Die Deutschen haben nicht die Geduld, um langfristig mit ETFs oder Aktien zu sparen. Sie lassen sich ablenken von Nachrichten, Emotionen


New York, 30. Januar 2018

Die meisten Menschen können nicht mit einem Börsensturm umgehen. Sie verlieren die Nerven. Dabei ist Geduld so wichtig, um erfolgreich an der Börse zu sein.


Was wird in diesem Blog passieren, wenn die Börse korrigieren wird? Es wird weniger Optimisten geben. Weniger Leser werden sich hier tummeln.

Im Crashfall schaust Du am besten nicht die flachen Nachrichten. Du bist ja Langfristanleger, daher sollte Dich eine Rezession oder Baisse nicht aus der Ruhe bringen. Du bleibst investiert, fertig.

Die meisten verstehen das nicht. Sie wollen ständig rein und raus hüpfen. Dabei funktioniert das nicht. Die beste Rendite kriegst Du mit Geduld. Dann bekommst Du die Durchschnittsrendite als ETF-Sparer. Und die ist knackig. Aber das bedeutet, dass Du in guten Zeiten wie in schlechten Zeiten an Bord bleibst. Wichtig ist ferner, dass Du nicht Teile Deines Depots für den Konsum aufbrauchst. Das Depot sollte für den Ruhestand da sein und nur für den Ruhestand (oder die Freiheit).

Die Menschen sind ihre größten Feinde bei der Geldanlage. Es ist irre.

Jede Fernsehstation lebt vom Boom und Crash. Es wird alles extrem negativ dargestellt, wenn es kriselt. Vergiss die Nachrichten. Ganz schlimm wird es, wenn sie versuchen die Börse/Wirtschaft hervorzusagen. Eine schöne Zukunftsprognose bringt keine Zuschauer oder Leser. Daher wird alles extrem negativ dargestellt.

Ich bin 100 Prozent investiert in Aktien und Immobilien. Ich fing an mit dem Aktiensparen, als ich meinen 20. Geburtstag feierte. Durch eine Vielzahl an Rezessionen hinweg blieb ich an Bord. Im langen Schnitt bieten Aktien ein herrliches Werkzeug, um signifikante Gewinne in die Scheune einzufahren.

Heute ist es ja schon so, dass zu wenig gespart wird. Mein Blog deckt ein Nischenthema ab, das wenig Menschen interessiert. Die Masse beschäftigt sich damit, welches Auto sie kaufen mag oder welchen Urlaub sie schon immer buchen wollte. Der typische Konsument denkt:

„Lass uns jetzt leben. Was geht uns schon die Zukunft an?“

Das ist die generelle Einstellung der Herde. Gerade wenn die Wirtschaft brummt, setzt sich so ein Gedankengut schnell durch. In den USA ist die Sparquote auf ein sehr niedriges Niveau von 2,4 Prozent gesunken.

Irgendwann sind die Konsumenten alt. Sie beschweren sich dann, dass sie noch nicht in den Ruhestand können. Entweder konsumierst Du heute weniger oder Du musst halt länger arbeiten. Eine Lösung wäre allenfalls ein großes Erbe oder der Lottogewinn. Aber selbst mit Glücksgeld musst Du vorsichtig umgehen. Viele Jackpotgewinner haben so eine bescheuerte Schnapsidee, eine Kneipe zu eröffnen. Das Geld ist schneller weg, als Du es Dir vorstellen kannst mit so einem Blödsinn. Im übrigen sehe ich nicht, was es mit finanzieller Freiheit zu tun hat, wenn ich jeden Tag hinter der Theke bis in die Nacht stehen muss. Oder glauben die Kneipen-Fürsten, sie können alles delegieren?

Ich habe immer angestrebt, einen finanziellen Wohlstand aufzubauen. Die Freiheit bedeutet mir viel. Mehr Sport für mich. Laufen, Joggen, Fitnessbude… das ist besser als den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen oder auf dem Sofa zu dösen. Ich finde es super, was der prominente Frührentner „Mr. Money Mustache“ macht: Umbauarbeiten am Haus, Gartenarbeit, Fahrradtouren, Hobbys, Projekte, Reisen….


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Die Deutschen haben nicht die Geduld, um langfristig mit ETFs oder Aktien zu sparen. Sie lassen sich ablenken von Nachrichten, Emotionen

  1. Daniel

    Ich bin 100 Prozent investiert in Aktien und Immobilien. Ich fing an mit dem Aktiensparen, als ich meinen 20. Geburtstag feierte. Durch eine Vielzahl an Rezessionen hinweg, blieb ich an Bord. Im langen Schnitt bieten Aktien ein herrliches Werkzeug, um signifikante Gewinne in die Scheune einzufahren. 

    Hi Tim, du erwähnst Immobilien. Wie handhaben die Amis denn es offenen und geschlossenen Immobilienfonds, bzw. hast Du hierzu eine Meinung? Oftmals werden ja REITs in den Raum geworfen, für mich sind das aber keine Diversifizierungen in den Immobilienbereich sondern eher eine Sektorübergewichtung von Firmen die Immobilien halten.

    Ich überlege auch Immobilienbeteiligungen mit ins Depot zu nehmen, ein Fan von REITs bin ich allerdings nicht und echte Immobilien sind bei meinem Finanzvermögen ein absolutes Klumpenrisiko.

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Daniel

    Ich besitze 2 kleine Wohnungen. REITs kann man ins Depot streuen: Die steuerfreie Ausschüttung der Dividenden ist reizvoll. Versteuert werden muss nicht auf Unternehmensebene, sondern auf Anlegerebene.

  3. Rainer Zufall

    Daniel
    ich glaube, dass ich (bei Kommer) gelesen habe, dass es die Produktgattung offene ImmoFonds nur in Deutschland gibt.

    Wenn das tatsächlich stimmt, sagt das m.E. viel über dieses Fonds aus. Ausser in Deutschland interessiert sich niemand dafür. Habe mich daher für die Beimischung von Reits entschieden.

  4. DannyDanny

    Hallo Tim,

    guter Artikel. Erneut.

    Gerade letzte Woche hat der DAX erst ein neues Hoch markiert. Seit dem hat er etwa 400 Punkte nachgegeben, ist auf Sicht eines Monats aber immer noch im Plus. Von daher kann ich die Panik nicht nachvollziehen.

    Ich würde mich freuen, wenn du gewohnt sachlich und rational auch in einer größeren Korrekturen bzw. in der nächsten Rezession weiter bloggst. So wie in deinen Artikeln aus dem Archiv von 2008/2009.

    Ich selbst betrachte meine Investitionen in Aktien wie andere den Kauf eines Autos, iPhones, Fernseher, Briefmarke, Münze… Es ist „verkonsumiert“, liefert aber im Gegensatz zu Konsumgütern einen regelmäßigen Cashflow durch Dividenden.

    Gehen die Kurse die nächste Zeit weiter runter, gut so. Dann komme ich günstiger an Anteile der BASF, Fresenius, SAP, Siemens… Auch von Apple und Johnson&Johnson hätte ich gern noch ein paar Anteile.

    Sollte es tatsächlich ernst werden, hoffe ich natürlich meinen Job zu behalten. Ansonsten habe ich mehr Zeit für die Kids und endlich mal wieder für Hobbies.

    In diesem Sinne.

    Liebe Grüße,

    Danny

     

  5. Daniel

    @Rainer Zufall:

    Vielen Dank für die Info. Das wirft in der Tat ein etwas graues Licht auf diese Produktgattung. Ich sollte mir vielleicht wirklich auch mal so ein Kommer-Buch bestellen ;-P

  6. Boris

    Habe heute früh in der Frankfurter Rundschau (Papier) einen längeren Kommentar gelesen, nach dem es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit in diesem Jahr zum Crash an den Börsen kommen dürfte. Es würde sich andeuten.

    Alles, was der Autor an Argumenten zusammentrug, hätte man in wechselnder Zusammenstellung auch zur Annahme einer gewissen Wahrscheinlichkeit für den Crash an den Börsen in 2017, 2016, 2015, 2014, 2013 usw.usf. anbringen können.

    Kaffeesatz. Ich musste lachen.

    Wenn man am Tage nicht viel zu lachen hatte, sollte man am Abend ‚Börse vor Acht‘ im Ersten gucken. Das rettet meist den Tag.

    Ansonsten einfach die ETF-Schäfchen (und Aktien) zusammenhalten und langfristig wirtschaften lassen…

  7. Ruby

    @Danny

    Keine Sorge – du wirst erheblich billiger nachkaufen können 🙂

    Ich denke jetzt könnte der Bruch nach oben stattgefunden haben. Sämtliche Bewertungen sind derart am oberen Anschlag…..es kam eigentlich mit langer Ansage vorher. Scheint aber so als hätten auch die letzten Privatinvestoren die letzten Wochen erst noch rein müssen damit man abladen kann.

  8. Kia

    Wow, soviel neue Artikel! In einem der vorherigen Artikel hat jemand wieder auf die Zeitreihe „Kontoauszug“ verlinkt. Ich habe hier mal ein paar Zitate der Kommentare, zu Simon den Wirschaftsinformatiker mit 2200€ Sparrate“ herauskopiert:

    „Die Sparkassenverträge waren mal sowas wie eine garantierte Privatabsicherung. Nun kriegt man die ETFs die spekulativ sind.“

    „Das Geld benötigt er also gar nicht und weiß auch offensichtlich nicht mehr damit anzufangen, als dieses als ‚Spielgeld‘ in sein Depot zu füllen „

    „Ich kann hier immer nur mit dem Kopf schütteln wenn ich von solchen Sparquoten lese. Ich habe keine Sparquote, aber ein Leben!“

    „Es gibt Menschen, die haben noch weit höhere Sparquoten und geniessen dann den „Lebensabend“ schon ab 50 oder noch früher…www.mrmoneymustach…“.    —–> „Ich hoffe, Sie nehmen den Schmarrn nicht ernst.“

    Die Leute verstehen das mit dem Sparen einfach nicht! Und anstatt darüber nachzudenken, sich zu informieren tun die das als Schmarrn ab.

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Danny

    Super Einstellung, Ich finde es legitim, die Dividenden zu konsumieren. Dann macht das Aktiensparen/ETF-Sparen noch mehr Spass. Wer aber ganz eifrig ist, reinvestiert die Dividenden sofort wieder.

    @ Boris

    Witzig. Danke für den Rundschau-Hinweis.

    Wenn der Autor solche Korrekturen/Crashs lange genug vorhersagst, dann wird er irgendwann mal einen Treffer landen.

    @ Kia

    Das ist schon lustig, welche Ausreden die Menschen haben, warum sie nicht sparen. Die werden alle mit langer Arbeit bestraft.

    LG an alle!

  10. DannyDanny

    @ Tim

    I think you got me wrong. Wenn ich schreibe, dass ich mein investiertes Geld als „verkonsumiert“ betrachte, dann meine ich damit, dass es für mich quasi nicht mehr lequide ist. Genauso, als wenn ich davon etwas Materielles gekauft hätte. So habe ich z.B. im November kurz überlegt, ob ich nicht die 1000 €, die andere für ein neues iPhone X ausgeben, in Apple investieren soll. Dann hätte ich geschaut, wie jährlich der Rückkaufwert der beiden Assets – iPhone und Apple Aktien – ist. Ich habe dann aber doch gezögert. 🙁

    Die erhaltenen Dividenden werden selbstverständlich reinvestiert. Ich habe sogar eine Art Kennzahl, die aussagt, welcher Anteil eines neuen Investments oder Nachkaufs von den erhalten Dividenden beglichen wird. Mit der Zeit sollte der Dividendenanteil steigen bzw. die eigenen Sparleistung für ein Neuinvestment sinken. Ist vielleicht alles etwas Spielerei. Mich motiviert es jedoch.

  11. SeBo

    Hallo Tim,

    ich glaube, dass ein Crash tatsächlich für die meisten Menschen schwierig auszuhalten ist. Er hat eine Sogwirkung. Genauso wie Bitcoin derzeit eine Sogwirkung in Richtung Long hat.

    Ich glaube, dass es fatal ist, dass oft gesagt wird, man müsse max. mit einem Verlust von 50% rechnen. Wenn es richtig ernst wird, kann es auch weiter runter gehen. Siehe den Crash von 1929: https://www.boerse.de/boersenwissen/boersengeschichte/Der-Boersencrash-des-Jahres-1929-69

    Damals ging es über 80% runter, über Wochen hinweg. Das muss man erstmal aushalten. Wenn man sich schon finanziell frei gefühlt hat und dies vorerst wieder aufgeben muss, ist das sicher ein hartes Brot.

    Mir gefällt das Konzept von diesen Slow Cookern so gut, dass ich gerade einen angeschafft habe. Lidl hat im Onlineshop einen für nur 25€ im  Angebot. Damit sind wir auf jeden Fall krisenfest 😉

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    SeBo

    Ja, es ist hart so etwas auszuhalten. Die meisten Anleger verlieren die Nerven und verkaufen im Tief (anstatt aufzuladen mit dem LKW).

    Mit dem Slow-Kocher bist Du gut aufgestellt. Ich koche oft mit Bohnen/Linsen/Reis. Und lege ein paar Gemüse-Teile drüber: Tomaten, Zwiebel, Lauch, Zucchini… Reichlich Gewürze sind wichtig. Schmeckt lecker. Günstig und gesund.

  13. steve

    Crash kommt oder auch nicht. Gerade beim Dax ist von Überbewertung nichts zu sehen Kursindex auf dem Stand von 2000! Die Rendite seitdem nur Dividenden interessant oder?

    Ansonsten hat Tim recht gerade beim sparen ist Ausdauer angesagt. Die Ablenkung ist immer da und leicht ist es auch nicht. Ansonsten würde es jeder machen. Das dieses Szenario nicht funktioniert ist klar.

  14. Daniel

    ich glaube, dass ein Crash tatsächlich für die meisten Menschen schwierig auszuhalten ist. Er hat eine Sogwirkung. Genauso wie Bitcoin derzeit eine Sogwirkung in Richtung Long hat.

    Ich finde die Investition in Kryptowährungen (z.B. die gängigen großen wie Bitcoin und Ether) gar nicht mal so schlecht. Nimm 100€ als Spielgeld und geh in diesen Markt rein. Warum? Weil diese Börsen wie gehebelte Aktien-ETF laufen und dazu noch im Zeitraffer. Es ist eigentlich das ideale Training um sich und sein Verhalten mal kennenzulernen. Mir hat das schon ziemlich weitergeholfen.

    Ich glaube, dass es fatal ist, dass oft gesagt wird, man müsse max. mit einem Verlust von 50% rechnen. Wenn es richtig ernst wird, kann es auch weiter runter gehen. Siehe den Crash von 1929: https://www.boerse.de/boersenwissen/boersengeschichte/Der-Boersencrash-des-Jahres-1929-69

    Damals ging es über 80% runter, über Wochen hinweg. Das muss man erstmal aushalten. Wenn man sich schon finanziell frei gefühlt hat und dies vorerst wieder aufgeben muss, ist das sicher ein hartes Brot.

    Das blöde ist, dass aus dieser Zeit wenige Aufzeichnungen vorhanden sind. Ich kann mir ehrlich gesagt nur sehr schwer vorstellen das global gesehen 80% erreicht werden, die Schwellenländer sind meistens noch etwas abgekoppelt. Aber in einzelnen Regionen (siehe Japan auch über Jahrzehnte) ist das absolut denkbar.

  15. Ruby

    Ich kenne den Crash von 1929 auch nur aus Erzählungen. Aber falls so ein Ereignis in einer ähnlichen Form wirklich noch mal eintreten sollte dann werden die Aktienkurse unser kleinstes Problem sein. Das weiß ich mit Sicherheit.

     

  16. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Bezüglich geeignete Broker…

    Viele machen sich ja Gedanken, wo man sein Depot aufmachen sollte, wenn man vornehmlich Werte aus Nordamerika zwecks Dividenden halten möchte.

    Dazu hat Lynx jetzt ein Interview mit Thomas Peterffy, dem Gründer von Interactive Brokers geführt, wo man ja sein Depot hat, wenn man bei Lynx, CapTrader… ist.

    Vielleicht für den Einen oder Anderen hier interessant, wenn man es noch nicht angeschaut hat.

    Man hätte zwar mit einem besseren Interviewer sicher mehr bekommen, aber so ist es auch mal nett zu sehen.

    Teil 1
    Teil 2

    MS

  17. Mattoc

    Danny,

    das ist eine sehr gute Betrachtungsweise.

    Während sich andere Kleidung, Möbel und Autos kaufen, kaufen wir Aktien oder ETFs, wobei das Konsumgefühl auch bei Aktien und ETFs im Vordergrund steht.

    Der eine sagt also: „Guck mal, was der Nachbar für einen fetten SUV vor der Tür stehen hat.“ Und wir sagen: „Hast du schon meinen coolen, neuen ETF gesehen, der geht ab wie Schmitz-Katze.“

    So machen wir es. 🙂

  18. Gurki

    Also ich kaufe mir mittlerweile auch Kleidung. Ich habe mittlerweile nach zig Jahren nämlich fast nur noch ausgeleierte und ausgefranzte Kleidung. Damit kannst echt nicht mehr rumrennen. Ist ja mega peinlich. Und ja mir ist wichtig, nicht als Obdachloser betitel zu werden.
    Vor allem, wenn man neue Leute (vornehmlich Frauen) kennnenlernen will, kann man nicht rumrennen wie der letzte Lump. Aber Gucci und Co muss es natürlich trotzdem nicht sein.

  19. Boris

    @Gurki

    Vor allem, wenn man das mal im größeren Zusammenhang sieht: Würde man bei Kleidung derart sparen, dass man wie ein Lump/Obdachloser herumlaufen müsste, dann würde das womöglich ja einen Beitrag dazu leisten, mit spätestens Mitte Fünfzig (oder meinetwegen mit Ende Vierzig) finanziell ‚frei‘ zu sein. Gut.

    Aber dafür wäre man fünfzehn bis dreißig Jahre im schönsten Lebensalter eben herumgelaufen wie – s.o. Tolle Aussicht. Ist das irgendwie erstrebenswert? Und warum?

    Um die nächsten zwanzig oder dreißig+ Jahre, die einem noch bleiben, auch nicht viel mehr monatlich zur Verfügung zu haben als mit einem ordentlichen Gehalt?

    Denn das, was man als finanzielle Freiheit erreicht hat, ist ja nicht das ergötzliche Füllhorn namens Reichtum kurz vor der Rente und darüber hinaus, sondern notwendiger Lebensunterhalt, den man Monat für Monat abträgt.

  20. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Gurki

    Ich finde, es übertrieben wie heute Kleidung bergeweise eingekauft wird. Es ist nicht gut fürs Wohlbefinden, für die Natur und Deinen Geldbeutel. Meine Jeans hält sehr lange. Genauso Hemden und Shirts. Ich muss nicht jedes Jahr sackweise neue Mode kaufen.

    Diese Frage in dem Forum finde ich so super:

    http://www.med1.de/Forum/Schoenheit.Wohlfuehlen/708321/

    Die Natur leidet an dem vielen Plunder:

    https://www.huffingtonpost.com/shannon-whitehead/5-truths-the-fast-fashion_b_5690575.html

  21. DannyDanny

    @ Mattoc: Das ist auch ein guter Vergleich. 😉

    Passend dazu habe ich heute zu 112,89 € ein paar Johnson & Johnson Anteile verkonsumiert. Im März bekomme ich damit meine erste J&J-Dividendenzahlung. Und im April sollte traditionell die nächste Erhöhung anstehen.

    Wo also der fette neue SUV des Nachbarn mit der Zeit immer weniger Wert ist, gewinnen unsere Investitionen i.d.R. mit der Zeit an Wert. 🙂

  22. Andreas

    @Danny

    Guter Kauf! Hab auch schon überlegt, ob ich bei J&J zugreife, viel weiter nach unten wirds kaum gehen. Tolles Unternehmen, das ich bisher noch nicht im Depot habe…

  23. Micha

    @Andreas

    „Hab auch schon überlegt, ob ich bei J&J zugreife, viel weiter nach unten wirds kaum gehen.“

    Der kam gut… ;-)))

    Für welchen Zeitraum soll die Prognose denn gelten? Bis zum Wochenende oder noch darüber hinaus? Ist nicht böse gemeint, aber ich hoffe, Du kannst Dir schon vorstellen, dass noch ganz andere Preise möglich sind, wenn die Stimmung sich mal über 1, 2 Jahre komplett gedreht hat und die Fondsverwalter nach und nach auf ihre „Notaus-Schalter“ gedrückt haben? Ich habe zwar zu Wochenanfang auch mal wieder etwas nachgekauft (GB0004544929), hoffe aber dennoch seit 2 Jahren auf den ca. 60-80% Rücksetzer (mehr wäre vielleicht ein wenig zu herb). Weiter nach unten wird es erst dann nicht mehr gehen, wenn in den Medien nur noch über die höchsten Sparbuchzinsen berichtet wird, Tagesgeldkonten wieder der letzte Schrei sind und Tim hier mit seinen neuesten Designerklamotten angibt (na gut, das war jetzt etwas übertrieben), während solide Aktien wie die von J&J trotz fast zweistelliger Dividendenrendite nur noch vom Emittenten selber und von den härtesten der W.Buffet-Jünger übernommen werden. Dann sollten wir „24/7“ einkaufen gehen und von den Bonuspunkten geht’s dann ein paar Jahre früher in die postberufliche Phase.  😉

  24. Andreas

    Vielen Dank für die Belehrung Micha:-) Du kannst ja gerne noch weitere 2 Jahre auf einen 60 bis 80 Prozent Rücksetzer warten;) Wenn er kommt, nur zu, dann kann man richtig einkaufen gehen. Nur glaube nicht an eine so große Korrektur im derzeitigen Umfeld. Der Halbsatz von mir war etwas flappsig dahingeschrieben. Ich wollte nur ausdrücken, dass man bei J&J aus meiner Sicht auch bei einer so kleinen Korrektur zugreifen kann, wenn man langfristig anlegt, da man J&J eben selten wirklich günstig bekommt, siehe Langfristchart. Wenn man Geld zum investieren hat, kann man J&J aufstocken oder eine erste neue Position aufbauen, so wie es Danny eben gemacht hat. Was spricht dagegen?

  25. Gurki

    @Boris: Sehe ich ähnlich 🙂

    @Tim: Jahre lang habe ich an Kleidung gespart und mir äußerst wenig neue gekauft. Jetzt ist sie aber halt verschlissen und ich muss mich mittlerweile wirklich komplett neu einkleiden. Ergo muss ich Säcke an Kleidung kaufen.

    Unterhemden hatten löcher, Unterhosen sind am Bund aufgerissen oder ausgeleiert, Hemden sind am Kragen durchgescheuert oder ausgewaschen, Pullover oder Sweatshirts sind an den Ärmeln ausgefranzt. Meine Schuhe sind ausgelatscht und die Sohle habe ich mittlerweile schon diverse male geklebt.

     

    Ich fühle mich einfach nicht mehr wohl mit solchen verschlissenen Kleidungsstücken. Ergo muss ein neuer Komplettkauf stattfinden. Nützt ja nichts, dann wird halt mal ein 1000er in Kleidung investiert. Wenn es mich glücklicher und zufriedener macht, gerne. Und ich denke das wird es 🙂

    P.S: Für die die mich nicht kennen, ich spare auch so monatlich meine 50%. Das muss langen.

     

  26. Rainer Zufall

    Andreas

    „Guter Kauf! Hab auch schon überlegt, ob ich bei J&J zugreife, viel weiter nach unten wirds kaum gehen. Tolles Unternehmen, das ich bisher noch nicht im Depot habe…“

    Das denke ich schon seit Monaten. Habe im 1. Quartal 2017 Anteile gekauft. Seitdem dümpelt der Kurs so vor sich hin. Gähn.

     

  27. Andreas

    Ist ja bei vielen Pharmawerten so, teilweise gehts sogar abwärts. Würde für mich persönlich aber keine große Rolle spielen, da ich langfristig bei J&J sehr gute Aussichten sehe, steigende Dividende, bei nicht zu hoher Ausschüttungsquote, breit aufgestellt. Für mich ist J&J so ein klassisches Rentenpapier, bei dem ich mit meinen 34 Jahren eben überlege, ob ich zugreife. Aber da ich schon drei andere Pharmawerte im Depot hab, lass ich es wohl erstmal, um von der Branche nicht zu viel im Depot zu haben.

    Auch Novartis oder Pfizer dümpeln ja seit längerem auf der Stelle, aber solange diese Unternehmen Gewinne erwirtschaften, Dividende zahlen und beides im Idealfall jedes Jahr leicht steigt, ist mit der Kurswert nur sekundär wichtig. Klar sieht es im Depot schöner aus, wenn da ein dickes Plus steht, aber mei, man kann nicht alles haben;-)

  28. Micha

    @Andreas

    „Der Halbsatz von mir war etwas flappsig dahingeschrieben.“

    Ist schon OK, ich hatte ja auch geschrieben, dass meine Antwort nicht böse gemeint sei.   😉

    Es klang so herausfordernd und ich bin eben darauf eingestiegen.

    Ich möchte auch noch sehr gerne J&J, Novartis, Pfizer und noch weitere BlueChips kaufen, bin aber auch ständig verunsichert, ob etwas Zurückhaltung nicht ratsam wäre. Aber kaufen macht ja auch Spass und so mache ich das gelegentlich auch einfach mal. Ich „muss“ aber noch viel kaufen und meinen monatlichen Cashflow steigern: Bin älter als Du, habe also weniger Zeit und benötige demnach reichlich Sonderangebote und ein glückliches Händchen.  Noch habe ich vielfach höhere monatliche Einnahmen aus P2P (Mintos, Viainvest usw.), da man dort mit 12% einsteigen kann und nicht erst jahrelange Dividendensteigerungen abwarten muss. Die Zinsen werden aber monatlich abgeschöpft und kommen dann aufs Aktienkonto. Ich hoffe, dass das gut zu Ende geht ohne hohe Verluste und ich irgendwann zu günstigen Kursen komplett in den langfristig weniger riskanten Aktienmarkt umsteigen kann.

  29. Andreas

    Ja klar, alles entspannt 😉

    Jetzt gehts ja sogar mal bisl nach unten, kann uns nur recht sein:) Ich halte momentan auch mehr Cash als sonst, bin etwas vorsichtig. Trotzdem investiere ich regelmäßig. Zuletzt habe ich bereits im Depot enthaltene Werte einfach aufgestockt, wie Apple oder Fresenius, da beide ein Stück korrigiert hatten. Und jetzt mal schauen. Roche habe ich bisher nicht, aber das riecht z.B. irgendwie nach einer guten Einstiegsmöglichkeit gerade. Andererseits habe ich eigentlich genug Pharma, stocke evtl. noch mal Novartis oder Pfizer auf, ansonsten schaue ich mich gerade eher in anderen Branchen um

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