So gelingt der Weg in die finanzielle Freiheit


New York, 27. Januar 2019

In Deutschland gehen die Immobilienpreise durch die Decke. Ich habe schon mehrfach hier die Vorteile und Nachteile vom Eigenheim beschrieben. Ich weiß nicht, was besser ist, wenn mich jemand fragt.

Es hängt vom Einzelfall ab. Ich kenne nicht eure Situation, daher ist es unmöglich für mich, das einzuschätzen. Das könnt nur ihr selbst. Was klar ist: Eine Entscheidung ist weder schwarz noch weiß – meistens sind es Grautöne.

Es gibt eine Menge Faktoren, die im so einer Entscheidung einbezogen werden sollten. Wohnpreise, Familie, Arbeit, Freunde, Verwandte, sentimentale Bindungen an die Region, die wirtschaftliche Situation, die Nachbarschaft und Region. Beim Arbeitsort gilt: Ich bin generell ein Fan davon, möglichst nahe bei der Arbeit zu wohnen. Das verkürzt das zeitraubende und teure Pendeln. Ich habe in meinem Leben langes Pendeln auf mich genommen, es war stressig.

Wer alleinstehend ist, hat andere Prioritäten. Es gibt Leute, die ziehen oft um. Deutsche im Alter zwischen 20 und 40 Jahren sind die Spitzenreiter im Umziehen. Amerikaner ziehen im Schnitt in ihrem Leben 11 Mal um, sie sind die Weltrekordhalter. Es gibt Leute, die sind gut darin. Andere fühlen sich entwurzelt, wenn sie in eine neue Wohnung ziehen. Es kann ein großer Umbruch sein.

Was klar ist: Wer alle fünf Jahre umzieht, für den lohnt sich der Eigenheimkauf wohl nicht. Jeder Kauf und Verkauf einer Immobilie ist mit hohen Nebenkosten verbunden. Steuern, Renovierung, Umzug, Makler… selbst mit der beste Wertsteigerung kann nach ein paar Jahren unterm Strich kaum etwas hängen bleiben. Der einzige, der reich wird mit wechselnden Eigenheimen, ist der Makler. Immobilien sind wie Aktien oder ETFs. Sie sind eher etwas für „Buy and Hold“-Anleger.

Warum nicht unter Palmen leben? Wer eifrig spart, hat viele Optionen im Leben. Mit einem „normalen“ Job geht das. Wer sich anstrengt und 50% vom Gehalt spart, kann erhebliche Summen über die Dekaden an der Börse aufschichten. Dank des Zinseszinses.

Bei vielen Kosten ist es, dass sie überraschend kommen, aber im Prinzip lässt es sich absehen. Bei mir zuhause gingen die Wasserhähne in der Küche und Bad kaputt. Das nervt.

Es ist bei vielen Dingen so, dass eine innere Uhr tickt. Waschmaschine, Mikrowellenherd, Kühlschrank, Laptop, iPad…

Dein Computer hält nicht ewig. Dein Telefon wird nicht ewig halten, dein Fernseher wird irgendwann den Geist aufgeben. Aber das Kaufintervall für einige dieser Produkte ist so groß, dass du es schnell vergessen kannst. Daher ist ein Notfallkonto nötig. Gefüllt mit vielleicht 3.000 oder 4.000 Euro.

Ein Smartphone hat eine geschätzte Nutzungsdauer von 4 oder 5 Jahren. Danach funktioniert es entweder nicht mehr oder es wird vom Hersteller nicht mehr unterstützt. Du erhältst vielleicht keine Sicherheitsupdates mehr. Und die Apps funktionieren nicht mehr.

Was kostet heute ein anständiges Smartphone, 600 Euro? Es sind vielleicht 10 Euro pro Monat, die du beiseite legen solltest.

Ich weiß, 10 Euro pro Monat sind kein großer Posten. Aber schaue dir das Auto an, wenn das kaputt geht. Viele Menschen leben einfach in den Tag, sie haben keine Rücklagen. 

Aber sagen wir, du kommst clever durchs Leben. Du bist sparsam. Du machst Karriere. Früh legst du deine Ersparnisse aggressiv in Aktien oder ETFs an, weil die Börse langfristig überlegen ist.

Du bist 50 Jahre alt, hast 800.000 Euro im Depot. Du brauchst zum Leben 30.000 Euro im Jahr. Mit 65 Jahren erhältst du zusätzlich deine gesetzliche Rente. Es ist nicht viel, aber immerhin. Du entscheidest dich heute für die Freiheit. Dein Haus ist abbezahlt. Du hast keine Schulden.

Du hast mehr Zeit. Für Familie, Freunde, Spaziergänge, Wandern, Bewegung, Lesen, Kochen, Schlafen, Yoga, Instrumente. Du freust dich schon auf den Frühling. Im Sommer gehst du Schwimmen. Du liegst in der Hängematte im Garten. Vielleicht suchst du dir einen Nebenjob. Aber du brauchst ihn nicht. Nur etwas, was dir Spass macht.

Es gibt übrigens erstaunliche Karrieren. Das Internetzeitalter hat einige Chancen geschaffen. Faszinierend finde ich Richard Tyler Blevins alias „Ninja“. Der 27-jährige spielt jeden Tag 10 Stunden Videospiele am Computer und streamt sie. Über 12 Millionen Fans folgen dem Amerikaner auf Twitch und YouTube. Er verdient 500.000 Dollar im Monat.  Krass. Er kann bestimmt in die finanzielle Freiheit gehen. 

Was „Ninja“ Blevins macht, finde ich spannender als die Kids, die „nur“ teure Kleidung kaufen. Leser Bruno hat das Video entdeckt. Echt krass:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „So gelingt der Weg in die finanzielle Freiheit

  1. AvatarSkywalker

    Ja, so ist das. Das eigene Haus ist ein tolles Gefühl! ich sitze gerade im Wohnzimmer mit Fernblick. Uneinsehbarer Garten, kein Verkehr und trotzdem in 7 Minuten in der Stadtmitte.
    Wenn es nötig wäre würde ich hierfür sogar auf andere Dinge verzichten Gott sei Dank ist es aktuell nicht notwendig.
     
    Die freiheitsmaschine hat zuletzt ein Millionärs Interview gebracht in dem einen Mitte 30 jähriger 100 Wohnungen gekauft hatte innerhalb von 10 Jahren, das ist wirklich inspirierend… 

  2. AvatarSven

    Das Video mit den Outfits ist ja mal krass. Ein Outfit ist so viel wert wie mein ganzer Kleiderschrank, also inklusive dem Schrank!
    Dann noch der Typ mit dem 10k$ Pullover, ich wusste nicht mal das es sowas gibt. Echt dekadent. Vielleicht sollte ich mir noch ein paar LVMH Aktien in mein Depot  holen… 

  3. AvatarThorsten

    Mit Immobilien ist es wie mit Gold, Rauchen  oder Alkohl. Entweder man tut es oder man lässt es. Wer keine Affinität zu Immobilien hat wird damit nicht glücklich.
    Gleiches gilt im Übrigen auch für Aktien, die hier kaum jemand in Frage stellt. Aber nicht jeder fühlt sich damit wohl.
    Die Bankbüchsen könnten  einen ETF kaufen und sich damit die ganze Welt kaufen.  Wem würde das nicht gefallen ? Ich kaufe mir die Welt ! 😉 Oder halt eine Immobilie, oder Beides.

  4. AvatarMicha

    @Sven

    Dann noch der Typ mit dem 10k$ Pullover, ich wusste nicht mal das es sowas gibt.

    [Minute 6:33]
    Und ich wüßte auch mal gerne, ob das bezahlt wurde und wie die an diese Beträge kommen. Vielleicht sind die Klamotten auch nur so teuer gewesen, weil die Kumpels gerade dabei sind?!

    @Tim

    > Warum nicht unter Palmen leben? (Fotountschrift)

    Vorsicht: Mir ist mal in Sri Lanka eine Kokosnuss von einer Palme 2m vor mir auf den Weg geknallt. Also immer schön vorsichtig, falls es sich um Kokospalmen handeln sollte, unter denen man leben möchte.  😉

  5. AvatarMicha

    @Thorsten
    >Ich lebe unter Palmen, zum Glück sind keine Gefährlichen dabei
    Da sehe ich auch keine Gefahr. Wollen die denn nicht groß werden?  😉

  6. AvatarNico Meier

    Ich selber bin als Kind in einem alten Bauernhaus mit grossen Garten gross geworden. Ich habe zwischenzeitlich in mehreren Mietwohnungen gelebt und die grosse Freiheit des Eigenheims mit Garten immer vermisst. Ich sage immer ich bin wie ein Löwe der in Freiheit geboren ist der vergisst das nur. Der Löwe der in einem Zoo geboren ist kennt Freiheit nicht und vermisst daher nichts.
    Durch den starken Wunsch nach einem Eigengeim habe ich früh begonnen namhafte Beträge zu sparen und anzulegen. Meine jetztige Frau hat gleich gehandelt daher hatten wir anfang 2017 als per Zufall unser jetztiges Haus zum Verkauf stand mehr als genug Eigenkapital zusammen für den Kauf. Unsere vorherige Wohnung hat uns über 2’200 Franken Warmmiete gekostet und sie lag auf dem Land. Dank unserem Haus sparen wir uns viel Miete.

  7. AvatarThorsten

    @Nico Das liest sich gut. Ab einer bestimmten Wohnfläche scheint der Hauskauf auf Kredit günstiger zu sein als die Wohnungsmiete. Gilt auf für Wohnungen. Die Kaltmiete pro Quadratmeter ist bei größeren Wohnungen theoretisch preiswerter, aber durch das geringe Angebot auf dem Markt bekommt man hier nur teure Angebote. Da gibt es ein Video eines bekannten Finanzexperten auf YouTube, der empfiehlt, man könne ja auch ein Haus Mieten, anstatt eins zu kaufen. Der erzählt lauter Dinge, die Klicks bringen, aber eigentlich nur Kopfschütteln bewirken. Für das Geld , was man dafür an Miete zahlt kann man auch einen Kredit abzahlen. Eine hohe Kaltmiete über lange Zeit zu zahlen steht der finanziellen Freiheit entgegen. Familien brauchen aber Platz, als kinderloses Paar haben wir auch gerne in der bescheideneren Wohnung gewohnt und uns dann vergrößert. Die größte Freiheit haben hier Singles. Sie haben maximale Flexibilität, können auch eine der kleineren Wohnungen beziehen und jederzeit umziehen, sobald sich eine gute Gelegenheit bietet. Da ist eine Miete in einem Szeneviertel vielleicht sogar Teil des Lebenskonzepts.

  8. AvatarThorsten

    Ich bin wieder mal schlauer geworden, weil sich bei mir die Dokumente zur Vorabsteuerpauschale im Posteingang häufen.

    Bei AGNC, Omega Healthcare,W.P. Carey, Realty Income und vermutlich etlichen anderen REITS wird eine Vorabsteuerpauschale wie bei ETFs erhoben. Gefunden habe ich eine Einstufung auch für American Tower.

    Kurzum : Diese REITS werden von der Bafin als Immobilienfonds eingestuft. Da denkt man, man hat eine lupenreine Aktie und sitzt dann eingestuft auf einer fondsähnlichen Konstruktion. Vermutlich würde man das in den USA ganz anders sehen…
    REITs können als „Investmentvermögen“ im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs eingestuft werden. 
    https://www.wertpapier-forum.de/topic/52918-fiktiver-verkauf-von-reit-aktien-zum-jahreswechsel-2018/
    Hier werden auch die lästigen Storno und Neuberechnungen  aus dem Vorjahr erläutert, die den Depotauszug zusätzlich aufmüllen.

    Inwiefern diese Pauschalgeschichte ETFs und Reits unattraktiver macht, ich bin am überlegen ETFs im Herbst anzustoßen. Die Rendite der ETFs (Ausschüttungen) ist ja eher mau. Wenn ich dann noch Steuern zahle und mir das Kapital jährlich verkürzt wird, dann ist es mit der Steuerstundung durch langes Halten vorbei. Eben dies ist ja leider auch unter anderem der Sinn des Investmentsteuergesetzes 2018…

  9. AvatarNico Meier

    Eine Frage an die Einzelaktiionäre mich würde interessieren welches eure Hochdividendentitel sind und wie hoch die Dividenden zum aktuellen Kaufkurs ausfallen?
     

  10. AvatarRainer Zufall

    Thorsten
    „Inwiefern diese Pauschalgeschichte ETFs und Reits unattraktiver macht, ich bin am überlegen ETFs im Herbst anzustoßen. Die Rendite der ETFs (Ausschüttungen) ist ja eher mau.“

    Du sagst, dass die Ausschüttungen eher mau sind. Das deutet auf ausschüttende Etfs hin. Verstehe das Problem jetzt nicht ganz. Eine Vorabpauschale wird doch nur bei thess. und nicht bei ausschüttenden Etfs fällig.

    Ich habe jedenfalls nur ausschüttende Etfs und habe keinerlei neue Gebühren zu zahlen, die auf das Investmentsteuergesetzes 2018 zurückzuführen sind.

    Für mich zeigt Deine Beispiele aber, dass man selbst mit Aktien, die ja gemeinhin als viel unproblematischer angesehen werden, Arbeit haben kann. Z.B. wie in Deinem Fall, oder aber auch im Fall von steuerrechtlichen Konsequenzen bei Aufspaltungen, gibt sicher noch weitere Beispiele.

    Ich habe beides und finde das eine gute Mischung.
     
     
     

  11. AvatarRaphael

    @Nico: Ich hatte es erst gestern mit meiner Freundin darüber. Auf Adidas erhalte ich 12,56%. Meine letzten Käufe (falls es jemand interessiert 😀 ) waren letzten Monat $MFA und sobald die deutsche Telekom Richtung 13,5 absackt kaufe ich mir diese. 
    Ich überlege mir auch Funnie Mae für einen klitzekleinen Betrag nun in das Portfolio zu holen. Dort tut sich etwas seit der Finanzkrise 2008. So etwas ähnliches habe ich schon Mal mit Infineon mitgemacht als ich im Cent Bereich gekauft hatte. Was wäre daraus nur geworden, wenn ich nie auf den Kurs geschaut hätte …

  12. AvatarThorsten

    @Rainer
    Hier eins der Dokumente, der ETF ist definitiv ausschüttend, vielleicht ist eine dämliche Standardmitteilung, die bloß als Info zu verstehen ist, dass eben nichts anfällt ? Mich irritiert das.
    VorabpauschaleWertpapierbezeichnung WKN ISINVang.FTSE A.-Wo.Hi.Di.Yi.U.ETF Registered Shares USD Dis.oN A1T8FV IE00B8GKDB10Bestand<n>StückVorabpauschale pro Anteil 0,00 EUR Schlusstag 01.01.2019Kapitalertrag 0,00 EURBei unterjährigen Anschaffungen im Vorjahr vermindert sich die Vorabpauschale um ein Zwölftel für jeden Monat.
    Hier habe ich das ganze Drama gefunden, es verstärkt den Eindruck, dass der Staat das Sparen komplizierter macht.
    https://www.finanzwesir.com/blog/besteuerung-fonds-etf-2018
     

    Ärgerlich ist in jedem Fall die jährliche Besteuerung des Wertzuwachses (wenn auch vermindert), da will der Broker Cash auf dem Konto sehen. Der ein oder andere wird womöglich Anfang 2020 Anteile verkaufen müssen, um die Summen zu begleichen 😮

  13. AvatarDaniel

    Kurzum : Diese REITS werden von der Bafin als Immobilienfonds eingestuft. Da denkt man, man hat eine lupenreine Aktie und sitzt dann eingestuft auf einer fondsähnlichen Konstruktion. Vermutlich würde man das in den USA ganz anders sehen…
    hmm interessant. Ich hatte nur mitbekommen dass es da häufig ein „Problem“ mit der Teilfreistellung gab. Die war häufig „nur“ bei 15% statt 30% 
    Ich habe das Thema REITs aber bislang noch nicht so wirklich fassen können bzw. was Leute dazu bewegt sich REITs zu kaufen. Nach meinem Verständnis habe ich damit ja eigentlich keine Immobilienbeteiligung sondern bin Aktionär eines Unternehmens welches hauptsächlich in Immobilien investiert. Der Grund warum ich das tun sollte leuchtet mir noch nicht so ganz ein, es ist ja sogesehen immer noch eine normale Aktie die vielleicht aufgrund ihrer Art leicht vom Marktschnitt abweicht. Aber ich sehe immer noch keinen Unterschied zwischen einem REIT und einer Sektorwette. Ich könnte ja auch überspitzt formuliert nur Lebensmittelversorger kaufen und sagen diese sind in der Krise weniger volatil als Techwerte. Aber ich glaube ich werde mal dieses Luis REIT Buch bei Amazon kaufen und mich da einlesen. Irgendwas muss ja dran sein wenn soviele Menschen inzwischen REITs beimischen.

  14. AvatarThomas

    Kurzum : Diese REITS werden von der Bafin als Immobilienfonds eingestuft. Da denkt man, man hat eine lupenreine Aktie und sitzt dann eingestuft auf einer fondsähnlichen Konstruktion.
    Mich würde nun interessieren, wie Kursverluste von REITS verrechnet werden. Aktienkursverluste werden ja über den Verrechnungstopf „Aktien“ verrechnet. Kursverluste von Aktien-ETFs dagegen über den Verrechnungstopf „Sonstige“, also insbesondere mit Dividenen und Zinserträgen.

    Hat hier jemand nähere Informationen/Erfahrungen?

    Mir wäre es sogar ganz Recht, wenn man REIT-Kursverluste mit Dividendenerträgen verrechnen könnte..

    Viele Grüße,
    Thomas

  15. AvatarDanielKA

    Hat hier jemand nähere Informationen/Erfahrungen?
    Mir wäre es sogar ganz Recht, wenn man REIT-Kursverluste mit Dividendenerträgen verrechnen könnte..
    @ Thorsten: kann ich mir nicht vorstellen, das sind unterschiedliche Töpfe
    Aktienverlustverrechnungstopf -> kann mit Gewinnen aus Aktien verrechnet werden
    Verlustverrechnungstop sonstige -> wird mit Gewinnen aus sonstigen verrechnet z.B. Anleihe mit Kursgewinn getradet
    Dividenden werden nur mit dem Sparer- Pauschbetrag (und ausländische Quellensteuer) verrechnet

  16. AvatarNico Meier

    Ich glaube durchaus, dass längeres Pendeln zum Übel werden kann. Nur stellt sich die Frage ab wann „längeres Pendeln“ beginnt.
    Wir haben unser Haus so gekauft, dass wir mit dem Auto beide innert nützlicher Frist am Arbeitsplatz sind. In meinem Fall sind dies 35 Minuten oder 50km für einen Weg bei meiner Frau 30 min und 40km.
    Ich mag das Autofahren da kann ich einsteigen und habe immer einen Sitzplatz. Ich kann die Wärme im Fahrzeug mittels Heizung/Klimaanlage selbst regulieren und muss nicht in einem überheizten/schlecht klimatisierten oder zu kalten Tram/Bus/Bahn meine Zeit verbringen. Desweiteren fährt in meinem Auto auch kein fremder Mitfahrer mit, der gefühlt seit Wochen nicht mehr geduscht hat oder der seine Körperfunktionen nicht mehr im Griff hat.
    Ich nehme die gute Stunde Arbeitsweg pro Tag gerne auf mich, denn viele Kollegen die einen viel kürzeren Arbeitsweg haben, benötigen für ihn mehr zeit, da sie das Verkehrmsittel merhfach wechseln müssen.

  17. AvatarJoe

    „Ärgerlich ist in jedem Fall die jährliche Besteuerung des Wertzuwachses (wenn auch vermindert), da will der Broker Cash auf dem Konto sehen. Der ein oder andere wird womöglich Anfang 2020 Anteile verkaufen müssen, um die Summen zu begleichen“

    Ich war ziemlich überrascht, als ich las, dass Comstage bspw. (auch bei ETF110 und ETF127) die Fonds-Bedingungen so geändert hat, dass der Fonds an sich / intern ausserplanmäßig Aktien aus dem Bestand verkaufen darf, um die Vorabpauschale bezahlen zu können (um dem Kunden die Zahlung vom Verrechnungskonto zu ersparen).

    Was passiert den nach der Übernahme von Comstage in Zukunft mit den Comstage ETFs, werden die zusammengeführt/aufgelöst ? Gibt es da Aussagen ?

    Wie wäre es denn mit einer umgekehrten Vorabpauschale (entstandene noch nicht realisierte Verluste führen am Jahresende zu einer Steuerrückerstattung durchs Finanzamt – automatisch und abgewickelt über die Depotbank. Bei Verzögerungen gibt es 5 % Zinsen vom Finanzamt.)

  18. AvatarDanielKA

    @ Nico Meier: hand aufs Herz sind 35 Minuten bei den heutigen Verkehrsverhältnissen wirklich täglich ohne Hetze machbar? 50 km finde ich schon sehr viel zum pendeln, dass kann man nicht als Nähe zum Arbeitsplatz verkaufen.
    Außerdem je älter desto nerviger, sehe ich auch an meinem Vater mit knapp Ü60 macht das tägliche Autopendeln keinen Sinn mehr, da ist es für ihn entspannter im Zug. 

  19. AvatarThomas

    „Mich würde nun interessieren, wie Kursverluste von REITS verrechnet werden. Aktienkursverluste werden ja über den Verrechnungstopf „Aktien“ verrechnet. Kursverluste von Aktien-ETFs dagegen über den Verrechnungstopf „Sonstige“, also insbesondere mit Dividenen und Zinserträgen.“

    Habe hierzu nun noch folgenden Link gefunden:
    https://www.springerprofessional.de/wertpapiergeschaeft/anlageberatung/aktienverluste-noch-dieses-jahr-mit-gewinnen-verrechnen/6605974

    Möglicherweise werden Kursverluste bei deutschen REITS steuerlich anders behandelt als bei ausländischen REITS. Irgendwie habe ich allerdings das Gefühl, dass „hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist“ 🙂
     
    Gruß,
    Thomas

  20. AvatarNico Meier

    @DanielKA
    Rund 40km der 50km werden auf der Autobahn zurückgelegt. Mein Arbeitsplatz liegt am Rande der Stadt Basel und ist mit dem ÖV nicht wirklich gut erreichbar aber er liegt in unmittelbarer Nähe der Autobahnausfahrt. Da er am „richtigen“ Rand der Stadt liegt bin ich am feierabend schon aus der Stadt Raus und habe daher keinen Stau. Unser Haus liegt wie erwähnt 10km neben der Autobahneinfahrt und ist trotzdem ländlich gelegen. 

  21. AvatarDanielKA

    Das ist optimal, wenn der Arbeitsplatz direkt an einer Autobahnausfahrt in einem Randgewerbegebiet liegt. bei Wechsel der Arbeitsstelle oder Verlagerung wäre es schon problematisch. Z.B. bei uns in Süddeutschland geht dann nochmal die hälfte der Fahrzeit zusätzlich in den jeweils verstopften Citys drauf. Zudem werden die Parkplätze immer teurer. Ich kenne welche selbst bei Firmeneigenen Parkplätzen in Stuttgart schon 150-200 EUR im Monat zahlen müssen.

  22. AvatarFelix

    Ich möchte insbesonder Nachts keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen müssen. Ist es in den Rushhourzeiten schon absolut grenzwertig, wie oben beschrieben, so ist es Nachts gefährlich. Ein ungutes Gefühl fährt immer mit. Zumal, wenn man dann in gottverlassene Stationen kommt.
    Mich dem nicht (mehr ) aussetzen zu müssen, sind mir die Autokosten allemal wert. Von Haustür zu Haustür fahren zu können, zu Zeiten, die ich bestimme, ist Freiheit und Luxus zugleich.
    Ich glaube, die Diskussion hatten wir schon mal, wie auch Mieten vs. Eigenheim. Da ich mich eher als Individualisten bezeichnen würde, bin ich fürs eigene Auto und Haus. Da sind mir die Kosten eher zweitrangig.        

  23. AvatarNico Meier

    Bei uns in der Schweiz kommt noch dazu, dass die Höhe der Einkommenssteuer je nach Wohnort unterschiedlich ist. Wir haben unser Haus im Kanton Aargau gekauft, der ist im Vergleich zu Basel Land oder Basel Stadt steuerlich bedeutend günstiger.
    Würde ich in Basel Stadt wohnen, müsste ich aufgrund der höheren Steuern und der weniger Abzüge rund 6’000 Franken  (ca 5’000€) mehr Einkommenssteuer zahlen als in meiner jetztigen Gemeinde. Bei meiner Frau wäre das ändlich wir würden also total schon bei den Steuern rund 12’000 Franken oder 10’000€ mehr ausgeben müssen! Desweiteren sind die Krankenkassenprämien in Basel auich viel höher als im Aargau.

  24. AvatarDivi-ente

    @Nico Meier
    „als per Zufall unser jetztiges Haus zum Verkauf stand mehr als genug Eigenkapital zusammen für den Kauf.“
    Soweit ich mich an Deine Finanzierung erinnern kann tilgt Ihr über die Rente/Pension hinaus, oder?

  25. AvatarNico Meier

    @ Divi-ente
    Nein nicht ganz richtig. Zurzeit tilgen wir 2% pro Jahr indirekt über die Säule 3a mit anderen Worten das Geld wandert auf ein Sperrkonto und kann voll von der Einkommenssteuer abgezogen werden. Zusätzlich ist eine Sondertilgung geplant jeweils wenn die Zinsbindung ausläuft bei einem Teil der Hypothek ist das nach 5 Jahren beim anderen Teil nach 10 Jahren.
    Wir haben rund 35% des Kaufpreises in Form von Eigenkapital gelesitet.
    In der Schweiz wird in der Regel von Banken mindestens 20% Eigenkapital gefordert.

    Es gibt in der Schweiz die Möglichkeit einen Teil der Hypothek stehen zu lassen und nicht zu tilgen auch über die Pension hinaus. Zwingend vorgeschrieben ist nur, dass bis zur Pension der Fremdkapitalanteil bis auf 66% getilft wird. Da wir aber beim Kauf 35% EK gehabt haben, war der Fremdkapitalanteil bei uns schon beim Kauf unter diesen 66%

  26. AvatarThorsten

    @Daniel KA, @Thomas
    Das ist hier ist Seite 2 der Vorabpauschaleninfo zum ETF. Was werde ich hieraus noch erkennen oder nachkontrollieren können, wenn das Jahr läuft oder wir in 2020 gehen, dann sind da überall Zahlen und keine Nullen mehr und ich kann das nur noch abnicken ?! Dieses Monster habe ich anscheinend für jedes Wertpapier im Eingangskorb, dass nach §18 InvStG zur Pauschale eingeordent wurde.
    Details zur Abrechnung
    Informationen zum InvestmentsteuergesetzVorabpauschale gem. §18 InvStG 0,00 EURabzgl. Teilfreistellung 0,00 % von 0,00 EUR 0,00 EURVorabpauschale mit Teilfreistellung 0,00 EUR
    Steuerpflichtiger Gesamtertrag 0,00 EURMit Verrechnungstopf „Allgemein“ verrechnet 0,00 EURMit Sparerpauschbetrag verrechnet 0,00 EURMit Quellensteuer verrechnet 0,00 EURsomit verrechnete Quellensteuer 0,00 EURBemessungsgrundlage für Kapitalertragsteuer gesamt 0,00 EUR
    Details zu den VerrechnungstöpfenVerrechnungstopf „Allgemein“ vor der Abrechnung 0,00 EURMit Verrechnungstopf „Allgemein“ verrechnet 0,00 EURVerrechnungstopf „Allgemein“ nach der Abrechnung 0,00 EUR
    Sparerpauschbetrag vor der Abrechnung x,xx EURMit Sparerpauschbetrag verrechnet 0,00 EURSparerpauschbetrag nach der Abrechnung x,xx EUR
    Verrechnungstopf „Quellensteuer“ vor der Abrechnung xx,xx EURÄnderung Verrechnungstopf „Quellensteuer“ 0,00 EURVerrechnungstopf „Quellensteuer“ nach der Abrechnung xx,xx EUR

  27. AvatarDanielKA

    @ Mattoc: So etwas kann man nicht gut finden. Schöne Beispiele bei justetf 
    Es zeigt wieder einmal wie lächerlich die steuerliche Gesetzgebung in Deutschland ist. Anstatt zu vereinfachen wird wieder ein bürokratisches Monstrum aufgebaut. Das wird die Meute nur noch mehr im unrentierliche Anlagen wie Bausparen, Riester, LV und Co. treiben.
    Welchem normalo soll man das erklären? In Deutschland gehören mal Pauschal 5.000 Freibetrag pro Kopf eingeräumt, dann würde man etwas für die Altersvorsorge tun.
    natürlich immer zu Lasten der Steuerzahler, denn eine negative Vorabpauschale kann es nicht geben (etf einmalanlage fällt im ersten Jahr um 20 % lieber Anleger, Pech gehabt)
    ich empfehle jedem das heutige Interview von Martin Herrenknecht im Handelsblatt. Deutschland kann so nicht weitermachen!
     

  28. AvatarMattoc

    @DanielKA
    Ich stimme dir zu, dass die Steuer auf die Vorabpauschale ein bürokratischer Aufwand ist, den kein Mensch braucht. Aber die Aufregung dahingehend, dass der Staat damit den Anlegern Cash in erwähnenswerter Höhe vom Verrechnungskonto abzieht, ist vollkommen übertrieben. Zumal die paar Euro, die ausschließlich bei thesaurierenden ETFs mit positiver Rendite fällig werden, beim Verkauf natürlich angerechnet werden. Da ist es schon viel ärgerlicher, dass bei jeder Dividendenzahlung 25% einbehalten werden. Das tut um ein Vielfaches mehr weh und macht deutlich höhere Summen aus.

  29. AvatarNico Meier

    Hei Freunde bei euren Rechnereien im Bezug auf Vorabsteuern blicke ich nicht durch bin wiedermal froh Schweizer zu sein.

  30. AvatarMattoc

    @Nico
    Irgendjemand hatte hier letztens geschrieben, dass in der Schweiz die Dividendenzahlungen auch bei Thesaurierern versteuert werden müssen. Das hört sich auch nicht gerade gut an.

    Aber was soll’s. Man sollte sich nur mit Dingen beschäftigen, die man ändern kann. 😉

  31. AvatarDanielKA

    @ Mattoc: Ich bleibe lieber direkt beteiligt. Ich denke die politischen Eingriffe sind dort zumindest reduziert, da wir uns direkt auf der Gesellschafter bzw Anteilsebene befinden.
    Gesetzgebung 2023: Vorabpauschale rückwirkend auf 50.000,00 Euro gekürzt 
    2030: Vorabpauschale wird mit sofort Wirkung gestrichen 😉

  32. AvatarMattoc

    @DanielKA
    Kann alles auch bei Einzelaktien kommen. Es erschließt sich mir auch nicht, weshalb diese Regelung nicht grundsätzlich eingeführt wird…die Anteilseigner einer Amazon hätte der Staat schön jährlich zwischenbesteuern können. Das hätte sich wenigstens gelohnt. 🙂 Man weiß nicht, was die Zukunft bringt.
    Aber viel besser wäre es, wenn der Staat erkennen würde, dass er sich mit einer Regelung, die Anleger unterstützt, auch selbst entlastet, z.B.Steuerfreiheit nach einer Haltedauer von mindestens 10 Jahren oder so…oder irgendwelche subventionierten Altersvorsorgemodelle, die auch etwas taugen. Schön wäre es.

  33. AvatarAlbr

    @Mattoc, dann müssten selbstverständlich auch Anteilen an GmbHs oder Privatfirmen national und international besteuert werden… das wärs dann mit dem deutschen Mittelstand, wenn kurzfristig Liquidität für Steuerschulden aufgenommen werden müsste, ohne dass z.b. Umsatz bzw. Gewinne dahinter stehen (so war bzw. ist es auch bei der erbschaftssteuer) 

  34. AvatarNico Meier

    Ich habe nur ausschüttende ETF die Dividenden werden als Einkommen versteuert in der Schweiz Kursgewinne sind steuerfrei.

  35. AvatarDanielKA

    @ Mattoc: Bei Einzelaktien würde das nicht funktionieren, da es viele Aktiengesellschaften  gibt die nicht börsennotiert sind, da müssten aufwendige Prüfungen vorgenommen werden. Da kann keine pauschale Steuer abgezogen werden, zusätzlich würde es die Start Up Finanzierungen und Investitionen in neue Unternehmen noch schwerer machen.
    der Gesetzgeber wollte einfach thesaurierende Fonds unattraktiver machen.

  36. AvatarThorsten

    Sie üben bloß, am Ende wird die Steuerstundung bei sämtlichen Wertpapieren abgeschafft. LKW Maut ? Bald PKW Maut, war absehbar. Sobald ein Verfahren eingerichtet ist, wird es ausgedehnt.

    @Mattoc danke für den Rechner. Dann bin ich bei den Reits auch in Ordnung, denn 10% Ausschüttung toppt 1,x% Basiszinssatz. Was passiert , wenn die Zinsen auf 5% oder 8% steigen und ein Papier nur 1% ausschüttet. Ohoh.

  37. AvatarThomas der Sparkojote

    Dieses ganze HYPE-BEAST gedöns ist doch völlig behindert. Sorry für die Wortwahl, aber da ist ja komplett irgendwas schief gleaufen?! Muss man das verstehen und nachvollziehen können?

  38. AvatarDennis

    Bekommt man eigentlich zu jedem ETF eine Vorabpauschale, weil ich habe noch nichts im Postfach von der der Comdirect.

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