Ami kam im Dollar-Kostüm ins Büro. Sein ETF-Depot wächst. Er geht bald in Frührente


New York, 1. November 2018

Dieser Amerikaner kam im Dollar-Kostüm ins Büro. Er wollte den Kollegen zeigen, dass er für die finanzielle Freiheit spart. Er hält ein Foto von Vanguard-Gründer Jack Bogle vor sein Gesicht. Bogle ist ein Idol für viele FIRE-Sparer (Foto: https://imgur.com/a/GWazPti).


Dieser Amerikaner kam im schicken Dollar-Kostüm ins Büro. Er will finanziell frei werden. Zu Halloween wollte er den Kollegen zeigen, was sein Ziel ist: Er möchte so schnell wie möglich ein ausreichendes Depot-Vermögen haben, um davon in die Frührente zu können.

Er spart per Indexfonds von Vanguard. Sein Kostüm soll den VTSAX symbolisieren. Der US-Fonds ist extrem kostengünstig mit nur 0,04 Prozent Gebühren. Das bedeutet, je 10.000 Dollar investiertes Kapital sind nur 4 Dollar pro Jahr Kosten fällig. 96 Prozent vergleichbarer Fonds sind teurer. Weil das Indexprodukt so günstig ist, ist es sehr beliebt.

Wichtig ist beim ETF-Sparen, dass deine Kosten so gering wie möglich sind. Hohe Kosten sind meist ein Indikator für eine schwächere Performance unterm Strich. Die zehn größten Positionen des VTSAX-Fonds sind Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet, Berkshire Hathaway, Facebook, JPMorgan Chase, Johnson & Johnson, Exxon Mobil, Bank of America.

Das ist es, was die FIRE-Gemeinde überm großen Teich überwiegend macht. Sie spart eifrig jeden Monat per Indexprodukt. Sie machen das 10, 15, 20 Jahre. Dann sagen sie zum Chef: „Ich bin hier raus. Es ist mein letztes Jahr im Job. Ich möchte in die Freiheit.“

Mit „normalem Sparen“ per Bausparvertrag oder Sparbuch oder Festgeld funktioniert die Methode jedenfalls nicht. Du brauchst den Aktienmarkt. Du brauchst hohe Renditen, um vom Zinseszins zu profitieren. (Es kann auch der Immobilienmarkt als Renditelieferant funktionieren, Stichwort Mieteinnahmen.)

Manch einer der finanziell Freien ist 35, 40, 45, 50 Jahre alt. Sie haben grob zwischen 600.000 und 1,5 Millionen Dollar üblicherweise an Netto-Vermögen. Die meisten sind fleißige Karriere-Leute. Sie sind Rechtsanwälte, Programmierer, Außendienstler, Ingenieure, Buchhalter, Steuerberater… aber es gibt selbstverständlich ganz normale „Karrieren“.

Die FIRE-Leute haben oft ein wertvolles Know-how. Sie können wieder einen Job finden, wenn sie wollen. Mehrere Unternehmen dürften sie einstellen. Mit Handkuss! Es liegt an ihrem Wissen und Eifer. Viele verdienen gut. Manch einer sechsstellig.

Was sie alle von der Masse unterscheidet, ist neben ihrem enormen Eifer die Ablehnung des Konsums. Sie ticken nicht materialistisch. Für sie spielen Statussymbole wie teure Autos, Häuser, Kleidung, Möbel, edle Küchen oder Luxus-Bäder keine große Rolle in ihrem Leben. Sie legen mehr Wert auf die Freiheit. Sie bezweifeln, dass der übermässige Konsum sie zufriedener machen würde. Sie haben andere Bedürfnisse. Die meisten wollen sich intensiver um ihre Gesundheit, Fitness, Familie, Freude kümmern, wenn sie endlich mehr Zeit haben. Das Reisen steht außerdem bei vielen auf der Agenda ebenso das Helfen für wohltätige Zwecke.

Sie leben sehr bescheiden, sie wissen: Ein Vermögen verdient man sich im Regelfalle nicht, man erspart es sich. Die FIRE-Leute reduzieren Überflüssiges. Sie leben minimalistisch. Radfahren statt Auto! Kochen statt Restaurant! Selbermachen statt Handwerker holen. Gebraucht satt neu. Ich kaufe überwiegend Second Hand: Möbel, Mode, Haushaltsdinge. Die Erstnutzer subventionieren völlig freiwillig mich als Gebrauchtkäufer, weil ihnen das Attribut „neu“ so wichtig ist, das ihnen das den Werteverzehr wert ist.

Ich verstehe nicht, warum sich jemand einen Neuwagen kauft, obwohl der Wertverlust nach 1 bis 2 Jahren extrem ist. Ein Auto verliert im ersten Jahr ein Viertel des Listenpreises. Tausende Euros gehen einfach so weg.

Fixkosten zu senken ist wirklich leicht, wenn du den Minimalismus verstanden hast. Ich frage mich, warum die meisten Leute das nicht hinbekommen und dann mit geringem Einkommen in der Stadt unbedingt ein Auto anschaffen. Warum haben so viele Menschen teure Handyverträge statt 10-Euro-Prepaid-Lösungen, wo heutzutage ja auch schon alles drin sein kann. 80 Prozent der Deutschen sehen laut einer aktuellen Umfrage keinen Sinn darin, zu sparen. Das klingt schockierend.

Sie sind Opfer der Krake Marketing geworden. Permanent sagt uns die Werbung: „Gib viel Geld aus, dann wirst du mit unserem Produkt glücklich.“ Dabei ist das albern. Zufriedenheit kommt nicht durch Plunder in dein Leben. Im Grunde muss das jeder für sich selbst heraus finden.

Am besten du stellst den TV aus. In Großbritannien gibt es eine gute Dokumentation über den schlechten Einfluss des Fernsehens auf uns Menschen: „How TV Ruined Your Life“

Ich finde das 8 bis 17 Uhr-Arbeitsmodell grauenhaft. Und das bis 67 durchziehen. Es ist ein dämliches Modell, nur um sich damit dann irgendwelchen Kram zu kaufen, den man weder braucht noch will…

Die Geschichte von dem Dollar-Mann auf dem Foto funktioniert im Endeffekt für jeden Bürger. Du hast eine solide Sparquote. Du sparst per ETF jeden Monat. Das kann ein Koch, Schreiner oder Büroangestellter machen. Es sind keine besonderen Voraussetzungen nötig. Du musst keine besondere Ahnung vom Finanzmarkt haben. Du sparst einfach jeden Monat am Aktienmarkt per ETF-Sparplan und ziehst das durch für Dekaden. Dann wären die Deutschen in der Lage, massig Geld mit Aktien zu verdienen. Was soll daran so schlecht sein? Selbst wenn du es nicht mit 30 oder 40 Jahren in die Freiheit schaffen solltest, so baust du dir immerhin etwas auf. Das ist sicherlich gut und pragmatisch. Eigentlich ist es für die breite Masse möglich, was der Ami oben im Foto macht. Er ist vernünftig.

Wenn du dann viel Geld im Depot hast und im Idealfall keine Schulden hast, gehört Mut dazu: Die meisten haben Angst ihren Job aufzugeben. Du brauchst im Leben einfach mehr Mut. Zum Mut gehört auch die Börse als Sparmöglichkeit einzusetzen.

Aber in Deutschland ist Realität, dass ein erschreckend großer Teil der Haushalte ein Leben lang verschuldet ist, und zwar im wesentlichen wegen zu viel Konsum, nicht wegen zu geringer Einnahmen. Für die konsumgeile Mittelschicht ist die schwäbische Hausfrau tatsächlich ein Vorbild. An ihr sollten sich die Konsumsüchtigen ein Beispiel nehmen, es wäre etwas Revolutionäres.

Es ist klar, dass sich gerade die Konsumgeilen über meine Artikel aufregen. Aber: Was ist denn an Genügsamkeit, Sparsamkeit und Zufriedenheit so verkehrt? Was soll an dem extremen Luxus so toll sein? Sie werden zu Sklaven ihres Jobs und der Werbebranche.

Jeder verbraucht nur soviel, wie er unbedingt muss und dann, eines Tages, ist vielleicht mal wirklich genug für die Frührente da. Wo ist das Problem? Klar gibt es genug vernünftige Deutsche, die das ähnlich machen. Ich glaube, dass einfach nicht darüber gesprochen wird. Sie schweigen wie ein Grab über ihren Plan. Bei manchen wird es wohl erst mit 50 oder 55 soweit sein. Aber ein fettes Depot zu haben, das ist nie verkehrt. Selbst wenn es nur zur Reduktion auf einen Halbtagsjob reicht, gibt dir das mehr Freiheiten.

Eigentlich sollte jeder froh sein über jeden, der für sich erkennt „Für mich reicht es“. Wer sich in seine bescheidenen 4 Wände zurückzieht und seinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt, dann haben andere mehr Chancen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Ami kam im Dollar-Kostüm ins Büro. Sein ETF-Depot wächst. Er geht bald in Frührente

  1. Dominik von depotstudent.de

    Gerade den Großteil meines ersten „richtigen“ Gehalts als frischer Ing. in Indexfonds gesteckt.

     

    Fühlt sich gut an.

     

    Auch wenn es manchmal merkwürdig ist, wenn die anderen jungen Ingenieure mich fragen, welches Auto ich mir von meinem neuen Gehalt holen werde.

     

    So als wäre das etwas Selbstverständliches…

     

    Naja, jeder wie er mag. Ich bin mit meinem Konsumverhalten und dem Investieren in ETFs jedenfalls sehr zufrieden. 🙂

  2. RalfRutke

    Hallo Tim,

    ich spare jetzt erst seit zwei Jahren.
    Gestern habe ich mir in einem Tabellenblatt die Sparquote der einzelnen Monate errechnet. Im ersten Jahr war meine Sparquote knapp 10%, echt lausig …

    2018 habe ich im Durchschnitt bereits 21% meines Gehalts auf die Seite gelegt. Ich finde das ist immer noch sehr wenig. Du schreibst oft von Sparquoten die 50% betragen. Das ist mein Ziel!

    Mein Jahresgehalt beträgt etwa 35.000€.
    Wie ist das beim Rest? Welche Sparquoten könnt ihr mit so einem Gehalt erzielen?

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Florian H

    Prima. Du bist ein Leuchtturm in der FIRE-Gemeinde.

    Welchen Prepaid-Vertrag hast du und kannst du ihn empfehlen?

  4. Daniel (Fächerstadt)

    @ Depotstudent: Super so läuft es in die richtige Richtung

    @ Tim: Die Gay Szene ist normalerweise nicht für Frugalismus bekannt, von daher wahrscheinlich noch mal schwerer auf Sparmodus umzuschalten.

    Im Gegensatz dazu ist mein Arbeitskollege mit einem neuen Gürtel aufgetaucht (der mit dem großen H drauf). Erst wollte er nicht verraten wieviel, hat rumgedruckst. Wohl um die 900-1000 Euro.

    ich finde das verrückt

  5. ThorstenThorsten

    *lach*

    @Dominik: Klingt sehr vertraut… Seit Jahren ähnliche Diskussionen mit unterschiedlichen Kollegen – praktisch jeden April/Mai, wenn bei uns der Bonus für das Vorjahr ausgezahlt wird.

    Einer hat mir doch ehrlich mal gesagt, dass ich voll langweilig bin, weil ich mir nie was kaufe. Da konnte ich nicht anders: „Stimmt nicht ganz, ich kaufe mir halt jedes Jahr ein Stück der Unternehmen, für deren Produkte Du immer Deinen ganzen Bonus ausgibts. So bekomme ich quasi noch ein Stück von Deinem Bonus zusätzlich…“

    Hat der leider nicht verstanden :-/

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Daniel (Fächerstadt)

    Das ist eine klischeehafte Aussage. Es gibt hier Verschwender und Angeber wie überall in der Gesellschaft, genauso gibt es Sparer und FIRE.

  7. ThorstenThorsten

    @Dominik

    Ja, normalerweise habe ich mich da auch deutlich besser im Griff, aber der Kollege hat es doch zu sehr herausgefordert…ist aber auch schon seit Jahren „weitergezogen“, da er schneller mehr Geld verdienen wollte, um sich auch „mal was richtiges leisten zu können“.

    Sorry, aber genauso klischeehaft war es 😉

  8. Daniel (Fächerstadt)

    @ Tim: kann natürlich sein, ich hatte halt bisher immer nur besonders modische/extravagante kennengelernt, bzw. die sich offen dazu bekannt haben. Waren aber auch alle erfolgreich und Gutverdiener, ist dann auch wieder eine Filterblase.

    Wobei ich denke die meisten werden hier ein Umfeld aus dem gutbürgerlichen Bereich haben.

  9. Zwitsch

    Mal ne blöde Frage… Wenn ich mit 50 in die FF gehe .. Dann habe ich 30 Jahre umsonst in die Rentenversicherung eingezahlt…

  10. ThorstenThorsten

    @Zwitsch: Wieso? Deine bis dahin gesammelten Rentenpunkte behälst Du – und ab 67 (oder was auch immer in Zukunft) erhälst Du für diese Punkte die entsprechende Rente.

    Da verfällt nix. Es gibt glaube ich eine Mindestdauer der Einzahlung, aber die solltest Du nach 20 Jahren locker erreicht haben…

  11. Christian

    @RalfRutke: 35.000 Euro brutto sind ca. 2.900 Euro pro Monat, bzw. ca. 1.830 Euro netto pro Monat.

    Im ersten Schritt solltest du darauf achten, dass dich deine Wohnung nicht mehr als 30 % kostet. Also im Idealfall warm inkl. Strom, Internet und GEZ maximal 550 € Miete. Du kannst die Kosten optimieren, indem du z.B. auf das Festnetz und/oder Netflix verzichtest. Das sind schnell 20-50 Euro/Monat.

    Der zweite Schritt ist dann der PKW. Wie hier im Blog immer wieder von Tim und den Lesern gepredigt, sollte der im Idealfall ganz weg. Fahrrad und Füße verwenden, falls sich das z.B. mit dem Arbeitsplatz vereinen lässt. Falls du sehr günstig auf dem Land wohnst, kannst du den PKW ja in die 30 %-Quote mit einrechnen. Also Auto + Wohnen nicht mehr als 30 % der monatlichen Kosten. Das Auto muss dazu schuldenfrei sein. Ein kleiner Motor spart Steuern, kleine Reifen sparen Wartungskosten. (Ein Reifen ohne Felge 18″ 245er Breite für einen 3er BMW kostet genau so viel wie ein Satz Reifen = 4 Stück für einen VW Polo)

    Der dritte Schritt sind die übrigen Fixkosten. Alles auf den Prüfstand: Spotifly, Fitnesstudio, Versicherungen, Abos wie z.B. die Glossy Box oder ähnliches, Kontoführungsgebühren, Office 365, Cloud-Services, Smartphone… Bei Blau gibt es z.B. 3 GB LTE inkl. Allnet-Flat zur Zeit für 10 € im Monat. Ich habe z.B. nur 60 Euro Fixkosten. Das sind 10 Euro Handyvertrag, 20 Euro McFit und 30 Euro private Zusatzversicherung.

    Der vierte Schritt ist dann ein persönliches Budget. Ich lebe z.B. monatlich von 600 Euro in bar. Das sind 150 Euro die Woche. Davon bezahle ich die Mittagspause, Einkaufen im Supermarkt, in Bars gehen, etc. Wenn etwas am Monatsende übrig bleibt, kaufe ich mir davon günstige Klamotten. Das lässt sich natürlich auch drastisch kürzen, wenn man z.B. auf Cafe im Pappbecher verzichtet, das Pausenbrot von Zuhause mitbringt, konsequent beim Discounter einkauft (Wocheneinkauf mit Einkaufsliste) und wenig in Bars/Restaurants geht.

    Wenn du das zusammenzählst: 550 Euro Miete, 0 Euro Auto, 60 Euro Fixkosten, 600 Euro zur freien Verfügung = 1.210 Euro.

    1.830 Euro ./. 1.210 Euro = 620 Euro zum Sparen (= 34 %). Und da hast du noch auf nichts verzichtet, siehe Mittagspause, Bars etc.

    50 % Sparquote bekommtst du, wenn man wirklich bescheiden lebt. (z.B. nur 400 Euro Bargeld), in einer WG oder mit der Partnerin, dem Partner zusammenlebt (Miete 50/50). Oder wenn man die Einnahmen optimiert. (Fortbildung, Beförderung, Überstunden, Nebenjob…)

    Ich finde, mit 21 % stehst du schon ziemlich gut da. Schrittweise schaffst du es locker auf die 30-35 % oder sogar mehr. Ich bin dieses Jahr bei 25 % und gehe nächstes Jahr – Kostendisziplin und Mietbeteiligung der Freundin sei Dank – auf 35 % hoch.

  12. felix

    @Zwitsch: Stimmt, aber das haben Sie auch, wenn Sie später einmal mit dem Regeleintrittsalter austreten und bis zum 70 Lebensjahr fleißig einzahlen.

    Ausnahme: Sie sind verbeamtet oder haben alles verprasst. Dann kommt Vater Staat gerne für Sie auf.

    Dann können Sie aber zumindest von mir nix mehr bekommen, da ich dann in der Kloake BRD nicht mehr leben werde und keine Einkünfte beziehen werde, die in Deutschland steuerpflichtig sind.

  13. Berlinerin

    @RalfRutke: mein Gehalt liegt etwa in Deiner Klasse, Netto 2350,-. Ich spare seit vier Jahren und bin jetzt bei einer Sparquote von etwa 65%. Aber nach den Diättips von Tim werden es sicher bald 70%;). Ich finde es sollte auch Spaß machen. Der m.E. größte Sparposten neben Miete ist tatsächlich Essen. Wir kochen fast alles selber und rund um die Welt. Vegetarisch, viel asiatisch, italienisch etc. Ich mach dann auch das Brot selbst. Gebe inzwischen pro Woche nicht mehr als 50 – 60 für Lebensmittel aus für eine vierköpfige Familie. Nicht falsch verstehen: ich koche so einige Restaurants an die Wand. Es ist wirklich ein Vergnügen und keine Qual Sparpotential zu finden. Liebe Grüße!

  14. RalfRutke

    @Tim

    vielen Dank!
    Ja der Artikel ist bei mir fest angepinnt 😀

    @Christian

    Wow vielen Dank für dein ausführlichen Kommentar.

    Aber schon beim ersten Punkt haben wir ein Problem von mir. Ich arbeite und wohne deshalb im Münchner Umland. Hier sind solche Mitpreise nicht möglich. Ich zahle 720€ warm. Auf Festnetz und Internet verzichte ich schon seit letztem Jahr.

    Einen eigenen PKW habe ich auch nicht. Hier gibt es also auch nichts zu sparen.

    Bei den Fixkosten kann ich noch auf den teuren Handyvertrag verzichten. Da bin ich letztes Jahr leider in eine blöde Falle getappt und zahle mittlerweile 70€ im Monat dafür. Da komm ich leider erst Mitte nächsten Jahres raus.

    Essen gehen tu ich auch nur ganz selten, also zu besonderen Anlässen. Ich koche täglich frisch (und meist Vegan) und für das Büro am nächsten Tag mit.

    Da meine Partnerin Studiert will ich von ihr kein Geld für die Miete verlangen. Aber auch hier kommt bald Veränderung.

    Ein großer Batzen der mir einfach abgeht sind Alimente. Diese verbuche ich als teures Lehrgeld, die bekomme ich aber nie wieder.

    Dennoch habe ich 2019 ebenfalls die 35% als Ziel.
    Ich bin mir sicher, dass du das locker schaffst!
    Ich bin gespannt ob ich das schaffe 🙂 Aber mit so vielen Tipps bin ich mir da fast sicher!

    @Berlinerin

    Wow! Respekt.

  15. 42sucht21

    @felix

    So unterscheiden sich die Ansichten. Ich denke, Deutschland ist so ziemlich der beste Staat in dem man auf dieser Welt aktuell leben kann. Es gibt vermutlich in jedem Land einzelne schöne Dinge die man sich herauspicken könnte, aber so im Schnitt über das ganze Leben gemittelt – wo finden Sie denn ein besseres zu Hause als in Deutschland?

  16. 42sucht21

    @RalfRutke

    Ich würde Christians Tips unterstützen in Richtung mehr Einsatz auf der Arbeit mit Gehaltserhöhungen und evtl. Beförderungen / Fortbildungen. Neben den wirklich unnötigen Ausgaben würde ich also bei 35k vor allem die Einnahmen im Blick behalten.

  17. RalfRutke

    @42sucht21

    Da hast du vollkommen Recht, da arbeite ich gerade auch sehr hart daran. Glücklicherweise wird es bei mir im Betrieb gesehen.
    Im Januar steht mein Jahresgespräch an und darauf bereite ich mich bereits vor. Ich bin mir deshalb sehr sicher, dass sich da in gewisser Sicht etwas verbessert.

  18. Olly Wood

    @ Thorsten: ROFL klasse Kommentar zu deinem Kollegen 🙂

    @ Berlinerin: Wahnsinn !! Respekt !!

  19. Simon

    Also ich rechne meine Sparquote als das, was ich von meinem Nettogehalt nicht verkonsumiere. Die Einnahmen aus Immobilen oder Aktien fließen nicht in die Berechnung mit ein.

    Dann lande ich mit 43.000 nette bei einer Quote von 58,5 %.

  20. KievKiev

    Der Beitrag hat mir wieder sehr gut gefallen. Genau wie die hilfreichen Kommentare. Ich habe ja von Zeit zu Zeit ein paar Bilder gepostet.

    Sparen muss nicht Verzicht heißen. Ich bin ein Fan von Immobilien. Vor allem besondere Altbauten. Auch Möbeln kann ich viel abgewinnen. Ich verteufel auch keine Kochinsel. Ich habe selbst in einem Haus eine. Ich frage mich bei “Investitionen“ immer was es mir Wert ist. Oft kann ich auch aus Konsum Investitionen schaffen. Hier ist Kreativität gefragt. Ich schaffe für einen Raum immer die beste Lösung. Diese hängt von der Aufteilung, dem Preis und den Möglichkeiten bzw. Fähigkeiten ab. Im Bad habe ich italienische Fliesen verbaut. Diese passten nun mal am besten zu dem Bad wie wir es uns vorgestellt haben. Ich habe sie direkt ab Werk aus Italien bestellt… Sie waren somit nicht teurer als die billigsten halbwegs ansehnlichen in Baumärkten. Das Bad ist dabei in Summe kernsaniert unter 5k geblieben. Inklusive allen Badmöbeln. Meine Küchen haben nie mehr als 3.5k gekostet. Ich habe auch noch keine meiner erworbenen ersetzt.

    In unserem Esszimmer benötigten wir einen verhältnismäßig schmalen Tisch. Anstatt Sonderanfertigung wurden wir bei einem Antiquitätenhändler für insgesamt 500€ ( Tisch und Bank) fündig. Die Möbel habe ich aufgearbeitet und heute werden sie von unseren reichen Freunden bewundert. Das interessiert mich nicht, macht aber zugegebenermaßen etwas Stolz, da wir selbst daran gearbeitet haben. Das sind nicht die untersten möglichen Preise, aber wir haben auch ein entsprechend hohes Einkommen.

    Wir sind durch diese Maßnahmen sehr gerne zu Hause und können dadurch in anderen Bereichen extrem ohne Verzicht sparen.

    Ich kaufe auch gerne Möbel über Kleinanzeigen, die ich dann anpasse. So bekomme ich sehr individuelle Stücke. Es ist natürlich mit Aufwand verbunden, aber es macht mir Spaß.

    Unterschätzt nie Eure Möglichkeiten. In 2 Jahren kann man sich unglaublich in eine Richtung entwickeln. Wenn man dies möchte.

  21. Christian

    @RalfRurke: Vielen Dank! Ich verstehe dich sehr gut, war bis vor kurzem in der gleichen Situation. 770€ Miete warm und Freundin am Studieren, habe also alleine bezahlt, bei gleichem Netto wie du. Nachdem meine Freundin jetzt 50% Miete bezahlt, ging das direkt in die Sparquote. Wenn du weiter so motiviert bist und deine Freundin sich nach ihrem Studium an der Miete beteiligt, schaffst du sicher locker den Sprung auf 50%. 🙂

    Ich verdiene mittlerweile ein bisschen mehr, dank Weiterbildung und Kontinuität im Job, hat sich in Form einer Beförderung bezahlt gemacht. Denkbar ist auch ein „umsatzsteuerbefreites Kleinunternehmen“, da kannst du ggf. 200€/Monat vor Einkommensteuer dazu verdienen.

    Viel Erfolg und alles Gute!

  22. Albr

    Interessant die Frage zur Sparquote, streng genommen sieht es bei mit so aus, dass ich mein Nettogehalt (monatliches Einkommen zzgl. Tantimen im April für das Vorjahr) zu 100% spare… mehr als ordentlich kann ich von meinen Kapitaleinkünften leben, zusätzlich liegt die Sparquote bei den Kapitaleinkünften bei ca. 35%…

     

     

  23. Albr

    Interessant finde ich auch, dass hier einige mit ihren Arbeitskollegen über Geld reden (z.b. „was machst du mit den tantiemen“)… auf diese Idee käme ich nie, warum sollte ich, es geht niemanden etwas an was ich mit meinem Geld mache… die meisten meiner Kollegen hauen ihre Kohle für eine 2 wöchige sehr teure Schiffsreise oder für eine neue Küche etc. auf den Kopf…

    ich sage nie was zu diesem Thema  !!!

    Aber die Kollegen haben immer ein sehr großes Mitteilungsbedürfnis 😉

     

     

  24. Nico Meier

    Ich spreche mit Arbeitskollegen auch nicht über Geld, da ich finde solche Themen sind nur was für die engeren Freunde. Und auch bei den Freunden mussten wir immer mal wieder feststellen, dass es doch einige gibt die nicht nachvollziehen konnten wie man Geld sparen könne um die 20% Eigenmittel für den Kauf eines Hauses zusammenzubringen mit mitte 30.

    Da kommt dann immer die Nachfrage wie hoch der Zuschuss von Eltern oder sonstigen Verwandten gewesen sei. Viele schauen dann komisch wenn man ihnen das Smartphone zeigt das 4 Jahre alt ist oder auf den Gebrauchtwagen zeigt der schon über 200’000km auf dem Tacho hat.

    Ein eigener Garten mit Gemüse und Früchten ist schön.

  25. Ralf

    Wohnen und Mobilität. Das sind zwei ganz wesentliche Kostenfaktoren in D.

    Fachleute raten ja nicht mehr als ein Drittel seines Gehaltes für Wohnen auszugeben. Leider sieht die Realität in Großstädten anders aus. Das Angebot an günstigen Wohnungen ist viel kleiner ist als die Nachfrage. Jedenfalls wenn man z.B. wegen Familie mehr Platz braucht. Für Jobs ziehen immer noch viele Menschen in Stadt oder ihre Umgebung. Viele Firmen konzentrieren sich immer mehr auf hochpreisige Stadtlagen. Das verschlimmert diesen Effekt. Wohnt man weiter draußen braucht es eben oft doch 1-2 PKW.

    Es kann mitunter auch demotivierend sein, 40 Stunden oder mehr in der Woche zu arbeiten und dann Freunden zum geplanten Abend beim Italiener absagen zu müssen, weil man nicht mehr auswärts essen will und kann, weil sonst die Sparquote stark leidet.

    Die große Herausforderung für viele bleibt das Thema Einnahmen. Ich würde gerne beruflich nun mit 40+ nochmals komplett umsatteln. Aber mit Verantwortung für Familie und gesundheitlichen Einschränkungen muss man eben kleinere Brötchen backen. Hier fehlen in D laut Experten entsprechende Instrumente für voll berufstätige, die im Zeitalter der Digitalisierung sich komplett neu ausrichten wollen (ohne massive Lohneinbußen).

    Aber eines ist ganz klar: Sparen kann jeder! Da darf es keine ausreden geben…

  26. Markus

    Hi,

    wir sprechen in Kollegenkreisen schon übers Geld, zum Glück – viele Freiberufler im IT-Umfeld. Hauptsächliches Thema ist da aber: Wie sichert ihr euch für’s Alter ab?

    Vor 6 Jahren wurde ich aber glatt ausgelacht, weil ich mich über 5€ Monatsausschüttung gefreut habe – die Lacher waren ein überzeugter FeWo-Besitzer (Kreditfinanziert) und ein mit mehreren KapLVs ausgestatteter Kollege.

    Ob sie immer noch lachen weiß ich nicht – sie sind weitergezogen, aber ich habe letzten Monat zum dritten Mal in 2018 die netto 1.000€ Marke geknackt – es läuft.

    Viele sparen in Rürup, besser versenken ihr Geld da rein.

    Aber andere Kollegen sind ins Grübeln gekommen und haben seit einigen Jahren selber Sparpläne und haben auch welche für ihre Kinder angelegt.

    Und solche Gespräche finde ich gut.

    ~ Markus

  27. ghost

    habe ein paar mal damals versucht manchen zu erklaeren……dass Aktien etwas gutes sein koennen, wenn man mit Verstand an die Sache herangeht und nicht auf irgendwelche Tips hoert……

    hab auch erzaehlt es gibt etfs…..die sind eigentlich relativ sicher……..

     

    schon damals kam nur Kopfschuetteln und Grinsen…..“ne…..du wirst dein ganzes Geld verlieren….Aktien sind ein Teufelszeug………./ ich bin ein Handwerker und brauch ein Neuwagen……und da hab ich mir mit dem Kauf was gutes getan“ kam als Kommentare rueber.

     

    Nix gegen Handwerker 🙂 bin ja selbst sozusagen einer 😉 aber…..manche raffen es wirklich nicht……Neuwagen, teure Urlaube, teure Handys…..dann rumjammern das nix ueber ueber bleibt…….

     

    mittlerweile kommen die gleichen immernoch zu mir……grinsend an und fragen „und …..wie stehen die Aktien“ meist bei Korrekturen…..kommen sie an….

    auch leider Familienangehoerige…die damals auch meinten ich werde alles verlieren….

     

    Naja 😉 als ich dann sagte …..hm …hab mir ne Wohnung gekauft……brauch kein Auto weil ich nun zur Arbeit zu Fuss laufen kann und die Aktien stehen gut 🙂 …..sieht man in ihren Gesichtern wie das Laecheln entweicht …..;-);-);-):-P.

     

    Ich werde es nie verstehen …..dass manche …so blind sind und ihr Geld zum Fenster rausschmeissen und bis 67 dann arbeiten muessen….an muss nicht ein Minimalist sein…..aber …….das Denken in die Haende der anderen zu uebergeben….ist….als ob man jetzt schon in der Matrix leben wuerde….auf die Welt kommen…..an die Maschine angeschlossen sein….und irgendwann entsorgt werden…….:)

     

    mfg

  28. Gainde113

    @ ghost

    Die Mehrheit wird sogar länger als bis zum 67. Lebensjahr arbeiten müssen.

  29. June

    @Nico,

    ich musste gerade herzlich lachen. Auch wir waren mal in so einer Situation. Wir hatten uns gerade, wohlgemerkt mit Ü 40, unsere neue Wohnung gekauft da ich berufbedingt umziehen musste.

    Bei einem Fest meiner Eltern fragten mich Freunde meiner Eltern, wie wir jetzt wohnen. Ich erzählte von der neuen Wohnung, und wo wir jetzt wohnen. Dann meinte die Frau: „ Na, da hat der Papi aber viel zugebuttert!“ Als mein Lebensgefährte dies verneinte und ich noch zu ihr sagte, dass  können wir selbst, wir sind doch alt genug. Hat die Freundin meiner Eltern blöd geschaut.

    Später habe ich erfahren, dass ihre Tochter und der Schwiegersohn auch gerade groß bauten und beide Eltern das Eigenkapital zugebuttert haben.

    Es scheint also gängig zu sein, dass Eltern ihre Kinder vorab auszahlen, damit man eine Wohnung/Haus kaufen kann. Das ist jedenfalls besser als das Erbe zu verprassen.

    Take care!

    June

  30. Insider

    @ ghost

    Wäre es ggf für dich möglich bei den Texten auf halbwegs normale Interpunktion zu achten . deine inhaltlich ….oft guten Texte ….lesen sich leider schwierig …..wegen den ….unnötigen „….“ 🙂 danke

     

    Ich halte es auch so, dass ich Arbeitskollegen nicht zuviel über privates / Finanzen erzähle .

    IF habe ich unbewusst gelegentlich auf der Arbeit praktiziert. Jetzt mache ich es seit gestern bewusst und möchte es auch werktags dauerhaft durchführen . am Wochenende werde ich aber das gemeinsame Frühstück nicht ausfallen lassen. Bin mal gespannt wie es klappt .

  31. Ralf

    „Die Fakten sprechen leider dafür, dass Eltern den Kindern immer mehr unter die Arme greifen müssen:“

    Dafür gibt es wohl einige Gründe:

    Fast jeder zweite neu eingestellte Arbeitnehmer hat z.B. 2016 nur eine befristete Stelle bekommen, trotz angeblichem Fachkräftemangel

    Berufseinsteiger müssen leider mittlerweile in vielen Branchen zu deutlich schlechteren Bedingungen Arbeitsverträge unterzeichnen als deren Elterngeneration

    Der Trend geht weiter hin zu flexibleren Arbeitsverhältnissen: Mehr befristete Arbeitsverträge, Teilzeitarbeit oder auch die Selbstständigkeit. Brüche im Lebenslauf werden zunehmend normal. Dies bedeutet aber auch mögliche Gehaltseinbußen

    Nicht jeder kann/will im florierenden IT-Bereich arbeiten

    Die Ausbildungswege dauern oft länger. Früher reichte eine Lehre um gut Karriere zu machen und gut Geld zu verdienen, heute ist der Master vielfach Pflicht.

    Die Reallöhne in D haben etliche Jahre stagniert

  32. Kia

    Für den VTSAX-Fond brauche ich wohl einen US Broker. Schade klingt interessant.

    A propos Wohnung. Hat jemand schon einmal ohne Kapital in einer Zwangsversteigerung eine Wohnung gekauft? Man kann die ja schlecht kaufen und danach die Bank um eine Finanzierung bitten. Also vorher zur Bank. Aber wie funktioniert das dann wenn der Preis vorher nicht bekannt ist usw.

  33. Insider

    Die Bank kann dir, wenn alle Rahmenbedingungen bei dir persönlich passen eine Finanzierungszusage machen unabhängig vom genauen Kaufpreis . sie könnten z.b. sagen für diese Wohnung können wir dir 100.000 Euro finanzieren . bekommtst du sie günstiger umso besser .

  34. Daniel (Fächerstadt)

    Also ich würde wohnen in den Städten und Speckgürteln nicht verteufeln. Es ist oft in der Gesamtkostenrechnung günstiger als ein großes Haus auf dem Land. Da zahle ichlieber mehr Miete/Rate.

    Du hast ja in den Städten den Vorteil, dass alles vor Ort in der Nähe ist und maximal ein Auto benötigt wird. Auf dem land muss man/oder Frau wegen jedem Käse mit dem Auto kutschieren. Mit Kindern wird man dann zum Taxiunternehmen.

    Ein zweites Auto bedeutet doch schon min. 300-400 EUR monatliche Kosten in der Vollkostenrechnung (Anschaffung, Steuer, Versicherung, Wartung/Verschleiß, Treibstoff, evt. Parkplatzmiete in der Nähe beim AG), dass gleiche Geld kann ich in eine größere Wohnung stecken.

     

     

     

  35. Nico Meier

    Ich sehe das Problem bei vielen im langen Studieren. Da werden Auslandsemester eingeschoben um ein halbes Jahr im Azsland Party zu machen und so wird man erst nach 30 fertig mit dem Studium. Ich habe schon früh mein eigenes Geld verdient und immer geschaut, dass steuerlich auch alles gepasst hat Stichwort Säule 3a.

    Desweiteren habe ich immer mehr wert auf Sparen geleht als auf Autos und Handys und teurer Kram aus der Elektroabteilumg.

    Grundsätzlich spricht für mich nichts gegen einen Zustupf der Eltern beim Erwerb von Wohneigentum aber wir sind sehr stolz es in jungen Jahren (ich damals 34 und sie 26) selbst geschafft zu habrn ein freistehendes Einfamilienhaus mit grossem Garten zu erwerben. Im Nachhinein haben wir fesstgestellt, dass wir beim Preis scheinbar recht gut verhandelt haben.

  36. KievKiev

    @ Kia

    Du musst die Anzahlung dafür direkt leisten. Entweder Bar dabei haben oder vorab überweisen. Es muss ausreichen. Falls es nicht ausreichend ist bekommst Du nichts. Ohne EK ist das wohl nicht zu empfehlen. Ich habe aber selbst keine Zwangsauktion besichtigt. Hier lassen sich vielleicht Schnäppchen erzielen aber Du brauchst dafür ausreichend Kapital. Du kaufst fast blind. Die Häuser sind auch oft bewohnt. Da kann einiges auf Dich zukommen. Hier bieten Leute mit eigenen sehr günstigen Handwerkertrupps. Die wollen natürlich ein Schnäppchen machen. Sie geben Dir aber vielleicht ein Bild für den angemessenen Preis.

  37. Daniel (Fächerstadt)

    Hallo zusammen,

    würde mal gerne eure Immobilienkompetenz nutzen, ich hoffe es fühlen sich einige angesprochen 😉

    https://www.immobilienscout24.de/expose/107969364?referrer=RESULT_LIST_LISTING&navigationServiceUrl=%2FSuche%2Fcontroller%2FexposeNavigation%2Fnavigate.go%3FsearchUrl%3D%2FSuche%2FS-2%2FHaus-Kauf%2FBaden-Wuerttemberg%2FKarlsruhe%2F-%2F4%2C00-%26exposeId%3D107969364&navigationHasPrev=true&navigationHasNext=true&navigationBarType=RESULT_LIST&searchId=c51d4e7b-ce1a-3478-8321-83372c736d72&searchType=district#/

    Schaut euch das mal an, sind das die neuen Preise für Doppelhaushälften für größere Städte wie Karlsruhe. Oder ist sowas schon unverschämt teuer??

     

  38. Markus

    Hi,

    wir sprechen in Kollegenkreisen schon übers Geld, zum Glück, viele Freiberufler im IT-Umfeld. Hauptsächliches Thema ist: Wie sichert ihr euch für’s Alter ab?

    Vor 6 Jahren wurde ich glatt ausgelacht, weil ich mich über 5€ Monatsausschüttung gefreut habe – die Lacher waren ein überzeugter FeWo-Besitzer (kreditfinanziert) und ein mit mehreren! KapLVs ausgestatteter Kollege.

    Ob sie immer noch lachen weiß ich nicht – sie sind weitergezogen. Ich habe letzten Monat zum dritten Mal in 2018 die netto 1.000€ Marke geknackt – Schneeball läuft würde ich sagen.

    Viele sparen in Rürup, besser gesagt, versenken ihr Geld da rein. Hauptargument sind wie immer Steuer und das Geld ist pfändungssicher.

    Aber andere Kollegen sind ins Grübeln gekommen und haben seit einigen Jahren selber Sparpläne und haben auch welche für ihre Kinder angelegt.

    Und solche Gespräche finde ich gut, vor allem wenn sie daraufhin anfangen selber um ihre Spargroschen zu kümmern.

    ~ Markus

  39. Ralf

    „Also ich würde wohnen in den Städten und Speckgürteln nicht verteufeln. Es ist oft in der Gesamtkostenrechnung günstiger als ein großes Haus auf dem Land.“

    Es kommt stark auf den Wohnort an. Die Mietpreise sind vielerorts sehr stark gestiegen bzw. das Angebot in vernünftigen Lagen sehr dünn geworden.

    „Ich sehe das Problem bei vielen im langen Studieren. Da werden Auslandsemester eingeschoben um ein halbes Jahr im Azsland Party zu machen und so wird man erst nach 30 fertig mit dem Studium.“

    Das gibt es. Das hat früher aber Studieren auch eben teilweise mit ausgemacht. Studieren kommt ja vom Probieren, Forschen, Beobachten. Heute steht eher ein Eintrichtern von Wissen im Mittelpunkt und möglichst schnell in den Job einsteigen. Nicht immer gut.

    Bei mir hat z.B. auch der Wehrdienst zu einen spürbaren Verdienstausfall in jungen Jahren geführt. Kennen viele nicht mehr oder hatten Glück, nicht zur Bundeswehr zu müssen.

     

     

  40. Martin

    @ Gainde:

    Der Beitrag von Herrn Kommer in allen Ehren. Ich betrachte dieses Thema etwas differenzierter. Ich weiß, dass Herr Kommer immer gerne eine bereits bestehende Sicherheit versucht noch einmal abzusichern. Leider werden die Übervorsichtigen ihre Freiheit wohl niemals erlangen – Benjamin Franklin hat das bereits erkannt: „Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann, um eine geringfügige bloß jeweilige [= einstweilige] Sicherheit zu bewirken verdient weder Freiheit, noch Sicherheit. “

    Herr Kommer ist sehr nützlich, wenn es um das Thema ETF’s geht. Bezüglich Motivation und finanzieller Freiheit, nützen einem bodenständigen, motivierten Menschen mit einem durchschnittlichen Einkommen und 50% Sparrate keine negativen Untersuchungen, wo das Ergebnis schon vorher seiner subjektiven (negativen) Meinung zur finanziellen Freiheit entsprechen muss. Und wer keine 3 Millionen Euro erreichen kann, der soll sich am Besten auch nicht damit beschäftigen. Herr Kommer ist hier auch nur Verkäufer!

    Es gibt in den USA haufenweise Beispiele, dass Menschen mit 400k, 500k usw. finanziell frei sind. Und lt. Kommer sollte man 1,5m mit größter Vorsicht genießen?!

    Tim bitte höre nie auf zu schreiben und zu wiederholen, damit die Anzahl der „Reichsbedenkenträger“ in diesem Land endlich abnimmt.

    Ich mache mir nicht die Mühe solch aufwendige Studien zu erstellen, was im außergewöhnlichen Falle einer Lottogewinnwahrscheinlichkeit / 4 Prozent Regel eintreffen könnte. Meiner liebsten Umgebung bzw.die die es hören wollen, sage ich, kaufe einen Korb an soliden Mix an Qualitätsunternehmen oder den entsprechenden Index. Achte auf 3 Prozent Netto Dividendenrendite im Durchschnitt, für mehr Sicherheit auch gerne 2,5%, habe ein Finanzielle Freiheit Startguthaben eines Jahresbedarfs (z.B. 24k)zusätzlich und begebe dich mit 800k oder 1m in die Freiheit, wenn es dein Ziel ist!

  41. Ralf

    @Daniel (Fächerstadt): In Rüppurr liegt der Bodenrichtwert derzeit je nach Lage bei 500-700 €/m². Das wären bei der Grundstücksgröße max. rund 230.000 € für das Grundstück ohne Bebauung. D.h. der restliche Betrag von rund 355.000 € wären bei dieser oberflächlichen Betrachtung dem Gebäudewert mit Außenanlagen zuzuschreiben. Hinzu kommen noch Nebenkosten von rund 12 Prozent…..

    Teuer? Ich würde es nicht kaufen. Die Preise sind einfach nicht mehr normal für solche alte Schuppen, egal ob voll renoviert oder nicht. Noch dazu „nur“ eine Doppelhaushälfte. Im Alter sind diese auf den Bildern dargestellen halbgewendelten Treppen auch nicht hilfreich bzw. der Einbau eines Treppenlifts recht teuer (gegenüber einer geraden Treppe)

  42. Daniel (Fächerstadt)

    Super Ralf, Danke für dein Fachwissen. Als naiver Immoneuling, werde ich sowieso noch abwarten.

  43. Ralf

    Es wird in KA wohl leider nicht billiger werden. Ich rechne mit weiteren Steigerungen (Wirtschaftskraft, Hochschulen, guter Nahverkehr). Selbst ein Ansteigen der Zinsen wird nicht unbedingt zu einem deutlichen Einbruch in diesen Lagen führen. Allenfalls kleine Rücksetzer. Meine Meinung.

    Da tut sich so mancher im tiefen Osten oder in der Eifel leicht und erreicht schneller die FU. Die Immobilienpreise sind zunehmend ein großes Problem, egal ob Mieter oder Käufer.

  44. June

    @Kinder unter die arme Greifen,

    selbstverständlich macht man das als Eltern, wenn man es kann, und wenn ein junges Paar um die 30, direkt nach dem Studium, sich eine Wohnung kauft, ist es auch eine andere Situation.

    Ich war aber trotzdem sehr verblüfft. Tochter und Schwiegersohn hatten gute Jobs und waren damals schon Ende der Dreißig. Da sollte man das Eigenkapital haben, oder man kauft/baut zu groß.

    Unsere Situation war viel, viel schlechter, aber wir hatten sogar mehr als das nötige Eigenkapital.

    Klar sind teiweise heute die Bedingungen schlechter, aber ich glaube die mittlere Generation spart viel weniger als ihre Eltern es getan haben.

    @RalfRurke,

    in dem Moment wo man  mit einem durchschnittlichen Gehalt eine Unterhaltspflicht hat, sinkt die Sparquote. Du hast daher nur die Möglichkeit dein Einkommen zu erhöhen. Wenn sich deine Freundin nach dem Studium an euren Fixkosten beteiligt, wirst du sehen, wie schnell sich deine Sparquote erhöht.

    @Kiev,

    Küchen für max 3,5 k €, dass ist sehr, sehr sportlich und erfordert viel Geschick und Planung. Ich habe meine Küchen auch nie freiwillig aufgegeben, da die Küche mit der Couch immer der größte Kostentreiber einer Einrichtung ist. Wir sind einfach immer nur berufsbedingt umgezogen. Das erste Mal hat die Küche in die nächste Wohnung gepasst und wir brauchten nur einen zusätzlichen Schrank und eine neue Arbeitsplatte, das hat uns viel Geld gespart. In der 3. Wohnung war eine Küche. Ich habe meine guten Elektrokeräte behalten und die Möbel meiner alten Küche dann verschenkt. Kein Mensch wollte eine 13 Jahre alte Küche kaufen. Als wir dann die erste eigene Wohnung gekauft haben, musste ich wieder eine Küche kaufen, hatten aber einige Elektrogeräte. Was den Preis deutlich reduzierte. Beim letzten Umzug, war es dann ein Neubau und kein Teil meiner alten Küche hätte hier herein gepasst. Da ich die alte Wohnung aber vermiete, habe ich die alte Küche auch mit ihrem Restwert angesetzt. Ein kleiner Troste bei der Steuer. Bei allen anderen Küchen habe ich nur beraten und musste zum Glück nicht den Geldbeutel zücken. Nur die Küche für eine vermietet Wohnung habe ich später auch gekauft, die ist von Obi.

    Bei Bekannten habe ich aber im letzten Sommer nicht schlecht gesaunt, die neue Küche war nur von Ikea hat aber 10.000 Euro gekostet. Dabei hat der Sohn, er ist Schreiner, den Aufbau gemacht.

    Take care!

    June

  45. Ralf

    Würdet ihr bei einer neuen Küche auf hochwertige Markengeräte setzen oder eher die sehr günstigen Marken nehmen? Miele klingt reizvoll, produziert aber mittlerweile zum Teil auch im billigen Ausland. Siemens-Geräte tragen nur noch diesen Namen stammen aber von Bosch und Co.

    Meine Schwester hat einen teuren Induktionsherd und eine Spülmaschine von Siemens. Nach 4 Jahren beides kaputt.

  46. ghost

    🙂

    ich versuch mein bestes!

     

    Wisst ihr zufällig, wo Karl Napf geblieben ist???

    Falls er noch aktiv in Foren unterwegs ist?

     

    Seine Unternehmensanalysen waren, sehr oft  sehr gut.

     

    mfg

     

     

  47. Thorsten

    @Daniel

    Das ist u.U sogar ein fairer Preis. Die Preise werden nicht mehr fallen (es sei denn eine sehr schwere Wirtschaftskrise käme und der Bedarf in den Städten würde sinken, nicht zu erkennen).

    Die Leute, die meinen, dass die Preise zu hoch sind , sind vielleicht einfach zu jung und haben die Preisentwicklung in den letzten Jahrzehnten nicht verstanden. die Preise waren seit den 80-ern bis ca. 2005  LÄCHERLICH VIEL ZU NIEDRIG. Jetzt passen sie sich an, leider nicht die Gehälter.

    Oder sie meinen etwas anderes, vielleicht dass es ihnen zu teuer ist. Ja da sind wir wieder beim Gehalt, die Gehälter in Deutschland sind zu niedrig, die Steuern zu hoch ! Das hat aber mit den Immobilien  nichts zu tun. Die Immobilienpreise richten sich nicht nach Gehältern, sondern nach Angebot und Nachfrage.

    Oder sie hoffen durch wiederholtes Aussprechen, dass die Preise zu hoch sind mit einer Art Regentanz die Preise wieder runterzubeten.

    Es wird (leider) nicht passieren. ! Der Bedarf ist da, die Leute sind da und gehen auch nicht mehr weg. Und es kommen noch mehr, z.B aus den ganz ländlichen Gebieten, wo junge Leute weggehen müssen. Und natürlich aus dem europäischen Raum, es herrscht Freiheit bei Wohnort und Arbeitsplatz in der EU, Deutschland geht es gut, um uns herum bröckelt es.Und natürlich kommen noch Leute noch von viel weiter her, die Politik lädt sie immerfort ein (illegale („Asyl‘) und legale Einwanderung (‚Einwanderungsgesetz‘).

    All dies wird in den nächsten Jahren potenziert. Pendeln wird normal, der Mittelstand muss zurück in die Dörfer ziehen und 2Autos haben.

    In den 90’ern war Stuttgart  übrigens bei 5000 DEM pro qm, das wären so 2550 Euro heute. Geschenkt ! Die gleiche Diskussion damals. Immobilienblase, zu teuer, Spekulation, bla bla bla.

  48. Nico Meier

    Wie sehen die Quadratmeterpreise in Deutschland aus? Baulandpreise sind regional sehr unterschiedlich das wird in DE auch so sein.

    Bei uns „auf dem Land“ was eigentlich eher Unland von grossen Städten ust wenn man mit ÖV in 20min in Zürich und in 35min in Bern ist liegen die Preise bei 400 bis 800 Franken der Quadratmeter in Städten wie Aarau oder Baden sinds schnell über 1’000 Fr. Ich arbeite in der Region Basel da fängts in der Agglo an bei 1’300qm in Basel selber kenne ich die Preise nicht, da dort kaum freies Bauland verkauft wird.

    Ich bin der Meinung ein freistehendes Einfamilienhaus sollte mindestens 600qm haben. Ich kenne Siedlungen da wurden Dopprleinfamilirnhäuser auf 600qm gestellt das sind 300qm pro Haus da hat man kaum Garten und kaum Privatsphäre!

    Ich höre immer von älteren wir heute Jungen bin 36 hätten es besser als sie damals. Wenn ich sehe, dass die Grosseltern eines Kollegen in den 60er Jahren ein Einfamilirnhaus auf ein Grundstück mit 1000qm gestellt haben und dafür total 300’000 Frankrn bezahlt haben. Heute wäre dchon die 1000qm Bauland über 500’000 Fr. Wert! Gerade im Bereich Immobilien hatten unsere Eltern und Grosseltern bessere Karten!

  49. ghost

    ich würde immer die billigere Küche nehmen, die meisten Teile kommen sowieso aus dem Ausland.

     

    Eigentlich ist das fast wie mit dem Auto, man benutzt es vielleicht höchstens 2 Stunden am Tag und ansonsten steht es rum.

    Man muss  es mal so betrachten, als Beispiel ein selbstreinigender Backoffen. Sowas gab es früher nicht und die Menschen haben trotzdem super leckere Mahlzeiten zubereitet. Und höchstwahrscheinlich benutzt man diese selbstreinigende Funktion einmal im Monat.

    Ausser vielleicht eine Familie mit vielen Kindern.

     

    Genauso Autos, früher wurden die Kinder in Autos transportiert die es damals so gab. Und die Menschheit wurde nicht ausgelöscht. Heute muss es sehr oft bei zwei Kindern schon ein kleiner Panzerwagen sein…….

     

    Bin kein Minimalist…..aber trotzdem bevor ich etwas kaufe stelle ich mir zwei Fragen.

    Und versuche alles so einfach wie es geht zu sehen…

     

     

    1.Brauch ich das wirklich?

     

    2.Wie war es früher, kamen die Menschen ohne dieses Ding zurecht?????

     

    mfg

  50. June

    @Ralf,

    finde erstmal heraus, was ihr für Geräte möchtet. Was diese können müssen.

    Die Anforderungen sind da sehr unterschiedlich. Wie viele Sunden in der Woche steht jemand in der Küche und kocht? Je mehr Zeit man hier mit der tatsächlichen Arbeit verbringt, umso hochwertiger müssen die Geräte sein.

    Dann analysiere, ob ihr mehr den Herd oder den Backofen benutzt. Das Gerät, das mehr benutzt wird, muss höherwertig eingekauft werden. Backt ihr wöchentlich Kuchen und Brot und macht noch einen Sonntagsbraten, ist ein Backofen mit Pyrolyse zu empfehlen. Backofen putzen kostet nämlich sehr viel Zeit. Nutzt ihr den Backofen nur um ab und  an mal eine Tielfkühlpizza augzubacken muss vielleicht euer Herd mehr Komfort bieten. Ich habe ein Induktionsgerät und bin sehr begeistert, da es energie- und zeitsparend ist. Auch die Dunstabzugshaube hängt von den Gegebenheiten ab. Hier sollte man nicht am Reinigungskompfort sparen. Denn auch hier gilt, je einfacher man sie sauber machen kann umso mehr spart man Zeit und Geld.

    Überlege, ob ihr eine Mikrowelle braucht. Keine Mikrowelle spart Geld. Wofür wird die Mikrowelle benutzt? Nur zum aufwärmen, dann tut es auch ein einfacheres Gerät ohne Grill.

    Kühlschrank, wie oft geht ihr einkaufen? Je seltener ihr einkauft, umso besser muss das Gerät sein und umso ehr machen sich die teureren Nullgradzonen für Gemüse und Fleisch als Aufbewahrungsort bemerkbar.

    Braucht ihr ein Gefrierschrank in der Küche? Oder habt ihr die Möglichkeit ein Gerät in einer Abstellkammmer unterzubringen? Einbaugefrierschränke sind auch teuer. Man spart, wenn man es gar nicht benötigt. Gerne verkauft werden inzwischen, Warmhalteschubladen und Einbau- Kaffeemaschinen. Braucht ihr das? Wenn du dazu eine Antwort gefunden hast, weißt du in welcher Preisklasse du schauen musst.

    Dann suchst ihr euch die Geräte am besten schon vorab aus, und weicht bei der Beratung nicht davon ab, nur so bekommt ihr in den verschiedenen Küchenmärkten vergleichbare Preise. Änerungen kann man dann immer noch vornehmen, wenn sie sinnvoll sind.

    Jeder Hersteller hat Geräte im Einsteigerbereich, Mittelklasse und High End. Der Einsteigerbereich kann dann eben auch schneller defekt sein, hier stellt sich nicht die Frage welchen Hersteller deine Schwester gekauft hat, sondern welche Klasse sie gekauft hat.

    Man bekommt z.b. Siemens Waschmaschinen für 300 € und welche für 1200 €.  Da muss es einen Qualitätsunterschied geben.

    Miele war mir einfach zu teuer.

    Siemens, Bosch und Neff sind baugleich. Da kann man die Geräte nehmen, die gerade am günstigsten sind.

    Ich habe mich für Bosch entschieden. Spülmaschine, Backofen und Kühlschrank sind Hihg End Geräte. Die Mikrowelle ist Mittelklasse und kann nur aufwärmen.

    Mein Herd ist von Bora und hat eine integrierte Dunstabzugshaube. War die praktischste  Lösung wegen der Kücheninsel.

    Und alle Geräte funktionieren super und ohne Einschränkung seit 5 Jahre.

    Take care!

    June

  51. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Ghost,

    Karl Napf kommentiert ab und zu noch beim Kolja in der Gruppe.

    Aber nichts Substantielles mehr, glaube ich.

     

    @Kiev,

    Beileid zu OMI. Diesmal hatte ich ausgerechnet mal keinen short Put laufen. Glück gehabt.

    Finde die Reaktion übertrieben, aber da sieht man die Nutzlosigkeit, sich auf alte Bilanzzahlen zu stützen. Alles für die Katz. Der Chuck Carnivale hatte ein Fast Graphs Video vor paar Wochen gemacht, und nochmal auf den Wert hingewiesen.

    Weiß nicht, ob er jetzt erst den Videotitel ergänzt hat, oder ob damals auch schon zu lesen stand „…or a Value Trap?“

    Übrigens, bei Zwangsversteigerungen werden keine Sicherheitsleistungen in bar akzeptiert, seit 2007 schon nicht mehr.

    Ich war mal 2009 interessiert, und habe mal teilgenommen. Leider muss man eben die 10% vom Verkehrswert immer vorher an die Gerichtskasse überweisen, oder eine nur wenige Tage alte Bankbürgschaft mitbringen.

    Leider sehr umständlich.

    Schönes Wochenende!

    P.S. Du hast eine schöne Küche! Meine wird spartanischer in meiner neuen Miniwohnung. Will ja aber mich auch „downsizen“.

    Auch von Ikea und kostet nur 2.400 Euro plus Kühlschrank und Kaffeeautomat von Jura.

    MS

  52. Ralf

    „…. Ja da sind wir wieder beim Gehalt, die Gehälter in Deutschland sind zu niedrig, die Steuern zu hoch ! Das hat aber mit den Immobilien nichts zu tun. Die Immobilienpreise richten sich nicht nach Gehältern, sondern nach Angebot und Nachfrage….“

    So ist es. Immobilien werden in gesuchten Lagen selten billiger. Der zusätzliche Druck durch Migration und Konzentration von Firmenstandorten in den Städten vereinfacht das Thema ebenfalls nicht gerade.

    D ist im Vergleich recht dicht besiedelt in den wirtschaftstarken Regionen. Dies wird zu weiteren Preissteigerungen führen. Neues Bauland steht immer weniger zur Verfügung. Auch die Baukosten steigen stark.

    Die Gehälter sind teilweise einfach beschissen. Wenn ich in meiner Branche im Bereich öffentlichen Dienst schaue, könnte es einem teilweise Angst und Bange werden. Vor allem bei den Angestellten. Noch dazu viele Stellen befristet. Dafür halbwegs pünktlich Feierabend und relativ sichere Jobs. Muss man abwägen.

    Wohnen und Mobilität bleiben zwei wesentliche Kostenfaktoren auf dem Weg zu FU.

  53. June

    @ghost,

    ich kann diese früher hatten das die Leute auch nicht, wirklich nicht mehr hören. Meine Großmutter hat für ihre Großfamilie super gekocht. Vor dem Krieg hatte sie ein Hausmädchen, dass dann die Küche putzen durfte. Nach dem Krieg hat sie es selbst gemacht. Allerdings waren ihre Aufgaben auf die Kindererziehung, den Haushalt und die Familienfinanzen beschränkt. Das meine Oma später auch gearbeitet hat, ging nur, weil auch noch eine Tante dann im Haushalt gelebt hat und die Putzarbeiten übernommen hatte.

    Heute hat eine Frau den Haushalt, die Kinder, die Finanzen, soll sich sozial engagieren, geht meist Vollzeit arbeiten und soll außerdem noch eine tolle entspannte Ehefrau sein. Da darf man auch die 300 € für den Top- Backofen mit Pyrolyse ausgeben.

    Da man sich die Putzfrau, selbst wenn man sie bekommen würde, in den seltesten Fällen leisten mag.

    Take care!

    June

     

  54. Alexander

    Toller Artikel Tim, wie immer sehr lesenswert und motivierend!

    Die Sparquote variert bei mir aktuell sehr stark. In den meisten Monaten sind es nun 70 %, manchmal etwas mehr oder weniger. Aktuell spare ich allerdings für ein Sabatical von 8 Monaten und eine Zertifizierung im Coaching Bereich. Das heißt leider, dass der Sparplan für das Depot stark leidet. Sobald ich die ca. 15K Euro zusammen habe, geht es dann weiter (Ca. im März).

    Das Gute daran: Wenn ich aus dem Sabatical wiederkomme habe ich noch 4 Monate Puffer um mir eine neue Arbeit zu suchen oder die Selbstständigkeit zu pushen.

    Ich muss zwar dafür knapp 9 Monate in meinem Leben länger arbeiten, glaube aber das es persönlich und karriereseitig einen großen Vorteil bringen wird.

    Normalerweise plane ich für Miete 300, Nahrungsmittel 200 und Fixkosten 100 pro Monat ein. Das ist sehr knapp bemessen, funktioniert aber ganz gut. Ab und an wenn ich mal ausgehe kommen vom Sparkonto dann doch mal 50-100 Euro rüber aber das ist selten…

  55. -M

    Wegen Zwangsversteigerung:

    Das übliche ist ein bankbestätigter Scheck. Hier bucht die Bank den Betrag vom Konto um und stellt den Scheck aus.(üblicherweise 10% vom verkehrswert) Mit dem geht man dann zur Versteigerung.

    Kommt man nicht zum Zug, gibt man den Scheck der Bank zurück und erhält das Geld wieder Umgebucht auf sein Konto.

    Kostenpunkt für den Scheck ca. 20eur bei uns in der Bank.

    -M

  56. ghost

    @June

     

    nu denn, dann hast dir den falschen Mann ausgesucht…..

     

    weil ich meiner Freundin beim Kochen Putzen usw helfe…..und da ich ziemlich viel Sport mache…..koche ich meistens selbst……;)

    Und nein bin keine Ausnahme oder so…..;) man hat immer eine Wahl im Leben…… und ich entschied mich schon lange…..dass nach dem Feierabend Tv und Bier nicht mein Lebensziel sind, obwohl Bier gut schmeckt 🙂

    mfg

     

     

  57. June

    @Daniel,

    ich finde das Immobilienangebot so aus den stehgreif als Normal. Beim lesen der Anzeige ist mir nur aufefallen, dass keine Aussage zur Heizug gemacht wurde. Sollte das Haus wirklich Kernsaniert sein, Elektro, Heizung, Wasser alles neu, wäre es zu überlegen, da der Ort gut an das Nahverkehrsnetz angbunden scheint.

    Wenn du kaufen möchtest, fahr mal hin, man lernt mit jeder Besichtigung was dazu und muss sowieso viele Frösche küssen bevor man das Traumhaus kauft.

    Take care!

    June

  58. June

    @ghost,

    ich habe nicht von mir geredet. Während ich dir das geschrieben habe, hat mein Mann nämlich die Spülmaschine eingeräumt.

    Ich sehe das an meinem Umfeld.

    Auch heute bleibt die Hausarbeit in der Regel an der Frau hängen. Und dann wollen die Männer bei den kleinen Helfern auch noch sparen, während sie mir dann im Büro erzählen, was sie gerade wieder für ein tolles Hifi Produkt gekauft haben.

    Was hat TV und Bier mit Ralf‘s Küchengeräten zu tun?

    @ MS,

    schöne kleine Küche. Wer nur wenig Platz hat und nur eine Person zu versorgen hat, kommt damit bestimmt gut hin. Baust du selbst auf?

    Take care!

    June

  59. Kia

    @ Kiev

    die 10% Sicherheitsleistung sind vorher zu überweisen. Das können wir noch so von Tagesgeldkonten zusammenklauben. Aber für den Rest brauchen wir einen Kredit und ich habe bedenken, dass die Bank dann nach Versteigerung das Angebot ändern oder zurückziehen könnte, oder den Zins steigen lässt etc. . Dann hätten wir ein schwerwiegendes Problem.

  60. ghost

    @June

     

    Tv und Bier hat nix mit der Küche zu tun, richtig sehen wir beide genauso.

    Und mein Vergleich mit früher hat auch nix damit zu tun früher war alles besser…..

     

    Und wenn eine Frau ihre Meinung in einer Beziehung ned sagen kann, dann ist sie selbst schuld.

    Und ich bin in einer Beziehung für Gleichberechtigung, nur habe eben die Meinung, wenn der Mann oder die Frau sich alles gefallen lässt…….PECH!!!!:)

     

    Das Auto hat ja auch nix mit der Küche zu tun, es war nur ein Vergleich…..

    Bier und Tv hatte nur mit der Aussage zu tun, dass man immer eine Wahl im Leben hat. 😉

     

  61. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @June,

    ich denke schon, dass ich die kleine Küche selber aufbaue, bzw. mit der Tochter und/oder Schwiegersohn meiner Partnerin. Die haben Erfahrung damit. Meine Partnerin/Frau war auch mal in einem Küchenstudio beschäftigt.

    Hat ja keine Eile, da ich die meiste Zeit bei ihr bin. Werde nur die Arbeitsplatte für paar Euro liefern lassen.

    In so einer knitzelig kleinen Küche etwas unterzubringen ist schon ein Puzzle.

    Aber das wird gut gehen und reicht mir allemal.

    Grüßle

    MS

  62. Gainde113

    Hier noch etwas Lesefutter fürs Wochenende:

    Principles For Navigating BIG DEBT CRISES BY RAY DALIO

    https://www.principles.com/

     

    Jetzt die grosse Frage, in welchem Stadium vom Debt Cycle wir uns momentan befinden.

    Würde jetzt sagen, am Ende des „Top“-Zyklus.

     

    Die „Bubble“-Phase haben wir schon hinter uns (Dezember 2017, Januar 2018):

    1) Prices are high relative to traditional measures
    2) Prices are discounting future rapid price appreciation from these high levels
    3) There is broad bullish sentiment
    4) Purchases are being financed by high leverage
    5) Buyers have made exceptionally extended forward purchases (e.g., built inventory, contracted for supplies,
    etc.) to speculate or to protect themselves against future price gains
    6) New buyers (i.e., those who weren’t previously in the market) have entered the market
    7) Stimulative monetary policy threatens to inflate the bubble even more (and tight policy to cause its popping)

  63. Klaas

    Tolle Geschichte,

    dass sind genau die Beispiele für die es sich lohnt die Deutschen davon zu überzeugen zumindest etwas am Kapitalmarkt zu antizipieren. Es geht nichts über ein solides ETF Depot mit einem Anlagezeitraum von 15 Jahre +.

    Best Grüße

    Bohlen Investment

  64. Daniel (Fächerstadt)

    @ Thorsten, June: Danke auch für eure Tipps. Das Haus ist bei mir um die Ecke, von daher anschauen kostet nichts.

  65. Ex-Studentin

    Ich rede mit meinen Kollegen auch ab und zu über Geld. Im kleinen Kreis erwähne ich dann auch, dass ich rund 1.000€ jeden Monat spare. Viele meiner Kollegen haben Haus und Kinder, da bleibt nicht viel übrig. Die Kinderlosen bleiben im Schwabenland lange bei Eltern/Großeltern wohnen. Bei 1.500€ netto kann ich das verstehen. So spart man sich 800€ für eine Wohnung.

    Obwohl ich in die Stadt geflüchtet bin, spiele ich langsam mit den Gedanken wieder zurück aufs Land zu gehen. Falls mein Freund und ich Kinder bekommen, haben wir es in meiner Heimat leichter.

    @June

    Ich höre auch oft, dass Eltern ihre Kinder finanziell unterstützen. Ein Kollege hat für rund 350k ein Haus gekauft. Dank 50k der Schwiegereltern hat er es finanziert bekommen. Ich frag mich, welche Bank einem jungen Mann so viel Kredit gibt. Er hat tatsächlich ein Schnäppchen gemacht und ich freue mich für ihn, aber da er nun Vater geworden ist, wird er nicht im Geld schwimmen.

    @Florian H

    Ich habe 500MB, 100 Freiminuten und 100 SMS für 5€. Welche Leistung bekommst du für 4€?

    @RalfRutke

    Auf die Sparquote würde ich nicht viel geben. Es kommt eher auf die monatlichen Ausgaben drauf an (bei vergleichbarem Familienstand). Ich hatte die letzten Jahre rund 1.200 Ausgaben jeden Monat und dadurch eine Sparquote über 50%. Dieses Jahr habe ich viel Urlaub gemacht und werde bei 1450+- landen. Sparquote wesentlich geringer, da ich zusätzlich weniger verdient habe. Wir zahlen 900€ für Wohnung/GEZ/Strom/Internet, ich zahle davon 540€.

  66. Slazenger

    Also ich habe einen Kumpel, der hat eine Elektrogeschäft, bei ihm haben wir vor 12 Jahren eine AEG Waschmaschine, und einen Siemens Trockner gekauft, beide Geräte laufen seit dem störungsfrei. Der repariert die Geräte auch noch selbst, und kennt daher die Schwachstellen der Geräte, und verkauft nur die Marken von denen er überzeugt ist, dass sie gut für den Kunden sind!

    Nice Weekend

     

  67. steve

    @ ralf Kompliment du lässt immer durchblicken du denkst an deine Familie und bist da kein Egoist.

    Bei anderen Dingen übertreibst du ein Treffen beim Italiener mit Kollegen wegen sparen absagen?? Niemals kostet doch keine 50€ und wenn es hundert kostet das verdienst du an einen Tag. D.h. wenn du einen Tag länger arbeitest ist das drin.

    Über due Jahre einen Monat dranhängen ehe du kündigst und sagst das wars, das sind die Kollegen doch Wert oder.

    wenn du trotz allem ein Problem damit hast Angebot von meiner Seite sag Bescheid ich komm dazu und lad dich ein.

    Macht mir nichts aus ich habe bei der Firma jetzt schon oft für Wochenendarbeit Geld gewählt weil’s die Firma so will. Da habe ich mir gesagt den Tag frei habe ich durch frühere FF.

  68. Ralf

    „Viele meiner Kollegen haben Haus und Kinder, da bleibt nicht viel übrig.“

    Das entspricht auch meiner Erfahrung. Es kann schon enger werden, wenn ein Partner z.B. nicht arbeitet oder das Auto wieder mal kaputt ist. Wer aber sparsam lebt, kann auch mit Familie einen ETF-Sparplan laufen lassen und wenn es nur 50-100 € monatlich sind. Außer natürlich bei Arbeitslosigkeit etc.

    Immer dran bleiben!

    „Obwohl ich in die Stadt geflüchtet bin, spiele ich langsam mit den Gedanken wieder zurück aufs Land zu gehen. Falls mein Freund und ich Kinder bekommen, haben wir es in meiner Heimat leichter.“

    Das ist sehr gut nachvollziehbar. In einer großen Stadt wollte ich meine Kids ohnehin nicht aufwachsen sehen und das aus verschiedenen Gründen. Viel Erfolg falls ihr vor habt, euch auf das Abenteuer Familie einzulassen. Trotz mancher Herausforderungen: Es lohnt sich ;o)…

    @steve: Das mit dem Italiener war als Beispiel gedacht. Ich hatte aber schon Phasen wo es finanziell recht eng war trotz sparen. Ist mir nicht ganz fremd. Derzeit stocke ich z.B. mein Eigenkapital für das 2019 geplante Hausprojekt auf. Da bleiben nur ein paar ETF-Sparpläne übrig die stur weiterlaufen.

  69. Daniel

    Wie ist das beim Rest? Welche Sparquoten könnt ihr mit so einem Gehalt erzielen?

    Schwer zu sagen, ich verdiene etwas mehr und bin jetzt bei einer Sparquote von etwa 70%. Im Grunde genommen lebe ich derzeit nur von der Kohle die ich durch Rufbereitschaften oder Überstunden mache. Gefällt mir gut. Das „normale“ Netto-Gehalt wird bis auf wenige Monate voll investiert.

    Wichtig ist beim ETF-Sparen, dass deine Kosten so gering wie möglich sind. Hohe Kosten sind meist ein Indikator für eine schwächere Performance unterm Strich. 

    Das kann man so nicht sagen, wichtiger ist eigentlich eine gute TD und dass der ETF die Eigenschaften besitzt die einem am meisten zusagen. Mir wären eine hohe Liquidät, physische volle oder hohe Replikation, gute TD und bekannter Anbieter wichtiger als die letzten 0,x Prozent TER. Beispielsweise schlägt sich das Dickschif iShares MSCI WORLD mit 0,5% TER im Vergleich zum Rest immer noch sehr gut und das obwohl er zum Teil doppelt oder dreimal so hohe TER hat wie die Konkurrenz.

    Ich verstehe nicht, warum sich jemand einen Neuwagen kauft, obwohl der Wertverlust nach 1 bis 2 Jahren extrem ist. Ein Auto verliert im ersten Jahr ein Viertel des Listenpreises. Tausende Euros gehen einfach so weg.

    Weil man das nicht mehr so einfach sagen kann. Bei Audi, Mercedes, BMW, Porsche mag das alle stimmen. Aber schaut man bei Kleinwagen von Skoda oder Seat wird man feststellen, dass die Jahreswagen kaum günsiger sind als Neuwagen mit Rabattangeboten. Letztere jetzt oftmals mit dieser „Diesel Garantie“, der Ausstattung die man sich wünscht und gewisse Garantien vom Hersteller. Ich kann auch nachvollziehen dass jemand der 30.000km im Jahr fährt dies nicht unbedingt mit einer 15 Jahre alten Schüssel machen will und vielleicht einen kleinen Kompaktwagen für 12-13.000€ neu holt bei dem er Garantien hat wenn mal was ist. Bei den großen Mittelklasse/Oberklasse Fahrzeugen ist das natürlich eine ganz andere Hausnummer.

    Es ist klar, dass sich gerade die Konsumgeilen über meine Artikel aufregen. Aber: Was ist denn an Genügsamkeit, Sparsamkeit und Zufriedenheit so verkehrt? Was soll an dem extremen Luxus so toll sein? Sie werden zu Sklaven ihres Jobs und der Werbebranche.

    Weil es am Anfang kaum auffällt. Man ist zwischen 25-35, steht voll im Saft, ist arbeitsbegeistert, schafft Kohle ran und kann sich tolle Dinge davon leisten.  Die Rente ist weit weg und eine Korrelation zwischen Konsum und Verpflichtung sehen viele eben nicht.

    Warum haben so viele Menschen teure Handyverträge statt 10-Euro-Prepaid-Lösungen, wo heutzutage ja auch schon alles drin sein kann. 

    Weil es Leute gibt denen das Gerät an die Hand angewachsen ist und sie alles, und wirklich alles damit machen, inkl. stundenlang irgendwelche Youtube Filme unterwegs zu gucken. Bezahlbare Prepaid Tarife für hohe Volumina kenne ich nicht. Eher für Otto-Normalos.

    Ich habe seit Jahren Netzclub. das kostet gar nichts. Ich habe 200Mb Datenvolumen inkl. und danach drosselt er auf GPRS. Das ist aber auch egal, da es für Bahnapps und Email sowie Whatsapp ausreicht und ich ohnehin nur von von WLAN zu WLAN hoppe. Wird auch mein letztes Smartphone auf lange sicht sein. Wir haben jetzt Firmen-iPhones die privat mitgenuttz werden dürfen und 2 Smartphones parallel zu halten erscheint mir widersinning. Also werde ich zukünftig nur noch das Diensthandy haben.

  70. Robert

    @Martin / @Gainde

    Die Kommer-Studie wäre mir auch zu umständlich und die Schlussfolgerung scheint eher übervorsichtig zu sein.
    Ein Excel-Sheet als Entnahmeplan reicht in vielen Fällen. Wer verschiedene Annahmen mit unterschiedlichen Portfoliostrukturen durchspielen will, der kann es ja mit dem Retirement nest egg calculator ausprobieren:

    https://retirementplans.vanguard.com/VGApp/pe/pubeducation/calculators/RetirementNestEggCalc.jsf

    Viele haben ja auch noch zusätzlich einen Anspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Man muss kein Multimillionendepot haben für die finanzielle Freitheit. Wenn natürlich doch noch die Vermögenssteuer kommt, wenn erst mal links-grün die Mehrheit hat, wer weiß…

  71. Nico Meier

    Ich höre immer wieder die Löhne seien so tief in Deutschland. Wenn ich in gewissen Blogs lese wie tief die Wohnkosten gerade in Ostdeutschland zu sein scheinen dann weiss ich nicht mehr woran ich bin.

    Bei uns in der Schweiz ist es für eine Mittelstandsfamilie auch utopisch eine grosse Familienwohnung in einer Stadt wie Zürich, Basel oder Bern zu finden die bezahlbar ist!

  72. Daniel

    Ich höre immer wieder die Löhne seien so tief in Deutschland. Wenn ich in gewissen Blogs lese wie tief die Wohnkosten gerade in Ostdeutschland zu sein scheinen dann weiss ich nicht mehr woran ich bin.

    Naja, ohne jetzt für ganz Ostdeutschland zu sprechen, aber insbesondere dort gibt es mehr als eine Region die meilenweit von attraktiven Arbeitsplätzen entfernt ist. Was nützt dir die günstigste Wohnung in der Pampa wenn es ringsum keinen Job für dich gibt. Und andersherum…was nützt dir das Haus im Grünen als Rentner, wenn es keine Supermärkte, Ärzteversorgung o.Ä. mehr dort gibt?

    Bei uns in der Schweiz ist es für eine Mittelstandsfamilie auch utopisch eine grosse Familienwohnung in einer Stadt wie Zürich, Basel oder Bern zu finden die bezahlbar ist!

    Und Du denkst das ist in Deutschland in Hamburg, Berlin-Zentrum, München, Münster oder Düsseldorf anders?

  73. Berlinerin

    @Nico Meier: naja was heißt günstig? Wir sind eine vierköpfige Familie und würden in Ost- Berlin heute keine vierraum-Wohnung mehr unter 1200-1500 Euro finden. Durchschnittsgehalt beider Eltern ( in unserem Fall) ca. 1800 netto p.P. inkl. Kinder und Pflegegeld. Allein das Pflegegeld macht bei uns schon 720,- Euro aus. Wie soll sich eine normale Familie das leisten? Auf eine Sparrate von 1500,- pro Monat kann ich nur kommen, weil wir bewusst im Altmietvertrag einer viel zu kleinen Wohnung leben. 600,- Euro für drei Zimmer insg. 70 qm. Das ist bewusste Einschränkung, sparen am Wohnraum. Das ist nicht jedermanns Sache aber theoretisch bestimmt auch in der Schweiz möglich. Dafür haben wir uns große Reisen mit den Kindern geleistet. Als sie klein waren haben wir regelmäßig ( ich war noch selbständig) in Südostasien oder Indien überwintert), letztes Jahr war ich mit meinem Großen in Japan. Mein Großer hat auf Bali schwimmen gelernt und zehrt noch heute von diesen Monaten der Gemeinsamkeit.

    Ich finde auch eine kleine Wohnung lässt sich leichter sauber und ordentlich halten. Die Idee jeder hat sein eigenes Zimmer ist charmant aber auch teuer. Ich bin in Ost-Berlin der 70er/80er zu viert in einer zwei-Zimmer Wohnung ohne Bad, Ofenheizung und nur kalt Wasser, zweiter Hinterhof aufgewachsen. Alles eine Frage der Relation. Heute freu ich mich trotz kleiner Wohnung immer noch über Heizung und warm Wasser. Und natürlich über mein dickes Aktiendepot…liebe Grüße!

  74. Ex-Studentin

    @Florian H

    Bin bei Deutschlandsim. Gehört zur Drillisch AG, die haben oft gute Angebote. Habe aber auch überlegt zu Aldi-Talk zu wechseln (8€ für 1,5GB LTE).

    @Ralf

    Das Stadtleben selbst finde ich nicht schlimm. Dann könnte ich mit Rad & Anhänger die Kids in den Kindergarten bringen und danach weiter zur Arbeit. Spielen im Park statt eigener Garten. Auf dem Land braucht man hingegen ein Auto bzw. 2, wenn beide berufstätig sind. Ich vermisse an meiner Heimat vor allem meine Brüder. Bin vor Kurzem Tante geworden und würde meine zuckersüße Nichte gerne häufiger sehen. Als Kind fand ich es zudem blöd, dass meine ganze Verwandtschaft weit weg wohnte. Meinen Kindern droht das gleiche. Für meine Eltern war es anstrengend, dass sie keine Unterstützung bei 3 Kindern hatten.

    @Nico Meier

    Ich weiß nicht, wie es in der Schweiz im Umland von Großstädten ist. Viele in D jammern, weil selbst die ländlichen Gegenden immer teurer werden. D.h. in meiner Region (Stuttgart) sind Personen verzweifelt auf der Suche nach bezahlbaren Mietwohnungen oder auch Eugentum. Ein Kollege musste z.B. eine PowerPoint für den Vermieter erstellen, in der er darlegt, wieso er uns seine Freundin die perfekten Mieter sind (immerhin hat er die Wohnung bekommen). Ein Nachbar auf Wohnungssuche wurde bei einer 4-Zimmer-Wohnung abgelehnt, weil sie ein Kind hatten (Kinder sind bei Mietwohnungen oft ausdrücklich nicht erwünscht). Derzeit ist man schnell ein Monatsgehalt für Wohnung + Auto los, wenn man Familie hat. Häuser zum Kaufen kann man derzeit komplett vergessen, 20 Netto-Jahresgehälter gehen dafür schnell drauf. Bei meinen Eltern auf dem Land (100km zur nächsten Großstadt) geht es wiederum. Dort gibt es viele leer stehende alte Häuser für wenig Geld, aber nur wenig Arbeitgeber für Ingenieure.

    Was ich in D empfehlen kann: Erben. Zumindest höre ich da nur Positives.

    Liebe Grüße

    Jenny

  75. Mr.Vogel

    Hallo zusammen,

    bin auch einer dieser stillen und ominösen Mitleser. =)

    Wollte mich kurz zum Thema handyvertrag äußern und vllt einen Tip geben.

    Ich bin bei PremiumSim, gehört auch zum Drillisch Netz und wahrlich sehr zufrieden.

    Habe eine 3gb Allnet Flat für 8 Euro. Finde ich sehr fair und funktioniert für mich von der Netzabdeckung auch prima.

    Vertrag ist monatlich kündbar.

    Da ich gerade im Urlaub bin, dachte ich mir ich schreib auch einmal. =)

    Finde es wirklich prima das hier auch kontrovers diskutiert wird und nicht alles verteufelt wird.

    Viele Grüße

    von Mr.Vogel

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