Warum sich immer mehr Menschen verschulden. Irgendwann fällt das Kreditkartenhaus zusammen

Ich habe einen super Artikel gelesen. Der Autor rät zum Sparen. Allein die Überschrift bringt es super auf den Punkt: “Der Weg zum Reichtum ist so einfach: Fahre ein beschissenes Auto. Der Kauf eines neuen Autos ist, als würdest du 40.000 Dollar verbrennen.”

Finanzielle Grundsätze lassen sich nicht außer Kraft setzen. Möchtest du Vermögen bilden, ist es Voraussetzung, dass du sparst. Wer Schulden macht, muss sie zurück zahlen.


Konsum auf Pump geht auf Dauer selten gut. Ich bin in meinem Leben bisher sehr gut damit gefahren, nie mehr Geld auszugeben, als ich habe. Ich habe mich in meinem Leben im Prinzip zwei Mal verschuldet, nämlich für den Kauf zweier Immobilien. Ich habe nie dieses „ich muss das unbedingt haben“-Konsumspiel mitgemacht. Amazon spielt ja gerade mit diesen Tricks: Heute kaufen, und erst Mitte Januar bezahlen.

Dinge wie ein Auto und andere vermeintlichen Statussymbole waren mir nie wichtig. Lediglich hatte ich eine kurze Phase, in der Plunder mir wichtig war. Ich bin froh, dass ich gelassener geworden bin.

Die Privatverschuldung erreicht Rekorde. Alles haben wollen und konsumieren auf Teufel komm raus – das ist Usus. Nachhaltig geht anders. Die Bedienung einer Hypothek wird von der Bank am frei verfügbaren Einkommen berechnet. Gerne rechnen das die Banken gerade so an der Kante. Beim Autokauf ist die Finanzierung Normalität geworden. Der Fernseher oder die Waschmaschine werden selbstverständlich finanziert. Bei Media Markt oder Saturn ist das Alltagsgeschäft.

Die Privatverschuldung geht jedenfalls durch die Decke. Dann wundern sich die Leute, dass sie bis ins hohe Alter (70 Jahre) arbeiten müssen. Warum wundern sie sich nur?

Nichts dazu gelernt. Kann man da nur sagen. Langfristig sind Kredite, die nicht bedient werden können, aber genau das gleiche wie das, was man im kriminellen Milieu ein Schneeballsystem nennt. Das Geld vermehrt sich nicht, nur weil man darauf hofft, dass es sich vermehrt. Das muss vorher erwirtschaftet werden.

Die Leute treffen keine rationalen Entscheidungen. Es erinnert an den Untergang der Titanic. Hybris, Arroganz und Ignoranz der Wirklichkeit. Titanic unsinkbar, das schnellste Schiff, ein einziges Fest bis zum Untergang.

Mit Rabattaktionen, billigen Krediten, Leasing-Aktionen und Zusatzausrüstung werben Autohändler. Das böse Erwachen wird kommen.

Konsumentenkredite finanzieren den Konsum. In leere Taschen kann man nicht greifen. Die Leute sind so blöd. Sie denken, sie können sich alle Wünsche erfüllen. Das ist doch total albern.

Wenn ich sehe, welchen Stellenwert ein teures Auto bei den Leuten hat, ist das eine Blase. Neue Autos sind der Wahnsinn. Jeder, der das Geld nicht im Überfluss hat, sollte sich ein Gebrauchtes kaufen. Ein fahrbares Auto gibt es so ab 3.000 Euro. Gebrauchte Rostschüsseln sind nichts zum Angeben, aber sie fahren. Manchmal fahren sie besser als ein neues Modell.

Muss man einen Neuwagen kaufen, wenn ein gut Gebrauchter nur ein Bruchteil kostet? Nein. Also ist es Selbstverschulden und nicht bemitleidenswert, wenn das Geld nicht reicht. Es ist die Gier nach Neuer, Größer und Protziger, die einen vernichtet.

Es ist vollkommen offensichtlich, dass das, was für uns alle besser wäre: Weniger und kleinere Autos. Aber werbegetriebene Egos fällen schlechte Entscheidungen. Na, viel Spaß beim Camping, wenn das Kreditkartenhaus zusammenfällt!

Klar spielen Tricks eine Rolle. Rechentricks. Zahlentricks. Wir sind unendlich konsumorientiert. Mit monatlichen Raten, die nicht so hoch aussehen, ist die Versuchung einfach viel höher, sich was zu kaufen, was man sich eigentlich nicht leisten kann. Dem Immobilienmakler und Banker spielen die geringen Zinsen in die Karten. Es gibt langlaufende Hypotheken unter 1% Zins.

Autoverkäufer haben es übrigens lieber, wenn man das Fahrzeug least statt bar bezahlt. Sie verdienen ja zusätzlich.

Es ist doch klar: So lange ein Neuwagen ein Statussymbol ist, wollen alle einen. Die sicherste Art der Geldvernichtung und die dümmste dazu. Lotto-Lothar machte mit seinen Autokäufen und Orgien Schlagzeilen, bis das Geld weg war.

Kleiner, bescheidener, sparsamer müsste die Devise heißen, das macht aber in der Garageneinfahrt leider nicht soviel her. Lieber zahlen, bis man schwarz wird, so denken die meisten. Das ist beim Immobilienkauf ähnlich. Lieber größer, schöner, neuer. Man lebt ja schließlich nur ein Mal.

Tja. Die Kunst ist, mehr sein als scheinen, dann ist man immer auf der sicheren Seite. Dazu gehört allerdings ein gewisses Selbstbewusstsein, das man nicht durch ein neues dickes Fahrzeug oder Haus ersetzen kann. Und sowas beherrschen nur wenige.

Wann ist es eigentlich aus der Mode gekommen, ein Auto 10 oder 18 Jahre zu fahren? Ich verstehe die Leute nicht, die sich Konsumkredite aufschwatzen lassen. Gerade die, die eh wenig Geld haben, machen das oft. Im Grunde ist es so, als ob man das Autohaus oder Bank dazu einlädt, einen auszunehmen.

Ich bin sehr froh, dass meine Mutter mir das vorgelebt und anerzogen hat, dass man NIE für den Konsum einen Kredit aufnimmt. Ich habe von ihr gelernt, dass man Banken und Versicherungen grösstenteils meidet wie die Pest. Denn die wollen alle nur Dein Bestes. Dein Geld. Ich habe gelernt, dass du generell bei Finanzprodukten aufpassen musst (Provisionen, hohe laufende Kosten, Intransparenz etc.) Umfassend informieren und aufpassen – das ist mein Motto.

Klar, es gibt Dinge, die muss man eventuell über Kredit finanzieren beispielsweise ein Haus, das darüber hinaus eine Geldanlage sein kann. Aber für Dinge, die an Wert verlieren, sind Kredite ein fatales Instrument. Viele Menschen beherrschen weder die Zins- noch die Zinseszinsrechnung.

Die jungen Leute verschulden sich auf Jahre hinaus, weil sie sich vom ersten Job ein zu teures Auto leisten. Irgendwann wollen sie eine teure Einbauküche, schicke Mode, luxuriöse Urlaube… Es ist ein Spiel mit dem Feuer.

Platzende Kredite auf Autos, Weltreisen und Plasmafernseher sind schlicht weg. Weil ein gebrauchtes Auto, ein gebrauchter Plasmafernseher und eine getane Reise keinen Gegenwert mehr hat.

Muss ein Koch auf Teufel komm raus einen teuren BMW oder Audi fahren? Neben seinen anderen viel zu hohen Ausgaben… Abends bete ich vor dem Einschlafen: “Herr, lass Hirn vom Himmel regnen…”

Die Leute werden leider nicht klüger. Viele Leute können überhaupt nicht mit Geld umgehen, solange es Kredite gibt. Und wenn jemand plötzlich einen Sack voll Schulden hat, ist es eh zu spät.

Mit den Immobilien ist es das gleiche. Die Bevölkerung schrumpft in Deutschland. Warum so viele Menschen denken, dass die Hauspreise nur steigen können. Sie können in die andere Richtung drehen.

Irgendwann müssen Massen Kreditnehmer zu Suppenküchen laufen, um nicht zu hungern. Warum? Weil einfach keine Rücklagen vorhanden sind. Irgendwann bricht das ganze Finanzierungskartenhaus zusammen.

Diese Maß- und Verantwortungslosigkeit ist außer Kontrolle geraten. Die Menschen lernen nicht, zumindest die Masse nicht. Das Phänomen kennst du beispielsweise bei Mobilfunkverträgen. Junge Menschen leisten sich zu viel. Das ist ein Grund, um Bargeld nicht abzuschaffen, da dieser Missstand durch Kreditkarten schneller passiert.

Wer ein Auto fahren will, muss vorher eine Fahrprüfung machen. Das ist gut und richtig so. Vielleicht sollte man eine Finanzprüfung von allen Schülern verlangen.

Psychologische Dinge wie Statusdenken und Angeberei solltest du finanziell hinterfragen: „Kann ich mir es überhaupt leisten?“ Das ist die Schlüsselfrage. Und schon ist man nicht in der Schuldenfalle gefangen. Man müßte einige Dinge grundlegend ändern…

Es stellt sich generell die Frage, wie solide ein Budget finanziert sein kann, wenn man z.B. einen Fernseher auf Kredit kaufen muss? Denn das bedeutet ja schlicht, dass man nicht einmal wenige hundert Euro Reserven hat bzw. offensichtlich nicht genug verdient, um mit dem Kauf kurz zu warten, bis das Geld da ist.

Sobald ein oder zwei unvorhergesehene Kostenfaktoren dazu kommen, stimmt die Finanzierung meist schon nicht mehr. Und schon nimmt der Verschuldungsteufelskreis seinen Lauf.

Das Problem sind die Leute, die den Überblick verlieren (“Das sind doch nur ein paar Euro”). Dass sich die Beträge aber summieren und über die Zeit nicht weniger werden, vergessen die meisten.

Was man selbst verbockt hat, muss man selbst wieder berichtigen. Mein Vorschlag ist, daß man sich nur das kauft, was man sich leisten kann. Je früher man sich daran gewöhnt, desto besser.

Gehe einen Schritt weiter. Baue dir ein Depot auf. Aktien bringen mehr Rendite. Lass dein Geld für dich arbeiten. Verdiene Geld im Schlaf (Kursanstiege und Dividenden).

Aktien sind gut und sinnvoll zum langfristigen Vermögensaufbau. Aktien dienen aber nicht als Notgroschen. Denn die Absicherung wird ja gerade meist dann notwendig, wenn es mit der Konjunktur runter geht und man zum Beispiel den Job verliert. Wenn dann reihenweise Leute Aktien abstossen müssen, um über Wasser zu bleiben, ist das kein guter Zeitpunkt, um Aktien zu verkaufen.

Von einer neuen Einbauküche für 15.000 Euro auf Pump rate ich selbstverständlich ab. Warum braucht jeder eine Traumküche mit Kochinsel wie aus der TV-Sendung?

Alles wird auf Kredit gekauft, die Schulden mit einem neuen Kredit finanziert. Bis die Konsumenten in der Falle sitzen. Leider fallen vor allem junge Menschen darauf rein.

0 0 Stimmen
Beitragsbewertung

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *

90 Kommentare
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
2 Jahre zuvor

Beschissene Autos sind super, billig in der Anschaffung, niedrige Versicherung sowie Steuern und billige Ersatzteile, welche die Werkstatt im Hinterhof einbaut.

Ich wünsche dir einen schönen 1. Advent Tim.

Prof. Magnus Knall
2 Jahre zuvor

Guter Beitrag, Herr Tim. Ich fahre nur Fahrrad und ÖPNV. Ich bin heute 13,5 km zu einem Termin gefahren. ich brauchte ca. 40 Minuten. Mit dem Auto wären es aber auch schon 23 km gewesen, laut Navigartionsgerät. Da ich im Büro arbeite, empfinde ich das Radfahren, selbst wenn es zweckgebunden ist, als Wohltat und gerade im Herbst ist die kühle Luft eine Wohltat. Da atmet man gerne kräftig ein.

Chris kross
2 Jahre zuvor

Super Artikel Tim, wird gleich mal weitergeleitet.

Ich muss zugeben, dieses trade Republik Depot interessiert mich sehr. Ich hab letzte Woche nur 3 depot werte ausgetauscht und schon knapp 60€ order provision gezahlt + fremdkosten..

Bin bei comdirect sehr zufrieden alles top, aber die Differenz von 6€ zu 70€ ist schon heftig. Und wenn man während den Xetra Handels Zeiten bei TR handelt gibt es auch eigentlich keine spreads..

Tim wenn du in Deutschland leben würdest, würdest du einer depot app dein Vermögen anvertrauen? Ohne tan generator etc.. Bist du von TR überzeugt? Deine Meinung wäre mir wichtig, aber natürlich entscheide ich selbst. Ich finde es Mega spannend.. Hab überlegt etfs bei comdirect, Aktien bei TR. Vanguard und SPDR etfs sind mir lieber als ishares.

Daniel
2 Jahre zuvor

Warum sich immer mehr Menschen verschulden. Irgendwann fällt das Kreditkartenhaus zusammen
@Tim

Ersetze „Menschen“ mit „Staaten“ und Du beschreibst das systemische Dilemma unserer Zeit. Deshalb werden Zinsen auch nicht mehr steigen können. Leider gibt es für private Schuldner nicht die Notenbank, die endlos Geld drucken kann oder bei Bedarf Schulden sozialisiert.

John
2 Jahre zuvor

Langfristig für größere Summen wäre ein App nichts für mich.

Ich vermute die App lebt vom hohen nachbörslichen Spread. Und die Leute sollen traden. Eine jederzeit verfügbare App animiert jederzeit zu handeln.

Unterm Strich schlechte Vorzeichen. Dann die entscheidende Frage meiner Abneigung, wer steckt dahinter, warum gibt’s keine herkömmliche Bankingseite.

Ralf
2 Jahre zuvor

Ich sehe einen solchen Konsumwahn bei uns in der Gegend nicht, auch nicht im Kollegenkreis. Da werden viele ältere PKW gefahren. Kann es sein, dass es bzgl. Konsum in Großstädten ein anderes Verhalten gibt als in eher ländlichen Regionen?

Ansonsten machen uns viele Fälle von Sozialbetrug leider vor, dass es auch ohne Sparen wunderbar funktionieren kann (Clans etc.) in D.

Der kleine Sparer wird immer mehr bestraft wie z.B. durch die drastisch geplanten Einschränkungen beim Goldkauf. Da kommt noch was, das sollte uns allen klar sein. Ich vermute das es z.B. bei Immobilien noch deftige Einschnitte in irgendeiner Form geben wird.

Nico Meier
2 Jahre zuvor

@Ralf

Bei den Immobilien wird durch den Staat in Zukunft wohl noch stärker unterschieden zwischen “gutem” selbstgenutzten und “schlechten” vermieteten Immobilien. Die Vermieter werden wohl mit rendtemindernden Massnahmen rechnen müssen.

2 Jahre zuvor

Der kleine Sparer wird immer mehr bestraft wie z.B. durch die drastisch geplanten Einschränkungen beim Goldkauf.

Was ist denn das Problem daran, Gold nicht anonym kaufen zu können? Es findet doch sowieso praktisch nichts mehr anonym statt:

– Jede Bargeldabhebung vom Konto wird aufgezeichnet

– Bargeldloses Bezahlen nimmt zu

– Aktien werden nicht anonym gekauft

– Immobilien werden nicht anonym gekauft

– Überall Überwachungskameras

– Elektronische Aufzeichnung von Arztdiagnosen

– usw.

Warum sollte nun der Goldkauf anonym erfolgen können? Und womit willst du anonym bezahlen? Spätestens beim Verkauf musst du dann deine Identität nachweisen.

Und was meinst du, was das Finanzamt dann macht, wenn du plötzlich 5kg Gold für potenzielle 500.000 Euro verkauft hast? Die werden dann auch fragen: Woher hat Ralf das ganze Gold? Ob das legal erworben wurde? Das Thema „anonymer Goldkauf“  ist doch eine reine Scheindiskussion. Es ist völlig egal, was man hat oder kauft, man ist irgendwann immer „dem System“ ausgeliefert. Und da kann ich wirklich nur empfehlen, nicht nur die Kaufbelege von anonym erworbenem Gold aufzubewahren, sondern auch den Kontoauszug mit der jeweiligen Bargeldabhebung für den Kauf.

Es gibt keine Anonymität mehr  im Geschäftsleben. Und ob das ein Nachteil ist, weiß ich persönlich nicht. Aber es ist eine Veränderung, an die wir uns gewöhnen müssen.

 

Albr
2 Jahre zuvor

@Tim, warum schreibst du dass die Bevölkerung in D. schrumpft, also ich habe das gegenteilige Gefühl 😉

 

das die Bevölkerung angeblich schrumpfen soll, höre ich mindestens seit 30 Jahren, bisher ist das Gegenteil der Fall 🙂

zumindest Frankfurt platzt aus allen Nähten, was den Bevölkerungszuwachs betrifft 😉

 

 

Thomas
2 Jahre zuvor

@Albr, dein Gefühl ist deine subjektive Wahrnehmung der Vergangenheit. Dein Gefühl scheint richtig zu sein. Die Zukunft ist das, wovon Tim schreibt, die soll anders aussehen.

https://www.demografie-portal.de/SharedDocs/Informieren/DE/ZahlenFakten/Bevoelkerungszahl.html

🙂

Albr
2 Jahre zuvor

@Thomas, ja klar, ich habe aber schon vor 30 Jahren gehört, das die Bevölkerung in D. sinkt… passiert ist das Gegenteil 😉

 

ich wüsste nicht warum sich das ändern sollte 🙂

 

 

Nico Meier
2 Jahre zuvor

@Thomas

Interessant wie sich DE und CH hier unterscheiden.

https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung.gnpdetail.2019-0211.html

In der Schweiz starben 2018 67’088 Menschen und es gab 87’851 Geburten und damit ein Wachstum von gut 20’000 Menschen. Zusätzlich ist der Zunwandferungssaldo positiv 40’000.

Mit anderne Worten die Schweiz wuchs 2018 um 60’000 Einwohner oder 0.7%

Wenn wir Das Bevölkerungswachstum so anschauen, so wundere ich mich nicht, dass die Preise für Wohneigentum jahr für Jahr stark steigen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Demografie_der_Schweiz

 

Mat24
2 Jahre zuvor

Hallo zusammen,

ich habe heute in der Sbahn einem Gespräch zuhören dürfen, dass exakt zu diesem Artikel passt. Zwei jüngere Frauen (Ca Mitte 20) unterhalten sich über dies und das. Die eine meinte dann, dass sie bzw. ihr Freund jetzt das Auto verkaufen musste, weil das Geld knapp war/wurde. Das hätte ihrem Freund sehr weh getan, da er jetzt kein 200 PS-Auto mehr fährt, da sie sich auf ein kleineres 80 PS-Gefährt verkleinert hätten. Dann meinte sie jedoch im nächsten Satz, naja er könne ja jetzt ein paar Jahre sparen um sich dann wieder ein (O-Ton!!) “richtiges” Auto zu kaufen.

Ich meine wie blöd sind die Leute denn? Das Geld drückt schon an jeder Ecke, aber ein paar Jahre sparen um sich dann ein “richtiges” Auto zu kaufen.

Da fahren ich und meine Frau lieber weiter unseren min. 7 Jahre alten Golf, haben aber 3 vermietete Wohnungen, die, sobald abbezahlt, richtig CF bringen.

Euch allen eine entspannte (und sparsame 😉 ) Woche.

 

Tobias
2 Jahre zuvor

Ich arbeite sehr Nahe am größten deutschen Einkaufszentrum und was ich in der Mittagspause am Black Friday erlebt habe ist unbeschreiblich. Ich brauche von Saturn einen Wasserfilter für meine Kaffeemaschine und an den Kassen standen die Menschen Schlange. In der Schlange Menschen mit riesen Flachbildfernsehern und 9 von 11 (bei den anderen habe ich es nicht gehört) wollten eine Finanzierung. Und wahrscheinlich haben alle schon einen LED Fernseher mit 55 Zoll und jetzt dann eben mit 60 Zoll…

Ich verstehe es nicht. Na klar, meine Wohnung ist finanziert, mein Studium ist leider teilweise kreditfinanziert. Aber das waren Investitionen, keine Ausgaben für Konsum.

Die Wohnung hat mittlerweile richtig im Wert gewonnen (Glück gehabt), aber die Entscheidung zum Kauf fiel als die Berechnung sagte, dass Kaufen 200€ günstiger im Monat als Miete ist (+Tilgung). Somit ist die Kreditrate günstiger als die Miete und mit der Tilgung spare ich noch Geld. Super. Und die Wertsteigerung akzeptiere ich, ist aber irrelevant, da ich derzeit und in naher Zukunft nicht verkaufen will.

Studienkredit muss man nicht diskutieren, es gab kein Bafög für mich, aber mein Gehalt liegt durch das Studium so viel höher, dass es eine super Entscheidung war.

Rüdiger
2 Jahre zuvor

Warum sollte nun der Goldkauf anonym erfolgen können?
 
Das versteht man wohl nur im Kontext paranoider Untergangsszenarien  😉

Albr
2 Jahre zuvor

@Nico, so sieht’s aus und das dürfte für Frankfurt ähnlich aussehen, die Anzahl neuer Wohnungen hält mit dem Bevölkerungswachstum in keinster Weise mit 😉

 

 

-M
2 Jahre zuvor

@Mat24

Wir hatten Weihnachtsfeier vom Hobbyverein. Ich habe zu später Stunde ein Gespräch mitbekommen und mich dazugesetzt. Ein Spieler von uns spart/investiert anscheind für später weil er daran glaubt nicht genügend Rente zu bekommen und außerdem möchte er nur halbtags arbeiten. Die anderen beiden waren der Meinung, es ist unmöglich zu erreichen mit einem normalen Gehalt. Der sparer meinte, er hätte mit 16 Jahren angefangen sich einen Plan zu machen und wäre jetzt mit 38 Jahren bereits bei 350k und bis zur Rente soll noch einiges dazukommen. Die anderen waren immer noch der Meinung es ginge nicht. Ich habe mich auch geouted für später zu sparen und plane auch wie mein Mitspieler. Unsere Argumente wurden mit Füßen getreten und wir als Spinner abgetan die ihr Geld verzocken würden. Ich habe dann meinen Mitspieler vorgeschlagen das Gespräch zu zweit bei Gelegenheit mal fortzusetzen. Ich bin sehr auf seine Strategie gespannt und den Plan den er gemacht hat.

 

-M

DanielKA
2 Jahre zuvor

@ ALBR. Frankfurt ist nicht Gesamtdeutschland, es ist doch nichts Neues. Die strukturstarken Gebiete um die Ballungsräume platzen seit Jahren aus allen Nähten und die wirklichen Landgemeinden (nicht Speckgürtel) verfallen.

Versuch mal in der Eifel, im Pfälzer Wald oder irgendwo in der Pampa von Nordhessen von Wertsteigerung zu sprechen, da wirst du ausgelacht.

Mat24
2 Jahre zuvor

@-M

Ich denke, dass es bei sehr vielen Leuten an der finanziellen Nichtbildung liegt. Aktien werden von sehr vielen Leuten als teuflische Zockerei für “Reiche” gesehen. Aber das Prinzip, dass man durch Aktien sich an Unternehmen beteiligen kann und an deren wirtschaftl. Entwicklung oder noch besser, man sich auch an 500 Unternehmen beteiligen kann (zB ETF), verstehen sehr wenige.

Immobilien sind natürlich auch viiiieeeel zu riskant, da jeder jemanden kennt, der schonmal einen Mietnomaden in seiner Wohnung hatte. Ja ist klar.

Ohne ein bisschen Risiko einzugehen, wird man es anlagetechnisch zu nix bringen.

Wenn man sich selbstständig macht bzw. ein Unternehmen gründet, geht man ja auch erstmal ein sehr großes Risiko ein. Aber wenn man es drauf hat und gut wirtschaftet, schwups ist man der reichste Mann der Welt (Bezos).

Albr
2 Jahre zuvor

-M, so mache ich es auch, wenn ich mitbekomme, dass sich jemand für Aktien interessiert, dann schnappe ich mir den und wir verabreden uns zu zweit und quatschen stundenlang über Aktien, Strategien, Broker auch was auch immer… hier haben sich schon wunderbare Freundschaften entwickelt, war gerade am Samstag mit so jemand unterwegs 😉

 

alle anderen sind – was Aktien betrifft – nunmal uninteressant und ich lasse sie quatschen 🙂

 

 

Hafenmeister
2 Jahre zuvor

Man Rüdiger,

immer das gleiche Geblubber von Dir.

Du hast anscheinend die korrekte Sicht der Dinge gepachtet und alle anderen, die es wagen eine andere Meinung zu äußern werden von dir abgewertet.

Das ist die neue Meinungsfreiheit und Toleranz, oder?!

Rüdiger
2 Jahre zuvor

@Hafenmeister:

Freut mich sehr, dass dir meine Beiträge nicht schmecken  😉

 

Außerdem habe ich keine “Meinung abgewertet”, sondern eine Frage beantwortet  😉

Die Meinungsfreiheit gilt übrigens für JEDEN, also auch für mich 😉

-M
2 Jahre zuvor

@Albr

Richtig, wir wollten offen darüber reden, aber wenn dann von der anderen Seite nur Ablehnung kommt, dann bringt es ja nichts. Bin mal gespannt wie er das bisher gemacht hat. Naja am Mittwoch ist Training und vlt ist ja danach noch Zeit.

 

Habe auch einen Kumpel mit dem ich mich immer wieder treffe und dann geht es den ganzen Tag um investments, Ideen etc.

 

P.s. eben die restsonne genossen und 6,5km gelaufen. Stolz, das dies nun immer lockerer wird 🙂

-M

Chris Christen
2 Jahre zuvor

Tim, du sprichst mir aus dem Herzen. Bin so froh, dass ich vor einigen Jahren auf deine Seite gestoßen bin. Mach weiter so. Ein treuer Fan.

2 Jahre zuvor

@Freelancer Sebastian,

hast Du schon Deinen Fitness-Tracker? Ich habe heute mein neues Gerät geordert. Nachdem ich mir ein Preislimit für die Fitbit Ionic um 200 € gesetzt hatte, und das bisher nie erreicht wurde, gibt es die Ionic heute zum “Cyber Monday” für 179 €.

Heiliger Mammon, da ich mir sicher bin, dass das kein Fake-Rabatt ist wie woanders (heute gesehen auf Facebook), habe ich heute zugeschlagen und bin meiner gesellschaftlichen Verantwortung als Konsument gerecht geworden. Als ein nun nicht mehr produktives Mitglied der Volkswirtschaft, kann ich der Gesellschaft ja nur noch mit Konsum dienen, und ihr einen Teil des Cashflows zurück geben. 😉

Nächste Woche gleich mal im Atlantik vor Fuerte testen, ob die versprochene Wasserdichtheit taugt, und Schwimmen auch gut getrackt wird.

MS

Freelancer Sebastian
2 Jahre zuvor

@ Matthias

Bin seit einer Woche mit dem Einsteigermodell vivosport von Garmin unterwegs.

Richtig cool. Endlich mal die Kilometer mit dem Rad “messen”, wieder mal die 24 Minuten auf 5 km angehen, und dass ich zwischen 3000 und 3800 Kalorien am Tag verbrauche, hätte ich auch nicht gedacht (mein Instrument benötigt Ganzkörpereinsatz 😉 ). Kein Wunder, dass ich essen kann ohne Ende. Die Schlafstatistik finde ich faszinierend.

Leider habe ich heute Probleme mit dem Koppeln (habe die Uhr wohl versehentlich resettet). Mal sehen….

Vielen Dank für die Tipps und viel Vergnügen vor Fuerte 🙂 .

Kiev
2 Jahre zuvor

@ Freelancer, Matthias

Ich habe auch einen Fitness Tracker. Die Fenix 3 von Garmin. Was macht Ihr mit der Schlafstatistik? Meine Uhr kann mich lautlos wecken. Das gefällt mir. Wenn ich einen Bereich zum Aufwachen definieren könnte, so dass die Uhr mich in einer eventuellen Wachphase wecken würde. Aber solche Dinge gibt es nicht. Ich muss sehen, dass ich auf genügend Schritte pro Tag komme. Die Uhr möchte aktuell 10700 Schritte sehen. Das ist bei meinem Arbeitsplatz mitunter schon eine kleine Herausforderung. Radfahren zählt für sie nicht. Außer ich hätte dafür Sensoren. Folglich zählen meine gefahrenen Kilometer nicht. Ich bin heute bestimmt 15 Kilometer mit dem Rad gefahren oder habe meine Tochter damit geschoben. Da ist die Hand zu ruhig, dass es nichts zählt. Ich habe dennoch die 10700 Schritte so gerade geschafft. Zeigt die Uhr nur an was man eh schon weiß? Mir gefällt der Blick auf die Uhr. Sie gibt an, ob die Richtung stimmt. Es ist besser als nur auf sein Gefühl zu achten. Vor allem da es motiviert. Ähnlich sehe ich den Blick auf die Entwicklung des Depots. Hier lohnt der Vergleich mit Spy und Co, um die eigene Performance mit einfachen Linien vergleichen zu können.

42sucht21
2 Jahre zuvor

@Tim – Artikel Heute
In dem Text scheint ja richtig Wut von Ihnen zu stecken. Es ist aber auch zum heulen, das mit dem Autokauf & Verschuldung / Konsum. In den USA sind die defaults bei subprime car loans inzwischen auf den Niveau von 07/08! Traurig.

@Deshalb werden Zinsen auch nicht mehr steigen können.
Tja so scheint es. Aber immer wenn etwas umunstösslich erscheint, dann kommt es doch anders. Niemand Vernünftiges in den letzten 150 Jahren hätte diese Nullzinsen für möglich gehalten. Und jetzt glauben viele, nie wieder werde es Zinsen geben. Doch, es wird passieren. Schneller als wir vermuten.

@Der kleine Sparer wird immer mehr bestraft wie z.B. durch die drastisch geplanten Einschränkungen beim Goldkauf.
Definieren wir kleine Sparer: Für mich sind die meisten Goldkäufer keine kleinen Sparer.

Es ist ja auch nicht gegen Sparer wenn Käufe von >X€ Gold nicht mehr anonym gemacht werden können. Man kann weiter lustig in Gold sparen. Ist doch kein Problem.

-M
2 Jahre zuvor

@Fitnesstracker

Ich bin 3 Kilo leichter, seit ich meine Uhr Habe. Super motivierend ! Bin die letzten 30 Tage über 40kilometer gelaufen. Im Fussball lauf ich seit dem viele Kilometer mehr, allein weil ich am Ende auf der Uhr meine läuferische Leistung sehen kann:-)

Was ich super finde – meine gekoppelte App gibt Immer wieder hinweise zB:

– die letzten läufe waren schneller als vergleichbare frühere Distanzen

– zunehmende laufdistanz

-Vo2Max wird berechnet

-ruhepuls

-vergleichswerte anderer user in meinem Alter.

-M

2 Jahre zuvor

@Kiev,

Radfahren sollte eigentlich erkannt werden. Wie das technisch gemacht wird weiß ich nicht. Ich denke, über GPS wird die zurück gelegte Entfernung in der Zeit, die zu Fuß nicht möglich wäre, in Kombi mit dem Puls als Radfahren gekennzeichnet.

Die Schlaffunktion finde ich zur Kontrolle ganz nützlich. Man sieht die Wach- , REM-, Leicht- und Tiefschlafphasen. Wenn man subjektiv glaubt, die ganze Nacht nicht geschlafen zu haben, kann man sich da eines Besseren belehren lassen. 😉

Da ja seit einiger Zeit mein jetziges Gerät nicht mehr mit der App synchronisiert, hat meine Motivation nachgelassen. Deswegen musste jetzt die neue her.

Es ist einfach sehr motivierend, wenn man die Ergebnisse schön aufbereitet sieht. In der Arbeit hatten die Kollegen immer gegrinst, wenn ich vom Computer aufgesprungen bin, und eine Runde im Firmengelände gemacht habe mit Treppe, um das Stundenziel zu machen. 😉

MS

Chris kross
2 Jahre zuvor

@ Tim

Danke für deine Antwort

Rüdiger
2 Jahre zuvor

@42sucht21: Und jetzt glauben viele, nie wieder werde es Zinsen geben. Doch, es wird passieren. Schneller als wir vermuten.

 

Dem kleinen Sparer würde ich es gönnen. Davon hätte er mehr, als von anonymen Goldkäufen. Meine Meinung. Ich muss allerdings auch gestehen, deinen Optimismus bezüglich einer (dauerhaften) Rückkehr von Zinsen teile ich nicht.

Nico Meier
2 Jahre zuvor

Dem kleinen Sparer würde ich es gönnen. Davon hätte er mehr, als von anonymen Goldkäufen. 

@Rüdiger

Natürlich bringen dem kleinen Sparer anonyme Goldkäufe kaum was.

Viele der kleinen Sparer haben Wohneigentum auf dem ein Hypothekarkredit lastet, daher haben wohl diese kleinen Sparer mehr von den Tiefzinsen als sie hätten von höheren Zinsen. Was bringen 2% auf dem Sparbuch wenn der Hauskredit 4% kostet?

2 Jahre zuvor

Bin die letzten 30 Tage über 40kilometer gelaufen.

Das sind 1,3 km pro Tag. Wenn du eine Schrittlänge von 13cm hast, schaffst du so locker 10.000 Schritte am Tag. 🙂

 

Rüdiger
2 Jahre zuvor

@Nico: Was bringen 2% auf dem Sparbuch wenn der Hauskredit 4% kostet?
 
Gute Frage. Es scheint allerdings weitaus mehr Sparer als Hauskreditnehmer zu geben. So empfinde ich es. Nach Statistiken, die dieses Gefühl untermauern könnten, habe ich nicht gesucht.  Jedenfalls vernehme ich viel öfter Klagen über fehlende (Guthaben-)Zinsen als Freude über niedrige Hypothekenzinsen  😉

Kiev
2 Jahre zuvor

@ Matthias
meine Uhr verwendet GPS nur in Einheiten, die explizit gestartet werden wie Jogging oder Radfahren. Ansonsten würde sie keine Woche halten. Die Schrittzahl wird vermutlich mit einem Gyroskop abgeschätzt. Sie wird Fehler haben, aber im groben und als Vergleich einen Überblick über die täglich aufgewandte Bewegung geben.
Ich versuche mich möglichst viel in alltäglichen Situationen zu bewegen. Ich kann allerdings nicht einmal die Stunde eine Runde ums Gebäude laufen. Das geht bei meiner Arbeit leider nicht. Letztens hat es hier in der Mittagspause stark geregnet, dass ich keinen Spaziergang gemacht habe. Das rächt sich dann abends, wenn 2km auf der Uhr stehen. Da meine Frau die Kinder an dem Abend ins Bett gebracht hat, habe ich einen schönen 8.5km langen Spaziergang durch die Stadt gemacht. Einfacher ist es natürlich die Schritte etwas über den Tag zu verteilen.
Bei dem Aufbauen eines Vermögens verhält es sich in gleicher Weise. Man kann natürlich mit 55 Jahren anfangen den Ruhestand mit 60 Jahren zu erreichen. Leichter ist es natürlich, wenn man mit 40 Jahren anfängt. Bei den kleinen Schritten darf man nur nie die Motivation außer Acht lassen. Sind die Schritte zu klein läuft man Gefahr aufzugeben, da kein Fortschritt auf dem Weg wahrgenommen wird.

@ M
Meiner Erfahrung nach ist Ernährung noch ausschlaggebender als Bewegung. Ich habe meine Ernährung komplett umgestellt. Das fiel mir schwerer als mich mehr zu bewegen.

@ Veränderungen
Es scheint schwierig aus der aktuellen Nullzinsphase wieder herauszukommen. Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Zinsen sind allerdings eine Gebühr für die Aufnahme von Risiko. Nebenbei beruht sie auch auf Vertrauen, dass der Schuldner seine Schuld zurückbezahlen kann. Bei den aktuellen Zinsen stimmt das Verhältnis von Zinsen zu Risiko vielleicht nicht, was den ein oder anderen Crash Propheten gute Argumente liefert. Ich sehe es wie 42sucht21. Wenn sich der Zustand ändert, kann es sehr schnell Veränderungen geben. Das wünsche ich keinem. In der Politik kann es ebenfalls sehr schnell Veränderungen geben. Das wünsche ich auch keinem, weder nach links oder nach rechts.

@ Mattoc
Ich tippe bei der Aussage bei dem Blick auf die Zahlen auf 4-5 Einheiten einer Bewegungsart a 10km oder 8km. Dabei gibt es Zeitbereiche ohne Kontakt zum Boden. Ich tippe auf Laufen oder Joggen.

DanielKA
2 Jahre zuvor

Zu den Zinsen:

Ja, natürlich entstehen da große Kollateralschäden. Bei der Inflation wird ja nur der Nominalwert betrachtet, der CashFlow fehlt aber komplett. Konnte die OMA mit dem klassischen TEUR 100 Sparbuch/Festgeld vor 5-10 Jahren jährlich 2.000- 5.000 EUR Cashflow generieren (zur Hebung des Lebensstandards, Geschenke für die Enkel usw.). Gibt es jetzt 0-100 EUR jährlich, in dieser Bevölkerungsgruppe wird sicherlich sehr viel vertrauen verspielt.

-M
2 Jahre zuvor

@Kiev

Ja die blöde Ernährung, Ich frage mich immer noch wieso Pizza nicht einfach super gesund für den Menschen ist, dann wäre doch das Problem Ernährung gelöst 🙂

Richtig. Ich trage die Uhr nur zum Fußballtraining und wenn ich jogge.

Hatte die mal an einem langen Tag im Büro an. Da kam ich auf 7000 Schritte. War mehr wie ich dachte. Stehe aber auch immer für jeden einzelnen Ausdruck auf uns lauf zum Drucker zb.

Zum Radfahren und Schwimmen hab ich die Uhr noch nicht getestet.

-M

Rüdiger
2 Jahre zuvor

@Kiev: Zinsen sind allerdings eine Gebühr für die Aufnahme von Risiko.

Das ist zweifellos richtig, aber m.E nicht die ganze Wahrheit. Zinsen sind auch der Preis für geliehenes Geld (=Kredit). Nach allgemeinem marktwirtschaftlichen Konsens, bestimmt die Nachfrage nach Krediten den Preis, also den Zins. Momentan ist es so, dass einer gigantischen Menge an Geldvermögen (=Angebot) eine überschaubare Nachfrage nach Krediten gegenübersteht. Angebot und Nachfrage sind nicht einmal annähernd im Gleichgewicht.

Wie können Angebot und Nachfrage wieder in ein Gleichgewicht gebracht werden? Für mich als Laien sieht die Sache so aus: Entweder die Nachfrage steigt immens … oder das Angebot muss massiv bereinigt werden, durch eine immense Vernichtung an Geldvermögen. Der Crash des Finanzsystems müsste eine Bereinigung der Geldvermögens- und Schuldenmengen beinhalten. Bis dahin sehe ich keine Rückkehr zu dauerhaft höheren Guthabenzinsen, die den Sparer erfreuen. Was mich betrifft: Mit dem Systemcrash habe ich es nicht eilig. Ich erwarte auch nicht, dass es in den nächsten Jahren so weit sein wird. Wenn es nach mir geht, lebe ich auch gerne die nächsten Jahrzehnte ohne Zinsen auf Sparguthaben 😉

Wie gesagt, ich bin wirtschaftswissenschaftlicher Laie und gaukele auch nichts anderes vor.

2 Jahre zuvor

@Rüdiger,

die meisten Leute sehen Schulden als etwas Eigenständiges, isoliert vom Guthaben. Das ist aber gegenseitig bedingt (Saldenmechanik). Es kann kein Guthaben ohne Schulden geben.

Offenbar gibt es immer noch die Vorstellung von einer Guthabenwährung. Man steht bei Null, und es wird einfach eine definierte Menge Geld ins Volk begeben, was dann seine Kreise zieht. Alles Geld was in die Welt kommt, muss aber auf der anderen Seite als Schuld verbucht sein.

Wenn man geringe Verschuldung will, dann will man zwingend auch geringe Vermögen (Guthaben). Der gewünschte Fall ist, dass bei moderater Inflation ein positives Wachstum durch Nachfrage (was durch die Sättigung praktisch nicht mehr vorhanden ist), Zinsen positiv gehalten werden und die Geldmenge stetig ausgeweitet werden kann (durch natürlich höhere Verschuldung, was i.d.R. letztendlich der Staat übernimmt).

Derzeit stehen wohl ca. 2 Billionen Staatsschulden plus Privatverschuldungen über 6 Billionen Vermögen/Spar-Guthaben gegenüber. Man spricht ja von der Sparschwemme als eigentliches übel.

Wem wäre denn mit der Entschuldung geholfen, obwohl die Verschuldung praktisch kostenlos gehalten werden kann? Niemandem wirklich. Aber egal, ist auch nur meine Laienmeinung.

Wir können eben nur mit sinnlosem Konsum (oder die Befriedigung des echten Bedarfs in schwachen Schichten wird durch Umverteilung in diese Schichten ermöglicht – Binnenkonjunktur) das System ohne echtes Wachstum noch stützen. Was soll’s. Noch spielt die Musik.

MS

DanielKA
2 Jahre zuvor

@ MS: sinnloser Konsum? Schon mal die Zustände an vielen Schulen außerhalb Baden-Württemberg und Bayern gesehen (und selbst da müssen Milliarden investiert werden) . Bildung, Infrastruktur (Krankenhäuser,Brücken, ÖPNV, Energie, Wasser,Abwassernetze, CO2 Einsparung von Gebäuden etc.), Breitband. Der Investitionstau der Kommunen liegt bei 140 Mrd. EUR, auf den Bund und die Länder bezogen liegen wir fast bei 800 Mrd. EUR.

Also es wäre genug Investitionskapital da (2 Bio Staatsschulden zu 6 Billionen Geldvermögen) und die Zinsen würden dann auch wieder leicht steigen, wenn die nachfrage nach Kapital zumindest ein wenig steigt.

Stefan
2 Jahre zuvor

@ Rüdiger

Genau wegen Leuten wie dir traut sich der Staat unsere Freiheit immer mehr einzuschränken.

Scheibchenweise werden wir immer mehr eingeschränkt und damit überwacht. Bis es die totale Kontrolle über jede erdenkliche Transaktion gibt.

Man muss wirklich kein Verschwörungstheoretiker sein um zu sehen wo die Reise hingeht…

Dabei hat der Staat UNS zu dienen. Aber der Deutsche Michel lässt alles mit sich machen. Schlimm diese Mentalität.

Im Reihenhaus wohnen, Sonntags Abend Tatort gucken, einmal im Jahr nach Malle fliegen=der typische Deutsche. Grauenhaft.

Claus
2 Jahre zuvor

@ Sind Aktien sicher?

Wer, wie die meisten Deutschen, den Aktien “nicht traut” (wahrscheinlich aus Unwissenheit, die Angst vor dem Unbekannten…), sollte sich einmal diesen Artikel durchlesen.

 

Um es mit den Worten von Charlie Munger zu sagen:

 

Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen…

 

LG

2 Jahre zuvor

@DanielKA,

sehe ich genauso. Ich meinte damit, dass, wenn die Politik Wählerwohlwollen über Vernunft stellt, weil eben keine Neuverschuldung an der Wahlurne belohnt wird, dann sind die letzten “Wirtschaftsmotoren” die Leute, die sich sinnlosen Konsum leisten können, obwohl sie eigentlich nichts brauchen. Denn die Schwachen würden zwar brauchen, aber an Umverteilung zur Systemrettung zu denken… Da sei der Geiz der Reichen vor.

MS

Rüdiger
2 Jahre zuvor

Mein lieber Stefan, du hast gewiss genug Phantasie, dir vorstellen zu können, dass mich deine “Kritik” nicht im Geringsten beeindruckt  😉

Warten wir doch einfach ganz entspannt die nächsten Wahlen ab. Die Stimme jedes Michels zählt so viel wie deine Stimme. Und dann werden wir sehen, was bei der Wahl herauskommt. Das nennt sich Demokratie 😉

Ich bin überzeugter Demokrat. Wie es diesbezüglich um dich bestellt ist, kann ich nicht beurteilen. Und … ganz ehrlich … es ist mir Wurscht  😉

Rüdiger
2 Jahre zuvor

@Matthias Schneider:

Danke für den link zur Saldenmechanik. Die Saldenmechanik war mir zwar nicht unbekannt, aber eine gelegentliche Auffrischung schadet nicht 😉

Albr
2 Jahre zuvor

Bin heute morgen etwas später zur Arbeit gelaufen 😉

 

ich bin so etwa gegen 8.45 Uhr bei der Commerzbank Kita vorbeigekommen, unglaublich, ich musste den Bürgersteig verlassen, komplett voll mit SUV´s 😉

und Horden von Müttern (Männer hab ich keine gesehen), die das einzige Kind in den Kindergarten begleitet haben 🙂

 

es gibt in Frankfurt noch viel zu tun, was Autos anbelangt 😉

 

 

 

 

Thorsten
2 Jahre zuvor

@Albr

…deswegen wurde bei uns ein Kindergarten geschlossen. Die Eltern sind bis zum Ende der Sackgasse, haben den Motor laufen lassen, alles zugeparkt. Die Anwohner haben geklagt und recht bekommen. Die linksverschwurbelte Presse hat natürlich anders berichtet, es ginge gegen die Kinder, bla bla.  Geklagt wurde ja quasi gegen den Lärm der Eltern, nicht gegen den Lärm der Kinder. Die Kita wurde an anderer Stelle wieder eröffnet. Dort dieselbe Problematik, die Straße ist sogar noch enger, aber nicht am Ende einer Sackgasse. Ein SUV vor der KITA = Straße dicht. Es geht nach Autogröße, nicht nach Gesetz.

Albr
2 Jahre zuvor

@Thomas, ich war heute morgen fast „geschockt“, ich konnte mir sowas nicht vorstellen, klar Motor lief, alle Mütter mit dem Kind rein, noch gewunken, ein Schwätzchen mit den anderen Müttern 😉

 

ich musste etwa 150 m auf der Straße laufen, der Bürgersteig war voll mit Autos 🙂

 

gut geklagt wird dort sicherlich nicht, die Kita liegt in der Nähe der Deutschen Bank, dort wohnt niemand 😉

 

 

Verwandte Beiträge
90
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x