Warum die Menschen nicht mehr sparen, ist mir ein Rätsel: Altersarmut. Arbeite besser an Deinem reichen Frühruhestand


New York, 25. Februar 2018

Die meisten Menschen werden nie frei („FREE“) wie diese Person am Ballon.


Ich erhalte oft Zuschriften und Kommentare nach dem Motto: „Schreib mal, wie ich in meiner Karriere voran komme und mehr Geld verdienen kann.“ Das interessiert viele. Klar. Aber es gibt hier trotz eines möglicherweise hohen Gehalts gewisse Grenzen, wie viel Du sparen kannst. Es hängt von der Sparsamkeit ab. Generell gilt: Ein hohes Einkommen hilft Dir, mehr wegzulegen. Logisch. In der Theorie ist das so. Aber die Praxis sieht vielfach anders aus.

Die meisten Menschen leiden unter einer Lifestyle-Inflation, wenn sie Karriere machen. Dann kaufen sie größere Wohnungen oder Häuser. Sie fahren plötzlich Clown-Autos. Sie füllen die Schränke, den Dachboden, Keller.

Wenn Du 40.000 Euro verdienst und 30.000 Euro ausgibst, legst Du nach Adam Riese 10.000 Euro zurück. Wenn du 80.000 Euro verdienen kannst und lebst, als ob Du 30.000 ausgibst, dann legst Du 50.000 Euro ins Depot und wirst zügig finanziell frei. Aber wenn Du 80.000 Euro verdienst und jetzt 75.000 Euro ausgibst, legst du nur 5.000 Euro weg… Das kommt viel öfter vor, als Du Dir vorstellen kannst. Es gibt eine Hürde, die Dich davon abhält, ein komfortables Vermögen aufzubauen: Lifestyle-Inflation. Sie ist ein enormes Problem.

Ich finde es ok, für Urlaube Geld auszugeben. Ich mache das. Urlaube zu machen, sind eine schöne Sache. Es sind Erlebnisse und kein Plunder. Ich freue mich immer wieder drauf. Ich plane ständig mit Familie und Freunden Urlaube. Wir denken gar nicht: „Oh Mist, der Urlaub ist halb vorbei! Ich will noch nicht in die Realität zurückkehren!“ Mein Leben ist ein Dauerurlaub. Egal, wo ich bin, ich bin im Urlaub. Zumindest fühle ich mich so. Ich muss morgens nicht raus. Ich muss nicht zur Arbeit. Kein Boss nervt mich.

Manchmal mache ich einen kleinen Tagesausflug an den Strand in New York. Das ist in Ordnung. Es muss ja nichts Großartiges sein. Nur mal kurzfristig was anderes machen.

Wenn mir Leute schreiben, dass sie ihren Job nicht mögen, musst Du wissen: Es ist in Ordnung, wenn Du Deinen Job nicht liebst. Ist Deine Arbeit wirklich Scheiße, wechselst Du den Job. Fertig. Wenn Dir alles auf den Wecker geht, machst Du vorerst einen Teilzeitjob. Hauptsache Du denkst, dass es Dir gut geht. Weniger Geld für etwas mehr Wohlbefinden zu tauschen, ist OK.

Aber Du musst wissen: Willst Du unbedingt finanziell frei werden, musst Du Gas im Job geben. Ich meine, die angestrebte Freiheit erfordert eine Änderung Deines Lebensstils. Das muss nicht alles schlecht sein. Ein bodenständiges Leben kann wunderschön sein. Es ist nicht per se schlecht, auf Luxus zu verzichten.

Hand aufs Herz: Es wäre unaufrichtig, die finanzielle Freiheit so zu verkaufen, als wäre es kein „Qualitätsverlust“. Es gibt bestimmte Aspekte, wo Du Einbussen hast. Anstrengen im Job. Sparen. Du musst dafür etwas opfern. Klar. Oder? Von nichts kommt nichts.

Wer nur kleine Opfer bringt, muss länger am Ziel arbeiten. Es kann 40 Jahre dauern, bis der Traum endlich in Erfüllung geht.

Die meisten Menschen machen sich grundsätzlich über Geld-Themen zu wenig Gedanken. Sie leben in den Tag.

Bekannte machen das so. Wenn sie dann eines Tages von meinem Depot hören, können sie es nicht glauben, wie viel ich dort drin habe. Manche haben wohlgemerkt fast identische Gehälter.

Aber ich sehe manchmal, dass ich ein Umdenken erzielen kann. Die Leute überweisen plötzlich jeden Monat automatisch einen bestimmten Geldbetrag in ihr Depot. Sie investieren es für sich. In ETFs oder Aktien.

Ich finde das großartig. Die Leute, die das tun, müssen sich weniger Sorgen um ihren Ruhestand machen. Sie werden zufriedener. Der Konsum bestimmt ihr Leben nicht mehr. Das Geld liegt nicht lange genug in ihrem Girokonto herum, dass sie es ausgeben könnten. Sie wissen, wenn sie das konsequent durchziehen, dass sie eines Tages keinen Finger mehr rühren müssen.

Sie wissen, sie können irgendwann kürzer treten. Klar, darf man sich mal was leisten. Ein Urlaub. Etwas Schönes. Klar. Solche Dinge gehen dank Haushaltsbuch. Oder wenn Du den Überblick behältst. Du musst nur aufpassen. Du kannst fast alles haben, was du willst.

Bist Du in der Freiheit, dann lebst Du von Deinem Depot. Du kannst drei oder vier Prozent im Jahr entnehmen, ohne eines Tages auf dem Trockenen sitzen zu müssen. Hier kannst Du es ausrechnen:

https://firecalc.com/

Klar hat niemand eine Kristallkugel. Es geht um Wahrscheinlichkeiten.

Allein schon aus Gründen der drohenden Altersarmut muss den Menschen doch das Investieren einleuchten. Ich verstehe nicht, warum es ihnen so schwer fällt.

Wenn Du Dir die Statistiken anschaust, sind das Wohnen und die Mobilität zwei wirklich große Ausgabenposten. Warum nicht hier heute sparen, um für später mehr zu haben?

Aber die Menschen wollen sich nicht für die Frührente anstrengen. Das bedeutet, ewiges Arbeiten, weil die Rente vorne und hinten nicht reicht. Manch ein Rentner hat noch nicht mal sein Haus abbezahlt, wenn der Ruhestand beginnt. Aus der goldenen Zeit wird ein hartes Brot.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Warum die Menschen nicht mehr sparen, ist mir ein Rätsel: Altersarmut. Arbeite besser an Deinem reichen Frühruhestand

  1. Ex-Studentin

    Hi Tim,

    ich wäre gerne reich. Aber wie du schreibst: Es bedeutet auch Verzicht und große Anstrengung. Ich könnte vielleicht Karriere machen, wenn ich bereit wäre ins Ausland zu gehen. Kinder mit Ende 30 bekommen oder ganz drauf verzichten. Ich könnte mich selbstständig machen.

    Alles ist möglich. Selbst ein Schulabbrecher kann sich jederzeit dazu entscheiden, sich fortzubilden.

    Aber können, wollen und machen ist am Ende der entscheidende Unterschied. Ich bin zu vielem nicht bereit und jammer deswegen nicht, das andere mehr in ihrem Leben erreichen. Klar haben manche Leute Vorteile (reiche Eltern, Vitamin B), aber will man deswegen das Leben tauschen? Man selbst hat vielleicht andere nicht-monetäre Vorzüge. Und ganz trocken betrachtet:

    Laufen, sehen, kommunizieren und frei atmen zu können sind zum Beispiel wunderbare Voraussetzungen für ein tolles Leben.

    Liebe Grüße

    Jenny

     

     

     

  2. Mattoc

    Gerade auf n-tv gelesen:

    Auf 116 Milliarden Dollar in bar oder bar-ähnlichen Anlagen sitzt Berkshire inzwischen. Für den legendären Dealmaker, dessen Ruhm auf seinem unvergleichlichen Gespür für lohnende Unternehmensbeteiligungen und -übernahmen beruht, ist diese Summe eine Niederlage. Das Geld einfach in Form von Dividenden oder Aktienrückkäufen an die Aktionäre auszuschütten, kommt für Buffett nicht infrage. „Wir werden eine oder mehrere riesige Übernahmen machen müssen“, schreibt er.

  3. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Prima Artikel, Tim. Unsere Erfahrung als Familie ist, dass man auch mit wenig Geldausgaben ein sehr glückliches Leben führen kann. Das angesparte Vermögen ermöglicht Gelassenheit und Freiheit. Es ist wunderbar.

    @ Jenny

    So ist es. Ein sehr schöner Kommentar.

  4. Kevkeee92

    Tim, deine Texte sind einfach super. Ich lese diese jetzt bereits seit mehreren Monaten. Eine tolle Community hat sich hier bereits angesammelt.

    Mit dem Investieren bin ich vor gut 9 Monaten angefangen. Das Depot ist dank des Mini Crashs leider wieder im Minus. Aber da ich hier nur Geld investiert habe, was sonst nur auf dem Tagesgeld lag, ist das nicht Schlimm. Die Zeit arbeitet ja für mich 😉 Einen Tagesgeldpuffer für schlechte Zeit habe ich natürlich noch behalten. Mittlerweile kommen jeden Monat Dividenden. Das ist einfach ein super Gefühl!

    Ich bin jetzt endlich über meinen Schatten gesprungen und gebe noch mehr Gas. Ende nächsten Monats starte ich meine Weiterbildung. Bin mal gespannt, wie es wieder ist zur Schule zu gehen 😉

    Vor gut 2 Monaten habe ich dann auch endlich mal wieder meinen stark vernachlässigten Blog in Angriff genommen. Es ist ein Schnäppchen-Blog zu Thema Gaming. Bisher schauen täglich so nur 20 und 30 User vorbei, ich hoffe das werden demnächst mal mehr.

    Seit Weihnachten habe ich dort fast 500 Beiträge gepostet, mit Updates sind es ca. 530. Das kostet natürlich extrem viel Zeit, macht mir aber auch genau so viel Spaß. Schaut auch gerne mal vorbei
    Website: https://www.littledeals.de/
    Facebook: https://www.littledeals.de/facebook
    Twitter: https://www.littledeals.de/twitter

    Und das Beste ist von den gut 500 Deals habe ich keine wahrgenommen, weil ich mittlerweile wirklich stark abwäge, ob ich das Spiel zeitnah spielen kann. Im Schrank stehen noch so viele ungespielte Games… die sollen jetzt erstmal dran glauben müssen, bevor was neues in Haus kommt.

  5. Michael

    Hey Tim,

    ich bin zwar eher Trader als Anleger aber sehe auch das Trading schon als Freiheit, obwohl es sehr viel Arbeit beansprucht. Man kann selbst entscheiden wann und wie viel man arbeiten möchte. Ich gebe sehr wenig Geld aus und genieße das Leben trotzdem nicht weniger als andere Leute.

    Oft bin ich von pessimistischen Menschen umgeben, aber deine Beiträge helfen mir dabei ruhig und geduldig zu leben. Im Trading habe ich ständig Zahlen im Kopf. Regelmäßig mal eine Stunde raus gehen durch Wald und Berge wandern befreit mich von den vielen Zahlen und hält mich fit. Viele deiner Tipps helfen mir dabei optimistisch und gut gelaunt zu bleiben.

    Eigentlich wollte ich Buy-and-Hold machen. Nach einigen Berechnungen und Erfolgen stellte sich dann heraus, dass ich im Trading die Jahresrendite eines B&H-Anlegers im Monat realisieren kann. Ich bin noch sehr jung und es fällt mir schwer so langfristig zu denken wie du. Ein Jahr ist für mich eine ewig lange Zeit. Ich hoffe ich kann bald die notwendige Geduld aufbringen um genauso erfolgreich wie du langfristig zu investieren.

    Viele Grüße

    Michael

  6. Thorsten Rohweder

    Vielleicht haben manche Leute nicht gelernt Dinge einzuteilen, ein Minimum an Zeit zu planen, Termine einzuhalten, irgendwelche Ziele irgendeiner Größe zu setzen.  Einfach ein bisschen ehrgeizig zu sein. Die Menschen, die ich zwischendurch auf meinem Weg zu finanziellen Freiheit kennengelernt habe, waren schon etwas ehrgeizig, so wie ich. „Ich kann ja nicht weil…“ ist eine Ausrede. Wer Dinge bis zum letzten Augenblick liegen lässt, plant nicht genug. Es gibt so viele Menschen, die anscheinend nur in den Tag leben.

  7. Mattoc

    @Michael

    Eigentlich wollte ich Buy-and-Hold machen. Nach einigen Berechnungen und Erfolgen stellte sich dann heraus, dass ich im Trading die Jahresrendite eines B&H-Anlegers im Monat realisieren kann.

    Dann machst du zwischen 50% und 100% Rendite im Jahr. Du bist ein sehr talentierter Mensch, oder du bist bald pleite.

  8. Thorsten Rohweder

    @Marc

    Die Anzahl der  in Deutschland in Aktien investierter Menschen ist so niedrig, dass daraus beliebige Steigerungsraten konstruiert werden können. Keine Gefahr, im Gegenteil, vielleicht wachen ja einige auf, sogar der Mainstream funkt inzwischen, dass die europäischen Sparer enteignet werden.

  9. freaky finance

    Ich sehe die Lifestyle-Infaltion auch als ein großes Problem! Am besten kann ich das an meinen direkten Kollegen sehen. Wir verdienen gut in unserer Firma. Ich weiß, dass die anderen in etwa das gleiche verdienen wie ich. Die meisten geben fast alles für Statussymbole und ihre Außendarstellung aus. Hippe Klamotten, immer die neueste Karre übertrieben große Wohnung, Fernseher in Kinoleinwandgröße und 5 bis 7 Mal Essen gehen in der Woche.

    Den ganzen Quatsch habe ich nie mitgemacht. Ich habe schon immer eine hohe Sparquote und habe viel investiert. Nicht selten wurde ich belächelt und bin auf Unverständnis gestoßen. Ich habe aber nie auf irgendwas verzichtet, was mir wirklich wichtig war. Reisen finde ich auch toll. Nächsten Monat entdecke ich das 36. Land. Auch Reisen kann recht günstig sein:

    https://www.freakyfinance.net/2017/04/11/ist-eine-kostenneutrale-fernreise-m%C3%B6glich-die-aufl%C3%B6sung/

     

    Ich bin froh, dass ich im Job Gas gegeben habe so lange ich noch Lust hatte. Die Lust auf den Job wird langsam weniger und ich kann mir nun leisten kürzer zu treten. Auszeiten und Stundenreduzierung. Ich lächle jetzt, wenn die konsumgeilen Kollegen fragen, wie ich das mache. Dauernd am Reisen und so viel frei…

    Jeder kann selber ein bisschen in die richtige Richtung steuern. Aber jedem sind eben auch andere Dinge wichtig…Über Altersarmut muss man sich aber nicht mehr wundern, wenn man nicht mal bei einem wirklich guten Gehalt Rücklagen schafft. Die Krönung ist, wenn mich Kollegen fragen, ob ich Ihnen Geld leihe. Ist schon mehrfach vorgekommen!

     

  10. Claus

    @ Michael

    Du schreibst, Du bist noch sehr jung. Das ist wunderbar. Vermutlich fehlt es Dir aber an Börsenerfahrung, da Du noch keine nennenswerten „Durststreken“ erlebt hast.

    Glaubst du wirklich, Du kannst dauerhaft, in jeder Marktphase, den Jahresgewinn eines B&Hlers in nur einem Monat erzielen? Das wäre super und ich wünsche es Dir.

    Wie viele Monate ist Dir das gelungen, in welchem Markt und wie war die Marktphase? Gab es auch negative Monate dazwischen? Hast Du auch schon mal darüber nachgedacht, dass Du vielleicht „nur Glück“ hattest?

    Ich will dir das Traden nicht ausreden, auch ich habe ein „kleines Tradingdepot“ (ca. 5% meiner gesamten Anlagesumme), um gelegentliche Chancen auszunutzen. Ob sich der Aufwand längerfristig lohnt, muss sich erst noch zeigen. Von echtem Trading kann hier aber nicht die Rede sein.

    Paß auf Dein Geld auf, wie Nils Gajowiy in seinen Videos immer rät…

    Hier noch eine Buchempfehlung, die vielleicht hilfreich für Dich ist:

    Nassim Nicholas Taleb, „Narren des Zufalls“, Die unterschätzte Rolle des Zufalls in unserem Leben.

    Viel Glück und Erfolg!

  11. Mr. Pino Cavallo

    @ Tim

    Würdest du sagen, dass deine Auswanderung in die Staaten dabei geholfen hat, finanziell unabhängig zu werden?

    Deutschland ist ja bekanntermaßen ein Hochsteuerland und die aktuelle Politik ist auf und dran weitere Schritte für noch höhere Steuern einzuleiten. Hierzu zählt insb. die von der SPD im Augenschein genommene Abgeltungssteuer. Die Genossen planen die Abschaffung derselben und die Versteuerung von Kapitalerträgen mit dem persönlichen (tendenziell hohen) Einkommensteuersatz. Das wäre ein weiterer Schlag gegen den mündigen Bürger.

    Hier stellt sich mir die Frage, ob es in Deutschland überhaupt möglich ist trotz hoher Sparquote signifikant früher in Rente gehen zu können. Ergo kann man sich die ketzerische Frage stellen, ob es überhaupt die hohen (Konsum-)Opfer Wert sind, wenn man dann letztlich nur 4-5 Jahre früher in Rente gehen kann.

  12. Robert

    Hallo Tim, ich habe am Wochenende diverse Youtube Videos über die Rente gesehen. Insbesondere krass finde ich hierzu den Onlinerechner: https://www.ihre-rentenluecke.de/#luecke

    Hier kann man sehen, dass jemand, der 3700 netto verdient (was ich schon ziemlich viel finde), wenn er mit 65 in Rente gehen möchte, inflationsbereinigt dann ca. nur 944€ Rente bekommt. Hierauf ist dann laut diesem Onlinerechner auch noch Abgaben zu entrichten.

    Wer jetzt nicht anfängt, mit ETFs, Aktien und Co zu arbeiten, ist später selber schuld.

  13. Bipolarbär

    Mr. Pino CavalloSehr interessante Frage, würde mich auch interessieren.Schon jetzt ist man in DE steuerlich benachteiligt, aber wenn die Abgeltungssteuer wirklich abgeschafft werden sollte, dann heißt es fast gute nacht FI. Außer man hat wirklich ein top Gehalt, Sparquote über 50% und lebt sein ganzes Leben am Minimum.Ich halte es nicht mal für unwahrscheinlich dass das passiert, wir sind in einer wirtschaftlichen Hochphase. Wenns mal wieder abwärts geht und Geld her muss, sind Anleger ein leichtes Ziel da wir eine eher kleine Gruppe sind und Politiker von einem guten Teil der Bevölkerung wohl noch Sympathie erwarten können bei so einem Vorhaben, da Aktionäre=das sind ja eh die Reichen, besser die als wir…Da schaut man auf die Schweiz, keine Steuern auf Kursgewinne, nur auf Dividenden, d.h. eine B&H wäre komplett steuerfrei, und denkt schonmal ans auswandern… Ich glaub vielen ist auch nicht klar wie viel Steuerabzug ausmacht, einfach mal in nem besseren Zinseszinsrechner ausprobieren. Der Unterschied ist extrem und kostet einen letztlich viele Jahre zusätzliche Lebenszeit, Über die man nicht frei verfügen kann.

  14. Ex-Studentin

    @Pametan

    Wenn ich bald hoffentlich wieder Zeit habe, habe ich mir überlegt, ob ich nicht einen VHS-Kurs oder Ähnliches anbiete. Wie man ein Haushaltsbuch führt, Auswirkung der Steuerklasse (brutto / netto), Werbungskosten in der Steuererklärung angeben, wie ich eine Bewerbung schreibe.. Wäre mal eine coole Sache. Wobei es mir graust, mit wie wenig Geld manche Leute vielleicht auskommen müssen.

    Bzw. ein Hauswirtschaftskurs, wie koche ich günstig (den müssten dann Tim oder Frugalist Oliver geben).

  15. GiniKoeffizient

    @Robert

    Wer jetzt nicht anfängt, mit ETFs, Aktien und Co zu arbeiten, ist später selber schuld.

    Naja, die meisten Menschen wissen es halt einfach nicht besser, weil ihnen indoktriniert wurde, dass Aktien böse sind und die paar wenigen Mutigen spätestens 2008 aufgegeben haben (kenne hier unfassbar viele persönliche Beispiele aus Familie und Bekanntenkreisen).

    Daher, wer das Zinseszins-Spiel begriffen hat und nicht mitmacht hat selbst Schuld. Wer auf die Rente, Versicherungen und den Staat vertraut und im Nachhinein große Augen macht, wusste es einfach nicht besser und war schlicht lediglich naiv.

    Würde da mit den Menschen nicht so hart ins Gericht gehen, es ist eine ganz bewusste Verblendung die hier propagiert wird und durch schwammige und hochgestochenes Vokabular zu einer Ohnmacht im Volk bei diesem Thema führt. Und die Wenigen die das kritisch hinterfragen, lesen ja auch ständig in den Medien „Der DAX bricht ein, Panik an den Märkten, wieder 30 MILLIARDEN Euro Verlust.“. Da ist das alles nicht verwunderlich.

    Ich finde der Ansatz den hier @Ex-Studentin vorschlägt ist der wesentlich schönere, mal etwas neues versuchen und den Mitmenschen helfen denen geholfen werden kann, da sie es bereits zulassen und aktiv nach Unterstützung suchen, es aber einfach nicht besser wissen. Wenn man den Leute an die Stirn wirft: ihr seid so blöd, dass ihr nicht auch in die Börse investiert, führt das nur zu einer Trotzreaktion.

    Aber ja, die Rentenlücke ist gewaltig, aber das ist ja nichts neues, das war uns mit 16 schon bekannt, dass wir fast nichts mehr bekommen werden. Etwas dagegen machen? Das tut eigentlich keiner 😀

  16. Jan-Christian

    Hallo Tim,

     

    ich finde es schwierig, sich nur auf das Sparen zu fokussieren. Ich stimme dir im Punkt der Lifestyle-Inflation zu. Aber du gehst pauschalisierend davon aus, dass jemand der mehr Geld verdient nicht damit umgehen kann.

    Warum sollte jemand der erst 40k verdient und davon 30k (25%) spart plötzlich mit 80k nicht mehr umgehen. Wäre es nicht der klügste Weg die prozentuale Sparquote beizubehalten (oder leicht zu steigern) und trotzdem mehr Geld zu verdienen? Im Beispiel oben würde man nun 80k verdienen und 60k sparen. In meinen Augen der deutlich klügere weg.

    Wer krampfhaft versucht sein Geld festzuhalten wird niemals frei werden. Ich selbst habe auch eine Sparquote >50 Prozent. Ich will dabei aber nicht leben wie ein Hund. Ich gebe es offen zu, ein gewisser Lebensstandard ist mir schon wichtig. Trotzdem fehlt es mir an nichts.

     

    VG
    Jan-Christian

  17. Ralf

    @ Mr. Pino:

    „Hier stellt sich mir die Frage, ob es in Deutschland überhaupt möglich ist trotz hoher Sparquote signifikant früher in Rente gehen zu können. Ergo kann man sich die ketzerische Frage stellen, ob es überhaupt die hohen (Konsum-)Opfer Wert sind, wenn man dann letztlich nur 4-5 Jahre früher in Rente gehen kann.“

    Eine sehr gute Frage. Vorab: Es macht immer Sinn systematisch zu sparen. Ohne wenn und aber!

    Aber: Vor allem wenn vor erreichen der FU ein unvorgesehener Fall eintritt z.B. Arbeitslosigkeit wegen anhaltender Krankheit kann es interessant werden. Das geht oft schneller als gedacht, ich kenne selbst Beispiele. Eine gewisse Weile kann man über Krankengeld und Kuren noch was machen. Ein gewisses Netz gibt es also durchaus wenn man geschickt vorgeht.

    Aber ist dies ausgeschöpft wird es bitter. Nach ALG 1 zwingt einen das Amt dann, seine mühselig angesparten Reserven bis auf einen Minibetrag aufzubrauchen bevor man Sozialleistungen erhält. Hat man die FU noch nicht erreicht kann die Kohle also recht schnell weg sein. Hier fehlen vernünftige Freibeträge für Geld, das der Altersvorsorge dienen soll. Eigentlich ein Skandal.

    Wer schlaut ist, sorgt daher zumindest teilweise vor durch persönliches Risikomanagement (ausreichend Cash für Nachkäufe bei Korrekturen, Geld rechtzeitig anonym verstecken vor derartigen Sozialereignissen, evtl. über Vorsorge durch Versicherungen wie BU oder Pflege nachdenken.). Auch das gehört bei der Planung von FU dazu.

    Mit weiterem Steuerzugriff des deutschen Staats müssen wir definitiv rechnen. Der Sparerfreibetrag wurde ja vor Jahren bereits massiv gekürzt, weitere Einschnitte oder andere Stellschrauben werden genutzt werden. Irgendwo her muss die Kohle ja kommen für diverse Entwicklungen, Willkommenskultur ohne vernünftige Kriterien und diverse politische Fehlentscheidungen der letzten Jahre.

    Ein Großteil der Gewinne und Kurszunahmen ist der ultralockeren Geldpolitik und zunehmenden Lohndumping in etlichen Branchen geschuldet. Irgendwann wird dieser Ballon platzen. Das ist absehbar. Selbst Warren Buffett sitzt derzeit laut Meldungen wegen aus seiner Sicht zu teuren Kurse auf ziemlich viel Geld.

    Auch wenn ich nun wieder als Pessimist betitelt werde, etwas Realismus schadet nicht.

     

     

     

  18. Shamba

    Mr. Pino Cavallo

    @ Bipolarbär

    Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Abschaffung der Abgeltungssteuer bezieht sich nur auf Zinseinkünfte und nicht auf Dividenden und Kursgewinne.

    Im übrigen ist die Abgeltungssteuer in vielen Ländern auf Dividenden viel höher als bei uns.

    Trotzdem finde ich die Abschaffung der Abgeltungssteuer auf Zinsen unsozial und hoffe, dass es wenigsten einen höheren Freibetrag gibt, damit es nicht gerade die Kleinsparer am stärksten trifft.

    Lg Shamba

     

  19. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ex-Studentin

    Klar, kann alles jeder nach eigenem Gusto machen. Im Idealfall ist man sich seiner „Taten“ bewusst. Viele leben einfach so in den Tag hinein, ohne sich Gedanken zu machen.

     

    @ Freelancer Sebastian

    Genau so ist es. Wer sich Gedanken macht, sein Leben gestaltet, fühlt sich besser. Ziele setzen. Daran arbeiten. Das macht zufrieden. Die Ziele können auch außerhalb der Finanzen sein.
     

    @ Kevkeee92

    Weiterbildung klingt gut. Hier strengt sich jemand an. Bravo!
     

    @ Michael

    Mit dem Trading kann man Geld verdienen. Es sind wenige. Aber es geht. (Die meisten fallen auf die Nase.)

    Ich setze hin und wieder auf junge Wachstumsfirmen wie Netflix oder CTS Eventim. Nur lasse ich sie ewig liegen und trade sie nicht.
     

    @ freaky finance

    Der Luxus ist wirklich das Problem. Der Mensch will immer mehr haben. Größeres Auto. Neuere Technik, größeres Zuhause, moderne Kücheninsel ….  Schnell kommt man vom Weg ab.
     

    @ Mr. Pino Cavallo

    Ich war in Deutschland schon auf dem Weg in die finanzielle Freiheit. Was mir geholfen hat? Meine Erziehung. Ich wollte sparen und investieren. Ich hab das als Kind schon gelernt, dass es Sinn macht, zu sparen. Es gab dazu gar keine Alternative für mich. Ich bin meinen Eltern dafür dankbar.
     

    @ Robert

    Die Rentenlücke wird immer größer. Es ist echt erstaunlich, warum sich die Menschen nicht darum mehr „kümmern“.
     

    @ Bipolarbär

    Was mich in Deutschland ärgert, sind die Politiker. Sie kassieren fette Beamtenpensionen. Und müssen die mickrige Rente nicht mitmachen. Sie sollten so leben müssen wie das Volk. Mit Riester und gesetzlicher Rente. Dann wäre das Problem schon besser gelöst.

    Ich bin eigentlich kein Fan von Politiker-Schelte. Aber in diesem Fall ist es angebracht. Die Politiker lösen für sich persönlich das Problem. Aber nicht für die Mehrheit der Bevölkerung.

    Wir brauchen bessere Anreize zum ETF-Aktien-Sparen für den Ruhestand. Berlin sollte von Australien, Kanada, England, USA lernen. In den USA besitzen über 50% der Menschen Aktien.
     

    @ Jan-Christian
    Es kommt nur auf die Sparquote an. Der Rest lenkt nur ab.

  20. V

    So, Börse läuft weiter super, 100% Aktienquote weiterhin in vorwiegend high risk Biotech. Jetzt fehlen nur noch 6% zur dritten Million (in EUR); Eigenes Häuschen ist auch da (und bald abbezahlt) und es sind noch mehr als 20 Jahre zum Rentenbeginn. Für mich immer noch definitiv zu früh und zu wenig Geld um die Arbeitszeit (Vollzeit) zu reduzieren – wegen Risiken (Crash, …) und bei Familie mit zwei Kindern. Werde ab nun verstärkt eher in Edelmetalle investieren um systemische Risiken abzusichern…in 3-5 Jahren dann vielleicht reduzieren….

  21. Michael

    @ Claus

    Danke für deine Buchempfehlung. Ich kannte das Buch schon vom Namen her und werde es demnächst lesen. Ich bin sehr vorsichtig und hatte bislang noch keine Durststrecken. Ich habe immer genug Cash um auch schlechte Zeiten verkraften zu können. Anfang des Jahres habe ich eine B&H-Strategie ausgearbeitet und wäre jetzt damit bei +2% für 2018. Mit Trading sind es 2018 etwa +15% (22.02.2018). Vor einer Korrektur habe ich keine Angst.

    Ich bin der Ansicht, dass der Zufall einen sehr großen Einfluss auf unsere Erfolge hat und schließe das natürlich auch bei mir nicht aus.

    @ tim schaefer

    Was macht dich bei Netflix zuversichtlich, dass das Unternehmen auch in einigen Jahren noch so stark sein wird? Ich bin im Bereich IT und weiß wie viel sich schon in einem oder zwei Jahren verändert. Ich habe großen Respekt vor deiner langfristigen Planung und hoffe dass ich das auch irgendwann kann. (Bin noch keine 25 Jahre alt)

  22. GiniKoeffizient

    @V

    Was für ein Blödsinn. Entweder Troll oder übertrieben verschwenderisches Leben.

    Selbst wenn die Börse über Jahrzehnte hinweg 50% einbrechen würde, blieben dir nach deiner Angabe 1,4 Mio. €, das wären 28.200 € jährliche Divindenausschüttungen (bei moderaten 2%, siehe MSCI World, FTSE All World).

    Daher gehe ich mal stark von einem Trollbeitrag aus, wer bei 2.350€ brutto Dividende zusätzlich im Monat neben einem Teilzeitjob eine 4 köpfige Familie im angeblich baldigen Eigenheim nicht ernähren kann, leidet schlicht unter Realitätsverzerrung.

  23. V

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

    Biotechs sind hochriskant und meine Firmen schütten keine Dividende aus. Dividende bremst eh die Performance, da besteuert. ETFs sind für mich uninteressant, ich will die Eier im Korb selbst aussortieren.

    Nein kein Troll. Alles echt.

     

  24. GiniKoeffizient

    @V

    Wer das Hirn einschalten kann ist klar im Vorteil.

    Selbstverständlich hab ich gelesen wie du investierst. Wenn du allerdings bereits so viel Kohle mit den Bio Techs gemacht hast und nicht spätestens zum jetzigen Zeitpunkt  einen ausreichenden Teil davon in langweilige ETFs mit Dividendenausschüttung steckst, dann ist dir nicht mehr zu helfen. Und deswegen glaube ich dir das nicht. Wer Kinder auf die Welt gebracht und 2,8 Mio. an der Börse gemacht hat, der zwackt davon im elterlichen Verantwortungsbewusstsein 20% ab, schmeißt die in solche langweiligen breit gestreute Eierkörbe (ETF, Aristokraten, Versorger, …) und kann weiterhin mit dem Rest sein Harakiri an der Börse veranstalten ohne das gesamte Familienvermögen aufs Spiel zu setzen.

    2% von 500.000€ sind 10.000€ im Jahr, die lässt du auf die Kinder laufen. Dann kannst schön Vollzeit malochen wenn deine Zockerei mal doch in die Hose gehen sollte und die Kinder haben trotzdem keine Sorgen.

    Wenn du das jetzt nicht nachvollziehen oder bestätigen kannst, bist du kein Familienvater. So verantwortungslos kann man nicht mit seinen Kindern und ihrer Zukunft umgehen.

    Ergo: Troll.

  25. V

    PS: Biotechs können im Crash auch 80+ % fallen. High risk eben. Dafür ist mein Depot-Stand auch so hoch, bei 20% p.a. Performance…es braucht noch Zeit/Umschichtung um mir sicherer zu sein.

    PPS: Lebensstandard: einfach+sparsam

  26. V

    Denk was du willst.

    Kinder haben beide auch je 30+Tsd im Depot manage auch ich nach selbem Schema.

    Erben können sie noch früh genug. Kenne mich in Biotech aus, Investieren dort ist mehr Hobby. Da kommt der Jagdinstinkt raus.

    Weigere mich daher auch mein Depot bisher zum echten Vermögen zu zählen. Mein Beruf ernährt alle derzeit sehr gut und da bleibt sogar noch 10+ % für Tilgung p.a. übrig.

  27. V

    Und nochmal PS: ETFs halte ich keineswegs für sicher, die ganze Herde springt darauf. Dadurch entstehen gewaltige Risiken bezüglich Gewichtungsschiefständen.

    Deswegen picke ich mir meine Aktien nach intensiver Analyse ( fundamental+technisch) selbst raus und sichere meine Erfolge in einer anderen Assetklasse, die dazu geeignet ist Krisen als Gewinner zu überstehen: Gold, kleinerer Teil auch Silber.

  28. Heiko

    @Robert:

    „Hier kann man sehen, dass jemand, der 3700 netto verdient (was ich schon ziemlich viel finde), wenn er mit 65 in Rente gehen möchte, inflationsbereinigt dann ca. nur 944€ Rente bekommt.“

    Das ist Unsinn. Wer 45 Jahre gearbeitet hat und kurz vor der Rente 3.700 Euro netto verdient (entspricht rund 6.600 Euro brutto), der müsste, um auf 950 Euro Rente zu kommen, in den 44 Jahren vorher durchschnittlich 2.000 Euro brutto verdient haben. Was für eine Erwerbsbiographie soll das denn sein? Vom Fernfahrer zum Oberarzt?

  29. Mattoc

    Ralf weiterhin mit seiner Willkommenskultur-Hetze, jugendliche Trader und Biotech-Millionäre am Start.

    Puh…

    Schaue nächste Woche mal wieder rein.

     

  30. V

    @Markus: es wuerde jetzt zu weit fuehren meine Kritik hier darzulegen. Und ich empfehle dringend auf keinen Bock (Kommer) zu hoeren wenn es ums Gaertnern geht.

    Ich habe selbst gut 20 Jahre Boersenerfahrung um mein eigenes Bild dazu zu haben. Und oft mache ich gerade an der Boerse Geld damit weil ich gegen die Mainstreammeinung spekuliere.

    Ein Index ist dumm und weiss nicht was die Luschen und Perlen sind. Was dir immer als Vorteil und Chance eines ETFs verkauft wird ist als Kehrseite eben auch dessen Nachteil und Risiko.  Die ETF Flut hebt eben alle Boote, auch die dem Untergang geweihten oder fauligen. Ich hingegen will nur die Perlen suchen und besitzen. Das gibt mir eine gewaltige Extraperformance.

    Kein professioneller Vermoegensverwalter und kein ETF hat es geschafft wie ich ueber Jahre hinweg weit mehr als 15% p.a. Rendite einzufahren, die letzten drei/vier Jahre waren es sogar weit ueber 30% p.a.

    Mein Ziel sind die 5Mio bis 2020/2022, sofern kein Crash kommt. Das waere der Trigger um meine Arbeitszeit auf drei Tage/Woche zu reduzieren.

    Beispielsweise schlage ich mit meiner bisherigen Performance alle Biotechindizes und auch die ETFs darauf. Gerade in den letzten Jahren glueckte das besonders stark, da diese ETFs zu hohe Gewichtungen in den grossen und bekannten Biotechs hatten (zb Celgene,Gilead,…), die eben durch diese ETFs sinnlos in zu hohe Bewertungen getrieben wurden, die sie dauerhaft nicht halten koennen, wenn dort die Pipeline schwaechelt.

    Ich hoffe mein Punkt wird verstanden. Halte ich fuer sehr wichtig.

  31. V

    Der nick Mattoc sagt mir noch was, ich war mal vor 1,2 oder 3Monaten fuer 1/2Tage hier und habe ne Handvoll Kommentare geschrieben. Ich bin auf genau diesselbe Unverstaendnis und Ablehnung gestossen wie es jetzt der Fall ist und sein wird.

    PS:Hab mal nachgeschaut,Mitte Dez war mein Aktien-Depotstand 2431TEUR, heute ging ich mit 2820TEUR aus dem Handel und habe nebenbei aus diesem Depot 15TEUR fuer Gold/Silberkaeufe abgezogen. Laeuft weiteer super und meine gehltenen Aktien halte ich noch lange nicht fuer fair bewertet…

  32. V

    Und noch was: vor ca. 20 Jahren mit knapp Mitte 20 habe ich genau wie die meisten hier jung begonnen, noch waehrend dem Studium. Erst mit 29 habe ich dann ein Einkommen gehabt. Ich war stets sparsam und habe investiert, in den ersten Jahren auch viele Fehler gemacht, v.a. auch in der Dotcom Blase.

    Was ich damit sagen moechte: bleibt diszipliniert dabei und ihr werdet es auch schaffen, auch wenn euer Ziel wahrscheinlich schon bei niedrigeren Summen erreicht sein wird.

  33. Mattoc

    @V

    Ja, ich erinnere mich. Du bist auch damals schon in der selben Art und Weise aufgetreten aber Details zu deinem Depot schuldig geblieben. Irgendjemand (nicht ich, mich interessiert es nicht) hatte dich gefragt, welche Biotech-Aktien du hältst und du wolltest es nicht sagen, wenn ich mich richtig erinnere. Deine Frau arbeitet „halbtags“, richtig? Dir alles Gute, privat und beruflich.

  34. V

    mattoc, korrekt. Meine Frau weiss auch immer noch nichts von meinem Depot(stand). Ich weiss auch nicht, ob das nicht sogar die Familie „stoeren“ wuerde, wenn ich ihr das erzaehlen wuerde. In mein Depot wird schon seit 10 Jahren kein Geld mehr direkt zugefuehrt und es vermehrt sich durch dieses „Hobby“ trotzdem stark.
    Auch muesste sie sowieso gar nicht arbeiten (macht sie weils ihr Spass macht), denn mein Gehalt wuerde locker ausreichen und zweitens leben wir zwar sparsam aber haben alles was man braucht, inklusive Einfamilienhaus, zwei Autos und Urlaube.

    Danke fuer die Wuensche, die ich gerne zurueckwuensche 🙂

  35. Rainer Zufall

    V

    „in 3-5 Jahren dann vielleicht reduzieren….“

    „Meine Frau weiss auch immer noch nichts von meinem Depot(stand). Ich weiss auch nicht, ob das nicht sogar die Familie „stoeren“ wuerde, wenn ich ihr das erzaehlen wuerde.“

    Wie willst Du Deiner Frau in 5 Jahren erklären, dass Du weniger arbeiten willst, wenn Du Dich nicht traust, ihr von Deinem Depot zu erzählen?

     

     

  36. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Michael

    Ich hab einfach ein gutes Gefühl bei Netflix. Das Fernsehen ändert sich. Es verlagert sich ins Web. Netflix ist Streaming-Weltmarktführer. Das Fernseh-Verhalten fängt gerade an sich zu ändern.

    Alles nur ein gutes Gefühl meinerseits.

  37. Ralf

    @V: Arbeitest du mit diversen Hebelprodukten auf Aktien und welcher Art (Zertifikate, Optionen, Optionsscheine..)?

  38. V

    Rainer Zufall, gute Frage. Ich habe keine Ahnung. Das ist der schwierigste Part. Sie hat aber auch nie gefragt. Also keine Ahnung…

    Sie weiss zwar von meinem Depot, das vor gut 10 Jahren so um die 200TEUR Stand hatte, aber ich denke nicht, dass sie, welche Aktien nicht so wirklich gut findet, sich den Zinseszinseffekt ausmalen kann, der zum aktuellen Stand gefuehrt hat. Ich denke sie denkt immer noch um die 200, vielleicht 250, max. 300. Aber wahrscheinlich ist es ihr eh egal.

  39. steve

    @V Glückwunsch,
    es scheint dir gelungen zu sein die Spreu vom Weizen zu trennen. Der Erfolg hat eine hohe Chance Neid und Ungläubigkeit zu erregen. Das Glück immer dazu gehört versteht sich. Das sieht man auch bei Tim Netflix lief ja gut aber die Schulden und die Verluste die jedes Quartal ausgewiesen werden, nichts für mich

    Deiner Frau nichts zu sagen, risky bringt vielleicht irgendwann wieder Würze in die Beziehung, wenn du sie einweihst.

  40. V

    Ralf, hatte ich frueher bis vor 9 Jahren gemacht. In letzter Zeit kaum noch bzw. wuerde ich nur bei aussergewoehnlichen Chancen machen wo ich mir 120% sicher bin, also eigentlich so gut wie nicht mehr. Bei einem gewissen Depotstand muss auch einer der eteas Zockergene hat vorsichtiger werden.

    Meine Aktienauswahl vorwiegend im Bereich Biotech ist Chance und Risiko genug. Ich hatte ein paar Aktien mit mehr als 1000% Plus, daneben viele mehrere-100%er. Und nur ganz wenige echte Flops, nur 1 über die gesamte Zeit. Zumeist habe ich gleichzeitig um die 8-12 Werte im Depot…

  41. V

    steve danke. Ja Glueck gehoert auch dazu. Zum Beispiel hatte ich 600% mit einer Aktie von 2013 bis 2016 gemacht und habe davon 80% realisiert und in eine andere Aktie zum genau richtigen Zeitpunkt gesteckt die dann von 2016 bis jetzt ebenfalls 600% Gewinn gemacht hat. Die daraus resultierenden Zinseszinseffekte sind enorm. Wenn Glueck auch dazugehoert, ist der groesste Part aber das eigene Handeln. Man muss das Glueck beim Schopfe packen und mutig Chsncen ergreifen koennen (die man zuvor gruendlicj analysiert hat, inkl. Risiken)…

  42. Daniel

    Sehr interessante Frage, würde mich auch interessieren.Schon jetzt ist man in DE steuerlich benachteiligt, aber wenn die Abgeltungssteuer wirklich abgeschafft werden sollte, dann heißt es fast gute nacht FI.

    Man merkt, dass viele der hier Anwesenden Anleger noch nicht so lange dabei sind. Es gab auch mal eine Zeit vor der Abgeltungssteuer (die wurde meines Wissens sogar von der SPD vorgeschlagen) und wenn ich mal etliche alte Hasen frage würden sie auch gerne wieder die Zeit vor der Abgeltungssteuer zurückwünschen.

    Man könnte auch einfach wieder das Thema Spekulationsfrist und Steuerfreiheit nach Haltedauer einführen.

    Auf Viele die derzeit am lautesten schreien trifft es ohnehin kaum zu. Rechnet doch mal selbst aus welche Höhen ein Depot haben muss um überhaupt mit einer durchschnittlichen Ausschüttungsquote von 2% über dem Sparerpauschalbetrag zu liegen und wie hoch das bei gemeinsamer Kontoführung ist. Das ist mehr als der Durchschnitt überhaupt im Depot hat.

    Hinzu kommt der persönliche Einkommenssteuersatz der ja immer wieder im Gespräch ist. Hat den jeder mal für sich ausgerechnet? Ich glaube die wenigsten rennen mit einem durchschnittlichen Höchststeuersatz herum.

    Es macht null Sinn sich über ungelegt Eier Gedanken zu machen und was auch gerne vergessen wird ist der Einfallreichtum der Finanzindustrie die dann doch dem Anleger zugute kommt und vor allem welche Lobby dahintersteht. Also abwarten und Tee trinken, ändern kann man es sowieso nicht.

  43. KievKiev

    @V Glückwunsch

    Falls Du selbst meinst, dass es schwierig ist das Vermögen in Deiner Familie kundzutun, so wird es in 3-5 Jahren vermutlich nicht besser. Ich würde das sofort angehen.

    Du hast mit einem konzentrierten Vermögen ein sehr hohes Depot angespart. Du sagst Du lebst sparsam. Ich habe eine relativ hohe Schwelle für mein Zielvermögen gesetzt, da ich hin und wieder höhere Ausgaben durch Vermietung haben kann und dadurch einfach ein größeres Polster (für Instandhaltung) brauche. Falls Du nur ein Eigenheim hast brauchst Du in der Hinsicht ja nicht so ein großes Vermögen. Ich weiß nicht wie alt Deine Kinder sind. Sie werden in 3-5 Jahren aber entsprechend älter sein. Vielleicht lässt in dem Alter dann auch schon das Interesse nach mit Paps tolle Unternehmungen durchzuführen.

    Wenn Du in 3-5 Jahren eh weiter arbeiten möchtest so sicherst Du doch auch schon so weiterhin den Geldeingang durch aktive Arbeit ab. Du bekommst bei 3Mio doch bei einer Rendite von 1% bereits 2500€ im Monat. Wenn Du jetzt noch in Teilzeit reduziert arbeiten möchtest sollte selbst das sehr gut ausreichen. Falls Du Dein Vermögen durch Deine Arbeit aufgebaut hast, so wirst Du vermutlich bei einer 3 Tage Woche schon mehr Geld haben als Du benötigst. Auch ohne Depot.

    Konzentration kann sehr gut für den Vermögensaufbau funktionieren. Ich würde jetzt absichern.

    Wer viel Geld hat, kann spekulieren.

    Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren.

    Wer kein Geld hat, muss spekulieren.

    Ich würde das Zitat von Kostolany erweitern:

    Wer Alles hat, darf nicht (mit Allem) spekulieren.

  44. KievKiev

    @ Daniel

    Ich sehe das Thema auch gelassen. Wenn man FIRE durchführt sinkt ja auch der Grenzsteuersatz durch den Wegfall des Einkommens. Bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung gibt es keine Abgeltungssteuer. Und das ist gar nicht so schlecht. Auch mit Gehalt. Wenn man als Beispiel zu den 10% der Vermögenden eines Landes gehört, so wird dies auch so bleiben. Das Verhältnis ändert sich ja nicht durch andere Gesetze. Zumindest nicht über Nacht. Es bleibt immer genug Zeit für Korrekturen und Anpassungen auf die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen.

  45. Albr

    Ich sehe das wie V, meine Frau kennt die Größe meines/unseres Depots auch nicht (ahnt noch nicht mal ansatzweise wie groß es ist), warum sollte sie es wissen, sie weiß das ich irgendwas mit Aktien mache, aber das wars… sie kann mir nicht helfen bei Anlageentscheidungen oder als Diskussionspartnerin in diesem Bereich dienen…

    sie ahnt auch nicht ansatzweise, dass wir FU bzw. FF sind, ich gehe jeden Tag zur Arbeit, die mir Spaß macht, verdiene gut, hab einen Dienstwagen, wir leben relativ bescheiden (aber wir fahren in Urlaub, gehen ab und zu essen, tanzen etc…)

     

  46. Sparta

    @V

    „@Markus: es wuerde jetzt zu weit fuehren meine Kritik hier darzulegen. Und ich empfehle dringend auf keinen Bock (Kommer) zu hoeren wenn es ums Gaertnern geht.“

    „Kein professioneller Vermoegensverwalter und kein ETF hat es geschafft wie ich ueber Jahre hinweg weit mehr als 15% p.a. Rendite einzufahren, die letzten drei/vier Jahre waren es sogar weit ueber 30% p.a.“

    Es ist ja schön und toll für Dich wenn Du Glück hattest mit der Spekulation auf Kredit.

    Es kann wahr sein, wir wissen es schlichtweg nicht. Möglich sind solche Beispiele.

    Mit ausreichend hoher Wahrscheinlichkeit Deine angegebenen Ergebnisse zu reproduzieren (stark konzentriertes Portfolio mit Fremdkapitalhebel) ist schlichtweg Harakiri und geht vermutlich in 99 % der Fälle bei Privatanlegern daneben.

    Bei den meisten Crash-Szenarien waren Schulden und Fremdkapital die Brandbeschleuniger einer Krise. Auch Aktuell ist die Spekulation auf Kredit wieder höher als während der Subprime in Amerika.

    Du möchtest uns also vor etf`s warnen (Eigenkapitalinvestments mit buy & hold, sehr kostengünstig und langfristig verdammt schwer zu schlagen), dich selbst als grandiosen, überlegenen Investor hier präsentieren oder was genau ist Deine Intention???

  47. Mr. Pino Cavallo

    @ Bipolarbär

    Volle Zustimmung. Als Anleger sind wir eine kleine Gruppe und damit der Politik und ihren Launen hilflos ausgesetzt. Wenn ich mir anhöre, was der Siggi Gabriel zum Thema von sich gibt, dann läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Es kann doch nicht sein, dass gerade die Menschen, die fleißig sparen um vom Sozialstaat unabhängig zu sein, von der Politik so behandelt werden. Jeder vernünftige Politiker sollte die Stärkung des Eigenkapitals eines jeden Bürgers fördern und nicht erschweren.

    @ Ralf

    Auch dir kann ich nur beipflichten. Es ist ein Skandal, dass jemand, der sich abgemüht hat und dann plötzlich krank wird erst auf sein mühevoll erarbeitetes Vermögen zugreifen muss und die Sozialleistungen erst dann greifen, wenn man quasi finanziell am Boden liegt.

    Dass der Deutsche Michel sein Maul nicht aufmacht und dermaßen extrem staatsgläubig ist, halte ich für ein ernsthaftes kulturelles Problem. In anderen Ländern gehen die Menschen bei Steuererhöhungen auf die Straße, bei uns dagegen kommen immer gleich die Moralisten, die uns daran erinnern, wie gut es uns doch hier in Deutschland geht. Naja…

    @ Shamba

    Was noch nicht ist, kann ja noch werden 😉

  48. V

    @Damiel: ja Steuer ist ein entscheidender Faktor. In meinem Depot sind zum Beispiel noch über 30% Anteil, der vor 2009 gekauft wurde und somit Abgeltungssteuerfrei ist. Mir wird schlecht dabei wieviel Abgeltungssteuer der deutsche Staat von mir in den letzten 24 Monaten bekommen hat, das waren deutlich über 100TEUR. Das ist einfach zu gierig, wenn ich da auf andere Länder schaue in denen es auch noch steuerfreie Ansparpläne gibt, bei denen man Aktien frei auswählen kann, wie in USA.

    @Kiev: Ich halte Sachwerte für das Sicherste. Mit Festgeld oder Anleihen kannst du mich jagen. Die nächste Finanzkrise wird v.a. Anleihen und Geldanlagen weitgehend „vernichten“. Oder eine überbordende Inflation „killt“ sie großenteils. Deswegen wird für mich auch in der -Komplett-FF Phase gelten: vorwiegend Aktien, Immobilie, Gold/(Silber), nur Cash für max 12 Monate. Ich sichere derzeit durch die Goldaufstockungen. In Währungen habe ich langfristig kein Vertrauen, denn alle Währungen gehen langfristig auf null.

    @Albr: Schön zu sehen, dass ich nicht der einzige bin.

    @Sparta: Den Wertpapierkredit habe ich in der aktuellen Phase jetzt nicht mehr aktiviert. Wir befinden uns am Ende eines Börsenzyklus und vor den nächsten Verwerfungen. Da sollte man diese Art Risiken nicht mehr eingehen.  Wie gesagt tausche ich derzeit Aktien (riskant) in Gold (sicher).

    ——

    Aktueller Deportstand: 2836TEUR, erneut +16TEUR alleine heute morgen. Ich denke das wird aber in Kürze das Top für eine geraume Zeit gewesen sein, denn ich erwarte in Kürze die Wiederaufnahme der Korrektur, aus USA heraus. Zudem erwarte ich einen Crash und die nächste Finanzkrise noch in der Amtszeit von Donald Trump.

     

     

     

     

     

  49. Mr. B

    @Albr & V, Ihr seid nicht die einzigen mit einem ( oder mehreren )geheimen Depot. Bei mir ist tatsächlich ähnlich, ich kann das gut verstehen.

    Viele Grüße, Mr. B

  50. Thorsten

    Arbeit lohnt sich in Deutschland nicht, der Fleißige wird bestraft.  Auch deswegen habe ich mit der Arbeit aufgehört.  Wir haben in Deutschland die zweithöchste Steuer nach OECD (http://www.deutschlandfunk.de/oecd-deutschland-hat-zweithoechste-steuer-und-abgabenquote.769.de.html?dram:article_id=383638) , die Gehälter stagnieren seit 20 Jahren und unsere linksgeschwurbelten Politiker schreien, es würde von unten nach oben umverteilt werden. Mitnichten, der Mittelstand wird gemolken während die Kosten nach oben schnellen für Miete, Energie,…, Es quietscht im Gebälk, bald ists ausgemolken dann haben wir nur noch reich und arm, die Mitte fehlt dann auch in der Gesellschaft  – wie in der Politik.  Nur die niedrigen Zinsen federn ab. Wehe die Zinsen steigen und die Gehälter stagnieren weiter bei hohen Steuern, dann muss der Mittelstand sein angezahltes Häuschen wieder hergeben. Zu knapp sind viele Finanzierungen gestrickt.

  51. Albr

    @Thorsten: nur die Kuh die Milch hat, kann gemolken werden 😉

     

    ansonsten hat jedes Volk die Regierung, die es verdient und in Deutschland sogar  die Regierung die es sich selbst wählt… also ist das Jammern ziemlich nutzlos

  52. Thorsten

    @Albr ganz genau, aber ich kann das Hamsterrad jetzt von außen rotieren sehen, ich stecke zwar noch im Steuersystem, aber ich strampel mich nicht mehr im Rad ab.

  53. Ralf

    „Arbeit lohnt sich in Deutschland nicht, der Fleißige wird bestraft.“

    In der Tat. Selbst für viele gute ausgebildete Leute trifft das immer mehr zu. Lohndumping und Zeitarbeit in vielen Branchen tragen ihren Teil dazu bei. Und fällt man dann einmal z.B. wegen langer Krankheit ins Hartz4-Netz, sind die Ersparnisse ruckzuck futsch.

    Die Wirtschaft bläst aber weiter kräftig in das Horn des angeblichen Fachkräftemangels, den selbst die Arbeitsagentur zwischenzeitlich nicht mehr so erkennt (außer Pflege und einige wenige technische Bereiche). Billige Leute braucht das Land.

  54. Mr. Pino Cavallo

    @ Thorsten

    Interessant, dass du das System mit Kündigung boykottierst. Darf ich fragen, wie du dein Leben finanzierst?

    Was denkt ihr über das Auswandern? Ich selbst habe bereits versucht in den USA und Dubai Fuß zu fassen. Bisher leider ohne Erfolg. Auf meine Bewerbungen reagiert man nicht bzw. ich erhalte direkt ne Absage. Wobei ich hinzufügen muss, dass das Steuerthema hier eher zweitrangig ist und ich mich eher nach einer neuen Herausforderung sehne. Aber Gerade Dubai hat ein ziemlich gutes „Package“ zu bieten. Es gibt keine Einkommensteuer. Die einzige Steuer, die dieses Jahr eingeführt wurde, ist die Mehrwertsteuer und beträgt lächerliche 5%. Wer in Dubai fleißig ist und den Verlockungen der Konsumgesellschaft widersteht, kann bereits in wenigen Jahren ein beträchtliches Vermögen aufbauen. Hier ist die FU wirklich mit einem Turbo erreichbar.

  55. Ralf

    „Was denkt ihr über das Auswandern?“

    Interessant. Die Schweiz würde mich reizen. Leider will die Familie nicht, was ich aus diversen Gründen nachvollziehen kann. Sofern du nicht gebunden bist, könnte das eine sinnvolle Option sein.

  56. Albr

    Naja Dubai wartet nicht gerade auf frustrierte deutsche Steuerzahler, die keine Steuern mehr zahlen wollen… kenne einige Kollegen aus London (Top Leute), die wegen dem Brexit von London nach VAE wechseln… wenn du Interesse hast und gut verdienen willst, musst du dich VOR ORT um ein Netzwerk kümmern, Leute kennenlernen und dich persönlich bewerben… eine Bewerbung hinschicken wie in Deutschland, erzeugt noch nicht mal ein müdes Lächeln und wandert sofort in Ablage P 😉

     

     

  57. Mr. Pino Cavallo

    „wenn du Interesse hast und gut verdienen willst, musst du dich VOR ORT um ein Netzwerk kümmern, Leute kennenlernen und dich persönlich bewerben“

    Hmm… das habe ich befürchtet und macht nach meiner Erfahrung Sinn. Stellt sich nur die Frage, wie man das konkret anstellen soll. Einfach auf unbestimmte Zeit ins Land reisen und darauf zu hoffen, dass man zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, ist eine sehr teure Angelegenheit 🙂

  58. Pametan

    @V

    Was ist in der Zeit zwischen 0 Uhr und 11 Uhr passiert, dass Du von „meine Aktien sind nicht annähernd fair bewertet“ auf „der große Crash kommt in der Amtszeit von Trump“ (Zitat von Otte übrigens) umschwenkst?

    Wirst Du hedgen oder glattstellen?

  59. V

    Pametan,

    Komplett glattstellen: nein – Nur Cash birgt das Risiko bei einer schnellen Währungsreform fast vollständig enteignet zu werden. Daher keine Option, da ich eine Währungsreform für eine sehr wahrscheinliche Option halte.

    Teilweise glattstellen: ja, wenn ich rechtzeitig erkenne und mir recht sicher bin, dass es das Top ist.

    Hedgen: Ja, aber nur in Form des Aufbaus eines Gold/(Silber) Anteils, der mind. 5-10% beträgt. Aktuell bin ich da noch darunter, arbeite aber stetig daran

    Faire Bewertung:

    a) Viele Biotechaktien reagieren im Crash anders und besser als konjunktursensitive Werte.  Kommt aber auf den Crash an und wie er verläuft und darauf reagiert wird…

    b) In Biotech geht es manchmal recht schnell, manchmal dauert es recht lange. Ich habe zum Beispiel eine Aktie, die ich Ende 2008 gekauft habe (steuerfrei) und die heuer >+1000% gemacht hat. Diese habe ich auch durch die Finanzkrise gehalten…

    c) Bei einigen Werten liegt m.E. eine derartige Unterbewertung vor, dass ich sie auch im Crash und in das danach hinein halten würde

  60. Beobachter

    „Arbeit lohnt sich in Deutschland nicht, der Fleißige wird bestraft.“

    Das ist so ziemlich das Dümmste, ich würde sogar sagen das Saudümmste, das ich hier seit langem gelesen habe und klingt eher nach einer BILD-Schlagzeile.

    Das Gegenteil ist nach meinen Erfahrungen der Fall.

    Aufgrund des Fachkräftemangels ist der Kampf um qualifizierte Arbeitnehmer in vollem Gange. Wer das als qualifizierte Kraft nicht nutzen kann, ist selber Schuld.

  61. Ralf

    „Aufgrund des Fachkräftemangels ist der Kampf um qualifizierte Arbeitnehmer in vollem Gange. Wer das als qualifizierte Kraft nicht nutzen kann, ist selber Schuld.“

    Ach ja? Quellenangaben? Fachkräftengpässe gibt es in einigen wenigen Fachbereichen. Selbst im so gepriesenen IT-Bereich werden z.B. viele Aufgaben/Projekte an Billiganbieter aus Fernost verlagert. Gute IT-Freelancer bilden hier eine Ausnahme, nicht jeder ist aber in diesem Bereich tätig. Jedoch sieht stellt selbst die Arbeitsagentur in ihrer letzten Statistik keinen flächendeckenden Fachkräftemangel fest, siehe hier:

    https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Footer/Top-Produkte/Fachkraefteengpassanalyse-Nav.html

    Im Gegenteil: Viele Leute sind überqualifiziert und arbeiten mangels Alternativen auf falschen Stellen. Die schlechte Bezahlung ist in vielen Branchen ein Grund für Fachkräfteprobleme. Weil niemand für Hungerlöhne die Drecksarbeit machen will. Dann jammert die Wirtschaft was von Fachkräftemangel. Und mangelnde Ausbildungsbereitschaft vieler Firmen.

    Einen wirklichen Fachkräftemangel gibt es derzeit wohl nur im Bereich Pflege und Erziehung.

     

     

  62. Beobachter

    @Ralf:

    das berichten mir wöchentlich mehrfach meine Mandanten quer durch alle Branchen. Viele davon sind bereit höhere Gehälter zu zahlen, sie finden nur leider niemanden. Meine Berufskollegen berichten mir von ähnlichen Situationen, dh sooo falsch scheint die Aussage nicht zu sein.

    Generell wünsche ich dir deutlich mehr Optimismus und Zuversicht.

     

     

  63. Ralf

    „Viele davon sind bereit höhere Gehälter zu zahlen, sie finden nur leider niemanden.“

    Dies mag partiell oder regional zutreffen. Ich und auch andere Berufskollegen (erfahrene Ingenieure aus dem Baubereich) stellen zwar ebenfalls einen hohen Bedarf fest, aber keine hohe Bereitschaft auch faire Löhne zu bezahlen. Teilweise wurde mir bei Probebewerbungen das halbe Gehalt meiner derzeitigen Stelle geboten. Bei Verantwortung für Millionenprojekte. Andere berichten mir ähnliches. Dazu viele befristete Stellen.

    Ich denke daher über einen Quereinstieg in eine ganz andere Branche nach. Ganz so einfach ist dies aber nicht, da gerade im technischen Bereich häufig sehr spezielle Kenntnisse und entsprechende Erfahrung verlangt werden. Und geeignete Fortbildungen in solchen Bereichen sehr teuer sind.

  64. Markus

    „Arbeit lohnt sich in Deutschland nicht, der Fleißige wird bestraft.“

    Und diesen Satz von jemanden, der so gut verdient & auch gespart hat, dass er finanziell frei geworden ist…

    @Kiev

    Tja, die Extreme… da wünscht man sich fast die unkritischen, rosaroten Daueroptimisten zurück! 😉

  65. June

    Guten Abend zusammen,

    die Diskusion, ob sich arbeiten in Deutschland lohnt oder ob wir Lohndumping haben ist müßig.

    „Arbeiten lohnt sich nicht“ ist erstmal ein Standpunkt der mich immer wieder zusammenzucken lässte. Die Frage die sich mir dann immer stellt, wie wenig muss ich denn verdienen, dass sich arbeiten nicht lohnt? Wenn ich den Harz 4 Satz anschaue, dann wären das für 1 Person ca. 420 € plus Miete. Das wiederum heißt, alle Arbeiter und Angestellten in den unteren Lohngruppen die unter 1000 € netto verdienen, haben es eventuell bequemer, wenn sie nicht arbeiten und eine Unterstüzung beantragen. Verdiene ich aber mehr, dann lohnt sich Arbeiten. Hier sparen die meisten Mitschreiber ja bereits mehr als diese 400 €. Also lohnt sich Arbeiten in Deutschland doch.

    Und ich bin sogar der Überzeugung, dass es sich lohnt, wenn man nur geringfügig mehr verdiene. Da man mehr soziale Kontakte hat, Annerkennung im Job bekommt, dadurch das Selbstbewustsein steigt und die Chance erhält durch gute Arbeit und Fortbildung das Gehalt zu steigern.

    Außerdem muss man niemanden Rechenschaft ablegen und darf jederzeit mehr verdienen.

    @Ralf,

    ich mag deine Art zu schreiben! Und zwar dann, wenn du mal nicht jammerst und konstruktive Beiträge bringst.

    Ich weiß, dass deine Familie dich in mancher Hinsicht bremst. Aber am meisten bremst du dich selbst aus. Deine Probebewerbungen sind Quatsch. Bewerben musst du dich dann, wenn du den Job wirklich willst. Wenn du dafür brennst. Und dann wirst du auch deinen Job finden. Ich bin inzwischen der Überzeugung, dass du dich für die falschen Jobs beworben hast. Du wirst in deinem Alter und der Region bereits am Ende der Verdienstkette angekommen sein. Zudem arbeitest du als Bauingenieur nicht gerade in einem Top Verdienst Bereich. Um jetzt ein höheres Gehalt auszuhandeln musst du entweder flexibel sein, oder Personalverantwortung übernehmen. Oben wird die Luft einfach dünn. Aus dieser Erfahrung jetzt zu Verallgemeinern ist falsch.

    Ich arbeite bei einer Firma in Süddeutschland, die im Automobilzulieferer Bereich tätig ist. Wir zahlen sehr gute Gehälter und haben sogar Schwierigkeiten eine poplige Buchhalterstelle zu besetzen, die eigentlich eine Sacharbeiter Stelle ist. Wir hätten da sogar anlernen können. Monatelang haben wir genau 1 Bewerbung erhalten.

    Du hast also meiner Meinung nach genau 2 Optionen.

    1. du suchst weiter! Flexibel in einem großen Radius, und machst das richtig Professionell mit Bewerbstraining. Da sagt man dir auch gleich was du richtig und falsch machst. Und zwar über alle dir offenstehenden Möglichkeiten. Die da wären Vitamin B, Initiatifbewerbung und Headhunter.

    2. du arrangierst dich mit deiner Situation und bleibst wo du bist und steckst dein ganzes weiteres Engagement in deine Sachverständigen Arbeit.

    Aber solange du selbst nicht weißt, was du wirklich willst, solange wird es für dich auch keine Lösung geben.

    Ich wünsch dir von Herzen viel Glück. Und immer daran denken, jammern bringt nichts.

    Take care,

    June

  66. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Ralf

    Harter Tobak, den du wieder von dir gibst.

    Geld rechtzeitig anonym verstecken vor derartigen Sozialereignissen.

    Was willst du uns damit genau sagen? Was möchtest du bezwecken? Anstiftung zum Gesetzesbruch? Sozialbetrug als erstrebenswerte Alternative? Also munter so wie deine „Bekannten“ agieren, die sich das Leben als Sozialfälle eingerichtet haben? Statt zu investieren lieber zehntausende Euro beiseite schaffen, für den Fall der Fälle?

    Ein gewisses Netz gibt es also durchaus wenn man geschickt vorgeht.

    Du beschwerst dich über die hohen Steuern, die der böse, böse Staat einzieht, aber wenn du oder Familienmitglieder zum Sozialfall werden, läßt du lieber die Allgemeinheit zahlen, während du dein verstecktes Geld nutzt?

    Damit wird dann schwarz die polnische oder ukrainische Pflegerin bezahlt, denn dafür sind die – Achtung Sarkasmus! – illegalen Ausländer dann doch gut, oder wie?

    Im übrigen wirklich erstrebenswerte Perspektiven, mit denen du dich andauernd beschäftigst.

    Arbeitslosigkeit wegen anhaltender Krankheit

    Nach ALG 1 zwingt einen das Amt dann, seine mühselig angesparten Reserven bis auf einen Minibetrag aufzubrauchen bevor man Sozialleistungen erhält

    Mit weiterem Steuerzugriff des deutschen Staats müssen wir definitiv rechnen.

    Und fällt man dann einmal z.B. wegen langer Krankheit ins Hartz4-Netz, sind die Ersparnisse ruckzuck futsch.

    Würde mich nicht wundern, wenn das dann auch endlich mal wie herbeigeredet eintritt.

    Sorry, ich finde deine Tiraden ganz und gar nicht erbaulich.

    Ich denke daher über einen Quereinstieg in eine ganz andere Branche nach.

    Da ist ja eine mutige Idee, die lohnt es sich zu verfolgen, oder?

    Ganz so einfach ist dies aber nicht, da gerade im technischen Bereich häufig sehr spezielle Kenntnisse und entsprechende Erfahrung verlangt werden. Und geeignete Fortbildungen in solchen Bereichen sehr teuer sind.

    Doch nicht. Lieber Ausreden finden. Mein Ratschlag: Weniger Tiraden, mehr Action. Einfach loslegen. Ziele festlegen. Wo willst du hin, wer ist schon da? Was kannst du von ihnen lernen? Bücher lesen, Kurse besuchen, Videos schauen, mit den Erfolgreichen sprechen. Handeln, anstrengen, mutig sein! Du bist der Schöpfer deiner Zukunft. Los geht´s.

    @June

    Du hast das schöner gesagt als ich. Ich war vielleicht zu hart.

  67. Phil

    @ Thorsten

     

    „Arbeit lohnt sich nicht.“

    Interessante Diagnose eines finanziell Freien, der es auch über die Erwerbsarbeit in die finanzielle Freiheit geschafft hat.

    @ V.

    Habe mit meinem Partner persönlich gute Erfahrungen gemacht, was das gemeinsame Planen finanzieller Ziele angeht. Dein finanzieller Zugewinn (den ich beachtens- und beneidenswert (im positiven Sinne) finde) gehört allerdings sowieso zu 50% Deiner Gattin, sodass sie auch ein  – Verzeihung – verdammtes (und verbrieftes) Recht darauf hat, über die tatsächliche finanzielle Ausstattung ihres Haushalts in angemessenem Maße informiert zu sein. Sollte es mal kriseln (was ich natürlich nicht hoffe) ist das Offenlegen der Finanzen Usus, und im Alltag verschwiegene Vermögenswerte sind dann ein gefundenes Fressen.

  68. Rainer Zufall

    Phil

    Kann auch überhaupt nicht verstehen, wie man die Vermögensverhältnisse in einer Partnerschaft derart geheim halten kann. Aber gut, es werden ja noch ganz andere Sachen geheim gehalten.

  69. KievKiev

    @ Markus

    Du bist mir mit Deiner Antwort zuvor gekommen. Ich fange hier nicht an über Steuern zu weinen. Ich bin noch nicht 40 und kalkulatorisch frei. Da würde ich mich ja nur lächerlich machen, wenn ich über die schlechten Chancen in Deutschland schreibe. Ich verdiene das meiste Einkommen auch leider noch selbst hart im E Quadrant. Aber daran arbeite ich. Ich habe eine kostenlose Ausbildung an einer sehr guten Uni genossen. In den USA als Beispiel sieht der Blick ins Depot bei vielen Absolventen ohne wohlhabende Eltern ernüchternd aus. Ich konnte mir den Berufsstart mit Gebrauchtwagenkauf und Standortwechsel usw bezahlen und habe quasi mit 0€ angefangen.

    Ich hätte beruflich vielleicht noch mehr erreichen können, aber ich wollte es ja auch nicht. Ein skalierbares Business in einem Bereich der mir richtig Spaß macht würde mir schon eher gefallen. Da mir aber bisher die sehr gute Idee dafür nicht gekommen ist, habe ich die nicht ganz so innovative Vermietung etwas ausgebaut. Einen Plan aufzustellen um eine gute Innovation zu entdecken ist vielleicht auch schwierig. Vielleicht wird es auch einfacher wenn ich gelassener ein neues Business aufbauen kann. Ich muss ja nicht damit zwingend schnell erfolgreich sein.

  70. June

    @ Freelancer,

    doppelt gemoppelt hält besser 😉

    @Phil,

    sehr schön! Endlich hat jemand auch daran gedacht,  dass das Geld auch seiner Frau gehört.

    @V

    Es ist deine Aufgabe, deiner Frau eure Finanzen näher zu bringen. Sie muss sich ja nicht unbedingt für Aktien interessieren, aber die Zahlen und die groben Zusammenhänge sollte sie kennen. Denn sollte dir was passieren, dann ist deine Frau mit deinem Spezialdepot völlig überfordert. Und fällt auf den erst besten Bankverkäufer herein.

    Take care,

    June

  71. Fit und Gesund

    sagt mal, hab ich das richtig verstanden dass es Ehefrauen gibt die nicht wissen wieviel Geld auf dem Konto oder Depot oder sonstwo ist? Das kann ich nicht glauben….ich bin völlig erschüttert dass es sowas heute gibt, das muss ich falsch verstanden haben, oder?

  72. June

    @Fit und Gesund,

    doch das gibt es öfter als du dir vorstellen kannst. Die quasi „Schwiegermutter“ meines Sohnes hat keine Ahnung wie viel Geld ihr Mann verdient. Wie viele Konten es gibt. Was er mit dem Geld macht und wie viel Aktien und Gold sie besitzen. Und sie ist so schlau und will es wenigstens wissen.

    Sollte es da mal zu einer Trennung kommen, wird sie sicher über den Tisch gezogen. Leider, weil sie ist wirklich eine nette. Hat aber jahrelang zu naiv vertraut.

    Bei uns ist es umgekehrt, hier ist Geld Frauensache. Mit dem Unterschied, das Mr. Juni genau weis, welche Konten und wie viel Geld wir haben. Er hat auch alle Vollmachten, nur ich manage eben alles.

    Take care,

    June

     

  73. Fit und Gesund

    @June,

    völlig unvorstellbar für mich sowas, o.k, ich bin ja nicht und war nie verheiratet, aber ich wusste schon als Jugendliche wieviel meine Mama verdient, wo und wie das Geld angelegt ist, auch wurde ich immer um meine Meinung gefragt in Geldangelegenheiten, auch als ich noch ganz jung war,

    vielleicht haben diese Frauen ja völlig andere Interessen und sind es zufrieden solange sie ihren Kram machen können, für mich wär das nix, Geld ist wichtig und darüber muss ich Bescheid wissen, aber gut… ich muss ja auch mein Geld selber verdienen und diese Ehefrauen vermutlich nicht. Dennoch verstehe ich solche Männer nicht ganz, warum wird das so gemacht?

  74. June

    @Fit und Gesund,

    zum einen spielt hier die historische Entwicklung der Frau eine Rolle. Frauen durften früher kein eigenes Bankkonto eröffnen. Mein Onkel musste sich nach der Hochzeit mit meiner Tante in den 60ern bei ihrem Chef melden und sich explizite einverstanden erklären, dass meine Tante weiterarbeiten darf. Im bürgerlichen Umfeld war früher der Mann einfach der Versorger. Das merkt man leider noch heute und auch heute sind längst nicht alle Frauen so emanzipiert wie wir.

     

    Zum andren ist es wohl schlicht Interesselosigkeit und Bequemlichkeit.

    Die entsetzlichste Aussage einer Frau, die ich je gehört habe als es in der Familie mal knapp mit dem Geld war, zu ihrem Mann ist:

    ‘Wie du das in Ordnung bringst ist mir egal, Hauptsache ich habe genug Geld zum Ausgeben.‘

    Leider gibt es solche Frauen, aber es gibt auch Männer denen Geldangelegenheiten schlicht egal sind.

    Außerdem gibt es auch immer noch Männer die eine Ehe nicht als Partnerschaft auf gleicher Augenhöhe sehen, sondern als bequemes versorgt sein wie bei Mutti. Hier ist die Ehefrau, Köchin und Putzhilfe. Deiner Angestellten wirst du deinen Verdienst kaum mitteilen.

    Und es gibt den Taktiker, der irgendwie mit einem scheitern der Ehe rechnet und in diesem Fall seine Schäfchen unbemerkt ins Trockene bringen möchte.

    Dann noch das überheblich Exemplar Mann, dass der Meinung ist seine Ehefrau schafft es intellektuell nicht sich in Gelddinge einzuarbeiten.

    Alles Gründe warum manche Frauen nicht Bescheid wissen.

    take care,

    June

  75. Slazenger

    Fit und Gesund

    Es gibt Frauen die interessiert das einfach nicht wo und wie viel Geld angelegt ist, z.B. meine Frau geht auch in die Richtung. Trotzdem habe ich ihr eine Übersicht über alle Konten und Depots sowie die dazugehörenden Zugangsdaten gegeben, allerdings interessiert Sie ,was ich mit Aktien mache null. Muss man akzeptieren. Wichtig ist für mich eben dass Sie an alles rankommt sollte mal was mit mir sein und Vollmachten hat Sie eh für alle Konten.

  76. Albr

    @June, gute Kategorisierung… meine Frau, hat schlicht und ergreifend KEIN Interesse an der Börse/Aktien/Investements… ich kann es leider nicht ändern und verstehen tu ich es ehrlich gesagt auch nicht richtig… aber ok, ich habe mich damit arrangiert… im übrigen ist meine Frau recht sparsam (manchmal zu sparsam wie ich finde)

  77. Chris Christen

    Hola Tim, es ist immer wieder schön deine Kommentare zu lesen. Bitte niemals aufgeben!

  78. V

    @Phil, Fit und Gesund und andere:

    Ich verschweige eigentlich nichts. Meine Frau weiß, dass ich ein (bzw. mehrere) Depot(s) habe, fragt aber gar nicht nach. Es ist ihr irgendwie nicht wichtig. Als ich 2014 eine OP hatte sagte ich ihr, dass sie sich keine Sorgen machen müsse falls es nicht gut geht, meine Familie wäre abgesichert. Auch da hat sie nicht nach der Summe gefragt. Da stand ich kurz vor der ersten Million.

    Sie hat alles was sie braucht und wir leben ein ganz normales Leben. Das reicht ihr. Ich denke ich brauche mir daher nichts vorzuwerfen.

    Für mich ist das Depot auch nicht real. Für mich ist das eine Spielwiese. Heute muss ich z.B. wieder mit dem Kopf schütteln, das Depot gewinnt erneut +46TEUR, gegen den Markt. Solche Phasen kapiere nicht mal ich. Andererseits weiß ich, dass ich die richtigen Titel ausgewählt habe und trotzdem ist es für mich schwer begreiflich wie einfach es in manchen Phasen ist das Geld „einzusammeln“. Denn man geht auch in einigen Phasen durch sehr heftige Schmerzen durch, die man dann einfach aushalten muss. Dann geht gefühlt nichts voran bzw. es stürzt erst mal ab, bevor es aufwärts geht und der Markt das sieht was man zuvor gesehen hat….

  79. V

    PS: Noch ergänzend. Meine Frau ist weder ungebildet oder unemanizipiert. Sie hat z.B. Abi. Sie steht ihre Frau und manage’t viele die Dinge und ist in einigen Punkten schlauer als ich. Also kein Dummchen am Herd. Die Geldangelegenheiten manage aber ich. Sie ist nicht unzufrieden, wie ich ihr Depot gemanagt habe, sie hat ja auch eines. Hier tobe ich mich aber nicht so mit riskanten Geschichten aus, aber 250 Prozent seit 2006 sind ja auch nicht schlecht. Im Übrigen gehen bei mir alle Einkünfte aus meinem Angestellten-Einkommen (als IT-ler verdient man nicht so schlecht) aufs gemeinsame Girokonto – aus dem alle Bedürfnisse bestritten werden und das Haus getilgt wird – und daraus geht nichts in mein Depot. Das bedeutet, dass mein Depot aus eigener Kraft gewachsen ist bzw. durch eigenes Management.

  80. V

    PS: Wenn ich so darüber nachdenke: Selbst ihr eigenes Depot interessiert meine Frau nicht wirklich. Sie sieht das als Rücklage bzw. Sicherheitsfallschirm. Genaue Prozentzahlen wie es gestiegen ist habe nur ich im Kopf, ich bin sicher sie interessiert das gar nicht und sie weiß es nicht annähernd auswendig wie viel Prozent ihr Depot gestiegen ist seit 2006 und müsste dazu explizit nachschauen (was sie so gut wie nie tut). Und wenn man sie fragen würde, würde sie wahrscheinlich nur eine zweistellige Prozentsumme nennen.

  81. V

    Markus, ich nenne ungern Werte, da ich nicht möchte, dass Leute mir etwas nachmachen und ich moralische Verantwortung dafür trage.

    Ich nenne beispielhaft mal zwei mit der expliziten Bitte die Finger davon zu lassen, denn ich übernehme die Verantwortung für eventuelle Fehler nur für mein Depot und meine eigenen Entscheidungen. Zudem sind die Werte schon gestiegen, sodass sich Chance/Risiko schon verschlechtert haben im Vergleich zu meinem Einstieg. Meine Einschätzung eines fairen Wertes können auch mal falsch sein.

    Der größte Teil des Anstiegs meines Depots im Jahr 2018 geht auf ABLX (Ablynx NV) zurück, die durch Sanofi zu 45 EUR übernommen werden. Steht aktuell um 44 EUR, damit kann nun keiner mehr Geld machen. Ich warte auf die Genehmigung durch die Kartellbehörden (m.E. Formsache) und die Auszahlung in Q2 2018. Gekauft 2016 zu um die 8,5o EUR.

    Der Anstieg heute geht zu ca. 60% auf das Konto von XNCR (Xencor), diese habe ich in Q4 2017 zu um die 20/21 USD gekauft. Stehen heute bei knapp 32 USD, alleine fast +9% heute.

  82. Fit und Gesund

    @June,

    danke für die Auflistung, teilweise musste ich ja lachen… wer weiss, vielleicht haben die Frauen auch ihre „Geheimnisse“

    @V,

    danke für die Erläuterung, so klingt es schon ganz anders, die Frau hat also auch ein „eigenes“ Depot, das finde ich dann sehr gut.

    wegen Biotech, ich habe erst kürzlich Amgen gekauft, eigentlich wollte ich auch BB Biotech, aber Beides ging nicht, vielleicht später. Ausserdem bin ich noch im Health Care Bereich fast überinvestiert, was sind so Deine Einschätzungen?

    Dein Depot braucht aber eine gehörige Portion Nerven, und ein gewisses Fachwissen, kann ich bei Beidem leider nicht so ganz mithalten *lach*, viel Erfolg!

     

  83. V

    Fit und Gesund:

    Amgen ist mir schon zu „groß“ als dass sie interessant für mich wären. Zudem, und das hatte ich zuvor bereits geäußert, habe ich seit geraumer Zeit eine Underperformance der großen Werte angenommen und damit Recht bekommen. Grund ist, dass es für sie immer schwieriger wird ihr Wachstum zu halten.

    BBBiotech geht ähnlich vor wie ich. Im Endeffekt kaufst du bei denen ein Portfolio, das aus vielen ausgewählten Biotechunternehmen besteht. Die sind prinzipiell nicht schlecht in ihrer Auswahl.

    Aber für mich nicht gut genug 😉 und zudem wollen die wahrscheinlich auch bezahlt werden; da ist also wohl noch jemand zwischen dir und dem Honigtopf. Das klingt jetzt arrogant aber ist nicht so gemeint. Ich habe z.B. auch schon gegen deren Entscheidungen spekuliert und damit Recht behalten. Z.B. haben sie 2011 eine risiege BAVA (Bavarian Nordic) Beteiligung zu 100 bis 60 DKK abgestoßen, nachdem sie Jahre zuvor zu über 200 rein sind. Ich hingegen habe die dann nach intensiver Analyse für 65DKK gekauft; sie liefen zeitweise bis 400 DKK. Oder deren Entscheidung sich 2015/2016 mit RDUS vollzusaugen habe ich auch kritisiert. Nachzulesen in Börsenforen…

    Die Analysen sind kein Zuckerschlecken, v.a. nicht für einen, der eigentlich branchenfremd ist. Ich hangele mich teilweise durch die tiefsten wissenschaftlichen Publikationen durch und verfolge Kongresse auf denen neueste Studienergebnisse veröffentlicht werden. Wie immer kommt nichts von nichts… aber es macht noch Spaß, solange man alles richtig macht.

    Healthcare und deren Übergewichtung ist prinzipiell nicht falsch, wenn man die weltweite demografische Entwicklung ansieht. Allerdings sind die Kosten so aus dem Ruder gelaufen, dass es starke Risiken gibt die Preise für Medikamente noch stärker zu regulieren. Das würde dann den Sektor im Gesamten für längere Zeit zurückwerfen.

    So nun genug gelangweilt. Wünsche dir auch viel Erfolg… 🙂

  84. Slazenger

    @V

    Biotechs gibts ja wie Sand am Meer! Welche Quelle benutzt du um an die richtigen bzw. entscheidenden Informationen zu kommen, um eine Investment Entscheidung zu treffen?

  85. V

    @Slazenger
    Ich habe viele Quellen um Ideen zu erhalten und auch viele Quellen um meine Investmententscheidungen zu bilden und zu treffen, u.a.:

    Healthcare Konferenzen
    Medizinkongresse
    (vorw. amerik.) Börsenforen
    Social Media (z.B. Twitter, YouTube)
    wissenschaftliche Publikationen
    Patentanmeldungen (USPTO)
    Homepage der Firmen selbst
    Quartals-CC der Firmen
    Charts und Charttechnik
    Sentiment in Börsenforen und -social Media (gehypte Werte meide ich)
    ….

    Der Initialfunke zur Idee und dem Bedürfnis tiefer zur Analyse einzusteigen kommt nicht immer von derselben Quelle.

  86. Fit und Gesund

    @V

    danke für Deine Ausführungen, Deine Investments sehen tatsächlich nach harter Arbeit aus 🙂 da ist nix mit einfach mal schnell nachmachen,

    ich muss eben machen was Andere auch machen und werde somit keine überdurchschnittliche Rendite bekommen, dennoch,  ich bin zufrieden, hab gerade meine Monatsabrechnung gemacht, das Depot hat schon ein wenig gelitten, aber für mich völlig o.k.

     

  87. V

    Fit und Gesund:

    Meine Aussage zu Amgen möchte ich gerne präzisieren, war gestern etwas arg pauschal: Amgen scheint von den größeren Flagschiffen noch eines der wirklich besseren zu sein.

    Sie sind zum Beispiel einer der Leader in bispezifischen Antikörpern, eines der m.E. wichtigen Zukunftsthemen. Die von mir genannte XNCR ist da auch extrem gut aufgestellt, nur eben mit viel größerem Hebel im Erfolgsfall, da sie viel kleiner sind.

    Ich habe zudem eine andere Firma im Depot, mit der Amgen vor ein paar Monaten eine (für meine kleine Firma) sehr lukrative Kooperation in diesem Feld geschlossen hat. Diese kleine Firma besitzt eine potentiell disruptive Maskierungstechnologie für Antikörper, die mit allen Antikörpern aufgrund Targetauswahl auftretende Toxizitäten massiv senken könnte, weil das Abspalten der Maskierung erst im Tumor aktiviert wird und nicht in gesundem Gewebe. Das deutet darauf hin, dass Amgen auch strategisch eine gute Antenne hat.

    Ich hatte zudem mal DEN Leader in bispecifics besessen, der dann (2012) von denen übernommen wurde: Micromet. Ein großer Teil von Amgens „bispecifics“ ist aus Micromets Pipeline. Blincyto ist deren bekanntestes Produkt.

    Also da sind keine Idioten am Werk, die Pipeline ist für einen Großen extrem okay.

  88. V

    Ich denke die maerkte werden jetzt wieder in den korrekturmodus geschaltet. zweites ‚leg down‘ fehlt noch. Anleger generell schon wieder zu optimistisch.

  89. Slazenger

    @V

    du scheinst wohl recht zu haben, heute gehts erst mal runter!

    Deine Vorbereitung auf den Big Crash ala 1929, sieht den Erwerb von Edelmetallen vor! Kaufst du Physisch? Oder nimmst du auch Minen ins Depot?

    Wer hat eine ähnliche Meinung wie V ?

  90. Fit und Gesund

    hallo V.

    danke, dann bin ich ja erstmal zufrieden, die steigern auch die Dividende ordentlich, im Gegensatz zu Roche und Novartis, sonst habe ich noch JNJ, Novo Nordisk, Fresenius und Medtronic. Roche und Novartis gehören zu meinen grössten Positionen, Roche macht überhaupt keinen Spass, aber ich behalte sie selbstverständlich.

    Ich denke auch dass diese Korrektur noch nicht ausgestanden ist, ich habe noch Cash im Hintergrund, aber damit bin ich vorsichtig, das sollte eher für richtige Crashzeiten reserviert sein. Alles in Allem wäre es schon gut wenn es nochmal etwas nach unten ginge, dann kann ich die Aktien kaufen oder nachkaufen die ich noch möchte, nur …schön sehen die roten Zahlen im Depot aber auch nicht aus 🙂

    Wünsche Dir ein gutes Händchen bei Deinen Anlagen.

    Liebe Grüsse

  91. V

    @Slazinger: Physisch, keine Minenaktien. Man muss wissen wo man sich auskennt und wo nicht. Bei Minen kenn ich mich ned aus.

    @Fit und Gesund: extreme Schwankungen muss man aushalten können, wenn man von seinen Anlageentscheidungen überzeugt ist (wenn nicht, sollte man  verkaufen).  Ich habe da ein ziemlich dickes Fell, auch wenn es mal massiv einbricht macht mir das nichts aus, denn von den Aktien, die ich im Depot habe bin ich überzeugt. Sollte sich an der Überzeugung was ändern (z.B. aufgrund neuer Infos) fliegen sie raus….

  92. Jens

    Der Artikel gefällt mir gut, weil er auch die Pflichten aufzeigt, die Normalos haben, um finanziell unabhängiger zu werden.

    Eine solide Sparquote zu erreichen verlangt jeden Monat neu Disziplin. Und leider sind die finanziellen Verführungen links und rechts immens. „Konsum ist geil“ ist das Motto von Vielen.

    Aber nur, wer jeden Monat das Gesparte auch entsprechend in ETFs oder Aktien direkt investiert, kann dann auch die entsprechende Zusatzrendite verdienen.

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