Die Bild-Zeitung interviewte mich: “Die Krise ist eine enorme Chance”

Die Bild-Zeitung hat mich interviewt. Ich sehe die Börsenkorrektur als schöne Nachkaufchance. Ich habe ein paar PayPal, Intel und Under Armour eingesammelt – diese Aktien haben besonders gelitten.

Attraktiv finde ich auch den Hersteller von Bohrmaschinen und Sägen, Stanley Black & Decker. Die Aktie ist binnen zwölf Monaten um 44 Prozent eingestürzt. Dabei handelt es sch um eine Dividendenmaschine, die seit über 54 Jahren die Ausschüttung in Folge erhöht hat. Ich habe einen kleinen Artikel für die “Euro am Sonntag” über den Bauzulieferer geschrieben. Ich besitze die Aktie allerdings nicht, hab sie aber auf dem Schirm.

Ansonsten gilt: Durchatmen. Konzentrier dich auf deine Karriere, Hobbys, Familie, Freunde. Wenn du aus der Mittelschicht bist, kannst du ein beträchtliches Depot aufbauen, ein Erbe ist nicht nötig. Mit einer sparsamen Einstellung und Fleiß ist Erstaunliches möglich.

Kauf günstige, gesunde Firmen. Oder nimm einen ETF.

Gewöhn dich an Krisen. Sie kommen und gehen. Akzeptier volatile Börsen. Das ist die Situation:

  • es herrscht große Unsicherheit, Angst, Panik
  • es kommt eine Krise nach der anderen
  • turbulente Märkte
  • umprofitable Tech-Aktien kollabieren
  • Inflation und keine Zinsen für Ersparnisse
  • Bauzinsen steigen wieder
  • Immobilien bleiben kaum bezahlbar
  • hohe Mieten
  • steigende Lebensmittelpreise

Fazit: Die Börse ist nach der Korrektur attraktiver geworden. Bleib optimistisch.

Wie kannst du vernünftig für das Alter vorsorgen? Aktien und ETFs. Daran ändert sich nichts durch die Krise.

Lies einfach weniger negative Schlagzeilen. Schwierige Zeiten sind gute Zeiten zum Investieren.

Sardinien – die Insel mit den gesunden Senioren

Ich erhole ich mich auf Sardinien. Die Lebenserwartung ist sehr hoch auf der italienischen Insel. Es gibt kaum einen anderen Ort, an dem die Menschen älter werden. Ich glaube, es liegt nicht nur an den Genen und der mediterranen Ernährung, sondern auch an der finanziellen Unabhängigkeit. Die Sardinier besitzen ihre Häuser und leben bodenständig. Dadurch haben sie wenig Druck. Weniger Stress im Beruf.

Große Protzautos sind eine Seltenheit. Die meisten fahren kleine alte Autos, nehmen das Rad oder die Beine, so jedenfalls mein Eindruck. Die Meeresluft ist sicherlich hilfreich. Der Strand ist überall in der Nähe.

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42sucht21
2 Monate zuvor

@Problem hier, hier, hier, und hier und dort, schqaust Du dort und da
“Fazit: Die Börse ist nach der Korrektur attraktiver geworden”

Love it! Genau so ist es.

-M
2 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Mit jedem % Verlust sinkt auch das Risiko und die künftigen % Gewinne steigen.

Habe viel Peter Lynch auf YT mal wieder gehört die Tage.

Alle 2 Jahre -10%
Alle 6 Jahre -25%

So ist das eben an der Börse. Damit muss man leben und es wird für jeden von uns noch x mal so kommen. Wäre ja sonst auch langweilig 🙂

Bin fest entschlossen, bei Gelegenheiten schneller und stringenter zu agieren.

-M

Tobs
2 Monate zuvor
Antwort an  -M

Hallo -M,
ich war gestern mit Familie in einem Shopping Center und konnte mich meinerseits glücklicherweise für eine Weile in einem Buch-Shop abkapseln. Und siehe da, was erregte meine Aufmerksamkeit: Der Klassiker “Der Börse einen Schritt voraus” – aufgelegt wie seinerzeit 1989, also mit allen Charts und Grafiken wie in der Erst-Auflage. Da ich es dort natürlich nicht zu Ende lesen konnte (weil ich dann angefordert wurde, hier und dort zu bezahlen) habe ich es mir gleich gekauft und schmökere darin abends im Bett immer ein bisschen.

-M
2 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Das Buch ist schön leichte Kost fürs Bett und enthält einen schönen Auffrischungskurs. @Freelancer handelt zu 90% nach Lynch würde ich meinen. Der Erfolg gibt ihm Recht.

Habe mir da auch paar Dinge hinter die Ohren geschrieben.

-M

Tobs
2 Monate zuvor
Antwort an  -M

-M
So ist das mit uns monogamen Ehemännern – ab ein einem gewissen Alter müssen wir eben Börsenbücher mit ins Bett nehmen! 🙂 Es steigert die Attraktivität natürlich ungemein und ist gar nicht spießig. 🙂

-M
2 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Ja, irgendwas muss ich an mir haben….meine Hobbies würden so manche Frau von dannen ziehen lassen hahaha

Am Geld kanns nicht liegen und am noch nicht gestählten Körper auch nicht. 🙂

-M

Bruno
2 Monate zuvor

Finde ich gut für die Leser:innen der Bild, dass auch mal eine optimistische, ruhige und unaufgeregte Person wie Tim abgedruckt wird.

Jene Stimmen / Analysten / Ökonomen, welche 12 der letzten 3 Krisen oder Crashs erfolgreich hervorgesagt haben, finden sicherlich genug Gehör.

MrTott
2 Monate zuvor
Antwort an  Tim Schäfer

Genau das ist eben der entscheidende Punkt. Viele Ökonomen haben gerade zufällig ein Buch zu promoten oder einen Fonds im “Angebot” – die Motivation ist daher Bekanntheit zu erlangen durch apokalyptische Vorhersagen, denn reißerische Zeilen verkaufen sich einfach besser. Wir sollten daher auf Leute wie Tim hören, der jahrelang gezeigt hat, wie ein vernünftiger Investmentansatz in der Praxis funktioniert – und das Ganze ohne Werbung oder Verkaufsmüll. Großartig!

Petra
2 Monate zuvor

Deutschland hat starke Automarken – daher wohl der deutsche Drang nach Luxusautos – leider oft auf Kredit. Dann bleibt weniger/kein Geld zum Investieren. Wer klug mit Geld umgeht, muss keine Angst haben und kann Chancen ergreifen.?Paypal ist schon im Depot und wird auch günstig nachgekauft. Weiterhin uns allen ein schönes sonniges Wochenende und in jeder Hinsicht gute Erholung??

Lad
2 Monate zuvor

Wir haben jetzt aber keine Korrektur, sondern den großen Crash wie 2000-2002 (2003). Damals hat Nasdaq 100 -83 % verloren, S&P 500 -49 %. Dow Jones -38 % (DAX -73 %). Auf den Kauf oder Zukauf von US-Techno-Aktien oder Coca-Cola und Visa ist Zeit bis 2024, dann wird der Crash fertig = Goldman Sachs und FED wollen erst 2024 den Crash beenden. Heute sollte man nur Aktien mit Dividendenrendite > 5 %, KBV < 2 und KUV < 2 kaufen.

Ragnar Danneskjoeld
2 Monate zuvor
Antwort an  Lad

Lieber Lad – vielen Dank für deine in aller Regelmäßigkeit wiederkehrenden, amüsanten Verschwörungsszenarien. Wann aber kommt denn endlich dein Wikifolio? Oder ein Link zu deinem Glaskugelfabrikanten?

-M
2 Monate zuvor
Antwort an  Lad

Die Goldmänner sind es wieder, ich wusste es doch!!! 🙂

Bruno
2 Monate zuvor
Antwort an  -M

und ich dachte schon an die königliche Rothschild-Blutlinie 😀

-M
2 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Skull & Bones

MrTott
2 Monate zuvor
Antwort an  Lad

Den großen Crash sehe ich nicht. Es ist eine der üblichen (größeren?) Korrekturen am Markt. Wir sind ja noch nicht mal offiziell in einem Bärenmarkt…
Vermutlich geht es noch ein Stücl abwärts, da die chinesische Coronapolitik uns erst in 1-2 Monaten direkt treffen wird, aber auf derartige Dinge haben viele Unternehmen bereits reagiert. Kurse von “-83 %” sind dann bei den Unternehmen ohne geeignetes Geschäftsmodell zu befürchten, aber wer dort investiert hat, war sich (hoffentlich!) des Risikos bewusst.

MrTott
2 Monate zuvor

Hallo Tim,
eine sehr treffende Kurzzusammenfassung der Börsensituation und vor allem auch eine korrekt abgeleitete Handlungsweise. Eine Krise/Korrektur/Einbruch/Abverkauf erlebt man am Aktienmarkt alle paar Jahre. Dadurch ergeben sich manchmal interessante Einstiegs- oder Nachkaufgelegenheiten. Deine Tipps gefallen mir sehr gut – Stanley Bleck & Decker habe ich auch auf dem Schirm.
Wie schätzt du/ihr den Kryptomarkt ein? Ist es ein Liquiditätsasset oder ist so langsam ein interessanter Kaufkurs gekommen?

Viele Grüße
&
Viel Erfolg beim weiteren Investieren,
MrTott
mrtott.blogspot.com

Gainde
2 Monate zuvor

Wenn keiner Aktien anfassen will, dann muss man zuschlagen. Aktuell ist es um die -20% vom ATH (Markt) noch nicht mal besonderlich attraktiv, aber alle schwören den Weltuntergang oder den Crash des Jahrzehnts herbei. Habe mal wieder zugekauft und werde auch weiter, wenn der Index gewisse Marken unterschreitet. Dann muss man sich auch keinen Kopf um Timing machen. Das Ganze ist eigentlich ganz einfach und funktioniert mit nur einem ETF. Die Anbieter müssen es aber für den Privatanleger saukompliziert machen und teure Produkte/viele Gebühren platzieren. Das Zitat “Wenn man jung ist, sollte man für einen grossen Crash beten” ist wiedermal sehr passend.

-M
2 Monate zuvor
Antwort an  Gainde

Richtig. Blöd halt, dass keiner weiß, ob es das nun war und man sich dann ärgert nichts gekauft zu haben, oder ob es noch x% weiter runter geht.

Nochmal Lynch in einem Interview:

Das Markt KGV schwankt zwischen 20 und 10 und der faire Wert ist ca. 20 minus Inflation.

Wir sind jetzt bei KGV20 im SP500. Minus Inflation von ~7% könnte man meinen der Markt fällt auf KGV13. Ich würde das mal als worst case a la @Bruno Wahrscheinlichkeiten Rechnung klassifizieren. Also knapp jetzt nochmal -35% wäre dann Lad 🙂

-M

Bruno
2 Monate zuvor
Antwort an  -M

Kommt halt immer auch auf das Umfeld, Branche und Markt an, bei steigender Inflation steigen jetzt ja auch die Zinsen, zumindest mal in USA, was ist nun attraktiver, ein US-Unternehmen welches wie Apple im Cash ertrinkt, jedoch relativ hoch bewertet ist oder einen deutschen Autobauer, der zwar ein tiefes KGV hat aber 80-90% fremdfinanziert ist? Nehmen wir Apple, als globaler Konzern alleine durch Währungsgewinne und sagen wir nur 2-3% Zinsen auf ihrem Cash boostern sie ihren Gewinn nochmals um 10+%, konservativ gerechnet. Da ist ein KGV von 22/23 nicht teuer, und umgekehrt ist ein tieferes KGV für obiges Kontrabeispiel vielleicht zu teuer.

Finde es jeweils ganz amüsant wenn ich lese Tech-Aktien (ich rede jetzt von den erfolgreichen Cashmaschinen), dass die nun wegen Inflation und potentiell steigenden Zinsen in Probleme kommen, whaat? Und was ist mit all den Zombie-Formen oder eben auch schon “solide” = tief bewertete (KUV < 2 etc.) welche hoch verschuldet sind und jedes 1/10% direkt auf den Ertrag drückt? Deshalb wehrt sich die EZB unter anderem auch, etwas an der Zinsfront zu schrauben, und wird mit ihrer Politik womöglich in einigen Emerging Market Ländern noch für Turbulenzen sorgen, weil der USD zu weit vom EUR sich entfernt. Höhere Zinsen sind sicher für alle Assetklassen Gift, aber am meisten treffen sie m.E. high-leveraged Immobilien und auch hochverschuldete Unternehmen, die man eigentlich lieber nicht im Depot hat.

Aber ist klar, wir wissen nicht, wohin der Weg führt. Worst Case ist immer auch möglich, daher finde ich das “immer kaufen” gut, bei einem Index ist es besonders einfach und bei Einzelaktien findet man ja eigentlich immer etwas, was interessant ist. Vor 2-3 Monaten fand ich viele US-Aktien auch zu teuer, nun finde ich wieder spannende Kandidaten.

Diese Unternehmen wo Lad so mag KUV < 2 etc. und Dividende > 5% findet man, richtig, aber in der Regel nur alle 20-50 Jahre einmal nach einer langen tiefen Baisse, so wie 2003 oder dann wieder 2009 das waren aber Ausnahmen 2x so tief innert kurzer Zeit, manchmal geht es eben auch 30-40 Jahre, und solange möchte ich nicht warten. Jene die heute so günstg sind, erachte ich weitestgehend als “faule Eier” resp. es hat dann in der Regel auch einen Grund, weshalb sie so günstig sind und das ganze ist weniger nachhaltig.

Last edited 2 Monate zuvor by Bruno
Josef
2 Monate zuvor

In meinem Depot hat es bisher nur Cardano zerlegt, ja die Gier hat zugeschlagen.
Das Gesamtdepot ist immer noch ca. gleich hoch wie Anfangs Jahr, die Gewinne haben die Verluste ausgeglichen. Bisher sehe ich aber noch keinen Crash, die Techaktien kommen langsam wieder Richtung normaler Bewertung zurück.
Die Privatanleger kaufen immer noch wie wild. Erstaunlich dass nicht mal Pandemien und Krieg einen ausverkauf auslösen.

2 Monate zuvor

Es ist schon eine Weile her, als ich auf Sardinien war. Unaufgeregt wie eine Aktie eines Konsumgüterherstellers aus Buffets Portfolio könnte man sagen 🙂 Ein langes Leben ist schön, vor allen dann, wenn es ein erfülltes ist. Aus der Perspektive sollte man nicht vergessen, auf das Zwischenmenschliche und auf das, was uns zufrieden macht, zu achten. Übermäßiger Konsum gehört (für mich) eher nicht dazu. Man kann zwar ein Haus kaufen, aber eben kein Zuhause. Und so glaube ich, dass ein gutes soziales Netz zu einem langen erfüllten Leben beiträgt.

John Casey
2 Monate zuvor

Bei aller Dankbarkeit für deinen Blog, Tim: Muss man diesem demokratiezersetzenden Schundblatt wirklich ein Interview geben? An Bild ist wirklich alles verachtenswert, wenn man nicht gerade merkbefreit durchs Leben läuft. Ich gehe sogar so weit, dass ich behaupte, dass jeder, der dort arbeitet, sich der Konsequenzen seines Tuns bewusst sein muss und daher sein Gewissen bewusst an der Garderobe abgibt.

Bruno
2 Monate zuvor
Antwort an  John Casey

Zweck heiligt die Mittel!? Ich finde es auch mutig von Tim, ein Interview in der FAZ oder die Zeit wäre vielleicht für seine Reputation bei der intellektuelleren Leserschaft hilfreicher, aber die Bild hat eine hohe Auflage und es lesen sie wohl Leute, die sich sonst nie um Finanzen kümmern, und da ist mir die Meinung von Tim lieber als z.B. von einem Mr. DAX oder ähnlichen Personen, die nur ihre Produkte (direkt oder indirekt) vermarkten wollen.

Gut ich habe das Interview nicht gelesen und gehöre leider nicht in den erlauchten Kreis der Bild-Abonnenten, aber ich gehe mal davon aus dass Tim sich nicht verbogen hat und sein übliches Mantra kundgetan hat, und etwas mehr Sparsamkeit, langfristiges Buy & Hold z.B. mittels breiten ETF’s würde sicherlich auch dem typischen Bild-Leser ganz gut tun 😉

Private Altersvorsorge muss einfach, klar, verständlich, sachgerecht und umsatzbar sein, sonst hängt die Mehrheit ab und deshalb finde ich sein Beitrag wirklich lobenswert.

42sucht21
2 Monate zuvor
Antwort an  John Casey

@Bildinterview
ich finde es zeichnet @Tim geradezu aus, dass er sich solche Gedanken zuerst einmal anscheinend gar nicht macht. Es wird ein Interview angefragt, er gibt eins. Wen er gefragt wird sagt er etwas. Er überlässt es anderen ob und wo sie etwas tun oder lesen oder eben nicht und er urteilt zumindest nach außen hin nicht darüber. Für mich eine Tugend der wirklich liberalen Denkweise.

Johannes Schumann
2 Monate zuvor
Antwort an  John Casey

Die Bild ist doch nicht demokratiezersetzend. Ich sehe gerade bei der Welt und Bild immer wieder gescheite und kritische Berichterstattung, gerade auch in Sachen Corona. Problematisch sind SZ, Tagesspiegel, Spiegel und der ÖRR, also dort, wo der Haltungsjournalismus zu Hause ist. Die Bild hatte nun auch einige Jahre lang Beate Sander (“Börsen-Oma”) als Kolumnistin. Da wird mehr getan für die einfachen Leute, als es die Finanztips auf Spiegel-Online könnten.

42sucht21
2 Monate zuvor
Antwort an  Johannes Schumann

@Johannes
jedem die passende Informationsquelle und das eigene Weltbild.
Aber hier im Forum wieder und wieder das Coronading reinbringen – echt jetzt?

Johannes Schumann
2 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Ich muss dazu sagen, dass ich die Bild nicht nutze. Ich war früher ZEIT- und FAZ-Leser, jedoch habe die sich dem Haltungsjournalismus verschrieben. Ich stelle aber fest, dass die Bild jenseits vom Boulevardquatsch, der mich ohnehin nicht interessiert, dann doch ganz gute Arbeit macht. Was ist so schlimm daran, eine kritische Corona-Berichtungerstattung zu loben? Medien, die Panik schüren, gibt es ja nun weit mehr als genug. BILD macht ja auch Fernsehen und da gibt es auf Youtube recht gute Diskussionssendungen, wo dann Gunter Frank und Frank Ulrich Montgomery in einer Sendung sind. Gunter Frank wird ja von vielen Medien aus dem Haltungsjournalismus ignoriert, weil er maßnahmenkritisch ist.

Das Naserümpfen über die Bild-Zeitung sollte man sich sparen. Nur weil die Texte bei Spiegel und ZEIT länger sind, sind sie nicht besser.

Die Coronamaßnahmen werden noch lange schwerwiegende Auswirkungen haben. Viele Menschen sind traumatisiert; das wird sich auswirken wie eine Kriegserfahrung. Mir ist unbegreiflich, wie einen das kalt lassen kann und wie man hier, wo man doch glaubt, langfristig zu denken, das achselzuckend hinnimmt und alles für richtig befindet. Selbst wenn man Corona für gefährlich halten sollte, kann man die Maßnahmen immer noch für falsch halten. Ich habe das für mich gedanklich durchgespielt: Würde ich die Maßnahmen immer noch ablehnen, sollte Corona die doppelte Letalität habe? Ja, ich würde, weil die Maßnahmen nicht geeignet sind, einen Atemwegsvirus aufzuhalten.

Rentner
2 Monate zuvor
Antwort an  Johannes Schumann

Ich kann überhaupt nicht beurteilen, welche Maßnahmen geeignet sind, Atemwegsviren aufzuhalten. Die Annahme, dass medizinische Masken (FFP2/KN95) geeignet sind, habe ich allerdings. Seit 2 Jahren trage ich diese Masken nun immer in Innenräumen mit Publikumsverkehr. Ich habe überhaupt keine Atemwegserkrankungen mehr, keine Grippe, keine Erkältung, kein Husten. Masken werden ja auch in vielen anderen Ländern getragen – vermutlich nicht ohne Grund, oder?

Oder welche Maßnahmen meinst du denn konkret, die ein Problem für dich sind? Bist du traumatisiert vom Masketragen? Das tut mir leid.

Johannes Schumann
2 Monate zuvor
Antwort an  Rentner

Kinder wurden traumatisiert. Ein Zeit lang ohne die Mimik der Erwachsenen (mit Ausnahme der nächsten Verwandten) aufzuwachsen ist eine Katastrophe. Das wird Jahrzehnte nachwirken. Auch die schwarze Pädagogik: “Wenn du keine Maske trägst, sterben vielleicht deinetwegen Oma und Opa.” – Exakt das wurde getan. Sport in den Vereinen entfiel. Schulen wurden geschlossen. Mir sagte ein ein Jugendlicher im Frühjahr 2021, nach monatelangen Home Office, dass er seine Klasse so sehr vermisse, gerade auch das Tratschen in der Schule.

Ich habe versucht die Maskenpflichten weitestgehend zu umschiffen. Wenn ich weiß, im Büro sind nur Kollegen, die das lockerer sehen, dann interessieren die Masken nicht. Und natürlich haben wir hinter abgeschlossenen Türen im Sportverein Mannschaftssport betrieben. Es durfte nur nicht nach außen dringen. Ich bin übrigens auch nicht krank geworden. Die Impfe habe ich auch nicht.

Medizinische Masken sind dazu da, dass der Chirurg nicht versehentlich in den offenen Körper speichelt. Viren werden nicht aufgehalten. Die sind im Vergleich zu Bakterien und Pilzen, die vornehmlich im Operationssaal aufgehalten werden sollen, pillepalle. Die FFP2-Maske hingegen ist ‘ne Staubschutzmaske für Bauarbeiter.

https://www.obi.de/search/staubschutzmaske/

Die Masken schützen nicht vor Viren, aber sie stellen eine Gefahr da, wenn man diese Dinger ständig trägt. Dann hat man nämlich ein feuchtwarmes Milieu direkt vor Mund und Nase. Der ideale Tummelplatz für Bakterien und Pilze.

Rentner
2 Monate zuvor
Antwort an  Johannes Schumann

Die Masken schützen nicht vor Viren, aber sie stellen eine Gefahr da, wenn man diese Dinger ständig trägt.“

Du schreibst das so locker. Ist das eine wissenschaftlich (auch international) anerkannte Tatsache? Oder ist das eine Nischenmeinung aus dem Umfeld von Verschwörungstheoretikern?

Die Max-Planck-Gesellschaft behauptet das Gegenteil:
https://www.mpg.de/16926436/gesichtsmasken-corona-infektion-covid-19

42sucht21
2 Monate zuvor
Antwort an  Rentner

@Renter
Bitte nicht füttern. Das Thema gabs von ihm hier schon zu oft.
Bei machen sind es halt diese ersten 6 Sekunden

Daniel
2 Monate zuvor
Antwort an  John Casey

Demokratiezersetzend? Etwas schwere Geschütze oder meinst Du nicht? Dann lieber der Relotius-Spiegel-Lügenverein? Oder die TAZ, SZ oder anderen Medien die offen bekennen dass objektiver Journalismus nicht mehr ganz so hohen Stellenwert hat sondern Haltung auch wichtiger ist? Man hat halt nicht immer die Möglichkeit für das Handelsblatt oder die FAZ ein Interview zu geben. Und Bild ist nunmal sehr reichweitenstark. Und genau darum sollte es doch bei dem Interview gehen. In einer kleinen Echokammer zu reden die niemand mitbekommt ist möglich, aber sinnfrei.

Tobs
2 Monate zuvor
Antwort an  John Casey

Ich finde, der Bild kann man wenigstens journalistisches Handwerk par excellence zusprechen, wenn ich auch den Boulevard und besonders seine Methoden gerne ächten wollte. Wirkliche Qualitätszeitschriften, die sich der alten journalistischen Schule verschrieben haben (völlig unvoreingenommen zu berichten, das wofür man meinen sollte, das Zeitungen gut sind) gibt es kaum mehr. Mir fiele hier allenfalls noch die NZZ ein, die ich gelegentlich ganz gerne anschaue. Die FAZ schreibt mittlerweile leider auch eine Menge belanglosen Quatsch (für die Neurotiker, die gerne Quatsch intellektuell überdehnen, weil sie ein wenig plemm plemm geworden sind) – auch bei ihr häufen sich schon Berichte über Sexualität und derlei Themen – na dann. Wie auch immer. Tim zeichnet es echt aus, in der Bild regelmäßig abgedruckt zu werden. Finde, dass unterstreicht auch in viel geeigneter Weise seine journalistische Qualität, als die Vereinnahmung von merkwürdigen Blogger-Gestalten auf einem Jahrmarkt der Absonderlichkeiten wie der Invest. Tim sehe ich viel lieber in der Bild!

-M
2 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Auch auf Seite 1, mit nackter Brust?
😛

Tim wurde in der aktuellen EchtgeldTV Folge von Christian Röhl erwähnt. Ist doch schön, dass er von anderen gesehen wird.

-M

Tobs
2 Monate zuvor
Antwort an  -M

2012 musste die “Nackte von Seite 1” in das Innere der Bild umziehen.

Aber natürlich würde ich es Tim zutrauen, dass er nach 10 Jahren wieder für eine Rückkehr der alten Verhältnisse sorgt! 🙂 🙂 Ja, wieso denn nicht?! 🙂

-M
2 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Aber nur mit seinem schelmigen Blick und vlt einem Augenzwinkern.

-M

Tobs
2 Monate zuvor
Antwort an  -M

Jetzt müssen wir aber aufhören, -M. 🙂 Nicht das Tim denkt, wir wollten sein Engangement bei der Bild ins Liederliche ziehen (möchte ich wirklich nicht). Tatsächlich bleibe ich dabei, dass es schon ziemlich cool ist. Man muss irgendwas Signifikantes erreicht haben (in seinem Fall etwas Positives), um dort mit einer Art Dauer-Präsenz reinzukommen. Einen Typen wie Tim findet auch eine Bild-Redaktion vermutlich nicht alle Tage.

Kiev
2 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Ich bin dieses Jahr auf der Invest gewesen. Christian W. Röhl war in dem Zeitraum leider nicht da, aber Tim hat schon sehr viele Leser angezogen. Das ist zumindest mein Eindruck. Da konnte selbst Torsten vom Aktienfinder nicht mithalten. Dabei würde dieser vermutlich mehr Gesprächsbedarf (Aktienanalyse) geben, würde ich zumindest vermuten.

Die Bild Zeitung kenne ich überhaupt nicht. In eher linksgerichteten Medien fehlt mir allerdings oft ein Verständnis für Vermögensbildung. Hier stehen meist Ungerechtigkeit und Ungleichheit usw. im Vordergrund. Ich finde es absolut wichtig in solchen Medien präsent zu sein. Da ist Tim natürlich wesentlich wertvoller als irgendwelche Gurus oder Crash-Propheten, die am Ende Ressentiments bezüglich Kapitalmärkten nur bestätigen. Die meisten Leser hier im Forum wissen vermutlich schon ganz gut wie sie erfolgreich werden, oder weiter ausbauen. Vielleicht gibt es hier und da noch eine kleine Anregung. In anderen Medien herrscht eine für uns kaum nachvollziehbare Wissenslücke. Aus dem Grund weiter so! Es wird manchem Bild Leser vermutlich bis dato ungeahnte Möglichkeiten bereiten.

42sucht21
2 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

@Es wird manchem Bild Leser vermutlich bis dato ungeahnte Möglichkeiten bereiten
Na ja, dieser Artikel ist ja schon deutlich pushiger als @Tims erstes Interview mit der Depotvorstellung auf bild im Herbst. Nun steht er mit dem header “Um später krass abzusahnen : Börsen-Millionär: Diese Top-Aktien kaufe ich JETZT”
zwischen der “Finanz-Diva: Meine drei Coins für Durchstarter!” und dem Sparfochs “Bis 42 % Rabatt! Hier ist Bier besonders günstig” eigentlich auf einem Niveau mit “BILD trifft Arno Dübel vor seinem Zuhause” und “Halber Kopf fehlt! Rapper sprengte sich selbst in die Luft.”
Wer es mag…. Ob das einer Bildleserin nun wirklich hilft beim Vermögensaufbau langfristig? Da finde ich zB den Looman auf Faz schon sinnvoller oder @Brunos Prof. Heri auf YT. Aber klar, das guckt nicht jede.

Das mit dem ständigen “Ungerechtigkeit und Ungleichheit” und fehlender Finanzbildung sehe ich ganz genau auch so.

Kiev
2 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Ich habe die Bild Zeitung nicht gesehen. Wenn ich auf den Link klicke sehe ich nur Tims Artikel. Darunter sind allerdings Frauen abgebildet, die gerne mit freiem Oberkörper unterwegs sind. Ist eine interessante Kombination.

Mir würde ein ausführlicher Bericht über Tim im Spiegel in Bezug auf private Altersvorsorge gefallen. Hier fände ich als Vorstellung eine Dividendenwachstumsstrategie interessant. Tims (10x++)Bagger wie Netflix, CTS Eventim sind nicht unbedingt gut um das Vorgehen an der Börse in Hinblick auf Geduld und Zuversicht näher zu bringen. Das verleitet schnell zu dem Fazit ” Er hat halt Glück gehabt”. Die Geschichten mit erster Dividendenzahlung über 5,13€ zu monatlich 250€ nach 5 Jahren gefallen mir hier besser. Das ist greifbar und sicherlich für einige möglich, auch wenn das vielleicht nur ein Baustein für die Rente ist.

Felix
2 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Sind im Spiegel nicht Aktien Teufelszeug, das nur Spekulanten und schmierige Kapitalisten anfassen, also nur böse Menschen, die den anderen alles wegnehmen? Darum gibt es die Ungleichheit und Ungerechtigkeit gegen die anzuschreiben Ehrensache ist.
Die typische Spiegelleser ist Beamter mit >5000 € netto, ist unkündbar, der Arbeitgeber hat kein Pleiterisiko und mit der Beamtenpension (72% vom letzten, laufbahnmäßig höchsten brutto) braucht man sich finanziell keinerlei Gedanken machen oder gar wirtschaftliche Sachverhalte in Erwägung ziehen
Egal wie es wirtschaftlich geht und steht, welche Katastrophen es gibt, zum Monatsende ist das Gehalt auf dem Konto. Wozu sollte er vorsorgen oder sparen?

Kiev
2 Monate zuvor
Antwort an  Felix

Der Spiegel ist eher linksgerichtet, keine Frage. Bin allerdings nicht sicher, ob das Magazin in der Hauptsache von Beamten gelesen wird. Ich weiß allerdings auch nicht was vielleicht jüngere Menschen lesen, die vielleicht noch nicht im Bilde über die Vorzüge der Altersvorsorge im näheren hier und jetzt um Bilde sind. In meiner Schulzeit habe ich tatsächlich den Spiegel gelesen. Hier hatte ich keinen Plan von Aktien als langfristiges Investment. Und von der Entwicklung bei monatlichen Käufen. Den ein oder anderen unnötigen Kauf hätte ich sicherlich vermeiden können. Vielleicht ist ein jüngerer Mensch von heute diesbezüglich schlauer als Ich. Ich würde von daher den Zugang zu diesen Informationen allen gerne bereit stellen.
Tim wäre sicherlich auch über einen Artikel in Capital erfreut. Ob er hier allerdings viel bewirken kann ist eine andere Frage. Vielleicht fährt mancher Immobilienmultimillionär eine schlechte Rendite mit Dirk Müller oder falschen Timings ein. Das macht aber im Grunde nichts aus, wenn das gesamte Vermögen betrachtet wird.

Andererseits dürfen wir uns vermutlich warm anziehen wenn Börsenkritische Magazine anfangen Aktien als private Altersvorsorge hervorzuheben. Das führt vermutlich schnell zu sehr guten Kaufkursen…

Anton
2 Monate zuvor

@ BHP Group
Hat jemand von Euch diese Position? Wurde bei Euch heute auch eine neue Position BHP Group AU0000220857 (wahrscheinlich Bezugsrechte für Woodside Aktien) eingebucht?
Bin bei ING. Post dazu kommt erst morgen.

Anteile von Woodside dürften der Grund dafür sein:
„BHP wird für sein Öl- und Gasportfolio rund 914,8 Millionen neue Woodside-Aktien erhalten, die in den kommenden Tagen an Investoren ausgeschüttet werden.
Für je 5,534 BHP-Aktien erhielten Anleger damit Anspruch auf eine Woodside-Aktie.
Diese Sonderdividende in Aktien wird voraussichtlich am 1. Juni 2022 an jeden ausgezahlt, der zum Handelsschluss am 24. Mai 2022 Aktien von BHP im Portfolio hielt. Die neue Woodside würde dann zu 52% von bestehenden Woodside-Aktionären und zu 48% von bestehenden BHP-Aktionären gehalten werden.“

https://www.sharedeals.de/bhp-aktie-kaufchance-nach-dem-woodside-merger/?utm_source=FN&utm_medium=rss&utm_campaign=bhp-aktie-kaufchance-nach-dem-woodside-merger

Mr. B
2 Monate zuvor
Antwort an  Anton

Bei mir ist noch nichts passiert. Hab meine Anteile bei Onvista. Denke morgen wird was gehen …

Grüße
Mr. B

Anton
2 Monate zuvor
Antwort an  Mr. B

Die Post kam wie angekündigt. Der Brief bestätigt diese „Sonderdividende“ in Form von Woodside Aktien. Ich habe weiterhin im Depot die Bezugsrechte stehen (Kurs 0,00€). Die Anzahl ist konform mit der Angabe von 5,543:1.

Anton
2 Monate zuvor
Antwort an  Anton

Heute sind die Woodside Energy Aktien bei mir eingebucht worden. Habe gleich diese Sonderdividende vergoldet (der Kurs ging heute noch 10% nach oben) und werde damit eine andere Position im Depot ausbauen.
BHP war bisher kein schlechtes Investement. Dividenden decken bereits 67% des investierten Kapitals und die Aktie steht über +100%.

Anton
2 Monate zuvor
Antwort an  Anton

*versilbert 😀

-M
2 Monate zuvor

@Bodensee

Vermietet hier jemand zufällig bezahlbare Ferienwohnungen am Bodensee? D / AT / CH 🙂

FuG vermietest du unter 😀

-M

Fit und Gesund
2 Monate zuvor
Antwort an  -M
-M
2 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

Danke, schauen wir uns morgen mal in Ruhe an.

Bei den meisten Preisen bisher am Bodensee, bin ich fast gewillt 5std weiter in den Süden zu fahren.

-M

Paluma
2 Monate zuvor
Antwort an  -M

Code Dazur Frankreich könnte ich anbieten. 2,5 Zimmer mit Meeresblick 😉

-M
2 Monate zuvor
Antwort an  Paluma

Danke. Haben uns jetzt für Italien entschieden. Günstiger als der Bodensee und vom Flair uns dann lieber trotz der weiteren Fahrt.

-M

Paluma
2 Monate zuvor
Antwort an  -M

Meine Schwester hat ne Wohnung am Bodensee auch mit Seeblick. Ich wollte sie besuchen, aber leider Schichtet sie so viel.

Seit die Aktienrally vorbei ist, werden die Blogbeiträge weniger.
Hab jetzt selbst auch schon wieder 3 Wochen nicht ins Depot geschaut.

War auch nur ein Scherz mit der Wohnung. Sie gibt es aber tatsächlich;-)

-M
2 Monate zuvor
Antwort an  Paluma

Joah, es kommt halt auf den Input von den Lesern an. Kommen interessante Fragen, oder Meinungen gibt es auch mehr Traffic.

Ich schaue exakt dann ins Depot, wenn ich was kaufen will, ansonsten weiß ich ja was ich da drin habe. Ich schaue dann lieber auf die Meldung von zB Mastercard über das Umsatzwachstum und steigender Dividenden als irgendwelche Depotstände zu sehen. Je niedriger das Depot steht desto besser ist es ja…aber die meisten sehen dann nur rot und machen sich am Ende noch verrückt.

-M

Kiev
2 Monate zuvor
Antwort an  Paluma

Ich bin nicht sicher, ob Analysen wirklich so vielversprechend sind. M und Freelancer Sebastian haben beide soweit mir bekannt ihr Einkommen steigern können. Mich würde hier einmal interessieren wie viel das um Vergleich zu Entscheidungen an der Börse ausmacht.
Am Anfang habe ich auch mit viel Freude Unternehmen gesucht und gekauft. Die Euphorie hat sich etwas gelegt. Es hat nicht mit Börsenkursen zu tun. Ich kaufe auf monatlicher Basis einfach immer weiter und das Vermögen wächst mit der Zeit entsprechend.

Ich hatte hier letztens geschrieben, dass ich ein nahezu identisches Gehalt zwischen einer Frau und Mann in einer Familie als ideal ansehe. Das hat mehrere Gründe, aber in Zusammenhang mit einer Sparquote über 50% kann man sich bereits vorstellen, welche Sicherheiten so eine Konstellation bereits ohne Vermögen gibt. Meine Frau hat sich jetzt tatsächlich beworben und nach zwei Tagen bereits eine Einladung für ein Gespräch erhalten. Am dritten Tag gab es noch weitere Möglichkeiten in einer anderen Position. Meine Frau hat knapp die Hälfte von mir verdient, aber noch Benefits gehabt wie einen sehr guten Firmenwagen. Sie wird vielleicht schon in nicht allzu ferner Zeit mindestens so viel verdienen sie ich. Das wäre ein gewaltiger Sprung, aber er kommt nicht unbegründet und aus der Luft gegriffen. Sie macht tatsächlich einen erfüllenden Job und auch entsprechend gut. In dem Bereich bist die Luft dann irgendwann sehr dünn, wenn man hier erfahrene Spezialisten benötigt.
Was hat das mit Vermögen zu tun?

Meine Frau und ich haben in Wechsel bessere Positionen eingenommen. Erst war meine Frau an der Reihe, da sie damals noch weniger verdient hat und das Down Risiko entsprechend gering war. Als sie ihren Job gewechselt that und gefestigt war gab es bei mir die Möglichkeit einer sehr hohen Abfindung, die ich wahrgenommen habe. Ich habe im Anschluss einen ähnlich gut bezahlten Job wie gedacht erhalten, der mir auch etwas mehr Freude bereitet. Die Abfindung habe ich natürlich an der Börse investiert. Jetzt macht meine Frau den nächsten Schritt.

Das Einkommen spielt dabei auch nicht die entscheidende Rolle. Die Tätigkeit und Möglichkeiten diese auszuüben sind Kernpunkte. Das Gehalt ist nebensächlich. Mit einem Vermögen kann man wesentlich besser verhandeln und auch ehrlich besprechen was man kann, möchte, was einem Freude bereitet usw. Außerdem wird eine Position angestrebt, die man mit Freude erfüllt und die man auch für den Arbeitgeber gut erfüllt. So bleibt die Freude von Dauer. Das Gehalt bestellt sich schon passend ein.

Ich bin gespannt auf den weiteren Verlauf. Der Wechsel oder das Gehalt ist nicht notwendig (ist alles schon sehr gut) und an Grundsätzen wird sich nicht verschlechtert. FI ist wie Poker spielen mit einem Full House in jeder Partie. Vielleicht gewinnt man nicht jede Partie. Am Ende ist man aber immer auf der Gewinnerseite.

Ralf
2 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Viel Erfolg auf diesem Weg. :

“Ich hatte hier letztens geschrieben, dass ich ein nahezu identisches Gehalt zwischen einer Frau und Mann in einer Familie als ideal ansehe.”

Das wäre toll, setzt in vielen Fällen aber auch einen ähnlichen Ausbildungsgrad voraus was nicht unbedingt immer gegeben ist. Generell haben wir derzeit in D eher mit Reallohnverlusten zu kämpfen wie schon lange nicht mehr. Ganze Branchen kämpfen derzeit mit Lieferproblemen.

“Meine Frau und ich haben in Wechsel bessere Positionen eingenommen.”

Gratulation! Ich war diese Woche auf der digitalBau in Köln. Interessante udn sehr offene Gespräche auch zum Thema Geld und Gehalt. Drei Jobangebote habe ich erhalten mit interessanten Tätigkeiten im digitalen Baubereich. Renommierte große Firmen. Aber: Keine wesentliche Gehaltsverbesserung und oft noch viel Reisetätigkeit dabei. Die Baubranche jammert über Fachkräftemangel auch im Digital-Bereich wie beim Thema BIM (Building Information Modeling). Eine wirkliche Bereitschaft, bessere Gehälter zu zahlen ist aber weiterhin nicht erkennbar. Also ein oft hausgemachtes Problem beim Fachkräftemangel zumindest in der mir recht vertrauten Baubranche.

Darum: Frühzeitig die Augen auf bei der Berufs- und Branchenwahl. Hier werden bereits wichtige Weichen gestellt. Mancher IG-Metaller würde sich die Augen reiben wenn er sieht was zum Beispiel Mitarbeiter in sozialen Berufen verdienen. Mein eigener Fokus verlagert sich mehr und mehr auf Selbstständigkeit. Hier sehe ich für mich am meisten Potential.

Kiev
2 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

@ Ralf

Das gleichverteilte Einkommen habe ich als Idealvorstellung für uns gesehen. Das heißt nicht, dass es möglich ist dieses zu erzielen. Neben den unterschiedlichen Ausbildungen ist eine Frau bei Kindern auch heute oft Zeiträume gering oder nicht beschäftigt. Hier leidet entsprechend die “Karriere”. Meine Frau ist in einer ähnlichen Richtung wie Du, da kannst Du Dir ausmalen wie gut es wohl gelaufen ist. Ich bin Softwareentwickler.

Vielleicht sind Unternehmen wie Bahn oder Stromnetze in der Region Rhein-Main etwas für Dich. Neben sehr guten Verdienstmöglichkeiten gibt es hier auch weitere Benefits. Vielleicht kannst Du einen Schwerpunkt von Dir etwas ausbauen und dann in Richtung Projektsteuerung, Teamleitung gehen. Wenn Du einen guten Eindruck über die Prozesse gewonnen hast, so kannst Du sie vielleicht zukünftig in entsprechender Position mitgestalten. Ansonsten ist Selbstständigkeit natürlich eine Möglichkeit, so lange es nicht in selbst und ständig ausufert. Schließlich hast Du bereits finanziell einiges erreicht und solltest den Fokus nicht nur auf der Einkommensmaximierung legen.

Das Gehalt meiner Frau ist aktuell auch nicht schlecht und auch die Rahmenbedingungen. Auch wenn es im Vergleich natürlich gering erscheint, werden wir nicht für jeden Preis die andere Position wahrnehmen. Hier hilft der finanzielle Background enorm. Schließlich geht es nicht darum das Netto Einkommen immer weiter zu steigern, sondern eine halbwegs erfüllende Tätigkeit zu finden bei der ausreichend Zeit für die Familie bleibt. Tesla existiert für mich als Arbeitgeber folglich nicht. 😉 Hier würde selbst das etwas utopische Gehalt über 1M€ keinen Anreiz bieten. Manche Produkte und Herangehensweisen finde ich gut und werde auch noch mit so einem Fahrzeug einmal fahren. Arbeiten werde ich sicherlich nie für das Unternehmen.

42sucht21
2 Monate zuvor

@Humankapital
Neueste Statista Zahlen für 2018 zu Einkommenmillionären
20% der Einkommenmillionäre bezogen Ihr Geld aus nicht-selbstständiger Arbeit, also “Angestellte”, ca. 4% Vermietung & Verpachtung und 1% aus Kapitalerträgen (vermutlich größerer Anteil wegen Abgeltungssteuer schwer zu erfassen). Vermutlich ist es bei den meisten ein Mix natürlich.
Man muss also nicht zwingend Gewerbe haben/ Selbstständig sein dafür.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/05/PD22_223_733.html

Bruno
2 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Erstaunt mich nur 20% Angstellte, bei den beiden Grossbanken in der Schweiz gibt es glaub jeweils weit über 1000 Einkommensmillionäre (und wenn man die Aktienkurse anschaut dann weiss man dass wohl zu viel ausbezahlt wurde). Als Selbständiger oder Unternehmer ist auch nicht unbedingt die Optimierung des eigenen Einkommens oberstes Ziel 😉 In Konzernen sieht das wohl mehrheitlich anders aus.

Edmund
2 Monate zuvor

Die Inflation wird laut den meisten Prognosen zweistellig werden(nicht in der Schweiz). Die fetten Aktienjahre sind damit wohl vorerst einmal vorbei.

Mr. Pino Cavalllo
2 Monate zuvor
Antwort an  Edmund

Gerade dann sind Aktien wichtig. Aber nicht alle, sondern nur solche, denen er gelingt, die Preiserhöhungen an die Kunden weiter zu geben.

welche sind das? —> Procter & Gamble, Nestle, Microsoft, Apple etc.

Spartacus
2 Monate zuvor

hey tim, liest du die kommentare so spät nach blogposting noch? Wie viele Intel-Aktien hast du nun dann eigentlich? Zu welchem kurs hast du zuletzt zugegriffen?

Johannes Schumann
2 Monate zuvor

Hier ist wieder ein Artikel über die Aussteiger, die schon in den 80ern begannen, wie bekloppt in Aktien zu sparen: https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/so-werden-sie-finanziell-unabhaengig-a-3bc838af-0002-0001-0000-000177379800

Mr. Pino Cavallo
2 Monate zuvor
Antwort an  Johannes Schumann

Leider hinter eine Pay Wall

Bruno
2 Monate zuvor
Antwort an  Johannes Schumann

Johannes hast Du jetzt tatsächlich Haltungsjournalismus abonniert? 😉

Last edited 2 Monate zuvor by Bruno
Frank
2 Monate zuvor

Hallo Tim,
hab dir ja mal geschrieben, genau so sehe ich es auch, Krisen als Chancen sehen, stur weiter investieren, so funktionierts.
LG aus München
Frank

Holger Ehrberger
1 Monat zuvor

Ein ähnlicher Moment war auch zu Beginn der Coronakrise zu erkennen. Das Problem: Die Leute sind nicht datenkompetent genug. Sie sehen, dass der Kurs fällt, beschäftigen sich aber nicht mit der Frage nach dem “Warum”. Dass jetzt bspw. weniger Handwerkerbedarf & schwere Maschinen gekauft werden ist doch klar. Aber der Grund dafür ist rein zeitlich Begrenzt. In absehbarer Zeit werden diese Güter wieder gekauft. Wer dann auf dem Tiefpunkt eingestiegen ist, wird sich freuen.

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