Lieber bodenständig leben und dafür finanziell frei sein. Die Masse ist Sklave ihrer Wünsche


New York, 23. November 2017

Warum nicht bodenständig im Dorf leben, wenn die finanzielle Freiheit beginnt.

Früher habe ich mich über einen Kratzer oder Fleck in meiner Wohnung oder im Auto aufgeregt. Heute ist mir das zum Glück egal. Es gibt Menschen, für die ist Schmutz ein kleiner Weltuntergang.

Deine Lebensqualität wird besser, wenn Du Dich über Schmutz, Flecken, Kratzer, Dellen nicht mehr aufregst. „Was soll’s?“, solltest Du denken, wenn Du an Deinem Auto eine neue Delle entdeckst. „Die Delle gibt meinem Auto mehr Charakter.“ Ich finde so eine Einstellung super.

Menschen machen sich zum Sklaven, wenn immer alles perfekt sein muss. In der heutigen Konsumgesellschaft gibt es massig Sklaven. Es gibt Konsumsklaven. Sie machen den Konsum zum Mittelpunkt ihres Lebens. Dein Arbeitgeber ist übrigens froh, wenn Du ein Sklave bist. Das heißt, Du brauchst das Gehalt dringend, um Deine Schulden und Konsum bezahlen zu können.

Menschen meinen, dass ihr Zuhause nicht perfekt ist. Daher wollen sie ständig umziehen oder renovieren. Ich finde: Ein sinnvolles Zuhause ist in der Nähe der Arbeit. Wenn Du eine Stunde am Tag Pendelzeit einsparst, ist das großartig. Es geht um Lebensqualität.

Im Schnitt ist der Deutsche 64 Jahre alt, wenn er in den Ruhestand geht. Und der Zeitpunkt verschiebt sich immer weiter nach hinten. Bald wird das 68. oder 69. Lebensjahr zur Normalität. Warum nicht mit 38, 40 oder 45 Jahren in die Rente gehen? Es geht um Lebensqualität.

Bei mir war die Freiheit so früh möglich, weil ich arm aufgewachsen bin. Meine Eltern haben mir den vorsichtigen Umgang mit Geld beigebracht. Ich lernte, dass Schulden schlecht sind. Ich lernte, dass ich mein Urlaubs- und Weihnachtsgeld nicht verpulvern sollte. Ich legte stets etwas zurück. In den Semesterferien ging ich arbeiten. Ich legte das Geld an der Börse an.

Du solltest darauf achten, dass sich ein Nebenjob von der ersten Stunde an rentiert. Es gibt unseriöse Vertriebsjobs. Pyramidensysteme. Ich rate zur Vorsicht. Am besten ist es, auf Stundenbasis fair bezahlt zu werden. Gute Nebenjobs sind nicht nur lukrativ, sondern sie vermitteln Fachkenntnisse, die Dir später im Job helfen.

Warum muss immer alles dem höchsten Standard entsprechen, wenn Du dafür ewig arbeiten musst? Warum nicht bodenständig leben und dafür frei sein? Ich kann ganz einfach in einem Dorf leben. Ich brauch keinen Luxus. Ich überlege mir das. Ein altes Haus im Dorf mit Cash zu bezahlen finde ich reizvoll.

Ich habe hier ein paar Eindrücke für Dich im Hudson Valley aufgenommen, unweit von New York:

Es gibt schöne Häuser, die ihren Reiz haben. Ich finde dieses Objekt (PDF) nett. Zumindest auf den ersten Blick. Mit einer AirBnB-Vermietung kannst Du Nebeneinkünfte erzielen, wenn Du magst. Oder Du kannst Teile eines Hauses dauerhaft vermieten. Es gibt viele Möglichkeiten frei zu sein. Du musst nur flexibel sein. Du musst in der Lage sein, auf Luxus zu verzichten.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Lieber bodenständig leben und dafür finanziell frei sein. Die Masse ist Sklave ihrer Wünsche

  1. Christoph

    Niemals Sklave werden, dann lebt es sich wirklich viel leichter.

    Ob diese (verfallenden) Häuser erstrebenswert sind muss jeder selbst für sich entscheiden.

  2. Gurki

    Ich denke nicht das solche Baracken erstrebenswert sind. Da steckt man ja auch noch mal tausende Euro / Dollar rein um es bewohnbar zu machen. Lebensqualität sehe ich damit jetzt irgendwie nicht. Gespart hat man damit dann auch nicht sonderlich viel. Und wie ein Obdachloser will ich auch nicht leben.

    Was die Fahrerei zur Arbeit angeht: Ja es ist lang 1 Stunde nach Hause zu fahren – glücklicher Weise muss ich das (noch) nicht – aber ich denke außerhalb der Großstadt ist die Lebensqualität deutlich angenehmer als in jener Großstadt.
    Man denke nur mal an die Natur, weniger Menschen, weniger Autos, weniger Abgase, weniger Lärm und somit einfach mehr Ruhe für die Seele.

    Ich denke dafür würde ich auch 1 Stunde fahrt auf mich nehmen.

    P.S.: Ich hasse Schmutz, Kratzer und Defekte. Sehe mich allerdings nicht besonders als Sklave…

  3. kall

    Bonjour Tim,

    mit den Dellen und Kratzern kann ich dir nur zustimmen. Früher hat mich das aufgeregt. gerade wenn ich ein Auto gekauft hatte. Meistens zwar gebraucht, aber immer mit Stolz.

    Davon habe ich mich frei  gemacht. Mein Sohn hat vor zwei Wochen den Führerschein bestanden. Dann fuhr er das erste Mal vom Parkplatz. Mit einem schönen Kratzer, weil er den Zaun übersah. Ich habe dann nur gesagt; „das wird nicht der Letzte sein“. Damit geht es besser.

    Die Masse ist allerdings nicht Sklave ihrer Wünsche. Unterschätze nicht den „Konsumterror“ und seine soziale Kontrolle. Wer in der Schule nicht mithalten kann, wird schnell aussortiert. das war vor 30 Jahren noch anders. Da wurde er/sie eher noch gefördert.

    Der Neoliberalismus hat in seinem Sinne da ganze Arbeit geleistet. Die „Sklaverei“ in der Lohnarbeit hat sich auch verändert. Betriebliches Miteinander und Solidarität ist der Angst und der Konkurrenz gewichen. Deshalb leiden viele in ihrer Arbeit.Nicht zufällig ist Burnout heute eine „Volkskrankheit“.

    Deine Sicht zielt auf das Individuum und seine Möglichkeiten. Das ist ok. Aber gesellschaftliche Verhältnisse sollte man nicht ausblenden.

    Beste Grüße über den Teich

    Kall

  4. Fit und Gesund

    auweia lieber Tim, also dort möchte ich aber auch nicht begraben sein, so heruntergekommen, sorry…. und wer sind wohl Deine Nachbarn? Da würde ich dann aber auch ein Gewehr brauchen und mindestens 3 scharfe Hunde… *lach*….

    das Ganze sieht nicht nach bodenständigem Leben aus, sondern nach Armut, ich glaube das strebt hier Keiner an. Da geh ich dann aber lieber arbeiten 🙂

     

  5. K.

    Das verlinkte PDF zeigt ja ein anders Haus in einem anderen Zustand, als die Häuser die man auf Fotos im Beitrag sieht.

  6. Fit und Gesund

    @K.

    ja, das Haus sieht besser aus, das stimmt, aber die Fotos in dem Beitrag gefallen mir gar nicht.

  7. Kiev

    @Tim

    Das Haus ist ja ein Schnapper. Weiß ja nicht was man mit Vermietung dort erzielen kann. Ist ja nicht direkt in New York. Ohne Vermietung sieht es ziemlich groß aus. Das passt nicht zu einer günstigen Lebensweise. Es fallen ja auch Arbeit und Kosten entsprechend der Größe an. Und die Steuer ist in den USA ja auch höher als in Deutschland. Die Wege sind auf dem Land auch weiter. Die Nachbarschaft sollte gut und die Häuser bewohnt sein. Wenn es eine Gegend ist aus der die Leute wegziehen kann die ganze Region verfallen. AirBnb ist in ländlicher Gegend vermutlich schwierig. Wenn natürlich viele New Yorker Wochendendtrips in diese Gegend machen sieht wieder besser aus…

  8. Kiev

    Habe gerade noch die Mieteinnahmen gesehen. 35000 Dollar. Und einen Schuppen gibt es auch noch. Soweit ich weiß ist die Steuer in den USA Sache für den Vermieter. Sind die Nebenkosten umlegbar oder ist so eine Angabe der Mieteinnahmen als Warmmiete zu verstehen? Der Faktor ist ja unglaublich gut. Wenn man die Kreditzinsen steuerlich absetzen kann würde ich das zu 100% finanzieren und über 10 Jahre voll tilgen mit festem Zinssatz, wenns das bei Euch so gibt. Vielleicht bekommst Du ja mit dem Depot als Sicherheit einen 1% oder weniger Kredit.

    So brauchst Du nur leicht zu Unterstützen und lässt Dein Depot in Ruhe. Und nach 10 Jahren gehört es Dir schon.

    Wie gesagt die Lage und Region ist wichtig. Wenn da in 10 Jahren keiner mehr wohnen möchte, ist es trotzdem zu teuer.

  9. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Bei dem Haus in Germantown (PDF) hätte man ja eine passende Adresse.

    Hier kann man mal ein praktisches Rechenbeispiel anstellen. Es werden Bruttoerlöse von 35.000 USD im Jahr angegeben, was man glauben kann, aber nicht garantiert ist. Diese müssten ja dann als Einkommen versteuert werden. Auch schreit das Anwesen mit der großen Fläche nach viel Instandhaltungskosten (Gärtner usw.). Wäre es realistisch, hier ca. 50% als Reinerlös anzunehmen?

    Von diesen 17.500 wären die angegebenen 4.177 USD Grund/Immo-Steuer (Property Tax) jährlich (!) abzuziehen.

    Der Tax Calculator errechnet für 339.000 USD im Columbia County für 2017 aber fast 5.500 USD.

    Also entweder die Steuer ist nicht aktuell, oder das Haus wird überteuert angeboten. Um nach Calculator 4.177 USD Steuer zu zahlen, würde ein kalkulierter Wert von 258.000 USD stimmen.

    Es wird immer der Wert der Immobilie neu berechnet vom Amt, wonach sich die Steuer neu taxiert. Hohe Wertsteigerung hat also auch hohe Steuer im Gefolge.

    Zieht man mal von angenommenen 17.500 die 5.500 ab, dann blieben 12.000 übrig, also 1.000 pro Monat bei Kapitaleinsatz von 339.000, was auf etwa 3,5% Rendite (voll finanziert ohne Kreditkosten) käme. Wie gesagt, nur hypothetisch. Habe keine Ahnung was vom „Gross Income“ übrig bleibt.

    Aber wenn man die Unwägbarkeiten (Reparaturen und alle möglichen Schwierigkeiten) in die Waagschale wirft, dann wäre mir jeder REIT lieber. 😉

    Schönen Abend

    MS

     

  10. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Gurki

    Wer handwerklich begabt ist, kann alte Häuser in Perlen verwandeln.

    Aus einer alten verfallenen Mühle in Beacon (Hudson Valley) haben sie ein schönes Hotel samt Edel-Restaurant gebaut.

    http://www.hudsonvalleyruins.org/rinaldi/PAGES/beacon-mills.htm

     

    In eine alte Fabrik haben sie Luxuswohnungen gebaut. Die Apartments gingen weg wie warme Semmeln, obwohl sie um die 1 Million Dollar das Stück kosten.

    http://www.donmaher.bhhshudsonvalley.com/Condo/356901/HFX/1-E-MAIN-ST-Beacon-NY-12508/

  11. Maresa

    Hallo Tim, Du überlegst, Bewohner auf dem flachen Land zu werden? … mutig. Ich sage immer, man muss es sich leisten können, auf dem Land zu leben. Ich kenne natürlich nicht die Verhältnisse in den USA, aber sehr gut hier in Bayern. Ich wohne in einem kleinen Weiler (8 Häuser, ca. 25 Einwohner) am Waldrand in der Nähe vom Flughafen München – wirklich die pure Idylle; die benachbarten Reiter sagen – das ist wie in Kanada. Da es meine angestammte Heimat ist, dürfen deshalb die Kosten bei mir keine Rolle spielen.

    Aber – beim Lebensunterhalt ist nichts billiger als in der Stadt; man begibt sich in eine unglaubliche Abhängigkeit vom Auto!; öffentliche Verkehrsmittel gibt es quasi gar nicht. Die Wanderwege bist du bald abgelaufen – mehr ist da nicht / sozusagen tote Hose; und Leute kennenlernen geht auch nicht so leicht. Für alles muß man 5 bis 25 km fahren bzw. laufen, die Wege sind immer weit; das macht im Sommer bei schönem Wetter ja Spaß; aber was ist im Winter oder bei Dauerregen?

    Mieten? wenn es was ordentliches gibt; meistens sind es ältere Gebäude (Wohnqualität?) und die Preise ziehen auch außerhalb der Städte an.

    Kaufen? – da bindet man sich ein enormes Risiko an das Bein; die Wohnfläche ist größer als in der Stadt, und die Grundstücke sind es auch – das muß gepflegt und erhalten werden. Airbnb oder so läuft nicht außerhalb vom Zentrum – wer will da hin, wenn er ein Auto braucht?

    Ich habe für mich den richtigen Weg gefunden – aber eine Empfehlung ist das sicher nicht; viele aus der Stadt ziehen auch wieder weg. Bestimmt gibt es auch viele größere und noch bezahlbare Orte auf dem Lande mit besserer Infrastruktur; etwas Miete kann man sich dann einsparen.

    Eine Freundin von mir lebt im Sommer auf einem wunderschönen Campingplatz im Wohnwagen und reist im Winter im Wohnmobil in den Süden, da braucht sie kaum Geld. Letztes Jahr war sie in Marokko – und aktuell ist sie in Australien. Das ist zwar kein Schnäppchen, aber sie wollte es sich mal leisten – sie ist finanziell frei. Sie übernachtet draußen in der Natur, wann immer es geht – und braucht auch sonst nicht viel auf ihren 8 qm. – ich freu mich schon, wenn es bei mir soweit ist 🙂

    Schöne Grüße nach NYC

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ kall

    Der Einzelne kann sich schon gewissen Trends entziehen. Ein Beispiel ist die finanzielle Freiheit. Der Trend ist immer länger zu arbeiten. Aber man kann es früher schaffen. Wie das geht? Anstrengen. Mut haben anders zu sein als die Masse.

    @ Fit und Gesund

    Ich habe oben zwei Beispiele angefügt. Hier wohnen reiche Leute.

    Das Einkommen liegt überm US-Median. 

    https://datausa.io/profile/geo/dutchess-county-ny/

    @ Kiev

    Das Haus hat 4 Wohneinheiten, die vermietet sind im PDF.

    Die Wohngegend ist sehr beliebt. Es ist in 60 bis 90 Minuten von Manhattan zu erreichen.

     

    Die Brutto-Miete von über 35.000 Dollar für die 4 Wohneinheiten ist super. 4.000 Dollar muss der Vermieter an Grundsteuer aus eigener Tasche bezahlen. Diese Steuer ist absetzbar.

    Strom, Wasser/Abwasser, Erdgas, Kabelfernsehen, Internet muss der Mieter selbst bezahlen.

    @ Matthias
    Ich weiß nicht, wie Du auf die 17.500 Dollar kommst. 50% Abzug erscheinen mir sehr viel zu sein.

    Du hast also 35.000 Dollar Bruttomiete.
    Davon musst Du abziehen: Steuer (4.000), Wasser, Abwasser, Reparaturen…
    Vielleicht landest Du bei 27.000 Dollar. Wer weiß, vielleicht rechne ich es zu schön.

  13. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim,

    „Ich weiß nicht, wie Du auf die 17.500 Dollar kommst. 50% Abzug erscheinen mir sehr viel zu sein.“

    ich schrieb ja, dass ich nicht weiß, mit wie viel man wirklich rechnen darf. Deswegen habe ich vorsichtshalber einfach mal nur die Hälfte angenommen, so wie Viele immer sagen, dass sich Überstunden nicht lohnen, weil einem weniger als die Hälfte davon bleibt.

    Wir haben ja hier einige Immobesitzer. Mieteinnahmen müssen bei uns als Einnahmen in der Anlage V angegeben werden. Was bleibt denn da bei uns über den Daumen übrig? Wird das mit dem persönlichen Steuersatz belegt? Progressiv, oder wie Kapitalerträge? Keine Ahnung. Jedenfalls wird es sicherlich auch in Amerika versteuert. Die Property Tax geht ja extra weg.

    Aber ich weiß, dass es von Verkäufern immer optimistisch dargestellt wird, was angeblich erzielt werden könne. Mir ist es ja auch egal. Mir persönlich wäre es einfach zu viel Stress für zu geringe Rendite. Ich sehe auch im Bekanntenkreis, wie schnell man zur Kasse gebeten wird bei Anliegerkosten. Da kommen Unsummen zustande, für die man Kredite aufnimmt. Von Rendite keine Spur.

    Ich würde in Immobilien als Anlage gehen, wenn ich finanziell absolut gut abgesichert wäre, also mir da nichts zu schnell die Luft abschnüren könnte. Aber wie immer, das muss man für sich entscheiden. Prinzipiell kann das sicher viel Spaß machen.

    Wenn solche Häuser aber nicht auch eine gewisse Kostenfalle darstellen würden, dann gäbe es die nicht so günstig am Markt. Hier könnte man (als Beispiel) auch in der deutschen Pampa schöne Objekte zum Spottpreis erwerben.

    Schönen Tag

    MS

  14. Fit und Gesund

    @Tim,

    na gut, leider hab ich 2 sehr linke Hände für sowas 🙂

    ich verfolge aber die Frugalwoods seit 2 Jahren

    http://www.frugalwoods.com/category/frugal-homestead-series/

    das sieht wunderschön aus, aber ich könnte dennoch nicht dort leben, wär mir zu einsam, kein Haus in Sichtweite, hätte ich glaub Angst, und es macht ordentlich Arbeit, allerdings sind die nun so ziemlich Selbstversorger geworden. Den blog find ich Klasse!

    @Matthias Schneider,

    bei der Energieeffizienzklasse kannst Du Dein Geld dann geradewegs „verbrennen“  wenn Du nicht frieren magst.

     

    @all,

    heute ist was für ein Tag? Richtig Weltspartag oder nennt sich das Black Friday? mein mailaccount quillt schon am frühen Morgen über, also ich werde heute Tausende von Franken sparen, und das obwohl das Angebot nichts zu wünschen übrig lässt, selbst die Finanzbloggerszene offeriert die genialsten Schnäppchen, aber die kennen mich nicht, ich hab ja Tim Schäfer, und der ist gratis, den behalten wir!  🙂  Seine buy-and-hold-strategie taugt was und leiert mir nicht unnötig Geld aus dem Portemonnaie.

    Leute kauft nix, und schon gar nix was Ihr nicht braucht, vermeintliche Schnäppchen sind nämlich meist gar Keine…. einfach wegklicken

    wünsche Allen einen schönen sparsamen Tag

  15. Michi

    Ein Arbeitskollege, ca 55 Jahre alt, hatte vor 2 Tagen einen Herzinfarkt. Es geht ihm aber wohl einigermaßen gut. Bin gerade mit 2 Kollegen zusammengestanden und haben darüber gesprochen. Sagt der eine, ja, er hatte das Thema auch gerade mit einem befreundeten Lieferanten. Dieser sagte, er wäre vor ca 2 Jahren beim Arzt gewesen und dort hätte man eine defekte Herzklappe festgestellt. Daher OP, neue Herzklappe. Kurze Zeit später habe er dennoch einen leichten Herzinfarkt gehabt, Wochen später dann noch einen Schlaganfall. Jetzt ist er aber wieder beim Arbeiten. Ich zu meinen Kollegen, bei so einer Krankengeschichte würde ich aber schleunigst mein Arbeitspensum runterfahren auf wenigstens 70 %.  Beide Kollegen waren entsetzt über meine Aussage. Wie soll denn das gehen, der Mann muss doch Geld verdienen!?

    Ich sagte dann nichts mehr. Nicht mal wenn einer kurz vor dem Abnippeln ist, denken die Kollegen an Arbeitszeitreduzierung. Was werden die bloß gucken, wenn ich in ein paar Jahren mit Mitte / Ende 40 hoffentlich ohne gesundheitliche Gründe, einfach so meine Arbeitszeit reduzieren werde…

    Aber es waren auch beides typische Herdentiere. Ganz gut verdienen, aber das ganze Gehalt verkonsumieren…

    Aber jeder darf machen wie er will…

     

  16. Kiev

    @Tim

    In den USA wird ja oft die one percent rule angewandt. Solche Zahlen sind in Deutschland leider nicht zu erzielen:

    http://affordanything.com/2016/04/28/one-percent-rule-gross-rent-multiplier/

    So seltsam mir diese Renditevorstellungen vorkommen so hoch erscheinen mir die Rücklagen von 50%. Bei der Anfangsrendite sollten ja auch zwingend erforderliche Maßnahmen berücksichtigt werden.

    Bei den Einnahmen von 35000$ würden ja 15000-17500$ im Jahr für Reparaturen zurück gelegt werden. Vielleicht ist das in der Form bei den Holzhäusern und einbauten wie Küche erforderlich falls sie sehr oft ersetzt werden müssen. Falls die Küche inklusive ist hast Du natürlich auch Aufwand. Geht der Kühlschrank kaputt musst Du ASAP für Ersatz sorgen. Auch wenn es nicht viel kostet ist es Aufwand. Falls Du im Haus wohnen solltest und handwerklich versiert bist kostet es zumindest nicht viel und Du hast ja Zeit. Es geht ja auch nicht jeden Monat etwas dringliches kaputt. Falls in den USA Pappartige Türen verwendet werden und dadurch oft auf Kosten des Vermieters getauscht werden müssen, so würde ich etwas ordentliches bei Bedarf kaufen. Meine Türen sind alle Original und werden mindestes die nächsten 100 Jahre überstehen. Dafür musste ich sie auch aufwendig bearbeiten (Eigenbedarf). Das können die Mieter natürlich gerne selbst machen 😉 Oder eventuell nur einmalig alle ordentlich von Farbe befreien. Dann können wieder 6-10 Schichten drüber bis es Zeit zum ordentlichen bearbeiten wird.

    Du hattest doch einen Artikel von dem Paar reingestellt, die in den USA reich durch Immobilien geworden sind? Falls Du wirklich mit dem Gedanken spielst aufs Land zu ziehen würde ich denen genau auflisten warum Du das machen willst und was Du Dir vorstellst mit dem passenden Exposé. Die haben wahrscheinlich noch ein paar gute Tipps gerade was die USA angeht.

    Mir haben folgende Überlegungen weiter geholfen:

    Besser das hässlichste Haus in der Region kaufen als das schönste. Man muss sich von dem Gedanken befreien, dass man in den Wohnungen selbst leben könnte. Bei einem hässlichen Haus gibt es außerdem Potential für Mietsteigerungen. Das schönste muss man vielleicht die ersten Jahre nicht so pflegen, da es in sehr gutem Zustand ist. Durch die Region wird es aber nach unten gezogen. Falls man ein Objekt sucht dass man teilweise vermietet und selbst bewohnt geht das auf die Rendite. Man sollte jetzt keinen Luxus für zu viele Personen kaufen den man dann selbst für alle pflegen muss. Somit sollte es auch nicht zu groß sein ,wenn man selbst in dem Haus wohnt und sich viele Annehmlichkeiten teilt.

    Zu viel Grundfläche geht auf die Rendite. Ich weiß nicht wie die Steuer in den USA berechnet wird, oder Abschreibungen usw. Reine Vermietobjekte sollten generell nicht zu viel Fläche haben. Das kostet nur Aufwand, Wartung (Rasenmähen in dem Beispiel) und bringt keine Rendite, außer man möchte weitere Gebäude errichten oder das Land teilen und verkaufen.

    Um bei dem Beispiel aus dem pdf zu bleiben. Sofern erlaubt würde ich den Schuppen ausbauen. Der hat alleine eine Dimension die über die Grenzen von TinyHouses gehen. Da dann noch einen üppigen Wintergarten dran gesetzt und Ofen einbauen. Da kann man dann sehr schön naturnah leben. Nur Bäcker, Lebensmittel, Krankenhaus usw. sind vermutlich weiter weg.

    Die Mieteinnahmen sieht man ja auch in den Mietverträgen. Du solltest nur prüfen wie diese generell in der Region für die Art von Wohnung liegt. Sehr gut ist wenn es hier noch Potential gibt. Wenn die Miete bereits am Limit ist solltest Du vielleicht noch genauer hinschauen, da der aktuelle Vermieter scheinbar selbst gut auf die Rendite schaut. Da wäre dann der Grund für den Verkauf interessant.

    Mietverhältnisse sind nicht so langfristig in den USA. Bei den Mieten ist das ja auch nicht verwunderlich. Ein Sachverständiger kann einen vor einer schön gestrichenen Ruine bewahren.

     

  17. June

    @Matthias,

    Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung werden mit deinem persönlichen Steuersatz  versteuert. Aber man kann von der kleinsten Schraube bis zur aufwändigsten Renovierung alles vorher abziehen, auch die Kreditzinsen. Zusammen mit der jährlichen Abschreibung von 2% führt dies zu einer moderateren Steuerbelastung als bei einem Arbeitseinkommen.

    Auf den ersten Blick sind Immobilien gegenüber Aktien im Nachteil, geringere Rendite, höhere Steuerbelastung, mehr Arbeit. Die Eigenkapitalrendite ist aber durch den Leverage Effekt viel höher als bei Aktien.

    Ich denke immer beide Wege führen nach Rom man kann sie auch geschickt kombinieren.

    Take care,

    June

     

  18. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @June,

    Dank für Erklärung. So ähnlich dachte ich mir das. Wie gesagt, ich bin nicht prinzipiell gegen Immos. Ich denke nur, dass man da viel schneller Fehler machen kann, und sich einen Klotz ans Bein bindet.

    @Kiev,

    Dank für den Link. Da kommt es auch auf die 50%, wie von mir konservativ aus dem Bauch kalkuliert. Rückstellungen, Steuern, Reparatur und Wartung drücken das eben gewaltig. In dem Artikel schreibt er ganz richtig, dass man nicht von den billigen ersten Jahren auf die ganze Zeit schließen kann.

    „You won’t spend 50 percent every year (as you can see from my monthly cash flow reports). You might enjoy super-low-bills for five years. Eventually, though, you’ll replace the roof, gutters, garage door, siding, electrical panel, A/C unit and windows. The 50 percent estimate is a long-term average. (By the way, if you talk to an investor who claims “I only spend 20 percent of revenue on operating costs!,” ask how long he’s been in the game. Nine times out of ten, he’ll reply, “Two years, and I haven’t made any repairs yet!” That’s the myopia of an ill-informed novice.)

    Wehe, wenn man die Rückstellungen nicht macht in guten Zeiten. Wie beim Neuwagen. Ab einer gewissen Zeit fangen die teuren Reparaturen an.

    In Amerika sind diese Billighäuser aus Holzrahmen (Light Wood Frame Construction) sehr verbreitet. Das ist auch noch ein gewisser Unterschied zu Massivbau (Concrete). Mir käme das schon entgegen. Man muss nur wissen, dass es eben nicht mit echten Massivhäusern zu vergleichen ist.

    Da fiel mir auch die Rechnung mit der 1%-Rule wieder ein, die aber sicher nur noch in ziemlich abseitigen Ecken funktioniert. Hatte das auch schon mal beim FIFighter gelesen.

    @Fit und Gesund,

    hier noch was Tröstliches zu Enbridge.

    MS

  19. Gurki

    @Tim: Ja wer handwerklich begabt ist, Zeit und Geld hat, kann aus Scheisse Gold machen, das ist richtig. Aber sicher nicht alleine.

    Meine Eltern haben ein Haus gebaut und da ich in meinem vorherigen Leben Handwerker war, habe ich das Haus mit aufgebaut. Aber trotzdem kann man nicht alles selber machen und benötigt Leute dafür.
    Elektrik zum Beispiel kann ich nicht. Insofern muss man diese Leute entweder kennen (Bekannte, Freunde) oder eine Firma beauftragen. Beides kostet aber Geld! Unmengen an Geld!!
    Mal ganz abgesehen von der Zeit die man brauch um so ein Projekt durchzuziehen.

    Und dann kann das auch wieder nicht jeder. Denn wie Du ja selbst sagst, sollte man handwerklich begabt sein.

    Ich würde es tunlichst sein lassen, zu denken, man könne mit wenig Zeit, wenig Geld und ein bisschen handwerkliches Geschick aus so einer Baracke was tolles machen.

     

  20. Fit und Gesund

    @ Matthias Schneider,

    was? 22 Seiten sollen tröstlich sein?? *lach*, Spass beiseite, ich hab das schon gelesen, ich bekomme ja von Seeking Alpha die Nachrichten zu meinen Aktien, Enbridge hat sich schon wieder ein klein wenig erholt, mir ist nicht bange, die sollen nur schön ihre Dividenden am 1. Dez. zahlen und dann ist es gut 🙂

    Ich brauche noch ungefähr 4 bis 5 Monatsinvestments und dann hab ich mein Dividendenziel für nächstes Jahr erreicht, dann werde ich nur noch Positionen aufstocken bei Bedarf, d.h bei einem Minus von mindestens 20% (solange ich von dem Wert überzeugt bin)  Ansonsten werde ich wohl mein Goldkistchen ein wenig auffüllen, das hat dieses Jahr nur wenig abbekommen.

    so, oder so ähnlich, wobei es ja durchaus auch zu Überraschungen kommen kann, dann sehen wir weiter, immer ein Schritt nach dem Anderen.

    Wünsche nun Allen eine gute Zeit!

  21. Anna-Lena

    Die Häuser finde ich auch etwas befremdlich. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass man daraus was echt Gutes machen kann (wie du sagtest, mit luxuriösen Wohnungen innen, oder so). Allerdings benötigt das wieder ordentlich Kapital.

    Ansonsten, Tim. DANKE DANKE DANKE. Du bist quasi wie ein Fels in der Brandung, wenn ich das mal sagen darf 😀 Ich bin ziemlich irritiert, dass so viele Market Timing und Trading betreiben, obwohl es prozentual nur sehr wenige schaffen, überdurchschnittlich zu sein.

    Ich habe jetzt Graham gelesen, und sein Buch „Intelligent Investieren“ ist wirklich wie eine Bibel 😀 Ich finde das Buch so besonders, dass ich es mir nochmal in Hardcover kaufe. Er spricht sehr positiv über Indexfonds und Cost Averaging. Das ist jetzt der Punkt für mich, definitiv zu ETFs zu wechseln. Und generell Sparpläne der Einmalanlage vorzuziehen. (Sofern möglich.)

    Vielleicht ziehen andere Menschen andere Schlüsse aus dem Buch. Graham unterscheidet zwischen defensiven und aggressiven Investoren. Vielleicht entscheiden sich einige für die letztere Identität.

    Schönes WE 😉

     

  22. Prof_S.or

    Black Friday in Slave Society

    Weist ein hoher Konsum von Seife auf die Reinlichkeit hin oder auf die Gewohnheit, sich schmutzig zu machen? (W.L.)

    Konsumier, so ich dir! Lebensstilgesellschaft in säkularer Wandelung des Neuen Testaments. Je geringer das Selbstwertgefühl desto größer die Verheißung wertloser Produkte. Glück in Tüten – ich shoppe also bin ich. Zugehörigkeit & Identität. Optimierte Angriffspunkte für Marketingstrategen.

    Mode ist primäres Kommunikationsmedium. Eskapistischer Moment oder irreversible Relevanzverwirrung? In unserer Benutzerillusion sind wir Diener des limbischen Systems. Konsumismus ist impulsiv. Eine Abwechslung für die gelangweilten Leibeigenen. Geborgenheit für traurige Schuldknechte. Hoffnung für träumende Mitayuq.

    Der Kapitalismus dient essentiell der Befriedigung derselben Sorgen, Qualen & Unruhen, auf die ehemals die Religionen Antwort gaben. (W.B.) Omnipräsenz von Werbung. Marken identifizieren Gruppen. Nachahmungstrieb diktiert das Bewusstsein. Die Influencer machen die Drecksarbeit.

    Belohnungssystem für die angepasste Mehrheit. Kriegsbeute aus den gläsernen Kathedralen der Apfelhändler. Uniformierte Ministranten akkumulieren die Zeichen des Glücks. Massenkonsum ist das gesellschaftliche System zur Stabilisierung der soziokulturellen Ordnung.

    Konsumenten sind klassische Multiplikatoren mit eigenen Produktionsmitteln. Deren Norm ist Individualität mit Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Angst vor sozialer Exklusion. Sehnsucht nach Konformität. Soziale Bindungen allenfalls Kollateralschäden. Utilitaristisches Regelungssystem des Glücks. Hysterie als neue Stammesmythologie. Fetischisierter Totalitarismus. Die Moral der Moderne.

    Kein Glück allein & wir marschieren. Lieber böser Egoist als dummer Hedonist in der Matrix der Verführung. Wollt ihr nicht den totalen Konsum? Ist Noahs Fluch tatsächlich die Rechtfertigung für permanente Knechtschaft? Zerstörung, Krankheit, Verschuldung. Genug ist niemals genug. Sklaverei ist gottgewollte Ordnung. Dum diversas.

    Afrika, China, Indien, Pakistan oder Kambodscha – Rana Plaza ist überall. Gegenwartsegoismus ist die Zivilreligion der Industrienationen. Die Kultur der Verschwendung mit ihren Abfallerfindungsmaschinen. Leben in permanenter Bringschuld. Recht auf Müßiggang ist bizarre Vergangenheit in einer Welt der Sättigung.

    Konsumkritik ist kein Gegendiskurs. Nur Ausdruck des Systems. Konsum formatiert adäquat. Im Konsum stirbt Leidenschaft. Konsum frisst eure Kinder & hält die Illusion der Freiheit aufrecht. Als patriotischer Akt führt er in die Sattheit des Verderbens. Große Gebäude, kleine Herzen. Statt Leben zu unseren Jahren zu addieren, addieren wir Jahre zu unserem Leben. (A.E.S)

  23. June

    https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Über-die-KfW/KfW-Awards/KfW-Award-Bauen-und-Wohnen/KfW-Award-2016/2.-Platz-2016/

     

    hier ein Beispiel von der KfW mit Video, was aus einem alten 600 Jahre alten Haus gemacht werden kann. Die „Renovierung“ kostete ca. 450.000 €. Das Haus ist wirklich ein Schmuckstück geworden. Allerdings handelt es sich bei dem Beispiel weniger um ein Investitionsobjekt als ehr um ein Liebhaberobjekt. Aber manche Familie baut neu teurer.

    Take care,

    June

  24. Andrea

    Tim, mal wieder ein schöner Beitrag. Die Häuser würden in der Tat ein bisschen Renovierung oder Sanierung brauchen. Die reichen Leute, die dort wohnen, werden das Geld sicherlich aufbringen.

    Prof, trotz des merkwürdigen stakkatoartigen Schreibstils auch einmal ein Danke, vor allem für den Satz „Die Influencer machen die Drecksarbeit.“ Es ist schon erstaunlich, dass so viele Blogger jede Menge „Affiliate“- oder andere Werbung  auf ihren Seiten haben. Mir macht es auf solchen Blogseiten keinen Spaß. Auch Schleichwerbung finde ich nicht so gut. Meine Nichte hatte einmal einen ganz netten Lifestyleblog, über Kosmetik, Mode und so. Es waren nicht so viele Leute dort, aber man merkte, der Blog wurde etwas größer. Plötzlich bekam sie von einer Schuhfiema ein Paar Stiefel zugeschickt, über die sie dann auch berichtet hat. Sie hat sich über die Stiefel total gefreut (hatte auch selber nicht so viel Geld), aber ich glaube, sie hat gar nicht gemerkt, wie sie auch dafür genutzt wurde, Werbung zu machen.

     

  25. Fit und Gesund

    @June,

    danke für den link, das Video ist toll, also da liesse es sich wunderbar drin leben, eigentlich müssten die Gemeinden solchen Bauherren mit zinslosen Darlehen entgegenkommen, der Bauherr hat schliesslich viel dafür getan,  den Schandfleck mitten im Dorf zu beseitigen. Bravo auf jeden Fall!

    @Andrea,

    der ganze affiliate Mist geht mir mittlerweile so auf die Nerven, ich habe jetzt beschlossen dort nicht mehr vorbeizuschauen, trifft leider auch blogs mit teilweise gutem content, der sich in wiederum einigen Fällen aber auch verschlechtert hat, nur übel….klick mich, kauf mich, buch mein Seminar, lad mein ebook herunter und Alles wird gut…..darauf verzichte ich aber gerne. Nun denn…

    liebe Grüsse

  26. Andrea

    Fit und Gesund, umso schöner ist es hier bei Tim, der kaum Werbung hier hat. Ich finde es gerade bei Finanzbloggern problematisch, da ich mich frage, ob sie im Geldanlegen so schlecht sind, dass sie auf die Einnahmen angewiesen sind. Ich gehe am liebsten auf die Seiten von den Bloggern, von denen ich weiß, dass sie schon ein gewisses Depot haben und also einen gewissen Anlageerfolg erzielt haben – Tim, Armercharlie, bis vor kurzem Couponschneider usw. (es gibt noch ein paar mehr). Solche Leute sind auch mit solchen Affiliatelinks sehr zurückhaltend, haben es wahrscheinlich schlichtweg nicht nötig.

    Wenn es schon direkt ein Popup gibt und ich mich in einen Newsletter eintragen soll, ist das schon ein No-go für mich. Und Artikel, in denen Berufsunfähigkeitsversicherungen o.ä. angepriesen werden und gleich die Links zu der Firma dabei sind, damit der Blogger auch direkt etwas fürs Vermitteln kassiert … nein danke. Da halte ich mich lieber nicht so lange auf.

  27. Sparta

    @Michi

    „bei so einer Krankengeschichte würde ich aber schleunigst mein Arbeitspensum runterfahren auf wenigstens 70 %.  Beide Kollegen waren entsetzt über meine Aussage. Wie soll denn das gehen, der Mann muss doch Geld verdienen!?“

    Na ja, es kommt wie immer darauf an:

    Ist der Job so stressig, dass er keinen Spaß mehr macht?

    Wird der Job als Verursacher für gesundheitliche Probleme definitiv festgelegt?

    Sind es evtl. zu wenig Bewegung, Ernährung, Stressmanagement, persönliche Resilienz, Überfütterung, ungesunde Gewohnheiten etc. ?

    Ist die finanzielle Versorgung ausreichend?

    Wird zusätzliche Freizeit auch qualitativ erfüllend genützt?

    Den Job als das einziges Übel zu deklarieren ist mir zu einfach!
    Ganz zu schweigen davon, wie jemand erfolgreich in etwas sein soll, dass ihm keinen Spass macht…

    Trotzdem… dies alles zu hinterfragen ist für jahrzehntelange Gewohnheiten für viele zu anstrengend und man kommt als Oberlehrer/Besserwisser daher…

    Schwierig, eigentlich vergebene Liebesmühe anderen Ratschläge erteilen zu wollen, wenn keine intrinistische Motivation des Gegenparts vorhanden ist (selbst bei Schicksalsschlägen)….

  28. Ruben

    @Michi:

    ich hoffe auch ab ca. 50 Jahre meine Arbeitszeit reduzieren zu können. Im Prinzip könnte ich das jetzt schon bei einer jetzigen Sparrate über 50%, aber dann wäre eben die Sparrate nicht so hoch.

    Der prozentuale Anteil der jährlichen Sparleistung am Gesamtvermögen nimmt jedoch immer mehr ab. Ab einem gewissen Vermögen ist der Zinseszins ausschlaggebender. Beispielsweise ist es ein Unterschied, ob ich bei einem Gesamtvermögen von 100k jährlich 10k oder bei einem Gesamtvermögen von 500k jährlich 10k spare.

    Da ab einem gewissen Vermögen der Zinseszins die größte Rolle spielt ist es denke ich auch schon ein Riesenerfolg, wenn man die jährlichen Erträge möglichst lange reinvestieren und ein Verzehr möglichst lange hinauszögern kann.

    Am wichtigsten ist wirklich immer Gesundheit, die ist mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen.

    Alles Gute!

    Ruben

  29. Michi

    @sparta

    Danke für deine antwort.wollte mit meinem post nicht sagen,dass die krankheitsgeschichte zwingend durch den stress bei der arbeit kommt, sondern dass es bei dem krankheitsverlauf bald ganz aus sein könnte und sich der kollege daher vielleicht lieber einen tag mehr in der woche seinen privaten zielen und den schönen dingen des lebens widmen sollte als weiterhin im hamsterrad zu rennen.

  30. Ex-Studentin

    @Michi

    Erschreckendes Beispiel. Ich würde bei Herzinfarkt, Schlaganfall nicht nur Stunden reduzieren, sondern ggf. sogar den Beruf wechseln. Geld bringt nichts, wenn man tot ist.

    @Andrea

    Mich macht es auch kritisch, wenn Blogs mit Werbung und Popups zugehauen werden. Andererseits halte ich Affiliate-Links für legitim. Wenn jemand ein Depot, Buch etc. aus Überzeugung empfiehlt, ist das für mich ok. Oft empfehlen Blogger sogar Sachen, ohne Geld zu bekommen. So mache ich das auf meinem Blog, wenn ich etwas gut finde. Habe bei meinem BU-Beitrag z.B. Links von Helberg reingehauen, weil er eine tolle informative Seite führt. Ein paar Blogger verdienen damit tatsächlich einen Teil ihres Lebensunterhalts und so ein Blog ist eine Menge Arbeit. Wen man da ab und zu eine Provision erhält, reden wir hier trotzdem oft noch von 1€-Jobbern, wenn man den Stundenlohn berücksichtigt. Finanzrocker und Natascha von Madame Moneypenny z.B. haben eine große Community und die Qualität der Beiträge ist top. Trotz Werbung. Andere wiederum übertreiben es bzw. sind sehr unpersönlich geschrieben. 

    @Tim

    Willst du wirklich raus aus der Stadt? Oder überlegt ihr, euch bald um Kinder zu kümmern? Du hast letztens geschrieben, dass ihr (noch) keine habt. Mit Kindern wären eure 2 Zimmer natürlich zu klein. Ich bin mittlerweile Stadtmensch und will z.B. den Hausmeisterservice nicht missen. Auch Rasenmähen oder Auto müssen nicht sein.

    Liebe Grüße

    Jenny

  31. Andrea

    Jenny, da stimme ich dir absolut zu, z.B. die Links hier von Tim zu Büchern über value investing finde ich vollkommen okay. Ich finde es problematisch, wenn die Werbung quasi die Texte überlagert oder stört. Ich meine, man kann sich dann auf das Geschriebene schon gar nicht mehr konzentrieren, mir geht es jedenfalls so. Dezent ist es okay, so wie hier.

  32. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ex-Studentin

    Ich denke nur nach über das Landleben. Aktuell ist es allerdings kein Thema. Einige Bekannte haben eine Stadtwohnung und ein Wochenendhaus im Grünen. Das ist uns aber zu viel. Lieber bodenständig bleiben ist mein Motto. Lebensstil-Inflation muss nicht sein. Die kleine Stadtwohnung reicht. Kinder im nächsten Jahr – eventuell.

  33. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias Schneider

    Vielleicht glorifiziere ich das Landleben auch.

    @ Fit und Gesund

    Ich finde die Frugalwoods ganz nett. Sie haben sich dem Konsum total losgesagt. Respekt.

    @ Kiev

    Das sind enorme Rücklagen. Vielleicht mache ich mit meiner Rechnung Selbstbetrug.

    @ Gurki

    Ja, es ist sicherlich extrem viel Arbeit.

    @ Anna-Lena

    Ich bin stur. Mit Buy and Hold. Ich halte 20, 30, 40 Jahre meine Aktien durch. Ich denke gar nicht ans Verkaufen. Nur ans Kaufen.

    @ Prof_S.or

    Interessante Gedanken zum Konsumwahn. Es ist ein Problem geworden. Die Menschen haben kaum etwas anderes im Kopf.

    @ Andrea

    Mein Blog ist ein Hobby. Es geht mir nicht ums Geldverdienen.

  34. Kiev

    @Tim

    Mein letzter Beitrag ist leider vom Browser vor Absenden verloren gegangen. Hier in Kurzform. Die 50% Rücklagen halte ich für absolut übertrieben. Ich vermiete aber in Deutschland und weiß nicht was in den USA vielleicht anders ist. Am besten fragst Du wirklich Profis aus den USA wie es abläuft. Hier ein Beispiel von mir. Ich habe ein Bad komplett kernsaniert inkl. neuem Sicherungskasten für die Wohnung im Flur mi FI usw. Es hat 5000€ gekostet. Und so eine Maßnahme macht man vermutlich nur einmal. Die Rohre habe ich auch getauscht. Aber Achtung. Das kann auch gerne 15000€ kosten. Vermietung ist ein Business. Der eine macht die Top Rendite der andere kann Verluste abschreiben. Am Anfang wird man vermutlich nicht die Top Konditionen bekommen. Umso mehr Erfahrung Du hast und umso mehr Du Dich einbringst umso günstiger wird es. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas nebenbei läuft während man durch die Welt jettet und gleichzeitig eine Top Rendite bringt. Wenn man die Vermietung als Investment professionell betreibt fährt man bestimmt höhete Renditen als mit einem passiven ETF ein. Es ist aber auch nicht passiv. Wenn es rein passiv abläuft und man alles pauschal fremdvergibt ist der ETF vermutlich im Vorteil. Inflation und Leverage ist gerafe heute ein starkes Instrument. Nur das Risiko der Refinanzierung muss man absichern.

  35. Ralf

    Als Gutachter für Immobilien rate ich prinzipiell zur Vorsicht bei alten Häusern, speziell wenn man kein begnadeter Handwerker ist bzw. nicht gerne selbst viel im Haus renovieren kann oder möchte. Alte Häuser können sehr reizvoll sein, jedoch auch ein riesen Paket Probleme mit sich bringen. Schadstoffe, Schimmel, morsche Balken etc. lassen sich oft nicht sofort erkennen.

    Nimm dir einen Experten mit wenn du ein altes Haus kaufen möchtest, dann bleibst du vor Fehlentscheidungen eher bewahrt und kannst mitunter durchaus ein Schnapperl machen.

     

  36. Sparta

    @Kiev

    Leverage ist halt ein Hebel (positiv wie negativ) und so einen günstigen Kredit gibt es auf etf`s nicht. Bei schlechter oder negativer Rendite ist ein Hebel be…….

    Wenn Immobilieninvestments ein Business sind, dann ist es doch für einen Privatanleger gegen die tausenden von Immo-Makler verdammt schwierig neben der Hauptbeschäftigung zeitlich ein besseres „Business“ als der Profi (Wissen und die Menge an Besichtigungen/Angebote) zu machen, oder?

    Sicherlich kann man sich im Selbststudium vieles beibringen… aber ich denke die Wahrscheinlichkeit spricht gegen den privaten „learning by doing – Investor“.

    Zudem denke ich auch, dass das zeitliche Fenster der letzten Dekade für Immo-Vermögensaufbau top war, sich aber aktuell sehr stark dem Ende der guten bis sehr guten Renditen zuneigt.

    Soll jetzt bitte nicht wieder in einen Glaubenskrieg Börse vs. Immo`s ausarten!

    Mich würden nur die Argumente bzw. Denkweise der Immo-Profi`s interessieren!

     

  37. Daniel86

    @Sparta

    Auf dem vermietedichreich-Blog kann man sich ein ganz gutes Bild davon machen, wie ein „Privatanleger“ an die Sache herangeht.

    Ich als Vermieter, jedoch kein Immo-Profi sehe einen großen Hebel eher kritisch.

  38. Olaf

    @Tim:

    Sorry, Tim, aber so ein altes Haus zu kaufen, ist ein Glücksspiel. Das passt eigentlich überhaupt nicht zu deiner „Spar“-Mentalität!? Da weiß man nie worauf man sich einlässt. Und ich weiß nicht, ob du so ein guter Handwerker bist?! Alleine kannst du es eh nicht bewerkstelligen und selbst ein Profi weiß nicht, was sich dort alles verbirgt. In der Regel wirst du immer wieder einzelne Stellen haben, wo du ausbessern und erneuern mußt. Wirst dabei aber nie fertig sein…und pumpst immer wieder Geld hinein.

  39. Kiev

    @Sparta

    Einen Hebel würde ich nie bei Aktien oder ETFs anwenden. Ich meinte mit Vergleich eine gehebelte Immobilie zu demselben Vermögen in ETFs ungehebelt. Also z.b kaufe ich ein weiteres MFH zu 100% finanziert und zahle nur die Nebenkosten von beispielsweise 80000€. Ich bekomme einen Kredit mit einer Laufzeit von 15 Jahren um die 1,5%.  Im Mittel über die Zeit bekomme ich eine monatliche Nettomiete von 3300€. An Zinsen zahle ich 1000€. Somit bleiben für Tilgung und Reparaturen 2300€ vom ersten Tag übrig. Und eine Wertsteigerung interessiert mich dabei noch nicht einmal. Aber Achtung! Ich nutze Sondertilgung aus den Einnahmen sehr stark. Am Ende der Laufzeit bringe ich das Objekt auf einen neuen sicheren Wert für eine Refinanzierung. Ich stecke zumindest die ersten 15 Jahre alle Einnahmen in die Immobilie. Anschließend darf Kapital eingezogen werden. Außerdem habe ich in den ersten 2-3 Jahren vermutlich noch nicht die Rendite und zusätzlich ein paar Baumaßnahmen. Das schöne an Immobilien ist die einfache Rechnung der Rendite 2+2=4. Nach 15 Jahren muss man nur rechnen das man nicht 2-3=-1 hat. Bei Aktien gilt ja auch 2+2 =5-1 ?

    Mit dem ETF kann man bei 4% im ersten Monat mit 400€ rechnen.

    Die meisten privaten Vermieter haben nur ein Objekt. Eine Hausverwaltung stelle ich mir begünstigt vor, da sie Objekte vor dem Verkauf privat übernehmen könnte. Da ist Insider Wissen vorhanden. Makler sehe ich bei aller Bescheidenheit nicht bevorteilt und würde sie auch nicht als Profis bezeichnen. Zumindest den Großteil den ich kennenlernen durfte. Sie stehen ja auch nicht in Konkurrenz sondern möchten einfach ihre Provision mit möglichst wenig Aufwand einfahren. Das kann man sich auch zum Vorteil machen…

    Konkurrenz habe ich nur von Leuten die auf Eigenbedarf kaufen. Daher kann man im Süden von Deutschland wohl kaum in einer Stadt an eine rentable ETW kommen.

    Wir sind ja selbst vom Fach. Von daher sehe ich mich eher bei Ralf als bei einem Makler.

     

    Ich habe auch mein Spezialgebiet gefunden und auch meine Zielmieter um erfolgreich zu vermieten.

    Ich bevorzuge Altbauten 1900- 1940. Am besten weitgehend Original auch mit Sanierungsstau. Das ist mir lieber als eine schlecht ausgeführte Teilsanierung mit unklaren Verhältnissen. Der Preis muss halt passen. Das ist aktuell wirklich ein Problem. Aber ich brauche ja auch nur ein weiteres MFH. Dann reicht es mir ja schon. Ich habe auch schon ein ordentliches besichtigt das bei dem Preis aber zu viele Risiken für mich hatte. Und die Rendite von einem ETF ist besser als eine Immobilie mit zu geringer Rendite und hohem Risiko. Da zahlt man am Ende nur rein ohne Gewinn zu erzielen.

    Ich denke, dass meine bisherigen  Baumaßnahmen sehr gut waren. Hier wurde nicht gefuscht, oder teilsaniert. Es gab das volle notwendige Programm in Rekordzeit. Ich schätze die Kosten von größeren Investoren auch höher ein als meine. Aber ich bringe mich ja auch entsprechend ein. Hart am Anfang arbeiten und anschließend die Früchte ernten… Von alleine läuft das so sicher nicht.

  40. FelixBerlin

    Ich persönlich würde mir niemals ein Haus kaufen wollen.

    Anfangs ist es zwar schön, aber später hat man eine Menge Arbeit und Kosten damit.

    Im jungen Alter mag das noch kein großes Problem sein – im Alter aber schon.

    Da hab ich lieber meine Wohnung und evtl. noch einen Schrebergarten, wo ich das „Hausfeeling“ auch ansatzweise bekomme 🙂

     

  41. FelixBerlin

    Ich persönlich würde mir niemals ein Haus kaufen wollen.

    Anfangs ist es zwar schön, aber später hat man eine Menge Arbeit und Kosten damit.

    Im jungen Alter mag das noch kein großes Problem sein – im Alter aber schon.

    Da hab ich lieber meine Wohnung und evtl. noch einen Schrebergarten, wo ich das „Hausfeeling“ auch ansatzweise bekomme 🙂

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