge und Erledigungen. Ist es ein Erlebnis routiniert zu Aldi oder zur Arbeit zu fahren? Wird es durch ein Premium-Fahrzeug zu einem Erlebnis? Sicherlich bei den ersten Fahrten, aber die Freude geht hier schnell zurück. Mit einem luftgekühlten 911 die Panamericana zu fahren ist dann doch etwas anderes. Aber auch hier kann man sich Fragen, ob man mit dem Fahrzeug die beste Wahl getroffen hat. Zum Fahren ist es vielleicht ideal, aber wenn man abseits der Strecke auch mal den ein oder anderen Ort ansehen möchte… Vielleicht ist ein Käfer doch die bessere Wahl. Damit fällt man auch nicht so auf, wenn man dies nicht möchte. Ich versuche im übrigen im Durchschnitt 2-3 Tage in der Woche mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Und das bei einer Entfernung von 23 km und einem zur Verfügung stehendem Firmenwagen. Die Fahrt mit dem Rad dauert doppelt so lange, aber ist in mehrerer Hinsicht langfristig von Vorteil.

  22. AvatarPaluma

    Für den einen ist unternehmerisch tätig zu sein Freiheit, für den anderen Abhängigkeiten. Für den einen bedeutet sogar ein hohes Vermögen eher Abhängigkeit und er empfindet es mehr als Freiheit von der Hand in den Mund zu leben.

    Es kommt halt immer auf den eigenen Standpunkt an.

  23. AvatarAndy

    @Wolke:

    Mit Clownautos und Clownreisen meint Tim doch nur, dass einige Menschen damit Freunde/Kollegen beeindrucken wollen und im schlimmsten Fall dafür noch Kredite aufnehmen.

  24. KievKiev

    @ Paluma

    Ein Vermögen in gewisser Höhe bietet einem lediglich die Möglichkeit frei über sein Leben entscheiden zu können. Es ist nicht gut und böse und glücklich wird man damit per Definition nicht.

    Ich kann nicht sagen, ob unternehmertätige Beschäftigung mir mehr Freiheit bieten würde als eine Anstellung. Ein Vermögen bietet einem jedoch die Möglichkeit es in Erfahrung zu bringen, wenn man es möchte. Wie sieht es bei einem Angestellten mit einem Einfamilienhaus und 400k Hypothek aus? Hat er die Wahl? Durch die Hypothek ist sein persönliches Chance/Risiko Verhältnis schlechter als bei einem Anderen ohne Verbindlichkeiten. Langfristig wird die Person ohne Verbindlichkeiten bessere Entscheidungen treffen können. Das trifft sich auch gut mit Spartas Recherche, dass die Mittelschicht in Industrieländern unter der Globalisierung leidet. Vermögende profitieren eher von der Globalisierung, da sie günstiger an Dinge, Service und Erlebnisse kommen bei steigendem Gehalt (mehr Verantwortung) und Vermögenswerten. Vielleicht ist hier in einigen Branchen Corona bedingt auch ein rückläufiger Trend vorhanden. Ich möchte zukünftige Überschüsse auch in solche Firmen investieren. Das könnte ein politisch gewünschter Burggraben werden.

  25. AvatarRalf

    “Wie sieht es bei einem Angestellten mit einem Einfamilienhaus und 400k Hypothek aus? Hat er die Wahl? Durch die Hypothek ist sein persönliches Chance/Risiko Verhältnis schlechter als bei einem Anderen ohne Verbindlichkeiten. Langfristig wird die Person ohne Verbindlichkeiten bessere Entscheidungen treffen können.”

    Sicherlich. Aber wie sieht die Realität heute vielerorts aus? Ein Single tut sich hier leicht. Aber mit Familie möchte man auch irgendwo vernünftig wohnen und nicht immer unbedingt im sozialen Brennpunkt (die eher nicht weniger werden). Da kann eine solche Investition mitunter durchaus sinnvoll sein wenn die Lage passt. Zumal die Mietpreise für Häuser ebenfalls nicht gerade niedrig sind. Mehr differenzieren….

  26. AvatarBruno

    “Ich kann nicht sagen, ob unternehmertätige Beschäftigung mir mehr Freiheit bieten würde als eine Anstellung”

    Vermutlich das Gegenteil am Anfang, Selbständigkeit ist ja der erste Schritt und der beschreibt es ja auch schön “selbst” und “ständig”. Dieser Schritt zu überwinden ist die erste grosse Hürde, man muss sich also im Grunde überflüssig machen. Das fällt vielen schwer bei mir war es auch so. Es ist auch ein Seiltanz, lässt man zu viel los steigt das Risiko, dass alles in die falsche Richtung läuft. Passiert leider auch vielen.

    Weiter kommt es darauf an wie man Freiheit definiert. Man hat als Selbständiger oder Unternehmer zwar mehr Freiheit, es gibt keinen Chef der sagt dies oder das muss gemacht werden, dafür gibt es einen neuen Chef, in der Regel sind es die Kunden. Nimmt man sich zu viel Freiheiten laufen die weg und dann bekommt man finanzielle Probleme. Gerade am Anfang hat man sogar deutlich weniger Freiheit z.B. Urlaube sind schwierig, mit 40 Stundenwoche wird man auch nicht weit kommen ausser man hat ein ungemein gutes Geschäftsmodell.

    Es ist ähnlich wie mit der Sparsamkeit und dem Obstgarten, zuerst hat man primär Arbeit und braucht Disziplin und die Früchte ernten kann man erst später, plus hat man noch ein Risiko dass der Baum nicht gedeiht und man wieder neue Bäume anpflanzen muss bis diese dann gesunde Früchte tragen.

    Ich denke es gibt kein Richtig oder Falsch, es gibt auch kein Schlaraffenland, egal welchen Weg es braucht in der Regel Beharrlichkeit und Ausdauer, oft auch Fleiss und Leidenschaft schadet auch nicht egal ob als Angestellter oder Selbständiger.

    Es gibt ja auch interessante Zwischenformen, für viele bietet sich z.B. ein Freelancer-Job an, da ist man faktisch auch angestellt aber nur auf Zeit, hat dann immer wieder Blöcke wo man sich eine längere Auszeit nehmen kann. Also sozusagen auch schon einen Rentenvorbezug, finde ich auch nicht schlecht zumindest wenn man schon ein gutes Polster hat.

  27. Avatar-M

    Wir sind uns doch einig, dass es am Ende Wurst ist, ob man FIRE, FU, halbtags arbeitet, doch nur ein pralles Depot hat und sich so auch das Leben versüßt?
     
    Selbst 100€ langfristig angelegt bringt den geringverdiener viel weiter als seinesgleichen, der nichts an die Börse bringt.
    Nur lappige 100k bringen einem locker 250€, die man sich monatlich auszahlen lassen kann. Eine nette “Gehaltserhöhung” wie sie sonst kaum einer bekommen wird, von den “Normalo-Angestellten” Kollegen.

    Das coole: lässt man sich die 250€ nicht auszahlen und spart weiter sind sogar 200k drinnen bei vielen….500€ pro Monat dann zur Auszahlung möglich…to be continued…. 🙂

    -M

  28. Avatar42sucht21

    @20 Jahre Berserkersparen mit 50% Sparquote in den besten Lebensjahren
    führt bei einem Medianeinkommen oder darunter vermutlich in eine Depression und Teilisolation. Warum sollte 10-20% Sparquote & investieren nicht ausreichen für die Durchschnittsperson? Wer 10k netto hat, für den ist das anders. Das trifft dann eher auf die Mehrheit der Forenbesucher hier zu.

    Anstatt Berserkersparen votiere ich dafür den Fokus auf die Einnahmeseite zu legen.

    @Oli in seinem Plan bis 40 skizziert
    Ich verfolge das nicht so. Aber hat Herr Nölting nicht auch seine Berserker-Einstellung geändert seit seine Kinder da sind?

    @Vermögensaufbau
    Viele Wege führen zum Glück. Gestern war es ein 27 jährier Krankenpfleger mit 20k Schulden der mit Corona, Tesla & Bitcoin sein Vermögen machte. Heute ist es nach Ramsey der langsame Vermögensaufbau, Vermeidung von Spekulation und Schulden. Das sind schon etwas unterschiedliche Wege.

  29. KievKiev

    @ Bruno

    Du hast Palumas Einwand gut ausgeführt. Die Entscheidung ist natürlich höchst individuell. Ein Vermögen gibt allerdings Freiheiten die eine oder andere Form auszuprobieren. Darauf wollte ich nur hinaus.

    @ Ralf

    Nach Anton Kreil sollten Verbindlichkeiten nie eingegangen werden. Ich gebe zu, dass es mit Familie nicht immer möglich ist dies in der Form umzusetzen. Leider beobachte ich in meinem Arbeitsumfeld allerdings, dass gerade in Hinblick auf das Eigenheim viel Geld “investiert” wird, als gäbe es kein Morgen. Das Geld ist dabei zu einem großen Teil finanziert. Der Denkanstoß in meinem Beispiel ist es diese Verbindlichkeiten so gut wie möglich zu reduzieren. Vielleicht spart man mehr Eigenkapital vor dem Kauf an, oder wählt eine kleinere Variante, oder mit Vermietung. Man kann natürlich auch hohe Verbindlichkeiten schnell zurück zahlen. Genauso kann man aber auch weitermachen und sich einen VW Bus kaufen, die Terrasse kostspielig ausbauen…

     

    Ich hatte in der Spitze leicht über 500k an Verbindlichkeiten. Allerdings in Kombination mit Vermietung. Ich habe getilgt als gäbe es kein Morgen. Seid die Verbindlichkeiten geringer sind hatten wir wesentlich mehr Spielraum für gute Entscheidungen. Meine Frau hat einen neuen Job, bei dem sie wesentlich mehr verdient und einen Firmenwagen erhalten hat. Ich konnte ebenfalls den Job wechseln und werde ein wenig mehr verdienen. Zusätzlich habe ich eine hohe Abfindung kassiert. Ist das alles Glück, oder sind wir tüchtig und mutig? Das Chance/Risiko Profil ist dabei nicht zu vernachlässigen. Chancen und Risiken sind nicht linear sondern individuell. Viele gute Entscheidungen in den letzten 5 Jahren wären vor 10 Jahren für uns noch nicht möglich gewesen…

  30. AvatarMid

    @Oder: “Hätte ich die Amazon, Monster Beverage, Jack Henry, Cerner, Best Buy, Microsoft oder Netflix nicht zu früh verkauft.” Solche Gedanken haben vile Börsianer.

    >andererseits kann man eine Aktie, die an eine exorbitanten Bewertung gelaufen ist, auch mal verkaufen und die Gewinne in ein anderes  unterbewertetes adäquates Unternehmen investieren, dass dann ein neues Wachstum generiert. Beate Sander, die leider schon verstorbene “Börsen Oma ” hat diese Börsenstrategie ausgezeichnet praktiziert !! Innerhalb von 10 Jahren, 30. 000.-  Euro zur ERSTEN  Million gemacht !! > CHAPEAU !!!

     

  31. AvatarThorsten

    Wer besonders fleißig ist, spart 50 Prozent seines Nettoeinkommens und kann schon nach nicht mal 20 Jahren Arbeit in die finanzielle Freiheit.

    Ich finde diesen Satz gar nicht unrealistisch. Ich beispielsweise habe für mein Empfinden mit ca. 3400€ netto ein gutes, aber kein extremes Einkommen. Meine monatlichen Ausgaben belaufen sich (inkl. Fixkosten, var. Kosten, Sonderausgaben und Urlaub) auf durchschnittlich 1700€ im Monat. Ich lebe in einer deutschen Großstadt mit meiner Partnerin und Kind. Da wir uns die Kosten teilen und eine günstige Miete haben, klappt eine Sparquote von 50% gut, ohne das Gefühl zu haben, sich einzuschränken.

    Es ist auch erleichternd, zu wissen, dass man aus einem Job aussteigen kann, wenn sich die Umstände in der Tätigkeit ändern und man anfängt zu leiden (blöder Chef, langweilige Aufgaben usw.). Man ist dann flexibel und kann auch Berufe ausführen oder in Berufsfelder wechseln, in denen man weniger verdient, dafür das Gefühl hat, dass es mehr zu einem passt oder man seine Lebenszeit sinnvoll einsetzt.

    Natürlich wird es dann mit der frühzeitigen Rente nichts, aber das Glücklichsein mit “moderaten Ausgaben” macht sofort freier und unbeschwerter.

    Ich denke aber auch, dass das totale Typsache ist. Freunde von mir geben viel aus und haben viel Freude daran. Sie denken nicht daran, dass sie jemals weniger verdienen sollten als in ihren “Management Jobs”. Das ist doch auch völlig in Ordnung so. Sie würden Tims Blog jedenfalls auch nicht mögen, bzw. “auf einer Wellenlänge mit den Themen sein”.

    Ich lese Tims Blog gerne. Man sagt ja: “Surround yourself with likeminded people”. Es ist auch mal schön zu wissen, dass viele eine ähnliche Einstellung haben wie wir. Wer es jedoch gerne anders macht: Völlig ok, solange man bewusst damit umgeht und glücklich ist.

  32. AvatarNico Meier

    Weil aber Tesla und Bitcoin das ganze letzte Jahr so stark gestiegen sind, habe ich mich entschlossen, mit je 2.000 Euro einzusteigen (Ich weiß, ich war zu gierig). Genau vor dem Rücksetzer (bin bei beiden etwa 10 bis 20 Prozent im Minus). 

    @Moritz

    Wenn mich eine Firma interessiert informiere ich mich über sie und schaue mir die Zahlen genauer an. Wenn ich dann eine Aktie kaufe notiere ich mir meine Überlegungen. Wenn eine Aktie nun stark einbricht lese ich mir diese Notizen durch und frage mich hat sich inzwischen etwas fundamental verändert. Falls nicht behslte ich die Aktie oder kaufe gar nach um den Einstandspreis zu verbilligen. Swiss RE ist im März 2020 auf 56 Franken eingebrochen Anfang 2020 standen sie bei um die 100 Franken. Da habe ich dann bei 56 zugeschlagen und nachgekauft.

    Wenn du weiterhin an Tesla glaubst so behalte die Aktien. Ich würde dir raten weitere andere Aktien zu kaufen um das Risiko etwas zu streuen. Im worstcase kann eine Firma auch konkurs gehen und der Aktionär verliert die ganze investierte Summe die er in Aktien dieser Firma gesteckt hat.

     

     

  33. AvatarMeinungslemming

    Cool.Wie man Begriffe im passenden Kontext umdeuten kann.

    “Clowauto” sind eigentlich kleine (bunte) Autos. Eher im Raum zu klein für einen mittelgroß gewachsenen Clown. 😀

  34. AvatarMax Payne

    Der wichtigste Satz aus dem verlinkten Artikel von MMM ist:

    “people will be too busy complaining about how it can’t be done, rather than figuring out how to do it”

    Das ist das Haupthindernis für Menschen, die die finanzielle Freiheit erreichen wollen, es aber nicht schaffen.

    In Kombination mit diesem Satz:

    The most important thing to note is that cutting your spending rate is much more powerful than increasing your income. The reason is that every permanent drop in your spending has a double effect:

    it increases the amount of money you have left over to save each month
    and it permanently decreases the amount you’ll need every month for the rest of your life

    Ich selber komme aus einer sehr armen Familie, 5 Geschwister, Eltern auf Sozialhilfe, trotzdem muss ich seit ich 38 bin nicht mehr arbeiten (ich arbeite weiterhin) und lebe sehr gut in einem Einfamilienhaus mit 220 qm (schuldenfrei und komplett selbst abbezahlt).

    Mein Schlüssel zu meinem Vermögen war, dass ich aufgrund der armen Verhältnisse nie viel Geld ausgeben konnte. Nachdem ich Arbeit gefunden habe, liefen meine Ausgaben auf meinen vorherigem Niveau weiter, so konnte ich über 70 % sparen, ohne das es mir weggetan hat oder ich mich einschränken musste. Ich merkte es nicht mal. Die Ausgaben habe ich sehr langsam an die Einnahmen angepasst und dadurch inzwischen ein siebenstelliges Vermögen.

  35. AvatarRalf

    @Kiev: Teilweise ist es ein Teufelskreis. Ich verstehe aber gewisse “Zwänge” die gerade Familien zu solcher Verschuldung treiben und nicht auf den richtigen Zeitpunkt zu warten (geringes Angebot, hohe Nachfrage). Singles und Kinderlose können sich hier mitunter wenig hineinversetzen was es für Gründe geben kann. Es ist derzeit echt schwer, ein bezahlbares Mietobjekt zu bekommen. Ich bekomme da viel mit. Wir haben selbst lange Zeit suchen müssen trotz großem Suchradius und dann gekauft. Im übrigen wird heute in den meisten Fällen ohne Keller gebaut um Kosten zu sparen. Und Grundstücke sind deutlich kleiner als früher. Ich sehe daher nicht nur steigende Ansprüche überall. Ebenso hat in unserer Nachbarschaft die Anzahl der Audifahrer, aber auch der Dacia-Fahrer deutlich zugenommen. Für mich kein Clownauto. Vielleicht mit ein Tribut an die oft lausigen Gehälter und hohen Baukosten (teilweise durch Bauvorschriften mit verursacht).

    Laut Armutsbericht der Regierung sind die Aufstiegschancen seit den 90ern deutlich zurückgegangen und verharren auf niedrigem Niveau. Für mich spricht das in vielerlei Hinsicht Bände und zeigt, dass es vor den 90ern nicht nur gefühlt irgendwie doch leichter war.

    Ich falle mit solchen Anmerkungen vermutlich unter die Troll-Verdachtsfälle, aber etwas Realismus hier und da muss man einstreuen können. Investieren bleibt wichtig und richtig. Und bereits 100 € monatlich bringen was.

  36. AvatarClaus

    Sorry, komme erst jetzt dazu. Überfliege die Beiträge nur noch…

     

    @ Martin

    Coloplast ist ein Top-Unternehmen, aber immer noch sehr teuer. Um hier mal “den Fuß in die Tür” zu kriegen, habe ich bereits am 04.12.20 eine kleine Position gekauft (119,90). Am 16.02.21 standen sie schon bei 140,95, jetzt wieder knapp unter meinem Kaufkurs. Das ist belanglos. Chart sieht nach Bodenbildung aus.

     

    Ich werde meine kleine Einstiegsposition heute verdoppeln. Top-Kauf wäre für mich <100 €, hier würde ich auf eine volle Position aufstocken. Vielleicht lege ich mal ein “Abstauber-Limit” in den Markt, manchmal “pennen” einige wahrscheinlich unerfahrene Börsianer bei ihrer Verkaufsorder…

     

    @ Fit und gesund

     

    Alles Gute zur wohlverdienten Freiheit!!

     

    LG

  37. AvatarTobs

    Breaking news: Restaurants dürfen für geimpfte Affen wieder öffnen.

    Sorry, manche fahren nicht nur Clowns, sondern frühstücken sie sogar.

  38. AvatarNico Meier

    Eine Arbritskollegin meinte letzte Woche ihr Partner und sie würden wohl bald ein Haus kaufen. Sie zeigte mir da drei Kaufobjekte das günstigste 1’300’000 Franken. Habe ihr dann gesagt bereits für das günstigste Objekt müssten sie mindestens 260’000 Eigenkapital aufbringen. Wieviel denn davon nun dchon zusammengespart wäre. Sie meinte es wären zurzeit 50’000 aber ihre anstehende Hochzeit werde dann rund 30’000 davon wieder aufbrauchen.

    Da gingen mir viele Fragen durch den Lopf unter snderem diese. Warum gibt ein LKW Chauffeur und eine einfache Sekretärin 30’000 aus für eine Hochzeit?

  39. AvatarThorsten

    Nicht jeder kann oder will mit Geld umgehen können. Und ich behaupte, dass hat nur sekundär etwas mit Bildung oder Finanzbildung zu tun.Die Gruppe, die am wenigsten Affinität zu Geld hat ist im Bereich der Kreativen zu finden. Geld hat für sie nicht das Gewicht, die Kunst, ihr Ideal oder kreative Tätigkeit ist ihnen alles. Nicht ohne Grund woll(t)en ehrgeizige oder besorgte Eltern ihre Kinder von solchen Berufen wie Musiker oder Schauspieler abhalten. Weil die Wenigsten davon leben können ( meist schlechtbezahlter Zweijob vorhanden ) und nur die Berufenen den ständigen Geldmangel aushalten. Was reinkommt wird ausgegeben.

  40. AvatarStefan

    Vielleicht sollte ich mit einem Brust- und Rückenhaar-Toupet mogeln und schauen ob ich mir im Zoo meinen Shot abholen kann ?

    Da brauch ich nicht mogeln. Das meine entfernten Vorfahren noch auf Bäumen lebten kann ich nicht abstreiten.

  41. AvatarTobs

    Aktien Ticker: Carnival geht durch die Decke. Geimpfte Affen buchen Kreuzfahrtschiffe aus. Carnival geht strategische Kooperationen mit Zoon ein. Es wird nach Möglichkeiten gesucht, auch Faultiere und andere freizeitaffine Tiere zu impfen.

  42. AvatarCharel

    @Sparta – bin 100% d’accord mit Dir. Hier wird sehr viel aneinandervorbeigeredet. In der Tat kommen 3 Dinge bei der Diskussion viel zu kurz:

    Geringverdiener – ich interpretiere Tims Credo ‘nur’ so: konsumier keinen Mist, spare eisern und investiere das, was übrig bleibt. Und das erklärt Tim super und besser als jeder andere. Er lebt es sogar vor und ist mega-authentisch. Ein Bier würde ich gerne mit ihm trinken. Für mich ist es sonnenklar, dass das erst ab der mittleren bis gehobenen Mittelschicht klappt. Für alle darunter sind die Rezepte und Vorschläge der finanziellen Freiheit eine Unverschämtheit und ihnen vorzugaukeln, alles sei möglich und es liege nur an ihnen ist perfide.
    Familie – sobald es Kinder zu ernähren gibt, werden sämtliche Rechnungen ein Kartenhaus und die Beträge müssen viel höher sein.
    berufliche Erfüllung – dieser Wert wird auf sämtlichen Finanzkanälen und Blogs (bis auf vielleicht Philipp Haas) nie miteingerechnet: es gibt in der Tat viele Jobs, die so viel Spaß machen, dass man sie machen will und demnach der Druck schnell finanziell frei zu werden in den Hintergrund tritt. Dies sind oft – nicht immer aber oft – Berufe, denen eine akademische Ausbildung vorangeht. Und da schließt sich der Kreis – es scheint mir, dass sich auf den ganzen Finanzkanälen und Blogs weit überdurchschnittlich Nichtakademikler tummeln (zB Verkäufer und Vertriebler, die einem Dirk Kreuter alles abkaufen, incl seine dubiosen Ansichten zur Rechtsstatlichekeit in Dubai), die gar nicht raffen, wie cool ein Job sein kann und von Natur aus schon so materialistisch eingestellt sind, dass Kohle Kohle Kohle alles ist. Diesen Leuten zu suggerieren, alles sei möglich, ist – wie schon oben geschrieben – unfair.

  43. AvatarRüdiger

    Es wird nach Möglichkeiten gesucht, auch Faultiere und andere freizeitaffine Tiere zu impfen.

     

    Hahahaaaaa … so gefällt mir das  😉

     

  44. AvatarWolke

    @Tobs

    Bin auch so ein geimpfter Affe. Ich sag dir mal ehrlich: Geimpft lebt es sich um einiges unbeschwerter. Ist ein Gefühl wie…finanzielle Freiheit oder so ähnlich.

    Probier‘s aus.

  45. AvatarThorsten

    @Stefan : Männer haben mit zunehmendem Alter nicht weniger Haare, diese rutschen nur immer tiefer.

    Beim Friseur dann demnächst :

    “Ich hätte gerne einen Haarschnitt !”

    “Ich komme gleich zu ihnen, machen sie schon mal den Oberkörper frei”

    😉

  46. AvatarRüdiger

    Auch beim Friseur:

    Er, spärliche Kopfbehaarung: “Können Sie meine Haare locken?”

    Friseur: “Locken kann ich sie … aber ich weiß nicht, ob sie auch kommen!”

     

  47. AvatarMarkus

    @Nico Meier

    Mal ganz ehrlich, abgesehen davon das ich viele deiner Kommentare absolut daneben finde!

    Es kann halt nicht jeder wie “Super Nico” sein. Wobei du immer noch nicht beantwortet hast zu welcher Gruppe du jetzt gehörst, also Avengers etc. 🙂
    Eine Kollegin hat ein Gespräch mit dir und du must es natürlich sofort posten?

    Viele da draussen machen sich halt einfach keine Gedanken und leben ihr Leben.

    Ich denke nicht das es uns zusteht dieses ständig zu beurteilen oder zu hinterfragen!

    Geniesse doch einfach was du anscheinend hast oder besser gemacht hast .

    Persönlich fahre ich lieber die Schiene mich nicht mit anderen zu vergleichen, kommt nichts dabei rum. Weder nach oben noch nach unten.

    Just my 2 cents

    Markus

  48. AvatarThorsten

    Meine Analyse zum börslichen Kaffeesatz :

    Viele Aktien sind zu dem Niveau zurückgekehrt, das sie Mitte 2020 bis Ende 2020 hatten.
    Sie fallen mit Stand heute noch immer.
    Diese Niveaus wurden bereits einmal zu Beginn 2021 getestet und könnten eine technische Unterstützung sein. Der Markt ist zusätzlich zu Corona durch den Abverkauf der Bonds verunsichert. Entscheidend ist jetzt wie viele zittrige Hände es gibt ( was schnell stieg ist schnell gefallen : 5, 10, 20, 30, 50% ), ob die Marktteilnehmer ihre Bestände halten. Die einzige kurzfristige Assetklasse zur Flucht ist derzeit Cash, andere Assetklassen folgen der Abwärtsbewegung bzw. stagnieren. Wenn die Zinsen niedrig bleiben, und die Fed lässt das für die nächste Zeit durchblicken,  wird der Markt wieder in Aktien gehen. Es könnte dennoch zu einem langsamen Ablauf der Kurse kommen oder zu einer längeren Seitwärtsbewertung. Lenken die Marktteilnehmer schneller ein gibt es eine Stabilisierung auf hohem Niveau, das über das Jahr 2021 verteidigt werden muss.

     

     

     

  49. AvatarTobs

    Wolke:

    Lieber heute als morgen. Mal sehen, ich könnte mich ja mit einem Gorilla-Weibchen anfreunden und vielleicht als ihr Partner bevorzugten Zugang zur Impfdose erhalten.

    ganz ehrlich: Ich halte mich bewusst zurück an der Kritik zur Impfbeschaffung, weil das sicherlich nicht alles so einfach ist. Als ich aber heute Morgen las, dass in den Staaten schon die Affen geimpft werden, während hier noch Alte warten, wurde ich fassungslos.

  50. AvatarRüdiger

    Meine Analyse zum börslichen Kaffeesatz :

     

    Und welches Vorgehen leitest du aus deiner Analyse für dich ab?

     

  51. AvatarBruno

    Im Zoo.

    “Papi, wieso guckt uns der Gorilla so böse an?”

    “Bleib ruhig Paulchen, wir sind erst an der Kasse.”

  52. AvatarNico Meier

    @Markus

    Ich kann mich nicht an Kommentare von dir erinnern. Das kann entweder bedeuten, dass es bisher keine gegeben hat oder dass deren Inhalt so belanglos war, dass ich mich nicht daran erinnere.

    Jeder darf machen was er will. Und wenn mir jemand etwas erzählt sag ich ihm oder ihr meine Meinung. Was die Person mit meiner Meinung macht ist mir egal.

     

  53. AvatarMarkus

    @Nico Meier

    Das zeugt nur von deiner grenzenlosen Arroganz!

    PS

    Schon lange kein Deutschland bashing gepostet? Was ist los mit dir.

    Denkst du über die vielen Golden Visas nach die ihr ausstellt? 🙂

     

  54. AvatarMarkus

    @Nico Meier

    Jeder darf machen was er will. Und wenn mir jemand etwas erzählt sag ich ihm oder ihr meine Meinung. Was die Person mit meiner Meinung macht ist mir egal.

    Oder ich trage es gleich weiter in den nächsten Blog.

  55. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Bei manchen verdecken aber auch ständig dunkle Regenwolken das wunderbare Sonnenlicht des Lebens. Traurig. Da wird dann zum hundertsten mal über die Mieten, die Fremden oder die mangelnden Jobchancen genörgelt. Traurig.

    Da fällt mir der alte Luther ein: “Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz”. Leute, eure Gedanken erzeugen eure Handlungen und diese sorgen dafür, ob ihr glücklich lebt oder nicht. Einfach mal ausprobieren. Es wirkt. Nicht zetern und die Schuld bei anderen suchen – Ärmel hoch und los geht´s.

    Was ist schon Realismus? Der eine heult rum, der andere nicht. Alles Realismus. Subjektive Wahrnehmungen  – verkauft als Realismus. Mein Ratschlag: An Fokus und Gewohnheiten arbeiten – also an sich selbst.

    Tim zeigt in seinem Blog regelmäßig Möglichkeiten und Wege auf und motiviert. Was kann ich erreichen? Ich finde das wunderbar. Muss ich das alles 1:1 übernehmen? Natürlich nicht! Wie auch? Ich lebe ein ganz anderes Leben. Wir alle leben unser ganz individuelles Leben. Alle gehen ihre ganz eigenen Wege zum Glück.

    Ob´s nun 20%, 40%, 60% Sparquote sind…. spielt doch alles erstmal keine Rolle. Anfangen. Ich bin da ganz bei Kiev und -M. Ein wachsendes Vermögen ist die reine Freude. Was daraus gemacht wird? Mal schauen…. da hat jeder so seine Vorstellungen. Ist doch egal, was die anderen machen.

    Es geht um Freiheit. Um individuelle Freiheit. Da können wir nicht alle über einen Kamm scheren. Die gestaltet sich jeder selbst. Und Tim zeigt auf, wie man da hin kommt. Passt. Bei uns funktioniert es ausgezeichnet. Ganz ohne Verzicht und Selbstkasteiung.

    Kleine Freiheiten sind doch auch schon etwas. Muss es immer “die finanzielle Freiheit” sein? Nö. Definiert eh jeder anders. Wer genügsam lebt, ist schneller da. Und auch vorher schon recht zufrieden….

  56. AvatarFit und Gesund

    @Claus, Kiev und Tim,

    danke für Eure guten Wünsche.

     

    @Wolke /Impfung

    ja, ist tatsächlich ein gutes Gefühl, ich merke wie ich gelassener werde, aber gestern wurde es oberpeinlich, auf meinem täglichen Lauf kam ich an einem Bauernhof vorbei und nahm mir ein bisschen was aus dem Hofladen mit, Brötchen gab es dort Keine und ich lief weiter zu einem kleinen Lebensmittelladen (Volg) wo ich sonst nie kaufe, ich betrat den Laden ohne Maske, die Verkäuferin sagte weder was noch schaute sie mich komisch an, dann betrat ein Mann mit Maske den Laden und ich bemerkte dass ich Keine aufhatte, ich wäre am Liebsten vor Scham im Boden versunken!

     

    @Vermögensaufbau/Sparen

    Geringverdiener tun sich schwer, dem ist so, bisschen was würde vermutlich dennoch gehen.

    Warum messen wir uns immer mit Anderen? es erschliesst sich mir nicht wirklich, ich schaue doch besser meinen eigenen Kram an, der ist wichtig, was Kollege X und Nachbarin Y haben, machen oder tun ist eigentlich zweitrangig, mag ja für ein bisschen Klatsch mal gut sein, aber was kann ich wirklich damit anfangen? Nix, rein gar nix.

     

    Geld alleine um des Geldes Willen macht nicht glücklich, ich plädiere einfach für einen angemessenen Umgang mit Geld, egal ob Hilfsarbeiter oder Ingenieur, das finde ich zählt,

     

    Warum sollte man 20 Jahre Berserkersparen und sich nix gönnen und dann auch noch den Rest seines Lebens mehr oder minder darben nur um nicht mehr arbeiten zu müssen? macht das Sinn? Das ist für mich der Tausch Hamsterrad Arbeit gegen Gedankengefängnis “reicht mein Geld”.

     

    So, ich war schon beim Zahnarzt, jetzt folgt der angenehmere Teil des Tages, aber genial wie man jetzt einfach Termine machen kann ohne schauen zu müssen ob man da arbeitet oder nicht.

     

     

  57. AvatarMarkus

    @Freelancer

    Danke schön!

    Genau darum mag ich deine Kommentare/Sichtweise.

    Die finanzielle Freiheit ist für jeden anders. Ab einem gewissen Alter ist es meinetwegen wichtiger ein gutes Buch nicht aus der Hand legen zu müssen weil morgens die Schicht ruft. Nein, weiterlesen und eventuell ein weiteres Glas Wein.

    Andere definieren die finanzielle Freiheit mit einem dickem Auto oder monatelangen Auslandsurlauben, auch okay. Erfordert je nach Verdienst halt eine grössere Sparrate:-)

    Markus

  58. AvatarBruno

    @Free

    Dazu fällt mir ein:

    Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
    Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
    Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
    Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
    Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

  59. AvatarMarkus

    @Fit und Gesund

    Lieber zu spät als nie.

    Natürlich gratuliere ich dir auch zu deinem wohlverdientem Ruhestand!

    Bleib gesund, geniesse die Zeit (glaube du wohnst nicht weit weg vom Wasser).

    Alles Gute weiterhin und gebe mal ab und an updates hier auf dem Blog.

    Grüsse Markus

  60. AvatarSeBo

    Es gibt Diskussionen und Überlegungen die sind eben einfach nicht totzukriegen und bei denen jeder auf einem ganz eigenen Weg ist, seinen Frieden damit zu machen. Oder eben auch nicht.

    Ich für mich habe verstanden, dass der Weg das Ziel ist. Finanzielle Freiheit ist nur die Möhre mit der ich gelockt wurde. Ob es zu erreichen ist oder nicht ist gar nicht mehr wichtig. Aber es macht Spaß jeden Tag einen Schritt mehr in diese Richtung zu gehen.

    Finde Freude daran, etwas aufzubauen. Sei es das Depot, ein Haus, ein Business, was auch immer. Wenn etwas schon fertig ist, bringt es viel weniger Erfüllung als das Aufbauen selbst. Das versteht man aber immer erst, wenn man es schon hat.

    Diese Ansätze in denen man sich bis auf die Knochen quält, um etwas zu erreichen sind aus meiner Sicht nicht zielführend. Man darf sich schon Mühe geben und Gas geben. Aber ohne Freude auf dem Weg zu finden ist es ein düsterer Weg.

    Für jeden bedeutet Freude etwas anderes. Es kann tatsächlich auch Spaß machen eine Weile extreme Sparsamkeit auszuprobieren. Und irgendwann findet man dann sein richtiges Maß.

    Ich habe habe an mir bemerkt, dass ich mich manchmal noch im Nachhinein lange ärgere, wenn ich irgendwo aus Blödheit Geld verschwendet habe, weil ich etwas unnötiges gekauft habe habe. Aber auch das ist irgendwie doof. Sollte ich mir abgewöhnen.

  61. AvatarSangiovese

    @Fit und Gesund:

    Belimo, eine meiner Lieblinge. Hattest du sie bereits vorher im Depot, oder war das dein erster Kauf?

  62. AvatarRalf

    @freelancer:

    Ich wollte mich einmal für Deine wirklich tollen (und zumindest für mich sehr nützlichen Beiträge) bedanken!

    Danke! Schönes sonniges Wochenende.

     

  63. AvatarFit und Gesund

    @Markus,

    danke auch Dir für Deine guten Wünsche.

     

    @Sangiovese

    Belimo ist eine neue Position, nur 1 Aktie, geplant sind 3.

    Ich möchte dieses Jahr ein wenig meine CH-er Aktien ausbauen, Belimo ist ein feines, kleines Unternehmen, ich habe noch ein paar Lieblinge: Straumann, Sonova, Schindler und Logitech. Die Dickschiffe wie Nestlé, Roche, Novartis, Zürich Versicherung, Swiss Re und auch Lafarge Holcim machen einen Grossteil meines Portfolios aus.

    Daneben investiere ich aber auch in Emerging Markets, Asien, (ETF’s) oder Goldminenaktien, natürlich auch die üblichen verdächtigen US Aktien.

    Gefallen finde ich an einem Portfolio wie dem Musterportfolio der NZZ The Market.

  64. AvatarAl Bundy

    Ich würde finanzielle Freiheit für einen Normalo (Familie, 2 Kidner, Frau/Mann, Hund) nur als ein weites Ziel betrachten. Familien haben einfach zu Hohe Fixkosten: Miete, Auto, Möbel, Sachen, Essen, Kleidung, Urlaub.

    Genau diese hohe Fixkosten sind jedoch der Grund, um ein kontrollierten Umgang mit Geld zu verfolgen. Eine Familie mit Kindern schafft häufig nicht 10% Sparquote. Deswegen, haushalten, sparen und anlegen (!!!). Kleine SUmmen in ETF sind besser als Zusatzkredit 🙂

     

  65. AvatarThorsten

    @Al Bundy

    Miete, Auto, Möbel, Sachen, Essen, Kleidung, Urlaub.

    Für diese Dinge haben wir entweder niedrige oder überhaupt keine Fixkosten. Am meisten geben wir wohl für gutes Essen aus (Bio oft). Wir sind Minimalisten und diese Aufzählung ist eine Kette von Dingen für Träume von Konsumenten, die eben nicht sparen wollen.

  66. AvatarTobs

    @Claus:

    Du hattest neben Coloplast auch mal andere skandinavische Perlen erwähnt. Kannst Du bitte nochmal sagen, was das war? Coloplast finde ich jedenfalls auch sehr interessant, und schaue mir die genauer an.

  67. AvatarAl Bundy

    @Thorsten

    Ich beneide euch. Ich lebe in einer anderen Welt.

    In München kostet eine Wohnung zu Miete so 1500-2000€ kalt. Falls man überhaupt eine findet.

    Auto(s) braucht man, um zur ARbeit zu kommen. Muss nicht ein BMW sein, kostet jedoch immer viel: Versicherung, Steuer, Sprit

    Möbel sogar Ikea ist auch nicht gerade umsonst.

    Kinder haben eine Angewohnheit dreimal am tag zu essen und wachsen auch noch dazu. Ein Kind in der Bekleidung aus Second-Hand zur Schule zu schicken ist nicht immer eine gute Idee.

    Ein mal Urlaub in den Schulferien kostet auch sehr viel

  68. AvatarBlackrock

    @all

    Mich würde einmal interessieren, wie ihr das mit der Quellensteuer macht? Hab mir grad die Coloplast angeschaut – würde mich auch reizen!

    Allerdings mach ich immer einen Bogen um Aktien wo ich mir die QS zurückholen muss. Einzig Schweizer Aktien habe ich und da stelle ich alle 3 Jahre den Antrag, damit es sich lohnt 🙂

    Trotzdem ist das alles nervig, Wohnsitzbescheinigung, Antrag ausfüllen, wegschicken usw.

    USA find ich da richtig toll da wird die QS immer sofort verrechnet und ich bekomme den Rest vom Fi. Amt zurückerstattet.

    Warum ist das mit den anderen Staaten so schwierig? Denke da an F, und Nor. – gibt da einiges was mich reizen würde.

  69. AvatarCap

    Danke @Blackrock

    Die Frage stelle ich mir nämlich auch.

     

    Habe heute eine erste Position Nextera Energy für unter 58€ aufgebaut.

    Denke als junger Investor ist das eine gute Aktie. Die Zeit ist der Freund.

  70. AvatarBlackrock

    @Cap

    Nextera hab ich seit kurzem auch – allerdings war mein Preis leider höher. Werde da aber auch nochmal nachlegen. Ich denke auch dass Versorger in jedes gut strukturierte Depot gehören.

    Nextera macht ja auch auf erneuerbare und AKWs. Hab mir noch Dominion ins Depot gepackt. An Versorger in D hab ich da jetzt weniger Interesse da ist mir alles zu unsicher.

    Viel Erfolg^^

  71. AvatarCap

    @Blackrock

    Zwecks Kaufkurs: da nehme ich mir den Tipp von Claus wirklich an:

    Setze dir Kaufkurs u warte wirklich bis die erreicht werden. Ist zwar manchmal nett einfach aber klappt. Kann aber auch nach hinten losgeht wenn man zu tief ansetzt.

    Jupp von deutschen Versorgern lasse ich lieber auch die Finger.

     

  72. AvatarSlowroller

    Mal interessehalber: wieso NextEra und nicht z.B. Eon? Die sind wirklich günstig, haben auf ihre Netze ein Monopol und haben sich den Maekt grad stragegisch mit RWE aufgeteilt. Ernste frage, mir fehlt nämlich auch noch ein Versorger im Depot.

  73. Avataryankee

    Falls es dem einen oder anderen entgangen sein sollte, bei der ING ab 01.04.2021 sind Sparpläne auf alle ETF (So stand es in der Mitteilung) kostenlos, sprich keine 1,75% Ordergebühren mehr.

    Finde ich toll.

     

  74. AvatarMr. B

    E.on habe ich mittlerweile ein paar mal zugekauft, jetzt reicht die Nettodividende für die gesamte Stromrechnung?

    Wird wohl dieses Jahr mein erstes Jahr, dass die Dividenden meine Ausgaben decken. Aber nur durch ein paar Sonderausschüttungen.

  75. AvatarBlackrock

    Mal interessehalber: wieso NextEra und nicht z.B. Eon?

    Der Energiemarkt in D ist mir viel zu undurchsichtig und von der Politik bestimmt.Mir ist in D einfach zu viel Staat dabei der ständig irgendetwas regulieren muss. Ich bin der Meinung in den USA gibt es da weniger Probleme.

    Der Energieverbrauch wird in den nächsten Jahren bestimmt steigen, Digitalisierung, Homeoffice, Elektromobilität usw. aber in D ist mir da die Richtung viel zu Ideologiebestimmt.

  76. AvatarJohannes Schumann

    @Nico Meier

    Deutschland könnte doch mindestens einen Franken zur Hochzeit beitragen. Diesen Markus “Södolf” Söder. Aber den wollen die Schweizer bestimmt nicht haben.

    Wenn wir schon über das Sparen sprechen, so empfehle ich den folgenden Märchenfilm: https://youtu.be/zvEML7RX-EQ?t=34

    Hans Geiz hat da einige tolle Spartipps.

  77. KievKiev

    @ Ralf

    Ich versuche die Sachlage möglichst neutral zu betrachten. Das klappt natürlich nicht immer. Du hast bei Dir selbst auch Wege gefunden auf ein KFZ zu verzichten. Viele Dinge macht man auch einfach aus Gewonheit. Ich denke auch, dass eine heutige Familie mit zwei Eltern in Summe mehr arbeiten muss als es damals der Fall war. Bei dem technischen Fortschritt wäre eigentlich eine Reduktion zu erwarten. Vielleicht kommt diese auch noch. In Summe müssten beide Eltern bei dem technischen Fortschritt mit 80% Gesamtarbeitszeit ausreichend verdienen. Das sieht man eher selten. Zu dem Fortschritt gehört allerdings auch, dass der Arbeiter vor 20 Jahren einem heutigen Angestellten ähnelt und in den nächsten 20 Jahren einem durchschnittlichen Softwareentwickler. Kontinuierliches Lernen und Anpassen auf neue Herausforderungen werden vermutlich neue wichtige Eigenschaften für einen Bewerber.

    Ich betrachte Kosten wie die Frugalisten. Ein Kellergeschoss ist in der Hestellung wesentlich teurer als ein oberirdisches Geschoss. Zusätzlich bieten oberirdische Geschossse eine höhere Wohnqualität. Falls ausreichend Geschosse in die Höhe errichtet werden können, so kann ich die Kalkulation durchaus nachvollziehen. Man muss ja nicht gleich einen Aufzug für das neue Geschoss einbauen. Das habe ich bei dreigeschossigen MFH Neubauten bereits gesehen. Die Bürger entscheiden mit der Wahl auch, ob Bauen künftig teurer wird oder nicht. Ich bin für die Förderung energetischer Maßnahmen wie Photovoltaik. Eine Förderung ist etwas anderes als eine Forderung.

    @ Sparsamkeit mit Familie

    Unser Haushalt wurde hier bereits aufgeführt:

    2 Erwachsene, 2 Kinder und ein Hund. Freelancer hat hier meine Wissens nach mehr im Quartett und eine andere Wohnsituation. Es gibt also schon Möglichkeiten Als Familie Geld zu investieren. Ich habe heute meinen Monatsabschluss gemacht und erreiche über 60% Sparquote auf das aktive Einkommen bezogen. Nach ein paar Jahren ist vieles möglich. Geld kann ich aktuell kaum ausgeben. Ich wüsste zumindest nicht wo und wie. Ich habe allerdings auch kein Netflix, Disney usw. Ich habe schon oft gehört, dass Kinder mit zunehmenden Alter teurer werden. Ich warte bis heute auf den Tag wann dies der Fall sein wird. Davon kann ich aktuell noch immer nichts spüren. Der Wohnraum ist hier vermutlich die größte Position. Aber dafür habe ich bereits vorgesorgt. Ich werde auch Mikroapparstments im Keller und Dachstuhl einbauen. Falls eines meiner Kinder hier studieren möchte könnte es eine kleine Einheit zum Wohnen bekommen.

     

  78. Avatarkripofrankfurt

    @Yankee

    Nicht nur die ETF-Sparpläne sind bei der ING kostenlos, sondern auch die automatische Wiederanlage von Ausschüttungen. Kosten entstehen nur noch beim Verkauf oder dem markettiming getriebenen Einmalkauf im Crash. 😉

    Im Zusammenhang mit der Teilfreistellung von 30% bei Ausschüttungen und den jährlichen Kosten um die 0,2% wird einem rational denkendem Menschen die Anlageentscheidung “Aktien oder ETF” direkt abgenommen.

  79. Avatarder Domi

    @Kripofrankfurt:

    Im Zusammenhang mit der Teilfreistellung von 30% bei Ausschüttungen und den jährlichen Kosten um die 0,2% wird einem rational denkendem Menschen die Anlageentscheidung “Aktien oder ETF” direkt abgenommen

    volle Zustimmung! 🙂
    Aber ganz unabhängig davon wo man sein Depot hält: ING, DKB, Smartbroker, …. usw

  80. AvatarPaluma

    @kiev klar sind 400.000€ Schulden für nur ein Eigenheim, mit eventuell einen Job den man dadurch noch schwerer wechseln kann, alles andere als Freiheit. Allerdings kann auch mit mehr als einen Kind in einer Wohnung, die Freiheit schwer eingeschränkt sein. Nachbarn können einem die Wohnqualität sehr beeinflussen. Insbesondere ins Negative.

    Ich für meinen Teil, versuche durch Selbsständigkeit einen hohen Verdienst zu erzielen und dabei noch ein gutes Leben zu führen. Mein Arbeitspensum ist recht hoch, aber ich bin zufrieden. Darum geht es ja letztendlich.

  81. KievKiev

    @ Plauma

    Die jüngeren Kollegen und Bekannten arbeiten heute in der Regel beide. Sonst wäre für sie so ein Hauskauf nicht möglich. Sie gehen meistens auch wesentlich höhere Verbindlichkeiten ein. Ich wurde schon von zwei Kollegen zu meiner Meinung über ein Haus für knapp 1M gebeten. Wir wissen hier was für schöne monatliche Erträge bei 1M anfallen würden. Sie nehmen fast in der gleichen Höhe Verbindlichkeiten auf. Meine Kollegen verdienen ordentlich, aber wir sind jetzt auch keine Geschäftsführer… Ich werde vermutlich nicht mehr oft gefragt, da ich im Rahmen der Möglichkeiten schon ein wenig die Summe hinterfrage. Die Häuser waren auch beide weit draussen. Rational ist das auch schwer zu diskutieren, wenn der Wunsch für den Kauf bereits gefestigt ist.

    Es gibt Alternativen. Man kann in diesem Vergleich verhältnismäßig günstig mieten. Wohngenossenschaften oder auch Wohnungen oder ganze Häuser. Probleme mit Nachbarn kann man immer haben. Mit mehreren Kindern in einer Etagenwohnung vermutlich etwas eher.

    Mein Arbeitspensum wird auch etwas höher als von mir gewünscht sein. Als Angestellter kann man auch nicht alles beeinflussen. Zumindest bei einem Jobwechsel. Die Position und das Unternehmen gefallen mir sehr gut. Die Arbeitszeit und Flexibilität wird mit der Zeit gut für mich passen. Die Rahmenbedingungen sind zumindest sehr gut, da es ein IG Metall Betrieb sein wird. Selbstständigkeit habe ich auch angedacht. Allerdings möchte ich nur wenig weiteres Vermögen aufbauen und mir ist bewusst, dass man als Selbständiger in den ersten Jahren verhältnismäßig viel arbeiten muss. Dafür benötige ich dann zu wenig Vermögen, dass ich es ausprobiere. In der Anstellung kann ich mit reduzierter Arbeitszeit verhältnismäßig viel verdienen. so finde ich vielleicht meinen Sweet Spot zwischen Einkommen, Spaß bei der Arbeit und ausreichend Freizeit. Dennoch bewundere ich Selbstständigkeit und Unternehmertum. Wann könntest Du weniger arbeiten? Mich interessiert, wie Du weiter arbeitest, wenn es so weit ist. Ich empfinde es bereits als sehr befreiend, dass ich mein Einkommen im Grunde eigentlich nicht benötige.

  82. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Ralf

    Deine netten Wünsche gebe ich gerne an dich zurück.

    Leben heißt wachsen und lernen. Ich selbst habe da noch viel vor und zu tun. Im “echten Leben” begegne ich anderen Menschen stets freundlich und rücksichtsvoll.

    Hier im Netz gelingt mir das leider nicht immer, wie ich feststellen muss. Das bedauere ich sehr. Es liegt mir fern, andere zu kränken und zu beleidigen. Und doch verführt mich das anonyme Internet ab und an zu einer groben Ansprache, die ich mir von Angesicht zu Angesicht so nicht erlauben würde. Da muss ich an mir arbeiten.

    Es ist so, dass ich auf den Typus “nörgelnder, grummelnder Miesmacher”, der ständig das Haar in der Suppe sucht und sich mit negativer Ausstrahlung auf die schlechten Dinge im Leben konzentriert, unheimlich allergisch reagiere.

    Nicht nur, dass ich diese Lebenstechnik für unreif und kontraproduktiv, schlicht für dumm halte, da man so nur der Anleitung zum Unglücklichsein folgt.

    Es ist auch so, dass wir alle auf unser Umfeld und unsere Wahrnehmung (psychisch) reagieren. Muss ich diesen Negativismus vernehmen, beeinflusst mich das selbst auch negativ. Daran habe ich nun wirklich keinen Bedarf. Deshalb halte ich mich von solchen Menschen in der Regel fern. Im Netz geht das nicht ohne weiteres. Daher meine impulsive Abwehrhaltung.

    Hier darf ich gerne an meiner eigenen Gelassenheit arbeiten und mich weiterentwickeln. Ich muss lernen, das einfach an mir abperlen zu lassen.

    Es gelingt ja auch. Wenn hier wieder “Dividenden sind nur Selbstbetrug” und “Wer rational handelt, muss ETFs kaufen, Einzelaktien kaufen ist dumm” propagiert wird, entlockt mir das nur noch ein müdes Lächeln. Darf man so sehen, ich sehe es anders.

    Was um uns herum passiert, können wir oft nicht beeinflussen. Wie wir aber auf diese (schlechten) Dinge reagieren, wie wir die Welt interpretieren – das liegt in unserer Macht. Und das kann man trainieren, um das Lebensglück zu steigern. Eine Lebensaufgabe.

    @ yankee

    Die ING-Aktion finde ich auch klasse. Für meine Kids habe ich die Käufe immer gestreckt, um durch Börsenkauf die 1,75% zu umgehen. Ab sofort richte ich einen monatlichen Sparplan ein. Praktisch.

    Bleibt natürlich die Frage, wie der Broker auf seine Kosten kommt (Ausführungszeitpunkt, Spread, etc.). Hat hier jemand Erkenntnisse?

  83. AvatarRalf

    “Nachbarn können einem die Wohnqualität sehr beeinflussen. Insbesondere ins Negative.”

    So ist es. Darum auch der Wunsch vieler Leute nach etwas mehr Platz und Abstand. Ich kann es voll nachvollziehen. Und in dichtbesiedelten Wohngegenden ist die Thematik Wohnqualität unter verschiedenen Aspekten betrachtet eben noch schwieriger. Selbst gesundheitlich negative Auswirkungen wie Corona scheinen damit vermehrt einherzugehen wie ein Zitat aus einem Artikel vom Tagesspiegel  vom 04.03.2021 verdeutlicht:

    „Je höher der Anteil der Arbeitslosen beziehungsweise Transferbeziehenden in den Bezirken ist, desto höher ist die Covid-19-Inzidenz.“

    Auch in der reichen Schweiz scheint Wohnungseigentum mittlerweile Luxus zu werden:

    https://www.nzz.ch/wirtschaft/normalverdiener-koennen-sich-kein-eigenheim-mehr-leisten-ld.1604469?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

    Investieren in verschiedene Anlageklassen bleibt trotz allem ein recht vernünftiger Weg. Selbst ein ETF-Sparplan von nur 50 oder 100 € (wie von Tim oft geschrieben) bewirkt schon eine Verbesserung. Da sind wir uns sicher einig. Und nun ab in die Sonne solange sie da ist ;o)

     

  84. AvatarDaniel

    @Freelancer

    Die ETF-Anbieter müssen einen ordentlich Batzen dafür zahlen einen Regalplatz bei der ING zu bekommen. Zudem fließen Repros. Die ING ist kein barmherziger Samariter und verdient ja weiterhin an jedem Trade.

     

  85. AvatarBruno

    @Ralf und Wohnqualität/Luxus in der Schweiz

    Es liegt in der Natur der Sache dass nicht alle sich ein Einfamilienhaus mit viel Umschwung leisten können. Die Frage ist ob die Prioritäten bei den Immobilienentwicklern richtig gesetzt werden. Ich sehe es bei neuen MFH hier, sind alle wie aus einem Klone-Labor, jeder Block sieht gleich aus, kennt man ein Grundriss kennt man alle, die Innenausstattung ist luxuriös und einheitlich.

    Intelligentere Grundrisse, mehr Gewicht auf Schallschutz anstatt luxuriöser Ausstattung, intelligent gestaltete Aussenbereiche wo noch Privatsphäre vorhanden ist anstatt immer luxuriösere Bäder und Küchen. Aber darüber verkaufen oder vermieten sich die Wohnungen eben gut, der Lärm der Nachbarn erkennt man erst wenn man eine Weile dort wohnt, verkauft oder vermietet wird die Wohnung mit tollen Geräten. Auch einen Aufzug bräuchte es nicht in jedem MFH oder andere Dinge, welche alles verteuern.

  86. AvatarSparta

    @Free

    “Es ist auch so, dass wir alle auf unser Umfeld und unsere Wahrnehmung (psychisch) reagieren. Muss ich diesen Negativismus vernehmen, beeinflusst mich das selbst auch negativ. Daran habe ich nun wirklich keinen Bedarf. Deshalb halte ich mich von solchen Menschen in der Regel fern.”

    Ich finde ja selbstverständlich positive Ausstrahlung und positive Dinge auch super.

    Nur bin ich evtl. durch mein Umfeld voreingenommen, wo sich Teile der Familie um Pflege Angehöriger mit dem damit verbundenen zusätzlichem psychischen & physischen Stress & Strapazen kümmern.

    Dann kommt der Schönwetter-Angehörige mit klugen Ratschlägen, wird sogar sehnsüchtig von den Eltern & aufgrund seltener Anwesenheit wahrgenommen und sobald es an Verpflichtungen, unschönen Dingen & Arbeit geht…. ist er/sie schleunigst wieder weg…

    Sorry, aber ich bin da einfach skeptisch oder auch voreingenommen, wenn es “gefühlt” zu übertrieben optimistisch zugeht.

    “Irgendwann hast du die Freiheit erreicht: Dann machst du nur noch, was dir richtig viel Spass macht.

    … sorry, klingt in meiner subjektiven Wahrnehmung einfach etwas oberflächlich…

  87. AvatarClaus

    @ Tobs

     

    Habe gestern, wie geplant, meine Coloplast-Position ausgebaut (116,-). Stets über Gettex, gebührenfrei. Klappt wunderbar bei Smartbroker: Tiefes Limit setzen, wird fast immer ausgeführt.

     

    Weitere “nordische Perlen” in meinem Depot:

    Novo Nordisk (Dänemark), Novozymes (Dänemark, gehörte einst zu Novo Nordisk).

     

    … und auf meiner Kaufliste:

    Hexagon (Schweden), Nibe (Schweden)

     

    @ QST Dänemark

     

    Geht online (ähnlich wie neuerdings Schweiz). Eine Wohnsitzbestätigung vom Finanzamt braucht man. Die habe ich gescannt und online beigefügt. Der Postversand entfällt somit. Habe das gerade letzte Woche erstmalig gemacht. Mal sehen, ob das so klappt und wie lange es dauert.

     

    LG

     

     

  88. AvatarNico Meier

    Auch in der reichen Schweiz scheint Wohnungseigentum mittlerweile Luxus zu werden

    @Ralf

    Die Schweiz hat nur etwas über 8 Millionen Einwohner aber trotzdem grosse regionale Unterschiede beim Lohn und bei den Immobillien. Ein Elektromonteur verdient in Zürich netto 1’000 mehr im Monat als im Aargau. Die Familienwohnung mit 4 Zimmern auf 100qm kostet aber in Zürich auch mindestens 1’000 mehr Miete als im Aargau. Mit dem Zug ist man von Aarau aus in 25 Minuten in Zürich.

    Im Aargau sind rund 50% der Einwohner Wohneigentümer im Kanton Basel Stadt nur 10%.

     

     

     

  89. Avatar-M

    Berichte mal Claus!

    Colo und NN befinden sich auch auf meiner Watchlist. Ein weiteres Plus ist, die nordischen Währungen erscheinen mir auch als sehr sicher und tragen zur Diversifizierung des oft USD lästigen Depots bei.

    Novozymes und Nibe schau ich mir doch glatt mal an 🙂

    -M

  90. Avatar-M

    Novozymes erscheint mir derzeit als sehr teuer. Das Wachstum hat sich seit 4 Jahren stark abgeschwächt. Ich habe die mal auf die schnelle mit knapp 20€ bewertet. Da waren die zuletzt 2013, aber man sah auch 2009, dass die sich mal schnell halbieren können und dann sind 20/25€ erreichbar. Auf jedenfall finde ich ein KGV von derzeit  ~35 auf keinen Fall gerechtfertigt für die.

    Zu einem günstigeren Kurs, würden die mir aber sehr gefallen!

    -M

  91. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Sparta

    Sorry, aber ich bin da einfach skeptisch oder auch voreingenommen, wenn es “gefühlt” zu übertrieben optimistisch zugeht.

    Das ist mir schon aufgefallen 😉 . Es ist dein gutes Recht.

    und sobald es an Verpflichtungen, unschönen Dingen & Arbeit geht…. ist er/sie schleunigst wieder weg…

    Dann missverstehst du mich völlig. Ich drücke mich nicht vor unangenehmen Dingen. Ganz im Gegenteil. Meine Oma habe ich gemeinsam mit meiner Mutter vor zwei Jahren bis zu ihrem Tod zu Hause begleitet.

    Gerade das sorgt für Demut und Dankbarkeit, welche mein Unverständnis für die Nörgeleien einiger Menschen über Lappalien noch verstärken.

    Mit Ying und Yang im Leben komme ich zurecht. Uns allen widerfahren negative Dinge im Leben. Fliehen ist nicht. Nur damit klar kommen. Herausforderungen sollte man sogar angehen. Aber nur rumsitzen und heulen wie schlimm alles ist?

    Die Frage ist doch, was es bringt, sich über dieses und jenes auszunörgeln und zu klagen – wie manch Leser hier täglich – ohne etwas zu verändern. Ohne selbst tätig zu werden. So verändert man nichts. Man nährt nur den Kummer in sich und vergiftet sich selbst und andere im Umfeld (was ich kritisiere). Es ist einfach unklug. Kannst du mir folgen?

  92. AvatarShameless Cloner

    @ Finanzielle Freiheit

    Dieser Gedanke hat mich dazu motiviert, mit dem Investieren anzufangen. Inzwischen sehe ich das anders. Die Freiheit ist für mich zwar nach wie vor ein großes Thema, allerdings sehe ich das jetzt eher aus der Richtung, mit einem gut gefüllten Depot auch Dinge wagen zu können, die allgemein als “riskant” angesehen werden (ein neuer Job, Leben im Ausland usw.). Man kann also durchaus weniger verdienen, wenn dafür aber die Arbeit einen persönlich erfüllt. Ansonsten finde ich die Vorstellung mit 50 den ganzen Tag am Strand zu liegen eher langweilig. Einen Lebensstil wie so mach einer aus der Frugalismus-Bewegung will ich definitiv nicht führen. Habe mal im TV einen Bericht über einem jungen Mann gesehen, der so geizig ist, dass er mit Freunden zwar in die Kneipe geht, aber selbst nichts bestellt. Das finde ich dann schon richtig peinlich.

     

    Wie immer gilt: gesundes Maß halten. Ich selbst habe auch eine Sparquote von 50%. Mein Ziel ist es mehr zu verdienen und auf diese Weise sowohl die Sparquote als auch den Lebensstil zu erhöhen (v.a. größere Wohnung; Luxusgüter etc. reizen mich dagegen gar nicht).

    Frohes Schaffen!

  93. Avatarsammy

    @Max Payne

    Mein Schlüssel zu meinem Vermögen war, dass ich aufgrund der armen Verhältnisse nie viel Geld ausgeben konnte. Nachdem ich Arbeit gefunden habe, liefen meine Ausgaben auf meinen vorherigem Niveau weiter, so konnte ich über 70 % sparen, ohne das es mir weggetan hat oder ich mich einschränken musste. Ich merkte es nicht mal. Die Ausgaben habe ich sehr langsam an die Einnahmen angepasst und dadurch inzwischen ein siebenstelliges Vermögen.”

    Ganz so einfach wie hier dargestellt ist es nicht.  Wieviel wurde verdient? Bei 200K jährlich ist es verstandlich. Bei 30K p.a. nicht.

    Wie wurde investiert? Konservativ risikoarm oder all in in bitcoin oder andere high risk Invests?

    Wie sind die Lebensumstände? Familie?

    Wohnung oder Haus geerbt?

    Hier fehlen sehr viele Angaben!

  94. AvatarSparta

    @Free

    Klar kann ich Dir folgen.

    Meistens bin ich nur so mittelmäßig beschränkt! 😉

    Ich würde aber zwischen ständigen Nörgeln und sachlicher Kritik eine klare Grenze ziehen.

    Problembewusstsein halte ich für notwendig um Verbesserungen und Lösungen zu finden.

    Pauschalisierend zu sagen, dass sind alles Nörgler und Nein-Sager, da ja jeder FU erreichen kann/muss/sollte und nach erreichen der FU kann man sich alles leisten, was “Spaß” macht…

    Ist mir einfach zu pauschal und vereinfachend, bzw. weckt bei mir esoterische Assoziationen mit “the secret”. Esoterik ist nicht ganz so mein Ding (wie man es vielleicht meinen Kommentaren entnehmen kann) ! 😉

    Verbesserungen & Lösungen erfordern auch, dass man Schwachstellen an Argumentationsketten benennen darf.

    Sollte dies nicht möglich, nimmt es für mich schon fast religiöse Züge an.

  95. AvatarTobs

    Danke, Claus!

     

    Einfach nur so mal eingeworfen, weil wir im nordischen Bereich sind, ist Tobii AB (Schweden). Die sind auf Eye Tracking spezialisiert. Sind aber noch nicht ganz profitabel, glaube ich. Wachstumswert im hardcore Sinne. Gefallen die Quartalszahlen einmal nicht, geht die direkt erstmal gnadenlos in die Knie. Denke nicht, dass ich mir sie hole, andererseits soll man nie nie sagen. Aber die Dänen/Schweden haben schon innovative Unternehmen, und deswegen immer alle mal wert, sich die ab und wann genauer anzuschauen.

  96. AvatarBruno

    “Herr Doktor, Herr Doktor, der Simulant auf Zimmer 9 ist gestorben.”

    “Also jetzt übertreibt er aber wirklich”!

     

    oder bezüglich FU…

    “Es lief alles nach Plan” … “nur der Plan war halt nix wert.”

    Einfach nicht zu verkrampft sehen das Ganze 😉 Jeder hat seine Sicht der Dinge auf die Welt und das ist auch in Ordnung solange es völlig eskaliert.

     

    PS: Ein Huhn überquert die Straße. Warum tut es das?

    Kindergärtnerin:
    Um auf die andere Straßenseite zu kommen.

    Plato:
    Für ein bedeutendes Gut.

    Aristoteles:
    Es ist die Natur von Hühnern, Straßen zu überqueren.

    Karl Marx:
    Es war historisch unvermeidlich.

    George W. Bush:
    Dies war ein unprovozierter Akt des internationalen Terrorismus und wir behalten uns gegen das Huhn jede Maßahme vor, die geeignet ist, die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten sowie die Werte von Demokratie und Rechtgläubigkeit zu verteidigen.

    Johannes Rau:
    Ich glaube, das Huhn hat uns auf eine ganz bestimmte ruhige Art und Weise gezeigt, dass es gerade in einer Zeit, die so viele Menschen nachdenklich macht – ich erlebe das in meinen Gesprächen immer wieder -, darauf ankommt, eine Straße nicht als etwas Trennendes zu begreifen, sondern als etwas, das die Herzen der Menschen zueinander führen kann.

    Captain James T. Kirk:
    Um dahin zu gehen, wo noch nie ein Huhn zuvor gewesen ist.
    Christian Morgenstern:
    Wir wissen es nicht, aber wir fragen uns: Wird dem Huhn man nichts tun? Hoffen wir es, sagen wir es laut, dass ihm unsre Sympathie gehört, selbst an dieser Stelle, wo es stört.
    Hippokrates:
    Wegen eines Überschusses an Trägheit in der Bauchspeicheldrüse.

    Martin Luther King jr.:
    Ich sehe eine Welt, in der alle Hühner frei sein werden, Straßen zu überqueren, ohne dass ihre Motive in Frage gestellt werden.
    Moses:
    Und der Herr sprach zu dem Huhn: “Du sollst die Straße überqueren”. Und das Huhn überquerte die Straße, und es gab großes Frohlocken.

    John F. Kennedy:
    Frage nicht, was das Huhn durch das Überqueren der Straße für dich tun kann,
    frage, was du als Bürger der freien Welt für das Huhn tun kannst.

    Helmut Kohl:
    Ich habe dem Huhn mein Ehrenwort gegeben, seine staatsbürgerlichen Gründe für das Überqueren der Straße nicht in aller Öffentlichkeit breit zu treten.

    Clinton:
    Ich war zu keiner Zeit mit diesem Huhn allein.

    Macchiavelli:
    Das Entscheidende ist, dass das Huhn die Straße überquert hat. Wer interessiert sich für den Grund? Die Überquerung der Straße rechtfertigt jegliche möglichen Motive.

    Gerhard Schröder:
    Ich sach das jetzt mal so – wahrscheinlich hat das Huhn auf der anderen Straßenseite eine ruhige Hand mit Futter entdeckt. Basta!

    Freud:
    Die Tatsache, dass Sie sich überhaupt mit der Frage beschäftigen, dass das Huhn die Straße überquerte, offenbart Ihre unterschwellige sexuelle Unsicherheit.

    Bill Gates:
    Ich habe gerade das neue Huhn 2000 herausgebracht, das nicht nur die Straße überqueren, sondern auch Eier legen und ausbrüten kann.

    Pfarrer Jürgen Fliege:
    Die Frage ist nicht, “Warum überquerte das Huhn die Straße?”, sondern “Wer überquerte die Straße zur gleichen Zeit, den wir in unserer Hast übersehen haben, während wir das Huhn beobachteten?”

    Edmund Stoiber:
    Der – äh – das Huhn hat, wie ich meine, und wie die Auffassung einer Mehr-bzw. Vielzahl von Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern, gerade auch hier in Bayern, aber ebenso in den neuen alten Bundesländern zeigt, so bin ich geneigt anzunehmen, dem Bundeskanzler und hier insbesondere der Bundesregierung, die es ja versäumt hat, in der Gesetzgebung und gegenüber den Vereinigten Staaten auf die Richtung einzugehen, mithin nicht erstaunen, …?, zu vermitteln vermag.

    Darwin:
    Hühner wurden über eine große Zeitspanne von der Natur in der Art ausgewählt, Straßen zu überqueren.

    Einstein:
    Ob das Huhn die Straße überquert hat oder die Straße sich unter dem Huhn bewegte, hängt von Ihrem Referenzrahmen ab.

    Dieter Bohlen:
    Also ich find das nur absolut geil, wie das Huhn das da so gemacht hat. Rattenscharf.

    Buddha:
    Mit dieser Frage verleugnest du deine eigene Hühnernatur.

    Hemingway:
    Um zu sterben. Im Regen.

    Oliver Kahn:
    Das Huhn braucht Eier.

    Heidegger:
    Das Wesen des Huhnseins ist ein irritierend Fremdes im Jenseits des Anderen. Das Gegenüber auf der jenseitigen Straßenseite west als ereignendes Spiegelspiel der einfältig einander zugetrauten Hühner.

    Bruno Labbadia:
    Dämliche Frage – diese Hühner werden doch alle nur von den Medien hochsterilisiert

  97. AvatarMit 50 aufhören!!!

    Zu Clown-Autos fällt mir eher Clown-Aktien ein. Ich habe sie natürlich alle im Depot (Twitter, Readly, Bitcoin Group, etc.), knallrot … Hätte ich nur auf Tim u. die anderen hier gehört und solide Dividendentitel ins Depot gelegt (Fastenal, Church&Dwight, McCormick). Jetzt ist es vermutlich zu spät …

  98. AvatarClaus

    @ Tobs

     

    Tobii wäre mir zu risikoreich. Ich muss jahrelange sicher einfahrbare und hohe Gewinne sehen, bevor ich kaufe.

     

    Ich lege immer mehr Wert auf noch bessere Aktien-Qualität. Deshalb konzentriere ich mich nur noch auf die Besten meiner Watchlist. So bleiben gerade mal 41 Aktien übrig, die ich in 3 Qualitätsstufen eingeteilt habe.

     

    Das wird sich zukünftig ganz sicher positiv auf die ohnehin nicht schlechte langfristige Depotentwicklung auswirken. Leider erwischt man “die Besten” selten günstig, besonders die der “A-Klasse”.

     

    Daher mache ich hier ein paar Abstriche beim Kaufpreis, sonst kommt man hier fast nie zum Einstieg, wie ja auch @Cap oben bemerkt hat. Habe für jede Aktie 5 variable Kaufstufen festgelegt, die Excel automatisch anzeigt. Wird Stufe 1 erreicht, kaufe ich mit dem kleinsten festgelegten Depotanteil. Bei erreichen der weiteren Stufen kaufe ich bei jeder Stufe etwas mehr zu geringeren Kursen hinzu. Der Vorteil: Wird nur Stufe 1 oder 2 erreicht, ist man trotzdem dabei.

     

    Bei welcher Kaufstufe ich mit dem Einstieg beginne, ist auch von der Aktien-Qualität abhängig. Bei A-Aktien beginne ich mit meinen Käufen bei Kaufstufe 1. Bei B-Aktien bei Kaufstufe 2 und bei C-Aktien erst bei Stufe 3.

     

    Alles läuft automatisiert, ich habe hiermit keine “Arbeit” mehr. Käufe werden mir bei jeder Kursaktualisierung direkt mit Kaufstufe, Stückzahlen und erforderlicher Kaufsumme angezeigt. So verfahre ich nun seit August letzten Jahres. Seitdem konnte ich kaufen:

     

    Neue Positionen:

     

    Mastercard, Amgen, Coloplast (2 Käufe), Novozymes, Church & Dwight, Clorox, McCormick

     

    und gestern: Amazon bei 2.470,-.

     

    Aufstocken konnte ich noch Hormel.

     

    Vielleicht ist ein solcher Denkansatz ja auch etwas für die eine oder den anderen hier. Erspart Stress beim Kauf: Soll ich, soll ich nicht, warte ich noch??? Oder doch lieber die andere Aktie??. Am Ende steigen die Kurse wieder und die Chance ist vertan…

     

    LG

  99. AvatarThorsten

    Die Behauptung , dass Finanzbildung helfen würde kann ich nur bedingt teilen. Die Menschen sind verschieden und die Theorie dass man alle bilden oder (um)schulen kann um sich irgendwie anders im Job oder privat zu bewegen , nein das funktioniert in den seltensten Fällen. Probier das bei Finanzen und du bekommst schon während das Vortrags eins zwischen die Augen. Weil diese Menschen oft eh schon wenig haben und das Gefühl bekämen, man würde ihnen das nicht gönnen. Eher noch könnte man die Kinder dieser auf kurze Erlebnisse/Konsum/Schulden beruhenden Eltern erreichen. Finanzbildung gehört in die Schule, aber das ist ein Problem, weil die Lehrinhalte auf staatliche Ordnung bzw. Fürsorge ausgerichtet wären. Da müssten zuerst die Politiker eine Finanzbildung absolvieren ( hallo Olaf, immer noch alles bei deiner Frau und du kümmerst dich selbst gar nicht ?!)

  100. AvatarRüdiger

    @Claus:

    Deine Käufe gefallen mir, bei Coloplast haben wir sogar etwas gemeinsam. Was mir besonders gefällt, mit Amazon und Mastercard hast du dir nicht nur diese hier gehypten “soliden” Dividentitel ins Depot geholt.

    Und hoffentlich kommt jetzt kein Aufklärer aus’m Gulli, dass Mastercard sehr wohl Dividenden zahlt. Eh klar, aber kein  Dividendenstratege kauft Mastercard wegen der paar Krümel  😉

     

  101. AvatarAlter Schwede

    Coloplast ist fast auf Corona-Tief. Church & Dwight, Clorox, Costco…alles mit C, aber sehr gut 🙂

    Danaher, McCormick, Thermo Fisher auch alles etwas zurückgekommen. Procter & Gamble fast auf Corona-Tief, Kellogg, General Mills…Konsumaktien sind out. Guter Kaufzeitpunkt.

    Da müßte doch für jeden etwas dabei sein. 🙂

     

  102. AvatarRalf

    @Aktien: Danaher bietet nach dem kleinen Rücksetzer eine schöne Einstiegschance. Edge-Computing könnte eine interessante Sache werden für Investoren. Wer kennt sich damit gut aus? Sind da große Firmen wie Microsoft oder SAP mit im Boot bei solchen Zukunftsthemen?

  103. AvatarSturmfan7

    @Claus: Spannender Ansatz! Von deiner Liste habe ich im letzten Jahr auch so manchen Titel gekauft. Würdest du dein Excel zur Verfügung stellen? Ich hätte daran Interesse – die kaufentscheidungsfindung (was für ein Wort ?) ist speziell bei in absoluten “teureren” Titel wie Amazon, Alphabet, Danaher… immer so eine Sache! Ein paar Prozent auf oder ab machen meist richtig was aus und mehr wie 1-2 Stück werden ja meist nicht auf einmal geordert!

    @all wie sehr ihr den Halbleiterbereich? Hab mich die letzten Tage durch den Dschungel an Titel gewühlt und folgende Hitliste zusammengestellt:
    Taiwan Semiconductors, ASML, PVA Tepla, Aixtron, Qualcomm, Samsung SDI, LAM Research. was haltet ihr davon und fehlt in euren Augen noch etwas? Ziel für 2021 ist es diese 6 Titel in diesem Jahr jeweils auf eine Position aufzustocken oder neu aufzubauen.
    Den Anfang haben jetzt mal Aixtron und Taiwan Semiconductors sowie ASML gemacht.

     

  104. AvatarClaus

    @ Daniel

     

    Mein Kaufsystem ist sehr variabel. Zunächst wird die Aktienqualität ermittelt. Hier gibt es meine 3 oben erwähnten Stufen “Kauf A, B und C”. Weiterhin gibt es die beiden Stufen “unstetig” und “Verkauf”.

     

    Die Bewertung leite ich über die langjährige Kursentwicklung ab, sowie die langjährige p.A.-Kurs-Rendite und meine selbst entwickelte Kennzahl “Kurs-Stabilität”. Ein einfaches Punktesystem “urteilt” emotionslos…

     

    Vorteilhaft ist hierbei, dass schleichende Verschlechterungen der Werte automatisch auch zu Abwertungen führen. Die hier so häufig kritisierten Aktien, die einst mal top waren und langsam immer weiter ins Abseits geraten, werden sicher erkannt. Umgekehrt klappt es auch: Verbessert sich eine Firma konstant, steigt die Bewertung positiv an.

     

    Meine 5 Kaufstufen leiten sich, wie oben erwähnt, von der Aktienqualität ab. Je besser die Aktienqualität ist, desto eher beginne ich mit dem Kauf. “Kauf A” hat somit 5 Kaufstufen. “Kauf B” beginnt erst mit Kaufstufe 2 (etwas tieferem Kurs) und hat so max. 4 Käufe. “Kauf C” beginnt entsprechend erst bei Kaufstufe 3 (noch etwas tiefere Kurse) und hat max. 3 Käufe.

     

    Die “unstetigen” Aktien oder die mit Stufe “Verkauf” kaufe ich nicht ins Langfristdepot. Hier kann es aber gelegentlich zu guten Tradinggelegenheiten kommen (hohe kürzerfristige Erholungschance bei deutlich gesenktem Risiko).

     

    Die 5 Kaufstufen leite ich vom GD200 ab, sowie einem Mindestkurs-Potenzial bis zum letzten Höchstkurs. Ist dieses Kurspotenzial nicht gegeben, gibt es kein Kaufsignal, auch wenn die GD200-Schwelle erreicht ist.

     

    Ich hoffe, meine Erklärungen sind einigermassen verständlich gewesen. Es wird ohnehin nur sehr wenige interessieren. Vielleicht regt es aber einige zu eigenen Überlegungen an. Das System ist eigentlich sehr einfach (ich habe gelernt, dass die einfachen Dinge oft am besten funktionieren, man muss nicht alles “verklomplizieren”…) und meine bisherigen Käufe hiermit waren nicht die schlechtesten. Aber ein Zeitraum von nur 6 Monaten sagt noch nicht viel aus.

     

    Gut ist jedenfalls, dass man sofort handeln kann, ohne nochmals “grübeln” zu müssen, keine Chancen mehr unbemerkt verstreichen und alles beliebig häufig reproduzierbar ist.

     

    @ Sturmfan7

     

    Mein System enthält noch einige andere Features und benötigt 2 externe kostenpflichtige Datenquellen zur Auswertung. Die Kosten hierfür sind zwar relativ gering, aber Voraussetzung.

     

    Über eine “Vermarktung” des Systems habe ich schon nachgedacht. Könnte ganz lukrativ sein, verursacht aber auch jede Menge Arbeit. Das möchte ich mir mit bald 62 Jahren nach nunmehr 35 Jahren Selbständigkeit nicht mehr antun.

     

    “Unbezahlbar” ist die hierin steckende über 22-jährige Börsenerfahrung sowie die Entwicklungszeit, die ja wahrscheinlich noch so lange weitergeht, wie mir Lebenszeit verbleibt.

     

    Gratis möchte ich das System daher nicht anbieten. Vielmehr möchte ich mit meinen Erklärungen hierzu wirklich interessierte Börsianer anregen, selbst etwas “auf die Beine” zu stellen. Wie alles im Leben ist das gar nicht so schwer, man muss einfach nur anfangen. Der Erfolg wird dann irgendwann kommen!

     

    LG

  105. AvatarCap

    Vielen Dank für deine Ausführungen @Claus. Auch aus deinen “oberflächlichen” Erläuterungen kann ich sehr viel mitnehmen. Eine andere Frage habe ich an dich: Du bist ja über 60 Jahre und hast wie erwähnt keine Kinder. Du fährst ja von Außen betrachtet auch eher die Dividendenstrategie eher Richtung C. Röhl, der die ungesunden High Yielder meidet. Das tue ich auch. Warum legst du dir Positionen wie Amazon ins Depot die nicht als Tradingposition wie zb BASF dienen sollen. Erhoffst du dir irgendwann mal Ausschüttungen oder machst du da wie Tim einfach Buy and Hold bis zum Ableben?

  106. AvatarDaniel

    @Claus

    Das ist alles sehr verständlich und nachvollziehbar. Ich beobachte sicherlich nicht so viele Werte wie Du. Dafür habe ich einen Tracker, der mit anzeigt wie weit wir vom ATH entfernt sind (jeweils mehrere Stufen, die Kaufzeitpunkte darstellen, insofern sich an der grundsätzlichen Qualität des Unternehmens nichts geändert hat).

    Ich traue Dir eine mindestens ähnlich hohe Fachkompetenz zu wie dem “Mr. Market” und der verlangt für seinen Service immerhin schlappe Euro 490 pro Mitglied.

    Früher geisterte mal ein gewisser “Karl Napf” durch Foren und hat sein Modell der Robustheit dargestellt. Fand ich ebenfalls immer sehr nachvollziehbar. Keine Ahnung, ob der heute noch irgendwo aktiv schreibt.

    Dir weiterhin viel Erfolg und vor allem Gesundheit!

  107. AvatarClaus

    @ Cap

     

    Ich finde Buy & Hold richtig und sehr sinnvoll, aber nicht ohne CHECK.

     

    Stelle ich fest, dass ein Unternehmen “abdriftet”, verkaufe ich auch. M.E. sollte man nicht stur an Aktien festhalten, die offensichtlich “krank” geworden sind. Manchmal erholen sie sich wieder, aber oft auch nicht. Sie dümpeln dann jahrelang vor sich hin ohne nennenswerten Ertrag oder sogar mit Verlust.

     

    Warum sollte man hieran festhalten? Es gibt immer genügend bessere Alternativen. Man sollte seine Aktien nicht “lieb gewinnen”. Man ist nicht mit ihnen verheiratet. Aktien sind Kapitalbeteiligungen, aber Kapital muss arbeiten und Erträge erwirtschaften. Ist das nicht der Fall, kann ich es lieber “verkonsumieren” und erhalte so eine “persönliche Dividende” (Freude an irgendetwas Schönem).

     

    Amazon ist ein Gigant, an dem wohl in nächster Zeit niemand vorbei kommt. Dividenden erwarte ich in absehbarer Zeit nicht, aber Kursteigerungen, die über der “normalen” Marktrendite liegen. Hier sehe ich mindestens 10% p.A. (meine Mindestgrösse), wahrscheinlich aber mehr. Schau Dir mal den Langfristchart an. Nach Seitwärtsphasen wie gerade kam stets wieder ein neuer Anstieg. Die Fundamentaldaten sehen ebenfalls bestens aus.

     

    LG

  108. AvatarBlackrock

    @Claus: Amazon, Facebook und Co.

    Würde mir hiervon auch gerne das eine oder andere Stück Beteiligung zulegen. Was mich aber immer davon abhält ist:

    1.) Die schon sehr hohe Bewertung

    und vor allem:

    2.) Hast du keine Angst das die Politik zu regulieren beginnt / Tendenzen zeichnen sich ja schon ab?

    Könnte mir vorstellen dass bzgl. Amazon und dem Sterben der Innenstädte gesetzgeberisch reguliert wird und damit dann auch der Aktienkurs Richtung Süden schießt.

  109. Avatar-M

    Sehr schöne Kommentare. Macht Spass zu lesen!

    B&H&C ! Gehe ich total mit. Krankes wird ja nicht beim ersten Anzeichen verkauft, nur wenn sich das länger abzeichnet.

    Gewinner bleiben oft Gewinner und Verlierer bleiben oft Verlierer.

    -M

  110. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Claus

    Amazon ist ein feines Unternehmen. Bin auch am Überlegen, ob ich mir nicht mal wieder eine zusätzliche Aktie ins Depot packe.

    Vor Regulierungen habe ich eher weniger Sorge. Eine mögliche Abspaltung von AWS halte ich für positiv (wie Spin-Offs im Allgemeinen). Gehören mir halt beide Unternehmen.

    Die Frage , die sich nur stellt – warum haben wir nicht schon im letzten Jahr bei 1500€ zugeschlagen…… ?

    Meine Frage an dich – und auch -M : Wie genau geht ihr beim Check vor? Wann ist für euch der Punkt erreicht, ein Unternehmen wegen Erfolgslosigeit auszutauschen? Nach Monaten, nach Jahren? Wann ist es nur ein Durchhänger?

    Das Kind ist kurstechnisch dann schon längst im Brunnen.

    Obwohl ich jetzt seit zwei Jahren keine Aktien mehr verkauft habe, liebäugle ich ebenso mit einem Verkauf der schlechtesten Aktien im Depot. Wobei Bayer, BASF, Reckit und 3M ruhig noch Zeit bekommen können, da aus meiner Sicht solide Unternehmen. Die Pharma-Titel Pfizer und Bristol-Meyer ebenso.

     

  111. AvatarSlowroller

    Meine Gewinner sind oft die, die ich gekauft habe wenn andere über Check verkauft haben. Meine größten Verluste waren die, bei denen so offensichtlich war jetzt reagieren zu müssen und ich wirklich verkauft habe. Mein Learning: ich bin zu blöd dafür (oder habe die falsche Glaskugel) und verkaufe schlicht nichts mehr.

     

    Amazon habe ich aber tatsächlich grad im Auge. Ich bin mir aber bei näherer Analyse doch nicht sicher, ob der Preis derzeit gerechtfertigt ist. Wachstum wirds geben – viel davon ist allerdings eingepreist.

  112. Avatarsammy

    Habt ihr Probleme.. Das Leben eines aktiven Investors kann so anstrengend sein.. So viele Fragen..

  113. AvatarSlowroller

    @sammy

    Zumindest für mich ist es nicht anstrengend sondern schlicht Interesse, Spaß und Diversifikation.

    60% meiner Depots sind recht langweilig in weltweiten ETF.  Und als “aktiven Investor” würde ich mich im Leben nicht bezeichnen. Ich bin halt nen Typ der ab und an mal Aktien kauft.

  114. Avatar-M

    @Free

    Ist nicht einfach zu beantworten. Sonst hättest deine schon weg 🙂

    Ne Spass bei Seite, ich denke da an Jahre. Vlt als Beispiel so ne GE. Da würde ich mein Geld dann lieber in Alphabet arbeiten lassen als weiter in GE zu bleiben. Klar ist der Kurs dann schon unten. Die Frage ist aber auch: wird der Rest dann jemand nochmal steigen, wenn man drin bleibt?

    -M

  115. AvatarThorsten

    @-M

    Ich hatte GE für irgendwas über 40€ verkauft, es ist so lange her, dass ich nicht mehr weiß wie lange. Ich habe für GE ( und Deutsche Bank, aber das ist ein anderes Thema ) mit Zerschlagung oder Delisting gerechnet.Letzte Woche bin ich wieder mit einer kleinen Portion eingestiegen. Weil GE mehrere Disziplinen beherrscht und diese kombinieren könnte . Wie wäre es z.b. mit der Herstellung von gigantischen Bauteilen im 3D-Druck, bei denen man heute noch 20, 40 oder 100 Teile braucht ?  Groß können sie, wir werden sehen, ob sie und was an wen liefern können.

    Ein anderer 3D-Kandidat ist das Unternehmen UPS ( United Parcel Service , Achtung : im Zusammenhang mit 3D-Druck steht manchmal die Abkürzung UPS, aber das ist dann “Uninterrupted Power Supply”). Die bieten das als Service in ihren Läden an. Dadurch werden Lieferketten verkürzt. UPS hebt ab wie SpaceX läuft was. Bin zu 1% investiert.

    SAP Artikel

  116. Avatar-M

    Thorsten du hattest doch deine Anlagen komplett vor kurzem in ETF gesteckt und irgendwas mit momentum Strategie geschrieben? Wieso nun doch wieder was anderes?

    -M

  117. AvatarThorsten

    @-M nein hatte ich nicht “komplett”. Das ist bloß ein Teil des Kuchens.

  118. Avatar42sucht21

    @Alter Schwede…Procter & Gamble fast auf Corona-Tief, ….Guter Kaufzeitpunkt.
    Ich mag die von Ihnen genannten Aktien. Die Kurse gefallen mir auch. Allerdings schaue ich persönlich bei US / Großen Unternehmen auf den USD Aktienkurs. P&G beispielsweise war im Coronatief bei 100 USD und jetzt sind sie bei 125 USD – auf Eurobasis stimmt ihre Aussage (95 € vs. 100€). Aktuell kauft man also großteils den schwächeren Dollarkurs und nicht eine Aktienkursschwäche nach Ablassen der Überbewertung aus der Lockdown-Phase.  Ich habe keine Ahnung wie sich das weiter entwickelt € vs. $. So ist das ja momentan ja auch bei Pharmatiteln wie zB Pfizer. Euro-basiert sind viele Kurse wirklich nett zurück gekommen.

    Coloplast hatte mAn kein Coronatief. Das sind ja Profiteure der Situation und sind im April bis Sommer 2020 von ATH zu ATH, nachdem sie 2020 Jan- Feb ja schon 20% gewonnen hatten.

    @Claus
    Ich mag ihr vorgestelltes System. Vor allem die vorgegebenen Kaufkurse sind unemotional ausgeführt eine super Sache. Damit ist man super auf Gelegenheiten vorbereitet und man gewinnt langfristig wenn man seinem Plan treu ausführt.

    Ich stimme Ihnen aber nicht 100% zu bei dieser Strategie für die sogenannten A-Aktien. Wenn es wirklich A Aktien sind, dann kann man immer kaufen. Bei diesen stetig steigenden Aktien ist es mAn keine gute Idee auf Rückgänge zu warten. Die kommen zu oft nicht und die Kurse bei den exzellenten Aktien laufen einem einfach immer weiter davon. Also bei A lieber immer gleich kaufen. Da ist jeder Kurs langfristig rückwirkend immer ein Kaufkurs gwesen. Bei Rücksetzern darf man natürlich auch bei A aufstocken. Sie bauen das in ihr System mit den angepassten Stufen ja etwas mit ein.

    Ob “unsere” Shell nun B oder C oder gar D ist weiss ich nicht. Meine stetigen Käufe in 2020 haben sich bisher nicht als Fehler herausgestellt. Die Position ist sehr dunkelgrün im plus und ich warte ab was passieren wird und so lange übernimmt die Dividende deutlich mehr als meine jährlichen Benzinkosten.

  119. AvatarTobs

    @coloplast

    Die scheinen ja fast ihren gesamten Gewinn auszuschütten; kann das jemand hier einordnen? Das ist doch keine Tabak-Bude, die müssen mit ihren Gewinnen doch in ihr Geschäft investieren. Irgendeine Einschätzung hierzu wäre klasse.

  120. AvatarClaus

    @ Blackrock

     

    Vor Regulierungen habe ich keinerlei Angst, im Gegenteil. Eine Zerschlagung von Amazon @ Co. könnte letztendlich zu noch deutlich höheren Bewertungen führen. Regulierungen werden sicherlich kommen, aber diese Giganten sind extrem kreativ, haben eine sehr hohe Preissetzungsmacht und werden evtl. “staatl. Zusatz-Kosten”  an Ihre Kunden weitergeben.

     

    Die meist hohe Bewertung hat mich veranlasst, mein o.g. System zu entwickeln, um auch von diesen Aktien mit einigermassen akzeptablem Risiko profitieren zu können. Sie sind eine Bereicherung für jedes Depot. Wem das Risiko so immer noch zu gross ist, könnte ja z.B. zusätzlich zum “vorsichtigen Einstieg” nur die Hälfte seiner üblichen Positionsgröße nehmen.

     

    @ Freelancer Sebastian

     

    Danke auch für Deine Kommentare.

     

    “Die Frage , die sich nur stellt – warum haben wir nicht schon im letzten Jahr bei 1500€ zugeschlagen…… ?”

     

    Völlig richtig. Einige Chancen habe ich gesehen, andere genutzt, aber etwas zu früh. Jede Chance kann man mangels Kapital auch nicht nutzen. Die von mir nicht sehr gut genutzte Corona-Krise hat mich veranlasst, mein o.g. System zu erstellen. Nach einigen Änderungen läuft es seit August 20 wesentlich besser bei mir. Die Umstrukturierung läuft, einige Verkäufe sind geplant und warten auf die Ausführung. Auch hier wird mir mein System automatisch Bescheid geben, denn es nennt zeigt mir auch mögliche (Teil-) Verkäufe bei Übertreibungen an.

     

    Verkäufe von “Schlecht-Performern”:

     

    Ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen, ist es immer schwer zu entscheiden, ob man sich trennen soll oder nicht. Deshalb: Vor dem Kauf klare Regeln aufstellen, die man automatisiert kontrollieren kann. Solche Kontrollen laufend manuell zu machen (z.B. halbjährlich oder jährlich) ist auf Dauer zu zeitaufwändig und selbst wenn man erkennt, dass etwas schief läuft, handelt man meist nicht, um noch etwas abzuwarten… Ein Zeitstopp kann hier helfen: Bringt die Aktie x Jahr(e) nicht die gewünschte Performance, wird verkauft.

     

    Ich habe auch noch einige “Restposten” im Depot, die bei passendem Kurs gehen müssen.

     

    Du erwähnst oben Reckitt. Das ist kein Zufall. Auch ich (und sicherlich noch einige hier) sehen in Reckitt eine gute Kaufchance. Mein Kaufsystem vergibt hier ein “unstetig” und es gibt keine Kauforder hierfür. Stattdessen sehe ich bei Church&Dwight eine “Kauf B”-Einstufung sowie eine mögliche Kauf 2-Chance. Deshalb habe ich kürzlich CHD gekauft und nicht Reckitt. Zufällig habe ich zuvor ein Video mit dem Reckitt-CEO gesehen, in dem er mir ziemlich arrogant vorkam.

     

    Schaue ich die langfristige p.A.-Rendite an, sehe ich bei Reckitt (trotz der längeren Schwächephase) sehr gute 10,33% in den letzten 22 Jahren. Bei CHD sind es 15,78%, ebenfalls über 22 Jahre. Meine selbst erstellte Kennzahl “Kurs-Stabilität” ergibt für Reckitt o,68 von 1,0, für CHD 0,95 von 1.

     

    Das ist natürlich keine Garantie für die Zukunft, aber es geht ja um Wahrscheinlichkeiten, die hier eine klare Sprache sprechen. Zahlen lügen nicht und bessere Entscheidungsmöglichkeiten haben wir nicht. Bauchgefühl ist fehl am Platz.

     

    In mein Bewertungssystem fliessen ein:

     

    Stabilität von Kurs, Gewinn, Cash-Flow, Umsatz und Dividenden (falls vorhanden), Kurs-p.A.-Rendite, Bruttomarge in % und wie viele Jahre diese steigt oder fällt, Div.-Rendite netto, 100%ige Schuldentilgung in Jahren per CF, faire Werte für CF und bereinigten Gewinn, Kurs-Potenzial bis zum letzten ATH, Abstand GD200, Kurs-Entwicklung 10, 5, 1 Jahr.

     

    @ 42 sucht 21

     

    Bei den A-Aktien haben Sie natürlich im Prinzip recht. Shell ist übrigens, trotz der tollen Kurs-Aufholjagd leider nur ein “Verkauf”. Das heist aber nicht, dass es eine schlechte Aktie ist. Sie ist eben nur nicht für die Langfristanlage geeignet. Geld kann man hiermit dennoch verdienen, wenn man auf Kauf- und Verkaufszeitpunkte achtet.

     

    Vielen Dank für Ihren Kommentar!

     

    LG

  121. AvatarPsy

    Wie ist das psychologisch zu bewerten, wenn man diejenigen, die einem den Reichtum indirekt schenken, als Konsum Clowns bezeichnet.
    Diejenigen, die das Öl, das Benzin, die Ressourcen verbrauchen, die die Hard und Software kaufen, die Kino und Fernsehfilme bezahlen, die teuren Konzerttickets und Autos kaufen, die Möbel, das gute (manchmal auch teure) Essen.
    Die sich regelmäßig Kleidung kaufen um sich selbst attraktiv zu finden oder für ihre Lieben attraktiv sein zu wollen.
    Diese Menschen als Clowns zu bezeichnen während man selbst an diesen Zitzen saugt, als Mensch, der sein Geld weitestgehend von Anderen bekommt.
    Nennt man so einen nicht Heuchler?
    Ich denke schon.

  122. AvatarHacks

    Bleiben Depots eigentlich dauerhaft kostenlos oder wird es überall feste Monatsgrundgebühren geben (analog zu Kontogebühren)?

  123. AvatarTT

    Ich arbeite im mittleren öffentlichen Dienst, meine meisten Kollegen im Team im gehobenen Dienst und mein Teamleiter im höheren Dienst. Wir fahren ausnahmlos nur “no name” Autos wie Ford, Renault, Hyundai, Opel und Kia (Kleinstwagen bis Mittelklasse). Darunter einige alte Gurken, durchrepariert bis zum geht nicht mehr. Keiner hat ein Premium Auto.

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