Bau ein passives Einkommen auf. Lass das Geld sprudeln, während du schläfst


New York, 22. März 2019

Lass dein Geld für dich arbeiten. Mache es so wie die Reichen. Investiere in Aktien, Immobilien, Betriebsvermögen.

Wenn du dir anschaust, wie die Reichen ihr Geld verdienen, fällt auf: Sie erwirtschaften den Löwenanteil ihrer Einnahmen aus Kapitaleinkünften. Mit anderen Worten sind das Mieten, Dividenden, Zinsen, Lizenzeinnahmen etc. Es sind passive Geldströme. Das Geld kommt aufs Konto während sie schlafen. Die Mehrheit der Menschen ist dagegen massiv vom Gehalt abhängig. Von der Arbeit. Sieh dir diese Grafik an:

Daher sollte jeder Bürger auf Produktivkapital setzen. Bau dir dein eigenes Aktiendepot auf, fülle es mit ETFs und Aktien. Kopiere die Strategie der Superreichen. Was die Quandts, Klattens, Albrechts, Reimanns im Großen machen, kannst du im Kleinen ebenfalls machen.

Das Sparen für das Alter ist wichtig. Die gesetzliche Rente reicht bei weitem nicht mehr aus. Sie ist nur eine Säule, du brauchst weitere. Wer sich kein Vermögen aufbaut, kann so enden wie Schauspielerin Ingrid Steeger. Es ist ein trauriger Fall.

Ganz wichtig ist es auf die Kosten zu achten. Kaufst du beispielsweise einen ETF per Sparplan, achte auf ganz niedrige Kosten. Es macht nämlich auf Jahrzehnte hinaus einen gewaltigen Unterschied, ob dein ETF nur 0,07% oder 0,7% kostet. Es sind enorme Summen, die dir am Ende fehlen bei überteuerten Finanzprodukten, die oft nicht das halten, was sie versprechen. Die Kostenquote wird als TER von den Produktanbietern angegeben, was für “Total Expense Ratio” steht. Ich empfehle nur ein TER von 0,07 Prozent maximal zu zahlen.

Auch bei den Orderkosten sollest du genau aufpassen, wie viel du bezahlst. Es gibt leider unter den Banken unheimliche Gebührenschinder. Im Einkauf liegt bekanntlich der Gewinn. Gekauft werden die ETFs über die Börse. Hierfür berechnen Banken bzw. Discountbroker Ordergebühren. Es ist etwas verwirrend. Die Gebühr ist je nach Bank unterschiedlich hoch. Manche Anbieter berechnen pauschale Gebühren, andere volumenbasiert von der Ordergröße abhängig. Hier durchzublicken, ist nicht leicht. Es ist ein Dschungel.

Die Orderkosten bewegen sich im Schnitt zwischen 1,0 bis 2,5 Prozent je Sparplanausführung beim ETF. Die Kosten läppern sich. Sie sind nicht zu unterschätzen. Es lohnt sich also, eine preiswerte Bank zu finden. Am günstigsten fahren Anleger, wenn das Geldhaus komplett auf Orderkosten verzichtet. Es gibt manchmal bei bestimmten Anbietern Sonderaktionen. Da musst du aber aufpassen, wenn die Aktion ausläuft. Plötzlich kannst du auf gewaltigen Kosten sitzen, wenn du nicht aufpasst und der Sparplan weiter läuft. Es ist manchmal verflixt.

Welchen Discountbroker und welchen ETF kannst du den anderen Lesern empfehlen? Das würde bestimmt sehr viele Leser hier interessieren. Vorschläge bitte in die Kommentare. 

Wer ziemlich eifrig ist, kann sich ein sechs- oder gar siebenstelliges Depot aufbauen. Die ersten 100.000 Euro im Depot zu haben sind die schwersten. Danach geht es immer leichter. Der Zinseszins hilft dir nämlich.

Ein Leser schrieb mir auf Facebook folgendes über sein Aktiendepot, er hat voriges Jahr erstmals die 200.000 Euro Marke überwunden. Einer seiner Aktienlieblinge ist McDonald’s:

Mit einem Nebenjob oder einer Turbo-Karriere geht der Depotaufbau schneller. Vor allem wenn du bodenständig bleibst. Würde ich heute 10 Millionen Dollar im Lotto gewinnen, würde ich so weiterleben wie bisher. Keine neue Wohnung. Kein Auto. Kein Luxus. Das brauche ich nicht. Ich vermisse nichts. Der Plunder oder Luxus würde mein Leben nicht besser machen. Übrigens spiele ich kein Lotto, weil es ein Spiel für Verlierer ist.

Ich finde diesen 36-jährigen Amerikaner clever. Mit 36 Jahren ist er in die Freiheit gegangen. Er hat ein paar Millionen im Depot. Er fuhr immer einfache Autos. Er fährt noch immer seinen alten Mazda, obwohl er sich eine Luxuskarre leisten könnte. Hier schildert er seine Story (klicke nach rechts durch seine Lebensstory). Die Firmengründung hat sich für ihn ausgezahlt:

How I retired at 36. A visual journey.

Microsoft hat ihm nach der Uni einen Job angeboten. Er sagte “Nein Danke”, gründete seine Firma. Er hat hart gearbeitet. Die Firma verkaufte er für fünf Millionen Dollar.

Thomas Zuleck von der Börse Stuttgart hat mich interviewt. Ich hoffe, ich treffe viele Leser auf der “Invest-Messe” in Stuttgart in knapp 2 Wochen:


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Bau ein passives Einkommen auf. Lass das Geld sprudeln, während du schläfst

  1. AvatarRalf

    Prima Artikel Tim! ETF- und Aktiensparpläne sind eine tolle Sache. Ich schaue nur noch selten ins Depot und das funktioniert. Viel Erfolg auf der Invest!

  2. AvatarMarco

    Hallo Tim,
    Was ist den Deiner Meinung besser, ein ausschüttender etf oder lieber thesaurierender etf? 
    Gruß marco

  3. Avatar42sucht21

    @Die Steger
    ist eine tragische Figur. Im Fernsehen das frivole oben-ohne Dummchen in der Kultserie Klimbim. Tyrannischer Vater, sie wurde bereits als Kind von ihrer Mutter ‘jeden Tag’ geschlagen und vom Großvater vergewaltigt seit sie 6 Jahre war sagt sie. Ihr ‘erstes Mal’ mit 18 eine Vergewaltigung und noch 3x bis sie 21 war. Insgesamt noch 6x vergewaltigt sagt sie. Irgendwann dann Hartz IV usw. Vielleicht ist sie nicht die cleverste aber vielleicht hat sie auch einfach mehr mitgemacht als sie aushalten konnte und vielleicht ist Altersvorsorge dann auch keine Priorität.

  4. Florian HFlorian H

    @Tim
    Wir sehen uns am Samstag auf der Invest.
    @Sparplangebühren
    Leider nicht vermeidbar in DE, außer bei Aktions ETFs.

  5. AvatarAlexJ

    Das Schöne am Börsenengagement in einem ETF-Weltportfolio ist: Am Anfang ist man total heiß dahinter, befasst sich ständig damit. Aber nach nem knappen Jahr schaut man nur noch sporadisch rein, bespart das Ding halt und gut ist.
     
    Die Seelenruhe, die Kommer als einen der Vorzüge des passiven Investierens preist, kann ich voll bestätigen.

  6. AvatarPatrick

    Mein Leben kann man durchaus mit dem des selfmade Millionärs vergleichen. Wir haben zumindest das gleiche Auto 😛

  7. Michael D.Michael D.

    Meine letzten Investitionen laufen bis jetzt ganz gut.
    -Zalando
    -AMS AG
    -Activision Blizzard
    Einzig die Deutsche Bank ist doch noch relativ stark im Minus von meinen Invests in den letzten 6 Monaten (-25%).
    Glaube aber die wird sich auch noch erholen. Rechne da mit mindestens 100%+ in den kommenden 2-3 Jahren.
    Mal schaun was kommt…

  8. AvatarA.

    Was die Auswahl angeht finde ich bisher die Consorsbank am besten bei Sparplänen. Nutze selbst aktuell 4 Sparpläne. BASF, National Grid, Verizon, 3M.
     
    Gruß
    A.

  9. AvatarThomas W. aus LG

    @ Matthias
    Ja genau. TER war gestern, TD ist heute. TER ist nicht so ganz wichtig bei ETF. Nach den Berechnungen der genannten Seite läuft die hier so oft genannte Wunderwaffe der Vanguard FTSE all world UCITS ETF trotz TER 0,25 trotzdem besser als sein zugrunde liegender Index. Standort Irland sei Dank.
    Wer ist Fan vom “VOO”?
    Schaut euch doch mal den SPDR s&p US dividend aristicrats ETF mal etwas genauer an. Der wurde neulich mal bei Echtgeld.TV mit dem S&P 500 verglichen. Einfach dort anmelden und die PDF anschauen. Läuft noch besser als der voo.
    Die genannte Sendung untersucht einmal den Markt für ETF zum Thema Dividenden. Ich fand das sehr interessant. 
    Ich selber investiere hauptsächlich in Einzelaktien. Und für meine Freundin habe ich ETF ausgesucht. Und was soll ich sagen. Das Depot meiner Freundin läuft besser als mein Aktiendepot. Es ist wirklich so. Für die meisten eignen sich ETF wohl besser. Aber es ist so langweilig.
    🙂
    Liebe Grüße @ all und ein schönes Wochenende
    Thomas W. aus LG

  10. AvatarF. B.

    Eine sehr inspirierende Story. Das gibt mir Mut und Motivation weiter an meiner finanziellen Freiheit zu arbeiten. 

    Kurz zu meiner Geschichte. Ich war von 18-23 spielsüchtig und habe praktisch mein ganzes Geld verspielt. Das waren locker mehrere Zehntausende CHF. Ich habe mit dem Spielen komplett aufgehört und konnte mir innerhalb von 18 Monaten mein Depot auf 40K  bzw. auf 55k Gesamtvermögen aufbauen. Bis Ende Jahr werde ich 80k erreichen und Ende 2020 die 120k. 

    An alle hier, die auf die finanzielle Freiheit, Selbstständigkeit oder sonst was hin arbeiten. Viel Erfolg weiterhin, Ihr schafft das! Alles ist machbar! Glaubt an euch und lässt euch von niemanden entmutigen. 

    Noch ein grosses Dankeschön an Tim für diesen grossartigen Blog. Es inspiriert mich Tag für Tag. 

    Liebe Grüsse und euch ein schönes Wochenende. 
     
     
     
     
     

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Marco

    Diesbezüglich habe ich keine Präferenzen.

     

    @ Florian H

    Super, ich freue mich drauf.

     

    @ Matthias

    Das stimmt. tracking difference ist wichtig. Es gibt ETFs, die werden schlecht gemanagt. Einen guten Ruf haben Vanguard und iShares (Blackrock) neben anderen.

    @ F.B.

    Respekt! Du bist auf dem Elend rausgekommen. Mit enormen Schwung. Das ist das Gute an Rückschlägen: Man kann enorm aufholen, wenn man sich ins Zeug legt. Und aus einem Problem einen “Glücksfall” machen.

    @ Thomas W. aus LG

    Ich hab den VOO-ETF von Vanguard.

  12. AvatarThorsten

    Paul, wenn Scholz daas macht, dann verliert er den Mittelstand als Wählergruppe, SPD < 5%. Das wäre ein Traum.

  13. AvatarLad

    🙁 Nun, in Fonds oder ETFs sollte ein Greenhorn nur 6 Monate lang Geld haben. 🙁 Dann sollte er Alles verkaufen, weil er sich nicht mehr langweilen will, nicht mehr die Investmentgesellschaft und Manager reich machen will, sondern einige Hundert Euro monatlich Dividenden kassieren will. 🙂 Est tut mir leid, dass ich es ständig wiederholen muss. Von meinen 25 Aktien bekomme ich 60x im Jahr Dividenden. Das ist nicht tausendmal, sondern millionmal besser als die große Langweile mit Fonds und ETFs und ohne Aktien im Depot. Ich kann doch nicht alle die dummen oder kriminellen oder teuren Unternehmen in einem Index mit ETF kaufen, wenn ich nur 3-6 Unternehmen aus dem Index haben will. Verstehst du? Kein Bayer, VW, Daimler, Adidas, SAP, Wirecard, Continental, Deutsche Börse, Deutsche Bank kaufen! Sondern nur die günstigen Aktien mit guten Dividenden von soliden Unternehmen kaufen: Allianz, BASF, BMW, Deutsche Telekom, Munich Re, Siemens! Und noch weitere 19 Unternehmen von Eurostoxx50, Stoxx50, Dow Jones + AT&T, Bank of America, Kraft Heinz, Wells Fargo kaufen. Bald werden meine Dividenden höher als die Miete und höher als die Rente. 2018 ist mein Einkommen aus Dividenden um 15% gestiegen, aber der Portfoliowert 0%.

  14. AvatarChrissie

    Was sagen wohl die Quandts und Klattens, wenn Scholz die Abgeltungssteuer abschaffen will? Ich dachte immer, die stünden unter besonderem Schutz. Müssten sie dann nicht auch deutlich mehr Steuern zahlen? Oder gibt es da dann irgendwelche Schlupflöcher?

  15. AvatarChris k.

    Super Artikel Tim danke!
    Traurig das mit dieser alten Dame.
    Ich habe 90% einzel aktien, aber ich werde mein etf Teil auf mindestens 30% erhöhen langfristig.
    Ich habe den spdr dividenden Aristokrat, leider ist die Ter bei 0,35… Was sind eure lieblings etfs? Diese world etfs sind relativ teuer… Nur Dax oder s&p500 sind billig. Bei etfs hab ich etwas angst vor der Verleihung der wertpapiere und das es demnächst bessere etfs geben wird und die aktuellen nicht abgedatet werden und der Kapital Abzug einen zum Verkauf zwingt. Was denkt ihr?
    Ich will mir demnächst JPMorgan kaufen, wirecard und Münchner rück. Was haltet ihr davon?
    Mfg

  16. AvatarPatric

    Hey Tim!
    Mal wieder super Content! Ich hoffe, dass wir uns auf der diesjährigen INVEST einmal persönlich unterhalten können… 🙂
    Beste Grüße
    Patric

  17. AvatarDaniel

    Ganz wichtig ist es auf die Kosten zu achten. Kaufst du beispielsweise einen ETF per Sparplan, achte auf ganz niedrige Kosten. Es macht nämlich auf Jahrzehnte hinaus einen gewaltigen Unterschied, ob dein ETF nur 0,07% oder 0,7% kostet.
    Ja das stimmt, wobei der eigentliche Unterschied weniger in den ETFs liegt sondern eher im Unterschied zu den aktiven Fonds. Selbst ein “teurer” 0,5% ETF ist allemal besser als ein aktiver Fonds aus den 90ern mit 2,x% und Orderprovision.
    Die Kostenquote wird als TER von den Produktanbietern angegeben, was für „Total Expense Ratio“ steht. Ich empfehle nur ein TER von 0,07 Prozent maximal zu zahlen.
    Die TER ist nicht das wirklich entscheidende sondern eigentlich TD, hier schlägt sich selbst der 0,5% MSCI WORLD Ausschütter von iShares gut. 
    0,07% ist leider in Deutschland nicht drin, selbst auf Brot und Butter Indizes wie dem MSCI WOrld gehts hier erst bei 0,12% los. Realistisch bei breiter Betrachtung sind eher 0,25%-0,4%
    Auch bei den Orderkosten sollest du genau aufpassen, wie viel du bezahlst. Es gibt leider unter den Banken unheimliche Gebührenschinder.
    Das ist richtig, einige Broker haben hier in den letzten Jahren ziemlich an der Preisschraube gedreht, trotz Konkurrenz bzw. vielleicht auch deswegen, denn viele Services kosten mehr als sie durch 25€ ETF Sparplan Kunden wieder einnehmen, also wird woanders versteckt abkassiert. Allerdings hat der Finanzwesir schön herausgearbeitet, dass selbst 1,5% Sparplanausführung über die Jahre nix ausmacht. Im Einkauf liegt der Gewinn stimmt hier also nur halb, denn die von dir angesprochenen laufenden Kosten schlagen viel mehr durch als einmalige Kaufgebühren.
    Hier durchzublicken, ist nicht leicht. Es ist ein Dschungel.
    Hierfür muss man sich leider Stift und Papier nehmen und an einem verregneten Sonntag ausrechnen welcher Broker bezogen auf seine Ordervolumina das beste Preis/Leistungsverhältnis bietet. Bei mir ist es bei großen ETF Sparplansummen jenseits der 1000€ die DKB mit ihrem 1,50€ Festpreis.
    Welchen Discountbroker und welchen ETF kannst du den anderen Lesern empfehlen? Das würde bestimmt sehr viele Leser hier interessieren. Vorschläge bitte in die Kommentare. 
    Wenn es nach Übersichtlichkeit geht, dann Comdirect, bietet auch das beste Drumherum, schöne Comdirect Akademie (kann man auch als nicht Kunde als Lernplatform nutzen) schöne Webinare, schönes Interface, wird aber zusehens teuer. Für Einzelorder über 2000€ ganz ok, für ETF im Angebot auch ok, für normale ETF nicht wirklich günstig.
    Bei großen Volumen per Sparplan DKB, ansonsten habe ich beim Arbeitskollegen ING gesehen, hat mir auch gefallen, ist glaube ich ab 500€ kostenlos im Sparplan. (glaube ich)
    Nun, in Fonds oder ETFs sollte ein Greenhorn nur 6 Monate lang Geld haben.
    aha, institutionelle Anleger sind also auch Greenhorns?
     ? Dann sollte er Alles verkaufen, weil er sich nicht mehr langweilen will,
    Tut mir leid, aber ich finde ETFs genauso spannend
    nicht mehr die Investmentgesellschaft und Manager reich machen will,
    Wer wird denn nochmal genau bei 0,1x% TER reich und wo genau soll sie mich arm machen? Das wären selbst bei 0,2% TER und 100.000€ Depot grade einmal 200€. Das zahle ich schon allein für 10 manuelle Aktien-Orders die ich fürs Wiederanlegen meiner Dividenden zahlen müsste.
    sondern einige Hundert Euro monatlich Dividenden kassieren will. ? 
    Die Höhe der Erträge hat rein gar nichts mit Aktien oder ETF zu tun. Ich kann mir eine BH oder Amazon als Aktie ins Depot legen und bekomme gar keine Dividenden. Ich kann mir auch den iShares EM High Yield Schwellenland-Anleihen ETF ins Depot legen und mehr und gleichmäßigere Dividenden kassieren als die meisten Dividenden-Aktiendepots. Das ist völliger Nonsens.
    Est tut mir leid, dass ich es ständig wiederholen muss.
    Es wird auch einfach nicht wahrer je öfter du es wiederholst 😉
    Von meinen 25 Aktien bekomme ich 60x im Jahr Dividenden. Das ist nicht tausendmal, sondern millionmal besser als die große Langweile mit Fonds und ETFs und ohne Aktien im Depot.
    Stumpfe verallgemeinerung deiner persönlichen Präferenzen auf die Masse. Das ist weder millionenmal besser sondern einfach nur anders. Ich habe meinen Steuerfreibetrag bereits ausgeschöpft, ich plane auch nicht mein Geld in den nächsten 10 Jahren abzuziehen, für mich ist jede ausgeschüttete Dividende eine unnötige Umbuchung bzw. Allokationsveränderung die ich nicht haben will. Mein Geld soll weiterhin im Depot arbeiten. Da ist mir ein ETF der nur gering ausschüttet genau recht. 
    Ich kann doch nicht alle die dummen oder kriminellen oder teuren Unternehmen in einem Index mit ETF kaufen, wenn ich nur 3-6 Unternehmen aus dem Index haben will.
    Und wieder einmal nur deine persönliche Präferenz. Für mich ist ein Index die Summe der Gewinner. Verlierer fliegen aus dem Index raus, neue Gewinner kommen hinein. Es gibt in den USA meines Wissens ca. 30000 börsennotierter Unternehmen. Was genau soll denn dann der SP500 sein? Die Gruppe der Verlierer? Es ist ja dein gutes Recht noch weiter zu selektieren, ich möchte das aber nicht. Ich bin mit der Auswahl der Unternehmen im SP500 bzw. in noch größeren Indizes weitestgehend zufrieden.
     
     

  18. KievKiev

    @ ETFs
    Ich würde auch bei ETFs nie alles auf eine Karte setzen. Den besten ETF gibt es vermutlich auch nicht. Ich würde verschiedene Broker verwenden und verschiedene ETFs. Das Vermögen würde ich maximal bei 100k pro Broker halten. Also vorzeitig bei einem anderen einen Sparplan errichten. Ein ETF könnte geschlossen werden. Wenn dort hohe Gewinne enthalten ist, ist das vermutlich auch noch heute nach der Reform ungünstig? Da kennen sich andere hier besser aus… Mit mehreren ETFs kann man auch zeitlich und nach Region unterschiedliche Entwicklungen haben. Ich kann so auch die Entnahme steuern. Falls man als Beispiel doch einmal 10k haben möchte und noch aktiv Geld verdient bietet es sich an einen RTF mit wenig Gewinn aufzulösen. Im nachhinein sollte er natürlich auch wieder gefüllt werden.
    @ Lad
    Ich habe jetzt auch eine Position in BMW, auch wenn es kein direktes Ereignis für mich gab. Mal sehen, ob es sich positiv entwickelt. Munich Re ist mir noch zu teuer. Die würden mir langfristig natürlich auch gefallen.

  19. AvatarRalf

    ETFs bieten eine reichhaltige Auswahl. Ich setze neben Aktien u.a. auf Sektoren-ETFs (IT, Pharma, Konsum etc.). Das ermöglicht mir eine etwas gezieltere Investition als bei breit gestreuten ETFs, verteilt die Risiken jedoch widerum etwas breiter als bei Einzelaktien.
    Wesentliche Stellschrauben im Bezug auf Finanzen bleiben die drei Themen Einnahmen, Wohnen und Mobilität.
    Für mich alles drei durchaus anspruchsvolle Punkte wo es weiter zu optimieren gilt, vor allem mit Familie und entsprechend höheren Ausgaben.

  20. AvatarFabian S.

    Hallo Tim,
    ich habe mein Depot bei der DKB. Ich glaube für Value-Investoren gut geeignet, da es Pauschalen für die jeweilige Ordervolumen gibt. Gibt sicher auch noch andere Broker, die ebenfalls günstig sind.

  21. AvatarNico Meier

    Ich habe auch ETF aber es stimmt schon TER von 0.25% klingt nicht nach viel aber je nach grösse des Depots ist das schon ne Stange Geld bei 100’000 sinds 250 bei net Million schon 2’500 im  Jahr!

  22. AvatarChris k.

    @ Daniel
    Es gibt 0,07 ter etfs wie den s&p500 zum Beispiel in Deutschland.
    @Kiev
    Munich re wird bei den ständigen Aktien rück Käufen und den riesen dividenden langfristig glaube ich nicht billiger werden als jetzt, vllt paar Euro oder in der großen Krise, sind zwar auf dem Allzeithoch aber werde trotzdem ne erste Position aufbauen denke ich.
    @ Tim
    Hey Tim jeder bewertet Unternehmen ähnlich, nach Geschäfts Zahlen Zukunftschancen, KGV, Wachstum, dividenden, Schulden etc. Trotzdem würde mich sehr deine persönliche Art interessieren. Das füllt bestimmt ein Artikel.

  23. AvatarBenjamin Graham

    Thorsten 22. März 2019 um 21:43

    Paul, wenn Scholz daas macht, dann verliert er den Mittelstand als Wählergruppe, SPD < 5%. Das wäre ein Traum.

    Vielleicht sollte man mal nüchtern auf die Idee von der Abschaffung der Abgeltungssteuer schauen. Welcher Mittelstands-Bürger zahlt denn schon den Einkommens-Höchststeuersatz von 42%? Keiner.
    Du zahlst jetzt 25% auf Dividenden. Plus Soli sind 26,4%. Wenn Kirchensteuer drauf kommt, liegst Du um und bei 28%. Schaut doch einfach mal auf Euren letzten Einkommenssteuerbescheid. Meine Frau und ich hatten ein zu versteuerndes Einkommen von etwas über 100.000€, also klassischer Mittelstand. Die EK-Steuer betrug 26,6%. Das wäre also quasi genau das Niveau der jetzigen Abgeltungssteuer. Ich denke, für den Mittelstand wird sich da nicht viel tun, wenn Dividenden, Zinsen und andere Kapitalerträge nach der individuellen Einkommenssteuer versteuert werden. Aber für die Quandts, Frau Klatten und Co. wird es dann natürlich deutlich teurer. Insofern könnte man sogar sagen: Eigentlich sorgt die Idee für mehr Gerechtigkeit.

  24. Avatar42sucht21

    Vielleicht hätte dieser Self-made  Millionär als engagierter Angestellter von MS von 2004 bis 2014 den gleichen Net Worth erreicht mir weniger Risiko bei weniger Stress als mit dem eigenem Unternehmen. Die Strategie sich erstmal in Teilzeit angestellt zu belassen finde ich besser.

  25. Avatar-M

    @Lad
    Ich bin da schon bei dir, das viele Unternehmen total überteuert sind. Einige die du gerade aufgezählt hast, sind aber ebenso übelst teuer… mit KGV jenseits der 20 – 30 wird man wohl nicht reich werden. 
    Die Value Unternehmen von denen du redest sollte man eher kaufen wenn die Kurse mal stark einbrechen, aber heute ??? 
    -M

  26. Der BaumDer Baum

    @ M, Soweit ich verstanden habe ist LAD ein Dividendeninvestor. Der Rest ist ihm egal. Er kopiert hier auch nur seine Facebook-Kommentare rein (siehe die Verlinkung auf seinem Namen), also würde ich keine wirklich ausgewogene Investmentstrategie erwarten.
    Grüße Baum

  27. AvatarTim

    @ Benjamin Graham:
    Du verwechselst hier den Durchschnittssteuersatz mit deinem Grenzsteuersatz. Die Dividenden werden auf dein derzeitiges Einkommen oben drauf gerechnet. Wenn du dann schon über der Schwelle zum Höchststeuersatz von 42% bist, werden die Dividenden auch mit 42% versteuert. Dein Durchschnittssteuersatz ist da bedeutungslos.

  28. Avatar-M

    @Baum 
    So schaut es wohl aus 🙂
    Hast du die BNP Paribas mal bewertet? Wenn nicht, schau sie dir doch mal an 🙂
    -M

  29. AvatarChrissie

    @ Quants
    So richtig echt Sorgen mache ich mir da auch nicht, dass sie bald bei der Tafel anstehen müssten 😉
    Was Politikerentscheidungen angeht, habe ich aber irgendwie eine gewisse Paranoia. Vielleicht ist das ja nur ein erster Schritt, und dann werden bald solche Zins- und Dividendeneinkünfte wie reguläres Einkommen betrachtet, auf die entsprechend auch alle Sozialabgaben abzuführen sind. Irgendwie muss dieser Staat ja an unser Geld kommen.

  30. AvatarJohn

    @Chris k.
    Stimmt der S&P500 von Vanguard ist bei 0.07%. Toller ETF, den ich fleissig befülle. Wenn auch die Dividende ruhig etwas höher sein dürfte. Rein optisch gesehen, ganz ohne Vernunft.
    Wer als Beimischung den World von Vanguard will, zahlt allerdings schon 0.25%. Bei regionalen ETFs zahlt man auch eher 0.25%, oder 0.3x%.
     
    @Lad
    ETFs sind langweilig. Drum bringt Tim auch gerne Erfolgsstory einzelner Aktien. Aber für die meisten ist Geldanlage kein Beruf  oder Hobby. Man macht es und dann soll es nebenher laufen. Im Grunde sind dann selbst schlechtere Performance oder  zu hohe Gebühren egal. Hauptsache man tut was. Und schichtet nicht dauern um. Besser gar wenn langweilig. Dann verstaubt der ETF im Depot und steigt in Wert und Ausschüttung ganz unbemerkt.

  31. Der BaumDer Baum

    @ M, ich versteh Banken leider nicht so richtig. Also natürlich das Grundprinzip schon, aber die Details nicht. Banken unterscheiden sich für mich nur in den einzelnen Kreditangeboten. Aber so grundsätzlich ist es mit egal ob ich bei der Sparkasse oder bei der Postbank bin. Solange ich keine oder geringe Gebühren zahle.
    Also woher hat eine Bank einen Wettbewerbsvorteil? Warum ist BNP besser oder schlechter als JP, DB etc.?  Wie erkenn ich hier einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil? Wie kommt sie zu Kunden? Welche rechtlichen Regelungen gibt es für sie im Umgang mit den Einlagen, etc, etc.
    Wenn ich mir die Bilanzen von Banken anschaue, raff ich nicht viel 😉
    Daher hab ich bisher keine Bank im Depot .
    Schau trotzdem Mal drüber, danke für den Tipp.

  32. AvatarThorsten

    @All Der Deutsche Neid schon wieder. Warum sollen Quandt, Klatten and Co irgendwas mehr abgeben. Die obersten 10% zahlen 80% der Einkommenssteuer. Ich würde sagen : das reicht. Mit Gerechtigkeit hat es in meinem Augen überhaupt nichts zu tun, die Umverteilung von oben nach unten durch geänderte Gesetze  zu beschleunigen.  Und weil das viele so sehen bemühen die Linken den Begriff der Verteilungsgerechtigkeit. Hast Du zwei Wohnungen ? Prima ich habe keine Wohnung, dann darf ich eine von deinen haben oder darin zur Miete wohnen. Mit dieser Raubritterargumentation kommt man dann ökonomisch zum Stillstand .Willkommen in der DDR2. Deshalb: Finger weg vom Eigentum, runter mit den Steuern, Verhinderung von Volksenteignung durch explizites Verbot von Grundeinkommen oder anderen Traumgespinsten wo jeder nur noch die Hand aufhält. Wer essen will soll arbeiten. Wer nicht arbeiten kann soll vom Staat eine menschenwürdige Unterstützung bekommen. Und wer eine Wohnung will, der soll verdammt noch mal sein Studium zu Ende bringen,  dann kann er sich auch eine Wohnung kaufen. Dazu brauchen wir keine Steuererhöhungen wie bei der geplanten Abschaffung der Abgeltungssteuer.

  33. Der BaumDer Baum

    Ich glaube es ist nicht der Thorsten mit dem “th” als Profilbild. Der Thorsten ohne Bild kommt mir viel wütender vor, oder täusche ich mich hier?
    Baum 

  34. KievKiev

    @ Christian
    Ich finde den Artikel auch ein wenig pessimistisch. Digitale Revolution, ist das eine Chance oder Risiko? Aufhalten kann man den Fortschritt eh nicht. Also kann man nur schauen wie man sich anpasst. Der klassische Bildungsweg ist vielleicht auch etwas starr geworden. Die Welt ist im Wandel. Vielleicht geht der Wandel schneller? Man kann den Kopf in den Sand stecken, oder sich stetig weiterbilden für die künftigen hochbezahlten Jobs. Und oder ein Vermögen aufbauen und sich heute dahinter klemmen, dass es schnell wächst.
    Wenn wir in Deutschland weiterhin gut leben möchten müssen wir verstärkt in Bildung investieren. Vielleicht auch nach einem guten Abschluss. Bevor Privateigentum angetastet wird sollte vielleicht eher auf Unternehnensseite geschaut werden, dass auch Steuern gezahlt werden. Die wohlhabenden Menschen oder Familien können einfach wegziehen. Die Firmen brauchen hingehen Länder in denen sie Umsatz machen können.
    In dem Artikel wurde aber auch gezeigt wie mit Mehreinnahmen gerechnet wird. Ein halbes Bier, eine Pommes usw. So gibt es natürlich nichts mit Wohlstand im Alter.

  35. AvatarRaf

    Die Digitalisierung wird die Gesellschaft massiv verändern. Muss nicht schlecht sein, wenn die Weichen richtig gestellt werden. Dazu ist fortschrittliche Politik gefragt, um z.B. auch ältere Arbeitnehmer die voll im Job stehen auf neues vorbereiten zu können ohne großen Verdienstausfall.
    Und eine generelle breite Senkung der Wochenarbeitszeit aufgrund der Effizienzsteigerungen durch die Digitalisierung wäre auch angebracht.
    Man kann Digitalisierung zur Entlastung der Arbeitnehmer nutzen. Oder zur weiteren Arbeitsverdichtung. Mal schauen wo die Reise hingeht….

  36. AvatarTom

    @Tim(14:35h), Benjamin GrahamViele Bedenken hierbei nicht den Grenzsteuersatz und da braucht es gar nicht die Schwelle zum Einkommenshöchssteuersatz von 42%. Beispiel. Singel mit knapp über 50.000€ Bruttoeinkommen (Lohneinkommen),Dividenden im Jahr 6000€. Dann hat er auf seine Dividenden schon einen Steuersatz von knapp 42% zu zahlen (Grenzsteuersatz).

  37. AvatarChrissie

    Ich bin auch gar nicht dafür, dass man den Reichen mehr wegnimmt. Jeder der dafür ist möchte selber anscheinend nicht reich werden 😉 
    Von mir aus kann jeder den gleichen Steuersatz haben (von ganz niedrigen Einkommen einmal abgesehen), dann gibt der der mehr hat ja auch schon eine höhere Summe ab. Und die kalte Progression entfiele auch.
     
    Das Problem liegt, finde ich, unter anderem bei den prekären Beschäftigungsverhältnissen, den ganzen Jahren in Deutschland ohne nennenswerte Gehaltserhöhungen und der fehlenden finanziellen Bildung. Man sollte den Leuten halt das Angeln ermöglichen statt ihnen Fische zu geben. Auch muss ein Manager, der eine Firma an die Wand fährt, nicht 300 Mal so viel verdienen wie die Angestellten.
    Ohne eine gewisse Umverteilung wird es jedoch nicht gehen, da nicht einfach jeder studieren kann oder in der Lage ist, eine gute Ausbildung zu absolvieren. Es wird immer Menschen geben, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind.
     
    Das Konzept „wer nicht arbeitet, soll auch nicht viel bekommen“ enthält auch einen gewissen Neidfaktor und stammt zudem aus dem Industriezeitalter. Falls mit der Digitalisierung tatsächlich 50% ihren Job verlieren sollten, so schrumpft die arbeitende Bevölkerung von 40 auf 20 Mio. Wie sollen 20 Mio das Geld für insgesamt über 80 Mio erarbeiten? 
    Da müssen dringend ganz neue Konzepte her, wie sich der Staat finanzieren soll.

  38. AvatarAlbr

    @Benjamin Graham, soviel unsachverstand habe ich bisher mehr als selten in Kommentaren gelesen 😉
     
     

  39. AvatarNico Meier

    Dividenden wie ein Erwerbseinkommen zu behandeln und auch so zu besteuern hat für mich schon eine Logik.

  40. AvatarThorsten

    @Christian ich bin nicht wütend, aber flache Argumente von den Linken oder Mainstreammedien gehen für mich gsr nicht mehr. Die Ursachen für das Auseinanderdriften liegen woanders. Merke : wenn alle sich einig sind, dann ist es meist eine Lüge. In diesem Fall das Märchen von den bösen Reichen, die den Armen bitte was abgeben sollen. Es ist eine reine Ablenkungeschichte, die SPD steht am Ende, sie drehen halt noch mal auf mit ollen Kamellen. Bei der Steuergeschichte geht es wohl eher Wählerstimmen als um Wählerstimmen. Bitte bedenken warum die Abgeltungssteuer eingeführt wurde. Es war kein Geschenk.  Die Freibeträge wurden gesenkt. Und um die Reichen davon abzuhalten das Kapital ins Ausland zu verlagern. Deutschland hat die dritthöchste Steur in den OSZE-staaten. Hier irgendwelche Steuererhöhungen (die SPD bringt immer wieder die Vermögenssteuer ins Spiel und muss dann von den anderen Parteien geerdet werden) anzusetzen kann nicht wahr sein. Wer hier von Gerechtigkeit sprechen will, der sollte für Steuersenkungen eintreten. Dieses elendiglich Bild vom Reichen der der reicher wird und Armen der ärmer wird. Ja. Weil die Preise für alle steigen, die Gehälter stagnieren und die Zinsen auf dem Sparbuch nichts mehr bringen. Arme Leute haben keine Aktien, die hätten früher wenigstens die 3% auf die mühsam angesparten 500 Euro . Heute werden sie enteignet, aber nicht von den Reichen, sondern von der Zinspolitik.
    Es gibt bei mir kein Avatar mehr, ich hatte schon mal geschrieben warum. Bitte Gravatar googeln. Mit der Firma die dahinter steht möchte ich nichts zu haben. Die kriegen meine Daten nicht (über den Avatar loggt die Firma jede Aktivität).

  41. AvatarAlbr

    @Nico Meier, nein hat es gerade eben NICHT !
     
    ich habe es schon mehrfach geschrieben, selbst Herr Scholz weiß es 😉
     
     

  42. AvatarThorsten

    @Albr ich habe heute den Eindruck wir beide sind hier falsch. Entweder sind diese Schreiber sehr sehr jung, haben nix und glauben idealistisch  an die guten Mächte des Sozialismus die ihnen  etwas aus dem Füllhorn schenken.
    Schulz ist im Übrigen alt genug, dass er die Entestehung der Abgeltungssteuer miterlebt hat. Ich würde von ihm nicht mal einen Staubsauger kaufen, so weit traue ich ihm jetzt noch.

    Merke : niemandem geht es besser, wenn der Staat jemandem etwas wegnimmt.

  43. AvatarAlbr

    Klar die haben wissen halt nicht was Sozialismus bedeutet 😉
    Sozialismus verträgt sich nunmal nicht mit der individuellen Freiheit, deshalb  muss man sowas wie die Stasi gründen oder eine Mauer bauen… 
     
     

  44. AvatarHendrik

    @Albr
    Darf ich fragen, warum du der Auffassung bist Dividenden nicht wie Einkommen zu behandeln ?
    Ich fände man müsste Dividenden und Aktiensparen für das Volk subventionieren, denn es ist die einzig sinnvolle Variante von unserem Rentensystem, welches zwangsläufig aufgrund der demographischen Entwicklung nicht mehr tragfähig ist, wegzukommen. Unser Rentensystem ist darauf aufgebaut das 2 einzahlen und einer entnimmt. Das ist aber zukünftig nicht mehr der Fall. Wenn Deutschland das Aktiensparen groß subventionieren würde z.B. durch einen kompletten Wegfall von Steuern auf Dividenden und Aktienaufkommen wäre das eine gute Idee. Dennoch glaube ich auch, dass es hierfür einen bestimmten Grenzbetrag geben muss. Vlt. 30.000 € im Jahr der steuerfrei durch Dividenden und Verkaufserlöse? Sowas fände ich ein intelligentes Anreizsystem.

  45. AvatarFuchs

    Hallo zusammen,
    schaut euch mal auf der Seite Finvesto. de den Entnahmeplan für Etf’s an.
    Wie ist eure Meinung? 

  46. AvatarChristian

    Ich kann mich auch noch gut an die Einführung der Abgeltungsteuer erinnnern. Zuvor gab es noch die Spekufrist und ein besseres Bankgeheimnis. Da wurden schon mal Gewinne (ich kenne da jemanden…) 😉 vergessen zu deklarieren, weil man ja einerseits aus der Speku rauswar, andererseits sich das Pi x Daumen irgendwie mit den Verlusten verrechnet hat. Seit es die Abgeltungsteuer gibt zahle ich jedenfalls auf Kapitalerträge mehr Steuer als zuvor – trotz Freibetrag.
    Danke für die Info zum Profilbild.

  47. Avatar-M

    Baum
    Wenn du Banken nicht verstehst, dann bleib dabei, und investier nicht in diese Branche. Ich bin Bankkaufmann und Bilde mir ein, dass die Branche an und für sich total einfach zu verstehen ist. Eines der ältesten Gewerbe und über all die Zeit kaum Änderungen. Geld reinholen und Geld verleihen. Die EK-Rendite ist im Endeffekt die ertragskraft und die FK Quote der Hebel mit dem gearbeitet wird (leverage) je weniger desto besser wenn die EK Rendite stimmt. 
    Die US Banken verdienen Geld ohne Ende. BNP in Europa auch trotz nullzinsen. 
    -M

  48. AvatarBruno

    “Dennoch glaube ich auch, dass es hierfür einen bestimmten Grenzbetrag geben muss. Vlt. 30.000 € im Jahr der steuerfrei durch Dividenden “
    So funktioniert Steuerpolitik und eben auch Sozialismus, jeder denkt, wer mehr als er selber verdient, der soll bitte versteuern, nehmt es doch von denen, die mehr als ich persönlich habe. 
    Wie auch schon erwähnt, ich wäre dafür, das komplette Steuersystem zu zerwerfen und durch ein simples einfaches weltweites Steuersystem zu ersetzen und zwar eine Flattax auf Einkommen (Privatpersonen) und Gewinn (Unternehmen) von maximal 10% und vielleicht minimal 5% (für Steuerwettbewerb) und es würde allen besser gehen und es wäre auch fair. 
    Alle Sonderregelungen, Abzüge die Bücher füllen abschaffen, auch sämtliche Doppel- und Mehrfachbesteuerungen wie MWSt, Dividenden, Erbschaftsteuern und noch 1000 andere Steuern abschaffen, dafür aber diese Flattax hart einfordern, dann wäre das System fair und man könnte sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren und nicht mehr Umverteilung von X nach Y und zurück.

  49. Der BaumDer Baum

    @ Thorsten, das mit dem Profilbild versteh ich nicht. Das was du angegeben hast, ist doch ein Unternehmen bei dem du dich aktiv anmelden musst. Wenn du jetzt hier auf dem Blog ein Bild hinzugefügt hat das doch nichts mit dem Unternehmen zu tun, oder hab ich was übersehen?
    (Mal ganz unabhängig davon dass man natürlich trotzdem öffentliche Äußerungen tätigt, die dann zugrorzuge werden könnten)
    Grüße Baum

  50. AvatarTom

    @ Hendrik
    2 zahlen ein, 1 entnimmt. Darauf ist das System nicht ausgelegt. Im Moment ist das Verhältnis irgendwo bei 3,x:1 glaube ich. Da wir aber auf 2:1 zusteuern und das nicht machbar ist, gibt es ja die Diskussionen um längere Arbeitszeit bzw. Absenkung des Rentenniveaus. Wegfall der Steuer auf Dividenden oder ein hoher Freibetrag wäre super. Aber ich glaube das werden wir in D nicht erleben. Ganz im Gegenteil. Es wird immer gesagt die gesetzl. Rente reicht nicht, aber gleichzeitig werden die anderen generierten Erträge zum Aufbau erstmal wieder ordentlich besteuert, siehe mein Beispiel weiter oben. Aktuell noch die Besteuerung bei imaginären Gewinnen der Thesaurierer. Nicht umsonst liegen wir mit unserer Steuer im OSZE Vergleich ganz weit oben, wie Thorsten schon sagt. Und wenn dann noch die richtige rote Umverteilung kommt, war es das mit der frühzeitigen FF oder dem schönen Rentnerdasein.

  51. AvatarHendrik

    @Bruno 
    So funktioniert Steuerpolitik und eben auch Sozialismus, jeder denkt, wer mehr als er selber verdient, der soll bitte versteuern, nehmt es doch von denen, die mehr als ich persönlich habe. 
    Nein, das war eine Zahl, die sich etwa am Durchschnittseinkommen eines Deutschen orientiert, keine Zahl die etwas mit meinen Vermögen zu tun hat. Jeder fasst Steuergerechtigkeit so auf, dass man selbst möglich wenig zahlen soll schon klar. Du forderst ja auch für dich weniger Steuern, weil du vielleicht mehr verdienst? 

  52. AvatarChrissie

    @ Albr
    Ich bin deiner Meinung. Aktien kauft man aus bereits voll versteuertem Einkommen und hat dabei auch immer das Risiko hoher Verluste, da es keine Einbahnstraße nach oben ist.
     Auch hat der Staat nichts davon, wenn er seinen Bürgern die Kaufkraft gleich wieder aus der Tasche nimmt.
     
    Da ich ja noch recht neu hier bin, würden mich aber auch deine Gründe interessieren, falls du sie noch einmal kurz skizzieren magst.
     
    @ Hendrik
    Die einzige Lösung ist das nicht unbedingt, wenn auch eine gute Ergänzung,
    Zum Thema Digitalisierung gibt es zB auch die Idee einer Robotersteuer. Wenn man so will eine Einkommensteuer für den Roboter, der den menschlichen Arbeitsplatz übernimmt.
     
    Die Rentenproblematik ist ja nicht neu, da hätte sich die Politik auch beizeiten Gedanken machen können statt das alte System mit immer höheren Abgaben zu versuchen zu retten. Aber mit den Babyboomern ist das wohl wie mit Weihnachten, beide kommen immer so plötzlich.

  53. AvatarThorsten

    @der Baum : Ebenfalls im Zusammenhang mit den Kommentaren steht Gravatar. WordPress bietet Unterstützung für diesen Service, welcher es Nutzern erlaubt Ihren eigenen Avatar auf verschiedensten Webseiten zu nutzen. Allerdings ist auch Gravatar ein Tracker, welcher Nutzerdaten weitergibt. Deswegen sollte man lieber Avatare auf seiner Webseite deaktivieren.
     

  54. AvatarNico Meier

    Die schweizer Lösung ist es Dividenden wie Einkommen zu behandeln und so zu versteuern. Aber die Einkommenssteuersätze sind tiefer als in Deutschland. Besteuerung nach Leistungsfähigkeit auch bei Dicidenden.
    Bin bisher noch die des Sozialismus bezichtigt worden. Für mich ist Besteuerung nach Leistungsfähigkeit eher Liberalismus. Ich bin ende 30 und verdiene bedeutend mehr als das CH Medianeinkommen das bei 72’000 Franken liegt.

  55. AvatarChrissie

    @ Bruno
    Sehe ich auch so, ein Steuersatz für alle (außer für die ganz prekären Beschäftigungsverhältnisse, am Besten natürlich die gäbe es erst gar nicht) und gut ist‘s.
     
    @ Renteneintrittsalter
    Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie leicht sich der Deutsche bequatschen lässt.
    Wir haben jede Menge Niedrieglöhne die nix in die Kassen spülen trotz angeblich niedriger Arbeitslosigkeit. Dass die Babyboomer kommen weiß man auch nicht erst seit gestern. Wir haben für die EU und die Bankenrettung und für Gott und die Welt Geld. Aber sind das einzige Land, wo man „alternativlos“ bald mit 70 in Rente gehen muss, weil kein Geld da ist?
    Und das nehmen alle so hin mit Schulterzucken?

  56. AvatarMattoc

    @Fuchs
    Finvesto hat einfach die 3% Regel umgesetzt (Beispielrechung mit Kapitalerhalt).
    Und die wollen für die Dienstleistung, dass sie dir jährlich 3000 Euro auszahlen, wenn du 100.000 Euro angelegt hast, mit Sicherheit noch eine Gebühr. Das kann man mit einem ETF auf den MSCI ACWI auch selbst machen. Das ist mit Sicherheit billiger.

  57. AvatarBruno

    @Hendrik
    Jein, ich zahle aktuell deutlich mehr Steuern, als ich verdiene, und das in der Schweiz. Ja wie ist dass denn möglich? Wir haben ein lustiges System, erstens bezahle ich Steuern für Eigenmietwert auf eine voll amortisierte Immobilie, das ist aber verkraftbar, schlimmer ist die Vermögenssteuer auf virtuell berechneten Unternehmenswert vom Steueramt, obwohl ich aktuell gar kein Lohn beziehe. d.h. ich muss also von meiner Substanz verkaufen (Aktien), um die Steuern zu bezahlen. Es gäbe natürlich Optimierungslösungen, aber ich finde es kann nicht sein, dass man solche Konstrukte braucht, um als erfolgreiches KMU zu bestehen. Die andere Lösung wäre, kein Gewinn mehr zu machen in der Firma, alles als Lohn auszuzahlen, und dann den Wachstum über Kredite zu finanzieren, so machen es die Meisten, ich bin kein Freund davon, man wird aber in diesem System wenn man das nicht macht bestraft.
    Aber es geht mir ehrlich gesagt nicht um meine Situation, sondern generell in der Welt, Grosskonzerne oder Superreiche können es sich einrichten, wenn sie denn wollen, dass sie kaum bis gar keine Steuern zahlen. Ich mache denen keinen Vorwurf, es gibt legale Möglichkeiten und die werden genutzt. Nicht alle machen davon Gebrauch, aber es gibt die Möglichkeit. Dann bezahlen viele Klein bis Mittelverdiener kaum noch Steuern, wegen diversen Grenzbeträgen. Ich rede jetzt nicht nur von Deutschland und der Schweiz, sondern generell der Trend. Der weltweite Trend seit gut 20-30 Jahren ist, dass der Mittelstand immer mehr Lasten tragen muss, und sie haben politisch kaum eine Partei, die sie trägt (es sagen es von links bis rechts alle, aber niemand tut es wirklich). Wenn der Mittelstand wegfällt, dann geht es irgendwann allen schlechter. 
    Auf der andern Seite explodieren die (Staats-)haushalte, Sparsamkeit ist dort ein Fremdwort, man gibt jedes Jahr mehr aus, anstatt zu sparen. Unsere Infrastruktur ist enorm teuer, aber gar nicht so gut, wenn man sich mal in der Welt etwas umschaut und vergleicht. 
     

  58. AvatarBruno

    @Nico Meier
    “Für mich ist Besteuerung nach Leistungsfähigkeit eher Liberalismus.”
    Ja, eine globale Flattax wäre hier perfekt, wer mehr verdient, trägt mehr bei als wer weniger verdient, kein Wenn und Aber mehr. Jedoch sehen heutige Steuergesetze anders aus, 1% regeln die Einkünfte, 99% die Ausnahmen. 
    Das heutige Steuersystem in der Schweiz ist aber vollkommen anders, und wiederspricht der Bundesverfassung. Die Realität ist, wer die Gesetze und Möglichkeiten richtig nutzt, zahlt keine Steuern, die andern zu viel. Die Argumente sind legitim, würde man z.B. Superreiche in der Schweiz ordentlich besteuern, wären sie woanders. Darum funktioniert eine vernünftige und faire Steuerpolitik schon lange nicht mehr national. Das Steuersystem in der Schweiz ist so aufgebaut, dass man Schulden braucht, um vernünftig wegzukommen. Beispiel Eigenmietwert, oder auch Unternehmenssteuern. Das ist so gewollt, die Banken und VErsicherungen profitieren davon, aber es ist nicht gut langfristig, so ein System zu bewirtschaften, das auf Schulden basiert.
    In Deutschland ist es ähnlich, in den USA auch. Warren Buffet hat ja selbst gesagt, es ist nicht fair, dass seine Sekretärin einen höheren Steuersatz hat als er.

  59. Avatar-M

    @Albr
    Wie oft kaufst du Aktien/Anleihen im Schnitt pro Jahr bzw. Gibt es Jahre wo du gar nicht gekauft hast und hast nur Cash gespart ?
    -M

  60. AvatarKia

    “Die obersten 10% zahlen 80% der Einkommenssteuer.”

    Na Wahnsinn! Die Einkommenssteuer macht gerade einmal 7,6% des gesamten Steueraufkommens aus. Und die Lohnsteuer ca. 26%. Daneben gibt es aber noch einige andere Steuern, welche alle tragen. Auch die unteren 90% zahlen Mehwertsteuer, Mineralölsteuer, Stromsteuer, Grundsteuer etc.
     
    ” ..die Umverteilung von oben nach unten durch geänderte Gesetze zu beschleunigen”..

    Die Umverteilung erfolgt definitiv von Unten nach Oben! Und das ganz extrem in den letzten 20-30 Jahren! Die Reichen werden immer Reicher und die Armen ärmer. Wie kannn man das noch verdrehen? 

  61. AvatarHendrik

    Ich kann dem progressiven Steuermodell im allgemeinen eigentlich auch nur zustimmen. Umverteilung per se ist nicht schlecht. Allerdings muss man darauf achten, dass die Anreizwirkung nicht verloren geht. Außerdem sollte die Sinn und Ziel der Steuer beachtet werden (z.B. Altersvorsorge fördern und gesellschaftsschädigendes Verhalten härter besteuern, z.B. die Benzinsteuer, da umweltschädigend) und auf eine wirtschaftliche Erhebung achten; heißt keine Steuer, die viel Verwaltung erfordert.  Ich sehe es auch als liberale Haltung, dass wer viel aus der Gemeinschaft bekommen hat, auch umgekehrt etwas mehr abgibt. Aber gerade über Ziel und Sinn einer Steuer sehe ich auf linker Seite viel Unwissen, warum welche Steuer geeignet ist. 
    @Bruno
    Ich kenne mich nicht ganz so aus mit den schweizer Problemen. Behindert der Eigenmietwert nicht, dass weniger Wohnungen gebaut werden ? Und die Versteuerung auf einen virtuellen Unternehmenswert erscheint mir auch zweifelhaft. Ich schätze in Deutschland würde das BVerfG. das als verfassungswidrig ansehen. 
    Ich sehe es auch so, dass die Mittelschicht einen harten Stand hat. Mal sehen ob sich daran etwas politisch ändert. Die faire Besteuerung von Großkonzernen wäre eigentlich etwas, was sich die EU angucken müsste. Es gibt viele Steueroasen, Deutschland ist beispielsweise auch eine. Ich hoffe, das Google, Amazon etc. in Zukunft gerecht besteuert werden. Mittelfristig werde ich wohl wenigstens durch Alphabet-Aktien von diesem Gewinn profitieren.

  62. AvatarNico Meier

    @Bruno
    Ich habe nie gesagt das Steuersystem in der Schweiz sei perfekt.
    Aber ich finde es richtig Dividenden als Einkommen zu versteuern und aufs Einkommen draufzuschlagen für die Besteuerung.
    Der Eigenmietwert ist ein fiktives Einkommen das in meinen Augen falsche Anreize für Verschuldung setzt und gehört abgeschafft. 
    Natürlich gehören Steuerschlupflöcher gestopft. Aber Abzüge sind in meinen Augen sinvoll. Ich selber pendle zur Arbeit und kann dafür einen Abzug machen der leider auf 7’000 beschränkt worden ist. Auch der Abzug für 3a der einen Anreiz für die private Vorsorge sein soll finde ich sehr gut.
    Die Aussage ich zahle mehr Steuern als ich verdiene ist für mich eine verzerrte Wahrnehmung weil du als Unternehmer deinen Lohn selber bestimmst. Wenn du aus welchen Gründen auch immer dir weniger Lohn zahlst und damit mehr Geld im Unternehmen lässt so ist das deine Entscheidung. Menschen die Ertragreiche Firmen besitzen sollen in meinen Augen auch Steuern zahlen.
    Wie gesagt meine Frau und ich haben beide gute Einkommen und ohne Kinder zahlen wir massiv Steuern jedes Jahr. Wenn wir die Schweiz mit anderen Ländern vergleichen so sehe ich aber auch viel Leistung die ich für die Steuern erhalte. Gute Strassen, gute Schulen die kostenlos sind, gutes Sozialnetz und eine funktionierende Altersvorsorge sud 3 Säulen usw.

  63. AvatarAlbr

    @-M, ich kaufe sehr regelmäßig, ich komme im Schnitt auf einen gutes sechsstelliges Investitionsvolumen p.a. 
    Cash ansparen muss ich nicht, da ich einen sehr günstigen Wertpapierkredit habe, den ich bei Bedarf nutzen kann, so wie bei NordLB oder wie letzten Dezember/Januar 
     

  64. AvatarBruno

    @Nico Meier
    Eigenmietwert ist nur ein Faktor, der Schulden fördert, bei Unternehmen ist es analog. Als Startup braucht man Geld, um zu wachsen und zu investieren. Entweder man belässt Gewinne im Unternehmen, oder aber man zahlt sie aus als Lohn und braucht dann Fremdkapital. Ich bevorzuge von meiner Grundhaltung, erstere Variante, werde aber dadurch bestraft steuerlich. Erstens bezahlt die Firma Gewinnsteuern (was ich als legitim erachte), ich als Inhaber und Aktionär bezahle dann aber noch Vermögenssteuer auf einen virtuellen Unternehmenswert. Angenommen der Buchwert (Verkauf aller Aktiven) beträgt 1 Mio, man macht aber 3 Jahre ordentlich Gewinn, kann der Wert des Firma rasch auf mehrere Millionen geschätzt werden, und das schenkt dann ordentlich ein bei der Vermögenssteuer. Ich bin auf dem Papier Multimillionär, aber ich würde aktuell kaum jemanden finden, der so viele Millionen für die Firma bezahlt, muss es aber besteuern 😉
    Ich werde also vermutlich gezwungen, mehr Lohn auszuzahlen, und für den Wachstum der Firma auf Kredite zugreifen, und das ist das Ziel des Systems. Hier meine Kritik. Oder aber man investiert buchhalterisch jedes Jahr genau so viel, dass man +/- bei 0 Gewinn bleibt, das sind aber Würgegriffe die ökonomisch kein Sinn ergeben. Der sparsame Unternehmer oder Privatperson wird also bestraft, jener der Schulden aufbaut, belohnt.

  65. AvatarAlbr

    @Crissie, habe ich schon relativ detailliert beschrieben, warum das nicht so einfach möglich ist, bitte Suchfunktion nutzen… ich möchte mich nicht dem Vorwurf aussetzen, dass ich mich ständig wiederhole 😉
     
    im Übrigen hat das auch Scholz bzw. Finanzministerium beschrieben bzw, erkannt und einen Lösungsvorschlag gemacht, der aber ganz sicher nicht mit den sozis umzusetzen sein wird…
     
     

  66. AvatarAlbr

    @ Kia, Jepp, so sieht’s aus, auch bereits im Arbeiter- und Bauernstaat, sind Vermögen von unten nach oben verteilt worden oder derzeit in Venezuela, mit der bolivarischen Revolution wird nach oben verteilt, da ist im Gegensatz D. noch absolut harmlos 😉
    oder erst in der ehemaligen UdSSR 😉
     
     

  67. AvatarBruno

    @Nico Meier Es geht dann eben noch weiter, es wurde ja nebst der Gewinnsteuer schon Mehrwertsteuer abgeliefert, dazu kommt dass nebst der Vermögenssteuer später noch Einkommensteuer kommen, wenn man sich Lohn auszahlt, von bereits mehrfach besteuertem Geld. Legt man dieses an, besteuert man das jährlich erneut über die Vermögenssteuer. Später wenn man mal ablebt greift dann noch die Erbschaftsteuer, von Vermögen das bereits x-fach besteuert wurde. Ich habe noch 100 weitere Steuern vergessen, die auch noch irgendwo dazwischen wirken. Und deshalb werden x Abzugsmöglichkeiten erfunden, um das etwas abzufangen, die Abzüge für die Arbeitnehmer sind da nur bescheidene Zückerchen, auch Dir wäre vermutlich mehr geholfen, wenn Du generell 10% weniger Steuern bezahlen müsstest dafür aber keine Abzüge mehr. Säule 3a macht sicherlich Sinn, dass die Leute sparen fürs Alter. Aber warum will man denn im gleichen Steuersystem, dass die Leute sich möglichst hoch verschulden, die meisten Immobilienbesitzer in der Schweiz sterben mit Hypothekarschulden. Es gibt ja aktuell wieder ein Anlauf, diesen Unfug abzuschaffen, das Problem ist halt, dass die Mieter die Mehrheit stellen, und so die Volksabstimmung in der Regel versenkt wird (die sollen zahlen die haben mehr als ich…).

  68. AvatarBruno

    @Kia Ja das stimmt, ich bin generell nicht für Umverteilung, denn die natürliche Umverteilung wäre ja von den Faulen zu den Fleissigen und von den Verschwendern zu den Sparsamen. Also jeder selbstverantwortlich. 
    Aber es bringt nix, sich über Dinge aufzuregen, die man nicht ändern kann. Man sollte sich auf das konzentrieren, was man ändern kann.

  69. Avatarsreve

    @ quandts da ist es echt muessig sich Gedanken zu machen. Frau Klatten hat in 2007 Altana an Nycomed (4,5 mrd) verkauft, der Erloes wurde als Dividende ausgeschuettet was fuer den Normalbuerger zu versteuern war, bei Verkauf galt damals die Spekulationsfrist, Gewinn waere bei entsprechender Haltefrist steuerfrei gewesen. War fuer mich erst mal nicht zu verstehen warum der Kauf als Dividende deklariert wurde. Ist mir zwischendurch klar geworden eben weil es Leute gibt die es vermeiden auf die Dividende Steuer zu zahlen und von anderen die das nicht vermeiden koennen billig Aktien kaufen. Stichwort Fond
    P.S. Falls es jemand mutig findet das Susanne Klatten ihre Gigolo Affaere oeffentlich gemacht hat. Das war auch nicht so, die ganze Geschichte wurde 9 Monate unter verschluss gehalten wie das geht? Keine Ahnung erst als ein hartnaeckicker Journalist das ganze aufdeckte hat sie es zugegeben. Echt mutig zumindest unverdientes Lob hat sie bekommen. 

  70. AvatarHendrik

     @Bruno
    Wenn es denn so einfach wäre! Ich bin auch dafür, dass fleißige mehr bekommen als faule -> Anreizsysteme schaffen, sodass sich Leistung lohnt.
    Aber so pauschal ist es doch etwas krude. Die meisten die hier ja schreiben haben ja wohl studiert. Dann frag aber doch auch mal, was die Eltern gemacht haben? Oh Wunder, die haben ja auch studiert. Der Staat sollte nämlich auch Chancengleichheit fördern. 
     

  71. AvatarBruno

    @Hendrik
    Ich denke die Chancengleichheit in den DACH-Ländern, wo die meisten hier schreiben, ist überdurchschnittlich hoch, Ausbildung und Studium kaum wo anders so günstig zu haben. Es ist klar, dass das Umfeld (Eltern) einen grossen Einfluss hat, aber die heutigen Systeme ermöglichen es fast allen, etwas aus sich zu machen, vielleicht halt auch auf erst dem 2. Bildungsweg, es ist nie zu spät, etwas aus sich zu machen. Ich habe beispielsweise zuerst eine Ausbildung gemacht und erst im Anschluss studiert, und nein, meine Eltern haben beide nicht studiert. Ich verlor sie auch schon sehr jung mit 10 Jahren, es war also keine einfache Jugendzeit, und trotzdem habe ich nicht aufgegeben.

  72. AvatarChrissie

    Ich meine auch, dass man hierzulande günstig an eine gute Ausbildung und oder ein Studium kommen kann. Kein Vergleich hier mit den Wahnsinnsschulden, die man soweit ich weiß in den USA durch ein Studium anhäuft. Da ist dann auch wieder der viel zitierte mündige Bürger gefragt, der selbst entscheiden kann, was er machen möchte. Die Negativeinflüsse kommen da m.E. in der Tat eher aus dem direkten Umfeld. Hat früher die Menschen nicht abgehalten, da haben sich viele Leute aus ärmlicheren Verhältnissen hochgearbeitet. Vielleicht schaut man heute halt lieber Netflix.
     

  73. AvatarNico Meier

    @Bruno
    Wie bereits erwähnt ist der Eigenmietwert ein Relikt das abgeschafft gehört.
    Meines wissens existiert in den meisten Kantonen der Schweiz für direkte Nachkommen keine Erbschaftssteuer wer also in gerader Linie von Eltern oder Grosseltern erbt der zahlt keine Erbschaftssteuer. 
    Die Vermögenssteuer ist etwas speziell ich habe mich mal eingehendee mit dieser Thematik befasst. Ich habe zu diesem Zweck die Kantone Solothurn und Basel Land mit meinen Wohnkanton Aargau verglichen und dabei festgestellt, dass die Vemögenssteuersätze im Kanton BL doppelt so hoch sind wie im Kanton AG. Vorhin war ich der Meinung bei der Vermögensteuer gäbe es keine kantonalen Unterschiede.

  74. Der BaumDer Baum

    @ M, sorry hatte deine Antwort nicht gelesen. Nochmal zum Thema Banken. Das was du erklärst verstehe ich natürlich und das grundsätzliche Geschäftsmodell auch.
    Nur, um nochmals die gleiche Frage zu stellen, wie unterscheidet sich Bank A von B? Zumindest für mich als Laie nur in Nuancen. Sie haben Geld und verleihen es. Je nach Schwerpunkt dann natürlich vllt. als Investmentbank, Vermögensverwaltung etc.. Aber wo ist da der Burggraben? Eigentlich geht es ja wenn überhaupt nur im Details, wie die jeweiligen Tarife oder günstigere Kreditangebote, oder?
    Bei OnVista (fürs Depot) bin ich weil sie günstig sind. Bei meiner Hausbank weil sie keine Kontoführungsgebühren verlangt.
    Vllt. ist das wichtiger wenn man Mal Kreditnehmer ist oder Unternehmer. Aber als Privatperson sind Banken für mich völlig austauschbar.
    Grüße Baum

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