Mit einem Sparplan ist die Börsenkrise kein Problem


New York, 20. Dezember 2018

Keine Sorge, in 20, 30, 40, 50, 60, 70 Jahren werden die Börsen deutlich höher notieren. Der Fortschritt geht weiter. Wann beginnt ein Kursabschwung? Wenn genug Zeit vergeht, werden die Anleger zunehmend paranoid. Dann drücken sie den Verkaufsknopf. Sie haben Angst. Dann geht es abwärts. Die Stimmung wird wieder drehen.

Angenommen, wer auf der Spitze der Börse 1929 investiert hat (was völlig absurd wäre), musste 15 Jahre warten, um wieder im grünen Bereich zu sein. Denn du musst die Dividenden berücksichtigen, die du ja wieder reinvestieren konntest. Wer den Mut hatte, zusätzlich Geld reinzubuttern in Aktien, der war schneller aus dem Gröbsten raus.

Wer auf der Spitze der US-Börse 1966 investiert hat, brauchte 17 Jahre, um die Verluste (einschließlich Inflation) aufzuholen.

Merke: Die meisten Leute gehen davon aus, dass sie nur an der Spitze kaufen. Das ist aber nicht unwahrscheinlich. Wenn du kontinuierlich investierst zum Beispiel per ETF-Aktien-Sparplan, sind die Korrekturen nicht so dramatisch. Es wird als „Dollar Cost Averaging“ bezeichnet und ist ratsam.

Es hat bislang keine Panik begonnen. Das kann aber noch kommen oder auch nicht. Niemand weiß das. Du brauchst ein gutes Nervenkostüm für den Fall, dass die Kurse richtig ins Rutschen kommen. Schon jetzt stürzen massenweise Aktien auf ein neues 52-Wochen-Tief. Es herrscht halt eine miese Stimmung.

Die deutschen Autobauer sind gecrasht: Daimler, VW, BMW. Ebenso hat es deren Zulieferer wie Continental und Schaeffler zerlegt. Die Chemieriesen Bayer und BASF sind im Keller. Fresenius und die Tochter FMC leiden unter Blutarmut. Die Deutsche Bank ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Bald täglich fällt das Institut auf neue Rekordtiefs. Der langjährige Aufsichtsratschef Paul Achleitner hat zu dem Niedergang beigetragen, schreibt sogar Reuters. Der Mann ist in meinen Augen eine Niete, wenn man sich das Häufchen Elend an der Börse anschaut. Die Deutsche Post sind abgeschmiert.

Nach der vierten Leitzinserhöhung in USA muss Europa nachziehen. Der Euro wird immer weniger wert. Der Dollar ist bärenstark, weil das Geld dorthin wandert, wo es Zinsen gibt. Erhöht die EZB endlich die Zinsen, kommen auf den deutschen Bau harte Zeiten zu. Lange wird unsere Nullzinsen nicht mehr geben. Dann wird der Immobilienboom ein Ende finden.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Mit einem Sparplan ist die Börsenkrise kein Problem

  1. Avatar?

    Tim ich bin sehr gespannt wann ich in einigen Jahrzehnten lesen darf [in deinem Blog hoffentlich noch] :

    Wer 2019 auf dem hoch gekauft hat, hat xx Jahre gebraucht bis er wieder im grünen war 🙂

    Es ist meiner Meinung nach wichtig in die Grundbedürfnisse des Menschen zu investieren damit stetig dividende im Portfolio landet. Ich habe aus diesem Grund bspw 0 Auto Aktien und 0 „Bau“ Aktien im Portfolio

     

  2. AvatarGainde

    @ Tim

    Stimme dir in allen Punkten zu. Da kommen mittelfristig noch viele negative Issues auf uns zu. Wiederum besser, um Aktien günstig zu kaufen.

    Am besten einfach Ray Dalio und Warren Buffet folgen.

  3. AvatarMarco

    @Tim,

    Ich seh keine Börsenkrise ,Fondsmanager verkaufen, Unternehmensmanager kaufen.Aktienkurse steigen und fallen.Noch ein bisschen warten und dann kaufen, Schlaftablette nehmen und im Frühjahr mal aufwachen.

    Gruß Marco

  4. AvatarBruno

    @Marco

    Wenn ich die Wahl habe zwischen Optimist und Pessimist, zähle ich mich gerne zur ersteren Sorte. Auf der andern Seite wäre ich mir nicht sicher, ob es aktuell nur ein stärkeres Gewitter darstellt oder eine Krise. Ob die Kurse im Frühling bereits wieder flott gestiegen sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Die Börse besteht wie die Politik aus unendlich vielen Meinungen, Propheten, Hellsehern und Wahrsagern, ich traue mir das nicht zu, obschon ich jahrzehntelange Erfahrung haben an der Börse.

    Interessant finde ich den Umstand, dass aktuell Leute, die vor 2-3 Monaten gekauft haben, jetzt nicht mehr kaufen. Für mich ist das irrational.

    Schlaftabletten (nicht wortwörtlich) finde ich aber gut, jedoch nicht auf Frühjahr 2019 sondern auf Dekaden. Ich wache gerne 2030/40/50 auf und freue mich dann ab einem schönen Depot.

  5. AvatarBeobachter

    Der Dollar ist nicht bärenstark. Dieses Märchen hält sich seit Jahrzehnten und ist schlicht und einfach falsch, weil viel zu kurzfristig gesehen.  Seit den 70er Jahren geht der Dollar mit großen Schwankungen immer schwächer. Die USA haben seit Jahrzehnten den Wunsch, den Dollar zu drücken.

  6. AvatarFit und Gesund

    So,  heute BASF aufgestockt und morgen, so Gott will, werde ich mir doch mal ein paar Äpfel gönnen, gäb noch mehr was ich gerne hätte, aber nicht übertreiben 🙂

    und ja, ich habe die Cash-Reserve angeknabbert, sehr schweren Herzens

  7. AvatarMarco

    @Bruno,

    Wird der Kapitalismus morgen abgeschafft? Ist abzusehen das der Kapitalismus in der nächsten Zeit abgeschafft wird? (Nein)Deswegen wird Börse weiter leben.Gestern Zobel und Nerz, Morgen Gas und Erz!

    2030/40/50 wird die Welt eine andere sein!

    Gruß Marco

  8. AvatarDaniel

    Das ist zu früh, umzu kaufen. Es fehlt noch der Panik-Sell Off. Solange bröselt alles vor sich hin, Salami-Crash quasi.

    Ab 8.000 wird der Dax wieder interessant.

  9. AvatarBruno

    @Marco

    Der Kapitalismus wird sicher nicht abgeschafft, habe ich das behauptet? Was ich mit meinem Statement ausdrücken wollte, niemand weiss wo die Börse in paar Wochen oder Monaten steht, es könnte jetzt auch mal einige Monate oder sogar Jahre worst case runtergehen oder auch mal seitwärts. Ich sage nicht dass es soweit kommt, aber auch nicht das Gegenteil.

    Kurzfristige Prognosen sind sehr schwierig, langfristig ist es hingegen recht einfach.

  10. AvatarGainde

    @ Daniel

    Korrekt. Entweder es ist eine Korrektur und es geschieht bald ein Rebound oder der Absturz beschleunigt sich immer mehr.

  11. Avatarghost

    fuer was haben einige Aktien…..um zu jammern oder sich selbst und gegenseitig untereinander zu erzählen wie toll sie sind und wie sie sich abgesichert haben ???

    Diese unnötigen Diskussionen was wer wie behauptet hat, Fakt ist je mehr es nach unten geht desto mehr neue Leute gibts in Blogs………(ich darf keine Punkte setzten weil bin ja behindert oder umgekehrt)

    Fakt ist, manche haben ein paar Tausend in Aktien investiert, oder kleine Kredite aufgenommen, jetzt bröckelt langsam das Nervenkostüm und nun begeben sie sich auf die Suche nach psychischer/emmotionaler Staerke in Blogs.

     

    Manche sollten sich klar werden, wenn sie das bissl hier ned aushalten werden sie irgendwann, wenns richtig knallt nervlich auseinander brechen und dann wirds wieder heissen : scheiss Aktien

     

    Ich mein nicht alle hier, aber manche versuchen sich irgendwas zu erklaeren, was der Börse an sich scheissegal ist, denn sie war vor den jammernden da und sie wird noch nach denen da sein, manche verstehen es nur nicht dass es ein Zyklus gibt und sie sich am Ende des eingekauft haben….

  12. AvatarAlexanderG

    Klar, zur Zeit gibt es viele in den Augen der Marktteilnehmer  (kurzfristige) Unsicherheiten. Allen voran solllte man mal sehen was gerade an den Anleihenmärketen los ist…  In den USA hat die FED in den letzten Jahren anders gehandelt als von den Marktakteuren erwartet.

    Sicher werden einige Unternehmen anschmieren, die zu sehr von kurzfristigem Fremdkapital abhängig sind. In solchen Unternehmen bin ich so gut wie gar nicht investiert.

  13. AvatarA.

    Einfach regelmäßig weiterkaufen, evtl. Eine Notiz warum man welche Firma gekauft hat. Das sollte helfen wer es gerade nicht aushält.
    Apple wird von der Bewertung her interessanter.

    BASF schön über Sparplan. Amazon und Alphabet auch interessant für mich. Alphabet ist im Werbemarkt, trotz Facebook und Amazon unverzichtbar dank YouTube und co. Waymo, Google assistant aus meiner Sicht. Dann gibts Procter and Gamble, Unilever, Restaurant Brands die gerade günstiger werden.

    Gruß

    A.

     

     

  14. AvatarZEN Investor

    ZENINVESTOR2030 sagt:

    Genau deswegen habe ich ein Wikifolio, dass sich Value Investing 2030 nennt.

    (Siehe Link in meinem Namen, noch nicht öffentlich).

    Ich gehe davon aus, dass jetzt möglicherweise ein Bärenmarkt begonnen hat, der erst nach 2-3 Jahren endet.
    Natürlich kann es im neuen Jahr auch kräftig aufwärts gehen und der von mir erwartete Bärenmarkt kommt dann 2023 oder so. Alles ist möglich.

    Auch ich rechne damit, dass die Börsen 2030 deutlich höher stehen als heute.

    Ich selbst setze dazu auf eine einfache geniale und genial einfache Strategie.

    Ich suche mir Aktien, die mindestens 30% unter ihrem Buchwert stehen (KBV unter 0,7), und die die letzten 5-10 Jahren eine deutliche Buchwertsteigerung aufwiesen wobei ich da auch die ausbezahlten Dividenden sowie Aktiensplits mitberücksichtige.

    Mittels spezieller Formeln errechne ich mir eine wahrscheinliche Kursentwicklung. Ist diese positiv genug, wird investiert.

    Um zu beweisen, dass es funktioniert, werde ich während der nächsten 12 Jahre das vorgenannte Wikifolio führen.

  15. AvatarAnna

    @ all

    Zur Abwechslung könnt ihr euch mal die Episode 10 vom KARZL ansehen. Der hatte Kommunikationsprobleme mit Alexa.

    Gruß

    Anna

  16. AvatarSkywalker

    Ich verdoppele morgen meinen S&P 500 ETF denke ich. irgendeiner muss es ja tun 😉

     

    Ernsthaft: Einige Werte sind mir noch zu teuer aktuell: KO, PG, JNJ, SBUX, MCD…

     

    Würde ich alle gerne kaufen, aber nicht zu diesen kursen. Jeder von denen muss erst mal noch 15 – 20 % fallen denke ich. Aktuell finde ich Apple super und auch Amazon. Da ich mich nicht entscheiden kann werde ich den o.g. ETF aufstocken, da ist alles dabei. Konsequent und immer wieder nachkaufen macht eigentlich nur bei einem ETF sinn, die ganzen Kraft HEinz nachkäufer tun mir leid! Da bin ich schon lange raus!

  17. Avatarnikolov

    Um die Quote der Kommentare zu erhöhen, die etwas zum Thema beitragen:

    ein Sparplan zieht einen durch das manisch-depressive Börsengeschehen so stur und stetig wie ein Traktor ein Feld beackert. Nach einiger Zeit geht die Saat ganz von selbst auf. Wenn der Sparplan auf einen weltweit streuenden Indexfonds läuft kann es einem sogar egal sein, was gerade über- oder unterbewertet ist, und der Kopf ist frei für die wesentlichen Dinge des Lebens.

  18. AvatarZEN Investor

    Zudem erlaube ich mir, auf meine früheren Prognosen hier drin zu verweisen.

     

    https://timschaefermedia.com/angst-vorm-baerenmarkt-zeit-ins-freie-zu-gehen-zur-ablenkung/#comment-46563

    Da habe ich ein paar gute Prognosen abgegeben.

    Man kann auch im Google nach site:timschaefermedia.ch „Zen Investor“ suchen. Sehr lehrreich.

    Ich glaube, dass ich eine echt geniale Strategie habe.

    Ich glaube, dass jeder davon redet, eine Strategie zu verfolgen.
    Aber wenn mal jemand sich zu seinen Kaufentscheidungen äussert, sehe ich, dass es immer nach Bauchgefühl geht.

    Und das Bauchgefühl ist schon komisch und meist genau falsch.

    Die meisten Börsenblogs werden verschwinden, sobald der Markt über 30% verloren hat. Um so schneller und länger es abwärts geht, um so überzeugter sind die Leute, dass sich ein Einstieg noch lange nicht lohnt. Dabei wäre es genau gegenteilig.

    Das Traurige ist: Ich habe eine der besten Strategien, aber ein sehr kleines Startkapital. Stell dir vor, in 20 Jahren kann ich mein Geld ver-25-fachen (bei 17,5% p.a.). Würde ich mit 1 Million anfangen, hätte ich am Ende 25 Millionen. Aber da ich mit 10’000 starten muss, werde ich am Ende nur 250’000 besitzen. Und alle sagen „wenn du angeblich so gut bist, wärst du längst Milliardär“.

    Zum Schluss noch ein kleines Gedicht:

    Viel Gefühl und Mut.
    Ohne blinde Wut!
    Hey!
    Die Freiheit, Friede, die Liebe ohne blinde Wut.
    Aber mit viel Gefühl, mit viel Gefühl, viel Gefühl, und ohne blinde Wut.
    Aber viel viel Gefühl.
    Ohne blinde Wut.
    Ohne ohne ohne blinde Wut.
    Aber mit viel Gefühl. Viel viel Gefühl.
    Ohne blinde Wut.

     

     

  19. Avatarmax

    @Fit und Gesund

    lustig… hab heute Apple Inc. gekauft aber wollte eigentlich meine BASF aufstocken was jetzt noch 1-2 wochen dauern wird. 😉

    es würde mich interessieren was du noch im Depot und auf deiner Kaufliste hast! 🙂

    grüße

  20. AvatarFit und Gesund

    @max

    ich habe folgende Aktien:

    Nestlé, Unilever, BAT, Diageo, Reckitt Benckiser, Henkel und Pepsi

    BMW

    Roche, Novartis, Novo Nordisk, Medtronic, JNJ, Amgen

    Canadian Utilities, Reaves Utility (CEF)

    3M

    Royal Dutch Shell, Enbridge

    Cisco, SAP, Texas Instruments

    AT&T

    Zürich Versicherung, Swiss Re, Admiral Group, Bank of Nova Scotia,

    BASF, BHP Billiton

    Public Storage, Simon Property, W.P.Carey, Ventas, Swiss Prime Site

    dazu noch 3 Vanguard ETF’s: All World, High Dividend und Asian Pacific

     

    Apple und Microsoft hätte ich ja gerne, schauen wir was sich morgen tut, ein Schritt nach dem Anderen, Sunrise hätte ich auch noch gerne, ich sollte nächstes Jahr mal mehr Schweizer Aktien kaufen.

    Dir wünsche ich viel Erfolg mit Deinen Apple Aktien, ich bin halt grosser Apple Fan 🙂

  21. AvatarDaniel

    @Fit und Gesund

    Was ist mit Deinen CTSO passierte?

    @Skywalker

    Dir sind die genannten Werte zu teuer und deshalb kaufst Du den gesamten Index, wo diese und andere zu teure Werte enthalten sind?

    @ghost

    Ich finde die aktuelle Börsenphase sehr gut. Ist mit nur bis auf einige wenige Werte noch nicht stark genug gefallen.

  22. Avatarghost

    @Daniel

     

    sehe ich genauso je staerker alles fällt desto mehr hat jeder einzelne dann im Depot. Der Anfang ist getan mit Gewinnwarnungen, die anderen werden nachziehen. Und wenn keine Rettungsaktionen mit „Geld in den Markt reinpumpen“ gestartet werden. Werden viele Aktien schätze ich nochmals 10% günstiger.

     

    mfg

  23. AvatarFit und Gesund

    @GiniKoeffizient,

    irgendeine Lösung wird da schon gefunden, wie immer.

    @Daniel,

    ich habe keine CTSO und das ist im Moment auch gut so, ging  gestern ordentlich abwärts, aber was nicht ist kann noch werden 🙂

  24. AvatarMattoc

    @Sammy

    Gerade deshalb investiert man ja in einen globalen weltweit gestreuten etf dass man dieses Risiko vermeidet. Du kannst die Rendite des Welt Index auch mit einer einzigen aktie schlagen kein Problem aber darum geht es nicht. Es geht um Risiko Management. Viele Firmen wenig Risiko wenig Firmen großes Risiko. Ein Land großes Risiko viele Länder wenig Risiko. Eine Währung großes Risiko viele Währungen wenig Risiko. Ich hoffe so ist es verständlich.

     

    Ich habe schon lange verstanden, was du meinst. Und die meisten anderen hier sicher auch. Und du hast mit den von dir genannten Punkten ja auch grundsätzlich Recht. Was wir dir nur sagen möchten, ist, dass es ab einer Mindestmenge von Aktien, die über Länder, Währungsräume, Größe und Brnache verteilt sind, keinen Vorteil unter Bezugnahme auf Risikomanagement gibt, wenn man die Aktienanzahl erhöht. MSCI hat beispielsweise aktuell 11 große Branchen festgelegt, denen Aktien zugeordnet werden. Wenn du nun also ein Einzelaktiendepot mit 44 Aktien zusammenstellst, wobei 22 global agierende Bluechips aus den USA sind und 22 aus allen anderen Ländern dieser Welt, wobei aus jeder Branche 4 Aktien kommen, wird das Depot eine nahezu ähnliche Perfomance wie ein MSCI World ETf machen. Soviel steht fest. Da passiert nicht mehr viel unter Bezugnahme auf „Risiko“,  egal ob du auf 2000 Aktien oder 10.000 Aktien erhöhst, einen ACWI oder MSCI World ETF kaufst. Das will ich sagen.

    Viel wichtiger unter Bezugnahme auf Risikomanagement ist jedoch die übergeordnete Asset-Allokation, also nicht die Frage, welche Aktien du kaufst, oder ob du ein ETf kaufst, sondern wie du Aktien/ETFs im Verhältnis zu ändern Assets gewichtest.

  25. AvatarGainde

    Der Weltindex (FTSE All World) ist nun nur noch 1.5% von einem Bärenmarkt, minus 20%, entfernt. Soll noch viel weiter runter.

    @ Mattoc
    Da stimme ich dir zu. Eine ETF-Lösung finde ich persönlich für den Privatanleger viel bequemer und günstiger – Risiko/Rendite ist ja dasselbe. Dafür hat man mit Einzelaktien in Kombination mit Value Investing mehr Chancen auf eine Outperformance. Oder weshalb investierst du in Einzelaktien, bzw. wo siehst du die Vorteile?

  26. AvatarGiniKoeffizient

    @Mattoc

    Viel wichtiger unter Bezugnahme auf Risikomanagement ist jedoch die übergeordnete Asset-Allokation, also nicht die Frag, welche Aktien du kaufst, oder ob du ein ETf kaufst, sondern wie du Aktien/ETFs im Verhältnis zu ändern Assets gewichtest.

    So ist es. Dann geschieht auch plötzlich etwas interessantes mit dem Gehirn der jeweiligen Personen. Es stellt sich nicht mehr die Frage 1% mehr USA oder 3% mehr Pazifikregion, sondern „wow die Börse ist um 30% gefallen. Wo bekomme ich mehr Geld her? Vielleicht einen Nebenjob für ein paar Monate?“

    Manch einer kommt dann sogar auf Gedanken eines azyklischen Arbeitspensums:

    „Jetzt während der Krise Samstags arbeiten und da dann übernächstes Jahr etwas Teilzeit oder vielleicht das Sabbat in Südamerika , wenn die Börsen etwas höher sind?

    Humankapital > optimale Portfoliodiversifikation

    Und deswegen ist natürlich auch diedie Gesundheit wichtig an dieser Stelle.

    Alle anderen Diskussionen führen am Ziel vorbei.

     

    @Fit und Gesund

    Jub. Wissen sollte man es dennoch, wenn zu den schweizer Kapitalsteuern zukünftig auch noch hohe Depotführungsentgelte und Handelsgebühren für Fremdbörsen anfallen.

  27. AvatarFit und Gesund

    @GiniKoeffizient,

    ich lebe in der CH und hohe Gebühren gehören hier einfach dazu, das ist ja nix Neues für mich, dennoch werde ich 2019 vermehrt auf CH-Aktien setzen, ich bekomme meine Verrechnungssteuer ja vollumfänglich zurück, Kursgewinne müssen wir sowieso nicht versteuern. Ebenso entfällt das Währungsrisiko, wobei diese internationalen Firmen ja auch mit dem starken Schweizer Franken zu kämpfen haben.

     

  28. AvatarPatrick

    @ Gainde, sehe derzeit erst eine Entfernung zum ATH von 14%. Woher referieren deine 18,5%? Bitte um Nennung einer Quelle/Index.

     

    Der stille aber dankbare Mitleser.

  29. AvatarMatthias

    @Gainde

    Ich bin ausdrücklich ein ETF-Investor, da ich für den Privatanleger unter Performance-Aspekten keinen Vorteil bei Einzelaktieninvestments sehe. Dennoch ist gerade das Thema „Risikomanagement“ durch maximale Divesifikation kein Vorteil von ETfs gegenüber einem gut ausgebauten Einzelaktiendepot. Das sollte man auch sagen dürfen.

    Argumente wie

    – „Ich kaufe nur „Qualitätsaktien“ (Qualität bedeutet in diesem Kontext ja offensichtlich, dass diese Aktien langfristig besser performen als andere, was soll Qualität sonst sein?)“

    – „Ich häufe mit meinen Einzelaktien „Dividenden“ in der Krise an, wenn Wachstumsaktien am Boden liegen“

    – „Wenn ich einen ETF kaufe, kaufe ich auch „überteuerte“ Aktien“. Auch hier geht es ja indirekt um langfristige Performance. wer so etwas sagt, kennt also eine Möglichkeit, den Markt langfristig zu schlagen. Herzlichen Glückwunsch.

    kann ich überhaupt nichts abgewinnen.

     

    Punkte, die ich verstehen kann (aber persönlich nicht teile):

    – Investieren in Einzelaktien macht Spaß

    – Ich kann mich mit meinen Einzelaktien identifizieren

    – ETFs sind ein „künstliches“ Finanzprodukt. Sowas lehne ich grundsätzlich ab.

    – ETfs verursachen eine (sehr geringe) laufende jährliche Gebühr, die mir „zu hoch“ ist

     

     

     

  30. AvatarMattoc

    @Gainde

    Ich bin ausdrücklich ein ETF-Investor, da ich für den Privatanleger unter Performance-Aspekten keinen Vorteil bei Einzelaktieninvestments sehe. Dennoch ist gerade das Thema „Risikomanagement“ durch maximale Divesifikation kein Vorteil von ETfs gegenüber einem gut ausgebauten Einzelaktiendepot. Das sollte man auch sagen dürfen.

    Argumente wie

    – „Ich kaufe nur „Qualitätsaktien“ (Qualität bedeutet in diesem Kontext ja offensichtlich, dass diese Aktien langfristig besser performen bzw.. ein besseres Chance/Risikoverhältnis haben als andere, was soll Qualität sonst sein?)“

    – „Ich häufe mit meinen Einzelaktien „Dividenden“ in der Krise an, wenn Wachstumsaktien am Boden liegen“

    – „Wenn ich einen ETF kaufe, kaufe ich auch „überteuerte“ Aktien“. Auch hier geht es ja indirekt um langfristige Performance. wer so etwas sagt, kennt also eine Möglichkeit, den Markt langfristig zu schlagen. Herzlichen Glückwunsch.

    kann ich überhaupt nichts abgewinnen.

     

    Punkte, die ich verstehen kann (aber persönlich nicht teile):

    – Investieren in Einzelaktien macht Spaß

    – Ich kann mich mit meinen Einzelaktien identifizieren

    – ETFs sind ein „künstliches“ Finanzprodukt. Sowas lehne ich grundsätzlich ab.

    – ETfs verursachen eine (sehr geringe) laufende jährliche Gebühr, die mir „zu hoch“ ist

     

     

     

  31. AvatarDaniel

    Es gibt Studien die besagen, dass die Rendite im Wesentlichen durch die Asset-Allokation bestimmt wird und nicht nennenswert vom Inhalt der eigentlichen Assets. Das würde das auch bestätigen, was Mattoc gesagt hat.

    Desweiteren ändert sich die Standardabweichung eines Depots ab einer gewissen Aktienanzahl kaum noch. Dieser Punkt ist in etwa bei 33-37 Aktien erreicht.

    Es gibt hierzu auch eine schöne Grafik auf seite 136 im Kapital 6

    Das gesamte Kapital 6 umfasst die Diversifizierung

    https://www.arero.de/fileadmin/user_upload/07_downloads/genial_einfach_investieren_ebook.pdf

  32. AvatarNico444@gmx.de

    Habe gestern Apple aufgestockt die Preise sind einfach zu verlockend um nicht zu kaufen. Besitze selber keine Apple Produkte bis auf ein Iphone das mir mein Arbeitgeber verordnet hat. Aber ich will teilhaben wenn die Appleaktie wieder stark steigt in den nächsten Jahren. Ist ein guter Zeitpunkt um einzusteigen oder aufzustocken.

  33. AvatarThorsten

    Eine Weihnachtsgeschichte aus dem Konsumland.

    Heute war ich in der Stadt, die Weihnachtshektik macht die Menschen  vergesslich, abgelenkt  und unfreundlich. Ein Ellenbogen hier und dann diese älteren Ehefrauen, die ihre Männer rumdirigieren, als wären sie Zirkustiere. Die schweigen dann aus Klugheit, weil sie wissen, dass Widerspruch zu noch Schlimmerem führt. Die Frau sucht am Marktstand aus, der arme Kerl darf es nicht und  muss das Zeug tragen und die Bemerkungen der Holden ertragen. Ich habe mehrere dieser Paare gesehen, das es so  was noch gibt.

    Am Käsestand werde ich nicht bedient, man schaut nach Stammkunden und nach Hausfrauen mit großer Geldbörse scheint es. Nachdem auch direkter
    Blickkontakt nichts nutzt und beide Bedienungen endlos mit der Kundin vor mir einen Schwatz halten entscheide ich mich anders und gehe zur Konkurrenz am anderen Ende. Das ist mir auf diesem Markt nicht zum ersten Mal passiert, vielleicht bin ich auch zeitweise unsichtbar ?

    Dort ist man viel netter. Kaum habe ich meine Ware, stürzt die Frau aus dem Verkaufswagen und ruft, dass sie einen Kunden erspäht hat, der seine Ware vergessen hat. Sie verliert sich in der Menge und lässt mich und die Kunden vor dem Wagen etwas ratlos zurück. Weg und nicht mehr wiedergekommen.

    Am Krabbenstand kaufe ich Krabben, ärgere mich noch immer über den Käsestand und vergesse ob ich 5 oder 10 Euro über den Tresen gereicht habe, weswegen ich sicherheitshalber noch mal nachfrage, wie peinlich. Ich kann mich diesem Konsummist nicht wirklich entziehen.

    Im Reformhaus  sind die Preise inzwischen so hoch, dass ich es selbst in DM nicht mehr kaufen würde. Ein Glas Honig für 10€ ? Das ist es mir nicht wert.  Eine winzige Tüte Bananenchips für 3€. Da wo die Preise noch stimmen, hat man die Menge um die Hälfte reduziert, also stimmt es nicht mehr.

    Auf dem Weg pöbelt mich eine einzelne übergewichtige Person an, dass ich auf der falschen Seite fahre. Ja tu ich, seit 20 Jahren auf diesen 200 m, weil es keine Ampel zur Überquerung auf die andere Straßenseite gibt.  Das wird diese Person aber nicht verstehen, sie möchte schimpfen und den 2 Meter breiten Bürgersteig für sich alleine beanspruchen.

    Die Leute werden vor Weihnachten hektisch und denken an andere Dinge, Ellenbogen werden ausgefahren und morgen gibt es nichts mehr zu kaufen. Stress pur. Wie es in den Konsumtempeln aussieht, ich mag es mir nicht vorstellen, schon wenn keiner drin ist stößt man in den engen Gängen die Ware herunter und bei Karstadt hat man vorne eine Barriere aus stinkenden Parfüm und Kosmektik und Tönen in weiß und rosa aufgebaut, die wohl jeden normalen Mann vor dem Betreten abschrecken sollen.  Das machen sie seit Jahren  und irgendwann machen sie dann wohl zu, wer weiß.

  34. AvatarWohnung mit Domblick

    @Thorsten, sehr treffend geschildert 🙂 Ich muss jetzt zum Aldi… nur das nötigste um über die Feiertage zu kommen 😀

  35. AvatarBruno

    zum Thema Weihnachtsshopping – Paketzusteller

    https://www.youtube.com/watch?v=EXBatbw-PTE

    Ich sah heute morgen die Warteschlangen vor den Einkaufszentren, man steht sicherlich 1 Stunde an bis man eventuell einen Parkplatz findet, dann geht es weiter auf in den Kampf um die Waren, an der Kasse wieder anstehen etc. etc. so vergeht gut und gerne ein halber bis ganzer Tag für ein paar Einkäufe. Ich tue mir das seit Jahren nicht mehr an, kaufe zu dieser Zeit im Dorf im Kleinladen, der ist praktisch leer, die Leute haben noch Freude wenn man kommt, haben aber auch nur normale Lebensmittel.

  36. AvatarDiana H

    Ich melde mich auch mal wieder. Die letzten Wochen habe ich ein wenig Internetentzug getätigt. Irgendwie hatte ich das Gefühl Dauergestresst und unkonzentriert zu sein. Jetzt geht es mir viel besser. Ich wäre sogar bereit den DSL-Vertrag zu kündigen, aber das fänd mein Partner möglicherweise nicht so gut. Die Börse verfolge ich nicht weiter und das lässt mich auch alles kalt. Ich rechne auch weiterhin mit einem Bärenmarkt, der erst noch anfängt.

     

    Stricken ist übrigens ein netter und preiswerter Zeitvertreib. 😀

  37. Avatar42sucht21

    @Thorsten

    Schöner Bericht. Bei dem ‚Fahren auf dem Bürgersteig‘ habe ich herzlich gelacht. Es geht halt vielen Grantlern ums Prinzip.

    Zum Honigpreis: Pro Honigglas sind zum sammeln ca. 100.000 Bienenflüge von bis zu 3km notwendig. Also kostet der 3km Flug Dich 0,0195583 Pfennig.  Man sagt glaube ich, pro Stock pro Jahr 20kg Honig Ertrag im konventionellen Betrieb. Also, beim Honig habe ich durchaus Respekt vor dem Produkt.

    Zu Krabben: Ich mag Krabben sehr gerne aber kaufe nur noch selten, nämlich nur noch wenn ich an der Nordsee meinen Verkaufsstand kenne und dort selber pule oder lokal gepulte Krabben erhalte. Nordseekrabben werden ja meist in Marokko oder Polen gepult (Auslandsentschälung) und sind wochenlang unterwegs, das geht nur wenn Sie mit Konservierungsmittel und schlimmerem Zeug ständig durchtränkt sind. Quasi Sondermüll nach meiner Auffassung. Aber ich will niemandem den Appetit verderben. Maschinell geschälte Krabben in D sind immer noch teurer als Transport & Frauenarbeitslohn in/nach Marokko. Solange bis Marokko zu hohe Arbeitslöhne bekommt.

    Wir alle profitieren ja davon…, lebendige Schweine aus Vechta nach Italien zu fahren, damit wir dann daraus wieder echten Parma-Schinken beim Norddeutschen Discounter kaufen können.

    Frohe Festtage!

  38. AvatarDanielKA

    Ich habe die letzten Wochen alles online bestellt, war kein einziges mal zum shoppen in der Stadt, warum auch ich sehe nicht ein den Normalpreis zu zahlen (egal ob Klamotten, Lego Playmobil und Co.)

    Essenstechnisch heute in der Metro eingekauft alles entspannt ? und wir sind somit fertig und vorbereitet. Der Tannenbaum steht bereits seit 2 Wochen. Einfach die Erwartungen runterschrauben und schon wird es gemütlicher. Dieses gegenseitige überbieten braucht doch keiner, hauptsache ne gute Zeit.

    Ein gesegnetes Weihnachtsfest an Alle!

  39. AvatarZEN Investor

    @Ghost
    „mit viel Einfuehlvermoegen und Gefuehl gefragt: welche Drogen sind das?“

    Gar keine Drogen. Ich bin so geboren.
    Das Gedicht ist übrigens aus dem Song „Freiheit, die ich meine“ von Peter Maffay (nur in der Original-Version hörbar, hier
    https://www.youtube.com/watch?v=Kd2iuXn5fXM
    ab Minute 04:33 (direktlinkt https://youtu.be/Kd2iuXn5fXM?t=4m33s )

    @Fit und Gesund
    „ich lebe in der CH“

    Ah schön, ich auch. Du hast die Liste deiner Aktien vorher aufgelistet, darunter auch Nestle und Swiss Re.
    Swiss Re halte ich seit Jahren für unterbewertet, irgendwie stocken die schon lange.

    Aber wieso hast du Nestle ausgewählt? Deren Gewinne dünken mich recht schwach auf 10 Jahre gesehen.
    Beispielsweise nach den Zahlen hier:
    http://financials.morningstar.com/ratios/r.html?t=nesn&region=che&culture=en-US
    hat sich die Zahl der Aktien von ende 2008 bis ende 2018 von 3’725 auf 3’061 reduziert, der Buchwert pro Aktie von 14,41 auf 18,72 erhöht in dieser Zeit.
    Dazu wurden 21,32 CHF an Dividenden ausbezahlt in den letzten 10 Jahren (wobei diese jährlich um 10 oder 15 Rappen auf zuletzt 2,35 gesteigert wurden die letzten 10 Jahre.

    Rechnet man das zurück, sind die ausbezahlten Dividenden ungefähr 20% mehr als der Buchwert pro Aktie.
    Das heisst, der Buchwert pro Aktie könnte bei rund 40 CHF liegen, was ein Faktor von fast 3 bedeutet auf 10 Jahre.
    Jedoch gab es damals über 20% mehr Aktien, was noch ein Faktor von ca. 2,5 übrig bleiben lässt.

    Oder genauer: Der damalige Wert in heutigen Aktien wäre 17,42 (Faktor 1,209 in Aktienzahl).
    Der Wert der Aktien hätte sich ungefähr von 17,42 auf 40 CHF etwas mehr als verdoppelt, was
    einer jährlichen realen Eigenkapitalrendite von etwa 8,7% entspricht (Faktor 2,296, 10.Wurzel).

    Nestle war schon immer sehr hoch bewertet, und die jährliche Buchwert-Entwicklung ist so Durchschnitt (was wiederum eine hohe Bewertung nicht rechtfertigt).

    Eine Tamedia AG oder Swiss Re hat ihren Buchwert über 10 Jahre deutlich stärker gesteigert,
    und ist zugleich unter Buchwert bewertet, was eigentlich schon krass ist.

    Ich verstehe also nicht, wieso Nestle interessanter als TaMedia sein sollte.
    Siehe selbst und vergleiche mal später die Aktien-Performance von Nestle und TaMedia vom 01.01.2019 bis 31.12.2024.
    Ich sage, Tamedia gewinnt klar.

  40. AvatarGainde

    @ Mattoc

    Muss mir wohl andere Spannung suchen, geht immer nur in dieselbe Richtung seit Tagen 🙂

  41. AvatarBruno

    ZEN Investor

    Tamedia vs Nestlé 2019-2024: Ich wette dagegen, leider grad keine Zeit um die Gründe im Detail darzulegen. Bezüglich Buchwert, ich sehe da eben Gründe, Tamedia war die letzten Jahre gut aufgestellt, aber viele Firmen wurden zu teuer eingekauft und die Konkurrenz schläft nicht, es wird nicht einfach die nächsten 5-10 Jahre. Nestle ist da ganz anders aufgestellt. Aber klar, wir wissen beide nicht, was das Management der Zukunft mit diesen Firmen macht. Zahlen sind schon wichtig, aber für mich ist das Geschäftsmodell resp. die Aussichten viel wichtiger.

    Apropos Wetten: Nur Pech dass ich nie wette resp. wenn dann um nichts zum Spass, geht gegen mein Grundverständnis. Ich rege mich auch immer auf, wenn man an der Börse von Wetten spricht, es handelt sich meines Erachtens nicht um ein Glückspiel.

  42. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Daniel

    Desweiteren ändert sich die Standardabweichung eines Depots ab einer gewissen Aktienanzahl kaum noch. Dieser Punkt ist in etwa bei 33-37 Aktien erreicht.

    Danke für die Klarstellung (dazu noch aus mehr als unverdächtiger Quelle).

    Um nichts anderes ging es mir beim Vergleich meines (kleinen) Portfolios mit einem ETF auf den World-Index.

    @ mattoc

    Was wir dir nur sagen möchten, ist, dass es ab einer Mindestmenge von Aktien, die über Länder, Währungsräume, Größe und Brnache verteilt sind, keinen Vorteil unter Bezugnahme auf Risikomanagement gibt, wenn man die Aktienanzahl erhöht.

    Auch dir vielen Dank. Wesentlich besser ausgedrückt, als ich das könnte. Mein Ziel für´s neue Jahr: weniger unnütze Diskussionen führen…. 😉 .

    Du scheinst der Typ Logiker zu sein. Psychisch resistent. Börse ist aber für viele Teilnehmer eine höchst emotionale Angelegenheit, die zu Fehlern verleitet. Die psychische Komponente und Bedeutung beim Erhalt von Dividendenströmen auch in Bärenmärkten würde ich (bei diesen Anlegern) nicht unterschätzen.

    Du brauchst sie nicht. Anderen retten sie aber die Börsenhaut 🙂 .

    @ Weihnachtseinkäufe

    Für sämtliche Kids der Großfamilie ordern wir schon seit Jahren die Geschenke (Puzzle, Lego, Brettspiele, Spielzeug) bei Amazon. Ausgezeichnete Auswahl, in der Regel die günstigsten Preise, Lieferung oft am nächsten Tag.

    Verstehe nicht, warum sich jemand die Qual mit dem Innenstadtbesuch antut.

    Eine Anekdote habe ich von letzter Woche. Amazon liefert jetzt kleine Pakete selbst aus. Als Anteilseigner kam ich nicht umhin, den Boten nach seinen Erfahrungen zu fragen (Vergleich zu DHL, DPD). Kurz und knapp: Wer ist der beste Arbeitgeber?

    Kurz und knapp auch die Antwort: Definitiv Amazon

    Bessere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen, Toprouten, die der Algorhythmus vorgibt.

    Interessant.

    Wünsche allen frohe Festtage 🙂 !

  43. AvatarThorsten

    @42sucht21

    Die Krabben kosten das Kilo 7,50€. Und bei dem Preis sollte klar sein : wir pulen selbst. 500g reichen uns. Der Geschmack ist einfach klasse, aber man muss sie am selben Tag aufessen , schon nach einem Tag im Kühlschrank lassen sie merklich nach.

    Ich war dann nach dem Markt shoppen und ich habe es getan wider meine Überzeugung…aber wenn die Horde begeistert nach McDonalds rennt und pappige  Kartoffelprodukte und Schaujmstoffbrötchen mag, na dann soll es so sein. Und ich möchhte dann  als Entschädigung  einen Teil davon abhaben . Ich muss ja nicht mehr hingehen, ich muss nur die Aktie haben und das kaufe ich mir was Richtiges zu essen von den Erlösen  😉

    Außerdem habe ich die Tage BASF (5,32%), Ryder (4,34% div.Rendite) und New Resident (12,92%, ein REIT) aufgestockt.

    Buy and Hold mit BASF

     

     

     

  44. AvatarZEN Investor

    @Bruno

    Danke für die Antwort.

    Spannend, wie man das unterschiedlich sehen kann. Für mich ist Nestle eben eher am oberen Band der wahrscheinlichen Bewertung am Aktienmarkt angesiedelt. Tamedia eher am unteren Rand.

    Tamedia hat zB einen Buchwert von etwa 160 CHF, Nestle ca. 20 CHF pro Aktie.

    Aber Nestle kostet etwa 80 CHF, Tamedia rund 100 CHF.

    Nestle müsste als solides gewinnbringendes Unternehmen etwa beim 2-3-fachen Buchwert angesiedelt sein. Tamedia etwa beim doppelten Buchwert.

    Der faire Aktienkurs wäre also bei Tamedia ca. 320 CHF und bei Nestle bei etwa 60 CHF.

    Aber schön dass wir uns einig sind, dass wir uns uneinig sind.

    Schade dass wahrscheinlich keiner von uns 2025 an die Auswertung der Wette denkt.

  45. AvatarGainde

    Gute Einstiege in den Markt könnten sein, wenn die Quartier- oder die Schmetterlingszüchter-Zeitung auf der Front einen Artikel über den Börsencrash publizieren.

    Zurzeit, rückblickend gesehen, handelt es sich nur um eine kleine Delle.

  46. AvatarBruno

    ZEN Investor

    Allerdings, wir werden uns kaum daran erinnern 😉 Aber ich bin mit Dir schon einverstanden, Nestlé wäre mir aktuell auch zu teuer, ich habe meine vor über 20 Jahren gekauft und nach der Finanzkrise aufgestockt, es ist ein Basiswert, langweilig aber stabil.

    Tamedia hat interessante Firmen, welche die letzten Jahre fetten Cashflow generiert haben, die Aktie sah ich auch etwas zu lahm im Vergleich mit dem Erfolg, aber ich schaue nicht die Vergangenheit an, sondern die Zukunft. Man sieht es bei vielen Firmen, dass sie ihre Margen kürzen mussten, infolge Konkurrenz, z.B. jobs.ch oder ricardo. Zattoo ist auch sowas, wo niemand mehr will. Die Konkurrenz ist hart, und ich habe das Gefühl, sobald eine Firma von Tamedia übernommen wird, nimmt die Innovation stark ab, die Gründer verabschieden sich (Exit), und man ruht sich auf den Lorbeeren aus. Ich schaue eine Firma eher aus dieser Optik an, die Bewertung und Zahlen sicherlich auch, aber erst an 2. Stelle. Wichtiger sind mir der langfristige Burggraben, die Innovationskraft des Unternehmens.

    Aber eines dürfen wir sicherlich sagen, man kann die 2 Firmen eigentlich wirklich nicht vergleichen, Nestle ist für mich ein langfristiges, stinkkonservatives, solides Basisinvestment. Tamedia hat eher Startupcharakter in der Medienwelt, und dort sehe ich eben international interessantere Titel.

  47. AvatarThorsten

    @Gainde, Klasse !  Ich  glaube auch, wir haben mit den Tiefständen Einkaufskurse bekommen. Nur  wann sie sich im Nachhinein als gut erweisen, man wird sehen. Bessere Kurtse zum Kaufen hat es schon immer gegeben.  Wer denn auf Timing setzt und Cash, bitte schön. Aber wenigstens den Sparplan monatlich laufen lassen, nicht antasten !

  48. AvatarWalter

    Hallo,

    meine Weihnachtseinkäufe diese Woche waren Exxon, Bank of Nova Scotia, P. Morris und UPS.

    Schönes Wochenende und frohes Fest.

     

  49. Avatarghost

    @zen investor

     

    a ok.

     

    nun trotzdem, ich reagiere so, wenn sich der eine oder andere zu sehr lobt. Ich mein zumimdest mich zu erinnern, dass es mal schon einen zen investor gab in wertpapierforum und dieser hat schon damals sehr ueberzeugend von seiner Strategie sich geaußert.

    Aber, wenn das wirklich so ist und es funktioniert, dann glueckwunsch. Gleichzeitig wuerde ich mich an deiner Stelle beim Jens bewerben er sagte auf yt er suche neue angagierte Mitarbeiter.

    Also wenn ich ein wikifolio hätte, dann würde ich den Schritt wagen und mich bei ihm oder anderen Händlern bewerben.

    https://www.wertpapier-forum.de/topic/47690-zen-investors-strategie/

     

    mfg

     

     

  50. AvatarFit und Gesund

    @ZEN Investor,

    also die Nestlé war eine meiner ersten Einzeltitel, mag ich sehr gerne, ne..kein Rennpferd aber eher stabiler Ackergaul, ist meine allergrösste Position, gefolgt von Roche, Novartis und Shell, sowie Zürich und Swiss Re.

    Tamedia sagt mir wenig, werd ich mal anschauen, ist aber eher nix für mich, kenn ich nicht wirklich was, irgendwas mit Zeitungen wie Schweizer Familie etc., ich mag eher so bekanntere Sachen.

    Dein Wikifolio ist leider nicht einsehbar.

    Wünsche Dir Frohe Weihnachten und Alles Gute im Neuen Jahr 🙂

  51. AvatarZEN Investor

    @Bruno

    „Allerdings, wir werden uns kaum daran erinnern ? Aber ich bin mit Dir schon einverstanden, Nestlé wäre mir aktuell auch zu teuer, ich habe meine vor über 20 Jahren gekauft und nach der Finanzkrise aufgestockt, es ist ein Basiswert, langweilig aber stabil.“

    Naja, ich werde mich daran erinnern.
    Ich notiere mir in einem speziellen (selbst geschriebenen) Programm solche Sachen (damit ich später nachprüfen kann, ob meine Prognose zutraf).

    Ich habe dieses Jahr diverse Prognosen von mir aus den Jahren 2013 bis 2017 ausgewertet, war echt spannend.

    „Tamedia hat interessante Firmen, welche die letzten Jahre fetten Cashflow generiert haben“

    Ja, eben! Vor allem besitzen die neben der grössten Tages-Zeitung auch die grösse Gratis-Tages-Zeitung (20 Minuten), deren Online-Ausgaben, Homegate (grösstes Wohnungsportal der Schweiz), die grösste schweizer Auktionsplattform (ricardo.ch), diverse weitere grosse und kleine Zeitungen usw.
    Also ich finde das recht heftig, die haben bald schon ein Monopol.
    Und dann werden die noch unter dem Buchwert (=Eigenkapital) gehandelt. Ist doch wahnsinn!

    „Tamedia hat eher Startupcharakter in der Medienwelt, und dort sehe ich eben international interessantere Titel.“
    Naja, die Firma ist ja auch ein StartUp (Gründung 1893 oder so 🙂 )

    @ghost

    Naja, ich kenne diesen Jens nicht, und weiss nicht was der genau macht.

    @Fit und gesund
    „also die Nestlé war eine meiner ersten Einzeltitel, mag ich sehr gerne, ne..kein Rennpferd aber eher stabiler Ackergaul, ist meine allergrösste Position, gefolgt von Roche, Novartis und Shell, sowie Zürich und Swiss Re.“

    Ich meine auch nith, dass Nestle schlecht wäre oder so.
    Ich denke nur, dass die so stark überbewertet sind, dass die auf lange Sicht (10 Jahre und mehr) vermutlich eine tiefere Performance als der SPI oder SMI aufweisen dürften.

    „Tamedia sagt mir wenig, werd ich mal anschauen, ist aber eher nix für mich, kenn ich nicht wirklich was, irgendwas mit Zeitungen wie Schweizer Familie etc., ich mag eher so bekanntere Sachen.“

    Ja, die besitzen recht viele solide Sachen. zB die grösste Gratis-Zeitung, diverse Zeitschriften, onlineportale (Homegate, Ricardo)…

    „Dein Wikifolio ist leider nicht einsehbar.“

    Ja, kommt noch. Offensichtlich wird es erst auf öffentlich geschaltet, wenn man die erste Aktie gekauft hat.
    Da es ein neues Wikifolio ist, musst du dich gedulden.

    „Wünsche Dir Frohe Weihnachten und Alles Gute im Neuen Jahr“

    Hey danke, wünsch ich dir auch!

    Aus welchem Kanton bist du eigentlich? (Ich Zürich).

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