Netflix und Hauspreise gehen in den USA baden


New York, 18. Juli 2019

In den US-Metropolen geben die Immobilienpreise nach einem langen Boom endlich nach. In Boston, Los Angeles, New York wird mehr gebaut. Das entspannt die Wohnungsknappheit. Hinzu kommt: Die reichen Chinesen treten kaum noch in Erscheinung. Um 36% ist die Nachfrage von Ausländern auf dem Häusermarkt eingebrochen. In einer globalen Welt sind wir mehr denn je von einander abhängig. Geht es China schlecht, leiden andere Nationen, direkt und indirekt.

Wer in den vergangenen Jahren versucht hat, eine Wohnung in New York oder San Francisco zu kaufen, der musste womöglich mit Chinesen mitbieten.

Sagen wir, der Verkäufer wollte 900.000 Dollar. Dann schießt plötzlich der Preis auf 1,1 Millionen Dollar, weil ein paar eifrige Ausländer begeistert sind. Sie zahlen gerne in bar. Makler nehmen lieber Barangebote an, weil sich solche Traktionen schneller abwickeln lassen.

Vancouver wollte die ausländischen Käufer eindämmen und führte eine Käufersteuer für Ausländer ein, um dem entgegenzuwirken.

Meine Netflix-Aktie ist eingebrochen. Die Abo-Zahlen haben im zweiten Quartal enttäuscht. Trotzdem hat der Streaming-Dienst mit 150 Millionen Abonnenten so viele wie nie zuvor. Es kann lange dauern, bis der Kurs sich wieder erholt. Momentan scheinen die Nerven bei Anlegern blank zu liegen. Hier ist der Kursverkauf zu sehen. Ich bleibe investiert:

Im Jahr 2005 hatte Netflix einen Wert von bloss 1 Milliarde Dollar. Die Aktie dümpelte 2002 bei 1,00 Dollar. Vergleiche das mit heute: Börsenwert 142 Milliarden Dollar. Aktueller Kurs 324 Dollar. Du hättest bis heute 32.000 Prozent Rendite mit „Buy and Hold“ gemacht.

Damals war es ein erfolgreicher DVD-Film-Versender, der die Post nutzte. Heute ist aus dem Video-Verleiher ein Streamer geworden. 2005 summierte sich der Umsatz auf 680 Millionen Dollar. Zuletzt gingen mehr als 15 Milliarden Dollar durch die Bücher.

Ich glaube, dass sich die Erfolgsstory fortsetzen wird, weil sich die Menschen vom linearen TV abwenden. Klar gibt es mehr Streaming-Konkurrenten. Etwa Apple, Walt Disney, YouTube und etliche TV-Sender. Es gibt aber auch mehr potentielle Kunden.

Ich bin frühzeitig bei Netflix mit rund 5.000 Euro eingestiegen. Ich habe nach dem Aktiensplit heute 700 Stück im Depot. Das hat sich gelohnt – trotz dem Dämpfer von gestern.

Die Weltkonjunktur kühlt sich ab. Sei vorbereitet. Halte einen liquiden Notfallfonds bereit. Im Idealfall sind das ein paar tausend Euro auf deinem Tagesgeldkonto. Lebe im Rahmen deiner Möglichkeiten. Bleib auf dem Boden. Hebe nicht ab. Diversifiziere dein Vermögen. Meide Schulden. Tilge, sofern du Schulden hast. Dann bist du hoffentlich für die nächste Rezession/Krise gerüstet.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Netflix und Hauspreise gehen in den USA baden

  1. AvatarGainde

    @ Tim

    In den meisten Fällen weiss man nie, ob ein Titel ein Highflyer wird. Deswegen gut streuen. Ich denke, dass gegenüber deiner Netflix einige andere Titel als Leichen im Depot liegen. Nur wenige Titel outperformen langfristig den Markt (<10%). Diese zu finden und auch in schwierigen Phasen zu halten ist wirklich schwierig.

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Gainde

    Ja, ich hab Depotleichen. Aus dem Solarbereich sind einige mit dabei.

  3. AvatarGiniKoeffizient

    @Tim @Gainde

    Also was ist das Fazit dabei?

    Summe x über ETFs ansparen und dann mit Stock Picking anfangen um das Risiko geringer zu halten einen Komplettverlust zu erleiden?

    Beispielsweise 150.000 € in ETF für die Rentenlücke und dann erst ein paar Wasserstoff- und Cannabisaktien oder was auch immer zu dem Zeitpunkt vielversprechend ist?

    Klingt ja immerhin stark nach einer Mischung aus Spekulation und Investition mit den ganzen auf die Zukunft ausgerichteten Wachstumswerten.

    Möchte gerne wissen was du heute tun würdest, wenn du bei 0 anfangen müsstest.

    Wie wär es mit wikifolio oder Börsenspielen als Demodepot?

    Wäre interessant mal zu sehen worauf du aus deiner Ruhe und Gelassenheit heraus (durch die FI) heute setzen würdest.

  4. KievKiev

    @ Tim

    Ich bin aktuell vorsichtiger und reduziere meine Verbindlichkeiten, sobald sich Gelegenheiten bieten. Ich habe heute meine Position in PM überdacht und Kasse gemacht. Es wurde mir durch den Kurssprung fast aufgezwungen. Ich würde auch gerne bei MO Kasse machen, wenn sie noch ein gutes Quartal liefern und vielleicht auch noch einen größeren Sprung machen. Bei der nächsten Krise bin ich dann wieder dabei. Ich bleibe voll investiert, aber ich kaufe jetzt nur noch gute Zahler auch in der Krise. Meine Gazprom Aktien gebe ich nicht her… Shell, Red Electrica und weitere aus England finde ich momentan interessant.

    Ich bin leider noch etwas stark in BABA, CVS, BMW und 3M investiert. Bei BABA und 3M habe ich immerhin Verbindlichkeiten auf das 52 Wochentief. Ich habe noch Hoffnung auf eine baldige vorübergehende Einigung im Handelsstreit. Ich möchte den Zeitpunkt nicht verpassen und an der Seitenlinie stehen. Ich nutze aber Kurssprünge nach oben um manche Positionen zu schließen.

     

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ GiniKoeffizient

    Heute kaufe ich gerne Berkshire und den VOO-ETF von Vanguard. Außerdem stocke alle US-Dividendenzahler automatisiert auf.

    Cannabis, 3D Druck, Bitcoin, P2P, physisches Gold…. das mache ich nicht.

    wikifolio sind mir die Gebühren zu hoch.

    Netflix war Weltmarktführer im DVD-Verleih. Es war der größte amerikanische Postkunde, als ich eingestiegen bin. Es war also keine kleine Klitsche, sondern ein Milliardenkonzern.

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Kiev

    Verbindlichkeiten zu reduzieren ist eine weise Sache. Da kannst du bestimmt besser schlafen.

  7. AvatarAndreas

    „Die Weltkonjunktur kühlt sich ab. Sei vorbereitet.“

    Das klingt ja, als würde der nächste Crash gerade vor der Tür stehen oder schon beginnen.. das verunsichert mich ein wenig. Sollte ich die nächsten Sparraten vielleicht nicht direkt in meine ETFs stecken, sondern erst mal auf dem Tagesgeldkonto parken, um zu schauen, wie die Kurse sich entwickeln?

  8. AvatarChris k.

    Ich mach grad alles, etfs, Aktien, Schulden tilgen und nun auch tagesgeldkonto und aber auch Investitionen für die selbstständigkeit.

    Glaubt ihr es wäre leichtsinnig sich jetzt selbstständig zu machen? Ich weiß hängt von vielen Faktoren ab kann man kaum sagen

  9. AvatarDaniel

     Sollte ich die nächsten Sparraten vielleicht nicht direkt in meine ETFs stecken, sondern erst mal auf dem Tagesgeldkonto parken, um zu schauen, wie die Kurse sich entwickeln?

    sowas nennt man Market-Timing. Da empfehle ich Dir mal ein paar Studien zu deren Erfolg durchzulesen 😉

    @Netflix und Co.

    Früher haben die Leute illegal Musik aus dem Netz geladen und große MP3 Sammlungen angehäuft. Spotify hat den Markt mit seiner Dominanz zum großen Teil wieder legalisiert. Es gibt fast alles für wenig Geld und Konkurrenz ist kaum da.

    Etwas Ähnliches hat man bei Netflix/Prime Kombos auch gesehen, zumindest im Serienbereich und mit Ausnahme von Stars wie Game of Thrones in denen die gierigen Fanboys nicht schnell genug nach den ersten Leaks absuchen konnten um sich eine Raubkopie zu laden.

    Ich denke aber, dass wir in den nächsten 5 Jahren eine zunehmende Fragmentierung des Marktes erleben werden, angefangen wenn Disney seine Lizenzen in Prime/Netflix auslaufen lässt und diese in die eigene Platform zieht. Dann kommen Gewichte wie Starz oder HBO noch dazu und machen etwas eigenes. Und selbst wenn jeder „nur“ 10€ im Monat nimmt wird es dem Kunden irgendwann zu viel und er hat im Vergleich zu heute eine schlechtere Leistung, da er entweder nicht mehr alles hat oder nur mit massivem Geldeinsatz.

    Meine Prognose: Ja, Neflix wird sich halten, die Kundenmenge wird aber stagnieren oder abnehmen wenn die Monopol-Macht weg ist und die Leute werden wieder vermehrt Serien / Filme aus dem Netz herunterladen.

  10. Der BaumDer Baum

    Guten Morgen,

    eine Frage an die erfahrenen ETF jünger, wie ist das den mit der Besteuerung und dann ggf. notwendigen Steuererklärung?

    Hintergrund, mein Schwager ist jetzt soweit (22. Jahre Jung), das er sich einen kleinen Sparplan anlegen möchte. Die Frage ist nur, was für ein Folgeaufwand kommt da auf ihn zu? Muss man bei den ETFs noch was machen bzgl. Steuern? Da gab’s doch irgendwas bei thesaurierenden im Ausland

    Depot soll voraussichtlich bei onvista laufen.

    danke und Grüße Baum

  11. AvatarHans Wurst

    @Kiev und für alle anderen:

    …kann ich sagen, das ihr niemals verkaufen dürft. Ich hatte Amazon am Tag der Neu Emission gekauft gehabt und hatte Ende der 90er auch solche Werte wie Apple, Yahoo, AOL, Lycos & Co….Ich muss zugeben viele Werte gibt es heute nicht mehr….aber….Allein bei Amazon hätte ich heute, wenn ich nicht verkauft hätte einen Wert von ca. 12 Millionen Euro….Bei Apple wären es ca. 9 Millionen……Irgendwann hab ich für mich persönlich festgelegt niemals zu verkaufen….Vor allem solche Werte wie 3M, MO, PM würde ich nie, nie, nie verkaufen…….Nur ein Tipp von mir, der an der Börse so ziemlich alles ausprobiert hat…

  12. AvatarThorsten

    Netflix wird sich erholen. Gierige Anleger, die bei positiven Zahlen zu wenig in den Hals kriegen sind ein gutes Kaufsigal. Die Konsumenten werden nicht nur einen Streamingdienst abonnieren, sondern rechnerisch 1,x. Viele werden 2 abonnieren. Manche mehr. Genug Platz für mehrere Anbieter, wenn das Angebot stimmt.

  13. KievKiev

    @ Daniel

    Ich empfinde in vielen Bereichen eine starke Reduzierung des Preises. Davon profitieren wir im Konsum, allerdings sollte es langfristig auf die Rendite gehen. Darum mag ich verlässliche Infrastruktur als Beispiel lieber.

    Ich habe von Netflix ein Probeabo für einen Monat genommen. Ich hatte vermutet, dass dort Playing with Fire verfügbar ist. Dem war leider nicht so, da der Film noch nicht produziert ist. Dann wollte ich einen Filmabend mit den Kindern veranstalten. Es gab keinen Film, der mich interessiert hat. Serien scheinen hier hauptsächlich konsumiert zu werden.

    Ich habe dann in der Verzweiflung mal zwei Episoden von Jemandem geschaut der ohne Geld um die Welt in einem Käfer fährt. Oder Amerika komplett durchquert. So ein Roadtrip erschien mir interessant. Aber hier wurde nach Drehbuch ein Konzept durchgezogen. Die zweite Folge ähnelte der erste sehr stark. Ich habe sie nicht mehr zu Ende angesehen.

    Es gibt Bei Netflix tatsächlich eine Serie über Maria Kondo. Dort werden Wohnungen entrümpelt. Das habe ich mir nicht angetan. Ich finde Maria Kondo nicht schlecht, aber wer schaut sich mehrere Sendungen über das Entrümpeln von Wohnung an. Da würde ich eher zu einem Korb greifen und einfach mal 5-10 Dinge aussortieren und dann eine Routine zum Entrümpeln aufbauen. Das muss ich mir nicht 30 mal ansehen, um es dann zeitlich nicht in der eigenen Wohnung hinzubekommen.

    Und wie bereits von Dir erwähnt habe ich bei Prime eh schon Zugriff auf viele Medien. Es wird in Zukunft eher billiger werden, da es noch mehr Angebote geben wird. Ich finde den Preis von 10$ im Monat für das Abo völlig überteuert. Dafür könnte ich schon fast zwei Mal ins Kino gehen und einen richtigen Film auf großer Leinwand ansehen. Wie hat sich denn Spotify entwickelt. Musik bekommt man doch heute auch ausreichend in bereits existierenden Abonnements wie Prime. Die möchten mir zwar auch immer Prime Premium oder wie es heißt für Musik andrehen, aber was bringt mir das? In der Basis Variante gibt es bereits mehr als genug.

  14. AvatarAndreas

    @Daniel

    Also die illegalen Downloads im Musikbereich hat itunes zunächst mal gebremst. Mit itunes und ipod war es plötzlich total einfach und bequem Musik zu kaufen und zu hören.

    Und warum sollten die Leute denn wieder mehr Filme herunterladen? Streaming wird weiter wachsen, es braucht keine Downloads mehr. Mit gutem LTE ist das ja sogar schon mobil kein Problem, mit 5G in ein paar Jahren erst recht nicht mehr. Und dank der Cloud braucht dann auch niemand mehr einen phyischen Datenträger, um darauf seine Filme zu speichern.

    Bzgl. Netflix: also kaufen würde ich persönlich die Aktie nicht derzeit. Die Konkurrenz nimmt massiv zu, das eigene Angebot wird kleiner, weil Konzerne wie Disny ihre Titel abziehen. Und wegen der Konkurrenz wird Netflix auch nicht mehr so leicht Preise erhöhen können, muss aber sehr viel investieren für eigenen Content.

  15. AvatarDamian

    Hallo Tim,

    ich denke ETF sind eine gute Sache. Aber wenn man Glück hat kann man mit Einzelaktien noch mehr raussholen. Denn eine Rendite von 32.000% wird man mit einem ETF in diesem Zeitraum wird man niemals machen können.

    Deshalb investiere ich in ETF und einen kleinen Teil in Einzelaktien.

  16. AvatarMichi

    Bräuchte mal eure Hilfe: habe bei Onvista das Depot. U.a. habe ich Aktien von Nestle und Novartis. Lebe in D. Meine Novartis-Aktien werden vom Wert ganz normal ausgewiesen. Meine Nestle-Aktien werden mit einem Gesamtwert von 0 Euro bewertet und auch nicht in der Gesamtsumme meines Depots berücksichtigt. Das hat doch bestimmt was mit den derzeitigen Handelsbegrenzungen schweizer Aktien zu tun…

    Aber warum wird zwischen Novartis und Nestle unterschieden? Und wie bekomme ich wieder eine korrekte Wertstellung meiner Nestle-Position im Depot? Kann mir jemand helfen?

    Vielen Dank

     

     

  17. KievKiev

    @ Hans Wurst

    Da hast Du Recht. Die Entwicklung der Amazon Aktie war vermutlich wirklich für die meisten über den Zeitraum der Emission bis heute kaum zu ertragen. Vor allem als sie von einem Zwischenhoch extrem gefallen sind. Man wird ja auch nicht mit Gewinnbeteiligungen bei der Stange gehalten. Ich habe momentan zu viel Tabak im Depot. Ich gehe auch nicht nach dem Kurshüpfer von einem weiteren positiven Sprung in der nächsten Zeit aus. Das kann natürlich passieren. 3M habe ich nicht im Depot. Nur eine langfristige Verkaufsoption. Ich muss etwas reduzieren. Ich habe aktuell noch mehr als 100% investiert. Ich möchte wieder etwas Cash aufbauen. Bei der nächsten kleinen oder größeren Korrektur kann ich dann entsprechend besser Kaufen. Die letzten beiden kleinen Korrekturen kamen zu schnell, so dass ich nicht Verbindlichkeiten abbauen konnte.

    In der Krise sind die Menschen zu ängstlich, in der Hausse zu optimistisch. Das geht mir auch so. Daher schreibe ich aktuell keine neuen Kontrakte und versuche Positionen, die nicht für die Ewigkeit sind mit Gewinn zu veräußern bevor es wieder abwärts gehen könnte.

  18. AvatarDaniel

    Und warum sollten die Leute denn wieder mehr Filme herunterladen? Streaming wird weiter wachsen, es braucht keine Downloads mehr. Mit gutem LTE ist das ja sogar schon mobil kein Problem, mit 5G in ein paar Jahren erst recht nicht mehr. Und dank der Cloud braucht dann auch niemand mehr einen phyischen Datenträger, um darauf seine Filme zu speichern.

    Aus eben den von mir genannten Gründen. Weil der Film nicht mehr bei Prime läuft, du vielleicht noch ein Netflix Abo hast aber auch dort der Film nicht zu finden ist, sondern in einem Streaming Anbieter wie Sky oder HBO oder Disney oder Starz oder „Maxdome“ oder weiß der Teufel was. Und das ist irgendwann auch dem größten Filmfan zu viel. Wieviele Abos soll man denn dann abschließen um Gewissheit zu haben den Wunschfilm / Serie auch streamen zu können?

    Guten Morgen,

    eine Frage an die erfahrenen ETF jünger, wie ist das den mit der Besteuerung und dann ggf. notwendigen Steuererklärung?

    Hintergrund, mein Schwager ist jetzt soweit (22. Jahre Jung), das er sich einen kleinen Sparplan anlegen möchte. Die Frage ist nur, was für ein Folgeaufwand kommt da auf ihn zu? Muss man bei den ETFs noch was machen bzgl. Steuern? Da gab’s doch irgendwas bei thesaurierenden im Ausland

    Depot soll voraussichtlich bei onvista laufen.

    Aufgrund des Alters und da du von einem kleinen Sparplan redest gehe ich davon aus es wird noch lange dauern bis Depotgrößen von 20.000€ und mehr erreicht werden. Demnach spielt sich vermutlich alles innerhalb des Sparer-Pauschal-Betrags ab. Mit anderen Worten, das Thema Kapital-Besteuerung tritt in den Hintergrund.

    Das Thema Thesaurierung im Ausland ist seit der Steuerreform vom Tisch. Es ist auch nicht mehr notwendig im Bundesanzeiger nach Teilthesaurierungen oder ausschüttungsgleichen Beträgen zu suchen und diese zu deklarieren.

    Ich würde definitiv zu Ausschüttern raten, da damit der Sparerpauschalbetrag wirkungsvoll ausgenutzt werden kann und man die Ausschüttungen genauso auch wieder reinvestieren kann (1x im Jahr oder so). Ansonsten ist eigetnlich technisch nichts mehr groß zu beachten. Aus sicherheitsgründen würde ich vielleicht immer 100-200€ auf dem Referenzkonto lassen, da seit der Steuerreform eine Teilversteuerung/Vorabpauschale auf Kursgewinne erfolgt, da das innerhalb des Freibetrags stattfindet wird da wohl nix passieren, ich würde es aber dennoch machen. Das betrifft aber primär Thesaurierer.

    Ich deklariere meine Kapitalerträge immer in der Steuererklärung, der Depotanbieter schickt das ja als PDF oder Brief zu dir, aber wirklich notwendig ist es nicht, wenn der Broker in Deutschland ist, weiss das Finanzamt um deine Beträge. Ich würde bei Abschluss nur kurz kontrollieren und sicherstellen, dass evtl. vorhandene Kirchenzugehörigkeit richtig erkannt wurde.

  19. AvatarMr. Pino Cavallo

    „Die Weltkonjunktur kühlt sich ab. Sei vorbereitet.“

    Meine Kriegskasse ist prall gefüllt. ich warte nur darauf, dass der General zum Angriff bläst!

  20. Avatar42sucht21

    @Um 36% ist die Nachfrage von Ausländern auf dem Häusermarkt eingebrochen.

    Was Krall, Tichy und die ganzen EUR Doom-Propheten mit ihrem beschränkten Blick scheinbar irgendwie gar nicht auf dem Schirm haben ist die Verschuldung / politisch geschönten Wirtschaftszahlen in China und die Auswirkungen auf die Welt.

    https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-07-16/china-s-debt-growth-keeps-marching-on-as-economy-loses-pace

    @Aktien von einem VHS /-DVD Postversand kaufen vs. World-ETF

    Gratulation zum Kauf von Netflix. Ich habe und hätte keine Videothekaktien gekauft. Auch leider keinen Buchhändler. Dafür Lycos und ein paar andere Stories wie damals Fuel Cell / Wasserstoff. Viel zu früh, die Thematik war gut aber die Zeit nicht reif bzw. die Technik nicht gut genug – die gibt es alle Heute nicht mehr. Das Renditedreieck… Mit Konzentration kann man Vermögen machen und mit Diversifikation lediglich erhalten bzw. die Inflation schlagen.

    @Hans Wurst – …, das ihr niemals verkaufen dürft

    Bei Gewinnern ist es so. Unternehmen die funktionieren niemals verkaufen. Keine Gewinne mitnehmen bis zur Verbrauchsphase. Aktien mit andauerndem Verlust bei generell steigender / seitwärtslaufender Börse niemals jahrelang aussitzen sondern Verluste realisieren und diese emotionslos nach Schema abstoßen.

  21. Der BaumDer Baum

    @ Daniel, danke für die Rückmeldung. Der besagte Schwager ist nicht besonders Affin in Finanzangelegenheiten. Macht auch keine Steuererklärung, daher muss es, wenn er so etwas machen möchte einfach sein.

    Mehr Aufwand als ein Depot eröffnen (bei dem ich ihm helfen soll/muss) und einen Sparplan einrichten wird, zumindest aktuell, nicht drin sein.

    Daher die Nachfrage, ob man da noch irgendwas machen muss, ich hab meine ETFs ja alle wieder rausgehauen und daher keine Ahnung davon.

    Grüße Baum

     

  22. Avatarghost

    Bei onvista……

    Ist etwas Vorsicht angeraten…..ab und zu hantiere ich kurzfristig mit grösseren Beträgen…..und nach dem Kauf letztens loggt ich mich aus. Und dachte mir ….alles richtig genacht.

    Zwei Tage später loggte ich mich eìn und wollte schauen ob der vanguard auch eingebucht wurde usw…..

     

    Jo im Depot war er eingebucht worden auf der Abrechnung stand Kaufpreis ca. 50.60 Euro und im Depot war ich 50 % im Minus 😉 da die den Etf mit Kaufpreis von 101.60 Euro eingebuçht hatten.

    Direkt drauf folgte der Anruf bei denen umd dann kam das stottern und in meinen Augen leicht verlogene Ausrede, die hat tatsächlich behauptet, dass das normall sei und dass es ab und zu etwas länger dauert bis der richtige Wert im Depot sichtbar sei…..

    Nach fünf Tagen stand endlich der etf im Depot zum richtigen Preis.

    Persönlich ist mir sowas nochnie passiert, darum Sparpläne usw…einfach laufen lassen und faul sein ist einfach nur dumm….da ich denke, das so etwas auch eine gewisse Frist hat, kann mich dabei auch täuschen….

     

    Mfg

     

     

  23. AvatarRüdiger

    … fast jede Meldung ist beim SPON mit negativen Adjektiven besetzt. Wir haben uns daran gewöhnt, wie schlecht die Welt ist, wenn man verbohrt durch eine tiefrote Brille schauen muss.

     

    Warum liest du dort? Nur um etwas zu meckern zu haben?

    Welche „Tönung“ hast du für deine Brille ausgewählt?

  24. AvatarThorsten

    @Rüdiger es geht um die Wirecardaktie. Kein anderes Medium hat es notwendig im Zusammenhang mit dem Aldideal das Wort „umstritten“ zu verwenden.

  25. AvatarRüdiger

    Kein anderes Medium? Recherchier noch mal genauer … Es gibt noch viel mehr „tiefrote“ und „linke“ Medien  😉

    Welche Tönung hat denn nun deine Brille?

  26. AvatarDaniel

    Daher die Nachfrage, ob man da noch irgendwas machen muss, ich hab meine ETFs ja alle wieder rausgehauen und daher keine Ahnung davon.

    Um es abzukürzen, nein, wenn du ansonsten nicht irgendein Produkt wie Riester o.Ä. hast oder Nebengewerbe o.Ä. das eine Steuererklärung bedingen würde, dann ist das führen eines inländischen Depots das vollen Zugriff auf deine Steuerdaten hat und dem du es gestattet hast „steuereinfach“. Die Kapitalerträge werden automatisch versteuert und abgeführt. Es ist nicht gesondert in der Steuererklärung auszuweisen.

    Unabhängig davon finde ich es immer erstaunlich wenn Menschen keine Steuererklärung machen. Die, die es nicht machen müssen, sind meist diejenigen, die eine nicht unerhebliche Summe vom Finanzamt erstattet bekämen, wenn sie sich einmal im Jahr 1-2 Stunden Zeit nähmen.

  27. Avatar42sucht21

    @Thorsten

    Artikelschreiber auf SPON werden vermutlich nach Anzahl Zeilen & Zeichen & Artikelaufrufen bezahlt. Da kann so ein zusätzliches negatives catch-Wort (mit 10 Buchstaben und einem Space) das Sonntagsbrötchen bedeuten….

    Wobei ja zB auch Tim Schäfer schon angemerkt hat Wirecards Zahlen nicht wirklich zu verstehen.

  28. Avatarslowroller

    Fielmann gut! Und zur Hauptversammlung kann ich zu Fuß gehen 😉

    Wirecard hat sich tatsächlich in jüngster Vergangenheit nicht mit Ruhm bekleckert – mit ein wenig Wohlgefallenszeit ist das aber ausgesessen.

  29. Avatar42sucht21

    Nachtrag: TS 19.7.2008 (!)
    https://timschaefermedia.com/eine-bewegende-woche/
    „Und im Übrigen befolge ich eine Grundregel: Ich investiere nur in Firmen, die ich verstehe beziehungsweise kenne. In Frankfurt ist in den vergangenen Tagen der Kurs des Zahlungsabwicklers Wirecard nach Vorwürfen, eine undurchsichtige Bilanzpolitik zu betreiben, implodiert. Ich hatte, als ich in Frankfurt arbeitete, ehrlich gesagt, nie das Geschäftskonzept verstanden, obwohl ich mir etliche Vorstandspräsentationen angesehen hatte.“

  30. AvatarJohn

    Bei meiner Bank kann ich für 20 Franken im Monat einen Sparplan aufsetzen.

    Der manuelle Kauf ist etwas teurer. Aber da habe ich die Wahl wann und wie viel. Man kann jederzeit Mal einen Monat Aussetzen – spart Gebühren. Mehr kaufen, oder weniger. Auf aktuelle Schwankungen reagieren.

    Ich würde darum behaupten eine stetige manuelle Handlung ist langfristig dem Sparplan einige Prozente vorraus. Hat das zufällig Mal Jemand kalkuliert?

  31. AvatarDaniel

    Ich würde darum behaupten eine stetige manuelle Handlung ist langfristig dem Sparplan einige Prozente vorraus. Hat das zufällig Mal Jemand kalkuliert?

    Das kann man so nicht sagen. Bei der DKB kostet mich eine Sparplan 1,50€ pro Ausführung egal in welcher Höhe.  Da kann meine manuelle Order von Comdirect nicht ansatzweise mithalten. Zudem kommen bei vielen noch Börsenplatzentgelte und prozentuale Handelsgebüren auf Ordervolumen hinzu.

    Da hilft halt nur der spitze Bleistift und der Rechner.

    Bei der Comdirect bin ich bei einer Orderausführung ab 2000€ und manueller Order günstiger dran als eine 1,5% Bepreisung auf das Kaufvolumen.

  32. AvatarMarco

    Netflix wird sich wohl oder übel auf sehr harte Zeiten vorbereiten müssen. Ich nutze sehr oft Netflix aber ich muss sagen, dass der Großteil ihrer Eigenproduktionen nicht gut sind. Inhalt zählt aber nun einmal und da wird vor allem Disney massiv Punkten. Disney hat in seiner langen Geschichte schon soviel wahnsinnig viel Content produziert den sie einfach auf ihrer Plattform anbieten können. Auch müssen sie sich oftmals keine neuen Geschichten ausdenken siehe Aladdin oder jetzt König der Löwen. Sie bereiten einfach das „Alte“ neu auf und machen wieder ordentlich Kohle damit. Ich werde wohl zum Start von Disney + beide streaming Dienste nutzen und dann wohl Netflix den Rücken kehren!

  33. Der BaumDer Baum

    @ Daniel, da hast du Recht. Aber die Person von der ich rede ist so ziemlich das Gegenteil von dem was wir hier versuchen. Ist aber auch erst 22, vllt. wird das ja noch.

    Immerhin will er jetzt ein bisschen sparen. Der erst Schritt wäre damit getan.

    Grüße Baum

  34. AvatarThorsten

    Wirecard war Opfer von Shortsellern.  die Prozesse, die aufgebauscht wurden können in jedem internationalen Konzern entstehen, bei Größeren seltener.  Diese haben jedoch ein Heer von Juristen und Steurfachleuten, die Bilanzen sattelfest machen, derartige Angriffe abwehren und vielmehr noch Gewinne in steuerlich günstige Länder verschieben. Die Angriffe wurden abgewehrt , Wirecard hat Klage erhoben. Das Ganze erinnert mich an die Anfangsjahre von SAP. Zeitungen haben mit ‚falschen‘ Stories (‚den Eindruck erweckend, dass‘) irre Geschichten über SAP geschrieben. Das Ganze , um IBM und die Mainframewekt zu stützen, die sich bedroht sahen.  Sie wussten, dass sie eine Gegendarstellung drucken mussten,  aber der Schaden war schon da und es dauerte ihn zu beheben.

    Bei Wirecard muss man sich fragen ,  wer profitiert davon . Die USA haben kein Interesse Kontrolle über Zahlungsströme zu verlieren hängen aber technologisch weit hinterher (im Vergleich zu Asien).  So ein Zufall , dass Visa gerade ein Unternehmen übernommen hat, dass 30 km von Aschheim entfernt liegt und im Zahlungsverkehr tätig ist.
    Etwas nicht zu verstehen, heißt nicht, dass es nicht gut ist.

     

  35. AvatarA.

    „Ich würde darum behaupten eine stetige manuelle Handlung ist langfristig dem Sparplan einige Prozente vorraus“

    Also ich mache einfach beides. Es laufen Sparpläne. Wenn ich wieder mehr Cash habe, dann kaufe ich entweder eine neue Firma (z.B. aus meiner Watchlist) oder ich stocke bereits vorhandene Positionen auf.

    Unilever und Pepsico sind für mich beispiel bei Rücksetzern immer ein Kauf. Microsoft auch, wobei es da im Moment nicht nach Rücksetzern aussieht.

    Aktuell stocke ich Verizon per Sparplan auf.

    Zurzeit investiere ich noch in die Einliegerwohnung, mache sie gemütlicher und statte dies besser aus, damit wir besser bewertet werden. Wenn das durch ist, dann nehme ich wieder etwas Kleingeld (500 Euro oder so) in die Hand und werde eine meiner Positionen aufstocken. Primäres Ziel ist aktuell den Autokredit für zu tilgen, damit die Raten dafür runtergehen.  Dafür will ich meine Steuererstattung verwenden, sobald die da ist. Erstmal die die Steuererklärung am WE fertig machen.

    Gruß

    A.

     

  36. AvatarJune

    @Verbindlichkeiten zu reduzieren,

    ist immer eine gute Idee. Wir machen es ähnlich. In 2 Monaten schreiben ich hier sehr wahrscheinlich, dass wieder einer der kleineren Bausparkredite Geschichte ist.

    Wir specken im Oktober masiv beim Thema Auto ab, nachdem wir uns schon seit einiger Zeit das 2. Auto verkneifen. Und bei unserem zukünftigen Auto haben wir mit sehr spitzem Bleistift besonders bei der Anschaffung gerechnet. Aber auch den Unterhalt haben wir nicht vergessen.

    Mr. Juni hat demnächst einen neuen Internettarif der 30% spart und so versuchen wir stetig weniger auszugeben.

    Das klappt natürlich nicht immer und ist in manchen Bereichen auch wirklich mühselig. Wenn die Reduzierung nur eine sehr geringe Ersparnis bedeutet, dann siegt auch manchmal der innere Schweinehund und wir verfolgen die Einsparung nicht weiter.

    Take care,

    June

     

     

  37. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @June,

    mit diesen „Verbindlichkeiten“ hatte Kiev wohl lediglich was anderes verklausuliert gemeint.

    Er meint wohl nicht Schulden abbauen, was man normalerweise als Verbindlichkeiten reduzieren versteht, sondern verkaufte PUT-Optionen auf Alibaba und 3M mit Strikes an deren 52 Wochen Tiefs. Das würde bedeuten, er muss Pulver trocken halten, bzw. Brokerkredit beanspruchen für mögliche Einbuchungen/Käufe von je 100 Stück a ca. 130 USD und ca. 160 USD, also ca. 30.000 USD möglicher Kaufverpflichtung (Verbindlichkeit).

    Sollten die Optionen durch Zeitwertverlust über Laufzeit und/oder Kursanstiege billiger wieder einzukaufen sein als verkauft wurde, dann löst sich die Verbindlichkeit auf, und es wurde noch ein kleiner Schnitt gemacht.

    Schönen Tag

    MS

  38. AvatarBruno

    Soviel zur neulich ausgesprochenen Bescheidenheit Roger Federers 😉

    https://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/Parzelle-27200971

    Und nein ich mag es ihm wirklich von Herzen gönnen, nur übertreiben muss man es nicht mit seiner Bescheidenheit (da drauf kommt u.a. eine eigene Schule für seine Kinder etc.), aber er kann es sich auch wirklich leisten und ich denke nicht dass aus ihm ein 2. Fall Boris Becker wird.

     

  39. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Bruno,

    die Bescheidenheit dabei ist vielleicht, dass er nicht einen eigenen Flugplatz braucht. Dann hätte das kleine Grundstück nicht gereicht.

    Ein anderer bescheidener Superstar hat leider wieder seinen geheimen Deal vermasselt. ER will ja gern von der gemeinen Masse ungestört leben, weshalb er in Palo Alto gleich mal die angrenzenden Häuser mit gekauft hatte.

    Auf Hawaii gibt es auch immer nur Ärger.

    Wieder wurde jetzt bekannt, dass Zuckerberg was Neues am Lake Tahoe gekauft hat. Extra anonym über eine Tarnfirma, aber wieder wird er vom Mob gestört werden („denn irgendwo gab es ein Datenleck – das soll bei Facebook ja manchmal vorkommen. In den sozialen Medien jedenfalls heißen die Menschen Zuckerberg bereits in seiner neuen Gemeinde willkommen“). Aber bescheiden wie er ist (hoffentlich reicht das Geld jetzt noch für 1 oder 2 neue T-Shirts und Hoodies), ist das 59 Mio Anwesen ja nur aus Holz. Mein Gott, HOLZHÜTTEN, wenn das nicht bescheiden ist. 😉

    MS

  40. AvatarBruno

    @MS

    Für einen Heli-Landeplatz wird es aber schon reichen 😉

    Aber seien wir mal ehrlich, ich möchte mit ihnen allen nicht tauschen, Leute wie Federer, Zuckerberg & Co. können sich kaum noch frei bewegen auf der ganzen Welt sonst werden sie belagert und beobachtet, so gesehen ist es auch ein goldener Käfig aber nicht wirklich frei (dazu gehört meines Erachtens eben nicht nur Geld).

  41. KievKiev

    @ MS

    Ich bekenne mich schuldig. Es ging mir um die theoretisch mögliche Kaufverpflichtung. In dem Sinne muss ich den Kontrakt bald abgeben und mich in Geduld üben. So kann ich in der nächsten Krise entsprechend mehr aufsetzen.

    Ich möchte nicht so bekannt wie Mark Zuckerberg sein. Ich kann schon nachvollziehen, dass sie sehr große Anwesen benötigen. Sie können es je auch nicht so gut verlassen. Da sollte alles am besten vor Ort sein.

  42. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Bruno,

    die meisten Promis überschätzen ihre Rolle auch einfach. Es wird sicher eine gewisse Gefahr von „Schutzgeld“-Erpressern und solchen Konsorten ausgehen. Aber die greifen sich dann deren Kinder etc.

    Ich glaube, die allermeisten Promis erkennt man auf der Strasse gar nicht. Vor allem Schauspieler, wenn man sie ohne die Aufbereitung in der Maske im Alltag sehen würde.

    Gut, so Wirtschaftspromis wie Gates, Zuckerberg und Co. werden nicht anders aussehen.

    Und ich gönne denen auch 100% ihre Kohle und den Luxus. Da weiß man wenigstens wo es her gekommen ist. Und ich fände es auch absolut schräg, wenn  sie sich den abgehobenen Luxus nicht gönnen würden. Wenn ich Milliardär wäre, dann würde ich auch gern kultiviert im Kreise gleichartiger Nachbarn wohnen wollen, und nicht in einer Etagenwohnung in einem „bunten“ Kiez. Keine Frage. Man sollte nur einfach nicht glauben machen wollen, dass jemand bescheiden lebt, nur weil er immer T-Shirts trägt.

    Ich finde eben nur, es soll sich niemand einbilden, dass man mit ein bissle bescheiden leben und ETF besparen zu Reichtum kommt, auch wenn das im theoretischen Ideal zu etwas Wohlstand langt.

    Vermögend wird man nicht durch Sparsamkeit, sondern mit einem außergewöhnlichen Talent oder einem einträglichen Business. Wenige Einzelfälle ausgenommen vielleicht. Alles andere reicht gerade mal so, um sich vom Bodensatz zu lösen. Aber das ist ja auch schon was.

    MS

  43. AvatarThorsten

    @A. Gute Strategie  und Immo hast Du auch. Bei den Aktien auch diversifiziert. Wunderbar. Sparplan ist für die Disziplin, die Faulheit und cost average. Direktkauf ist für den Spaß,  den Booster, die gezielte Aufrüstung der eigenen Burg. Von allem etwas, wie beim Buffet. Irgendwas schmeckt immer.

  44. AvatarBruno

    „Vermögend wird man nicht durch Sparsamkeit, sondern mit einem außergewöhnlichen Talent oder einem einträglichen Business. Wenige Einzelfälle ausgenommen vielleicht.“

    Alles eine Definitionsfrage, wenn man z.B. nach folgender Definition geht:

    https://www.fool.de/2018/11/18/wann-ist-man-reich-wann-ist-man-vermoegend-ein-foolisher-ueberblick/

    Dann sind wohl viele Leser hier reich und vermögend und im oberen 5-10% Bereich.

    Wenn man nach Bankendefinition ein „Ultra high net-worth individual“ werden will, also mind. 30 Mio USD Vermögen, dann wird das nur mit sparen und ETF unmöglich sein, korrekt.

    Aber ich denke auch mit einem Vermögen wie Tim es in seinen Beispielen nennt, was realistisch machbar ist, natürlich nicht ohne Fleiss und Disziplin und Einsatz, dann lebt man doch schon mal gut resp. besser als 90-95% der Leute.

    Ich finde solche Geschichten und Vergleiche zwar interessant, aber ich habe schon längst aufgehört mich zu vergleichen, auch nicht im näheren Umfeld, Nachbarschaft etc. wichtig ist doch dass man mit seinem Leben zufrieden ist und das Beste draus macht.

    Ich werde wohl kaum je ein UHNWI, ausser meine Firma explodiert eines Tages und Google kauft sie mir ab haha. Aber das ist doch kein Problem, ich würde kaum besser oder schlechter leben, aber ich hätte mehr Möglichkeiten, schöne und wichtige Dinge zu tun.

  45. Avatarsammy

    „Die Weltkonjunktur kühlt sich ab. Sei vorbereitet.“

    Meine Kriegskasse ist prall gefüllt. ich warte nur darauf, dass der General zum Angriff bläst!

    So siehts aus, auch meine Kriegskasse ist sechsstellig gefüllt 😉

  46. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Bruno,

    ja klar hat jeder da so seine Vorstellungen von Begriffen. Aber da würde ich mich eher der Bankenansicht mit 30 Mio anschließen. Vermögend ist bei mir jemand, der sich bei einem gehobenen Lebenswandel keinerlei Gedanken machen muss, ob das Vermögen dadurch leidet. Wo das Vermögen von einem Family-Office verwaltet wird, und man nur fürs Geld ausgeben zuständig ist, ohne dass was weniger wird.

    Bei 30 Mio zu 4% investiert wäre das sicher der Fall bei 100.000 zum Ausgeben jeden Monat.

    Fool: „Wer jedoch zu den obersten 10 % der Vermögendsten gehören möchte, benötigt ein Vermögen von mindestens 468.000 Euro.“

    Das ist zwar ganz nett, aber mit vermögend hat das meiner Vorstellung nach nichts zu tun. Eher, um das Fußvolk etwas zu bauchpinseln. Als Elite sollte man zu den Habenichtsen nicht sagen: „Eure Armut kotzt uns an!“, sondern: „Na schau mal an, Du bist doch auch „vermögend“ mit dem, was bei mir die Portokasse ist. 😉

    MS

  47. AvatarBruno

    https://www.worldofvalue.de/

    Einfach mal zur Info für alle Dr. Markus Krall und Florian Homm Anhänger und der Crash kommt Ende 2020 (wann war es schon wieder am 15. Oktober oder erst am 17. ich bin mir nicht mehr sicher…)

    Man schaue sich mal die Ticketpreise an, aber natürlich geht es diesen Herren selbstverständlich nur darum, dem kleinen Privatanleger zu „helfen“ 😉

    Umgekehrt (Extrem bullish) gibt es ja auch, diese Leute schaue ich genau so kritisch an, es geht ums Prinzip.

    PS: Und wehe der Crash kommt vorher und ich habe bis dahin noch nicht alles verkauft!!

  48. KievKiev

    @ MS

    Es ist nicht so entscheidend, ob Du 468K oder 30M an Vermögen hast. Die Einstellungen ist vermutlich ähnlich. Ansonsten hätte man ja auch schlecht ein Vermögen in der Höhe ansparen können. Du hast aber Recht, dass man es kaum als Angestellter in dieser Höhe schaffen kann.

    Ob man es mir glaubt oder nicht, ich habe vermutlich 3 Personen mit so viel Vermögen kennengelernt. Ein Vermögensnachweis wurde mir nicht gegeben, daher ist es nur grob geschätzt. Ich kann nur sagen, dass man sie nicht als solche erkennen würde. Sie haben normale Kleidung, normale Autos. Nur ein paar Häuser mehr als der Durchschnitt. Einer hat auch ein Anwesen in der Schweiz mit Hubschrauberlandeplatz und passender Lizenz. Ansonsten fällt aber wirklich nichts ungewöhnliches an ihnen auf. Sie können allerdings genau das machen was sie möchten und ihren Kindern alles ermöglichen. Was will man mehr?

    Ich kenne aber auch eine ältere Person, die bis zur  Frührente gearbeitet hat. Sie hat als Führungsperson gearbeitet und konnte sich passend zur Frührente mit etwas unter 60 Jahren ein kleines Häuschen in Spanien für ca. 80k kaufen, alles umbauen für ca. 30k nach diversen bösen Überraschungen und ein Segelboot kaufen. Ich habe keine Ahnung von der genauen Vermögenshöhe. Die Person lebt auch längst nicht so sparsam wie Tim. Es wäre somit noch Potenzial vorhanden gewesen das Wunschleben länger zu genießen. Die Vermögenshöhe exklusiv Wohneigentum liegt vermutlich unterhalb von den 468K. Das macht aber nichts. Sie haben alles was sie möchten und können den Ruhestand genießen wie sie es sich vorgestellt haben. Vielleicht mussten sie dafür ein paar Jährchen länger arbeiten. Das war der Preis und es hat sich für sie gelohnt.

    Der Hauptvorteil von sehr hohem Reichtum ist die längere Zeit, über die man wirklich frei verfügen kann. Alle vier Personen waren schon bei mir in der Ferienregion. Sie unterscheiden sich nicht wesentlich voneinander. Ob Hubschrauber, Jet, Häuser, Segelboot oder Motorboot vorhanden sind. Am Strand macht es keinen Unterschied. Die Häuser sind auch unterschiedlich in Größe und Ausstattung. Aber die Freude an der Region, die Unternehmungen usw. sind alle gleich. Genauso wie der Ärger über Handwerker, Behörden oder die Politik in Deutschland.

  49. AvatarEx-Studentin

    Das Wort „Crash“ ist schwierig. Erst mal ist nur die Automobilindustrie & der Maschinenbau betroffen, nicht zwangsläufig die ganze Wirtschaft. Bi. Gespannt, ob in der Region Stuttgart die Immobilienpreise wieder sinken.

  50. AvatarJune

    @Matthias,

    Danke, eigentlich hätte ich mir das fast denken können bei Kiev. Ich finde Optionen total interessant, kenne mich wie man merkt aber nicht aus.

    Take care,

    June

  51. KievKiev

    @ June

    Ich kann mir auch bald wieder eine Sondertilgung vorstellen. So schlimm ist es nicht. Vielleicht investiere ich meine Steuerrückzahlung in eine Sondertilgung. An der Börse braucht es Geduld. Die werde ich jetzt mal 3-6 Monate oder bis zur nächsten Korrektur trainieren und nichts kaufen. Nur die kleinen Sparpläne laufen weiter. Das wird nicht leicht. Am besten lese ich nichts mehr im Netz über abgestrafte Unternehmen.

     

  52. AvatarZEN Investor

    „Meine Netflix-Aktie ist eingebrochen.“

    Ich hoffe, die haben den Einbrecher erwischt.

    Also echt Timilein:

    Schau dir mal das an:

    https://www.gurufocus.com/term/ShillerPE/NFLX/Shiller-PE-Ratio/Netflix%20Inc

    Netflix hat ein Shiller P/E von 370. Sorry, aber das ist kein Value-Investing und auch kein intelligentes Investing, sondern schlicht Spekulation (dass der Kurs noch weiter steigt).

    Die letzten 10 Jahre hatte Netflix einen Gewinn pro Aktie von 8,50$. Pro Jahr 85 Cent, und heute kostet die Aktie 315$.

    Du Tim hast sie aber wesentlich teurer gekauft, sonst würdest du nicht sagen, die Aktie sei eingebrochen.

    Mir wäre das nicht passiert. Weil die Aktie schlicht überteuert war und ist.

     

    Andererseits hat dein Netflix-Paket immer noch 220’000 $ Wert (gemäss Kurs vom Freitag). Also keine Sorge.

  53. AvatarAndreas

    Aus eben den von mir genannten Gründen. Weil der Film nicht mehr bei Prime läuft, du vielleicht noch ein Netflix Abo hast aber auch dort der Film nicht zu finden ist, sondern in einem Streaming Anbieter wie Sky oder HBO oder Disney oder Starz oder „Maxdome“ oder weiß der Teufel was. Und das ist irgendwann auch dem größten Filmfan zu viel. Wieviele Abos soll man denn dann abschließen um Gewissheit zu haben den Wunschfilm / Serie auch streamen zu können?

    @Daniel: Deswegen wird trotzdem niemand mehr Filme downloaden. Dann leiht man sich halt einen Film und streamt diesen einzelnen Film. Aber Downloads sind technisch einfach nicht mehr nötig.

    Klar ist, alle Anbieter wollen Abonnenten. Und solange die Angebote so sind, dass man monatlich kündigen kann, kann man selbst ja auch gut abwechseln. Wie der Markt und die Angebote dann in ein paar Jahren aussehen, muss man mal abwarten. Auch gut möglich, dass sich nicht alle Anbieter halten oder es zu Zusammenschlüssen kommt.

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