Ein Leben nur fürs Haus: Modernes Sklaventum

Wie kannst du passives Einkommen erzielen? Gibt es im Internet die Möglichkeit, Geld zu verdienen? Ja, die gibt es. Aber es ist verdammt schwer. Es wimmelt hier von Schwindlern und Schurken, die dir das Fell über die Ohren ziehen wollen. Auf YouTube tummeln sich besonders viele. Sie erzählen dir von viel Geld, das angeblich auf der Straße liegt. Aber das meiste ist Blabla. Sie wollen dir eher ein Produkt (Online-Kurs, Videos, Bücher, Newsletter) verkaufen.

Wie kommst du nun zu einem passiven Einkommen? Dividenden, Mieteinnahmen, Lizenzeinnahmen, Garagenvermietung etc.

Investiere in dich selbst: Gute Ausbildung, Fortbildung, anstrengen im Job.

Kürze die Kosten. Lebe bodenständig. Beachte, dass die Zufriedenheit gering ist (und kurz), wenn du “Sachen” kaufst. Das scheint die Konsumherde zu vergessen. Oder sie verdrängt es.

Je mehr Dinge die Konsumenten kaufen, desto geringer ist der Zufriedenheits-Ertrag. Kaufe daher nur die Dinge, die dich wirklich zufrieden machen, und spare, wo du kannst.

Berücksichtige dein zukünftiges Ich, wenn du deinen Finanzstil überdenkst. Das heißt, denke an den Freiheitsfaktor, den du dir aufbauen kannst, um künftig gelassener zu leben. Aber klar: Du musst nicht jeden Euro umdrehen. Du sollst das hier und jetzt genießen, aber nicht mit Pludern, sondern eher mit Erlebnissen.

Ruiniere nicht deine Zukunft mit hohen Kosten heute. Der größte Ausgabenposten ist gewöhnlich das Wohnen (Miete, Hypothek). Hier gibt es genug Leute, die die Bodenhaftung verlieren. Die eigenen vier Wände müssen immer größer werden. Die Hypotheken nehmen gewaltige Größen an.

Wie Banken versuchen, dich für den Traum der eigenen vier Wände zu ködern.

Die Banken spielen gerne mit deinen Gefühlen. Sie möchten, dass du dir den Traum der eigenen vier Wände erfüllst. Dann kann die Bank Zinsen kassieren. 30 Jahre lang. Manch einer begibt sich in eine Art modernes Sklaventum. Mir hat jemand folgendes geschrieben:

Ein Freund, Mitte 30, und seine Lebensgefährtin wollen ein Haus kaufen. Es ist sehr emotional getrieben. Das Haus ist weit über ihren finanziellen Möglichkeiten und vollgestopft mit Luxus und neu renoviert. Sie haben sich ein Angebot einer Bank ausrechnen lassen, dass er mir gezeigt hat. Mit nur 2% Tilgung und abzahlen bis 67 Jahre… Wie kommt man auf so eine verrückte Idee? Das ist doch wie Fallschirmspringen ohne Schirm. Wenn ich ihnen das nicht ausreden kann, rennen sie ins offene Messer.

Zinsbindung 23 Jahre, wenn dann die Zinsen steigen, fliegt ihnen die Hütte um die Ohren. Nach Ende der Zinsbindung ist er 57 Jahre und hat noch fast 200.000 Euro Schulden! Das ist Mittelschicht, immer hart an der Kante dass es gerade noch so reicht.

Im Haus sind 2 Bäder und zusätzlich noch zwei Toiletten ?
Die Sauna ist auch schon drin. Ein passendes Auto muss dann auch vor der Tür stehen.

Solche Leute können in Teufels Küche kommen, wenn die nächste Rezession kommt. Ein Jobverlust kann so eine Hypothekenverpflichtung schwer machen, zu erfüllen. Wenn du dann alt bist, hast du zwar eine große Hütte, hast aber Bedenken, ob du deinen Lebensstil leicht aufpumpen kannst. Dann ist keine Müslipackung drin, die 50 Cent teurer ist. Du wirst zum modernen Haussklaven: Fette Hypothek.

Aber im Ernst, es ist das lange Spiel. Setze deine Ausgaben auf ein Niveau, das dich glücklich macht, aber übertreibe es nicht.

Die Konsumenten gehen raus und kaufen sinnlos Sachen. Wie die Irren. Buchstäblich ein paar Hunderter bei einem Garderoben-Update. Dabei ist der Schrank eh schon voll. Das Leben sollte so sein, dass eine Sparquote drin ist, die angemessen ist: 20, 30 oder 40 Prozent. Damit du einen Ausweg siehst, wenn du Ärger im Job hast. Lass dein Geld für dich arbeiten. Mit einer Sparquote von 5% kommst du nicht weit. Besser sind 50%. Dann kannst du den Schneeball ins Rollen bringen. Dann kann daraus dank dem Zinseszins eine Lawine werden. Setze auf einen ETF-Sparplan: Volle Kanne.

Wenn die Marken-Müsliflocken im Alter nicht mehr drin sind, was nutzt dann das übergroße Haus? Was nutzt der nagelneue BMW oder Audi vor der Haustür, wenn du enorme Schuldenberge hast? Sei vernünftig. Beachte, wie du dich selbst behandelst, wenn deine Finanzen grottenschlecht sind.

Was das Reduzieren angeht: Wie üblich ist es meist sinnlos, Cents zu kürzen, wenn die ganz großen Dinge außer Kontrolle geraten: Haus, Auto, Mode, Urlaub… Rolle zuerst die große Steine ?in die richtige Richtung. Eben kein Mega-Haus, wenn du mit 45/50 Jahren in die Freiheit oder Teil-Freiheit gehen willst. Hast du die großen Klötze im Griff, kannst du dich um die kleinen Steine kümmern: Kaffee to go, Restaurantbesuche…

Für die meisten Deutschen mit einem zu großen Haus und zu hohen Belastungen bedeutet es, dass sie überall kürzen müssen: Weniger Urlaub oder günstiger in den Urlaub.

Reparaturen werden aufgeschoben. Upgrades für das Zuhause gibt es nicht. Kein neuer Edelstahlkühlschrank. Einen Neuwagenkauf kannst du ganz vergessen, wenn die Hypothek und andere Schulden dir ohnehin schon die Haare vom Kopf fressen. Du musst dann womöglich deine Hobbys reduzieren (kein neues Rennrad…). Du lebst dann nur noch fürs Haus.

Nimm dir ein Beispiel an Warren Buffett oder John Bogle. Beide haben für ihre Verhältnisse ein kleines Haus. Ohne Schulden. Sie hätten sich enorme Villen leisten können. Ich habe eben gerade etwas über den größten Einzelaktionär der Deutschen Bank, Steve Feinberg, auf Wikipedia gelesen. Der US-Milliardär hat sich 3% der abgestürzten DB-Aktie unter den Nagel gerissen:

Während andere Hedgefondsmanager feine französische Weine sammeln und in privaten Flugzeugen herumfliegen, fährt er mit einem Ford-Truck und trinkt Budweiser. Das erzählte  Jonathan Gallen, ein persönlicher Freund von Feinberg.

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Gainde
3 Jahre zuvor

Gerade heute hat mir eine Mitarbeiterin während 15 Minuten den Kopf wegen all ihren Problemen rund ums Eigenheim vollgeschwatzt. Vorteil Miete: wenn die Wohnung renoviert werden muss, muss der Vermieter für Hotelunterkunft aufkommen. Eigenheimbesitzer können dann im Garten zelten gehen.

Mattoc
3 Jahre zuvor

Der Anteil meiner Miete (ohne Mietnebenkosten) beträgt 9% von meinem Nettoeinkommen. Ich wohne in einem Stadtteil einer Großstadt, der wiederum stadtähnlichen Charakter mit kompletter Infrstruktur hat. Die Wohnung liegt im Erdgeschoss, ist nicht besonders schön aber für mich perfekt. Der Vemieter ist froh, mich als Mieter zu haben. Ich hatte noch nie eine Mieterhöhung und kann mit der U-Bahn zur Arbeit fahren. In einigen Jahren nach Beendigung des Berufslebens suche ich mir einen Ort, in dem ich leben möchte und miete wieder. Am liebsten würde ich dauerhaft in einem Hotelzimmer wohnen. Ich mag diese ganzen Verpflichtungen und die fehlende Flexibilität nicht, die mit Wohneigentum einher geht. Die ganzen Wohnungen stehen voll mit Zeug. Es bringt einfach nichts. Ich finde (und das ist meine persönliche Meinung), dass Wohneigentum nicht frei sondern abhängig macht. Aber natürlich hat hier jeder seine eigene Betrachtungsweise. Das ist vollkommen in Ordnung.

Bruno
3 Jahre zuvor

“Investiere in dich selbst: Gute Ausbildung, Fortbildung, anstrengen im Job”

Sehr wichtiger Punkt, viel wichtiger als viel Zeit ins Markettiming oder die Selektion der besten Aktie zu investieren (interessanterweise hat sich der von breiter Front beschwörte Crash wohl gerade im Januarloch versteckt, vielleicht holt ihn die 5. Jahrezeit wieder hervor, aber niemand weiss es wirklich auch wenn es der grosse Traum der Menschheit ist, so eine Glaskugel).

Das beste Investment ist immer in sich selbst langfristig. Und wer viel lernt und auch viel macht, der hat auch gar keine Zeit mehr, zu shoppen. Also zweifach positiver Effekt. Ich hatte Zeiten wo ich noch nicht sonderlich sparsam war resp. nicht bewusst sparsam, wo ich viel Geld verdient habe jedoch auch so gut wie keine Zeit, es auszugeben, ich bin dankbar für diese Zeit, es hat mir ein solides Fundament geschaffen.

3 Jahre zuvor

Wohneigentum macht frei, ich kann jederzeit ausziehen und woanders hinziehen, ohne Kündigungsfristen einhalten zu müssen. Ich möchte mich nicht durch Miete binden und unfrei werden, Kündigungsfristen steigen (gesetzlich)  mit der Mietzeit und sind für beide Parteien bindend. Eine Mietwohnung wäre für mich ein Klotz am Bein.
Welche Problem hat die Kollegin mit dem Eigenheim ? Ich gar keine.

Mieter
3 Jahre zuvor

@Thorsten

Kündigungsfrist ist in Deutschland für normale Mietverträge AUF MIETERSEITE immer nur drei Monate. Also bitte keine Märchen erzählen. 😉

Wer als Eigentümer Mal eben spontan auszieht, hat in der Regel – Leerstand. Nicht gerade wirtschaftlich.

ghost
3 Jahre zuvor

bin mit Eigenheim zufrieden, sehr sogar wohne 8 km von groesserer Stadt entfernt. Meine Mietkosten steigen nicht, denn ich habe keine mehr.

mfg

ghost
3 Jahre zuvor

das stimmt, wenn ich hoere was manche so planen, kaum Kapital dann ein Haus fuer 400000 weil die Zinsen so niedrig sind und dazu nochmal 35000 um neue Moebel zu kaufen, es soll ja schick aussehen.
Das alles mit Durchschnittsgehaeltern…..

 

“in den Finanzforen ist meistens lustiges zu lesen. Bsp: wir meine Partnerin und ich moechten ein Haus fuer 300000 .

Haben bereits 10000 Ek . Wir zahlen noch zwei neue Autos ab, noch 20000 sind abzuzahlen.

ich verdiene 2500 und meine Freundin hat einen Halbtagsjob.’

Und wenn denen die Finanberater abraten sich das zu leisten sind diese ganzintelligenten noch empoert…..

 

Bekannte von uns hatten sich Haus fuer 300000 gekauft, und gluecklich erzaehlt sie hatten Zins zu 1,3% bekommen fuer 10 Jahre. Als wir sie dann fragten was macht ihr nach den zehn Jahren, habt ihr einen Bausparvertrag oder so? Es kam nur schweigen….

mfg

3 Jahre zuvor

@Tim

Mein Beitrag war eine perönliche Antwort auf Mattoc, der schrieb “Es bringt einfach nichts. Ich finde (und das ist meine persönliche Meinung), dass Wohneigentum nicht frei sondern abhängig macht.”

Ich bin halt der Meinung, es ist genau anders herum.

Gainde
3 Jahre zuvor

@ Thorsten

Mag ja stimmen, wenn dir alle dein Wohneigentum aus der Hand reissen wollen. Als Mieter habe ich viel weniger Aufwand, deswegen bezahle ich auch etwas mehr.

Geschirrspüler defekt? Ich rufe die Verwaltung an und wird innert 3 Tagen ausgetauscht. Wasserschaden? Ganze Familie wird im Hotel untergebracht. Das nenne ich auch Freiheit.

Bruno
3 Jahre zuvor

@ghost

Bei den grossen Beträgen kann man viel sparen, aber es beginnt eben bei vielen auch bei den kleinen Sachen an, alleine schon wenn ich Leute höre ich habe 50% gespart bei einem Angebot, Aktion oder dergleichen, muss ich schmunzeln. Sie haben nicht 50% gespart sondern 50% ausgegeben 😀

@Eigenheim vs. Miete

Das Thema wurde ja schon sehr oft diskutiert, beides hat Vor- und Nachteile. Rein finanziell lohnt sich wohl der Kauf, wenn man dasselbe Objekt entweder mietet oder kauft, sofern man dann auch langfristig drin wohnt. Der Vermieter will ja schliesslich auch leben davon. Trotzdem kann Miete auch Sinn machen, und oft hat man ja auch nicht die Wahl, wenn ein passendes Objekt gefunden ist ist es entweder zur Miete oder zum Kauf. Ich habe beides, wohne im Eigentum und miete ein Büro. Mich reut die Miete schon, ist enorm hoch in der Schweiz auch für Gewerbe, aber ein Gewerbe würde ich jetzt nicht kaufen wollen. Nebst den generellen Vor- und Nachteilen kommt es natürlich auch auf den Preis an, kleine Stadtwohnungen sind interessant, aber eben auch teuer. Ist wie am Aktienmarkt, gute Aktien sind auch meistens teuer, sonst wären sie ja nicht gut 😉 Günstig kaufen und teuer verkaufen ist eine Möglichkeit, aber oft funktioniert auch teuer kaufen und noch teurer verkaufen, alles eine Frage der Perspektive. Das Hauptproblem bei Kauf sind höhere Ansprüche als an Mietobjekt, wer kauft denkt gleich er braucht 2 Zimmer mehr, mehr m2, bessere Qualität an Böden, Fenster und natürlich auch die Küche und Bäder müssen edler sein. Hier liegt das Problem der meisten Käufer.

Mattoc
3 Jahre zuvor

@Thorsten

Die Kündigungsfrist für Mieter steigt mit der

Mietzeit? Bist du sicher? Ich habe jedenfalls eine gesetzliche Kündigungsfrist von 3 Monaten, egal wie lange die Mietdauer ist bzw. war. Danach kann ich gehen, wohin ich will. Mein finanzielles Risiko sind 3 Monatsmieten plus Kaution. Ein Fliegenschiss im Kontext. Das ist Freiheit.

Kia
3 Jahre zuvor

Ich rolle die kleinen Steine weil sich der Große einfach nicht bewegen läßt. Herauszufinden dass man zum Frühstück auch Haferflocken für 0,35€ je 500g essen kann statt Müsli für 3,99€ macht aber auch Freude.

Woher die Leute ihre riesigen Immokredite bekommen ist mir ein Rätsel. Mein Partner hat viele Bekannte, die sehr viel Geld bei sehr geringen EK für ein großes Haus von der Bank bekommen haben. Als wir letztens bei unserer Hausbank waren haben die total Konservativ gerechnet, nur 22 unserer Jahreskaltmieten hätten sie maximal kreditiert. Das Eigenkapital hätten wir obendrauf legen können um entsprechend teurer zukaufen.

3 Jahre zuvor

@Mattoc
Wenn man heute z.B wegen Eigenbedarf gelündigt wird, dann hat man einen finanziellen Schaden durch Umzugskosten, Maklerkosten, doppelte Miete für einen Monat etc.  und langfristig, weil man nur noch teure Wohnungen in der kurzen Zeit findet. Es ist ein Vermietermarkt in den Ballungsgebieten. Eine unfreiere Situation kann ich mir nicht vorstellen. Jeden Monat kann die Kündigung im Briefkasten liegen. Ist man in einer Baugenossenschaft sieht das anders aus.

Mieter aus Überzeugung
3 Jahre zuvor

@kaufen vs. mieten

ich glaube dass die Kaufpreise den Mieten davongelaufen sind.

In unserem Fall ganz konkret:

Die Wohnung in der wir zur Miete wohnen würde aktuell ca. 500T€ ohne Nebenkosten kosten, wenn man sie kaufen könnte.

Unsere Kaltmiete liegt bei knapp 1000€/Monat. (ok wir haben mit der niedrigen Miete Glück, aber das muss man nutzen)

Wie soll sich da der Kauf lohnen? So kreativ kann ich gar nicht rechnen.

Ich würde gerne kaufen, in Zeiten von hohen Zinsen und einem hohen Eigenkapitalanteil. Dann wären die Preise unten. Die Preise sind aber oben da der mickrige Zins auch noch über der Inflation liegt. Da sehe ich mein Eigenkapital lieber an der Börse

🙂

Nico Meier
3 Jahre zuvor

Man soll es mit der Grösse des Eigenheims nicht übertreiben da bin ich sofort mit im boot.

Wer wie wir ein kleines Häuschen mit grossem Garten in gutem Zustand zu einem fairen Preis kaufen kann und auch über genug Eigenkapital hat soll nicht zögern. Ein zuwarten auf dem Immomarkt führt meist zu einem höheren Preis!

Stia
3 Jahre zuvor

Danke für deine motivierenden Texte Tim, ich bin normalerweise eine stille Mitleserin 🙂

Früher dachte ich immer ich werde niemals zur Miete Leben, weil das doch nur rausgeschmissenes Geld ist, und jetzt sitze ich hier in meiner Mietwohnung, obwohl ich vor 2 Jahren mein erstes Haus gekauft habe. Ein Strandhaus, was rein zu Vermeitungszwecken angeboten wird und sich selbst abzahlt. Ich lasse mir keinerlei Geld von den Einnahmen auszahlen und freue mich einfach nur, dass ich den Grundstein gelegt habe um bereits in ca. 15 Jahren ein abbezahltes Haus zu besitzen.

Ich habe vor einigen Jahren das große Glück gehabt, dass ich durch Zufall auf den Begriff Minimalismus gestoßen bin. Von da an hat sich mein Leben radikal geändert. Ich konnte zwar immer gut mit Geld umgehen und hatte durch viele Nebenjobs in meiner Schulzeit schon immer etwas mehr eigenes Geld als das Taschengeld der Eltern, konnte allerdings auch 130 Paar Schuhe mein Eigen nennen.

Mittlerweile möchte ich einfach nur noch frei sein, ich mag meinen Job und könnte mir nicht vorstellen jemals komplett ohne Beschäftigung zu sein, aber falls sich mal die Umstände ändern würde es mir gefallen, einfach gehen zu können 🙂

Ich verstehe tatsächlich auch einfach nicht, wie man die FF nicht anstreben kann, selbst wenn man sie erst mit 55 oder 60 erreicht, kann man noch einige freie Jahre genießen. Und ich habe noch nie das Gefühl gehabt, dass ich mich einschränken muss, nur weil ich nicht alles zum Fenster raus werfe, ganz im Gegenteil, ich finde mein Leben ohne all den Kram und die sinnlosen Bedürfnisse so viel einfacher, freier!

Und dabei fahre ich sogar Audi –  einen guten Gebrauchten 😉

Miet
3 Jahre zuvor

@kaufen vs. mieten

ich glaube dass die Kaufpreise den Mieten davongelaufen sind.

In unserem Fall ganz konkret:

Die Wohnung in der wir zur Miete wohnen würde aktuell ca. 500T€ ohne Nebenkosten kosten, wenn man sie kaufen könnte.

Unsere Kaltmiete liegt bei knapp 1000€/Monat. (ok wir haben mit der niedrigen Miete Glück, aber das muss man nutzen)

Wie soll sich da der Kauf lohnen? So kreativ kann ich gar nicht rechnen.

Ich würde gerne kaufen, in Zeiten von hohen Zinsen und einem hohen Eigenkapitalanteil. Dann wären die Preise unten. Die Preise sind aber oben da der mickrige Zins auch noch über der Inflation liegt. Da sehe ich mein Eigenkapital lieber an der Börse

🙂

3 Jahre zuvor

Mir hat gerade jemand zugerufen, dass es am Ende egal sein, ob Miete oder Eigentum, es darf einen nicht belasten.  Und das fängt bei den Finanzen an. Eine zu teure Mietwohnung kann einen auch ruinieren, ein Eigenheim auch. Es muss alles Im Rahmen bleiben.

Bruno
3 Jahre zuvor

Morgen kann ich endlich mal das Lauberhorn Skirennen besuchen, wer dort auch mal runterfahren möchte, hat hier die Möglichkeit, ich finde es eindrücklich (mal abgesehen von der Bergwelt):

https://www.youtube.com/embed/345rjJiboq0

Ich habe schon live Abfahrten gesehen, ist eindrücklich den Speed und die Dynamik sieht man in einer ollen Flimmerkiste nicht (generell Sport sollte man a) selber machen oder b) live sehen wenn schon).

ghost
3 Jahre zuvor

@Brunno

 

stimmt, sehe ich auch so.

Nicht 50% gesp. sondern 50 ausgegeben.

 

mfg

A.
3 Jahre zuvor

Eigentum oder Miete ist hier ja immer wieder ein Thema.

Ich muss sagen, dass wir, seit ich die Einliegerwohnung fertig habe, ein nettes Nebeneinkommen generieren kann oder wenn Gäste da sind, schon dort pennen können. Luxus, ich weiss. Ist aber total cool.

Wenn die Gäste weg sind, werde ich die Einliegerwohnung wieder  temporär vermieten. Letzten Monat haben wir 300 350 Euro eingenommen, das erstemal seit der Renovierung und neuer Einrichtung. Kostete erstmal Geld aber damit steht ein weiterer Einkommensstrom zur Verfügung.

Man sollte halt Rücklagen bilden und sollte schon gut verdienen finde ich und regelmäßig sondertilgen, auch wenn es nicht viel ist.
Eigenheim ist einfach ein anderes Lebensgefühl.

Mit 2500 Euro geht Eigenheim auch, aber entsprechend kleiner und vermutlich weiter ausserhalb. Aber es geht.

Und “passende” Autos haben wir jetzt erst geholt, nach 6 Jahren, gezwungnermaßen, weil die alten Autos nicht mehr wirtschaftlich waren und einfach nach, 14 und 18 Jahren Alter auch durch und da wir viel fahren (müssen) .

Gruß

A.

 

 

 

 

Lejero
3 Jahre zuvor

“Ein Freund, Mitte 30, und seine Lebensgefährtin wollen ein Haus kaufen. Es ist sehr emotional getrieben. Das Haus ist weit über ihren finanziellen Möglichkeiten und vollgestopft mit Luxus und neu renoviert. Sie haben sich ein Angebot einer Bank ausrechnen lassen, dass er mir gezeigt hat. Mit nur 2% Tilgung und abzahlen bis 67 Jahre… Wie kommt man auf so eine verrückte Idee? Das ist doch wie Fallschirmspringen ohne Schirm. Wenn ich ihnen das nicht ausreden kann, rennen sie ins offene Messer.”

Wieso das denn? Wo ist das Problem wenn das Haus mit 67 noch nicht abgezahlt ist? Entweder habe ich auch dann noch genug Einnahmen für die Rate, oder ich verkaufe es und miete dann. Verstehe immer nicht warum die Leute alles abgezahlt haben wollen. Ich werde mit 67 niemals alle Schulden beglichen haben, im Gegenteil, sobald meine Schuldenquote unter 50% sinkt beschaffe ich neues Kapital, so what? Wenn das so lebensgefährlich wäre dann gäbe es heute keine Unternehmen, die arbeiten (fast) immer auch wenn sie hochrentabel sind mit Fremdkapital. Wichtig ist doch nur, dass ich das Fremdkapital nicht einfach verkonsumiere.

Bilbo78
3 Jahre zuvor

Hm tja, also ich bin 40 Jahre und habe nun knapp 200.000 € in ETFs angelegt und trotzdem bewegt sich nicht allzu viel und es sieht nicht so aus, also könnte ich mich morgen aus dem Erwerbsleben verabschieden 🙁 🙁

Mein neuer Plan ist, in einer supranationalen Behörde zu arbeiten, wo ich keine Steuern zahlen muss, so dass ich ca. 5000 euro monatlich investieren kann. Und selbst damit dauert es 10 Jahre bei 6 % p.a. rendite bis ich über ne Mio komme.

Tja schöne scheisse.

Christian
3 Jahre zuvor

Immobilien machen “immobil”, so ist das leider. Gerade wenn der Staat und der Makler direkt die Hand aufhalten beim Kauf führt das dazu, dass es immer ein kleines finanzielles Desaster ist, wenn man Eigentum verkaufen muss um woanders Neues zu kaufen. Ein Freibetrag für die erste Immobilie und eine Deckelung der horrenden Maklergebühren sind längst überfällig.

Dennoch bietet Eigentum die Chance einer Art von Freiheit. Ich zögere in unserer Mietwohnung immer irgendwelche Veränderungen vorzunehmen. Entweder weil ich nachher für den Rückbau einmal zahlen darf oder weil es mir zu schade ist das Eigentum Anderer zu modernisieren. Wer aber kein Interesse daran hat stetig an seinem Eigenheim zu werkeln sondern nur vier Wände und ein Dach braucht, der ist mit dem Mieten vielleicht besser bedient.

3 Jahre zuvor

pro Haus nur einen Euro Kaufpreis,  kein Scherz. Der nächste Ort, der Einwohner gegen das Aussterben braucht  :

http://www.spiegel.de/panorama/italien-stadt-auf-sizilien-verkauft-haeuser-fuer-einen-euro-a-1248829.html

Also bis 40 arbeiten, dann nach Sizilien auswandern. Wäre eine Alternative für manchen.

Jens
3 Jahre zuvor

@Torsten

Ich lese schon eine Weile hier im Forum mit. Du schreibst regelmäßig und insbesondere von deinen Erfolgen bezüglich Wohneigentum. Schön für Dich. Oft kommst Du mit der Logik, dass Mieten nicht günstiger sein kann als Kaufen, da der Vermieter ja auch etwas verdienen möchte.

Vielleicht liegt ja hier ein Denkfehler vor. Obwohl Aktienindizes im Mittel steigen, muss man an der Börse nicht zwangsweise Gewinn machen. Privananleger machen eher Verluste, insbesondere wenn sie aktiv handeln. Das Gleiche gilt wohl auch für den Wohnungsmarkt. Wer sagt denn, dass  Vermieter immer Gewinn machen? Einige Untersuchungen belegen offenbar das Gegenteil:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/immobilien-3-millionen-vermieter-verdienen-kein-geld-a-991949.html

Albr
3 Jahre zuvor

ich liebe meine Eigentums-Wohnung im Westend von Frankfurt (mehr als 120 qm), würde ich nie gegen eine Mietwohnung eintauschen, habe gerade heute Abend mit einem armen Kerl gesprochen, der ebenfalls im Westend wohnt (ohne Auto und arbeitet in der Innenstadt von Frankfurt), der zahlt sich dumm und dusselig für seine wenige qm (hat noch 2 Nebenjobs um die Wohnung bezahlen zu können) und bekommt regelmässig ordentliche Mieterhöhungen aufs Auge gedrückt…

ich sehe die Wohnung als ein Teil meiner Vermögensdiversifikation an; ich würde schätzen, dass sich die Wohnung (inkl. Tiefgaragenstellplatz) in den letzten 10 Jahren im Wert mehr als ver-3facht hat (eher 4-fach)… es kommt – wie immer – bei einer Immobilie auf die Lage, Lage und nochmals Lage an… ein Reihenhaus am Rande von Hofheim dürfte kaum im Wert steigen…

mir kann niemand wegen Eigenbedarf kündigen und ich bin gerade wegen meiner Wohnung FF und FU !!

 

 

3 Jahre zuvor

@mattoc: Ich finde deine Einstellung gegenüber Zeug super.

Ich bin von Minimalismus fasziniert und werde da Schritt für Schritt in die Richtung gehen. Ich habe neulich sehr viele Bücher aussortiert.

Ich bin immer noch nicht auf einem Niveau, von dem ich sagen kann dass ich zufrieden bin. Ich habe noch zu viel Zeug.

3 Jahre zuvor

Bezüglich Miete oder Kauf: Ich wohne zur Miete und kaufe zum Vermieten.

Das lohnt sich für mich. Eine vergleichbare Wohnung wie ich sie habe (zum Kauf) würde ich teurer bezahlen als meine jetzige Miete.

Mattoc
3 Jahre zuvor

@Finanzmixerin
Minimalismus ist leider ein Modewort geworden. Aber für mich persönlich gilt:

– Kein Zeug (wirklich!), Tisch, Stuhl, Bett reicht, ich bin sowieso immer unterwegs

– wohne so klein wie möglich

– nur digitale Abos mit interessantem Content monatlich kündbar

– kein Auto

– zur Miete wohnen, Max. Risiko 3 Monatsmieten, ich kann jederzeit weg

Gerade im Januar, wenn die Leute alle ihr Jahresrechnung fürs Kfz oder Hausrat zahlen müssen, fällt das Gejammer auf.

John
3 Jahre zuvor

Gegen das selbstbewohnte Eigenheim spricht vor allem die Flexibilität.

Nahe am Arbeitgeber wohnen ist Luxus. Wer keinen allerwelts Job hat und nicht in der Grosstadt wohnt, muss der Arbeit hinter her ziehen. Als Mieter kein Problem. Als Eigentümer über legt man sich das gründlicher, bei dem Stress und Nebenkosten vom Verkauf.

Wie entwickelt sich die Wohngegend? Wird die unverbaubare Aussicht verbaut? Verkommt das Viertel? Diese Dinge lassen sich langfristig nicht planen. Als Mieter bin ich weg wenn mir nicht mehr passt.

In dem Sinne, das ist ein Stück an Flexibilität die man verschenkt. Man träumt vom Leben unter Palmen, erlebt es aber nicht weil man doch für die Bank arbeiten muss. Als Mieter kann ich für die Weltreise die Wohnung künftigen. Null Kosten bleiben, bis auf die Krankenkasse.

Das Grundproblem ist doch man sieht die monatliche Miete und denkt die ist verloren. Stimmt. Auf ein Leben hochgerechnet ist Miete wesentlich teurer aber diese Betrachtung ist zu stark vereinfacht.

Albr
3 Jahre zuvor

@John, verstehe ich nicht, ich KÖNNTE meine Wohnung für (schätzungsweise) ungefähr 1,2 Mio verkaufen und gut ist… und sonstwohin ziehen… würde ich aber ganz sicher nicht tun…

Was machst du wenn du von der Weltreise zurück kommst und z.b. in Frankfurt wieder eine Mietwohnung suchst 😉

 

 

Sven
3 Jahre zuvor

Mich würde ja mal interessieren wer von den Minimalisten und/oder Eigenheimgegnern Familie hat. Alleine dadurch bin ich sowieso in meiner Region gebunden. Ob mit Eigenheim oder zur Miete. Die Flexibilität besteht mit Familie auch nur auf dem Papier, da kein vernünftiger Mensch seine Kinder aus dem gewohnten sozialen Umfeld rausreißen würde.

John
3 Jahre zuvor

@Albr

Eigentum ist doch nichts Schlechtes. Aber bei entsprechenden Preisen und Steuer Nachteilen in CH überlegt man es sich als Ausländer mit Aufenthalts Bewilligung sehr gründlich.

Aber dadurch wird Eigentum nicht per se schlecht!

Ich wohne in einer relativ billigen Wohnung. Dennoch gibt es hier und da ähnliche Wohnungen. Heisst die Wohnung während einer langen Abwesenheit weiter zu mieten ist Verschwendung. Vor allem wer weiss wo danach der Arbeitgeber ist? Womöglich woanders.

 

@ Sven

Da ist was dran. Dennoch ist es in manchen Ländern auch mit Kindern normal mal den Standort zu wechseln.

Die Unflexibilität bleibt dann selbst wenn die Kinder längst ausgezogen sind.

Heutzutage pendeln auch viele Menschen, weil in ihrer Heimat keine wirtschaftliche Zukunft gegeben ist. Da lässt man die Familie zurück, sieht sie bestenfalls am Wochenende. Nicht das ich das bewerbe, nur am Rande erwähnt. So Jemand hat ganz andere Sorgen.

 

Pametan
3 Jahre zuvor

Ich lebe ebenfalls in Frankfurt wie albr, aber einem der anderen 3 beliebten Viertel.

Unsere Wohnung dürfte sich im Preis verdoppelt haben seit Kauf vor 7 Jahren und ca. 800k wert sein. Eher konservativ angesetzt. Abbezahlt und lastenfrei. Eine vergleichbare Wohnung im Haus wird für 2.500 Euro warm vermietet. Dafür würde man sofort mehrere hundert Interessenten finden, wenn man sie morgen inserieren würde. Also 30k p.a.

Wir verdienen zusammen 5 -stellig netto im Monat und trotzdem wären es nicht nur 9% für Miete vom Einkommen. Das ist pures Glück oder komplett unrealistisch in einer Großstadt wie Frankfurt. Die nicht gezahlte Miete können wir anlegen.

In den weniger guten Vierteln (Höchst, Nied, Sossenheim, Fechenheim, Bonames etc.) zahlt man mittlerweile ebenfalls >4.000 pro qm bzw. 30-50% des Einkommens (angenommenes Einkommen von ca. 2.500 nett), wenn es keine Bruchbude oder Miniwohnung (es leben genug 3-4 vierköpfige Familien in 2 Zimmerwohnungen auf 40qm) ist.

 

Nico Meier
3 Jahre zuvor

Das Thema mit dem zu grossen Haus wenn die Kinder mal ausgezogen sind wird hier immer wieder erwähnt.

In meiner Region gibt’s viele, die das Haus verkaufen wenn die Kinder aus dem Haus sind und sie körperlich keine Freude mehr an Gartenarbeit haben. Durch den starken Wertzuwachs des Hauses können sie sich entweder eine Eigentumswohnung an zentraler Lage kaufen oder sie gehen in eine Alterswohnung zur Miete und das Geld wird in Reisen oder die eigenen Kinder investiert.

Thomas
3 Jahre zuvor

@albr, du bewohnst eine Wohnung die 1,2Mio wert ist. Das ist eine Super Sache. Wenn du aber vergleichst, Du würdest umschichten und die 1,2 Mio stattdessen ins Depot legen. Dann würde dir das bei 4% Dividende (oder Entnahmeregel) 4000€/Monat dauerhaft an Einnahmen generieren. Damit könnte man auch was schickes mieten, überall wo immer es gerade beliebt ?. Nach weniger Freiheit in Miete hört sich das für mich nicht an.

Wohnung mit Domblick
3 Jahre zuvor

Als Mieter ist man felxibler? Bei dem irren Wohnungsmangel bleiben viele in ihrer inzwischen unpassenden, aber noch bezahlbaren Wohnung hängen und hoffen, dass deren Miete nicht auch noch steigt. Ich weiss nicht, wo in der Realität da die Flexibilität ist. Vielleicht geht das noch weit abseits der Ballungsräume.

Wohneigentum zu kaufen ist natürlich auf der anderen Seite auch eine langfristige Bindung an den Standort. Auch hier gibt es kaum noch Flexibilität, solange mit Verkauf und Neukauf so hohe Nebenkosten abfliessen.

So oder so, für jeden ist das richtige dabei. Meine Wohnung ist die Hauptstütze zur FU. Ich bin kein Minimalist, ich habe kreative Hobbys und für die brauche ich einiges Zeug. Vielleicht ist Minimalismus auch ein Verzicht auf ständige Standortwechsel? Sich da einrichten wo man gerade ist und es sich dort gut gehen lassen? Vielleicht mal ein Ferienhaus auf Sizilien für einen Euro dazu kaufen? 🙂

Nico Meier
3 Jahre zuvor

Ein guter Freund von mir arbeitet in einem Treuhandbüro da machen sie unter anderem auch Steuererklärungen für Privatkunden. Ich habe ihn mal gefragt ob die Mieter oder Leute mit Wohneigentum über höhere Vermögen verfügen würden. Er durfte mir natürlich keine genauen Angaben machen aber im grossen Ganzen seien die Vermögen bei den Wohneigentümern und nicht bei den Mietern zu finden. Ob nun Wohneigentum zu mehr Vermögen führt oder die Besserverdiener einfach eher zu Wohneigentum neigen haben wir nicht restlos klären können.

Nico Meier
3 Jahre zuvor

Ich war mal mit einem guten Freund an einer Wohnungsbesichtigung in der Stadt Zürich. Die Wohnung hatte 30qm zwei Zimmer war ein Altbau und sicher 25 Jahre nichts mehr gemacht worden alte Küche, altes Badezimmer usw.

Die Wohnung sollte 2’000 Franken Miete und zusätzlich 200.- Nebenkosten kosten pro Monat. Der Freund meinte für die Stadt Zürich wäre das sehr günstig.

Also sind wir zur Wohnung gegangen dort angekommen mussten wir uns in eine Reihe stellen und der Freund füllte einen antragsbogen aus um sich für die Wohnung zu bewerben. Strafregisterauszug sowie Betreibungsregisterauszug musste auch gleich beigelegt werden. Nun wurden die Bogen eingezogen wer einen der beiden Auszüge nicht beigelegt hatte, durfte die Wohnung nicht besichtigen und wurde nach Hause geschickt. Nun waren rund 300 Personen übrig, die sich die Wohnung anschauen wollten. Wir wurden in Gruppen eingeteilt und durften die Wohnung als 10er Gruppe 5 Minuten besichtigen. Wir kamen und vor wie Vieh vor dem Schlachthaus.  Mein Freund bekam die Wohnung natürlich nicht. Das ist der Vermietermarkt so soll sich Freiheit anfühlen? In einer Stadt wie Vieh eine Wohnung zu besichtigen die massiv überteuert ist?

42sucht21
3 Jahre zuvor

@Kaufen vs. Mieten

Der eine sagt so, der andere so. Es gibt viele vernünftige unterschiedliche Wege. Das Leben ist lang, der Lebensweg meist opak und die Bedürfnisse wandeln sich.

Wer zu viel Geld ausgibt oder/und zu wenig Geld in sein Humankapital investiert wird abhängig: Entweder Sklave seines Eigenheims oder Sklave der hohen Mieten im Alter.

Menschen sind nicht rational. Leider sparen die meisten Mieter nicht genug sondern konsumieren mit dem Geld. Deshalb ist selbst du zu teure Kauf einer großen Immobilie langfristig oft besser für das Vermögen der Menschen.

Edit: Ich habe kürzlich nachgerechnet. 85% meines Geldes habe ich in Immobilien investiert. Eigengenutzt und Zinsimmobilien. Der hohe Prozentsatz kommt vor allem auch durch den Immo-Boom der letzten Dekade.

@Fabian S.

In Forum werden ja oft ähnliche Aussagen gemacht oder Fragen gestellt. Meist jedoch über die Zeit von unterschiedlichen Kommentatoren. Ich gebe zu, auch ich bin irritiert über Ihre Hartnäckigkeit bei der Frage / Aussage.

Vielleicht sollen Sie einmal einige weitere Informationen hier im Forum machen zu Ihrer Person / Vermögen / Anlagewunsch – dann können Sie vielleicht für sich hilfreichere Forumsantworten auf Ihre Frage/ Aussage erhalten und die Kommentatoren können den Hintergrund besser verstehen. Irgendwie gibt es ja einen Kommunikationsbruch.

Ich finde auch, Sie sollten den Begriff ETF definieren. Ein breit diversifizierter ACWI IMI Welt ETF ist ganz etwas anderes als der von Tim gerade genannte S&P 500 oder der oben genannte Cyber Security ETF oder ein ETF auf den SMI. Berkshire ist sicherlich besser diversifiziert als die beiden letzten genannten und weniger als die beiden erstgenannten ETF. Ersetzt der Kauf von Berkshire den Kauf eines Welt ETF? Natürlich nicht! Sind doch 2 ganz verschiedene Dinge!

Kann man all sein Geld in Berkshire investieren? Natürlich ja – ist halt eine recht konzentrierte aktive Wette. Man kann nur das Risiko abschätzen, und das ist bei einem Welt ETf geringer. Geringeres Risiko geht mit geringerer Ertragserwartung Hand in Hand. Es gibt auch Menschen die sind all-in bei Bitcoin. Welche Investition aus welchen Zeithorizont besser ist, das wird die Zukunft zeigen. Das kann niemand wissen.  Ich persönlich finde Berkshire / Buffet / Munger sehr bermerkenswert aber aktuell viel zu sehr gehypt.

Albr
3 Jahre zuvor

@Thomas, das ist richtig, ich würde aber vermutlich wieder liebend gerne in Frankfurt leben wollen 😉

gestern Abend stand ich wieder auf einer meiner Terrassen und habe sicherlich eine halbe Stunde – trotz Kälte – die Skyline von Frankfurt, die noch hell erleuchtet war angeschaut 😉

FF und FU bin ich ohnehin schon durch das passive Einkommen, dazu muss ich nicht die Wohnung verkaufen…

Nochmal!! für mich ist die selbstgenutzte Wohnung IN DIESER LAGE ein Teil meiner Vermögensdiversifikation (ich habe u.a. auch Gold) !!

auch bzgl. der Wertsteigerung, ist es nunmal so, dass die Wohnung – wie beschrieben – sich in den letzten 10 Jahren im Wert mindestens ver-3facht hat…

 

 

Divi-ente
3 Jahre zuvor

Kaufen vs. Mieten ist immer stark individuell zu sehen!

Rationale & sachliche Rechnungen sieht man so gut wie nie!

Die Pauschal-Aussagen & Falschaussagen (Kündigungsfristen, Mieter zahlt den Kredit immer voll ab, ich spare mir die Miete sehe aber nicht die Zinsen & Tilgung bzw. dass ein Großteil nicht mir, sondern der Bank gehört usw. usf. ….) kommen durch das eigene, voreingenommene Mindset nicht gerade objektiv daher.

Die unterschiedlichen, individuellen & emotional geprägten Mindsets prallen dann aufeinander und vorbei ist es mit der Sachlichkeit.

Zudem ist die objektive Vergleichbarkeit häufig nicht gegeben und nur theoretisch.

Für viele (Normalo`s) ist es ein konkurrierender, emotionaler Lebenstraum. Dass dieser dann größer und schöner gestaltet wird, als eine Mietwohnung ist zudem sehr wahrscheinlich.

Deswegen ist selbst bewohntes Eigentum häufig nur partiell Investition und sehr wohl auch partiell Konsumgut.

Bei einer objektiven Unterscheidung von Korrelationen & Kausalitäten warum Eigentümer häufig vermögender im letzten Lebensdrittel sind… da steigen dann die meisten gedanklich aus.

Kaufen vs. Mieten… es gibt keinen generellen Sieger! Es ist immer individuell zu sehen!

Je nach Sichtweise könnte man auch sagen, die Fire-Leute leben freiwilllig wie Sklaven/Harzer in ihren jungen Jahren…

Deswegen… jeder wie er will und nicht ganz so verbohrt/oberlehrerhaft sein, wenn jemand ein anderes Lebensmodell wählt!

…aber gut, man will sich selbst immer als was “besseres” sehen…

Nico Meier
3 Jahre zuvor

Wie Albr sehe auch ich unser Einfamilienhaus als Diversifikation in der Schweiz gibt es viele Bestrebungen die Ausdehnung der Siedlungsfläche zu begrenzen, diese Bestrebungen zur Verdichtung führen dazu, dass bestehendes Bauland immer teurer wird. Unser Grundstück ist rund 800qm gross unser Haus steht auf der einen Seite des Grundstücks damit ist die andere Seite des Grundstücks zurzeit unser Garten eigentlich ein weiterer Bauplatz, der bei Bedarf verkauft werden kann.

Unser Haus ist Teil der Diversifikation wir haben neben dem Haus auch ein Portfolio mit Einzelaktien und ETF’s sowie Barrücklagen auf dem Sparkonto.

 

Mattoc
3 Jahre zuvor

@Divi-ente

Sehr gut zusammengefasst. Danke!

Thomas
3 Jahre zuvor

Suchen hier nur noch Leute die bereits wohlhabend sind nach Bestätigung alles richtig gemacht zu haben?

Ich denke für die Leute die auf dem Weg dorthin sind hilft das nicht. Schreckt evt eher ab hier weiter zu lesen

ZaVodou
3 Jahre zuvor

Wer überzogene Vorstellungen der Grundausstattung (Sauna, teure Einbauküche etc.) von seinem Eigenheim hat, der ist selber Schuld, wenn er später seine Hypothekenzinsen nicht mehr zahlen kann.
Das Problem ist doch aber, dass viele junge Paare/Familien mit ganz vernünftigen Vorstellungen, was die Ausstattung und Größe des Hauses betrifft, sich kein Eigenheim leisten können. Das ist doch der eigentliche Skandal.
Die Regierung bemängelt, dass Deutschland so eine niedrige Geburtenrate hat. Was tut sie aber, um junge Familien beim Erwerb eines Eigenheims zu unterstützen, dass diese Kinder in die Welt setzen können ohne sich finanziell zu ruinieren, weil die Hypothekenlast zu hoch ist?

Hierzu mal einer mMn vernünftiger Vorschlag:
z. B. Abschaffung der Grunderwerbsteuer für Familien
https://www.youtube.com/watch?v=rrJzVS_jYPk

 

 

Nico Meier
3 Jahre zuvor

@ZaVodou

Immer wieder die Aussage Familien würden sich kein Wohneigentum leisten können. Ich sehe viele junge Paare die zusammen eine überdimensionierte Wohnung bewohnen und dafür zu viel Miete raushauen. Dann muss jedes Jahr das neue Iphone her und die AppleWatch und was es alles noch gibt. Im Wohnzimmer steht der neuste 60 Zoll TV und die B&O Premiumanlage. In die Ferien geht es jedes Jahr in die USA, nach Australien oder Südamerika.

Dieser Lebensstil in jungen Jahren verhindert bei vielen die eigenen vier Wände wenn der Nachwuchs da ist. Man kann nicht von 20 bis 35 alle Kohle raushauen und sich danach beschweren man bekäme keine Hypothek für ein Haus weil die böse Bank behaupten würde das Eigenkapital würde nicht reichen!

 

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