Die meisten stecken im Konsumhamsterrad

Ich glaube, die Mittelschicht teilt sich in zwei Gruppen ein, die Sparsamen und die Konsumsüchtigen. Wenn dein Nettovermögen um das zehn- oder hundertfache höher ist als das deiner Kollegen, die ähnlich verdienen, siehst du spätestens die zwei Welten.

Nach 15, 20 oder 30 Jahren Investieren kann sich eine massive Lücke ergeben. Der typische Konsumsüchtige investiert nichts. Er will die sofortige Befriedigung seiner Wünsche. Auf die langfristige Belohnung per Aktien hat er keine Lust.

Du kannst die beiden Welten grob in die Habenichte und Vermögenden einteilen. Es klingt krass, ist aber so.

Es gibt genug Sparsame, die versuchen Freunden zu erklären, wie man das Risiko minimieren und den Gewinn maximieren kann an der Börse. Beispielsweise über ETF-Sparpläne. Aber: Nur 18% der Deutschen besitzt Fonds, ETFs oder Aktien. Die Botschaft kommt nicht an. Über den jüngsten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung schreibt der Focus:

“Beachtliche Teile der Bevölkerung haben also zwar keine Schulden, aber eben auch nicht wirklich etwas auf der hohen Kante.”

Ein Sparplan auf einen All-World-ETF ist kaum riskant auf Sicht von 35 oder 40 Jahren. Inflationsbereinigt sind hier wohl vier bis sechs Prozent per annum drin. Du weißt, es gibt ein Risiko. Aber es bringt dein Blut nicht in Wallung. Es ist kein Glücksspiel. Wer Geduld hat, der weiß, dass die Börse kein Kasino ist.

Viele Menschen wissen offensichtlich zu wenig über diese Strategie, sonst würden sie die Chance nutzen. Der Zinseszins ist so fürstlich, dass es sich lohnt, etwas zurückzulegen. Der Mehrwert ist umso größer im Alter.

Die meisten sind eine Maus. Dabei könnten sie ein Fuchs sein:

Eine Maus wurde oben auf ein mit Körnern gefülltes Gefäß gesetzt. Sie war glücklich, so viel Nahrung um sich herum zu finden, dass sie nicht mehr das Bedürfnis verspürte, herumzulaufen und nach Nahrung zu suchen. Jetzt konnte sie glücklich ihr Leben leben. Nachdem sie ein paar Tage lang die Körner genoss, erreichte sie den Boden des Glases. Plötzlich merkt sie, dass sie gefangen war und nicht mehr herauskam. Sie muss sich jetzt voll und ganz darauf verlassen, dass jemand Körner in das Glas gibt, damit sie überleben kann. Sie hat jetzt keine andere Wahl, als zu essen, was sie bekommt.

Sie ist ein Sklave. Ein paar Lehren daraus:

1) Kurzfristige Freuden können zu langfristigen Fallen führen.

2) Wenn die Dinge leicht fallen und du dich wohl fühlst, geratest du in Abhängigkeit.

3) Wenn Du deine Fähigkeiten nicht einsetzt, verlierst du mehr als deine Fähigkeiten. Du verlierst deine Entscheidungsgewalt und FREIHEIT.

4) Freiheit kommt nicht leicht, kann aber schnell verloren gehen. NICHTS kommt leicht im Leben. Und wenn es leicht fällt, ist es das vielleicht nicht wert… Verfluche deine Kämpfe nicht, umarme sie. Sie sind dein verkleideter Segen.

Youtuber verdient fast 100.000 € im Monat

Es gibt auf YouTube gute “Pädagogen” wie Thomas Kehl von Finanzfluss, die das gut erklären können. Das Schöne ist, dass du als erfolgreicher YouTuber nicht nur einer Mission nachgehst, sondern auch eine Stange Geld verdienen kannst. Schau dir diesen YouTuber an, der fast 100.000 Euro im Monat mit seinem Kanal verdient:


Wow. In Youtube steckt unheimlich viel Potential. Ich muss meinen Kanal unbedingt ausbauen.

Ach ja, die Sache mit dem Investieren ist, dass es unserer Natur widerspricht. Wir müssen die Konsum-Befriedigung jahrzehntelang aufschieben. Dabei müssen wir den Überschwang der anderen Menschen während des Booms und die Angst während der Panik ignorieren. Der größte Teil des Investierens besteht nur darin, diszipliniert den Plan zu verfolgen. Um dies erfolgreich zu tun, musst du dich einer Gehirnwäsche unterziehen, um den Statistiken und nicht deinen Emotionen zu vertrauen.

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Nixolino
1 Jahr zuvor

Tim, ausgezeichneter Artikel – endlich wieder TimSchaefer-Classic!
Dieses gebetsmühligenartige Wiederholen des richtigen Weges benötige ich einfach, da ich sonst nach kurzer Zeit wieder anfange (unnötige) Konsumausgaben zu tätige.

Kannst ja mal in einem Artikel eine persönliche Meinung über Value/dividend Aktien vs Wachstumsaktien und deine ideale Gewichtung schreiben, wäre sicher interessant.

Pat
1 Jahr zuvor

Die krankhafte Zen (Ich lese ihre Beiträge niemals) macht hier bestimmt wieder alles kaputt, während der Tim hier völlig ignoriert. Warum lässt Du sie alles zu, Tim???

Kai
1 Jahr zuvor

Super Artikel Tim.

Gerne immer wieder konsumkritische Beiträge bringen.

Ich habe dieses Jahr eine Sparquote von ca. 30% erreicht. In den nächsten zwei Jahren peile ich die 40 % an.

Mata Hari
1 Jahr zuvor

Ich bin stille Mitleserin hier, aber ich möchte zum Ausdruck bringen, wie dankbar ich für Tim’s Blog bin. Seine Texte sind für mich als Börsenbegeisterte eine Inspiration.
Ich hoffe daher, dass er auf seine Foristen hier hört und nicht zulässt, dass sein Blog von einem Geltungssüchtigen mit den schrecklich langen Kommentaren ruiniert wird.

John
1 Jahr zuvor

Danke Tim.
Mittlerweile geht mein Depowert auf 50k zu und das nur Dank dir. Schön ist auch, dass du nicht nur zu guten Zeiten bloggst, sondern uns auch im Crash nicht im Stich lässt.

Zwitsch
1 Jahr zuvor

Denke Tim hat jetzt reagiert..

Da kommt nichts mehr…

Bruno
1 Jahr zuvor

https://www.bbc.com/news/business-57924354

Haha hat er unter 30k wieder gekauft 😀

Kevin
1 Jahr zuvor

Ich befriedigt mein Konsum in dem ich in Aktien und etfs investiere. Jedes Mal wenn ich eine Summe investiere, fühle ich mich ein wenig besser 🙂

1 Jahr zuvor

Hallo Tom
Wieder ein super Artikel, vielen Dank!
Ja, der Fokus auf Konsum bringt Leute ins Hamsterrad. Und du hast völlig recht, der Unterschied im Fokus zeigt sich enorm im Vermögensaufbau. Viele unterschätzen auch die Macht kleiner konsistenter Schritte über eine Zeitdauer. Wer eine Sparquote von „nur“ 1 % hat, steht schon um so viel besser da als viele. Dann langsam raufschrauben, langsam Fixkosten optimieren und die Differenz investieren etc.. Es gibt überall Optimierungshebel. Auf Ausgaben- aber auch Einnahmenseite. Von 2005 bis 2012 hatte ich nur für mich zu sorgen, ein hohes Gehalt, und sparte viel viel weniger als heute, wo ich leicht weniger verdiene und für eine vierköpfige Familie sorge. Das heisst man kann die Sparrate absolut steuern. Auf einmal schnellte bei uns die Sparrate auf 50 % und drüber und stieg sogar auf 70 %. Es ist möglich. Und das beste: auf einmal ist die Finanzielle Unabhängigkeit in Sichtweite. Und das motiviert enorm.
Nochmals vielen Dank, für einen erneut tollen Artikel, Tim.
Beste Grüsse
MyFinancialShape

sammy
1 Jahr zuvor

“auf einmal ist die Finanzielle Unabhängigkeit in Sichtweite. ”

Mit vierköpfiger Familie? Recht unwahrscheinlich. Außer du Verdienst im guten sechsstelligen Bereich.

Danny
1 Jahr zuvor

Wow, 100.000€ pro Monat wäre doch mal etwas.
Man muss allerdings zugeben, dass er viel dafür risikiert und gearbeitet hat und ich nur im Büro sitze und auf den PC einkloppe. Ich gönne dem jungen Mann das Geld.

Meine Sparquote liegt auch in etwa bei 60%, obwohl ich nur ca. 3.300€ verdiene.

Slowroller
1 Jahr zuvor

@Zen
Die Formel ist falsch da sie den Zinseszins nicht betrachtet. Dadurch wird Wachstum exponetiell und nicht linear. Mir wäre auch unwohl in so einer verein fachten Formel das Risiko nur über den Faktor Rendite zu spielen. Das wird ihm nämlich nicht gerecht.

Daniel
1 Jahr zuvor

und zack da gehts wieder los. Bitte Tim, tue etwas, du wirst sicherlich selbst bemerkt haben dass die meisten Stammuser inzwischen vergrault wurden…

1 Jahr zuvor

Ja, Tim, Bestätigung: Baue deinen YouTube-Kanal aus! Obwohl ich nur passiv investiere, finde ich die NY-Walkings mit entspanntem Börsentalk lässig.

Bruno
1 Jahr zuvor

@Konsum
Der Unterschied ist in Konsum investieren oder selbst konsumieren, sah neulich diese Doku über Kreuzfahrt, ein Schiff von Royal Carribean sind auch an der Börse:

https://www.youtube.com/watch?v=N0dmmN0Im1M

Ich finde es technisch schon interessant so ein Schiff, aber in Urlaub, unabhängig von Corona jetzt, würde ich nicht geschenkt. Aber über Geschmack lässt sich streiten 😀
Aber diese Schiffe sind schon Geldmaschinen, sagen es im Dok ja selbst alleine das Casino…

Bruno
1 Jahr zuvor
Gini
1 Jahr zuvor

Ich glaube es ist an der Zeit auch mal ein paar technische Möglichkeiten in dieser Runde zu teilen. Kann sein, dass der nachfolgende Code nicht korrekt angezeigt wird, mal schauen.

F12 drücken (Browser Dev Tools) => Console => folgendes kopieren => beliebigen Nutzernamen anstelle des Platzhalters einfügen => Enter

$x(‘//article[@class=”comment-body” and contains(.//a, “NUTZERNAME”)]’).forEach(function(e) {e.remove()});

Petra
1 Jahr zuvor

Die fabelhafte Geschichte mit der Maus und die Lehren sind super. Besonders gefällt mir die 4. Lehre. Das ist der Weg zu einem selbstbestimmten Leben. Der Sparfuchs jagt die „Mäuse“ und lebt in der Freiheit.

Paluma
1 Jahr zuvor

Der Montag (19.Juli 2021) war der schlechteste Tag seit ich an der Börse bin,
bzw. seit ich mein neues Depot eröffnet habe (vor rund 2 Jahren).

@zen dein Depot hat keinen Kurseinbruch im März/April 2020 erlitten? Wie hast du das gemacht?

1 Jahr zuvor

Ich muss schon sagen die Zeit behebt Investitionsfehler.
Man braucht nicht viele gute Aktien um Gewinn zu machen.
Jeder kann mit Aktien Maximum 100 % verlieren, doch Gewinn machen kann man ins unendliche.
Meine Daimler Aktien haben sich auch mehr als erholt.
Kraft Heinz ist bei mir noch im minus, diese wird sich aber bestimmt erholen.

sammy
1 Jahr zuvor

@josef

Wenn nicht jetzt wann dann? Wir gehen von einem Hoch zum nächsten. Beim nächsten Abschwung kann ich dir allerdings garantieren wird dein Depot wieder tiefrot sein.

1 Jahr zuvor

@sammy
Ja möglich, dann kaufe ich einfach weitere Aktien dazu.
Günstigere Kurse sind ja gut.

Dorian Gray
1 Jahr zuvor

Lieber Tim!
Super Artikel! Ich bin seit Jahren stiller Mitleser und wollte dir einfach mal danken für deine tolle Arbeit! Dein Blog hat mich immer wieder motiviert, meinen Konsum zu überdenken und meine Sparquote nach oben zu fahren (mittlerweile 50 %, verdiene allerdings auch 6-stellig).
Gottseidank hast du Zen jetzt endlich gesperrt. Der Typ hat dir den Blog wirklich kaputt gemacht. Ich hoffe, Zen findet einen Therapeuten, der ihm helfen kann.

Anton
1 Jahr zuvor

Hallo Zusammen,

etwas off-topic. Wenn Ihr aufgrund vom Geldbedarf Eure Positionen reduzieren/schließen wolltet, welche wären es:
1. gut gelaufen, keine oder niedrige Dividende, z.B. Alibaba, Amazon, Waste Management, Danaher, Paypal, etc.?
2. gut gelaufen (=>100%), starke Dividendenrendite, z.B. BHP Group, Caterpillar?
3. Gute Divirendite, Kursentwicklung +/- null bis vllt. +15%, z.B. Kraftheinz, General Mills, CVS?
4. ETF Stoxx Europe 600 +21% (hier wäre die volle Steuer fällig, da der Verlusttopf Aktien hier nicht greift)?

Habe zur Verfügung ein paar Tausend im Verlusttopf Aktien.

Mich würde Eure Meinung interessieren, angesichts einer Perspektive von mind. 15 Jahren. In Aktien und ETF wird weiterhin kontinuierlich investiert.

Viele Grüße,
Anton

-M
1 Jahr zuvor

Anton willst du deine besten Rennpferde verkloppen, oder doch lieber den lahmenden Gaul?

Verkauf das für dich schlechteste Unternehmen.
Aber Liquiditätsbedarf der mit Aktienverkauf einher geht, da bin ich skeptisch, dass vorher die Hausaufgaben nicht gemacht worden sind -> genügend Notgroschen einplanen, dann stellt sich die Frage nicht 🙂

-M

Der Domi
1 Jahr zuvor

@Anton, wenn es sich legal vermeiden lässt dann bezahle ich möglichst keine oder wenig Steuern (besser gesagt stunden). In dem Fall würde bei mir 4. nicht in Frage kommen. Bei 1.-3. würde ich würfeln.

Bruno
1 Jahr zuvor

@Anton
Ich würde aus Top 1-3 jeweils das für Dich “schlechteste” Unternehmen verkaufen. Grundsätzlich immer Verlierer verkaufen und Gewinner kaufen (auf Basis Vergangenheit, die Wahrscheinlichkeit dass Gewinner bleiben und Verlierer Verlierer bleiben ist höher als umgekehrt langfristig). Die meisten machen es genau umgekehrt, Gewinne begrenzen und Verluste laufen lassen, menschliches Verhalten.

Bruno
1 Jahr zuvor

Top -> Topf

Anton
1 Jahr zuvor

@Der Domi
Danke. Das wäre auch meine Priorität.

@ -M
Das ist eben die Frage: Rennpferd oder Gaul. Ich könnte auch etwas von beidem nehmen.

Klar, kann man so sehen. Notgroschen kann letztendlich nie genug da sein. Bin der Meinung ich habe mehr als genug. Dennoch es hat sich eine Chance ergeben, welche wir überlegen wollen. Dies würde uns zwar nicht aus dem Gleichgewicht bringen, dennoch könnte ich mir das Leben in dieser Situation durch etwas Cash-Zuschuss (ca. 10-15 T€) vereinfachen.

Gruß

Anton
1 Jahr zuvor

@ Bruno
Danke. Das ist eine sehr gute Einschätzung.

Kiev
1 Jahr zuvor

@ Anton

Der Notgroschen sollte bereits grob bei 5k liegen. Du benötigst 10k-15k? Vielleicht hast Du auch noch etwas Zeit bis Du das Geld brauchst.
Ich verfolge nur eine Regel. Das Depot ist eine Einbahnstraße. Ich zahle Geld ein und nehme nie Geld heraus. Wenn es eng wird ist Kreativität gefragt.
Ansonsten befolge ich die allgemein Regeln der Börse:

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen – echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft’s hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken –
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und – das ist das Feine ja –
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen –
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.

Ist ein bisschen Quatsch. Ein Sparplan auf den World oder Emerging Markets ETF sollte schon ausreichen.

@ MyFinancelShape
Glückwunsch, die Zahlen sehen vielversprechend aus. Du könntest hier vielleicht von Zeit zu Zeit Updates geben um Andere zu motivieren. Es wird bei der Sparquote bei Dir sehr schnell weitergehen. Mit der Zeit wirst Du auch neue Möglichkeiten finden Geld einzunehmen oder nicht auszugeben oder sonst wie an zusätzliche Einnahmen zu kommen.

Anton
1 Jahr zuvor

@Kiev
Mein Notgroschen liegt akt. im mittleren 5-stelligen €-Bereich. Wie gesagt, ich habe heute keine Not. Es hat sich eine Opportunität ergeben, die wir prüfen. Sollten wir diesen Weg einschlagen, hätte ich keinen Notgroschen mehr und müsste vllt. in Not zu Tiefpreisen verkaufen.

Slowroller
1 Jahr zuvor

@kiev
Suoer gedichtet – ich applaudiere 🙂

Gerade aber die Einbahnstraße ist die, die Erfolg verspricht. Was investiert ist bleibt investiert – ich halte es für mich noch drastischer: Ich kaufe nur und verkaufe nie. So muss man sich nur einmal gedanken machen…

Kiev
1 Jahr zuvor

@ Slowroller

Das Gedicht gefällt mir auch. Ist aber leider nicht von mir geschrieben. Es beschreibt schön das Ei des Kostolany. Geschichte wiederholt sich oft. Nur leider weiß man nie wann. Von daher ist regelmäßiger Kauf mit Buy und Hold kein schlechter Ansatz.
Ich schreibe manchmal Optionen auf Slowgrower. Ich habe auch zyklische Werte, die ich dann auch Mal verkaufe. der Großteil an Aktien bleibt allerdings unberührt.
@ Anton
Ich weiß nicht wie schnell Du den Notgroschen wieder auffüllen kannst und was da genau auf Dich zukommt . Solche Dinge muss man am Ende immer für sich entscheiden. Ich entnehme jedenfalls nie Geld. Ich führe allerdings ein einfaches Haushaltsbuch über Jahre und weiß was in den nächsten Monaten reingehen sollte und was rausgehen wird.

1 Jahr zuvor

@Anton
Falls du gezwungen wirst zu verkaufen, würde ich das Produkt zuerst verkaufen wo du am wenigsten davon überzeugt bist, gut oder schlecht gelaufene Kurse allein ist eigentlich egal, man muss den Kurswert immer in Relation zum Unternehmenswert sehen.
Kaufe tief verkaufe hoch ist natürlich immer das beste, doch meistens kommt es doch anders.

42sucht21
1 Jahr zuvor

@Anton
Ich finde die anderen haben bereits gut geantwortet. Mir ist die Frage etwas zu unkonkret “evtl eine Opportunität, müsste evtl zu Tiefstpreisen verkaufen evtl.” um antworten zu können. Deshalb ein anderer Aspekt: sehr wenige Menschen agieren rational: deswegen ein kleineres Dopot muss dann Spass machen wenn man reinschaut um die Motivation für weiteres Investieren hoch zu halten. Also mögl. keine Lieblingsposition auflösen an der sie große Freude haben – egal wie die paar zu zahlenden Steuern sind.

Byron
1 Jahr zuvor

@zen

Beklagen dich nicht.
Du wirst zurecht gelöscht.

1 Jahr zuvor

Falls wer in der Schweiz einfach Krypthowährungen handeln möchte, kann sich bei Yuh.ch anmelden. Wenn man Kunde bei Postfinance oder Swissquote ist kann man sich innert 5 min. Registrieren, gibt sogar noch eine Kreditkarte gratis dazu mit Fremdwährungskonten.
Noch in eigener Sache Aktionscode von mir: lf3nw2
Mit dem kriegt man bei 500 Fr. Einzahlung noch 500 Swisscoins kostenlos für beide dazu

Artur
1 Jahr zuvor

Hallo Tim,
wie immer ein grandioser Artikel. Ich kann mich Nixolion einfach nur anschließen. Dieses eintrichtern vom Konsumverhalten, Sparen etc. Ich brauche das auch einfach. Das hilft mir jedes Mal einfach nur bestätigt zu sein in meinem Ziel die Finanzielle Freiheit zu erreichen.

Ich denke ich sende dir mal bald ein Leserbrief einfach nur, weil ich finde du tust so viel für uns um uns zu helfen den Umgang mit Geld zu verstehen, Finazbildung etc. Das es an der Zeit wird dir etwas “zurück zu geben”

Liebe Grüße und bleib gesund

Mudejoe
1 Jahr zuvor

Danke @ Tim, dass du Zen entfernt hast. Das war kaum mehr zu ertragen.
Und danke natürlich für den Artikel!
Viele Grüße nach NYC 🙂

Michael
1 Jahr zuvor

@Paluma : wenn der 19.07.21 mit einem Minus von 1,94% (FTSE All-World) dein schlechtester Tag seit 2019 war, dann machst du Alles richtig – und hast eine fast unglaubliche Erfolgsquote.

-M
1 Jahr zuvor

@Tim

Gute Idee mit der Werbung ud besonders bei den Leuten die beleidigen….

…. dann mach das aber auch konsequent, einige sind nur hier um negative Stimmung zu machen, bringen selbst jedoch nie etwas konstruktives…

-M

1 Jahr zuvor

Wie seid ihr aufs Investieren gekommen?

Also haben eure Eltern mit euch über Aktien geredet, oder Berufskollegen?

Ich kam irgendwann selber drauf, weil ich irgendwie “Gewinne” machen wollte.
So nahm ich vor 20 Jahren am FAZ Börsenspiel teil, vergass das wieder, und 2012 eröffnete ich mein erstes reales Depot.

Und wie lange seid ihr schon an der Börse?

-M
1 Jahr zuvor

@Zen

Mit ca 12jahren meinem Dad Aktien abgekauft und seit dem dabei.

Zitat Buffett shareholder meeting 1999:
“You can’t look around for people to agree with you,” Buffett said of putting money into an investment. “You can’t look around for people to even know what you’re talking about.”

Mal für dich explizit, wenn man einer nicht deiner Meinung ist, nehme es hin! 😉 lange Texte bringen es da nicht.

Du wirst erntet genommen, wenn du in wenigen Worten etwas erklären kannst und es gibt nun mal x Meinungen. Hier ist der falsche Ort für Diskussionen. Siehe: Aktie vs. ETF … Wohnen vs. Miete… vs thesaurieren vs ausschütter … divi vs. Entnahme ….alles bringt nix und von Politik will ich erst gar nicht anfangen.
Vlt gehöre ich zu den wenigen hier, die deine Texte überfliege (je kürzer desto besser), aber du bringst oft wirklich richtige Kontexte auf den Tisch. Leider in der falschen Art für das hiesige Forum. Reiß dich am Riemen und dass dich kürzer und beherzige das Buffett Zitat würde ich sagen 😉

-M

Lejero
1 Jahr zuvor

@Zen:
Ich bin seit 1999 an der Börse, Auslöser war ein Praktikum bei der Deutschen Bank. Damals war gerade die Holzmann Pleite und wir haben alle wie verrückt auf Rettung gezockt, was Kanzler Schröder dann zum Glück auch gemacht hat. Erster Deal gleich ein ver-x-facher, pädagogisch nicht gut. Dann jahrelang auf Kredit gezockt, aufgrund dotcom und Irakkrise gut eingestiegen und wieder gehebelt ver-x-facht, Worldcom Krise wieder analog Holzmann Krise unten rein und dead cat bounce mitgemacht und rechtzeitig raus. Dann habe ich mit dem extremen Zocken aufgehört und mit Einzelwerten und fast ohne Kredit in ruhigere Fahrwasser. Nach Jahren festgestellt, dsas ich den Markt mit meinen Einzelaktien nicht schlage und dann in letzter Konsequenz auf Etf umgestellt.

Thorsten
1 Jahr zuvor

Bei den vielen Gedankengängen über die Jahre bleibt festzuhalten:
Etliche bleiben dran und nähern sich trotz Geschrei ( an der Börse, hier im Blog ,…) der finanziellen Freiheit.
Von anderen hört man nichts mehr. Die schreiben einfach hier nichts mehr, weil sie entweder ihren Weg gefunden haben oder dem Geschrei im Blog entgehen wollen. Corona, die Medien und die Politik reichen ja zu er Genüge zum aufregen.
Nur bei der Börse ist eins relativ sicher : Aktien steigen mindestens mit der Inflation und oft plus einem Gewinnaufschlag durch nicht erfolgte Ausschüttungen. Ausschütter sind komplizierter zu berechnen. Die individuelle Steuer schlägt zu .

Ach ja : Vonovia hat die Übernahme von DW abgeblasen. Ich hatte es gehofft und würde erhört. Wer immer eins der Unternehmen mit irren Forderungen wie gerade in Berlin mit “Enteignung” angreift hat wie bisher das zweite Unternehmen sofort auch als Gegner im Hintergrund. Mehr Rechtsanwälte , mehr Hürden für die illegalen Hausbesetzer, die für 5€ kalt mitten in der City wohnen wollen.
Die Sicherheit für die Aktionäre ist durch die Absage gestiegen.

Anton
1 Jahr zuvor

@Josef & 42sucht21
Vielen Dan für Euer Feedback.

Zur Klarstellung falls dies nicht richtig rüber kam. Die Opportunität ist da (konkret). Wir überlegen sie eventuell zu nutzen. Auch wenn ich manche Rennpferde verkaufen sollte (vllt. nur anteilig), wäre dies eine Momentaufnahme. Ich würde dadurch Gewinne realisieren. Da ich an diese Unternehmen glaube, würde ich diese Positionen wieder aufbauen.

Gruß

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