Bildung zahlt sich aus, Uni-Abschlüsse bringen das meiste Geld


New York, 11. Juli 2019

Mit einer guten Ausbildung/Hochschulabschluss hast du gute Karten.

Je besser deine Ausbildung ist, desto mehr Geld wirst du erfahrungsgemäß verdienen. Bildung und Wohlstand gehen Hand in Hand. Über das durchschnittliche Angestelltenverhältnis von rund 45 Jahren kommt ein gewaltiger Unterschied zwischen akkumulierten Gehältern zustande.

Das durchschnittliche Lebenseinkommen mit einem Uni-Abschluss beträgt in Deutschland 1,4 Millionen Euro. Mit einem Fachholstudium sind es 1 Million Euro. An dritter Stelle folgen Meister und Techniker, sie verdienen vom 18. bis 65. Lebensjahr 730.000 Euro. Am wenigsten verdienen Menschen mit einer Lehre über ihr Erwerbsleben, nämlich 600.000 Euro.

„Bildung zahlt sich nicht nur in Form eines höheren Einkommens aus. Auch das Arbeitslosigkeitsrisiko sinkt deutlich“, resümiert Professor Ludger Wößmann, der die Studie beim Münchner ifo Institut erstellt hat.

Wer also viel verdienen will und der Freiheit schnell entgegen kommen will, studiert an der Uni. Innerhalb der Hochschulabschlüsse zahlen sich Human- und Zahnmedizin am besten aus, gefolgt von Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Natürlich soll sich nicht alles ums Geld drehen. Aber eine Ausbildung/Hochschulabschluss mit Zukunft ist schon ratsam.

Menschen lassen sich bei ihrer Ausbildung vom Zeit- und Kostenaufwand einer höheren Qualifikation abschrecken. Dies ist ein Fehler. So liegt das Lebenseinkommen mit einer abgeschlossenen Lehre durchschnittlich 143.000 Euro netto über dem von Menschen ohne Berufsausbildung.

Es zahlt sich aus, mit dem Studium frühzeitig anzufangen und es straff durchzuziehen. Je früher du beginnst und je kürzer es dauert, desto höher ist dein Lebenseinkommen. Also werde nicht zu einem hippie-ähnlichen Bummelstudenten mit Vollbart, der den ganzen Tag in der Mensa und im Stadt-Café sitzt. Pro gespartem Studiumsjahr erhöht sich das Einkommen um durchschnittlich rund 20.000 Euro, zeigt die Studie.

Ab einem Lebensalter von 50 Jahren sinken die durchschnittlichen Einkommen. Wer also ein altes Eisen ist, hat schlechtere Einkommenschancen. Dieser Effekt ist nicht nur bei gutverdienenden Akademikern festzustellen, sondern quer durch die arbeitende Bevölkerung. Diese Entwicklung überrascht. Er entkräftet die Annahme der staatlichen Rentenkasse, wonach sich das Einkommen bis kurz vor der Rente auf mindestens gleichem Niveau wie mit 50 Jahren bewegt. Die Rentenversicherung geht von einem gleichbleibenden Einkommen in ihren jährlichen Renteninformation aus – was Humbug ist. Es ist ein Blendwerk, das nicht der Realität entspricht. Daher ist das frühe Investieren umso wichtiger. Nutze die Börse.

Verantwortlich für den Einkommensrückgang ab 50 Jahren ist die zunehmende Nichtbeschäftigung, insbesondere durch Vorruhestand bzw. Entlassung. Bei der Planung der eigenen Altersvorsorge bleibt dies meist unberücksichtigt. Je älter du bist, desto schwieriger wird die Jobsuche. Mein Rat: Also mehr vorsorgen. Am besten über extrem kostengünstige ETFs.

Mit einem guten Studium/Ausbildung lernst du nicht nur das Knowhow, sondern auch eher die passende Einstellung gegenüber dem Job und der Gesellschaft. Du bringst dich positiv im Job ein. Du willst etwas erreichen. Du hast Ziele. Du bist ehrgeizig. Du wirst über deine Aktien/ETF-Investments zum Investor. Der Kapitalmarkt liegt dir zu Füßen, wenn du ihn clever nutzt: Mit Ruhe und viel Geduld.

Dann hältst du deine Kosten gering. So geht die finanzielle Freiheit. All das Gejammer, das es nicht möglich ist, ist absurd. Denn zum Lebenseinkommen kommt der Zinseszins obendrauf. Das Problem, was die konsumsüchtige Mittelschicht hat, sind relativ gesehen absurd hohe Ausgaben für Autos, Mode, Wohnen, Klimbim…

Wer sich einen Kapitalstock aufbaut, rockt. Der tickt anders als die konsumsüchitge Masse. Dein Nachar und Arbeitskollege mag mit einem Protzauto angefahren kommen, er mag in einen Luxusurlaub gehen und teure Mode auftragen, aber seine dauerhafte Pleite siehst du nicht. Du siehst nur den Protzkram.

Wer sich statt dessen ein Finanzpolster aufbaut, der kann finanziell frei werden. Bist du frei, hast du die Freiheit, das zu tun, was du willst und nicht das, was andere von dir erwarten.

Hast du dein Finanzziel erreicht, sagen wir 800.000 oder 1 Million Euro, bindest du es nicht jedem auf die Nase. Du behältst es für dich. Du schweigst wie ein Grab. Es ist einfach besser. Wir leben in einer Gesellschaft des Neids und der Missgunst.

Du arbeitest also intensiv in Richtung Freiheit. Und schweigst auf dem Weg dorthin am besten. Das ist nicht wirklich die Art von Dingen, die du mit Freunden und Familie teilen solltest (außer mit deiner besseren Hälfte). Noch mal: Das Risiko der Eifersucht oder Schlimmeres ist gegeben, wenn du es jedem erzählst.

Du kannst es hier im Blog allenfalls anonym posten. Die Leser werden dich feiern. Anderswo bin ich mir nicht so sicher.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Bildung zahlt sich aus, Uni-Abschlüsse bringen das meiste Geld

  1. AvatarGiniKoeffizient

    Der Spiegel-Artikel ist leider sehr schlecht. Lebenseinkommen suggeriert brutto, da Einkommen. Tatsächlich sind es aber netto Beträge.

    Gehen wir mal von einer Kaufkraftverlust-bereinigenden Anlage aus und betrachten die Vermögenssummen als Barwerte über 800.000€ und 1.000.000€.

    Dann definierst du mit diesem Artikel folgende Kennzahlen zur Finanziellen Unabhängigkeit für Akademiker:

    Mittleres Niveau: 0,8/1,4 = 57% Sparquote vom Netto über 40 Jahre, macht 1250€ monatlich zum Leben, mit Berufsstart zum 25. Lebensjahr.

    Oberes Niveau: 1/1,4 = 71,4% Sparquote vom Netto über 40 Jahre, macht 833€ monatlich zum Leben, mit Berufsstart zum 25. Lebensjahr. Nennen wir das mal das Studentenniveau.

    Der einzige Weg dies zu erreichen ist Stand heute 40 Jahre in Gemeinschaft zu leben (WG, Partnerschaft, Ehe, Familie).

    Persönlich bin ich bei 83% Sparquote, daher ein lebender Beweis dafür, dass es funktioniert, aber lass mich eins sagen, es ist unrealistisch dies in einem Atemzug mit durchschnittlichen Lebenseinkommen und Lebensweisen zu formulieren.

    Weiterhin wird das leider alles nicht mehr lange nachhaltig in Deutschland funktionieren. Bei steigenden Wohn- und Mobilitätskosten, sowie explodierender Sozialabgaben bei weiterhin real stagnierenden Löhnen ist das eher das Best-Case Szenario, als ein durchschnittlich erreichbares Ziel.

    Was du hier den Leuten daher raten solltest, ist nicht sich im Verzicht zu üben, sondern ihre Zeit und ihr Humankapital dahingehend zu investieren diese Statistik des Lebenseinkommens zu schlagen und ihre Einkommensseite zu steigern. Alles andere ist leider realitätsfern.

    Die ganz großen Blöcke im Auge behalten, unnötige Lifestyleinflation im Zaum halten, das ist alles richtig und wichtig, aber dann den Fokus auf das Einkommen richten. Ansonsten bleibt nur Auswandern und Kinderverzicht um solche Zahlen zu erreichen und das ist eine ganz persönliche und nicht leichtfertig zu treffende Entscheidung.

    Ich finde es toll was du hier machst, aber das ist schon sehr sehr sehr optimistisch und ganz Gewiss kein Durchschnitt wie es dieser Artikel vorgibt.

  2. AvatarMaschinist

    @Gini: Das Schlagwort heisst Zinseszins beim Aktienmarkt.

    Wenn Du z.B. 50% Deines Nettoeinkommens nicht verkonsumierst, sondern an der Börse regelmäßig passiv in simple ETFs investierst, bis Du nach weniger als 20 Jahren finanziell unabhängig:

    https://freiheitsmaschine.com/2018/06/15/finanzielle-freiheit-lebensziele-genug-geld-haben-sparquote/

    Dein Beispiel 57% Sparquote über 40 Jahre machen Dich zum garantierten inflationsbereinigten Multimillionär an der Börse. Selbst eine große Rezession oder Hochinflationsphase kann Dir langfristig nichts anhaben.

    Hier stapeln sich schon die Millionäre:

    https://freiheitsmaschine.com/millionaer-interviews-2/

    Und das ging wie immer entweder mittels Aktienmarkt oder mit vermieteten Immobilien. Also in echte Werte investieren, die echten Cashflow liefern, dann braucht man auch nicht mit Nullzinsen zu kalkulieren, sondern selbst nach Inflation und nach deutscher Steuer auf die Dividenden mit 5% Realrendite auf lange Sicht und rel. einfach erreichbar durch den Cost Average Effekt.

    Hört auf Tim! Investiert regelmäßig an der Börse und lasst euch durch Kursschwankungen nicht aus der Ruhe bringen.

    –> Verstehe den Zinseszins und werde frei!

  3. AvatarDavid

    Ich habe ein Masterstudium in Rechtswissenschaften abgeschlossen und habe danach einen Quereinstieg im Banking gemacht. Und obschon ich Humankapital als sehr wichtig erachte, mache ich eine klare Unterscheidung: Es gibt Wissen, welches einem v.a. als Angestellter zugute kommt, aber nicht wegen des Know-Hows selbst, sondern ausschliesslich aufgrund des Diploms. Und dann gibt es noch das Wissen, welches einem im Leben allgemein zugute kommt. Welches Wissen ist nun wichtiger? Früher hätte ich klar zu Ersterem tendiert, heute tendiere ich mehr und mehr zu Letzterem…

    Und noch ein Punkt bzgl. Lehre: Man sollte nicht vergessen, dass jemand, der eine Lehre macht, zwar nicht so viel verdient wie ein akademischer Abgänger, dafür aber früher anfängt zu verdienen. Dies bedeutet, dass er einen enormen Vorteil hätte, wenn er von Anfang an sparen und den Zinseszins für sich nutzen würde. Ich schreibe dies absichtlich im Konjunktiv, weil es wohl meistens eben gerade nicht der Fall ist… und dann hat man als Akademiker gegenüber dem Lehrabgänger natürlich wieder den Vorteil.

  4. AvatarSparta

    @Gini

    Warum rechnest Du über 40 Jahre ohne reale Steigerungen?

    @Maschinist

    Bist Du Dir sicher dass sich keine kognitive Selektivität und survivorship bias bei Deinen Millionärsgeschichten stapelt?

  5. AvatarRobert

    Hallo,

    Sorry aber leider ein extrem schlechte Artikel. Zumal die Fakten nicht Stimmen. Als „Journalist“ solltest du besser verschiedene quellen haben und diese auch prüfen.

    Ab 50 sinkt das Einkommen: bei wem? Es gibt Millionen Angestellte mit Tarifvertrag. Hier steigt fast immer ca alle 2 bis 3 jahre das Einkommen.

    Sowohl in der Wirtschaft als auch beim öffentlichen Dienst. Dort kommen auch Erfahrungsstufen hinzu die das Einkommen deutlich erhöhen je länger man dabei ist.

    Der Artikel liest sich als ob jeder studieren sollte. 1. Kann das nicht jeder finanziell( mit eigener Familie etc)

    2. will vielleicht auch nicht jeder studieren sondern einfach früher Geld verdienen und einen ausführenden job haben

    3. Was würde wohl passieren wenn jeder erstmal studiert?

    Ich kenne einige die habenstudiert inkl. Abschluss und verdienen nicht gut, machen aber einen job der sie erfüllt.

    In letzter Zeit fällt mir leider auf dass ganz viele „Artikel“ nur noch.. „Parolen“ sind.

    Wieso nicht Artikel mit fundiertem wissen? Von der Börse. Selbst wenn man nur CNBC schaut hat man scheinbar mehr Informationen als du der in NYC lebt.

    Als Journalist sollte da wirklich mehr kommen.

     

     

  6. AvatarInsider

    Der letzte Punkt ist wichtig . Einige bekannte und verwandte haben jetzt mit circa 30 Immobilien gekauft und stöhnen aufgrund der finanziellen Belastungen. Fahren aber gleichzeitig Fette Autos  bzw haben einen teuren Lifestyle. Trotzdem würden sie wohl extrem neidisch werden , wenn ich offenbaren würde, dass ich ihrer Immobilie fast ohne Kredit bezahlen könnte durch Auflösung aller Anlagen . Das werde ich vermeiden. Dezente Hinweise auf sparen und investieren werden ignoriert bzw. Abgelehnt .

    Nico hat nicht gesagt was er arbeitet . Aber auch außerhalb des Urlaubes kommentiert er auffallend häufig und ausgiebig für eine so anspruchsvolle Tätigkeit in der Schweiz + garten Hobby usw 😉   Nichts für ungut aber wer so austeilt wie du , muss auch mit Kritik rechnen und einstecken können.

     

  7. AvatarMaschinist

    @Sparta: Im Endeffekt ist es einfach Mathematik.

    Die Aktienmärkte steigen seit 200 Jahren je nach Land mit ca. 5-7% Realrendite plus dem jeweiligen Inflationsausgleich. Besteuert werden dabei bei einem dauerhaftem Besitz von Gesamtmarkt ETF nur die Dividenden – also in Summe sehr niedrige Steuern auf die Gesamtrendite.

    Länder wie die USA, Australien, Kanada und co, die sich nicht durch Kriege auf eigenem Boden mehrmals selbst zerstört haben, liegen dabei am oberen Renditeende. Und ein Welt ETF beseitigt dabei das Risiko, auf die falschen Wirtschaftsregionen zu setzen.

    Bezüglich Vermögensentwicklung heißt das in Summe, das Du je 1.200 Euro monatlicher Sparquote und dem investieren dieses Geldes nach 30 Jahren eine Million Euro inflationsbereinigtes Vermögen hast (5% Realrendite), bei dem die Dividenden schon besteuert wurden. Verdopple die Sparquote (Familie mit zwei Verdienern) und Du hast das doppelte oder alternativ die eine Million „schon“ nach 20 Jahren.

    Aufgrund der Einkommen in Deutschland wird deshalb nicht jeder finanziell unabhängig aber jeder ab einem Durchschnittseinkommen (nicht Median) kann es schaffen und selbst Geringverdiener müssten sich keine Sorgen mehr um Ihre Rente machen, wenn Sie Ihre (dort oft vorhandenen) monatliche Ausgaben für Zigaretten in den Vanguard All World ETF investieren würden 😉

    So lange es einen überwiegend freies Wirtschaftsystem gibt, fließt der Großteil der Profite im Kapitalismus immer zu den „Kapitalgebern“, also zu Dir und mir. Aktienbesitz für alle Bürger wäre also etwas sehr soziales, da es die Beteiligung am Produktivkapital für alle wäre. Unser gesamtes Gesellschaftssystem würde dadurch stabilisiert, da alle Menschen „etwas zu verlieren hätten“ wenn Sie sich zerstörerisch verhalten würden.

    Schönen Tag!

  8. AvatarDamian

    Tja bei mir war es ein bisschen anders:

    Ich habe nach dem Abitur bei einem großen Automobilzulieferer eine Ausbildung gemacht und bis jetzt dort gearbeitet.

    Habe in den letzten Jahres alles volle kanne in Aktien investiert. Bin jetzt 29 Jahre alt habe über 200.000 Euro Nettovermögen.

    Und nun werde ich im kommenden Herbst nochmals auf die Uni gehen und ein Technisches Studium absolvieren.

    Tja wenn man in jungen Jahren in Aktien investiert greift der Zinseszinseffekt umso mehr 🙂

  9. AvatarRalf

    Könnte ich nochmals beginnen würde ich ein Studium aus dem wirtschaftlichen Bereich wählen und kein Ingenieurstudium mehr. Man sieht auch bei der Verteilung der Berufe in DAX-Vorstandsetagen, dass Ökonomen und Juristen mehrheitlich den Takt angeben. Da gibt es auch einen alten Spruch in welchem viel Wahrheit steckt:

    „Der Ingenieur ist der Esel, auf dem der Kaufmann zum Erfolg reitet.“

     

  10. AvatarGiniKoeffizient

    Ich gebe zu, mein Erwartungswert ist sehr pessimistisch. Aber nur so bleibt Spielraum für Unerwartetes.

    Gründe: keiner kennt die Zukunft. Historische Renditen sind eben genau dies. Technologisch betrachtet hat die Digitalisierung einen sehr starken individuellen Effekt auf Effizienz und Marge, ist tendenziell jedoch (noch) weniger eine innovative Errungenschaft im Sinne von Dampflok oder Flugzeug. Die Renditen spiegeln heute eher den Verteilungskampf der Ressourcen auf der Welt und dem strukturell sehr verteilten Bevölkerungswachstum wieder. Hier liegt auch eine große Gefahr.

    Somit sehe ich die Aktienanlage als Werterhalt in seiner untersten Ausprägung an und hoffe natürlich auf mehr.

    Aber okay, dann betrachten wir mal den Realisten ohne Zukunftszweifel.

    Marktrendite 7%
    Nettorendite: (1 – 0,2637) * 0,07 = 0,051541
    Offizielles Inflationsziel: 2%
    Reale Inflation: 4%

    Reale Inflation = Geldmengenwachstum M3 – BIP Wachstum
    Offizielle Inflation = Willkürlich festgelegter, aber nicht konstanter Warenkorb mit tendenziell unrealistischen Annahmen

    Worst Case: 0,051541 – 0,04 = 0,01541
    Best Case: 0,051541 – 0,02 = 0,031541

    Also eine Nettorendite von 1,541% bis 3,1541% unter konservativen Gesichtspunkten.

    Zinseszinskomponente:
    1,01541^40 = 1,84356 Faches
    1,031541^40 = 3,4631 Faches

    Dann sind es nur noch 433.000€ für 1,541% Nettorendite oder 253.000€ für 3,46%.

    Macht 900€ im Monat über 40 Jahre oder 30% Sparquote für 1,541%.

    Dann ist man aber eben auch 65 Jahre alt.

    Das sollte dann die realistische durchschnittliche Angabe zu diesem Artikel sein: spare 30% deines nettoeinkommens über 40 Jahre, dann bist du frei.

    Alles andere ist Best Case Szenarien bei denen man sich selbst anschwindelt, wenn man so tut als würden diese in Steingemeiselt sein.

    Versteht mich nicht falsch, ich werfe monatlich auch meine 2500€ in Aktien und Wertanlagen und sehe keine Alternative die Zinslast unserer Gesellschaft zu stemmen, welche ein ebenso gutes Chancen/Risikoverhältnis hat, aber ich vermisse hier eine nüchterne Stimme im Blog die auch den unteren Rand aufzeigt der sehr wohl eintreten kann und neben der euphorischen mit Renditen über 5% den Leuten aufzeigt in welchem Rahmen sie sich bewegen und was sie erwarten müssen, nicht können.

     

  11. AvatarThorsten

    Das Zauberwort heißt Zinseszins nicht nur bei Aktien, sondern auch bei der selbstbewohnten Eigentumsimmobilie. Hier ist es die Entschuldung über die Inflation und das kostengünstige Bewohnen des abgezahlten Wohnanteils.  Eine Wertsteigerung ist zum Mehrwert gar nicht notwendig. Es reicht der Werterhalt nach Inflation.

    Ein Paradox, dass in einem Atemzug das Aktiendepot mit steigenden Mieten genannt wird. Als wäre das Wohnen zur Miete Pflicht. Schafft eure eigene Miete ab, dann muss das Depot auch nicht so  groß sein.  Wie beim Depot gilt : rechtzeitig anfangen, um Miete sukzessive gegen Sachwert zu tauschen.

  12. AvatarMr. B

    Wer hat Recht, die Optimisten oder die Pessimisten? Man weiß es ( noch) nicht. Ich denk es ist auch wichtiger, dass man sich mit seiner Einstellung wohl fühlt.

    Optimistische Grüße, Mr. B

  13. AvatarBruno

    @Ralf

    „Der Ingenieur ist der Esel, auf dem der Kaufmann zum Erfolg reitet.“

    Als Ingenieur kannst Du ja BWL, Ökonomie oder Recht noch oben drauf setzen, das sind begehrte Leute.

    Ich habe z.B. auch nebst Mathematik und Informatik später noch einen MBA gemacht. Das ist wirklich Peanuts zum Basissstudium, aber gibt Dir neue Möglichkeiten.

    Man kann ja als Ingenieur dem Kaufmann auch mal erklären, dass er es selber machen solle, dann schauen wir wohin das führt 😉 Ich denke der Fehler liegt hier nicht beim Kaufmann sondern beim Ingenieur, der sich über den Tisch ziehen lässt.

  14. AvatarMattoc

    @Thorsten

    Statt 20 Jahre oder länger einen Kredit abzubezahlen, wohne ich lieber sehr bescheiden zur Miete in der Nähe meines Arbeitgebers, pumpe die für mich sehr positive Differenz zwischen sehr niedrigen Kosten für die Miete auf der einen Seite und sehr hohen Kosten für Eigenheim (Tilgung und Kreditzinsen) auf der anderen Seite in den Aktienmarkt. Wenn das Depot dann groß genug ist, und ich sicher weiß, wo ich nach Beendigung meines Berufslebens wohnen und leben möchte, entscheide ich, ob ich eine kleine Wohnung OHNE KREDIT kaufe und dafür einen Teil meines Depots auflöse, oder ob ich weiter zur Miete wohne, um räumlich flexibel zu bleiben.

    Deine Sicht auf die Dinge des Lebens ist selten objektiv und nicht für alle Menschen hilfreich.

  15. AvatarWohnung mit Domblick

    @Ab einem Lebensalter von 50 Jahren sinken die durchschnittlichen Einkommen.

    Für lange Zinseszinseffekte ist es bei mir zu spät. Ich hätte diesen Blog und den FIRE Trend schon vor 30 Jahren brauchen können. Daher bin ich heute froh, wenigstens eine abbezahte Eigentumswohnung zu haben, und die Entwicklung der Immobilienpreise auf der Haben-Seite verbuchen zu können. Damit fühle ich mich sehr wohl. Und damit ist eine mögliche sinkende Einkommenshöhe auf Dauer unkritisch. Es bleibt immernoch genug zum investieren. Ich könnte auch schon auf Teilzeit gehen.

    Unter heutigen Bedingungen ist das frühzeitig gefütterte Depot sicher ertragreicher als die Eigentumswohnung. Von daher: Tim hat recht 🙂

    Und so wie man heute studiert, kommt man auch schneller durch. Wehrdienst fällt auch weg, eine zusätzliche Zeitersparnis. Also wer nicht lange rumhampelt hat beste Möglichkeiten.

  16. AvatarSparta

    @Maschinist & Gini

    Danke für die Antworten!

    Ich könnte mich jetzt an den Worten „stapeln & jeder über Durchschnittsverdienst“ oder auch an einer sehr konservativen & noch schlechteren Rendite-Erwartung als historisch mit zahlreichen Konflikten, Krisen und Kriegen aufhängen…

    aber deswegen wissen wir  alle nicht was uns in unseren jeweiligen Lebensperioden die nächsten 20, 30 Jahre noch so alles positives wie negatives erwartet.

    Das Beste daraus tagtäglich zu machen & zu versuchen ist für mich die praktisch mögliche und logische Quintessenz.

    Dies gilt aber nicht nur für den monetären Bereich.

    Einen schönen Tag noch!

  17. AvatarZawinul

    Hallo Tim,

    bitte nicht noch mehr junge Leute in ein Studium treiben

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article178883266/Bildung-Der-Akademisierungswahn-ruiniert-die-duale-Ausbildung.html?wtrid=onsite.onsitesearch

    (@Ralf, wenn schon Studium, dann ein MINT-Fach aber nicht BWL oder Jura. Ja, es gibt viele davon in den Vorstandsetagen, aber die allermeisten machen eher Buchhalter-Jobs, was früher von gelernten Kaufleuten erledigt worden ist).
    Muss natürlich jeder selbst wissen, was ihm liegt.

    Gute sebstständige Handwerker können auch Millionäre werden.

  18. AvatarRalf

    Diese jungen Leute… „Die sind nicht mal mehr bereit, von Hamburg nach Frankfurt am Main zu ziehen“.

    Dieses von einem Headhunter geäußerte Zitat trägt ein Artikel der Süddeutschen Zeitung.

    Ich finde es durchaus gut, dass die jungen Leute (wer immer das genau ist) so denken. Man muss nicht jedem Job hinterherziehen und Karriere um jeden Preis machen.

  19. Avatar42sucht21

    @All

    Viele gute Kommentare Heute. Danke!

    @Maschinist – Länder wie die USA, Australien, Kanada und co, die sich nicht durch Kriege auf eigenem Boden mehrmals selbst zerstört haben, liegen dabei am oberen Renditeende.

    Das ist eine interessante These. Die kann stimmen. Aus dem Bauch heraus glaube ich persönlich eher, dass es bei den genannten Ländern an der Art des gelebten Kapitalismus liegt und nicht an den nicht vorhandenen Kriegszerstörungen. (Also der protestantisch inspirierte angelsächsiche Kapitalismus in der Tradition Smith – Chicagoer Schule mit Friedman / Hayek / Markowitz usw.)

  20. AvatarMr. Pino Cavallo

    @ Tim

    Vor allem erspart man sich mit soliden Finanzen Häme und Schadenfreude aus der Umgebung.

    Altbekanntes Beispiel: Boris Becker. Der Mann musste jetzt auch seine Pokale verkaufen und wer war unter den Mitbietern? Oliver Pocher, mit dem sich Becker in den letzten Jahren immer wieder Wortgefechte geliefert hatte. Hier soll Becker natürlich gedemütigt werden. Unglaublich, dass ein ehemaliger Weltstar, der sich um den deutschen Sport verdient gemacht hat, nun von so einem kleinen schmierigen Z-Promi vorführen lassen muss.

  21. AvatarNico Meier

    @Ralf

    Ich finde es durchaus gut, dass die jungen Leute (wer immer das genau ist) so denken. Man muss nicht jedem Job hinterherziehen und Karriere um jeden Preis machen.

    Nein müssen tut man in Leben nur selten etwas ausser Steuern zu zahlen und zu sterben. 😉

    Ich stelle bei vielen Jungen um die 20 fest, dass sie schon in so jungen Jahren Teilzeit also statt 42h/Woche nur 34 oder 25h die Woche arbeiten wollen. Damit verbunden ist ein Gehaltsveezicht damit enzieht man dem zukünftigen ich massiv Kapital. Vor den Ferien hat einer dieser Jungen gefragt wie man Kapital ansparen soll „in diesen schweren Zeiten“. Habe dann gefragt inwiefern die Zeit schwer sei. Er meintw nur die neue 3 Zimmer Mietwohnung in Basel die er alleine bewohne koste ihn über 2’000 im Monat und der Handyvertrag koste auch 169.- im Monat dazu noch Netflix und Apple Music und wie diese Abos alle heissen.  Er arbeitet 80% weil 100% ihm zu stressig sei.

  22. AvatarSparta

    @42

    „@Maschinist – Länder wie die USA, Australien, Kanada und co, die sich nicht durch Kriege auf eigenem Boden mehrmals selbst zerstört haben, liegen dabei am oberen Renditeende.“

    Australien war auf Rang 1, Südafrika auf 2 und Schweden auf Rang 3 über 100 Jahre bis 2010 bei den large caps. Diese Auflistung steht u. a. in einem von Kommer`s Büchern.

    Die Aktienmarktrenditen in lokaler Währung schlagen bei einer Hyperinflation & Währungsreform natürlich gewaltig nach unten durch.

    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass die ökonomische Lehrmeinung deutlich weniger Einfluss auf die historische Rendite genommen hat, auch wenn wir seit der Subprime eine bessere US-Hausse hatten und dies uns wieder zu anderen Annahmen verleiten könnte.

  23. AvatarNico Meier

    Ich denke die angelsächsischen Länder haben wirtschaftlich mehr Erfolg weil die liberlaer sind und dadurch weniger Bürokratie haben. Auch der Arbeitnehmerschutz ist weniger gut ausgebaut was es einfacher macht Jobs zu schaffen weil das Unternehmen weiss, dass es die Leute auch wieder abbauen kann wenn es mal schlechter läuft.

  24. Avatarghost

    Hochintèektuelle Konsumenten werden rangezüchtet, die das verdiente Geld in die neu erfundenen Abos stecken und dazu noch mehrheitlich Teilzeit arbeiten möchten :).

    Besser kann ich mir meine Zukunft in meinem Bereich nicht vorstellen ;).

    Diese Einstellung der jungen Menschen (hoffentlich wird es immer mehr davon geben) sichert uns älteren die Arbeitsplätze ;), nicht in jedem Bereich aber in vielen ;).

    Nebenbei……es ist kein Angeben…..ich seh das sozusagen ziemlich realistisch, wenn ich als Nichtingenieur mehr verdiene als manch ein Ingenieur, oder als in manchen Beiträgen genannten Gehälter, dann würde ich mir Gedanken machen…..was läuft schief…..und dann würde ich woanders hinziehen, was anderes arbeiten oder aufhören sich zu beschweren, weil das einen nur runterzieht. Und ich stehe für mein Gehalt nicht am Band.

    Es gibt viele Möglichkeiten einiges zu verbessern , wenn man sich selbst ändert.

    Ansonsten, je mehr Leute konsumieren, Abos haben, rauchen, trinken desto besser für den Markt;)

    Mfg

     

  25. AvatarMr. Pino Cavallo

    @ Nico Meier

    Vielleicht liegt der Unwille nach harter Arbeit auch daran, dass die jungen Leute instinktiv merken, dass sich harte Arbeit einfach nicht mehr lohnt. In Deutschland zahlt man unglaublich hohe Steuern. Gemäß dem Steuerzahlerbund werden wir durchschnittlich erst ab kommenden Montag für uns selbst arbeiten (https://www.t-online.de/finanzen/geldanlage/id_86084560/steuern-sozialabgaben-warum-sie-ueber-ein-halbes-jahr-fuer-den-staat-arbeiten.html)

    Warum sich also krumm arbeiten, wenn der Grenznutzen daraus ziemlich schnell erreicht ist?

  26. AvatarRalf

    „Vielleicht liegt der Unwille nach harter Arbeit auch daran, dass die jungen Leute instinktiv merken, dass sich harte Arbeit einfach nicht mehr lohnt.“

    Früher hatten Papas oft so gut wie keine Zeit für die Kids. Immer irgendwie am arbeiten. Heute scheint es besser zu werden. Das finde ich gut und die junge Generation soll ruhig anders ticken. Harte Arbeit kann sich sicherlich lohnen, jedoch in vielen Fällen auch nicht. Wenn, dann eher im Rahmen einer Selbstständigkeit.

  27. AvatarNico Meier

    Ich will niemandem vorschreiben wie er zu leben hat. Wenn jemand nur 3 oder 4 Tage arbeiten will ist mir das egal ist ja sein Leben. Aber ich habe Mühe mit Nörglern die nicht bereit sind mehr zu leisten aber sich über den angeblich zu tiefen Lohn beschweren. So bleiben sie Mieter die von Monat zu Monat leben ohne Rücklagen.

  28. Avatarghost

    Harte Arbeit in D?

     

    KOMMISCH ist, dass man mir immer erzählte Überstunden lohnen sich niemals da bekommt man voll viel abgezogen. Meine Antwort war immer:“ Aha, krass, ja stimmt du hast eigentlich recht“

    Der Unterschied ist dann immer zu sehen, wenn der Lohn des nächsten Monat kommt. Ob man dann mehr als andere auf dem Konto hat oder nicht.

     

    Und die die damals zu mir sagten harte Arbeit lohnt sich nicht und Überstunden überhaupt nicht, wohnen zur Miete weiterhin, diè meisten rauchen und fahren schöne schnelle Wägen.

    Hart arbeiten ….. tun die in Indien, Africa, Russland hier zu arbeiten im vergleich ist ein Witz …..

    Und dann gibts immernoch die Möglichkeit sein eigener Chef zu werden, aber da muss man auch was riskieren und verzichten. Dann lieber Teilzeit und ein schönes Netflix Abo um die Freizeit so richtig schön vor der sche….Flimmerkiste zu verbringen…..;)

     

    Mfg

  29. Avatar42sucht21

    @unglaublich hohe Steuern auf hartes arbeiten

    mal wieder hanebüchenes Plappern. Schon mal darüber nachgedacht welche Gegenleistung wir dafür erhalten für die bezahlten Steuern und Sozialabgaben?

  30. AvatarKarin

    Außerdem, mehr als 42% Einkommenssteuer, als Vielverdiener evtl. 45%, plus Soli, zahlt man eh nie – auch nicht auf die allerletzte Überstunde. Wie kann man da behaupten, es würde sich nicht lohnen, wenn man bezahlte Überstunden macht? Wenn man erst mal so viel verdient, dass man einen Grenzsteuersatz von >= 42% hat, dann ist der Stundenlohn schon relativ hoch. Wahrscheinlich muss man von jedem Euro mehr noch nicht mal mehr Krankenversicherung zahlen, weil man da schon über der Beitragsbemessungsgrenze liegt. Wer noch mehr verdient, hat auch die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung erreicht und zahlt auf jeden mehr verdienten Euro nur noch die Steuer. Das lohnt sich doch! (Alles nur theoretische Überlegungen, leider bezahlt mir keiner meine Überstunden, die ich daher möglichst vermeide :-)).

  31. AvatarNico Meier

    Bei uns haben sie vor ein par Jahren die Regel eingeführt, dass von den Überstunden nur 50 ins neue Jahr mitgenommen werden dürfen. Jede Stunde über 50 auf dem Konto am 31.12. Wird mit dem Januarlohn ausbezahlt. Natürlich zahle ich für die ausbezahlten Stunden Steuern ich glaube das sind um die 20%.

  32. AvatarDaniel

    Das ist eine interessante These. Die kann stimmen. Aus dem Bauch heraus glaube ich persönlich eher, dass es bei den genannten Ländern an der Art des gelebten Kapitalismus liegt und nicht an den nicht vorhandenen Kriegszerstörungen. (Also der protestantisch inspirierte angelsächsiche Kapitalismus in der Tradition Smith – Chicagoer Schule mit Friedman / Hayek / Markowitz usw.)

    naja, irgendwas ist aber glaube ich schon dran. Frankreich und Italien wurden ja was Zerstörung der Städte in den Weltkriegen angeht weitestgehend verschont. Und es ist somit natürlich einfach eine deutlich größere Substanzmasse im Rennen gewesen. Im Grunde genommen nichts anderes als der Zinseszins. Der der eine Wohnung behalten hat konnte sie an den nachkommen weitervererben der wiederrum konsumieren oder aber sparen/investieren konnte weil kein Bedarf für Wohnungsbau da war. Das erklärt auch dass das Vermögen, zu dem man ja auch Immos zählt, in Deutschland sehr gering und in anderen EU Ländern signifikant höher ist. Frankreich oder Italien stehen nun wirklich nicht im Verdacht kapitalisitisch zu sein. Und Italien bewies früher, dass auch die massive Inflation der Währung kein Grund sein muss heute mit Vermögen dazustehen.

     

     

  33. AvatarThomas

    @42sucht21, mal darüber nachgedacht welche Gegenleistung wir dafür erhalten für die bezahlten Steuern und Sozialabgaben?

    Das ist für das Kollektiv nicht falsch aber für den Besserverdiener ohne Kinder nur ein schwacher Trost, solange er auf der Geberseite ist, also nicht irgendwann selbst in die Abhängigkeit von Sozielleistungen rutscht.

     

  34. AvatarNico Meier

    @Daniel

    Die Schweiz wurde im ersten wie auch im zweiten Weltkrieg vor Zerstörung komplett verschont wenn man ein par Bomben die im Grenzgebiet unter anderem im Kanton Schaffhausen abgeworfen wurden mal ausnimmt.

    Warum also haben wir in der Schweiz eine tiefere Wohneigentumsquote als in Deutschland?

    Die hohe Wohneigentumsquoten in Frankreich oder in Italien erkläre ich mir eher durch die Gesetzgebung sowie durch eine andere Kultur. Für den Franzosen oder den Italiener ist es völlig logisch, dass er eher früher als später eine eigenen Wohnung kauft. Später wenn Kinder da sind wird die Wohnung verkauft um ein Haus zu kaufen. Je nach Region in Frankreich oder Italien ist kaum ein Mietwohnungsmarkt vorhanden. Wo ich keine Wohnung mieten kann, muss ich zwingend eine kaufen wenn ich dort wohnen will.

     

  35. AvatarMr. Pino Cavallo

    @ wir zahlen wenig Steuern

    „Schon mal darüber nachgedacht welche Gegenleistung wir dafür erhalten für die bezahlten Steuern und Sozialabgaben?“

    Ja, ein Versprechen, dass sich in Zukunft nicht einlösen lässt.

    @ Überstunden lohnen sich

    Es geht nicht darum, mehr zu verdienen als der Kollege, sondern darum, seiner Zeit einen angemessenen Gegenwert beizumessen. Der Höchststeuersatz ist als Single sehr schnell erreicht. Für Städte wie München und Frankfurt trifft das schon auf Durchschnittsverdiener zu.

  36. AvatarNico Meier

    Wenn ich 20% Einkommenssteuern zahle so behalte ich von jedem zusätzlich erhaltenen Franken aus überzeit 80 Rappen für mich selber.
    Ich finde immer spannend wieviele in DE sich über die Steuern aufregen. Wenn DE eine Demokratie ist dann könnt ihr die Obrigkeit doch abwählen oder?

  37. AvatarRalf

    „Es geht nicht darum, mehr zu verdienen als der Kollege, sondern darum, seiner Zeit einen angemessenen Gegenwert beizumessen. Der Höchststeuersatz ist als Single sehr schnell erreicht.“

    Gut formuliert, so ist es. Insbesondere künftig weiter steigende Sozialabgaben sind eine Herausforderung. Auch für die Arbeitgeber im Hinblick auf Lohnkosten. Unter Berücksichtigung vom Arbeitgeberanteil arbeitet man ein halbes Jahr nur für die Abgaben.

    Tendenz eher steigend durch diverse politische Fehlentscheidungen der letzten Jahre.

  38. AvatarNico Meier

    @Ralf

    Unter Berücksichtigung vom Arbeitgeberanteil arbeitet man ein halbes Jahr nur für die Abgaben.

    Mit diesen Steuereinnahmen werden unter anderem die Löhne im öffentlichen Dienst bezahlt oder Ralf?

  39. Avatarslowroller

    @Mr. Pino…

    Das ist eben der Unterschied zwischen gefühltem und echten Reichtum. Becker kann gegen einen Ball hauen – das hat er schon als Kind gemacht und als Jugendlicher fand ich ihn auch toll. Aber was er im Arm hat fehlt offenbar im Kopf (das gilt für echt viele meiner Sportidole aus den 90igern, beiweitem aber nicht für alle). Pocher ist das Gegenteil – er ist aus meiner Sicht nicht weniger schmierig als du und ich, aber er war und ist offenbar ziemlich clever. Er hat eine Marke aufgebaut, diese mittlerweile recht lange gehalten und scheint davon gut leben zu können. Er scheint davon gut leben zu können und ich denke nicht, dass er mal Bobbeles Schicksal teilt.

    Zum Thema ansonsten ganz klar:

    Reichtum = Einnahmen – Ausgaben
    Einnahmen = Ausbildung + Fleiß + Glück + gute Investments
    Ausgaben = Lebensstil + schlechte Investments

    Reichtum = Ausbildung + Fleiß + Glück + gute Investments – Lebensstil – schlechte Investments

    Glück kann ich nicht beeinflussen. Fleiß im Grunde schon – aber das kann eine persönlche Härte sein, nicht jeder gewichtet seinen Job maximal hoch. Bei Investments spielt dann indirekt wieder Fleiß und Ausbildung mit rein, aber auch Glück. Am Ende bleibt somit Ausbildung und Lebensstil als Faktoren, die ich direkt beeinflussen kann wenn ich denn die Vorraussetzungen habe. Das ist aber garnicht so einfach, wenn man z.B. garnicht alles machen kann weil es z.B. nicht für ein Abitur gereicht hat. Hier würde ich deshalb auch ansetzen: Die Schulzeit ist die Zeit, an der man nicht vorbei kommt. Man sitzt da eh rum, daher einfach nutzen und mit nem Mittelguten Abi die Welt offen zu Füßen liegen haben: Ob man dann Handwerker, gelernter Kaufmann, konstruktiv begabter Esel oder eben studierter Kaufmann wird, hat man dann selbst in der Hand.

  40. AvatarTimo

    @Thomas: Das ist für das Kollektiv nicht falsch aber für den Besserverdiener ohne Kinder nur ein schwacher Trost, solange er auf der Geberseite ist, also nicht irgendwann selbst in die Abhängigkeit von Sozielleistungen rutscht.

     

    Aha… und ich dachte immer, auch die Besserverdiener ohne Kinder würden öffentliche Straßen befahren, in subventionierte Schwimmbäder oder Kulturveranstaltungen gehen (Oper, Theater…).

    Ansonsten steht das mit dem Sozialstaat halt im Grundgesetz. Aber mach dir keine Sorgen. Den hat man schon gut abgeschmolzen.

     

    @Ginikoeffizient: Weiterhin wird das leider alles nicht mehr lange nachhaltig in Deutschland funktionieren. Bei steigenden Wohn- und Mobilitätskosten, sowie explodierender Sozialabgaben bei weiterhin real stagnierenden Löhnen ist das eher das Best-Case Szenario, als ein durchschnittlich erreichbares Ziel.

    Ich stimme der Liste fast zu, aber was haben die explodierenden Sozialabgaben da zu suchen? Welche meinst du und wann und wie sollen die explodiert sein? Mir fallen da nur die Beiträge zu den privaten Krankenversicherungen ein. Die sind sicher nicht erfreulich, aber treffen eher den deutlich kleineren Teil aller Leute.

     

    @Maschinist: Länder wie die USA, Australien, Kanada und co, die sich nicht durch Kriege auf eigenem Boden mehrmals selbst zerstört haben, liegen dabei am oberen Renditeende. Und ein Welt ETF beseitigt dabei das Risiko, auf die falschen Wirtschaftsregionen zu setzen.

     

    So ganz verstehe ich das nicht. Meinst Du die Renditeentwicklung historisch gesehen im Schnitt, oder ab wann genau? Wessen Rendite? Die aller Anleger in einem Land zusammen?

     

    @Mr. Pino Cavallo: Ja, ein Versprechen, dass sich in Zukunft nicht einlösen lässt.

    Man hat ein einziges Versprechen für alle Steuern und Sozialabgaben gegeben? Wer ist „Man“ und wie soll das Versprechen lauten? Man man man… heute bin ich aber wirklich schwer von Begriff. =D

  41. AvatarThorsten

    @Ralf und warum sollte man auch von eine oder schönsten Städte nach Frankfurt ziehen ? Schallendes Gelächter, so ein übles Beispiel in den Medien. Die Lebensqualität kann man nicht mitnehmen und die Pendelei/Mieten in Frankfurt sind der blanke Horror. Aus Hamburg zieht man nicht weg, niemand ! Ein Tausender mehr im Monat gleicht das jedenfalls nicht aus.

  42. AvatarThorst

    @Mattoc dito, das eine schließt das andere nicht aus. Ich habe in der Nähe meines Arbeitgebers gebaut. Eigentlich ist hier alles „in der Nähe“. Der ÖPNV funktioniert. Es macht keinen Sinn Aktien zu puschen,  um dann zum Rentenzeitpunkt festzustellen, dass sich die Mieten evtl. erneut verdoppelt haben, um dann zu jammern, dass das Lebenshaltungskosten sind, die der Inflation unterliegen. Miete kann man wegsparen durch frühzeitigen Kauf. Das solltest Du nachvollziehen können ,  es ist nicht zu viel verlangt.

  43. AvatarAlbr

    @Timo, dann frag mal den Bürgermeister von Herne, sein Haushalt besteht mittlerweile aus mehr als 60% für Sozialausgaben, stark steigen (vulgo in den letzten Jahren explodiert) und kein Ende absehbar 😉

     

     

  44. AvatarRalf

    „Ich stimme der Liste fast zu, aber was haben die explodierenden Sozialabgaben da zu suchen? Welche meinst du und wann und wie sollen die explodiert sein? Mir fallen da nur die Beiträge zu den privaten Krankenversicherungen ein. Die sind sicher nicht erfreulich, aber treffen eher den deutlich kleineren Teil aller Leute.“

    Mit einer Abgabenlast (Steuern und Sozialabgaben) von durchschnittlich 49,5 Prozent ist D im Vergleich von 36 Industrienationen neben Belgien das Land, das am meisten Geld abnimmt. Die Abgabenlast in Deutschland ist im internationalen Vergleich damit weiterhin überdurchschnittlich. Das mahnt aktuell auch die OECD wieder an.

    Weiter steigende Abgaben sind absehbar. Man darf auch nicht vergessen, dass ja noch Arbeitgeberanteile mit fällig werden. Oft werden diese auf Lohnzetteln gar nicht aufgeführt.

    „..Ein Tausender mehr im Monat gleicht das jedenfalls nicht aus…“

    Würde ich auch sagen. Je nach sozialen Netz bzw. Region kann das in die Hose gehen. Wir haben es probiert und sind wieder zurück.

    Klar gesagt: Harte Arbeit und gute Bildung kann sich sehr wohl lohnen. Aber es kommt auf Details an. Und manchmal braucht es auch den richtigen Augenblick bzw. Glück.

  45. Avatar42sucht21

    @arbeitet man ein halbes Jahr nur für die Abgaben.

    Zurst sollte man bedenken: es gibt grob 24-33 Urlaubstage,  ca. 10 Tage im Schnitt  jährlich Fehltage durch Krankheit und ca. 10 gesetzliche Feiertage. Diese 50 Tage sind natürlich voll bezahlt im Salär enthalten.

    So gesehen fängt das Arbeitsjahr für die meisten erst ca. am 20. Februar an.

    (Die an der Kaffeemaschine verbrachte Zeit oder die Zeit für private Nutzung von Web/Email/Fon während der Arbeitszeit lasse ich mal weg.)

     

    @Thomas – für den Besserverdiener ohne Kinder nur ein schwacher Trost

    Ja, das kann ich gut verstehen. In der Lebensphase als Nettozahler gefällt einem das nicht unbedigt.

    Aber ich denke, man muss gar nicht soweit gehen, dass er mal selber in Sozialleistungen rutscht, Rentner wird oder selber (behinderte) Kinder bekommt. Auch der gesunde 30J Besserverdiener hat vermutlich mehr profitiert als er realisiert. Seine Gesundheit, seine Bildung, seine Kultur, seine Verdienstmöglichkeiten usw. verdankt er überhaupt erst den Abgaben der anderen.

    Seine Schule/ Studium war fast kostenfrei an einer sehr guten öffentlichen Schule & Uni, er profitiert von einem verlässlichen Rechtsstaat ohne nennenswerte Korruption im Alltagsleben oder Kriminalität, sein teures Auto fährt über sehr gute für ihn kostenfreie Bundes- Landes und Kommunalstraßen, sein Trinkwasser, die Ärzteversorgung, die Telekommunikation…

  46. AvatarRalf

    „Zurst sollte man bedenken: es gibt grob 24-33 Urlaubstage, ca. 10 Tage im Schnitt jährlich Fehltage durch Krankheit und ca. 10 gesetzliche Feiertage. Diese 50 Tage sind natürlich voll bezahlt im Salär enthalten.“

    Es scheint schon wie ein Naturgesetz: Fünf Tage die Woche. Die Arbeitsdauer und Urlaubstage sagen eher wenig über die Qualität aus. Eine gesellschaftliche Diskussion über eine 4-Tage-Woche für alle wäre längst überfällig. Und auch machbar.

    Nur knapp die Hälfte der täglichen Arbeitszeit wird wirklich für die Arbeit genutzt. Viel Dokumentation und dumme Prozesse kosten Zeit. Die logische Antwort auf das Problem könnte eine Verkürzung des Arbeitstages sein. Zu viel Zeit geht für unsinnige Meetings und andere Ablenkungen drauf. Weniger Stunden kann in Summe eine höhere Produktivität.

    Daher finde ich es durchaus gut, dass die jungen Leute lockerer denken und Headhunter damit zum Zorn bringen. Man muss nicht jedem Job hinterherziehen und Karriere um jeden Preis machen.

  47. Avatarsammy

    Eine Immobilie verliert über die Jahre an Wert wenn sie nicht dauerhaft renoviert und Instand gehalten wird. Zudem schwanken die Immobilienwerte auch, man kann dies nur nicht so ablesen wie bei Aktien. Meine Miete die ich mit meiner Freundin teile liegt unter so manchem Hausgeld das andere für ihre Immobilie bezahlen!

  48. AvatarGiniKoeffizient

    @Timo

    Ich stimme der Liste fast zu, aber was haben die explodierenden Sozialabgaben da zu suchen? Welche meinst du und wann und wie sollen die explodiert sein? Mir fallen da nur die Beiträge zu den privaten Krankenversicherungen ein. Die sind sicher nicht erfreulich, aber treffen eher den deutlich kleineren Teil aller Leute.

    Das war ungünstig formuliert. Sozialausgaben wäre korrekt gewesen.

    Auf dem Handy schreiben sich größere Texte im kleinen Textfeld eher suboptimal, da wird man schnell ungeduldig und liest ungern Korrektur.

    Einfach mal auf bundeshaushalt.de gehen (offizielle Seite) und die Ausgaben sowie Einnahmen nach Funktionen sortieren. 50,38% für soziales. Davon nur 5,12% + 0,35% + 0,17% für Familien jnd Kinder. Der Rest überwiegend Arbeitsmarktspritzen und Sozialhilfe. Die Verwaltung des ganzen macht 1,31% aus.

    Die Personalausgaben des Gesamthaushalts liegen übrigens bei 9,69%.

    Achja und die Zuschüsse sind auch recht aufschlussreich, über 25% des Haushalts unmittelbare Bezuschussung an die RV.

    Die Sozialabgaben explodieren, es merkt nur keiner da sie passiv erhöht wurden.

     

    @Sparta

    ich gebe ja zu, dass es sehr pessimistisch ist. Aber mit mehr als 3-4% zu rechnen (untere Schwelle) ist Selbstbetrug.

  49. AvatarAlbr

    Nö, @sammy, kann man so nicht sagen, meine Immobilie ist um mind. das 3-fache in den etwa letzten 10 Jahren gestiegen 😉

    und das steuerfrei 😉

     

    ich freue mich jeden monatsanfang darüber, das ich keine Miete überweisen muss sondern Aktien kaufen kann 🙂

     

     

  50. AvatarBruno

    Und täglich grüsst das Murmeltier…

    Solange hier die 3 Hauptthemen:

    * Immobilie Miete vs. Kauf
    * Investment in ETF vs. Einzelaktie
    * Dividende vs. Thesaurierung

    diskutiert werden, geht es der Wirtschaft/Börse noch gut.

    Wäre ein neuer Sentiment-Indikator 😀

     

  51. AvatarNico Meier

    @Albr

    Bin auch froh keine Miete mehr zahlen zu müssen.

    Sobald die Zinsen auch nur leicht steigen wird mancher Mieter in der Schweiz staunen. Eine Erhöhnung des Referenzzinssatzes um 0.25% erhöht die Miete um 2.9%. Mit anderen Worten steigt der Referenzzinssatz um 1% werden den Mietern die Mieten aud den nächstmöglichen Kündigungstermin (in der Regel 3 Monate um 11,6% erhöht.

  52. AvatarRalf

    @Immobilie Miete vs. Kauf: Beides kann sinnvoll sein

    @Investment in ETF vs. Einzelaktie: Beides kann sinnvoll sein

    @Dividende vs. Thesaurierung: Beides kann sinnvoll sein

    „Die Sozialabgaben explodieren, es merkt nur keiner da sie passiv erhöht wurden.“

    Es geht ja auch um Themen wie die Beitragsbemessungsgrenze. Diese wurde in den letzten  Jahren teilweise deutlich erhöht. Das ist geschickt um an mehr Geld zu kommen, ohne die Beitragssätze selbst zu erhöhen. Gerne begründet mit den Lohnsteigerungen und der Inflation. Bei genauerer Analyse und Berücksichtigung der Reallohnentwicklung deutliche Steigerungen.

     

     

     

     

     

     

  53. AvatarThorsten

    @Bruno das macht ja auch Spaß.  Einer hat den heiligen Gral gefunden,  lebt  mit Haferflocken in der 12er WG mit 1000%-Raketenaktien  und ist mit 22 Jahren finanziell frei. Die anderen reißen den heiligen Gral von Sockel und stellen ihn beim Eigenheim mit Dividendenaktien und Rama auf dem Frühstückstisch auf. Bis der Nächste kommt und ihn auf seine reißerische VW-Bus Tour mit nimmt, wo es ihm ein Digitalnomade rausklaut, der ihn dann an einen Dumpfbeutel verkauft, der meint „Staatsanleihen und Renten sind sischä, weil der Kommä hätte es ja gesagt ! „. Usw usw. Man lernt an jeder Kritik und Idee dazu.

  54. Avatarghost

    @ Überstunden lohnen sich

    Es geht nicht darum, mehr zu verdienen als der Kollege, sondern darum, seiner Zeit einen angemessenen Gegenwert beizumessen. Der Höchststeuersatz ist als Single sehr schnell erreicht. Für Städte wie München und Frankfurt trifft das schon auf Durchschnittsverdiener zu.

     

    es geht dabei überhaupt nicht mehr als der Kollege zu verdienen, seit ich hier im Blog mitschreibe, habe ich immer die gleiche Meinung, ich mag Menschen nicht die sich für etwas besseres halten.

    es geht dabei darum wenn die Überstunden bezahlt werden, und der Betrieb Leute braucht die das machen wollen, dann geht es darum mehr zu haben als man normalerweise am Ende eines Monats hätte. Ich vergleich mich niemals mit anderen, warum ich auch kein Wert auf Markensachen oder teure Autos lege.

    Ich vergleiche dabei nur mich mit Überstunden und mich ohne Überstunden, und das „ich“ mit Überstunden gefällt mir sehr viel besser, weil ich dann nicht jammern muss, dass ich nie Geld über habe und ich mir theoretisch leisten kann was ich will. Ich finde es dann persönlich auch ganz lustig, wenn diese Kollegen, oder Bekannte auf der einen Seite Geld ausgeben ohne darüber nachzudenken, auf der anderen Seite nichts an ihrer Lage verbessern wollen. Somit ändert sich nichts und das Gejammer bleibt:

    harte Arbeit
    so hohe Steuern
    keine Lohnerhöhung
    schon wieder ne Rechnung

    Wenn man denen dann freundlich sagt:

    rauchen ist ungesund und teuer
    kauf dir lieber kleineres Auto
    drittes Mal dieses Jahr im Urlaub
    brauchst du wirklich zwei Abos um TV zu schauen
    vielleicht könnte dir ein Nebenjob helfen

    Wird man nur müde belächelt und als Antwort erhält man:“ ich geh doch arbeiten also will ich es mir leisten, man lebt nur einmal“

    Und ich bin der Meinung, viele könnten sich zumindest ne eigene Wohnung leisten, es werden überall Leute gesucht, in Märkten Regale auffüllen oder anderes Zeug. 5 Jahre Nebenjob und man hat ca. 24000 Euro schon mal zusammen um zur Bank zu rennen wegen Immobilie, dazu mit rauchen aufhören und vielleicht nicht alle drei Tage „schön essen gehen“. Man könnte so vieles und müsste eigentlich nicht auf alles verzichten, aber es ist immer leichter zu behaupten, das Leben ist so schwer, man hatte eben bei dem Beruf nicht so Glück gehabt, hätte man doch was anderes gelernt.

     

    Es ist immer was anderes oder es sind immer die anderen…. man hört kaum einen sagen, mein Fehler…. schei… ich muss besser werden….

     

    Jammern ist immer leichter 🙂

    Und wenn ich Geld bräuchte dann würde es mir schei-egal sein ob ich dafür Regale auffüllen muss oder Teller waschen müsste, das ist der Unterschied zu vielen anderen, mir wäre es egal, welchen von diesen Nebenjobs ich machen müsste, den anderen ist es nicht egal, die anderen beschweren sich lieber wie schlimm es mit den Löhnen in Deutschland ist

     

    mfg

     

  55. AvatarRalf

    „Und ich bin der Meinung, viele könnten sich zumindest ne eigene Wohnung leisten“

    Durchaus. Kleinere Wohnungen sind noch bezahlbar zu haben. Als Single oder kinderloses Paar tut man sich hier etwas leichter und muss auch nicht so stark auf Dinge wie Schulanbindung, Umfeld achten.

    Aber wer mehr Platz braucht hat es vielerorts schwer. Größere Wohnungen sind nach meiner Beobachtung zumindest in unserer Region überproportional teuer und vor allem seltener im Angebot.

  56. Avatarsammy

    @Albrecht

    Ich rede von der statistischen Normalverteilung, keine Ausreißer, diese sind ungültig.

  57. AvatarThorsten

    Überstunden sind im Übrigen ein böses Thema. In einem Unternehmen gab es bei Erreichen von 2 Grenzen Gespräche mit dem Vorgesetzten, warum und wieso…. Wurde die letzte Grenze (ich meine es waren 120 Stunden)  erreicht verfielen die Überstunden zu Null – unbezahlt. Diese Regel sollte den Arbeitnehmer schützen. Niemand hätte gedacht, dass jemand [so blöd wäre] seine Überstunden verfallen zu lassen und dennoch ist es dann einem im Scheidungsstress passiert. Der hat einfach nix mehr gerafft und seine ganze Zeit in der Firma verbracht, ist wohl von zu Hause geflüchtet. Es gab dann ein Verfahren als er wieder klar und ansprechbar war, aber das hat der Kollege verloren. Traurige Geschichte.

  58. Avatarsammy

    Wenn die Immobilienblase platzt kann man sicher darüber nachdenken sich Wohneigentum zuzulegen. Nur bei diesen astronomischen Preisen macht es momentan keinen Sinn für mich. Wie gesagt meine Miete +Nebenkosten ist sehr gering da durch zwei geteilt wird.

  59. AvatarMattoc

    @Thorsten

    Du willst offenbar in der Nähe deines (ehemaligen) Arbeitgebers ein Leben lang wohnen. Ich habe daran kein Interesse. Ich habe auch kein Interesse an einem Kredit über Dekaden. Es gibt für mich nichts Besseres als den Aktienmarkt, mit dem der Immobilienmarkt übrigens korreliert. Es soll auch Menschen geben, die ETFs auf Immo-Indizes kaufen und damit für eine Immobilie sparen, da hier durchaus eine preisliche Kopplung vorhanden ist. Oder als „Dividendenfan“: REITs kaufen oder einen ETF anstatt einer Eigentumswohnung und von den Dividenden dann die Miete zahlen. Es gibt so viele Wege zur Miete zu wohnen, und den Immobilienboom positiv für sich mitzunehmen, ohne sich selbst immobil zu machen.

  60. AvatarThorsten

    Ob erarbeitet oder geerbt, dass Vermögen wurde bereits versteuert. Stetige Mieteinnahmen werden ebenfalls versteuert. Also kein Neid. Wenn die Glücklichen alle noch eine große Limousine von Mercedes und einen Porsche in der Garage haben, sind Millionen an Mehrwertsteuer geflossen. Wenn das Bündnis PDS/die Grünen ans Ruder kommt, geben die Damen und Herren ihr Geld besser in Österreich oder der Schweiz aus.

    Hier gibt’s die Neider „Reichtum will man nicht“ und die, die Werte geschaffen haben und nun von den roten Lebenskünstlern mit Anspruch auf Totalmoral zerrissen werden :

    https://www.welt.de/wirtschaft/article196741423/Statistisches-Bundesamt-Hunderttausende-Deutsche-leben-von-ihrem-Vermoegen.html

    Interesant die Eingangsfrage, warum es so viele „Rentiers“ (noch nie gehört) gibt trotz der Negativzinsen. Alle Blogleser könnten Nachhilfe geben. Am besten sind die Kommentare. Köstlich.

  61. AvatarBruno

    @sammy

    Ich erinnere mich an ein Gespräch im Jahre 2003, wo mir ein Kollege genau dies sagte, es könnten 1:1 deine Worte gewesen sein. Er ist auch heute noch Mieter und wartet auf den Crash. Die Preise haben sich mittlerweile verdoppelt und mehr. Damals waren die Zinsen bei ca. 3.5%, und viele sagten, tiefer können sie nicht mehr fallen, bald steigen sie wieder 😉

  62. AvatarThorsten

    @Bruno ganz genau. Es macht keinen Sinn zu warten und Miete als Vorteil verkaufen zu wollen, das ist wohl reine Verzwiflung oder Realitätsverweigerung. Nur Genossenschaftliche Wohnungen bieten den Schutz, den sich ein Mieter dieser Coleur herbeikonstruiert.

  63. KievKiev

    @ Ghost

    Auch wenn Deine Kommentare oft etwas kurz und ruppig geschrieben sind. Inhaltlich kann ich mich damit oft identifizieren. Ich schaue mittlerweile bei anfallenden Arbeiten auf den Preis zu Kosten Faktor. Ich habe in einem gewissen Maße genug geleistet um den Schneeball anzuschieben. Ich verbringe nun manchmal lieber die Zeit mit der Familie anstatt weiteres Geld zu sparen. Ich jammere aber auch nicht rum. Ich möchte aber ergänzen, dass man sich über seine Privilegien und hohes Gehalt glücklich schätzen kann. Ich kann es nicht leiden, wenn Menschen, die niedere Tätigkeiten ausführen, abfällig behandelt werden. Das sehe ich leider vereinzelt in meinem Umfeld.

    @ Mattoc

    Ich sehe alle Arten von Investments auch entspannt. Immobilien sind aktuell in vielen Regionen recht hoch bewertet. Ein Unterschied ist aber schon, dass Du aufgrund der Steuer die 25% bei Dividenden mehr als die Miete erzielen musst. Wir haben in Deutschland keinen Eigenmietwert wie in der Schweiz. Eine Immo für den privaten Gebrauch hat auch andere Vorteile, da sie als Altersvorsorge anerkannter als Aktien in Deutschland ist. Diversifikation über Anlageklassen hinweg finde ich am besten. Aber ein wenig Timing gehört dazu. Kaufen um jeden Preis lohnt sich selten.

  64. AvatarMattoc

    Lustiger Artikel, Thorsten. 🙂

    Zitat:

    Dass immer mehr Menschen allein von ihrem Vermögen leben können, überrascht vor allem deshalb, weil in den vergangenen Jahren kaum noch Zinsen gezahlt wurden und für große Vermögen teilweise sogar Negativzinsen verlangt wurden. Eine Erklärung für den Anstieg der Rentiers liefert der Mikrozensus nicht. Ein möglicher Grund könnten gestiegene Einnahmen durch Vermietung von Immobilien sein, denkbar ist aber auch, dass die Rentiers von der Substanz ihrer Vermögen leben.

     

    Hmmm…Tim sollte den Autor mal mit der Nase auf die Lösung stoßen.

  65. AvatarSkywalker

    Es gibt keine Immobilienblase die Preise werden die nächsten 15 Jahren nicht wesentlich sinken vor allen Dingen in den gefragten lagen.

    Im übrigen kleiner Hinweis, wer seine Miete und Nebenkosten durch 2 teilt kann auch seine hausrate durch 2 teilen :)))

  66. Avatarsammy

    @Bruno

    2003 kann man nicht mit 2019 vergleichen. Nach zehn Jahren offener Geldschleusen und Niedrig-/Nullzinspolitik sind leider alle Assetts aufgebläht. Bin mal gespannt ob es die nächsten zehn Jahre auch so weiter geht. Mir ist es persönlich ziemlich egal, wenn ich wollte könnte ich mir jederzeit eine Immobilie komplett bar kaufen. Ich warte allerdings besser auf eine gute Gelegenheit am Aktienmarkt (ja ich weiß Market Timing funktioniert nicht). Meine Sparquote ist trotz Miete und Auto enorm hoch, somit kein Grund Höchstpreise zu bezahlen.

     

  67. AvatarRalf

    „Nach zehn Jahren offener Geldschleusen und Niedrig-/Nullzinspolitik sind leider alle Assetts aufgebläht.“

    Ein Aspekt der in vielen Beiträgen nicht bedacht wird. Ein Teil der Kursgewinne ist letztlich einer laxen Zinspolitik geschuldet und steht auf brüchigem Fundament.

    Man hat bereits bei der letzten Minikorrektur vor einigen Monaten gespürt, wie einige in diesem Blog sehr nervös wurden…

  68. AvatarMattoc

    @Kiev

    Diversifikation über Anlageklassen:

    1) Bargeld/Tagesgeld/Festgeld

    2) Aktien / Aktien-ETF

    3) Edelmetalle

    4) Immobilie / Immobilien-ETF (sehen mache sich eher bei 2))

    5) Optional: Private Rentenversicherung

    6) Gesetzliche Rente

    Man kann sein Leben auf viele Säulen stellen. Die meisten Menschen haben nur die letzte Säule, und manche nicht mal die. Ich bevorzuge 2), aber auch 6) ist ok, auch wenn man das kaum glauben mag.

  69. Avatar-M

    Um was sagt mit jetzt der Artikel und die teilweise schwsrzmalerischen Kommentare?

     

    Ich blöder Angestellter, werde es wohl zu nix mehr bringen – ist ja auch egal, geht ja auch alles kaputt – sei es das sozialsystem – die große Inflation- die Immo die im Wert verlieren und renoviert werden müssen- das er ihr Gehalt das ich bekomme und die paar kröten die ich an die Börse bringe, machen den Bock ja dann nicht mehr fett.

     

    Ist mir doch egal 🙂 mein Kopf kann den Zinseszins nicht verstehen, aber mein Taschenrechner und der rechnet mich zukünftig zwar nicht reich, aber wohlhabend genug für einen halbtagsjob. Reicht mir….

     

    ….und ich bin jetzt schon bei meiner Familie 5 Tage die Woche schon mittags bzw den kimoletteb tag und nur 2x halt dann zum Abendessen. Arbeitsweg 10min. Ist auch ganz nett.

    Ich lass mich mal überraschen wie es weiter geht und mach stur mein Ding durch,  bei dem meine Frau auch nicht überzeugt werden musste und auch investiert was geht.

     

    -M

  70. AvatarRalf

    @Immobilien: Sogar die Banken finden mittlerweile die Immobilienpreise auch zu hoch:

    „Banken melden uns immer häufiger zurück, dass sie die Höhe des Kaufpreises nicht nachvollziehen können und setzen den nachhaltigen Wert der Immobilie geringer an. Das verschlechtert für die Kreditnehmer den Beleihungsauslauf.“

    So lautet ein Zitat aus folgendem Link.

    https://www.dasinvestment.com/bis-15982-euro-pro-quadratmeter-banken-finden-immobilienpreise-viel-zu-hoch/

    Es ist nicht alles pure Einbildung in Bezug auf vielerorts zu hohe Immobilienpreise…

  71. KievKiev

    @ Mattoc

    Eine Wohnung in der Stadt, die Dir nicht gefällt macht aufgrund der Kaufnebenkosten natürlich keinen Sinn. Falls Dir als Beispiel eine ETW in einer gewissen Region außerhalb gefällt macht folgendes schon Sinn:

    Falls Mietrendite z B. 4% beträgt kaufst Du die ETW in der anderen Stadt heute und vermietest sie. Du zahlst nur Kaufnebenkosten und bringst ein wenig EK rein. Den Rest finanzierst Du etwas unter 1%. Dann freust Du Dich über die Miete, die Deine Wohnung weitgehend steuerfrei in der Anfangszeit sehr gut abzahlt. Nach z.B. 5-10 Jahren übernimmst Du die Wohnung privat. Je nach Tilgungshöhe zahlst Du in der Zukunft wesentlich weniger. Dein Depot bleibt zu einem hohen Teil auch erhalten. Und Du darfst auch ein wenig von den niedrigen Zinsen profitieren. Und hast Dir die Wohnung gesichert, falls es in der Region dich nicht billiger wird.

  72. Avatar-M

    Ralf du hast auch recht. Bei uns in der Bank schütteln wir regelmäßig den Kopf- was die Leute bezahlen und was sie dafür bekommen.

    Wenn man dann noch mit einbezieht, was die Leute gespart haben bzw eher nicht, dann kann man vieles nicht mehr nachvollziehen.

     

    -M

  73. AvatarRalf

    „Den Rest finanzierst Du etwas unter 1%“

    So selbstverständlich ist das nicht. Ich habe kürzlich mit befreundeten Bankern gesprochen. Banken setzen den nachhaltigen Wert von Immobilien zunehmend niedriger an (höhere Zinsen in Folge oder mehr EK-Bedarf). Siehe auch Link…

  74. AvatarMattoc

    @Kiev

    Kann sein. Das ist mir aber alles zu aufwändig. Ich bin kein Vermieter-Typ.

    Ich bin eher wie Udo Lindenberg, was Immobilien angeht. Am liebsten würde ich dauerhaft im Hotel wohnen – mit Zimmerservice. Jeder Mensch ist anders.

  75. AvatarRalf

    „Ralf du hast auch recht. Bei uns in der Bank schütteln wir regelmäßig den Kopf- was die Leute bezahlen und was sie dafür bekommen.“

    Ich stelle dies auch bei Verkehrwertgutachten fest, die ich ab und zu erstelle. Die Immopreise haben sich teilweise völlig entkoppelt. Da ist es völlig klar, das Banken die Beleihungsgrenze tendenziell nach unten schrauben oder mehr EK verlangen.

    Daher ist auch mancher Kommentar nicht nachzuvollziehen der das Meckern über hohe Immobilienpreise als Jammern und Klagen abstempelt. Es gibt sachliche Argumente die auch Banken erkennen.

  76. Avatarghost

    Es sind nicht nur immos teuer, aktien sind zeuer, gold ist teuer , autos sind teuer, nicht bös gemeint, aber im Laufe der Zeit wird alles teurer.

    Manchmal muss man sich einfach trauen etwas zu machen oder eben wenn man ne immo will, dahin ziehen wo die immos billig sind und in Kauf nehmen, dass die Arbeit dann anders ist.

     

    Es gibt auch wenn es dumm klingt immer + und –

    Wenn man Kinder hat, kann man auch in einer kleinen Wohnung glücklich werden, das war früher immer so…..ich kenn es nicht anders, und aus den Leuten ist auch was gutes geworden.

    Heute muss jeder ein Zimmer haben, am besten noch als zwei Jähriger um seine persönlichen bedürfnisse zu erfüllen,das sich das kleine Wesen am besten auf mindestens 20 qm frei entfalten kann,  dann am besten ein Auto für jeden im Haus, und Tore sollen am besten auch nicht mehr gezãhlt werden(fussball), und jeden tag von morgens bis abend nur lächeln und nur nett sein und fleissig sein…. die Liste der Vollspa s s  ten könnte man so weiter führen ohne aufzuhören. Dann dazu noch einen Berater der einem in der eigenen Wohnung zeigt wo sich das Kind verletzten könnte usw eben…..

     

    Am besten ist es mal…..vielleicht nicht das machen was die anderen machen und wollen…sondern einfach mal eine Entscheidung treffen und einfach tun…..

    Will ich ein Haus dann kauf ich ein Haus, mir egal ob ich 300000 oder 400000 im Minus bin, ich will ein Haus was andere meinen das interessiert mich nicht, das ist mein Leben….

    Gibts crash in Aktien, dann bin ich am gleichen Tag in der Bank und will Kredit, und was einem empfohlen wird ist mir egal…..weil ich es will….

     

    Zumindest würd ich so denken, wenn ich ein Haus wollen würde oder eben Aktien, und wenn ich kein Ek hab, dann gibts Nebenjob, überstunden Kostenoptimieren, abos weg usw….

     

    Will ich abnehmen 😉 muss ich aufhören zu essen 😉 und trainieren ist ne einfache Regel, ich will was dann muss ich etwas ändern. Ausser natürlich man hatte immer sehr viel Glück, da kann man einfach nur gratulieren und sich ehrlich freuen…..

  77. AvatarNico Meier

    Natürlich kann man als Familie auch in einer kleinen Wohnung leben. Meine Schwester und ich haben uns in den 80er Jahren lange ein Zimmer getrilt weil vor dem Ausbau des Hauses nur zwei Schlafzimmer und eine grosse Wohnstube vorhanden waren. Meine Eltern hatten ihr Büro in Form eines kleinen Holzpults im Elternschlafzimmer.

    Die Ansprüche steigen ins unermessliche und immer sind alle anderen schuld.

  78. AvatarRalf

    Wie gesagt, es gibt gute sachliche Gründe und seriöse Banken schrauben daher bereits an den Beleihungsgrenzen. Zu recht.

  79. AvatarFelix

    Ist das nicht normale Marktwirtschaft: Wenn etwas knapp ist (Wohnungen), dann ist es teuer, weil nachgefragt. Durch die hohen Preise entstehen Anreize für Investoren und Mieter zu bauen. Dadurch nimmt die Knappheit wieder ab und die Preise sinken.

    Das ist ein normaler, „gesunder“ wirtschaftlicher Mechanismus. Alles andere, Staatseingriff z.B. führt zu Fehlanreizen.

  80. Avatar42sucht21

    @Thorsten @Kiev @Mattoc

    Ich finde Sie haben alle 3 recht. Ok, das ist jetzt billig aber beide Seiten haben einfach eine Berechtigung. Ich wurde 2x wegen Eigenbedarf aus Mietwohnungen gekündigt war sehr froh meiner Familie danach eine abbezahlte Immobilie zum Eigennutz in sehr gesuchter Lage in kurzer Fahrradentfernung zu meinem und vielen weiteren Arbeitgebern und zu 2 verschiedenen Unis (Grundschulen usw.) dauerhaft bieten zu können. Es geht für mich nichts darüber, selber die Entscheidungsgewalt zu haben und nicht vom Vermieter abhängig zu sein. Aber natürlich musste ich auch viel Kompromisse dabei eingehen und das ist mein Lebensweg.

    @Mattoc

    meine Immobilien haben sich vermutlich ähnlich dem genannten ETF entwickelt. Der ETF ist sehr gut aber durch die steuerlichen Möglichkeiten geht bei mir nichts über direkte Immo Investments. Instandhaltung ist steuermindernd aber Wert steigernd. Verkäufe wären steuerfrei aber ich habe erst 1 Objekt verkauft. Klar, Mieterhöhungen  sind weniger einfach als Dividendenerhöhungen zu bekommen aber schlimm ist es auch nicht. Ich finde die Vererbung von Immos an Kinder auch sehr gut. Das hat meine Kinder positiv beeinflusst.

    Ich baue übrigens u.a. auch auf die 6. Säule. Wie Sie. Die wird von vielen unterschätzt. Aber angewiesen alleinig darauf möchte ich nicht sein. Selber dem Thema Mieterhöhungen im Alter entkommen zu sein durch eigengenutzte Immobilie entspannt mich zusätzlich fürs Alter.

  81. AvatarRalf

    „Ist das nicht normale Marktwirtschaft: Wenn etwas knapp ist (Wohnungen), dann ist es teuer, weil nachgefragt. Durch die hohen Preise entstehen Anreize für Investoren und Mieter zu bauen. Dadurch nimmt die Knappheit wieder ab und die Preise sinken.“

    Die Boden- und Immobilienpreise erreichen deutliche Höhen – auch weil die Städte Bau- und Modernisierungsgebote oft nur schwer durchzusetzen können (Eingriff ins Privateigentum). Investoren werden durch Enteignungsphantasien und starke Mieterrechte tendenziell eher aufgeschreckt.

  82. AvatarMattoc

    @42

    Da sieht man mal, was es für Unterschiede gibt. Der eine wurde schon zweimal wegen Eigenbedarf aus einer Wohnung gekündigt, der andere (das bin ich) hat noch nie eine Mieterhöhung bekommen. Die unterschiedlichen Lebenserfahrungen diesbezüglich führen möglicherweise auch zu unterschiedlichen Einschätzungen der allgemeinen Situation. In dem Haus, in dem ich aktuell seit 2012 wohne, wohnen 4 Parteien. Die anderen 3 Wohnungen werden immer wieder von neuen Mietern bezogen. Erhebliche Fluktuation. Mein Vermieter sieht mich glaube ich als eine Art Anker und auch zum Makler, der immer wieder neu dienWohnungen zahlreichen Interessenten anpreist, habe ich ein spaßiges Verhältnis. Ich zahle übrigens knapp 8% meines Nettogehalts für Miete. Ich sehe für mich keinen Grund das zu ändern.

  83. AvatarNico Meier

    @Felix

    Natütlich ist es logisch. Wobei man Boden nie wird vermehren können es sei den man grenzt an ein Meer das sich aufschütten lässt. Dadurch wird Bauland an guter Lage immer teuer bleiben bzw. immer teurer werden. Als der Vater meine Vaters gestorben ist haben wir Aufzeichnungen von ihm Gefunden. Er macht sich dort im Jahr 1942 sorgen über den hohen Kaufpreis der Immobilie die er erwerben will. Das Haus mit drei Wohnungen sowie einer Gewerbefläche die er und seine Frau geschäftlich genutzt habrn war im Rückblick ein sehr gutes Geschäft. Im Alter wurde eine Wohnung selber bewohnt die anderen zwei Wohnungen sowie die Gewerbefläche sorgte für Mieteinnahmen.

    Es gibt Menschen die haben den Mut etwas zu wagen anderen fehlt dieser Mut und dies kompensieren sie mit Schuldzuweisungen.

     

  84. KievKiev

    @ Ralf

    Falls Du 4% Mietrendite ab Kauf erzielst wird die Finanzierung nicht teuer. Bei 2% mag das zurecht anders aussehen. In Frankfurt wird man eine ETW mit dem Faktor vermutlich nicht finden.

    @ Mattoc

    Man muss nicht jede Anlageklasse mitnehmen. Edelmetalle habe ich nicht da ich mich in der Ansparphase bin. Ich bin glücklicher Kreditnehmer. Ich gebe keinen Kredit. 1-2% ist mir zu wenig. 8-10% auf manchen Plattformen sind mir persönlich zu viel 😉

  85. AvatarSimone

    @Mattoc

    ich gebe Dir recht: Torsten und Niko wirken fast belehrend was den pauschalen Vorzug von Wohneigentum betrifft.  Ob sie wohl einige Probleme mit ihrer Bleibe haben und psyschischen Beistand brauchen?  Wir sind auch Mieter (als Familie) und das ETF-Depot ist fast 7-stellig 🙂

     

  86. KievKiev

    @ 42sucht22

    Bei uns war es ähnlich. Es gab zwar keine Eigenbedarfskündigung, aber wir wohnen in einer wachsenden Stadt. Und die sehr schönen Wohngebiete sind einfach von der Fläche begrenzt. Im Speckgürtel gibt es ein sehr gutes Wohngebiet. Ein EFH hätte dort mindestens 500k eher ab 6090k gekostet. Ich wollte nicht so viele Schulden aufnehmen. So haben wir das 3 Familienhaus im besten Wohngebiet der Stadt finanziert. Es war zwar noch ein wenig teurer, aber wir erhalten dafür auch sehr viel Unterstützung bei der Tilgung.

    Ich hatte vor in einer Einheit ein paar Jahre zu leben und dann die Einheit über uns zu integrieren. Dank Tim Schäfer habe ich aber erkannt, dass diese Dekadenz nicht notwendig ist. Wir werden in ein paar Jahren nur einen kleinen Teil hinzufügen. So haben wir alles was wir brauchen. Uns fehlen die weiteren unnötigen luxuriösen Räume. Beide Einheiten wären etwas über 200qm. In der Lage ist das einfach übertrieben. Wir wollten und aber als Familie gezielt an ein schönes Viertel binden. Auch mit einer teureren Einheit. Wir hatten vorher auch eine schöne Wohnung im zweitbesten Stadtgebiet. Die neue ist mit der alten nicht zu vergleichen. Auch das Gefühl angekommen zu sein. Ich kenne beide Seiten. Ich würde aber nicht jeden Preis zahlen. Wir hatten zwischendurch auch überlegt die Stadt zu wechseln. Ich möchte nicht 400-500k für eine Wohnung ausgeben, die mir nicht richtig gefällt.

  87. Avatarsammy

    @Simone

    Richtig so! Eine Immobilie kauft man wenn dann nur als Renditeobjekt. Selbst genutzt ist das purer Luxuskonsum der finanziell keinen Vorteil bietet.

     

  88. AvatarSkywalker

    Haha, das leben besteht nicht nur aus Finanzen. Wenn ich hier in meiner eigenen Immobilie aufwache, auf die Terrasse gehe und über den gepflegten Rasen den Blick über die Stadt schweifen lasse ist mir der finanzielle Vorteil so was von egal.

     

    Was soll ich denn sonst mit dem Geld machen? Mein Depot weiter aufblähen und in einer Mietwohnung hausen? No way!

     

    Eine Immobilie kauft man, weil man es kann!

  89. AvatarLad

    🙁 🙁 🙁 Viel wichtiger als die Uni ist die Sparsamkeit und rechtzeitig günstige Aktien von gesunden alten großen Unternehmen zu kaufen. Nicht nur die Aktien: JNJ, PG, PFE, T, WFC, aber auch BASF, BMW, Munich Re, Siemens, Sanofi, Iberdrola, BHP, R.D.Shell. Man kann ruhig unterdurchschnittlich verdienen, ohne Uni, aber niemals ein neues teures Auto kaufen und bei Reisen nach Rio, Aca, Cap Town, SFO, Hawaii und Tahiti immer die billigste Pension suchen. So kann man eher mit 65 eine Million in Aktien haben als ein Uni-Absolvent, der viel Geld ausgibt (für neue Autos, teure Hotels und Kleider) und nicht sparen kann. Zu einer niedrigen Rente sollte man noch viel mehr Geld aus Dividenden bekommen. Z.B. 500 € Rente und 1.000 € Dividenden und 408 € Kindergeld monatlich. Denn deine Kinder bekommen nur deine Dividenden. 🙂 🙂 🙂

  90. AvatarSkywalker

    Das ist schlicht falsch, lieber LAD. Die Uni ist wichtiger, glaube mir. Mit Uni-Abschluss kann man, wenn man gut ist, glück hat und sich anstrengt, einen Job finden, der einem über 200.000 Euro im Jahr bringt, oder sogar mehr.

    Ohne Uni – Abschluss auch möglich, aber unlängst unwahrscheinlicher.

    Wenn man sehr sehr viel Geld verdient ist es egal, ob man den MSCI World schlägt oder underperformed, das Einkommen ist entscheidend!

  91. AvatarSmyslov

    GHOST : Während meiner Militärzeit (1970/71) hatte ich einen Kameraden,

    der am Abend durch die Gänge lief und den anderen, welche die Stiefel vor

    die Kammern stellten, die Schuhe putzte. Oft putzte er bis in die Nacht stunden-

    lang. Für ein Paar legten die anderen ca. 20 bis 50 Pf. in die Schuhe. In einem

    Gespräch sagte er mir, daß er ohnehin die ganze Woche in der Kaserne ist, u.

    ob er mit den anderen Saufen geht der Schuhe putzt, macht für ihn keinen

    allzugroßen Unterschied. Auf diese Weise konnte er den gesamten Wehrsold

    sparen u. nur vom Schuhputzgeld leben. Ich habe ihn nie wieder im Leben ge-

    troffen, u. ich weiß auch nicht ob er noch lebt. Aber ich bin sicher, er hat es im

    Leben verdammt weit gebracht. Gruß.

  92. Avatarsammy

    @Skywalker

    ja emotional hat es sicher einen Wert aber rational gesehen ist es nicht klug. Kapitalbindung ohne Rendite mit Abnutzungsverlust und diversen Kosten.

     

  93. Avatarsammy

    Ich habe übrigens auch einen super Ausblick von meiner zentralen Wohnung in einer Provinzstadt 😉

  94. Avataryankee

    Mal an die Kreditnehmer…

    Wir haben jetzt auch ein Renditeobjekt erworben zu 1,32% Zinsen. Zu 95% finanziert. 7,25% Bruttorendite.

    Erst hatten wir uns über den vermeintlich niedrigen Zinssatz gefreut aber jetzt wo ich hier so lese… wird man schon bisschen neidisch 🙂

  95. AvatarRalf

    In Deutschland lohnt sich ein Studium immer weniger. Facharbeiter/Handwerker verdienen ähnlich wie Ingenieure. Dazu haben Ingenieure eine längere Ausbildungszeit und mehr Risiko das Studium nicht zu schaffen. Klar haben einige Ingenieure das Glück in sehr gut bezahlte Positionen zu kommen. Aber das sind eher Ausnahmen. Bei uns in der Firma (bekanntes MDAX Unternehmen) kommen Hauptschüler in Führungspositionen mit Jahresgehältern um 90k Brutto. Und das nicht weil sie dafür besonders geeignet wären.

  96. AvatarWorrier

    Genau Hauptschüler kommen auf Führungspositionen ohne weiteres zu tun für 90k€. – ist heute Märchenstunde? Ausnahmen bestätigen hier mal nicht die regel.

     

    statistisch gesehen lohnen sich einige studiengänge sehr wohl. Man muss halt auch was draus machen. Nur der abschluss bringt kein erfolg.

  97. AvatarOliver

    @Albr: dann frag mal den Bürgermeister von Herne, sein Haushalt besteht mittlerweile aus mehr als 60% für Sozialausgaben, stark steigen (vulgo in den letzten Jahren explodiert) und kein Ende absehbar ?

    Ja, man muss nur den richtigen Fragen, wenn man sich nach einer passenden Antwort umsieht, gell? Sorry, aber Herne ist nicht ganz Deutschland.

     

    @Ralf: Mit einer Abgabenlast (Steuern und Sozialabgaben) von durchschnittlich 49,5 Prozent ist D im Vergleich von 36 Industrienationen neben Belgien das Land, das am meisten Geld abnimmt. Die Abgabenlast in Deutschland ist im internationalen Vergleich damit weiterhin überdurchschnittlich. Das mahnt aktuell auch die OECD wieder an.

    Ich dachte Ihr redet über die Sozialabgaben und deren Explosion und nicht die Abgabenlast generell? Dass man dem deutschen Michel zu viel abnimmt, da würde ich zustimmen.

    @Ginikoeffizient: Einfach mal auf bundeshaushalt.de gehen (offizielle Seite) und die Ausgaben sowie Einnahmen nach Funktionen sortieren. 50,38% für soziales. Davon nur 5,12% + 0,35% + 0,17% für Familien jnd Kinder. Der Rest überwiegend Arbeitsmarktspritzen und Sozialhilfe. Die Verwaltung des ganzen macht 1,31% aus.

    Die Absoluten Zahlen interessieren doch nicht ohne Bezugsgröße. Das ist in diesem Fall das BIP. Nennt sich mithin Sozialleistungsquote.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/20165/umfrage/entwicklung-der-sozialleistungsquote-in-deutschland-bis-2012/

    Wenn man sich die Grafik auf Statista anguckt ist also rein gar nichts explodiert.

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