Die Altersarmut sucht immer mehr Deutsche heim

Shopping. Damit beschäftigt sich die Masse am liebsten. Dann kommt die Altersarmut wie gerufen.

Wenn du dir Statistiken über das Konsum- und Sparverhalten der Deutschen anschaust, haben Millionen Bundesbrüger die Rentenkatastrophe nicht begriffen. Es wird zu wenig gegen die Altersarmut getan. Der Rentenversicherungsbericht 2018 der Bundesregierung warnt klipp und klar. Dort heißt es:

Der Rückgang des Sicherungsniveaus … macht deutlich, dass die gesetzliche Rente zukünftig alleine nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard des Erwerbslebens im Alter fortzuführen. In Zukunft wird der erworbene Lebensstandard nur erhalten bleiben, wenn die finanziellen Spielräume … genutzt werden, um eine zusätzliche Vorsorge aufzubauen. Zentral für die Altersversorgung wird aber auch weiterhin die gesetzliche Rente bleiben.

Die ausgezahlte Rente liegt im Westen bei durchschnittlich 1095 Euro, für Frauen bei 622 Euro. Davon kannst du kaum leben. Wie wollen Menschen davon Miete, Lebensmittel, Transport, Telefon, Versicherungen etc.. bezahlen?

Über das Rentensystem wird gerne geschimpft. Aber es ist seit Jahrzehnten bekannt, dass das Rentensystem nicht reichen wird im Alter. Auch wenn Arbeitsminister Norbert Blüm immer wieder behauptete: “Die Rente ist sicher.” Es ist seit Ewigkeiten klar, dass die Höhe der Zahlungen nicht zum Leben reichen. Jeder gesetzlich Versicherte sollte im Laufe seiner Karriere mehere 100.000 Euro zur Seite legen. Das geht am einfachsten mit ETF-Sparplänen. Wer gut verdient, kann sogar 1 Million Euro im Depot anstreben.

Selbständige brauchen auch massive Reserven. Wer ein hohes sechsstelliges Depot hat, wird im Alter keine Armut erleiden. Leider haben wir aber in weiten Bevölkerungskreisen armselige Verhältnisse. Die Leute machen lieber Schulden, anstatt Vermögen aufzubauen. Wer jedoch nur rummeckert, ist selber schuld. Gerade die konsumgeile Mittelschicht hat keinen Plan. Sie verschließt die Augen vor der Realität. Mit Tagesgeld oder Sparbüchern kannst du die Rentenlücke kaum schließen. Die Deutschen machen aber genau das. Sie lassen Aktien links liegen.

Wer celever ist, macht Karriere und spart wie ein Irrer über den Aktienmarkt. Mit einer Sparquote von 30, 40 oder 50 Prozent kannst du es in die finanzielle Freiheit schaffen. Dann musst du nicht wie die Masse bis 67 deine Knochen hinhalten, um dann mit einer mickrigen Altersrente auszukommen. Ich verzichte lieber auf Clownautos und Protzwohnungen und kann dafür meine Beine hochlegen. Ich muss nicht mehr früh aufstehen für einen nervenden Chef. Ich schlafe morgens aus. Mein Depot macht es möglich. Meine Bescheidenheit schuf die Grundlage dafür.

Das Gejammer über Rente geht den Vernünftigen auf den Keks. Die Masse aber steht vor einem Problem. Sie macht es sich zu leicht. Sie spart falsch und gibt zu viel für Konsum aus. Die Folge: Es gibt mickrige Renten für die Mehrheit. Fakt ist: Du hast Einfluß auf dein eigenes Schicksal.

Berlin födert die private Altersvorsorge großzügig. Aber das geht nur zu Gunsten privatwirtschaftlicher Vorsorgeunternehmen wie Targo, Debeka, Allianz, Generali, R+V… Da werden Verbraucher zum Teil bis zum Umfallen geschröpft. Es ist politisch gewollt. Die Finanzbranche sitzt mit ihren Lobbyisten bei Frau Merkel und ihren Ministern auf dem Schoß. Die Kosten dieser Produkte müssen radikal sinken. Ein fairer Preisvergleich muss möglich sein. Wir brauchen mehr Transparenz. Der Verbraucherschutz wird von Berlin mit Füßen getreten, wenn mehrere tausend Euro in Vertriebsstrukturen und Produktkosten fließen. Es ist ein Wildwuchs seit Dekaden entstanden. Riester und Rürup sind für die Wirtschaft geschaffen worden, aber nicht für die Menschen.

Berlin sollte von Washington lernen. Amerika spart intelligenter für den Ruhestand. Und zwar über Aktien neben der gesetzlichen Rente namens “Social Security”. Das Aktiensparen ist sehr kostenschonend und transparent. Ich möchte die USA nicht glorifieren (es hat seine Schwächen), aber das Alterssytem ist smarter als in Deutschland.

Grundsätzlich gilt das Sprichwort: “Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.” Die Not kommt, also nutze deine Zeit. Ich finde es besser über ein eigenes Depot zu sparen, das du selbst managen und vererben kannst, als über komplexe Vorsorgeprodukte, die niemand versteht. Die Bildungsminister sollten in der Schule das Fach Privatfinanzen einführen. In einer Konsumgesellschaft wäre das eines der wichtigsten Fächer. Dann lernst du fürs Leben. Wir werden jeden Tag von Werbung bombardiert und belogen. Hiznu kommt unser Neid und Vergleichswahn (“Mein Auto, Haus, Urlaub”). Da ist ein Leben nahe am finanziellen Abgrund programmiert.

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Alexander
3 Jahre zuvor

Völlig richtig Tim, es ist politisch gewünscht, dass man in Deutschland nicht zu hoch hinaus kommt, und Vermögen schafft. Sonst hätten ja  SPD, Grüne etc. keine Wähler mehr wenn es den Bürgern finanziell zu gut ginge. Dafür sorgen Gesetze wie Riester, die hohen Steuern und Abgaben für Angestellte sowie das Umlage- und Steuerfinanzierte Rentensystem in Deutschland.
Die Deutsche gesetzliche Rente wird zu enormen Anteilen aus Steuern finanziert  (100 Milliarden Euro pro Jahr nur allein der Bundeszuschuss, also Steuermittel!), und nicht aus den Beiträgen der jetzigen Beitragszahler. Das alleine ist doch schon mal ein Warnzeichen. Da es immer mehr alte Leute gibt, die dem Staat viel  Geld kosten und immer weniger junge Beitragszahler die man melken könnte, müssen die Steuereinnahmen angezapft werden. Der Staat hat ja nur Schulden, und kein Vermögen. 
Bald werden auch auf Dividenden und Kursgewinne 42% Steuern fällig. Das wird vielen einen Strich durch die Rechnung machen die tatsächlich in Deutschland bleiben wollen. und dort von Dividenden etc. leben wollen.
Die Deutschen Renter sind nicht arm. Arm sind diejenigen die den Saustall finanzieren müssen, und keinerlei Vermögen mit dem Rentensystem aufbauen, sondern nur “Rentenpunkte” sammeln. Ein fiktiver Anspruch, der nichts Wert ist. Verzinsung = 0,00% 
Die Lösung für gut ausgebildete junge Menschen ist meiner Meinung nach auszuwandern und möglichst schnell und früh ein Depot aufzubauen, dabei in jungen Jahren so viel wie möglich zu arbeiten.

Bruno
3 Jahre zuvor

Norbert Blüm hatte Recht, wie er auch später mal betonte:

https://blog.halle-leaks.de/wp-content/uploads/2016/11/dierenteistsicher.jpg

Skywalker
3 Jahre zuvor

Ich danke Tim für seine Arbeit. Ich bin hier oft kritisch und denke teilweise anders, aber: seit 2015 lese ich hier mit und habe dank Tim meinen Investment-Stil gefunden und beibehalten. Alleine dafür bin ich Tim extrem dankbar. 

Albr
3 Jahre zuvor

Norbert Blüm meinte immer SEINE Rente ist sicher 😉
 
 

Albr
3 Jahre zuvor

Knap 1.100 Euro ist die Bruttorente, davon gehen noch PV und KV ab !
die Rente ist zukünftig Vlt. ein Zubrot, aber auf keinen Fall mehr… wenn die geburtenstarken Jahrgänge so ab 2028 in Rente gehen, dann kollabiert das System !
Spätestens dann muss das Rentenalter deutlich angehoben werden !
 

Michi
3 Jahre zuvor

Bevor das Fach Privatfinanzen eingeführt wird,  kümmern sich unsere “Eliten” um Schulthemen wie Frühsexualisierung von Kindern, Gentrifizierung, Islamunterricht und sonstigen politisch korrekten Mist. Mir tun meine Kinder leid, habe eine Wut auf unsere Politik und kann leider nur zusehen, dass ich meinen kids daheim genug Werte und finanzielle Bildung mitgebe.

Skywalker
3 Jahre zuvor

Du hast Greta ismus, genderismus und grüninnenismus vergessen… 😉 

Sparta
3 Jahre zuvor

@Michi
Nimm die Wut und setze sie in Energie für Selbstreflexion und in den Spiegel kucken um!  😉

Ruben
3 Jahre zuvor

Ich werde gesetzlich gezwungen, die Vermögenswirksamen Leistungen in ein Riester Produkt einzuzahlen. Oftmals gibt es in meiner Firma nach einem erfolgreichen Jahr noch eine Prämie und dafür bin ich auch dankbar. Leider gibt es einen zusätzlichen Bonusbetrag von eine paar hundert Euro nur, wenn man die Prämie in einen quasi nullverzinsten Rentenversicherungsvertrag umleitet.
Es besteht noch viel Aufklärungsbedarf, wie man Vermögen wirklich erhält und mehrt.

Chrissie
3 Jahre zuvor

Die Politik hat bei der Rente entscheidende Fehler gemacht. 
 
Der demographische Wandel ist seit langem bekannt, das Rentensystem wurde jedoch nicht an die sich ändernden Gegebenheiten angepasst. 
 
Es wurde ein kostenintensives Riestersystem aufgestellt, damit der Arbeitnehmer Kosten übernimmt, der Arbeitgeber weitestgehend von weiteren Lohnnebenkosten verschont bleibt und die Versicherungsbranche auch noch üppige Gewinne einfahren kann.
 
Was in der Diskussion aber so gut wie nie erwähnt wird, ist, dass durch den von Schröder geschaffenen Minijobber- und Niedrieglohnsektor sowie durch die kaum stattfindenden Lohnerhöhungen der letzten 2 Jahrzente erheblich weniger Beiträge in die Kassen gespült wurden als möglich gewesen wäre. Dies also ganz unabhängig vom demographischen Wandel. Die Arbeitenden verdienen zu wenig und zahlen auch zu wenig ein. 
 
Ich kann nie verstehen, dass der geneigte Rentenbezieher meint, er müsste dieses Politikversagen mit persönlicher längerer Arbeitszeit kompensieren.
 
Das Rentensystem müsste dringendst erneuert werden, hier sehe ich aber keine Ansätze in der Politik. Man stellt sich hin und verkündet stolz, bis 2025 sei das System stabil. Man kann das auch übersetzen mit „dann kommen die Babyboomer und dafür haben wir keinen Plan“.
 
Wenn in den nächsten 10-20 Jahren die Digitalisierung tatsächlich 50% der Jobs kosten sollte, dann fiele der Anteil der arbeitenden Bevölkerung in D von jetzt ca 40 Mio auf dann ca 20 Mio. Wie soll dies mit dem jetzigen Rentensystem funktionieren? Soll man dann bis 90 arbeiten und gleich in die Grube fallen?
 
Vergessen werden darf bitte auch nicht, dass es hier im Blog anscheinend relativ viele Gutverdiener gibt. Ein Arbeiter mit ca 1200 € Einkommen hat nicht die Wahnsinnsmöglichkeiten zur eigenen Vorsorge. Sparquoten von 30% sind da nicht so häufig möglich.

42sucht21
3 Jahre zuvor

@Die Deutsche gesetzliche Rente wird zu enormen Anteilen aus Steuern finanziert  

Dies liegt teils auch daran, dass die Rentenkasse Gelder auszahlt, die eher von Steuern bezahlt werden sollten. Mütterente, Ost-West-Ausgleich, bestimmte Kinderanrechnungszeiten <92, Mindestrente, Spätaussiedler, Renten für Zwangsarbeiter, Ghetto-Bewohner… sind alles sehr wichtige Dinge,

https://www.bundestag.de/resource/blob/437624/634baef7575ec97bc241976afb1168e4/WD-6-085-16-pdf-data.pdf

aber politische Themen und das sollte zu 100% vom Steuerzahler bezahlt werden und nicht mit Anteilen der Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung. Solidarprinzip? Warum sollten die Versorgungskassen von Ärzte, Achitekten, Beamten, Öffis, Juristen,…. diesen Anteil sparen. Nach meiner Kenntnis wird da nichts explizit abgezwackt, find ich nicht richtig.

Michi
3 Jahre zuvor

Sparta
Mache ich schon. Auch wäre ich sonst auf Seiten wie Tim’s nicht unterwegs 😉
Jeder ist selbst seines Glückes Schmid…
Nur manchmal, vielleicht an Tagen an denen man nicht so gut drauf ist, hadert man halt mit Entscheidungen und der Fahrtrichtung unserer aktuellen Politik, wie oben beschrieben. 
Insgesamt geht es uns in D sehr gut, aber es könnte für viele ( z.B. Rentner,die einen Niedrigbezahljob hatten,  allein erziehende Mütter, Geringverdiener) noch viel besser und einfacher mit gewissen politischen Entscheidungen sein…
Jammern bringt nichts, passt schon.

RS
3 Jahre zuvor

Greta verschwindet nach der Europawahl von der Bildfläche. Wird von Politik und der Angst vor Rechtsruck in Europa so gehypt. Klimaschutz ist wichtig und da finde ich es gut wenn die Jugend mal meckert. Ob man deswegen jetzt Freitags streikt sei mal dahingestellt ob gut oder schlecht. Es würde garantiert auch floppen wäre Gretchen Truppe für Samstag aufgerufen. Nun ja sinnvoll wäre auch ein Aufschrei der Jugend an diese alten Politiker die über Zukunft reden (aber wenn ein Ü65 über Zukunft redet ist das schon merkwürdig da fehlen mir jüngere Politiker mit Visionen) es auch mal angehen sollte und nicht nur Ziele verspricht die nachher vergessen oder nicht umsetzbar werden. Ein schönes Klima ist super aber wenn man dann mit 70 noch in der Fabrikhalle stehen muß und das wird die Zukunft der Kinder von heute nun mal sein ist das dann auch nicht gerade erquickend. Umso wichtiger das Sparen für das Alter. Wir schieben eine riesige Welle von Menschen vor uns her die unterbezahlt bzw. nicht vorsorgen fürs Alter und die gilt es später mitzuversorgen.

Nico Meier
3 Jahre zuvor

Die ganze Klimaveränderungsgeschichte mit der kleinen Greta ist lachhaft.
Natürlich gibt es Klimaveränderung das hats schon immer gegeben auch schon bevor der Mensch erschienen ist. Deswegrn gabs Warmzeiten während denen es bedeutend wärmer war als es heute ist. Und während der Eiszeit lag ganz Europa unter einer dicken Eisschicht.
Die Politik will nun, dass wir denken der Mensch hätte Einfluss auf das Klima.
“Wenn der Taler in der Kasse klingt die Seele in den Himmel springt” die Kompensation von CO2 beim Fliegen ist klassischer Ablasshandel!

Mattoc
3 Jahre zuvor

Dass sich jemand, der heute 40 oder 50 Jahre alt ist, nicht vorstellen kann, bis 70 oder 75 zu arbeiten, ist für mich nachvollziehbar. Aber von denjenigen, die jetzt geboren werden, wird voraussichltlich jeder zweite 100 Jahre alt. Da finde ich schon, dass es keine Lösung sein kann, von 70 bis 100 gar nichts mehr zu machen und zu erwarten, dass einem die letzten 30 Jahre irgendwie finanziert werden. Da würde ich einen Kompromiss aus „doppelt so viel Lebensarbeitszeit wie Rentenzeit“ und „einer für alle Arbeitgeber verbindlichen betrieblichen Altersvorsorge“ sehen. Es wäre ja schon extrem viel gewonnen, wenn von jedem Gehalt 10% durch den Arbeitgeber einbehalten und für die Rente des Arbeitnehmers angelegt würden. Eine Art Zwangssparen, das vielen im Alter den Allerwertesten retten würde.

Sparta
3 Jahre zuvor

@Michi
Ich kann Norbert Blüm nicht dazu verdonnern selbst auch solidarisch seinen Beitag leisten zu müssen. 😉
Trotz des ganzen Bürokratiewahnsinns und meiner gelegentlichen Motzerei darüber bin ich schon glücklich darüber in diesem Land zu leben.
Ich kann mich effektiv nur um Dinge kümmern die ich auch tatsächlich beeinflussen kann. Politik gehört nicht dazu. 
Zukunftsängste muss ich eben mit Vorsorge versuchen zu entschärfen.
Es stimmt, dass die Mittelschicht schrumpft, die Politik häufig irrational handelt (nicht nur in D, auch USA, GB, etc. pp.) und das wir viele Herausforderungen haben. Wut und Bashing ist aber destruktiv und kostet mich Energie.
Ich denke sinnvoll ist nur konstruktives handeln um genügend Energie für die Herausforderungen zu haben.
In dem Sinne tue ich jetzt was für’s Energielevel… offline. 😉

Chrissie
3 Jahre zuvor

@immer älter werden
Bisher war das so, dass die Menschen in den Industrienationen immer älter geworden sind, unter anderem durch deutliche Fortschritte in der Medizin.  Ob das weiterhin so sein wird, muss sich noch erweisen. Bisher gab es noch nicht so viele Menschen, die mit Pizza, Pommes und Cola großgezogen wurden, wie sich das auf den Alterungsprozess auswirken wird bleibt abzuwarten.

Thorsten
3 Jahre zuvor

Haha, der ist gut : https://www.marketwatch.com/story/the-sp-500-index-is-not-your-buddy-2015-01-14

“There’s been a long-standing myth that the S&P 500 SPX, +0.67% is nearly impossible to beat. But over the past 15 years, that index wasn’t just beaten. It was left in the dust.”

“The REITs fund had even higher performance, growing to $60,098 for an amazing 15-year gain (from a $10,000 investment) of $50,098. That’s six times the gain from the S&P 500.”

Ich farge mich, warum das mit dem S&P500 immer nachgequatscht wird und REITS im Schatten stehen. Ich habe damit 2018 20% Gewinn gemacht., mit manchen 40%. Wie kann man das ignorieren und sogar das Gegenteil behaupten ?

Die Leute sollten in ETFs und REITS gehen, dann brauchen sie keine Altersarmut fürchten. Wer den Nervenkitzel will, der soll in Einzelaktien und den S&P500 gehen. Das geht auch, aber viel langsamer.

Ich habe alle Anlageklassen, weil Unvorhergesehenes die Karten in der Zukunft neu mischen könnte. Der S&P500 ist auch dabei.

Jan
3 Jahre zuvor

Das Problem ist doch, dass ein klammer Staat irgendwann jede rechtsstaatlichen Hüllen fallen lässt und dann so ein paar private Aktien Millionäre eine tolle Zielscheibe für linken Populismus des Pöbels sind. Der Staat ist ein Räuber und Dieb. Ich bin froh für diese Zeiten des demographischen Kollaps einen Notgroschen in Edelmetalle angelegt zu haben. Anders als das Großkapital kann der kleine Privatier nicht so einfach abhauen. 
Schöne Grüße
Jan

Mattoc
3 Jahre zuvor

@Jan
Wie willst du denn Edelmetalle anonym in Währung wechseln, falls du tatsächlich darauf angewiesen bist (was ich nicht hoffe)?

Chrissie
3 Jahre zuvor

@Jan
Diese Entwicklung befürchte ich auch.
 
In dem Fall wäre die konsumierede Masse, die die Kohle für eine tolle Zeit auf den Kopf haut, ja beinahe noch die schlauere. Die haben sich dann wenigstens was gegönnt 😉

Thorsten
3 Jahre zuvor

@Mattoc wenn es soweit kommt, kannst Du das überall : am Bahnhof, im Cafe, im Park.

Thorsten
3 Jahre zuvor

Anstatt ‘Klimaschutz’ sollten sie “Emissionsvermeidung, Natur-/Gewässerschutz und nachhaltige Produktion” fordern. Das Klima kann man dann außen vor lassen, es macht sowieso was es will und hört nicht auf C02.
Aber Achtung : dann wird das umweltfreundliche E-Auto ganz schnell zur Dreckschleuder, wegen des Lithiumabbaus.
 

Mattoc
3 Jahre zuvor

@Thorsten
Glaube ich nicht. Viel zu viele Fälschungen im Umlauf und aufwändig zu prüfen. Außerdem wird es doch sicher in 10 Jahren hauptsächlich digitales Geld geben. Wie soll ich das dann anonym tauschen? Ich habe nichts gegen Edelmetalle, aber wie ich Gold und Silber in der Krise praktisch verwenden soll, ist mir nicht klar.

Mattoc
3 Jahre zuvor

Greta ist heute um 21:45 Uhr bei Anne Will im Ersten. Wolfgang Kubicki ist auch am Start.

Anton
3 Jahre zuvor

Ich denke Norbert Blum hatte recht, dass die Rente sicher ist, nur keiner fragte nach derer Höhe. Diese wurde nämlich auf Dauer nicht klar definiert.
 
@ Chrissie
“Wenn in den nächsten 10-20 Jahren die Digitalisierung tatsächlich 50% der Jobs kosten sollte, dann fiele der Anteil der arbeitenden Bevölkerung in D von jetzt ca 40 Mio auf dann ca 20 Mio. Wie soll dies mit dem jetzigen Rentensystem funktionieren?“
Meiner Meinung nach werden diese 50% Jobs (manche sprechen gar von mehr) durch andere ersetzt (vllt. nicht 100%-ig, aber gräßtenteils) und nicht einfach „ersatzlos“ verschwinden.

GeHo
3 Jahre zuvor

Also ich persönlich habe oft das Gefühl dass das Problem “Arbeit bis 67” oder gar 70 heutzutage nicht mehr ganz zeitgemäß sein könnte und zwar weil es so wie es die letzten Jahrzehnte gelaufen ist garnicht mehr weitergehen kann, allein schon wegen genau der Probleme die hier immer wieder angesprochen werden – der immer extremer werdende Konsum und die Tatsache dass die Menschen im Alter nichts mehr haben. Irgendetwas wird sich ändern müssen weil einfach zuviele davon betroffen sind und wenn das dann soetwas ist wie ein bedingungsloses Grundeinkommen oder ähnliches denke ich manchmal ob es nicht sein könnte dass dann wir – die wir Jahrzehntelang auf den meißten Luxus verzichten und uns einschränken am Ende nicht sogar noch die Dummen sind?!…

Chrissie
3 Jahre zuvor

@ Mattoc
Zum Prüfen gibts mE so einen schwarzen Stein und Flüssigkeit, testen Juweliere so, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
 
Wenn es richtig heftig kommt, wird sowieso wieder gegen Sachwerte getauscht. 

3 Jahre zuvor

Bingo! Genau so sieht es leider aus, gut auf den Punkt gebracht. Schnörkellos ausgesprochen.

Jan
3 Jahre zuvor

Mattock, die Schweiz ist z.B. nahe. Aber das sieht man dann, sollte es jemals notwendig sein (was ich nicht hoffe).

Sparta
3 Jahre zuvor

@Thorsten 
MSCI USA 1970 – 2014 schlägt die Reits um über 1% p.a. real.
Man kann sich unterschiedliche Zeitintervalle (5,10,15,20,25,30 Jahre….) rauspicken in denen mal diese oder jene Asset-Klasse vorne lag…
Ob der Investor genau dann diese Asset-Klasse in jenem Zeitintervall übergewichtet hatte oder irgendjemand was nachträglich als Nonplusultra darstellen möchte nachdem diese Asset-Klasse nen guten run hatte… 
nützt wenig für die Zukunft!
PS: Der 15 Jahreszeitraum von marketwatch war tatsächlich besser aber was nützt das?

Ruby
3 Jahre zuvor

Na ja – ganz so super ist es in den USA aber auch nicht.
Die Lebensmittelkarten werden ja nicht zum Spaß ausgegeben. Und es gibt doch eine nicht so ganz unerhebliche Anzahl von “Kunden”.     https://fns-prod.azureedge.net/sites/default/files/pd/SNAPsummary.pdf
Und ein wenig in Schutz nehmen muß ich den Norbert Blüm nun aber doch.
Letztlich kann immer nur das von einer Gesellschaft verteilt werden was auch in der Zukunft erwirtschaftet wird. Kann die Gesellschaft nix sinnvolles erwirtschaften dann nutzt auch Kapital(deckung) nichts wenn es nicht produktiv eingesetzt werden kann.
 

Chrissie
3 Jahre zuvor

@Anton
Bisher war es meistens so, dass einige Jobs verschwanden und dafür neue erfunden wurden bzw entstanden sind. Da hast du Recht.
Ich habe zu diesem Thema verschiedene Einschätzungen gehört. Einige gehen ebenfalls davon aus, dass es wieder viele andere neue Jobs geben wird. Andere meinen, diese Revolution wäre zB nicht mit der industriellen Revolution zu vergleichen, der Umbruch wäre zu groß. 
 
Ich persönlich halte die zweite Version für wahrscheinlicher, aber das muss in der Tat nicht heißen, dass es so kommt.
Würde mir dennoch Staatschefs wünschen, die für mehrere Szenarien Lösungen entwickeln würden und nicht einfach unvorbereitet in die Zukunft gehen.

Chris k.
3 Jahre zuvor

Mir geht’s wie euch allen. Aber ich muss dazu sagen, dass ich Umwelt Schutz genauso wichtig finde, wie Vermögens Aufbau und Steuer Senkungen etc.
Täglich zu jeder Zeit fließen xxxxxx l Rohöl ins Meer aus undichten Leitungen in Afrika und Venezuela etc. Die micro Plastik Problematik die irgendwann demnächst in jeder Quelle ebenfalls vorhanden sein wird geht uns alle was an. Auf palm oil Produkte zu verzichten finde ich ebenfalls genauso wichtig wie unseren wichtigen Vermögensaufbau.
Umwelt Schutz ist keine Mode Erscheinung, sondern eine langfristig gesehene Überlebens wichtige Einstellung.
Ob es von uns Menschen gemacht wärmer wird oder von der Natur aus sei dahin gestellt. Aber Plastik und Öl ist Bedrohung genug.
Nichts ist unendlich. Schonen wir unseren Lebensraum so gut es geht, ohne den wir nicht existieren können!
Ich liebe Aktien und Vermögens Aufbau, finanzielle Freiheit, Zinsen und alles was dazu gehört, aber wenn unsere Nachfolger in 100 Jahren oder mehr, leben müssen wie im Film Mad Max – wegen unserem Verhalten und Bequemlichkeit – dann wäre ich unendlich traurig.

Andrea
3 Jahre zuvor

Chrissie, ich bin genauso gespannt wie du, wie sich die ungesunde Ernährung vieler junger Leute auf die Lebenserwartung auswirken wird. Es wird immer gesagt, dass die Lebenserwartung beständig steigen wird. Nur, Red Bull und Cola haben ungefähr 0 Vitamine und 0 Mineralstoffe, dafür aber viel Zucker, der dem Körper schadet. Ich habe jetzt schon mit mehreren jungen Leuten zu tun gehabt, die mir von ihren Nierenproblemen erzählt haben.
Was die Rente betrifft, so sehe ich da ebenfalls ein großes Politikerversagen. Bin gespannt, was die Zukunft bringt.

Felix
3 Jahre zuvor

Ich denke, man sieht auch an den Zukunftstechnolgien, dass Europa und Deutschland abgehängt worden sind. Während China und erst recht die USA binnen Jahren einen hochprofitablen Hightech-Konzern nach den anderen auf die Beine stellen, ist SAP, vor 30 oder mehr Jahren gegründet, das einzige, was D vorzuweisen hat in diesem Bereich. Der Rest ist Kreisliga, nicht Championsleague.
Was in D so richtig boomt, ist hingegen die Sozialindustrie. Das ist zwar schön und gut, muss aber finanziert werden. Sollte jetzt wirklich noch die dt. Autoindustrie den Bach runter gehen, dann wird’s ungemütlich und alles, was bisher massiv mit Steuergeldern (Renten, Wohnungsnot, Flüchtlinge, missglückte Energiewende, …) überkleistert wurde, bricht dann auf.
Ich glaube, uns geht es ein bisschen wie den Briten. Sie denken immer noch sie seien Great Britain in Wirklichkeit (siehe Brexitchaos) sind sie zu einer Lachnummer geworden. Aber wir wollen mal nicht so schwarz sehen!

Ron
3 Jahre zuvor

Wir reden alle um den heißen Brei herum,typisch deutsch halt es wird geredet und nichts getan.
Rente zahlen sollen alle die hier arbeiten und über 450€ verdienen, so einfach ist das.
Dazu noch investiert und uns geht es allen gut
Es funktioniert prima siehe unsere europäischen Nachbarn.
 

Chrissie
3 Jahre zuvor

@Andrea
Ich hatte bisher „nur“ von vielen ernährungsbedingten Diabetes Fällen bei Jugendlichen gehört, aber dann scheint es ja sogar noch schlimmer zu sein.
Vom persönlichen Leid der Betroffenen abgesehen ist es dann auch fraglich, ob die betroffenen Menschen dann bis 70 oder länger werden arbeiten können, oder nicht vielleicht schon früher Erwerbsminderungsrente beziehen werden. Von den auf die Krankenkassen zukommenden Kosten ganz zu schweigen.
 
Vielleicht wäre die Einführung einer „Ampel“ auf Lebensmitteln doch eine lohnende Sache.

Daniel
3 Jahre zuvor

Ich werde gesetzlich gezwungen, die Vermögenswirksamen Leistungen in ein Riester Produkt einzuzahlen. Oftmals gibt es in meiner Firma nach einem erfolgreichen Jahr noch eine Prämie und dafür bin ich auch dankbar. Leider gibt es einen zusätzlichen Bonusbetrag von eine paar hundert Euro nur, wenn man die Prämie in einen quasi nullverzinsten Rentenversicherungsvertrag umleitet.
Es gibt sicherlich vorgaben für VL in welche Produkte man investieren muss, hier ist glaube ich ein Aktienanteil von 60% oder höher Pflicht, das Produkt bestimmst Du aber selbst. Du musst die VL nicht in Riester packen, du kannst auch aktive Aktienfonds oder ETF besparen.
Greta verschwindet nach der Europawahl von der Bildfläche. Wird von Politik und der Angst vor Rechtsruck in Europa so gehypt. Klimaschutz ist wichtig und da finde ich es gut wenn die Jugend mal meckert. 
Ich fände Umweltschutz 10x wichtiger, und nein, es ist nicht das Gleiche.
Klimaschutz ist wichtig und da finde ich es gut wenn die Jugend mal meckert. 
Das Problem ist, dass sie eine utopische Welt fordern ohne Lösungen aufzuzeigen. Es ist etwas das man anderen Parteien gernde als Populismus vorwirft. Ich könnte auch für Weltfrieden demonstrieren, aber ich hätte keien Lösung wie das passieren sollte. Defakto gibt es heute weder Speicher die unseren Strombedarf decken können, vom Wärme-Primärenergiebedarf mal ganz zu schweigen. Sowas lässt sich nicht mit Windrädern oder Solar abdecken, schon heute haben wir allein aus Solar und Wind mehr GW installiert als Deutschland zur Spitzenlast verbraucht, das Problem ist eben nur bei Dunkelflaute dass auch 100000 mal  0Watt Erzeugung  0 bleibt. 
Umso wichtiger das Sparen für das Alter. Wir schieben eine riesige Welle von Menschen vor uns her die unterbezahlt bzw. nicht vorsorgen fürs Alter und die gilt es später mitzuversorgen.
Deswegen bin ich relativ sicher, dass wir in einer gigantischen Umverteilerei eine Einheitsrente bekommen werden, egal welche Ansprüche jemand bislang erarbeitet hat. Und wer ein dickes Depot hat wird gar keine Rente mehr bekommen sondern nur noch wenn es verbraucht ist. Quasi eine Gegenrechnung wie es nach dem alten Konzept von Riester unsinnigerweise vorgesehen war.
Natürlich gibt es Klimaveränderung das hats schon immer gegeben auch schon bevor der Mensch erschienen ist. Deswegrn gabs Warmzeiten während denen es bedeutend wärmer war als es heute ist. Und während der Eiszeit lag ganz Europa unter einer dicken Eisschicht.Die Politik will nun, dass wir denken der Mensch hätte Einfluss auf das Klima.„Wenn der Taler in der Kasse klingt die Seele in den Himmel springt“ die Kompensation von CO2 beim Fliegen ist klassischer Ablasshandel!
Ich sehe das ähnlich, ich glaube nicht an den anthropogenen Klimawandel. Jedes Jahr wird ein neues Klimarelevantes Gas/Ereignis gefunden. Konsequenterweise müsste man sagen, dass alle auf falscher Basis stattgefundenen Berechnungen neu berechnet werden müssen. Es gibt auch nicht DAS KLIMA, es gibt unterschiedliche Klimazonen. Das wäre so als ob im Krankenhaus einer Fieber hat, der andere ist seit 2 Stunden tot aber im Durchschnitt ist bei beiden Patienten die Körpertemperatur OK. Umweltschutz und Recourcenschutz + Effizienz sind wichtig, das Klima sollte zweitrangig sein. 
Hier soll wieder mal das typische Prinzip durchgeführt werden, versetze die Menschen in Angst, schüre Panik, dann sind sie beeinflussbar und es fließen Gelder und politisch gewollte Systeme können sich etablieren. Kombiniert mit einem schlechten Gewissen ala “DU BIST SCHULD, aber gegen Einwurf kleiner Münzen haben wir hier einen Ablasshandel” lässt sich sehr gut verdienen. Wissenschaft ist keine Demokratie, ich bin fest davon überzeugt dass wir uns in 30 Jahren an den Kopf fassen. Wächst beispielsweise in der Arktis nicht schon wieder die Eisfläche und keiner weiss so recht warum? 
Aber Achtung : dann wird das umweltfreundliche E-Auto ganz schnell zur Dreckschleuder, wegen des Lithiumabbaus.
Nicht mehr als die Abbauten für Palladium oder Platin die man für normale Kats in Autos auch braucht sowie den normalen Ölabbau. Nicht zu vergessen die Schäden die der Ölsand-Abbau in Kanada anrichtet und angerichtet hat. Während verbranntes Öl allerdings weg ist, lässt sich Litium bzw. die “seltenen” Erden in so einem Akku mit entsprechender Technologie wieder recyclen.
Wir reden alle um den heißen Brei herum,typisch deutsch halt es wird geredet und nichts getan.Rente zahlen sollen alle die hier arbeiten und über 450€ verdienen, so einfach ist das.Dazu noch investiert und uns geht es allen gutEs funktioniert prima siehe unsere europäischen Nachbarn.
das klingt nach viel, aber nicht nach einem freien / liberalen Staat in denen die Menschen selbst entscheiden können wie sie für ihr Alter vorsorgen.

Smyslov
3 Jahre zuvor

Felix: Genau so sehe ich es auch. Diesbezüglich bin ich nicht unglücklich, schon
ein  gewissses Alter zu haben. In D scheinen wir über den Zenit zu sein. Es wird
wohl langsam aber stetig abwärts gehen. Gruß.

Nico Meier
3 Jahre zuvor

@Tim
Ich denke, dass die Amerikaner schlauer sind. Das Rentensystem ist besser. Die Gehälter sind höher. Sie sind wagemutiger. Der Deutsche bleibt im Vergleich finanziell zurück. Die Amerikaner haben ein schlaueres System, das die Motivierten mehr belohnt.
Die Aussage, dass Gehälter in den USA besser sind halte ich für zu pauschal. Die USA besteht aus untershciedlichen Regionen. Es gibt auch dort Randregionen. Habe kürzlich eine Reportage aus den Apalachen gesehen dort gibts kaum Jobs und die wenigen die es gibt sind in Kohlenminen wo die Männer Geld verdienen aber dabei krank werden.
Das System in der Schweiz kennt drei Säulen. https://www.ch.ch/de/saulen-vorsorge/
Die ersten beiden Säulen sind obligatorisch. die Erste Säule ist wie die Rente in DE organisiert und arbeitet mit dem Umlagesystem.
Die zweite Säule arbeitet mit dem Anlagesystem jeder zahlt dort ein und auch der Arbeitgeber trägt seine Hälfte bei. Das Geld wird angelegt in Immobilien, Aktien usw. Daraus resultiert später eine zweite Rente.
 
 

Kiev
3 Jahre zuvor

@ Michi
Ich kann Dir empfehlen auf Nachrichten zu verzichten. Vielleicht probierst Du es einmal aus. Das wird Dich von manchem Ärger befreien. Ich habe schon vor einer längeren Zeit aufgehört Nachrichten zu verfolgen.
Meine Erfahrung dazu:
Alle meine Kollegen wissen, dass man in Sachen Rente etwas machen muss. Alle wissen, dass die staatlichen Produkte nicht ganz im Sinne des Anlegers sind. Und was ist die Konsequenz?
Außer mir gibt es einen weiteren Kollegen, der in Aktien investiert. Du kannst Raten wer ihn dazu ein wenig antreibt. Andere haben natürlich Wohnraum, aber ansonsten wird mir zumindest nichts genannt wenn es tatsächlich einmal um so ein Thema geht. Genauso verhält es sich mit Work Life Balance, 4 Tage Woche und weiteren Modewörtern. Diese sind vor allem bei jüngeren Kollegen (vor allem bei denen die kürzlich Kinder bekommen haben) bekannt. Was ist die Konsequenz? Nichts.
Man kann natürlich glauben und oder hoffen, dass man später etwas geschenkt bekommt, oder es schon nicht so schlimm wird. Das Gehalt bei uns in der Abteilung ist zugegeben relativ hoch. Vielleicht macht das auch Nachlässig.
Und welches Thema ist mir über mehrere Kanäle bekannt geworden? Ein Mädchen aus Schweden Names Greta, dass Freitags streikt.
Bei dem Hintergrund kann ich auch nicht ganz die Kritik an den Politikern nachvollziehen. Altersvorsorge beschäftigt die Gesellschaft nicht in dem Maße wie es eigentlich sein sollte. Was kann man hier machen? Was mit Überbringern von schlechten Nachrichten für gewöhnlich passiert sollte bekannt sein. Ein Politiker, der der Gesellschaft permanent erzählt, dass sie im Alter nicht genug Geld haben werden und es ihnen folglich schon heute „wegnehmen“ möchte bleibt vermutlich nicht lange im Amt. Was mach Merz eigentlich aktuell?
Automatisierung, Wohlstand usw. Das wird sehr gut in Pikettes Buch beschrieben. Bildung ist der Schlüssel für hohe Einkommen. Mit hohen Einkommen kann man ein Vermögen schaffen, was wieder noch mehr Vermögen schafft. Niedrigere Einkommen werden Druck durch ausländische Konkurrenz bekommen. Demgegenüber wird Service günstiger wovon eher wohlhabende profitieren. Putzfrau, Frisör, Paketzustellung, Importe usw. Ein Grundeinkommen usw. wird daran auch nicht viel ändern. Für mich werden heute schon viele Dinge immer günstiger während mein Gehalt und meine Investitionen immer profitabler werden.
Ich bin Tim für den Blog dankbar. Ich habe ihn vor ein paar Jahren entdeckt. Ich war bereits vorher finanziell gut aufgestellt, habe aber erst durch den Fokus auf die Ausgaben zur Zufriedenheit gefunden. Tim hätte zu der Zeit seine Zeit vermutlich nicht mehr verschwenden müssen mit sich wiederholenden Beiträgen. Ich bin auch dankbar, dass viele Kommentare schreiben, die mich weiterbringen. Auch wenn meine Lieblingskommentatoren immer weniger schreiben.

Mattoc
3 Jahre zuvor

@Kiev
Die meisten Menschen haben nicht die Disziplin, selbst und eigenverantwortlich vorzusorgen. Die Freiwilligkeit ist ein großes Problem. Es gibt immer Ausreden und kurzfristige Anschaffungen, die vermeintlich wichtiger sind. Und selbst wenn dann mal was über Monate angespart wird, wird es spätestens dann ausgegeben. Die Menschen können es erkennbar nicht aushalten, wenn viel Guthaben auf ihren Konten oder Depots liegt. Und ich rede hier nicht von Leuten, die hier im Blog aktiv sind. Es wird über Freiwilligkeit und „liquide Anlageprodukte“ nicht funktionieren in Deutschland. Das Geld muss den Leuten direkt bei Lohnzahlung weggenommen und für sie angelegt werden, weil sie einfach nicht die richtige Einsellung finden. 
Ich freue mich z.B., dass ich für jede 10.000 gesparte Euro  25 Euro im Monat und zwar jeden Monat bei Kapitalerhalt oder Kapitalzuwachs bekomme.
Die meisten Menschen würden sich von 10.000 Euro lieber ein Auto, einen USA-Urlaub oder eine neue Küche kaufen.
Die Änderung der Einstellung zum Geld ist entscheidend, und die ist nur ganz schwer zu finden. Leider.

steve
3 Jahre zuvor

@ Alexander
ich sehe kein Warnzeichen wenn der Staat 100 mrd für die Rente zuschiesst. Er versteuert bei vielen die Rente der Prozentsatz steigt und dann schaut das plötzlich nicht mehr so samaritermaesig aus.
Ist genau die gleiche Sprechblase wenn behauptet wird die Krankenkassen und das Gesundheitssystem werden bezuschusst. Bitte Einnahmen gegenrechnen z.b. auf Arzneimittel 19% macht ca 7 mrd im jahr die 19% werden selbst auf Rabatte fällig. (Der Rabatt wird erst ganz am Ende abgezogen)

cerebrum
3 Jahre zuvor

1. Der Einfluss des Menschen auf das Klima ist wissenschaftlicher Konsens (Tatsache).

2. Der Versuch großer Konzerne, die Debatte durch Desinformation zu beeinflussen, ist ebenfalls belegt. “Die PR-Texte hätten eine Sichtweise befördert, die größtenteils unvereinbar mit den Ansichten der meisten Klimawissenschaftler gewesen sei, inklusive der bei ExxonMobil Beschäftigten.”
(http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/studie-exxonmobil-soll-oeffentlichkeit-beim-klimawandel-irregefuehrt-haben-a-1164218.html)

3. Wer den Einfluss des Menschen auf den Klimawandel leugnet, darf auch keine Medikamente nehmen, deren Wirksamkeit durch das selbe empirische Erkenntnisverfahren und durch die selbe Erkenntnismethodik gegangen ist wie die Forschungsergebnisse zum Klimawandel. Wer den Klimawandel leugnet, darf auch kein Essen aus dem Supermarkt kaufen, da die Bewertung der Sicherheit der Produkte durch das selbe empirische Erkenntnisverfahren und durch die selbe Erkenntnismethodik gegangen ist wie die Forschungsergebnisse zum Klimawandel. 

Wer sagt, hier werden Äpfel mit Birnen vergleichen, sollte sich Punkt 2 durchlesen und nochmal nachdenken.

Olly Wood
3 Jahre zuvor

@cerebrum
…schöner Beitrag !

Felix
3 Jahre zuvor

@ cerebrum
Es liegt mir fern, den Klimawandel zu bezweifeln, aber dass der Nachweis auf die gleiche Weise erfolgt wie bei Medikamenten das bezweifle ich schon. Schließlich haben wir kein “Kontrollklima” zum Vergleich (ich weiß, es gibt historische Eisbohrungen). Im Wesentlichen sind es Rechenmodelle, die durchgeführt werden und die zu den Prognosen führen. Inwieweit da alle Einflussgrößen eingehen bzw. richtig gewichtet sind darf man schon hinterfragen. Viele Hochrechnungen, die der Club of Rom vor 50 Jahren angestellt hat, sind nicht eingetreten. Sonst dürften wir seit der Jahrtausendwende kein Erdöl, kein Kupfer usw. mehr haben. 
Da Wetter können wir kaum eine Woche korrekt voraussagen, das Klima aber für 100 Jahre. Und wenn 2 Grad überschritten werden, dann ist Apokalypse …  Insofern auch etwas Skepsis nicht verkehrt.

Michi
3 Jahre zuvor

@ kiev
Danke für Deine Antwort. Auf Nachrichten verzichte ich schon größtenteils. Habe schon vor längerer Zeit gemerkt, dass mich diese nur runterziehen. Man kann eh nichts machen. 
Bei uns läuft keine Tagesschauu und kein heute. Radiosender meide ich, weil man alle halbe Stu de mit Nachrichten berieselt wird. 
So ganz ohne News komm ich leider doch nicht aus, damit man nicht komplett hinterm Mond lebt schau ich ab und zu Newaticker im Internet. Und leider krieg ich von meiner Frau auch immer wieder was mit, weil die ist da leider noch nicht so weit. 
Und ganz wichtig für uns, keine Nachrichten für unsere Kids auf dem kika. Das ist ne Sauerei, da kommt der gleiche Mist als Meinungsbeeinflussung wie auf ARD und ZDF, nur in etwas kindgerechterer Sprache.

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